Cover: Digitales Charisma. Mit Andrea Grundmann - #274

Digitales Charisma. Mit Andrea Grundmann - #274

4. April 2026
0:00 –:––

Worum es geht

In dieser Folge spricht Kevin mit Andrea Grundmann über digitales Charisma – und darüber, warum viele Menschen online glatter, vorsichtiger und austauschbarer wirken als im echten Leben. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Haltung, Persönlichkeit und Ausstrahlung auch im Netz sichtbar werden, ohne dass man sich verbiegt. Es geht um echte Authentizität, um Ecken und Kanten, um Position beziehen und um den Umgang mit Gegenwind, Trollen und Unsicherheit.

Als Artikel lesen
Autor: Kevin allein im Marketing

Folge teilen

Transkript

In der analogen Welt ist es ja eigentlich ganz einfach, wenn man sich trifft, man sagt, ah, gut, na wie geht's und schon geht's los. Vieles ergibt sich da ja auch einfach normal. Wie ist das aber in der digitalen Welt? Wie überzeugt man dadurch Haltung? Jetzt hier im Podcast.

Kevin allein im Marketing, der Podcast für Werbung, Marketing, Social Media. Gerade in der digitalen Welt ist es ja so, dass viele ihre Haltung verlieren. Warum? Weil sie meinen, sie müssten ohne Klarnamen irgendwas in die Welt rausposaunen. Man kriegt sie ja sowieso nicht raus.

Deswegen ist ja auch grade die Debatte da, dass man mit Klarnamen alles machen soll. Aber bei LinkedIn ist es ja auch so, dass ganz viele irgendwas rausposaunen mit ihrem Klarnamen, wo man denkt sich, sich, was denn ditte? Wir reden mal heute drüber, wie man durch Haltung und Charisma überhaupt zum Erfolg kommt und in der digitalen Welt besteht, weil analog ist das trotzdem noch mal was anderes als digital. Dazu gibt es mittlerweile auch ein Buch, ich halt's mal ganz kurz in die Kamera, damit man's auch sieht. So, digitales Charisma.

Und genau darum geht's heute. Ich hab Andrea Grundmann im virtuellen Studio, die Autorin des Buches. Andrea, grüß dich. Schön, dass Du da bist. Ich würd sagen, stell dich ganz kurz einmal vor.

Hallo Kevin, schön, dass ich da bin. Ich freu mich sehr. Ich bin, ich würd sagen, ich bin Sparringspartnerin für Unternehmen, Unternehmer, Führungskräfte und begleite sie in Fragen der Positionierung, Kommunikation und Sichtbarkeit. Und das vor allem auf LinkedIn. Und von daher hab ich dieses Buch geschrieben, weil mir irgendwann auchfiel, dass sich sehr, sehr viele Menschen oder ja, sehr viele so Persönlichkeiten, sehr erfolgreiche Persönlichkeiten sehr schwer damit tun, ihre Ausstrahlung, die sie im Analogen haben, auch ins Digitale zu transportieren und dort häufig ganz anders rüberkommen, als sie im echten Leben eigentlich sind.

Und dann dieses Muster ist mir einfach aufgefallen und ich dachte, ich schreib mal alles zusammen, was so darüber weiß, was mir dazu einfällt. Und dann ist 'n ganz schön dickes Buch entstanden, genau. Ja, ist son kleiner Weltzer, nur mal so, ich ich guck grad noch mal rein, was der, was haben wir hier so? 341 Seiten inklusive Quellenverzeichnis. Also kleines, schönes Buch ist ist das geworden.

Erst mal Glückwunsch an der Stelle. Danke. Ist mein erstes Buch. Also war Das 1.? Ja, ja, ja.

War auch echt, ja, son Abenteuer, sone Reise. Also so sollte auch gar nicht so dick werden. Aber so ist das. Ich glaub, das können viele Autoren nachempfinden, dass man am Anfang vielleicht gar nicht so genau weiß, wie viel man so schreibt und wie lange das alles dauert und genau. Es ist lustig, dass Du da sagst, Tanja Laub hat das auch mal gesagt.

Die hat das Buch Community geschrieben. Mhm. Und hat auch gesagt, das sollte nicht son dicker fetter Wälzer werden. Jetzt ist dieses Ding, keine Ahnung. Ich glaub 600 Seiten lang, damit kann's jemand erschlagen.

Das war auch sehr lustig, als wir zusammengesprochen haben. Und dann sagt sie, ja, ihr habt 'n Buch geschrieben, weil mir sind da was, so so wie Du, mir sind da Muster aufgefallen. Da da da da da da da da da da da da da da. Da hab ich mal alles runtergeschrieben. Da ist das 600 Seiten geworden.

Ach so. Okay. So kann man's halt auch mal machen. Also dann bin ich ja noch recht schlank und unterwegs, da bin ich erfroren. Aber Du sag mal, wie hat sich denn bei den bei den, Du berätst jetzt auch schon 'n paar Jahre, auch in Sachen hast Du ja schon gesagt, in Sachen Kommunikation bis Sparringspartner.

Wie hat sich denn aus deiner Perspektive heraus die Kommunikation mit den Jahren, auch dann jetzt, ne, wo das Ganze jetzt losgeht mit ne, vor allem während der Coronazeit, also Du konntest ja sowieso mit niemandem mehr reden, durftest ja niemanden sehen. Und wenn Du jemanden gesehen hast, hast Du's nicht verstanden, weil ständig die Maske vorm Gesicht war. Also sind sie alle ja ins Digitale gewandert. Wie hat sich denn die Kommunikation aus deiner Sicht heraus verändert? Na, ich weiß gar nicht, also ich glaube vor allem, das Digitale hat sich oder die digitale Kommunikation hat sich verändert, weil auf einmal alle da waren, online waren.

Also LinkedIn hat ja grade zur Pandemie 'n Riesenaufschwung bekommen, weil immer mehr Unternehmen, aber auch überhaupt Menschen verstanden haben, dass oder sie mussten ja letztendlich digital kommunizieren für eine ganze Weile. Und LinkedIn war natürlich da der Kanal, also der Businesskanal der Wahl, ja. Und von daher, ich weiß nicht, ob es sich in der Zeit dann so unbedingt so verändert hat. Ich glaube, dass diese ganze Veränderung, ich mach jetzt seit den Neunzigerjahren Marketing und auch eigentlich seit Ende der Neunzigerjahre Onlinekommunikation, also die hat sich ja fortwährend verändert, ja. Also die ersten Webseiten, ich glaub, ich hab die 1.

Webseite 97 gecoodet, damals hab ich noch selbst gecoodet und das war ja was völlig anderes. Also das kann man ja überhaupt nicht vergleichen. Und wenn man so überlegt, was in den ganzen Jahren immer so sukzessive dazukam, wie sich die Disziplinen überhaupt erst mal gebildet haben, dann entwickelt haben und wie das immer vielschichtiger wurde, die Onlinekommunikation am Anfang. Ich weiß nicht, ist wahrscheinlich vor deiner Zeit, als Boris Becker noch Wann war 'n das? Ich weiß nicht mehr, irgendwann waren die Neunzigern.

Wo Boris, Sekunde war. Gott, was denkst Du denn, wie alt ich bin? Boris Becker hat doch immer gesagt, da bin ich schon drin. Das war ja die Werbung für Aol. Der hat gesagt, genau, ich bin drin und Genau, genau.

Und die Frage, da bin ich schon drin oder was. Genau, das war das war Aol, ach, Ja, ja, die kenn ich, ich bin Neunundachtzigerjahrgang, also die kenn ich noch. Okay. Na ja und so und das war ja dann auch schon Onlinekommunikation. Also diese ersten E-Mails, die dann da irgendwie, sie haben Post, kamen dann immer, ne.

