David Gil Cristobal - Bestsellerautor spricht über Leistungsbereitschaft
Worum es geht
In dieser Folge von HandwerkSpricht ist David Gil Cristobal zu Gast - ehemaliger Fußballer, Unternehmer und Bestsellerautor. Gemeinsam diskutieren sie über Leistungsbereitschaft, Arbeitsmoral, kulturelle Unterschiede und moderne Führung. Die Folge verknüpft Handwerk, Wirtschaft und Gesellschaft und liefert Impulse für Führungskräfte, Unternehmer und Mitarbeitende.
Das nimmst du mit
- Leistungsbereitschaft verliert nicht zwingend an Bedeutung, sondern wird in der modernen Arbeitswelt neu definiert.
- Fragen rund um Arbeitsmoral betreffen weit mehr als das Handwerk - sie sind gesellschaftlich und wirtschaftlich relevant.
- Kulturelle Unterschiede prägen das Verständnis von Leistung und sollten in der Führung mitgedacht werden.
- Moderne Führung erfordert einen bewussten Umgang mit den veränderten Erwartungen von Mitarbeitenden.
- Die Perspektiven aus Sport und Unternehmertum liefern übertragbare Impulse für Führungskräfte.
Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!
Die wichtigsten Antworten
Zu Gast
David Gil Cristobal ist ehemaliger Fußballer, Unternehmer und Bestsellerautor und spricht in dieser Folge über Leistungsbereitschaft und moderne Führung.
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Transkript
Herzlich willkommen zur Handwerk spricht, Ihrer Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute haben wir David Gil Christobal zu Besuch. David, Du bist ehemaliger Profisportler, Autor, ich glaub sogar Bestsellerautor. Du bist unternehmerisch tätig. Und wir sprechen heute mal über ein Thema, was vielleicht nicht nur handwerkspezifisch ist, aber auch im Handwerk relevant ist, sondern sogar unter Umständen gesellschaftsrelevant ist.
Und zwar das Thema Leistungsbereitschaft, Arbeitsmoral, aber auch kulturelle Unterschiede und die Themen, was Führung denn eigentlich dann auch bedeutet an der Stelle. Und ich würd dich bitten, einfach dich noch mal ergänzend oder auch noch mal ganz noch mal vorzustellen und uns zu sagen, was passiert hier eigentlich grade uns herum? Ja, hallo Oliver. Danke für die Einladung. Das ist eine sehr gute Frage, was hier gerade passiert.
Und dazu kommen wir sicher noch hinzu zu binden, mach ich die Brücke? Leistungsbereitschaft. Meine ersten 20, 25 Jahren waren tatsächlich mit Leistung verbunden. Hochleistung in dem Sinn mit dem Fußball, das war meine Leidenschaft, meine Liebe sozusagen. Und diese Leistungsbereitschaft ist da ein bisschen verloren gegangen.
Diese Leistung, die ich da auf dem Weg mitgenommen habe vom Fußball, danach in meiner 2. Liebe, die da entstanden ist und das Unternehmertum, hab ich noch die mit reinintegriert. Und da hab ich gesehen, was man eigentlich aus diesem Sportbereich, was man da alles mitbekommt und erfährt und lernt, was man da mitnehmen kann und in die Arbeitswelt umsetzen kann. Und jetzt hast Du uns ja schon neugierig gemacht quasi. Was siehst Du für für Parallelen und welche Möglichkeiten siehst Du denn, wenn Du sagst, man kann aus dem Profisport und aus dem Umfeld, was Du da auch vorgefunden hast, dann eben halt ins Unternehmertum und aber auch ins Handwerk dann integrieren?
