Manuel Kaiser - Digitalisierung im Bestattungswesen
Worum es geht
In dieser Folge von HandwerkSpricht spricht Manuel Kaiser über Digitalisierung im Bestattungswesen. Er erzählt, wie er durch Zufall in dieser Branche landete, welches Potenzial und welche Chancen darin stecken und wie Angehörige mit dem Thema umgehen. Eine ehrliche Reise in einen Bereich, über den sonst kaum gesprochen wird.
Das nimmst du mit
- Auch eine sensible Branche wie das Bestattungswesen bietet Raum für Digitalisierung und neue Chancen.
- Berufliche Wege verlaufen oft ungeplant – manchmal führt der Zufall in eine unerwartete, aber sinnvolle Branche.
- Der Umgang mit Angehörigen erfordert Sensibilität und ist ein zentraler Aspekt des Themas.
- Über Tabuthemen offen zu sprechen kann Perspektiven und Potenziale sichtbar machen.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
Manuel Kaiser ist durch Zufall in der Bestattungsbranche gelandet und beschäftigt sich mit deren Digitalisierung sowie den damit verbundenen Chancen und Potenzialen.
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Transkript
Herzlich willkommen zum Handwerk, sprich der Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und ich freu mich besonders heute, dass Du hier bist, Manuel. Manuel, wir sprechen heute über Digitalisierung und Bestattungswesen. Und ist 'n spannendes Thema, würd ich sagen, was ja, sehr weitreichend auch ist. Deswegen tu mir die Gefallen, stell dich doch bitte selber mal kurz vor und erklär uns doch mal, was Du so tust, damit es digital ist bei dir im Unternehmen.
Ja, danke erst mal für die für die Einladung. Gerne. Ist cool cool hier zu sein. Ich komm ursprünglich aus aus Tübingen, bin aufm Bauernhof aufgewachsen, hab dann Wirtschaftsingenieurwesen studiert und hab als in der Beratung gearbeitet, immer so im Bereich neue Produkte und Digitalisierung. Also ich hab immer schon neue Produkte aufgebaut, Probleme verstanden, Lösungen dafür entwickelt und dann mehr oder weniger durch Zufall zu dieser Bestattungsbranche gefunden, Bestand angeschaut und gemerkt, das ist 'n Markt, der im Vergleich zu vielen anderen Märkten, Branchen, aber auch im Vergleich zu anderen Handwerksbranchen, glaub ich, noch mal viel weiter hinterher ist und viel, viel mehr Potenzial noch hat, digitalisiert zu werden.
Und genau, mit dem Antrieb dann, das zu tun, sind wir vor 'n paar Monaten gestartet und bauen 'n digitaleres, moderneres Bestattungsunternehmen auf. Wie kommt das so an bei den, ja, wie soll ich das sagen, bei den bei den Familien, die eben halt dann mit euch vor allen Dingen ganz dann zu tun haben? Ja. Unser Angebot wird ziemlich gut aufgenommen. Wenn ich auch Digitalisierung der der Bestattungsbranche sag, dann eine Sache, die wir eben auch immer rausstellen, es geht nicht darum, den Kunden, den Kontakt mit den Angehörigen zu digitalisieren, weil dieser persönliche Kontakt ist superwichtig.
Ja. Ist superwichtig für die Angehörigen, ist eine superschwierige Zeit, Trauerphase. Deswegen ist unser Ansatz mit Digitalisierung, digitalen Prozessen vor allem unsere Begleiter und Begleiterinnen zu entlasten, dass sie mehr Zeit für das Wesentliche haben, nämlich für die persönliche Begleitung. So verstehen wir Digitalisierung in der Bestattungsbranche. Ja, jetzt hast Du ja eben gesagt, Du hast eine Analyse gemacht, wenn Du so möchtest und hast dann festgestellt, dass das dass das noch viele Potenziale gibt.
Wieso dann die Branche? Oder oder wie wieso hast Du dich an diese Branche rang getraut? Ist ja eine sehr emotionale Branche, ist eine sehr, da muss man sehr feinfühlig sein. Da geht's ja wirklich sehr, sehr, sehr, sehr tief auch dann. Ja.
Wieso diese Branche? Also zum einen dieses ja der der Aspekt, dass Digitalisierung, dass man noch so viel machen kann, ja. Das hat mich immer begeistert, so Themen wirklich voranzutreiben, auch weit voranzutreiben. Und auf der anderen Seite auch die die die Überzeugung, dass man dass man neue Produkte, gar nicht so viel anders, aber einfach Produkte im Bestattungsbereich neu gestalten kann und auch für die neue Generation besser machen kann als die Produkte, die's da sind. Oder nicht besser, aber einfach passender für die neue Generation.
