Cover: Marcel Lorenz - Bootsbaumeister

Marcel Lorenz - Bootsbaumeister

10. Dezember 2025 32:19 Min. Zu Gast: Marcel Lorenz
0:00 32:19

Worum es geht

In dieser Folge von HandwerkSpricht ist Bootsbaumeister Marcel Lorenz zu Gast und gibt Einblick in einen selten gewordenen Handwerksberuf. Er erzählt, wie ihn das Segelhobby seiner Eltern schon als Kind aufs Wasser brachte und wie daraus vor 27 Jahren sein Beruf wurde. Eine inspirierende Folge über Leidenschaft, Wasser und ein außergewöhnliches Handwerk.

Das nimmst du mit

  • Bootsbau ist ein selten gewordener Handwerksberuf, den nur wenige Menschen erlernen.
  • Persönliche Leidenschaft kann der entscheidende Antrieb für die Berufswahl im Handwerk sein.
  • Frühe Kindheitserfahrungen – wie das Segeln der Eltern – können den beruflichen Weg nachhaltig prägen.
  • Marcel Lorenz übt den Beruf des Bootsbaumeisters seit 27 Jahren aus.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Wer ist der Gast dieser Folge?
Zu Gast ist Marcel Lorenz, ein Bootsbaumeister, der seinen Beruf seit 27 Jahren ausübt.
Wie kam Marcel Lorenz zum Bootsbau?
Das Segelhobby seiner Eltern brachte ihn schon als Kind aufs Wasser und ebnete so den Weg in seinen späteren Beruf.
Was macht den Beruf des Bootsbauers besonders?
Es handelt sich um ein selten gewordenes und inspirierendes Handwerk, das vor allem aus Leidenschaft ausgeübt wird.
Um welchen Podcast handelt es sich?
Die Folge stammt aus dem Podcast HandwerkSpricht, der sich mit Handwerksberufen beschäftigt.

Zu Gast

Bootsbaumeister

Marcel Lorenz ist Bootsbaumeister und hat diesen seltenen Handwerksberuf vor 27 Jahren aus Leidenschaft erlernt. Das Segelhobby seiner Eltern brachte ihn schon als Kind aufs Wasser.

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Transkript

Herzlich willkommen zu Handwerk spricht Ihrer Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute haben wir Marcel Lorenz bei uns. Marcel, schön, dass Du da bist. Genau. Und wir sprechen heute nicht über 'n Exoten, aber einen Landwerksberuf, der, glaub ich, gar nicht mehr so verbreitet ist.

Und zwar bist Du Bootsbauer. Ja. Und da würd ich mich freuen, wenn Du jetzt jetzt einfach mal mitnimmst, ah, wer bist Du? Woher kommst Du? Und zum anderen, wie bist Du dazu gekommen, Boote zu bauen?

Also das ist am Ende ganz einfach. Ich bin Marcelon, zum Bootsbaummeister aus Berlin, hab den Beruf auch hier in Berlin gelernt. Vor 27 Jahren hab ich meine Lehre angefangen. Ich bin ganz traditionell hab ich das Glück gehabt, über das Hobby zum Beruf zu kommen. Also ich bin über das Segeln meiner Eltern zu dem Beruf gekommen, hab als kleiner Junge schon angefangen mit Segeln.

Wir haben eigentlich immer unser eigenes Boot instand gesetzt und somit hat sich mehr oder minder immer weiter klar rauskristallisiert so, das ist was, was mich absolut reizt und wo ich diese Verbindung schaffen kann zwischen dem, was ich in meinem Privatleben mag und was mein Beruf ist. Ich lebe auch seit 18 Jahren aufm Schiff und plane auch, weil da hängt noch mehr mit dran, plane auch, also mach grad 'n Schiff fertig, 'n 120 Jahre alten Eichekutter, mit dem ich dann demnächst irgendwann lossiegeln will, den Bootsbau 'n bisschen mobiler zu machen und auch noch mal in so ganz neue Bereiche einzutauchen, weil ich ja jetzt 23 Jahre selbstständig in Berlin. Hab derzeit 3 Angestellte einen Azubi. Und ja, insofern kommt bei mir jetzt auch sone Dekade, wo ich das jetzt noch mal 'n bisschen umbaue, weil ich jetzt langsam auf die 30 Jahre Beruf, Arbeitsleben hingehe. Und insofern bleib ich aber in der Branche und auch in dem Thema, aber werd ich versuchen, son bisschen alles umzubauen.

Ja, so ist der Und man darf vielleicht als wichtigsten Punkt noch, Berlin ist halt die Wasserstand in Europa. Das ist halt, also es gibt noch Venedig, was mich sehr reizt, aber ansonsten ist Berlin fürn Bootsbau, auch wenn es für die meisten Berliner gar nicht so nah dran ist, aber wir haben eine sehr große Branche hier. Wir haben halt sehr viel Wasser, sehr viele Boote. Und grad ist ja auch wieder son Trend, dass die Stadt auch versucht, das Wasser wieder son bisschen mit in in das Berliner Leben einzubeziehen. Da gab's auch Zeiten, wo das ganz anders war, wo sich grade unsere Branche da bisschen drüber beschwert hat, weil wir da so völlig politisch ausgeklammert werden und es immer so, ist auch 'n schwierige Thema, versteh ich auch in Deutschland Wasser, Wasserzugänge, Wassernutzung und so.

