Cover: Sascha Eilers - der Holzbauexperte

Sascha Eilers - der Holzbauexperte

18. Juni 2025 17:08 Min. Zu Gast: Sascha Eilers
0:00 17:08

Worum es geht

In dieser Folge spricht der Zimmermann und Holzbauexperte Sascha Eilers über die Zukunft des nachhaltigen Bauens mit Holz in Deutschland. Im Zentrum steht die brisante Frage, warum der Holzbau angesichts von politischer Unsicherheit, Bürokratie und geänderten Förderprogrammen plötzlich nicht mehr gefördert wird. Ein Plädoyer für eine nachhaltigere Baukultur.

Das nimmst du mit

  • Nachhaltiges Bauen mit Holz sollte laut Sascha Eilers ein zentraler Bestandteil der Baupolitik bleiben.
  • Geänderte Förderprogramme stellen den Holzbau in Deutschland aktuell vor neue Herausforderungen.
  • Politische Unsicherheit und Bürokratie erschweren die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Baukultur.
  • Praxisnahe Perspektiven eines erfahrenen Zimmermanns helfen, die aktuelle Förderdebatte einzuordnen.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Es geht um den Holzbau in Deutschland und die Frage, warum er trotz seiner Bedeutung für nachhaltiges Bauen aktuell nicht mehr gefördert wird.
Wer ist der Gesprächspartner?
Sascha Eilers, ein Holzbauexperte und Zimmermann mit jahrelanger Erfahrung und einer klaren Vision für nachhaltiges Bauen.
Warum ist der Holzbau politisch relevant?
Weil nachhaltiges Bauen mit Holz laut Eilers ein zentraler Bestandteil der Baupolitik sein sollte, aktuell aber durch geänderte Förderprogramme, Bürokratie und politische Unsicherheit unter Druck gerät.
Für wen ist die Folge interessant?
Für alle, die sich für nachhaltiges Bauen, Holzbau und die Zukunft der Baukultur in Deutschland interessieren.

Zu Gast

Holzbauexperte und Zimmermann

Sascha Eilers ist Holzbauexperte beziehungsweise Zimmermann mit jahrelanger Erfahrung und der klaren Vision, dass nachhaltiges Bauen mit Holz ein zentraler Bestandteil der Baupolitik bleiben muss.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht, der Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute habe ich 'n besonderen Gast hier. Man sieht's schon im Outfit, am Outfit. Hier ist Sascha Eilers. Sascha Eilers ist Holzbau, im Holzbau unterwegs, Zimmerermeister und stellt sich die Frage, warum die ökologische Bauweise mit Holz nicht mehr gefördert unterstützt wird und warum es in der Gesellschaft nicht so sehr ankommt, wie es ankommen sollte.

Hallo, Sascha. Hallo, Olli. Sascha, sag mal, wie empfindest Du das? Oder oder wie wie wieso wieso ist das so, dass das nachhaltige Bauen nicht mehr gefördert wird? Und den Umgang gefallen stell ich doch auch kurz bitte vor.

Ja, ich bin Sascha Eilers. Ich hab eine Zimmerei gegründet mit meiner Frau zusammen vor 12 Jahren in Schüttorf. Das liegt gut vor der holländischen Grenze westlich von Osnabrück und hab 2 Jahre vorher meinen Meister gemacht. Bin ganz klein alleine angefangen, mittlerweile sind wir zu 12 und spezialisieren uns son bisschen auf den ja, Holzbau und Hallenbau. Das ist Hunger.

Und wieso kommt der Holzbau nicht so richtig in der Gesellschaft an? Ja, der Holzbau ist son bisschen, teilweise leider auch von den Architekten, weiß nicht, verrufen, wie soll ich sagen? Also manche Architekten sagen den Bauern schon, es ist teurer. Es wäre brandschutzgefährlicher. Es ist, Feuchtigkeit stört.

Tut mir leid, aber Blödsinn. Also total, also es hat's mal Feuchtigkeit gebraucht zum Leben, sonst wär's nie 'n Baum raus geworden und hätte nie 'n Stamm werden können. Es brennt nicht. Mhm. Holz brennt grundsätzlich nicht.

