Handwerk Zukunft: Kai Finken über Azubi-Mangel, faire Preise & KI | Oliver Oettgen
Worum es geht
Oliver Oettgen spricht mit Friseurmeister und Make-up Artist Kai Finken über die Wertschätzung des Handwerks. Es geht um den Azubi-Mangel, faire Preiskalkulation und die Rolle von KI in der Kundenberatung. Die Folge räumt mit dem Vorurteil auf, Handwerk sei nur eine Notlösung, und zeigt, wie Betriebe ihren wahren Wert vermitteln und junge Menschen gewinnen können.
Das nimmst du mit
- Zu niedrige Preise im Handwerk sind oft hausgemacht – wer seinen wahren Wert kennt und kommuniziert, kann selbstbewusster kalkulieren.
- Verantwortung motiviert junge Menschen stärker als reine Wohlfühl-Angebote wie geregelte Arbeitszeiten oder Obstkorb.
- KI kann die Kundenberatung schon vor der eigentlichen Arbeit verbessern und den Beratungsprozess unterstützen.
- Eine überzogene Fokussierung auf Work-Life-Balance und die 4-Tage-Woche kann langfristige finanzielle Risiken bergen.
- Das Handwerk ist kein Endpunkt, sondern kann als Karriere-Sprungbrett in andere Bereiche wie Beratung dienen.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
Kai Finken ist Düsseldorfer Friseurmeister und Make-up Artist mit fast 20 Jahren Erfahrung im kreativen Handwerk. Er setzt sich für die Wertschätzung seines Berufsstands ein und verbindet Tradition mit moderner Führung und Social-Media-Sichtbarkeit.
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Transkript
Herzlich willkommen zur neuen Folge von Handwerk spricht und heute haben wir einen Gast hier bei uns, der aus dem Kreativen kommt, Kai Finken. Hi, schön, dass Du da bist. Grüß dich. Wie ich schon angekündigt hab, gibt's jetzt 3 Thesen von mir und ich bin gespannt auf dein Feedback dazu und zwar starten wir direkt rein. Ach so.
Die 1. These ist, Handwerk ist kein Karriereweg mehr, es ist nur ein Plan b für Menschen, die kein Studium machen. Oh, oh, das ist aber eine harte Aussage. Also das also das würd ich auf jeden Fall dementieren und widerlegen. Das ist totaler Quatsch.
Das kann ich so nicht unterschreiben, auf gar keinen Fall. Das ist gut. Die 2. These, der Meisterbrief und alte Traditionen bremsen das Handwerk aus, anstatt es voranzubringen. Ja, halb halb würde ich das tatsächlich sehen.
Warum? Ich find traditionelle Dinge gut, ich find aber auch neuen Einfluss tatsächlich sehr wichtig. Also ich bin da son bisschen zwiegespalten bei diesem Thema, deswegen find ich gut, können wir später auch noch mal drauf zurückkommen. Sehr gut. Die 3.
These ist, das Handwerk hat kein Nachwuchsproblem, es macht sich selbst einfach unattraktiv für junge Menschen. Ja, ja. Ist auch so halb halb. Also man man können viele Dinge besser machen, ne, aber da gehen wir also spannend. Find ich gut, find ich gut.
Da gehen wir erst mal. Ja, ja. Ja Kai, jetzt hab ich ja schon dich mal über den Reißwolf geschickt grade. Du bist das Düsseldorf Alter angereist hier nach Aachen. Genau.
Du bist Make-up Styleist oder Artist und Friseurmeister. Genau. Nimm uns doch mal kurz mit in und gib uns mal 'n Einblick so in deine Person und das, was Du so tust. Ja, und zwar ich, boah, wie lange mach ich das denn jetzt schon? Ich hab, glaub ich, jetzt nächstes Jahr mein zwanzigjähriges Jubiläum quasi mit der Ausbildung zusammen, bin seit 4 Jahren auch Friseurmeister, hab 2019 meinen Make-up Artist noch zusätzlich gemacht.
