Cover: Dirk Eckart - Geschäftsführer eine Gerüstbaufirma

Dirk Eckart - Geschäftsführer eine Gerüstbaufirma

21. Dezember 2025 26:27 Min. Zu Gast: Dirk Eckart
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Worum es geht

In dieser Folge von HandwerkSpricht ist Dirk Eckart zu Gast, Geschäftsführer eines auf Spezialbau ausgerichteten Gerüstbauunternehmens. Er gibt Einblicke in die Welt der Spezialgerüste – etwa an Brücken und besonderen Gebäuden – und erklärt, worauf es dabei ankommt. Sein Fachwissen ist dabei auch für Einsteiger verständlich aufbereitet, die sich mit dem Gerüstbau noch nicht auskennen.

Das nimmst du mit

  • Gerüstbau ist mehr als Standardgerüste: Im Spezialbau werden individuelle Lösungen für Brücken und besondere Gebäude gefragt.
  • Bei Spezialgerüsten kommt es auf spezifische Anforderungen und Details an, die je nach Bauobjekt variieren.
  • Auch Branchenfremde können einen verständlichen Einblick in das Handwerk Gerüstbau gewinnen.
  • Praxiswissen aus erster Hand vermittelt ein realistisches Bild vom Berufsalltag eines Gerüstbau-Geschäftsführers.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Worum geht es in dieser Folge?
Es geht um den Gerüstbau im Spezialbau, insbesondere um Spezialgerüste an Brücken und besonderen Gebäuden, erklärt von einem erfahrenen Geschäftsführer der Branche.
Wer ist der Gast?
Zu Gast ist Dirk Eckart, Geschäftsführer eines Gerüstbauunternehmens mit Schwerpunkt Spezialbau.
Ist die Folge auch für Einsteiger geeignet?
Ja, das Fachwissen wird so vermittelt, dass es auch für Menschen verständlich ist, die sich mit dem Gerüstbau noch nicht auskennen.
Welche Arten von Gerüsten werden thematisiert?
Im Fokus stehen Spezialgerüste, etwa für Brücken und besondere Gebäude, sowie die Frage, was dabei zu beachten ist.

Zu Gast

Geschäftsführer eines Gerüstbauunternehmens

Dirk Eckart führt ein Gerüstbauunternehmen mit Schwerpunkt im Spezialbau, unter anderem für Brücken und besondere Gebäude, und teilt sein fachliches Wissen aus der Branche.

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Transkript

Herzlich willkommen zu Handwerk spricht, der Sendung die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet und heute hier zu Gast bei mir im Studio, Dirk Eckart. Dirk, Du bist Geschäftsführer 1 Gerüstbauunternehmens. Stell dich doch bitte vor und sag uns mal, was Du genau machst. Ja, mein Name ist Dirk Eckert. Ich bin 57 Jahre alt, Vater von 2 erwachsenen Kindern, schon seit über 30 Jahren mit derselben Frau verheiratet.

Und ja, ich bin Geschäftsführer und Inhaber der Gemeinhard Service GMBH, 'n Spezialgerüstbauer aus Sachsen, aus Mittelsachsen. Wir haben Niederlassungen in Frankfurt am Main, in Braunschweig und in Nürnberg und beschäftigen uns zu 95 Prozent mit Spezialgerüstbau. Also was ist Spezialgerüstbau? Das sind alles spezielle Bauten, die da eingerüstet werden, ob das Brücken, Türme, Talsperren, Industrieanlagen sind. Also dieses reine normale Fassadengerüst, was man so an Häusern sieht für Maler und Dachträger, das machen wir nur noch für unsere Auszubildenden so rund bei uns 'n Kirschturm Und sonst haben wir uns halt wirklich dem Spezialgerüstbau verschrieben.

Genau. Spezialgerüstbau, Brücken, Du sprichst grade an, dann habt ihr wahrscheinlich relativ viel zu tun, weil da doch da 'n großer Bedarf grade ist. Ist es mehr geworden in den letzten Jahren, grade was Brücken betrifft? Kontonierlich, würde ich denken. Also wir erfahren nicht, dass es mehr geworden ist, aber es geht mehr in die Sanierung von Brücken, die dann wirklich eine Betonsanierung oder eine Versteifung bekommen.

Die Brücken sind viele Ende Fünfziger-, Sechzigerjahre gebaut. Die sind gar nicht auf diese Tonage, die jetzt eigentlich dort drübergehen, berechnet wurden. Und somit werden die ganz, ganz viel verstärkt. Und natürlich auch den Neubau. Wir haben jetzt erst wieder öfter bekommen, eine einen Neubau einzurüsten.

