Cover: Michael Heitkötter - Führung und gute Kommunikation im Handwerk?

Michael Heitkötter - Führung und gute Kommunikation im Handwerk?

9. April 2025 16:54 Min. Zu Gast: Michael Heitkötter
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Worum es geht

In dieser Folge spricht Strategieberater Michael Heitkötter über Führung und gute Kommunikation im Handwerk. Er zeigt, wie sich Wachstum steigern und Engpässe im Betrieb lösen lassen. Ein Gespräch für alle, die ihren Handwerksbetrieb strategisch weiterentwickeln möchten.

Das nimmst du mit

  • Gute Kommunikation ist ein zentraler Hebel für erfolgreiche Führung im Handwerk.
  • Strategische Beratung kann helfen, Engpässe im Betrieb gezielt zu lösen.
  • Wachstum im Handwerksbetrieb lässt sich durch bessere Führung aktiv steuern.
  • Führungskompetenz ist auch im Handwerk ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Es geht um Führung und gute Kommunikation im Handwerk sowie darum, wie sich Wachstum steigern und Engpässe lösen lassen.
Wer ist der Gast?
Zu Gast ist Michael Heitkötter, ein Strategieberater mit Fokus auf Handwerksbetriebe.
Für wen ist die Folge interessant?
Vor allem für Handwerksbetriebe und Führungskräfte, die ihre Kommunikation verbessern und ihr Unternehmen strategisch weiterentwickeln wollen.

Zu Gast

Strategieberater

Michael Heitkötter zeigt mit seinem Projekt fragMichael.de, wie Chatbots und KI-Klone Unternehmen neue Möglichkeiten in Sichtbarkeit und Wachstum eröffnen.

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Transkript

Liebe Zuschauer, herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Handwerk spricht, der Sendung, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute haben wir einen besonderen Gast hier, das ist Michael Heidgötter. Und er wird uns beschreiben, wie er Führung und Kommunikation ins Handwerk bringen möchte. Michael, hallo. Hallo Oliver.

Grüß dich doch bitte mal kurz vor und erzähl uns, was Du so machst. Ja, ich bin Michael Heidkötter. Ich bin Strategieberater für Unternehmer, hab da natürlich auch viel im Handwerk. Für die, die sich jetzt nichts unter Strategieberater vorstellen, ich sag's immer so, ich bin Wachstumssteigerer und Engpasslöser für Unternehmen. Jetzt hast Du eine besondere Geschichte, die müsstest Du bitte auch noch erzählen.

Ich komm ja ausm Handwerk. Ich bin ich bin gelernter Papiermacher. Also eine Lehre hab ich gemacht in der Papierfabrik, das war so wirklich das das Handwerk. Und ich hab's einfach auch geliebt, alles, was mit Papier zu tun hat, die Papierherstellung. Und eine Besonderheit war natürlich als Prüfungfach auch Papierhand schöpfen.

Und das mussten wir dann machen mit 'nem selbst gebogenen, mit draht gebogenem Wasserzeichen. Und das hat einfach viel Spaß gemacht. Deswegen hab ich eine sehr große Verbundenheit zum Handwerk. Okay. Papierhand schöpfen.

Erklär das doch mal 'n bisschen genauer. Das ist also nachher das Wasserzeichen, was auf dem Papier zu sehen ist, oder? Ja, im Prinzip ist ja so, da ist 'n Draht, dann biegst Du den schön, damit eine schöne Form entsteht. Das kommt aufs Sieb drauf. Mhm.

Und an der Stelle kommt ja weniger Papiermasse hin oder beziehungsweise Stoff. Und dadurch schimmert das leicht durch. So entsteht Wasserzeichen. Das wird heut natürlich alles industriell gemacht, nicht mehr von Hand. Aber natürlich hab ich auch immer noch meine eigene Büroausstattung und Visitenkarten, die von 1 Büttenpapierfabrik gemacht wird.

Also Papier ist immer noch das, was ich liebe, trotz Digitalisierung. Gut, Du schreibst also noch viel auf Papier und Ja. Aber die Leute, Digitalisierung ist für dich natürlich auch 'n Thema, oder nicht? Die ist auf jeden Fall 'n Thema, sowohl bei mir im Unternehmen, ich hab ja 'n eigenes Unternehmen zu führen, als aber überall bei meinen Kunden, wo natürlich auch immer wieder hätten gefragt wird, was muss ich wann einsetzen? Wo bin ich zu früh dran?

