Die Plattform sperrt dich aus - und jetzt?! Mit Dr. Christopher Unseld - #284
Worum es geht
Was passiert, wenn die Plattform, auf der das ganze Business läuft, plötzlich gesperrt wird? Kevin Gründling spricht mit Rechtsanwalt Dr. Christopher Unseld über die rechtlichen Möglichkeiten bei plötzlichen Account-Sperrungen bei Google, Meta, TikTok oder Amazon. Im Zentrum steht das Kartellrecht, die Pflichten marktbeherrschender Unternehmen und der Eilrechtsschutz mit seinem engen Zeitfenster. Ein Augenöffner für alle, deren Geschäftsmodell auf einer einzigen Plattform aufbaut.
Autor: Kevin allein im Marketing
Zu Gast
Dr. Christopher Unseld ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei Hausfeld und spricht in der Folge über Kartellrecht, marktbeherrschende Unternehmen und Rechtsschutz bei Plattformsperrungen.
Folge teilen
Transkript
Egal ob auf Facebook, Instagram und Co, es ist eigentlich relativ egal, wenn man plattformabhängig ist und die Plattform wird auf einmal gesperrt, weil man irgendwelche komischen Inhalte gepostet hat. Was macht man denn dann? Kann man dagegen angehen? Wir reden jetzt mal drüber hier im Podcast. Kevin allein im Marketing.
Der Podcast für Werbung, Marketing, Social Media. An der Stelle sei uns beiden das schon verziehen, wenn die Stimme son bisschen versagt, denn sowohl mein Gast als auch ich sind 'n bisschen Ibuprofen geschunden. Wir haben beide sone leichte Männergrippe und wie das bei uns halt nun mal so ist, wir sind dann sehr unleidlich, aber wir haben gesagt, wir podcasten trotzdem. Also es sei an der Stelle uns schon mal verziehen, das mal ganz kurz eingeschoben. Noch mal zurück zum Intro.
Was passiert denn oder was sollte ich denn, Two Mini Plattform gesperrt wird? Das könnte sehr, sehr schwierig werden, wenn das ganze Business an 1 Plattform hängt. Deswegen reden wir da jetzt mal drüber. Ich habe im virtuellen Studio extra dafür Doktor Christopher Unselt. Christopher, grüß dich.
Stell dich einmal gerne kurz vor. Ja, hallo Kevin. Vielen Dank für die Einladung. Ja, wie Du schon gesagt hast, ich bin Rechtsanwalt bei der Kanzlei Hausfeld. Wir sind eine Kanzlei, die spezialisiert ist insbesondere auf Prozessführung im Kartellrecht.
Und in diesem Bereich betreue ich vor allem auch Fälle, bei denen Unternehmen auf uns zukommen, die tatsächlich, wie Du gesagt hast, abhängig sind von Digitalplattformen, zum Beispiel weil sie über ihre Werbung auf Google, Google Ads ihren Großteil ihrer ihrer ihres Umsatzes machen. Und manchmal bricht das von einem Tag auf den anderen weg und dann werden wir gerufen. Und genau, darüber können wir heute gerne mal sprechen. Freu ich mich schon sehr drauf. Und liebe Hörerinnen, liebe Hörer, liebe Zuschauer, es ist eine Rechtsfolge, also getreu meines Mottos und meiner kleinen Serie Schluss mit lustig.
Jetzt geht's los mit Recht im Marketing. Lieber Christopher, das war auch für dich das Symbol und die Melodie. Es könnt jetzt 'n bisschen heftig werden, weil wir sind hier ja im Rechtsbereich. Ich möchte aber noch mal vorher dazusagen, wir machen hier keine Rechtsberatung in dem Moment, ja? Sondern sollte irgendwas konkret sein, bitte einen Rechtsanwalt konsultieren oder mal kurz bei Christopher durchklingeln.
Bitte nicht hier auf den Podcast beziehen. Wir machen hier nur ein Aufschlauergebnis und keine Rechtsberatung, ne? Das sei an der Stelle schon mal gesagt. Mal Christopher, an dich mal sone allgemeine Frage gerichtet. Wie schlau ist es denn überhaupt in der heutigen Zeit, sich auf eine Plattform zu stürzen und dann da entsprechend Inhalte zu verbreiten und darauf zu hoffen, dass ich für Jahr und Tag offen bleibe und es nicht einfach mal gesperrt wird, weil ich will mein ganzes Business in den beispielsweise TikTok Shop ziehen?
Ja. Ja, das ist eine berechtigte Frage. Und die einfache Antwort ist natürlich, das ist nicht besonders schlau, wenn man die Wahl hat. Bei uns die Mandanten, die mit dem größten Problem auf uns zukommen, sind eben meistens die Unternehmen, die aus verschiedenen Gründen von 1 Plattform besonders abhängig sind. Und ja, das das kann beispielsweise sein, weil man ja, die das Produkt, was man anbietet, nur über die suchgebundene Werbung bei Google vernünftig an den Markt oder eine Mann und die Frau bringen kann.
Und wenn das der Fall ist, dann ist es manchmal sehr schwierig, da das Risiko ja, zu streuen oder zu vermindern, dass man da so abhängig ist von 1 Plattform. Ja. Also nur das als Ergänzung noch. Ja. Die, das ist ja sozusagen auch, also ich hatte da einleitend gesagt, das will ja Kartellrecht vor allem auch machen.
Und das ist so, das ist quasi das das große Problem. Also wir wir sprechen hier sozusagen über einen Bereich, der auch vom Recht ganz anders behandelt wird als sonst unsere Geschäfte, ja. Also wenn wir normalerweise überlegen, ob wir zu Geschäft a oder b gehen, ne, auch als Unternehmer, dann müssen wir eigentlich damit leben, dass dass das eine Unternehmen vielleicht nicht mit uns Geschäfte machen will oder irgendwann sagt, das ist 'n Loch und ich möcht jetzt nicht mehr an dich verkaufen oder sonst was, die die Bedingungen ändert. Das ist alles in, gibt's auch Grenzen natürlich, aber die die sind sehr weit. Man kann eben sich grundsätzlich eigentlich aussuchen, mit denen man Geschäfte machen will.
Und genau das ist jetzt in diesem Bereich hier häufig anders, weil über Unternehmen sprechen, jetzt hier, wenn wir über die großen Big Tech Unternehmen, Digitalunternehmen sprechen, die so mächtig sind, selbst wenn's dann vielleicht 2, 3 Alternativen gibt, die aber dann auch häufig sehr anderen Zuschnitt haben, die so mächtig sind, dass dass es eigentlich dem dem Abnehmer gar nicht zumutbar ist oder gar nicht möglich ist, einfach zur Konkurrenz zu gehen. Na ja, es liest ja auch irgendwie keiner, ne. Also wenn jetzt, das klassische Beispiel ist ja, wo die alle angefangen haben, ich mach da jetzt 'n Instagram Kanal und mein ganzes Business zieh ich jetzt auf Insta, ja, was ja mittlerweile Metakonzern und Mark Zuckerberg und so weiter. Aber wer liest denn da schon die AGB? Also wer wer liest denn da schon das ganze Gravel, was da steht, zumal das auch noch in Englisch ist, ja?
Wenn's wenn im besten Fall, ich mein, die KI kann's übersetzen, aber trotzdem, ja, die kann ja auch mal halluzinieren. Und am Ende steht da irgendwie dann 'n Kuchenrezept für Streuselkuchen oder so. Man man weiß es ja nicht, aber es liest ja keiner. Und wenn's dann irgendwie schiefläuft, dann stehen die da und gucken wie son Dackel, weil sie einfach nicht wissen, was was was was sie falsch gemacht haben. Weil also ich hab das ja jetzt auch schon 'n paarmal erlebt, beziehungsweise nicht selber erlebt, sondern immer mal so mitbekommen, dann steht da auch immer son son ganz komischer, verwirrender Text mit, sie wurden gesperrt, weil, kannst damit aber nix anfangen.
Und dann stehst Du da. Wann kriegst Du deinen Account wieder? Kriegst Du ihn überhaupt wieder? Das weiß ja dann keiner. Hättest Du dann mal in die AGB geguckt, dann würde stehen, was kannst Du tun, was kannst Du lassen, aber sie erinnern's ja auch an der Nase lang.