Also und so hat natürlich, ich glaube, die diese Kommunikation hat sich die ganze Zeit weiterentwickelt und die wird sich auch weiterentwickeln, gerade jetzt. Da merken wir ja durch KI. In meinem Feed ist aktuell jeder 2. Post in diesem schrecklichen ChatGPT Sprech geschrieben, den ich Also ich kann da gar nicht mehr lesen, ich schalte dann ab. Ich mein Gehirn weigert sich da irgendwie, die Inhalte aufzunehmen.

Und das wird sich ja weiter verändern und von daher, aber ich glaube, zur Pandemie war halt sehr deutlich, dass halt ganz viele Menschen, die bis dahin vielleicht dachten oder dass sie das nicht brauchen, ja, dass so, ne, Social Media und digital, das ist nicht ihrs, auf einmal gemerkt haben, vielleicht muss ich da doch mal was machen, weil einfach andere Möglichkeiten wegfielen. Und von daher wurde es einfach breiter und noch diverser, wär auch so meine Interpretation, ja. Aber wie Du auch schon gesagt hast, das, was ja im Analog gilt oder was funktioniert im Analog, im Digitalen tun sich da extrem viele einfach schwer, so zu überzeugen oder so zu sprechen, also zu sprechen in Anführungszeichen, so zu texten, wie sie denn auch sprechen würden. Ja, absolut. Aber ich glaube, das ist vielleicht eine Generationfrage.

Aber in meiner Generation, also wir haben früher in der Schule noch gelernt oder das vielleicht immer noch auch, so kannst Du sprechen, aber so kannst Du nicht schreiben, ja? Da wurde sone Art Schriftdeutsch gelehrt, was Ich weiß gar nicht, wo man das wirklich braucht, aber das haben doch viele so verinnerlicht und so werden bis heute zum Teil die E-Mails geschrieben oder irgendwelche, ich weiß es nicht, Protokollebriefe und so weiter, die oder auch dieses klassische Beamtendeutsch oder Amtsdeutsch, Juristendeutsch, was man nicht wirklich verstehen kann. Ich find das eine Zumutung, eine Frechheit, wenn man mal überlegt, wo das herkommt. Das war ja mal ganz bewusst so, damit es eben nur gewisse Kreise verstehen können und die anderen eben nicht. So das Volk, der Pöbel, der sollte das gar nicht verstehen.

Und na ja, und diese Traditionen haben sich halt immer noch fortgesetzt und so haben wir das halt auch noch in der Schule gelernt und so lernen das halt auch immer noch oder einige haben das halt immer noch so im Kopf. Und es ich ich hab immer wieder Chats, also 'n Chat, in dem ich angesprochen werde mit, sehr geehrte Frau Grundmann. Und dann frag ich mich, was ist denn jetzt hier falsch? Also so würd ich doch auch niemandem die Hand geben, sehr geehrte Frau Grund, mal nee, da sage ich Hallo oder guten Tag. Meinetwegen kann mich ja jemand siezen, aber aber doch bitte nicht mit sehr geehrte.

Und das sind halt so Sachen, die die die wurden gar nicht hinterfragt. Die werden einfach so übernommen, aber das hat man ja schon immer so gemacht. Und ja, und das nimmt natürlich im Digitalen dann ganz absurde Züge an, finde ich, wenn also in sonem Chat, Chat ist eben auch keine E-Mail, und ja, solche Formen dann auftauchen. Also ich hab dann immer gleich die Du, ich musste mich aber da auch ändern mit der Zeit. Ich hab auch, also ist jetzt auch schon Jahre her.

Ich mein, das war auch war sogar vor der Pandemie, hab ich auch immer geschrieben, sehr geehrte, sehr geehrter, hab ich hab ich auch mal so, so hab ich das gelernt damals, ne. Also genau, so hab ich das gelernt. Aber mittlerweile, also ich hab auch die Leute gesiezt. Natürlich, das hat auch irgendwo, zumindest mir wurde dazu beigebracht, das hat auch eine 1 Sache son bisschen hat hat was mit Respekt zu tun, ja. Ich mein, im im Englischen oder Amerikanischen gibt's das ja nicht, die haben nur ju.

Die haben halt Aber es gibt schon Sprachen, da gibt's das. Also Sprachen Ja, ja, es gibt gibt's schon Sprachen, da gibt's das. Aber seitdem ich irgendwie auch in diesem LinkedIn Game mitmische seit 'n paar Jahren, duzt sich einfach ganz, ganz viele Leute. Weil ich mittlerweile auf den Trichter bin, es ist scheißegal, ob Sie Arschloch oder Du Arschloch. 'N Arschloch ist 'n Arschloch.

Das ist ja wurscht. Klar. Und und ich hab ich hab's doch schon in 'n paar Podcastfolgen mal gesagt, ich sag's doch gern noch mal, ich habe mich früher erst 10, 15 Jahren, hab ich mich verbogen, auch sprachlich verbogen. Ich habe dann probiert, Hochdeutsch zu sprechen, sodass mich natürlich jeder versteht, habe auch mit ein paar Fremdwörtern mich geschmissen, in irgendeiner Form intelligent zu wirken, und schreib so, wie mir Und und und schreib so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich rede so, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Ich verstelle mich da nicht mehr und spiele mit dem Klischee, was ich halt habe aufgrund meines Vornamens. So. Und das ist halt das, wofür ich einfach stehe und ich werde nicht mehr schauspielern nach nach digital, weil ich halt analog einfach nicht so bin. Und ganz viele, sehe ich zumindest, die, die ich auch kenne, mit denen ich privat auch befreundet bin, die sind im Digitalen immer noch ganz anders als im im analogen, wo ich mir denk, aller, was schreibst Du denn da? Also Du hast Du hast ja schon richtig gesagt, Stock im Arsch, aber der kommt schon mal am Hals wieder raus.

Unfassbar. Genau, aber genau für die Leute hab ich im Grunde das Buch geschrieben, weil ja, ich glaube, das passiert aus 'ner gewissen Unsicherheit oder auch Unkenntnis der digitalen Medien, ja. Und dann so, oh, was soll ich denn machen? Und dieses diese Frage, Du sagst es grade sehr schön, Du willst dich nicht verstellen oder verbiegen und und willst einfach so rüberkommen, wie Du bist halt authentisch. Aber viele wissen gar nicht, was sie ausmacht.

Also wie wie sind sie denn authentisch, ja? Im Analogen machen wir uns darüber in der Regel nicht ganz so viele Gedanken. Im Grunde auch, wenn wir überlegen schon, was ziehen wir an oder ne, weil wie wie wie wie kleiden wir uns zu welchem Anlass? Aber das ist in der Regel ein eher automatischer Prozess, wo wir gar nicht so viel, also ja, so viel Gedanken uns drüber machen. Und und im Digitalen, ich meine, also meine These lautet schon, Authentizität braucht Strategie.

Also wir sollten das nicht einfach ohne, ja, nicht einfach so raushauen. Also viele verwechseln authentisch, auch damit, ja, ich bin halt so. Dann gibt's halt irgendwelche Entgleisungen oder Eskalationen, die das braucht auch niemand. Also Authentizität ist ja keine Entschuldigung für, ich ich bin halt so, ist mir ist mir jetzt egal. Sondern meine meine Idee ist eher, dass wir dafür sorgen sollten, dass wir im Digitalen genauso wahrgenommen werden, natürlich, wie wir sind, aber auch wofür wir wahrgenommen werden wollen.

Das heißt, wir sollten es nicht dem Zufall überlassen, sondern uns schon auch überlegen, wofür stehe ich denn? Was macht mich denn aus? Und im Digitalen haben wir halt häufig nicht so viele Möglichkeiten, diesen ersten Eindruck noch mal zu revidieren, sondern der bleibt dann halt erst mal dort und wir können halt auch nicht, also wir werden ja immer nur so fragmentartig wahrgenommen, mal kurz in 'nem Kommentar, mal in 'nem Post, dann mal kurz das Profil und davon bleiben immer nur so ganz wenige Elemente hängen. Und unser Gegenüber bildet sich daraus aber 'n komplettes Bild. Und die Lücken, die die halt nicht gefüllt wurden, die werden dann ausgefüllt, ganz automatisch, ohne Absicht, aber das passiert halt.

