Eldar Sultanow - KI in Verbindung mit dem Handwerk
Worum es geht
In dieser Folge spricht Eldar Sultanow darüber, wie Künstliche Intelligenz das Handwerk voranbringen kann und was KI überhaupt bedeutet. Als IT-Stratege gibt er Einblicke in seine tägliche Arbeit und ordnet ein, wie revolutionär die Technologie tatsächlich ist.
Das nimmst du mit
- KI ist kein reines Zukunftsthema, sondern kann bereits heute konkrete Impulse für das Handwerk liefern.
- Ein Blick hinter den 'KI-Hype' hilft, die Technologie realistischer einzuordnen.
- Die Perspektive eines IT-Strategen zeigt, wie KI im Arbeitsalltag praktisch eingesetzt wird.
- Wer KI verstehen will, sollte zunächst klären, was der Begriff überhaupt bedeutet.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
Eldar Sultanow ist seit über zehn Jahren in der Softwareentwicklung tätig und hat sich auf Künstliche Intelligenz spezialisiert. Er ist Autor des Buches 'Sie werden mit dem nächsten freien Chatbot verbunden'.
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Transkript
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, herzlich willkommen zur Handwerk spricht, der Sendung, die das Handwerk mit der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft verbindet. Heute begrüße ich Eldar Soltanov bei mir. Hi Elder, schön, dass Du hier bei uns bist. Elder, Du stehst für KI, Du bist in der KI Welt quasi ständig unterwegs. Du bist in der Weiterentwicklung unterwegs, Du bekommst quasi alles aus erster Hand mit Und heute sprechen wir über das Thema KI in Verbindung mit dem Handwerk.
Stell dich doch mal kurz vor und sag mir direkt im Anschluss einfach mal mit 'n paar Wörtern, wie denn die KI das Handwerk revolutionieren könnte. Erst mal vielen Dank, das ist richtig. Bin in der KI groß geworden und beschäftige mich noch heute mit KI. Ich selber bin IT Stratege und Experte für künstliche Intelligenz bei Capgemini. Ich hab damals schon angefangen mit Softwareentwicklung und mit dem Hype natürlich von von KI bin ich dann so auf diesen Zug aufgesprungen.
Wenn wir schon davon sprechen, wer ich bin und wir sind hier bei bei Handwerk spricht, da muss ich auch zugeben, dass ich 2 linke Hände habe. Wenn ich 'n Hammer hab, ja, dann ist jedes Problem 'n Nagel, dann hau ich überall drauf mit Spaß also oder zum Also mal, es war 'n Spaß, aber in der Realität ist es so, dass sich selbst 'n 'n Dübel vom Nachbar in die Wand schrauben oder nageln lassen muss. So, ganz kurz zu mir. Die Frage, wie revolutioniert künstliche Intelligenz das Handwerk? Da gibt's unheimlich viele Bereiche.
Also wir haben, ja, wir haben eine 1 präzisere Planung, wir haben effizientere Prozesse, wir haben einen reduzierten Energieverbrauch, wir haben mithilfe von KI 1 1 1 maßgeschneidertes Produkt, ja, oder eine personalisierte Dienstleistung an dem Kunden. Das ist so viel. Und ich hab den Eindruck, dass es jetzt hier in Deutschland erst so richtig losgeht. Ja. Ja, bin ich voll deiner Meinung, definitiv.
Also grade jetzt eben halt mit den Themen ChatGPT und so weiter, die ja auch dann durch aller Munde laufen und auch in den Social Media Kanälen laufen ja jegliche Arten von KIs, die man eben halt irgendwie nutzen kann eben rauf und runter, wenn man so will, ne. Jeder jeder ist informiert, jeder gibt seine Informationen weiter und es ist ja eine Vervielfältigung ohne Ende da, vollkommen richtig. Also ich krieg's da auch jeden Tag eingeblendet. Sag mal, kennst Du erfolgreiche Anwendungsfälle von der KI im Handwerk? Hast Du 'n paar Beispiele dabei?
Ja, also es gibt 2 Bereiche, die schießen mir sofort in den Kopf. Und das Witzige ist, das sind grade die Bereiche, die gar nicht mal so jung sind. Mhm. Einmal Predictive Maintenance, also vorausschauende Wartung, das haben wir schon in den mit den Rotorblättern dieser Windräder, ja. Ja.
