Mit der vierten Staffel des Vertriebs-Podcasts starten gleich mehrere Neuerungen: neue Interviewgäste, ein Video-Newsletter und frische B2B-Statistiken. Das inhaltliche Kernthema der Auftaktfolge ist jedoch eine steile These, die zum Nachdenken anregen soll: Das Sommerloch im Vertrieb existiert nicht – zumindest nicht so, wie viele Vertriebler glauben. Dieser Artikel fasst die zentralen Punkte der Folge zusammen und erklärt, warum die Sommermonate genauso verkaufsstark sein können wie jede andere Zeit des Jahres.
Neue Staffel, neue Formate
Die vierte Staffel bringt wieder Interviews mit unterschiedlichen Gästen aus dem Vertrieb. Besonders hervorgehoben wird der Wunsch nach mehr Diversität: Frauen im Vertrieb sind ausdrücklich eingeladen, sich zu melden und an gemeinsamen Folgen mitzuwirken. Der Blick auf die bisherigen Interview- und Konferenzlisten zeigt, dass hier noch Luft nach oben besteht – ein Anliegen, das aktiv angegangen werden soll.
Daneben gibt es zwei praktische Neuerungen für die Community:
- Video-Newsletter: Der Newsletter ist künftig in drei Formaten verfügbar – als Video, als Audio und als Text. Feedback zu diesem neuen Format ist ausdrücklich erwünscht.
- B2B-Statistiken: Die beliebte Rubrik wird fortgeführt. Statt einer einzelnen Statistik pro Newsletter entsteht nun eine umfangreiche Sammlung von deutlich über 100 recherchierten Statistiken rund um Vertrieb und Marketing. Wer sich vorab in die Liste einträgt, erhält die Sammlung, sobald sie fertig ist.
Das Sommerloch ist gestorben
Der zentrale inhaltliche Impuls der Folge lautet: Das Sommerloch 2024 findet nicht statt. Anlass war ein LinkedIn-Beitrag, in dem festgehalten wurde, dass ein ausbleibender Sommer – jedenfalls wettertechnisch in Nordrhein-Westfalen – auch kein Sommerloch im Vertrieb bedeuten muss. Ob man es Sommerloch oder saure Gurkenzeit nennt: Die Aussage ist, dass diese vermeintlich schwache Phase in Wahrheit ausgestorben ist.
Andere Vertriebskolleginnen und -kollegen bestätigten diese Einschätzung. Ihr Tenor: Der Sommer ist eine genauso gute Vertriebszeit wie jede andere. Entscheidend ist die Haltung, sich nicht vom Kalender ausbremsen zu lassen.
Sommerloch, komplett im Eimer, gibt es nicht, ist gestorben. Es war sowieso immer nur ein Bauchgefühl und kein wirklicher Fakt.
Ein Praxisbeispiel: Vom Angebot zum Auftrag in vier Tagen
Um die These zu untermauern, wird ein konkretes Beispiel geschildert. Innerhalb von nur vier Tagen wurde ein Angebot in einen Auftrag umgewandelt – mitten in der vermeintlich ruhigen Sommerzeit. Der Schlüssel dazu war penetrant freundliches Nachfassen. Statt sich mit dem klassischen "Das machen wir erst nach dem Urlaub" abspeisen zu lassen, wurde gezielt nach dem Stellvertreter des eigentlichen Entscheiders gefragt.
Die Begründung dahinter: Unternehmen können es sich heute nicht mehr leisten, während einer vierwöchigen Urlaubsphase komplett stillzustehen. Entscheidungen müssen weiterlaufen. Die Digitalisierung – Teams, Zoom, LinkedIn und andere Kanäle – hat spätestens seit der Corona-Zeit gezeigt, dass Menschen erreichbar bleiben, auch wenn sie eigentlich nicht am Schreibtisch sitzen.