Und deswegen sollten wir dafür sorgen, dass diese ganzen Merkmale oder das alles, was derjenige von uns wahrnimmt, eben auch unserer Idee entspricht, was wir halt auch vermitteln wollen. Das sollte aber uns entsprechen, unserer echten Persönlichkeit und nicht irgend sonem, ja, sonem verschachtelten soner verschachtelten Sprache oder irgendwie so so aufgezwungen. Ich ich denke halt auch, manche auch, die ich kenne, wenn wenn die, die haben ja eine gewisse eine gewisse Haltung, die stehen ja für irgendwas, hast Du ja auch gesagt, auch im Digital. Du sollst jetzt für irgendwas stehen. Und wenn ich etwas für etwas stehe und eine gewisse Haltung habe, dann sollte ich die ja im besten Fall sowohl analog als auch im Digitalen nach außen tragen, weil ansonsten ist das ja irgendwo falsch, also in meiner Wahrnehmung.

Jetzt haben die aber digital manchmal echt 'n Rückgrat wie 'n Tintenfisch und drehen ihre Fahne da so echt nachm Wind. Da, wo's hin weht, da geh ich hin. Ja. Weil sie wollen ja niemanden zu nahe treten. Ja, also da frage ich mich natürlich jemand, der im Digitalen seinen Fähnchen ständig in den Wind hängt, ob der dann im analogen anders agiert oder ob er das im analogen auch macht.

Also ich, das sollte natürlich 1 sein. Also und im Digitalen oder vielleicht meinst Du eher so dieses, ich will ich will allen gefallen, ne. Ich will Genau, das das meint ich, weil weil im Digitalen, wenn ich jetzt auf LinkedIn zum Beispiel agiere, das können ja auch Leute lesen oder wenn's 'n Video ist, auch hören und sehen, die ich gar nicht kenne. Ja, unbedingt. Im im im im im analogen bin ich ja meist unter Leuten, die ich kenne und die wissen, wie ich bin.

Also will ich dir allen Leuten gefallen. Ja, also warst ja am Analogen auch. Veranstaltungen, Ja. Wo Du hingehst, wo Du nicht jeden kennst und dich auch noch nicht jeder kennt, ja, wo die Leute dich kennenlernen. Also Aber der hört mich ja im Zweifel nicht, wenn ich mich mit anderen Leuten unterhalte, in die die Nein, nein, nein, das ist das tust.

Wenn Du, ja, wenn Du dich auf die Bühne stellst, dann schon. Ja, das mach ich ja auch ab und zu ganz gerne. Na ja, genau, es kommt natürlich immer drauf an, aber ja, schon richtig. Also im im Digitalen, also das ist halt einfach wichtig, dass wir uns überlegen, okay, was wollen wir denn? Wofür stehen wir und wer sind wir?

Und das ist 'n also das ist bedingt auch 'n bisschen Reflexion, über sich selber mal auch nachzudenken und das auch zu definieren. Und nach meiner Erfahrung, die wenigsten Leute haben da drauf so spontan eine komplette Antwort, ja, wenn ich sie frage. Und dann muss man schon mal überlegen, okay, was macht mich denn aus? Was ist wirklich prägnant an mir? Wie nehm ich auch andere wahr?

Und natürlich auch die Frage, wofür möchte ich denn wahrgenommen werden? Also auch das ist ja, hat ja was mit 'nem Ziel zu tun, was möchte ich erreichen, wen möchte ich erreichen und so weiter. Aber grundsätzlich sollten wir immer davon ausgehen, wir können es nicht allen recht machen und im Digitalen, so auf LinkedIn, wenn ich halt was poste oder was kommentiere, ist es ja erst mal für alle sichtbar, dann dürfen wir auch da nicht oder sollten wir nicht versuchen, dass es nun unbedingt für jeden was ist, denn da ist einfach dieses, kennen wir, also das funktioniert nicht. Und wenn wir alle Ecken und Kanten abschleifen, dann sind wir einfach nur noch glatt und unspezifisch letztendlich und für niemanden so richtig anschlussfähig, also im Endeffekt langweilig. Ich hab da mal einen Buchtitel gelesen.

Der der sprang mir ins Auge, ich hab das Buch nicht gekauft. Der sprang mir ins Auge, ich hab den, ich hab weiß weder, worin's da drin geht, noch von wem's ist. Aber der Titel ist, wenn jeder dich mag, nimmt keiner dich ernst. Mhm. Sehen, ja.

Der passt eigentlich Kenn ich auch. Der passt eigentlich. Ich hab keine Ahnung, worum's da drin geht. Absolut. Ja, natürlich.

Und aber das ist eben auch so, dieses bewusst auch in Kauf zu nehmen, dass man Widerstand erzeugt, ja oder dass man eben auch oder Widerspruch, ja, ist eben für viele erst mal ungemütlich. Und und im Digitalen dann, manche machen das in der analogen Welt durchaus, ja, und stehen dann auch zu ihren Aussagen oder wagen sich auch in den Diskurs. Und im Digitalen sind sie das halt nicht gewohnt und dann wird's halt schwierig und dann verbessert das aber alles so, ne. Dann wird halt ah ja und dann wird eher nur immer alles alles ist schön und nett, aber das hat natürlich kein Profil. Also das ist nicht zielführend, würde ich sagen, weil das auch einfach nicht wirklich wahrgenommen wird.

Ich denk mir immer, wenn wenn wir auch sonen Widerspruch erzeugen, kommt immer drauf an, in welcher Form, in welchem Stil, aber das hängt ja dann auch viel vom Gegenüber ab, Dann haben wir auch irgendwas so richtig gemacht, weil dann werden wir wahrgenommen, dann beschäftigt sich jemand mit unserer Aussage, mit der Botschaft und auch wenn ihm die nicht gefällt, dann wird eventuell widersprochen und dann kommt 'n Gespräch zustande, 'n Diskurs, eine Debatte. Ich ich mag so was sehr gern, aber das muss man natürlich auch zu Ende denken. Also bevor ich mich jetzt mit irgend 'ner gewagten These rauswaage und dann kriege ich halt Gegenwind und dann merke ich so, ah, vielleicht hab ich's ja doch nicht so gemeint oder das war jetzt unklug. Das ist natürlich doof. Also wenn, dann sollte ich schon wissen, womit ich, also wenn ich polarisiere oder wenn ich irgendwas sage, was vielleicht nicht so die Allgemeinheit hören will, dann sollte ich da auch voll dahinterstehen und auch wissen, dass ich das verteidigen kann und möchte, ne, so.

Aber aber siehst Du denn auch gerade jetzt in der jetzigen Zeit, in der wir halt nun mal leben, dass das schwieriger geworden ist, da seine Haltung zu zeigen, seine Überzeugung zu zeigen? Weil Du wirst, egal was Du schreibst, Du wirst von irgendeinem Ressorts, von der war's fertiggemacht, oder von von 'ner Gruppe, egal, was Du schreibst. Also Na ja. Eine 1 Diskussion ist manchmal, es ist jetzt wirklich nur meine Wahrnehmung, eine Diskussion ist manchmal auf 1 sachlichen Ebene gar nicht mehr möglich, weil auf einmal geht's in die persönliche Schiene rein und Du denkst dir einfach nur, Alter, ich hab hier nur meine Meinung gutgetan. Was ist denn jetzt kaputt?

