Cover: Sascha Heß - gehört Eventmanagement auch zum Handwerk?

Sascha Heß - gehört Eventmanagement auch zum Handwerk?

3. September 2025 17:07 Min. Zu Gast: Sascha Heß
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Worum es geht

In dieser Folge ist Sascha Heß, Geschäftsführer von 'Action Life' Veranstaltungstechnik, zu Gast und zeigt, wie viel Handwerk tatsächlich im Eventmanagement steckt. Von Elektrik über Holz- bis Metallbau: Er erklärt, wie eng die Eventbranche mit klassischen handwerklichen Berufen verflochten ist und warum ohne Handwerk keine Veranstaltung gelingt. Ein Blick hinter die Kulissen einer Branche, die Technik, Kreativität und Handwerkskunst verbindet.

Das nimmst du mit

  • Eventmanagement ist ohne handwerkliche Kompetenz nicht denkbar – Technik und Aufbau bilden das Fundament jeder Veranstaltung.
  • Berufe wie Elektrik, Holz- und Metallbau sind fester Bestandteil der Veranstaltungstechnik.
  • Erfolgreiche Events entstehen aus dem Zusammenspiel von Technik, Kreativität und Handwerkskunst.
  • Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie viel praktische Arbeit hinter einer gelungenen Veranstaltung steckt.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Es geht um die Frage, ob und inwiefern Eventmanagement zum Handwerk gehört, und wie eng die Veranstaltungsbranche mit handwerklichen Berufen verbunden ist.
Wer ist der Gast?
Zu Gast ist Sascha Heß, Geschäftsführer von 'Action Life' Veranstaltungstechnik.
Welche handwerklichen Berufe spielen im Eventmanagement eine Rolle?
Laut der Folge sind unter anderem Elektrik, Holzbau und Metallbau in der Veranstaltungstechnik gefragt.
Für wen ist die Folge interessant?
Für alle, die sich für die Verbindung von Handwerk, Technik und Kreativität interessieren und einen Blick hinter die Kulissen der Eventbranche werfen möchten.

Zu Gast

Geschäftsführer von 'Action Life' Veranstaltungstechnik

Sascha Heß ist Geschäftsführer des Unternehmens 'Action Life' Veranstaltungstechnik und kennt die enge Verflechtung von Eventmanagement und Handwerk aus der Praxis.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht, Ihrer Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute begrüßen wir bei uns Sascha Heß. Hallo Sascha. Schön, dass Du hier bist. Sascha, Du bist im Bereich Eventmanagement unterwegs, also eigentlich gar nicht im Handwerk unterlegen, aber wir stellen heute mal so heraus, welche Verknüpfungen alle da sind zwischen dem Bereich Eventmanagement und eben halt den ganzen handwerklichen Berufen, die es da so gibt, vom Elektriker über Holzbauarbeiten, Metallbauarbeiten und so weiter.

Da werden wir gleich noch mehr drüber sprechen. Aber stell dich doch mal kurz vor und sag uns doch einfach mal aus deiner Sicht, wie nah doch der Eventmanagementbereich am Handwerk ist. Ja, also ich bin der Sascha, hat's mich ja schon vorgestellt, 30 Jahre jung, geschäftsführender Gesellschafter von der Firma Action Life Veranstaltungstechnik aus Koblenz und wir machen eben die Technik für Veranstaltungen, aber nicht einfach nur die Technik, sondern wir kümmern uns da drum, dass es eben für eine rundum gelungene Veranstaltung für den Kunden als auch für den Gast ist. Und wir haben mittlerweile so viele Themenpunkte, so viele Schwerpunkte über die Jahre bei uns angesammelt und vereint, dass es eben nicht mehr nur die klassische Veranstaltungstechnik ist, sondern wir auch beispielsweise einen eine Set Set Bauabteilung bei uns haben. Bedeutet, wir bauen große Bühnenhintergründe aus Holz.

Wir machen viel mit Stahlgerüstbau als Unterkonstruktion für Bühnen zum Beispiel und genau tatsächlich die verschiedenen Bereiche des Handwerks tangieren. Also eigentlich müsstet ihr mit eurer Berufsgruppe eigentlich dann zum Handwerk gehören, oder? Ganz klar, seh ich auch so. Ist tatsächlich dann offiziell aber irgendwie doch nicht so passiert, obwohl wir tatsächlich alle überwiegend in schwarze Arbeitskleidung rumlaufen mit Sicherheitsschuhen, weil's halt tatsächlich schon irgendwo 'n handwerklicher Beruf ist, ja. Ja, ja.

