Cover: Jean Striesel - Querbeet durchs Gewerk

Jean Striesel - Querbeet durchs Gewerk

25. Oktober 2025 20:52 Min. Zu Gast: Jean Striesel
0:00 20:52

Worum es geht

In dieser Folge von HandwerkSpricht ist Heizungsbaumeister Jean Striesel zu Gast und spricht querbeet über den Wandel im Heizungs- und Sanitärhandwerk. Es geht um den Weg vom Gaskessel zur Wärmepumpe, um Fachkräftemangel, Personalrekrutierung und die aktuelle Auftragslage. Ehrlich und bodenständig gibt Striesel Einblicke aus dem Alltag eines Handwerksbetriebs.

Das nimmst du mit

  • Der Heizungsmarkt befindet sich im Umbruch – der Trend geht klar vom Gaskessel zur Wärmepumpe.
  • Lieferengpässe bei Wärmepumpen stellten Betriebe vor erhebliche praktische Herausforderungen.
  • Fachkräftemangel und Personalrekrutierung sind zentrale Themen für Handwerksbetriebe.
  • Ein ehrlicher Blick auf die Auftragslage zeigt, wie stark sich der Markt verändert hat.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Um den Wandel im Heizungs- und Sanitärhandwerk, insbesondere den Übergang vom Gaskessel zur Wärmepumpe, sowie um Fachkräftemangel, Personalrekrutierung und Auftragslage.
Wer ist der Gast?
Zu Gast ist Jean Striesel, ein Heizungsbaumeister, der aus dem Alltag seines Handwerksberufs berichtet.
Welche Herausforderungen werden angesprochen?
Unter anderem die Zeit, in der Wärmepumpen monatelang nicht lieferbar waren, sowie der Fachkräftemangel und die Personalgewinnung.
Wo kann ich dem Podcast folgen?
HandwerkSpricht ist auf Instagram unter @handwerkspricht zu finden.

Zu Gast

Heizungsbaumeister

Jean Striesel ist Heizungsbaumeister und spricht aus dem Alltag seines Betriebs über Heizung, Sanitär und die aktuellen Herausforderungen des Handwerks.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht, Ihrer Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verwendet. Und heute sprechen wir 2 übers Thema Heizung Sanitär, über die Themen Personal, Recruiting und alles das, was so auch mit der Konjunktur zu tun hat. Ich begrüße dich schon. Schön, dass Du hier bist, dass Du eine Infektionsgefahr hast. Ja, vielen Dank für die Erinnerung.

Und dass wir heute einfach mal quer durch das Beet einfach mal miteinander quatschen, was denn bei euch im Gewerk los ist. Aber erzähl mir doch erst mal, was Du mit deinem Unternehmen im Moment für Kernleistungen hast. Und dann gehen wir danach mal auf die anderen. Ja, wir machen jetzt im Moment so Eigner Heizungsbau klassisch. Also wirklich jetzt Gasthermwechsel, sprich Brennwertherm, Heizwertgeräte, Ölkessel, trotzdem und natürlich Wärmepumpen.

Wärmepumpe ist ja dann im Endeffekt das Modernste in Anführungsstrichen, ne, was so im Moment aufm Markt dann auch zu zu finden ist. War ja auch eine Zeit lang, glaube ich, schwierig mit der Wärmepumpe, ja, zu bekommen alleine, ne. Ja, Du hast dann Bestellzeiten gehabt, teilweise, sag ich mal, so 12 bis 16 Monate musstest Du schon mal warten und dann bist Du da selber als Handwerksmeister. Wenn Du natürlich eine Kalkulation gemacht hast, ist es natürlich dann schwierig, wenn Du nach 14 Monaten baust und hast noch die alten Preise. Die Arbeit hat sich jetzt, sag ich mal, eingepegelt.

Also jetzt sind die Hersteller gut aufgestellt. Wie war denn die Zeit mit den Kunden? Weil die haben ja bei sich halt auch, waren ja nicht happy, ne, wenn man sagt, 12 Monate. Ja, ja, war dann schwierig. Ja, Du hast dann 'n Kunden ja verständnisvoll.