Also insofern ist es auch alles sehr umfangreich, sehr komplex. Und vielleicht noch so als letzten Punkt dann, ich mach ja auch, wir machen klassische Sportboote für den klassischen Endverbraucher. Also wir haben nix mit irgendwie Fahrgastschiffen zu tun oder so, sondern ich mein Hauptaugenmerk ist schon wirklich den den klassischen Privatkunden zu bedienen und also weil sich das in unserer Branche da auch diese Branche, das wahnsinnig komplex ist und es sich sehr unterscheidet zwischen gibt's so Superjachtbau, dann gibt's Fahrgastschiffbau, dann gibt's klassischen Schiffbau, wo so Schubschiffe und so weiter. Und wir machen aber wirklich so dieses rein traditionell klassische Endkunden Produkt und am Ende mach ich dann auch noch mal sone Spezialisierung, dass ich mich auf Holz- und Metallboote zwischen neunzehnhundert und neunzehnhundertfünfzig, 60 so spezialisiert hab. Weil das den meisten Leuten auch nicht so bekannt ist, aber Berlin hat eine für die Privatschiffe 'n sehr wichtigen Stellenwert mal gehabt.

Vor so 130, 140 Jahren war Berlin sehr wichtig. Wir haben bis heute sind Schiffe hier unterwegs von sehr bekannten Konstrukteuren damals, die alle gehegt und gepflegt werden, die jetzt teilweise über 100 Jahre alt sind, weil wir halt einfach durch diese Wasseroption, die wir haben mit dem Anschluss, also man kann von Berlin einfach in die ganze Welt fahren, das ist so. Dadurch ist das hier schon immer auch sehr aktiv so, aber das ist halt trotzdem diese son Nischenmarkt, wo halt ganz viele das so gar nicht mitkriegen, was da eigentlich so wirklich passiert und wie viel da so dahintersteckt. Ja, das ist aber auch, was für mich die Stadt immer noch sehr attraktiv macht, weil das halt eine schöne Mischung ist aus Natur, Wasser, das Wasser in der Stadt, was da so los ist, was da so geht mittlerweile und so. Also ist ist sehr umfangreich, sehr komplex, aber das ist, was mich daran auch reizt, dass das jeden Tag halt anders ist.

Ja, jetzt hast Du ja schon ein Feuerwerk losgelassen, wirklich, in voller Leidenschaft für Stadt, für für Wasser, für die Boote und so weiter. Wie viel Werften gibt's denn hier in Berlin? Oh, das ist jetzt eine Zeit. Ungefähr. Also echte Werftbetriebe würd ich jetzt sagen 20.

Das ist so, ich will mich da jetzt aber nicht mit Zahlen son bisschen fall, aber so was ich wirklich Werkbetrieb nenne, würde ich sagen, sind wir so 20, Ja. Die wirklich wirkliche Reparaturen und auch Neubauten auflegen oder halt auch wirklich so Sondersachen machen und nicht nur son klassischer Servicebetrieb ist, der halt irgendwie unterstellmöglichkeiten bietet und son bisschen Service macht, sondern Möglichkeiten bietet und son bisschen Service macht, sondern wirkliche Und auch da ist es interessanterweise wieder, dass es wieder mehr wird, weil die der Kunde wieder mehr auf Individualität geht und nicht unbedingt jeder möchte son Bauhaus bot, was man da jetzt grad immer den Foyers sieht. Das heißt also, diese diese Kunststoffvarianten. Das bin ich jetzt gar nicht so, nee, das hat damit gar nichts zu tun. Es gibt einzelnefertigung, Kunststoff und so.

Es ist eher so dieses wieder weg von der Serie hin zu 'nem individuellen Produkt. Am Ende muss man ja auch ehrlich sein, ich sag das gerne öfter, das ist das Boot ist nun das letzte Luxusgut des Menschen. Wenn man das in 'ner Privatwirtschaft betrachtet, ist es halt wirklich einfach 'n Luxusgut. Das ist, find ich, den Beruf sehr speziell und einzigartig macht, weil wir halt, das ist halt keine Küche oder 'n Gebrauchsgegenstand, am Ende ist 'n Schiff dann auch 'n Gebrauchsgegenstand, aber trotzdem ist es inner, als Option was ganz anderes, als was wir halt fürn täglichen Bedarf brauchen. Also insofern ist das ja Ihnen auch dieser Punkt mit dem, dadurch sind wir als Beruf und auch als Branche bei vielen Leuten relativ unbekannt, weil's einfach nicht wichtig ist fürs normale Leben, obwohl andererseits halt wird es für mich, opfert, was ich immer sehr interessant finde, wir wären heute nicht an dem Punkt, an dem wir wären, wenn's nicht Schifffahrt geben würde.