Also die werden dann vor Ort zusammengeschweißt, werden dann auch korrosionsgeschützt und werden dann irgendwann eingeschoben. Und das ist auch unsere Aufgabe, sonen Korrosionsschutz zu begleiten, nicht so die Regen oder die Farbe auch in die Umwelt zu bringen. Das ist eben dieser Schutz, den wir da bringen, genau. Jetzt nehmen wir uns mal kurz mit oder nimm mal die Laien grade mit. Du sagst grade, Fassadengerüste für Dachdecker und Co macht ihr nicht.

Das ist ja eigentlich das, was jeder so vor Augen hat. Was ist denn der besonderer Anspruch, wenn wenn Du sagst Spezialgerüstbau, Brücken? Also ich hab da schon 'n Bild vor Augen, aber wenn man jetzt mal wirklich dann mal so versucht, runterzubrechen und ganz einfach zu beschreiben, das, wie würdest Du das machen? Ich sag mal, es gibt 3 Arten oder 3 Arten von Gerüsten. Entweder ist es 'n Schutzgerüst, 'n 'n Traggerüst oder 'n Arbeitsgerüst, ne.

Diese 3 Arten gibt es so im Groben, sag ich mal. Es gibt noch viele andere, aber das ist das Grobe. Entweder ich rüssel eine Brücke ein, Menschen dahin zu bringen, wo eigentlich Kinder hinkommt, also es ist meistens unter die Brücke, ne. Und dann fangen wir an mit Bohrungen. Wir kleben dann Ankerstangen ein und hängen dann im Gerüst unter, komplett unter eine Brücke, ohne dass das unten irgendwo steht auf der Autobahn, im Wasser, auf Überflutungsgebieten.

Dann gibt es diese Sachen, dass man das einhausen muss, also dass man wie eine Hülle drum baut, so Christo hier in Berlin vor vielen Jahren, dass entweder die Umwelteinflüsse nicht auf das Bauwerk kommen oder diese Sachen wie Farbgebung, grade Sandstrahlen, nicht in die Umwelt. Mhm. So. Und dann gibt es noch die Traggerüste, da haben wir jetzt grade in München in der Spartenbrauerei was gemacht. Das sind Maschinen, die die wiegen 23 Tonnen und die müssen in 9 Meter Höhe in irgendeine Einbringöffnung gebracht werden.

Die kriegen die ja natürlich nicht einfach so rein, sondern die müssen die irgendwo absetzen und dann werden die ins Gebäude verschoben. Und son Absetzgerüst haben wir dann zum Beispiel errichtet. Und das sind immer wieder individuelle Dinge, wo man auch wirklich Hirnschmalz reinsetzen muss und wo man auch nicht Statik dazu braucht. Diese Gerüste im Spezialgerüstbau werden alle statisch berechnet. Also gibt's keins, was da irgendwie so nach Gefühl gebaut wird.

Habt ihr 'n eigenes Statiker tatsächlich? Nein. Wir haben ungefähr so über ganz Deutschland verteilt 6 verschiedene Gerüststatiker, die sich ausschließlich mit Gerüsten beschäftigen. Und wir haben mal gerechnet, wir könnten 2 Stratiker, also für das Geld, was wir ausgeben beim Stratiker, könnten wir 2 Stratiker beschäftigen bei uns im Unternehmen. Wir sind aber der Meinung, wir soßen das lieber raus, weil die Ideen kommen besser, ne.

Die in der Firma nimmt man immer wieder seine eigenen Materialien. Ja. Und wenn man das rausgibt, kommt, kriegen die auch von anderen Gerüstbaren wieder Ideen statt im Stahlgitterträger, zum Beispiel in Aluminiumverbund Titanträger zu nehmen oder 'n Stahlträger oder, genau. Ja, so so so fördert man auch quasi Weiterentwicklung, wenn man so möchte, ne. Genau.

Mhm. Das ist gut. Das das sind die Impulse, die von außen kommen, dann selber die eigenen Verfahrensweisen immer wieder zupft. Ja. Das heißt also, gut verstanden.

Also im Grunde geht's ja bei bei den vielen Positionen ja immer Schutz natürlich an der Stelle. Und bei euch sind natürlich auch die Personen, also grade eure Monteure und und Auszubildende, die dann eben halt dann auch bei euch arbeiten. Da ist ja schon auch immer son hoher Aspekt der Arbeitssicherheit. Wie könnt ihr das immer gewährleisten? Weil ab Absturzkanten ist ja genau das, wovor ihr schützt mit euren Gerüsten.