Ja. Aber hattest natürlich auch schon Kunden, die dann auch dann die Woche dann angerufen haben 2, dreimal, wo bleibt 'n das und wann kommt 'n wann geht's denn los? Ist ja verständlich. Ja. Wo habt ihr denn im Moment die größten Probleme bei euch im Heizen- und Sanitärbereich?

Na ja, wie bei dir auch Fachkräfte, also sprich Arbeiter, aber das betrifft wirklich alle Branchen. Also das betrifft jetzt nicht nur uns den Dachdeckerbetrieb oder bei mir heizen Sanitär, sondern Altenpflege, weiß ich, Köche, Fleischer, also alle Berufe, die es überhaupt ist, über alle Leute gefragt, ne. Also als eine Auftragslage ist Bombe, muss ich sagen. Also ist genug Bedarf da. Auch die Zahlungsmoral ist sehr jüdisch, also hab auch keine Zahlungsausfälle.

Also da kann ich mir das nicht beklagen. Ja, das ist ja sehr positiv, ne. Liquidität ist ja auch immer so wesentlich von meinem alten Chef, so vor 20 Jahren. Ich hab's dann doch schon mal 'n paar Ausfälle, wo man dann natürlich 'n bisschen da geguckt hat. Aber jetzt muss ich sagen, es wirklich alles super.

Was ist denn bei euch in dem Gewerk eigentlich das, was so euch erfüllt? Was ist das, was wirklich richtig Ja, Du machst Wertschöpfung. Also macht natürlich Spaß, wenn Du jetzt sone Maschine, sprich sone Wärmepumpe zum Beispiel, installierst, das ist schon cool. Ja. Wenn dann, sag ich mal, aus Luft Wärme entsteht, also wenn der Propeller sich dann dreht, den hörst Du aber auch nicht.

Die sind jetzt sind da relativ leise geworden. Also die haben jetzt aktuell 35 bis 40 d b und die Körper sagt immer son Baulunen je höher, also diese Frequenzen höre ich auch nicht. Nein, aber ist schon cool. Also Du schaffst ja auch was, machst Du ja Wertschöpfung. Also eigentlich fährst Du abends nach Hause und bist zufrieden.

Ja, gab's, Du hast das jemand, den Du geschaffen hast. Ja. Also wenn ich jetzt 'n Bürotag hab, bin ich dann immer unzufrieden. Man hat nicht das Gefühl, man hat das geschafft. Also wenn ich jetzt draußen mit den Jungs arbeite, macht mir totalen Spaß, aber wenn ich dann vorm Rechner sitze, die machst Du jetzt 'n Feierabend aus.

Sieht ja auch vielen im Büro so. Aber Du siehst ja nichts, was Du gemacht hast, ne. Und so hast sie eben 'n schöne Bads installiert oder eine neue Heizung eingebaut, macht schon Laune. Und weil wenn wir diesen alten Scheißer halt mal, auf der ich gesagt, draußen nimmst, Du eine alte Öl heiße, stinkt ja auch, da nimmst Du jetzt raus, damit der Raum hier weiß, dann kommt eine neue Technik rein. Ist schon cool.

Ja. Hört sich auf jeden Fall sehr gut an und Nein, macht doch viel Spaß. Und Du, man merkt ja auch an, dass es dir richtig Spaß macht. Es ist wirklich richtig Laune. Es ist wirklich richtig, es hat ja nichts mehr zu tun mit früher.

Also die klassische Vorstellung ist ja Klempner, sprich hier mit dem Pümpel, Toilette, wie bei Werner Beinhart. So stellen sich ja die Leute son Klempner Beruf vor. Hat damit überhaupt nichts mehr zu tun. Ja. Das ist wirklich Hightech.

Ja, war war vielleicht mal so in diese Richtung Bei bei bei mir ja derzeit war das auch noch so. Ja. Also ist ja auch schon eine Weile her, aber das hat sich natürlich geändert, also. Ja, ja. Und merkst Du im Moment so konjunkturell, dass die Kunden vielleicht etwas verhaltener sind?