Wie hat sich denn der Bereich Veranstaltungstechnik bei dir in den letzten Jahren so entwickelt? Wenn man so einfach mal über Digitalisierung nachdenkt, über jetzt vielleicht möglichst sogar KI, die demnächst noch kommt, wie wie siehst Du da a, zurückschauend einmal das Thema und auch sonen wenn Du nach vorne schaust? Was kommt da auf uns zu? Ja, das Thema KI, da sind wir alle gespannt, wie uns das begleiten wird. Bei uns selber im Unternehmen ist es aktuell noch kein Verknüpfungspunkt.

Was wir aber tatsächlich ganz klar sehen, Thema Digitalisierung, grade durch das Thema Corona, was ja toi toi toi glücklicherweise jetzt so gut wie abgeschlossen ist, sag ich mal, wo tatsächlich extrem viel in eine Digitalisierung geflossen ist, heißt, die ganzen Streamings, die aufgekommen sind, was vorher in der Bereich der Veranstaltungstechnik eigentlich eher 'n Randthema gewesen ist, das ist halt unfassbar schnell umgesetzt worden. Klar, die ganzen Offlineveranstaltungen waren damals verboten 2020, wo das alles angefangen hat. Man musste Alternativen und Lösungen finden, wie man eben Veranstaltungen trotzdem stattfinden lassen kann. Und grade mit dem Streaming, dass man halt alles ins Internet überträgt über Zoom, Microsoft Teams, wer wächst, welche Plattformen es auch immer gibt, haben wir jetzt halt 'n unfassbar geiles Tool an der Hand, eben auch Reisekosten zu sparen und Teilnehmer auf der ganzen Welt miteinander auf den Events zu verknüpfen. Ja, spannend.

Jetzt hast Du ja eben schon mal angedeutet, welche Berufsgruppen Du alle so bisschen auch touchierst eben halt. Welche Fähigkeiten muss man dafür mitbringen? Und vor allen Dingen, jetzt kommt ja ein Punkt dazu, es sind ja Ausbildungsberufe teilweise, über die wir auch eben gesprochen haben. Wie oft hast Du da Themen, wo Du sagst, okay, bis hierhin kann ich's machen? Mhm.

Und vertreten auch vor allen Dingen. Und ab 'nem gewissen Punkt musst Du vielleicht dann doch jemanden noch mal dazu holen, der eben halt vielleicht zum Beispiel im Elektrobereich dann noch mal tiefer involviert ist, ausgebildet ist und so weiter. Wir bieten bei uns im Unternehmen einmal klassische Berufe an wie Bürokaufleute. Wir haben Schreiner, die wir grundsätzlich ausbilden, Fachkraft für Lagerlogistik, das sind so die klassischen Berufe erst mal. Und dann geht's tatsächlich schon weiter zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, was ein relativ junger Beruf ist.

Den gibt's, glaub ich, seit 20, 25 Jahren ungefähr. Und der vereint unfassbar viele Kompetenzen. Also da geht's in der Ausbildung die Bereich Statik. Was kann man für Traversen an die Decken hängen? Wie berechnet man das?

Worauf muss man da achten? Elektrotechnik ist 'n Riesenthema dabei, eben wenn man die ganzen Kabel verlegt, auf was muss man achten? Wie repariert man Geräte? Worauf muss man achten, keinen Stromschlag zu bekommen und so weiter und so fort, das halt wirklich bis ins kleinste Detail. Netzwerktechnik ist 'n Riesenpunkt, vor allem in den letzten Jahren geworden, weil die ganzen Gerätschaften untereinander häufig mit Netzwerk mittlerweile angesteuert werden.

Und so braucht man tatsächlich in vielen Bereichen verschiedene Kompetenzen, da dann auch tatsächlich mit mitzulaufen. Weil wenn Du das alles nicht hinkriegst auf den Veranstaltungen, es ist auch son bisschen Unternehmensphilosophie. Grundsätzlich können sich die Veranstaltungstechniker bei uns auch spezialisieren auf die Bereiche zum Beispiel Ton, Licht, Videotechnik, da dann eigentlich ihre eigenen Interessen auch 'n bisschen zu verfolgen. Uns persönlich ist es als Unternehmer aber daran gelegen, dass jeder Techniker bei uns alle Gewerke grundsätzlich abbilden kann. Heißt das man weiß, wie stellt man Lautsprecher ein und 'n Mikrofon dazu?

