Cover: Boris Thomas - der Lebensmentor und Unternehmer, Autor und Speaker

Boris Thomas - der Lebensmentor und Unternehmer, Autor und Speaker

9. Juli 2025 40:18 Min. Zu Gast: Boris Thomas
0:00 40:18

Worum es geht

In dieser Folge ist Boris Thomas zu Gast – Lebensmentor, Unternehmer, Autor und Speaker. Er teilt seinen persönlichen Werdegang vom Tischler in der Ausbildung bis hin zum Unternehmer und erzählt, was Wachstum für ihn bedeutet. Ein Gespräch über Handwerk, das ihm in die Wiege gelegt wurde, und über die Spannung persönlicher und beruflicher Entwicklung.

Das nimmst du mit

  • Ein handwerklicher Start wie die Tischlerausbildung kann das Fundament für eine unternehmerische Laufbahn bilden.
  • Wachstum – persönlich wie unternehmerisch – lässt sich als roter Faden durch die eigene Entwicklung ziehen.
  • Handwerk und Unternehmertum schließen sich nicht aus, sondern können sich gegenseitig verstärken.
  • Der eigene Werdegang ist eine wertvolle Erfahrungsquelle, die andere auf ihrem Weg inspirieren kann.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Wer ist Boris Thomas?
Boris Thomas ist Lebensmentor, Unternehmer, Autor und Speaker, der laut eigener Aussage das Handwerk in den Genen trägt.
Worum geht es in dieser Folge?
Boris Thomas erzählt seinen persönlichen Werdegang von der Tischlerausbildung bis zum Unternehmer, immer mit dem Fokus auf Wachstum und Entwicklung.
Welchen beruflichen Hintergrund hat Boris Thomas?
Er hat eine Ausbildung zum Tischler absolviert und sich von dort aus zum Unternehmer weiterentwickelt.
Wo kann man dem Podcast folgen?
Der Podcast ist auf Instagram unter @handwerkspricht zu finden.

Zu Gast

Lebensmentor, Unternehmer, Autor und Speaker

Boris Thomas ist Lebensmentor, Unternehmer, Autor und Speaker. Handwerk liegt ihm quasi in den Genen – sein Weg führte von der Ausbildung zum Tischler bis hin zum Unternehmer.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht. Ihre Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute haben wir Boris Thomas zu Gast. Hallo, Boris. Hallo.

Boris, Du bist Unternehmer seit über 30 Jahren, wenn ich richtig weiß. Du bist Wie die Zeit vergeht, ja. Lebens Mentor. Musst Du uns gleich auch mal 'n bisschen abholen, was das alles ist und Redner und Autor. Ja.

So und aber hol uns erst mal ab, wenn Du hast als allererstes eine Ausbildung im Handwerk gemacht. Das ist richtig. Also deswegen fühle ich mich auch sowohl hier in diesem Podcast, weil ich bin von sozusagen genetisch bedingt schon Handwerker, bin aber auch, hab da selber noch eine Ausbildung gemacht. Vielleicht ganz kurz zur zu unserer Story, so zum Hintergrund, wo ich eigentlich herkomm. Mein Großvater Karl Thomas hat neunzehnhundertfünfunddreißig in Brimmerförde eine Tischlerei gegründet.

Der war Tischlermeister. Mein Vater war Tischlermeister. Und die beiden haben dann zusammen mit einem Freund aus der Schweiz, Hugo Degen, haben die den ersten Lattenrost der Welt gebaut. Der ist also in Brimmerförde mitten im LB Weser Dreieck ist der 1. Lattenrost der Welt entstanden, neunzehnhundertsiebenundfünfzig.

Latoflex war dann gleich von Anfang der Name. Und so ist dann aus unserer Tischlerei eigentlich ein Industriebetrieb geworden. Möbel bauen wir heute nicht mehr, sondern wir bauen halt Betten gegen Rückenschmerzen. Und ich hab dann aber tatsächlich auch noch eine einen Tischlergesellenbrief hingelegt. Also zum Meister hab ich's nicht mehr geschafft, aber immerhin bin ich noch Tischlergeselle und das verbindet mich natürlich bis heute rein familiär, aber auch von meiner ganzen Historie mit dem Handwerk.

Wie nah seid ihr heute noch am Handwerk, aus der unternehmerischen Sicht jetzt gesehen? Also wir sind nach wie vor immer im Handwerk noch engagiert. Klar, wir sind heute in Industriebetrieb, wir haben heute eine große F und E Abteilung, wir haben ganz viele andere Dinge dort laufen. Aber nee, wir haben also, auch wenn ich der letzte ausgebildete Tischler war, wir haben dann irgendwann einen Holzmechaniker ausgebildet und so, aber ich bin der letzte ausgebildete Tischler, den wir im Unternehmen noch ausgebildet haben. Das ist sehr interessant.

Und wie ist dann die Entwicklung gewesen von der Tischlerzeit, wenn man so möchte oder von der Ausbildung zum Tischler, dann ins Unternehmertum und vor allen Dingen dann in die Aufgaben oder in die Sachen, die Du jetzt heute tust? Oh, das war 'n sehr langer Weg. Also natürlich war damals noch unser Unternehmen sehr händisch geprägt. Handwerk heißt ja, man arbeitet mit den Händen. Das hat sich dann über die Jahre natürlich verändert, wie die meisten Industrieunternehmen ja auch.