Ja, würd ich jetzt denken, bei den großen Gesellschaften, also ich mach ja viel, sag ich mal so, kleinere Hausverwaltung oder Privatkunden und ich weiß von Berufskollegen, dass die da Probleme haben mit den großen Genossenschaften, dass die natürlich da drunter fahren mit der, was weiß ich, Geburtsanierung, Strangsanierung, wo natürlich Fliesenliga wieder mit dranhängen, 'n Trockenbauermaler. Mhm. Und Du merkst natürlich jetzt daran, dass wir irgendwann Fliesenliga auch mal anrufen. Wie sieht's 'n aus, dass Du da ja undenkbar bist vor Jens Jahren, ne? Ja.

Bist Du denn der Meinung, dass wir das, dass das eine Momentaufnahme ist? Also kriegst Du von 'ner Delle aus grade, weil der Neubau im Moment nicht so funktioniert, oder? Na, da muss man jetzt gucken, wie's weitergeht. Meine Zinspolitik, das siehst Du ja auch mit den Einfamilienhäusern, ist ja alles schwierig geworden jetzt, ne. Also ist ja auch schwer, jetzt für 'n normalen Mann 'n Haus zu kaufen, den hohen Zinssätzen.

Die Banken sind vorsichtiger geworden, weil da eine viel größere Beteiligung Ja. Der Leute und das ist natürlich dann schwer. Und dann in dem Fall auch von Hausbaufirmen, sonst vielleicht 150 Häuser im Jahr gebaut haben, bauen wir's noch 15. Also muss man sich mal vorstellen, weil da viel 'n Bruch drin ist. Mich betrifft's nicht, weil ich mich darauf nie so konzentriert hab.

Ja. Heißt, Du bist viel in der Sanierung dann unterwegs und Ja, oder eben jetzt, also mein Ding ist eigentlich wirklich dieser klassische Heizungsbau, der Markt am liebsten. Also Sanitär machen wir auch mit als Betrieb. Also der nächste Kunde kommt 'n Bar zu fließen oder son Behindertenumbau eben eher die Dusche, das machen wir alles mit. Aber mein Steckenpferd ist wirklich dieser klassische Heizungsbau, der macht eben Spaß.

Dann haben wir uns eben vor der Sendung schon mal über das Thema Fachkräftemangel ja intensiv auch ausgetauscht. Lass uns den Ball da noch mal aufnehmen an der Stelle. Wir haben wir haben ja einmal das Thema der jungen Leute, wie wir die jungen Leute vielleicht fürs Handwerk wieder begeistern können und auch grade für für dein Gewerk. Also wie gesagt, ich hab ja eben den Funke in den Augen ja gesehen und für dein Gewerk ja auch begeistern können. Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch ja die gestandenen Fachkräfte, die ja auch mal als Leistungsträger dann auch direkt in son Unternehmen kommen.

Na ja, aber ist ja jetzt schwer geworden, ist ja auch eine Delle drin, wie Du schon richtig vorhin schon gesagt hast, ist ja schon seit 10, 15, 20 Jahren son Niedergang zu beobachten, ne. Also das mag ich ja auch, wenn ich beim Händler einkaufen bin. Ich bin jetzt Anfang 50 und 53 und wenn ich die Burschen sehe, die da rumstehen, haben ja auch mein Alter. Du siehst ja kaum meinen Jüngeren, meistens noch Ältere. Das heißt ja, in 10 bis 15 Jahren bin ich ja auch verschwunden.

Was ist 'n dann? Das ist natürlich die große Sache. Und das wieder sag ich mal besser zu kriegen, das haben wir ja schon vorhin gesagt, da brauchst Du auch wieder 10, 15, 20 Jahre, dass es wieder so läuft, ne. Dass die jungen Leute auch mal sagen, ich mach jetzt kein Abitur, ich mach es bloß 10 Klassen Anführungszeichen bloß und dann mach ich eben 'n Handwerk. Ich brauch ja jetzt gehen Heizungsbauer, der 'n Abitur hat.

Warum nicht? Also man braucht ja auch denjenigen, der dann irgendwann auch mehr verkauft. Ja, das ist alles in Ordnung, aber ich glaube, dass viele sich auch noch mal auf der Schule quälen, ihren Eltern dann 'n Gefallen zu tun, das Abitur zu schaffen, irgendwie mit 3 Komma, hast Du nicht gesehen. Weil ich hab auch selber 3 Kinder, ich krieg den dann auch mit von anderen, wie das da so läuft. Und das muss man auch wieder sagen, dass man wirklich dann sagt, pass oft, der hat eben eine gute Begabung, die macht das ja in den 10 Klassen und dann macht er hier sone Lehre.