Genau. Und eigentlich seid ihr ja die Ersten, die da hinkommen und habt die Absturzkante vor euch, ne. Genau. Also wir sind die Ersten und die Letzten meistens, ne, die irgendwie die Baustelle betreten. Ja, Arbeitsschutz steht bei uns an ganz großer Stelle, da legen wir auch ganz, ganz großen Wert drauf.

Es kann auch nix passieren im Großen und Ganzen. Sicherlich, es kann jemand abstürzen, aber da muss dann natürlich ordentlich aufgefangen werden durch sein durch seine PSA, durch seine persönliche Schutzausrüstung. Und vor allen Dingen, da muss auch geholfen werden. Deswegen machen wir auch jedes Jahr eine Höhenrettung. Also wenn wenn jemand wirklich abstürzen würde, wie kann der gerettet werden?

Ob das nun 60 Meter Höhe, gerettet werden? Ob das nun 60 Meter Höhe ist, über Wasser oder, oder, oder. Und da machen wir wirklich, bilden wir jeden unserer Mitarbeiter aus, dass da dieses Höhenrettungsgerät bedienen kann und auch ordentlich bedienen kann. Ja. Ja, ist ja 'n absolutes Muster in dem Fall.

Genau. Wie macht ihr das denn mit der Ausbildung? Jetzt jetzt stell ich mir vor, Du kommst in sone Situation, Du bist das 1. Mal auf 'ner Brücke und Du musst jetzt irgendwie über die Kante steigen, weil das ja dann quasi dann hoffentlich aufs Gerüst angeht in dem Fall. Wie wie wie bereiten dir junge Menschen da auch vor?

Also Ausbildung ist schon bei uns seit vielen Jahren 'n Thema. Wir haben schon weit über 100 Gerüstbauer ausgebildet bei uns im Unternehmen, die natürlich nicht mehr alle da sind, aber die bei uns durch die Hände gegangen sind. Wir haben's viele Jahre so gemacht, dass die Auszubildenden ab dem ersten Tag auch wirklich zu den gut ausgebildeten Gerüstbauern gekommen sind. Und wir haben dann gemerkt, dass auch die die Abbrecherrate ziemlich hoch wurde. Ich bin dann mit meiner Frau, die das Personal und son bisschen die die die Mutti auch manchmal bei so im Betrieb ist, bin ich nach Wilhelmshaven gefahren und hab dort mal 'n Lehrgang besucht, der hieß Umgang mit der Generation XYZ.

Mhm. Und da hat man mir mal wieder die Augen geöffnet. Wir sind Babyboomer, für unsere Arbeit und so immer das Wichtigste. Da hat man uns die Arbeit, die Augen geöffnet, wie dann wirklich Azubis ticken. Und da bin ich draufgekommen, dass ich das eigentlich so mache wie auch bei meiner eigenen Ausbildung.

Ich hab mal Bauarbeiterarbeiter gelernt. Mhm. Wir waren im ersten Lehrjahr unter uns nur Lehrlinge des ersten Lehrers. Und im zweiten Lehrjahr sind wir dann, sag ich mal, raus auf die Baustelle. Und so haben wir das auch gemacht.

Ich hab 'n LKW in Doppelkabine gekauft, hab mir 'n Ausbilder aus meinen aus meiner Mannschaft genommen und betreue die Auszubildenden im ersten und zweiten Ausbildungsjahr unter sich. Also die machen eigene Projekte, die lernen die werden im Prinzip herangeführt, was es bedeutet, 'n ordentliches Gerüst zu bauen und auch sich aufeinander zu verlassen. Wie viel Azubis habt ihr? Wir haben derzeit 9. Oh, auch eine große Ja.

Große Anzahl. Also genau. Wir haben dieses Jahr auch wieder das Glück gehabt, 5 neue Azubis zu bekommen, die auch sehr engagiert sind, aber die Jungs, die sind zwischen 16 und 19 Jahre alt, ne. Und wenn man mit 16 das 1. Mal so richtig aufn Bau kommt, ich glaube, das ist das macht schon was mit einem, ne.

Und wenn man dort noch 'n bisschen untereinander ist, grade auch so dieses dieses Gefühl, ich werde gebraucht oder auf mich wartet jemand, ist für uns ganz wichtig. Und seitdem haben wir wirklich die Abbrecherrate weit auf die Hälfte reduziert, ne. Und das ist eben das und die die Azubis, die machen so kleine Projekte unseren Standort ringsrum. Also die werden auch alle bei uns in Rosswein, in Mittelsachsen, treffen die sich früh. 7 Uhr, haben 16 Uhr Feierabend, haben ihr eigenes Auto, haben auch ihren eigenen Bus, denn wir haben auch 'n Shuttle eingerichtet, weil wir haben unsere Firma dort, wo der ÖPNV vergessen hat, eine Haltestelle zu bauen.