Also weil die ganze Globalisierung, die Vernetzung der Welt, wie sich alles so entwickelt hat in den letzten 5000 Jahren, hat alles, was mit Schifffahrt zu tun. Und das war auch was, was mich schon seit meiner frühesten Jugend enorm gereizt hat, einfach dieses, es gibt Bootsbautradition, da wissen wir heute, das machen wir seit 2000 Jahren so und das funktioniert. Also es ist insofern auch sone schöne Schnittstelle zwischen 20 24. Alles verändert sich, alles ist, wird schnell, wird und es gibt aber immer noch Sachen, also auch deshalb mach ich dieses Kutter Projekt, was ich da grade mache. Wir arbeiten da mit manchen Sachen wie vor 2000 Jahren so.

Ganz traditionell braucht man nicht viel und passt trotzdem in diese Welt. Also das ist auch, was ich so interessant finde, dass das diese Konstruktion, diese Entwürfe, diese Sachen einfach technisch bis heute funktionieren. Zeitlos quasi. Ja. Und die am Ende in den modernen Sachen dann, wenn man jetzt dann auf Kunststoff geht und Stahlstoffe, das am Ende aber alles Erfahrung sind, die wir in den letzten 5000 Jahren gemacht haben.

Und das find ich schon, ja, das find ich, also weil einfach dieser Zeitablauf in unserer Welt grade heutzutage ist so, wenn man jetzt mal auf Computer geht oder so, also es ist ja in, da steht ja in gar keine Relation, insofern find ich, wird immer wieder interessant. Und dann auch diese Fusion, die es ja jetzt dann immer häufiger gibt, wo halt jetzt wieder Sachen miteinander vernetzt werden, weil wir halt irgendwie jetzt auch anfangen, dass sie in machen grad 'n relativ traditionelles Projekt, aber das wird dann extrem modern, was so die Technik angeht. Und auch dieses ist halt auch sehr interessant, wenn man einfach einen einen eine Pantry in der, also eine Küche in 'nem Schiff hat, die seit 500 Jahren eigentlich so gestaltet wird, weil sie einfach von der Haptik und so und auch vom für den Gebrauch so sein muss, aber man jetzt halt trotzdem dann anfängt mit Touchdisplays, Komfort, mit Lichtdämmung und so. Also wo man jetzt so einfach diese Vernetzung hinkriegt zwischen, aus Sicherheitsgründen bauen wir jetzt gerne 'n LED Kamin ein. Der ist einfach sicherer aufm Holzboden als Also so findet es auch wieder superinteressant, wie jetzt so da sich so Sachen wieder auch zusammen vernetzen und traditionelle Rigs jetzt durch so neue Kunststofftechniken extrem sich verändern können, genauso aussehen wie vor 500 Jahren aber das Leistungspotenzial von heute haben, weil wir halt einfach durch die neuen Techniken, was so Materialien und so angeht, sich das enorm schnell weiterentwickelt.

Und vielleicht dann noch so als letzten Punkt dazu, dass wir jetzt nämlich seit 10 Jahren quasi 'n neuen Beruf in unserem Beruf haben. Also es gab vor 20 Jahren eigentlich immer nur sonen klassischen Bootsbauer. Jetzt splittet splittet sich dieser Beruf so in 3 Gruppen eigentlich auf, weil wir jetzt halt durch diese technischen Sachen in sone Richtung kommen, wo das der klassische Bootsbauer auch nicht mehr auffangen kann. Weil ich da ganz ehrlich auch so als dieser klassische Traditionist, Traditionalist, ich bin ja noch der Typ Schreibtisch Schreibmaschine, aber das ändert sich jetzt einfach enorm. Also ich bin bei vielen Sachen dann auch einfach gar nicht mehr, da fang ich auch gar nicht mehr, mich an einzulernen, sondern seh zu, da soll sich der Werding jetzt mit kümmern, weil das ist die neue Generation und der muss sich damit auseinandersetzen.

Also insofern ist auch da interessant, dass sich jetzt einfach nach soner langen Zeit aus diesem Beruf jetzt wieder 'n neuer Beruf entwickelt, weil einfach diese ganze Technikschiene auf Bodenschiffen so umfangreich wird, wie unser Beruf jetzt mal vorher war. Und wir dadurch denke ich auch son bisschen jetzt eher geschafft haben, diesen Beruf auch in die Zukunft zu bringen. Weil natürlich halt so auch für viele junge Leute dieser ganz, ganz klassisch traditionelle Bootsbau, der ist ja für viele Menschen nicht mal mehr greifbar. Das kennt man ja nur so mal aus 'nem Museum irgendwo oder aber das ist ja für die meisten gar nicht mehr greifbar, was das so bedeutet und auch was das für eine Arbeit ist oder bei bei aller Romantik muss man da halt nämlich auch sagen, dass der klassische Bootsbauberuf schwere, dreckige Arbeit auch ist. Also weil das ist in unserem Beruf auch ganz oft, dass immer alle so, wenn man sagt, man ist Bootsbauer, sägt dann immer in den Menschen wie, wir stehen am Steg im Sonnenschein, sprechen mit den Kunden, gehen segeln.

