Cover: Handwerk, Innovation & Prozesse: Wie Dominik Verwoort mit KI und System den Markt dominiert | Oliver Oettgen

Handwerk, Innovation & Prozesse: Wie Dominik Verwoort mit KI und System den Markt dominiert | Oliver Oettgen

8. April 2026 25:24 Min. Zu Gast: Dominik Verwoort
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Worum es geht

Oliver Oettgen spricht mit Handwerksunternehmer Dominik Verwoort darüber, wie klare Prozesse, Systematik und KI einen Betrieb unabhängig vom Chef machen. Es geht um Kalkulationsfehler, den Aufbau eigener Software, mutige Investitionen in Krisenzeiten und die Rolle künstlicher Intelligenz im Handwerk. Verwoort teilt seinen Weg von der Garage mit 22 Jahren bis zu einem Betrieb mit 47 Mitarbeitern in Luxemburg.

Das nimmst du mit

  • Ohne dokumentierte Prozesse besitzt du kein Unternehmen, sondern einen Job, der ohne dich stillsteht.
  • Zu knappe Margen von rund 10 % sind laut Verwoort ein langsames Ausbluten des Betriebs statt solide Kalkulation.
  • KI ersetzt im Handwerk nicht den Menschen, sondern schafft Freiraum für die wesentlichen Aufgaben.
  • Wenn der Markt keine passende Software liefert, kann der Eigenbau eines Systems ein echter Wettbewerbsvorteil sein.
  • Antizyklische Investitionen können gerade in Krisenzeiten der klügere unternehmerische Schachzug sein.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Um die Frage, wie Handwerksbetriebe durch klare Prozesse, Systematik und KI unabhängig vom Inhaber werden und profitabel wachsen.
Was ist die '10%-Margen-Falle'?
Damit ist gemeint, dass viele Betriebe mit zu geringen Margen kalkulieren und sich dadurch langfristig selbst gefährden.
Nimmt KI im Handwerk Arbeitsplätze weg?
Laut der Folge nicht – KI soll vielmehr den Rücken für das Wesentliche freihalten und Routine abnehmen.
Wie kann ich Oliver Oettgen eine Frage zu meinem Betrieb stellen?
Über das Angebot 'FragOliver' lässt sich ein 15-minütiger Termin unter oliver-oettgen.de/fragoliver buchen.

Zu Gast

Handwerksunternehmer in Luxemburg

Verwoort startete mit 22 Jahren in einer Garage ohne Kapital und führt heute einen Betrieb mit 47 Mitarbeitern in Luxemburg, der Sonderlösungen bis hin zu sprengsicheren Konstruktionen baut.

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Transkript

Ja, herzlich willkommen zu Handwerk spricht, eine neue Folge hier mit einem Gast aus Luxemburg heute, Dominik verwurth. Schön, dass Du hier bist, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Freut mich sehr, ja. Und ich hab am Anfang mal 3 Thesen, da bin ich gespannt, was Du mir dazu sagst. Okay.

Und zwar, Handwerk ist kein Karriereweg mehr, es ist nur noch ein Plan b für Menschen, die kein Studium machen. Das denk ich nicht. Also es ist definitiv 'n Karriereweg und ich würd ich würd mal behaupten für die Generation nach uns noch extremer wichtig. Also auf jeden Fall ist es, hat das Zukunft. Wir sind aufgewachsen in 'ner Zeit, wo halt jeder Handwerk lernte.

Und wer jetzt das Handwerk lernt und jetzt wieder reinkommt, der wird's eigentlich sehr viel einfacher haben, weil die Konkurrenz eigentlich sehr gering ist. Da bin ich bei dir. Ja. Dann die 2. These.

Der Meisterbrief und alte Traditionen bremsen das Handwerk aus, anstatt es voranzubringen. Meisterbrief, Ausbildung find ich sehr wichtig. Während der während seiner ganze Berufskarriere sollte man nie aufhören zu lernen. Das ist der Punkt, weil das tollste Diplom mit Veneissee, wo wir angefangen haben, die Produkt Ballett, das ist das kann man überhaupt nicht mehr vergleichen. Und ja, das das wächst und man muss mitwachsen, man muss mit dranbleiben und sich weiterentwickeln.

Und das ist eigentlich der Weg, der richtig ist. Ja, sehr gut. Das definitiv so. Die 3. These.

