Cover: Marko Berthold - wirtschaftliche Lösung zur Klimaneutralität

Marko Berthold - wirtschaftliche Lösung zur Klimaneutralität

22. Oktober 2025 21:24 Min. Zu Gast: Marko Berthold
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Worum es geht

In dieser Folge von HandwerkSpricht geht es um wirtschaftliche Wege zur Klimaneutralität in Gebäuden. Marko Berthold erläutert, wie die Umsetzung gelingt, welche Anforderungen zu erfüllen sind und woher das nötige Know-how kommt. Ein spannender Einblick in praxisnahe Ansätze in einer Zeit des stetigen Wandels.

Das nimmst du mit

  • Klimaneutralität in Gebäuden lässt sich mit wirtschaftlich tragfähigen Lösungen erreichen.
  • Für die Umsetzung sind bestimmte Anforderungen zu beachten und im Vorfeld zu klären.
  • Das erforderliche Fachwissen und dessen Herkunft spielen für den Erfolg eine zentrale Rolle.
  • Gerade in Zeiten des Wandels sind durchdachte Ansätze im Sinne des Klimas gefragt.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Um wirtschaftliche Lösungen zur Klimaneutralität in Gebäuden, ihre Umsetzung und die dafür nötigen Anforderungen.
Wer ist der Gast?
Zu Gast ist Marko Berthold, der über Ansätze zur Klimaneutralität in Gebäuden spricht.
Für wen ist die Folge interessant?
Für alle, die sich für praxisnahe und wirtschaftliche Wege zur Klimaneutralität im Gebäudebereich interessieren.
Welche Fragen werden behandelt?
Unter anderem, wie die Umsetzung gelingt, welche Anforderungen erforderlich sind und woher das nötige Know-how stammt.

Zu Gast

Marko Berthold spricht bei HandwerkSpricht über Lösungen zur Klimaneutralität in Gebäuden.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht Ihrer Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute bei uns zu Besuch ist Marco Berthold. Hallo Marco. Hallo. Marco, wir unterhalten uns heute über wirtschaftliche Lösungen, die aber eine Klimaneutralität in Gebäuden entsprechend der Vorwurf so.

Stell dich doch bitte gerne mal vor und gib uns 'n kleinen Einblick in deine Tätigkeit, die Du machst. Ja, danke dir. Ja, ich bin der Marco Berthold. Ich bin der 1 von 3 Gründern der Firma Eco Mind. Und wir mit der ECOMINT entwickeln Energiekonzepte, machen Planung für Energieanlagen, setzen aber auch Energieanlagen also sprich den Bau und sind auch Energieanlagenbetreiber.

Ihr seid Planung, ihr macht die vorbereitenden Tätigkeiten, ihr seid auch als Sachverständigen unterwegs und ihr macht auch die Ausführung. Genau. Das ist 'n spannendes Paket auch für den Kunden am Ende. Welche Aufwendungen bringt das mit sich, weil das ist ja 'n ganz toten hohes Niveau, Know how auch, was da gebraucht wird. Wie stellt ihr das sicher?

Ja, da stellen wir natürlich durch unsere langjährige Berufserfahrung sicher im in dem Betrieb, in der Planung von Energieanlagen, aber durchstellige Weiterbildung, durch ein großes Netzwerk von Subunternehmern, die sich spezialisiert haben auf spezielle Planungsthemen, Elektroplanung, Anlagenplanung. Und das nutzen wir natürlich. Das ist ganz wichtig in der komplexen Energiewelt, die immer komplexer wird mit den Wärmepumpen durch Gesetzmäßigkeiten, andere Anforderungen, Fördermittelthemen. Und da muss man natürlich sehr umtriebig sein. Wie ist denn der Kunde dann für euch?

Also ich sag mal, da dieses Thema Wärmepumpe polarisiert ja. Die einen haben letztes Jahr noch groß in Gas investiert. Jetzt, Wärmepumpe ist ja immer son Thema jetzt so in den letzten 3, 4, 5 Jahren gewesen und wird auch immer mehr. Wie ist das für den Kunden im Moment? Wieso wie holt ihr den Kunden ab, dass die Wärmepumpe dann am Ende die effizienteste Lösung ist?