Wie nah seid ihr noch an dem ursprünglichen Handwerksgedanken dran? Wie oder wo ist der große Unterschied zu euch? Was wir machen, ist, wir machen die gesamte Begleitung der Angehörigen aktuell telefonisch und beraten telefonisch und koordinieren zwischen den ganzen Unternehmen und Partnern, die beteiligt sind, also den Standesämter, den Friedhöfen, den Angehörigen mit dem Ziel im zweiten Schritt, das aber auch wirklich vor Ort begleiten zu können. Und was uns, glaub ich, auch unterscheidet, wir haben zum Beispiel auch keine lokalen Ladengeschäfte, sondern Bestatter oder Begleiter im in 'nem Office. Und wir treffen auch Angehörige bei uns im Office oder machen auch Hausbesuche in den Städten, in denen wir schon vor Ort sind.
Und ansonsten die Begleitung telefonisch. Ja. Das heißt, ihr habt ihr mehrere Standorte oder habt ihr einen Standort? Aktuell aus Berlin heraus mit 'nem Partner bundesweit. Ah, okay.
Also also schon eine bundesweite Struktur, die ihr da entsprechend habt. Hast Du einen Vergleich zu dem ursprünglichen und herkömmlichen Bestattungswesen und zu euch? Gibt's da gibt es da bei euch eine Analyse zu? Was die Unterschiede sind, ja. Also man kann den den Markt insgesamt aufteilen in verschiedene Player, also die im Vergleich zu den traditionellen Unternehmen, die vor Ort sind, ist unser Ansatz, wir sind wir sind 'n Stück weit günstiger, weil wir durch Digitalisierung, ich glaub mal, effizientere, intern effizienter Arbeiten können, dadurch mehr Zeit für die Angehörigen haben.
Unser Anspruch ist ist es immer, die gleiche persönliche Begleitung zu gewährleisten wie die Bestatter vor Ort, also müssen günstiger, die gleiche persönliche Begleitung und wollen moderner sein. Was meine ich mit modernen? Das fängt an bei der bei der Unterzeichnung des Angebots oder der Bestattungsvollmacht. Man braucht immer eine Bestattungsvollmacht, dass man die Überführung durchführen darf, und die machen wir über einen digitales Tool und können das digital unterschreiben. Das, haben wir jetzt gemerkt, entlastet auch die Angehörigen enorm, weil sie im ersten Schritt nicht direkt zu uns kommen müssen oder wir zu ihnen, sondern sie können das digital machen.
Oder jetzt in der Urlaubszeit hatten wir auch einige, die aus dem Urlaub heraus, aus Griechenland, Spanien die Bestattungsfonds noch unterzeichnen können. Das hat die extrem entlastet. Das ist ein Beispiel, wo wir moderner sind als vielleicht einige Traditionellen. Ja klar, da ist 'n Weg gespart, dann ist unter Umständen jetzt, wenn Du sagst, Spanien und so weiter, dann eine Anreise dann wirklich gespart und eine 1 Beschleunigung des ganzen Prozesses Und vielleicht auf der emotionalen Ebene auch etwas einfacher dann halt. Genau.
So, das ist natürlich 'n wichtiger Aspekt. Jetzt sprachst Du grade den Vorteil Preis Preisentwicklung oder Preisbefindung auch an. Ja. Wie arbeitet ihr da? Macht ihr da irgendwas mit Festpreisen oder wie ist der Ablauf bei euch?
Genau. Unser unser Prinzip ist, wir wollen es für die Angehörigen so einfach wie möglich zu machen. Und daraus abgeleitet sagt, wollen wir Paketpreise anbieten oder haben wir Paketpreise? Wir haben Pakete, da ist alles dabei, was man braucht und das diese Pakete haben auch Festpreise. Mhm.
Das kommt auch ziemlich gut an, weil eben sonst ist eine sehr große Unsicherheit da. Man ist man hat so die Meinung oder verbreitete Meinung, Bestattungen sind teuer, sind sie auch, und es sind auch sehr intransparent. Welche Kosten braucht man jetzt? Welche Kosten fallen eigentlich an? Und da versuchen wir supertransparent sein zu sein, zumal mit den Paketen und zum anderen aber auch mit der Kommunikation von allen Kosten, die noch extern anfallen, auf die wir gar keinen Einfluss haben.