Ich hab dann studiert in in Karlsruhe, Wirtschaftsingenieurwesen, weil ich immer son Faible für Techniken hatte. Also das hatte ich schon immer. Und das habe ich auch bis heute. Und hab dann eben vor über 30 Jahren dort die Geschäftsleitung übernommen als Gesellschafter auch. Wir sind ja Familienunternehmen, meine Geschwister sind auch mit an Bord.

Mein Vater ist noch an Bord, meine Mutter. Und dann war das einfach so, dass ich mich eigentlich immer, auch seit frühester Jugend, immer dafür interessiert hab, wie funktioniert Leben? Was gibt's noch? Welche Dinge kann man tun? Ich hab mich sehr viel, sehr früh Ausbildungen gekümmert nebenher, Coachingausbildung gemacht.

Wow, in Hawaii hab viele spannende Menschen kennenlernen dürfen über die letzten 40 Jahre, muss man einfach fast sagen. Und dann kam's irgendwann so weit, dass Leute gesagt haben, Mensch, Boris, Du hast da so viel coole Ideen und so viel Gedanken, halt doch mal 'n Vortrag darüber. So hat das irgendwie vor 20 Jahren mal mit Vorträgen begonnen. Und irgendwie vor 5, 6 Jahren war dann so in mir, wo ich sagte, Mensch, wo muss eigentlich mal 'n Buch schreiben über die ganzen Dinge? Und ich fand halt das Thema Krise damals sehr spannend, weil auch unser Unternehmen ist eigentlich wie sone Achterbahnfahrt immer wieder durch Höhen und Tiefen gegangen.

Und da hab ich gesagt, Mensch, da schreib ich doch mal 'n Buch drüber, wie wir so speziell durch die Tiefen durchgekommen sind und es immer wieder neu überlebt haben und dann auf ein neues Level gekommen sind. Und dadurch ist dann eben mein erstes Buch von mir an aufzuhören entstanden und das war so die Entwicklung. Und ein neues Buch heißt Vertrauen, Trust. Trust. Ne, so und genau das ist ja unser Thema heute, wo wir auch drüber sprechen möchten, übers Thema Vertrauen im Handwerk.

Hat sich da aus deiner Sicht in den letzten Jahren etwas verändert, Thema Vertrauen übergeordnet gesehen? Hat sich das in den letzten 10 Jahren irgendwie verändert in der zwischenmenschlichen Beziehung generell? Also zum einen, glaube ich, fühlen wir das alle und zum Zweiten, glaube ich, zeigen das ja auch ganz klar die Umfragen. Es gibt einen massiven Vertrauensverlust in die Gesellschaft, in die Unternehmen als Unternehmer in die Gesellschaft, als Mitarbeiter, in Beziehungen, so, wenn wir das Thema Scheidung und Ähnliches angucken, aber auch in uns selbst. Ich glaube, das Thema Selbstvertrauen hat auch gelitten.

Also wir haben auf allen Ebenen einen massiven Vertrauensverlust und da wir ja hier auch in einem auch Unternehmer Podcast sind, muss man ja sagen, ich bin ja bin seit vielen Jahrzehnten in der Vollversammlung der IHK bei uns. Ich leite den den Regionalausschuss bei uns in der Region. Ich bin Vorsitzender der Brummer Förder Wirtschaftsgilde. Also ich hab fast täglich nur mit Unternehmern zu tun. Und ich muss zugestehen, ich habe seltenst so Misstrauen in die Zukunft erlebt, wie in den letzten 2 Jahren, 3 Jahren.

Das begann mit der Coronazeit. Ich will das gar nicht politisch werten, sicherlich waren nicht alle Entscheidungen, die damals gefällt sind glücklich, das wissen wir heute auch. Da sind viele Dinge angstgetrieben gewesen. Aber es hat irgendwie son Knack gemacht. Und das setzt sich fort über Inflation, die Kriege jetzt in der Ukraine.

Und was ich halt merke ist, dass die, dass die Unternehmer im Moment sehr zurückhaltend sind, was die Zukunft sind. Das habe ich so noch nie erlebt, weil Unternehmer sind immer so, oh, da wird's mal schlechter, dann wird's wieder besser. Im Moment merke ich eine tiefe Verunsicherung beim Handwerk, in der Industrie. Ich habe mit vielen Leuten zu tun, im Handel ganz massiv. Es gibt Kaufzurückhaltung.