Das ist ganz wichtig, dass man dem Kunden klarmacht, dass es natürlich verschiedene Verwahrungslösungen gibt für sein Objekt. Man muss mit dem Kunden zusammen sich das Objekt anschauen, überlegen, welchen Bedarf hat das Objekt? Welche Leistung, welche Temperaturen müssen gedeckt werden? Und dann drehen wir zusammen mit dem Kunden, wo möchte er hin? Welche Anforderungen hat er?

Möchte der Kunde beispielsweise auch kühlen im Sommer. Das ist eine immer stärker werdende Anforderung durch die sommerlichen warmen Nächte, die fehlende Nachtauskühlung grade in den innerstädtischen Bereichen. Und und dann entwickeln wir zusammen mit dem Kunden eine Versorgungslösung und zeigen natürlich auch mal dem Kunden auf, lieber Kunde, wenn Du nix machst, wie verhält es sich dann, Stichwort CO2 Bepreisung mit andere Lösungen und wie ist deine Versorgungslösung aktuell, also wie widerstandsfähig und wie widerstandsfähig wär eine erneuerbare Lösung beispielsweise, ne. Ist denn die Wärmepumpe grade für Großobjekte, wenn ich jetzt im Mehrfamilienhaus denke, ich weiß nicht, welchen Dimensionen ihr da unterwegs seid, ist das denn immer die effizienteste Lösung? Ist eine Abwägungsgeschichte.

Also grade wenn wir uns mal den typischen Berliner Markt anschauen oder der auch viele andere Städte repräsentiert, da haben wir das Problem der fehlenden Umweltquellen innerstädtisch. Also wir haben eine dichte Bebauung, wir haben versiegelte Flächen und da ist das Thema Geothermie schon schwierig zu nutzen. Wir nutzen auch viel Abwasserwärme, das nimmt auch immer stärker zu. Und natürlich Luft als Umweltquelle, Luft hat auch wiederum den Nachteil, wenn wir höhere Leistungen zur Verfügung stellen müssen, haben wir Schallplatzthematiken und andere Hürden, die dann so mit sich. Das heißt, Luft ist klar, ist dieses Gerät, was eben mal vor der Tür steht, was son son son Kompressor quasi dann in sich hat und dann natürlich Geräusche.

Jetzt hast Du gerade Wärme oder Wasser Wärme. Abwasserwärme, ja. Ja, wie wie wie läuft, wie funktioniert diese Technik? Das Abwasser, das kann ich auskühlen. Abwasserwärme oder generell, Abwasser hat eine mittlere Temperatur von 10 bis 12 Grad ganzjährig.

Und das Abwasser kann ich 5 Grad abkühlen. Also so und ziehe ich dem Abwasserwärme und hebe dann dieses warme Abwasser auf höhere Temperaturen für das Heizungsniveau, beispielsweise auf 40, 45, 50 Grad. Spannend. Und das ist sone ist eine Standardtechnik auch mittlerweile nicht, oder? Noch nicht.

Das ist noch keine Standardtechnik. Im Berliner Raum, da ist es durch die Abwassernetzbetreiber schon eine Standardlösung. Es werden beispielsweise auch neue Abwasserkanäle oder Wärmetauscher in neue Kanäle eingebaut, aber in anderen Großstädten, da ist das noch nicht Stand der Technik. Da muss man natürlich viele Mühlen und Widerstände beseitigen, dass man da an die Abwasserwärme rankommen kann. Okay.

Wenn ihr jetzt ein Objekt auf den Tisch bekommt, wie sind so die ersten Schritte? Wie geht ihr da vor, zu bewerten, ist das ein Projekt, wo es sinnvoll ist, eben halt erneuerbare Energien einzusetzen und in welchem Umfang vor allen Dingen? Und vor allen Dingen dann auch, kann ich mir vorstellen, wenn son wirtschaftlicher Wunsch auch dahinter ist, der dann sagt, entweder, ich möchte jetzt relativ wenig Geld ausgeben oder auf der anderen Seite, ich möchte langfristig wenig Geld ausgeben, was wahrscheinlich ja eher dein neuer Kunde ist. Ja. Also wichtig ist bei der Entwicklung von nachhaltigen oder zukunftsfähigen Versorgungslösung dem Kunden erst mal ganz klar oder mit dem mit dem Kunden ganz klar abzustimmen, was sind seine Wünsche?