Tatsächlich ist es so, ich hatte am Anfang nach diesem Karriereschwung sozusagen oder die Brücke zum zur neuen Karriere geschlagen, war mir nicht bewusst, was ich eigentlich alles mitnehme und im Rucksack mithatte. Mein Umfeld war ja dazumals von von von von Profis bestimmt, von Menschen, die natürlich gewisse Fähigkeiten hatten. Und die wurden uns unbewusst übertragen. Also nicht nur die Leistung abzurufen an bestimmten Ställe, an bestimmten Zeiten, sondern auch die die die Motivation hochzuhalten. Das Wissenstransfer hinzu, ja, wenn man sich wenn man sich mal Gedanken macht, mit wem hat man es da zu tun?
Das ist ja auch ein Team wie im Unternehmen. Man hat einen Coach, man hat einen Trainer, man hat 'n Manager, man hat 1 1 1 Medizinabteilung, 'n Physio. Also da gibt's ganz, ganz viele Menschen in diesem Unternehmen, weil schlussendlich ist es ja auch ein Unternehmen, man man nennt das Club, aber es ist auch ein Unternehmen. Oder heutzutage werden die Klubs als Unternehmen ja auch geführt. Und daraus kann man sehr viel mitnehmen.
Und das wurde mir erst bewusst, nachdem ich da richtig tief in die Materie reinging und diese unterschiedlichen Bereiche auch dann für mich genutzt habe. Ja. Das ist das ist 'n Vergleich, der, wenn man mal richtig drüber nachdenkt, natürlich auch total funktioniert. Du hast wirklich in jedem Unternehmen ja irgendwo jemanden, der quasi die Physioabteilung ist Ja. Also diese Rolle, wenn Du so willst, des des Arztes, das die Physiobteilung dann macht.
Ist nach dem Motto, wir haben hier Probleme, jetzt muss daran gearbeitet werden. Du hast ganz klar die Rolle des des Trainers, des Coaches. Wo siehst Du denn dich? An welcher Position bist Du denn in deinem Alltag und welchen Einfluss hat das so auf dich und aber auch auf dein Unternehmen? Ich bin ja sehr physisch motiviert und unterwegs.
Und da versuche ich natürlich auch, diese Energie mit drüber zu bringen. Also natürlich muss man 'n Umfeld schaffen, dass sie auch diese Energie zulässt, aber ich finde, Bewegung bringt ja Energie. Ohne Bewegung gibt's keine Energie, da kommt keine Emotion hoch und und das das muss man zuerst schaffen. Also ein Umfeld schaffen, wo es die Möglichkeit gibt, diesen Energietransfer auf die Mitarbeiter zu bringen, danach eben auch festzustellen oder herauszufinden, wo könnte man hier und da noch ein bisschen riskieren. Also das ist praktisch auch 'n Gespür dafür zu bekommen, wie stell ich jetzt die Mannschaft auf?
Wie muss ich sie jetzt taktisch aufstellen, damit dann im Prinzip diesen taktischen Vorsprung, den ich mir erwarte, in der Arbeitswelt oder dann im Spiel, wie man bei uns dann sagt, auch umsetzen kann. Also ich hab da schon ganz, ganz viele Parallelen aus diesem Bereich und das versuch ich auch so zu zu zu übermitteln. Mhm. Siehst Du dich in deinem Unternehmen denn eher als Coach oder als Trainer oder wo wo siehst Du dich da? Welche Rolle würdest Du für dich da vereinen?
Das interessante Frage. Also, es gibt dann weder das einen und das andere, weil es ist alles so übergreifend. Ich ich sehe mich als als Mensch, der versucht, die Energie, die ich da hochbringe, rüberzubringen. Ob das dann physisch, mental dazu beiträgt, die Leistung auch abzurufen bei demjenigen. Wenn ich das schaffe, dann hab ich schon viel bewegt, weil dadurch entsteht auch ein Dominoeffekt.