Siehst Du, dass es für manche, auch gerade wenn wir von Haltung reden, wenn wir von von von von Charismatik reden, dass es da schwieriger geworden ist, da entsprechend Nee, eigentlich, also na ja, sagen wir mal so, der der der öffentliche Diskurs hat sich hat sich sehr verändert. Und also ich ich glaube auch und das ist aber auch 'n Anliegen von mir und auch son bisschen meine Mission, ich möchte gerne was beitragen zu 'ner wertschätzenden positiven Debattenkultur, weil ich glaube, wir brauchen Debatten und wir brauchen Diskurse. Wenn wir alle 1 Meinung sind, dann sind wir alle überflüssig, dann braucht's uns irgendwie nicht, ne. Also es ist schon auch gut, wenn wir was zu sagen haben, was vielleicht andere anders sehen. Aber die, also das ist ja überall so, die die Debatten sind einfach unangenehmer geworden und wie Du schon grad sagst, persönlicher, Beleidigender und so weiter.

Davon müssen wir uns, glaube ich, versuchen zu distanzieren. Also und und trotzdem dafür einstehen, wenn wir etwas sagen wollen. Das nehme ich als großes Problem wahr, dass also der öffentliche Diskurs wird geprägt von wenigen lauten Leuten, die sich da einfach auch, ja, zum Teil, die da also mit Hass und Hetze im gerade im Digitalen agieren und das führt dann dazu, dass ganz viele smarte und clevere Leute und auch demokratisch gesinnte Leute zum Beispiel sich zurückhalten und sagen, ah nee, da, ach nee, also bevor ich mich da jetzt so mit solchen Leuten auseinandersetzen muss, dann sage ich lieber gar nichts. Und dadurch verschiebt sich das ja immer mehr und wenn wir aber diesen digitalen Raum nur noch diesen Troll und Populisten überlassen, das kann auch nicht in unserem Interesse sein. Also ich möchte gerne auch cleveren, smarten Leuten auch eine Stimme verleihen und sie befähigen, trotzdem etwas zu sagen.

In meinem Buch zum Beispiel, also im letzten Kapitel, habe ich das so das Bonuskapitel, das heißt Risiken und Nebenwirkungen von Sichtbarkeit. Und da geh ich genau auf son paar solcher Themen ein. Was kann ich denn machen, wenn ich dann irgendwie 'n Shitstorm bekomme? Wobei, wenn wir mal ehrlich sind, son Shitstorm, den kriegst Du ja auch nicht jede Woche. Also den musst Du dir auch verdienen.

Da musst Du schon auch irgendwas machen und schon auch Ich muss es dir verdienen. Ich hab heut 'n Shitstorm gemacht. Ja. Ja. Und und ich glaube, so müssen wir das auch sehen.

Also wenn Du 'n Shitstorm bekommst, je nachdem wofür, ja, aber dann hast Du auch was richtig gemacht, weil dann hast Du Sichtbarkeit bekommen, Du hast Aufmerksamkeit bekommen für dein Thema und wenn Du da wirklich dahinterstehst, dann dann ist es das doch auch wert, denke ich, ja. Also so und das heißt aber nicht, dass wir dann mit Beleidigungen oder Hasskommentaren leben müssen, sondern da können wir uns ja auch gegen wehren. Auch auf LinkedIn kann man die melden, man kann solche Leute blockieren. Und ich sag immer, mein Post, meine Kommentarspalte, meine Regeln, ja? Und wenn ich, also und das geht nicht darum, dass ich keine anderen Meinungen dulde, aber dass ich Beleidigungen oder Hetze, das lass ich halt nicht zu und solche Kommentare werden dann gelöscht.

Und aber ganz ehrlich, das passiert doch gar nicht so oft. Also das sind immer diese Worst Case Szenarien, aber ich äußere mich häufig zu politischen Themen. Natürlich hab ich da auch mal Leute, die sich da irgendwie, die son bisschen rumtrollen, aber das hält sich in Grenzen, ja? Und also ich würde also und dieses andere, was ich weiß nicht, was ja auch immer mitschwingt, man darf ja gar nichts mehr sagen, so im Sinne, wenn ich jetzt mal meine Meinung äußere, dann kommt ja sofort 1, der mir also erklärt, das dürfte ich nicht sagen. Das halte ich auch für den Hahn herbeigezogen.

Also erstens dürfen wir alles sagen. Wir müssen nur damit rechnen, wenn es irgendjemand nämlich gefällt, dass der auch vielleicht dagegen was sagt. Und weil also ne, da geht's ja dann, aber ist ja dann meistens die ja genau die andere Fraktion, genau diese Trolle und Populisten, die dann behaupten, man darf ja gar nichts mehr sagen und so und cancel Culture, das ist ja auch irgendwie Quatsch. Man kann alles sagen, aber man muss dann eben auch die Gegenrede aushalten. Und ich glaube, daran müssen wir einfach alle wieder besser werden.

Wir müssen den Diskurs gestalten und wir brauchen auch Diskurs und Debatten. Und wir müssten uns daran üben, wie wir sie führen, wie wir sie zielführend gestalten und nicht dem Ganzen immer nur ausm Weg gehen und den Idioten überlassen. Das ist, glaub ich, nicht sinnvoll. Das Schönste ist bei mir immer, das über erleb ich ja ganz häufig, da steht dann irgendwann bei mir in der Kommentarspalte, das war ja mal wieder ein klassischer Kevin, dein Name ist Programm. Wenn denen nichts mehr einfällt, dann kommen Sie natürlich mit dem Kevin.

Deswegen steht das auch bei mir mittlerweile in der Headline bei LinkedIn, mein Vorname ist Programm. Weil dann spiel ich einfach damit. Was anderes kann ich immer, ich kann ja meinen Namen nicht ändern. Also könnte schon, es kostet halt nur immens viel Geld. Und außerdem denkt, den ganzen Scheiß dann noch neu zu machen, hier die Markenanmeldung neu zu drucken, das Ganze.

Das geht ja echt, nee, danke. Also wenn jemand für mich spenden möchte, gerne, dann mache ich's, aber sonst sehr weniger. Aber, ne, das hat ja auch was. Also ich ich ich lebe dafür, dass ich auch mit diesem Klischee, das mache ich seit einigen Jahren, einfach spiele. Das ist die Haltung, die ich habe, einfach diesen Vorurteilen oder dem dem Ganzen son bisschen auch den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Na klar, also Humor sowieso immer, ne. Humor ist es ist 'n großartiges Instrument, unsere Haltung zu transportieren, ja? Also wenn Du sagst, hey, also ist halt so, ja? Und auch nicht alles so Bier ernst zu nehmen und nicht immer alles auf die Goldware zu legen, da kann man auch einfach mal dem Ganzen mit Humor begegnen, so kann man eben auch 'n eine Debatte, die sich festgefahren hat, auch mal wieder 'n bisschen lockern oder so. Und Genau.

Ansonsten auch auch sonst ist Humor einfach auch eine sehr, wenn wir schon beim Thema Charisma sind, also wenns Ausstrahlung geht und Wirkung. Ja, mein Gott, wenn 1 lacht, dann lachen wir mit in der Regel und das ist einfach unheimlich befreiend und auch sehr sympathisch. Also Humor ist immer gut und grade im Digitalen und auch wieder finde ich das Gegenteil von diesem Stock im Arsch, ja. Also Ja, es es ist aber doch so. Natürlich, es lockert einfach, wir lachen doch alle gerne.

Und wenn jemand so, es gibt ja so Leute, die haben son wunderbar trockenen Humor oder die Das sind dann nur so 3 Worte und das wirkt noch richtig lange nach, das ist doch großartig. Genauso Leute, die über sich selbst lachen können, weißt Du, die so ihren eigenen Fehler oder irgendwas so so schön, ja, einfach so so so, also so selbst, wie sagt man, selbstkritisch einfach darstellen können und so einfach da hab ich ja wieder großartig, was ich da wieder gemacht hab, ja, da Was glaubst Du, was ich bei der bei 'nem bei 'nem Interview, also Live Interview, nicht jetzt über Riverside, so wie wir beide, sondern ich stand 1 Person gegenüber. Und Person 1 90, ich 1 60. Das sieht schon 'n bisschen bekloppt aus. Dann hat er gesagt, komm, wir setzen uns hin, dann sieht man's nicht.

