Laura Gintar - 40 Fakten zu Deinem Business!
Worum es geht
Werbetexterin Laura Gintar teilt in dieser Folge zahlreiche Fakten und Punkte, die für Businessowner wichtig sind. Mit konkreten Beispielen und Inhalten gibt sie praxisnahe Einblicke rund um den Aufbau und die Führung eines Unternehmens.
Das nimmst du mit
- Aus Sicht einer Werbetexterin gibt es zentrale Punkte, die jeder Businessowner kennen sollte.
- Konkrete Beispiele helfen dabei, abstrakte Business-Grundlagen greifbar zu machen.
- Die Folge bündelt eine Vielzahl an Fakten, die als Orientierung für das eigene Business dienen können.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
Laura Gintar ist Werbetexterin und spricht in der Folge über die wichtigen Punkte, die für Businessowner relevant sind.
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Transkript
Herzlich willkommen zu Handwerk spricht, der Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute zu Gast ist Laura Ginter. Hallo Laura. Hallo. Total spannend in deinem Fall.
Ich hab bei dir auf die Webseite mal geschaut. Du hast 40 Fakten und zusätzlich noch 6 Businesstips auf deiner Webseite stehen, total interessant. Und wir sprechen ja heute über die richtigen Texte für das Handwerk. Und da gehen wir gleich natürlich tiefer drauf ein. Aber tun wir doch eingefallen, stell dich doch bitte kurz vor und dann schauen wir weiter, wie wir weggehen.
Genau. Hallo, schön, dass ich da sein kann. Ich freu mich sehr. Ich bin Laura, hast Du ja schon gesagt. Ich bin Verkaufs- und Werbetexterin und ich unterscheide auch immer zwischen Verkaufs- und Werbetext.
Vielleicht als kurzes Beispiel, ich erklär das immer son Werbetext, wenn ich so durch die Stadt gehe und ich seh Mercedes Benz Werbung, irgendwie son Plakat, dann hab ich ja unten nicht diesen Jetzt kaufen Knopf. Und dann drück ich darauf und unten fährt der Mercedes raus. Das ist, also wenn ich son Plakat seh, ist es Werbung. Und 'n Verkaufstext ist dafür da, einen Leser direkt zu 1 Handlung zu führen. Also beispielsweise jetzt sich eine 1 Anfrage zu stellen an den Handwerksbetrieb, sich zu bewerben als Mitarbeiter.
So, das ist ja auch noch viel zwischen Verkaufs- und Werbetexte. Und ich bin Verkaufstexterin und schreibe quasi Texte, die verkaufen. Sehr spannend und sehr wichtig. Und für uns im Handwerk ist das natürlich eine Tätigkeit, die wir von Hause aus nicht können. Also wir Handwerker und Handwerkerinnen sind ja gar nicht darauf geschult beziehungsweise darauf geeicht, eben halt solche Sachen auch unterscheiden zu können.
Natürlich mit den Jahren eignen wir uns solche Sachen natürlich an, aber wir brauchen immer sonen Einstieg und sone sone sone son Anfang einfach, ne. Und dafür bist Du ja natürlich dann auch die richtige Ansprechpartnerin, weil weil genau das ist ja das, was Du uns oder an welcher Stelle Du uns unterstützen kannst. Und wenn man jetzt so auf Handwerksbetriebe schaut, siehst Du oder hast Du die uns für uns 'n paar Beispiele, wo man schon mal sieht, dass es eben halt völlig in die falsche Richtung geht, dass man so kommuniziert, als ob man einen Allround Betrieb ist, der alles anbietet, obwohl man eigentlich total spezialisiert ist, wenn man sich die Bilder dann wiederum dazu anschaut. Ja, und das ist Tatsache auch eine 'n großes Problem, weil ich glaube, ein großes Problem, was viele Handwerker momentan haben oder Betriebe, ist ja, dass sie einfach zu viele Anfragen haben, zu wenig Mitarbeiter haben Und auch einfach Anfragen von Leuten bekommen, die sie gar nicht bedienen können. So.
Und da genau, weil das Angebot nicht klar kommuniziert wird, weil vielleicht aber auch nicht richtig qualifiziert wird, ne, vorher. Also ich hab Tatsache gestern Abend mal so in Vorbereitung auf dieses Gespräch mir, hab mal geguckt, Dachdecker Berlin als Suchbegriff eingeben und hab mir mal so 7, 8 Dachdeckerseiten angeguckt. Und ich war tatsächlich 'n bisschen erschrocken. Ja, der eine startet mit herzlich willkommen, dann kommen erst mal Bilder. Ich weiß halt nicht aufm ersten Blick, was bietet der an.