Das heißt, die Mitarbeiter sind dann auch entsprechend bereit, auch diese Leistung zu bringen, ohne dass ich dafür jetzt da natürlich, wie man dazu früher in in in in der Halbzeitpause bei uns jetzt halt, dann 'n bisschen in die Kabine reinbrüllen muss. Also ich versuche da schon mit mit mit Empathie dahin zu gehen, den Menschen zu verstehen und zuzuhören und aus dem dann versuchen, auf jeden Einzelnen im Prinzip eine 1 spezielle Taktik anzuwenden, das dann in der Gemeinschaft entsprechend ja auch funktioniert, Ja. Verstehe. Mhm. Was ist denn bei uns falsch gelaufen in der Gesellschaft?
Jetzt hast Du ja grade den den den den Führungsaspekt ja beschrieben, wie Du ihn quasi für dich transferiert hast. Und wenn Du jetzt aus deiner Position so auf die die Gesellschaft schaust, auf den Arbeitsmarkt, auf das auf auf das Wirtschaftsleben, auf auf das Arbeitsumfeld, was wir so haben, was ist denn da schiefgelaufen? Ich stell mir ja wirklich oft diese Frage und und die Frage lautet, haben wir vielleicht den Fokus verloren? Weil ist da vielleicht nicht zu viel Ablenkung im Alltag. Wären wir nicht in der Lage, mehr zu leisten, ohne dass wir jetzt 20 Prozent mehr leisten müssten, energietechnisch gemeint, wenn wir den Fokus setzen würden.
Und das passiert ja auch in 'nem Spiel. Irgendwann hast Du einen Energiezerfall. Irgendwann fängt 1, 2, 3 fangen an, weshalb auch immer, das passiert immer, geht der Energiefaktor runter. Und dann muss man in der Lage sein, das ist ja der Trainer, dann muss der Trainer in der Lage sein oder die Führungskraft im Unternehmen, von außen zu erkennen, oh Moment, da ist 'n bisschen weniger, da ist 'n bisschen wenig, weil das hat alles, ist alles zusammenhängt. Eine Mannschaft ist wie 'n Netzwerk.
'N Netzwerk muss Energie fließen. Die Abläufe müssen stimmen und diese Prozesse sind ja meistens automatisiert, für das trainiert man ja das Ganze. Und wenn man wenn man die die Fähigkeit hat, das zu erkennen, relativ schnell, kann man dann ja auch eingreifen, indem man vielleicht 'n Spieler auswechselt oder jemand Neues, Frisches mit reinbringt, so wieder eben diese dieses Level hochzuhalten, weil sonst kann es halt durchaus passieren, dass man halt dann vom Gegner überrannt wird oder halt vom Mitbewerwert. Das heißt, der Fokus ist oder der Schwerpunkt ist nicht mehr da, wo er sein sollte. Wie bewertest Du das?
Wo sollte er sein oder wie sollte der Fokus denn aussehen? Grade jetzt auf die unternehmens bezogen, auf Unternehmen bezogen, auf Handwerk bezogen, auf die Gesellschaft bezogen. Wo wo sollte der Fokus liegen oder wo sollte ein Fokus auf jeden Fall liegen? Gut, ein Fokus sollte auch ein bisschen mehr auf auf auf, auch auf sich selbst ein bisschen liegen. Unter anderem auch vielleicht in Bezug auf Körperhygiene.
Da fängt's ja schon an. Weil wenn wenn der Körper und natürlich dann auch der Geist entsprechend nicht nicht optimal getrimmt ist oder gesetzt ist, dann kann ich's nichts leisten, weil dann druckt's hier und da und dann gibt's natürlich einen, so wie 'n Kaskratesystem, das eine geht dann rüber zum anderen. Dann kommt Unzufriedenheit auf und das ist natürlich auch 'n 'n schweres Medium, damit umzugehen. Und das widerspiegelt sich dann im Alltag, ob es dann im Privatleben ist oder halt im Unternehmen. Und dann kommen natürlich die an die unangenehmen Fragen, ja.
