Cover: #82 Interview mit Sven Lorenz

#82 Interview mit Sven Lorenz

8. Januar 2024 43:33 Min. Zu Gast: Sven Lorenz
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Worum es geht

Im Interview mit Sven Lorenz geht es um die menschliche und praktische Seite des Vertriebs: warum Verkaufen Mut erfordert, wie man mit Ablehnung umgeht und welche Methoden und Werkzeuge die Effizienz steigern. Sven teilt seine Sicht auf bessere interne Meetings, die Bedeutung von Mentoring und warum ein CRM heute unverzichtbar ist. Eine Folge für alle, die Vertrieb erfolgreicher und zugleich gelassener gestalten wollen.

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Autor: Irgendwas mit Vertrieb - Lass uns den B2B Vertrieb in Deutschland ein bisschen besser machen

Zu Gast

Sven Lorenz ist Gast der Folge und teilt seine Perspektive auf erfolgreichen Vertrieb. Er ist zudem Host des Podcasts "Erfolg Reich – der Business Finance Podcast".

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Transkript

Präsentiert von Vertrieb Punkt Business. Wir wollen den Vertrieb in Deutschland noch besser machen. Packen wir's an mit diesem Podcast. Willkommen zu 1 neuen Folge irgendwas mit Vertrieb. Und hier ist dein Moderator live.

Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge irgendwas mit Vertrieb und ich habe mir heute wieder mal einen spannenden Interviewgast mit dazu geholt und auf der anderen Seite der Leitung wartet schon der Sven. Hallo Sven. Hallo live. Ja, mega, das ist Wir haben uns ja Also ich war ja schon bei dir im Podcast und jetzt machen wir ja quasi die Retourkutsche und ich freue mich tierisch da drüber. Aber für diejenigen, die dich noch nicht kennen, lieber Sven, stell dich doch mal einmal ganz kurz vor, was machst Du so?

Wer bist Du und warum bist Du heute hier? Mache ich super gerne. Ich würde nur mit der Retourkutsche vorher aufräumen wollen. Das ist in der Regel ja ein Rachespiel, ja. Ich hoffe, dass das jetzt keins wird.

Nein, Du warst ganz lieb. Ich hab mega gefeiert, ja. Ja, ich glaub so. Ich pack euch den Podcast von Sven, nicht nur mit mir, Podcast von Sven, nicht nur mit mir, sondern generell pack ich euch logischerweise in die Shownotes. Ja, nee, es war keine Retourkutsche, sondern Returning the Favour, würde man sagen.

Ganz genau, ja. Genau, okay, ja. Also ich bin Sven, Sven Lorenz 51, lebe mit meiner Familie in Dresden, bin Unternehmer seit mehreren Jahren, wenn man so will, hab vorher viele, viele Jahre in 1 großen Bank in verschiedenen Jobs im Vertrieb gearbeitet, ja. Bis zum Schluss hab ich dann den Laden dort ja im Vertrieb geleitet. Und in meiner Unternehmen sind zweigeteilt.

Einerseits haben wir eine Beratungsgesellschaft für Vermögensverwaltung, wo wir uns die Menschen kümmern, die ja so ab 'ner Million Euro aufwärts zu ihren eigenen Entscheidungen nicht so viel Vertrauen haben in Bezug auf Kapitalanlagestrategien et cetera, Unternehmensstrukturen und so weiter. Und wir haben dem vorgeschaltet noch eine Unternehmensentwicklungsgesellschaft, mit der wir Unternehmer und Unternehmerinnen in die Lage versetzen, so ihre eigenen Unternehmen überhaupt erst mal produktiv und qualitativ zur Quelle zu machen, mit der sie dann auch solche Vermögenswerte aufbauen können, dass sie diesen ungedeckten Scheck, den sie mit der Unternehmensgründung sozusagen auf ihre finanzielle Zukunft ausgestellt haben, auch tatsächlich dann einlösen können, wenn sie das Unternehmertum nicht mehr ja als Hauptbeschäftigung haben. Spannend, superspannend. Bevor wir weiter in das Thema Vertrieb reinreiten und wie Du das da eben halt auch machst, finde ich auch spannend, deswegen haben wir da heute auch noch mal die Session geplant. Erzähl mir doch mal ganz kurz, ich hab ja auch am Anfang so so kleine Quickfire Fragen, die tun auch nicht weh.

Erzähl mir doch mal ganz kurz, was machst Du denn eigentlich, wenn Du nicht arbeitest? Das ist für eine typische Frage, ja, die son bisschen in die Richtung Work Life Balance geht. Also bei mir ist es tatsächlich 'n bisschen schwer, erst langezuhalten, was ist Beruf und was ist Berufung und was mach ich mit Leidenschaft? Ich bin unglaublich gerne mit Menschen unterwegs. Ich arbeite gern mit Menschen und ja, kann da ehrlich gesagt nicht wirklich 'n Arbeitstag draus ableiten im Sinne von, wann fängt der an und wann hört der auf, sondern ich bin täglich mit vielen Menschen im Kontakt und natürlich mit meinen Kunden in erster Linie.

Aber wenn ich tatsächlich mal gar nichts mit dem Job zu tun habe, mit meinem Unternehmen zu tun habe, dann bin ich wahnsinnig gern mit meiner Familie zusammen, geh natürlich auch Sport treiben. Das ein oder andere war ins Fitnessstudio, in der Sommerzeit geh ich gern Golf spielen. Ja, laufen ist eine große Leidenschaft von mir. Also so das Thema körperliche Betätigung und na ja, ich lese auch wahnsinnig gern, höre Podcast und na ja, alles das, was mich so zur persönlichen Weiterentwicklung begleiten könnte, nutze ich dann in dieser freien Zeit. Ja, wie ich jetzt zum Golfspielen können wir uns noch mal verabreden, ja?

Super gerne. Lesen neben Buch lesen nebeneinander ist 'n bisschen unspannend, aber zum Thema Buch. Hast hast Du hast Du 'n 'n Buch in Richtung Vertrieb, Marketing, was Du dringend empfehlen solltest, was wir auf die Liste packen sollten? Ist ja bald Weihnachten, also kann man sich ja wünschen. Also 'n Buch zum Thema Marketing und Guter Vertrieb, genau.

Direkt eigentlich nicht so sehr. Wenn es das Thema Selbstmarketing geht, lass es mich mal so sagen und vielmehr die Vorstufe davon, also was kann ich eigentlich tun, mich selbst überhaupt erst mal in die Situation zu bringen, mich selbst sinnvoll vermarkten zu können, empfehle ich tatsächlich das Buch grenzenlose Energie von Anthony Robins. Das ist, glaube ich, 1 seiner ersten Bücher. Das hat er, glaube ich, mit 26 geschrieben. Aber das ist natürlich 'n absoluter Schinken.