Also wir unsere unsere Azubis und so kommen auch nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu uns. Ja. Somit hab 'n Bus gekauft, haben dort 'n Shuttle eingerichtet von unserer Kreisstadt mit 3 Stationen, wo er die Azubis abholt und auch wieder nach Hause bringt. Ja, und das hat für uns 'n großen Vorteil gebracht. Viele sagen auch, die werden zu viel gepampert, die werden zu viel.

Aber ich sag immer, es gab schon neunzehnhundertachtundvierzig bei der Firma Leier, das ist unsere Gerüsthersteller, haben die schon die Leute mitm Bus als den nächsten großen Ort aufs aufs Dorf geholt. Also es gab's schon, das ist keine neue Erfindung. Ja. Ja, es ist 'n sehr großer Aufwand, den ihr betreibt, aber ich glaube, dass sich das am Ende auch lohnt. Die Frage mit dem mit dem Pampern ist ja immer, wann wenn man's im ersten Lehrjahr macht und den Weg geht und dann dafür zweites, drittes Lehrjahr und allen Dingen nachher die Gesellenjahre dafür, umso stärker werden, hat man ja alles richtig gemacht.

Ja. Und was ist so deine deine Erkenntnis daraus? Also unsere 70 Prozent unserer gesamten Beschäftigten sind, haben bei uns mal gelernt. Also sind irgendwie sone eigene Aufzucht, sag ich mal. Ne.

Unser Bauleiter, der der Dirk May, der ist als fertischer Collonnenführer zu uns gekommen, macht jetzt die Projektleitung für Sachsen. Unser Ausbilder, der hat bei uns selbst die Ausbildung vor 9 Jahren gemacht, hat sich hochgearbeitet bis zum Projektleiter für die Ausbildung. Und ich denke, dass die kennt einfach die Strukturen im Betrieb. Und das ist ganz wichtig, ne. Und wir haben sicherlich viel, viel höhere Strukturansprüche wie viele andere Österreichsbauunternehmer oder oder Unternehmen.

Und das muss man natürlich auch durchsetzen können. Und das setzt man nur durch durch eine sehr lange Betriebszugehörigkeit. Dass dass man einfach wisst, weiß gegenüber, wie tickt der? Wie muss ich den nehmen? Und was wird von dir denn auch verlangt?

Als Unternehmer, aber auch als Arbeitnehmer? Ja, es ist eine sehr, sehr gute Herangehensweise, die wirklich beispielhaft ist. Aber ihr seid ja auch in anderen Bereichen immer sehr früh und vorne dabei, ne. Also ist ja jetzt, Thema Ausbildung können wir gleich gerne noch mal drauf zurückkommen. Aber sagen wir's mir noch mal, Du hast ja, Du hast ja andere Sachen auch noch im petto, ne.

Künstliche Intelligenz hab ich gehört. Ja, so mal. Also ich mach das ich mach das Geschäft ja mitm Walter Stuber. Und wir haben das ganz, ganz große Glück, ein riesen cooles Team hinter uns zu haben. Also der Walter ist zu 100 Prozent aus dem operativen Geschäft raus.

Ich bin zu 80 Prozent raus, also ich kümmer mich nicht einzelne Baustellen mehr, sondern unsere, wir haben uns zur Aufgabe gemacht, einfach die Firma auszurichten, einfach übern Tellerrand zu schauen, einfach auch diese Firma zukunftsfähig zu machen, ne. Und Walter sein Sohn wird jetzt übernächstes Jahr die Firma übernehmen, tritt in die in die Fußstapfen seines Forders. Und ja, wir sind da auch große Vorreiter, manchmal auch werden wir als Spinner dahingestellt. Aber ja, wir haben eine KI entwickelt zum Beispiel, die ist ganz neu jetzt aufm Markt. KI, jeder spricht dadrüber.

Wir haben sie aber praktikabel für unser Unternehmen gemacht. Wir haben alle Internetseiten, alle Facebook Seiten, alle Social Media Seiten einfach in diese KI gepackt. Und jeder kann einfach fragen, irgendwas über die Firma müsst ich nicht mehr weiter durchscrollen. Wenn ich irgendwas über die Ausbildung wissen möchte, was verdienen 'n Auszubildender im ersten Lehrjahr, geborene ich diese Frage dort ein und die KI beantwortet die. Ne, weil der einfach nur mit diesen Seiten gefüttert ist, die die die dort über von uns schon seit über 10 Jahren einfach auch betreut werden, ne.