Wenn wir da zu lange einfach die, ich sag jetzt mal, die Teile im Betrieb lassen, dann führen die zu 'ner Beschädigung. Ja. Und KI leistet jetzt schon da 'n also 'n sehr großen Beitrag und sagt mithilfe von Hochleistungssensorik, das Bauteil muss ausgewechselt werden. Also vorausschauende Wartung ist son Bereich und der ist nicht erst seit gestern, ja. Der 2.
Bereich, wo KI erfolgreich ist im Handwerk oder ich sag jetzt mal, ich fass es mal 'n bisschen weiter, das ist auch eine intelligente Logistik, intelligente Lagerplanung, Mhm. Weniger Verschwendung, vielleicht sogar, grade wenn ich jetzt an Amazon denke, ja, die können ja genau sagen, wann welche Produkte weniger verkauft werden anhand des Wetters, ob da 'n Fußballspiel ist oder nicht, Mhm. Ja. Da hat sich KI schon wirklich sehr gut bemerkbar gemacht. Ja.
Ja, sehr spannend, auf jeden Fall. Die jetzt das war ja so quasi die die Ist Situation. Jetzt schauen wir mal son bisschen nach vorne. Wie wie könnte denn die KI das Handwerk noch weiter positiv beeinflussen? Wir haben 2 Debatten.
Also in Deutschland, grade in Deutschland haben wir ja die Debatte, demografische, wie sagt man, diese Pyramide, ne? Also wir haben da 'n Problem. Wir haben Fachkräftemangel, wir haben diesen demografischen Wandel. Und auf der anderen Seite ist KI jetzt plötzlich die Lösung für jedes Problem. Mhm.
Ja. Und wenn wir jetzt mal wirklich 'n ganz klein wenig in die Zukunft gucken, dann könnte man ja eigentlich 'n Stück weit in die Vergangenheit gucken von Japan, weil das wollen die vor 40 Jahren machen, den Fachkräftemangel abzufedern, das fangen wir jetzt an, sag ich jetzt mal, vorsichtig. Und vor 40 Jahren tatsächlich. Ja, ja. So, Wahnsinn.
Robotik ist schon 'n bisschen älter, da Thema. Ja. Das haben die, die haben damals den Fachkräftemangel, das muss, also ist schon wirklich, ich hätte jetzt gesagt, 40 Jahre her. Ach, Wahnsinn. Da haben die das begriffen und haben gesagt, Moment mal, wir müssen hier grade was machen und die Japaner sind 'n bisschen komisch.
Ich sag jetzt mal, ich will ich will das jetzt wertungsfrei lassen, aber die sind 'n bisschen anders. Und die haben gesagt, Und wir haben gesagt, wir wollen aber, weil unsere Kultur ja so einzigartig ist, wir wollen jetzt nicht Einwanderung also fördern oder wie soll ich auch sagen? Wir wollen jetzt hier nicht den Fachkräftemangel mit Einwanderung kompensieren, weil wir ja sone einzige Alehultur haben. Mhm. Kann man 'n bisschen beschmunzeln und sagen, ja, wir in Deutschland sollten uns das nicht leisten, so was zu sagen, aber die haben's gemacht.
Mhm. Und die haben befürchtet angefangen, Roboter zu bauen. Die frittieren Pommes, die kochen Nudeln, die bringen das Essen an den Tisch von den Gästen. Mhm. Die räumen Lager ein, die verbringen Pakete von a nach b, die fertigen auf 'ner Straße, einen Lötroboter, die löten, die machen alles.
Mhm. Ja. Ich will jetzt nicht sagen, dass wir das auch nicht tun, ja. Wir haben natürlich auch Robotik, aber ich glaube, die Japaner, die kann man schon so als Roboterkultur bezeichnen. Also kann man zurückschießen und kann sagen, ja, ja, hier mit eurer Kultur, aber aber mit Robotern habt ihr's und die haben's.
Das heißt, die sind uns also im Grunde ja dann Jahre voraus. Ja. Aber wir könnten auch ganz viel davon lernen an der im Grunde, ne? Ja. Nächstes Jahr kommen in Deutschland 2 Malerroboter aufm Markt.