Und das nagt im Moment am an diesem an diesem Selbstvertrauen 1 Unternehmers, der ja eigentlich dafür aufgerufen ist, sozusagen auch nach vorne zu gehen, zu handeln, aktiv zu sein, mutig zu sein. Und ich glaube, da schadet uns gerade allen und deswegen bin ich auf dieses Thema Trusted halt gekommen, Vertrauen, weil ich glaube einfach, da ist es wert, mal reinzusteigen und zu überlegen, wie kommen wir aus diesem Teufelskreis wieder raus? Weil im Moment ist ja, und das kennst Du ja bestimmt auch, wenn sich Handwerker zusammentreffen, wenn sich Unternehmern zusammentreffen, dann kommt man sehr schön in sone Negativspirale rein, was alles nicht läuft, was schlecht läuft und so weiter. Und das fand ich eben sehr spannend, das mal als Buchthema aufzugreifen. Ich fand den Ansatz jetzt grade sehr interessant, wo Du sagtest, dass es ein Vertrauensbruch gegeben hat.

Viele sagen ja so, die Menschen werden sind satt oder oder wollen gar nicht mehr. Also Du sagst ganz bewusst, es ist gar nicht unbedingt der Punkt, sondern es ist wirklich dieses Thema Vertrauen, dass die Menschen untereinander im Moment nicht das Vertrauen haben, mir mal in die richtige Richtung zu gehen, ne. Also ich fass das mal in 'ner netten Geschichte zusammen. Ich hatte vor 2 Jahren hatten wir ein Entpanungsmeeting, das mache ich immer im September relativ früh, da planen wir schon das nächste Jahr, weil ich bin immer jemand, der gerne so sehr frühzeitig mal angeguckt. Und ich weiß, mein damaliger Verkaufsleiter kam dann in das Meeting und sagte, so, ich hab jetzt hier Tarotkarten und eine 1 Glaskugel mit, weil das scheinen ja so die wichtigsten Utensilien zu sein, das nächste Jahr zu planen.

So und das drückt das ja aus. Also was drückt das aus? Das sagt einfach, ich habe kein Vertrauen darin, dass die Planungen wie in den letzten Jahrzehnten genauso laufen können, weil ich gar nicht weiß, was passiert denn morgen schon wieder? Wie wird die Inflation sich weiterentwickeln? Wir haben zum ersten Mal seit den Siebzigerjahren mir bei Latoflex 2 Preislisten im Jahr drucken, weil weil die Preise so massiv abgegangen sind.

Und das kennt ihr ja auch im Handwerk. Das ist das gleiche Theater dort mit den Holzpreisen. Der ganze der ganze das ganze Kram. So und ich glaube einfach, da hat sich schon etwas verschoben einfach im im Bauchgefühl. Das kann man nicht so richtig greifen und ich will auch gar keinem die Schuld zuweisen.

Natürlich ist es so, wir sind eine sehr satte Gesellschaft. Manche Leute sagen, wir sind eine spätrömische Dekadenz, die wir durchleiden, weil wir alles haben und ne, wir machen aus Mini Problemen Riesenprobleme, gar keine Frage, auch diese Symptome sind da. Aber unterm Strich sage ich dir ganz ehrlich, ist da, wenn man so tief einsteigt, das Vertrauen. Und vielleicht letzter Punkt dazu, bin ja sehr gut befreundet, ist 'n großer Mentor von mir, bei dem war ich vor über 20 Jahren in der Weise, Doktor Jacques Spizano. Der sich nun sehr tief mit Beziehungsfragen auseinandersetzt.

Und ich hab mit ihm eine Autofahrt gehabt letzten Sommer, als ich das Buch plante. Und er sagt, Mensch, worüber soll er ein Buch sein? Ich hab gesagt, oh, da vertrauen. Das große Thema schlechthin. Er sagt, er hat nur Vertrauensthemen, die im Moment auf der er hat für Unternehmer, In Beziehungsfragen und so weiter.

Kann ich da das Vorwort schreiben? Und deswegen hat Doktor Schanki Pizano was mich natürlich sehr freut und er hat dann 'n ganz, ganz tolles, ganz wundervolles Vorwort geschrieben, grade zum Thema Unternehmertum und Vertrauen, was ich, was mich sehr berührt immer wieder und was auch toll getextet hat. Aber das bringt das eben aufn Punkt. Also wir Unternehmer sind eigentlich aufgerufen, die Richtung vorzugeben. Im Moment sind wir aber genauso verzagt wie alle anderen.

Ja, wir sind sehr zurückhaltend, ja vollkommen richtig, weil wir ja auch nicht wissen, wo die Reise hingeht, ne. Im Moment sind die die Einflüsse, die von außen kommen ja nun mal so, dass man sie ja nicht selber werten kann, nicht richtig deuten kann und vor allen Dingen deswegen auch nicht irgendwie sich entscheiden kann für eine Richtung, wo man hinläuft, ne? Genau. Also ist tatsächlich in dem Moment eine schwierige Situation. Und noch ein Punkt dazu.

Wie siehst Du denn den Unterschied zu Deutschland, vielleicht Europa zum aktuellen Umfeld im Ausland? Ich weiß, Du bist ja auch weltweit tätig, deswegen kann ich die Frage ja gut an dich richten. Also das ist eine sehr spannende Frage und ich ich versuch sie mal so unpolitisch wie nur irgend möglich zu beantworten. Ich reise nun ja sehr viel, weil wir haben 'n weltweites Vertriebsnetz. Unser erfolgreichster Exportmarkt ist grade China.