Und ja, ich bin 1 der hoffentlich vielen Menschen, die seinen Beruf tatsächlich sehr, sehr gerne machen. Und ja, das bin ich halt quasi, wie ich da halt so reingekommen bin. Und was hat dich dazu ermutigt tatsächlich, diesen Beruf, den Beruf und die Fortbildung danach auch zu ergreifen? Ja, der Beruf an sich war tatsächlich für mich immer schon, als kleines Kind mochte ich das schon irgendwie immer gerne mit Haaren. Ich hab immer so mit Puppen gespielt.
Ich mochte Haare immer, wie die sich anfühlen, wie die sich bewegen, was die machen. Das war immer son son Highlight für mich als hab die dann gekippt und gebürstet. Natürlich, wenn man älter wird, hat man natürlich 'n anderes Interesse an Haaren. Und ich glaub, das Hauptthema da liegt halt einfach dadrin, dass ich anderen Menschen einfach gerne helfe, eine Auszeit sich zu gönnen und halt einfach mit 1 neuen Frisur oder neuen Aussehen 'n neues Selbstbewusstsein quasi zu schaffen und 'n neues Selbstwertgefühl auf den Weg mitzugeben. Selbstwertgefühl ist 'n gutes Stichwort.
Ja. Wie siehst Du das Handwerk, das Friseurhandwerk grade in der Wertschätzung aktuell? Schwierig. Sehr, sehr schwierig, muss ich sagen. Das Handwerk wird oftmals nicht wertgeschätzt.
Grade bei mir in der Branche heißt es, es ist ja nur mal eben ein Haarschnitt, es ist ja nur eine Haarfarbe. Und dem möcht ich gerne mal son bisschen entgegentreten und dann mal son bisschen aufräumen und sagen, das ist nicht nur mal eben eine Dienstleistung. Und was machst Du da? Die Wertigkeit halt einfach auch versuchen darzustellen. Das heißt, ich hab ja auch eine dreijährige Ausbildung gemacht, das ist ja ein Fundament des Handwerks.
Ich habe etliche Fort- und Weiterbildungen in meinem Beruf gehabt, sowohl Schnitt- als Farbtechnik. Es gibt ja etliche verschiedene Techniken, es erneuert sich alles immer und immer wieder. Und da kann man auch mal sagen, das ist eine, sag ich mal, eine Entwicklung. Es ist ein Haarschnitt, es ist eine Haarfarbe und nicht nur ein Haarschnitt, sondern eine Haarfarbe. Ja, definitiv.
Wie sensibel sind denn die Kunden, was das Thema Preis angeht? Weil weil grade, also wenn ich so, wenn ich mir so oft anschaue, wie so die Kalkulation aussieht, stell ich mir schon manchmal die Frage, irgendwie stellt sich das für mich sehr knapp da alles immer, ne. Und irgendwie siehst Du das? Wie bewertest Du das? Also wenn das ist jetzt die Frage, was was heißt sehr knapp?
Also wie kann ich das Also die Frage ist ja immer so Stundenverrechnungssatztechnisch, Genau. Wo man dann sagt, okay, so und so ist der Stundenverrechnungssatz und wenn ich dann, wenn ich dann schon mal sehe, wie aufwendig dann auch dann manchmal der der Friseurbesuch dann halt ist an der Stelle. Ja. Und dann auch rechnen, okay, es war ich so und so lang da und quasi Einzelbehandlung die ganze Zeit und so weiter und komm dann nachher, dann kommt der Preis und dann denke ich, oh, das war interessant, ne. Ja gut, aber das ist auch, ich glaub, das ist son hausgemachtes Problem, was die meisten Friseure sich auch gemacht haben.
Die gucken mal links im Salon, rechts im Salon, was nehmen die da so? Oh, ich nehm mal die Mitte oder würfel mal 'n bisschen. Das ist ein ganz, ganz großes Thema bei uns Friseure, find ich. Weil man kann ja, also man muss halt so kalkulieren können, dass man nicht von der Hand in den Mond lebt. Und ich bin der Meinung, dass die Preise schon viel früher hätten da sein müssen, wo sie jetzt sind.