Ich glaube, 700 Seiten hat das Ding. Aber ich glaube, 17 Stunden oder 22 Stunden, wenn Du das auf Audible hören willst. Aber es ist definitiv für die meisten Menschen, denen ich das Buch geschenkt hab, 'n absoluter Gamechanger, weil dort so viel drin ist über das Lernen an sich selbst und über sich selbst und damit natürlich Grundlage zu schaffen, sich zu entwickeln, wie ich selten ein anderes Buch vorher gelesen habe. Spannend. Vielen Dank dafür.

Danke, danke. Sehr cool. Dann noch mein eine meiner Lieblingsfragen. Tot oder lebendig? Familienmitglieder ausgeschlossen?

Mit wem würdest Du dich ganz gerne mal 20 Minuten lang einschließen und ungestört unterhalten? 20 Minuten lang einschließen und ungestört unterhalten? Ja, wahrscheinlich mit Richard Branson. Darf ich fragen, warum? Das ist 'n Typ, der im Prinzip aus 'ner ausweglosen Situation heraus eine Fantasie entwickelt hat fürs 1.

Eigene Unternehmen. Und solange gekämpft hat, ja, dieses Unternehmen auf die Beine zu stellen, dass mir dieses Durchhaltevermögen von ihm so unglaublichen Respekt abbringt. Und wenn Du dir anguckst, wie der heute unterwegs ist, auch in seinem hohen Alter noch unterwegs ist, was der für Legallionsfigur für viele andere Unternehmer ist, was für eine Orientierung er gibt. Das ist für mich schon eine ganze Menge, was da eine einzelne Person in der Lage ist, auf die Beine zu stellen. Es gibt sicherlich noch viele andere spannende Persönlichkeiten, aber Richard Branson wär so für mich so der der der 1., mit dem ich mich da gerne mal unterhalten würde.

Ja. Ich frag ihn mal an für die nächste Konferenz. Ja, vielleicht 24 sind wir jetzt mitm Programm schon fast voll, aber 25 können wir hier mal einladen, kommst Du dann auch und dann machen wir euch, schließen wir euch mal 20 Minuten im Kino ein. Na klar. Das wär ja wär ja dann die Möglichkeit, genau.

Wär so im Kino als in der Sauna. Ja, ganz genau, ganz genau. Aber das wäre ja auch genau seine Leidenschaft, ne. Der hat ja da mit Virgin auch 'n paar Sachen, die da eben halt mit Kino zu tun sein. Also supergut.

Vielen Dank dafür, dass Du uns da einen Einblick gegeben hast, dann lass uns doch mal 'n bisschen einen Schritt zurückgehen, nachdem wir jetzt die Quick Fire Fragen abgehandelt haben und Du hast gerade eben schon gesagt, Du hast den Vertrieb für Du kommst aus dem Bankenwesen, hast da Vertrieb gemacht. Wie bist denn Du eigentlich zum Vertrieb gekommen? Also war das so, ey, Papa ich werde irgendwann mal unbedingt Vertriebler werden, wenn die Staubsaugervertreter bei uns klingeln und den Schmutz in die in den Flur reinschmeißen, das finde ich mir total geil oder war das eher so irgendwie Zufall? Wie wie bist Du zum Vertrieb gekommen? Also wahrscheinlich würden die meisten jetzt irgend sone absolut abgespacste und und und superschlüssige Antwort erwarten.

Ich muss ganz ehrlich sagen, zum Vertrieb bin ich gekommen mehr oder weniger ja, unaufgeregt, ja. Also ich hab mal so meine allererste Berufsausbildung war nicht Bank, ja, das war Maschinenschlosser, ja. Und diese Ausbildung hab ich damals angefangen, da war da gab's noch die DDR, ja. In der bin ich damals aufgewachsen. Und dieser Job war aber die einzige Möglichkeit, sozusagen eine Karriere als Auslandsmongteur zu machen, dort auch die Welt zu bereisen, die wir damals im Osten nicht bereisen durften, trotzdem aber wieder nach Hause zurückkommen zu können.

Ja, also das wäre so damals war der Move dahinter. Also sie war mehr zielorientiert als als skillorientiert, ja, weil nach 4 Tagen in dieser Berufsausbildung habe ich festgestellt, das ist so gar nicht meins, ja. Also Schlosser, das Ganze vergessen, ja. Ich kann mehr mit der Zunge und mit dem Mund ja arbeiten, mit dem Kopf arbeiten, aber nicht mit mit beiden Händen. Mhm.

Und hab dann trotzdem diese Ausbildung zu Ende gemacht und hab aber dann festgestellt, nachdem die Mauer gefallen war, dass ich jetzt dem Frühling kann, was mich schon längst interessiert hat, nämlich das Thema Geld, hab da eine Bankausbildung gemacht. Mhm. Und da ich immer gut mit Menschen konnte, ja, also früher war's auch schon so, viele Menschen sind zu mir gekommen, Freunde, Bekannte, die wollten irgendwie immer meinen Rat haben, ja. Ich hab mich aber schon sehr früh in meiner jungen Karriere für für Weiterbildung interessiert. Ich hab unglaublich viele Seminare besucht, unglaublich viele Bücher gelesen und hatte vielleicht in den Augen der Menschen, die mich kannten, doch vielleicht 'n bisschen mehr Wissen oder 'n bisschen mehr Interessen als viele andere, was sie dazu veranlasst hat, eben mich Rat zu fragen.

Und das Interessante war, dass viele von denen dann diesen Rat auch oftmals beherzigt haben und damit auch gute Ergebnisse eingefahren haben. Und das hab ich dann praktisch wahrscheinlich in meinem Bankjob dann auch direkt so übernommen. Wobei während der Ausbildung war das Thema Vertrieb gar nicht so im Fokus. Das Einzige, was ich mich erinnere, war, ich hab ein Jahr lang in 1 festen Filiale damals eine Ausbildung gehabt in der ersten ersten Jahr. Das war eine kleine Filiale und die haben mich direkt schon am Kunden arbeiten lassen.

Jetzt war ich natürlich schon 'n bisschen älter als meine Mitazubis damals, weil ich ja schon eine Berufsausbildung hinter mir hatte. Und die haben mich wirklich arbeiten lassen. Und dann musste ich in eine andere Filiale wechseln. Und selbstverständlich hab ich mir dann natürlich am Schalter die Kunden gezogen und hab mich mit denen hingesetzt und hab die beraten. Und der Filialleiter kam dann zu mir und sagte, Herr Lorenz, so geht das aber nicht.