Das ist halt dann schon gefährlich. Also grade auch würd ich jetzt mal so behaupten, korrigier mich, wenn ich falschliege. Wenn Du dich auf wirklich, wenn Du dich nur auf die US Tools dann verlässt, aber an Mangel, an Alternativen Ja. Was will ich machen? Absolut.
Also AGB liest, also das ist eigentlich anerkannt auch unter Juristen, liest eigentlich so ziemlich keiner. Es gibt dann so ja, Rechtsprechung und auch in Europa vor allem Regeln, dass in den AGB jetzt nicht irgendwie auf einmal was komplett Überraschendes stehen darf. Das Problem ist, dass grade diese großen Plattformen, also selbst wenn sie jetzt sich an den einen europäischen Rechtsrahmen, so formal zumindest halten oder so tun, als würden sie sich daran halten. Die AGB bestehen häufig dann aus 'nem Verweis, son dynamischer Verweis auf dann noch irgendwelche Werberichtlinien zum Beispiel. Und und da steht in den AGB mehr oder weniger dann drin, wir vereinbaren die Regeln, die jetzt unter diesem Link hier zu finden sind.
Und die können sich quasi tagtäglich ändern. Und also selbst wenn man da hinterher ist und das immer lesen würde, ist das schwierig, weil's einfach dann von einem Tag aufeinander geändert werden kann. Und aber selbst die Regeln, die geschrieben sind und die auch vielleicht schon länger geschrieben sind, dass die keiner liest, gilt teilweise eben auch für die Plattformen. Also wir haben Fälle gehabt, wo wir dann vor Gericht sind. Und die Gegenseite sagt, wir könnt hier nur diese Art von Werbung schalten.
Die verstößt auch eindeutig gegen unsere Werberichtlinie, die über die AGB dann eingebunden sei. Und wenn wir dann, also dann dann guckt man einfach nur mal auf den den Zeithorizont und sieht dann, ja, die haben aber seit 5 Jahren beispielsweise genau diese Werbung geschaltet. Die haben teilweise ganz enge Beziehungen zu den Plattformen dann auch genau für diese Werbung gehabt. Also wer wer 'n größerer Kunde ist bei diesen Plattformen, der weiß, da kriegt man ja alle möglichen Unterstützungsangebote und irgendwelche Programme, an denen man teilnehmen kann, dann eben noch mehr Umsatz zu machen und noch mehr die Leistung in Anspruch zu nehmen und und weitere Leistungen in Anspruch zu nehmen und so. Da hat man dann teilweise ganze Teams der Plattform für sich arbeiten, die einen der einem helfen, das war auszuweiten, das zu professionalisieren, das zu übersetzen in andere Sprachen und so weiter.
Und trotzdem hat man da kein Problem, dann 5 Jahre später zu sagen, ja, das waren versehen. Das war die letzten 5 Jahre war sozusagen uns durchgerutscht. Ne, wir sprechen jetzt hier auch über Millionenumsätze dann in diesen Fällen. Das war ja, das war misslich sozusagen, aber steht ja jetzt so in den AGB, ne. Also das gibt's auch.
Und natürlich, was auch immer dazugehört bei Jura, keine Regel, ist natürlich so klar, dass man da einfach reinguckt und und und sie versteht. Also ich mein, das kennt man ja, ich glaub, 1 der meistverkauftesten Büchern, auch wenn's nicht in den Hitlisten ist, weil das sozusagen raus rausgerechnet wird, ist ja hier diese DTV Taschenbuchausgabe vom BGB, also bürgerliches Gesetzbuch. Ja, aber das kauft sich dann jeder dann so und stellt sich zu Hause ins Regal oder viele jedenfalls. Und ehrlicherweise muss man sagen, das ist natürlich sone ideelle Vorstellung, dass der der ja, Rechtsadressat, man so schick sagt, wenn er eine Frage hat, guckt er ins ins Gesetz und beantwortet die dann, indem man dann das liest und das dann, ne, dass sie den Lebenssachwahrheit auf diese Norm anwendet. Das funktioniert schon bei den normalen Gesetzen eigentlich nicht so richtig.
Also schon da ist es eben viel zu viel zu schwammig häufig. Und man man weiß schon gar nicht genau, wo man gucken müsste und wie man's verstehen hat und ohne Rechtsprechung sowieso nicht. Und ja, und so wie Du's schon gesagt hast, bei den großen Plattformen ist es dann häufig noch son Kauderwelsch aus automatisierten, übersetzten Richtlinien, die dann meistens dann auch vorrangig auf Englisch Wirkungen haben. Und die deutsche Übersetzung ist dann schwierig und ja. Und selbst ohne das ist häufig dann einfach die Frage, ist eigentlich der eigene Fall davon erfasst oder nicht?
Das ist ja, und es entwickeln sich dann auch häufig bei diesen Plattformen, so wie man das eigentlich aus normalen Recht kennt, auch so eigene 'n eigenes System. Also da hat dann so dann der da Kundenservice entwickelt dann so Unterregeln. Also dann gibt's dann die eigentlichen Regeln, die stehen dann so in den diesen Richtlinien. Und dann gibt's aber noch so ungeschriebene Regeln, die dann alle wissen, die dann in dem Bereich unterwegs sind. Also da ist man, aber in einem bestimmten Werbebereich zum Beispiel, der der hat bestimmte Probleme, ne.
Also keine Ahnung, es geht in nackte Haut oder explizite, sonst irgendwie explizite Bilder oder sonst irgendwas. Und sobald man in solchen Randbereichen gibt, entwickelt sich dann manchmal sone eigene Kasuistik, wo dann die die nirgendwo niedergeschrieben ist, aber wo dann einfach der Kundenservice sagt, ja, so und so weit, das lassen wir mal durchgehen und das und das nicht. Das kann sich aber auch von einem Tag auf 'n anderen ändern, weil dann beispielsweise in der BILD Zeitung ist dann irgendwie 'n Bericht über irgendwas, was irgendwas mal ausgereizt wurde. Und dann trifft's die ganze Branche, weil dann diese ungeschriebenen Regeln dann übern Haufen geworfen werden. Also am Ende heißt dann immer dann, es kommt darauf an, wen Du grade vor dir sitzen hast im Support.
Der eine legt's 'n bisschen strenger aus wie der andere. So son bisschen wie beim Finanzamt, ne. Das hab ich jetzt nicht laut gesagt. Ja, das ist beim Recht ja leider immer so, ja. Ja, gut, es es es ist ja so.
Also das ist ja auch son bisschen dann Auslegungssache. Ich mein, was Du schon was Du schon gesagt hast, ich mein, das stimmt, a hab ich auch 'n BGB im Regal stehen, b guck ich auch ab und zu mal rein und c, oh, könnte, muss nicht. Ich mein, dafür gibt's ja Anwälte, ne, wie dich, weil ansonsten könnt ich auch die KI befragen mittlerweile. Ja. Aber selbst die kriegt's nicht hin.
Mein, da dafür dafür gibt's ja immer noch den Berufsstand und den wird's auch weiterhin geben, davon mal abgesehen. Also glaub ich jedenfalls, ja. Aber wir reden ja jetzt auch mitunter von Werbung. Und ich mein, wo schalten die meisten mittlerweile Onlinewerbung? Die schalten ihre Werbung bei Google oder bei Bing, ja.
Bing Bing kommt ja auch oder oder kam, ist immer mal wieder da. Google Werbung, Google Ads, aber natürlich auch Facebook, also Meta Ads bei Facebook, bei Instagram, irgendwann auch mal bei Whatsapp in den Status. Ist ja immer mal wieder in Diskussion, ob's kommt oder nicht oder was auch immer. Und dann gibt's ja die Influencerwerbung, die ich ja besonders liebe, genauso wie die vom TikTok Shop. Das sind so diese Werbeformate, wo jetzt jeder denkt, er sei Schauspieler, dabei ist er einfach nur dumm wie in den Ofen.
Ich mein, und viele verlassen sich ja mittlerweile auch bei Werbung oder viele Unternehmen verlassen sich bei Werbung auf den TikTok Shop momentan, ja? Zumindest wird mir das ganz oft angezeigt. Und da verlassen die sich auch auf die Erstellung der Inhalte von den Content Creator, weil das ist ja 'n User generated Content und es ist ja dann quasi selbstgemacht. Natürlich ist es irgendwo abgenommen worden dann vom Unternehmen, aber es verlassen sich da so viele mittlerweile drauf, so viele, was ich mittlerweile sehe, ist dieser komische Philips Nassrasierer, der da ständig angezeigt wird, ja. Kriegt keine Pickelchen in komischen Regionen, nimm einfach den Philipsrasierer, den Oneblade, schlag mich tot und fertig.