Conbotics sei es eine, noch eine andere, hätt ich jetzt den Namen nicht mehr im Kopf, Sandstrahlen, Spachteln und Malern per Knopfdruck. Okay. Und das Geniale ist, die Werbung, die war schon so provokativ. Es ist natürlich die da mit Absicht son bisschen provozierend gemacht. So von wegen, na ja, vergleichen wir doch mal die Ausgaben, die Du als Handwerker oder als Betriebsleiter oder Handwerksmeister, Betriebsinhaber hast, verglichen mit einem Maler.
Mhm. Und da hat man, damit es fair ist, dem Roboter gegenüber fair, hat man gesagt, pass auf, dann machen wir 'n Mindestlohn, weil sonst sind die so krass auseinander und dann ist das 'n unfairer Vergleich. Und dann hat man gesagt, ja gut, also der hat keinen Urlaubsanspruch, der braucht keine Sozialabgaben, der geht nicht rauchen, der geht nicht aufs Klo, der hat der arbeitet durch. Und unterm Strich irgendwie 8 Dollar die Stunde, wenn Du den liest. Mhm.
Und das ist sehr provokativ, aber es ist natürlich auch 'n Signal in die Richtung, hey, mit KI und Robotik vereint, ja? In der bildgebende Verfahren drinne und so weiter und ja, da muss eine Kante erkannt werden, oh, jetzt muss ich hier 'n bissel umgehen und so weiter. Das ist ja ganz viel Automatismus drin. Ja. Da spielt ja KI eine Rolle.
Kann ich schon Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen abfedern? Heißt im Grunde ja, wenn man sich so jetzt mal vorstellt, da wird eine Fassade gemacht mit diesem Roboter, es fahren jetzt nicht mehr 2, 3 Handwerker, Handwerkerinnen zum Objekt, sondern nur noch 1, der im Endeffekt das Gerät bedient. Und dadurch können eben halt dann theoretisch aus der alten Kolonne, wo dann eben nur noch 3 Personen drin waren, eben halt dann nicht in der gleichen Zeit oder in der ähnlichen Zeit eben halt eine Baustelle gemacht werden, sondern parallel 3 Baustellen. Und so würde natürlich 'n Rieseneffekt entstehen, ne. Das ist ja genau das, was Du ansprichst, ne.
Heißt also, die die Handwerkstechniken werden sich schon entsprechend massiv verändern und das ist ist ja quasi die Zukunft. Aber wo siehst Du denn Herausforderungen, die die eben halt bei der Implementierung dann auch ja auf uns zukommen werden? Denn gibt's ja da mehrere Aspekte, die man einfach berücksichtigen würde, sowohl der Mensch als sich, aber auch eben halt natürlich die Vorteile. Der Mensch der einen Seite eben halt als Arbeitskraft, aber auch auf der anderen Seite natürlich als Kunde. Wie wie siehst Du das denn?
Herausforderungen gibt's wirklich Vielfältige. Fangen wir mal an. Also erst einmal die Fragen rund Datensicherheit und Datenschutz, Deutschland immer, also Thema Nummer 1. Mhm. Klar, haben wir.
Ja. Dann hast Du natürlich eine Investition in in Hightech und natürlich auch in die Schulung. Ne, also Du musst investieren, Du musst den Betrieb aufbauen, Du musst ihn ausstatten. Du brauchst Hightech, hochwertige Sensoren, Maschinen und so weiter, dann musst Du die Leute schulen. Dann hast Du als nächste Herausforderung auch noch den Widerstand aus den eigenen Reihen, Widerstand gegen Veränderung.
Ja. Ich seh das ja in großen Projekten auch und das ist ja nicht unbedingt 'n Handwerksprojekte, ich hab das überall gesehen. Immer wenn irgendwas mal anders laufen soll wie vorher, gibt's Widerstand. Mhm. Normal.
So. Und dann gibt es natürlich auch noch andere Fragen, ich sag jetzt mal so rund Ethik, wo man sich 'n bisschen kümmern muss, das haben die Japaner auch. Ich sag jetzt mal, uns vorgemacht, wo ich sage, ja, ist aber nicht unbedingt beste Beispiel. Also ich sag mal, Lean Management und Hochautomation. Mhm.