Wir haben also fast 80 eigene Latte, Brandrops in China. Bin jetzt in 3 Wochen wieder da. Und ich möchte es mal an einem sehr konkreten Beispiel aufmalen. Ich glaube, dass wir uns hier in Europa im Moment in eine Denksackgasse bewegen. Wir sind wir erliegen der Illusion, die Welt dreht sich uns.

Und ich halte das für eine Illusion. Das ist eine völlige Überheblichkeit. Wir haben jahrelang unsere Hausaufgaben nicht gemacht. Ja. Und ich sag mal ganz ehrlich, strukturell, steuerpolitisch, auf allen Ebenen hängen uns gerade ganz viele Staatende Erde ab, die Vollgas geben.

Ich muss jetzt nicht nach Dubai gucken. Ich nehme jetzt mal nur allein sowas wie China. Ich flieg jetzt, das mal konkret zu machen. Wir haben unsere unsere Kunden dort, die wir dort haben, sitzt vor allen Dingen in Südchina. Chenzhen, Gonzhou.

Und da fliegt man am besten nach Hongkong, setzt sich dort in einen Schnellzug und fährt dann mitm Schnellzug da rein. So. Dieser Schnellzug, ich bin jedes Mal wieder fasziniert über die Bahnhöfe, die sind picobello sauber. Die Züge fahren auf die Minute genau. Die sind absolut akkurat.

Das das ist wirklich, da kannst Du vom Fußboden essen. Die fahren unterirdisch irgendwie 50, 60 Meter unter der Erde, kilometerweise. Und jetzt kommt das Spannende, unter der Erde habe ich durchgehenden Handyempfang. Mhm. So, und zwar 5, ich durchgehenden Handyempfang.

Mhm. So, und zwar 5 g mit mit Videostreaming mit allem. Also ich bin auch mit der Bahner hier gefahren. Ich konnte nur nicht mal telefonieren, ne, und wir sind offen, ne. Ich wollt's jetzt grade erwähnen, wer schon mal von Hannover nach Frankfurt über die Tunnel, die legendäre Tunnelstrecke da bei Kassel gefahren ist, weiß, dass wir bis heute in jedem Tunnel Funkloch haben.

Warum das so ist? Ich weiß es nicht, weil irgendwie schaffen die Chinesen das auf alle Fälle dort. Ich will das jetzt gar nicht zu überspitzt darstellen. Und dann kommt man eben in Hamburg am Hauptbahnhof an, guckt sich son bisschen und sagt, so, wir sind also die führende Kulturnation der Welt, fühlen wir uns selber so. Wir sind ja die ganz Großen und ganz toll und wir sagen ja auch der Welt, wie's geht.

So am deutschen Wesen soll die Welt genesen und eländer Spruch aus der Vergangenheit. Und ich sag ganz ehrlich, wenn ich auf die durch die Weltreise, mir Flughäfen in Singapur oder sonst wo angucke, wenn ich mir alleine angucke jetzt, ich bin jetzt neulich in Hongkong dann ausgereist, da geht alles digitalisiert, die komplette Ausreise, also vollständig. Ich ich scan da meinen Pass ein, dann spricht der, spricht der Computer in Deutsch mit mir und solche Geschichten. Also dann werde ich immer demütiger, sage ich dir ganz ehrlich. Ich meine es jetzt gar nicht vorwurfsvoll.

Ich glaube, dass ja so Zyklen so sind, wie sie sind. Mhm. Und wir sind grade in einem Zyklus, in dem wir bisschen vor Selbstherrlichkeit strotzen, hab ich so den Eindruck. Und manchmal würde uns gut zu Gesicht stehen, 'n bisschen in Klappe zu halten, mal 'n bisschen durch die Welt zu gucken, was der Rest der Welt so macht und denkt und tut. Und vielleicht letzter Punkt dazu, also den fand ich natürlich sehr bemerkenswert.

Ich glaub, das war irgend son afrikanischer Staatspräsident, der neulich sagte, wenn Du in in Deutschland anrufst und Hilfe brauchst für dein Land, kriegst Du erst mal 'n Vortrag. Wenn Du in China anrufst, kriegst Du den Flughafen. So, und ich glaube, das bringt das sehr schön aufn Punkt, aber es gefällt oder nicht, das ist wirklich sehr ungemütlich. Aber ich glaub, wir Unternehmer sind ja auch aufgerufen, ab und zu mal ungemütliche Dinge klar zu sagen. Ja, ich bin bei bei den Punkten auch völlig bei dir.

Ich ich seh's nämlich auch so, dass wir uns da halt eine gefährliche Situation Ja. Gerade rein bewegen. Und ich find's sehr gut zusammengefasst, deswegen Das sollte man auch häufiger hören und also sagen und auch hören, denn ich glaube, wir sind noch so sehr vom Gold Ja. Geblendet, aber Gold ist schon gar nicht mehr da, ne? Also so und wir reden ja jetzt gerade nur von China.