Sie sind hier noch in der Ausbildung. Sie können ja nicht einfach Kunden beraten, ja. Das ist 'n Haftungsthema, das geht nicht. Und da hab ich ihn angeguckt, wer sagt 'n das? Ja, Sie, ja?

Sie sitzen den ganzen Tag an Ihrem Schreibtisch, ja? Die Kunden wollen beraten werden, ja? Und ich mach das jetzt hier, ja? Das hat mir erst mal eine brutal miese Beurteilung eingebracht und ich wäre nicht nicht nicht führbar, ja? Was mir nachher in der Bank damals die befristete Übernahme nach meiner Ausbildung eingebracht hat.

Aber ich hab dann festgestellt, das Privatkundengeschäft ist so gar nicht meins und bin dann direkt nach meiner Berufsausbildung ins Großfirmengeschäft eingestiegen und hab mich dann so na ja, Konzerne und deren Finanzstreite ging gekümmert. Das ist, ich find das spannend, weil das, glaube ich, manchmal auch heute noch in ganz vielen Unternehmen der Fall ist, dass irgendein junger Vertriebler oder auch Quereinsteiger, wie auch immer, aber dass ganz viele Vertriebsteams gehemmt werden von jemandem, Strukturen, Prozessen et cetera, die eigentlich Bock haben, was zu machen, aber dann die Sorge, ne, Du hast gerade gesagt, okay, bei Banken ist jetzt 'n Haftungsthema, ja, kann ich auch irgendwo nachvollziehen, aber bei ganz vielen Betrieben gibt's eben halt gar keinen Grund, ja. Und dann wird dann trotzdem, ja, aber kannst Du das auch so nicht machen. Aber warum denn nicht? Einfach mal machen, oder?

Na ja, ich glaub, also ich hab das so noch nicht erlebt, muss ich ehrlich sagen. Ich glaube, die meisten Unternehmer wünschen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbstständig denken, die selbstständig handeln. Das Problem ist, glaub ich, dass so diese diese Transferleistung von, ich trau denen das auch zu und ich sag denen das auch, häufig das Problem ist, ja. Also dieses Thema Kontrolle zu haben, alles im Überblick zu haben, dass alles auch gut läuft, verbunden mit so dem Gefühl, na ja, ich hab das Unternehmen aufgebaut und ich bin derjenige, der ja eigentlich alles wissen müsste, gepaart mit dem verzweifelten Wunsch, Mitarbeiter zu haben, die genauso ticken wie man selbst. Und dort ist meine Empfehlung an jeden Unternehmer eigentlich nur, 8.

Doch mal drauf, wie Du deine Meetings führst, ja? Wenn Du deine Mitarbeiter mal nachm Weg fragst und sagst, hey Leute, wir haben hier eine neue Idee, wir haben ein neues Produkt, lass uns mal darüber sprechen, wie würdet ihr denn dieses Produkt in den in in die an die Kunden ranbringen? Und dann aber einfach mal die Klappe halten und erst als Letzter was sagen und den Mitarbeitern eine Chance geben, ihre Kreativität mal auszudrücken, ja, da lernst Du als Unternehmer so unglaublich viel. Die Alternative ist, Du sagst, ich hab mir schon mal Gedanken gemacht, es könnte so und so aussehen. Ja, dann hast Du deinen Mitarbeitern schon eine Leitplanke gegeben und jetzt kannst Du dreimal raten, ob die sich noch trauen werden, irgendetwas anderes zu sagen als das, was Du vorgegeben hast, ja?

Ja. Ja. Ja, ist, ja, zu 100 Prozent, zu 100 Prozent. Ich find den den Punkt, den Du gemacht hast mit, Du wirst nicht immer jemanden finden, der genauso tickt wie Du. Jeder macht es eben halt an, das ist ja auch das Schöne da dran und sonst brauchst Du auch kein Unternehmen zu gründen, kannst Du auch Ewigkeiten selbstständig bleiben, ja, wenn Du eben halt keine keine keine Menschen neben dir oder wenn man die anders denken, akzeptierst, weil genau was Du gesagt hast, ne, Du brauchst halt verschiedene Blickwinkel und wenn Du doch schon 'n Vertriebsteam dir installiert hast, dann nimm doch die Schwarmintelligenz, die Du da eben halt hast.

Ansonsten kannst Du und das ist ja auch 1 meiner meiner Lieblings, sagen wir mal, Fehler, dieses klassische, das haben wir immer schon gemacht oder so, ne, das das kann nicht funktionieren, hat früher schon nicht funktioniert. Ab und zu fehlt mir da einfach son bisschen und Du sprichst ja auch mit vielen Unternehmern, fehlt mir da son bisschen der dieser Unternehmergeist, dieser Pioniergeist irgendwie. Hast Du da irgendwie eine eine Hilfe, wie man wie man das irgendwie aus den aus den Köpfen rausgibt, dass man dieses Vertrauen zurück oder dass man eben halt sich einfach traut, noch mal Dinge irgendwie neu anzupacken. Weißt Du, was ich meine? Na, ich glaube, das hat ganz viel damit zu tun.

Ich muss es mal in 2 in in 2 Teile teilen. Ich glaube, die meisten, die heute 'n Unternehmen gründen oder in der Vergangenheit gegründet haben, waren vorher mal Angestellte. Also 9 von 10 Unternehmern kennen das Verhältnis, als Angestellter zu arbeiten. Und es gab in dieser Zeit immer irgendjemanden, der ihnen gesagt hat, was sie tun sollen, Ja? Irgend eine Orientierung gegeben, das ist deine Aufgabe, die so und so viel Zeit hast Du dafür et cetera.

Irgendwann war der Drang nach Freiheit größer, ja? Aber es gab eben trotzdem in der Zeit des Angestelltendaseins immer diese eine übergeordnete Instanz, ja, diese Autorität, die am Ende 'n Problem für dich gelöst hat, wenn Du's nicht mehr konntest, ja. Mhm. So, und ich glaube, das ist etwas, was vielen Unternehmern während ihrer beruflichen Karriere immer wieder auffällt, dass wenn sie tatsächlich mal an eine Hürde kommen, wo sie Orientierung brauchen, eben keiner mehr da ist, der ihnen dann sagt, tu's doch mal. Ja, und mach's doch jetzt mal so.

Deswegen ist das Thema Mentoring mittlerweile ein so beliebtes Instrument, weil es immer wieder jemanden gibt, der dem Unternehmer sagen kann, mach es jetzt so, dann gehst Du diesen Weg. Und wenn es nur das gefühlte, ich sag mal, der gefühlte warme Handtuch auf der Schulter ist, das, was Du dir überlegt hast mit 'n paar kleinen Änderungen, das ist der richtige Weg. Oder tu's mal auf diese Weise, probier dich mal aus. Aber zumindest so dieses dieses Gefühl zu haben, da ist jemand, der glaubt an mich und der gibt mir das, nennen wir's mal, das Go, auch 'n Weg zu gehen. Und ich glaube, dass viele Unternehmer aus dem Vermissen heraus, dass es diese Autorität gibt, die ihnen auch 'n bisschen Führung gibt oder 'n bisschen Orientierung gibt, oftmals zum Stillstand kommen.