Da versuchen wir sehr, sehr proaktiv zu informieren. Ja, die die die Preisgestaltung ist natürlich auch 'n wichtiger Punkt, wirklich Transparenz drin zu haben auf der einen Seite, aber auch eine, ja, auch wenn es sich blöd anlangt, Planungssicherheit zu haben einfach, ne. So und von daher 'n ganz wichtiger Punkt für die Angehörigen, die sich dann eben halt grade in dem Trauerfall dann auch die ganze Situation kümmern. Wie hat sich denn aus deiner Sicht die Nachfrage beziehungsweise dieses dieser Kundengedanke da geändert? Ist der Kunde offen für euren digitalen Weg oder ist es ist es so, dass man noch Überzeugungsarbeit leisten muss?
Es gibt mit Sicherheit beide Arten von Kundengruppen. Wir merken, die Kunden, die zu uns kommen, einfach über die Kanäle, wie wir die Kunden ansprechen, was online ist, sind die Kunden auch bereit, das online online zu machen. Wir haben wir haben ab und zu auch Anfragen von Kunden, wenn wir denen auch wieder sehr transparent immer sagen, wir sitzen in Berlin, wir machen die telefonische Begleitung aus Berlin heraus, dass manche dann sagen, nee, wir möchten einen lokalen Ansprechpartner haben. Das dann auch, dann sagen wir, kein Problem, wir vermitteln vermitteln dich auch weiter. Wir haben aber auch viele, die die dieses diese digitale Unterstützung des Prozesses sehr wertschätzen, ja.
Wir bekommen immer gutes Feedback auf, wie wir dann über E-Mail kommunizieren, dass es sehr viel, dass es Einfachheit reinbringt in den Prozess. Also es gibt solche und solche Kunden, die hatten neulich, das fand ich eine ganz spannende Kundin, die war 70 Jahre alt und hat sich bei uns online auf der Website ein Angebot angefordert, online ausgefüllt und digital unterschrieben und uns dann angerufen. Und dadurch konnten wir ihr superviel Einfachheit reinbringen in den Prozess, was sie dann wieder in der Zeit entlastet hat. Also für die Kunden, für die's wichtig ist, schaffen wir 'n Angebot, das es so noch nicht gibt. Ja, ist aber auch 'n guter Use Case, nennen Sie's ja, ne, wenn wenn jemand in dem in der Altersgruppe dann wirklich das den Prozess bei euch im Endeffekt ja durchläuft.
Ja. Und ja, dann vielleicht noch den Kontrollanruf im Anschluss dann macht, damit auch wirklich alles funktioniert hat. Also es ist wirklich eine 1 ja eine 1 Plattform, eine Technologie, die dann auch funktioniert und auch ja, offensichtlich intuitiv ist, ne? Ja. Ja.
Wie ist denn bei euch das Thema Nachhaltigkeit? Klar, durch die digitalen Prozesse ändert sich einiges. Kannst Du's da was mehr dazu sagen, ne? Es ist 'n superspannendes Thema sowieso. Ich mein, beschäftigt aktuell alle, sollte alle beschäftigen.
So richtig Nachhaltigkeit in der Bestattungsbranche ist superschwierig. Es gibt, wenn man mal die 2 großen Bestattungsarten anschaut, Erdbestattung, Feuerbestattung. Bei der Feuerbestattung hat man 'n sehr, sehr großen CO2 Ausstoß durch die durch die Kriminierung. Auf der anderen Seite bei 1 Erdbestattung hat man sehr, sehr viele Schadstoffe, die vor allem in den letzten 100 Jahren in unsere Körper kommen, Mikroplastik, Arzneimittel, die dem Boden nicht gut tun. Also man hat eigentlich 2 Optionen, die beide nicht besonders gut sind.
Wir haben aktuell noch kein Angebot dafür, wir sind aber schon in der Planung neben, wie gesagt, wir haben Paket Pakete, die wir anbieten, dass wir eine möglichst umwelt son umweltfreundliches Paket anbieten, dass man sagt, man kann beispielsweise die den CO2 Ausstoß kompensieren, der bei der Kriminierung ausgestoßen wird. Und wir sind auch mit anderen alternativeren Bestattungsformen wie der Reerdigung mit Anbietern davon in Kontakt, solche Produkte oder Angebote auch unseren Kunden anbieten zu können. Aber ihr spart ja jetzt schon entsprechende Werte ein, indem ihr der Verkehr ja gar nicht mehr stattfinden muss, die wir bisher Genau. Schon. Genau.