Worauf muss ich achten, wenn ich 'n Streamen mache mit der Kamera und mit der richtigen Ausleuchtung? Das sind tatsächlich viele Kompetenzen, die man da vereinen muss, wo es auch unfassbar schwer ist, das richtige Personal und die richtigen Auszubildenden dafür zu finden. Ja, sind Ausbildungsberufe dann hauptsächlich dann eben oder oder Kann man auch 'n Meister machen in diesem Bereich? Im Bereich der Veranstaltungstechnik kannst Du auch 'n Meister machen in unterschiedlichen Fachrichtungen. Du kannst das Ganze auch studieren.

Das bieten wir jetzt aktuell aber noch nicht an. Techniker, geht das auch in die Richtung, oder? Den haben wir nur in der Holzwerkstatt bei uns. Okay. Genau, aber in der Veranstaltungstechnik, genau, ist halt die Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Techniker, so ist er jetzt erst mal nicht vorgesehen. Okay, gut. Dann gehen wir mal in deinen Job son bisschen rein. Wenn Du so herausfordernde Projekte hast, wie gehst Du da besonders in der Planung vor? Was ist da so, wo achtest Du drauf?

Wo gehst Du? Auf Personaleinsatz ist ja auch son Thema immer. Das stimmt. Personaleinsatz ist grade bei uns in der Branche sowieso sehr, sehr spannend, weil man bei uns üblicherweise son Grundstamm an Personal hat und den ganzen Rest mit externen freien Technikern besetzt. Heißt, man kennt in ganz Deutschland oder auch europaweit teilweise Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, die man dann eben zu den Veranstaltungen mit dazuholt.

Und ja, bei der Planung ist es halt erst mal wichtig zu schauen, was ist der Wunsch des Kunden? Was soll umgesetzt werden und was ist die Botschaft, die der Kunde vermitteln möchte gegenüber seinen Gästen, gegenüber dem Publikum, wer auch immer da dann grade angesprochen wird in dem Bereich. Ist es eine kleine Veranstaltung, ich sag mal, 500 Besuchern? Ist es eine größere mit 5000 oder 'n Stadion gefüllt mit 50000? Und dementsprechend muss man dann halt einfach schauen, okay, über welche Budgets spricht man da?

Wie ist die ganze Materialdisposition? Woher kommt das ganze Material? Wie kommt es da überhaupt hin? Zu welchem Zeitpunkt wird was aufgebaut, damit die Gewerke auch dann nahtlos ineinander übergreifen? Weil ich sag mal, solange die Traversen zum Beispiel noch nicht an der Decke von 'ner Veranstaltungshalle hängen, kannst Du auch noch keine Lampen aufhängen.

Heißt, die Lichttechniker brauchst Du erst 'n bisschen später. Am Anfang brauchst Du die Riga und so weiter und so fort. Da sind viele Punkte und da geht viel, viel Zeit ins Land, bis sone Planung für son großes Event da mal tatsächlich abgeschlossen ist. Okay, jetzt geht's was schief? Wie ist der Krisenplan oder wie ist Lampen?

Es geht immer was schief. Also mein persönliches Motto ist sowieso, es gibt keine Probleme, sondern nur Lösungen. Grade bei uns in der Branche ist es üblich, man hat von einem Lampentyp 20 Stück bestellt und dann sind 2 Stück kaputt. Okay, wie löst man das? Kriegt man irgendwo Ersatz herbeschafft?

Fährt noch mal 1 ausm eigenen Lager jetzt nach Berlin zum Beispiel, da dann einfach 2 Lampen nachzuliefern. Ist in irgendwelche Kabel kaputtgegangen, lötet man die grade auf der Baustelle noch mal neu zusammen, als irgendwelche Spezialkabel sind oder kriegt man auch irgendwo da Ersatz beschaffen? Dass Potpourri aus Herausforderungen, die da jedes Mal entstehen, ist unfassbar vielfältig. Dass 'n Lkw 'n Unfall hat und die ganze Technik mit da drauf ist, auch so was ist schon vorgekommen. Und am Ende hat man immer alles irgendwann hingekriegt oder irgendwie hinbekommen, weil die Veranstaltung findet statt.