Also ich ich schreibe Blog schon seit, ich glaub, 7, 8 Jahren mitten weiter gemeinsam. Wir schreiben 12 Blogs insgesamt. Okay. Ja. Inklusive unserer eigenen.

Und ja, die werden alle durchsucht und man kriegt in eine präzise Antwort. Und für uns ist das so, wenn jemand ins Internet geht und einfach auf unsere Internetseite, da muss ich ja erst mal durchscrollen, zu suchen, was will ich denn? Und jeder Nutzer sucht ja auch was anderes. Und durch diese KI kann er sich im Prinzip genau dorthin fragen, was man wirklich interessiert. Und das ist für uns eine 1 ganz gute Sache.

Das heißt also, ihr macht die Unternehmensinformationen darüber, ihr macht eure persönlichen Informationen und auch das, was ihr drum gemacht. Recruiting hab verstanden, läuft auch son gewissen Teil zum Server. Oder wie lang wie weit geht ihr, wie tief geht ihr beim Recruiting da? Na ja, wir haben auch eigene Ausbildungsseiten, wo einfach ein einfach Es gibt eine 1 Landingpage, die nur für Auszubildende ist. Also da steht dann drinnen, was verdient, wie ist die Ausbildung, wie ist die überbetriebliche Ausbildung, wo sind die Schulen, wer ist der Ausbilder?

Und die sind alle da mit gefüttert mit dieser KI, ne. Und wenn 'n Auszubildender eben wissen will, wer ist denn mein Ausbilder, was macht der eigentlich in dieser Firma, Kann er das auch fragen. Mhm. Genau. Und das ist jetzt das Neueste.

Also das haben wir in im Sommer diesen Jahres installiert mit dem QR Code, haben wir natürlich auf alle Seiten gebracht. Und ja, das ist schon 'n 'n größerer Erfolg und jetzt arbeiten wir natürlich auch mit Proms grad bei Angebotstexten und haben uns eine eigene KI generieren lassen. Mhm. Dass wir auch Angebotstexte individuell machen. Und nicht einfach bloß, hier hast Du das und hier hast Du das oder, sondern wir beziehen da auch den Kunden mit ein, also durchsuchen den Kunden seine seine Internetseiten, bildet der auch aus.

Und so kann man ja auch wirklich Parameter schaffen, sagen, Mensch, Du bist auch Ausbildungsbetrieb. Du legst ja da bestimmt auch auf Arbeitsschutzwert und auf die Jugend, ne. Und das ist dann halt einfach 'n auch 'n anderes Angebot wie als nur diese technische Seite. Geht da bitte in in die emotionale Regie rein. Handwerkerinnen und Handwerker wie Du halten die Welt zusammen und wir halten dir den Rücken frei.

Wir stehen für Innovation im Handwerk, für Lösungen, die vorangehen und für Arbeit, die sicher und smarter wird, weil Handwerk Zukunft ist. Ja, macht ja auch Sinn, ne. Wir sind ja, die Menschen sind ja viel emotionaler als Genau. Falls sie's auch tatsächlich glauben, ne und oft ist ja so harter harte Schale, weicher Kern im Grunde. Genau.

Natürlich zählen auch irgendwo dann irgendwo Zahlen am Ende des Tages und die spielen auch immer eine Rolle natürlich, aber im Grunde kann man schon sehr viel damit erreichen, ne. Also Marketing gehört, da gehören auch auf jeden Fall Emotionen zu, ne. Genau. Gesachst Du grad Kalkulation an? Kalkuliert ihr auch tatsächlich schon?

Na ja. Nee, nicht schon. Also kalkulieren tun wir schon seit 20 Jahren. Also seit Ja, mit KI jetzt mit KI. Nee, nee, kalkulieren tun wir noch nicht mit KI, weil wir wollt, wir hatten die Idee schon, auf der Internetseite einfach sonen Button zu machen, was kostet das und das?

Was kostet das und das? Aber weil wir überregional arbeiten, sind natürlich ganz andere Parameter. Wir haben Fahrzeiten, wir haben Transport, wir haben Transporte. Das kann man nicht einfach so abrufen, wenn man in Hamburg 'n Gerüst anfragt und der Gerüstbau kommt aus was weiß ich. Ja.

Ne, also das kann man das kann man so nicht machen. Aber wir sind da dran. Also irgendwann wird das dann schon, dass man dann dass man dann irgendwie 'n 'n paar Sachen da rüberbringen könnte. Ja, allein wenn man den internen Prozess durch eine KI schon mal entsprechend untermauern könnte und beschleunigen könnte und Du nachher nur 'n Kontrollprozess hast im Sinne von müssen es mal durchgehen, ob die Kalkulation, die dann hinterlegt ist, auch tatsächlich realistisch ist. Da haben wir auch schon viele erraten.