Und ich merk das zum Beispiel, wir haben ja in unserer Company haben wir ja 2 verschiedene Modelle. Wir haben einmal 'n 1 zu 1 Mentoring, wo wir Unternehmer begleiten. Auf der anderen Seite machen wir das auch in 1 geführten Business and Finance Mastery. Das ist son ganzjähriges Mastermind Programm, wenn Du so willst, wo wir maximal 10 Unternehmer zusammenbringen. Und das, was Du grade beschreibst, ja, passiert zum Beispiel dort, ja.

Das heißt, es gibt 'n Unternehmer, der hat 'n Problem, der schildert eine Situation, eine Herausforderung. Und dann bekommt er von 6, 7, 8 anderen Unternehmern deren Sichtweise da drauf, die er sozusagen ja dann einfach nur übernehmen kann oder sich aufgrund dieser Informationen dann 'n eigenes neues Bild machen kann. Aber er bekommt Schwarmintelligenz. Er bekommt unglaublich viele andere Eindrücke für verschiedenste Wege und verschiedenste Optionen, die er nutzen kann von Menschen, die er als Autorität anerkennt. Ja, es ist kein Lehrer und es ist kein Boss, aber es sind Leute, die vorher auch ihre Sachen richtig gemacht haben.

Und Genau. Das anzuerkennen, fällt vielen viel leichter, als nachher irgendwie wieder eine Entscheidung zu treffen und das Gefühl zu haben, alleine zu sein. Und wenn Unternehmer ein Gefühl richtig gut kennen, zumindest wenn sie eine Zeit lang sehr erfolgreich unterwegs sind, ansonsten ist das ja kollektives heulend ins Kissen, ja? Das hast Du dann auf diesen ganzen Netzwerkveranstaltungen, ja? Dann hast Du auch echt 'n Universum von Menschen, mit denen Du da Bock hast, was zu machen.

Ja. Ja. Also wir merken das ja, wenn wir auf auf den Veranstaltungen, auf der Vertriebung Business Life zum Beispiel, merken wir das ja auch, ne, dieser Austausch untereinander, hör mal, ich hab gesehen, dass Du das so und so und so machst. Kannst Du mir mal erzählen, was genau, ne? Das ist ja das, was Du beschreibst.

Du machst es eben halt noch mal in 'nem ganz konzentrierter Form und Weise. Wir machen das ja in sozusagen punktuell dann nur. Beides hat seine Vor- und seine Nachteile, aber genau das ist es, ne. Dieser dieser Austausch, der da der da stattfindet, kannst Du mir mal erzählen, wo Du eben halt als respektierte Persönlichkeit deinen Senf dazu gibst und eigentlich weißt Du ja schon, dass Du es machen solltest, aber Du hast wunderschön beschrieben, dieser warme Schulterdruck, so, komm jetzt jetzt geh geh, das wird klappen. Du schaffst das, ja.

Dass es da natürlich auch nicht immer einfach ist, ist richtig. Ja, es geht immer nicht für Entschuldige, entschuldige, es geht am Ende des Tages darum, dass es eine für den Unternehmer akzeptierte Autorität ist. Ja, also wenn Du dir 'n Mentor suchst, dann ist das ja jemand, den Du dir suchst, damit er dich 'n Stück begleitet und weiterbringt und von dessen Erfahrungen Du partizipieren willst und denen Du auch bewusst anerkennst. Das ist wie, als ob Du dir als Angestellter deinen Boss selber aussuchen könntest, weil Du dann mit Leidenschaft tust, was er von dir will. Ja, und wenn Du das mal mitnimmst, dann glaube ich, dass der ein oder andere, der jetzt vielleicht auch mal so in in soner Situation ist, vielleicht 'n bisschen darüber nachdenken kann, ob es in seinem Umfeld jemanden gibt, wo er hingehen würde und sagen würde, Du pass, aber ich komm jetzt an dieser Stelle hier nicht weiter mit dem Thema.

Ob das jetzt 'n vertriebliches Thema, 'n strukturelles, 'n strategisches ist, was auch immer. Aber eben mich interessiert deine Meinung und mich interessiert deinen Rat. Und Du wirklich was Verwertbares für mich hast, dann sag's mir und ich mach's. Mhm. Ja.

Ultra gut. Jetzt lass uns noch mal ganz kurz in den Gesprächen, die Du da die Du ja auch mitbekommst, noch mal drinbleiben. Wenn ich mir aktuell mit mit Vertriebsleitern oder Geschäftsführern spreche, die die bei uns in irgendeiner Weise nach Rat suchen, geht es, kann man's eigentlich ganz gut zusammenfassen, wir haben's runtergedrillt, auf wie bekomme ich mehr Effizienz in meinen Vertriebskosmos? Wir nehmen da Marketing logischerweise mit dazu, ne? Da gehört aber auch logischerweise sowas wie After Sales, diese neubedeutschen Wörter wie Customer success und lauter son Kram irgendwie mit dazu, Bestandskundenpflege würde man ja ansonsten sagen.

Wie wie ist das bei dir? Hast Du dieses Effizienzthema in in deinen mit mit den Kunden, den Du mit denen Du sprichst auch? Ist das ist das 'n ist das 'n Topic, wo die drüber sprechen? Also das Thema Effizienz ist überall 'n Thema, immer, weil wir natürlich in diesem Kontext über Prozessoptimierung sprechen, ja. Und natürlich, wenn Du deine Company aufbaust, ne, nehmen wir mal das typische Beispiel, Du fängst als Einzelunternehmer an, bist relativ erfolgreich, kommst vielleicht von den ersten 100000 auf die 1.

Halbe Million. Und dann musst Du gucken, wie hältst Du diesen Käfig von irren Informationen jetzt zusammen? Ja, so und da geht's dann schon erst mal los, dass Du siehst, ich hab eine Excel Liste, ja? Also und in dieser Excel Liste hab ich meine Kundendaten stehen. So, und weißt Du, wenn Du dann so überlegst, wie ist das die so die die meisten machen, da wird doch noch eine Spalte eingefügt, wann war der letzte Kontakt?