Nee, im Regelfall liegen wir unterm Boot auf irgend 'ner Wiese, kratzen den Dreck ab, den man sonst nicht sieht, kriechen da in enge kleine Nischen rein, wo sonst keiner hinguckt in sonem Boot. Also das romantische Bild und am Ende ist es ja aber oft bei Berufen so, das ist überhaupt, also oder es das ist nicht so, wie man immer glaubt. Das hat andersrum natürlich halt auch, weil für uns als Bootsbauer ist dieser Moment mit der Übergabe am Kunden, am Steg, Das ist natürlich das, wo wir hinarbeiten. Aber das ist son ganz kleiner Teil von dem Riesenbergarbeit, der da halt vorher ansteht, wo wir halt da ewig, also wenn man jetzt auch grade über Winter, wir sind viel draußen, stehen da am Schiff bei Wind und Wetter und müssen gucken, dass wir auch da dann immer klarkommen, weil das, ja, ja, aber das das ist für mich macht das halt oft den Reiz aus, also weil's halt einfach, wir gehen nicht immer die gleiche Werkstatt oder so, sondern es ist immer besonders, es ist immer speziell und das ist aber auch das, was für mich dafür sorgt, dass ich jeden Tag da wieder mit Energie rangehen kann, weil ich halt immer weiß, wir machen was Neues, wir machen was anderes, wir müssen uns dazu eine Lösung überlegen, die Lösung gibt's noch nicht.

Das ist halt ja für mich auch oftmals son, wenn man halt nämlich nicht im selben Bau ist, dann ist halt einfach jedes Problem erfordert eine neue Lösung. Insofern muss man sich da hinsetzen, sich Gedanken machen, was kann man da tun, was kann man nicht tun? Aber das macht's halt auch spannend. Also das macht's auch oft anstrengend, aber das macht's auch spannend. Ja, glaub ich.

Also sehr abwechslungsreich, sehr viele verschiedenste Anforderungen, die gestellt werden. Improvisationstalent, was gebraucht wird. Wie sieht's denn aus mit mit dem Personal? Findet man gut Personal oder ist das schwierig? Und ja, wie schnell wie schnell wie lange braucht man, angelernt zu werden, wenn man jetzt zum Beispiel Quereinsteiger wäre?

Das ist eine sehr, also da muss man sehr differenzieren zwischen Also bei uns gibt's son Spruch in der Branche, 'n gut 'n guter Bootswauer kann alles 'n bisschen und nix richtig. Weil wir offiziell, wir arbeiten mit Alu, wir arbeiten mit Stahl, wir arbeiten mit Holz, wir arbeiten mit Lacken, wir machen Elektrik, wir machen Heizungsanlagen, wir machen Wasseranlagen. Also son Schiff ist ja in der Komplexität ja heutzutage wie einen 'n komplettes Haus, wie am Ende eine eigene kleine Stadt. Insofern ist das, man kann das nicht wirklich betiteln, die Leere geht dreieinhalb Jahre, da ist man schon mal ganz gut überall son bisschen reingerutscht, aber in der Leere wird ja am Ende auch nur geguckt, dass bei all diesen quasi Gewerken immer son Stückchen weit mit reingerutscht reingeguckt wird und jeder am Ende dann auch son bisschen, das habe ich ja auch schon gesagt, ich hab mich auf Holz und Stahl spezialisiert, dann sone bisschen eine Spezialisierung kommt. Weil in 'ner Endkonsequenz kann man als Bootsbauer niemals den ganzen Markt abdecken, das ist faktisch unmöglich, sondern da gibt's aber dann immer, dann ist wieder wichtig, dass man 'n Netzwerk hat, dass man einfach weiß, komm, Du bist der Kunststoffprofi, Du machst die Kunststofftachen, ich mach das und Du machst das.

Und so muss man sich da im Bootsbau, och, wir haben ziemlich oft, dass wir uns vernetzen müssen, weil einfach klar ist, komm, Du bist der Profi dafür. Du kannst das wirklich perfekt anbieten und kannst das auch wir haben wir haben Personalprobleme. Es ist aber eher auch daran geschuldet, wir haben einen extrem wachsenden Markt, aber das Personal kommt nicht so schnell nach. Das mag sicherlich auch an den Bedingungen außen herum. Also zu meiner Zeit, als ich Lehrling war, wir konnten von dem Geld konnt ich nicht Essen kaufen genug, was ich als Lehrling gekriegt hab.

Dazu kommt noch, dass unsere Berufsschule Wir haben nur eine Berufsschule in Deutschland beziehungsweise eigentlich haben wir 2, aber das andere ist eine Privatschule. Das ist, die meisten gehen in eine Berufsschule. Das ist eine gute Sache und eine schlechte Sache. Also insofern, für 'n Azubi ist es halt auch so, dass der sich von vornherein darauf einstellen muss, der ist 1 1 1 Monat dann immer in der Berufsschule, also es ist nicht, die ist in Lübeck. Mhm.