Über verschiedene Kanäle zum Entscheider
Besonders aufschlussreich ist der Weg der Kommunikation im geschilderten Fall. Mit dem Hauptansprechpartner, der im Urlaub war, wurde per SMS kommuniziert – einmal täglich gab es ein kurzes Status-Update. Der anwesende Stellvertreter wurde parallel ganz klassisch telefonisch eingebunden. Gemeinsam ließ sich der Deal so nach vorne bringen.
Wichtig dabei: Diese Kommunikationswege waren nicht von vornherein vereinbart, sondern wurden schlicht ausprobiert. Eine freundliche SMS mit der Bitte um die noch fehlenden Informationen genügte. Die zentrale Lektion daraus lautet, dass Entscheider über unterschiedlichste Kanäle erreichbar sind – ob per SMS, WhatsApp, Instagram oder TikTok. Entscheidend ist, welche Kanäle die jeweilige Persona bevorzugt.
Wer im Urlaub eine seriöse und gut formulierte Anfrage über einen Messaging-Dienst erhält, schaut sie sich in der Regel an. Häufig folgt darauf zwar der Hinweis auf den Urlaub, aber oft gleich verbunden mit einem Kalenderlink für einen späteren Termin. Genau das ist der Punkt: Am Ende geht es darum, im ersten Schritt einen Termin zu bekommen – und der ist auch im Sommer möglich.
- Sich nicht selbst die Hürde bauen, weil ein Ansprechpartner im Urlaub ist.
- Gezielt den Stellvertreter kontaktieren und fragen, wie der Deal nach vorne gebracht werden kann.
- Alternativ konkret einen Termin für die Zeit nach dem Urlaub vereinbaren.
- Verschiedene Kommunikationskanäle testen, statt nur auf klassische Wege zu setzen.
Die neue Idee: eine Vertriebs-Roadshow durch NRW
Zum Abschluss stellt die Folge ein neues Vorhaben vor, für das ausdrücklich die Mithilfe der Hörerschaft gefragt ist. Rückmeldungen von der Konferenz Vertrieb.Business Live hatten gezeigt, dass der größte Mehrwert im Austausch auf Augenhöhe liegt: das Netzwerken, das offene Gespräch über Herausforderungen, der Blick über die eigene Branche hinaus und der direkte Kontakt zu Speakern und anderen Vertriebsverantwortlichen.
Aus diesem Wunsch nach mehr regelmäßigem Austausch entstand die Idee einer wiederkehrenden Veranstaltungsreihe. Geplant ist ein Format für Head of Sales, Vertriebsleiter, Teamleiter und alle, die es werden wollen – kein bloßer Stammtisch, sondern echtes Netzwerken mit Impulsen, etwa indem Teilnehmende ihre eigene Vertriebsorganisation vorstellen. Gedacht ist an Nachmittagstermine, etwa von 16:30 bis 19:30 Uhr.
Damit auch weiter angereiste Teilnehmende nicht auf einen einzigen Standort angewiesen sind, soll die Reihe als Roadshow durch verschiedene Städte laufen. Der Start ist für September in Nordrhein-Westfalen vorgesehen – beginnend in Köln, danach in Städten wie Bielefeld, Aachen, Paderborn, Dortmund, Bochum oder Bonn, im Rhythmus von zwei bis vier Wochen. Voraussetzung für die Umsetzung: mindestens 100 Zusagen über die Umfragen auf LinkedIn und Spotify. Auch der Podcast wäre vor Ort dabei, um O-Töne und Interviews direkt aus den Gesprächen einzufangen.
Fazit
Die Auftaktfolge der vierten Staffel bündelt drei Botschaften: Neue Formate wie Video-Newsletter und umfangreiche B2B-Statistiken erweitern das Angebot, die Community wird zur Mitgestaltung einer Vertriebs-Roadshow eingeladen – und vor allem gilt: Das Sommerloch ist mehr Bauchgefühl als Realität. Wer freundlich, hartnäckig und über die passenden Kanäle nachfasst, kann auch in den Sommermonaten Abschlüsse erzielen.