Community - mehr als nur ein Buzzword! Mit Tanja Laub. #259
Worum es geht
In Folge #259 spricht der Host mit Tanja Laub über Community-Management und die Frage, was eine echte Community von einem bloßen Buzzword unterscheidet. Tanja teilt ihre Erfahrungen zum strategischen Aufbau und zur Pflege von Communities, geht auf die Wahl der richtigen Plattform ein und erklärt, wie man Mitglieder aktiviert. Zusätzlich gibt es ein Gewinnspiel, bei dem Tanjas Buch über Community-Management verlost wird.
Autor: Kevin allein im Marketing
Zu Gast
Tanja Laub teilt in der Folge ihre Erfahrungen aus dem Community-Management und hat ein Buch zu diesem Thema geschrieben.
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Transkript
Communitys haben wir ja mittlerweile überall. Man weiß aber gar nicht so genau, was ist überhaupt eine Community? Wann ist das Publikum? Wann ist es was anderes? Wir reden da heut mal drüber und zwar in 1 sehr speziellen Weihnachtsfolge.
Ich muss gucken, ob die Mitte passt. Jetzt hier im Podcast. Kevin allein im Marketing. Der Podcast für Werbung, Marketing, Social Media. Ja, die Mütze passt nicht so ganz.
Na ja gut, aber sie steht mir eigentlich relativ gut, auch hier so diese kleine Locke da vorne, ne? Noch mal was ganz Neues. Ja, Community. Die schönste Community fängt ja jetzt gerade an. Und zwar ist es die Weihnachtscommunity, denn alle Leute rennen jetzt wieder quer übern Weihnachtsmarkt und suchen eine Dampfnudel für 7 Euro 50.
Ja, aber wann ist überhaupt eine Community eine Community und wie baut man sie auf? Ich hab da ja schon mal eine Folge gemacht mit Sarah Sunderbrink, aber heute geht's darum noch mal mit Tanja Laub, die auch das Buch Community geschrieben hat. Man hört schon das Handygebümmel im Hintergrund. Tanja, grüß dich. Schön, dass Du heute da bist.
Hi, freu mich total. Wer versucht, mir anzurufen? Ja, ich hab mein Handy sonst immer auf laut los. Ich hab heut Morgen 'n Anruf erwartet und jetzt war das zum ersten Mal in 365 Tagen auf laut. Haben wir direkt wieder abgewürgt.
Und Du erkannte dein Handy am Klingelton? Na ja, hier liegt nur 1, von daher Ach so. War das jetzt nicht so schwierig. Ist jetzt 'n bisschen off topic, aber ich hab irgendwann mal an meinem Handy Klingelton eingestellt. Danach hab ich das Handy auf lautlos gemacht.
Ich hab keine Ahnung, wie mein Klingel tot ist. Ich sag ja, 365 Tage ist das Ding auf lautlos, deswegen war ich grade im ersten Moment verwirrt und dachte, es klingelt bei dir. Nee, nee, ich hab mein Handy, ich bin ja hier im Studio, ich hab mein Handy an meinem Arbeitsplatz sogar gelassen diesmal. In weiser Voraussicht, weil bestimmt bimmelt's dann wieder irgendwie und Kindergarten oder irgendwer ruft an. Aber es ist so schön, dass wir heute hier virtuell zusammen sind und zwar in dieser kleinen Weihnachtskonstellation.
Du hast auch schon dein kleines Weihnachtsmützchen auf. Das Geheimnis darum ja, lösen wir später auf. Jetzt aber erst mal, wer bist Du? Was machst Du? Was führt dich hierher?
Ja, ich bin Tanja und ich beschäftige mich ganz, ganz viel mit Communitys und Community Management. Besser gesagt, schon seit 2006 bin ich in dem Feld unterwegs, also zu 'ner Zeit, als ganz viele mit dem Begriff noch so gar nichts anfangen konnten. Da hab ich meine Ausbildung angefangen. Tja. Oh Gott.
Siehste mal. Ja, und damals hab ich angefangen, mich mit Communitybuilding zu beschäftigen und hab dann auch immer so ganz viele Fragen gekriegt, okay, ist das überhaupt 'n Job und wer bist Du und was machst Du? Ich wollt damals eigentlich so in die Medienbranche und bin dann aber in diesem digitalen Umfeld gelandet und bis heute dem Ganzen treu geblieben. Und genau, jetzt helf ich anderen Communitys aufzubauen und Community Management zu machen und auch zu erklären, was sone Community denn überhaupt ist und was es nicht ist, weil der Begriff wird ja irgendwie überall von jedem und anders verwendet. Ich hab ja schon eingangs gesagt, ich hab jetzt auch eine Folge gemacht mit Sara Sunderbring.
Ich hab auch schon mal Folgen gemacht zu Community Management, aber es verwässert trotzdem bei mir jedes Mal. Irgendwie es ist ist so drin, es verwässert. Das, was ich jetzt auch noch gesagt hab, die ganzen Weihnachtsmärkte, die jetzt gehorchen und flüchten, die Weihnachtscommunity, ist das eine Community oder bin ich da schon wieder komplett aufm Model swech? Wenn man das Ganze sehr, sehr weit fast in der Definition, kannst Du das als Community bezeichnen? Also die einfachste Definition ist, Leute mit 'nem gemeinsamen Interesse.
Und es gibt ja Communitys, die sich einfach ergeben, weil man sich 'ner Community zugehörig fühlt. So, die Swifties sind da das beste Beispiel dafür. Das hat die Sarah auch gesagt in der Aufzeichnung. Ja. Die Swifties, daraufhin kam ein Witz von mir, ne.
Du weißt ja, ne. Taylor wischt nicht, sie ist Swift. Ich ich kann zu Taylor Swift gar nicht viel sagen, weil ich es ist nicht meine Musik, von daher, ich hab sie tatsächlich mir letztes Jahr einmal aktiv angehört, damit ich mitreden kann. Aber ich find es total cool, was sie macht. Also was man so von ihren Shows sieht und vor allen Dingen natürlich, was im Bereich Communitys abgeht, wie ihre ganzen Fans wirklich die Presets machen, wie die die Outfits aufeinander abstimmen.
Also was sich da wirklich fürn Momentum und fürn Movement auch gebildet hat. Und sie lädt ja wohl auch Fans ein, die neue Lieder vorab hören können und solche Sachen. Und solche Sachen oder eine Wissenschaftscommunity, eine Weihnachtscommunity, das entsteht einfach, weil man sich etwas zugehörig fühlt, weil man dieses Communitygefühl hat. Und das ist mir aber in der Definition etwas zu weit gefasst, grade wenn man als Organisation, als Unternehmen, NGO hingehen will und eine eigene Community gründen will, dann reicht es nicht, einfach nur 'n gemeinsames Interesse an was zu haben. Deswegen ist meine Definition da schon etwas enger im Sinne von, dass Du 'n starkes gemeinsames Interesse hast.