Das Handwerk hat kein Nachwuchsproblem. Es macht sich selbst einfach zu unattraktiv für junge Menschen. Ich glaube, da da sind die Betriebe an sich gefragt für das Handwerk für junge Menschen attraktiv zu machen. Aber auch für mich auch 'n Riesenthema, hat vielleicht nicht direkt was damit zu tun. Aber das ist die Folge, die Nachfolge von vielen Betrieben.

Ich glaube, das wird ein Thematik in den nächsten Jahren extrem werden. Und da junge Menschen die Chance mitzugeben, einen Betrieb übernehmen zu können oder auch mitzuführen oder mitzuentwickeln, Ich glaube, da müssen wir hin und das gibt den Menschen auch Perspektiven und und eine gewisse Sicherheit und ja Mitspracherecht ist hier das Thema, würde ich mal sagen. Ja. Verantwortung. Ja, genau.

Verantwortung. Richtig, ganz, ganz wichtiger Punkt, genau. Ganz genau. Ja, super, danke schon mal für die Einblicke. Und jetzt sprechen wir mal über dich und wie Du aber hier gekommen bist, Dominik.

Wir haben uns Anfang des Jahres kennengelernt, als ich bei dir im Betrieb gewesen bin und da hast Du mir ja mal das ganze Unternehmen gezeigt. Du hast ein spezialisiertes Unternehmen für Fenster und Türen, wobei das eigentlich ja zu kleindimensioniert ist, wenn ich so die Ausstellung mir anschaue. Sind vor allen Dingen Sonderlösungen auch, die ihr anbietet und ja, ich will auch gleich mal mit dir drüber sprechen, welche Unterschiede es so gibt, auch so in der Arbeitskultur zwischen zwischen Luxemburg, Grenzgebiet Belgien und hier zu Deutschland aktuell. Da bin ich gleich mal gespannt, wo wir da noch landen werden. Aber dich doch mal kurz vor, ja, für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer und erzähl uns mal, wer Du bist und was Du machst.

Na ja, ich bin da verwucht Dominik, 51 Jahre alt und bin ja mit 16 Jahren angefangen mit 1 Lehre. Ja, hab dann gearbeitet, hab mit 22 zusammen mit meinem Partner damals und selbstständig gemacht. Und ja, haben den Betrieb von der Garage aus gestartet. Wir hatten vorne und hinten keine Kohle, nichts. Das Einzige, was wir hatten, war die Leidenschaft.

Und wir haben unseren Beruf geliebt, muss ich wirklich sagen. Und den lieb ich heute noch, weil ich liebe das, was ich mache. Und wusste nicht, wo's hinging, ja. Aber wir hatten immer uns, wir haben das Ziel nie aus den Augen verloren. Und es hat auch sehr viele Rückschläge gegeben.

Also das war nicht immer so sofort zack, das läuft. Ich glaub, ich mittlerweile kenn ich sehr viel Unternehmer und die haben alle ihre Geschichte zu erzählen. Aber alledem trotz, das ist wie wenn man beim Bund war oder so. Wenn man den da dem Moment in der Phase war, dann denkt man immer, ach, muss das das sein? Weil wir sind da durch 'n Regen, durch 'n Dreck gerutscht.

Aber am anderen, im Nachhinein denkt man immer, ah, es war eine schöne Zeit. Man hat gelernt draus, man hat man hat sich weiterentwickelt. Und das ist ein Stress, was was draus geworden ist, ne. Und heute sind wir 47 Mitarbeiter und sind im ja, sehr im speziellen Bereich unterwegs. Wir machen aber auch, wir fahren immer noch von Kellerfenster raus und machen natürlich da bis High End Projekte privat, öffentlich.

Wir machen kugelsicher in der höchsten Klasse in Kombination mit feuersicher. Wir machen sprengensicher bis 500 Kilo TNT. Wir bauen Schieberanlagen bis 1.5 Tonnen Glasgewicht pro Flügel und sogar jetzt im gebogenen Zustand nochmals dazu. Und wir sind immer wieder in der Entwicklung immer weiter, immer weiter. Die Ideen, ich hab nur sehr viele Ideen für die Zukunft und die werden wir auch nach und nach umsetzen.