Also wenn 'n Wohnungsbrand ist oder 'n Hausbrand ist, was steht zum Schluss? Zum Schluss steht der Dachstuhl. Also die die Holzbalken, die noch stehen, der Rest fällt zusammen. Und wenn man mal son Stück Holz als als Ganzes anfängt versucht, also zu anzuzünden. Ja, das das geht ja gar nicht.

Also das ist spalten, nimmt das brennt. Und das sind so, wir kriegen mit unseren Hallen automatisch f 30 hin, weil wir verdeckte Holzverbindungen machen mit Schwalbenschwänzen, so wie's von früher kommt und nicht 'n Eisenverbinder nehmen. Also deswegen dieser Brandschutz, warum. Und das ist son bisschen, wo die Leute sagen, ja, es brennt und es ist teurer und das ist ist nicht so. Also heißt also, die die bestehenden Glaubenssätze grade für den Holzbau sind eigentlich gar nicht real, sind gar nicht realistisch.

Gar nicht realistisch. Genau, ja. Das muss einem, ich muss überdenken, ja. Also es ist so, dass wie viele Fachwerkhäuser haben wir, die schon seit Hunderten Jahren stehen? Wie sieht's denn in Skandinavien aus mit den Holzhäusern?

Ganz Amerika besteht aus Holzhäusern. Welche Vorteile haben denn eine Holzhäuser beziehungsweise die Bauart mit Holz? Ja, also wir sagen ja nicht mehr Holzrahmenbau und Massivbau, weil 1 1 1 Holzrahmenbauwand ist genauso massiv oder in meiner Augen so massiver als eine 1 Klinkerwand. Okay. Weil wenn man mal so überlegt, man würde den Beton drunter wegnehmen halseitig, dann wird sone Klinker oder Kalksandsteinwand zusammenfallen.

Eine Holzwand steht wie eine Scheibe. Es ist also meines Erachtens genauso stabil. Es ist viel kürzere Bauzeiten. Wir erreichen viel besseren Dämmwert, weil wir viel mehr Dämmung einbringen können in in geringeren Dicken der Wände. Ja.

Also man muss nicht noch vor dem Klinker noch Dämmung setzen. Ja, das ist so. Ja, total spannend. Also heißt das auch aus aus der ökologischen Seite her auf jeden Fall absolut von Vorteil, wenn man eben halt dann mit mit Holz baut. Vom Raumklima her, ist da auch sind da auch Vorteile, die bekannt sind oder ist das eher dem Lehmputz quasi vorbehalten?

Ja, Lehmputz ist natürlich schon auch sehr interessant. Das machen auch viele dann genau. Und dieses dieses Raumklima hat man dann auch einfach, ja, ähnlich. Ich selber wohn im Holzrahmenhaus in, wie sagen, ja, nassem Trockenbau, in ein Trockenbauhaus, weil wir jetzt komplett trocken aufstellen konnten. Und ich kann's leider ja eigentlich nicht das das Nassbau Gegenteil sagen.

Ich kenn's halt nicht. Ich gehör nur die Erfahrung von den Leuten, mit denen wir bauen, die dann sagen, es riecht gut. Es riecht heute noch bei uns nach 10 Jahren. Wir wohnen seit 10 Jahren da. Und wenn wir Besuch kriegen, ja, boah, die riecht's immer so toll nach Holz.

Also ja, ich hab eine sichtbare Balkenlage. Aber ja, es ist einfach 'n ganz anderes Wohnklima. Ja. Ja, sehr interessant, also Und wir bauen komplett aus Holz. Also selbst die Dämmung ist Holzfaserdämmung.

Also komplett ökologisch, komplett frei von irgendwelchen chemischen Erzeugnissen. Ja. Ja, super. Sag mal, welche Rolle spielen denn Gesetzgebung und Regulierungen eben beim beim beim Holzbau? Gibt's da auch nur Einschränkungen, die dazu führen, dass eben halt genau die Glaubenssätze ja, entwickelt werden, die wir eben mal kurz besprochen haben?