Also was ist etwas, das dich nicht nur interessiert, sondern wo Du deine Zeit aktiv mit einbringst? Etwas, wo Du dich on- oder offline dauerhaft mit anderen Menschen triffst und wo man 'nem gemeinsamen Ziel, 'ner gemeinsamen Vision folgt. Das heißt, man will gemeinsam etwas erreichen. Ob es das jetzt ist, dass man die eigene Karriere voranbringen will oder dass man eine Gesetzesänderung bewirken will. Aber es reicht nicht nur, irgendwo 'n Interesse zu haben, sondern ich muss mich dauerhaft zusammen mit anderen für dieses Ziel engagieren.
Und das ist meine Definition von 'ner Community. Da wie gesagt, sind auch ganz viele, die bezeichnen einfach neuere Fans und Follower als ihre Community und. Und das ist mir aber dann doch zu weit und zu breit, da wirklich strategisch gut was aufbauen zu können. Ja, das machen ja auch die ganzen Influencer, ne. Die sagen ja, das ist meine Community, weil sie alle mein Parfüm kaufen und jetzt bei REWE sogar die Aufsteller mit mit klauen, was auch immer, ja.
Bei dem einem Influencer, den ich echt irgendwie nicht leiden kann, aber ist in Ordnung. Ist nur 'n privates Empfinden. Oder die die nehmen die ja alle mit, ne. Ihr kommt jetzt mit hier zu meiner Brustverkleinerungs OP. Ja, hier ich nehme euch mit und stelle noch die Kamera auf, könnt ihr alles live mitverfolgen, am besten noch kommentieren, was weiß ich.
Was das mit Community zu tun hat, ich weiß es ehrlich gesagt dann auch nicht, weil das sind Fans, Follower oder I don't know, ja irgendwas. Aber Community klingt halt in dem Moment cooler als Begriff, ne. Es wird mehr gehypt, von daher nehmen wir halt alle den Begriff Community, Aber Sache ist halt die, wenn der Influencer irgendwann mal aufhört und nicht mehr da ist, dann ist auch die Community weg. Aber sone Community Idee besteht ja eigentlich weiter, auch wenn die Person, die sie gegründet hat und erschaffen hat, weg ist. Also eine Community lebt auch dann, wenn das Unternehmen oder die Organisation nicht mehr da ist, sondern die lebt von dem Austausch und dem Gedanken, den die Mitglieder miteinander und untereinander haben.
Gut, das hättest Du bei Taylor Swift beispielsweise dann schon, weil die Musik, auch wenn der Interpret nicht mehr da ist, hättest Du ja trotzdem die Musikstücke, so ähnlich ist es ja bei Elvis oder bei whatever. Genau. Das ist sone ganze Elvis Community. Die meint der Mann, der lebt ja schon seit ewigen 3 Tagen nicht mehr, aber Doublemat durch Bad Homburg, ja. Also ich mein, ich wohn nicht weit weg von Bad Homburg, ja, also da ist ja alles da richtig Alarm.
Ja, und die erinnern sich ja dann auch noch dran, hey, das haben wir damals auf dem Konzert erlebt, ne. Das haben wir da gemacht und die kennen sich ja auch alle untereinander. Und das ist das absolute Gemeinschaftsgefühl. Und das, was die miteinander bewegen, was die machen, also durch die Welt reisen, sich dafür einsetzen, Spendenaktionen, all das ist es, was man ja auch mit 'ner Community bewirken will. Ja, das ist all das ist es, was man ja auch mit 'ner Community bewirken will.
Ist das dann mal aktuell gefragt, die TCC, wo Du auch warst in Osnabrück, wo ich leider Gottes nicht war und ich jetzt FOMO krieg bis zum Anschlag, ist das dann laut deiner Definition dann eine Community, die einhundert Verrückten plus die Mutti da ein zu kärchern und zu sagen, so, jetzt sind wir hier mal alle beisammen. Ist das in in 1 Community in deinem in deinem Sinne? Also das Netz wird heut ganz schön geflutet. Es war ziemlich cool letzte Woche, also Froho wird fertig, ja. Mhm.
Toll. Sagen wir so, ein Treffen einmal im Jahr macht noch keine Community. Was aber die Community macht, ist, wenn wir jetzt dauerhaft uns über das Jahr auch austauschen, ne, und darüber reden, hey, welches Posting hat bei dir denn gut funktioniert? Und was sind deine Zeiten? Oder ne, welche Kniffe, welche Erfahrungen hast Du im Moment?
Also wenn wir uns jetzt nicht nur einmal im Jahr auf diesem Event sehen, sondern uns über das Jahr verteilt auch miteinander austauschen, gegenseitig voneinander lernen und lehren, sodass ne, einmal hilft die eine Person, dann hilft die andere Person. Und wir alle haben etwas davon und nehmen etwas von uns mit. Ja. Also bist Du nicht in der Whatsapp Gruppe? Doch, ich bin in der Whatsapp Gruppe.
Ah, gut. Also es gibt ja nie mit dabei. Auch erst, ja, ja, genau. Und es gibt ja für jedes Moment eine neue und die hier ist ja auch erst 'n paar Wochen alt. Von daher wird sich das jetzt zeigen, wie sich das entwickelt, ob die dann irgendwann Ach so, aber Du bist nicht in der allgemeinen in der allgemeinen Whatsapp Gruppe, da bist Du nicht drin, sondern in der event bezogenen Gruppe.
Ich weiß Petra Petra Bernhard Petra, wenn Du's hörst, liebe liebe Grüße, ja. Ich hoffe, ich bin dann nächstes Jahr wieder mit dabei. Dieses Jahr wollt's leider nicht. Und kennst Du mich bitte in der anderen Whatsapp Gruppe hinzufügen? Dankeschön.
Da musst Du mir deine Handynummer schicken. Ich meinte Petra. Aber So Petra. Ich sag ihr Bescheid, sie möge dich bitte hinzufügen. Das mache ich nachher.
Schreib in Whatsapp. Dann bist Du auch in dem Allgemeinen, da sind ja alle drin, auch die, die nicht dabei waren. Ah ja. Also das ist dann wirklich dann schon eine Community, weil wir helfen uns da auch in der Gruppe, ja. Wir wir gucken, dass wir uns sogar auf bei LinkedIn Posts bei wirklich welchen, die relevant sind oder die Relevanz haben, dass wir uns da gegenseitig pushen, gegenseitig unterstützen, aber auch wenn jemand eine Frage hat, ja, wird da aktiv interagiert, gemacht, getan und geholfen?
Ja, also das haben wir dann schon. Aber da sage ich Petra Bescheid. Super. Sobald die Folge, wenn die Folge hier raus ist, dann bist Du schon längst drin. Perfekt.