So, bist Du bescheuert? Hab ich mir eine Kiste geholt und hab mich dann auf die Kiste gestellt und hab aber gesagt, so, Du machst jetzt noch 'n Foto, wie ich auf dieser Kiste stehe und es war ja auch mit Video. Und hab dann auch gesagt, so, ich zeig euch mal was. Und dann bin ich von dieser Kiste gestanden und auf einmal war's da halt 30 Zentimeter kleiner. Das ist halt einfach so, das ist so, ich will nicht sagen, Eisbreaker Moment, aber das ist halt einfach Absolut.

Also witzig im Sinne von lustig. Und da hast Du dann auch 'n ganz anderen Gesprächseinstieg. Ich spiel ja damit selber immer, was soll ich machen? Ich hab in, in jedem Flugzeug hab ich Business Class, scheißegal, wo ich Class, scheißegal, wo ich sitze. Also ist halt nun mal so.

Aber das, ich ich mein, ich bring das auch im Digitalen nach draußen. Es fällt es fiel mir am Anfang schwer. Mhm. Aber es es es fühlt sich immer leichter an mittlerweile, weil ich quasi diesen Weg gefunden habe. Jetzt will ich aber den Ball da mal zu dir spielen.

Wie ist das denn, wenn jemand zu dir kommt und sagt, ey Andrea, analog geht's mir ja prima, aber digital, ich weiß nicht, wie ich das schreiben soll, keine Ahnung, das hört sich alles dumm an. ChatGPT kann mir dabei auch nicht helfen, der fragt mich blöde Sachen. Am Ende steht da, ich soll alles aufs nächste Level heben und alles ist der Schlüssel zum Erfolg. Wie wie wie gehst Du da ran? Ja, also wie ich schon sagte, das ist 'n son Prozess der Selbstreflexion.

Also wirklich erst mal zu schauen, wer bin ich, was macht mich aus? Und zu schauen, wer bin ich, was macht mich aus? Und das hab ich im Buch zum Beispiel im Kapitel 4, ist der ganze Prozess son bisschen beschrieben, ne? Wie ich da vorgehe, das ist es geht los bei so der Persönlichkeit, was macht mich aus? Da zieh ich auch gerne so Persönlichkeitstests heran, zum Beispiel oder so ein, haben wir alle vielleicht schon mal gemacht und der liefert ja son schönes, auch 'n bisschen so visuell aufbereitetes Ergebnis.

Da kann man mal so durchgehen und sagen, ah ja, stimmt oder nee, eigentlich nicht und so weiter, ne. Das stimmt ja nie so hundertprozentig, aber man kann auch gerne dann mal andere Leute fragen, Familie, Friends, Family oder Kollegen, mit denen ich halt schon länger zusammenarbeite. Warum arbeitest Du gerne mit mir zusammen? Was macht mich aus, ne? Was ist das eigentlich?

Oder genauso gut, aber was was was bringt dich so richtig auf die Palme? Was mache ich einfach? Was was ist an mir so Was nervt dich an mir? Auch das sind ja interessante Aussagen. Also mal wirklich zu schauen, was was gibt's da so für Merkmale und dann welche Werte sind mir wirklich wichtig, ne?

Worauf will ich auf gar keinen Fall verzichten? Und da gibt's so verschiedene Aspekte, die man mit Und da gibt's so verschiedene Aspekte, die man mit einbeziehen kann. Ich hab in dem eine ganze Menge Fragen auch in dem Buch, wenn man die mal beantwortet oder 'n Teil davon, dann kommt man dem schon immer 'n bisschen näher. Und dann ist es auch noch mal eine Stilfrage, wie Stil ist son bisschen unsere Art zu kommunizieren, ne, das Wie, also oder auch schon von bei der Optik angefangen, ne, so wie kleide ich mich wie wirklich? Was hab ich für eine Körperhaltung?

Wie verhalte ich mich? Also eher dynamisch oder ruhig und so weiter. Da hab ich auch eine ganze Menge Material in dem Buch. Und da kann man sich so durcharbeiten und am Ende fügst Du das alles zusammen. Also da geht's dann auch Tonalität, weil Du grad fragtest, wie schreib ich denn so die Texte?

Und im besten Fall kann dann son das LinkedIn Profil oder auch son Post eben genau diese diese Essenz meiner Persönlichkeit rüberbringen. Also ich nenn das im Buch oder ich nenn das allgemein so, dass wir unsere digitale Identität gestalten, ne. So und Identität ist immer geprägt davon, was macht mich aus und was grenzt mich aber auch ab? Also Identität findet ja immer in einem Umfeld statt. Wenn wir das mal für uns definiert haben, es hängt auch davon ab, was wir erreichen wollen, wo wir uns hin kommunizieren wollen und und wen wir erreichen wollen, ne?

Mit unseren Zielen sind ja auch immer Zielpersonen verbunden und und das alles zusammengebracht gibt dann halt sone Art, ja, wie so Leitplanken. Und an denen können wir uns dann ganz gut orientieren und wir könnt Man kann's auch versuchen, die KI damit zu prompton dann, also das ist jetzt hier so mein meine Identität und auch son paar Faktoren zur Tonalität. Meine Erfahrung ist, ChatGPT haut trotzdem immer seinen eigenen ChatGPT Sprecher darüber, aber ich weiß nicht, vielleicht die Modelle ändern sich ja auch immer mal wieder. Also eine Zeit lang hat das mal ganz gut geklappt und das geht dann vielleicht bald auch wieder oder vielleicht gibt's mit Germany besser oder so mit Claude. Also da muss man einfach mal 'n bisschen rumprobieren, aber dann hat man son paar Leitplanken.

Und und wenn man sich dessen auch mal bewusst ist, dann kann man auch zum Beispiel die Bilder danach auswählen oder wenn man Videos macht. Gut, im im Video ist man ja kann man ja sehr viel mehr von sich zeigen, ne. Da sprichst Du dann halt und kannst dich auch, ja, im Umfeld zeigen, wo Du gerade hingehörst und so weiter. Aber auf Bildern zum Beispiel, die Bildsprache ist, der Fotograf wird der der wird dir danken dafür, wenn Du son Shooting machst, so sagst, hey, das ist hier so so möchte ich gerne wirken. Und dann kann der auch kann man das son bisschen erarbeiten, in welchen also Posen oder in welchem Umfeld oder auch mit Klamotten ich das mache.

Also da gibt's eine ganze Menge Möglichkeiten, das dann zu gestalten, je nachdem, wo man sich am wohlsten fühlt. Also nicht jeder ist ja gleich so vor der Kamera im Video so, ja, also, ne, nicht jeder spricht vor der Kamera so locker. Ich musste das auch lernen. Also, ne, also ich ich ich ganz ganz am Anfang, wo ich angefangen hab mit Videopodcast, also analog, also analog sag ich schon, aber wenn wenn ich jetzt so wie früher, wir haben uns oder wir sehen uns jetzt und ich hab früher nur die Audiospur genommen. Mhm.

Jetzt nehm ich aber ja auch die Videospur. Also das war noch mal was ganz anderes, weil Du nimmst ja die Kamera bewusster wahr als so, weil Du Du, ne, ich kann dabei was trinken oder geh mal ganz kurz so und mach und tu. Man sieht's ja nicht, nehmen wir nur die Audiospur. Jetzt nehm ich aber schon seit 2 Jahren die Videospur. So, das ist noch mal was ganz anderes.