Ja, ja. Handwerk ist mehr als ein Job. Es ist Präzision, Leidenschaft und echte Qualität. Wir stehen an deiner Seite, der Welt zu zeigen, dass das Handwerk den Respekt verdient, den es braucht. Gemeinsam zeigen wir es der ganzen Welt.
Wir hatten jetzt eben schon mal kurz drüber gesprochen, aber lass uns doch einmal kurz zurückgehen auf den den emotionalen Teil. Mhm. Wie wie wie gewährleistet ihr in dieser Konstellation die Betreuung der Menschen, der Hinterbliebenen? Mhm. Wir sind, da ist unsere Philosophie, dass wir so individuell wie möglich sein wollen.
Bedeutet, wir wir wir sind nicht vor Ort, wir machen aber telefonische Begleitung, wir machen informieren sehr aktiv, proaktiv über E-Mail oder auch Whatsapp. Also wir nutzen den Kanal, den die Kunden sich wünschen. Wir haben Kunden, die wünscht, die sagen zu uns, wenn sie wenn ich nichts von ihm höre, dann weiß ich, dass alles läuft. Sie möchten eigentlich sehr wenig gar keine Kommunikation, wir haben andere Kunden, die täglich bei uns anrufen. Und wir machen von Anfang an klar, dass egal welche Frequenz und welche Häufigkeit und welche Kanal völlig in Ordnung ist.
Und da gehen wir einfach auf die Kunden ein und wollen soeben diese diese emotionale Zeit Kunden so kundennahe wie möglich begleiten. Bevor wir gleich ins Marketing mal rein. Ja. Weil das sind sicher auch 'n ganz wichtiger Punkt, der gilt ja generell fürs Handwerk und da macht ihr wahrscheinlich viele Sachen richtig, ansonsten würdet ihr son Produkt ja nicht positioniert bekommen. Wo siehst Du die Verbindungen zum klassischen Handwerk bei euch in der Branche?
Vor allem in den Partnern, mit denen wir arbeiten. Also im Sargbau, eben die Menschen, die auch die Gräber ausheben, das sind und da da arbeiten wir Partnern Und da ist es für uns superwichtig, mit Partnern, also mit Partnern zu arbeiten, die auch zuverlässig sind, die sehr sauber arbeiten, die eben auf die auf die wir uns verlassen können und die auch einen guten 'n gutes Angebot für unsere Kunden ermöglichen. Gut, dann gehen wir zum Marketing. Ja. Wie wie geht ihr das an?
Ihr habt jetzt ein 1 im Endeffekt 'n neues Produkt ja positioniert. Ihr habt ein Produkt, was vielleicht gar nicht so in der Intensität online gesucht wird, weil's ja doch noch eher über die Zeitungen und über Nuancen wahrscheinlich gelaufen ist in der ursprünglichen Variante. Was macht ihr richtig, dass es funktioniert? Ja. Tatsächlich der Punkt, den Du angesprochen hast, noch nicht so viel online, das ändert sich wahnsinnig.
Man sieht, seit 2015 nimmt das Suchvolumen zum für bestattungsbezogene Suchbegriffe über Google oder auch andere Suchmaschinen extrem zu. Allein in den letzten 4 Jahren hat sich das Suchvolumen von 300000 auf 600000 Suchanfragen pro Monat verdoppelt. Ja. Und genau da setzen wir an. Da sagen wir, wir sind wir holen die Kundengruppe, die online sucht, genau dort ab, wo sie sucht, wo sie Informationen sucht.
Einmal mit mit normaler Suchmaschinenwerbung, aber auch mit Informationen. Also wir wir erstellen ganz viele Artikel, wie eine Bestattung abläuft, welche Kosten bei 1 Bestattung anfallen, was wichtig ist bei 'ner beim Thema Vorsorge, welche Bestattungsarten es gibt. Also wir versuchen, sehr, sehr viel zu informieren und darüber dann auch gefunden zu werden, wenn die Menschen bestimmte Fragen haben. Du sagst jetzt grade Artikel vor allen Dingen, macht ja auch macht ja auch schon mal Videos. Ich sag mal, jetzt erklär Video wird jetzt 'n bisschen blöd gesagt, aber aber so in diese Richtung halt eben oder wie ist es auch so?