Wo dann 1 irgendwie nur noch so im Kreis läuft, hier 'n Knopf drückt, da irgend 'n Schalter bedient. Also da hab ich gesagt, ey, ein Glück, dass endlich in der Fertigstraße wieder bekloppt werden. Mhm. So. Also wie sagt man denn dazu?
Ich würde sagen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Automation, ja. Dann seh ich auch noch die Herausforderung in der Transparenz, ja. Das heißt, Handwerk ist ja nicht nur, Nagel und Hammer ist mein Lieblingsbeispiel, ich kenn mich nicht viel mehr, sondern das ist ja hinterher auch die Buchhaltung, Bewerbungsprozesse und natürlich jetzt Recruiter und so weiter benutzen jetzt schon KI. Mhm. Aber wie kann ich denn sicherstellen, dass ich fair entscheide, dass ich fair den Kunden behandle?
Natürlich wird werden heute Kunden priorisiert mit Hilfe von KI. Ja, wenn Du denen in 5 Minuten nicht anrufst, dann verlierst. Ja, dann kann der andere mal eine Stunde warten. So. Und wie kann ich das alles noch fair einsetzen?
Das sind alles Herausforderungen. Ja, sehr, sehr spannend. Also es sind also verschiedenste Wege, die da auf oder oder Aufgaben, die auf dann Unternehmen auch in Zukunft zukommen werden, grade wo eben halt der Fachkräftemangel dann, na ja, am meisten drückt an der Stelle. Und es ist ja hochspannend. Wie siehst Du denn dieses Thema Effizienzsteigerung?
Klar, haben wir schon drüber gesprochen, aber auch dann entsprechend die die Kostenreduktion. Du hast das ja eben an dem Beispiel von dem Roboter mal angedeutet. Jetzt gehen wir mal gedanklich 'n bisschen weiter. Die Investitionslage ist ja schon dann erheblich, ne, weil wir sehen natürlich jetzt gerade aus dem Beispiel, was Du hattest mit dem mit dem Malerroboter. Okay, in dem Moment jetzt erst mal so gesehen günstig, aber es sind ja viele andere Maßnahmen auch noch drum rumzutreffen.
Kommen wir da in in große Investitionen rein oder bleibt's eben halt auf dem Niveau, dass wir also kostentechnisch gleichbleiben oder reduzieren wir sogar Kosten? Also die Kostenpunkte haben wir ja genannt, ne. Also Du musst in Schulung investieren, Du musst in in Hightech investieren, in Serverdateninfrastruktur und so weiter und so fort, Datenschutz und so weiter. Du hast aber natürlich auch Kostenersparnisse mithilfe von KI. Ich sag mal ganz einfach, gehen wir mal in die Prozessautomation klar, da haben wir eine Effizienzsteigerung, ist so.
Dann haben wir eine niedrigere Fehlerrate. Grade in der Elektronik, ja, Fehler finden. Das macht 'n Also wo, ich stell mir jetzt da so vor, 'n Handwerker her, der sitzt an einem halben Tag mit der mit der Lupe mitm und und guckt da, was ist 'n da los und fängt da an irgendwie rumzuwergen, das mag der Millisekunden. Geh dran, sub. Und dann fängt der an zu löten und fertig.
Mhm. Das ist schon, das ist natürlich schon auch irgendwo eine Effizienzsteigerung. Aber wir haben natürlich auch solche Sachen wie Energie. Ja. Also intelligentes Energiemanagement.
Jetzt gucken wir uns noch mal große Lagerhallen an. Da kann ich mit KI genau den Zeitpunkt bestimmen, ab wann lohnt sich das jetzt hier in eine LED Licht, wie soll ich 'n sagen, Ausstattung umzurüsten, ja? Son son Rüstvorhaben, kostet ja auch viel Geld. Ja. Oder ist es so, dass durch diese Bewegungssensoren, also ich hab, sie gibt's ja Hallen, da läuft alle lang, da geht immer die Lampe genau über ihn an und die alle anderen aus, So.
