Handwerk & Mitarbeiterbindung: So wirst du als Betrieb unverzichtbar | Oliver Oettgen
Worum es geht
In dieser Folge geht es um Fachkräftemangel und Mitarbeiterbindung im Handwerk – und die These, dass das Problem oft nicht am Markt, sondern am eigenen Betrieb liegt. Oliver Oettgen spricht mit den Handwerks- und Versicherungsexperten Lutz Siebert und Niklas Braun darüber, welche Benefits Mitarbeiter wirklich halten, warum betriebliche Altersvorsorge und Zusatzleistungen zum Recruiting-Tool werden und wie Betriebe so attraktiv werden, dass Mitarbeiter sie weiterempfehlen.
Das nimmst du mit
- Mitarbeiter zu binden gelingt selten allein über mehr Lohn – oft sind Benefits wie Zusatzleistungen entscheidender.
- Betriebliche Altersvorsorge kann Fachkräfte halten, ohne den Betrieb finanziell zu überlasten.
- Krankenversicherung und Zusatzleistungen können ein starkes Recruiting-Instrument sein.
- Wer keine Zeit für Mitarbeiterbindung investiert, verliert genau dadurch Mitarbeiter.
- Zufriedene Mitarbeiter werden zu Empfehlungsgebern und machen den Betrieb als Arbeitgeber attraktiver.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
Lutz Siebert ist Bezirksdirektor mit über 30 Jahren Erfahrung in der Versicherungsbranche und tief im Handwerk verwurzelt. Niklas Braun arbeitet täglich mit Handwerksbetrieben und kennt deren Alltagsprobleme sowie praxisnahe Lösungen.
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Transkript
Herzlich willkommen zu Handwerk spricht. Heute habe ich 2 Gäste hier bei mir und zwar einmal Lutz Siebert, hallo. Hallo. Und Niklas Braun. Hallo.
Hallo, ihr beiden. Ich mach's am Anfang immer so, ich hab ein paar Thesen dabei und die werde ich euch einfach mal vorlesen und dann hätte gerne von euch ein Feedback. Da bin ich mal gespannt, was ihr mir dazu sagt. Und zwar ist die 1. These, Handwerk ist kein Karriereweg mehr.
Es ist nur noch ein Plan B für Menschen, die kein Studium abgeschlossen haben. Völliger Blödsinn. Handwerk ist eigentlich die Zukunft aus meiner Sicht und dadurch, dass man heute in Deutschland das Gefühl hat, dass jeder studieren muss, scheinbar ist das, ich, 'n Riesenproblem, was da auf uns zukommt, weil wenn wir nur noch BWLer oder Juristen haben, wer macht dann die Dächer, wer macht die Heizung et cetera pp. Wobei die sogar ja noch, die Du gerade angesprochen hast, die 2 Berufsgruppen demnächst noch von der KI entsprechend unterstützt werden und noch weniger gefunden. Gut, aber gibt's ja nun auch einige andere Handwerksbetriebe.
Es gibt ja tatsächlich sogar Handwerker, die langsam aussterben, was eine ziemliche Katastrophe ist aus meiner Sicht, Herr Definitiv. Die 2. These. Den Meisterbrief und alte Tradition bremsen das Handwerk aus, anstatt es voran zu bringen? Der Meisterbrief an sich hat ja eine Tradition, glaube ich, im Handwerk schon über viele Jahre.
Ob das das ausbremst, glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass das Handwerk auch 'n bisschen Werbung machen muss für das Ganze, sondern zum Beispiel über Social Media, aber auch sich einfach dem Markt ein bisschen anzupassen, ja. Wir sind jetzt beide aus der Versicherungsbranche und auch da tut man sich schwer teilweise, mit der Zeit einfach zu gehen. Und ich glaub, ähnliche Probleme hat das Handwerk auch und wenn man da aber den Zahn der Zeit trifft und auch über Social Media online überall eine aktualisierte Website und Ähnliches hat, dann glaube ich nicht, dass man alte Traditionen brechen muss, aber man muss sich eventuell 'n bisschen verändern und auch neue Wege gehen, die man vorher vielleicht noch nie genutzt hat, ja. Ja, modernisieren.
