Katrin Griesser - "Unternehmer-branding"
Worum es geht
In dieser Folge spricht Kommunikationsdesignerin Katrin Griesser über Branding und Rebranding und teilt Erfahrungen aus ihrer beruflichen Praxis. Sie beleuchtet, welche Rolle die Marke für Unternehmen spielt und wie Visionen und ältere Generationen zusammenwirken. Dabei geht es auch darum, was diese Dynamik für die Zukunft eines Unternehmens bedeutet.
Das nimmst du mit
- Branding ist mehr als ein Logo und beeinflusst maßgeblich, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird.
- Rebranding kann helfen, ein Unternehmen neu auszurichten und zukunftsfähig zu machen.
- Der Blick aus der Praxis einer Kommunikationsdesignerin zeigt, wie Markenarbeit konkret abläuft.
- Das Zusammenspiel von neuen Visionen und älteren Generationen ist entscheidend für die Weiterentwicklung eines Unternehmens.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
Katrin Griesser ist Kommunikationsdesignerin und teilt in dieser Folge ihre Erfahrungen rund um Branding und Rebranding von Unternehmen.
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Transkript
Herzlich willkommen zur Handwerk spricht der Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute freuen wir uns über Katrin Grießer, die hier bei uns im Studio ist. Katrin, wir reden heute übers Thema Rebranding in Verbindung mit Unternehmensnachfolge, was grade fürs Handwerk aktuell ganz wichtig ist, denn wir werden ja einige Nachfolgen haben in den nächsten Jahren. Dementsprechend bin ich total gespannt, was Du uns gleich erzählen wirst. Katrin, Du warst international in Agenturen tätig, bist in in Entwicklung von kleinen und großen Marken zu Hause gewesen.
Ja. Und hast vor allen Dingen und da schlafschlam auch son bisschen die Brücke zum Handwerk im Bereich der Möbelindustrie beziehungsweise im Möbel herstellen hast Du viele Erfahrungen gesammelt und ja, ist halt für uns sehr spannend. Dementsprechend bin ich hochinteressiert, was wir gleich für tolle Themen haben. Aber stell dich doch mal kurz vor und sag uns doch mal etwas zum Thema Rebranding. Was ist das zunächst mal?
Also stell ich mich erst einmal vor. Mein Name ist Katrin Grießer, ich bin Kommunikationsdesignerin und arbeite im eigenen Studio in Stadien in der Nähe von Hamburg. Rebranding ist im Grunde genommen eine Überarbeitung der Marke, kann man eigentlich sagen. Das ist jetzt nur der englische Begriff. Und da geht es darum, eine bestehende Markenidentität einfach in die heutige Zeit zu bringen, auch für die Zukunft auszurichten.
Heißt also im Grunde, wenn man sone Situation hat, Unternehmensnachfolge und man trifft auf verschiedene Generationen, dann hast Du dieses Thema, dass wir eben halt das Alte ins Neue transferiert. Kann man's so sagen? Ja, im Groben schon. Kannst Du schon so sagen, was ja beim Branding immer ganz wichtig ist, ist ja auch grade die Markenidentität. Und da gilt es dann im, ich sag jetzt mal, die Tradition und die Kultur des Unternehmens und einfach auch die Vision, ich sag jetzt mal, der der des Ursprungs in die nächste Zeit zu transformieren.
Das ist also son ja, wie soll ich sagen, eine 1 Zusammenarbeit der von beiden Generationen ist nötig, ne, dann eben halt die Marke wieder neu auszurichten. Mhm. Gibt's da im Bereich der auch der Generationenenthematik gewisse Herausforderungen, weil eben halt da verschiedene Vorstellungen auch vorhanden sind? Natürlich, also wenn wir uns grade mal so klassische Familienunternehmen vorstellen, über die Du jetzt wahrscheinlich auch so im Kopf hast, dann haben wir ja oft inhabergeführte Unternehmen auch. Und das kenn ich auch aus unserer Familie damals.
