Cover: Felicitas Binninger - Handwerk verbindet - Kultur trifft Können

Felicitas Binninger - Handwerk verbindet - Kultur trifft Können

23. April 2025 18:28 Min. Zu Gast: Felicitas Binninger
0:00 18:28

Worum es geht

In dieser Folge von „Handwerk spricht

Das nimmst du mit

  • Interkulturelle Teams bringen sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Handwerksbetriebe mit sich.
  • Gute interkulturelle Kommunikation ist ein zentraler Hebel für bessere Zusammenarbeit im Team.
  • Konfliktmanagement hilft, Reibungen in gemischten Teams konstruktiv aufzulösen.
  • Konkrete Strategien können die Zusammenarbeit im Handwerksalltag spürbar verbessern.
Aus dieser Folge
Webinar zum Thema Nachfolge
Webinar zum Thema Nachfolge →
EmpfehlungAnzeige
Greif kostenfrei auf meine App zu!
Ansehen →
Als Artikel lesen
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Oliver und Felicitas Binninger sprechen über Herausforderungen und Chancen interkultureller Teams im Handwerk sowie über Strategien für bessere Zusammenarbeit.
Wer ist der Gast der Folge?
Zu Gast ist Felicitas Binninger, Expertin für interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement.
Für wen ist die Folge interessant?
Vor allem für Menschen im Handwerk, die mit interkulturellen Teams arbeiten und ihre Zusammenarbeit verbessern möchten.
Wo findet man den Podcast auf Social Media?
Der Podcast ist auf Instagram unter @handwerkpricht zu finden.

Zu Gast

Expertin für interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement

Felicitas Binninger ist Expertin für interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement und teilt in dieser Folge ihre Erfahrungen zur Zusammenarbeit in interkulturellen Teams im Handwerk.

Folge teilen

Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht, der Sendung, die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit dem Handwerk verbindet. Ich freu mich heute, dass Felicitas Binginger bei uns ist. Hallo Felicitas. Herzlich willkommen. Hallo, Oliver.

Danke für die Einladung. Felicitas, wir haben ein ganz interessantes Thema und Du hast eine ganz interessante Vergangenheit. Wir reden heute über interkulturelle Teams Mhm. Und Führung und wie man das mit dem Handwerk quasi verbinden kann. Und Du bist viele Jahre im Ausland gewesen.

Du hast an der Hochschule im Vorstand beziehungsweise in 'ner führenden Position gearbeitet und bist heute darauf spezialisiert auf die Themen Kommunikation und Konflikt. Aber stell dich doch gerne mal bitte vor. Ja, im Grunde genommen hast Du eigentlich das Wichtigste schon gesagt. Also ich hab viele Jahre an der Hochschule gearbeitet und auch hier schon in internationalen BWL Studiengängen mit dem Thema interkulturelle Herausforderungen oder interkulturelles Management war ich da in Berührung. Aber ich hab's natürlich viele Jahre am eigenen Leibe erlebt, da ich mit meinen Eltern ganz klassisch ausgewandert bin und weiß es eben auch, ja, aus Erfahrung am eigenen Leibe, was es bedeutet, auf andere Kulturen zu stoßen.

Und jetzt passt es eben einfach gut in mein Portfolio Konflikte und Kommunikation und es ist eine Leidenschaft von mir geworden. Ja. Dann lass uns mal kurz abschweifen. Wo bist Du denn gewesen, in welchen Ländern? Gewohnt hab ich in Italien.

Mhm. Also tatsächlich ist es immer noch so meine Heimat, meine Wurzeln. Ich sag immer, das Blut ist Deutsch, das Herz Italienisch. Hab da viele Jahre gelebt, war in der Schule und seitdem oder eigentlich schon immer reisen, eine Leidenschaft. Wie Du ja weißt, komm ich grad frisch aus Vietnam zurück.

Mhm. Und ja, also bin schon eigentlich quer durch die ganze Welt gereist, kann man sagen. Welche Herausforderungen haben wir denn in interkulturellen Teams? Ja, also letztendlich ist ja die 1. Hürde und die vermeintlich, was viele als die schwierigste im ersten Moment empfinden, ist die Sprache.