Genau, modernisieren, ja. Und letzte These, das Handwerk hat kein Nachwuchsproblem, das macht sich selbst einfach unattraktiv für junge Menschen. Sehr gut. Eigentlich nicht so. Ich denke aber, das kommt fast auf diesen ersten Punkt zurück, weil halt in unserer Gesellschaft leider halt dieser dieser Irrglaube vorherrscht, dass dort jeder studieren muss.
Und ich ich finde, da hat man eine wahrscheinlich eine gute Verknüpfung zum ersten Punkt. Und und ich denke, dass das ist 'n riesengroßes Problem tatsächlich, dass halt nicht das Handwerk unattraktiv ist, sondern dass die jungen Leute im Prinzip von vornherein so aufwachsen, dass sie mitbekommen, Gottes Willen, bloß nicht ins Handwerk gehen. Und ich glaube auch noch dazu, unattraktiv glaube ich, ist es auf keinen Fall, weil wenn man sich mit 'ner Weile auch die Einstiegsgelder bei Azubis anguckt, das lässt sich doch schon gut sehen, ja. Und im Studium muss man erst mal, ja, 5 Jahre Ausbildung oder noch länger, je nachdem, ob man's dann in der Regelstudienzeit schafft oder nicht und im Handwerk kann man direkt anfangen zu arbeiten. Unser Job ist auch eine Ausbildung, ja, das ist kein Studium.
Man kann danach sich natürlich weiterbilden, aber es ist doch auch attraktiv gerade am Anfang direkt mal Geld zu verdienen und zu wissen, wo stehe ich eigentlich, ja? Ja, definitiv. Danke für euer Feedback schon mal zu den Thesen. Ist immer guter Start, die Situation mal direkt auf 'n Punkt zu bringen. Aber jetzt kommen wir zu euch beiden.
Jetzt war ihr seid bei der Signal Iluna und ihr habt vor allen Dingen den oder einen Punkt mitgebracht heute das Thema Altersvorsorge. So und das sind ja nun mal, ist ein wichtiger Baustein auch, aber tut mir doch eingefallen, stelle ich doch kurz mal beide vor, was macht ihr genau und ja, wofür seid ihr vor allen Dingen ansprechbar? Ich bin älter. Ja, ich bin seit über 30 Jahren in der Branche und seit über 30 Jahren auch bei dem Unternehmen, hab eine Agentur, inzwischen eine Bezirksdiktion hier in Aachen. Die Signale Dunas dürfte bekannt sein, ist ja nun mal Handwerksversicherer Nummer 1.
Wir stellen im Prinzip sämtliche Facetten rund Versicherungen, die das Handwerk benötigt dar. Ein Thema davon selbstverständlich ist betriebliche Altersversorgung, sowohl den Niklas als auch ich. Wir haben sehr, sehr viele Kunden im Handwerk auch, die wir entsprechend betreuen und natürlich rund das Thema betriebliche Altersversorgung sind wir entsprechend auch aktiv. Kommen wir, glaub ich, gleich noch mal 'n bisschen im Detail dazu. Mhm.
Schön auch schon mal. Jawohl. Ja, auf 30 Jahre Berufserfahrung kann ich noch nicht zurückgucken. Ich bin Das ist immer nicht. Ich hab 2013 die Ausbildung bei Signaiduno angefangen, waren dann 2016 fertig geworden und bin dann Agenturpartner geworden.
Der Agenturenhaber ist dann leider 2020 verstorben. Dann habe ich 'n Teil des Bestandes übernommen und ja, bin jetzt in der Bürogemeinschaft seit dem ersten Zehnten mit dem Lutz. Ich bin auch Innungsbetreuer im Kreis Heinz Kreis Heinsberg. Da geht's vor allen Dingen darum, in den Innungen tätig zu sein, die Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft. Und natürlich Hauptaugenmerk ist dann sind für uns die selbstständigen Handwerker, die wir betreuen und ja, wo wir versuchen entweder Geld einzusparen oder halt auch den Versicherungsschutz so anzupassen, dass son Unternehmen im Schadensfall natürlich auch gut dasteht und und nicht sagen muss, hör mal, die Produktion fällt hier 'n paar Wochen aus.