Dann macht der andere Influencer irgendwie, heute ist es der grüne Eimer mit gefriergetrockneten Erdbeeren, morgen ist es der weiße Eimer mit gefriergetrockneten Erdbeeren. Beide sind toll und superlecker und da hast Du nicht gesehen. Alter, sind gefriergetrocknete Erdbeeren, ne. Das kriegst Du mit dem Dörrautomaten auch hin. Also wenn da irgendwas Falsches kommt und wenn der Kanal weg ist, also das ist einerseits würd ich sagen, ich weiß nicht, wie Du das siehst, das ist sowohl logischerweise für den Content Creator blöd, als aber dann auch für das Unternehmen.
Weil grade, was was die Influencer angeht, jetzt gehen wir mal kurz weg von den von den ganz normalen Ads, sondern was momentan ja kreucht und fleucht sind diese Influencerwerbeformate. Jedes Unternehmen stürzt sich auf irgendeinen Influencer. Und bitte, bitte bewerbe mein Produkt und halte es grinsend in die Kamera und sagt dazu irgendwie 2, 3 Worte. Wenn der Influencer was Blödes tut und der Account wird gesperrt. Fällt das ja am Ende auch aufs Unternehmen zurück oder nicht?
Ja, also das ist ein Thema ähnlich wie bei bei KI sozusagen, dass man als Unternehmer eben die Verantwortung nicht so leicht abschieben kann. Also weder auf 'n KI Programm, wo man sagt, mach mal genauso wenig wie an Influencer oder sonstige Agenturen zum Beispiel, an die man das abgibt. Das ist leider muss man da immer sehr aufpassen, wem man da wie weit vertraut, weil der eigene Account, wenn man den zum Beispiel damit ins ins Feuer wirft, der ist natürlich, da muss man am Ende sich selber drum kümmern. Also der Influencer selber, der muss natürlich, der der hat dann im Zweifel selber 'n Problem, wenn er seinen seinen Account durch ja, irgendwelche proloadischen Inhalte gesperrt bekommt, ne. Das ist natürlich dann, das ist sein Risiko in erster Linie.
Imagemäßig kann das natürlich Rückschlag geben für für den Auftraggeber. Aber gefährlich ist es vor allem dann, wenn man seinen eigenen Account da mit mit reinlässt, Sei es direkt, also indem man Zugriff gibt auf den eigenen Account oder eben indem man ja da sozusagen in Sippenhaft genommen wird. Also das ist ja, also ne, es gibt da so Abstufungen, ne. Man kann selber natürlich 'n Shitstorm kriegen für sein Produkt. Das ist am unangenehmsten, weil man da im Zweifel auch alleine dann kämpft hinterher.
Aber man kann auch entweder in kleineren Kreis, so wie zum Beispiel mit dem im Influencer, den man beauftragt hat, in in in in den Fokus geraten und dann sanktioniert werden. Oder manchmal ist es eben auch, das müssen wir auch häufig beobachten, eben eine ganze Branche, ne, dass dann ja eigentlich eine 1 Dienstleistung oder son Produkt oder sonst was seiner Art nach auf einmal infrage gestellt wird. Und dann ja, ich mein, die die die großen Plattformen, die haben gar keine Kapazität oder Lust. Also Kapazität hätten sie natürlich, aber haben vor allem keine keine Lust im Sinne von keinen ökonomischen Anreiz, da so wahnsinnig engmaschig alles zu überwachen, solange es nicht rechtswidrig ist. Aber wenn natürlich irgendwie ja, wieder der Bild Zeitungsartikel oder sonst irgendwie irgendwo 'n Shitstorm ist und der dann irgendwie in der Verbindung mit der Plattform eine Verbindung herstellt.
Also sprich, wieso ist denn dann auf Meta diese Werbung da? Oder warum klicken die Leute alle auf diese Werbung bei Facebook? Oder warum ist denn bei Google diese Werbung ganz oben zu finden, obwohl die doch so und so problematisch ist, ne? Dann dann ist manchmal dann doch die Reaktion dann, also die kommt dann unberechenbar, aber wenn sie dann kommt, dann auch häufig sehr hart und dann hängt man mit drin, selbst wenn man da vielleicht gar nicht selber was gemacht hat. Aber es ist ja dann auch vollkommen egal, ob ich jetzt 'n kleines Licht oder 'n riesengroßer Promi oder 'n Unternehmen oder was auch immer bin, der eine Entourage von Anwälten hinter mir hat.
Weg ist weg. Oder beziehungsweise die Plattformentscheidung, wenn die gefallen ist, ist die getroffen, weil der Plattformbetreiber behält sich doch dann das Recht vor, ich kann mit der Plattform machen, was ich gerne hätte, oder? Also das ist wahrscheinlich bei vielen Plattformen jedenfalls so das Selbstverständnis. Wie gesagt, also im im normalen Geschäftsbetrieb so kann man sich schon auch seine Geschäftspartner aussuchen. Also Du kannst ja auch überlegen, mit wem Du 'n Podcast machst und mit wem Du Werbung machst und so weiter.
Bei den Plattformen sind da tatsächlich enge Grenzen zwar rechtlich gesetzt, aber die dann durchzusetzen, das ist gar nicht mal so einfach. Denn also da hast Du schon vollkommen recht. Also wer's wen es dann trifft, ist dann der Plattform häufig egal. Das ist dann manchmal auch sone falsche Sicherheit, in die sich dann grade auch größere Kunden wiegen, also die dann denken, ja, also mich werden wir jetzt schon nicht sperren, wenn ich jeden Monat mehrere Millionen an an Werbebudget aufbringe, dann bin ich doch relativ unantastbar, ne. Da hat man also, wenn man Es ist teilweise wirklich skurrile Geschichten, die man erlebt, dass man da Kunden hat, dass Mandanten bei uns dann, die regelmäßig dann mit ihrem Key Account Manager mittagessen gehen und so weiter.
Und da da hat man sich dann irgendwie mittags noch verabredet zum Mittagessen. Und nachmittags wird einem dann so relativ trocken irgendwie eine E-Mail weitergeleitet. Ups, hier guckt mal, das könnte für euch relevant sein. Und das ist dann, ne, entweder eine 1 zum Beispiel eine AGB Richtlinien, AGB- oder Richtlinienänderung, die einen dann komplett das Geschäftsmodell zerstört oder Ähnliches, die also irgend einen irgend irgendetwas, was entschieden wurde jetzt und was einem richtig wehtut. Und ja, und von einem Moment aufn anderen ist dann dieser eigentlich ganz vertraute, fast schon befreundete Geschäftspartner, dem also hat er das dann auch son bisschen personalisiert, ne, dass man dann eine bestimmte Person seit Jahren dann anspricht bei dieser Plattform und die einem eigentlich auch immer helfen konnte.
Und dann ist es manchmal so, dass es dann von einem Tag auf den anderen Mann vorbei ist und dann die Person dann Also meistens ist dann der Key Account Manager ja eigentlich sogar emotional dann eher auf der eigenen Seite, auch aus eigenen Eigeninteressen wahrscheinlich, der Bonus da mit dranhängt oder so. Aber aber wenn dann eine Entscheidung von 'ner Plattform wirklich selber getroffen wird, also dass dann zum Beispiel eine Entscheidung ist, die aus den USA kommt oder sonst aus der Konzernzentrale, die die sticht dann natürlich alle Bedenken von irgendwelchen Sales Mitarbeitern. Und die können dann auch nichts machen, kriegen dann häufig dann auch eine Vorgabe, dass sie gar nicht mehr dazu kommunizieren dürfen. Und dann steht man eigentlich genauso da wie ja, jeder andere x-Beliebige, der versucht mal mit mit Google oder Meta ins Gespräch zu kommen oder mit Amazon oder so. Das ist recht schwierig.
Also da findet man schon ja nicht mal eine 1 normale E-Mail-Adresse oder sonst irgendwas. Ja, ja. Also ich hatte ich hatte mal 'n Fall. Gehen wir mal kurz weg von der Werbung. Ich wollte mir bei Amazon, weil ich bin ja bin ja bin ja zwar auch komplett angestellt, aber mittlerweile ja nebenher selbstständig, ne.
