Cover: Justin Bockey - Fotografie im Handwerk und was kann eigentlich das iPhone?

Justin Bockey - Fotografie im Handwerk und was kann eigentlich das iPhone?

26. März 2025 13:20 Min.
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Worum es geht

In dieser Folge von „Handwerk spricht

Das nimmst du mit

  • emen sich an, ass er Fotografie autodidktisch gelernt hat, und gibt Anfängern praktische Tipps für den Einstieg. Zentrales Thema ist die Bildwirkung – besonders bei Profilbildern – und die Frage, ob dafür auch ein iPhone ausreicht.
  • takeaways
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht, der Sendung, wo wir Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Handwerk verbinden. Und heute zu Gast bei mir ist Justin Bocke. Hallo, Justin. Hallo, unser Satz. Justin, wir haben heut das Thema Fotografie als Handwerk und Fotografieren im Handwerk.

Aber stell dich doch erst mal bitte kurz vor. Ja, mein Name ist Justin Bockery. Ich bin Fotograf, speziell Businessfotograf und bin eben viel im Handwerk unterwegs mit Menschen, die einfach ja, ihre Außenwirkung darstellen wollen und auch müssen in dieser Zeit. Ja. Wie bist Du dazugekommen?

Ja, im Prinzip habe ich früher bei der Zeitung gearbeitet und hab Texte geschrieben und dann irgendwann gemerkt, so, hey, neben den Texten kann man natürlich auch auch Bilder liefern, hab mir eine Kamera gekauft, hab mich da, ja, intensiv eingearbeitet und war einfach sehr technisch interessiert. Deswegen, ja, hat sich das mit der Zeit einfach ergeben und dann, ja, viel Sportfotografie gemacht, lange Jahre Hochzeitsfotografie und dann eben bei Events und eben bei den Businesskunden gelandet. Das heißt, Du hast das Fotografieren tatsächlich selber beigebracht? Ja, richtig. Also wir leben ja in 1 wunderschönen Zeit, in der Wissen komplett frei verfügbar ist und mit, ja, viel Recherchearbeit und Interesse und Leidenschaft einfach man sich eine ganze Menge selbst beibringen kann, ne.

Sei es durch Youtube, durch Bücher und natürlich einfach durch einiges selbst ausprobieren und selbstkritisch dann arbeiten. Was war denn eine große Hürde, die dir da entgegengeschoben ist? Na ja, man muss immer schauen, dass man halt auch ja, irgendwie Feedback bekommt. Natürlich, wenn man irgendwie ja, bezahlte Aufträge hat, dann muss das in dem Moment stimmen. Aber bis zu diesem Punkt muss man auch erst mal schauen, dass man selber übt.

Das heißt, ja, muss einfach schauen, dass man Menschen vor die Kamera ziehen kann, die da eventuell erst mal ganz anspruchslos rangehen und dann zu schauen, okay, wie geht das? Aber in den meisten Fällen ist es halt einfach so, dass man natürlich mit der Zeit einfach daran wächst. Ja gut, dann bist Du ja eigentlich prädestiniert dafür, auch mal sonen kleinen Tipp zu geben, was denn Menschen, die jetzt das Fotografieren selber erlernen möchten, eben halt auf ihrem Weg machen sollten. Mhm. Also wichtig ist vor allem zu schauen, irgendwie einigermaßen mit den Einstellungen 1 Kamera klarzukommen.

Ich werd oft gefragt, ich fahr jetzt irgendwie im in den Urlaub, ich mach eine mach eine große Reise, was soll ich denn da für eine Kamera mitnehmen? Und meistens ist meine Standardantwort, nimm irgendwie das, 'n aktuelles Smartphone mit, weil das hast Du immer dabei. Und gleichzeitig ist es halt unkompliziert zu bedienen. Wenn Du dich erst noch 3 Wochen in eine Kamera einarbeiten willst, dann kriegst Du damit mit Sicherheit bessere Ergebnisse hin. Aber eine gute Kamera macht nicht automatisch gute Fotos, weil's eben, ja, davon abhängt, was ist eingestellt?

Man muss irgendwie die Faktoren verstehen, ne. Also 'n Unterschied, ob man jetzt auf 'ner Party fotografiert, ob man nachts son Sternenhimmel fotografieren möchte oder eine Landschaft oder irgendwie, ja, das das nächstgröße, 'n großer Abenteuer. Das sind halt immer unterschiedliche Situationen und darauf muss man sich einstellen. Und ja, die aktuellen Handys und so weiter machen das in den allermeisten Fällen wirklich sehr, sehr gut. Die Qualität ist fantastisch, deswegen ist das auch eigentlich fast mit 1 der Kameras, die ich in meiner Freizeit auch mit am meisten benutze.

Mhm. Kann denn das Smartphone, jetzt wo Du's grade so angesprochen hast, tatsächlich den Fotografen oder die Fotografien ersetzen in Zukunft? Na ja, das werd ich werd ich schon ganz häufig gefragt. Also die Qualität ist ja fantastisch der der Fotos, die die Smartphones machen. Allerdings, also auch Kameras vor 10 Jahren haben nicht so gute Bilder gemacht wie wie die Smartphones heute.