Das ist dann sozusagen unser Job. Betriebliche Altersvorsorge natürlich auch 'n Thema und womit wir im Moment sehr, sehr viel unterwegs ist, auch das Thema betriebliche Krankenversicherung. Weil das Handwerk hat ja auch große Probleme wie andere in der Industrie, auch mit dem Fachkräftemangel und wir versuchen eigentlich in dem Bereich den Arbeitgeber wieder attraktiv zu machen. Ja, das ist 'n ganz wichtiger Punkt. Lutz, was was ist denn so für dich das Spannende eigentlich mit dem Handwerk zusammenzuarbeiten?
Es ist insofern interessant, dass dass wir halt wirklich sehr sehr gute Produkte haben, als dass man permanent auf interessante, nette Leute stößt. Es ist viel Bewegung im Handwerk Und unser großer Vorteil tatsächlich als Signaliuna ist halt, dass wir, wie eben erwähnt schon halt, da wir Handwerksverbicher Nummer 1 sind, haben wir auch wirklich extrem gute Produkte. Wir können viele Dinge entweder anders oder in vielen Fällen auch wirklich deutlich besser als andere Versicherer und versuchen natürlich, unsere guten Handwerkskunden dann wirklich auch allumfassend zu beraten mit allen Facetten, die dazugehören. Das fängt dann halt an natürlich bei den wesentlich wichtigen Dingen für den Handwerker. Das sind seine betrieblichen Versicherungen, geht dann aber halt weiter über das Gesamtthema.
Wir haben jetzt 2 Aspekte angesprochen. Wir nennen das 'n Überbegriff, das ist im Prinzip das Thema Belegschaftsversorgung. Da gehört zum einen von dir eben schon angesprochene betriebliche Altersversorgung natürlich dazu. Die vom Niklas grade angesprochene betriebliche Krankenversicherung 'n ganz neues, interessantes Themenfeld, aber halt auch die betriebliche Unfallversicherung. Und dieses Gesamtpaket versuchen wir dann, unseren Handwerkskunden zu erläutern, zu erklären, warum das Sinn macht.
Und 'n ganz, ganz großes Feedback kriegen wir vor allen Dingen auch regelmäßig aus dem Handwerk von Kunden, die entsprechend sich dann für diese Belegschaftsversorgungsthemen interessieren, dass man tatsächlich merkt, dass das bei den Mitarbeitern auch ankommt. Mhm. Ja, weil wir haben Fachkräftemangel in Deutschland speziell im Handwerk. Das war ja im Prinzip unser Einstieg heute, das haben wir ja eben schon festgestellt. Und da ist das das Thema Belegschaftsversorgung mit diesen grade eben genannten Facetten natürlich 'n ganz, ganz interessanter Baustein, dagegen anzugehen, weil heutzutage der Arbeitnehmer schaut sich der der Handwerker schaut sich wo kriege ich die besten Konditionen?
Und wenn natürlich 'n Arbeitgeber ihm einfach mehr bietet als 'n anderer, dann ist das natürlich für die Leute sehr interessant. Handwerk ist mehr als ein Job. Es ist Präzision, Leidenschaft und echte Qualität. Wir stehen an deiner Seite, der Welt zu zeigen, dass das Handwerk den Respekt verdient, den es braucht. Gemeinsam zeigen wir es der ganzen Welt.
Niklas, welche Hürden gibt's denn dabei? Ist das eher der die Inhaberin, der Inhaber von sonem Unternehmen oder ist es eher die Belegschaft, die dann vielleicht auch hier und da, na ja, manchmal auch vielleicht auch skeptisch ist, in ein Produkt oder von euch jetzt zu investieren, dann natürlich nachher auch im im Fall der Fälle dann natürlich davon zu partizipieren. Aber manchmal muss man die Menschen ja son bisschen überzeugen und zum Glück zwingen. Was kommt ihr da so in Sinn? Also ich glaub, die 1.