Also ich generier ja mit dem Podcast 'n paar Einnahmen, also werbemäßig und und durch das Buch, was ich über Amazon KDP und so weiter. Und und jetzt noch durch Lego Series Play bla bla bla. Also unterm Strich 'n paar selbstständige Einnahmen sind da und wollte mir entsprechend über Amazon ein Geschäftskonto einricht, ein Business Konto, Amazon Business Konto. So. Was hab ich gemacht?
Amazon Business geht ja mit wenigen Klicks, kannst ja mit deinem Privaten verbinden, dann hast Du dieses Business Prime Duo, bla bla bla. Musst ich auch machen, weil Amazon zu blöd war, eine 1 die Handynummer zweimal zu registrieren, weil es geht ja nur einmal und dann der der die Handynummer war schon drin, also musst private Konto nehmen, scheißegal egal wurscht. So. Auf jeden Fall, ich hatte dieses Konto. 2 Stunden.
Ich hatte es 2 Packungenstunden. Ich hab noch nix bestellt. Ich wurde dann gesperrt. Begründung, ich habe gegen die gegen die, na, wie heißt's, Rücksenderechtlinien verstoßen. Krieg da mal jemanden ans Telefon.
Vergiss es. Ich hatte dreimal eine KI. Kein Mensch hat mich verstanden. Es war ja nicht mal 'n Mensch, also es hat mich keiner verstanden. Dann bin ich irgendwann mal durchgekommen zu irgend 'nem Menschen, der mich auch nicht verstanden hat, der dann gesagt hat, Sie kriegen eine Mail morgen.
Die Mail kam nie. Es war es ist Also ich kann mir da gut vorstellen, wenn das mal weg ist, dieser Frust, den Du da auch den Du da hast, erst mal das ohne Anwalt ja zu probieren, dann zu gucken, wen Du da in irgendeiner Form mal an die Strippe kriegst. Das Ist ja eine Katastrophe mittlerweile. Ja, das ist ja natürlich auch ganz eine bewusste Entscheidung, die da getroffen wird. Und das ist ja bei, also in unterschiedlichem Ausmaß, aber bei allen großen digitalen Unternehmen eigentlich der Fall.
Es ist vielleicht, also wenn man das so bisschen größer einordnet, muss man sagen, gibt's da son son komisches Gefälle quasi. Also wenn Du Verbraucher bist, dann hast Du die den Verbraucherschutz und dann hast Du sogar auch in Deutschland, also das sind nicht nur den den die sozusagen Vorteile, die man an an Regeln hat als Verbraucher, sondern Du hast sogar die Möglichkeit, immer auch an deinem Ort zum Beispiel zu Gericht zu gehen. Also wenn dich mal was richtig ärgert, kannst Du einfach Google, Meta, Amazon kannst Du bei dir im nächsten Gericht verklagen. Was jetzt klingt jetzt vielleicht fürn für Nichtjuristin jetzt auch nicht so superattraktiv, weil ist im Zweifel auch nicht unbedingt empfehlenswert. Muss schon also ist schon aufwendig.
Aber das geht. Und das wissen die natürlich auch. Und das heißt, da das wird auch in gewisser Weise in die in die Überlegung mit eingepreist, dass man das weiß, dass man da theoretisch verklagt werden könnte. Dann gibt es die, die quasi die Schwelle überschreiten und das geht recht schnell, wenn Du einmal anfängst, deinen Account auch für gewerbliche Zwecke zu nutzen, ja. Und dann hört's direkt auf, weil dann hat dann viele der Verbraucherschutzvorschriften finden keine Anwendung mehr.
Und wenn Du dann auf die Idee kommst, eine des dieser Unternehmen zu verklagen, dann werden sie sehr genau gemerkt haben, dass Du nicht 'n reiner Verbraucher bist. Und dann, das steht auch in den AGB, aber das ist das ist sozusagen dann der Wegfall, auch vor allem des des Verbrauchergerichtsstandes, so heißt es hier in in der Juristen Welt dann. Hast Du dann nur noch die Möglichkeit, häufig jedenfalls, die dann in Irland zu verklagen, in Luxemburg zu verklagen. Das ist völlig abstrus natürlich, macht kein Mensch. Das heißt also, wenn Du als, ja, kleiner Unternehmer, sag ich jetzt mal, also wenn Du jetzt zum Beispiel in dem Fall jetzt gesagt hättest, ja, er spinnt wohl, ich geh vor Gericht, dann hättest Du echt überlegen müssen, geh ich jetzt irgendwie nach Luxemburg, da die luxemburgische Amazon Gesellschaft vielleicht zu verklagen?
Vielleicht kriegst Du's auch irgendwie hin, da die in in München vor Gericht zu bekommen, aber es in der Regel ist sie da Probleme haben. Genauso bei Meta und bei bei Google. Und dann, jetzt jetzt fragt sich vielleicht, okay, was macht ihr denn dann eigentlich so? Dann gibt's sozusagen noch die wiederum diejenigen, die so abhängig sind von diesen Plattformen, dass es dass wir in diesen Bereich des Kartellrechts kommen und wir dann 'n kartellrechtlichen Verstoß haben, der sich auswirkt an deinem Sitz. Und da ist es dann zum Glück möglich, dass Du dann an deinem Sitz des Unternehmens dann klagst.
Und das ist sozusagen sone Ausnahme von dem von dem Grundsatz, dass Du eigentlich als Unternehmer und 'n anderes Unternehmen dann eher an an deren Sitz verklagen müsstest. Und das ist sozusagen, aber das ist nur dann möglich und vor allem auch nur schnell möglich, also in diesem Eilrechtsschutz, das ist, können wir gerne auch noch was zu besprechen, was das eigentlich ist. Aber wenn Du da sozusagen schnell vor Gericht willst und einem am am liebsten in Deutschland in der Nähe, da, wo Du auch vielleicht deinen Sitz hast, dann geht das eben nur, wenn es nicht irgendwie sone kleine Sache ist, die dich stört oder so, sondern man muss schon wirklich was dranhängen. Also das heißt unterschiedlich von Gericht zu Gericht, wie streng das gesehen wird, aber es muss es muss dich schon wirklich richtig einschränken in deinem in deinem in deiner Geschäftstätigkeit. Das heißt, wenn Du grade erst anfängst, ne, also wenn Du jetzt sozusagen Startprobleme hast schon mit soner Plattform, wird's schwierig.
Oder oder wenn's eben wirklich nur so Nervfaktor ist und nicht nicht wirklich erheblich, dann hast Du da auch Probleme. So, wenn man's Mikrofon vergisst, anzumachen. So. Warum komm ich da dann in in Kartellprobleme? Also wenn ich wenn ich's das richtig im Kopf habe, korrigier mich gerne.
Kartell ist doch, wenn beispielsweise die b p mit irgend 'ner anderen Ölgesellschaft Absprachen Absprachen trifft mit der Benzinpreise ist 12 Uhr 2 Euro 78. Ja. Und alle stellen das hoch. Also das ist ja die Absprache, ne. Kartellrecht, das haben Sie ja jetzt verschärft, das ist noch mal 'n anderes Thema, aber wie komm wie wie komm ich da auf einmal oder in in in das Kartellrecht rein?
Ja, das ist sozusagen kommt daher, dass das Kartellrecht quasi 2, also grob gesagt, 2 Kategorien kennt. Die eine Kategorie, da kommt auch der Name so her und da kennt das kennt man so, wie Du hier grad beschrieben hast, Absprachen über Preise meistens, ne. Also jetzt können andere Absprachen sein. Aber wenn ich mich mit meinen Wettbewerbern abspreche, hier machen mal hier nächste Woche eine Preiserhöhung 5 Euro oder so oder wir erhöhen erst mal nicht die Preise oder sonst irgendwas in der Art. Das sind genau, kartellrechtswidrige Absprachen, das ist so das klassische Kartellrecht.
Ja, das machen wir auch viel, gibt's auch spannende Fälle. Ist aber eher, also das gibt's schon lange und das ist sozusagen jetzt hier in diesem Bereich nicht so relevant. In diesem, worüber wir jetzt hier sprechen über Digitalunternehmen und deren ja, Auswirkungen auf den Markt, da geht's eher darum, dass ein Anbieter ein sogenanntes marktbeherrschendes Unternehmen ist. Das heißt, es hat so viel Macht, dass es, glaub ich, wie ich vorhin son bisschen versucht hab, zu beschreiben, sodass ne, es zu unausweichbar ist, dass ich keine richtige Alternative habe. Das ist eben den Markt so Markt so dominiert, dass es Google.