Und wenn man sich jetzt vielleicht ein bisschen Zeit auch für sich nehmen würde, irgendwo ein bisschen entschleunigen und diese Entschleunigungszeit, die man da gewinnt, für sich einsetzen würde, dann hätte man die Möglichkeit natürlich, da ein wieder 'n bisschen so in in in die Balanceebene Ebene zu kommen. Was wiederum einem zugute kommt, auf jeden Fall, aber natürlich auch dem dem Unternehmen oder dem dem Arbeitgeber gewinnen. Genügen werden. Dadurch würde gegebenenfalls dann auch die Arbeitsmoral wieder Auf jeden Fall. Total, ne?
Auf jeden Fall. Ja, wo ist denn die Arbeitsmoral denn auf auf der Strecke geblieben, ne? Also es ist ist ja wirklich die Frage, ne? Weil was passiert? Wir haben wir haben eine gewisse Arbeitsmoral in den in den in den Städten, in den Verwaltungen.
Wir haben eine gewisse Arbeitsmoral in den Konzernen oder in den Strukturen, wo viele Minijob Mitarbeiter sind. Wir haben mittlerweile auch dann eine ähnliche Arbeitsmoral oder eine ähnliche Struktur, die dann eben halt Richtung Mittelstand und Handwerk geht. Es ist im Moment alles nicht so wirklich leistungsorientiert oder sehe ich das falsch? Du siehst das richtig und das ist schon seit 'ner Weile so und vielleicht wurden da nicht optimale Anreizsysteme geschaffen, wie man wie man jetzt sieht. Niemand hat die Kugel, niemand kann die Zukunft voraussehen und man versucht natürlich immer das Optimalste und Beste für die umgeben.
Und es ist ja auch in Ordnung, wenn man jetzt auch vielleicht 'n Fehler da gibt Und dann gibt's 'n Freistoß oder 'n Elfmeter und dann ist man hinten drin, aber wenn dann Druck durch die Mannschaft geht, dann kann man diesen diesen Nachteil wieder wieder einholen. Aber es muss 'n Druck durch die Mannschaft gehen, also durch durch durch die Unternehmen, durch die Gesellschaft. Und und und dafür braucht man natürlich die Umgebung, also das Fundament muss schon stimmen. Die Zukunft des Handwerks liegt in den Händen der nächsten Generation. Wir stehen für ein modernes, starkes Image des Handwerks und dafür, dass junge Menschen wieder Lust darauf bekommen, etwas mit ihren Händen zu erschaffen.
Lass uns das Handwerk wieder zum Traumberuf machen. Na gut, das sagst Du gerade, es ist schon seit einigen Jahren so, ne. Ist natürlich auch schwierig, dann aus sonem Status auch wieder rauszukommen. Denn ist immer, da ist, glaub ich, ja nicht nur mit 'nem Ruck getan, ne, wenn man ganz ehrlich ist, denn wenn dieser dieser dieser Status, so wie er jetzt da ist, sich manifestiert hat, dann dann wird's ja ganz schwierig eben halt aus diesem aus diesem aus dieser Situation, da wieder herauszukommen. Und grade mit den ganzen Nachrichten, die wir so im Moment in unserem Umfeld ja, zu hören bekommen, Insolvenzen hier, Probleme Automobilindustrie.
Wir haben Industrie und und und Produktionen, die abwandern. Es sind ja nun mal ganz viele negative Nachrichten im Moment im Umlauf, die einen ja auch darüber nachdenken lassen, okay, wo geht das Ganze denn noch hin? Denn wir müssten ja jetzt tatsächlich diesen Ruck haben, von dieser, wir haben jetzt gute Jahre gehabt Situation, in diese, okay, jetzt müssen wir die Arme wieder umkrempeln Situation, ja erst mal wieder reinzukommen. Also ist ja gar nicht so einfach. Das ist nie einfach.