Ich zähl Was hat dich denn dann eigentlich dazu bewogen, einen 600 Seitenklopper über Amazon dann rauszuhauen? Ja, gute Frage. Hab das Buch tatsächlich seit 10 Jahren im Kopf, weil Ach so. Es gibt, ja, ja, aber es war halt im Kopf und nicht auf Papier. Und es gibt so viele und gute Englischliteratur, aber auf dem deutschen Markt ist nicht wirklich viel verfügbar.
Und das, was verfügbar ist, ist zum Teil schon sehr, sehr alt unten die Jahre gekommen, ne. Und von daher hab ich da sehr lange dran überlegt, wenn eine Freundin mir aber nicht irgendwann, ja, nicht die Hand auf die Schulter gelegt hätte, sondern eher so den Schuh irgendwo hingetreten hätte, hätte ich das Buch wahrscheinlich nie geschrieben. Aber die meinte so, Tanja, das bleibt jetzt nicht nur im Kopf, sondern Du musst mal hingehen und schreibst jetzt dieses Buch. Und da ich's im Selbstverlag gemacht hab, hab ich dann zuerst 'n Einsteigerleitfaden geschrieben, mal son bisschen auszutesten, wie geht das Ganze, wie mach ich das Ganze? Das waren dann so knackige 80 Seiten, das war 'n bisschen schneller als die 600.
Und ja, dann hab ich mich drangemacht und hab zusammen mit 36 Gastautorinnen die 600 Seiten quer über, wie bau ich eine Community auf? Wie moderiere ich sie? Wie entwickle ich eine Strategie? Wie suche ich eine Plattform? Wie aktiviere ich die Nutzer?
Und natürlich in Zeiten von heute ein eigenes Kapitel über KI geschrieben. Unfassbar. 600 Seiten, 36 Gastautorinnen und Autoren. Das muss man auch erst mal irgendwo händeln. Auch nicht schlecht, weil dadurch, dass Du ja im Selbstverlag das gemacht hast, also für die, die es nicht wissen.
Wenn Du einen Verlag hast, Rheinberg Springer scheißegal, hast Du ja irgendwann eine Deadline. Die hast Du ja nicht im Selbstverlag, sondern na ja, machen wir eine Woche später, machen wir eine Woche später, machen wir eine Woche später. Hast Du dann den Leuten son bisschen mal 'n Absatz wo hingetreten, zu sagen, hey Leute, ich will das Buch dann und dann rausbringen. Wär mal schön, wenn dein Artikel fertig ist? Nee, das ging tatsächlich.
Also die waren alle sehr, sehr diszipliniert. Ich muss sagen, ich war mit der Deadline mir gegenüber eher so die härteste Kritikerin. Ah okay. Kenn ich. Ich wollte es eigentlich schon früher rausbringen und hatte dann irgendwann mal so das Ansinnen, okay, ich drück das jetzt innerhalb von 2 Wochen durch.
Und hab dann irgendwann gemerkt, okay, das geht nicht und das bringt's nicht und hab mir dann tatsächlich noch mal 'n paar Monate Zeit genommen, was auch gut war. Hab's in der Zeit fast noch mal neu geschrieben und bin jetzt aber auch wirklich happy damit Und es ist alles drin, was ich vorher in meinen 5000000 Notizen hatte. Und dadurch hat's dann 'n bisschen länger gedauert, wobei ich mit anderthalb Jahren immer noch sehr happy bin. Ich weiß nicht, wie oft ich zwischendurch an die Wand klatschen wollte. Aber Ich mein, jetzt mittlerweile, also 600 Seiten, ich hab mir das Buch ja auch gekauft.
Wenn Du das jetzt an die Wand klatschen willst, hast Du 'n Loch drin. Sagen wir mal so. Ja. Ne, schon ist schon 'n Wälzer. Also das 1., was ich immer gefragt werde, ist, oh, willst Du jemanden erschlagen?
Ja, das ist so, der hat das hat Gewicht. Das Buch hat hat richtig also Respekt. Ja, aber das finde ich auch gut, weil Community Management wird immer so unterschätzt und immer so ne, hey, ach, das ist ja nur 'n paar Kommentare in diesem Internet schreiben oder 'n bisschen Spam löschen und das kann ja jemand so mit 5 Prozent im Nebenjob machen. Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, hey, Communitymanagement, was ist das? Und Communitys aufbauen braucht ja niemand, kann ja jeder, dann kann man wirklich so einmal schön.
Kann man schön da. Mit Fakten und Daten untermauern. Mit ZDF, also Zahlen, Daten, Fakten. Aber noch mal anders gefragt, wie wie ist denn das eigentlich, wenn ich eine Community aufbauen möchte? Ich kann mir das im B2C, wenn ich jetzt irgendwie 'n Produkt hab und will das in die breite Masse tragen, kann ich mir das ja noch irgendwo im Kopf herleiten, wie mache ich das, wie moderiere ich das et cetera pp.
Bei B2B finde ich, ist das irgendwo schwerer oder ist das eigentlich dann aus deiner Perspektive her scheißegal, ob ich jetzt eine B2C oder eine B2B Community aufbaue, weil irgendwo sind die Themen dann die gleichen, die Herausforderungen sind dieselben. Moderation muss man ausgestalten, Interaktion muss man ausgestalten, Plattform muss man wählen et cetera, et cetera, et cetera. Die Grundbasis ist die gleiche, egal ob Du B2CB2B oder nachintern gehst, also zu den Mitarbeitenden und die miteinander verbindest. Was sich ändert, ist die Plattform und was sich ändert, ist die Tonalität und Ansprache. Mhm.
Aber auch im B2B, Du sprichst ja nicht mit 'nem Unternehmen, sondern Du sprichst mit einzelnen Menschen in diesem Unternehmen. Und das ist das, was in der B2B Ansprache auch super falsch gemacht wird, weil die Leute einfach nur 'n Unternehmen im Kopf haben anstatt die konkrete Einzelperson. Und dadurch ist es so wichtig, dann zu gucken, okay, auf welchen Plattformen sind wir unterwegs? B2B ist halt eher LinkedIn statt Facebook oder eigene Plattform. Und da muss man sich dann auch überlegen, okay, mach ich eine Community im B2B für alle?
Will ich irgendwie das Unternehmen als SORG Leader positionieren? Oder und das machen auch einige meiner Kunden, die haben eine Community dann wirklich nur für ihre eigenen Kunden. Das heißt, das ist wirklich exklusiv und nur wer Kunde des Unternehmens ist, darf da rein und sich dann wirklich über die Herausforderung austauschen. Und die Ansprache Tonalität ist immer noch son bisschen anders vom Austausch her. Aber auch da gilt bitte nicht per sie, sondern schon gucken, dass man grad 'ner Community auf Augenhöhe miteinander ist und sich auf Du dann austauscht, was ja in Deutschland teilweise immer noch 'n Thema ist, was ich schwierig finde.