Ja, und alle, also wirklich bis auf 1 hatten sie alle einfach nur son Kontaktformular, ne, wenn ne, für ihre Anfrage nutzen sie bitte unser Kontaktformular. Und dann kriegen natürlich die Betriebe Anfragen von Henschen und Hönnchen, ohne zu wissen, ob das überhaupt richtigen, die richtigen Kunden sind. Mhm. Na, das könnte man beispielsweise einfach von vornherein auch qualifizieren und sagen, was brauchen Sie, ne? Keine Ahnung, haben Sie 'n Flachdach, haben Sie 'n Spitzdach?
Also das ist natürlich die Aber erst mal gleich mal, ne, was ist das Problem? Geht's eine Reparatur? Geht's eine komplett neue Dacheindeckung? Ist das 'n Versicherungsschaden, was auch immer, dann zu gucken, okay, ja, dann sind Sie bei uns richtig. Na, dann kriegen natürlich die Handwerksbetriebe auch gleich die Anfragen, sehen, worum's geht.
Und kriegen nicht einfach irgendwelche Anfragen oder Anrufe, wo einfach Leute ewig lange noch am Telefon hängen. Und dann brauchst Du fürn, sorry, da sind wir einfach die Falschen. Siehst Du Unterschiede bei den Betrieben, die so Richtung Bauhandwerks sind, wie zum Beispiel auch der Dachdecker? Und auf der anderen Seite nehmen wir mal den Optiker. Siehst Du da Unterschiede im im, wenn Du so die die die Werbung siehst, wenn Du so die die Rekamen siehst, sind da tatsächlich Unterschiede festzustellen oder ist das ähnlich?
Also grade Optiker ist ja natürlich 'n spannendes Beispiel, weil Optiker ist uns ja auch in der Werbung total präsent. 'N Optiker tritt ständig, sieht man in jeder Werbung. Dachdeckerbetriebe oder generell Handwerksbetriebe sind ja wirklich selten, wenn man jetzt nicht grad regionale Zeitungen liest, wo Artikel, oder wo Promoanzeigen drin sind, sieht man sie selten vielleicht im Kino mal als Vorspannender. Und das sind halt große Ketten meistens bei den Optikern. Das ist natürlich der Vorteil, dass die einfach 'n ganz anderes Marketingbudget haben.
Aber auch im Internet, also ich stoße selten, krieg ich dort auch Onlinewerbeanzeigen von von von Dachdeckerfirmen angezeigt, obwohl ich jetzt danach gegoogelt habe. Theoretisch müsste hätte heute eigentlich der Algorithmus anspringen müssen und mir diverse Dachdecker in meine, in mir als Werbeanzeigen anspringen müssen. Da sind Optiker schon besser aufgestellt. Mhm. Ja, seh ich auch so, bin ich bin ich völlig deiner Meinung.
Also da gibt's also im Rahmen oder im Handwerk gibt's tatsächlich große Unterschiede noch, wie eben halt mit den Situationen gegangen wird. Oder hast es schon angesprochen, der der herkömmliche Handwerksbetrieb ist halt eben ein Einzelbetrieb, 1 1 1 kleineres Unternehmen in der Regel und auf der anderen Seite haben wir dann eben halt bei dem Optiker häufiger halt die Ketten, die eben halt tatsächlich im Marketing natürlich dann auch meilenweit voraus sind, die aber im Grunde ja sehr gute Beispiele halt eben sind für jeden einzelnen Handwerksbetrieb dann, ne. Richtig. Mhm. Das ist sowieso das, was was ich auch immer empfehle, dass man sich an 1 Werbung von anderen noch mal orientiert und guckt und sich inspirieren lässt und wegen wie wie tritt denn der Handwerker die Ecke?
Oder wie tritt der Optiker der Ecke? Mhm. Die haben ja auch häufig die Flyer, also diese diese Aufsteller vor der Tür. Wie sind da die Sprüche vor der Tür? Das hat der Handwerksbetrieb ja selten, dass ist ja son Aufsteller, der sitzt ja auch nicht in der Einkaufszone in der Regel, ne.