Wo möchte der Kunde hin? Der eine Kunde hat das ganz klare Ansehen, er möchte weg von fossilen Energieträgern. Der andere Kunde hat die Überlegung, ich hab mir eine PV Anlage aufm Dach installiert und möchte meinen PV Strom erhöht selber nutzen. Also ich möchte die Einspeisung minimieren. Und dann schauen wir uns das Gebäude an, also welche Heizleistung benötigt das Gebäude, welche Systemtemperaturen, welche Leistung brauchen wir für das Warmwasser?

Und dann gucken wir uns die lokalen und externen Umweltquellen an. Externe Umweltquellen sind beispielsweise Fernwärme, Erdgas oder Abwärme durch Rechenzentren. Lokale Umweltquellen sind lokale Geothermiefelder, Abwasserwärme, Luft beispielsweise. Und dann entwickeln wir zusammen mit dem Kunden auch unter der Prämisse, was möchte der Kunde investieren und was möchte er für Kennwerte erfüllen, was möchte er auch für eine Vermarktungsfähigkeit haben, zusammen die Versorgungslösung. Und dann haben wir bei natürlich ganz vielen Kunden eher im Wohnungsbau oder im privaten Sektor die Investitionskosten so gering wie möglich zu halten.

Trotzdem die Umweltquellen zu erhöhen im den Nicht Wohngebäudebereich ist eher der Trend, ich möchte gerne auch Kühlung haben und möchte den c-o-zwei-Footprint des Gebäudes minimieren, damit ich attraktiver werde für Mietinteressenten beispielsweise. Wo sind denn im Moment die besten Förderungen zu bekommen? Weil das ist ja, glaub ich, auch für son Kunden dann auch wieder natürlich wichtig, denn ich ich, der kann mir vorstellen, ich weiß gar nicht, wie die Kredite jetzt im Moment aussehen, dann kannst Du vielleicht auch mal kurz son Blick noch mal uns Einblick, uns noch mal geben. Aber das ist ja mit Sicherheit auch 'n ganz wichtiger Punkt für den Kunden, dann auch zu sagen, okay, ich kann eine Finanzierung zum Beispiel bei einem eine Förderung x abdecken und hab dann eben vielleicht dann am Anfang eine Ruheinvestition, aber eben halt dann eben halt nachher ratil ich dann eben halt die geringeren Kosten tatsächlich. Wie ist so da der Status so?

Der Status ist sehr gut. Es gibt die klassischen zinsgünstigen Kredite über die KfW Bank. Dann gibt's aber auch lokale Banken oder je nach Bundesland individuelle Finanzierungsmöglichkeiten. Wo liegt da son Zins im Moment? Das das ist eine gute Frage, was Du mir hier fragst.

Zwischen 1 bis 4 Prozent in dem Mittel. Okay. Das bieten aber auch, es gibt Umweltkredite über Umweltbanken, Volksbanken, andere Themen, wo man genau nachweisen muss, dass man das Geld für eine erneuerbare Lösung nutzt. Und dann gibt's die BAFA Einzelmaßnahmen. Ist das im im Eigenheim jetzt im Moment nur so oder generell auch in der Familie aus Sowohl als auch.

Diskriminierung? Sowohl als auch, also im im Eigenheim, wenn wir da Wärmepumpen planen auch installieren, dann haben wir oftmals die BAFA Einzelmaßnahmen. Also da streckt dann der Kunde vor und der bekommt dann rückwirkend die förderfähigen Kosten ausgezahlt. Und wenn wir größere Objekte haben oder komplette Gebäude sanieren, also die thermische Hülle, Dach, Fenster, also auch die Bauteile ertüchtigen und die Anlagentechnik zu einem KfW Effizienzhaus, dann nimmt der Kunde meistens 'n zinsgünstigen Kredit in Anspruch. Beim Neubau auch oder nur bei der Sanierung?

Beim Neubau auch. Ah okay, interessant. Beim Neubau muss man natürlich nur dazu sagen, da gibt's aktuell nur den klimaneutralen Neubau für die Förderung. Da gibt es nicht mehr den klassischen KfW Neubau, also 55, andere Effizienzklassen. Da ist beim Neubau aktuell der Trend 'n bisschen rückwirkend, weil die Anforderungen an den klimaneutralen Neubau sehr aufwendig und teuer sind.