Ja, und das ist auch das, was uns das Gesamtpaket, das das von von vorne bis hinten alles liefern zu können. Ein Ansprechpartner, Band ins Technikbüro, wir zeichnen alles, Hirn- und Horizontalschnitte. Und das ist natürlich, ja, damit setzt man son bisschen von dem ganzen Konkurrenz ab, ja. Und welche Herausforderungen habt ihr aktuell? Was sind so die die Punkte, wo Du sagst, da hab ich manchmal schon noch son bisschen Du sprachst ja eben davon, dass man noch Tage hat, wo's nicht so schön ist, wo man so mal schon noch mal Bauchschmerzen hat an manchen Stellen.

Also die Herausforderungen sind jetzt momentan, ich würd mal sagen, die Prozesse, die im ganzen Unternehmen, wir sind, muss ich vorstellen, wir haben jetzt wir haben letztes letztes Jahr sind wir eingezogen. Wir haben vor 3 Jahren angefangen zu bauen. Wir haben 8500000 Euro investiert in 'nem neuen Komplex, wo wir praktisch Wir haben 1000 Kilometer Showroom mit Bürofläche, mit allem Drum und Dran, damit wir auch 'n vernünftigen Arbeitsplatz bieten können für unsere Mitarbeiter. Und haben natürlich zweieinhalbtausend Quadratmeter Hallen dazu gebaut mit allem, was man so braucht, vernünftig arbeiten zu können. Und zusätzlich haben wir auch noch unseren Umsatz verdoppelt.

Also das war eine schöne Zeit, die ziemlich heftig war, die ja, sehr anstrengend war und sehr herausfordernd. Und jetzt ist eigentlich das Ziel oder das sind die Herausforderungen jetzt für die Zukunft, ist das das Unternehmen wieder neu infrage zu stellen und zu gucken, okay, welche Prozesse können wir verbessern? Die ganzen Prozesse intern, von Anruf bis hinten zum Service, dass der Prozess perfekt läuft. Und dann wollen wir auch die KI integrieren. Wir sind jetzt haben das oder wir sind jetzt auserwählt worden in Luxemburg.

Wir sind 1 von 2 Unternehmen, die in Luxemburg ein Pilotprojekt machen als Handwerksbetrieb für die KI zu integrieren. Das heißt, das wird auch in Luxemburg bezuschusst. Nehmen wir auch herzlich an, aber es wird eine Herausforderung. Ich freue mich extremst darauf, weil das gibt uns wieder neue Chancen, neue Möglichkeiten. Und es ist viele Leute haben son bisschen Angst, ah, jetzt verlier ich meinen Arbeitsplatz oder so was.

Nein, wir wollen die die die jeweiligen Departements unterstützen, Ja. Dass die einen leichteren Arbeitsweg haben, einen leichteren Überfluss haben und alles und das ja, das ist ja, ich freu mich drauf. Ja, vor allen Dingen auch die Kleinigkeiten, die dann schon mal liegen bleiben, ne, dass die Ganz genau. Erledigt werden. Genau, ganz genau.

Das ist und das ist die Prozesse, wenn die optimal laufen. Und da bin ich mir sicher, dass wir nochmals einen guten oder einen guten Teil mehr Umsatz mit der gleichen Leute, mit den gleichen Leuten machen können, aber mit der gleichen Ruhe. Und das ist das Ziel von der von diesem ganzen Prozess, von der KI mit der KI zu integrieren. Und da wollen wir auch hin. Ja, Du sprichst Prozesse an, dann lass uns doch da grad mal 'n bisschen genauer reinschauen, denn der Durchschnittsbetrieb jetzt der durchschnittliche Handwerksbetrieb ist ja so mit 5, 6 Leuten unterwegs, mal auch größer, mal kleiner.

Jetzt seid ihr ja schon 'n 'n sehr großer Handwerksbetrieb und macht ja auch schon sehr, sehr viel. Jetzt sagst Du, wir müssen jetzt noch mal hier feinjustieren an den Prozessen. Ja. Häufig ist ja so, grade in den kleinen Betrieben wird ja gar nicht im Prozess gedacht, sondern der Prozess ist ja dann die Inhaberin oder der Inhaber, das ist der Prozess. Und wenn dann die Person nicht da ist, hat son Betrieb 'n Problem.

Genau. Und Du sagst ganz selbstverständlich, wir wir's dir und jetzt noch mal nach, dann werde ich Prozesse sauber haben. Wie oft bist Du denn schon an den verschiedenen Prozessen dran gewesen? Kannst Du dich da noch dran erinnern? Das ist schon, also das ist oft.