Das kann man, das kann man schon machen. Also was wir definitiv schon machen, das sind so Gegenrechnungswerte, Marktforschung mit der KI definitiv. Das geht auch ganz super. Und wir haben uns prompt geschrieben, die Gefährdungsbeurteilung zu zu generieren, ne. Wir geben dann wir geben dann zum Beispiel gewisse Parameter von der Baustelle, auf was es wirklich drauf ankommt.

Und er macht uns genau die richtige Gefährdungsbeurteilung für diese für diese Baustelle. Sehr gut, ne. Ja. Das ist auch bei vielen Firmen, die machen das, machen diese Gefährdungsbeurteilung recht milchmädchenhaft, sag ich mal, ne. Weil es ist ja wirklich Arbeit.

Es ist fleißig Ja, auch wirklich, ne. Es ist wirklich viel Arbeit. Und die Fleißarbeit kann ich halt eine KI abnehmen. Das ist nachher nur noch die der Transfer quasi zur Belegschaft. Genau.

Nur, dass dann auch wirklich dann auch das eingehalten wird und was gemacht werden muss. Und da hast Du diesen Rieseneffekt. Ja, sehr gut, sehr gut. Ihr seid, ihr 2 ja auch, Du hast ihn Walter ja auch eben angesprochen, ihr seid ja auch Netzwerke vor dem Herrn. Ihr seid ja auch sehr viel auch in in in verschiedensten Situationen unterwegs.

Und eigentlich ist das ja das, was dem Handwerk noch relativ weit fern ist, ne. Das Handwerk ist ja leider noch gar nicht so weit, Vernetzung, Menschen in sein Leben zu lassen, sich auch mal Tipps geben zu lassen oder oder mal Fehler einzugestehen und zu reflektieren. Und da seid ihr auch ganz anders unterwegs. Wie kommt ihr dazu? Also ich sag mal so, wir haben erkannt, dass Menschen beim Menschen kaufen, so.

Und da hat haben wir uns einfach zur Aufgabe gemacht, unsere Personenmarke zu integrieren. Und das ist eigentlich das Ehnste, was wir was wir damit bezwecken. Wir müssen uns bekannt machen, dass die Leute auch bei uns kaufen. Es geht ja immer trotzdem ums Geschäft, ne. Wir sind liebenette Menschen, wir können alles machen, aber die Kohle muss ja auch kommen.

Ja. Ne, das das Geschäft muss florieren. Und wie gesagt, wir sind so Typen auch, alle beide, die sich auch dann in der Öffentlichkeit stellen und sagen, das haben wir gemacht. Wir haben Bücher geschrieben, wir haben das Buch nicht bloß geschrieben, uns zu verherrlichen, sondern auch unsere Fehler dort oft zu zeigen, was haben wir denn wirklich auch vermisst mitunter in den letzten 20 Jahren fabriziert, ne. Und das wollen ja die Leute hören.

Und das ist ja das eigentlich, dieses Persönliche. Wir merken ganz, ganz extrem, grad bei LinkedIn und bei Facebook und überall Instagram, die Leute interessiert mehr dieses Persönliche, ne. Hast Du dein Hemd heute mal falsch zugeknöpft? Interessiert die Leute mehr, als wenn Du 'n schickes Bild von 'nem Gerüst dort reinstellst, wo Du denkst, ah, Megakonstruktion. Nee, das Hemd ist wahrscheinlich interessanter fürn Chef, Ja.

Weil er auch alt 'n Mensch ist. Ja, definitiv. Und wie wie wie blödst Du diesen Punkt? Selbstreflexion und und wirklich auch mal Impulse von außen. Ich mein, der macht das ja schon perfekt, aber wie wie nimmst Du's wahr in deinem Umfeld im Handwerk?

Ist das ist das ausreichend oder? Weil ich hab oft das Gefühl, ja, dieses Thema Stolz ist halt einfach sone große Hürde und man man macht ja selber Fehler und verbessert sich ja auch dadurch eigentlich kontinuierlich. Man kann ja nur durch Fehler lernen am Ende der Fall. Aber ich hab so oft das Gefühl, diese Fehler stimmen, die die gibt's gar nicht. Da da wird nicht drüber, ah, nicht drüber gesprochen und mir gibt's die gar nicht.

Ja, der Mensch ist ja auch halt der Mensch, ne. Da redet nie gerne über Fehler, da macht nie gerne Fehler. Und viele denken auch, Fehler ist was ganz, ganz Negatives. Nee, es stimmt, nee. Hätten wir die Fehler in unserem in unserer Karriere nicht gemacht, wären wir nicht dort, wo wir heute sind, ne.