Deine Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wir setzen uns für sicheres Arbeiten ein, damit Du nach jedem Projekt gesund nach Hause kommst, weil wir das Handwerk brauchen und weil wir dich brauchen. Gemeinsam machen wir das Handwerk stark. Das heißt, ihr wägt dann auch ab in eurer Konstitutionierung, ob eben mal dieser Weg Genau. Tatsächlich zu realisieren ist oder ähnlich, ne.

Also wir zeigen dem Kunden ganz klar auf, was hast Du für Mehrausgaben, die Du tätigen musst, die Förderung abzugreifen? Rechnet sich das dann immer noch gegenüber keiner Förderung oder werden dann die förderfähigen Kosten durch die Mehraufgaben aufgefressen? Wenn ihr jetzt so an die an die Umsetzung eben halt auch technisch denkt, welche Herausforderungen sind denn im Moment immer die Stärksten? Was findet ihr vor an den Objekten? Was sind die größten Probleme, die ihr da dann habt?

Also im Bestandsgebäude, die natürlich kleinen Heizungskeller, die eng einbringenwege. Der Nachteil bei Wärmepumpen ist, dass man Pufferspeicher benötigt, Sperrzeiten zu überbrücken, aber auch Teillastzustände vernünftig abfahren zu können. Und da machen wir uns natürlich dann die Einbringenwege, Bauchschmerzen. Und das Handel Thema ist grade im innerstädtischen verdichteten Gebiet die fehlenden Umweltquellen. Quellen, ne.

Wie digital beziehungsweise wie wie intelligent ist denn diese Technik mittlerweile, ne? Wir reden ja alle von KI und und alle möglichen Sachen. Ist die Steuerung manuell oder ist sie tatsächlich mittlerweile hochdigitalisiert und unter Umständen mit 'ner künstlichen Intelligenz hinterlegt? Also sowohl als auch. Ein, man kann sagen, der große Teil ist digital.

Wir haben eine einen Fernzugriff. Die Anlagen, die wir verbauen, die kontrollieren wir und regeln wir sowieso über eine Fernwartung ein. Das ist bei Wärmpumpen ganz wichtig, dass man die Wärmpumpen nicht installiert und dann sich nie wieder blicken lässt, sondern im ersten Betriebsjahr schaut, läuft die Wärmepumpe vernünftig? Funktioniert sie? Und das andere Step, der andere Step ist auch 'n ganz klarer Trend, dass man in eine Prognosebasierte Regelung geht.

Also beispielsweise die Wärmepumpe kann dann unterscheiden, ist der Strompreis jetzt günstig? Wenn ich 'n variablen Stromtarif habe, hab ich viel PV Strom auf dem Dach. Und dann wird überlegt, was mach ich mit dem Strom? Wie kann ich die Wärmepumpe betreiben? Und die Wärmepumpe kann dann sogar schon überlegen, das Gebäude einen bisschen zu erwärmen oder die Speicher zu überwärmen, weil genug Strom zur Verfügung steht.

Woher weiß denn das System, welche Preise grade im Markt sind? Da gibt's intelligente Stromzähler. Okay. Oder wenn man variable Stromtarife hat über eine Internetanbindung. Und da gibt's mittlerweile offene Schnitt, wir haben beispielsweise bauen wir kleine Regler ein, die sind dann mit dem Stromanbieter verbunden und dann bekommt der kleine Regler den Strompreis.

Dann weiß der Regler, in den nächsten Stunden wird das Wetter so, in den nächsten Tagen wird das Wetter so. Und dann kann der Regler immer überlegen, wie betreibe ich grad die Wärmepumpe und welche Sollwerte soll die Wärmepumpe füllen? Das heißt aber, wir reden ja dann nicht nur von einem Mechaniker in Anführungsstrichen, wie der vor Ort ist, der mechanische Arbeiten ausführt, sondern wir reden ja mittlerweile dann in dem Fall ja von unter Umständen auch IT Spezialisten, die dann Genau. Mit dabei sind, ne. Ja.