Es ist für mich ein Unternehmen ohne einen Prozessleitfaden. Ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen soll. Ja, ja. Das ist für mich die Basis von allem. Die die Mitarbeiter wissen genau, ich komm morgens an und wissen, was muss ich machen?

Was ist meine Aufgabe? Egal, wie groß der Betrieb ist. Das hat eigentlich nichts zu sagen, weil jeder kann krank werden. Und ich sehe das, ich weiß genau, worauf Du hinaus, ich sehe viele Handwerksbetriebe. Wenn der Chef nicht da ist, dann läuft nix.

Und das ist ehrlich gesagt eine Katastrophe. Das ist unab also unmöglich. Und das ist ja, man hat ja eine Verantwortung als als Geschäftsführer. Und wer kann nicht mal wegfallen oder mal Unfall, was muss man Urlaub. Urlaub.

Genau, Urlaub, ja. Das das ist ganz kann nicht sein. Deswegen Prozesse sind superwichtig, also Ich hatte nämlich letztens noch eine Diskussion im Rahmen 1 Vortrages mit 'ner jemand, der im Publikum saß, der selber 13 beschäftigte hatte und mir dann sagte, dass das, was ich so sage, weil ich vertrete deine Meinung, dass dass die Unternehmen dringend Prozesse brauchen, damit eben halt die Verantwortlichen auch mal in Urlaub fahren können, damit die mal krank sein können, damit, damit, wenn dann mal was Schlimmeres passiert, das Unternehmen auch weiter funktioniert. Und dann war son bisschen die Diskussion nämlich, ob das denn überhaupt richtig ist beziehungsweise ob das denn überhaupt Sinn macht in dem Unternehmen, was 3 oder 5 Mitarbeiter hat, ne so. Und da hab ich gesagt, ich sag pass auf, in dem Moment, wenn Du vielleicht 3 Mann hast oder auch kleiner bist, okay, dann macht man Betrieb Ferien, dann ist das Thema erledigt.

Mhm. Aber ab dem Punkt, wo man so Richtung 5 oder 10 Mitarbeiter hat, dann geht's gar nicht mehr anders, weil ansonsten hast Du 100 Anrufe, liegst irgendwo am Strand und dann kriegst Du 100 Anrufe, dann ist der Urlaub auch da hinten. Genau, genau. Aber also ich denke, das ist 'n Mechanismus, den haben wir alle irgendwie durchlaufen. Irgendwann stellt man dann fest, ist das wirklich dein Leben?

Ist das wirklich das? Und die Thematik ist, wir haben, also ich persönlich, wir haben vor 15 Jahren hab ich am weißen Blatt Papier. Man kann da einem Programm suchen, 'n Programm. Wer kann, was kann ich hier unterstützen im Unternehmen? Wie kriegst Du die Prozesse verbessert?

Wer? Woher weißt Du, welches Produkt ist wohin gegangen? Wann kommt das an? Ist ja so von von der kleinsten Imbusschraube bis zum zum zum der Dann hab ich auch 'n weißes Blatt Papier angefangen, hab dann mal angefangen zu suchen, ja, wer kann der denn so was bringen? Und ich bin zu dem Moment nicht fündig geworden.

Es gab Programme, aber die von dem System brauchten wir kostete 60000 Euro, davon brauchten wir 3 Prozent. Und dann musste auch noch wie viel umprogrammiert auf uns zugeschnitten werden. Da hatte ich zufälligerweise einen guten Bekannten von mir, der hat gesagt, hör mal zu, Dominik, ich möcht 'n Programm entwickeln. Da hab ich gesagt, Du kommst genau richtig. Wir können das hier zusammen mal uns Gedanken darüber machen.

Haben wir haben wir am Weißblattpapier angefangen. Und das das System läuft heute noch. Und wir haben, es hat mittlerweile läuft das schon bei über 60 Betrieben. In dem hat der hat sich auch weiterentwickelt, läuft schon über in 60 Betrieben. Und das geht wirklich von vom von dem ersten Anruf bis zur Nachkalkulation.

Weil die Nachkalkulation ist, das fällt mir auch immer wieder auf, viele Betrieben machen überhaupt gerne Nachkalkulation von ihren Projekten. Das gibt ja eine Richtung im Unternehmen, wo geht die Reise hin? Weil ein Unternehmen muss Geld verdienen. Und wenn ich in unserer Branche, wenn man jetzt son bisschen Unterschied zu Luxemburg und Deutschland mit Kollegen, die in der gleichen Branche bei uns unterwegs sind, die fahren teilweise mit 10 oder 20 Prozent Marge. Damit kannst Du noch nicht mal überleben.