Und wir sind auch noch lange nicht am Ende in der Entwicklung. Und das find ich auch gut. Und es gibt Friseure, die sagen, boah, das ist aber jetzt viel, nicht Friseure, sondern Endverbraucher, die sagen, das ist jetzt aber viel, wo ich dann denke, ja, nein. Also die haben immer die Vorstellung, wir sacken uns das alles immer in die Tasche rein, aber am Ende ist ja, bleibt ja davon jetzt auch nicht mehr so viel übrig. Und deswegen müssen wir halt gucken, dass das Ganze halt nach oben hin angepasst wird.
Und ich sag auch so, ja, manche Kunden beschweren sich, manche bleiben weg. Aber es kommen auch immer wieder Neue. Die verstehen den Wert der Dienstleistung und die wissen, okay, das kostet Geld, ich habe einen guten Handwerker, einen guten Dienstleister. Dafür bezahl ich das auch ganz gerne, ne. Also es ist so oder so, würd ich jetzt fragen tatsächlich.
Es ist ja die Situation so, dass das auch 'n sensibles Thema ist. Absolut. Also, aber es zieht sich ja durchs ganze Handwerk tatsächlich auch durch, denn die die Vergütungen haben ja in den letzten Jahren sich auch deutlich verbessert, ja. Ja. Also die Rahmenbedingungen sind da nachgezogen worden, möchte ich mal so sagen und so formulieren.
Deswegen ist ja klar, dass, sagen wir mal, die Kosten, die ja auch noch da sind, Mieten und so weiter und natürlich Materialeinsatz muss ja auch weiterhin gedeckt sein. Das heißt, es gibt ja gar keine andere Möglichkeit, also entsprechend die Stundenverrechnungssätze anzupassen, da entsprechend dann das auch weiterzuentwickeln. Mhm. Muss es muss sein. Irgendwie muss weiter Und ja, ich glaub auch vom Gefühl her, wenn man hört, welche Gewerkschaften aktuell so wieder streiken und so weiter.
Und wenn man dann die Interviews hört so nach dem Motto, ja, eigentlich geht's uns ja gut und wir machen's rein vorsorglich, dass wir jetzt schon mal schauen, dass wir mehr Geld haben, dann dürfen wir im Handwerk tatsächlich das auch für uns einfacher haben. Ja, absolut. Weil die gehen halt nicht auf die Straße und sagen, nö, ich schneid jetzt keine Haare mehr. Ja. Und am Ende geht's ja dann auch alles in Richtung Attraktivität dann auch irgendwo, denn Absolut.
Wollen ja auch junge Menschen fürs Handwerk gewinnen, denn ohne Handwerk ist alles nichts, heißt der immer so, ne. So und die jungen Menschen, man man sagt zwar immer alle, das Geld ist nicht so wichtig, aber am Ende des Tages muss jeder Mensch seine Rechnung bezahlen, also eine Unterkunft sichern und so weiter. Absolut. Dementsprechend spielt Geld schon eine größere Rolle, als es im Moment vielleicht manchmal kommuniziert wird, so das mal aus meiner Sicht so. Und deswegen glaube ich auch, dass das Thema Geld auch ganz wichtig ist für die für die Kommunikation zu den jungen Menschen, die sich dann eben halt auch irgendwann entscheiden sollen, ja, fürn Beruf dann im Handwerk.
Wie siehst Du's da, die Ausbildungsvergütung, wie sieht die bei euch aus? Ist die attraktiv oder muss da auch drüben nachgezogen werden? Mach. Sehr schwach, muss ich sagen. Ich hab mir die Zahlen noch mal angeschaut im Vergleich zu damals früher.