Und das unterscheidet uns son bisschen vom, ich sag einfach mal, klassischen Handwerker, ohne dem Fliesenleger zum Beispiel zu nahe treten zu wollen. Aber wenn da jetzt mal 'n Paket Fliesen kaputtgeht, dann sagt er, alles klar, dann komm ich halt morgen wieder. Und bei uns ist aber Freitagabend 20 Uhr, gehen die Türen auf und die Veranstaltung startet. Und bis dahin muss alles fertig sein. Das heißt, Improvisation ist 'n ganz wichtiger Definitiv, absolut, ja.

Ja. Ohne kommen wir da nicht weiter. Handwerkerinnen und Handwerker wie Du halten die Welt zusammen und wir halten dir den Rücken frei. Wir stehen für Innovation im Handwerk, für Lösungen, die vorangehen und für Arbeit, die sicher und smarter wird, weil Handwerk Zukunft ist. Wie viel Leute habt ihr denn 'nem Team, die vollumfänglich Sachen improvisieren können, ne?

Das heißt jetzt grade, also Elektro ist ja nun mal son Teil, wo man ja immer sehr schauen muss, funktioniert's, funktioniert's nicht? Lichtton ist ja nun mal alles in dem Bereich, ist ja fast das Wichtigste bei soner Veranstaltung. Wie viel Leute habt ihr da an Themen, die da vollumfänglich quasi agieren können? Vollumfänglich? Also grundsätzlich würd ich sagen, dass jeder unserer Mitarbeiter da, also inklusive der Azubis mittlerweile schon so weit ist, dass die vollumfänglich problem, lösungsorientiert denken und auch handeln.

Der eine kann das natürlich aufgrund seiner Erfahrungen deutlich besser, schneller, einfacher, weil er die eine Problemstellung vielleicht schon 'n paar Mal gehabt hat als jetzt 'n Azubi, der im zweiten Lehrjahr ist, ist ganz klar. Aber grundsätzlich würde ich das allen unseren Mitarbeitern zuschreiben, dass sie Problemlösungskompetenz auf jeden Fall haben, weil ansonsten ist man bei uns auch einfach falsch. Also nicht nur bei uns jetzt speziell als Arbeitgeber, sondern grundsätzlich in der Branche. Mhm. Genau.

Thema Arbeitssicherheit. Das haben wir schon rausgehört, Traversen, Decke und Statik und so weiter, hast Du ja eben schon gesagt. Welche Voraussetzungen habt ihr da und worauf achtet ihr besonders? Also superwichtig ist, sobald schwebende Lasten über einem sind, die halt noch nicht final gesichert sind, dass man da halt immer mit Helm rumläuft, ganz klar ist Sicherheitsschuhe, also die immer, egal was ist, ob's jetzt der Lkw Fahrer ist, der nur Material von a nach b bringt, der Lkw grade ausladen wird, irgendwelche Kabel verlegt werden, Sicherheitsschuhe sind immer dabei. Klar, Handschuhe tragen wir in der Regel auch, einfach Quetschgefahr zu mindern.

Dann Absturzsicherung, also persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, heißt Klettergurt, wenn man in Höhen arbeitet. Das sind alles Sachen, die sind nicht diskutabel, also bei uns schon dreimal nicht und die macht man einfach. Also die Azubis kriegen's auch vom ersten Tag an beigebracht. Wenn ihr in der Höhe arbeitet, habt ihr euch zu sichern mit entsprechenden Klettergurt. Und wenn das nicht passiert, kann derjenige halt nach Hause fahren.

So. Und da sind wir auch rigoros und sehr, sehr streng und das funktioniert aber. Also da gibt's keine Diskussion, das wird so gemacht und toi, toi, toi, ist bis heute auch noch nichts Schlimmes passiert. Ja, das ist das ist ja richtig, dass nichts passiert. Vor allen Dingen, sagen wir mal, man kann gut vorbereitet sein, aber wenn man eben nachbereitung muss, weil man eben etwas nicht gemacht hat, ist das Schlimmste, ne?

Richtig. Ja. Wenn ihr, habt ihr feste Partner, mit denen ihr arbeitet oder was heißt also jetzt von Lieferanten, Kabelhersteller oder oder auch technische Geräte? Geht's da Qualität vor allen Dingen? Geht's da Nachhaltigkeit?