Ja, sind teilweise sind's, ob's über Gesetze läuft, das sind Versicherungen, die teurer sind, weil's 'n Holzbau ist. Die haben jetzt wohl 'n Gesetz rausgebracht, weil wir mit mitm Baubranche, ich glaub, mit Holzbereichen, wie, ich kann's nicht sagen, 7 7 Prozent c-o-zwei einsparen können. Mhm. Irgendwie was hab ich da letztens gelesen. Die sind dabei, die sind zu langsam.

Mhm. Also die müssten das mehr für eine Es gibt Möglichkeiten, aber nicht in Geld, sondern die unterstützen das wohl. Aber das ist nicht nicht ausreichend, die müssten mehr aufgeklärt werden, die Leute. Vielleicht so, also dieses zum Beispiel ist natürlich super. Ja.

Also das sollte viel öfter passieren, dass man einfach erklärt, was da möglich ist. Ja. Und gut, klar, die die haben die ersten Sachen freigegeben wie wie Hamburg, 65 Meter Haus. Ja. Norwegen 85.

Also ich glaub und jetzt planen sie in in London 1 von 300 Meter in Holz. Also es ist möglich. Und das sind natürlich die Vorreiter für den Holzbau. Ja. Weil weil da trifft halt Holz, Schallschutz, Brandschutz aufeinander.

Ja. Und das sind so die Vorreiter, wo wir denen nicht sagen können, oh, es hat ja da auch geklappt. Warum geht's jetzt nicht hier im Vielfamilienhaus? Ja. Ja, und das wird, es geht, das geht aber langsam.

Ja. Also Du würdest dir wünschen, dass es schneller geht und dass es eben halt mehr aufm Punkt ist und auch vielleicht sogar 1 1 1 1 1 separate Förderung noch mal für Holzbauweisen und ökologische Bauweisen, dann nehmen wir noch mal zusätzlich. Genau, das wär zum Beispiel was, ne. Wenn man, die fördern ja im Moment PV ist ja ganz, ganz in aller Munde. Warum nenn ich auch mit mit Holz?

Ja, ist ist 'n guter Ansatz. Und man speichert c o 2 1, das ist ja immer gut. Ja. Und das wäre schon eine schöne Sache, ja. Ja.

Dann sag mal, welche Herausforderungen entstehen denn durch die Bauweise mit Holz? Das heißt also, einmal durchaus der Sicht von dir natürlich gesprochen, aber auch für den für den Kunden. Was ist anders, wenn man von der konventionellen Bauweise abweicht? Was ist zu erbringen oder zu tun? Ja, also wir fangen ja grundsätzlich im Moment noch, wir sind dabei, uns was zu überlegen, aber wir fangen noch mit 'ner Bodenplatte an.

Und die muss natürlich dann noch von 'ner Mauer kommen oder 'n Betonbauer kommen. Das ist eigentlich so einsste, was eigentlich nass ist. Und dann geht's auch in den Dosen, wir stellen unsere Wände drauf. Und ja, genauso wie eine Kalkandsteinwand darf auch nicht durchgehend im Wasser stehen. Ja.

Das sollte das Holz natürlich auch nicht. Also es ist natürlich schöner, wenn wir das Ganze trocken hinkriegen. Und ja, das ist, für uns ist es keine keine Herausforderung, für uns ist es einfach unser tägliche Ja. Tägliche Arbeit. Und für den Kunden?

Was ändert sich für den? Ja, für den Kunden ändert sich eigentlich nur, dass er schneller fertig ist, schneller einziehen kann, trockene Wände hat. Wie lang braucht man, bis man fertig ist, so was einziehen kann? Ich sag mal, in 3 Monaten ist eigentlich. Also Abbodenplatte ungefähr 3 Monate, dann Vielleicht sogar schnell, aber 3 Monate spätestens könnt ihr einziehen, ja.

Ja, hört sich auf jeden Fall ja nach 'ner guten Alternative an. Ja, ich denke schon, ja. Grade in der heutigen Zeit, wo ja viel Immobilien gebraucht werden und Wohnraum gesucht wird, wär's eigentlich ja dann ein Weg, den man auf jeden Fall viel mehr dann in den Mittelpunkt setzen sollte. Ja. Was kann denn deine Gilde?