Ja, es hat sich was getan, aber es ist halt immer noch zu schwach, es ist zu wenig. Und ich glaub, das ist ein sehr, sehr großer Faktor, warum der Nachwuchs einfach auch ausbleibt, ne. Es lohnt sich einfach auch gar nicht. Das ist auch 1 der Faktoren und ich find, ein weiterer Faktor ist auch die Work Life Balance, ne. Das wollen viele, viele wollen halt auch lieber mehr Freizeit haben als das jetzt Arbeiten.
Da ist denen das Geld tatsächlich auch nicht so wichtig, was ich jetzt schon ganz oft festgestellt habe. Ja, Work Life Balance ist natürlich 'n wichtiges Thema an der Stelle. Auf der anderen Seite, ihr habt ja in der Regel montags frei, ne, ist ja dann auch noch mal attraktiv. Wow. Und da habt ihr samstags dann natürlich als als Ich arbeite genau, also Wochenende ist Wochenende nur einen Tag verschoben.
Ja, genau richtig so und das ist natürlich ein Punkt. Auf der anderen Seite muss man ja auch immer son bisschen schauen, wenn man natürlich nur 4 Tage arbeitet als Beispiel, Ja. Kann ich natürlich auch nur irgendwann für 4 Tage auch einen Rentenansatz bekommen. Absolut. Ja, und natürlich weiß oder hoffe ich, zumindest mal, jeder weiß, dass es privat eben halt viel tun muss, ja.
Also ich glaub, unsere Generation wird nicht mehr viel aus der staatlichen Rente bekommen, wenn überhaupt da noch was passiert. Ich mein, ich krieg zwar immer dieses Schreiben völlig, das steht die haben so und so, aber Oh, schade. Aber ja erstens das und zweitens ist die Frage, ob's dann nachher dabei bleibt, ne, ob in irgendeiner Form irgendwas aufm Weg dahin passiert, dass wir nicht mehr da haben. Ja, das soll noch am Ende noch weniger haben, ne. So, deswegen, wenn ich dann nur 4 Tage arbeite, dann muss ich ja auch damit rechnen, dass ich irgendwann, ja, dann Altersarmut und Ähnliches arbeite.
Absolut, absolut. Und deswegen ist, glaub ich, so diese diese Kombination aus wirklich dem Leistungswillen, über dem wir vielleicht mehr sprechen müssen auch wieder in unserer Gesellschaft plus entsprechende Vergütungen, die auch dann attraktiver sind beziehungsweise die sowohl mein heutiges Leben finanzieren, auf der anderen Seite aber auch mir 'n Ruhestand dann auch irgendwann Absolut. Realisieren auch noch mal total wichtig, ne. Habt ihr Auszubildende bei euch im Mund? Ja, tatsächlich haben wir 3 Stück bei uns.
Also jedes Jahr Lehrjahr haben wir einen Auszubildenden. Wir sind 1 der glücklichen und der wenigen Salons, glaub ich, tatsächlich, die wirklich 3 Arzt zu binden haben können dürfen. Ja. Wie kommuniziert ihr denn mit denen, grade jetzt, wo wir über dieses Thema Work Life Balance gesprochen haben, aber auch mit mit Geld und so weiter? Wie wie macht ihr das?
Wie handhabt ihr das? Die kriegen ihren, also wir müssen das natürlich halt auch so machen, bei uns in der Branche ist es ja so, dass die Auszubildenden halt sich irgendwann halt auch selber tragen können, sollten. Das ist ja immer bei uns ein Vorteil, sag ich jetzt mal, den man hat, dass man sagt, okay, man kann arbeiten, die Auszubildenden machen lassen, die dürfen Haare färben, Haare föhnen. Je schneller die fit werden, desto schöner ist es ja auch für die selber, glaub ich. Das ist ja auch noch mal son Motiv hier, warte, ich darf an den Kunden ran, weil ich hab Bock, das ist halt Verantwortung übernehmen, genau.