Aber es ist aber auch die am leichtesten zu überwinden, der, weil Sprache ist in der Regel, sag ich mal, eindeutig, das ist 'n Glas und dann kann ich sagen, okay, auf Italienisch ist es dann. Muss ich lernen, kann ich üben, gar keine Frage. Aber es gibt ja die nonverbale Kommunikation und da spielen einfach ganz viele andere Faktoren noch eine Rolle. Mein Lieblingsbeispiel ist immer das Autofahren in Italien. Ich hab ja 'n italienischen Führerschein.

Ja. Und wenn jetzt jemand von hinten hupend und mit Lichthupe auf der Autobahn ankommt, dann ist es für den deutschen Autofahrer sehr stressig und er fühlt sich genötigt. Und in Italien ist das aber völlig normal, der sagt mir lediglich, hey hallo, ich bin schnell unterwegs, mach doch mal bitte Platz davon. Und das ist eigentlich 'n ganz einfaches Beispiel, dass gleiche Handlungen unterschiedlich interpretiert werden. Ja.

Ja, hochspannend. Also im Grunde kulturelle Unterschiede, ne, wenn man's so zusammenfasst, ne. Gibt's da Extreme? Also neben dem neben der Lichthupe natürlich jetzt ist natürlich 'n ist natürlich auch schon 'n sehr gutes Beispiel, vor allen Dingen im Alltag. Also ich bin ja auch mitm Auto da hingekommen.

Weiß ich, wie's ist. Aber gibt's da noch ganz extreme Beispiele, wo Du sagst, ah, das ist richtig grenzwertig? Ja, ja. Also Ich glaube, das Extreme kommt auf den Kontext darauf an, ja. Also je nachdem, in welchem Umfeld ich mich bewege, ist etwas anderes, was ich Umfeld ich mich bewege, ist etwas anderes extrem.

Ich, wenn wir jetzt grad die Brücke schlagen zum Handwerk, könnte ich mir vorstellen, dass beispielsweise die Rolle der Frau ein herausforderndes Thema ist. Einfach, wenn jetzt, sag ich mal, der die Frau als Chef das Sagen hat, dann ist es für viele Kulturen einfach herausfordernd, ob man das jetzt extrem benennen möchte oder nicht, aber der Kontext ist letztendlich wichtig, die eine Situation einzustufen. Ja, wie gehst Du dann damit Jetzt hast Du gutes Beispiel genannt. Wie wie würdest Du da jetzt rangehen? Wie würdest Du daran arbeiten, dass es sich verbessert, das ganze Szenario?

Das eine gute Frage. Letztendlich geht es ganz viel darum, Verständnis zu schaffen. Also gerade die deutsche Kultur und das ist ja spannend, da hatt ich grad letzte Woche wieder spannende sofern sie denn tatsächlich vorhanden sind, erst mal abzureißen und 'n Verständnis zu schaffen dafür, was sind denn unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Wahrnehmungspositionen, was steckt denn wirklich dahinter, bevor ich es eben beurteile oder verurteile? Und vor allen Dingen auch, welche Chance steckt da drin? Weil das, was ja tatsächlich interkulturelle Teams bedeutet, sind nicht nur die Herausforderungen, sondern noch viel wichtiger sind ja eigentlich die Chancen.

Und dass man da eben offen aufeinander zugeht, offen darüber kommuniziert und sagt, hey, okay, ich interpretiere das so und der andere interpretiert das so und dann kann man aufeinander zugehen. Ja. Kultur als Chance ist ja zum Beispiel, wenn man jetzt mal sich 'n Fest vorstellt und jeder bringt zum Beispiel aus seiner Land, aus seinen aus seiner Heimat oder aus seiner Gegend, wo er herkommt, ist ja jetzt egal, ob's innerhalb von Deutschland ist oder jemand ausm Ausland ist. Also das ist immer selbst, wir haben ja 'n 'n Nord Süd Gefälle in Deutschland dementsprechend. Also wenn dann zum Beispiel jeder auf sonem Fest dann seine Lieblingsspeise mitbringt aus seiner Heimat, wäre ja dann zum Beispiel schon eine Chance.

Absolut. Da hast Du aber gleich ein gutes Beispiel gefunden. Wie kann denn jetzt, wenn man jetzt aufs Handwerk geht, man man hat ein Team und dieses Team besteht aus aus 5 aus aus 5 Menschen und wie kann denn jetzt der Verantwortliche dieses Ganze, ja, es es es würde jetzt mal sagen, die Integration verbessern und und unterstützen? Was kann er im Tagesgeschäft tun? Weil wenn er 'n Tagesgeschäft ist, ist ja nicht in der Situation, dass er irgendwie Salate mitbringen lassen kann oder Ähnliches oder Speisen, sondern er muss ja schaffen, dass er eben halt mit seinem Team dann eben halt in dem Moment ja Leistung bringt.