Welche Themen habt ihr da? Ja, das mit der Nachhaltigkeit ist auch grundsätzlich das Thema, grade im Bereich des Messebaus, auch in der Veranstaltungstechnik ganz klar, weil man immer wieder überlegen muss, okay, man fährt mit Lkws, die komplette Technik irgendwie durch die ganze Bundesrepublik, obwohl die Technik grundsätzlich austauschbar ist, sag ich mal. Aber wir wollen ja mit, also wir wollen ja Geld verdienen, müssen alle unsere Brötchen irgendwie erwirtschaften. Und da ist es natürlich sinnvoll, dass wir unser eigenes Material mitnehmen und nicht in München bei 'ner Firma vor Ort zumieten. Ja, wir haben viele langjährige Partner, auch deutschlandweit.

Man kennt sich, man weiß, wo man was bekommt. Es gibt zum Beispiel relativ bekannten Lautsprecherhersteller und man weiß genau, welche Firmen in Deutschland haben zum Beispiel den Hersteller, wo kriegt man da was zugemietet? Es gibt Firmen, die sich nur darauf spezialisiert haben, Veranstaltungstechnik an andere Veranstaltungstechnikfirmen zu vermieten. Und so gucken wir halt immer, dass wir unser Netzwerk, was wir haben, kontinuierlich auch ausbauen, grundsätzlich auch neue Partner finden, aber auch den alten treu bleiben. Weil wir sind jetzt seit nächstes Jahr sind wir 30 Jahre am Dafür gibt's ja auch Gründe, wieso, weshalb, warum Sachen gut laufen.

Und meistens sind die Partner halt mit essenziell daran beteiligt, dass das halt alles so rund läuft. Ja. Lass uns mal über die Menschen sprechen, die bei euch arbeiten in der Branche jetzt, genau. Ihr seid ja auch viel auf Reisen. Genau.

Ne, also wenn ich's mir so vorstelle, dann ist wahrscheinlich ja eine Veranstaltung, wenn die im Vorlauf wisst, dann habt ihr irgendwie 2, 3 Monate vorher oder vielleicht auch, wenn's gut läuft, früher schon die Informationen, da müssten wir hin, dann planen wir. Und dann seid ihr ja mit Sicherheit eine Woche oder anderthalb Wochen oder je nachdem, wie groß die Veranstaltung ist, dann auch unterwegs. Wie ist das für die Menschen, wenn wenn man so viel unterwegs ist, ist, dann auch unterwegs. Wie ist das für die Menschen, wenn wenn man so viel unterwegs ist, wenn man so viel reist? Ja, man muss da schon für gemacht sein.

Also ich persönlich, gut, ich bin jetzt noch 30 Jahre jung, alt, wie man's sieht. Ich hab unfassbar viel Spaß am Reisen, ich seh gerne was von der Welt und wir haben halt häufig auch das Glück, dass wir die Möglichkeit haben, sogenannte Off Days mit während der Veranstaltung zu haben. Heißt keine Ahnung, das sind 3 Tage Aufbau, dann 2 Tage Veranstaltung, 2 Tage Abbau und dann weiß man alles klar, wir können jetzt aber noch einen Tag dranhängen, einfach weil ist grad die Zeit dafür da und dann verbringt man zum Beispiel noch einen Tag in Barcelona, guckt sich die Stadt 'n bisschen an, macht so was auch mal abends, aber tatsächlich, wenn man so lange Stunden hat, also lange Tage hat mit vielen Stunden, ist manchmal schwer, das im Alltag dann auch zu verwirklichen. Grundsätzlich, wir bei uns sind 'n sehr, sehr junges Team, viele haben auch 'n Partner. Die Partner sind meistens alle sehr, sehr fein damit, dass man halt auch mal längerfristig unterwegs sind, weil's grundsätzlich sehr, sehr gut planbar ist.

Grundsätzlich bedeutet, genau, meistens wissen wir 2, 3 Monate im Voraus Bescheid, wo eine Veranstaltung ist, aber es kommt auch mal vor, dass 2 Wochen vorher irgendwie eine 20 Lkw Produktion anruft und sagt, ah, hier, wir brauchen übrigens. Und dann, ja, muss man halt auch mal spontan sein. Braachst Du grad schon Thema Stunden an. Jetzt ist ja grade der Eventbereich, glaub ich, da ist es schwierig immer im im Raster zu bleiben. Habt ihr da interne Verabredungen, sag ich's einfach mal, in der Branche natürlich, die man so trifft, eben gewisse Ausgleich auch zu schaffen?