Ja, das ist irgendwie, weiß ich nicht, auch son bisschen Gewohnheitssache, glaube ich, ne. Ich bin auch so erzogen worden, ne. Mach mal alles Wenn jemand älter ist als Du, mach ihn per Sie. Jetzt werde ich bei 36. Genau.
Es wird schwieriger. Es wird schwieriger. Aber ich bin jetzt mittlerweile auch in diesem geschäftlichen Du gerade auf LinkedIn, da sieht sich eigentlich niemanden mehr, sondern bin eigentlich nur noch im im Du. Ich mache aber noch immer so in Klammern, hey, XYZ. Ich hoffe, das Business Du hier auf der Plattform ist in Ordnung, Klammer zu.
Bin da immer noch vorsichtig, aber bisher hat noch nie jemand was gesagt. Aber wenn Du sagst, Beispiel jetzt mal Plattform auswählen. Für mich ist eine Community eigentlich immer nur, Du gehst eine Plattform wie Schol, Flenski oder was es da alles gibt mittlerweile, aber die ganz normalen Facebook Gruppen sind ja eigentlich auch Communities. Klar. Wo sind denn die meisten Communities mittlerweile drin?
Ist es die Whatsapp Gruppe jetzt oder sagst Du, nee, es sollte immer ein, gerade im B2B vielleicht 'n geschützter Bereich sein, à la school oder was Eigengeklöppeltes oder was kann es sein und was kann es nicht sein? Also im besten Fall ist eine Community immer hybrid. Du hast Anteile von persönlichem Austausch vor Ort, ne, wie wir das jetzt grade letzte Woche mit der TCC hatten. Man trifft sich vor Ort an einem Tag, das oder das können 'n Stammtisch oder whatever sein. Und es gibt 'n digitalen Anteil.
Und dann ist die Frage, wo findet der Hauptaustauschort statt? Ist der Hauptaustauschort, zum Beispiel grad bei regionalen Communities, da hab ich die Stammtische, die finden einmal im Monat statt. Und das Digitale ist quasi nur das Beiwerk rundherum, damit ich weiß, wann und wo man sich trifft und was es aufm letzten Event zu besprechen gab und woran ich denken muss. Oder Du hast eine digitale Community und dann ist die Frage, bist Du 'nem sozialen Netzwerk? Da aber bitte in Gruppen und nicht irgendwelche Seiten, wo Du nur beschalst und dann das Publikum erreichst.
Und da hast Du halt eine große Reichweite und die den Leuten wird es quasi direkt zugespült, aber Du musst natürlich auch im Algorithmus irgendwie vorkommen. Oder Du hast deinen Hauptaustauschort auf 1 eigenen digitalen Plattform. Da ist aber dann die Hürde, dass die Leute sich extra bei dir registrieren müssen und immer wiederkommen müssen. Aber ganz abhängig von deiner Community, an wen Du dich richtest, welche Vorlieben die haben und wie Du dich orientierst, so kommt es auch drauf an, wie und wo Du eine Community machst. Whatsapp, ja, wird immer so als riesen Communititool verkauft, ist für mich eher so 'n Beiwerk, rein über Whatsapp eine Community aufzubauen ist schwierig, weil Du nicht gut eine Wissensdatenbank zum Beispiel aufziehen kannst und nicht gut alte Themen nachrecherchieren kannst.
Ich bin tatsächlich Fan von so diesen alten, klassischen Foren, wo Du und von Wikis, wo man sagen kann, okay, das ist unser gesammeltes Wissen Und hier können wir zum Thema x sprechen, hier können wir zum Thema y sprechen und hier geht's zum Thema z, sodass die Themen wirklich auch und man da tief eintauchen kann. Aber auch hier wieder sehr abhängig vom Thema deiner Community. Eine Interessenscommunity funktioniert ganz anders als eine Community of Practice, wo sich grade Fachverantwortliche austauschen. Und Communities sind so vielfältig und so unterschiedlich, dass es da gar nicht so all gibt, sondern man muss wirklich genau gucken, okay, was passt für meine Community und wie kann ich die Bedürfnisse von meinen Mitgliedern erfüllen? Ich bin ja auch in 'n paar Communities drin, die sind auf auf auf Discord.
Bei Slack war ich auch mal, aber Slack habe ich mittlerweile wieder gelöscht. Bin jetzt ganz aktuell in 1 Podcaster Community auf Skoal. Bin auch irgendwie jetzt reingerutscht, warum auch immer. Also es ist schon interessant, aber ich bin halt so der Mensch, irgendwie interagiere ich nicht so damit, weil ich nicht so ganz viel Zeit hab momentan, aber das soll sich hoffentlich bald mal wieder ändern. Wie baut man denn dann eigentlich sone Community auf?
Wie schwer ist es denn mittlerweile? Wie lange brauchst Du, deine deinen Kunden zu sagen, so, jetzt haben wir eine Community geschafft? Also Du solltest dir mindestens ein, 2 Monate Zeit nehmen, wirklich deine Strategie mal zu entwickeln und zu wissen, wo willst Du hin? Was Du überhaupt, wen willst Du da hin? Also was willst Du mit der Community überhaupt dann erreichen, ne?
Was sind die Ziele der Community, was soll sie machen? Genau und ist eine Community überhaupt die richtige Lösung? Also nicht immer für jedes Ziel ist eine Community die beste Lösung. Und auch wenn ich Unternehmen berate im Aufbau von Communitys, rat ich nicht immer zu 'ner Community. Es muss schon Sinn machen.
Macht nicht Sinn, wenn Du da reininvestierst und hinterher funktioniert's nicht. Und dann so 3 bis 6 Monate für die Startphase, für den Softlaunch, für die Kerngruppe, die Grundlagen zu legen. Ja, das ist so das, womit ich im Minimum rechnen würde und wirklich leben, aktiv, die meisten Ergebnisse und das hört jetzt niemand gerne, das hast Du dann so nach 2 Jahren. Nach 2 Jahren? Also wir sind da im langfristigen Game.
Du hast vorher natürlich auch schon, ne, Ergebnisse und Dinge. Eine Freundin von mir, Kirsten Warner aus Holland, die vergleicht das immer total cool mit 'nem Apfelbaum. Zuerst bildet sich das Wurzelwerk und der Baum wächst, Der spendet dir zwar schon Schatten in diesen ersten Jahren und Du hast etwas davon, aber bis die ersten Früchte dann wirklich wachsen, ne, das dauert halt seine Zeit. Dazu muss das Wurzelwerk halt zuerst mal und der Baum gestärkt und gekräftigt werden. Und mit den Jahren werden dann diese Äpfel immer süßer und immer besser und genauso ist es halt auch mit deiner Community.