Die Optiker sitzen ja häufig in 'ner Straße, wo viele Läden sind, wo man vorbeigeht. Ist auch einfach, an Schaufenster schöner zu gestalten. Da haben Handwerksbetriebe natürlich sind ja eher die online ihre Auftritte, ne, wo sie zeigen können, was sie anbieten oder eben nicht anbieten. Ja. Jetzt lass uns mal kurz reinzoomen.
Ja. Jetzt sind wir ein Handwerksbetrieb. Wir machen spezielle Leistungen und haben aber im Moment das Problem zum Beispiel, dass ganz viele Anfragen kommen. Ja. Was sind einfache Tricks und Kniffe, die man schon mal anwenden kann?
Was sollte man sagen? Was sollte man nicht sagen oder aussagen? Damit es eben halt sich schon mal 'n bisschen, damit man runterskalieren kann, damit man gezielter eben halt dann auch beschreibt eben halt. Also wichtig genau, was Du vorhin ja auch sagtest, ne, dass ich jetzt nicht auf meiner Website schreibe, herzlich willkommen, hier ist Ihr Handwerksbetrieb Schulze. Mhm.
Ja, sondern was ganz klar ist, wenn wenn der Kunde oder der potenzielle Kunde darauf kommt oder der Auftraggeber auf die Webseite ist, dass er so vorzieht, ah, hier bin ich richtig. Das könnte der Handwerksbetrieb sein, den ich grade suche, und dass er dann auch alle Informationen auf der Seite findet. Und eben nicht herzlich willkommen bei uns, hier ist das Anfrageformular. Sondern wirklich und dann, was ich eben meinte, ne, dieses gezielt auch fortzufragen und zu gucken, wen ist der hier richtig? Und was braucht eigentlich der Kunde, der grade anruft, weil das, was ich, also mein Mann ist bauen, wie lange.
Und ich kriege ja das Tatsache ja auch mit, was da grade im im Handwerk immer so abgeht, ne. Dann zu viele Anfragen, keine Zeittermine, werdensverführungs, Lieferprobleme, es wird alles teurer. Also es sind ja wirklich viele Probleme, die es grade gibt zu bewerkstelligen, Mitarbeiter fehlen. Und wenn man dann aber noch Anfragen bekommt für Leuten, die man sowieso nicht bedienen kann, das kostet auch noch mal hier 20 Minuten da, 20 Minuten und das ist einfach Zeit, die die man, wenn man von vorne rein guckt, wer kommt da rein? Mit welcher Anfrage könnt man viel mehr Zeit gewinnen.
Und ich glaub, genau das ist der wichtigste Punkt dabei eigentlich, denn der Kunde, der sich bei mir meldet, bei dem oder bei dem Handwerksbetrieb meldet, der keine Antwort bekommt beziehungsweise der vielleicht in Form von einem Besuch zur Aufnahme von 1 Tätigkeit oder für fürn Angebot zu erstellen, wenn jemand besucht wird, verursacht den einmal Kosten. Ja. Und wenn man sich nicht bei demjenigen meldet, ist auch schlecht fürs Image, ne. Dann sind wir bei der Google Bewertung oder bei Ähnlichem, ne. So, dann dann kommen ja genau diese Faktoren dann ins Spiel, die ja nachhaltig auch unter Umständen negativ dann sind, ne.
Genau, die können auch durchaus schaden. Und wer das jetzt beispielsweise eine Anfrage ist und ich denk, boah, das will ich unbedingt machen, dieses Projekt. Der Kunde ist super. Ich weiß, der hat das Bild jedes Haus, ist genau die die Größe an an Häusern, die ich normalerweise bediene, was auch immer, dass ich mich da auch mit meinem Angebot abhebe beispielsweise. Und dass ich vielleicht, das ist immer son kleiner Trick, 'n kleines Video mitschicke, ne.
Und so, hier ist mein Angebot und im Video sag ich dann, hallo, Herr Schulz, vielen Dank für Ihr Angebot. Unser Unternehmen steht für Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit. Wir räumen unsere Baustelle immer picobello auf, wenn wir in den Feierabend gehen. Also Punkte, wo der Kunde sagt so, oh, den will ich. Und dass er dann sagt, ich möcht Sie noch ganz kurz durch das Angebot lenken.