Ja, also wir versuchen zeitnah die Ausgleichsstunden zu gewähren. Das funktioniert natürlich nicht immer. Ich mein, wir sind schon grundsätzlich sehr saisonabhängiges, eine saisonabhängige Branche. Und da passiert's halt einfach, dass es mal 2 Monate gibt, wo auch eine Urlaubssperre einfach ist, weil da eben die ganzen Veranstaltungen stattfinden. Bei uns ist die Haupturlaubszeit irgendwie im Winter beziehungsweise so Mitte, Ende Januar.

Da ist bei uns immer etwas Luft. Wir sagen auch immer so scherzhaft, ah, wir machen irgendwelche neuen Projekte, die wir für uns intern uns ausgeguckt haben im Winter, wenn Zeit ist. Dann gibt's immer 'n bisschen Gelächter, weil die letzten Winter waren tatsächlich doch relativ viel zu tun. Und da ist es dann tatsächlich auch sehr, sehr schwer, diesen Ausgleich wieder zu gewähren, aber bisher kriegen wir das sehr, sehr gut hin und reden da immer gut mit den Kollegen und mit unseren Mitarbeitern, dass wir das alles irgendwie gemeinschaftlich hinbekommen, weil wir sind ein großes Team und ja, wir haben viel Spaß zusammen. Natürlich gibt's auch mal schwierige Zeiten, wo halt viel Arbeitsaufkommen ist, aber grundsätzlich gehört alles sehr, sehr gut hin.

Also im Grunde zwischen Silvester und Karneval ist bei euch dann sone Ruhephase. Tatsächlich bei uns ja. Ja. Ja, richtig. Ja, Sascha, hast Du uns denn noch 'n Hack mitgebracht, den Du unseren Zuschauern gerne mit an die Hand geben möchtest?

Was für 'n Heck? Ein Tipp, den Du den Zuschauern geben möchtest, die Du aus deinen Erfahrungen, die Du so hast, Richtung Richtung Handwerk deine Firma mitgeben möchtest? Nee, also tatsächlich dieses Motto, was ich eben schon angesprochen habe mit, es gibt keine Probleme, sondern nur Lösungen. Ich glaube, wenn man viele sich im, auch im turbulenten Alltag das mal zu Herzen nehmen würden, wär's häufig gar nicht so stressig, wie's aufn ersten Blick manchmal scheint. Also von daher würd ich allen gerne dieses Motto mit an die Hand geben.

Ja, sehr gut. Und die letzte Frage schon. Und zwar ist die Frage, ob Du meinst, dass das Handwerk in der Gesellschaft am richtigen Platz ist oder ob es ob das Handwerk ein 1 bessere Position oder vielleicht auch eine schlechtere Position verdient hätte oder wie siehst Du das? Ich glaube, dass es teilweise immer noch zu viel belächelt wird, weil das Handwerk ist unfassbar wichtig für Deutschland. Und gleichzeitig seh ich aber auch, wenn ich jetzt mit unserer Branche da mal drauf gucke, dass wenn man sich ganz einfach mal Stundensätze, schon Verrechnungssätze anguckt vom Maler, Fliesenleger, Automechatroniker oder was auch immer, zu unseren Stundensätzen, muss unsere Branche dann noch extrem aufholen, weil für so krass ausgebildete Fachkräfte, wie wir teilweise sind, vor allem in den speziellen Bereichen der einzelnen Tonlicht Videotechnikabteilungen, ist das schon schade, wie schlecht wir eigentlich bezahlt sind für die Arbeitszeiten, die wir dann auch tatsächlich haben.

Das ist ja mal positiv fürs Handwerk an der Stelle, sehr gut. Genau. Ich krieg manchmal ja mal andersrum, dass das Handwerk unterbezahlt ist, aber in dem Fall haben wir da noch eine Branche, die hinter uns ist. Ja, genau, würd ich ganz klar sagen. Aus meiner Perspektive gesprochen, gar nicht so schlecht, was Daniel wahrscheinlich jetzt nicht so.

Genau. Ja schön. Sascha, danke, dass Du hier gewesen bist. Danke für die Einladung. Hast dir gefreut.

Das war Sascha Heß. Vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.

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