Interessant. Ich stell mir sowas immer ja bildlich vor, aber so was macht auch durchaus Sinn dann am Ende. Du musst aber halt auch dranbleiben und die Community in dem Zeitraum hegen und pflegen oder halt dem Baum Wasser geben oder whatever, ja auch mal vielleicht 'n bisschen was abschnibbeln, ja. Absolut. Und wieder neue Äste nachwachsen et cetera pp.
Weil ansonsten verliert sich das ganz schnell. Also wie viel Communitys gibt's denn mittlerweile, die aufgebaut wurden, weil ich mach mal Community und dann haben wir was und jetzt liegen die Dinger. Ich hab nie gezählt und ich glaube, so was könnte ich gar nicht zählen. Ich glaub, da wird irgendwann mein Zahlenschatz aufhören. Weil das Problem ist ja auch immer so, dass, ach ja, wir stellen mal eine Plattform hin, weil Community, das geht ja von alleine und die Mitglieder machen schon.
Nee, machen nicht. Du musst das schon moderieren, ne, als Unternehmen oder als I don't know, ja, als Community Manager. Du musst da schon, weiß gar nicht, was muss man sich denn da ausdenken? Also nicht nur jetzt Gewinnspiele, sondern vielleicht auch eine Umfrage oder ich lenke, macht mir mal mit bei neuem Produkt, Produktfindungsprozess et cetera pp, oder? Ja genau, also je nachdem, was im Fokus zu 'ner Community steht und Du musst natürlich auch neue Mitglieder in der Community willkommen heißen, ne, son Onboarding Onboarding Maßnahmen.
Wie kommt jemand in die Community rein? Wenn ich irgendwo reinkomme in son Raum mit 100 Leuten und da niemanden kenne und gar nicht weiß, was da los ist, dann mach ich wahrscheinlich auf der Hacke wieder Kehrt und geh woanders hin, anstatt mich in dieser Community einzubringen. Wenn ich aber jemand hab, der mich an die Hand nimmt und sagt, hey, guck mal, Tanja, das sind die Leute, mit denen kannst Du dich austauschen, mit denen kannst Du darüber sprechen, die haben auch dein Thema, dann fällt das mir viel, viel leichter. Und Du musst halt die Leute aktivieren und motivieren. Deswegen ist es so wichtig, zuerst mal zu wissen, was sind so die Motivationsfaktoren?
Was treibt die Mitglieder an, sich wirklich genau bei dir in der Community einzubringen? Und Du hast vorhin gesagt, Du bist in ganz vielen, aber wirklich aktiv in der Community kannst Du vielleicht maximal 2 oder 3 sein. Bei den anderen bist Du eher passiv und das ist ja okay, wenn das für dich reicht. Aber dich wirklich aktiv in Communitys einzubringen, das kannst Du gar nicht in 10 oder 20. So viel Zeit hat keiner von uns.
Du verlierst ja dann auch relativ schnell den Überblick. Also also mir also mir zumindest geht es so, ja. Nur weil ich jetzt irgendwo in der Community bin, wie gesagt, ich war auf 'nem Discord und war auf einmal in 5 Discord Servern. Da hast Du da so eher eine Plattform und dann kannst Du ja immer switchen et cetera. Dann bist Du hier, dann bist Du da, bist Du trallala.
Du kommst ja gar nicht mehr hinterher. Und irgendwann weißt Du dann auch nicht mehr, was ist überhaupt Sache und dann verlierst Du dann irgendwie vielleicht das Interesse, weil Du hast keinen Bock, die 50 Nachrichten zu lesen. Mittlerweile kannst es dir zwar KI gestützt zusammenfassen lassen, aber das gab's halt vor 2 Jahren noch nicht. Jo Und dann überhaupt, was willst was was was willst Du machen, ja? Oder wie kannst Du diese Community als Teilnehmer überhaupt ja bereichern?
Wie kannst Du dein Wissen da auch preisgeben? Ich mein, ich sag zwar immer hier, zu helfen, aber wenn ich nicht helfen kann, bevor ich irgend 'n Mist schreibe, dann sage ich halt einfach gar nix. Ja, eine Community muss vor allen Dingen erlebbar sein, ne. Ich kann ja hundertmal erzählen, wie toll die Community ist. Du wirst es nicht glauben, bis Du es nicht selbst erlebt hast.
Ja, wenn Du nicht beim TTT warst, warst Du halt nicht dabei. So quasi, ne? Ja, ja. Und ich kann dir und Du warst halt jetzt vorher schon mal bei einem dieser Events, von daher kannst Du es nachvollziehen. Aber ich kann dir zum Beispiel hundertmal erzählen, wie toll eine Blumenwiese ist, wenn Du noch nie selbst durch eine Blumenwiese am besten barfuß gelaufen bist und die Blumen auch gerochen hast und dich da reingelegt hast, Du kannst es einfach nicht nachfühlen, weil Du es nie erlebt hast.
Und genauso ist es mit den Communitys. Du musst erleben, was dir bringt, wenn Du plötzlich unter Gleichgesinnten bist, mit Leuten, die deine Sprache sprechen. Die sich nicht wundern, wenn Du mit 3 Endgeräten gleichzeitig irgendwie grade online bist und irgendwelche komischen Fachbegriffe von dir gibst. Und diesen Zusammenhalt zu merken und eine Frage zu stellen und direkt eine Antwort zu kriegen für das, so wie Du es brauchst, ohne dass Du hundertmal gegoogelt hast oder dir ja 50 Videos angeguckt hast. Und wenn Du diese Aha Erlebnisse hast und da ist es egal, auf welcher Ebene es ist, egal ob es die beste Spaghetti Bologognetes oder Führungskräfteentwicklung geht oder die eigene Karriere oder die KI Weiterbildung, diese Aha Momente brauchst Du, damit Du die Leute wirklich von der Community begeistern kannst.
Ja, das stimmt allerdings. Das stimmt. Hast Du denn eigentlich auch schon bei dir Also wenn jetzt jemand Die Leute kommen ja zu dir und sagen, ey Tanja, ich will eine Community aufbauen. Hilf mir mal. Dann machst Du ja hast Du ja schon gesagt, 2 Monate Strategie, dann Aufbau machen, tun, wo willst Du hin?
Plattform auswählen, wo ist überhaupt die Zielgruppe, wo ist die aktiv da rein et cetera pp. Gibt's aber auch Kunden oder potenzielle Kunden, die sagen, hey Tanja, ich hab das aufgebaut. Ich hab das alles gemacht. Das Ding droht aber geradezu scheitern. Kannst Du mir helfen?
Geht so was? Oder kann machst Du das? Ja, mach ich. Also das sind tatsächlich die 2 häufigsten Anrufe, die ich krieg. Entweder Leute, die am Anfang stehen und sagen, ne, hey, wir würden gerne, was muss ich tun?
Oder die, die sagen, hey, wir haben eine Community, die ist toll. Die Plattform ist toll. Die Strategie ist toll. Wir haben 'n Community Manager. Aber die Nutzer, die machen nix.