Ich mein, China ist natürlich eine der aufstrebensten Nationen, da brauchen wir nicht drüber zu reden, aber auch das ganze Umfeld in Asien. Ja, als Beispiel, wir haben bald die Dreitagewoche und in Asien wird 6 Tage 6 Stunden 6 Tage 10 Stunden gearbeitet, ne. So und da sind ja nun mal so die Unterschiede, wo man ja alleine schon in den an den kleinen Zahlen, die wir jetzt grade genannt haben, schon sehen kann, dass irgendwo irgendwas in die falsche Richtung läuft, ne. So und ich ich, also noch mal, ich möcht jetzt ganz klar sagen, also ich liebe dieses Land, also gar keine Frage. Ich bin ich ich liebe es dort in Drömmerförde mit meiner Fabrik und mit Latteflets die Welt zu wenden und so weiter.

Was ich allerdings sehe ist, und das das ist der Punkt, ist eher so diese innere Haltung. Ich glaube, dass wir, das ist natürlich so, da gibt's ja auch psychologische Studien zu, dass der Weg in die Krise ist immer ein sehr langer. Also weil weil man immer nicht wahrhaben will, das ist ja wie bei 1 Beziehungskrise. Wenn wir ehrlich sind, keine Beziehungskrise fängt über Nacht an, sondern die die zeigt sich schon Monate, Jahre. Also wenn man jemand wie Doktor Jacques Picano hier fragt, der wird sagen, ja, das hat sich Jahre schon angebahnt.

Aber wir wollen's ja nicht wahrhaben. Ja. Und ich glaube, in soner Phase sind wir grade in unserem Land. Wir haben viele tolle Dinge, das will ich auch ganz klar sagen, Nur würde uns manchmal 'n bisschen mehr Demut zu sich gestehen. Und ich muss auch sagen, auch wenn ich unsere Außenpolitik sehe und ich erleb ja die Reaktionen auf unsere Außenpolitik hautnah, weil ich viel reise, sind Menschen darüber auch zu recht sauer, weil sie weil sie fühlen einfach, das ist 'n Gefühl, hier bekommt eine unfassbare Arroganz zutage.

Wir kriegen noch nicht mal die Bahn auf die Naht, wollen aber den Rest der Welt was über Werte erzählen. So, und da ist für mich, wo ich denke, Leute, mal 'n bisschen die Bälle flach halten, 'n bisschen lernen, 'n bisschen zuhören, 'n bisschen mehr schweigen wäre manchmal gut. Unsere eigenen Hausaufgaben mal machen. Wir sind wir sind der Letzte im Moment im Wirtschaftswachstum. Also mal ganz ehrlich, wer sind wir, dass wir durch die Welt laufen und der Welt erzählen, wie's geht?

Da lachen die sich doch tot und sagen, ja, ihr kriegt's ja nicht auf die Naht. Ja. So und und da, das ist der Wunde, sag ich jetzt mal so, wo wir ab und zu auch als Unternehmer Salz reinstreuen müssen, weil ich glaube, es muss dann auch wehtun, sodass wir dann eine Chance haben, es zu ändern. Es gibt ja 1. Anzeichen, dass es sich ändert.

Aber ich erlebe auch unter Unternehmern sehr viel Frust gehabt. Muss man klar sagen, weil die alle sagen, das ist doch verrückt, das funktioniert nicht. Das geht so. Ja, nachvollziehbar. Ja, ja, nachvollziehbar.

Ja, Demut. Fassen wir uns so zusammen. Das ist der Punkt jetzt. Neben Trusk ist das wirklich mein zweitwichtigster Begriff immer Demut. Ja.

Ja. Ja. Nutz ich auch gerne. Ja, ja. Lass uns doch einmal kurz jetzt Thema Vertrauen in Richtung Handwerk jetzt noch einmal rein, so.

Ja. Wie wichtig oder wie siehst Du son Vertrauensverhältnis zwischen dem Handwerksunternehmer, Unternehmerin und einem Kunden. Wie wie wichtig ist das und worauf kann man als Handwerker da achten? Also ich glaube ja, dass Vertrauen so etwas ist wie ein Konto. Ich stell mir das mal wie son Konto vor.

Mhm. Da musst Du einzahlen. So, ob der andere dir vertraut, ist immer noch seine freie Entscheidung, weil Vertrauen, das habe ich auch in meinem Buch ausgeführt, ist eine Entscheidung. Aber ich glaube, es ist wie son Konto. So und wir füllen das.

Und es ist ganz schnell leer. Also eine falsche Bemerkung, blöde Sache, irgendwie 'n Mitarbeiter, wo man vielleicht als Chef gar nichts dazu kann, geht mit dem Kunden doof nenne ich das jetzt mal und zack ist das Konto leer. Das ist der eine Aspekt. Ich glaube, dass Vertrauen eben, ich hab das auch in meinem Buch ausgeführt, sich auf mehreren Ebenen abspielt und eine ganz, ganz wichtige Ebene ist halt Kommunikation. Und ich glaube, dass da auch speziell das Handwerk durchaus noch Verbesserungspotenzial ist.