Was was kann der Holzbau, was kann der Zimmermeister tun, damit eben halt der die die die Art des Bounce viel mehr in den Fokus gerät und auch vielleicht, wie Du eben schon mal angedeutet hast, eben halt viel transparenter gestaltet wird und viel mehr Aufklärung passiert? Ja, wir müssen einfach mehr in die in die Sichtbarkeit rein. Wir wir müssen einfach wieder mehr solche Termine wahrnehmen und den Leuten ganz klar auf, die Leute aufklären, ja, die Leute einfach aufklären. Wir versuchen schon, dass wir mal son Tag auf den Tür bei uns machen und Leute einladen und ja, und dann auch vielleicht Architekten, weil das ist meistens ja der 1. Ansprechpartner für son für son Bauherrn.

Und die sind dann sehr eingefahren. Und ich will die nicht schlecht machen, also es hört sich nicht mal ganz schlimm an, aber leider sind viele eingefahren. Und die müssten dann vielleicht mal 'n engere Zusammenarbeit mit den Handwerker machen. Schlecht machen ist ja nicht. Also sagen wir mal, klar, der der der Architekt und der Planer ist natürlich der 1.

Anlaufpunkt für den Bauherren, ob's jetzt der private Bauherr ist oder der Unternehmensbauherr oder im b-two-b-Bereich. Deswegen vollkommen richtig. Das heißt also, im Grunde eure Gilde müsste eigentlich hingehen und irgendwie Architektentage oder Ähnliches organisieren. Ja, genau so richtig. Ja, das wär schon mal 'n, ich glaub, der der 1.

Ansprechpartner halt. Ja, ja, okay. Und wenn Du son bisschen träumen dürftest, wie würdest Du die Zukunft des Bauen, des Bauens mit Holz dann sehen? Wie wie würdest Du's dir wünschen? Handwerk bedeutet machen.

Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie. Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird. Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte. Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Das ist schwierig.

Ja, dass es grundsätzlich mehr gemacht wird. Wir wollen auch den Maurer nix wegnehmen, die können immer noch die Fassade verklinker, wenn sie wollen, wobei die kann man ja auch verputzen, selbst der Maler hat da was. Also wir wir arbeiten nicht gegeneinander, gar nicht. Ja, dass dass es einfach mehr wird, dass wir einfach was für die Umwelt tun, dass wir c-o-zwei-einspeichern können. Son son Haus wie, ich hab's letzte Woche, wann hab ich's mitgekriegt, war, ah nee, gar nicht, war.

Im August war Richtfest in Hamburg mit diesem Fünfundsechzigmeterhaus. Und die sparen 3500 Tonnen c-o-zwei ein, haben 5 Wahnsinn. Ja, Wahnsinn, ja. Haben 5000, weiß ich nicht, 500, glaub ich, auch Kubikmeter Holz verbaut. Und das wächst nach in 27 Minuten in deutschen Wäldern.

Also ist nicht so, dass wir irgendwie roden und da passiert nix mehr. Also es ist, die Nachforstung ist ja so aufgebaut, dass es funktioniert. Man sagt, 'n Holzrahmenbauhaus wächst nach in 7 Sekunden. Ja. Fand.

Ja. Also es ist ist möglich. Und ich möchte gern, dass es mehr wird und eine Zusammenarbeit mit den Maurern, die können dann den Klinkern rummachen und alle anderen Handwerker haben auch was zu tun. Nur wir achten 'n bisschen mehr auf unsere Nachhaltigkeit, unserem Fußabdruck für unsere Kinder. Ja.

Ja, definitiv erstrebenswert, definitiv. Und vor allen Dingen mit den Kennzahlen auch hochinteressant. Ist ja natürlich auch 'n Bedenken, was natürlich da ist, wenn man Holz rodet eben halt, dass eben das nicht mehr nachwächst beziehungsweise nicht mehr nachkommt. Von daher ganz wichtige Aspekt an der Stelle. Sind im Moment in irgendeiner Form Innovationen im Holzbau zu erwarten?