Also die ist aber so am Rand von Lübeck da aufm Priwall. Das ist sehr schön. Alle Azubis, die da durch sind, vergessen diese Zeit im Leben nie, Aber ist halt insofern anders, wie als wenn man das so in der Stadt, also ist für viele Stadtleute dann halt auch immer erst mal son schwieriger Punkt, wenn man so, nee, ja, Du bist dann aber einen Monat in der Berufsschule. Und Quereinsteiger trauen sich oftmals nicht. Ich kann nicht wirklich sagen, wieso arbeitet es, was ich in, also ich bin jetzt 23 Jahre selbstständig und ich hab nur sehr selten gehabt, dass wirklich jemand zu mir in die Firma kommt, sich vorstellt und dort arbeiten will, würde.

Und da denke ich aber eher, dass es wirklich daran liegt, dass unsere Branche von dem Bild nach außen so klein ist und so unterrepräsentiert, dass den meisten Leuten überhaupt gar nicht klar ist, was wir so wirklich als Berufsalltag haben. So, also das ist nämlich eben halt genau, na, wir hatten grad mit dem, das eine Bild ist so, wir stehen immer am Steg, aber aber dass wir wirklich traditionell 'n traditionelles Handwerk machen, wirklich mit handwerklicher Arbeit, dass wir ganz relativ wenig mit Maschinen arbeiten und so, weil wir halt einfach durch diese Einzelanfertigung immer alles mit Hand am Ende angepasst werden muss und so. Also insofern, wir haben schon Personalprobleme, auch die ganze Branche. Wir haben eigentlich alle mehr Arbeit, als wir Leute haben. Das ist andersrum oftmals dann im Umkehrschluss 'n Problem fürn Kunden, weil der Kunde halt oft warten muss und das natürlich halt dann auch fürn Kunden halt irgendwie 'n bisschen doof ist und auch schwierig ist.

Dazu kommt ja noch, dass wir auch 'n Saisonjob sind. Und das ist mit dem Personalthema halt auch, was ich oft feststelle, auch bei Quereinsteigern. Und Leuten, die nicht irgendwie aus der Branche kommen, also die meisten Bootsbauer haben irgendwie mit Booten zu tun, ob jetzt so privat oder vorher oder dass vielen Quereinsteigern der Winter nicht passt. Weil wir halt in der Realität eben im Winter selten in 'ner warmen Werkstatt sind, im Regelfall stehen wir in riesigen Hallen, wo's unglaublich kalt wird, wo's zieht, wo's dunkel ist und man insofern dann auch wirklich eine gewisse Leidenschaft dafür haben muss, sich dann auch durch sone Zeiten durchzukämpfen. Also weil Dezember, Januar, Februar ist hart im Bootsbau.

Das gibt dann auch andere, natürlich auch immer andere Plätze und so, wo Aber eigentlich kann ich sagen, bei 90 Prozent all aller ist in der Werkstatt nicht geheizt, gibt's einfach nicht. Wir haben einen warmen Pausenraum, ja. Wir haben eine gute Kaffeemaschine, aber das ist natürlich in der heutigen Welt für viele, wenn's so, also es soll überhaupt nicht abwertend sein, aber so, sondern aber wenn's so darum geht, jetzt grad auch bei jüngeren Leuten, was sie sich von ihrem Beruf vorstellen, ist das grad noch son Thema, wo wir halt ziemlich stark rausstechen, so mit Die Zukunft des Handwerks liegt in den Händen der nächsten Generation. Wir stehen für ein modernes, starkes Image des Handwerks und dafür, dass junge Menschen wieder Lust darauf bekommen, etwas mit ihren Händen zu erschaffen. Lass uns das Handwerk wieder zum Traumberuf machen.

Gut, aber ihr wisst zumindest, wo man dran anpacken könnte, wenn man es dann irgendwann auch vielleicht muss tatsächlich, die Rahmenbedingungen zu verändern. Natürlich würde sich das dann wieder auf das auf die Produktkosten oder auf das auf die Preisnacht ausdrücken. Gucken. Aber vielleicht ist das unter Umständen auch irgendwann 'n Punkt, den man einfach gehen muss, dann eben halt die Attraktivität zu haben. Aber Du hast ja ganz viele tolle Sachen gesagt.

Ich hab dir ja auch gespannt zugehört. Also dass zum Beispiel hier jetzt 20 Werften in Berlin sind, hätte ich ja niemals vermutet, ne. Also das ist ja schon eine ganze Menge. Man würde hier immer so mehr Richtung Meer dann irgendwie verorten. Aber Du hast ja schön beschrieben, dass eben halt Berlin die Wasserstand schlechthin ist und von daher superinteressant.

Aber wenn Du jetzt, jetzt nehmen wir mal 'n paar Berufe einfach, wie wie son, wenn jetzt son Quereinsteiger auf euch zukommen würde, der käme jetzt ausm Holzbaubereich, ausm Metallbaubereich, dann wär ja gar nicht der die der Weg so weit eventuell. Natürlich müssen eine Anpassungen passieren, natürlich musst Du dich auf die Situation einstellen. Die ist natürlich anders, als wenn ich also Geländer mache oder Ähnliches. Hab ich am, sieht am Boot natürlich anders aus. Aber das wären ja Berufsgruppen, vielleicht kannst Du es gleich noch ergänzende Berufsgruppen, die eigentlich 'n Potenzial in sich bürgen, die ja tatsächlich vielleicht gar nicht sone große Umstellung mit sich bringen würden.