Also das Potenzial, was Wärmepumpen haben zu heben, grade auch zur Netzregulierung, der Netzstabilisierung, das ist ja das Tolle bei Wärmepumpen. Jetzt haben wir's wieder draußen, scheint die Sonne, wir haben 'n bisschen Wind und jetzt können natürlich viele Wärmepumpen als Klimaanlage oder auch für die Trinkwasservorbereitung, für die Netzstabilisierung beitragen, ja. Wird das noch mal wichtiger, dass man IT Spezialisten hat. Wir brauchen's jetzt ja schon bei den Wärmepumpen, dass wir nicht nur reine Heizungsbau sind, sondern auch Elektriker 'n elektrisches Verständnis haben, die Unterverteilung entwickeln. Man muss die Zählerplätze anmelden, man muss neue Unterverteilung setzen und, und, und.

Und da ist das Feld natürlich bereit gefächert. Jetzt stell ich mir natürlich die Frage, jetzt bin ich der Endkunde und und höre jetzt das, was Du da so sagst. Wir haben ja mittlerweile dann im Endeffekt 3 Berufsfelder, die dann zusammengefasst werden. Kann das denn heutzutage eigentlich noch der kleine Handwerksbetrieb, der kleineerseits zum Sanitärbetrieb, kann der das denn überhaupt noch stemmen in dem Moment? Nein.

Also schwierig, es gibt natürlich auch bei den kleinen Handwerksbetrieben die Experten, die das auch ganzheitlich betrachten, aber schon alleine rein wirtschaftlich ist es schwierig, das zu betreiben. Ich hätt's ja eingangs erwähnt, wir mit der EcoMinds, 'n sogenannter one Stop Shop. Somit bieten wir alles an, weil wir genau die Probleme auch selber gehabt haben, also viele Schnittstellen. Beispielsweise ich hab eine kleine Wärmepumpe bei einem Einfamilienhaus. Ich brauch 'n Elektriker.

Ich brauch jemand, der die Netzanmeldung macht. Ich hab dann noch eine PV Anlage, da brauch ich noch jemand, der die Sachen beim Marktstamm daregister einträgt und, und, und. Die Kette ist dann beliebig lang, abgerundet von einem Tiefbauer, der mir das Wärmepumpenfundament baut, der die Erdleitung macht, der die Hauseinführung macht, damit auch viel falsch gemacht. Und das vereinen wir somit und können das dann sehr effizient und schnell abarbeiten. Mhm.

Dann dann lass mich noch bitte ein Thema ansprechen, und zwar der Energieausweis. Ja. Ich hab irgendwann mal in 1 Runde gesessen, da sagte man mir, ja, den Energieausweis, wenn Du jemanden hast, den Du kennst, dann fällt der meistens gut aus. Mhm. Wie viel Wert hat son Energieausweis?

Und wie wie was fürn anderes Punkt ist das denn für jemanden, der sich jetzt fürn Objekt oder für für eine Sanierung oder Ähnliches interessiert? Also man muss verstehen, dass 'n Energieausweis und das dahinterliegende Berechnungsverfahren nur mit standardisierten Berechnungsmethoden funktioniert. Also man probiert, ein Standardklima zu definieren, eine mittlere monatliche Temperatur- und Standardnutzungsprofile vorzugeben. Das ist im gewissen Maße auch okay, eine Vergleichbarkeit über verschiedene Gebäudetypen herbeizuleiten. Und somit kann man natürlich nur sein Gebäude, was man kaufen will, überlegen, okay, wie passt das in die Gebäudetypologie mit rein?

Das muss aber in der Realität gar nicht so ausfallen, weil wir in der Realität 'n sich stündlich stündlich oder minütlich änderndes Klima haben. Wir haben Nutzerverhalten, wir haben externe Lasten, also Sonneneinstrahlung und, und, und, also ganz viele Parameter. Wir haben auch in der Bauhülle, Thema Dach als Beispiel, Wärmebrücken, wie dicht ist das, wie dick ist die Dämmung? Also ganz viele kleine Parameter, die die es den kleinen Mikrokosmos Haus ausmachen. Und deswegen kann man immer nur sehen, okay, ich hab 'n Energieausweis, der ist jetzt vielleicht grün oder nicht so grün.

Da kann ich noch mal probieren, wenn er nicht so grün ist, zu hinterfragen, warum ist er denn nicht so grün? Was war das fürn Effekt? Weil wenn einem das natürlich nicht so grün ist, dann bekomme ich nicht so zinsgünstige Kredite beispielsweise. Ist denn ist der denn belastbar dann der Energieausweis am Ende des Tages? Weil wenn man wirklich so viel Parallelanbieter hat, kann ich mich da zu 100 Prozent drauf verlassen?