Da haben wir einfach den Inhaber, der das Unternehmen aufgebaut hat. Das sind seine Visionen, das ist so sein Baby, ne, was man dann groß gemacht hat. Und die Wurzeln, die willst Du natürlich dann eigentlich, ich sag jetzt mal, mitnehmen als Nachfolger, andererseits aber dich natürlich auch selbst und deine eigene Vision natürlich integrieren. Das ist 'n ganz enger Entwicklungsprozess. Und wer das richtig machen möchte, geht er wirklich ganz strategisch vor, einmal innerhalb der Familie oder des Unternehmens von, ich sag jetzt mal, Inhaber und Nachfolger, aber auch Mitarbeiter, ich sag Kunde.
Das sind im Grunde genommen natürlich alles Elemente, die da berücksichtigt werden sollten. Das sind also so die inner innerbetrieblichen Themen halt einfach, die da Genau, ja. So, wie ist das denn nach außen hin? Wie macht man das denn mit dem Kunden? Weil der Kunde ist ja nachher diejenige, der auch im Endeffekt im ganzen Prozess ja total wichtig ist.
Wie nimmt man den mit auf soner Reise? Ich sag mal, der Kunde möchte natürlich weiterhin diese Sicherheit und dieses Vertrauen dieser Marke gegenüber. Deswegen kannst Du's nur regeln über wirklich gute Kommunikation. Also wirklich inhaltlich erst mal überlegen, wofür möchte auch unser Unternehmen, unser Unternehmen in der Zukunft stehen? Was ändert sich?
Was wollen wir ändern? Was müssen wir ändern? Manches kannst Du auch nicht weiter so laufen lassen, wissen wir alle, die Zielgruppe ändert sich natürlich auch je nach Produkt. Und da müssen wir einfach eben halt dann auch immer mit der Zeit gehen, ne. Lass uns mal ganz kurz über das Thema Scheitern sprechen in dem Zusammenhang, weil ich sag mal grad, der Kunde entscheidet ja darüber, ob das Rebranding halt funktioniert oder eben nicht, ne.
Also klar, wenn man als Unternehmen da ist als als vielleicht junger Unternehmer, der grad 'n Unternehmen übernommen hat oder eine Doppelspitze, die gerade unterwegs ist, man versucht so grad den Umbau zu gestalten, Ist man ja immer der Meinung, man tut ja alles Richtige und das Wichtige, eben halt in die Zukunft zu gehen. Aber hast Du schon Fälle gesehen oder miterlebt, wo eben halt eine 1 Veränderung vielleicht auch zu viel gewesen ist für den Kunden, was auch im Nachhinein dazu geführt hat, dass son Unternehmen vielleicht Probleme bekommen hat? Ach, da könnt ich jetzt, also negatives Beispiel könnt ich jetzt gar nicht gar nicht so ad hoc sagen, aber welches Beispiel ich ganz gut finde, und das hab ich einfach vielleicht als Mutter auch so präsent, das ist im Grunde die Übergabe von Hipp, was wir ja vielfach von der Familie kennen. Also da ist es wirklich gut gelungen, finde ich, dass es son weicher Übergang gewesen ist, ne. Natürlich konnte wahrscheinlich einfach der Stefan Hipp auch so die Werte seines Vaters weiterleben und dann in die, oder hat man's vielleicht vorher gut geschafft, sich einfach zukunftsfähig schon aufzustellen und sich den Herausforderungen, das war ja damals so wie bio genmanipulierte Lebensmittel, sag ich mal, sind ja viele Themen, die auch da wirklich Einfluss hatten und das haben die wirklich ganz gut geschafft.
Ja, ist 'n gutes Beispiel. Ist natürlich jedem auch sehr präsent, ne. Genau, das ist so sehr präsent. Und da sehen wir auch im Grunde an dem Beispiel, wie entscheidend auch das Produkt ist, weil da bleibt das Produkt ja immer gleich. Und die Zielgruppe ändert sich extrem, jedes Mal, weil das immer auf diese jungen, oder Junge, immer auf Junge, immer auf Mütter und Kleinkinder ausgerichtet ist, musst Du ganz, ganz schnell schauen, inwieweit Du da immer am Ball bleibst.