Oder dann, wo ich angefangen hab, auch alleine Videos zu machen, die Kamera bewusst wahrzunehmen oder entsprechend auf Sachen einzugehen, wie jetzt zum Beispiel die Feuerwehr, die ich grade im Hintergrund, ja, die konnte holen mich schon ab. Das ist, das musste ich auch lernen. Also es ist, das war, Du schreibst es auch manchmal ganz schön da rein im im Buch, ist 'n Marathon. Viele Sachen sind 'n Marathon und es ist einfach kein Sprint. Wo ich's 1.

Mal auf der Bühne stand, weil mein Kollege gemeint hat, hey Kevin, kannst Du mich grade mal vertreten in der Badsch Cup in Frankfurt? Ich müsste nämlich mal zur Comicss. Nach Berlin hab ich gesagt, ja klar, mach ich so. Und dann das ist eine Klarbühne auf der auf der in der Badsch Cup, kein Problem, gell. Dann komm ich dahin, die Bühne riesengroß.

Und ich so, ach Du Herz, Gott im Himmel auf Erbarmen. Aber dann dann ging's, ja, aber das muss man halt einfach lernen. Ja, absolut. Also genau genau, wie Du sagst, auf auf auf Bühnen zu sprechen, vor der Kamera und natürlich auch sich im Digitalen dann so zu äußern oder so. Das ist, ich glaub, das ist 'n Prozess und auch 'n Lernprozess natürlich, ja.

Und anhand des Feedbacks, was Du bekommst, also direkt in in den Kommentaren oder auch dann als Nachricht, da daraus kann man ja auch viel lernen. Und und ich glaub, es ist einfach, es lohnt sich halt einfach, aber diesen diese digitale Wirkung, die wir hinterlassen und wir hinterlassen immer eine Wirkung, ja? Also wir können nicht nicht wirken. Man sagt ja immer, man kann nicht nicht kommunizieren, aber ich bin der Meinung, man kann auch nicht nicht wirken, zumindest nicht, wenn man wahrgenommen wird. Also wenn man gar nicht hingeht natürlich, dann wirbt man auch nicht.

Aber wenn man irgendwo dabei ist, dann hinterlassen wir auch immer eine Wirkung. Und die sollten wir halt gestalten und nicht dem Zufall überlassen oder den anderen Leuten, ja. Und da, ich will auch gar nicht sagen, dass also also da da da gibt's immer noch was zu lernen und immer noch weiterzuentwickeln. Wir wir entwickeln uns ja auch weiter. Also es ist ja Ja, klar.

Ne. Also wenn ich überlege, wer war ich vor 10 Jahren und und wer bin ich heute? Da hat sich mit Sicherheit auch was getan. Und dementsprechend darf auch meine meine Wirkung und meine Wirksamkeit sich verändern. Also ich ich ich hab so viele Beispiele auch grade zur Haltung irgendwo im Kopf, weil ich das selber ja erlebt hab.

Ich hab ja schon gesagt, vor 10, 15 Jahren hab ich mich verbogen und wollte irgendwie jedem gefallen, ja. Und auch am Anfang an bei den Anfängen meines Podcasts, ich hab natürlich geguckt, dass ich äußerst Hochdeutsch rede, dass mich jeder auch versteht, auch wenn ich das Ganze nur in Audio gemacht habe und nicht Aber Du sprichst, darf ich noch kurz, Du sprichst doch die ganze Zeit Hochdeutsch oder verstellst Du dich jetzt immer noch Nein. Nein, ich verstell mich nicht. Wenn Schessisch Babbel will, Babbelsch Hessisch. Das ist überhaupt kein Problem, gell.

Gebt mal 'n Bembel und geripptes, da tut noch 'n Sauer spritzen, dann passt das, gell. Nein, ich ich verstell mich nicht. Also ich ich rede so, ich ich überlege nicht nach meinem Dialekt jetzt gerade, ob ich jetzt Hochdeutsch rede, hessisch rede oder bist dann Anfang zu sächseln, das ist auch kein Problem, das kann ich irre. Aber ich habe auch lustigerweise durch meinen Sohn ein bisschen gelernt, was was was Haltung ist. Gab da so 2 Situationen, wo mancher vielleicht 'n bisschen zurückgerudert wäre und gesagt hätte, ich werde das ändern, ist überhaupt kein Problem.

Und ich ich musste 'n Podcast verschieben, weil mein Sohn krank geworden ist. Und da kann ich nicht in Ruhe podcasten, der hat Fieber gehabt und alles, ne. Und da hab ich noch zu Hause am Wohnzimmerschreibtisch gepodcastet. Mach ich ja jetzt immer noch ab und an, aber heut bin ich ja im Studio. Und ich musste 'n Podcast verschieben.

Kurzfristig hab ich so, Du, Kind ist krank, ich kann hier nicht in Ruhe podcasten, das geht nicht. Der war so sauer. Hab ich gesagt, weißt Du was, dann brauch ich dich auch nicht. Sorry. Wenn Du das nicht verstehst, mir egal.

Das ist bei Hörern genau das Gleiche. Mir hat 1 mal geschrieben, da war mein Sohn noch nicht, da war mein Sohn noch nicht bei der Tagesmutter, mittlerweile ist er im Kindergarten. Und da habe ich gesagt, oder hab eine Mail gekriegt, hey, ich find dein Podcast ja toll, aber dein Kind im Hintergrund nervt mich. Dem habe ich dann zurückgeschrieben, vielen Dank für dein Feedback, deabonnier mich bitte. Weißt Du, also da hab ich halt diese diese Haltung gezeigt, so, Family First, sorry, ja, es gibt wichtigere Dinge auf dem Planeten und das ist halt nun mal mein Kind, meine Familie.

Ja. Und fertig aus, dafür verbieg ich mich auch nicht mehr. Das mach ich nicht. Ganz einfach, ja. Und das ist halt auch sone sone Haltung, die ich mittlerweile eingenommen hab.

Oder ich ich steh für das, was ich schreibe. Oder auch wenn ich in dem Moment ausflippe und das auf LinkedIn kundtun will, dann steh ich auch dafür, wenn dieser Scheiß Parkscheinautomat keine Karte annimmt, sondern nur Bargeld oder EC. Da schreiben manche reg dich nicht so auf Furcht und sagt, doch, wir haben 20 26 und der Scheiß funktioniert immer noch nicht. Ihr wollt mich doch verarschen. Dann ist das halt einfach so.

Absolut. Also ich finde das auch, grade weil Du sagst, was uns so aufregt oder triggert, ja. Ich, das sind aus meiner Sicht auch die besten Hinweise darauf, was also was uns wirklich ausmacht, weil vielfach, ich weiß nicht, so diese ganze Wertearbeit, wenn's darum geht, welche Werte sind dir wichtig und so, und dann werden immer, ich nenne die gerne so die Sonnenscheinwerte, dann werden immer so diese, ja, wenn's so schön ist, ne, dann ah ja, mir ist das, das, das, so, es ist ganz wichtig und so. Und und ich frag dann immer gerne auch noch mal so uns, wann genau oder überleg mal, was hat dich so in den letzten Wochen, Monaten wach, also nachts wach liegen lassen? Worüber hast Du dich so richtig geärgert, sodass Du irgendwie nicht gut schlafen konntest oder so?

Oder was ging dir dann immer noch durch 'n Kopf? Und da stecken häufig so Sachen dahinter, die uns wirklich was bedeuten. Also in dem Fall wurden sie dann halt verletzt oder wir konnten sie nicht einhalten. Und und darin steckt viel mehr Erkenntnis als an den Sachen, die wir so ganz schön finden und die die wir mögen. Und wenn uns was wirklich richtig aufregt und dann sind auch so, also auch Wut ist 'n wunderbarer Kompass, ja, was uns Oh ja.