1, der selbst noch nie was mit dem Betrieb zu tun hat, kann sich überhaupt gar nicht vorstellen, was was was 'n Unternehmen kostet, was das für Kosten auf sich bringt. Und dann sag ich immer zu den Jungs, ey, das ist für mich unverständlich. Wie kann man an die Sache rangehen? Und ja, Thematik ist definitiv ein System, damit man weiß, verdien ich Geld? Ja, nein.

Prozesse, die laufen, ist das a und o. Und so kann man auch seinen ganzen Betrieb, so hab ich meinen ganzen Betrieb besteuert. Ich hab einfach gesagt, okay, da haben wir Geld zugelegt, also müssen wir in den Projekten müssen wir teurer werden. Wir haben aber andere Projekte, da haben wir auch viel zu viel gehabt, was einerseits gut ist, aber wir wollen ja verkaufen. Das heißt, wir können auch da runterfahren.

So, und dann brauchen wir auf die nach 'ner gewissen Zeit hat man sone richtig schöne Linie drin und dann geht's wieder kommt's wieder auf den Prozess. Ich kann meinem Vertrieb Infos geben. Ich kann sagen, pass mal auf, Jungs. Solche Projekte berechnen wir so, bei solchen Projekten berechnen wir so. Und so steuerst Du dein ganzes Ding.

Und Du weißt auch genau, wenn das so rausgeht und das ist so verkauf, weißt Du, okay, damit hab ich Geld verdient und kann auch wieder investieren. Weil 'n Unternehmen, was nicht investiert, kommt auch nicht weiter. Es ist, ich hab seit 30 Jahren investier ich das ganze Geld, was wir im Unternehmen reinnehmen, investier ich immer wieder zurück in den Betrieb zurück. Ich hab bis heute noch nie mein Unternehmen so onhold gestellt. Also also es war für das private Konto nicht so gut, aber am Ende des Tages für das Unternehmen, für die Zukunft ist das das a und o.

Handwerkerinnen und Handwerker wie Du halten die Welt zusammen. Und wir halten dir den Rücken frei. Wir stehen für Innovation im Handwerk, für Lösungen, die vorangehen und für Arbeit, die sicher und smarter wird, weil Handwerk Zukunft ist. Im Grunde ist ja so einfach, 'n Prozess aufzustellen, ne. Also man kann's sich sehr leicht machen, einfach mal sagen, okay, kommt eine Anfrage rein und geht dann einfach mal durch.

Was passiert dann in meinem Unternehmen, ne? Ist ja die einfachste Form, erst mal zu visualisieren an der Stelle. Und dann kann man's natürlich schrittweise immer weiterentwickeln. Dann kann man gucken, okay, welche Software wird eingesetzt oder welche Abteilung gesucht ist da involviert und so weiter. Und dann kann man schön dann eben halt die Arbeitsschritte so 'n bisschen deklarieren.

Und wenn man so seinen sein Durchlauf dann auch hat, ne, von der vom Erstkontakt des des Kundens bis hinten Abnahme, Schlussrechnung und Gewährleistungsthemen und so weiter. Wenn man das einfach mal so für sich skizziert, dann hat man schon sehr, also zumindest man hat 'n Grundstein gelegt für prozessuale Arbeit an der Stelle. Nein. Also manchmal ist es so einfach, aber man man scheut sich davor. Ganz genau, ganz genau.

Und das ist oft sich mal selbst aus das sein eigenes Unternehmen von außen anschauen. Wie würde ich denn als Kunde reagieren, wenn ich wenn ich das Unternehmen anrufe? Wie stell ich mir das denn vor, wie die mit mir umgehen? Das ist ja auch sehr oft eine Frage, die stell ich mir sehr oft, wenn wenn Sachen, es gibt jeden, da laufen Sachen schief. Bei uns im Unternehmen, sag ich, wie's ist, bei wir gucken sofort, was können wir machen, damit das nicht noch mal passiert?

Das ist das das ist das 1. Gesetz bei uns. Also das 1. Gesetz. Ja.

Das ist Ja, macht doch total Sinn. Es verwächst damit. Ja. Definitiv. Ja.