Die sind alle nur passiv, da bringt keiner sich ein. Wir müssen das alle machen. Hilf uns mal, die Nutzer zu aktivieren. Und das sind so die beiden Hauptfälle, wann ich ins Spiel komme. Aber wann wann also wie aktivierst 'n die?
Also wenn Du eine also wenn Du dir, wenn schon alles steht, alles da ist, alles top. So die Leute sind alle passiv, was weiß ich, da sind irgendwie 300 Leute drin in dem Online jetzt mal, ne. So, die Leute, die Community Manager, die Klöppeln sich da 'n Wolf, machen irgendwie, was weiß ich was, ne, Umfrage, Gewinnspielaktion, macht mit bei unserem neuen Produktgedöns, hier habt da irgendwie keine Ahnung Pixel Superfans, ja, testet das neue Pixel 5 Wochen vor allen anderen. Sag mir mal die Erfahrung et cetera pp. Es macht aber keiner irgendetwas.
Was was also was was was rätst Du den Leuten denn da? Also meistens ist es 1 von 2 Fehlern. Entweder ist es so, dass entweder die Themen oder die Zielgruppe viel zu weit gefasst sind im Sinne von, wir sprechen mal alle an, alle, die mit Thema XYZ zu tun haben. Aber wenn Du vom Thema oder der Zielgruppe zu breit bist, dann hast Du nicht mehr diesen Sweet Spot, wo die Leute sich wirklich austauschen wollen, weil Du dann austauschbar bist. Und Du musst wirklich diese engen Grenzen setzen, damit Leute sich austauschen wollen und etwas bei dir finden, was sie nirgendwo anders finden.
Also wenn Du alle ansprichst, sprichst Du halt niemanden an. Deswegen musst Du finden, okay, was sind deine engen Grenzen? Wo machst Du Abstriche und sagst, okay, ihr seid nicht meine Zielgruppe, sondern das hier ist es. Und da wird halt meistens viel zu breit und viel zu weit gedacht. Und das 2.
Ist, wo wir vorhin schon drüber gesprochen haben, dass die Leute ihre Community mit 'nem Publikum verwechseln. Die haben 'n Publikum, die haben etwas, das eigentlich nur bescheid werden will, reden aber von ihrer Community. Und dann muss man zuerst mal rausfinden und separieren, okay, was wollt ihr denn überhaupt? Weil beides ist fein, aber es sind unterschiedliche Strategien und es ist halt auch eine unterschiedliche Erwartungshaltung dahinter. Und wenn man weiß, wo man hinwill, dann kann man auch gucken, okay, der Part ist euer Publikum und aus diesem Publikum kreieren wir jetzt eine Community.
Die ist dann meistens kleiner, aber die ist viel, viel fokussierter. Und das sind die Leute, die sich wirklich aktiv einbringen, die sich engagieren wollen und die dann quasi mit ihren Themen das Publikum beschallen. Okay, das heißt, Du machst dann Sag mal, ich bleib mal bei dem Beispiel mit den 300 Leuten, die online auf der Plattform sind, da passiert nichts. Du nimmst dir von diesen 300 Leuten per I don't know Umfrage oder whatever Zugang et cetera pp Leute raus, die halt quasi mitmoderieren, Co Moderatoren sind und dann zusammen mit dem Community Manager in hoffentlich enger Abstimmung das Publikum bespielt und sich dann untereinander austauschen. Verstehe ich das gerade so richtig?
Das wäre ein Weg, genau. Eine Kerngruppe zu bilden und zu gucken, okay, wer sind denn die Leute, die wirklich eine Community aufbauen wollen, die sich engagieren und einbringen wollen? Und die mal zusammenzubringen, mit denen zu sprechen, was sind eure Bedürfnisse, was wollt ihr, warum bringt ihr euch hier ein, Ne, zu schauen, was motiviert die? Und mit denen zusammen das denn zu entwickeln und die als Community zu formen, das heißt, die müssen sich untereinander auch kennenlernen und die müssen sich miteinander austauschen, damit die dann das Publikum beschallen. Wie lange oder ist so was von Erfolg gekrönt oder wie lange dauert so was, quasi das grade eben mal auszuklamüsern, was wir da besprochen haben?
Ja, das ist von Erfolg gekrönt. Man muss da manchmal 'n paar radikale Einschnitte machen, aber deswegen bin ich ja auch zu Beginn da und ich sag immer, ich bin diejenige, die dir unangenehmen Fragen stellt. Das ist das Gute, wenn man von außen in Unternehmen reinkommt. Ich kann immer Fragen stellen, die entweder intern man schon abgetan hat oder die man sich nicht stellen will. Und die bring ich dann so von der Seitenlinie rein, da wirklich fokussiert zu werden.
Und dann geht man das nach und nach an, aber im besten Falle ohne Leuten auf die Füße zu treten und ohne irgendjemanden abzuhängen. Sondern zu sagen, ne, hey, pass auf, das hier, wer sich einbringen will, kann sich einbringen. Und wer sich nicht einbringen will, der kriegt trotzdem weiterhin alle Themen mit und ist dann halt zukünftig im erweiterten Part. Hast Du aber auch schon mal sowas erlebt, aller kommt jemand auf dich zu? Sagt er, Tanja, hilf mir mal.
Also Community hier droht zu scheitern und alles ist top, alles ist toll, die legen dir alles hin, ne. Strategie, das das, was sie gemacht haben et cetera, baby. Und Du kannst eigentlich nichts anderes sagen als, oh Leute, lass doch einfach mal sein. Wer ist denn da das? Ich hab Leuten auch schon geraten, die Community zu schließen und das dann wirklich aber auch mit 'nem Abschluss zu zelebrieren.
Also nicht einfach auslaufen zu lassen, sondern hinzugehen und zu sagen, hey, das war eine tolle Zeit, zurückzublicken, das haben wir alles erreicht. Und dann quasi die eine zu schließen und dann an anderer Stelle wieder neu anzufangen mit neuen Leuten, neuen Thema, neuer Überschrift, sodass niemand sich irgendwie ausgeschlossen fühlt oder ne, denkt, oh, das hier ist gescheitert, sondern alle sind mit 'nem guten Gefühl raus und diejenigen, die weitermachen wollten, haben dann neu gestartet. Hab ich auch schon gemacht, ja. Du erinnerst mich gerade an was. Das ist jetzt auch schon wieder, lass mich mal überlegen.
15, 16, 17 Jahre hier I don't know. Ich war bei der Sparkasse Darmstadt damals Kunde und die hatten ein Programm, das hieß, ich weiß schon gar nicht mehr wie Sparkassen, Inside, I don't know, irgendwas, Publikum, nee, Kunde Kundenforum. Nee. Sparkassenkundenforum, glaube ich, heißt das. Und da habe ich mich mit rein registrieren lassen und dann war ich da drin zusammen mit 20 oder so anderen.