Google Also ich sag noch, ne, ist ja so 1. Genau, genau. Es kommt immer dann natürlich auf den den Markt konkret an, also aber für suchgebundene Werbung zum Beispiel ganz klar Google Werbung, ne. Google Ads. Und ne, das also das kommt immer so dann drauf an, in welchem über welchen Bereich wir dann konkret sprechen.
Aber genau, aber die klassischen Big Techs sind eben in vielen Bereichen dann immer marktbeherrschend, ne. Man muss ja nicht alleine marktbeherrschend, sondern kann dann auch 2, 3, die sich das dann so aufteilen. Und genau und diese diese Situation, wenn ein und Also es ist nicht verboten natürlich, Marktbeherrschen zu sein, ne. Also nicht, dass wir da irgendwie Missverständnisse erzeugen. Also es das ist ja grundsätzlich erst mal nicht nicht vorwerfbar.
Nur gibt's da sozusagen eine Erfahrung, dass wer so marktbeherrschend ist, der neigt dazu, diese Macht dann auch zu missbrauchen. Und da gibt's verschiedene so Fallgruppen. Und 1 wäre dann, eine Fallgruppe ist dann zum Beispiel das Marktberschendes Unternehmen diskriminiert. Das ist also, ne, also ich hatte gesagt, normalerweise kann man sich seine Geschäftspartner aussuchen, aber son Marktmärchen das Unternehmen darf das eben nicht einfach so willkürlich machen, sondern wenn es jetzt sagt, den Kevin, den möcht ich jetzt nicht als Businesskunden haben, weil, ne, gibt keinen Grund, ne, dann ist es problematisch. Weil nämlich Diskriminierung, ne, meint in diesem Kontext, geht nur mit 'ner sachlichen Rechtfertigung.
Also es muss irgendwie 'n 'n vernünftigen Grund, muss jetzt nicht der beste Grund sein, aber es muss 'n vernünftigen, also nachvollziehbaren Grund geben, eine Erklärung dafür. Und das ist zum Beispiel son ganz klassisches Beispiel, ne. Also wenn Du auch, genau, bei Google Ads oder so, wenn Du rausgeschmissen bist, aber alle deine Wettbewerber nicht, dann ist das diskriminierend, wenn's keinen Unterschied zwischen dir und den anderen Wettbewerbern gibt. Also wenn Du genau das Gleiche machst oder oder jedenfalls nicht nichts besonders anders, dann das tun nicht einfach rausgeschmissen werden und die anderen nicht. Das ist ein klassisches Beispiel.
'N anderes wäre, das ist auch son, wär Jura son schwammiger Rechtsbegriff. Das ist eine Behinderung durch den durch Marktberschen Unternehmen. Also wenn das Unternehmen Regeln zum Beispiel aufstellt, ne, das war's, was ich vorhin so meinte, kriegst Du dann sone E-Mail, wir ändern unsere AGB, unsere Werberichtlinien ab. In 3 Monaten müsst ihr die und die Voraussetzungen erfüllen. Und Du früh guckst dir das an, ne.
Im besten Fall guckst dir das immer schnell an, so, wenn's für dich relevant ist. Und und siehst, ja, das heißt eigentlich, dass ich meinen Laden dichtmachen kann. Und gleichzeitig merkst Du aber auch, was ist denn überhaupt der der der Hintergrund dieser dieser neuen Regelung, ne? Also wollen die jetzt, also haben die da, also gibt's da irgend sone sachliche Rechtfertigung auch wieder, ne, so ähnlich. Ist das verhältnismäßig?
Und wenn Du dann feststellst, nee, also ich mein, das ich hoffen sozusagen, dass jetzt nicht direkt, es hieß ja, macht total Sinn, mich zu sperren sozusagen oder macht total Sinn, mein Geschäftsmodell zu verbieten. Das will ich jetzt nicht hoffen. Wenn, dann ist es ist halt so. Aber nee, normalerweise wirst Du dann wahrscheinlich denken, ja, das das ist doch nicht verhältnismäßig, weil beispielsweise die vielleicht irgendwas verhindern wollen, was auch richtig ist, dass man's verhindert, aber die mir jetzt auch das verunmöglichen, mein Geschäft zu machen. Also dass sie viel zu grob drangehen, ne, also und und mich damit rauskicken, obwohl sie eigentlich die nur die schwarzen Schafe erwischen wollten, ne.
Und es aber viel einfacher wäre, die schwarzen Schafe rauszufischen und so, ne. Und das ist dann eine sogenannte Behinderung oder kann sone Art Behinderung sein durch 'n Markt beherrschendes Unternehmen. Und und genau, dann ist man im Kartellrecht. Also das heißt, Du hast 2 Sachen eigentlich. Du hast eben diese diese besonderen Normen, also Gesetze, die auf deutscher und auf europäischer Ebene da den den Missbrauch der Marktmacht verbieten.
Es gibt sogar noch diese Sonderregeln jetzt für große Plattformen wie den Digital Markets Act, also DMA und den DSA, Digital Services Act auch, geht in eine ähnliche Richtung in in bestimmten Punkten. Die Sonderregeln hast Du dann zum einen und zum anderen hast Du eben diesen Vorteil, dass Du eher es hinbekommst, auch in Deutschland zu klagen, weil deinen Rechtsstreit zu nehmen und irgendwie nach Irland zu gehen, ist für die meisten keine Option, weil's einfach wahnsinnig aufwendig Klar, da Kosmetik ist. Und USA oder so, ja, weißt Du Ja, noch schlimmer, ja. Gehst Du mal in die USA rüber. Da weißt Du überhaupt nicht mehr, was Sachstand ist, weil da ständig neue Dekrete erlassen werden.
Die haben ja überhaupt keine Ahnung mehr, was was 'n Gesetz ist und was nicht. Also es ist das ist aber wirklich, das hab ich nicht gewusst, dass das Kartellrecht auch dafür so marktmacht beherrschende Unternehmen dann auch in dem Fall da dafür zuständig ist. Ich hab jetzt letztens halt eine, ne, ging ja jetzt groß durch die Presse. Kartellrecht wurde verschärft, weil die Ölkonzerne und bla und und RTL hat Sky gekauft. Kartellrecht musst Du noch zustimmen oder Kartell Kartellbehörde da musst Du noch zustimmen, ja.
Weil das mal, weil weil das wohl 2 sehr große Unternehmen sind, die dann noch größer werden, als die Marktmacht ausbauen. Ich geh mal davon aus, deswegen musst Du da mal ganz kurz mal nachgefragt werden, darf ich kaufen? Ja, danke. Und und noch 'n paar andere. Aber dass die auch dafür zuständig sind, zu gucken, wer was wann wie wo und damit Du auch als Unternehmen in dem Fall, also Businessmensch, deinen Gerichtsstand Deutschland hast und nicht Ja.
Weiß man nicht, ne, wo. Das hat das hab ich wirklich nicht groß. Also Ja. Ist interessant. Also Vielleicht, wenn ich das an deinem Beispiel kann ich das ganz gut vielleicht versuchen zu erklären.
Also ich weiß natürlich jetzt nicht, was was Amazon sich jetzt konkret bei deinem Fall jetzt da gedacht hat. Nix. Wahrscheinlich nix, genau. Das ist tatsächlich häufig dann auch so. Aber aber es zeigt eigentlich vielleicht, also an an dem Beispiel kann man ganz gut zeigen, warum wir das Kriterium hier haben.
Also weil also einmal das das, glaub ich, sollte jetzt klar geworden sein. Also das weiß wahrscheinlich auch jeder, der in dieser Branche unterwegs ist. Diese Abhängigkeit, die man selbst hat, zumindest von den ganz großen Plattformen. Aber auf der anderen Seite sozusagen die die Kehrseite dieser Abhängigkeit ist dann, dass diese großen Unternehmen dann sich häufig dann auch Sachen rausnehmen, die sie sich nie rausnehmen würden, wenn sie im Wettbewerb stünden, ja. Also sprich, wenn es 5, 6 Plattformen gäbe, auf die Du dich ähnlich wie bei Amazon hättest anmelden können, die ähnlich gut sind und ähnlich verbreitet und so weiter, ne, dann wär's überhaupt kein Problem gewesen.