Und dann erklärt er das Angebot, weil häufig können Kunden mit den Positionen ja nichts anfangen. Mhm. Und holen die 3 Vergleichsangebote ein, können sie aber gar nicht vergleichen. Genau, insofern ist das gut, wenn man da einfach auch noch mal son bisschen sich ins ins rechte Licht rückt. Ja, sehr guter Hinweis, wieder 'n Learning für mich.
Danke. Ja, gerne. Und Du hast eben schon mal die die Mitarbeitergewinnung angesprochen. Jetzt ist es ja so, dass wir eben auch da ja immer schauen müssen, was schreiben wir? Wie schreiben wir's?
Wie wie wie wie denkst Du darüber? Wie sollte das Handwerk das in Zukunft besser machen? Also auch da hab ich gestern auch diesen Dachdeckerseiten, die ich mir angeschaut habe, war ich wirklich überrascht. Also eine 1 hat klar geschrieben, die suchen grad keine Mitarbeiter, wo ich dachte, okay, das ist schön. Ja.
Dann aber mehr, ne. Aber jeder, also alle anderen hatten dann immer geschrieben, hey, wir suchen Dachdecker, hier ist das Formular, bitte bewirb dich. Und das ist halt einfach nur 'n Formular. Ja. Da steht aber nicht dran, was sie alles an an Benefits anbieten.
Also was, ne, was ist das? Warum sollte ich ausgerechnet jetzt, ich hab ja vielleicht 'n Job, bin angestellt, warum sollte ich vielleicht den Job wechseln? Weil ich vielleicht in meinem Job unzufrieden bin. Ich hab einen, das fand ich ganz spannend, einen Dachdeckerbetrieb, der hatte wirklich Benefits aufgeführt. Und unter anderem hatte der auch geschrieben, dass er einen für langjährige Mitarbeiter einen Firmenkredit gibt, also ein 1 Finanzspritze, wo ich denk, das ist halt vielleicht auch Punkt, ne, als ich grade als junger Mensch, wo man weiß, ah, vielleicht möcht ich in 2, 3 Jahren bauen.
Ich brauch vielleicht 'n bisschen Geld oder ich plane mal eine irgend eine größere Anschaffung. Ja. Einfach mal die Benefits zu kommunizieren. Und was ich da auch immer sehe, ist einfach, dass sie die Zeit für Ansprache häufig wählen. Also wenn ich jetzt Gerüstbau unternehmen, ja, wenn ich da schreibe, hey, wir haben uns alle verliebt und das ist 'n tolles Miteinander, da sagt der Gerüstbauer, vielleicht ist mir doch, ja.
Ich will da einfach meine Gerüste aufbauen und dann möcht ich 'n Feierabend gehen. So, wenn ich aber vielleicht in 'nem anderen Bereich eher, wo das drauf ankommt, die halten zusammen, das stand auf 1 Dachdeckerseite auch, sie sind, Du bist nie alleine auf der Baustelle, wir sind immer im Team. Wo das einfach klar ist, was braucht meine Zielgruppe oder was wünscht sich der Mitarbeiter und dass ich den auch gezielt anspreche, dass ich nicht jede Stellenanzeige auch gleich formuliere, sondern gucke, wer ist wie? Wer arbeitet vielleicht eher wirklich alleine, weil er Fliesenleger ist und meistens alleine ist? Oder wer arbeitet im großen Team oder ist abhängig von anderen Gewerken auch, ne, wo man sagt schreiben kann, es geht bei uns immer Hand in Hand und wie wir gehen aufeinander ein?
Also dass man auch da die Zielgruppe wirklich so anspricht, dass sie sich halt abgeholt fühlt, ne, wie man das so schön nennt. Handwerk bedeutet machen. Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie. Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird. Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte.
Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Ja, bei den Benefits, ich bin jetzt auch grade son bisschen Gedanken, weil das wirklich ja auch 'n nicht so einfach ist zu identifizieren, ne? Muss man ja auch ganz klar sagen, denn auf der einen Seite ist jeder Mensch etwas, also hat ja andere Bedürfnisse und ist dann einfach anders. Auf der anderen Seite sieht man auch aus einem Unternehmen heraus auch manche Sachen gar nicht, die man eben halt tut, ne. Also so dieses tue Gutes und rede darüber, das ist ja so ganz schwierig häufig auch, einfach zu identifizieren, was man eigentlich alles so macht, weil man's ja selber schon als normal empfindet, ne, als als einfach wichtig empfindet und eben halt auch in der Unternehmensgemeinschaft halt eben auch gut funktioniert.