Ist angedacht. Wir planen gerade tatsächlich unser erstes Video. Aktuell, das ist sehr viel Text, genau, Videos. Was wir auch schon überlegt haben, sind einfache Infografiken, den Ablauf darzustellen oder auch Vergleiche zwischen Bestattungsarten darzustellen. Was ist der Unterschied zwischen Feuerbestattung, Erdbestattung, Baumbestattung, Seebestattung?
Also da aktuell noch sehr, einfach auch weil wir ganz am Anfang stehen, Text wird in Zukunft auch auch mehr. Ja, ja, sehr, sehr spannend, weil wie gesagt, ist 'n neues Produkt, zumindest mal in der digitalen Welt, das darzustellen. Welche Kanäle lachst Du denn sonst noch aus solchen Suchmaschinen, wenn Du son bisschen aus dem Nähkästchen plaudern möchtest? Ja, tatsächlich aktuell hauptsächlich Suchmaschinen. Wir haben auch mal oder wir haben auch mal mit mit Facebook Werbung oder Meta Werbung getestet und haben gemerkt, das funktioniert auch gut für für das Thema Vorsorge, weil sich viele, viele Menschen auch darüber informieren.
Ansonsten so Thema Zeitungen wird bei uns auch kommen. Also ich hab immer mehr PR, auch auch Fernsehen. Da haben wir jetzt auch die ersten Kontakte aufgebaut und wird auch, genau, wir werden auch in die Richtung sein. Ja. Wie ist denn so eure, nehmen wir mal Vision oder Mission?
Wie wie wie definierst Du die? Gute Frage. Auch da hat sie dann letzte Woche einen einen Workshop dazu gemacht. Und ich glaub, so ein Kernaspekt, der hat eine Kollegin aufgeschrieben, der ist eine wirklich vom Kopfkollegen, so, wir wollen, wir glauben daran, dass jeder eine persönliche Begleitung verdient. Ja, und da steckt sehr viel drin, weil jeder bedeutet, es darf auch nicht zu teuer sein und persönliche Begleitung eben, darüber haben wir jetzt schon viel gesprochen und so, was es bedeutet.
Ich glaub, das ist so 1 der Kerne, der eine der Kernthemen, an die wir glauben und was wir eben, ja, schaffen wollen in deutschlandweit und auch so bekannt werden für genau für das Thema. Jetzt brauchst Du gerade 'n Workshop an, dann lass uns da auch noch mal kurz da blicken. Das heißt, ihr seid da sehr modern aufgestellt und arbeitet offensichtlich viel dann auch in dieser Gruppendynamik. Beschreibst Du noch mal kurz bitte. Ja, letzte Woche waren haben wir 'n Workshop gemacht, einfach zum Thema, wo was sind was sind denn unsere Werte?
Wofür wollen wir stehen? Wovon wir wofür wollen wir wollen auch wahrgenommen werden? Dafür Dafür haben wir dann einmal angeschaut, welche Kunden hatten wir bisher? Was war den Kunden wichtig und wo wollen wir hin? Und am Ende sind 3 große Punkte rausgekommen, nämlich das Thema Einfachheit.
Einfachheit persönlich Begleitung, also persönlich und modern. Und das kann man darunterbrechen, eine ganz, ganz viele Subdimensionen, was das für uns bedeutet. Aber das sind so die 3 Themen, 3 Werte, für die wir stehen wollen. Macht ihr's häufiger Social Meetings? Immer wieder.
Also alle also wir sprechen, dadurch, dass unser Unternehmen im Aufbau ist, sprechen wir sehr, sehr viel über, wie wir uns positionieren wollen, wie wir wahrnehmen da. Jedes Feedback, das wir von 'nem Kunden besprechen, besprechen wir im Team, weil ich glaub, davon kann jeder lernen. Genau, umso größere Workshops machen wir dann auch einmal im Monat mindestens, einfach so die die Ausrichtung des Unternehmens zu gemeinsam auch zu gestalten und zum anderen auch jedem Mitarbeiter, jeder Mitarbeiterin so die die Richtung zu zu zeigen, hey, da da wollen wir gemeinsam hin. Ja, das ist sehr spannend, denn ich sag mal, in dem klassischen Handwerksbetrieb wird 1 1 1 1 Vorgehensweise, wie ihr die gewählt habt, jetzt da mit dem Start up Gedanken natürlich hinterlegt, eher weniger genutzt, ne. Deswegen ist das noch mal 'n wichtiger Impuls eigentlich für alle, die jetzt grade zuschauen, sich darüber Gedanken zu machen, ob man so etwas nicht im eigenen Unternehmen positioniert.