Dann wird noch eine Spalte eingefügt, oh Mann, scheiße, ich in LinkedIn gesehen, der Typ hatte Geburtstag. Ich muss noch eine Geburtstagsliste mit da reinbasteln. Aber wie kommst Du jetzt zu 'ner qualifizierten Zusammenfassung deiner Daten, ja? Also das 1., was ich machen würde von Anfang an, ja, Hol dir ein CRM System. Und zwar such dir 'n Passendes raus, was dich nicht überfordert mit Tausenden von irgendwelchen Features, die Du nie im Leben brauchen wirst, sondern lass dich im Zweifel sogar mal von 'ner Company beraten, die mit dir gemeinsam über diesen Markt gucken und dir das passende für dich effiziente CRM System aussuchen.

Weil da drin kannst Du alle Kundendaten erfassen. Du kannst deine Produkte reinbauen. Du kannst die Kontakthäufigkeit, die Kontaktfrequenz deiner Kunden dort hinterlegen. Du kannst wichtige Informationen speichern und jeder vor allen Dingen, der dort mit Vertrieb zu tun hat, kann auf diese Daten zugreifen, wenn Du ihnen den Access zu diesem Tool eben auch gibst. Das ist für mich ehrlich gesagt 'n Must have in dem Unternehmen ein CRM System.

So. Und der 2. Punkt ist, da bemühe ich mal eine Erfahrung aus 'nem Buch, das ich gelesen hab, fand ich megageil. Das Buch heißt Lebe begeistert und Gewinne von Frank Badger. Der war im letzten Jahrhundert 1 der erfolgreichsten Versicherungsverkäufer in den USA.

Und eigentlich war der eine totale Blindnuss im Verkauf. Ja, also der hat verschiedenste Jobs ausprobiert vom Supermarktverkäufer über Autoverkauf und so seine letzte Ausfahrt war das Thema Lebensversicherung. Und auch da ist der kläglich gescheitert, ja. Und dann hat er gedacht, verdammt, das kann doch nicht sein. Also das liegt ja nicht, das liegt ja nicht am Job, ja.

Das liegt an mir. Was stimmt mit mir nicht? So, und dann hat er ein was gemacht und das fand ich supergenial, hab ich dann direkt auch damals, da war ich noch angestellt in der Bank, aber hab ich dann direkt damals in meinen Habitus übernommen. Und zwar hat der festgestellt, dass der 80 Prozent seiner Zeit mit Dritt- und Viertgesprächen beim Kunden verbringt. Und 80 Prozent seines Erfolges allerdings in Erst- und Zweitgesprächen einfährt.

Und dann hat er aber mal gesehen, wie viel Zeit ihn das kostet, wenn er das 3. Und 4. Mal zum Kunden gefahren ist. Und er hatte für sich eine einfache Entscheidung getroffen und hat gesagt, ich werde ab jetzt nur noch erst maximal 2 Gespräche führen mit 'nem Kunden. Und wenn er dann nicht abgeschlossen hat, dann verabschiede ich mich ganz höflich und sage, lieber Kunde, ich hab dir jetzt wirklich von a nach b alles erklärt.

Wir sind von Adam über Eva bis zum Universum gegangen. Ich hab dir alle Fragen beantwortet. Wenn's jetzt nicht passt, dann wird's nie passen. Und dann gibt's da draußen jetzt noch eine Menge Menschen, die meine Zeit gern in Anspruch nehmen möchten und ich bin jetzt weg. Ja, so und das hat ihn, ja, diese Erkenntnis und das Umstellen dieser seiner seiner vertrieblichen Fokuszeiten hat dafür zugeführt, dass der innerhalb von wenigen Monaten sein Einkommen vervielfacht hat.

Gut, man muss dazu sagen, damals war das 'n anderer Markt, ne. Du hattest jetzt noch kein Internet und so weiter. Aber prinzipiell ist das auch eine Frage der Effizienz. Mit wie vielen Kunden trage ich denn als Verkäufer das Thema Hoffnung mit mir rum, insbesondere je hochpreisiger mein Produkt ist? Ja, wie oft will ich die denn noch anrufen, bis die dann mal zum wirklich mal irgendwann sagen, es reicht, ich will nicht kaufen.

Ja. Ja. Die meisten haben aber auch Angst davor, sich immer wieder neue Kunden suchen zu müssen und hoffen, dass sie die Alten, die sie bisher nicht bekehrt haben, doch irgendwann kriegen, ja? Nur dann müssen sie halt 'n anderes Buch lesen. Der das Buch heißt dann, ich krieg dich doch, ja?

Ist mal geschrieben worden von dem Profiler vom FBI. Hab den Namen jetzt leider vergessen. Und dann müssen sie halt solche Taktiken anwenden, ne. Das ist dann aber Guerillataktik und das wird wieder 'n bisschen schwieriger, weil dazu musst Du, glaube ich zumindest, noch 'n paar ganz andere Skills mitbringen. Ach, ich liebe es.

Super gut. 2 Sachen möchte ich gerne aufgreifen, ohne das CRM, also Du kannst es natürlich auch aus 'ner Excel Liste rauslesen, aber ohne son CRM, was dich dann auch neu dementsprechend unterstützt, würdest Du ja gar nicht rauskriegen, wo sind denn tatsächlich meine Schwächen, ja? Mhm. Wie oft, wie oft kriege ich das denn tatsächlich, wie oft schaffe ich oder wo bin ich denn tatsächlich stark? Was sind meine Schwächen?

Was kann ich vielleicht sogar abgeben, ja? Sei es jetzt Innendienst, sei es Automatisierung, sei es irgendwas anderes, ja? Die Möglichkeiten sind ja mannigfaltig, da kannst Du ja alles mögliche mitmachen. Extrem extrem stark, dass Du sagst, okay, wo verbringe ich denn Zeit mit alten Dingen, die da immer noch rumwabern? Merke ich auch immer wieder in den Gesprächen, ja, wir haben den Deal in der Pipeline drin stehen, also im CRM, ne, in den, sagen wir mal, Verkaufschancen steht ja noch mit drin und den trägst Du dann da irgendwie, keine Ahnung, gefühlt 4 Jahre mit dir rum, statt nur einfach die Entscheidung zu treffen, wieder parallel zu deiner Story.

Nee, das wird halt einfach nix, ja, und egal wie geil der Brand, wie geil der Deal ist, Du musst halt einfach dann auch einfach fairerweise sagen, nee, ich lass ihn jetzt einfach gehen. Ich tue den wieder zurück zur zur untersten Verkaufsstufe oder einfach hin und lass ihn einfach meinem CRM da liegen, aber ich fokussiere mich da nicht mehr drauf und trag den eben halt auch nicht mehr mit mir rum, weil das einfach nachher Ballast ist, den Du nachher in deinem Karren, den Du durch den Schlammkarren beziehen musst, einfach nicht mehr nicht mehr ertragen kannst. Und ja, neue Kunden zu finden ist deutlich schwieriger als als irgendwie mit bestehenden Kontakten was zu machen. Glaube aber nicht. Du musst ja, Du musst irgendwann mal, wir können ja gleich noch mal drauf hören, aber Du musst ja irgendwann mal auch einfach loslassen können.