Wütend macht, ja. Also ich meine jetzt nicht so Cholerik, so Leute, die wegen jedem Scheiß irgendwie ausklippen und gleich irgendwie jemanden in die Fresse hauen, das meine ich nicht, sondern ja, gibt's ja auch solche Kollegen, ja. Nee, also keine Choleriker, ne, sondern wirklich so Leute, wenn Du wenn Du mal irgendwie richtig wütend wirst über irgendwas, dann ist das 'n wunderbares Zeichen dafür, dass Oder ist jetzt halt irgendwas passiert, was was mir gegen den Strich geht. Und da kann man mal gut reinhören und überlegen, was was genau ist 'n das? Und dann findet man da auch Muster und dann kommt man, glaube ich, wunderbar genau zu den Werten, die die einem, also die mir wichtig sind, ja, auf die ich eben nicht verzichten möchte.

Und ja, und wenn ich dann sage, ist mir jetzt auch egal, ich steh dazu, dann zeige ich halt Haltung und lebe das auch. Im analogen dann wie auch im Digitalen. Also ja, unbedingt. Also eigentlich, wenn wenn man's mal herunterbricht, ist es ja fast kein Hexenwerk. Die Haltung des Charisma, die Werte ins Digitale zu übertragen, was man nach analog lebt oder was man im analogen lebt.

Aber es tun sich halt immer noch sehr, sehr viele da schwer. Ja. Und das ist, ich dachte am Anfang, das ist wirklich 'n Generationending, ja, weil ich, also bin ja auch schon über 50, meine Kunden sind häufig auch über 50, über 60 sogar teilweise, also kommen noch so aus 'ner anderen Zeit. Die war sehr analog geprägt, so gar nicht digital früher und dann haben die das so langsam natürlich auch mitbekommen. Aber ich stell auch fest, dass viele von den wirklich Jüngeren, also sogenannten Digital Natives oder auf jeden Fall sehr viel digitaler Aufgewachsenen als wir, Auch die tun sich nicht gerade ganz leicht damit, was macht mich jetzt wirklich aus und wie will ich wahrgenommen werden?

Also das ist, ich glaub, das ist eine Frage, mit der müssen wir uns einfach irgendwann mal beschäftigen und und dann und die auch für uns klären. Und das ist vielleicht auch gar nicht so schlau, dass Also ich überlege so, wenn ich das gemacht mit 16 hätte oder so, dann das wäre wahrscheinlich ganz anders ausgefallen. Und ich bin ganz ehrlich, ich bin ganz froh, dass diese ganzen Sachen, die mich mit 16 gemacht hab, nicht im Internet sind, weißt Du so. Also ja, ne, also da wär wahrscheinlich noch eine ganz andere Andrea sichtbar geworden als dann irgendwann später. Und von daher, also das das ist ja auch 'n Entwicklungsprozess.

Und ich glaube, das sollte auch 'n bewusster Prozess sein, den wir gestalten und Aber ja, an sich, Du hast recht, es ist keine Raketenwissenschaft. Und trotzdem hält es uns für uns selbst, wenn wir, was wir uns selbst machen müssen, gar nicht so leicht, weil dann das ist dann auch wieder, es wird dann so verkopft. Dann denken wir drüber, na ja, aber vielleicht doch eher so oder vielleicht so, oh, ich weiß nicht, kann mich nicht abhalten. Wie schreib ich das, ne? Wie mach ich den perfekten Post?

Also Genau. Du hast grad was Tolles gesagt, dass auch die Digital Natives, die wissen nicht, wie sollen sie sich verhalten, was sollen sie machen. Und manche Sachen sind ja auch gut, dass sie damals nicht im Internet waren. Bei mir, ich mein, bei mir hat das Internet gerade angefangen, da gab's noch schönes sechsundfünfzigk Mode und ich hab die ich hab die Telefonrechnung so hochgetrieben, bis mir ehrlich gesagt haben, scheiße, ich mach jetzt ISDN. Und dann kam ISDN und dann kam ISL, ich hab alles mitgemacht, herrlich.

Aber also bei bei manchen Leuten, ich weiß nicht, bei bei TikTok sehe ich das ja immer noch diese NPCs, die ja immer noch da sind. Ich weiß nicht, ob Du die kennst. Da da gibt's welche, die machen. Danke für die Rose. Danke für die Rose.

Ja, was was für eine Haltung haben die denn bitte, wo ich mir dann denk, der Lloyd. Also wenn das da in 20 Jahren jemand sieht, Papa, wie hast Du dein Geld verdienen und komm, komm, danke für die Rose. Danke für die Rose. Weiß ich nicht, ob das irgend irgendwas mit irgendwas zu tun hat. Schwierig.

Das ist aber vielleicht noch mal 'n anderes Thema. Aber kennst Du die nicht? Nein. Sei froh. Ich geborene dir mal, ich ich ich geborene dir nur ein Beispiel mal so kurz auf Topic.

Da war 1, ich hab war da grad drin, hab da bisschen über in in TikTok getaddelt und ab und zu verdrück ich mich mal Und dann kommst Du in son Live. Und dann war ich in sonem Live drin von irgend sonem Typen, der das auch macht. Und der hat da ständig gemacht, dieses Tiger. Mach mir mach mir den T-Shirt. So.

Und dann kannst Du als Zuschauer kannst Du den Leuten Sticker schenken in Form von Geld. Also Du Du bezahlst was, die kriegen auch die Kohle dafür, aber dann kriegen die dafür irgend son Sticker. Und dann war das irgend eine Raubkatze, keine Ahnung. Ich hab mal kurz gegoogelt, weil mich interessiert hat, weil der ist abgegangen wie Schmidts Katze, was dieser Sticker denn gekostet hat. Dieser Scheißdicker hat gekostet 49 Euro 99.

Das hat der Typ, die der Zuschauer wirklich bezahlt, wo ich mir gedacht hab, alles klar, hast schon eine leichte Banane. So. Und dann hat der Gleiche das noch mal gekauft. Dann hat der, ist der Typ aufgesprungen, hat sich so gefreut, hat den Stuhl weggeschmissen, hat sich auf alle Viere gestellt und hat noch mal gemacht. Das wird aufgezeichnet.

Wo wo genau hat das stattgefunden? Auf TikTok. Nicht oder so, nee. Nee. Sorry, den den Account hab ich nicht.

Den Account hab ich nicht, ja. Aber das das war TikTok, wo ich mir dann gesagt hab, mein lieber Herr Gesangsverein. Also Okay. Ja. Ja.

Also ja, es gibt, wir wundern uns dann und Ja, Sympathie funktioniert wie ein Türöffner. Ich hab's grad mal auf, das passt eigentlich wie Arsch auf Eimer. Das war nicht sympathisch, das war verstörend, was Du bald so sagen. Ja, ja. Ja, und das ist ja so, und das ist und das können wir uns ja auch zunutze machen.

Immer dann, wenn wir son Gefühl transportieren, also auch Humor oder wenn wir lachen, ja, was richtig lustig finde, aber auch wenn wir so was 'n bisschen verstörend finden oder seltsam, das hinterlässt oder das verursacht 'n gewisses Gefühl. Und dann dann erinnern wir uns auch daran, nicht. Also in dem Fall vielleicht dann eher negativ jetzt bei deiner Erfahrung oder das musst Du einschätzen. Ich hab herzhaft gelacht und hab dann gefragt. Ja, aber das ist eben Und wenn wir so gar kein Gefühl irgendwie auslösen, also ne, so so so völlig steril irgendwie kommunizieren oder nur Daten und Fakten, dann verursachen wir halt, dann berühren wir die Menschen nicht und dann werden wir aber auch in der Regel nicht erinnert.