Und ja, das handhaben wir, glaub ich, relativ locker und ganz normal in der Hinsicht tatsächlich, ne. Also die machen ihre Arbeiten gut und natürlich haben wir immer 'n Auge drauf, aber doch, doch. Also das ist schon das ist schon eine gute Basis auf jeden Fall, die wir haben bei uns. Die Zukunft des Handwerks liegt in den Händen der nächsten Generation. Wir stehen für ein modernes, starkes Image des Handwerks und dafür, dass junge Menschen wieder Lust darauf bekommen, etwas mit ihren Händen zu erschaffen.
Lass uns das Handwerk wieder zum Traumberuf machen. Und die jungen Menschen, wie kommen die zu euch? Macht ihr irgendwas Besonderes für die jungen Menschen oder sind die einfach an dem Job so interessiert, dass sie sich bei euch so melden? Glaub tatsächlich, da war das Interesse auch dann da, ne. Also Besonderheiten sind natürlich die sozialen Medien, ne, die gucken sich die Salons an.
Was machen die? Wie ist ein Ausschreiben oder weiß ich nicht was? Was für Benefits kann man geben, ne? Das sind ja auch heutzutage wichtige Sachen. Unterstützen die einen mit 'nem Jobticket oder weiß ich nicht was?
Oder zahlt man vielleicht mal 100 Euro extra auf den Lohn drauf, einfach als, ne, Ansporn, ne? Heute will keiner sehen, da gibt's 'n Obstkorb oder geregelte Arbeitszeiten. Das sind Dinge, die sollten halt selbstverständlich sein, find ich heutzutage. Aber die hatten auch Bock, ne. Man merkt richtig diesen Wissens, wie geht richtig fragen, ne, was kann ich machen, was kann ich tun und warum ist das so und so.
Und das ist ja das Schöne, ne, dass dass man wieder son bisschen merkt, da kommt wieder was, ne. Und nicht, weil sie's müssen, weil sie einfach irgendeinen Job ergreifen wollen. Ja, ja, definitiv. Wie viel macht denn immer so schon wieder? Macht der viel, investiert ihr viel Zeit dabei?
Ach, das ist son Mix. Also tatsächlich, 1 unserer Auszubildenden macht das tatsächlich auch, ne. Also das haben wir an sie halt abgegeben beziehungsweise haben sie gefragt, hast Bock. Und ja, die ist, klar, die kennen sich halt natürlich 'n bisschen besser auch aus mit solchen Dingen, ne, mit Videoschneiden, was wollen die Leute sehen, was wollen die Leute nicht sehen? Da haben wir sie, die macht das halt echt gut, muss ich sagen.
Und man ich kommuniziere auch oft mal mit dir und frag mal, hey, was was meinst Du, was kann man besser machen? Was kann man vielleicht irgendwie noch mal so lassen, ne. Das ich find diesen Austausch auch zwischen den Generationen unheimlich wichtig, muss ich sagen. Weil ich lerne unheimlich viel dadurch, aber vielleicht kann ich denen ja auch noch irgendwas mitgeben, was die vielleicht auch noch nicht wissen, ne. Das schätz ich sehr.
Da geh ich mal von außen. Ja. Also, ja, aber ist ja gut, wenn's in beide Richtungen geht, dann dann ist ja auch für beide dann auch ein attraktives Umfeld Absolut, absolut. Definitiv. Jetzt hast Du ja eben schon gesagt, dass Du viele Weiterbildungen gemacht hast, wie sie oder beziehungsweise ja den den den den Artist dann noch gemacht hast.
Wie wichtig ist das für die jungen Menschen? Merkst Du, dass das eine Rolle spielt, Weiterbildung und Ausbildung in Kombination oder ist es eher so nach dem Motto, ich schmeiß die Ausbildung, aber lass mich dann in Ruhe? Das aber das Thema müsste man jetzt echt richtig ausschweifen, aber ich führ es mal kurz zu halten. Ich find, der Beruf ist halt attraktiv dadurch, dass man halt einfach viele Möglichkeiten hat, weiterzukommen. Man kann sich spezialisieren, man kann nach der Friseurausbildung kann man zum Beispiel in Maskenbildner gehen.