Wo bin ich vielleicht schon zu spät dran? Grad das Thema KI, was jetzt überall durch die durch die Medien geht, ist natürlich etwas, womit sich nicht nur das Handwerk, sondern wirklich jeder Geschäftsinhaber mit beschäftigt. Ja, da bin ich voll deiner Meinung, KI wird 'n Gamechanger werden, definitiv, ja. Sag mal, erfolgreiches Handwerk ist ja schon mal eine sehr, ja, deutliche Aussage. Wie bringst Du das denn mit Führung und Kommunikation in Einklang und zusammen?

Ich find immer, jedes Unternehmen muss geführt werden. Wir sagen ja auch, es wird zum Erfolg herbeigeführt. Und wir fokussieren uns sehr häufig und auch da teilweise im Handwerk die Geschäftsführung und Inhaber zu sehr auf das, was was an Fachaufgaben ansteht. Müssen aber führen, grade jetzt im Bereich Inflation, grade in den Krisen. Und mein Fußballlehrer in der in der B-Jugend hat immer gesagt, Michael, nicht nur immer aufn Ball gucken, sondern auch mal hochgucken und 'n Gespür kriegen für das Spiel und für die Mitspieler.

Und genau das ist es, was ja auch die die Unternehmer im Handwerk tun müssen. Wo ist der Markt? Was passiert dort grade? 'N bisschen vorausschauendes Fahren, sagte immer meine Fahrlehrerin, kann nicht schaden. Hast Du das bei dir in den in den ganzen Themen, die Du so bearbeitet hast, schon erlebt, dass wirklich durch gewisse Stellschrauben, die Du verändert hast mit den Unternehmern zusammen, auch danach ein großer Effekt dann dabei rumgekommen ist?

Sonst würde ich nicht hier sitzen, glaub ich, oder auch weitere Aufträge kriegen. Natürlich hab ich das erlebt. Als Beispiel wirklich Kommunikation. Es fängt an, dass ich mir dadrüber Gedanken machen darf, wenn ich mal in einem Unternehmen Veränderungen kommuniziere und wir haben immer etwas zu verändern, dass Teamansprachen vernünftig vorbereitet werden. Nämlich die Ansprache, dass es die Mitarbeiter abholt, und zwar jeden, weil ansonsten hab ich zwar eine neue Vorgabe, aber die Mitarbeiter machen nicht mit.

Mhm. Und wir haben so immer ein Phänomen, grade auch aus so unternehmerischen Sicht. Das ist ja klar, warum's die warum's diese Veränderung braucht. Mhm. So, das muss effizienter sein.

Aber für Effizienz hat der Mitarbeiter vielleicht nicht unbedingt ein Verständnis. Mhm. Jeder fragt sich immer, und was hab ich davon von dieser Veränderung? Und ich glaube, wenn ich hier schon allein in soner Teamkommunikation oder überhaupt in meiner Mitarbeiterkommunikation mich in die Lage meiner Mitarbeiter hineinversetze und sage, was sind denn deren Benefits von soner Veränderung? Dann ist auf einmal eine Teamansprache, die etwas bewegt hat.

Mhm. Und nicht, wo ich wieder nacharbeiten muss, weil's immer irgendwelche Unruhen gegeben hat. Ja. Und da ist dann in Ergänzung mit vielleicht auch tatsächlich runtergebrochen und einfachen Vokabeln auch tatsächlich und einfach erklärt und beschriebener an der Stelle, ne. Ja.

Ja. Es gibt immer 1, Klarheit. Wir lieben ja Klarheit. Und wenn wir irgendwas nicht genau verstehen, dann schafft es Verwirrung. Und vor allen Dingen fängt dann jeder an, irgendwas zu interpretieren.

Und schlimm ist es, glaub ich, grade wenn's die große Richtung geht, dass jeder so seine Sache interpretiert, wie hab ich das denn verstanden? Du kennst es aus deinem Unternehmen bestimmt auch. Mhm. Und dass es gibt diese Unruhe. Und ich glaub, Klarheit bedeutet nicht und auch Kommunikation, ich muss das rhetorisch gut ausarbeiten oder Sonstiges, sondern ich bring's aufn Punkt, weil Perfektion heißt nicht, was kann ich hinzufügen, sondern Perfektion heißt, ich kann nichts mehr weglassen.

Mhm. Und dann hab ich wirklich nur noch das Rohmaterie. Ja, und das Ganze in 'ner authentischen Art und Weise, wie man auch wirklich isst im Leben, ne. Und dann kommt's immer am besten an. Ja, ja.