Aber man man man redet halt gar nicht darüber, ne. Genau, das merk ich häufig in meinen Erstgesprächen, wenn ich mit Kunden spreche, dann die sagen dann was und erzählen, also wir führen immer ganz so son Interview und dann erzählen die, was sie so machen. Und dann kommt meistens in sonem Nebensatz eine Aussage, wo ich da sag, Moment, was hast Du da grad gesagt? Und dann so, na ja, das und das und Ja, aber hallo, wieso steht das nicht auf deiner Website? Das sind dann so ganz, also ne, da klar, man ist so in seiner Ja.
So Scheuklappen und hält viele Sachen für völlig normal, die gar nicht normal sind. So. Und da Tatsache drüber zu reden, das auf die Website zu schreiben, das ist jetzt nicht der klassische, bei uns gibt's den Obstkorb, ja, sondern das sind einfach ganz andere Benefits. Also weiß ich nicht, hab ich vielleicht eine 1 Vorsorge oder kriegen meine Mitarbeiter wirklich, also bei einem Stand auch wirklich da, ne, wir haben nur Aufträge in Berlin und in der Region, spätestens 16 Uhr ist Feierabend, sodass Du immer am Abend zu Hause bist. So.
Und das sind so Benefits, weil, ja, viele haben ja Sorgen gesagt, ich hab keine Lust, immer Feierabend noch durchzuarbeiten und dann werd ich am Wochenende noch gerufen. Wenn das für jemanden cool ist und der sagt es mir scheißegal, ich arbeite hier auch bis in der Puppen, dann ist es okay. Aber jemand, der einfach nur seinen Job machen möchte, dann zu seiner Familie gehen möchte, den hol ich natürlich mit anderen Benefits und also Nutzen ab, ne. Das und das zu kommunizieren, ist schon wichtig. Ja, klar.
Jetzt reden wir im Moment sehr viel über Webseiten. Jetzt springen wir ganz mal ganz kurz mal Richtung Social Media. Ja. Natürlich müssen wir da auch wieder unterscheiden, aber gehen wir mal global einfach rüber. Wie ist wie ist das Verhältnis da?
Ist da etwas anders in der Kommunikation oder ist es im Grunde ähnlich? Wie siehst Du das? Ist 'n bisschen anders, weil da treff ich ja den den in der Regel privat. So. Also wenn ich jetzt, also die meisten, wenn sie durch Social Media scrollen, sitzen vielleicht in einem Badezimmerraum, ja, so.
Oder liegen im Bett oder liegen abends aufm Sofa vorm Fernseher vorm Fernseher und scrollen so durch Social Media. Und da geht's davon rum, wenn ich jetzt aktiv mit mir auf Mitarbeitersuche bin, ist Social Media perfekt. Weil dann kann ich durch Werbeanzeigen ja, einfach auf mich, auf meinen Betrieb aufmerksam machen. Und da ist es aber wichtig, dass ich halt auffalle mit der Werbeanzeige, dass halt, wenn ich dann müde aufn Sofa lieg und so durchscrolle, dass ich wirklich hängenbleibe an dieser Anzeige. Das kann durch 'n extrem starken Text sein, das kann durch 'n Superbild sein, was auch immer gut funktioniert, wenn 'n blöd aufm Kopf steht, ja.
Dann hört derjenige auf zu scrollen, wenn ich 'n Foto aufn Kopf stelle und dann aber auch erkläre, keine Ahnung, wir stellen das und das auf den Kopf, ja. Oder so, da ist einfach, dann dann bleibt jemand hängen und dann sieht man die Anzeige. Und da erreichst Du halt vor allem, und das ist so wichtig, Leute, die nicht aktiv auf der Suche nachm neuen Job sind. Weil wenn ich aktiv auf die Suche und das ist so wichtig, Leute, die nicht aktiv auf der Suche nachm neuen Job sind. Weil wenn ich aktiv auf die Suche gehe, klar, dann guck ich in Jobportale, ich guck mir die Unternehmen in der Umgebung an, ja.
Aber wenn ich gar nicht aktiv such und dann seh ich aber eine Anzeige von einem Handwerksbetrieb und denk so, oh, das klingt aber spannend. Und vielleicht bin ich dann doch geneigt, den Job zu wechseln. Also das ist schon 'n sehr wichtiger Kanal, Social Media. Ja, mittlerweile, glaub ich, sogar fast der Wichtigste, ne. Mit dem Bild aufm Kopf kann ich übrigens total bestätigen.