Aber am Ende des Tages ist es ja so, man muss immer schauen oder man muss das richtige Auge haben, wie wie viele es halt sagen. Und das passiert natürlich über über erst mal Übung, dann eine ganze Menge Erfahrung und halt einfach ja, auch die die Abstimmung mit dem mit dem Menschen, zu wissen, was er überhaupt haben will. Was ist seine, was ist seine Intention? Was will er mit einem Foto ausdrücken? Und am Ende des Tages muss man das ja halt erst mal klären, zu schauen, wohin soll die Reise gehen mit den Bildern?

Da sind wir halt auch ganz schnell in der in der Thematik, wie soll ein Bild wirken, ne. Also wenn wir jetzt mal die ganz klassischen Profilbilder nehmen, die ja alle alle Menschen eigentlich am Ende des Tages irgendwo zeigen, sei es auf auf Whatsapp, LinkedIn oder oder sonst wo. Man will ja etwas ausdrücken mit diesen Bildern. Und Professionalität, Kompetenz sind ja genau die Sachen, die man eben mit den passenden Fotos ausdrücken will. Oder sei es eben auf 'ner Internetseite, wenn eine Firma sich darstellen will, dass die wirklich wissen, was sie tun, dass sie hochqualitativ mit kompetenten Mitarbeitern ordentlich arbeiten.

Und genau solche Attribute kann man eben direkt in Bildern ausdrücken. Okay. Kannst Du mir noch einmal die Vor- und die Nachteile vom Smartphone, von den Smartphone Fotos noch einmal kurz nennen? Vorteile sind auf jeden Fall, dass man's immer dabei hat. Dass es einfach, ja, mittlerweile mit verschiedenen Linsen einfach, ja, sehr viele Möglichkeiten gibt.

Nachteil ist natürlich, dass Du dass Du technisch relativ begrenzt bist, dass Du gleichzeitig immer irgendwie, ja, jetzt nicht so die die Bedienbarkeit 1 Kamera hast. Das ist zum Beispiel auch ein weiterer ein weiterer Vorteil von Kameras. Die haben ja nicht nur einfach, also es geht bei Kameras ja nicht nur die Bildqualität, sondern auch zum Beispiel mit den ganzen verschiedenen Objektiven, die haben ja eine Daseinsberechtigung, dass Du zum Beispiel nah ran zoomen kannst und trotzdem noch einen anderen Look kreieren kannst als zum Beispiel mitm Smartphone geht's dann zum Beispiel so Bildwinkel. Man kann damit den Hintergrund extrem gut ausblenden. Deswegen, das hat alles schon seine Daseinsberechtigung.

Und ja, 'n Nachteil von Kameras ist da halt, von Handys ist da eben dann son bisschen die die Bedienbarkeit. Genau. Handwerk bedeutet machen. Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie. Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird.

Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte. Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Okay. Sag mal, jetzt sind wir ja in der Handwerkssendung. Mhm.

Was meinst Du, wofür werden speziell fürs Handwerk Fotos gebraucht? Na ja, Handwerksunternehmen brauchen erst mal Fotos für ihre komplette Darstellung. Mhm. Sei es auf der Internetseite, sei es aber auch in Flyern, Broschüren, Produktinformationen, aber auch Social Media wird auch immer wichtiger oder ist einfach, also es ist de facto wichtig. Dieses wird immer wichtiger, ist eigentlich abgeschlossen das Thema, sondern entweder macht man's jetzt aktiv oder eben nicht.

Ja. So, und da hat man einfach die massive Möglichkeit, ja, der Außenwelt zu zeigen, was man kann, da einfach auch, ja, Leuten zu zeigen, wir arbeiten gut. Wir arbeiten qualitativ hochwertig. Und ja, da kann man kann man seine Kunden halt auch fantastisch mit einbinden. Ja, sehr gut, sehr, sehr gut und sehr spannend.

Sag mal, machst Du Unterschiede bei Kundenakquisebildern und Personalakquisebildern? Oder sind die für dich alle vom vom vom Setting her gleich, sind die vom Ablauf her gleich? Oder gibt's da in irgend 'ner Form irgendwo Unterschiede, wo Du genau drauf achtest, weil Du sagst, okay, jetzt machen wir hier eben halt für den Kunden jetzt eben halt 'n bisschen mehr Werbebilder. Und auf der anderen Seite willst Du ja, wenn Du Personal herkriegst, findest Du ja eigentlich eine Coolness, ja, im Endeffekt vom Unternehmen her erzeugen und jemand eine Reichweite erzeugen. Machst Du da Unterschiede, technisch und inhaltlich?

Ja, es hängt natürlich erst mal davon ab, also was ich sehr viel mache, ist einfach Vorbereitung mit mit einem Kunden. Das heißt, man muss erst mal im Vorhinein miteinander sprechen, wie bist Du unterwegs? Also erst mal den den Ist Zustand aufzuzeigen, was gibt's denn überhaupt schon? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Was möchtet ihr eventuell so weiterführen?