Hürde ist erst mal beim Betriebsinhaber überhaupt 'n Termin zu bekommen. Das ist schon mal das größte Problem. Wenn die Mitarbeiter Verantwortung haben, dann ist das mal nicht eben so. Hör mal, ich hab jetzt hier mal 2 Stunden Zeit, mit dir über Versicherungen zu sprechen. Jeder Betrieb ist schon versichert.
Wir fahren ja, also klar, es gibt auch Leute, die gründen sich neu, aber natürlich, die meisten haben ja Versicherungen. Und sich erst mal die Zeit zu nehmen und zu sagen, hör mal, ich hör dir hier mal eine halbe Stunde zu, erklär mal, wie arbeitest Du, Das ist die allererste Hürde. Und wenn man dann zum Gespräch kommt und zeigt, wie professionell man arbeitet, dann ist das Interesse schon am Anfang bisschen größer, weil Versicherung hat vielleicht nicht immer den besten Ruf, Aber wenn man sich die Zeiten nimmt, hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Betriebsinhaber teilweise auch dankbar sind und einfach sagen, nee, das ist ja schön, dass ich das mal hier in in diesem Konzept auf 'n paar Seiten erklärt bekomme. Was habe ich überhaupt für Versicherungen? Welche lohnen sich vielleicht zu wechseln?
Zur Signal IDUNA grade im Handwerk hat der Lutz schon gesagt, haben wir Topprodukte am Markt. Und das andere Thema ist natürlich die Arbeitnehmerberatung, klar. Wenn wir jetzt über das Thema betriebliche Altersvorsorge zum Beispiel sprechen, da hat Signal IDU dann 'n ganz, ganz gutes Tool, wo man dem Arbeitnehmer eigentlich auf wenigen Seiten klarmachen kann, was für Vorteile hat die betriebliche Altersvorsorge? Man kann eine 1 zu 1 Gegenüberstellung machen, aktuelle Lohnabrechnung, zukünftige Lohnabrechnung. Und das Thema betriebliche Krankenversicherung gibt es 2 Varianten, das ist die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierte Geschichte und ich sag mal, was soll der Arbeitnehmer negativ daraus ziehen, wenn der Chef sagt, hör mal, Du bist 5 Jahre im Unternehmen, wir machen für dich hier das Thema betriebliche Krankenversicherung und für die anderen, die auch schon 5 Jahre da sind, zusätzlich zu deinem Lohn, da kann der Arbeitnehmer nicht viel gegen sagen, weil es kostet ihn nichts und er ist teilweise deutlich besser gestellt oder hat ein Gesundheitsbudget, das er im Jahr aufbrauchen kann, zur Verfügung.
Ob das dann für Brille, für Zahnersatz, Naturheilkunde ist, die Arbeitnehmer sind sehr dankbar. Und teilweise, wenn wir über größere Betriebe sprechen und wir reden dann zum Beispiel auch über 'n stationären Bereich und man kann das Ganze dann ohne Gesundheitsprüfung machen und wir haben jemanden, der vielleicht eine schwerwiegende Erkrankung hat. Die Leute sind dankbar. Nicht dem nicht unbedingt uns, ja, obwohl wir es vermitteln, sondern grade dem Arbeitgeber, ja, dass er diese Möglichkeit überhaupt eröffnet. Da kriegen wir sehr, sehr gutes Feedback.
Ja, ja. Geht's da vielleicht eine Erfolgsstory nutzt, die man mal son bisschen auch beschreiben kann an der Stelle? Also ich komm mal gerne auf das Thema betriebliche Altersversorgung zurück, weil ich da tatsächlich auch Fachberater bin Mäusensenhausen und auch viel unterwegs bin. Auch sehr, sehr viel im Handwerk. Wir sind zum Beispiel Produktgeber sehr, sehr vieler Versorgungswerke, vor allen Dingen auch Versorgungswerke aus dem Handwerk heraus.