Ja. Und auf welche Berufe siehst Du da noch, die 'n Potenzial haben? Also wir haben sehr viel Schlosser. Wir haben sehr viel Lackierer. Wir haben viel Kunststoffbau, weil man das halt alle transferieren kann.

Ja. Wir haben viel Elektriker, wir haben viele Autoschrauber. Selbst der Mechatroniker rutscht langsam so mit in den Beruf rein. Also was kommt noch? Gerade deckst Du schon sehr viel ab da.

Ja, ich wollt grad sagen. Also das ist so eigentlich die wichtigsten Sachen. Wir haben Zimmerei, weil am Ende früher gab's ja noch 'n Schiffzimmerer. Ja. Ich hatte jetzt auch grad wieder 'n Zimmerer da, die Und dann hängt's eher 'n bisschen bei diesen Quereinsteigern oder beziehungsweise daran, inwiefern Sie das möchten, weil am Ende ist genau bei diesen ganzen Berufsgruppen das ganze Grundkonzept das Gleiche.

Also ich hab als Bootsbauer im Holz eine gleiche Grundausbildung gehabt wie der Tischler. Es geht dann nur halt wirklich einfach, dass wir bei uns das mit dem einmessen und so. Das ist halt einfach alles komplett anders. Andere Rahmenbedingungen, ja klar. Aber ansonsten sind wir ja eigentlich nur einen eine Mischung aus 5, 6, 7 Berufen, die sich da so zusammengetan haben.

Ja, aber ist doch gut. Dann dann haben wir jetzt schon mal 'n bisschen was für eure Branche getan. Ja. Und zwar haben wir schon mal 'n paar Hürden abgebaut, die vielleicht dann in den Köpfen noch drin sind, ja, die vielleicht dazu führen könnten, dass ihr dann doch die eine oder andere Anfrage bekommt oder oder auch die Interessenssbekundung bekommt, dass sich doch dann Menschen für diesen Beruf dann interessieren. Weil ich kann es mir Du hast über Romantik eben gesprochen.

Natürlich ist das nicht so dieses finale Bild, klar, aber auch der Weg dahin hat ja auch eine Romantik. Ja. Und von daher kann ich das schon sehr gut vorstellen. Hast Du hast Du vielleicht für die Zuschauerinnen und Zuschauer mal so 3 oder 5 Punkte, die, wenn man jetzt Autowerkstatt, Wartung, jetzt einfach mal, wie ist das beim Boot? Welche Punkte fallen so beim Boot an immer und regelmäßig?

Na ja, man hat, also es kommt ja a auch 'n bisschen immer auf den Bootstyp an, was man so hat. Aber eigentlich die regelmäßigen Sachen sind Unterwasserschiff muss halt gepflegt werden, damit das Boot lange hält. Dann die klassischen Servicesachen am am Motor, die werden in unserer Branche gern son bisschen runtergespielt. Da kommen dann aber am Ende die meisten Probleme in der Benutzung. Wenn man die Maschine nicht ordentlich wartet, dann läuft sie halt mal auch nicht.

Ansonsten haben wir in so dem täglichen ist relativ viel Pflegeaufwand. Einen guten Wert da halt zu haben, muss man relativ viel Pflegeaufwand durchführen, weil einfach ja 'n Boot immer draußen ist, also halt immer einfach 24 7 den den Umweltbedingungen ein ausgesetzt ist. Das sind, denk ich, auch schon so eigentlich dann die wichtigsten Sachen, weil der Rest ergibt sich son bisschen aus der, wie sich, wie das abläuft oder Oh klar, die die Einwirkungen von außen sind halt im Bootsbereich natürlich viel größer und verheerender unter Umständen, auch als wie beim Auto, weil das Boot ja im Wasser liegt quasi, ne. Also und oder aufm Wasser schwimmen. Und dementsprechend, ja, wenn dann einmal wie wie nennt das das, Fäule oder wie nennt das das einzieht, dann ist es halt Ja, das kommt drauf an, was fürn Boot ist das.

Also da bei 'n Kutschaufboot ist aus Mose der schlimmste Feind. Ja. Aber die kommt halt nämlich durch 'n schlecht gepflegtes Unterwasserschiff. Ja, genau. Und dann ist Schluss, ne?

Dann ist meistens ist es nicht mehr wirtschaftlich. Ja, ja. Aber zum Glück ist bei uns in der Branche auch Wirtschaftlichkeit selten das Kernthema. Okay. Na ja, da kommen wir wieder zu dem, also letztes Luxusgut, das ist Ja.

Nicht wirklich wirtschaftlich, sondern da geht's ja dann immer die Interessen, die man da Ja klar. 'n Boot kann halt sehr viel, wie sagt man dann dazu so schön, sehr viel Erholungspotenzial bringen. Und insofern wird auch oft sehr viel investiert, obwohl man als Außenschilder denkt, wie verrückt da. Also ich kann ja tatsächlich mitreden, weil ich bin in meinem Sommerurlaub 1. Mal mit 'nem Boot gefahren.