Oder lohnt sich das eben halt nicht? Also das heißt, ich kann natürlich auch in puncto Energie ganz viel machen und und Geld sparen. Ja, dann gibt's noch weitere Punkte, Predictive Maintenance haben wir gesagt. Ich warte nicht, bis die Bauteile kaputt sind, sondern die Sensorik sagt mir ganz präzise, auswechseln. Ja.
Ja. Ja, das ist hochspannend. So so werden ja auch ganze Standzeiten ja auch vermieden dann am Ende des Tages, wenn man jetzt mal die Produktion nachdenken. Richtig. Ja.
Fehlerfindung. Ja. Also da gibt's ja auch bei diesen großen Energieanbietern, wo ist denn jetzt die hier Also wenn irgendwas schiefläuft, da fährt da irgendwie 1 mitm Jeep in die Prärie, ja, und sucht da das oder hat da so in etwa eine Idee, wo das ist. Mhm. Auch hier kann ich mir vorstellen, dass mit Sensorik und so weiter noch ganz viel Handwerk bedeutet machen.
Deine Zeit ist zu wertvoll für viel Bürokratie. Wir setzen uns dafür ein, dass dein Alltag einfacher wird. Weniger Büro, mehr Fokus auf deine Projekte. Gemeinsam digitalisieren wir das Handwerk und gestalten die Zukunft. Optimiert werden kann.
Ja, hochspannend. Auf jeden Fall 'n großes Feld noch, was vor uns liegt, ne. Ist doch gar nicht Sind wir denn, wie weit sind wir denn weg davon, dass wir sagen können, okay, jetzt sind wir mal bei irgendwo 'nem Punkt angekommen, dass wir sagen, jetzt haben wir 'n großen Überblick und wir sind wir sind quasi angekommen. Oder im Moment sind wir noch mehr oder weniger am Anfang, ne. Wann wann wie wie siehst Du so den Zeithorizont jetzt, wann wir mal da so weit sind oder sein könnten, dass wir sagen, okay, ja, jetzt haben wir son Gefühl davon, wir sind zumindest mal in der in der Halbzeit angekommen?
Also zeitliche Prognosen bezüglich der Entwicklung von Hochtechnologie ist immer ist immer gefährlich, weil man geht immer so, was locker ist. Ich wage mal eine, also ich seh jetzt noch nicht wirklich Smart City. Und Smart City bedeutet für mich gutes Energiemanagement. Ja. Weil da haben wir nämlich genau das, Kostenersparnisse und so weiter, alles, was Du angesprochen hast.
Irgendwann muss ich, wir reinkommen. Hab ich, seh ich noch nicht. Mhm. Also ich seh, es fängt an, ja, aber ich muss für bei mir zu Hause eine 22 Kilowatt lade, eine Wallbox muss ich mir von der Stadt genehmigen lassen. Mhm.
Müssen Sie mal gucken, wie hat der hier, dass hier die Lichter ausgehen hier in Hof oder was? Ja. So. Und solange wir an sonem Punkt sind, wo Smart City wirklich noch ganz am Anfang ist, würd ich sagen, wir haben noch viel, viel, viel vor uns. Also sind wir grade im einstelligen Prozentbereich von der ganzen Entwicklung, die noch vor uns liegt.
Mal grob was zu sagen. Grob würd ich sagen, lass es 8, 9 Prozent sein. Ja. Wir haben ja schon der, also am Anfang geht's ja immer richtig los. Ja.
Im November 20 22 wurde veröffentlicht. Jetzt haben wir 8000000000 IT KI Experten auf diesem Planeten, weil jeder hat's geschafft, erfolgreichen prompt einzugeben und eine halbwegs gute Antwort bekommen. Das ist doch 'n sehr gutes Zeichen. Die Leute beschäftigen sich damit. Die Leute haben's verstanden, was ich damit machen kann.
Jetzt, wie kann ich Geld sparen? Natürlich, ich kann natürlich in 'ner intelligenten Schichtplanung Krankenhäuser machen das, ja. Also wann hat wer wie wo Urlaub und so weiter, dann wie ist der Belegungsplan und so weiter, das kann ich mit KI machen. Ich hab wenige Verschwendung. Ich hab 'n 'n ordentliches Materialmanagement.