Ich glaube, dass da draußen und ich kenne ja viele Handwerker, muss ich sagen, auch gerade über unseren wo man früher der Wirtschaftskilde sind viele Handwerker engagiert. Ein guter Freund von mir, hat eine 1 ganz fantastische Autolackiererei. Der ist Autolackierer, also toll, was die machen. Und da sag ich jetzt mal Folgendes, wir waren neulich mal bei ihm zu Besuch und es waren alle, es waren viele Leute da, die waren noch nie bei ihm. So, da haben wir mit der Wirtschaftskizze son Abend veranstaltet.

Wir machen immer so Abende so, dass Leute ihre Firmen zeigen können. Und haben viele Leute hinter mir zu sagen, boah, hat dich gewusst, was der alles macht und was der da alles tut. Und der hat dann da ökologische Sachen und seine Heizung umgestellt und so weiter. Und ich glaube, dass Vertrauen, wenn Du mich so fragst im Handwerk, auch da ansetzt, mal zu zeigen, was das Handwerk alles Tolles kann. Und es gibt so fantastische Handwerksunternehmen und ich bin dann immer manchmal geschockt, wenn ich hinter die Kulissen gucke, wie gut die sind, aber keiner weiß davon.

So und ich glaube, dass Vertrauen eben auch da ansetzt, einem Kunden kommunikativ mitzuteilen, wer man ist, wofür man steht. Und vielleicht lass mich noch 'n zweiten Aspekt erwähnen, den ich auch in meinem Buch sehr intensiv behandele, ist eben das Thema der Ich glaube, dass Handwerk eben für Werte steht, die Jahrhunderte alt sind. Wir reden ja hier nicht über, ich sag mal, selbst die IHK ist keine 150 Jahre alt. Aber das Handwerk ist Jahrhunderte alt. So, das sind ganz andere Wurzeln.

Und ich glaube, das mal zu kommunizieren und nach außen zu tragen und da bist Du ja auch 1 der Vorreiter und den Leuten mal wieder zu zeigen, was ist der Wert 1 Handwerks. So. Ich hab's ja auch noch mit meinem Großvater mitbekommen und das war ein letzter Anekdote, dass mein Großvater hat immer zu mir gesagt, ach weißt Du, Boris, das Problem von Handwerkern, der war auch Innungsmeister und so. Das Problem von Handwerkern ist, die kommen alle in einem Raum zusammen, dann singen wir gemeinsam das große Lied der Solidarität und wir wollen uns das Handwerk mal nach vorne bringen. Die Melodie von dem Lied haben die aber schon vergessen, sobald sie aus der Tür raus sind.

So, und ich glaube, das drückt von meinem Großvater, Tischlermeister Karl Thomas, das relativ gut aus. Ich glaube, das Handwerk darf hier lernen, dauert, ich sag mal, in der Kommunikation unternehmerischer zu werden. Ich weiß, das liegt vielen nicht so. Das ist natürlich, weil's ja Handwerken ist, ne, arbeiten mit Händen. Aber ich glaube, das ist etwas, wo ich sehe, da gibt es noch ein Riesenpotenzialfeld für das Thema Vertrauen, dass Menschen wieder sagen, komm, das ist mir wert, einen guten Handwerker zu engagieren.

Und dem vertraue ich dann auf Jahre und beauftrage ihn immer wieder bei mir die Dinge in Ordnung. Ja, Kommunikation ist häufig schon eine große Hürde, ne. Dann a, erst mal das das eigene Repertoire, das Angebot mal richtig aufn Punkt zu bringen und dann sowieso mit den Menschen in die Interaktion zu gehen. Ja. Das ist natürlich eine große Hürde, die bei vielen dabei ist.

Ist eigentlich schade, denn wir haben sehr, sehr gute Handwerksbetriebe, die in Deutschland sind und die vielleicht deswegen nicht so richtig funktionieren, weiß ich genau, diese Punkte eben halt nicht bedienen können, ne. Total schade. Wie siehst Du es denn im Innenverhältnis, wenn Du jetzt mal, jetzt haben wir das Außenverhältnis ja besprochen, wenn Du es jetzt, wenn man nach innen reinguckst ins Innenverhältnis, Unternehmen, Mitarbeiter, Unternehmer und so weiter, wie wie siehst Du's da mit Vertrauen? Wie sind die Also Handwerkerinnen und Handwerker wie Du halten die Welt zusammen und wir halten dir den Rücken frei. Wir stehen für Innovation im Handwerk, für Lösungen, die vorangehen und für Arbeit, die sicher und smarter wird, weil Handwerk Zukunft ist.

Das ist, glaube ich, dadurch, dass wir eben so ein schwieriges gesellschaftliches Umfeld haben, schlägt das auch in die Unternehmen wieder. Ja. Es gibt von Mitarbeitern inzwischen auch dort ein Misstrauen, wie sieht denn meine Zukunft aus? Hat das Unternehmen meine Zukunft? All diese Dinge.

Und natürlich auch grade im Handwerk, das Thema Fachkräftemangel ist 'n Thema. Wobei ich glaube, es wird auch häufig überschätzt, ich will das jetzt gar nicht kleingehen, aber Fachkräftemangel ist lösbar in meinen in meiner Welt. Ich habe jedenfalls immer die richtigen Leute dann auch gefunden, die ich gesucht habe. Sicherlich muss man da aber drauf achten, das ist gar keine Frage. Trotzdem gibt es, glaube ich, hier auch für den Unternehmer einen neuen Anspruch.