Muss ja irgendwann mal loslassen können. Aber ich glaube, das ist das ist das Problem, das Loslassen können, weil Du hast mit diesem Kunden ja schon mal gesprochen und wir hatten ja eigentlich eine coole Beziehung, ja. Es hat die Chemie hat supergestimmt, ja. Ich gab, ich hab damals auch Kuchen gekriegt und 'n Kaffee, die meint's gut mit mir, die waren nur noch nicht so weit, ja? Genau.

Das sind ja alles sone Storys, die sich dann so die die Verkäufer erzählen in der letzten Hoffnung, dann doch noch mal irgendwie so in Hit zu landen. Aber am Ende des Tages glaube ich, dass die Kunst darin liegt, wirklich zu sagen, ich ich richte, also ich setze mir Standards im Vertrieb. Standard heißt, es gibt eine entsprechende Kundengewinnungsmaschine vorne dran. Dann gibt es 'n qualifizierten Abarbeitungsprozess der Kunden, der Leads, wenn Du das so neudeutsch nennen willst. Und dann gibt's im Prinzip eine Kontaktfrequenz mit dem Kunden.

Und wenn dann bis zu 'nem bestimmten Punkt dieser Kunde nicht anspringt, dann leg ich mir den eben erst mal 'n halbes Jahr zur Seite. Und dann bin eben ja ich derjenige, der den anruft, sondern dann ruf den künftigen Kollege an. Vielleicht war's ja auch eine persönliche Geschichte. Genau. So.

Aber das Wichtigste ist natürlich, von vorne gefüttert zu werden, dass ich jeden Tag natürlich in der Lage bin, mit neuen Kunden zu arbeiten. Und das ist, glaube ich, etwas, was vielen Unternehmen fehlt, neue Kunden zu akquirieren. Aber das ist doch eigentlich das, was Du machen. Also höre ich auch immer wieder, ich hab 'n tolles Produkt, aber ich krieg das irgendwie nicht verkauft, ja. Ich hab 'n Unternehmen gegründet und wir haben hier was total Cooles gebaut, aber ist ja nicht das Unternehmertum darauf aufgebaut, dass Du etwas verkaufst?

Also grundsätzlich, wenn Du Unternehmertum jetzt mal im Allgemeinen beschreiben würdest, heißt das ja, identifiziere ein Massen ein Massenproblem, ja? Löse dieses Problem möglichst elegant, entwickle dafür ein Produkt und verkauf es. So, die meisten sind gut in den ersten 3 Punkten. Ja, weil da kommen die halt, da kommen die ja original her. Ja, also also 'n Elektroingenieur, der elektrische also der Zeichnung für Elektroschaltpläne bauen kann, ne, und der das super kann, ne, und der da auch eine hohe Expertise hat und der vielleicht auch noch in die Ecke die Ecke decken kann, der seinen Kunden noch 'n paar andere Features dort mit reinbauen kann, die die nicht erwartet haben.

Das ist Fachexpertise, das ist Kompetenz. Ja, so. Daraus kannst Du natürlich 'n geiles Produkt, eine geile Dienstleistungslandschaft entwickeln. Ja. Aber die haben ja in der Regel auf der Uni nie gelernt, wie akquiriere ich jetzt einen Kunden?

So, und dann sind wir beim Thema, es ist doch nicht schlimm, wenn Du nicht verkaufen kannst. Schlimm ist, wenn Du dir niemanden suchst, der's kann. Oder wenn Du dir diese Expertise nicht im Unternehmen aufbaust. Ja. Ja, weil jeder soll dann nach seinen Kompetenzen arbeiten.

Ich hab mal ein tolles Buch gelesen von Stefan Merath, das hieß, Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer. Und der hat in diesem Buch mal dem Protagonisten da eine Aufgabe gegeben und hat gesagt, schreib mal auf, was Du jeden Tag tust. Schreib dir dazu mal auf, wie viel wie viele Minuten Du jeden Tag mit dieser Tätigkeit verbringst. Sei da möglichst ehrlich zu dir selbst, ja? Und nachdem der diese Aufgabe erledigt hatte, hat er dann gesagt, so, dann schreibst Du bei 3 weitere Spalten dahinter, eine für Mitarbeiter, 1 für Manager und 1 für Unternehmer.

Und dann machst Du überall 'n Kreuz neben der Aufgabe, wo Du glaubst, welche Aufgabe das zuzuordnen wäre, ja? So. Und da kam ganz schnell raus, dass derjenige, der sich als Unternehmer bezeichnet hatte, durchaus mit ganz vielen Aufgaben beschäftigt, die eher eine Fachkraft zu erledigen hat. Oder der Manager, also der Abteilungsleiter oder der Vertriebschef oder wer auch immer, ja? Aber die eigentlichen unternehmerischen Themen hat er fast gar nicht angefasst oder mit zu wenig Zeit besetzt, ja?

So. Und da sind wir doch schon beim Thema, ne? Also wenn Du wenn Du willst, dass deine Buchhaltung regelmäßig sauber geführt wird, ne, dann stell dir für 450 Euro oder 520 Euro jemanden ein, der deine Belege scannt und sortiert und das dann für deine für deinen Steuerberater aufbereitet, ja? Das kann ja nicht die Kunst sein, ne? Aber statt da irgendwie 6 Stunden deine eigene Buchhaltung zu machen, sollte das kein Ding sein.

Oder wenn Du nicht verkaufen kannst, wie gesagt, dann sprich doch mal mit jemandem, der das Thema Recruiting beherrscht und sagt, ich bring dir jemanden, der Vertrieb kann. Oder noch besser, such dir eine Agentur, die vielleicht erst mal für dich das ganze Thema Vertrieb outgesourct organisiert, ja, kenn ich auch 'n Guten, ne? Die machen das wirklich so, die organisieren deinen Vertrieb im Outsourcing Bereich, übernehmen das mal fürn halbes Jahr und bauen währenddessen mit dir praktisch deinen Inhouse Vertrieb auf. Die entwickeln mit dir entsprechende Tools, die entwickeln mit dir Skripte, die entwickeln mit dir entsprechende Prozesse. Das heißt, sie sorgen dafür, dass sie für dich erst mal eine Zeit lang verkaufen, Du dadurch die finanziellen Ressourcen mit deren Hilfe erzeugst, die dir dann zur Verfügung stehen, dein eigenes Vertriebsteam aufzubauen.