Man sagt ja auch, KI, was heißt 'n Mann sagt, das ist bewiesen, KI kann Krebsmedikamente entwickeln. Also in 'ner Materialwirtschaft wird KI auch 'n großen Beitrag leisten. Okay. Das heißt, umweltfreundliche Materialien, wo waren wie, einsetzen, solche Fragen, ja. Kreislaufmanagement.
Mhm. Da sind natürlich Kostenersparnispotenziale da und die werden wir heben können. Ja. Also hochspannend. Jetzt ist das ja eine rasante Entwicklung, die ja stattgefunden hat.
Wie kann man denn als Handwerksbetrieb da noch auf der Höhe bleiben? Wie kann man sich da in irgendeiner Form dranhängen, dass man dass man nicht komplett verloren geht durch Fachchinesisch natürlich auf der einen Seite, aber auch einfach von der, dass man die Entwicklung nicht komplett verpasst? Was kann man da tun? Der ganze Bereich rund Handwerk wird wahrscheinlich einen kulturellen, ein 1 Wandel in der Bildungskultur haben müssen. Mhm.
Ich bin in der IT groß geworden. Ich hab damals gesagt, weißt Du was, wenn Du Dut studierst, hast Du die nächsten paar Jahre Ruhe. Ja, Pustekuchen. Mhm. IT ist das schnelllebigste Fach oder die die schnelllebigste Disziplin überhaupt.
Mhm. Hier eine Zertifizierung, da eine Zertifizierung, da machen, da gucken, oh, wieder was Neues, ständig dranbleiben. Und ich glaube, dass das aufs Handwerk auch zukommen wird. Und das heißt natürlich auch, ein kultureller Wandel rund Weiterbildung. Wir brauchen eine ganz neue Weiterbildungskultur.
Ständig dranbleiben, immer sich informieren, messen, also auf Fachmessen gehen, obwohl ich glaube, das ist auch jetzt schon üblich. Aber dann auch mit IT Fokus, IT Berater, Experten auch einen Austausch mit denen haben und so weiter und so fort. Heißt ja eigentlich nur mal eine große Aufgabenstellung auch für 'n Handwerksbetrieb, ne? Ja. Das ist definitiv der Fall.
Und Thema Herausforderung natürlich, wie sieht denn son Investitionsbedarf aus? Hast Du da irgendwas Greifbares für uns oder oder bleibst Du da bei dem Roboterbeispiel von eben, dass das eben halt im Verhältnis gesehen dann eben halt nachher deutlich kostengünstiger sein wird? Genau, also jetzt haben wir natürlich eine einen Betrieb, der Roboter liest fürs Handwerk. Ja. Wer ist denn hier der, der hier die Investition macht?
Nämlich der Leasinggeber, ne? Der Handwerker wird natürlich dann hier Roboter leasen können und so weiter, was meinst Du, was der für Glaubst Du, die machen keine Marge? Was meinst Du, was der Wenn der Handwerker sagt, nee, ich bau Dinger selber, ich schaff die mir an, ne, dann hat er natürlich auch hintenraus bestimmt 'n viel größeres Einsparpotenzial. Wenn man dieses Leasingkonzept meist daher nimmt, seh ich natürlich sofort, dass der sparen kann. Ist eine Lösung.
Wenn wir jetzt so sagen, 'n Handwerkbetrieb soll sich aber hochtechnologisieren, damit er wettbewerbsfähig bleibt, da muss er wirklich in Serverdaten, Infrastruktur, Schulung und so weiter investieren und das ist natürlich dann auch eine Hausnummer. Ich sag mal, das ist jetzt nicht so viel, wie eine Google das machen muss oder eine Microsoft, ja. Es sind viel, viel, viel kleinere Dimensionen. Aber ich würde sagen, das ist schon eine Investition, die vergleichbar ist wie dieser Betrieb, der jetzt so Roboter liest. Mhm, okay.