Und ich muss ja sagen, das ganze Social Media ausm sehen ist Hobby von Waldent von mir, ne. Wir machen das gern. Wir viele Sachen, gehst macht arbeitest Du überhaupt noch? Da sag ich, es ist meine Arbeit. Es ist auch meine Arbeit dazu, ne, dieses Social Media.

Und das bringt ja mich nicht bloß persönlich weiter, sondern das bringt auch die Firma weiter, macht die Firma bekannt, weil ja immer alles miteinander verknüpft ist, ne. Ich ich schreibe zum Beispiel über ganz persönliche Sachen, wenn mein Sohn, was weiß ich, 'n Führerschein nebenstand hat, über so was würd ich nicht schreiben. Und wenn ich mit meiner Familie irgend einen coolen Ausflug mache und und ich das richtig gut finde und zu meiner das zu meiner Erholung dient und der dann noch 'n klein 'n klein Touch vielleicht damit hat und sagt, Mensch, wir haben uns das die Stadt damals angeguckt und wir haben 'n ganz cooles Bauwerk gesehen oder so was. Dann ist das ja auch eine Vermischung dieser Sache, Also das ganz Private, ich würde mich nie zu Hause in der Küche fotografieren und sagen, ich koch heut 'n Eintopf oder generell, das würd ich nicht machen. Aber beim Fahrradfahren zum Beispiel einfach zu sagen, ich fahr heut mit meiner Familie und wir schauen uns das und das an.

Ja. Ja, das Thema Sichtbarkeit wird halt einfach immer wichtig. Das ist so, ja. Genau. Definitiv.

Und ich doch immer, wer nicht gesehen wird, der wird auch nie gefunden. Ja, definitiv, ja, ne. Absolut richtig. Wie siehst Du denn so die Entwicklung jetzt grade im Gerüstbau, wenn wir mal reinzoomen? Sind da irgendwelche Quantensprünge zu erwarten jetzt?

So sind wir technisch da schon aufm hohen so hohen Niveau, dass das wirklich, na ja, sagen wir mal, vom Gesichtspunkt heute mehr oder weniger ausgereizt ist. Und wie siehst Du's im gesamten Handwerk im Moment? Also im Gerüstbauspezifisch seh ich das so, dass wir dort eine 1 total, 'n totalen Wandel kriegen werden. Es geht die Arbeitssicherheit, ne. Viele Länder haben schon dieses voreilende Länder, die haben integrierte voreilende Länder.

Und wir haben halt in Deutschland noch zu 85 Prozent dieses normale Rahmengerüst, wo man irgendwas dranbauen muss, nicht abzustürzen. Mhm. Und ich denke, über kurz oder lang wird das 'n Thema werden, dass wir im Gerüstbaren Wandel haben werden, dieses integrierte Gelände ordentlich einzubauen. Da wird, da wird die Berufsgenossenschaft, die Landesämter für Arbeitsschutz, die werden dort drauf plädieren. Mhm.

Und das wird natürlich 'n riesengroßen Fahrer durch die Gerüstbauerwelt geben. Es kann ja, es kann ja nicht 85 Prozent der Gerüstsysteme verschrottet werden oder eingeschmolzen oder. Das wird 'n Riesenthema werden, woran ich bin ich aber der Meinung, woran aber auch die Berufsgenossenschaften und die Landesämter für Arbeitsschutz arbeiten werden. Weil einfach ja, ob das nun Gerüstbauer sind, die Abstürzen oder Nutzer, das kann man nicht so richtig unterscheiden, ob Gerüstbau, Unfälle sind meistens schwer. Ja.

Und das ist das Thema. Ja. Ne. Und im Handwerk bin ich der Meinung, müssen wir alle was tun, das Handwerk einfach interessanter zu machen oder interessanter zu gestalten. Ich persönlich bin ja ganz viel auch an Schulen.

Wir haben Schulpatenschaften wie früher die Patenbrigaden, ne, so was so was machen wir. Und ich zeig denen immer den Film, Das Handwerk. Das hat mitunter jetzt 1200000 Klicks gehabt. Mhm. Und das find ich son genialen Film, einfach den Kindern mal zu erzählen, was ist denn Handwerk?

Wenn man fragt, nennt mir mal 'n Handwerksberuf, da kommt Dachdecker, da kommt Lemppner, da kommt noch 'n 'n 'n Maurer. Und aber es kommt kein Bäcker, es kommt kein Friseur, es kommt kein Fleischer, es kommt kein Instrumentenbauer, ne. Und diesen Film zeig ich eigentlich immer jeden schon in im Alter von 9 bis 10 Jahren, dass die einfach mal sehen, für was ist denn das Handwerk da? Für was brauchen wir's denn? Ja, ist 'n Superfilm.