Also daher kennt man auch die enge Zusammenarbeit, SignaliDuna Handwerk. Und ja, also mein meine Erfahrung, mein Feedback ist, dass wenn man mit dem Arbeitgeber spricht, ihm das erklärt, ist es so, dass die meisten Arbeitgeber auch im Handwerk schon 'n gewissen Mehrwert erkennen. Viele sind sogar bereit tatsächlich, aus den eben genannten Gründen Fachkräftemangel Mitarbeiter halten, sich an dieser Sache mit zu beteiligen, sogar über das Maß dessen, was der Gesetzgeber fordert und beziehungsweise vorgibt. Und da kommen sehr interessante Konstellationen zustande, wo unter Umständen Arbeitnehmer eine Altersversorgung bekommen, für die sie normalerweise ansonsten wahrscheinlich mehr weit mehr als das Doppelte zahlen müssten. Und das macht die Sache natürlich dann grade im Bereich der betrieblichen Altersversorgung sehr interessant.
Zum einen halt für den Arbeitnehmer, weil er sich wirklich eine vernünftige Altersversorgung aufbaut, die ihn deutlich weniger kostet, als wenn er das privat macht, aber auch vor allen Dingen für den Arbeitgeber, weil er damit natürlich auch seine Mitarbeiter an sich bindet und unter Umständen mehr macht als der Kollege nebenan, der ihm deswegen vielleicht seine Mitarbeiter nicht wegschnappt. Ja, ja definitiv. Wie ist das, das hat er mit Attraktivität ja dann zu tun. Mit Außendarstellung gibt's da gibt's da Fault Stories, wo ihr sagt, durch die Produkte, die ihr zusätzlich anbietet und die die Betriebe natürlich der Belegschaft anbieten, ist tatsächlich so was entstanden? Soll ich's da irgend Storys so?
Ja, weiß nicht, wir kriegen ja immer und immer wieder das Feedback dann vor allen Dingen auch von den Arbeitnehmern, von den Arbeitgebern, Entschuldigung, wenn man dann in 'nem Betrieb war. Häufig ist natürlich auch, die wissen auch nie so genau, was lassen die sich da sein? Ja, ich sag mal, der Handwerker ist ist es ist nicht sein Job, sich permanent mit allen Versicherungsangelegenheiten zu beschäftigen. Das ist dann natürlich unser Job, ja. Aber wir kriegen dann häufig natürlich das Feedback, wenn wir dann in Betrieben waren und mit den Mitarbeitern gesprochen haben, in aller Regel dann auch entsprechende Einzelgespräche führen, was für meinen Begriffe unabdingbar ist, weil jeder Mitarbeiter hat nachher eine Ausgangssituation.
Dann muss ich natürlich individuell wirklich mit jedem auch einzeln darüber sprechen, was ich in aller Regel auch mache. Und wenn man dann, ich sag mal so, einmal alle die gesamte Belegschaft beraten hat, dann ist es schon sehr, sehr häufig, dass wirklich dann vom Arbeitgeber auch echt 'n dankbares Feedback kommt. Dass man sagt, Mensch, klasse, super, das hat ja prima funktioniert. Und auch häufig dann tatsächlich das Feedback von den Mitarbeitern an den Arbeitgeber, an den an den Chef, Ja. Dass das eine gute Sache ist.
Das ist ja gut. Ja, dieses dieses dieses Strahlen, ne, dieses diese Strahlkraft, die ja entstehen kann, wenn man den entsprechenden Zusatzangebote dann einfach rausgibt an die Belegschaft, was dann dazu führt, dass auch die Belegschaft selber dann auch aktiv mitsucht nach entsprechend neuen Kolleginnen und Kollegen. Ja. Das macht natürlich immer sehr, sehr viel aus. Ja und vor allen Dingen auch zum großen Teil zufriedener ist dann Ja.