Wir durften Produkte testen. Wir durften den Onlinezugang, das war damals ganz neu, Onlinezugang, wow, durften wir testen. Wir haben dann auch immer so so so so Fragebögen gekriegt, ne, hat dir das gefallen? Passt das? Wir haben auch immer so Demozugänge gekriegt.
Zu Weihnachten gab's dann, den habe ich sogar noch zu Hause, einen USB Stick in Form 1 Goldbarren. Und das hat sich aber nach, Du durftest auch nur 3 Jahre drin sein, danach bist Du rausgeflogen und konntest auch nicht mehr rein. Das haben die aber wirklich nach 3 Jahren auch wieder eingestellt. Aber ich weiß nicht mehr warum beziehungsweise haben sie es nie gesagt. Aber war ich dann damals eigentlich auch aktiver Teil?
Heutiger Sicht wär das eine Community, oder? Ja, absolut. Die Lufthansa hat so was zum Beispiel für ihre Vierflieger. Ernsthaft? Ja.
Über was tauschen die sich denn aus? Hey, ich war heute in Dubai und Du so? Nee, auch sone Produkttester Community, die haben zum Beispiel für die SWISS das 1. Klasse Kit, dass man da wohl immer Geschenke kriegt. Ich kann nicht mitreden, weil ich das Kit nicht kenne und nicht 1.
Klasse geflogen bin bisher. Aber ich kenn die Community gut, weil ich geholfen hab, die mit aufzubauen. Und die haben mit ihren Vielfliegern genau dieses Kit entwickelt. Also ne, was wünscht ihr euch in sonem Kit? Wie soll es aussehen?
Was braucht es alles? Die haben dann verschiedene zur Auswahl nach Hause geschickt gekriegt. Die haben sich getroffen und darüber ausgetauscht. Die testen Flugsitze aus, ja. Die testen Flugsitze aus?
Ja. Wenn dann alle nach Frankfurt zum zum zum Flughafen eskortiert, dann hättest Du gern den den oder den Sitz. Ja. Nicht jetzt? Ja.
Okay. Ja, ist ist ist okay. Du hast deiner geholfen, das aufzubauen, also hast die Strategie mitgemacht und alles Mögliche? Ja. Ich war vor, wie heißt das her, 2 Jahren in Frankfurt, haben wir uns zusammengesetzt und geguckt, okay, Gedanke war Vielflieger Community, was braucht es dafür?
Wie gehen wir das an? Was ist unsere Ausrichtung? Auf welche Plattform gehen wir? Wie gehen wir die nächsten Schritte an? Was ist denn so eigentlich überhaupt die Frequenz?
Wie soll ein Community Manager oder wie oft soll er denn irgendwas bespielen? Nur wenn er was hat, jede Woche, dreimal am Tag, wie ist denn so deine Erfahrung? Was ist denn so das beste Mittel? Also definitiv nur, wenn man was hat, Nicht mit irgendwelchen Dingen beschallen, nur weil man denkt, ich muss jetzt hier. Und im besten Falle bist ja nicht nur Du in der Rolle als Community Manager, Managerin das, sondern deine Mitglieder füllen die Community mit Inhalten.
Ich sag immer, der Community Manager spannt den Rahmen auf, damit andere sich entfalten können. Das heißt, die anderen sind für den Content zuständig und nicht Du. Grade am Anfang ist man sehr viel Einzelanimateur und sehr viel Akteur und muss da vieles selber machen, aber im Laufe der Zeit kommt das im besten Fall von den Mitgliedern. Und dann ist es wie immer im Community Management, es kommt drauf an, was sonst ja auch nur so die Russen sagen. Dass in in manchen Communitys ist es tatsächlich so, dass dreimal am Tag neuer Content kommt, in anderen kommt einmal alle 2 Wochen neuer Content.
Also da ist es wirklich davon abhängig, wie ist deine Zielgruppe drauf und welches Thema dreht es sich? Ist grade was Besonderes los, ne, wenn grade irgendein KI Release ist, dann kommen mit Sicherheit viel viel mehr News und Nachrichten, als wenn 'ner anderen Community grade mal in nicht viel passiert ist. Sollte aber eigentlich der Community Manager, grade wenn wir jetzt mal von von KI Technikprodukten oder so mal ausgehen, ja, sollte da der Community Manager eher aufpassen, dass das nicht zu einem Support Tool verkommt, sondern dass die dass die Community an sich gewartet ist, weil ich sehe immer ganz viel, da stimmt was nicht, da stimmt was nicht, da stimmt was nicht, helfen mir, helfen mir, helfen mir und entweder die Community oder ein anderes Communitymitglied hilft dann gerade mal aus mit Du musst auf a drücken und dann b und c und am besten noch d und e gleichzeitig oder der Manager macht dann irgendwas. Muss darauf aufgepasst werden, dass das nicht dann verkommt zu 1 Support Hotline ähnlichen Dingenskirchen? Es kommt drauf an.
Also man kann ja auch sagen, man will eine Support Community, ne, und dann ist es ja genau das, was darin geschehen soll. Telekom hilft zum Beispiel. Stimmt. Die hatt ich jetzt als Letztes in meinem Podcast. Die sind ja 'n klassisches Beispiel dafür, wo ne, man sagt, okay, Nutzer helfen Nutzern und es gibt eine Community darin.
Es gibt Communities, die sagen, hey, ja, Support hier drin ist okay. Und die b-two-b-Community, von der wir vorhin gesprochen haben, da ist es zum Beispiel so, da wird ganz klar gesagt, hier drin kein Support, dafür bitte alles ins Ticketsystem, wie man das halt so klassisch kennt. Und die Community ist nicht für solche Dinge zuständig. Wir helfen uns nur mit allen anderen Themen. Einhorn und Glitzer.
Ich hab's grad mal aufgerufen. Community Management mit Tanja Laub ist dein Podcast. Nur mal so zur Information. Auch schön Einhorn und Glitzer oder? Bei dir steht's ja im Bild.
Ich les grad noch mal unicorn and Glitter. So. Genau. Liebe Tanja, bevor ich hier zum Abschluss komme, weil das ist ja 'n eigener Jingle, will ich dir schon mal eine Abschlussfrage stellen. Ja, das mache ich jetzt als im Zuge dessen, weil wir beide wissen ja, was kommt, deswegen haben wir ja die Mützen aufm Kopf.
Weiß ja sonst keiner. Deswegen schon mal die Abschlussfrage. Hättest Du Lust, wir hatten jetzt mal, ihr habt das jetzt schon 'n paarmal gesagt in in 'n paar Podcast Sessions, wenn wir mal von dem t ausgehen, von dem Buchstaben t, waren wir jetzt einmal so bei dem waagrechten Strich und haben mal 'n Überblick über alles gegeben. Ich will aber auch künftig immer mal wieder runter bei dem Strich und will in die Senkrechte gehen. Hättest Du Lust, 20 26 auf einen zweiten, dritten, vierten Teil, wo wir mal uns eine Sache oder ein Kapitel aus deinem Buch rauspicken und da mal richtig in die Tiefe gehen?