Ne, interessant. Also das heißt, im im Grunde zu vergleichen mit 'nem Produktionsbetrieb, ne, der dann eben halt jetzt im Moment irgendwelche Robotertechnologie schon einsetzt in der in der Fertigung eben halt, wo man's auch auch von kennt halt, was dann auch auf den das Handwerk in Zukunft dann zukommen kann und wird wahrscheinlich, mit hoher Wahrscheinlichkeit, ne, ja. Superinteressant. Wenn wir jetzt mal so das Stichwort Umweltschutz noch einmal 'n Fokus nehmen, wie siehst Du da die Entwicklungspotenziale? Umweltschutz ist halt wichtig, ist ist ist für die komplette, für unser komplettes Umfeld halt einfach wichtig.
Und welchen Beitrag kann KI da leisten? Nehmen wir einfach mal son Beispiel raus, Sanierung von Gebäuden. Oder oder auch gern 'n anderes Beispiel, wenn Du sagst, Du hast dann was anderes, was grad griffiger ist. Aber wir haben ja nun mal grade in der Sanierung, deswegen find ich's eigentlich relativ spannend, wir nehmen ja Produkte aus 'nem Gebäude raus, die irgendwann verbaut worden sind, die irgendwann mal, ja, nicht verdächtig waren, dass sie in irgendeiner Form mal in irgendeiner Form umweltbelastend sein könnten. Wie siehst Du das?
Wie wie welche welche Idee hast Du dazu? Also dass wir in Gebäuden, ich sag jetzt mal, Schadstoffe verbaut haben, dafür braucht es keine KI, festzustellen, ja, hier müssen wir was machen, ja. Aber ich kenn mich jetzt ich mit mit Baustoffen an und für sich nicht so gut aus, dass ich da jetzt auch komplett das verneinen würde, dass KI nicht vielleicht hier sogar auch Wie gesagt, Materialwirtschaft ist 'n großes, also Materialforschung. Das ist 'n großes Feld und ich kann natürlich mir sehr, sehr gut vorstellen, dass hier auch KI 'n Beitrag leistet, also noch beständigere Materialien zu mischen, Ja. Ja.
Also herzustellen, da wird's wird's 'n großen Beitrag geben aus meiner Sicht. Wo ich's aber sicher sagen kann, ist Kreislaufwirtschaft. Ja. Wo ich sicher sagen kann, ist intelligente Energiewirtschaft, auch so was wie Klimageräte und also 'n Zeug, ja. Und natürlich weniger Verschwendung Ja.
Lebensmittelindustrie. Was da an Verschwendung? Wenn ich mit KI die die ganze Lagerhaltung, das Bestellwesen und so weiter, automatisch Im Endkundenbereich wird's schon gemacht. Mhm. Ja?
1, 2, 3 Sensoren in in Kühlschrank und dann bestellt er den Käse nach, wenn der alle ist. Ja. Ne? Und jetzt mal ganz ehrlich, wenn ich was gegen Verschwendung machen will, wenn ich was für die Umwelt machen will, dann natürlich hier auch mit KI gegen Verschwendung anarbeiten. Mhm.
Ja, super. Elder hast Du einen Hack für unsere Zuschauer. Ein Tipp, den Du den Zuschauern mitgeben möchtest, die zu Hause sitzen und ja, einfach, na ja, dieses Thema son bisschen auf sich zukommen lassen, weil sie aus der aus der Handwerkssicht gesprochen jetzt vielleicht nicht der 1. Adressat auch sind für die KI, aber eben halt aufgrund deiner Prognose, die Du ja auch eben gemacht hast, eigentlich ja in Zukunft sehr wohl mitm mit dem mit der KI zu tun haben. Und na ja, was kann man denen mitgeben?
Was möchtest Du den Zuschauern mitgeben? Ich hab ja von Smart City gesprochen, ne. Hab gesagt, da stehen wir nur ganz am Anfang. Mhm. Weil das auch eine enorme Infrastrukturleistung ist, die dann der Staat, die Kommunen und Gemeinden leisten, ständen müssen.
Mhm. Aber Smarthome ist ja nun schon sehr weit. Mhm. Und da gibt's ja wirklich viele, viele gute Lösungen, ja, wo ich sage, ey Leute, kann ja nicht sein, ne. Also Alexa zieht 7 Uhr morgens die Jalousie hoch, bestellt, wenn's sein muss, 'n Taxi, weißt weiß der Teufel was, macht die automatisch die Heizung an und aus und so weiter und so fort.