Das muss man sagen, in den Niederlanden, da sind ja noch andere Regeln, ne. Das ist son ganz kleines Ding, aber es war tatsächlich total spannend, damit durch die Gegend zu fahren, auch mit der Familie, ne. Es war vor allem eine riesen, eine riesen Gaudi. Und ich kann's auf jeden Fall nachvollziehen, deswegen Die Entschleunigung ist unschlagbar. Ja, ja, definitiv.

Ja, Sebastian, hast Du vielleicht für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer, die jetzt grade bei uns dabei sind, 'n Hack, irgend 'n Tipp, den Du einfach mal den Leuten mitgeben möchtest fürs Handwerk, für die Kunden, egal wohin, in welche Richtung. Irgend 'n Tipp, den Du gerne mal, ja, geben möchtest. Tipps fürs Handwerk. Gerne. Vielleicht einen etwas höheres Interesse dafür, was das Handwerk an sich bedeutet, dass es nicht immer nur so das Endprodukt geht, sondern dass vielleicht 'n Kunde mal 'n bisschen reinschaut, warum das ein oder andere Problem an 'nem Endprodukt vielleicht auftreten kann, also weil das geht ja am Ende für alle Handwerker überall.

Für uns, wir müssen immer nur das Produkt verkaufen, aber es wird ganz wenig hinterfragt oder auch mal reingeschaut, wie wie dieses Produkt eigentlich entstanden ist, was da wirklich so dahintersteht. Und am Ende ist das nämlich genau grade auch in unserer Branche dann oftmals das das Thema, dass es dann am Ende die Anerkennung dafür geht, wie viel Arbeit und wirklich jetzt wirklich diese klassische reine Arbeit mit Schweiß, Blut und Tränen, weil die natürlich an dem Endprodukt nicht mehr sichtbar sind, aber halt da einfach, wie oft man sich den gestoßen hat und wie oft man gedacht hat, oh, jetzt muss ich wieder da hoch. Und das geht oftmals dann auf son Übergaben halt so ü unter. Ich sage aber, dass das halt natürlich für jeden, der dann immer dahintersteht, extrem wichtig ist, weil ja natürlich auch der klassische Handwerker hat ja auch selten dann oder zumindest nicht so häufig mit dem Endprodukt und mit dem Endkunden zu tun, sondern oftmals sind das ja immer nur so Zwischenschritte, wo und da weiß ich, dass halt einfach das Problem ist, dass sich viele davon überhaupt nicht gesehen fühlen und dass und das dann am Ende dann gar nicht mal ums Geld geht oder so, sondern es geht wirklich darum, eine Anerkennung dafür zu bekommen, wie schwere Arbeit das war und wie viel Einsatz dafür gebracht wurde, dieses Produkt herzustellen.

Und das wird halt oftmals für viele sehr schön wär, wenn man quasi der Kunden auch mal sagt, wir gehen da jetzt mal noch mal kurz dahinter und gucken uns das noch mal von hinten an. Und ningeln nicht nur rum, jeder Seuf über Sachen ningeln, wo er sagt, das ist halt nicht schön oder so, aber es ist son bisschen Untergang, dass es halt eigentlich oftmals nur das Negative geht, aber niemals auch mal hervorgehoben wird, dass einzelne Punkte wirklich sehr gut sind und einfach auch mal auch nachzufragen, wie viel Arbeit da drin steckt. Weil grade wenn ich jetzt 'n Kunden hab, der gar nichts damit zu tun hat, versteh ich das ja auch, aber deshalb versuch ich meinen Kunden dann auch mal zu zeigen, pass auf, das sind die Abläufe. Wir müssen halt das noch machen und das noch machen und das noch machen und das noch machen, weil man natürlich ja sone Sachen immer in dem Endprodukt nicht mehr wirklich sieht, sondern die irgendwo hinter Fassaden verschwinden, hinter Na ja. Aber das ist der Punkt.

Na ja, eigentlich für eure Branche ja mal eine Riesenmöglichkeit, weil sone eine die Arbeiten, die ihr halt macht, also alles das, was ihr da an an Zeit und an Energie reinbringt, wirklich mal durch son Zeitraffervideo vielleicht auch mal komplett zu begleiten aus allen Perspektiven, vielleicht dann auch zu sagen, guck mal, das ist jetzt nicht dein Boot, aber genau das, was Du jetzt da siehst, ist quasi bei dir auch gemacht worden. Ja. Schau mal, wie kleinteilig dann auch die Arbeitsschritte sind und wie aufwendig das war und dann der Kopfdose und so weiter, dass man die, wenn man dann diese Situation dann immer auch mal kurz dann wieder einblendet und so weiter. Damit genau das ja vielleicht dann auch am Ende des Tages passiert, ne. Ja.