Mitarbeiter brauchen wieder verlässliche Ansagen. Und ich habe es oft erlebt, gerade wenn es eben schwierige Zeiten gibt und seien wir ehrlich, also gerade Handwerk, ich seh mir jetzt mal das Thema Neubauten im privaten Bereich. So, das ist gerade eine Vollkatastrophe. Aber seien wir offen. Das ist also fast gegen die Wand gefahren.

Eigentlich ist es gegen die Wand gefahren. Es finden kaum noch Bauten statt. So, Baugenehmigung gibt's genug, aber die werden ja gar nicht außen geführt. So, wenn ich mir das angucke, ist natürlich das für die Unternehmen sehr schwierig. Wie halte ich meine Mitarbeiter?

Wie kriege ich sie hier durch? Selbst wenn's Kurzarbeit gibt oder was auch immer. Und meine Erfahrung ist immer wieder gewesen, und hier sind wir wie bei der Kommunikation, Klartext zu und den Leuten auch zu sagen, ey, es ist jetzt so, aber und jetzt kommt der zweiter Aspekt, die Vision, wir sehen hier Schritte, so und so machen wir das, wir bauen das und dann wird's wieder besser und so weiter. Und ich glaube, dass wir Menschen manchmal son Mechanismus haben und das kennt wahrscheinlich jeder auch aus so Beziehungskrisen. Wir gehen dann erst mal in Deckung.

Also weil's natürlich uns unangenehm ist. Also ich kenne auch Führungskräfte, die verschanzen sich dann erst mal im Büro. So, sprechen weniger mit den Mitarbeitern. Meine These ist, wenn's gut läuft, könntest Du dich gerne im Büro verschanzen, weil dann störst Du den Betrieb. So, wenn's aber schlecht läuft, dann bist Du aufgerufen, wirklich sichtbar zu werden und wirklich dich zu zeigen.

Wirklich Nähe zu zeigen und bei den Leuten zu sein. Und da ist, glaube ich, das größte Lernpotenzial für Unternehmer, dann wenn schlecht läuft, wenn man nicht gefeiert wird, dann wenn nicht die Sektkorken knallen, dann sich hinzustellen und sagen, ist halt 'n ne. Das ist der Weg, ja. So ist es. Aber hier ist unser Weg und das machen wir jetzt und das sind die Entscheidungen, die wir fällen.

Also ich hab das vielleicht letzter Punkt dazu sehr persönlich und hautnah erlebt, habe ich auch hier im Buch noch ein paar Sachen verarbeitet in der Coronazeit. Das war für unser Unternehmen eine sehr, sehr schwere Zeit, weil durch die Lockdowns haben wir innerhalb von 14 Tagen 80 Prozent unserer Umsätze verloren. Wir sind direkt in Kurzarbeit geschlittert, muss man sagen. Wir haben über Woche, Monate einen Produktionstag pro Woche gehabt. Das war bitter mit 100 Prozent Kurzarbeit bei vielen vielen Bereichen.

Und die Geschäfte haben dazu. Es wurde kein Latteflex mehr verkauft. So und da durchzugehen, das war hart. Aber vielleicht auch noch son Punkt, wir haben dann zum Beispiel angefangen auch für die Kunden draußen, weil wir haben ja auch Händler da draußen und die die die die mussten mich ja auch sehen, sondern ich will mit denen kommunizieren. Da haben wir dann Webinare veranstaltet.

Wir haben dann gesagt, wie geht denn so was? Haben wir zum ersten Mal dann gemacht. Das war ja für viele eine neue Erfahrung, Videomeetings zu machen. Auch eben aus diesem Aspekt, wir wollen sichtbar sein, wollen präsent sein. Egal ob uns, wir haben aus der geschlossenen Fertigung.

Ich weiß noch genau, wir haben das 1. Mal hier so Kameras aufgebaut in unserer Fertigung und gesagt, hier die Fertigung ist zu, aber wir sind noch da. So und haben dann daraus dann gesendet und es kam riesig an und die Händler fanden super, einfach weil wir kommuniziert haben, wie es ist. Ja, ist auch son son Leidens Teil Teilen des Leidens, ne, im Endeffekt uns zu erzählen, wie es einem selber geht und dem anderen auch so wieder 'n bisschen Mut zu geben dann auch. Bist Du in derselben Situation, aber irgendwann kommen wir dann wieder raus, ne.

Ja, das ist ja. Thema Vertrauen heißt ja auch authentisch sein. Mhm. Wie siehst Du das? Spielt man Also also ich erleb's oft, dass Menschen Rollen spielen und schauspielerisch sehr stark aktiv sind, Ja.

Eben halt gewisse Situationen im privaten als auch im geschäftlichen Leben eben halt zu überspielen im Endeffekt. Ich versuch's immer zu vermeiden. Manchmal rutscht man schon mal so da rein, das passiert nun mal halt, ne, weil man dann eine gewisse Situation noch so, weiß ich nicht, irgendwelche dramatisieren möchte oder verbessern, verschönern möchte, okay. Aber so im Grunde muss man ja schon authentisch sein, ansonsten ist nicht ehrlich und es kommt noch nicht an, ne, ne. Also ein wichtiger Aspekt von Vertrauen, das ist hier 'n fast 'n ganzes Kapitel drin, ist halt Nähe.