Und bringen sozusagen diese Leute auch noch im Onboarding in deine Company. Ja. Also was fürn geiles Konzept, ja. Und Du siehst in diesem in sonem Beispiel mal, dass die Kompetenz ja da ist, ja? Du musst sie nicht haben.

Du musst nur wissen, wo Du suchen musst und natürlich hoffentlich auch keine Fehler dabei machen und und vorher auch 'n paar Hausaufgaben gemacht haben, denn das meiste oder das, was die meisten natürlich am Anfang ihrer unternehmerischen Strukturänderungen mit sich bringen, ist die Frage nach, woher soll ich 'n das ganze Budget nehmen, so was bezahlen zu können? Aber dass ich nicht, wenn ich auch wieder dabei sag, ey, wenn Du nicht vorher bereit bist zu investieren in ein Ergebnis, was Du nachher haben willst, dann kannst Du's lassen. Ja, dann such dir wieder 'n Job und dann hast dir keine Probleme mehr, ja, außer dass dir dein Arbeitgeber irgendwann sagt, jetzt ist vorbei. Ich hatte noch eine 3. Variante, und zwar einfach mal selber den Hörer in die Hand nehmen.

Ich mein, Du hast doch die Möglichkeit, heutzutage auf allen möglichen Kontakte zuzugreifen und einfach Leute zu fragen, ey, ich hab hier eine coole Idee. Ich glaube, das könnte dir helfen. Darum, darum, darum geht es. Wollen wir uns dazu mal 15 Minuten unterhalten? Wenn Du das, also das wäre, wenn ich jetzt son Produkt hätte, den Schritt 1, den ich machen würde, einfach mal so zu fühlen, passt das denn überhaupt auch, ja?

Weil ansonsten kennen wir, ich bin voll bei dir. Also was Du gesagt hast, ist komplett richtig. Häufig hab ich aber manchmal das Gefühl, das Produkt ist schon zu 2000 Prozent fertig, aber Du hast noch gar nicht mit irgendeinem gesprochen, der's kaufen könnte. Und dann knallst Du das irgendwie in den Markt und fragst dich, warum will das denn keiner kaufen? Ist das denn total geil?

Aber das, was Du beschreibst grade, ist ja das Thema Marktanalyse, ne? Das machst Du ja eigentlich, bevor Du mit 'nem Verkaufsprozess beginnst. Machst Du ja eigentlich. Jetzt muss ich aber mal 1 dazu sagen. Wenn wir jetzt mal son bisschen den Spaß beiseite lassen, wir haben ja 2 unterschiedliche Persönlichkeitsprofile im sozusagen Umgang mit anderen, ne.

Du hast den introvertierten Typen und Du hast in der Regel den extrovertierten Typen. Der extrovertierte hat in der Regel auch gar kein Problem damit, andere Menschen anzusprechen, auf andere zuzugehen, aktiv zu sein. Das sind Menschen, die mögen es zu sprechen und sie mögen Kommunikation, ja. Du musst halt immer nur gucken, sind die so eher statusorientiert oder sind sie tatsächlich einfach wirklich nur gerne in der Kommunikation? Da ist der auch so den ein oder anderen Ausreißer dabei.

Aber die die Introvertierten, ne, die müssen ja erst mal über die Hürde ihre über ihre eigenen Selbstzweifeln, ja? Mhm. So. Und bin ich gut genug? Und will man das, was ich tue eigentlich?

Und ich hab ja, weißte, das sind ja die, die beim Gedicht aufsagen in der Schule den Finger als Letzter oben hatten, ja? Oder die sich unterm Tisch verkrochen haben oder plötzlich auf Toilette mussten, als klar war, jetzt sind die dran, ja? So. Ja. Was ja auch völlig okay ist.

Und jetzt musst Du natürlich auch eine Sache noch mit bedenken. Und Unternehmertum hat ja auch was mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun oder mit Persönlichkeitsanalyse und Selbstreflexion. Jedem da draußen, der Vertrieb machen muss oder will, aber nicht richtig weiß, warum er sich nicht traut, Schau doch einfach mal dahin, ob Du jemals in deinem Leben etwas mit dem Thema Ablehnung zu tun gehabt hast. Ob das irgendwas war mit dein in deinem Elternhaus, ja, wo Du vielleicht nicht die Liebe bekommen hast, die Du haben wolltest oder die Du verdient hattest, ob das vielleicht zu viele Körbe waren, die Du als Mann kassiert hast auf der Suche nach 'ner Partnerin oder 'nem Partner. Was auch immer mit Ablehnung zu tun haben kann, kann heute die Grundlage dafür sein, dass Du dich nicht traust, auf andere Menschen zuzugehen und dein Produkt zu verkaufen.

Und wenn Du nicht in der Lage bist, dieses Thema aufzulösen, ja, und diese alten Muster, die sich dadurch bei dir eingeschlichen haben, auch abzustellen, na ja, dann wirst Du nicht wirklich den Erfolg haben. Und glaub mir, wenn Du mit sonem Thema auch wirklich in die Arbeit gehst, dann wird es dir passieren, dass Du eine Freiheit noch in ganz anderen Lebensbereichen empfinden wirst, außer deinem vertrieblichen Erfolg. Ja, und ich finde, dass Du das Thema angesprochen hast, cool, weil in dem, ich muss noch mal rausgucken, ich glaub, von Daniel Pink in dem Buch beschreibt er auch, warum introvertierte Personen durchaus sehr, sehr erfolgreich sein können im Vertrieb, ja. Das sag mal, als ich pack das logischerweise die Bücher, die wir jetzt alle hier genannt haben, auch noch mal in die Shownotes mit rein. Aber Du kannst, also Vertrieb kann man nicht, kann man lernen.

Ist total, es ist wie wie Schlosser, ja? Kann man lernen, muss man halt einfach dann auch irgendwann merken, okay, kann ich besser, kann ich nicht so gut. Ist aber im Endeffekt einfach 'n Handwerk und die Ausrede, ich bin eher so der Introvertierte und nicht so extrovertierte, ja, Du bist vielleicht nicht so laut, ja, und Du machst vielleicht nicht unbedingt jetzt Podcasts wie Sven und ich und knallst irgendwie auch so was auf Social Media raus, aber dafür hast Du andere Qualitäten, die durchaus im Vertrieb eben halt spannend sind und da einfach noch mal für dich selber, es macht überhaupt gar keinen Sinn, nicht am Anfang auch mal selber Vertrieb zu machen und das einfach mal auszuprobieren. Und dann kann man immer noch sagen, kann ich nicht oder liegt mir nicht oder raubt mir zu viel Zeit oder ist zu anstrengend. Und dann helf such ich mir entweder Team, ja, was Du nachher brauchst oder Agentur, was Du auch gut benutzen kannst, bevor Du dir ein Team aufbaust und horrende Mitarbeiterkosten eben halt dir aufbaust, gerade am Anfang und aber probier das am Anfang auf jeden Fall aus, weil nur, also andersrum, ne, wenn Du es nicht selber mal, also das ist auch wieder sone dumme Meer, aber wenn Du schon mal weißt, dass es geht, hast Du natürlich eine ganz andere Schubsermentalität, wenn wir wieder auf das Beispiel von dir drauf kommen, ja.