Ja. Und kann er immer nur Abitur machen. Ja. Später auf der Abendschule. Ist ja kein Problem, ist ja Deutschland eine Coole.

Du kannst ja alles machen. Ja, die die stehen die Türen offen. Ja, wenn Du Also man kann's ja weiterbilden. Das hab ich ja auch ständig gemacht, aber da muss man eben auch dazu die Lust haben. Ja.

Wenn Du jetzt Fachkräfte suchst, was tust Du da im Moment? Was was Na ja, wir hatten jetzt mal sone Firma gehabt, die sich darum gekümmert hatten, die mir dann irgendwelche Leads geschickt haben und hast nicht gesehen, hat auch 'n Haufen Geld gekostet. Also war schon, sagen wir mal, fünfstelligen im Bereich. Da kam ein Monteur rüber, den hatte ich auch 2 Jahre. Das war aber nicht so prall.

Das heißt, mit Leads meinst Du, warst diese Online Recruiting Ja, ja, genau. Spanien dann da? Sone Schichten hatt ich versucht. Dann hatt ich eine andere Firma, die mir dann wirklich, also ich hab schon mehrere Schienen versucht zu fahren und hab's dann relativ schnell aufgegeben. Jetzt sind bei ihm eine kleine Firma eben 4 Leute, dann hab ich noch eine Partnerfirma, wo ich noch mal ab und zu morgen bekommen kann.

Mhm. Und das reicht im Moment. Ich bin also auch zufrieden, so wie's läuft. Ja. Ja, manchmal ist es auch besser, den den den das kleine Team so zusammenzuhalten und zu hegen und zu pflegen als wie eben eine klassische Schale.

Also ich kaufe ja jetzt, sagen wir mal, auch durch Osteuropa, also auch von den Ukrainern. Ich kann selber jetzt eine Ukrainer eingestellt und 'n Polen. Die funktionieren super, die Leute. Also muss ich wirklich sagen, Bombe. Ja.

Und da würde ich auch denken, müsste man noch mal nachfassen. Ja, okay. Wie ist das Thema Ausbildung bei dir im Betrieb? Ja, hab ich mal versucht, ich hatte jetzt da mal mit 3, 4 angefangen und das, ja. Ja, ist nicht so War nicht so war nicht so, nee, war nicht so berauschend.

Also ich fing schon an mit der Pünktlichkeit. Ja. Die kam teilweise dann Neuner oder Zähne zu spät. Mhm. Mit 'ner Uber vorher gefahren.

Das ist das Kind Witz, hat die Genleding. Die hat auch seine Karten selber unterschrieben von der Schule. Hatte auch 30 Fehlthaare in der Schule. Muss man sich auch mal vorstellen. In der Berufsschule 30 Fehlthaare.

Die Schule hab ich aber nicht informiert. Mhm. Also war bloß nervig. Also viel Aufwand und Genau. Eine Steuerung, wir haben ja natürlich was von versprochen.

Ich dachte, man ist schon eine coole Sache. Bildet man aus, dann kann man da auch mal ernten, arbeitet, die war nicht so. Ja, dann dann dann ja, schweifen wir eigentlich ja jetzt ab. Was meinst Du denn, worin das liegt? Oder anders, was würdest Du dir wünschen, was dich verbessern würde, damit diese Situation nicht mehr so ist, wie so wie Du wie Du sie jetzt quasi empfunden hast, sag ich?

Deine Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wir setzen glaube, die Ich glaube, die diese ganze öffentliche Darstellung des Handwerks, der muss sich rapide ändern. Ich meine, da muss muss man sich wirklich mal auch überlegen, wie das Tier ist und mit dem Standig her, ne. Das war ja früher, früher mein ich ja jetzt nicht früher vor 100 Jahren, sondern früher mein ich vor 35, 40 Jahren war's sehr anerkannt, das Handwerker, ja. Und dann kann man natürlich diese Zeit, wo er von oben runtergeguckt wurde.