Als andere Belegschaften, ne. Lass uns mal kurz noch mal auf die Seite der Arbeitgeber springen, wobei wahrscheinlich auch 'n Grundeffekt bei den Arbeitnehmern ist, aber die Produkte, die ihr anbetet, gibt's da steuerliche Vorteile dadurch? Ist das ist das was, was man den Inhaberinnen und Inhaber noch son bisschen schmackhaft machen kann oder wie wie ist da da? Also das Thema betriebliche Krankenversicherung jetzt als Beispiel, wo wir gerade beim Thema Gesundheit sind, ist bis 50 Euro, das ist der Sachbezug, steuer- und sozialabgabenfrei. Das heißt, ist natürlich für den Arbeitgeber auch eine sehr attraktive Form der Gehaltserhöhung, weil er die Lohnebenkosten halt in dem Fall nicht hat.
Und gerade das Thema Gesundheit, wir haben da auch Statistiken zu, das nimmt einfach zu, ja. Es geht nicht immer nur noch darum, wer hat den höchsten Stundenlohn, sondern gerade diese Benefits in der heutigen Zeit sind extrem wichtig. Die Arbeitnehmer merken das sehr, sehr schnell. Das bedeutet, wir haben jetzt 'n Versicherungsbeginn, sagen wir jetzt mal, einfach der 1. 3.
Und man geht im März kauft sich eine neue Brille, ja, und kriegt von uns 300 Euro dafür als Beispiel jetzt erstattet. Das ist für den Arbeitnehmer 'n richtiger Mehrwert, ja. Der bleibt sich finanziell aus seinem Netto aus der Tasche, kann das schön über unsere App auch einreichen und der Arbeitgeber hat an sich gar keinen Verwaltungsaufwand. Das Einzige, was er uns sagen muss, ist, hör mal, der und der hat jetzt angefangen und der und der hat aufgehört. Und da gibt's keine Kündigungsfristen oder Ähnliches, sondern das wird über über 'n Onlineportal einfach registriert und wir kriegen das Feedback, dass die Arbeitnehmer sehr, sehr zufrieden damit sind, ja.
Und teilweise durch die Weglassung der Gesundheitsprüfung, ja. Das sind ja auch Sachen, die bekommt man als Privatperson nicht. Weil wenn Sie zum Krankenversicherer gehen und sagen, ich hab die und die Vorerkrankungen, entweder Sie zahlen Zuschlag oder werden vielleicht gar nicht genommen und das haben wir im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung halt nicht. Es ist eine Prämie, ob sie 60 sind oder 20, das sind ist Signalliuter in dem Fall dann egal und das kann wirklich, wie Sie eben schon sagen, mit mit Tränen teilweise, ja danke dafür, ja. Und die Arbeitnehmer haben die Chance, dass später, wenn sie in Rente gehen oder ausm Unternehmen ausscheiden, das zu übernehmen und immer noch keine Gesundheitsprüfung zu machen und wir kriegen sehr, sehr gutes Feedback und sind damit sehr, sehr viel im Handwerk auch unterwegs.
Ander interessanter Aspekt wegen, weil Du nach den Steuern oder nach der steuerlichen Situation fragtest, ist, was also auch häufig dann in Kombination mit diesen beiden anderen Altersversorgung und auch Krankenversicherung gemacht wird, ist betriebliche Unfallversicherung. Da kann ein Arbeitgeber mit voller steuerlicher Unterstützung mit 'nem Beitragsvolumen die 12, 13 Euro pro Arbeitnehmer den Arbeitnehmer wirklich richtig und zwar 24 Stunden rund die Uhr weltweit gegen alle Arten von Unfällen absichern. Diese Kosten sind zu 100 Prozent Betriebskosten und wenn denn dann mal wirklich 'n schwerer Schadenfall eintreten sollte, sprich, dass 'n Mitarbeiter durch 'n schweren Unfall wirklich zum Beispiel nicht mehr arbeiten kann oder invalide ist, ein Bein verliert, dann bekommt der wirklich richtig, richtig hohe Summen, die mehr oder weniger auch steuerfrei und ausgezahlt werden. Das ist im Prinzip dann im Grunde auch eine Win win Situation. Jetzt passt Du gerade 12, 13 Euro an.