Man muss ja nicht monatlich machen, grade wenn man 'n etabliertes Unternehmen hat, was schon auf was schon aufgesetzt ist und was auch 'n klaren Fahrweg hat oder eine Fahrbahn hat. Ja. Aber wenn man trotzdem jedes halbe Jahr oder spätestens einmal im Jahr son Meeting macht, einfach noch mal die Grundausrichtung zu korrigieren und zu korrigieren, vor allen Dingen, ist das natürlich 'n 'n sehr großer Mehrwert, der vielleicht sonst im Tagesgeschäft einfach runtergeht und verloren geht, ne. Absolut. Ja.
Vor allem, wenn man auch daran denkt, dass jede jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin auch tagtäglich mit Kunden arbeitet und die haben so viel implizites Wissen auch über die ganzen Gespräche, über das ganze Feedback, was kommt und das, was auch über die ganzen Gespräche, über das ganze Feedback, was kommt. Und das wieder zu zu nutzen, hilft am Ende allen. Ja, definitiv. Sag mal, Manuel, hast Du unseren Zuschauerinnen und Zuschauern einen Hack mitgebracht? Ein Tipp, den Du gerne weitergeben möchtest an Handwerksbetriebe, Inhaberinnen, Inhaber und Menschen, die im Handwerk unterwegs sind?
Ja, ich glaub, eine Sache, die ich gemerkt hab, als ich in das ins Handwerk, in die Bestattungsbranche gewechselt hab, es war war für mich nicht der der typische Weg, den Menschen von mir erwartet hätten. Und ich glaub und mir jetzt mit dem mit der Entscheidung, die ich gemacht hab, es macht superviel Spaß, es ist super, man kann so viel verändern und ich glaub, der Was, was ich mitgeben möchte, ist, macht nicht Man sollte nicht das machen, was alle von einem erwarten, sondern einfach geht neue Wege, macht was Neues, weil es macht es macht sehr viel Spaß und man kann superviel davon lernen und am Ende lohnt sich's, glaub ich, wenn man mit anderen Perspektiven Dinge macht, die sonst die man sonst nicht gemacht hätte. Ja, ist 'n guter Tipp. Und zum Abschluss noch die letzte Frage an dich. Und zwar, wie Du die Rolle des handwachsende Gesellschaft wahrnimmst.
Ist das Handwerk von der Positionierung her gut etabliert und die Wertschätzung, ist die gut oder ist sie eher ist da eher Nachholbedarf? Es ist auf jeden Fall weiter Nachholbedarf, würd ich formulieren. Ich Gefühl, es ist die letzten Jahre schon besser geworden. Man man hat viel Diskussion über Wärmepumpe, über PV Anlagen, wo man merkt, Handwerker sind superwichtige Menschen, die genau das installieren können. Ohne sie werden wir keine Energiewende schaffen.
Gleichzeitig, ich glaub, auch in die letzten 2 Jahre mit generativer KI merkt man auch, dass viele Berufe, die auch außerhalb des Handwerks sind, zunehmend wegfallen werden. Und ich glaub, das hat die letzten Jahre das Handwerk schon eher noch gestärkt, Aber es ist 'n Prozess und wir sind noch nicht da, wo's wo's sein sollte von der Wertschätzung her und auch von dem von dem Wunsch, ins Handwerk zu gehen, was ich auch nicht verstehen kann. Ja, definitiv. Da bin ich voll bei dir. Ja.
Erst vielen Dank, dass Du bei uns gewesen bist. War sehr interessant, die Einblicke mal in diese doch eher selten angesprochene Branche beziehungsweise selten mit dem Handwerk in Verbindung gebrachte Branche einfach mal zu bekommen. Der Digitalisierungsweg von dir oder euch ist ja auch riesig spannend und am Ende ist es ja ein großer Marketingansatz, der dahintersteckt. Und das ist mit Sicherheit auch 'n ganz wichtiger Punkt für die Betriebe, die jetzt grade und Inhaberinnen und Inhaber, die grade zugeschaut haben. Marketing ist doch noch sehr viel wert, auch im Handwerk an der Stelle.
Absolut. Danke dir. Das war Manuel Kaiser, der uns wirklich 'n tollen Einblick gegeben hat. Es war, denk ich, für uns alle sehr interessant. Und ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.