Man kann auch in Unternehmensberatung könnte man beispielsweise auch gehen, indem man Wirtschaft studiert noch mal irgendwie, aber dann kann man Friseursalons unterstützen in Unternehmertum, Unternehmerführung. Social Media, man kann versuchen, Influencer zu werden, das gilt halt auch, ne. Also es gibt wirklich viele Bereiche und ich glaub, das ist auch ganz wichtig, dass wir dann das auch irgendwie den Leuten auch zeigen, was es für Möglichkeiten einfach auch gibt, ne. Und nicht immer so sagen so, oh, früher war das alles anders, das brauchen wir alles nicht, das wollen wir nicht. Ich finde, man muss denen schon diesen Weg auftun, zu sagen, hey, es gibt Möglichkeiten voranzukommen und weiterzukommen, erfolgreich zu sein.
Jeder das, wo er Bock drauf hat. Definitiv, definitiv. Und wie macht ihr das mit Kolleginnen, also mit anderen Betrieben, die euch rum sind? Seid ihr da im Austausch oder oder ist das eher jeder für sich so? Weil ich find immer so miteinander und voneinander lernen total wertvoll.
Absolut. Und da stellt sich mir immer die Frage, inwiefern macht man das? Inwiefern ist man schon bereit, aktiv da in die Kommunikation zu gehen? Ich würd sagen, mit anderen Salons, als aktiv da in die Kommunikation zu gehen? Aber ich würd sagen, mit anderen Salons, also man kennt sich untereinander in der Branche, das auf jeden Fall.
Und wenn man mal eine Frage hat, kann man auch mal, ey, ne, wie macht ihr das? Wie handhabt ihr das? Welchen Austausch ich aber tatsächlich am besten finde, sind immer diese aus allen Gewerken tatsächlich. Das find ich noch mal viel interessanter, wo auch unter anderem natürlich auch Friseure sind. Solche Sachen find ich aber trotzdem immer noch 'n bisschen spannender, weil ich einfach noch mal 'n Einblick auch in andere Berufe und Strukturen auch noch mal bekomme.
Also es ist so schon sehr wichtig, find ich find ich, der Austausch, muss ich sagen. Man lernt ja nie aus. Ja, aber die Probleme, die ja da oder die Aufgaben, ich sag ja immer, sind auch Probleme ist noch schlecht. Ja, ja, die Aufgaben, die ja da sind, hat ja vielleicht schon andere gelöst. Genau.
Also man kann ja auch, wenn's dann 'n anderes Gewerk ist, ja vielleicht einfach nur davon son bisschen ableiten und für sich dann interpretieren und umsetzen, ne. Deswegen, das ist schon ist schon Gold wert, wenn man diesen Austausch auch hat und auch pflegt. Das ist ganz wichtig. Ich sehe uns auch nicht immer als Konkurrenten, sondern das sind, wir sind ja Mitbewerber, was wie könnte man das halt am besten sagen, ne? Ich find immer, Konkurrenz find ich immer schwierig.
Das ist immer so blöd negativ behaftet, ne? Ja, ich glaube auch, dass im Moment genug Markt da ist. Absolut. Und deswegen kann man einfach auch da mehr in die Transparenz dann auch gehen und Richtig, genau. Natürlich seid ihr jetzt noch mal in Eulen Gewerk natürlich noch mal son bisschen spezifischer, weil ja doch, sagen wir mal, es schneller möglich ist, sich selbstständig zu machen und 'n Betrieb zu eröffnen und auch die Anzahl ja auch relativ hoch ist plus entsprechende Ketten und Strukturen, die auch da sind.