Und das ist ja auch okay so, weil sonst passiert genau das wahrscheinlich, was passiert ist, diese Bequemlichkeit. Und das ist eine Gefahr, weil Bequemlichkeit, man man man wird bequem und dadurch singt man natürlich auch die die die Leistung automatisch, auch zum Teil unbewusst. Total. Also das ist ja auch so, wenn man jetzt 'n Riesenvorsprung hat in der Tabelle mit 10, 15 Punkte und denkt, ja, die ist jetzt durch, Meisterschaft ist drin. Und dann passiert auf einmal Unvorhersehbare wie zum Beispiel 3, 4 Verletzungen, 2, 3 Spieler nicht gut gespielt, Auftrag verloren oder da irgendwie 'n Zahlungsausfall oder sonst gibt's jetzt irgendwie 1 1 1 Umwelt, eine Umweltkatastrophe, wo man keinen keinen Einfluss drauf hat und schon schon sieht die Geschichte anders aus.
Also ist man drauf vorbereitet? Hat man hat man Notfallpläne, die hoffentlich nie zum Zug kommen, aber wenn dann schnell? Reagiert man schnell? Ist man fähig, schnell zu reagieren? Will man dann ja auch entsprechend dieses Risiko eingehen, dann eben, ja, wieder auf die Spur zu kommen?
Und da muss man natürlich wieder aus dieser Bequemlichkeit rauskommen. Also diesen den Vorsprung, den wir ja hatten, das war ja richtig, richtig toll in dem Sinn. Hart erarbeitet, ist weg. Und und und jetzt ist halt, jemand muss halt den ersten Schritt machen und vor allem halt in der in in in in der Handwerksbranchen, in der Baubranche, ist natürlich sehr kompliziert im Moment, weil jeder versucht da irgendwie über Wasser zu bleiben, wie er kann. Und ist halt schwierig, auch mal eine mutige Entscheidung zu treffen, vorauszugehen wieder als Vordenker, als Visionär einfach mal den Schritt zu wagen und den muss man ja nicht alleine gehen.
Es gibt bestimmt ganz viele Menschen da draußen in dem Bereich, die auch so denken, aber vielleicht irgendwie so ein bisschen 'n Kompagnon brauchen, diesen Weg zu gehen, damit man da auch eine Gemeinschaft aufbauen kann, dass dann auch eine 1 Gewichtung erzeugt und und daraus eine laute Stimme sich ergibt. Definitiv, diese Leute müssen sich nur finden, ne. Das ist nun mal so das Aber Du hast natürlich vollkommen recht, der der 1. Dominostein muss kippen, damit wirklich da wieder richtig Bewegung reinkommt. Ja.
Wie siehst Du das Thema Digitalisierung in dem Zusammenhang? Wir haben ja jetzt einige Punkte, die eben halt für die Zukunft dazukommen. Künstliche Intelligenz als als Arbeitserleichterung. Gerade fürs Handwerk. Handwerk ist ja eigentlich immer das Handwerk, also das das Gewerk, was wir wirklich da machen wollen.
Das ist ja eigentlich das, warum wir auch da angetreten sind, aber wir haben ja mittlerweile einen riesenadministrativen Bereich und 'n riesenadministratives Umfeld, was wir eben halt bedienen müssen. Wie wie wettest Du da KI und Digitalisierung in dem Bereich auch mit ein? Spannende Technologien auf jeden Fall, die man ja nutzen sollte. Die Frage ist nur, in in welchem Ausmaß und wohin genau. Fokus, ja.
Ist ja genau wie die Zweitausenderjahre Internet kam und und da gab's auf der anderen Seite 'n Hype, auf der anderen Seite, ja, das wird kompliziert und Arbeitsplätze zu erstellen und und und. Und wo wo wo stehen wir heute? Ohne geht's nicht mehr. Möglicherweise basiert so was wieder, in welchem Ausmaß, das weiß keiner, aber es ist da und und wenn es da ist, dann sollte sollte man das ja auch nutzen. Und im Handwerk, insbesondere im Handwerk, weil Handwerks ist ja eine Leidenschaft.