Er hat gesagt, ja okay, Amazon, wollt mich nicht, dann geh ich eben zu BemaZON, ne. Und BemaZON ist auch schön. Geschäftsidee hier, kostenlos. Na, aber das ist eben ja genau in diesem Bereich dann eben grade nicht der Fall, nicht möglich. Und das wissen die natürlich.
Also das ist jetzt nicht etwas, worüber die wahrscheinlich tagtäglich nachdenken, aber das prägt die Art, wie die ihre ihr Geschäftsmodell betreiben. Und dazu gehört zum Beispiel, dass man einfach nicht ansprechbar ist, ne, dass man man man nimmt einfach in Kauf, dass bestimmte Entscheidungen falsch sind, ne, dass heute, heute natürlich noch mehr vielleicht durch KI ausgelagerten Kundenservice. Das ist aber früher, also früher hat man's ja nicht KI genannt, da hat man einfach gesagt, ja, der Algorithmus spinnt oder so, ne. Also bei bei Meta oder Amazon auch und ist ja das Gleiche, in in in Grünen sozusagen. Und klar, wär's möglich für die, ne, auch finanziell, ne, überhaupt kein Problem, 'n 'n vernünftigen Kundenservice auf die Füße zu stellen, ne.
Aber die Kalkulation und hinter der Skalierung, die diese großen Unternehmen ja, so wahnsinnig wertvoll auch macht, ist, dass man sagt, ja, nee, ist ist egal. Also so und so viel Entscheidungen werden dann falsch gefällt. Das tut uns aber nicht weh. Die die Kunden werden sich dann 'n Bein rausreißen, trotzdem noch bei uns mitmachen zu können, ne. Genau.
Und manchmal ist es dann sogar so, ich mein, das das das ist natürlich für den Rechtssuchenden, sag ich mal, so, sag ich mal, also für unseren Mandanten jetzt ja nicht die schlechteste Lösung, aber manchmal ist es dann auch so, dass man vor Gericht geht. Und dann gucken sich das überhaupt zum allerersten Mal an und sagen dann, ah ja, sorry, ist was schiefgelaufen. Also bei mir hat das jetzt glaub, 5 Monate gedauert. Ich hab mich dann auch irgendwann mal nicht mehr drum gekümmert und dann letztens fiel's mir wieder ein, dann war's immer noch gesperrt. Dann hab ich mich noch mal 5 Tage damit beschäftigt und hab angerufen und die Leute genervt und hab auch mal 'n Post abgesetzt und bla, bis dann irgendwann mal 1 gesagt hat, ich mache Ticket auf und ihnen geholfen wird.
Und auf einmal hat's gemacht, zack, Peng, Shepper und am nächsten Tag war war der war das Konto auf. Eine Mail hab ich immer noch nicht gekriegt, davon mal abgesehen. Aber Du hast vorhin schon ein 1 Wort gesagt und ich hab jetzt noch auch noch mal gesagt, ne, bei mehr hat zu 5 Monate gedauert. Es gibt einen Eilrechtsschutz, Zeit ist da ein kritischer Faktor. Ja.
Was meinst Du damit? Ja, das ist das ist wichtige Infos sozusagen für alle, die da mal von betroffen sind oder betroffen sein können, sollte man sich bewusst machen, dass wenn man vor Gericht da sich helfen lassen will, also wenn man vor Gericht gehen möchte, dann hat man da 'n sehr begrenztes Zeitfenster. Das heißt, ab dem Zeitpunkt, an dem man Kenntnis hat von der von der einen Beeinträchtigung, sag ich jetzt mal, pauschal. Also dass entweder das Konto gesperrt ist natürlich, also oder manchmal reicht's sogar schon, dass etwas angekündigt wird, ne. Also eigentlich eine E-Mail, das, was ich vorhin meinte, in 3 Monaten ändern wir unsere AGB wie folgt.
Und daraus geht ganz klar hervor, dass dein Geschäftsmodell dann nicht mehr geht. Dann könnte es sein, ne, muss man vorsichtig jedenfalls davon ausgehen, dass dann diese Frist zu laufen beginnt, nämlich diesen Eilrechtsschutz noch in Anspruch zu nehmen. Was ist diese Frist oder was was was damit gemeint? Also es ist so, im Gerichtsverfahren in Deutschland dauert der relativ lange, ist ja ziemlich bekannt. Sprich, also grade solche, wenn Du noch mit Kartellrecht kämpfst oder so, dann sagen die Gerichte, ja, da haben wir eine Kammer, die ist dafür spezialisiert und so.
Die hängt aber total hinterher, also in 2, 3 Jahren vielleicht das 1. Urteil, ne. Also das kann passieren, ne. Manche auch schneller, manche noch langsamer. Genau, das hilft einem, wenn man jetzt richtig hart getroffen ist, natürlich überhaupt nicht.
Das heißt, nehmen wir an jetzt wirklich Kontosperrung, 80 Prozent des Umsatzes bricht weg von einem Tag auf den anderen. Da stehen von Anfang an Jobs aufm Spiel, Existenzen und so weiter und so fort. Da ist es dann so, dass man halt also ist klar, dass man nicht diese 2, 3 Jahre hat und beziehungsweise das ist ja auch nur das 1. Urteil, ne. Dann kriegt's mal eine Berufung, ne.
Also die Gegenseite hat natürlich unbegrenzt Ressourcen und ja. Also das also das ist ausgeschlossen, darauf zu warten. Das heißt, man muss 'n Sonderweg wählen. Das ist der Eilrechtsschutz, Antrag auf einstweilige Verfügung im Juristendeutsch. Und das ist ja kennt man vielleicht aus den Medien, ne, wenn das, es gibt so bei Pressesachen, ne.
Ich will verhindern, dass dieser Artikel erscheint oder so was, ne. Oder ich will, dass der Wahl gerettet wird oder so, ne. Oder eben nicht gerettet wird. Also genau, das sind immer dann die einen Antrag auf 1, 2, Rechtsschutz. Und genau, und das kann man hier dann auch machen.
Da gibt's aber, weil die Gerichte ja sonst nur noch solche Anträge aufn Tisch hätten, weil dann alle sagen, ja, mir dauert das zu lange, haben die Gerichte dann Kriterien entwickelt, wann ist denn etwas eilbedürftig? Dies das steht nicht im Gesetz so richtig, aber es steht nur, dass eben allbedürftige Fälle da sind und da fallen sozusagen. Aber es gibt da keine formale Frist. Und die Gerichte haben sich aber dann mehr oder weniger drauf geeinigt, ne. Das geht wieder zurück auf unsere vorherigen auf die die Aussage, es reicht nicht, aber sonst gesetzt zu gucken, weil da steht jetzt nicht drin.
Die haben aber jetzt gesagt, die meisten Gerichte so, ja, ungefähr 4 Wochen. Und wenn Du länger als 4 Wochen wartest, dann kann dir das Gericht unter Umständen, muss nicht, aber kann sagen, ja, also so eilig scheint's ja bei dir nicht zu sein. Wenn Du länger als 4 Wochen jetzt gewartet hast, dann dann ist es wohl nicht so eilig. Und dann sagen die, also dann kannst Du einfach daran scheitern, dass sie sagen, kein Ei keine Eibedürftigkeit, dann kannst Du in den normalen Weg gehen, ne. Also wir sehen uns dann im normalen Verfahren.
Und weil das eben auch keine feste Frist ist, muss man da eben gut aufpassen. Das heißt, man muss auch vom Verhalten her immer deutlich machen, dass es einem eilig ist. Also man darf nicht irgendwie sich in irgendwelche langen Serviceschleifen irgendwie gefangen nehmen lassen und dann sagen, ja, ich wusst ja noch nicht, wie das ausgeht und so. Und dann hab ich denen noch mal gesagt, ja, dann meldet euch nächste Woche. Und dann hab ich noch mal gesagt, ja, dann eben nächste Woche und so.
Also sozusagen, man hat sich da auch nicht in die Irre führen lassen oder so, ja, in die in die, sich den Eilrechtschutz dann auf diese Weise nehmen lassen, weil das wäre dann, wie als Juristendeutsch, sone Art Selbstwiderlegung, so nennen sie nennen sie das. Wenn man also selbst durch sein Verhalten hat irgendwann zeigt, unabhängig vom Zeitablauf, das kann so sogar vor den 4 Wochen sein oder eben während des Verfahrens noch, dass man dann irgendwann zeigt, ja, irgendwie so eilig ist es mir nicht, weil ich hab mich ja so verhalten, dass es dass es mir offensichtlich doch nicht so eilig ist, ne. Also zum Beispiel wäre, ich weiß mal 'n Urlaub, ne, und mach das dann nachm Urlaub fertig. Oder zu dem Termin bei Gericht kann ich leider nicht kommen, weil ich im Urlaub bin oder so. Also all das sind solche so klassischen Beispiele.