Kommen da irgendwo noch mal Kniffe, Tricks oder sonst irgendwas, wo man sagt, okay, die Bauweise optimiert sich noch mal, wir können noch ökologischer oder, oder, oder. Weißt Du da was? Ist da irgendwas im im in der Vorbereitung? Weiß ich so nicht. Ich weiß wohl, dass es viele Firmen, große Firmen, die machen ja diese Modulbauweise.

Mhm. Und dadurch ist in in Großstädten natürlich sehr interessant, weil's halt eine coolste Bauphase hat. Das ist so. Ja klar, Modulbauweise, perfekt. Ja, dann brauchen wir nicht ewig 1 1 1 Friedrichstraße sperren, sondern da kommt sofort in 1 Nacht und die stellen da oben 'n Stockwerk drauf.

Ja. Ja. Ja, aber dass da jetzt irgendwie noch was Extraplantes, ja. Ja, interessant, Stockwerk drauf. Heißt also auch grade für diesen diesen diese diese dieses Thema, was grade in den Medien auch ist, dass man eben halt dann die die Ausbaureserven beziehungsweise die Dächer, die Dachgeschosse noch dann zusätzlich nutzt, eben halt noch eine Etage eventuell draufzusetzen, wäre grade in Holzbauweise dann eine schnelle Variante, eben halt dann auch grade was die Abdichtung auch betrifft beziehungsweise die Regensicherheit betrifft, dann eben halt relativ schnell auch wieder zuzusein dann am am Gebäude, ne?

Richtig, ja. Ja, ist eine gute Ergänzung, ja. Ja, und und vor allem ist es leicht. Ja. Also manche Gebäude können's ja gar nicht tragen.

Ja. Und da ist ja, kommt ja auch nur Holz Rambow infrage. Ja. Also wir machen's wirklich noch Wand für Wand. Wir machen nicht Modulbauweise.

Da gibt's dann Firmen, die haben sich darauf spezialisiert. Ja. Bei uns ist der Vorteil, man kann kurzfristig noch eine Wand ändern. Ja. Also das ist das Schöne daran.

Ja. Wenn's nicht grad eine statische Wand ist, kann man jede Wand noch mal eben verschieben. Mhm. Also das haben wir selbst bei Borjen schon gehabt, wo wir beim Baum, weil wir haben die Wände aufgestellt, in dem Moment haben wir noch was geändert. Das ist ja alles möglich.

Ja. Das ist das Schöne. Flexibilität natürlich ist ganz wichtig, ja. Ja. Jetzt haben wir die ganzen Vorteile gehört.

Wie sieht das denn mit der Wirtschaftlichkeit aus? Was ist im Verhältnis zu 'ner konventionellen Bauweise? Wie sieht das Preis Preisniveau dagegen aus? Und vor allen Dingen, was passiert im Laufe der Zeit, wie pflegeintensiv ist noch als Bauweise? Ja, eine Holzbauweise ist pflegeintensiv wie wie jedes jedes Haus.

Ich sag immer, ich mach immer Skandinavien Norwegen die die Beispiele, da stehen ja auch bei Wind und Wetter die Häuser, da steht da nix anderes. Ja. Ich mein, muss natürlich aufpassen und wir sind ja eigentlich dann auch geschützt von Putz oder Klinker, es sollte nichts in Feuchtigkeit stehen, wobei auch Feuchtigkeit ja nicht ganz so viel ausmacht. Man sieht jetzt Amsterdam, halb Amsterdam steht auf Fällen, auf Holzfällen oder ich glaub Venedig sogar ganz. Ich kann's nicht genau sagen, ich war selber noch nicht da.

Das ist natürlich gewisse Pflegen. Und dieser dieser Übergang Feuchtigkeit zu zu Luft, da muss man aufpassen, das Bauwerk wird geschützt und dementsprechend hat man keine keine Mehrpflege zum zum ganz normalen Nassbauweise. Eine Zeitlang hat man gesagt, das ist teurer. Man hat immer so von 5 Prozent gesprochen. Ich hab nie genau verglichen.

Also das sind einfach nur Zahlen, die ich mal gehört hab, also ich kann's wirklich nicht genau sagen. Mittlerweile aber ist ja Beton und Fertigung und Energiekosten, Steine herzustellen, so teuer geworden, dass wir eigentlich günstiger sind. Okay. Also im Moment ist eigentlich das Holzrahmenbau günstiger, als wenn man nass baut. Heißt also für jeden Kunden oder für jeden, der sich dafür interessiert, also eigentlich eine Anlaufstelle Genau.