Dominik, lass uns noch mal kurz in die verschiedenen Denkweisen son bisschen reinzuschauen, ne. Du hast im Betrieb Herr Luxemburg, wir sind hier in Deutschland und wir haben uns ja schon mal dazu ausgetauscht, dass ich ja schon 'n paar Unterschiede sehe. Also was hab ich erlebt? Ich hab erlebt an einem Abend, als ich bei euch gewesen bin, jetzt nicht bei dir, sondern generell in der Region bei euch, dass so die Aussage war, wenn's dem Unternehmen gut geht, geht's mir gut. Ist das so der das Standard, den ihr habt bei euch oder?

Ja, ja. Wir haben, ich bin ja selbst Belgier und wir erleben in der Grenzregion Belgien, Deutsche und Luxemburg. Wir sind ja, wir fahren, ich fahr bis Luxemburg, das sind 30 Minuten bin ich bei mir in der Firma. Fahr ich 10 Minuten zur anderen Seite, bin ich in Deutschland, fahr ich rauf, bin ich in der in der walunischsprachigen Gebiet von Belgien. Das heißt, 10 Kilometer muss man Französisch sprechen.

Wir wir sprechen bei uns im Unternehmen, so nebenbei auch noch 4 Sprachen bei unserem Unternehmen. Das hat aber alles damit zu tun, weil wir immer in Regionen immer switchen müssen. Das ist son, wie gesagt, man wächst damit auf, wächst damit auf. Und bei uns kennt jeder jeden. Und das ist, wenn wir zum Beispiel Projekt oben im Norden machen, weiß das jeder.

Und wenn wir 1 in Süden machen, weiß das auch jeder. Und das ist auch als Mitarbeiter so. Man hat son gewisses Gefühl, okay, die die die Wir wir legen sehr großen Wert auf Zusammenarbeit, auch unter Kollegen. Ich sag immer, es für mich gibt's keine Konkurrenz in dem Sinne. Das sind Kollegen von uns und ich fahr auch regelmäßig mit denen und kommuniziere.

Wir sprechen zusammen und das auf Augenhöhe. Und die Mitarbeiter wissen auch, wenn ich ich muss auch meinen Job hier abliefern, ja? Und es ist ja einfach, es ist ja so. Wenn man's wenn's dem Unternehmen gut geht, geht's dem Mitarbeiter ja auch gut. Ist ja eine sichere Arbeitsstelle.

Wir haben, es funktioniert. Ich mach 'n guten Job, die Kunden sind zufrieden. Der der Kunde geht zum zum Nachbarn und sag, hör mal, guck mal, was die Jungs hier gemacht haben, mega. Der sagt ja, super. Auch wenn's mal 'n bisschen teurer ist, weil ich hab son bisschen den Eindruck, die nehmen das mit und die sehen die sehen das auch als ihr Projekt.

Also was macht ihr denn anders? Das ist eine gute Frage. Ich glaube, das ist da Ich glaube, es ist ein Faktor ist, dass jeder jeden kennt. Das ist erst mal ein Ding. Und zweitens ist einfach die Einstellung.

Die Einstellung der Menschen. Man darf das jetzt nicht falsch verstehen, aber wenn ich in Deutschland unterwegs bin, wir haben auch Kollegen da, ich hör immer nur negativ, sehr viel negativ. Und dann denk ich mal, ey Leute, Deutschland, hallo? Manchmal fahr ich nach Hause. Ich arbeite ich arbeite sehr gern und sehr viel mit deutschen Unternehmen zusammen, Produzenten, die für mich produzieren.

Und da gibt's 'n ganzen Haufen richtig tolle Unternehmen. Und die sind aber in der Industrie und erreicht. Die haben auch alles gut geregelt. Die haben auch alles perfekt aufgestellt, Qualität passt. Die haben die haben dann After Sales Management.

Die haben alles schön organisiert. Und das ist auch der Grund, warum ich auch sehr gerne in Deutschland einkaufe. Aber das ist zuerst, dann sieht man diese Unternehmen und dann wollen die was, die wollen nach vorne. Die wollen was Neues machen und präsentieren das in mir. Und zuerst ist mal alles, Entschuldigung, scheiße, ja.

Warum nicht positiv in die Zukunft gedacht, einfach mitgedacht, ah, da guck mal, das Unternehmen stellt sich jetzt besser auf, viel besser auf dem Markt dazustehen. Super, ich bin Teil davon. Ist das nicht schön? Und das ist, glaub ich, ein riesen 1 1 1 Riesenthema. Und das, wenn ich's immer bei mir im Betrieb, klar, wir leben von Innovation, wir sind immer unterwegs.