Dann lass uns mal kurz in die anderen Absicherungsmöglichkeiten reinschauen, wo geht man dahin Summentechnisch, damit diejenigen, diejenigen, die es jetzt hören, dann vielleicht auch direkt mal son bisschen kalkulieren können. Na, also ich sag mal betriebliche Unfallversicherung, wie gesagt, eine Top Absicherung und wenn wir aber schon bei Vollumalität geht das dann schon Richtung 1000000 Euro ungefähr, liegen wir so bei 12, 13 Euro in der Größenordnung betriebliche Krankenversicherung Die Versicherung, die hat ja schon gerade gesagt. Ja, das Startpaket geht auch. Also wenn Sie das kleinste Gesundheitsbudget machen, dann reden wir über 13 Euro im Monat pro Mitarbeiter und der Mitarbeiter hat dafür ein Gesundheitsbudget von 300 Euro. Und das geht können Sie dann hohe, kann man hochstaffeln bis bis 70, 80, 90 Euro.
Also man kann auch über den Sachbezug hinaus das machen. Dann fallen allerdings Steuer- und Sozialabgaben wieder an, ganz logisch. Aber man kann auch wirklich eine sehr, sehr gute Absicherung machen bis zu diesen 50 Euro. Da hat man wirklich 'n super Budget, teilweise noch den Zahnersatz außerhalb vom Budget. Das bedeutet, dieses Gesundheitsbudget an sich wird einmal im Jahr, geht das wieder los, erst der Siebter bis zum dreißigsten Sechsten, dann startet das wieder neu und dann kann man zusätzlich dann noch das Thema Zahnersatz, weil mittlerweile Implantate, fünfzehnhundert bis 2000 Euro kann man so rechnen und dieser Zahnersatzbaustein, der ist dann außerhalb vom Budget.
Das heißt, ab Tag 1 voller voller Versicherungsschutz und dann kann man 70 oder unsere Erinnerungsmitglieder auch im Kleinen, also mit wenigen Personenanzahlen, können dann sogar schon 90 Prozent Zahnersatz und wenn man dann 'n Implantat von 2000 Euro haben, reden wir mal über achtzehnhundert Euro, wo die gesetzliche Krankenversicherung natürlich große, große Lücken hat und hier nur ihren ihren Anteil dann zahlt und dann reden wir da vielleicht über 100, 150 Euro und den Rest muss der gesetzlich Krankenversicherte selber zahlen. Und hier springen wir dann halt voll in die Bresche. Ja, wie ist man der Altersvorsorge Weil so im Prinzip in den Altersversorgung ist es so, dass der Gesetzgeber im Prinzip 'n gewissen Höchstsatz als jedes Jahr ansetzt. Der orientiert sich an der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Der steigt jedes Jahr in aller Regel.
Aktuell liegt der Maximalbetrag bei 322 Euro 'n Monatsbeitrag. Darunter ist im Prinzip alles möglich. Ja. Ja, es macht natürlich jetzt keinen Sinn, nicht eine Altersversorgung für 5 Euro aufzubauen. Das ist auch schon klar.
Aber deswegen geh ich auch dann wirklich ganz, ganz intensiv immer an die Einzelgespräche. Ja. Und wenn ich das mache, kriegt jeder, natürlich muss im Vorfeld mit dem Arbeitgeber abgestimmt werden, inwieweit er bereit ist, das Ganze zu zuschussen. Ja. Und mit dem Background geh ich dann natürlich in die Einzelgespräche, was ich immer sehr umfangreich mache.
Und dann kriegen alle Mitarbeiter in aller Regel 3 verschiedene Modellberechnungen von mir mit unterschiedlichen Größenordnungen, sodass jeder dann für sich mit seinen eigenen persönlichen Zahlen da auch wirklich 'n Gefühl dafür bekommt, was da machbar ist. Aber der Maximalbetrag in diesem Jahr ist halt, sind diese 322 Euro, die sind tatsächlich komplett steuer- und sozialversicherungsfrei. Ja, interessant. Das ist nur wichtige Zahlen auch noch mal fürs Kalkulieren. Genau.