Ich hab nämlich gestern von einem Gast, der schon hier gewesen ist, nämlich genau son Bild gesehen und bin auch selber hängen geblieben. Dementsprechend geborene ich dir voll und ganz recht an der Stelle. Ja. Weil man der Mensch oder in dem Moment hab ich gefühlt, das ist falsch. Ja.
Ne, und genau das, weil es falsch ist, kommt dann die Reaktion, Moment. Das müssen wir, wie wär's denn, wenn's richtig rum wäre, ne? So. Ja. Und genau da an der Stelle, ja, kann ich dir völlig beipflichten, definitiv.
Jetzt haben wir ja relativ betriebsbezogen grade gesprochen, jetzt gehen wir einmal raus in die totale und gucken einmal aufs Handwerk generell. Ja. Wie kann denn wie oder wie können Texte, wie können Inhalte das Image unterstützen, dass es verbessert wird, was wir im Moment im Handwerk haben? Also wichtig ist es halt schon wirklich in die Sichtbarkeit zu gehen. Ich glaub, grade wenn's darum geht, auch Nachwuchs zu finden, ja.
Viele junge Menschen wollen dann irgendwie Influencer werden oder irgendwie, ne. Das das Handwerk hängt dann hinterher, dabei gibt's halt extrem coole Handwerksbetriebe. Und ich glaube, es es geht so in diese Richtung, Make Handwerk, cool Agenda, damit einfach klar ist, es ist wirklich 'n 'n 'n toller Job und eine tolle Perspektive, da zu arbeiten. Und da geht's einfach darum zu zeigen, was man hat und dass es vielleicht auch Spaß machen kann, vielleicht auch mal 'n Video zu zeigen, wie man arbeitet, wie man dann Feierabendbier trinkt. So und eben nicht als Influencer alleine nur an seinem, seinem Handy zu hängen oder an seinem Rechner, sondern wo's vielleicht auch son bisschen Gemeinschaft dann auch geht, ne, dass man wirklich zusammenarbeitet, was man, dass man was Tolles erreichen kann, was schaffen kann, sichtbar werden, ja, und zeigen, was man hat.
Und das nicht als selbstverständlich sehen, sondern genau das einfach, ne, dieses Miteinander. Ja, dies Selbstverständlich. Ich glaub, da geht's wieder drum. Wir wir alle gehen unserem Job nach am Handwerk und sind einfach der Meinung, es ist halt so, wie's ist. Ist halt so, ja.
Und uns fällt gar nicht mehr auf, ist ja genau ähnlich wie die Benefits eben. Uns fällt gar nicht mehr auf, wie besonders es sein kann, wenn man damit eben halt in die Kommunikation geht, ne. Und wenn's Texte, Bilder und so weiter dann sind, die halt einfach dazu führen, dass die die Menschen sich wieder mehr mit dem Handwerk und mit den Themen und Inhalten auseinandersetzen und wieder Einblick überhaupt bekommen. Ja, genau. Der Einblick fehlt halt, glaub ich, ne.
Man sieht halt immer nur irgendwie 'n Handwerker von a nach b rennt irgendwie, dann verschwindet der 'n Klimmerlein, fährt nach Hause. Ja. Aber was der eigentlich Tolles leistet und Wichtiges leistet, das kriegt natürlich der Großteil der Gesellschaft nicht mit. Ja, ja, und es passieren ja auch immer häufiger auch sehr positive Dinge, ne. Also ich weiß nicht, also wenn man als Handwerker früher bei irgendwas Veranstaltung gewesen ist, ist son Afterwork oder so was in der Art, dann sagte man, man war wär's Handwerker, dann ah ja, mhm.
So und heute ist das ja wirklich so, wenn wenn man jetzt sagt, okay, ich hab bin Handwerker und dieses Gewerk und oh ja, da hab ich direkt eine Frage Ja. Und total wichtig und ich krieg ja keinen und so weiter. Also da das ist das, man muss einfach wieder 'n bisschen mehr Stolz zeigen, 'n bisschen wieder mehr auch auch aktiver wieder mit den Themen umgehen, denk ich. Und und fängt fängt natürlich bei Social Media an, weil wir ja grade auch die jungen Menschen wieder son bisschen ans Handwerk ranführen möchten, indem wir zunächst einfach nur mal zeigen, was wir tun, ne. Das ist so, ja.