Und wir haben jetzt, wir machen ja Projekte mittlerweile weltweit. Und ich weiß, wir haben unseren Mann, der hat das Projekt von New York hatte hat der komplett gemacht. Und ich bin bei dem reingegangen. Ich sag, hör mal zu, wir haben alle Tests verstanden. Der stand da.

Tja, weißt Du, der war, der hat sich gefreut. Und das sind halt Und ich hab mich mit ihm gefreut. Das ist ja, das ist ja 'n Erfolg für uns alle gewesen. Made in Germany. Wir haben das früher als sehr hoch angesehen.

Und das also es es es ist noch da. Aber ich find, das die Einstellung dahinter ist nicht mehr da, ne. Und das ist eine Schande drum, weil die die die die machen ja einen guten. Sag ja, wir haben ja zig Lieferanten aus Deutschland, die machen alle 'n Megajob. Und wenn die Staatsanlaufzeit mit seinem Vorgesetzten, mit seinem kompletten Unternehmen vom Kleinsten bis zum Manager spielt doch keine Geige.

Das ist der Alli, in denen er verdient, weil genau wie ich, ich ich alleine im Unternehmen mach überhaupt nix. Ohne die Jungs bin ich 0. Ja, das ist genau das das ist das ist so. Ja. Ja.

Das ist eine sehr gute Zusammenfassung, die ich auch teile tatsächlich, als ich dann von euch aus nach Hause gefahren bin. Mhm. Ich will jetzt nicht sagen, war ich euphorisch, aber es war schon so der Funke zum Löber gesprungen und dass es das noch gibt, ne? So das das war so der Gedanke. Und ich bin sehr bei dir, wenn Du sagst, wir sehen hier im Moment eher das Negative.

Und weil wir so viel Negatives erkennen und negativ ist ja, es gibt ja viele Punkte, auch auch ihr werdet genug Punkte haben, die ihr verbessern wollt oder erinnern wollt. Das finde ich. Aber wenn ich diese negativen Punkte, so funktioniert ja unser Gehirn immer sehr, sehe ich ja das Positive nicht mehr. Genau. So, deswegen bin ich dabei dir.

Wir müssen hier eine Kultur schaffen, wo wirklich dieses Umdenken stattfinden Und zwar, dass wir die positiven Dinge sehen, dann mit Motivation an die Sachen ranzugehen, die zu verbessern und zu verändern sind, ne, definitiv. Herr Dominik, wir sind schon wir sind schon am Ende angekommen unserer Folge. Ich habe wohl noch eine Frage dabei, da bin ich dir beantwortest. Und zwar, wenn Du heute die Macht hättest, das Handwerk mit nur 1 radikalen Entscheidung zu verändern, was würdest Du tun? Ich find, wir müssen die die Innovationen, die Vorteile, die das Handwerk hat, müssen wir mehr nach außen bringen, nach vorne bringen.

Also ich würd am liebsten morgen 5 Unternehmen, leider hab ich die Zeitarbeit, 5 Unternehmen oder 10 Unternehmen auf die Beine helfen und dann hören wir zu, Jungs, ihr ihr habt dann Potenzial und ihr kriegt's nicht mit. Ich sag mal, ich hab ich hab als Mensch auch schon so viele Rückschläge erlebt. Und wenn ich so gedacht hätte, wär ich niemals, niemals da, wo ich heute bin. Und das ist, das bedank ich dank ich meiner eigenen persönlichen positiven Energie. Ich hab nie daran gedacht, zu scheitern.

Ich ich hab immer gedacht, okay, das war jetzt nicht grad so toll, aber jetzt geht's weiter nach vorne. Und das ist eigentlich das, ja, das Einzige, das ist richtig, das war Mindset. Mindset ist das alles, ist alles. Ja. Und das wünsche ich jedem.

Genau. So. Keine Probleme, sondern Aufgaben Genau. Und Lösungen. Genau, genau.

Genau. Ganz genau. Ganz genau. Dominik, ich danke dir, dass Du hier gewesen bist. War Jedenfalls sehr interessant.

Sehr interessant, ganz wichtige Themen, die wir hier besprochen haben. Ja. Und ja, wünsch dir 'n guten Heimweg dann Richtung Luxemburg. Vielen Dank, vielen Dank. Das war Dominik Verwurth, hier bei uns bei Handwerk spricht.

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