Ja, supergerne bin ich dabei. Ja, so machen wir das. Siehste, so kriege ich dann für nächstes Jahr meinen Podcast voll. Nein, aber so machen wir's. Da freue ich mich.
Ja. Und jetzt, das Ganze einmal zu zelebrieren, gehe ich mal in hier in Riverside in meine Medien und such mir schon mal meinen Abschlussfragensound, was ja dann kein Abschlussfragensound ist, sondern eigentlich ein Abschluss. Und aber wir kommen mal zum überraschenden Abschluss. Mhm. Meine liebe Tanja, wir haben jetzt so knapp 40 Minuten einmal einen Überblick gegeben, auch noch mal ergänzen zum Podcast.
Du kennst ihn ja noch nicht. Ich hab ihn ja auch noch nicht veröffentlicht, zumindest Stand heute, wo wir diese Aufzeichnung machen mit Sarah Sunder bringt. Das heißt, wir haben das wirklich auch ergänzt. Danke dafür, ohne dass Du es überhaupt wusstest. Vielen Dank.
Wir kommen jetzt mal zum Abschluss. Wir haben uns nämlich etwas ausgedacht, deswegen haben wir ja diese Bommel hier drauf oder zumindest ich hab hier sone Bommel. Du hast son süßes kleines Hütchen, der ist aber auch ganz süß. Das ist schön, ne? Ja, desto, ach guck mal, das ist grün, das hab ich gar nicht gesehen.
Ja, das ist 'n Haarfeif. Ach, das ach so. Ich dachte, da wär sone Schnur, weißt Du, wie son Partyhütchen. Ach so, nee, das spannt ja immer her so unten. Ach so.
Ich ich hatt noch nie son Partyhütchen auf, glaub ich. Na ja. Kommen wir doch mal da jetzt zum Abschluss. Was haben wir denn vorbereitet? Wir wollten ein Gewinnspiel machen.
Das ist richtig. Normalerweise macht man ja so was zumindest nur so mit Hashtag Werbung und das Ganze trallala, aber das Ganze macht man relativ, ja, es ist Weihnachten. So und deswegen verschenken wir etwas. Und wenn ich jetzt grad mal so so gucke, lass mich ganz kurz was checken, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, liebe Zuschauer, wir machen das hier jetzt live und nein, ich werde das nicht rausschneiden, denn ich muss ja auch noch ein bisschen was gucken, euch da entsprechend den Trommelwirbel geben zu können. Und zwar hier haben wir es.
Heute ist ja, zumindest also wann der Podcast rauskommt, ist immer son bisschen schwierig, wenn man aufnimmt und wann der Podcast dann rauskommt. Also so. Wie heißt das? Ich muss ja so zurück in die Zukunft. Ich muss die richtige Zeit finden.
Heute ist ja Releasedatum des Podcasts ja. Es ist der 20. Dezember. Wir sind also 4 Tage vor Heiligabend. Wir nehmen aber schon früher auf.
Aber wir haben trotzdem noch, ey, Zeitrechnung ist echt schwierig. Wir haben trotzdem was für euch vorbereitet, und zwar, ihr könnt etwas gewinnen, ihr könnt etwas geschenkt bekommen, wenn ihr denn wollt. Jetzt darfst Du wieder. Jetzt darf ich wieder. Ja, ich würde euch mein Buch schenken, wenn ihr Interesse am Thema Aufbau 1 Community habt und wie man das Ganze dann doch richtig und strategisch angeht und wenn ihr die Cases von den 36 Gastautoren lesen wollt.
Ein Buch verlosen wir. Wir werden das folgendermaßen machen. Ich werde einen LinkedIn Beitrag veröffentlichen am, ich lass mich grade mal gucken, zwanzigster Zwölter ist der Samstag, wann's kommt. Am einundzwanzigsten, am zweiundzwanzigsten Zwölften werde ich ihn veröffentlichen. Das ist der Montag.
Da kommentiert bitte einfach etwas drunter. Wir werden aus dem ganzen Potpree an Heiligabend werd ich das morgens noch ziehen und werde es dann auch veröffentlichen. Wer hat das Buch gewonnen? Und dann der oder die Gewinner*in kann sich dann bei Tanja melden und bekommt dann das Buch zugeschickt. Klingt nach 'nem Plan.
Ja. Dieses Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu irgendwas und eigentlich ist es auch nur 'n Goodwill von uns. So. Genau. Damit auch alle irgendwie abgeholt sind.
Man weiß ja hier nie, man muss ja immer irgendwas, Ich will einfach nur was tun und das war irgendwie sone Spontanaktion bei uns, weil kurz zur Vorgeschichte, wir saßen hier, ich glaub, wie wie war denn das? Das Internet war, glaub ich, nicht so gut. Und dann hab ich auch gesagt, ich hab das Buch auch zu Hause vergessen. Gut, ich hab's heut auch schon wieder vergessen. Dankeschön, dafür habe ich an die Bommelmütze gedacht.
Und dann haben wir ganz spontan gesagt, hey, der Podcast kommt am zwanzigsten zwölften raus. Und dann sagt sagt Tanja, hast Du noch gesagt, ey, dann machen wir 'n Gewinnspiel draus und und verschenken einmal son Buch. So, das ist einfach nur das Goodwill. Deswegen, das machen wir so. Vielen lieben Dank an der Stelle.
Und Tanja, vielen lieben Dank, dass wir über das Community Management reden konnten und dass wir 20 26 auch noch die ein oder andere Folge nachschieben und da entsprechend auch in die Tiefe gehen. Danke, danke, danke. Total gerne. Hat Spaß gemacht. An meine Hörerinnen und Hörer und an meine Zuschauer, wie sieht's denn bei euch aus, wenn ihr auch mal in die Zukunft blickt 20 26 ist ja bald, ist ja gar nicht mehr so lange.
Habt ihr eine Community? Seid ihr Teil 1 Community? Liegt die Community brach? Wie sieht's denn bei euch aus, unabhängig von dem Gewinnspiel jetzt? Schreibt mir doch mal gern eure Meinung zu dem Thema in einem LinkedIn Kommentar auf Podcast Punkt d e, auf Spotify, in die Kommentarspalte, auf Youtube in die Kommentarspalte oder schreib mir eine E-Mail unter Kevin at Kevin alleine Marketing Punkt d e.
Das war's für heute. Wir hören uns. Bis zum nächsten Mal. Ach so, frohe Weihnachten an der Stelle auch noch. So, tschüs.
Weihnachten.
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