Da gab's doch mal vor 'n paar Jahren, also einfach mal auch anders sein und überraschen, da gab's doch mal diesen Slogan, da hat doch irgend 'n Fensterbauer Azubis gesucht und da tragen die doch sone Glasscheibe, sone riesige und die kracht irgendwie, weißte was. So und die ging so total viral. Und so was gucken sich die Leute an und dann will vielleicht man will da, ne, wollen auch mehr Leute da arbeiten. Dann ist natürlich auch, das kann nach hinten losgehen, wenn ich dann da mit meinem Azubi stehe und dem irgendwie seine schlechten Schulnoten son bisschen, ja, dann das geht nach hinten los. Aber auch da, das ist halt Zielgruppen, Text, das geht hier alles da rein, wie auch der Text fürs Video.
Was sage ich in diesem Video? Wie bereu ich das Video auf? Damit kann man wahnsinnig viel erreichen. Und dieser Betrieb mit dem mit der Glasscheibe, der der hat ja wirklich viele Anfragen generiert dadurch. Ja.
Ist ist mir auch bekannt tatsächlich. Ist schon schon 4, 5, 6 Jahre her, also schon Ja. Aber es stimmt, da war viel Aufsehen nachher und und jeder, der in auch noch Form mit Kommunikation zu tun hatte, hat ihn auch als Beispiel genommen, ne. Das muss er auch, ja. Ja.
Laura, hast Du uns einen Hack mitgebracht, den Du den Zuschauern, Zuschauerinnen gerne mitgeben möchtest? Ja. Ja, also Worte haben Macht, ja. Wenn ich jetzt 'n Mitarbeiter suche, ich find, also das sind ja so Kleinigkeiten, aber ein einziges Wort kann einfach 'n komplett anderen Menschen ansprechen, wenn ich jetzt schreibe. Ich suche motivierten Handwerker oder Dachdecker, ich bin immer bei diesen Dachdeckern heute, aber ne.
Oder ich schreibe, ich such einen Engagierten oder ich such einen, der Familienvater ist. Oder alle, dass ich ganz klar formuliere, wen sprech ich an, wen such ich? Und wenn ich Oder einen Introvertierten, einen extrovertierten. Also wenn ich nur ein Wort ändere, fühlt sich sofort 'n ganz anderer Mensch angesprochen, der sich dann vielleicht bewirbt, weil denkt so, oh, das bin genau ich. Ja, ist spannend.
Hab schon gemerkt, da da da steckt Potenzial dran. Da hast Du vollkommen recht, definitiv. Da kommen wir auch schon zur abschließende Frage. Mhm. Und die ist, ob wie Du das Handwerk im Moment in der Gesellschaft bewertest.
Ist das Handwerk in der Gesellschaft da positioniert, wo's hingehört? Oder bist Du der Meinung, das könnte sich oder sollte sich vielleicht in Zukunft verändern? Es sollte sich verändern, weil es, ich find's nimmt grad dramatische Auswirkungen an, weil einfach überall Handwerker fehlen. Und es gibt, glaub ich, fast nichts Wichtigeres. Und wenn meine Toilette überläuft, brauch ich jemanden.
Da kann ich nicht sagen, ich wart mal noch 2 Wochen oder 3 Monate und das ist ein wichtiges wichtiges, also ist die Basis, find ich, von allem, was wir in der Gesellschaft haben, ist das Handwerk. Und wenn das Handwerk Tatsache son bisschen in 20 23, 20 24 mal ankommt und auch viraler wird, zeigt, was sie machen, dann könnte man das auch wieder da hinrücken, wo's geht. Und ich glaube, jeder, der jetzt in im im Handwerk ins Handwerk einsteigt, grade als junger Mensch, der kann sich das wieder das das goldene Handwerk, was es ja früher mal war. Und ich glaube, da geht einfach wahnsinnig viel. Aber dazu müssen die Handwerksbetriebe halt mal 'n bisschen den Staub von ihren Betrieben pusten.
Und dann könnte das ein Schritt in diese Richtung sein. Ja, Laura, vielen Dank. Den Staub pusten war weg. Das ist der der Weg, den wir gehen an der Stelle. Vielen Dank, dass Du hier gewesen bist.
Das war Laura Ginter mit dem Thema Texte und Kommunikation. Und vielen Dank, dass Sie zugesehen haben.