Ja. Wie was könnte was könnte man tun, son an an sonem Tag vielleicht eben ja, in die richtige Richtung schon mal zu gehen? Mhm. Eigentlich hast Du aber schon 'n gutes Beispiel genannt, weil es sind ja die, es geht ja darum, ich, Mauern abzureißen, ja. Ich nutz eigentlich dieses Wort ungerne, das hört sich schon so stark an, ja.

Aber es geht eigentlich darum, näher aufeinander zuzukommen und ein wohlwollendes Verhältnis zu schaffen. Und da kann tatsächlich, jeder bringt mal sein heimisches Essen mit, kann tatsächlich auch schon 'n gutes Beispiel sein. Jetzt ist es ja eher unüblich, so klassische Seminare und Workshops zu machen, wie wir's aus den Unternehmen kennen im Handwerk. Aber ich bin ja sowieso 'n Freund davon, etwas anders an die Thematik Seminare dranzugehen. Aber wirklich Raum zu schaffen, wo die Mitarbeiter und das Team die Möglichkeit haben, auch auf 1 anderen Ebene in einen Austausch zu schaffen, in einen Austausch zu gehen, die Möglichkeit zu haben, sich eben da drüber mal zu unterhalten oder auch mal zu sagen.

Und das kann dann natürlich schon angeleitet sein von jemandem Externen, der dann punktuell die Themen anspricht, die vielleicht triggern. Heißt also ganz bewusst im Grunde an die Sache rangehen, sowohl aus dem Team heraus, also aber auch eben halt zum Beispiel von der Geschäftsleitung, Abteilungsleiter, der sagt, wir brauchen jetzt jemanden hier, dann entsprechend die Situation, die da ist, eben halt zu verbessern, damit es nicht zum Konflikt kommt, ne. Genau. Also ich glaube, was wirklich wichtig ist, ist es also natürlich von der Geschäftsleitung oder Teamführung sehr achtsam zu sein, weil es heißt ja nicht, dass überall da, wo Interkulturalität aufeinandertreffen, eine Herausforderung, ein Problem ist. Mhm.

Aber sollte es tatsächlich ein Problem geben, das nicht, sag ich mal, zu unterdrücken und zu sagen, jetzt reicht euch mal zusammen und hier, wir wollen doch nur vorankommen oder so, das funktioniert nicht. Das ist wie mit Emotionen. Alles, was unterdrückt wird, droht dann erst recht zu explodieren. Man muss jetzt auch nicht irgendwie Ringelpiez mit anfassen machen. So, wir gehen mal eine Runde gemeinsam Bäume umarmen, aber trotzdem Raum geben und Möglichkeiten schaffen, das aus dem Weg zu räumen, vor allen Dingen bevor es schlimmer wird.

Je früher ich in, sag ich mal, in konfliktbehaftete Situation reingehe, umso leichter lässt er sich lösen. Handwerk bedeutet machen. Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie. Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird. Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte.

Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Jetzt sind wir in der Situation vom vom Bild her jetzt, dass wirklich der Konflikt schon da ist. Gibt's da Strategien, wie man da angeht, was man einbringen kann von außen, genau son Konflikt aufzulösen? Ja, also klassische Konflikt, klassisches Konfliktmanagement ist natürlich, sind dann schon Wahrnehmungspositionen zu verstehen und eben auch zu verstehen, wo steht denn der andere? Denn am Ende des Tages ist ein Konflikt der Mandanten, wenn in der Kommunikation entweder Missverständnisse entstehen oder unterschiedliche Meinungen herrschen.

Und meistens gibt es nicht richtig und falsch. Und darum geht es, die beiden Parteien, sag ich mal, in diese in dieses Bewusstsein zu bringen, dass es nicht richtig und falsch gibt. Aber wo kann man sich denn in der Mitte treffen, wo sich beide Parteien dann damit anfreunden können? Hast Du Situationen schon mal im Handwerk erlebt, wo wo das vorgekommen ist und wo's auch dann vielleicht nachher positiv ausgegangen ist, eben nicht zu 'ner Trennung kam oder sondern sondern eben halt dann auch weitergegangen ist? Ja, also aktuell ist es so, dass wir grade eine Studie am Laufen haben, ich und meine Kollegin, die Tina Kühlau.