Und dann müssen wir natürlich wieder hinkommen. Da muss man natürlich auch mal im Fernsehen oder auch in den ganzen Filmen und Sendungen, da ist ja so bald ja nicht bei. Da sind ja immer irgendwelche Typen bei, die stoßen dann 'n Chai Latte und klepper da aufm Laptop rum. Das ist ja nun auch nicht ausm Leben. Das müsste, müsste irgendwie da so sein, dass, jeder sieht man, das ist ja auch nicht schlecht.

Ja, ja, wir brauchen die in Anführungsstrichen Gleichberechtigung dann da. Ja, so wie man früher war. Da hat er der Handwerksmeister mit dem Pfarrer und dem Bürgermeister am Tisch gesessen. So wird's wahrscheinlich in Baden Württemberg immer noch sein, dass sich die Jungs da treffen. Das kann gut sein.

Da müsste ich mal 'n Peter fragen, meine nächste Gelegenheit dazu. Na, würde man so denken. Ja, kann gut sein, ja. Das stimmt, ja. Also dieses Klassische und dass eben die jungen Leute merken, ist doch eine coole Sache zu arbeiten.

Also arbeiten generell, egal welchen Job, aber aufm Handwerk, aufm Bau. Heißt also, eigentlich müssen müssen wir von innen heraus, aber auch von von Seiten der der Politik, der Struktur, die da ist, das Handwerk in 'ner ganzen Und die Ausbildungszeiten vielleicht verändern, ne. Ich fand ja früher, ich komm ja aus der ehemaligen DDR und dann war ja die Lehr erzählt 2 Jahre für 'n Facharbeiter, gab auch Teilberufe und das ist auch sone Sache, weil ich schon mal gedacht hab, was kann man versucht haben, 'n paarmal anzusprechen? Da sind die natürlich dagegen, aber ich glaube, da würd es doch mehr gewinnen, weil viele brechen eben auch dann nach 3, dreieinhalb Jahren ab, weil eben die Lehrzeit relativ lang ist bei uns im Job. Du musst ja alles dann können, ne.

Du musst ja wirklich Klima, Heizung, Sanitär, Lüftung, Abwasser da digital. Also Du kriegst ja nur noch Input und das ist, glaub ich, auch zu viel. Und wenn Du jetzt, NRW ist zum Beispiel, ich bräuchte ja bloß 'n Heizungsbauer, ne, in Anführungszeichen. Das heißt, man bildet eben Sanitär hier aus, man bildet Heizung aus, dann kann man ja gezielt da einstellen. Oder macht eben auch Teilberufe, dass man sagt, Du darfst ja früher auch so, anderthalb Jahre Teilausbildung, Teilfacharbeiter hieß das.

Dass man jetzt zum Beispiel bei mir im Beruf sagen würde, der macht es nur die Stränge. Der macht es nur Schellen bohren, macht die Stahlrohre rein oder macht nur Objektmontage. Also sprich, schraubt die Waschbecken an, schraubt die Klos an. Da muss ich grad den Heizungsbauer hinstellen. Ja, ist 'n interessanter Ansatz, den da sollte man auf jeden Fall mal weiter im Kopf behalten, denn das könnte ja wirklich 'n Lösungsansatz sein, die die auch immer komplexer werdenden Berufe, muss man ja auch Nee, wieder wie früher, aber wie gesagt, aufzuteilen.

Das gibt's daran, Rheinlüftung, rein Klima, rein Sanitär und dann, sag mal, diesen Teilberufen. Ja. Und da könntest Du auch die ausländischen Arbeitskräfte viel, viel schneller und besser integrieren in die Gesellschaft, weil die sind, glaub ich, auch überfordert. Also 4 Jahre letzte ist ja Wahnsinn. Das muss man erst mal machen.

Ja. Nee, bin ich ganz bei dir. Also wie gesagt, das ist 'n 'n sehr guter Ansatz wirklich, Beschleunigung reinzubringen, auch Transparenz reinzubringen. Weil ich jetzt sagen wollte, eben war ja unser Berufsbilder, die werden ja auch immer komplexer. Wir setzen immer andere Techniken ein, wir setzen unter Umständen Materialien ein, die auch nicht unbedingt alle nur die Gesundesten sind, also wo man auch alleine im Umgang mit den Materialien ja schon geschult sein muss.