Gibt's vielleicht irgendwie eine Serie auf Social Media, wo man jetzt einfach ergänzend neue Fotos braucht? Deswegen erst mal, ja, viel Kommunikation, zu zeigen, was ist denn, was willst Du denn erreichen? Dann erst mal in die Planung zu gehen, okay, wie und vor allem wo können wir das erreichen? Also wenn man zum Beispiel ja, Kunden hat, die sagen, okay, wir wir machen weltweite Aufträge, Mhm. Dann ist es ja schon gut, das Ganze nicht nur in Wanne Eickel zu fotografieren, sondern eben auch international.

Da mal zu zeigen, hier, wir haben hier in Dubai Projekte gemacht, wir haben, wie in deinem Fall zum Beispiel in ganz Deutschland Dächer aufgesetzt und genau. Das ist halt eben das Wichtige. Am Ende des Tages muss man halt einfach mit dem Kunden ausarbeiten, was das Wichtige ist und dadurch ergibt sich dann automatisch die Unterscheidung. Ja. Jetzt haben wir ja im Social Media Bereich sehr viel Bewegtbilder auch.

Mhm. Geht der Trend weg vom Foto in Richtung Bewegtbild grade deswegen? Na ja, es ist, es wird ergänzend dazu immer wichtiger. Natürlich kann man mit Bewegtbild viel mehr zeigen. Man kann einen einen Zuschauer, grade, wenn wir's klassisch klassische Social Media Durchscrollen nehmen, kann man mit einem Video, einem Kurzvideo nun mal viel mehr Menschen kurz an sich binden.

Bilder würd ich eher als nachhaltiger bezeichnen, weil Du halt in kürzerer Zeit beim Scrollen oder auf 'ner Website und so weiter diese Eindrücke automatisch passieren. Für 'n Video muss man sich, muss man sich fokussieren oder zumindestens ist es dann dort vorhanden. Ganz klassisch, wenn man sich jetzt einen Imagefilm anschaut, dann schaut man sich den bewusst an. Wenn ich aber eine Website 1 Handwerkers öffne und da oben vielleicht in der im im Header schon ja, Fotos von den Mitarbeitern sind, die grade etwas machen Mhm. Und Du dann durchscrolltst, dann ist es halt einfach der Gesamteindruck, der zählt.

Und so, ja, sind Bilder am Ende des Tages, glaub ich, nachhaltiger, aber Foto, aber Videos werden immer, immer wichtiger, den Gesamteindruck zu ergänzen. Ja. Hast Du für unsere Zuschauer einen kleinen Hack, den Du auspacken würdest? Ja. Smartphone Fotografie ist fantastisch, funktioniert und ist super.

Was aber vor allem wichtig ist oder was ich immer, immer wieder sehe, fokussier dich auf das Wesentliche. Also angenommen, Du bist jetzt auf eine Feier und möchtest einfach nur, ja, mit mit deinen deinen Geschäftspartnern, die dort sind, einfach nur 1 1 1 Gruppenfoto machen, weil's halt einfach für die Erinnerung wichtig ist. Fokussier dich auf das Wesentliche. Wenn Du das im im Querformat machst, da müssen die Füße nicht mit drauf, da reicht der Oberkörper. Nah drangehen.

Ich sehe häufig bei Smartphone Fotos, dass die einfach 'n bisschen zu weit weg sind. Deswegen, da darf man einfach, da darf man einfach näher drangehen, son bisschen auch den den den Fokus des Betrachters zu lenken. Und ich glaube, das ist für generell für für Fotografie, egal mit welcher Kamera, einfach eine 1 der besten besten Tipps überhaupt. Dann sind wir auch schon bei der letzten Frage an dich. Sag mal, wie schätzt Du die Rolle des Handwerks aktuell ein?

Und glaubst Du, dass das Handwerk genügend Berücksichtigung findet in der Gesellschaft, in der Wirtschaft und in der Politik? Das ist eine spannende Frage. Ich denke, ich glaube, es wird nicht, es wird nicht so gesehen, weil das Handwerk ist halt immer schon da gewesen. Es gab immer schon alle Aufträge für fürs Handwerk und das ist son, ja, son gefühlt son beiläufiger Zweig, der halt einfach da ist, weil er funktioniert. Jetzt sieht man grade, alle sind ausgebucht, alle haben keine Kapazitäten mehr und die Nachfrage ist riesig.

Und ich glaube, das ist genau der Grund, warum jetzt eben da die die Diskussion doch mal 'n bisschen vorangetrieben wird und gleichzeitig halt vielleicht auch die Wertschätzung einfach 'n bisschen bisschen steigt. Ja, vielen Dank Justin Boekay. Das war unsere Folge Handwerk spricht. Justin hat's auf den Punkt gebracht. Vielen Dank fürs zusehen.

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