Ja. Und mich hat geprägt als eine Mutter, die kannte ich auch. Ich hatte wieder so, oh, Kiddies in bei mir im im Unternehmen, hab den Film gezeigt. Und haben wir das, läuft mir die die Dame da übern Weg und sagt, sag mal, Dirk, meine Tochter hat mir erzählt, ihr habt irgendwas mit nackten Menschen gezeigt. Ich könnte das gar nicht glauben.

Was was ist denn das? Das war der Handwerksfilm, weißt Du, alle da nackt? Waren. Genau. Dort stehen, wir haben einfach nix mehr.

Was hab ich da erklärt? Dann hab ich gesagt, ja, also das hat meine Tochter dem Tal begeistert, dass es so viele Handwerksberufe gibt, ne. Die sind ja in Abspann, die werden ja dann alle aufgezählt und so und da les ich das dann auch fuhren. Und ja, und das ist unsere Aufgabe bei von uns Handwerkern, den den Kiddies das Handwerk wieder beizubringen oder nahezulegen, ne. Viele haben ihre haben ihren Kindern immer gesagt, Handwerk ist schmutzig, es ist schwer und es wird schlecht bezahlt.

Mhm. So, das sind aber nicht die 3 indischen Argumente, die 'n Handwerk hat, ne. Ja, und die stimmen ja auch so nicht mehr. Nee, stimmen nicht mehr. Und außerdem, ich sag immer, das schönste Argument ist eigentlich, Du siehst jeden Tag, was Du gemacht hast.

Ja, genau. Ob das 'n Bäcker ist, ob das 'n Schneider ist, ob das 'n Friseur ist. Er sieht, was er gemacht hat. Und deswegen haben wir im Handwerk die wenigsten psychologischen Probleme. Genau.

Dirk, hast Du für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer einen Hack mitgebracht? Einen Tipp, den Du gerade weitergeben möchtest? Einen Tipp. Einen Tipp kann ich gern geben, und zwar geht das an die Handwerker. Das hab ich heut schon mal gesagt, macht euch sichtbar, denn nur wer sichtbar ist, da wird auch gefunden, ob das im Arbeitsmarkt ist, also Auszubildende, ob das auch die Handwerker sind oder oder Neueinstellungen oder Aufträge.

Das ist das Wichtigste, was ihr tun müsst. Ja. Werdet sichtbar. Und auch dein dein Eingangstipp beziehungsweise euer Verfahren, dass ihr die Auszubildenden wirklich ein Jahr zusammenlasst und so weiter, ist ja 'n Riesentipp gewesen. Eigentlich 'n Geschenk für alle, die zugeschaut haben und die die Möglichkeit natürlich haben, ne.

Genau, die Möglichkeiten müssen wir dazu haben, genau. Ja, definitiv. Oder man muss sich zusammenschließen und die Möglichkeiten erschaffen, ne. Geht natürlich auch. Ja, wir kommen leider schon zur abschließenden Frage.

Es die Zeit ist verflogen wie im Flug, aber irgendwann ist immer ein Ende, ne. Da können wir leider nichts dran machen, ne. Dirk, wie siehst Du, dass die Stellung des Handwerks in der Gesellschaft, ist die Stellung oder ist die die Wertschätzung so, wie sie sein sollte oder muss sich da etwas dann verändern? Das Handwerk hat schon gelitten in den letzten Jahren. Gibt's ja keine Frage, das begreifen wir ja immer wieder.

Aber ich bin der Meinung, es darf nicht noch weiter sinken in im Ansehen der ganzen Menschen. Jeder wird begreifen, wenn der Wasserhahn tropft. Und der der Klempner kommt erst in 14 Tagen oder in 3 Wochen, weil er einfach keine Leute hat, die das tun und die das machen. Also das Handwerk sollte mehr geschätzt werden. Und dass das Handwerk jetzt mehr Geld kostet, ist, denn die Handwerker sollen auch 'n ordentlichen Lohn verdienen, den sie ja mittlerweile auch bekommen.

Das ist eigentlich so das Thema, wer abschätzen unser Handwerker, denn wenn er das nicht tut, wird's bald keiner mehr geben. Sehr gutes Schlusswort. Dirk, ich danke dir, dass Du hier bei uns gewesen bist. War eine tolle Sendung und bin gespannt, aber Du kommst auf jeden Fall immer wieder. Wir sehen uns noch mal.

Das war Dirk Eckart. Es war schön, dass ihr dabei gewesen seid. Herzlichen Dank und bis bald.

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