Und deswegen bin ich ja ganz bei dir, dass man vielleicht überlegen muss, die Berufe wieder etwas mehr zu sezieren, diese Komplexität der Berufe, die dann eben halt auch durch technische Entwicklung und so weiter Ja klar, weil die die ja nicht leisten kann, weil ich hab ja sehr festgestellt, ich hab Leute eingestellt, die waren ja gelernte Installateure, also wurde ja mit Aber die hatten von Heizung ja keine Ahnung. Ja. Die hatten von Heiz und 0 Ahnung, weil die natürlich in Betrieben ausgebildet wurden, die hatten Schwerpunkt Strangsanierung, sprich Reihensanitäter, die haben vielleicht keinen Heizkörper abgebaut, aber hatten keine Ahnung, wie eine Therme repariert wird oder wie mal was programmiert wird oder weiß ich. Ja. Deswegen so eigentlich, das ist irgendwie eben besser.

Ja, das ist total plausibel. Ich hatte den Jörg Dietrich ja vor einiger Zeit hier, das ist ja unser Präsident von vom Zentralverband des Deutschen Handwerks. Der sagte ja auch, ich hatte ihn dann auch mit der son bisschen mit dem Thema auch konfrontiert, dass eben halt die die jungen Leute halt eben nicht mehr so leistungsfähig sind an der Stelle. Und er sagte dann aber auch, pass auf, zu meiner Zeit gab es keinen Flüssigkunststoff im Dachbereich. Zu meiner Zeit gab's dann den Schiefer und es gab vielleicht eine 1 Therbahn ja seinerzeit noch.

Dann musstest Du 2 oder 3 Produkte verarbeiten können, aber heute hast Du ja Hunderte von Produkten oder Hunderte von technischen Lösungen, auch bei euch im Beruf gibt's ja auch viele Lösungen, viele Hersteller und so weiter, die ja auch alle anders gehandhabt werden müssen. Und da muss ich sagen, hat er recht, ne. So und deswegen ist dein Ansatz da zu sagen, okay, wir sezieren die Berufe in Teilunterschiede, wie auch immer und muss dann nur halt eben schauen, ob man eine zum Beispiel dann ergänzende Qualifizierungslehrgänge dann eben halt macht, dann eben halt Ja, ja. Aufgaben. Macht ja total Sinn.

Das ist 'n spannender Ansatz, den sollte man auf jeden Fall mal diskutieren, wenn man in der richtigen Runde ist. Bin ich bei dir. Hört sich gut an, sehr gut. Wenn Du denn in die Zukunft schaust, wie wie siehst Du denn euer Gewerk? Du hattest eben schon mal son bisschen angedeutet, ist schwierig im Moment und Na ja, also mein Auftragslares ist, wie gesagt, super.

Ja. Da da wird sich natürlich die nächsten Jahre noch viel mehr explodieren. Also wenn ich jetzt hier in Berlin sonem Mietshaus im Keller gehe, da hast Du, siehst Du arbeiten und können da meine Enkel arbeiten. Also ist aber wirklich genauso mit Dächern. Da kannst Du auch hier Generationen noch Dächer decken.

Ja, das ist ja keine Frage. Ich sehe, ich hab das Bauchschmerzen, die Sachen mit dem Personal. Da hab ich wirklich Bauchschmerzen mit, dass das alles so funktioniert. Dass die Leute da wirklich beibleiben und dann auch zum Handwerk hinströmen, dass es wirklich weitergeht. Und da seh ich schlechte Karten, weil durch diese Altersstruktur ist, wenn viele nach und nach in Rente gehen oder viele gehen ja auch in die Industrie, darf man nicht vergessen, ne.

Jetzt hast Du, sag ich mal, so Mitte fuffzig, Ende fuffzig, die gehen natürlich dann zur Industrie weg. Die viel mehr ja auch. Ja, definitiv. Ja. Aber Du hast 'n guten Lösungsansatz.

Und den den find ich gut und den sollte man mal weiter verfolgen. Nee, das ist das Einzige, was ich so wirklich sehe. Man muss da von den Anforderungen 'n bisschen runter und wieder spezialisieren. Dann könnte man auch die Jungs, die jetzt herkommen, viel besser integrieren und dann auch einsetzen. Und die hätten auch 'n Ziel, weil ich sag mal, als BR kriegst ja rum.