Also ich ich ich bin ja 'n älteres Semester, ja, 71 geboren. Ich kenn auch die Managementlehren ausm letzten Jahrtausend, dass das alles hart sein soll, dass das alles, ja, nicht die Leute an einen ranlassen und so weiter und so fort. Das ist heute anders. Wir wollen Emotionen haben. Wir wollen das Authentische haben.

Ich möchte abgeholt werden. Und da dürfen wir auch und jede Art von Führung Gefühle zulassen und auch einfach mal zeigen. Da darf ich auch einfach mal sagen, ich bin jetzt enttäuscht. Ich bin jetzt traurig. Warum nicht?

So sind wir. Okay. Jetzt plauder doch mal 'n bisschen ausm Nähkästchen. Welche Werkzeuge und Techniken nutzt Du denn? Handwerk bedeutet machen.

Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie. Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird. Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte. Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Ja, ich sag immer, ich hab 'n riesen Werkzeugkasten und ich such immer für die Kunden das passende Werkzeug raus.

Die meisten sagen ja dann immer, was ist denn jetzt der eine große, in Anführungsstrichen, Kommunikationstipp? Der einfachste Tipp ist, einfach mal Pause machen. Mhm. Damit Sachen besacken können. Beim Buch haben wir einen Absatz.

Wir haben immer das Gefühl, wenn ich eine Ansprache halte, wenn ich irgend eine Kundenpräsentation halte, ich muss reden wie Punkt und Komma. Einfach mal eine Pause machen. Das ist jetzt vielleicht nicht das Tool, was Du jetzt so erwartet hättest oder ausm Nähkästchen, aber da fängt's schon an mit so Kleinigkeiten, ja. Und das Nächste ist, wo ich sage, wir brauchen in Kommunikation, wenn's einfach sein soll, immer nur 3 Prinzipien. Warum kommuniziere ich?

Was kommuniziere ich? Und das Wichtigste ist, wie, also die Verpackung. Mhm. Wir machen uns teilweise mehr mehr mehr Gedanken über ein Geschenk, wie verpack ich das? Welches Geschenkpapier such ich?

Als über die Kommunikation. Wie verpacke ich das? Mhm. Sind das wichtig? Ja, höchst spannend.

Danke für die Hinweise an der Stelle. Wenn man in einem Unternehmen 'n Kommunikationsprobleme hat, entstehen ja Konflikte und Meinungsverschiedenheiten. Wie könnte man da rangehen, vielleicht a, es sowieso zu vermeiden? Aber wenn es dann so weit gekommen ist, was könnte man dann tun und welche Maßnahmen sollte man dann ergreifen? Ich find immer, das Einzige, wo man sich weiterbilden sollte, ist die Kommunikation.

Und wenn man anfängt mit mit kleinen Sachen, mit kleinen Updates, das können auch Videomaßnahmen sein, es können mal Teammeetings sein, das Thema Kommunikation einfach mal anzusprechen. Wie geben wir vernünftig Feedback? Wie kommuniziere ich klar und eindeutig? Ich glaube, das macht dann den Unterschied wirklich aus und das kann man schon mit ganz kleinen Einheiten machen. Ich geborene manchmal in Unternehmen einfach nur mal während der Mittagspause einfach nur mal eine Dreiviertelstunde 'n Update in Kommunikation.

Und das kann man direkt in den Nachmittag wieder mit reinigen und umsetzen. Es geht ja Umsetzung. Ja. Ist die Kommunikation im Handwerk anders als in anderen Bereichen? Ich glaub, die Verpackung ist anders, weil's nun mal anders kommuniziert wird.

Wenn man jetzt mal sieht, Handwerk an sich oder Handwerk am Bau ist eine andere Verpackung. Mhm. Das Warum und das Was ist dann ungefähr immer noch das Gleiche. Also ich sollte mir schon 'n bisschen Gedanken machen. Grad grad in der Digitalisierung, ich finde ja Messenges toll, so Whatsapp Nachrichten.

Manchmal hilft aber auch ein persönliches Gespräch. Wenn wir hier sitzen, seh ich deine Reaktion. Ich seh den Blick. Ich seh die Körperhaltung. Das krieg ich über eine Whatsapp Nachricht nicht rüber.

Also auch, welches Medium wähle ich für Kommunikation? Und in E-Mails Emotionen reinzupacken, ist schon verdammt schwierig. Also ist schon Königsklasse. Da hilft's manchmal einfach mal doch, den guten Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Zumal ja der Schriftverkehr oft ja auch anders verstanden wird, als wie man ihn meint, ne, weil die Interpretation 1 Menschen ja immer wieder individuell ist, ne.