Also Fußball kann man ja auch als Handwerk verstehen, ist ja eine Leidenschaft. Und jemand sucht sich ein Berufshaus im im Handwerk, weil er eine gewisse Leidenschaft für diesen Bereich entwickelt. Und das soll es ja hin, diesen Fokus hin zur Leidenschaft soll ja bleiben und das wird auch so bleiben. Also wir kommen ohne Handwerker gar nicht aus. Das das geht ja gar nicht.
Auch wenn man jetzt denkt, ja, Robotik, Roboter und so weiter, das wird dann Und wenn auch. Es es wird nicht jetzt irgendwie von einem Tag aufeinander verschwinden, sondern es wird bleiben. Und das Positive an der KI und diese neuen Technologien, obwohl's natürlich da Lager gibt, wo, ja, das wird uns jetzt Arbeitsplätze wegnehmen und, und, und, ist ja auch eine Chance. Eine Chance fürs Handwerk, genau für solche administrativen Aufgaben, Zeit zurück zu gewinnen. Und diese Zeit kann man ja dann auch wieder mit Fokus in die Leidenschaft einstecken, mit reinbringen.
In die Qualität. In die Qualität. Weil auch das hat natürlich Spuren hinterlassen, weil man schnell arbeiten muss, man muss zeitlich die die die Aufträge erfüllen. Es ist Druck da, Mütterwert ist ja klar. Gerade, Außenrad, Familie.
Selbstverständlich und jeder hat dann sonst noch seine Hobbys oder wie. Also deshalb sag ich ja, diese Mechanismen, die Chance ist da, dass diese Mechanismen uns diese scheinbar verlorene Zeit wieder uns zurückgeben können. Und da da seh ich eine Chance. Da seh ich tatsächlich eine Chance. Definitiv.
Man muss nicht sich jetzt extrem mit diesem Thema KI in die Tiefe gehen und alles wissen und kennen. Das braucht es nicht. Also mit ganz einfachen, unkomplizierten Lösungen kann man schon mal anfangen, sich da anzutasten, sich hinein zu trainieren, kleine Schritte umzusetzen, zu sehen, wie sind die Resultate daraus? Erbringt es mir diese diesen Zeitgewinn, den ich mir erhoffe und wenn ja, sich dann natürlich ausweiten in dem Bereich, damit es dann auf der anderen Seite zum einen mit mehr Qualität unterstrichen wird, aber auch vielleicht mehr Zeit hat, für für mehr Aufträge. Ja, ist ist eine gute Zusammenfassung zum Thema der KI, die wirklich eine 1 sehr, sehr positive Möglichkeit fürs Handwerk zu Verfügung bringen wird.
David, hast Du unseren Zuschauerinnen und Zuschauern einen Hack mitgebracht? Einen Tipp, den sie vielleicht für sich, für ihr Leben oder für ihren Betrieb entsprechend umsetzen können? Einfache Prinzipien. Also jetzt nichts Außergewöhnliches Wildes, weil in der in der Einfachheit liegt ja im Prinzip, ja, der Fokus, dass man für sich selbst auch sich mal die Zeit nimmt, sich bewusst zu sein. Nehme ich mir genügend Zeit für mich selbst und für meinen Nächsten?
Schaff ich dadurch auch ein Umfeld, das positiv beeinflusst ist, nicht nur für mich selbst und für meine Liebsten, sondern auch für meine Kollegen in der Arbeitswelt im Unternehmen und kann dadurch entsprechend dem Arbeitgeber einen Mehrwert schaffen, ja. Weil wenn es mir gut geht, geht es den anderen auch gut. Und dann kann ich diese diese Energie übermitteln. Wie macht man das? Einfach.
Einfach mal vielleicht die Hürde überwinden, ein bisschen physisch aktiv zu werden, ja. Und ich höre jetzt da schon viele, ja, aber und wie und des. Ich sag ja gar nicht, dass man jetzt da in in in die Extreme gehen muss. Nicht jeder muss in die Extreme gehen. Aber einfach ein bisschen in Bewegung kommen, das machen, worauf man ja auch worauf man ja auch Spaß hat und der Körper aktiv zu betätigen.