Ja. Ne, aber so dreieinhalb, 4 Jahre ist schwierig. Ja, es ist ist tatsächlich 'n Ansatz. Grade die, Du lernst ja als Selbstständige und Unternehmer ja irgendwann, Du musst ja spitz in den Markt gehen. Du musst da eine Spezialisierung haben, damit Du wirklich dann auch da an der Stelle deine Kunden erreichst.

Und deswegen ist das ja eigentlich im Endeffekt ja nur die Ergänzung dazu, dass man eben halt wirklich sagt, wir sind spezialisiert auf gewisse Punkte. Genau, genau. Unsere unsere Du auch die Leute raus, dann macht dich ja auch Laune. Also das passt dann schon. Ja, schon.

Super. Ich find's gut. Das ist 'n super, super Ansatz und den den, wenn ich mal die Möglichkeit habe, ihn noch mal entsprechend zu positionieren, werd ich das auf jeden Fall mal machen. Ja, sehr gut. Joe, hast Du vielleicht für unsere Zuschauer einen Hack, den Du den Leuten mitgeben möchtest, einen Rat, einen Tipp, den Du so aus deinem Alltag eben halt hast oder den Du den vielleicht auch deinem Kunden mitgeben möchtest, die jetzt vielleicht auch grade zuschauen?

Irgendetwas, was Du den Leuten mitgeben kannst und möchtest. Einfach cool. Nee, man hat ja wirklich, man muss das wirklich mal so sagen, man hat ja auch Kunden teilweise, die schreien ein schönes Telefon, wenn die eine halbe Stunde Klima Wasser haben. Oder die heißen läuft mal 2 Stunden nicht. Ich mein, wenn man sich mal auf der Welt umguckt, was hier los ist, das sind ja Probleme, lachst Du da drüber.

Ja. Meine Güte mit cool bleiben. Also wenn wirklich mal 'n Problem ist, egal welcher Handwerker oder wie auch immer den das betrifft, einfach mal entspannt bleiben. Da wird sich alles aufklären, da kommt dann jemand und das läuft alle nicht gleich ausflippen und wo bleibt 'n dir? Wir haben ja alle unsere Probleme.

Das bist Du ja selber. Ja, klar. Sitzt ja auch abends noch im Büro, mach mal eine Rechnung oder am Wochenende. Meine, will auch gerne mit Motorrad durch die Gegend fahren. Also, da muss man ja auch schon mal sagen.

Ja, bestimmt auch. Und da muss man da auch mal Verständnis haben wie den anderen gegenüber. Deswegen hab ich das, werd ich mal irgendwo warten muss. Ich kann das ja verstehen. Ja, definitiv.

Wenn jetzt mein Autoschrauber sagt, Du, komm, Moment, bin voll, ich schaff's nicht, da steht die Karre immer 2 Wochen herum. Klar, passt mir das nicht, aber was willst 'n jetzt machen? Der kann's der kann's dir auch nicht anders. Richtig. Und ja, guck mal, wir haben ja mehr Verständnis tatsächlich als der Endkunde meistens, von dem man das hat, weil er das gar nicht merkt, dass wir ja als hier Ab 4 Monate im Monat.

Neben mir schon ja Süd in Deutschland ist auch eine haut die Erdedruckhütern. Ja. Vater mal in der Welt rum, guck mal, wissen wir, wie mein Tolerant und wie gesagt, was daraus so los ist zurzeit, da haben wir ganz andere Probleme hier. Ja, ja, sehr guter Punkt. Na ja, und abschließend, Du hast es eben schon angedeutet, aber noch mal aufn Punkt gebracht, wie siehst Du denn im Moment die Rolle des Handwerks in der Gesellschaft?

Sind wir da, wo wir hingehören oder gehören Nee, wir müssten höher sein. Wir tragen hier den Staat mit, die ganzen Kleinen. Es ist glaub ich, dass die großen Industriekonzerne so viel Geld bezahlen wie wir Handwerker. Der würde gerne auch mal die Steuersachen mal so sehen, wie er sich im Verhältnis verhält. Ja, klar.