Ja. Da kommt ja dieses, ach, ich dachte, Du meintest das Punkt Punkt Punkt. Jeder kennt das, glaub ich. Und dann fangen wir an, dass wir vielleicht über das Gleiche reden, aber doch in unterschiedlichen Ebenen. Also ich komm mal Mitarbeiter von dir oder das Führungsteam, ist genau das Gleiche.

Und hier merk ich, okay, hier darf ich etwas tun. Ich muss erst mal nicht die anderen verändern, sondern ich sag immer, eine Kommunikation, der flexiblere führt. Mhm. Das heißt, wenn ich mich anpasse, dann sind wir auf 1 Ebene und dann kann ich auch den Weg gemeinsam gehen. Würdest Du den Zuschauern raten, wenn sie da Themen haben, Schulungen zu besuchen oder sich da intensiv fortzubilden?

Ja. Ja. Gibt's da Ablaufspunkte? Ich glaub erst einmal die Bewusstheit, ich möchte mich da weiterbilden. Dann, dass ich mir Zeit nehme, ist schon toll.

Und dann kann ich anfangen, egal wo, ob's 'n gutes Buch ist, ob's Youtube Videos sind, ob es dann eine 1 Inhouse Schulung ist oder so was, was ich dann machen kann. Ja, ich glaube, ich feier jeden, der sagt, ich möchte da etwas tun. Mhm. Und ich nehme mir Zeit, egal wie viel. Ich glaube, das ist die die allererste Bereitschaft.

Mhm. Und dann sollt ich mir die Medien einfach mal zunutze machen oder das. Und dann muss man einfach mal nachfragen, was hat dir geholfen in Kommunikation? Wie ist dies? Und dass jeder das so für sich einfach mal überprüft, weil es heißt ja nicht, dass Du meinen Kommunikationsstil übernehmen sollst und ich deinen.

Mhm. Und da muss jeder so für sich schauen aus diesem Blumenstrauß, was passt denn für mich? Ja. Und das ist das Wichtige. Jetzt haben sich ja über die Jahren auch die die Kommunikationsarten und die Vorgehensweisen ja auch geändert.

Jetzt haben wir ja eine neue, junge Generation, die in Zukunft ja auch Verantwortung übernehmen soll. Wie schätzt Du da die Kommunikation ein? Wo muss man da besonders drauf achten? Ich glaube, ob's jetzt die junge Generation ist, die ältere, also wir alle müssen kommunizieren und wir werden kommunizieren. Ich hoffe einfach mal, dass wir hier einfach auch 'n Verständnis dafür bekommen, dass die dass die Kommunikation nicht nur digital erfolgen darf, sondern dass wir auch Zoometings machen, persönliche Meetings und so weiter.

Ich glaube, wir müssen der jungen Generation sagen, dass es noch etwas anderes gibt außer FJY, also oder zur Kenntnis oder wie auch immer, das wird auch im Konzern so kommuniziert, und dass ich auch andere Medien und Alternativen nutzen darf. Und ich glaube, dann wird das wunderbar funktionieren, nicht nur in der jungen Generation, sondern auch zwischen Alt union. Sag mal fürs Unternehmen noch mal, Kundenfeedback. Kundenfeedback zu bekommen als Unternehmen und dieses Kundenfeedback richtig an die Mitarbeiterzahl zu geben. Hast Du da auch noch 'n kleinen Hinweis, wie man das am besten aufnimmt, wie man's verarbeitet und wie man's dann auch in die richtige Position bringt?

Das heißt, wenn ich etwas gut gemacht habe, dass ich dieses Feedback mal einhole? Genau. Na ja, wir nehmen so die Methode vom vom kleinen Storytelling. Mhm. Das heißt, wenn ich Feedback bekomme, da möcht ich jetzt vom Kunden nicht nur immer hören, das war total toll mit euch.

Mhm. Sondern ich möcht erst mal hören, wo stand der Kunde vorher? Wo steht er jetzt? Und wie habt ihr dem Kunden geholfen? Mhm.

Starte ich, da möcht ich hin und ihr wart jetzt Hilfsmittel. Und wenn ich das auch in die Organisation transportiere, weil nichts nichts ist ist ist ist motivierender als Erfolg. Mhm. Mhm. Dass ich auch einfach mal sage, das haben die Kunden zu uns gesagt.

Und jeder von euch im Unternehmen war ein Teil dieses Puzzlesteins. Das find ich einfach wichtig. Und nicht nur immer für Google, sondern auch für die Mitarbeitermotivation. Wie sehen Sie die Zukunft im Handwerk und wie sehen Sie die Kommunikation im Handwerk in der Zukunft? Digitalisierung haben wir eben schon drüber gesprochen.