Man spürt da relativ schnell auch eine Veränderung. Natürlich braucht's dann auch noch die die die externen, dass dass die die Energie, die man extern zu sich nehmen muss. Da muss man, sollte man auch da dazu achten, dass man da sich gesund verpflegt. Jeder weiß, wie man da sich gesund verpflegen könnte und sollte. Und das halt einfach mal umzusetzen.
Und schrittweise 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten, irgendwann schjustiert sich der Thermometer oder der Thermostat immer nach oben und immer nach oben. Und irgendwann wird man 'n Energielevel erreichen, physisch und mental, wo man dann diese Leistung wieder abrufen kann. Und diese Leistung wird langfristig seine Benefits bringen. Das ist gut. Das ist 'n sehr guter Tipp.
Da hab ich jetzt, da haben wir gar nicht gesagt, dass Du aus der Schweiz bist, aber ich mach das jetzt zum Schluss noch mal, da hab ich schon die letzte Frage, denn mich würde interessieren, wieso der Stellenwert des Handwerks grade in der Schweiz angesehen und angesiedelt ist. Vor allen Dingen ist das ein 1 hoher Stellenwert oder niedriger Stellenwert und vor allen Dingen findest Du das gerechtfertigt? Der Stellenwert hat schon seine Berechtigung. Ja. Hat aber auch an Qualität eingebüßt in den letzten Jahren.
Das hat mehrere Gründe, unter anderem sicher auch Druck. Die die die die Lieferzeiten sind natürlich auch immer strenger. Man hat natürlich auch, die Erwartungen sind sind auch gestiegen Und und das schafft natürlich ein Umfeld, der nicht einfach ist. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass der Handwerk bei uns jetzt in der Schweiz immer noch ein sehr angesehener Stand hat. Mhm.
Auch die die Berufe sind nachgefragt, nur bedauerlicherweise hat man halt zu wenig Nachwuchs, den man dafür begeistern kann. Und da sehe ich auch eine Chance. Mhm. Weil Handwerk wird nicht weggehen. Also 'n Handwerker wird man immer brauchen.
'N Elektriker braucht man vielleicht sogar regelmäßig, 'n Dachdecker, 'n Maler. Also diese Berufe sind Berufe, die's die es schon seit Jahrtausenden gibt und die werden auch nicht jetzt plötzlich verschwinden und weil KI jetzt da vor der Tür steht. Und ich versuche wirklich auch da den den den Ansatz, Motivationsgründe zu finden, auch für die für die junge Generation, sich für diesen Thema, für dieses Thema zu interessieren. Weil da kann man noch viel bewegen. Man kann wirklich viel bewegen, der der der Lehransatz ist sehr hochwertig.
Mhm. Man investiert sehr viel auch in in die Auszubildende Mit diesem dualen Bildungssystem hat man eigentlich eine sehr gute Grundlage, aus einem Handwerksberuf eine 1 gute Zukunft zu gestalten. Und ich würd mich freuen, auch für die jungen Generation, insbesondere für die Jungen, dass die erkennen, vor allem jetzt in diesen Generationenwechsel, weil da gibt's ganz viele Nachlässe, die da sind, altersbedingt und das wäre sehr, sehr schade, wenn man all dieses Wissen, all dieses Können, all diese all all diese Fundamente, die man über die letzten 40, 50 Jahre aufgestellt hat, auf einmal verschwinden, weil man zu wenig Nachwuchs hat, bestehende, gut funktionierende Betriebe zu übernehmen und weiterzuführen. Ja, ist eine ist eine Riesenchance, eine Riesenmöglichkeit, David. Es ist ein sehr gutes Abschlusswort auch gewesen mit den Chancen und Möglichkeiten dann für die Zukunft.
Ja, David, Guido Ball. Schön, dass Du hier bei uns im Studio gewesen bist. Ich danke dir recht herzlich und ich danke Ihnen fürs zusehen und bis bald.