Ja, ja, ist spannend. Jetzt haben wir neben den Kunden natürlich als als zweites wichtiges Standbein natürlich alle, die eben halt am im Unternehmen mitarbeiten, alle Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen. Wie geht man da in die Kommunikation? Wie wie geht man daran, dass man auch jeden mitnimmt und auch jeden erreicht dabei? Also großes Thema momentan ist ja sowieso, ich sag Employer Branding, also Arbeitgebermarke, die Kommunikation nach innen ist natürlich elementar, weil kein Produkt ist gut, wenn nicht die Mitarbeiter gut sind, ne.
Also alles das ist nur möglich als Team, als gesamtes Konstrukt. Ja. Und insofern wird da jetzt auch immer mehr Wert auch draufgelegt zu gucken, inwieweit die Mitarbeiter miteinbezogen werden können, weil die haben ja auch eine Vision. Und jeder Einzelne hat individuelle Fähigkeiten. Und manch 1 möchte mehr Verantwortung übernehmen oder dem liegt einfach etwas, interessiert sich für Dinge, die auch fürs Unternehmen einfach so wichtig sein können und auch sonen Innovationsstatus vorantreiben können, weil das ist im Grunde ja genau das, was wir, was die Unternehmen auch brauchen, immer dieses kleine bisschen Unterschied zum Wettbewerb, ne.
Ja, ja und dieses Mitnehmen ist ja auch dann nachher elementar wichtig, damit immerhin keine Revolution entsteht, ne. Genau. Also von das ist bei meinem Unternehmen, ne. Absolut. So hast Du auch die Möglichkeit, auch die Mitarbeiter zu binden und bisschen bisschen enger einzubeziehen.
Und optimalerweise, wenn's richtig gut läuft, hast Du dann auch deine eigenen Markenbotschafter, ne, die natürlich nach außen auch kommunizieren, die dann auch sagen, ich hab 'n tolles Unternehmen, für das ich arbeite. Die unterstützen mich. Sie ermöglichen mir eben halt vielleicht auch eine Weiterbildung oder son engeres Miteinander, eine Wertschätzung, ne. Das wäre das Optimum, ne, dann Handwerk bedeutet machen. Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie.
Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird. Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte. Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Ja. Wie oft verändert man denn sone Strategie?
Macht man das auch unter Umständen im Laufe 1 1 Führungszyklus auch mit sich selber quasi, wenn man das im Unternehmen leitet, sollte gibt's da irgendwie sone sone Schablone, also alle 5, alle 7, alle 10 Jahre. Man sieht ja oft diesen dieses Markenrebranding immer bei den großen Konzernen. Das ist ja son Rhythmus, wenn ich's richtig deute, so so alle 7 Jahre so vom Gefühl her, wird da was Neues aufgespielt. Macht das auch Sinn für den Mittelstand? Macht das Sinn fürs Handwerk?
Also ich würde nicht unbedingt sagen, dass es sonen Zyklus gibt. Also momentan haben wir grade mal, fällt es jetzt auf. Hier sind ganz viele Automobile zum Beispiel, da machen jetzt alle ganz groß großes. Also ich denke, jedes Unternehmen oder jeder Unternehmer sollte in regelmäßigen Abständen einfach gucken, wie er aufgestellt ist. Also wir sagen immer, der Blick nach innen ist und die Reflexion ist ja elementar.
Und das macht ja auch jeder automatisch, glaub ich, wenn er sagt, das Jahr ist zu Ende. Wie lief es denn oder was wollen wir fürs nächste Jahr? Welche Ziele stecken wir uns? Und dann ist es einfach immer wichtig zu überprüfen, ob Du mit deiner Marke deine Zielgruppe wirklich noch erreichst. Weil alles ändert sich, ne.
'N Unternehmen ist genauso wie son Organismus zu verstehen wie die wie die Umgebung, ne, wie der Kunde auch. Und alles nimmt Einfluss. Insofern muss man auch immer überprüfen, inwieweit man drehen muss. Ja. Wie kann man denn mit Rebranding vielleicht auch sone Zielgruppe erweitern?
Hat man da Möglichkeiten? Na, in dem Moment, wenn Du dann feststellst, dass dein Produkt, ne, wie soll ich das sagen, analytisch, ne. Du gehst natürlich analytisch daran. Ja. In dem Moment, wo Du sagst, okay, eigentlich könnte das Produkt jetzt auch, wenn wir eine Änderung machen, vielleicht auch für eine neuere oder größere Zielgruppe interessant sein oder für eine spitzere, dann kannst Du das durch Kommunikation lösen, also durch Sprache, Bildsprache.