Die sich auch mit auseinandersetzen sollte. Genau. Manche manche Glaubenssätze, die mögen's halt nicht. Manche kriegen halt jetzt, nein, das kannst Du nicht machen und alles 'n bisschen wohler als sone sone Wand. Mhm.

Ja, aber es ist ja nicht schlecht. Wie gesagt, Amerika besteht komplett aus Holzholz, oder? Also Ja, ja. Gewisse Gegenden zumindest. Klar.

Also ja. Hochspannend. Hast Du einen Hack oder einen Tipp oder einen Hinweis für Menschen, ja, die sich mit dem Thema auseinandersetzen? Ja, auf jeden Fall selber ansprechen, wenn da nicht drauf angesprochen wird. Und ja, wir sind in Zeiten des Internets.

Informiert euch, guckt danach, was ist wirklich Vor- und Nachteil und ja, tut was für für eure Kinder, ne, und für für alle anderen, die nach uns kommen, ne. Ja. Ja. Sehr schön. Dann abschließend noch die Frage an dich, Sascha.

Wie schätzt Du die Rolle des Handwerks ein? Ist sie in der Gesellschaft richtig dargestellt? Ist das Handwerk 1 Position, wo's hingehört oder sollte sich das Image und das Umfeld des Handwerks verändern und verbessern, Philipp möglicherweise? Ja, sollte sich verbessern. Also wenn man, ja, wir dürfen mehr verdienen im Handwerk.

Das ist nicht so schlecht geredet. Das ist so dieses typische, ja, geh mal eher studieren, 'n Handwerk kannst Du immer noch. Und also wir haben wirklich Leute gehabt, die waren eher studieren und es ist nicht unbedingt besser. Also ist vielleicht andersrum, dann lieber erst 'n Handwerk lernen. Man kann was, man kann sein eigenes Haus bauen.

Wieso gehen wir nicht zurück zum, ich mach 'n bisschen was selber, auch Geld zu sparen? Viele jammern über die hohen Zinsen. Vor 20 Jahren waren waren waren wir bei 19 Prozent oder vor 30 Jahren. Und alle machen heute komplett fertig bis hin zu Pool und Terrasse muss fertig sein, der Reurasen liegt. Ich ich bin 2 Jahre über Paletten ins Haus gegangen und hab aber alles selber gemacht.

Hab aber 'n Haus gebaut, so ein Drittel, was wir heute bauen oder noch günstiger. Und es muss einfach Mhm. Ja, der Handwerk wird oft schlecht gemacht, viel. Das fängt aber bei den Eltern ja manchmal schon an. Geh mal lieber studieren und nein, Du musst im Büro sitzen, mach ihm die Finger nicht dreckig.

Aber mach dir die Finger dreckig. Geh mal von der Baustelle weg und dreh dich und guck, was Du geschaffen hast. Also wie cool ist das Gefühl? Ja. Also das ist das ist der Knaller, ne.

Also 'n eigenes Haus dahinzustellen oder egal, 'n Schrank zu machen, eine Mauer aufzubauen, eine Heizung anzuschließen, Du gehst weg und und der studierte, sitzt da, aber der kann nur, deinetwegen hat er eine warme Heizung. Ja. Und so, ich finde, das ist ja, das ist genauso, das ist gleichwertig. Warum? Also lieber lieber Meister als Master, ne, also.

Warum nicht, ne? Die müssen nicht alle Handwerker werden. Es gibt auch welche, die sind halt genau dafür geschaffen, auf studieren zu gehen. Aber ich finde, wir sind gleichwertig, ganz klar. Ja, sehr schönes Schlusswort.

Das war Sascha Eilers. Sascha Eilers ist Zimmerermeister und hat uns heute ganz intensiv gezeigt, wie die Holzbausweise funktionieren könnte in Zukunft. Vielen Dank, Sascha. Gerne. Und vielen Dank an die Zuschauer.

Bis demnächst.

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