Nein, also das ist wirklich ein 1 Indikator. Ein Indikator für Kredite, für eine Vergleichbarkeit für Gebäudetypen. Aber wie gesagt, das sind Standardnutzungsprofile, es sind Standard Innenraumtemperaturen über Zonen, die definiert wurden, dann haben die Zonen auch einen Standard Trinkwasserverhalten, einen Standardverbrauch. Und wenn man jetzt weiß als Beispiel, der eine duscht kurz, der andere duscht 'n bisschen länger bei höherer Temperatur, dann hat man schon wieder ganz andere Auswirkungen. Viel wichtiger ist, da noch mal zu bewerten, warum ist er denn in in f?

Und wenn ich dann schon weiß, okay, ich hab eine Öltherme unten drin und ich kauf das Gebäude, dann kann ich schon überlegen, ja, wegen der Öltherme ist es schlecht, dann könnte was auf mich drauf zukommen. Also eine Austauschpflicht, eine Sanierungspflicht oder ich hab generell die intrinsische Motivation zu sagen, ah, durch die Öltherme verbrauche ich viel CO2. Das hab ich dann als Indikator. Ich setz vielleicht auf eine Wärmepumpe. Okay.

Ja gut, das sind mal gute Hinweise. Genau. Dann Marco, hast Du uns einen Hack mitgebracht für den Zuschauer? Irgendeinen Tipp, den Du mitgeben möchtest, grade was deinen, was deinen Bereich angeht. Ja, für die Zuschauer kann ich nur sagen, vielleicht nicht auf einen Energieberater verlassen, sich 'n bisschen umschauen, umtriebig sein, in in Foren lesen, verschiedene Handwerksangebote einholen, also eine Hülle und Fülle an Vergleichbarkeit schaffen.

Weil dadurch, dass das ganze Thema Energiewelt von morgen komplexer wird, nicht so einfach ist, reicht es eigentlich nicht mehr aus, sich auf einen zu verlassen, weil selbst Energieberater oder Planer, wir sind's ja auch bei uns, machen Fehler und deuten auch mal gewisse Themen nicht richtig. Das kann auch sein, ja. Und von daher offen sein, mal den Nachbarn fragen oder auch mal, wenn ich 'n Angebot von einem Heizungsbauer bekomme, ihn fragen, Mensch, wo war denn deine letzte Werbegruppe, die Du eingebaut hast? Können wir vielleicht mal vorbeifahren oder willst Du mal 'n Kontakt mit dem Kunden herstellen? Kann ich mir die vor Ort mal anschauen?

Oder auch in den in den einschlägigen Foren beim Panel Panel oder anderen Internetseiten mal 'n bisschen googeln und da auch die Leute anfragen. Und der letzte Tipp ist dann, wenn das alles nicht geholfen ist, dann kann man sich auch noch mal in die Verbraucherzentrale wenden. Die haben natürlich auch Energieberater, Netzwerke und andere Themen. Ja, sehr guter Einblick. Danke dafür.

Dann kommen wir auch schon zur abschließenden Frage. Und zwar, wie Du im Moment das Handwerk bewertest beziehungsweise wie Du die Stellung in der Gesellschaft im Moment siehst. Ist sie das dann nicht positiv oder könnte sie verbessert werden? Also aus unserer Erfahrung her ist die sehr positiv. Das Handwerk hat eine Renaissance spätestens im im letzten Jahr.

Jetzt gibt's 'n kleinen Dämpfer in dem aktuellen Jahr. Aber die Wertschätzung des Handwerks gegenüber steigt kontinuierlich, das wird immer wichtiger. Und wir betreuen ja sowohl privat, aber auch ja professionelle Kunden und da ist die Wertschätzung durchweg positiv. Und auch mal, wenn man sagt, ich hab eine etwas längere Vorlaufzeit, dann wird das so hingenommen und es wird nicht gleich gefragt, nee, warum, wieso, weshalb? Womit ist die Stellung wachsend.

Sehr gut. Ja, vielen Dank, dass Du hier gewesen bist. Hat mich sehr gefreut. Das war Marco Berchthold. Vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.

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