Genau. Im Optikerbereich ist ja auch ähnlich und Hörakustion und so, da ist ja auch sone Situation. Deswegen ist man wahrscheinlich noch mal 'n bisschen angespannter bei euch, weil weil ja auch preistechnisch da ja auch große Unterschiede dann auch vorherschiebt. Aber siehst Du denn eigentlich noch andere Trends bei euch in irgend 'nem Werk, die grade so ja auf euch zukommen oder Änderungen, die bei euch anstehen? Ich will jetzt nicht sagen KI oder Ähnliches, aber Doch, doch.
Aber aber sagen wir mal, aber aber siehst Du da irgendwas, was wirklich in Meilenstein noch mal ist sone nächste Woche? Absolut. Also ich, also KI ist auch 'n großes Thema tatsächlich auch. Man kann es halt echt supergut in die Kundenberatung auch mit einfließen lassen. Das hört sich immer merkwürdig an, aber es funktioniert halt auch echt gut.
Man kann halt Fotos et cetera, wie würde das aussehen, wenn oder macht das, also das ist schon nicht so abwegig tatsächlich, ne. Weil viele sagen immer, boah, ich hab doch total Angst vor und wir machen gar nix mehr selber, aber das ist doch geil. Das ist doch eine Unterstützung. Es ist ja nicht, dass die uns den Job wegnehmen. Die unterstützen uns halt einfach bei vielen die Ja, vor allen Dingen, wenn Du jetzt grade sagst, Optik und so weiter, ist ja nun mal auch nicht jeder jede Frisur passt ja zu jemandem.
Absolut. Wenn man dann, früher war ja immer lang immer die Kataloge aus und dann suchte man sich dann eine Doku die Frisur aus. Ja. Und dann dann denkst Du, boah, das die Kombination sieht super aus, aber passt vielleicht da gar nichts an. Absolut.
Deswegen ist wahrscheinlich dann 'n Riesenquantensprung. Absolut, ich find das total gut. Man muss immer 'n bisschen vorsichtig sein, ne, weil KI generierte Dinge sind halt immer sehr, sehr, sehr unrealistisch manchmal von, aber das ist immer sone sone Sache, muss man immer nur vorsichtig genießen. Ja, definitiv. Ja, Kai, wir kommen auch schon zur letzten Frage.
Oh. Ja. So schnell ist die Zeit schon rum, Nummer. Und zwar ist die Frage, wenn Du heute die Macht hättest, das Handwerk mit nur 1 radikalen Entscheidung zu verändern, was würdest Du tun? Eine radikale Entscheidung.
Boah, da das ist eine Frage. Da gibt's so viele Dinge. Immer müssen bessere Vergütung. Beispielsweise Ah, das ist ja nicht radikal. Ist aber nicht schlimm, ich stell die Frage stell die Frage noch mal anders.
Na ja. Doch, stell stell stell dir mal. Wenn Du eine Superpower hättest, mit dem Handwerk etwas richtig Gutes zu tun, was wär dann deine Superpower? Ich weiß nicht, ich würd halt einfach einfach sagen, dass die Leute halt einfach mal ihre Scheuklappen wegpacken würden. Scheuklappen wegpacken seid mir dann wieder 'n bisschen mehr offen für Neues.
Kommt mal weg von dem alten Unternehmertum, kommt mal ins Hier und Jetzt. Ich würd halt am liebsten halt alles 'n bisschen modernisieren, alles 'n bisschen offener machen. Das das wär wichtig. Toleranz, 'n bisschen mehr halt auch noch an den Tag legen, das find ich einfach schön. Akzeptanz, Toleranz und auch mal unseren Beruf wieder, dass die Leute den mehr achten wollen.
Das find ich cool. Ja, sehr gut. Ja Kai, schön, dass Du hier gewesen bist. Ja, dann könnt ihr euch hier sein durfte. Dass wir dieses kurzweilige Gespräch geführt haben.
Und liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, das war Kai Finken. Herzlichen Dank fürs Einschalten und denkt dran, bitte liken, abonnieren und teilen, damit wir entsprechend viele Menschen da draußen erreichen mit unseren spannenden Themen. Bis zum nächsten Mal.