Ich sag mal, die jungen Leute wollen anders angesprochen werden, sagen wir mal, als wir beide. Ja. Und je nachdem auch, wo Du dann auch deine Zielgruppe antriebs, ne. Die Jüngeren wiederum sind hauptsächlich bei Social Media unterwegs oder wenn Du regionaler aktiv bist, dann kannst Du das auch da versuchen zu steuern, die Leute dort ansprechen, wo sie sich aufhalten. Heißt das im Grunde jetzt, ich komm ja ausm Dachdeckerhandwerk und wenn man das klassischer Dachdeckerhandwerk nimmt, ist das ja so der schieferhammer, wo man sagt, man man macht das das klassische Dachdeckerhandwerk und arbeitet in dem Bereich.
Und wenn man dann eben halt in den moderneren Bereich reingeht beziehungsweise vielleicht in den in den großflächchigeren Bereich, dann würde man mit soner Art Handfön dann zum Beispiel arbeiten. Würde vielleicht jetzt nicht viel sagen, aber man würde eben, aber ja. Man würde eben in 'ner anderen Technik dann eben halt also visualisieren, wenn man zum Beispiel. Genau. Ich glaube vielfach ist es grade im Handwerk so, dass man so im Flow ist.
Man macht viele Dinge schon so viele Jahre und dann ist all die Jahre gut damit gefahren und kann sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass das anders sein muss. Nun hängt auch viel dran, man hat vielleicht eine Flotte an Fahrzeugen und dann kriegt man schon, na ja, bisschen Panik, wenn es Thema Rebranding kommt und man sagt, jetzt wollen man das Logo verändern, was Rebranding nicht unbedingt immer ist. Das heißt nicht, dass 'n Logo komplett neu muss oder so, sondern dass man vielleicht einfach mit den Elementen, die man hat, anders spielt oder dass man einfach auch wirklich manchmal zeigt, was man macht. Weil ich denke, viele Handwerker kommunizieren gar nicht wirklich, welche Fähigkeiten sie haben und was sie wirklich alles können. Wir wissen, dass 'n Dach, der gern 'n Dach deckt.
Und wir gehen noch davon aus, dass er nicht nur die normale Pfanne macht oder die Betonpfanne, ich bin nur nicht im Thema, oder die Schieferplatte. Mhm. Aber was macht ihr eigentlich alles noch? Und welche Möglichkeiten gibt es noch? Ich glaube, das ist auch, dass jedes Handwerk inzwischen viel beratungsintensiver sein kann.
Und wenn man Social Media auch dafür nutzt, das machen inzwischen ja glücklicherweise viele, und auch zeigt, was man für tolle Projekte macht oder welche, was es alles gibt, dadurch kann man ja auch dann überhaupt erst mal son Bedürfnis auswecken, ne. Ja, ja, ja. Wenn die nicht weiß, was es gibt, kann ich's mir nicht aussuchen. Ja, sone schöne Brücke geschlagen zum Social Media Bereich. Ja.
Das wär auch tatsächlich meine nächste Frage gegeben. Genau. Ich halte Social Media auch für extrem wichtig und ich glaube, in der heutigen Zeit geht's auch gar nicht mehr anders, sowohl in die Kundenrichtung, aber eben halt auch in die Richtung Employer Branding, wie Du's eben schon gesagt hast, ne. Ja, für die Jugendlichen ist es ganz klar oder für jungen Leute, wer im Internet nicht entsprechend vertreten ist, den gibt's nicht. Ja.
Die gucken sich wie wir früher gelbe Seiten, ne. Das ist natürlich, also in Anführungsstrichen. Oder sie gucken sich die Website an, aber sie möchten natürlich auch wesentlich mehr sehen, ne. Nur eine Website weiß auch jeder, kann auch eben halt einfach mal schön aufgesetzt sein. Keiner weiß, was läuft da wirklich und wie sieht auch der Beruf aus?