Ja, also definitiv. Ist schon die Säule, also was man, da hat man manchmal diese Sticker von den Handwerkskammern, die Säule der Wirtschaft und Säule der Gesellschaft und ist schon so. Ja. Handwerker sind ja nur alle. Weil die Menschen ja nicht offen Schirm haben, 'n Fleisch hast auch 'n Handwerker und auch 'n sehrhüter.

Ja, definitiv. Jeder meiner Lieblingshandwerker. Ja, zumindest dann für den für 'n Wochenende dann, wenn die Villa geht, ne? Nein, aber wie ihr sagt, das ist eben zu gering, ich schätze, muss man schon sagen. Das lagst Du auf der Straße auf, wenn da Leute mit Arbeitssachen laufen, manche rümpfen an die Nase oder wenn die mit den Öffentlichen fahren müssen und so, bisschen da schmutzig sind, ist nur was sitzen und machen.

Nicht jeder hat 'n Firmenwagen, da musst Du eben mit 'ner Öffentlichen fahren. Hast dich die Möglichkeit, auf 'n Baustelle umzuziehen. Ja, ist natürlich, klar, ist 'n bisschen blöd. Aber Du siehst immer auch die Gesichter der Menschen, dass die dann so von oben runtergucken. Okay.

Das ist sozusagen hier so, weiß ich nicht. Dann müssen wir daran arbeiten, dass sich das verändert in den nächsten Zeit. Und zwar Na ja, die Leute werden's ja selber merken, wenn die natürlich mal 'n paar Jahren verstopfte Toilette haben, dann kommt dann 'n Kinder mehr, ist dann schon Ja. Das ist so. Und da hilft ja auch nicht Youtube.

Also da musst Du dann schon gucken. Ah, manchmal schon. Wenn da auch ein Schlüssel dauert, ne. Wenn da komplexer wirkt, dann natürlich nicht. Ja, ja.

Ja, Joe, ich bedanke mich, dass Du hier gewesen bist und dass wir uns hier mal ausgetauscht haben. Ja, aber wirklich, es wär nett. Wir haben viel noch mal gehört. Ich find den Impuls von dir, darüber nachzudenken, wirklich die Berufsgruppen son bisschen noch mal aufzuteilen, es zu vereinfachen, Spezialisierung möglich zu machen und auch dadurch Beschleunigung auch zu erfahren. Da wär ja die Welt Ja.

Die Welt, wie Jahre, das schaffst Du, dann hast Du ja deinen Facharbeiter, dann hast Du deine ausbüiste Geselle, das ist doch super. Auch viele Leute, da hast Du auch nur Selbstwertgefühl, das verbombe alles. Ja, ist 'n super Ansatz, den Weil ich weiß von der Handpasskammer, weil ich da auch öfter mal bei der Innung bin, dass auch viele Abbrecher wirklich, die schaffen dann grade mal so zehneinhalb, manchmal 3 Jahre. Ja. Die brechen dann einfach ab, die schaffen's dann nicht mehr.

Die haben dann keinen keinen 3 auf das durchzuziehen komplett, ne. Ja. Und das muss man eben entgegenwirken. Ja, deswegen, super Punkt. Joore, nehm ich mit.

Ja. Wenn ich Möglichkeit hab, bring ich's an. Mach es. Ich danke dir, dass Du hier gewesen bist und dass Du uns mal Einblick in deine Welt dann auch gegeben hast. Und ich hoffe, dass der eine oder andere auch der Zuschauer jetzt eben halt für sich auch 'n paar Schlüsse rauszieht und vielleicht drüber nachdenkt, ob dein Impuls zumindest mal von der Richtung her eine Idee ist, die man in die Umsetzung bringen sollte und kann, ne.

Ja, und wie gesagt, generell gelassener sein einfach in der Gesellschaft bei allen. Ja. Aus dem Straßenverkehr ist, wo da irgendwelche Idioten noch mal hupen und schneiden und machen. Einfach mal wirklich entspannt. Bist Du alles super.

Ich danke dir. Ja, ich danke auch. Ja, herzlichen Dank fürs Zuschauen. Das war Joe Strießel. Vielen Dank dafür und bis zum nächsten Mal.

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