Dann habe ich 2 oder eine abschließende Frage an jeden von euch und zwar, wenn ihr eine 1 Macht hättet, das Handwerk an 1 Stelle mit 1 Entscheidung zu unterstützen, Was würdet ihr da tun? Was ist mit Macht genau gemeint? Ja, nehmen wir also Superkraft. Wie Du möchtest? Ich würde dafür sorgen, dass es verpflichtend, eine gewisse Anzahl an Jugendlichen pro Jahr geben muss, die weiter im Handwerk aktiv sind oder dann aktiv werden, damit wir damit das Handwerk nicht ausstirbt.
Weil wie er eingangs schon mal erwähnt, nur mit BWLern und Juristen kriege ich keinen keinen keinen Rohrbruch wieder hin, sondern dafür brauch ich den Handwerker. Und dieses, ich würde mir wünschen, dass dieses Fehldenken aus meiner Sicht daraus, grade bei vielen Eltern, aber auch bei deren Kindern, die dann irgendwann ja vor der Überlegung stehen, was mach ich jetzt schulisch? Was mach ich nach der Schule und so weiter, dass da mehr Präsenz und und mehr Gedanken auch mal ans Handwerk, verschwendet wär jetzt der falsche Ausdruck, aber dass da halt auch wirklich mehr ans Handwerk gedacht wird. Ja, ja. Ich hätte gesagt, das fließt vielleicht da son bisschen an als die Außendarstellung.
Man hat irgendwie so das Gefühl genau das, was Lutz sagt, jeder muss studieren, Handwerk ist nicht attraktiv. Das erleben wir eigentlich bei den Leuten, wo ich sitze, überhaupt nicht. Also die Auszubildenden sind oftmals sehr zufrieden, haben Spaß an der Arbeit, sind handwerklich begabt und das macht natürlich den Chef dann auch am Ende zufrieden. Also diese Außendarstellung, die dann teilweise vielleicht dargestellt wird, die kriegen wir in den Handwerksbetrieben gar nicht mit. Und das ist natürlich 'n Riesenthema, wenn es darum geht, so, ich bin jetzt mit der Schule fertig, Studium, Ausbildung.
Wenn die Ausbildung wieder attraktiv ist, auch in der Außendarstellung, bei Social Media, wo auch immer, ja, dann werden wir wieder genug Handwerker haben, die den Job auch gerne ausüben, weil genau das erleben wir in den Betrieben. Ja, Sichtbarkeit und vor allen Dingen die richtige Sichtbarkeit und nicht die Glaubenssätze, die noch vor 20, 30 Jahren gewesen sind, sondern das, was tatsächlich heute auch passiert, ne. Ja. Ja, definitiv. Ja, herzlichen Dank, dass ihr beide hier gewesen seid.
Ja. Und benutzt Sie was. Sehr gerne. Niklas Braun. Das war ein interessantes Gespräch und vor allen Dingen kann jetzt jeder zu Hause überlegen, ob er in irgendeiner Form sich da noch mal zusätzliche Gedanken macht, die Attraktivität des eigenen Unternehmens dann noch mal nach vorne zu bringen und auch der Belegschaft etwas Gutes zu tun.
Deswegen danke für euren Besuch. Und ja, das war's auch schon wieder hier bei uns, bei Handwerk spricht. Schaltet beim nächsten Mal wieder ein und liken, abonnieren und teilen nicht vergessen. Genau. Vielen Dank auch für die Einladung.
Hat Spaß gemacht und Ja. Ja, wenn da jemand mal Interesse hab, im Raum Aachen unterwegs ist, einfach übers Internet. Ihr findet uns Niklas Born, Lutz Siebert Signa, wunderbar. Sehr gut. Auf Wiedersehen.