Haben wir uns auch schon mal drüber unterhalten, wie vielfältig die Berufe sind, weil's so gut wie kein Mensch, ne. Das ist einfach zu viel. Und je mehr jeder zeigt von sich und dem, was man tut, desto attraktiver kann es auch nach außen sein. Ja, sehr schön. Wobei für mich ist die Webseite gar nicht mehr relevant.
Ich weiß nicht, wie's bei dir ist, aber ja, man sucht mal da die Adresse raus oder so. Aber für mir ist aber, glaub ich, die die Webseite schon nicht mehr da. Also ich denke schon an Persönlichkeit, ne. Je nachdem, wie aktiv dein Team auch in Social Media ist, würd ich sagen, ist die Website total interessant, die Leute zu zeigen, die da arbeiten. Okay.
Dann hat man auch noch mal son son Sympathiefaktor, den Du mitnehmen kannst. Dass man sagt, ach guck mal, so sieht der Chef aus als Beispiel. Der ist ja meistens nicht auf der Baustelle oder den treffen die Leute dann ja vielfach nicht. Ja. Glaube, das ist doch eine ganz wichtige Sache und auch, eine Größe zu zeigen, ne.
Viele Handwerker haben ja, ich sag jetzt mal, ihre Fahrzeuge davor die Männer. Ja. Und das zeugt auch von Kraft. Mhm. Auch von Innovationskraft, finde ich.
Wenn das entsprechend fotografiert ist, da ist die Bildsprache schon entscheidend, ja. Ja stimmt, da hast Du recht. Ja, ist richtig. Na ja, ist gut. Das gibt dann ja die und die, ne.
Muss man immer gucken, wie möchte man dann auch dargestellt sein? Kathrin, hast Du uns oder unseren Zuschauern einen Hack mitgebracht, den Du uns mitgeben möchtest? Ja, ich hab vorhin schon da drüber gesprochen, dass es unheimlich wichtig ist, regelmäßig innezuhalten und nach innen zu schauen und zu gucken, arbeitet meine Marke noch? Gibt es etwas, was ich einfach ändern muss? Auch wenn es mir vielleicht schwerfällt, etwas zurückzulassen, ist es einfach ganz oft wichtig, damit sich eine Marke auch in der Zukunft etablieren kann oder stark genug sein kann für die Zukunft.
Und das andere ist eben auch grade, weil wir vorhin über die Übernahme gesprochen haben, was ich auch ausm eigenen Familienunternehmen kenne, dass auch die bestehende ältere Generation auch wirklich 'n gewisses Vertrauen auch in die die nachfolgende Generation einfach auch bringt. Weil viele Prozesse sind einfach komplett anders. Mhm. Und ich denke, dass die nachfolgen, die Nachfolger das besser im Blick haben. Genau, man muss loslassen und trotzdem mitarbeiten, ne.
Ist natürlich für die Perspektive schwierige Phase, aber ich denke mal, da hast Du vollkommen recht. Abschließend, Katrin. Ja. Wie schätzt Du denn die Rolle des Handwerks in der Gesellschaft ein? Ist das Handwerk an der richtigen Position, so wie's grade positioniert wird oder sollte sich da etwas dran verändern?
Also das Handwerk ist, finde ich, elementar. Es ist total wichtig. Wir finden es an jeder Ecke und wir rufen auch regelmäßig das Handwerk an. Also wir haben ja auch 'n engen Bezug, jeder Einzelne. Ich denke, dass das Image einfach so 'n bisschen abgenommen hat in den letzten Jahren und wir unheimlich viel dafür tun müssen, damit das wieder nach vorne kommt.
Weil das ist so attraktiv und wir haben so viele junge Leute, die eigentlich so gerne etwas gestalten und etwas erschaffen möchten. Und dafür ist das Handwerk doch wie gemacht. Also die Innovationskraft auch sollten wir wesentlich mehr nach vorne holen. Ja. Liebe Katrin, vielen Dank, dass Du hier gewesen bist.
Sehr gerne. Vielen Dank, dass ich da sein durfte. Das war Handwerk spricht heute mit Herrn Katrin Grießer, es ging Rebranding und vielen Dank fürs Zuschauen.