Wo geht da die Reise hin? Wir werden mehr moderne Tools einsetzen, auf jeden Fall. Es wird immer noch dann da so sein, dass wir diese Prinzipien warum, was und wie beherzigen müssen, egal welches Medium. Mhm. Und ich glaube, wir werden natürlich auch, und das hat auch die ganzen, ich sag mal vielleicht Krisen und Pandemie gezeigt, noch mehr mit diesen Zoom Videokonferenzen arbeiten.

Das merk ich jetzt schon, dass halt viele Meetings gar nicht mehr erforderlich sind, sondern da eine 1 Zoom Konferenz machen. Und das wird weitergehen, dass wir aber trotzdem immer noch sehr bewusst uns entscheiden, wann welches Ja. Wir hätten das hier jetzt auch über Zoom machen können. Mhm. Das hätte aber eine ganz andere Flair, ganz andere Emotionen gehabt.

Und ich glaube, das ist etwas, was man auch im Handwerk dann mit ein 1 einfließen muss, dass wir uns diesen modernen Mitteln nicht verschließen, aber dann uns doch wieder darauf zurückbesehen, was dann auch gut funktioniert hat in der Vergangenheit. Ja, vollkommen. Absolut nachvollziehbar. Michael, was ist denn dein Hack, den Du den Zuschauern mitgeben möchtest? Mein Hack für die Zuschauer?

Also der eine Hack ist auf jeden Fall, in Kommunikation einfach mal Pause machen. Und der 2. Hack ist, glaub ich, einfach Zeit nehmen dafür. Wir haben im Alltag so viel mit dringenden Aufgaben zu tun. Wir haben aber auch so viele wichtige Aufgaben, strategisch wichtige Aufgabe.

Und ich glaube hier, sich mal bewusst Zeit zu nehmen, Wenn Du in deinen Kalender guckst, Du hast, glaub ich, eine Menge To do Termine in deinem Kalender. Da muss ich hin, das muss ich machen und so weiter. Wir haben aber wenig Denkzeit. Mhm. Und ich sollte mal in meinem Kalender 'n bisschen Denk Zeit eintragen, damit ich mal über wichtige Fragen nachdenken kann und nicht so mal eben zwischendurch, weil ich glaube, das macht Sinn.

Wir leben in einem Zeitalter von Kopfarbeit und da brauch ich Zeit für eine Denkzeit. Und das wäre mein Hack, dass man sich das vielleicht mal einträgt, eine Frage nimmt, bewusst drüber nachdenkt, mal eine halbe Stunde, die Erkenntnisse aufschreibt und dann können wir gerne wieder To dos machen. Ja, sehr gut. Das sollten sich alle mitnehmen. Sehr gute Punkte an der Stelle.

Michael, wie schätzt Du die Rolle des Handwerks ein? Und findest Du den Stellenwert richtig, den das Handwerk im Moment einnimmt? Also Handwerk ist immer noch, wie man sagt, goldenes Handwerk. Ich glaube, es ist einfach überall, wenn wir uns anschauen, was alles gebaut wird und was gemacht wird, was was getan werden muss, wo wirklich Sachen entstehen, find's Handwerk einfach wirklich 1 der der der wichtigsten Punkte für den für den Motor in Deutschland. Den Stellenwert, den's grade hat, hat's einfach nicht verdient.

Mhm. Das ist son bisschen runter gebügelt, Das ist so vielleicht auch 'n schlechten schlechten Ruf. Deswegen ist auch vielleicht schwierig, dort gute Leute zu finden. Mhm. Aber die, die ich kennengelernt habe, die auch die Unternehmen haben, die sagen, ich hab genug Auftragsbücher, ich brauch aber das Personal.

Und hier, glaub ich, müssen wir noch viel mehr tun. Hier muss das Handwerk auch noch viel lauter mal schreien. Und deswegen find ich die Sendung so toll. Deswegen sitzen wir, ja. Ja, deswegen sitzen wir hier, dass es hier wirklich einfach mal auch eine Stimme bekommt und dass ich auch einfach sage, wir machen hier etwas und wir sind auch ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft.

Und da müssen wir einfach mal 'n bisschen mutiger sein. Ja. Danke dir, Michael. Vielen Dank. Sehr gerne.

Das war Michael Leitgötter, heute bei uns im Studio hier bei Handwerk spricht. Und Michael hat's auf den Humpunk gebracht.

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