Und das führt natürlich dann im Extremen zu diesen ganzen polarisierenden Empörenden, also dieses ganze Ragebaiting. Das ist ja allerdings auch eher, also wenn ich mich irgendwie rüber ärgere, dann habe ich da da auch eher 'n negatives Gefühl zu, aber es erzeugt eben Aufmerksamkeit. Aber wenn ich wirklich meine Ausstrahlung transportieren möchte und Vertrauen aufbauen möchte und und Sympathie, dann sollte ich doch eher mit positiven Gefühlen arbeiten oder eben, wenn ich wütend bin. Das funktioniert ja auch gut, wenn man seine Wut äußert. Und andere sagen, ja, das stimmt, das regt mich auch richtig auf.

Dann hat man natürlich wieder eine Gemeinsamkeit, das schafft auch Sympathie und so weiter. Also damit können wir halt arbeiten, also und aber das sollte eben trotzdem, wir sollten bei uns bleiben natürlich und nur über das sprechen, was uns auch ausmacht und nicht irgendwas erfinden oder das Ganze noch anzuheizen. Das ist nicht notwendig. Im Zuge der Zeit würd ich dir gerne, bevor ich die Abschlussfrage stelle, eine andere Frage noch stellen. Und zwar, wir haben jetzt ja wirklich, und die Zeit ging echt drum wie im Flug, ne.

Ich hab gar nicht Jahren, ich seh grade zu spät. Wir wir haben schon schon 47 Minuten auf der Uhr. Wir haben sehr an der Oberfläche gekratzt, was ich aber auch gut finde. Ich würde mit dir aber gerne in 1 zweiten Folge mal den t-Strich nach unten machen. Ja.

Und würde mal gerne auch tiefer einsteigen, auch gerade in den in die in die Praxisanleitung oder in die Fragen, die die auch bei dir im Buch stehen. Und dann würd ich gern den Spieß einmal rumdrehen Ja. Dass Du in meinem Podcast dann der Host wirst und stellst mir die Fragen. Okay. Wollen wir das mal machen?

Das können wir gerne machen. Na klar. Dann, so krieg ich meine Podcastgäste, Herr Ching. Dann Und gleich auch deine digitale Identität vielleicht noch mal geschafft. Vielleicht halt Inspiration für den einen oder anderen, so was auch mal zu machen.

Ja, ja, sicher. Ich glaube, dass bei dem einen oder anderen könnte das nicht schaden. So, dann kommen wir aber mal zur Abschlussfrage. Meine liebe Andrea, digitales Charisma, Haltung zeigen in der digitalen Welt. Das, was man analog lebt, auch ins Digitale zu übertragen.

Ich hab auch früher immer mal gesagt, bei Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, das, was wir nach innen leben, sollten wir auch mal bitte nach außen kommunizieren und nicht umgekehrt. Du hast, ich hab gerade was gefunden, das würde ich gerne einmal zitieren, weil ich bin ein riesiger Fan von Comedians. Mhm. Und Du hast geschrieben, Funfact, Comedians sind großartige auf den Punktbringer. Sie wissen, nur wenn wir etwas verstanden haben, können wir auch darüber lachen.

Mhm. Was meinst Du damit? Na, das da geht's im Grunde ja den Kern der Botschaft, ja. Und ich bin selber kein Comedian, aber ich hab das vielfach beobachtet. Und wenn Also ich glaube ich glaube, Comedians können Sachen wunderbar auf den Punkt bringen und aufs wirklich Essenzielle reduzieren, ja?

Und das ist das, was uns immer so schwerfällt, wenn wir wir haben ganz viel zusammen, haben ganz viele Ideen und das muss auch noch rein und das Auf LinkedIn siehst Du das schon im Profilslogan häufig, was da noch alles rein muss und dann werden irgendwelche komischen Sätze geformt und gebastelt und noch 'n Adjektiv rein. Also wir sind wir sind Meister darin, immer etwas hinzuzufügen, ja? Grade son Fragen der Positionierung. Und und das, was uns so schwerfällt, ist, weglassen, abzuschneiden, uns auf auf das Wesentliche zu fokussieren. Und aber wenn wir das schaffen, wenn wir unsere Botschaften wirklich auf den Kern reduzieren, dann kommen sie auch an.

Und natürlich steckt da Denkarbeit hinter. Das ist halt nichts, was wir einfach so einfach nur 3 Worte streichen und fertig, sondern wir müssen natürlich genau überlegen, was ist die Kernwirtschaft? Und darum geht es, gerade auch in der digitalen Kommunikation. Wir haben nicht viel Zeit. Die Leute schenken uns nicht Minuten ihrer Aufmerksamkeit, vielleicht zu verstehen und noch mal drüber nachzudenken, was genau wollte er denn jetzt sagen, ja?

Die hören uns zu oder lesen was und entweder sie haben's verstanden oder nicht. Und wenn wir's dann noch dreiundzwanzigmal erklären müssen, ist wahrscheinlich kein gutes Geht auch der Witz verloren. Ganz genau. Und dann lacht ja auch keiner, ne. Also so.

Genau. Und wenn wir's aber verstanden haben, manchmal dauert's 'n kurzen Moment, ne, weil so a und dann dann lachen wir aber. Und das ist, glaub ich, da sind Comedians großartig drin, ja. Ja, das stimmt. Also Sachen auf den Punkt zu bringen und ich mein, sie ecken ja auch an.

Mario Barth zum Beispiel eckt sehr, sehr oft an, aber er bringt halt viele Sachen auf den Punkt. Ihn mag nicht jeder. Das, ja, natürlich Auch eine Form von Haltung, ne. So. Bei ganz vielen Comedians, ne, so die die die die haben eine haben Fans und die haben Leute, die sagen, Gottes Willen, hör mir doch mit Mario Barth auf.

Ja, gibt es gibt's. Oder oder natürlich auch Pfizer Kavusi, ja. Es ist manchmal auch sehr umstritten, aber gibt dann noch ganz, doch ganz andere. Also umso besser sie sind, umso mehr spalten sie ihr Publikum auch in Fans und ich will nicht sagen Feinde, aber eben eben nicht Na ja. Also.

Also kommt auch drauf an, wie sie polarisieren. Beispiel, ganz großes Beispiel mal so als Abschluss, ich bin ein riesiger Fan von Lisa Eckart. Ja. Oh, was die manchmal an an Sachen raushaut, wo Du erst mal fünfmal überlegen musst und dann Okay. Und jedes von, und da denkst Du auch jedes Mal, darf ich darüber lachen?

Also Genau, da da darf ich darf ich das? Genau, ja. Aber sie bringt's die bringt's ja super aufn Punkt, also so reduziert. Und das ist eine Kunst. Also das ist Das ist eine Kunst, ja.

Ja, absolut. An der Stelle, liebe Andrea, das soll's erst mal gewesen sein, zumindest für diese Folge, aber ich hab dich ja schon für eine 2. Folge verhaftet. Darüber freu ich mich jetzt schon. Ich sage, danke, danke, danke, dass Du mit mir über digitales Charisma gesprochen hast.

Vielen Dank. Danke dir, hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mich auf unsere Fortsetzung. An meine Hörerinnen und Hörer und an meine Zuschauer. Wie sieht's denn bei euch aus, wenn wir vom Thema Haltung reden, wenn wir vom Thema digitalem Charisma reden? Habt ihr da Probleme, eure analoge Beschaffenheit ins Digitale zu übertragen?

Oder sagt ihr, Quatsch, ich hab eine Haltung, ich zeig's dir, dann zeigt's auch mal in einem LinkedIn Kommentar bei Podcast in Podcast hab, nee, Podcast Punkt d e, so rum, In der Kommentarspalte bei Spotify, bei Youtube oder schreibt mir eine Mail zum Thema unter Kevin at Kevin alleinemarketing Punkt d e. Das war's für heute. Wir hören uns. Bis zum nächsten Mal.

Mehr von Kevin allein im Marketing Alle Folgen als zitierfähige Episodenseiten

Veröffentlicht mit CiteCast