Das ist vielleicht, ist für uns eine spontane Idee, die Nee, nee, das ist. Bei 2, 3 Projekten hab ich das schon so gemacht, einfach auch, weil man Oder ich versuche, dem Kunden darzustellen, warum manche Sachen ja am Ende welches Geld kosten, also weil das ist ja halt oftmals heutzutage einfach, dass man man sieht es halt einfach nicht. Man sieht einfach nur, das ist das Produkt, Man hat vielleicht dann irgendwie im Kopf, dann gibt's andere Sachen, die kosten aber nur das oder das. Aber selten hat jemand wirklich den Gedanken dazu, okay, was ist denn aber, wer hat denn da 2 Monate lang jeden Tag drangestanden? Mit wie viel Leuten, wie viel Stunden, wie viel Material und so weiter.

Ja, ich versteh ich. Sag mal, ich Du hast dich schon ansatzweise beantwortet, die Frage. Ich möchte sie trotzdem zum Abschluss noch stellen, und zwar, wie Du das Handwerk generell vertreten siehst in der Gesellschaft. Findest Du, das Image ist gut im in der Gesellschaft angesiedelt, könnte besser sein oder ist in Ordnung wie wie wie schätzt Du die Stellung des Handwerks in der Gesellschaft ein? Also ich würde das sogar 'n bisschen differenzieren.

Ich würde einerseits sagen, es gibt sehr, sehr viele Leute, die 'n sehr hohen Respekt davor haben, was Handwerker so leisten, aber ich seh an, dieses Image nach außen geht, eigentlich das Problem, dass wir bei vielen Gewerken unterbesetzt sind und dann genau dieses Problem mit Zeitverzögerungen, geplanten Arbeiten, weil wir ja auch heutzutage in soner hochkomplexen Welt stecken, wo es immer alles so termingerecht laufen soll, was aber halt im Handwerk einfach wirklich oft echt sehr schwierig ist, termingerecht Sachen fertigzustellen und das ja dann oftmals auch genau daran hapert, man ist auf andere Gewerke angewiesen, da ist auch Personalmangel beziehungsweise oder sie haben nicht genug Fachkräfte. Insofern haben wir oftmals dann nach außen ganz oft und das meine ich am Ende auch mit diesem dahinter zu gucken, wir haben mit 'nem Kunden oft einfach nur das Problem, eigentlich die Termingerechtigkeit herzustellen und den den Preis. Und das ist aber oftmals 'n riesiges Problem und dadurch sehe ich halt ganz oft, dass wir 'n Imageproblem haben, weil dann halt so über die Handwerker geschimpft wird. Aber das ist ja nicht, dass wir irgendwie morgens da 3 Stunden Kaffee trinken, sondern im Regelfall steht der Handwerker mit seinem Kaffee da und macht sich Gedanken darüber, wie wir die die Baustelle organisieren, damit am Tagesende die Baustelle funktioniert hat.

Und da seh ich halt son bisschen das Imageproblem und dass darüber dann halt auch vielleicht auch die Kosten, die da so entstehen, nicht so richtig klar sind, wo die herkommen. Und ich das halt dann auch immer hintenrum nur kriege oder man das halt hintenrum dann so mitkriegt, wo dann halt wie wo irgendwie, sag mal, jetzt geschimpft wird, obwohl man als der Unternehmer sagt, also da halt keinen Cent mitverdient, also wirklich gar keinen Cent, da hab ich noch draufgelegt. Da komm ich morgens schon mit Geld in die Firma und leg das damit hin, damit das überhaupt funktioniert und wir am Tageesende da hinkommen. Und da denk ich, ist eigentlich eher son bisschen, wo son bisschen Imagepflege gemacht werden müsste, war ja sone Sachen und das weiß ich nicht, ob das dann heute son mediales Ding ist, dass wir oder gern heut immer nur das Produkt und das Schöne dargestellt wird, aber dieses das davor und dann geht's mir gar nicht, dass man da irgendwie die schmutzige Arbeit oder so, sondern einfach die Komplexität des Ganzen, dass das halt einfach unterschätzt wird. Und ist ja, der zieht sich ja durch alle die Werke, ob das Straßenbaus oder Ja, bin da schon ziemlich über die gleichen Themen so.

Ja. Ja, es war noch mal eine sehr gute Zusammenfassung, Marcel. Ich bedanke mich, dass Du bei uns gewesen bist. Leider ist es in so Zeit schon rum, aber Du hast sehr viele kulturelle, ja, geografische Themen und so weiter uns heute beschrieben, ja. Ich fand's eine sehr interessante Folge, die wir jetzt hier heute gedreht haben, weil wirklich viele Punkte drin waren, die mir nicht bekannt waren beziehungsweise wenn man drüber nachdenkt, tatsächlich natürlich klar sind, aber man denkt halt nicht drüber nach.

Also im Grunde genau das, was Du auch als Fazit hast grade, dieses bewusste einfach wieder, ist genau das Thema. Und deswegen war's sehr schön, dass Du heute bei uns gewesen bist und auch darüber noch mal berichtet hast. Danke dir dafür. Sehr gerne. Das war Marcel Lorenz.

Vielen Dank fürs zusehen und bis demnächst.

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