Wenn Du weißt, dass es geht, dann kannst Du denjenigen, den Du dann holst, sagen, hey, ich hab das selber schon gemacht. Ich weiß, dass es geht. Ich hab das schon ausprobiert. Bitte, ja? Probier's doch auch mal für für mich dann eben halt aus.

Herr Fayn, Du kannst ja auch mal gucken. Das ist natürlich immer sone Frage, traut man sich in sonem Moment? Alle reden irgendwie vom Fachkräftemangel und alle heulen da draußen rum, dass es irgendwie in keinem Job mehr vernünftiges Fachpersonal gibt. Gibt. Ja.

Ich hab letztens mit 'nem Kunden telefoniert, der hat mir eine geile Story erzählt. Der war irgendwo einkaufen, ja? Und der Verkäufer hat den total geil abgeholt, ja? Also der hat sich den gekümmert. Der hat gesagt, Mensch hier und willst Du erst mal 'n Cappuccino?

Ich glaube, der wollte sich 'n Anzug kaufen, ja? Und dann hat er dort wirklich von a bis z so ein wirkliches Verkaufserlebnis gehabt. Da war der richtig happy, Ja, und dann hat er den Verkäufer einfach angequatscht und hat gesagt, sagen wir mal, Du stehst hier eigentlich den ganzen Tag rum. Wie viele Menschen geben dir eigentlich 'n positives Feedback für die Arbeit, die Du hier machst? Ja, wie geil ist 'n das für dich?

Trinkgeld gibt's ja hier keins, ja? Und da hat er eine Antwort gekriegt, die ihn überrascht hat, dass er gesagt, ich mach das, was ich tue, natürlich aus Leidenschaft. Aber wenn's Anerkennung geht oder das, was, ich sag mal, ich zurückgespiegelt bekomme, dann seh ich durchaus nicht so viel, was mir Freude macht. Und da hat er dem einfach gern gewohnt und gesagt, müsst ihr für mich arbeiten? Ich liebe die Art, wie Du verkaufst, weil Du verkaufst, ohne zu verkaufen, Ja, ich würde dich gerne meine Company holen.

Und tatsächlich ist der Typ zu ihm zu ihm gegangen in die Company Cool. Und verkauft jetzt für ihn. Das heißt also, auch wenn Du dich mal überlegst, wenn Du dir mal überlegst, in in welchen Lebenssituation, ob Du jetzt Intro oder extrovertiert wenn dir Verkaufen nicht liegt, aber in welcher Lebenssituation ist dir mal, hast Du mal 'n Erlebnis gehabt, wo Du von 'nem Verkäufer so begeistert warst, dass Du gedacht hast, wow, ey, ich hab mich jetzt hier als Kunde so super gefühlt. Ey, verhinderten dich da dran, den Kunden anzusteuern oder den den den Menschen anzusprechen, ob der für dich arbeiten will? Weil ganz ehrlich, 1, den wir beide gut kennen, dessen Namen wir heute aber mal nicht nennen wollen, der hat mal was ganz Tolles gesagt.

Der hat gesagt, Du kannst bei mir sofort anfangen, wenn deine Attitude stimmt, wenn deine Persönlichkeit stimmt, alles andere bringe ich dir bei. Ja, und genau darum geht's. Ja. Verkaufe doch einfach so, wie Du selber auch gerne einkaufen würdest. Genau das, was genau das, was was Du gerade gesagt hast, das liebe ist.

Sven, wir uns rennen die eine Zeit lang son bisschen davon, ich könnt mit dir noch Ewigkeiten weiter quatschen. Da haben wir einfach noch mal eine noch mal eine 2. Folge davon, Aber für, wenn Du jetzt noch mehr von dir erfahren möchten, wo müssen wir hingehen? Na ja, Du kannst natürlich auf meine Website kommen, Sven minus Lorenz dot com. Du kannst dir meinen Podcast anhören, erfolgreich Podcast, ja.

Mittlerweile glaub ich über 860 Episoden. Also wenn Du ganz am Anfang anfangen willst, dann hast Du 'n bisschen Hausaufgaben, kannst meinen Youtube Kanal Sven Lorenz abonnieren. Auf Instagram findest Du mich. Aber alles, was Du eigentlich wissen musst, findest Du auf meiner Website. Insofern glaub ich, dass da alles drin ist, was dich interessieren könnte, wenn es das Thema geht, Unternehmensentwicklung und ja, alles, was dich weiterbringt, wenn Du dich als Unternehmer wirklich nach vorne bringen möchtest.

Sehr schön. Das packe ich natürlich alles in die Shownotes. Sven, vielen lieben Dank für das sehr offene und ja, wir haben wir haben 2, 3 Abbiegungen gemacht. Es war aber 'n richtig, richtig schönes Gespräch, hat mir richtig Laune gemacht. Und ich mag jetzt noch mal an der Stelle, dass ich dir die Bälle einfach so zuschmeißen kann und Du machst was draus, verwandelst die.

Das hat richtig Laune gemacht. Danke dir dafür, ja. Gerne, geil. Man merkt halt, dass Du schon 800 aufm Buckel hast. Sieht man dir zwar nicht an, aber Wenn Du jetzt wenigstens noch Podcastfolgen gesagt hättest, ja, jetzt blieb dem Zuhörer eigentlich nur die Interpretation, redet er hier von 'ner Schildkröte mit 800 Jahren oder was los, ja?

Okay, 800 Podcastfolgen, nur das noch mal klarzustellen. Danke schön. Mein Lieber, vielen lieben Dank. Das hat mega Spaß gemacht. Und für dich da draußen, ich wünsch dir natürlich jetzt einmal erfolgreichen restlichen Tag.

Wir hören uns in den nächsten Tagen wieder. Schau natürlich gerne beim Sven rein, schau aber gerne auch noch mal bei uns aufs Portal Vertrieb Punkt Business. Da gibt's demnächst richtig, richtig coole Neuigkeiten und vergiss nicht dir dein Ticket für die Vertrieb Punkt Business live am siebzehnten April 20 24 in Köln zu holen. So, das war's. Ich bin live, ich bin raus und Sven, dir noch einen schönen Tag.

Dankeschön. Tschau, ciao. Euch auch eine gute Zeit. Tschau, tschau.

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