Aber da hat man dann ja auch 'n Anwalt für eine Anwältin, die einem dann da hoffentlich darüber einen drüber aufklärt. Und wichtig ist aber eben, dass, wenn einem so was passiert, dass man dann eben schnell sich dann auch entsprechend beraten lässt, weil das Problem ist, diese 4 Wochen sind sehr knapp, ne. Also man sollte dann innerhalb von 4 Wochen diesen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz stellen, wenn's für dich ernst ist. Also eigentlich, ja? Mhm.
Also ich sag mal, eigentlich, wenn wenn's passiert. Und wie Du gesagt hast, 80 Prozent quasi meines Umsatzes hängen an irgendeiner Werbeplattform, die auf einmal gesperrt wurde. Weil keine Ahnung, ich hab einmal zu viel die Hupen in die Kamera gehalten oder irgendwas. Kein. Wurscht.
Oder oder wurd einfach gesperrt aus Willkür. Wenn ich dann aber in Urlaub fahr und sag so, ja, Plattform ist gesperrt für 80 Prozent Umsatz gehen. Ich mach jetzt erst mal auf die Malediven für 3 Wochen, ist mir egal, der Flug ist ja gebucht, dann hab ich 'n ganz anderes Problem als als das Dann ist es auch für meine Verhältnisse gerechtfertigt, wenn dann das Gericht sagt, ach, Arschgeleck 3 fuffzig, nix mehr mit Eifer, weil Du hattest ja andere Prioritäten gesetzt. Wenn dann das Unternehmen platt geht, ja. Glitterbrickitte.
Aber eigentlich ist es doch, sobald das gesperrt ist und sobald ich das mitkrieg, es müsste doch mein erster Anruf bei 'nem Anwalt sein. Also immer gerne. Also ich aus meiner Perspektive. Also Ja. Ich kenn mich damit ja 0 aus, aber oder zumindest, wenn das jetzt 'n großes Unternehmen ist und der Marketingmensch kriegt das mit Plattform gesperrt, bum, dann ruf ich doch in der Rechtsabteilung an oder weiß ich nicht, okay, ich ruf vielleicht erst in der Hotline an und frag nach, alles klar, liegt hier 'n Bug vor oder was ist da jetzt los, ja?
Und dann müsste aber, wenn wenn die sagen, nein, nein, das ist schon richtig, sodass das gesperrt ist. Es ist, ich ich schick Ihnen da mal eine 1 E-Mail und dann dann steht da die Begründung, so, Du kriegst doch wirklich da mal eine E-Mail, nicht so wie bei mir. Mhm. Und da steht das alles drin. Dann geborene ich das doch sofort in die Rechtsabteilung oder ich ruf 'n Anwalt an oder irgendwas, der sich doch mit dem ganzen Juristen bla bla auskennt.
Weil sorry, ich, nö. Ja. Meistens sind die Fälle nur nicht so ganz klar ehrlicherweise. Das heißt also, wir wir haben dann häufig dann Mandanten, die melden sich dann und sagen, ja, vielleicht können wir's auch noch so lösen. Aber wenn's harte Fahrt kommt, dann wollen wir sie schon mal sozusagen an Bord holen.
Macht auch total Sinn, also das ist das ist gar kein Problem sozusagen, da schon mal sozusagen eine Ankündigung, so nach Motto, hier könnte es jetzt richtig hart auf hart kommen, kann aber auch sein, dass wir's noch hinbekommen. Weil eben, also das, was was wir vorhin schon hatten, eine, die Hoffnung ist eben dann doch häufig noch da, dass man das mit seinem, weil seine guten Kontakte irgendwie hinkriegt. Manchmal funktioniert das auch. Manchmal ist es ja auch wirklich 'n Irrtum. Und wieder auch richtig gesagt, dass die Begründung für solche Sperrungen, wenn man sie überhaupt so nennen kann, ist häufig komplett nichtssagend, ne.
Also das heißt, ne, da hat man langjährige Partnerschaft, Millionen Umsätze und kriegt dann sone Nachricht wie, wir haben ihre ihr Konto gesperrt wegen Verstößen gegen die Richtlinie oder so, ne, gegen die Werberichtlinie. Also wenn ich's weiter spezifiziert oder sonst was, es ist recht schwierig schon an sich eigentlich, ne. Also die die Plattformen müssen eigentlich begründen, warum sie einen sperren, halten sich da aber nicht dran. Und also na häufig jedenfalls nicht. Und ja, wenn das dann so ist, dann ist es eben so, dass, ja, man hat ja auch häufig dann Erfahrungen mit diesen Plattformen, dass da ab und zu mal was schiefgeht, ne, dass dass dass Anzeigen gesperrt werden aus irgendwelche abstrusen Gründen ist ja auch irgendwie Alltag.
Und dann ist dann am häufig dann am Anfang eben noch die Hoffnung da, ja, das ist vielleicht einfach nur 'n Versehen, ne. Und wir fangen dann häufig auch als Anwälte dann manchmal an unter der Prämisse, vielleicht ist das jetzt hier eine 1 ganz kleine Geschichte und wir wir müssen jetzt vielleicht zwar vielleicht sogar 'n Antrag auf einen, 2, Rechtsschutz stellen, aber der dient dann vielleicht eigentlich nur dazu, jemanden zu bekommen von 'nem Unternehmen, der da mal draufguckt und das mal richtig prüft, ne. Und dann, wenn die sich das einmal angeguckt haben, dann werden sie ja sehen, dass dass das irgendwie Quatsch ist. Und das ist auch manchmal dann so, also wie gesagt, also manchmal ist es dann so, dass der Ablauf ist ja so, man stellt den diesen Antrag bei Gericht. Das Gericht schickt das in der Gegenseite.
Die Gegenseite holt ihre Anwälte an Bord und die sprechen dann einmal mit der Rechtsabteilung. Die sagen dann, ja, was ist 'n Narr passiert und ne. Und dann ist einfach, dann sagen die, ja, okay, nee, war 'n Missverständnis, ne. Wunderbar, wenn das so ist, ne. Dann ist ja nix passiert groß, aber dann hat man zumindest nicht riskiert, dass es irgendwie anders läuft, weil das haben wir eben dann auch immer wieder mal, dass man denkt, es ist wahrscheinlich nur son Irrtum.
Und vielleicht hat man mal son kleines Störgefühl, weil es könnte ja mit dem und dem, der in der Richtlinienbestimmung auch zusammenhängen, die für uns 'n Problem ist oder so, aber so richtig 'n Finger drauflegen kann man nicht. Und dann erst im Gerichtsverfahren legt sich dann die Gegenseite, also die die Plattform dann mit ihren Anwälten fest und sagt, nee, das war kein Irrtum, wir wollen euch wirklich nicht mehr sozusagen, ne. Also Richtlinie x y ist tatsächlich so zu verstehen, dass ihr nicht diese Werbung hier machen könnt. Und dass da 80 Prozent eures Umsatzes drunter wegfallen und so und dass wir das die letzten 5 Jahre mit euch gemacht haben, das ist uns alles egal. Und wenn das passiert, dann will man lieber auf der sicheren Seite sein.
Also deswegen, da hast Du natürlich vollkommen recht. Dann möchte man lieber der sein, der dann vor Gericht diesen ein, 2 Gerichtsschutz in Gang gesetzt hat, weil dann wird's auch nicht leicht. Das ist dann 'n ziemlicher Kampf, ne, weil die kann's dir vorstellen, die die Gegenseite ist gut vertreten. Die haben weder Ressourcenprobleme noch schlechte Anwälte. Und die werden's einem dann nicht einfach machen.
Aber da hat man dann eine Fighting Chans. Und ich glaube, wenn man ja vor der Frage steht, ob man sein Unternehmen kampflos hergeben will oder nicht, dann will man lieber überkämpfen. Christopher, ich hab grad mal auf die Uhr gesehen und hoffe, ich bekomme von dir ein Ja. Wir müssen eine 2. Folge machen.