Wenn der einzelne Bürger irgendwo Geld sparen möchte, Mhm. Und ich hab schon ganz viele echte Erfolgsbeispiele gehört und gesehen dann über Smarthome. Also definitiv. Es ist nicht nur fancy, ja, dass ich irgendwie mit meinem Handy, ja, ich hab das bei Mitsauger auch, irgendwie jetzt die die, wie soll ich 'n sagen, so den den Spirit, jetzt ist das irgendwie die die Stimmung blau, ja, ja, oder rot und was weiß ich nicht alles, was man alles machen kann, sondern ich kann auch ganz einfach mit mit für die Umwelt tun. Ja.
Und Geld sparen. Da schließt sich ja krass, ja, genau. Ja, superinteressant. Kommen wir zur letzten Frage, Elder. Und zwar, wie bewertest Du die Stellung des Handwerks in der Gesellschaft?
Siehst Du das als so wie die die Stellung des Handwerks ist, findest Du die gerechtfertigt oder würdest Du sagen, okay, da muss man vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch mal son bisschen nacharbeiten? Wie empfindest Du das? Gerade von deiner Seite find ich total spannend, weil Du ja nun mal von ganz außen schaust, aber halt 'n Thema halt hast, was uns alle halt betrifft. Und deswegen würd mich gerne deine Einschätzung dazu sehr interessieren. Also ich als Außenstehender hab folgenden Eindruck gewonnen mit mit der Veröffentlichung von ChatGPT im November letzten Jahres.
Da ist ja dieser KI hypblosgetreten worden. Und ja, jetzt gibt's ja auch nicht nur so von wegen, KI kann ja hier plötzlich den Fachkräftemangel eventuell irgendwo kompensieren, ne. Und das ist auch 'n ganz großen Fragezeichen. In bestimmten Bereichen geht das ja sicherlich, aber in großen Bereichen wahrscheinlich auch nicht. Mhm.
Und großen Bereichen wahrscheinlich auch nicht. Mhm. Oder sollte man nicht, Pflegeerziehung, ne. In dem Moment hat sich aber auf der anderen Seite auch plötzlich die Angst breitgemacht, dass KI zu einem ernst zunehmenden Konkurrenten aufm Arbeitsmarkt eintritt. Und das tut er.
Mhm. Ob das jetzt so Copywyting ist, ob das Marketing ist, da gab's ja im im Fernsehen auch gibt's ja hier dieses schöne Beispiel, das da gab's auch son son Shitstorm dann auch, wo wo der Synchronsprecher für die Filmproduktion, ja, der hatte irgendwie Urlaub gehabt, kam zurück, ist er, kann kannst zu Hause bleiben. Mhm. Ja, mit KI deine Stimme repliziert, das geht wunderbar. Mhm.
Ja. Und in diesem ganzen Angstmache Gewusel scheint Handwerk die stabile Größe zu sein. Gibt's ja so dieses witzige Bild, wo man, gibt's son Foto, wo man dann irgendwie son großes unfertiges Haus hat, Gerüstbau und dann ist da, wo das Gerüst, das kann man ja immer irgendwie so Werbung, so Plakaten, ne. Ja. Und da war son Plakat, da stand drauf, hey, ChatGPT, finnisch that Building.
Das war natürlich provokativ, so von wegen, ey Leute, ihr könnt machen, was ihr wollt, aber uns wird die nächsten 100 Jahre noch geben. Ja. Und diese Bodenständigkeit, dieses ja, uns Handwerker wird man noch in 'nem ganzes Weichen brauchen. Und ich glaube, der dahinter steckende Wert, den lernt man jetzt zu schätzen, aber den kann man nicht einfach so durch LGBT ersetzen. Das ist 'n ganz tolles Schlusswort.
Mit dem Wert verabschieden wir uns auch. Elder, vielen Dank, dass Du hier bei mir in der Sendung gewesen bist. Und an unsere Zuschauer, das war Elder Sultanow. Vielen Dank für diesen Einblick in die KI Welt. Sehr ausführlich, sehr spannend und für uns alle relevant, wie wir gehört haben und ich freue mich, wenn Sie das nächste Mal wieder einschalten bei Handwerk spricht.