Wir sind ursprünglich mit der Thematik konfrontiert worden im Bereich Pflege und im medizinischen Kontext. Da werden gerade ja sehr viele Mitarbeiter im Ausland akquiriert, also überall dort, wo ja Fachkräftemangel ist. Und haben uns dann eben auch überlegt, okay, welche Branchen sind denn noch davon betroffen? Da kommen wir dann auch das Handwerk. Mhm.

Und im Rahmen dieser Studie, wo wir ja immer auch noch Teilnehmer suchen, an der Stelle sehr gerne einen Aufruf an die Zuschauer hier. Also kann sich sehr gerne bei mir melden. Gibt dann auch natürlich 'n kleines Benefit, wer an der Studie teilnimmt. Und da haben wir schon viele Situationen gesehen, die spannenderweise sich im Handwerk auch noch mal unterscheiden. Es sind, es ist ja doch, wobei, da muss ich jetzt aufpassen, auch hier gibt's natürlich unterschiedliche Branchen und Berufsgruppen.

Aber ich sag mal, dort, wo die Branche männerdominiert ist, wird anders mit Konflikten umgegangen als unter Frauen. Da ist man doch sehr viel hemdsärmeliger und direkter in der Kommunikation, was es meistens auch erleichtert. Okay. Gut, Nimm ich erst mal so hin. Also untereinander, ne.

Also Männer untereinander, Männer und Frauen ist dann noch mal irgendwas anderes. Ja, ja, klar. Ja. Gehen wir noch mal zur kulturellen Vielfalt. Ja.

Ist es förderlich in der Kreativität und in dem Bereich der Innovation, dass man eben halt, ja, wirklich kulturell eben halt ja, aus verschiedenen Ländern Impulse bekommt? Absolut. Also das ist definitiv die große Stärke von interkulturellen Teams und eben auch die Chance, dass eine viel größere Lösungs-, Problem Lösungskompetenz vorliegt, weil ja unterschiedliche ja Erfahrungsschätze letztendlich mit eingebracht werden. Und deswegen ist es auch in jetzt grade in großen Unternehmen wird's ja auch explizit gefördert, interkulturelle Teams zu schaffen. Und das lässt sich sicherlich auch auf das Handwerk übertragen auf jeden Fall.

Jetzt sparst Du eben schon an, dass jemand, der Fachkräftemangel dafür sorgt eben halt, dass wir viele Menschen auch aus dem Ausland nach hier holen müssen, damit wir überhaupt leistungsfähig bleiben als Land. Gibt es da Möglichkeiten der Vorbereitung, der Schulung, wie man sich als als Vorgesetzter, Vorgesetzte oder als als Team eben halt dann auch auf sone Situation einstellen kann. Denn grade wenn man jetzt mal drüber nachdenkt, auch die die Sachen, die Du eben schon angesprochen hast, Sprachbarrieren, die kulturellen Themen. Kann man das vorbereiten? Geht das in die richtige Richtung oder muss das viel intensiver sein, als wie es jetzt zum Beispiel im Moment gemacht wird?

Also ich sag mal so, alles, was im Vorfeld bereits vorbereitet wird, Mhm. Erleichtert auf jeden Fall den Prozess. Ich hatte jetzt in Vietnam interessante Gespräche mit 'nem zukünftigen Geschäftspartner, der in Vietnam Fachkräfte ausbildet und vorbereitet auf die Endsendungen in die deutschsprachigen Länder. Und wir treffen da auf sehr lernwillige Menschen, die 'n sehr großen Ehrgeiz haben, hier Fuß zu fassen, die Sprache lernen, sehr viel über die deutsche Kultur lernen und sehr gut vorbereitet sind. Das heißt, dort wird eine sehr gute Arbeit geleistet in in dem Unternehmen.

Jetzt kommt es aber, dass diese Mitarbeiter hier in Betriebe integriert werden, wo unter Umständen keine Vorarbeit geleistet wird. Und ich glaube, das ist nicht zu unterschätzen, dass diese Integration auf beiden Seiten stattfinden darf, denn das eine ist der gut vorbereitete, sag ich mal, Vietnamesese in dem Fall, der nach Deutschland kommt. Aber auf der anderen Seite kommt der vielleicht irgendwo, ich sag jetzt mal, in eine Bäckerei aufs Land und trifft dann dort auf ein ausschließlich deutsches Team an Arbeitskollegen. Und ich glaube, es ist wichtig oder ich bin davon überzeugt, dass wirklich wichtig ist, dass hier auch auf der deutschen Seite das Team vorbereitet wird, dass die Mitarbeiter offenherzig Ja. Und offen geistig empfangen werden, das Maximale an Potenzial auch rauszuholen.