Mindestens. Mindestens. Wärst Du dazu bereit? Na klar. Weil das Thema find ich hochinteressant.
Nur ich guck grade auf die Uhr und denk mir, hä, wo sind denn jetzt die 50 Minuten verschwunden und wir haben ja noch eine Abschlussfrage und so weiter. Das ist ja Wahnsinn. Also also hochinteressant und ich hoffe wirklich, wir machen eine 2. Folge, die kommt dann etwas später im Jahr. Termin machen wir dann im im Nachgang aus.
Aber ich würd jetzt mal sagen, im Zuge der Zeit kommen wir mal zur Abschlussfrage. Mein lieber Christopher, ich hab schon eben grade gesagt, die Zeit verging echt wie im Flug. Ich guck ja immer mal wieder bei meinen Gästen auf die Uhr und denk, holla, die Wallfi, das ging aber schnell. Diesmal ging's aber wirklich schnell, mein lieber Scholli. Als ich's letzte Mal drauf geguckt hab, waren's 15 Minuten und jetzt auf einmal sind's jetzt gerade 52.
Und ich so, hä, wo sind 'n jetzt wo sind 'n die jetzt abgeblieben hier, die 35 Minuten. Deswegen, ich freu mich sehr, dass wir eine 2. Folge machen und vielleicht sogar noch eine 3. Und eine 4. Und die Serie mal wieder aufleben lassen.
Jetzt aber mal sone Frage. Wenn jemand zu dir kommt und sagt, Christopher, ich brauch Hilfe, wurd gesperrt, Umsatz geht mir flöten, bla, bla, bla. Da geht's ja auch immer Geld. Was war denn der kleinste und der größte Betrag, den's bei dir immer mal ging? Ja, spannende Frage.
Also wir sind wir sind keine Verbraucherganzlei, sodass sozusagen den den den normalen Verbraucher, der irgendwie mal über die Stränge schlägt und auf Facebook rumpöbelt, den vertreten wir nicht. Deswegen haben wir da jetzt nicht die ganz kleinen Ansprüche. Wir haben, was wir aber machen und das ist auch aus ideellen Gründen, aber auch aus strategischen Gründen, ist, dass wir manchmal Klagen machen von kleineren NGOs oder Vereinen. Also ein Fall, der der ist auch öffentlich bekannt, haben wir zum Beispiel die Filmwerkstatt in Düsseldorf mal vertreten zusammen mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte, die das so gefördert hat. Und das ist dann so, läuft dann so bei uns unter Pro Bono, also so fürn guten Zweck.
Die waren, die wurden zum Beispiel einfach mal von von Facebook runtergeschmissen ohne einen echten Grund. Und das haben wir mal so durchgefochten. Da ging's nicht wahnsinnig viel, für die Filmwerkstatt war das ärgerlich, aber die hätten jetzt von sich aus nicht unbedingt wahrscheinlich da groß Anwälte beauftragt und und so weiter, ne. Die hat das gestört und die hat das genervt und die fanden das auch aus übergeordneten Gründen schlecht, dass man das machen kann. Soll ich jemanden einfach runterschmeißen, ne.
Aber das ist das ist ja so, das ist ganz spannend, weil dann kann man mal son Verfahren mal durchfechten, wo's wirtschaftlich jetzt nicht wahnsinnig viel ging, wo's aber eben nur die Sache dann geht, auch vielleicht die Rechtsprechung da son bisschen zu prägen. Weil das Problem ist auch, wenn ich den kleinen Schwenk noch machen darf, ich hatte ja vorhin kurz gesagt, also Verbraucher können ja relativ leicht zum Gericht gehen, aber der normale Verbraucher will das ja eigentlich gar nicht. Also ne, wenn ich jetzt auf, wie ich grade meinte, son bisschen polemisch, nicht auf Facebook rumpöbel und Facebook sperrt diesen oder löscht diesen Beitrag wieder oder sperrt mich mal für eine Woche oder so was, das nehmen die meisten Verbraucher einfach hin, ne. Und ne, also im Zweifel, ja, wart ich dann einfach oder ist mir egal oder wie auch was auch immer. Die Einzigen, die dann vor Gericht gehen, sind dann richtige Überzeugungstäter.
Das heißt, ne, das sind dann irgendwelche Rechtsradikalen oder sonst irgendwas, die die dann aus Prinzip dann vor Gericht gehen. Und das ist die Rechtsprechung, die dadurch dann entsteht, ist nicht unbedingt die die Beste, weil man Also generell ist es nicht gut, so mit Schaum vorm Mund vor Gericht zu gehen, auch wenn das natürlich schwerfällt. Aber da fährt man dann noch mal seine seine Anwälte auch, das son bisschen zu filtern. Und oh ja, und man kann sich auch vorstellen, dass jetzt so so diese ganz so extremistischen Randgruppen, sag ich mal, egal in welche Richtung, auch nicht unbedingt die größten Sympathien vor Gericht haben. Das heißt, die Fälle, die dann entschieden werden, sind häufig auch von diesem Sachverhalt geprägt, ne.
Das heißt, die Richter machen kann man dann, Richter kann sich auch nicht oder Richterin kann sich da auch nicht von freimachen. Wer steht da dann vor mir? Und wenn das dann so Leute sind, die dann unbedingt wieder ihren rassistischen Post wieder auf Facebook stehen haben wollen, dann fliegen ihnen nicht die Herzen entgegen, ne. Das ist jetzt, ne, ist eben einfach so Ja, ja, klar. Und genau, deswegen ist es manchmal ganz gut, wenn man dann so wie mit der Filmwerkstatt zum Beispiel dann manchmal so ganz vernünftige Organisationen hat, die die aber genauso von solcher Willkür betroffen sind, die sonst nicht vor Gericht gehen würde und die dann, wo man dann so Fälle macht, die die dann ja, für die nächsten Fälle dann als gute Bredizien herhalten.
Genau. Also das sind sozusagen unsere kleinsten Fälle, aber die strategische Bedeutung haben und und auch ideelle. Und ja, die größten Fälle sind ja, das sind dann Unternehmen, die dann tatsächlich dann monatlich hohe Millionenbeträge an ja, Google Ads zum Beispiel, Spannings haben. Und ja, bei denen dann es dann wirklich was geht, ne. Oder große App Entwickler, die ausm App Store fliegen oder oder Ähnliches.
Also das ist dann richtig im hohen Millionenbereich, wo man sich auch, also wo ich am Anfang ehrlich gesagt auch immer son bisschen geschockt war, dass die auch nicht anders behandelt werden als als ja jedes andere Unternehmen, sag ich mal. Aber im Vergleich zu Google, Meta oder Amazon ist quasi jedes normale Unternehmen, selbst wenn's groß ist, ja, klein, ne und relativ machtlos. Aber trotzdem geht's ja Millionenbeträge oder die monatlich da wirklich Ads in in Millionenbeträge. Und dann guckst Du einmal so in die Dokumente und denkst dir, Leute, soll ich da 'n Komma verrutscht oder was ist hier los, ja? Ja.
Also wirklich, wirklich. Das sollte aber an der Stelle erst mal gewesen sein. Ich muss leider Gottes diesen Hartcut machen. Aber Du kommst zu 1 zweiten Folge wieder und dann geht's weiter hier in dieser Serie, weil ich find das wirklich superinteressant. Und dann werd ich auch mit 'n paar Beispielen auch noch mal die Ecke kommen, die ich jetzt die ganze Zeit schon im Kopf hatte, aber wir einfach nicht dazu gekommen sind, was ich aber dann das nächste Mal mache.
Christopher, vielen lieben Dank für diese Einblicke. Danke, danke, danke. Ja, vielen Dank. Ja, mir hat Spaß gemacht. An meine Hörerinnen und Hörer und an meine Zuschauer, wie sieht's denn bei euch aus da draußen?
Wurdet ihr schon mal von 1 Plattform gesperrt? Wenn ja, warum? Und wie schnell habt ihr reagiert und habt ihr denn euren Account wieder zurückbekommen? Lasst mir doch mal gern eure Meinung zum Thema in einem LinkedIn Kommentar da auf Spotify, auf Podcast Punkt d e oder auf Youtube in der Kommentarspalte oder schreibt mir eine Mail zum Thema unter Kevin at Kevin alleine Marketing Punkt d e. Das war's für heute.
Wir hören uns. Bis zum nächsten Mal.
Veröffentlicht mit CiteCast