Der Mouné ist ja dann auch der der Chef im Endeffekt oder zumindest mal der Abteilungsleiter gefragt, der dann dafür sorgt eben halt, dass die Rahmenbedingungen so sind. Denn ist ja nicht nicht nur fürs Team selber eben halt eine Umstellung, sondern Genau. Wenn jetzt 'n Mensch aus aus Vietnam zum Beispiel kommt, der also wirklich dann auch schon viel auf sich genommen hat eben, dann nach hier zu kommen, dann hier auch seine Leistungen oder Arbeitskraft anzubieten oder eben halt dann auch wahrzunehmen, dann sollte man natürlich auch darauf vorbereitet sein, definitiv. Bin ich ganz bei dir. Sag mal, Felicitas, hast Du einen Hack für unsere Zuschauer?

Irgendeinen Tipp, wo Du sagst, hört mal, genau da müsst ihr drauf achten? Mhm. Ist tatsächlich 'n Hack, der nicht nur themenspezifisch passt. Den hab ich von meinem Mentor mitgenommen für allgemein mehr Erfolg und auch am Ende mehr Glück im Leben. Es sei immer offen und neugierig.

Ja, weil ich glaube, die größten Konflikte entstehen dadurch, dass wir uns verschließen, auch im Zusammenhang mit interkulturellem Kontext. Aber in dem Moment, wo wir offen und neugierig bleiben, haben wir immer die Möglichkeit, das Beste aus allem rauszuholen. Und an der Stelle wäre der Lifehack auch, dass die Führungskraft, der Unternehmer das vorgeht, weil am Ende muss er es vormachen, damit das Team da hinterhergeht. Ja, Bin ich voll deiner Meinung. Mhm.

Sag mal, jetzt bist Du ja nicht aus dem Handwerk, Du arbeitest mit dem Handwerk. Mhm. Aber wie empfindest Du aus deiner Sicht und aus deiner Position den gesellschaftlichen Stellenwert des Handwerks? Ist er da, wo wo ist das Handwerk da, wo's hingehört? Oder müsste sich da etwas verändern?

Ja, eine sehr, sehr spannende Frage. Ich wollt grad sagen, schöne Frage. Also schöne Frage, weil sie ein Thema Raum gibt, was meines Erachtens wirklich eine große Herausforderung aktuell ist in unserer Gesellschaft, weil es das Handwerk wird unterschätzt. Mhm. Und ich glaube, dass wir da wirklich als, ich sag mal, für den Handwerker weniger, weil aber für den, sag ich mal, für denjenigen, der das Handwerk braucht, auf eine herausfordernde Zeit zu laufen, weil das hab ich schon im eigenen Leibe erlebt, es ist wirklich schwierig, an kompetente Handwerker dranzukommen, weil die, die gut sind, sind lange ausgebucht.

Und es ist sehr schade. Ich hab es erlebt, ich hab grad vorhin noch mal 'n Gespräch gehabt. Ich hab ja 10 Jahre, über 10 Jahre an der Hochschule gearbeitet, internationale betriebswirtschaftliche Studiengänge. Und alle Studenten, 'n Großteil derer, sind gekommen, weil ich kann BWL studieren international, kann ich mach ich Manager und verdiene viel Geld. Am Ende sind viele davon in Sachbearbeiterpositionen gelandet und haben für ihre Ausbildung viel Zeit letztendlich aufgebracht, am Ende gar nicht so erfolgreich zu sein.

Und ich find das sehr schade, dass die handwerklichen Berufe so unterschätzt werden und die jungen Menschen die Chance darin nicht sehen. Ja, das ist Weil die ist definitiv, die ist definitiv da, ja. Ja. Das ist eigentlich ein super Schlusswort, Felicitas. Ich bedanke mich bei dir, dass Du hier gewesen bist.

Das war Felicitas Beninger mit dem Thema interkulturelle Teams, Konfliktmanagement. Ich bedanke mich fürs zusehen und auf Wiederschauen.

Mehr von Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast! Alle Folgen als zitierfähige Episodenseiten