Mhm. Und ich glaube, dass Nähe dadurch interessiert, dass wir vom Bauchgefühl her merken als Menschen, der andere ist offen. Das ist am Ende ist es vielleicht das Begriff, authentisch bin ich immer sehr skeptisch mit, weil am Ende spielen wir alle irgendwie eine Rolle. Also wir sind geprägt in unsere Vergangenheit, unsere Geschichten, unsere Erfahrung. Das werden wir nicht los, wir sind nicht perfekt, wir sind ja keine Roboter.

So, wir sind keine KI. So, und und selbst die hat gelernt. So, also das ist halt, weißt Du, das ist eine, selbst eine KI spielt eine Rolle. Ja. So und und ich glaube einfach, aber aber so dieses dieses Thema mehr der der der Offenheit, das ist, glaub ich, das Spannendere.

Und ich hab das erlebt, weil ich ja nun auch als Vortragsredner viel unterwegs bin und auf Unternehmerkongressen spreche und ich erlebe natürlich auch viele Redner. Und ich hab mich oft gefragt, da gibt's noch mal Redner, die sind vom Inhalt her super. Die sagen die richtigen Dinge. Es kommt aber überhaupt nicht an. Da sitzen Leute langweilen sich, gucken auf die Jugend und sagen wann ist wann ist der Quatsch hier vorbei?

Und da fragst Du dich ja aber der Inhalt ist doch gut. Ich glaube, für mich ist der Schlüssel das Schlüsselkriterium und ich hab da oft mit vielen vielen guten Leuten darüber gesprochen, die auch Redner ausbilden. Und das Gleiche gilt fürs Unternehmertum, ist da einfach, die haben alle gesagt, ja, wenn Du wenn Du wenn Du das Gefühl hast vom Bauch her, der der jetzt auf der Bühne steht, der der jetzt mit mir spricht, der der jetzt mit mir interagiert, ist offen, der zeigt sich mit all seinen Schwächen, mit all dem was da ist, da da gibt's keine Mauer, keine Barriere, der ist so wie er ist auf der Bühne. Der ist auf der Bühne genauso wie er, wenn ich ihn jetzt an der, hinterher in der Kaffeepause treffe, ist er genauso. So und ich habe und ist witzigerweise, ich glaub wir Menschen haben sowas wie son son Indikator in uns, son son Kompass, der uns sagt, das passt mir jetzt hier nicht und oh, das ist cool, da mit dem kann ich gerne reden.

Und meine Erfahrung ist auch, weil ich ja nun weltweit unterwegs bin, selbst mit Kulturen, die von mir völlig fremd sind. Wenn ich mit 1 riesen Offenweite reingehe, hab ich immer Spaß mit den Leuten gehabt. Echt, aus denen wir, ich hab auch politisch 'n sehr breites Spektrum von Freunden, von rechts nach links. Und ich komm mit allen prima klar, weil ich einfach eine Riesenoffenheit dafür habe. Das Gleiche gilt dann im Unternehmen.

Der Unternehmer am Ende Vertrauen basiert auf Nähe. Ich ich brauche Mitarbeiter, die das Gefühl haben bei den Mitarbeitern, dass dass dass dass der Chef die Wahrheit spricht, dass dass das authentisch ist. Und ja, manchmal werd ich auch echt wütend und manchmal werd mache ich 'n dreckigen Witz und manchmal mache ich mir Bemerkungen, die man gar nicht mache, alles fein, weil weil weil so bin ich. So. Und ich glaube, dass dieser Faktor, deswegen verwende ich das Wort Authentizität so ungern, weil ich immer nicht genau weiß, was ist denn, was bin ich denn eigentlich?

Sondern ich würde es eher wandeln in einen Begriff der der Offenheit und ich glaube, hier ist auch im Unternehmertum für Führungskräfte viel zu tun. Ich halte ja den Unternehmer zu sein, selbstständig zu sein oder eine Führungskraft zu sein von 1 größeren Einheit, ist 1 der größten Selbsterfahrungsprozesse, die man machen kann. Das bringt dir in Kontakt mit deinen dunkelsten Schatten, mit deinen fiesesten Ängsten, mit schlaflosen Nächten. Also ich glaub, abgesehen von Beziehungen mit 1 Heirat, eine Beziehung mit einem Menschen einzugehen, gibt es kaum etwas, was dich in deiner Persönlichkeitsentwicklung so nach vorne zwingt und bringt und pusht als Unternehmer zu sein. Und ich glaube, ein guter Unternehmer muss immer Grundlagenwissen in der Psychologie haben, sollte man selber einen Coaching Prozess durchgemacht haben, hat am besten einen Mentor an seiner Seite, weil ich glaube, das ist dann, und jetzt komme ich zurück auf diese Nähe, auf diese Authentizität, das gibt dir dann auch die Kraft, angstfrei dich zu öffnen und zu sagen, ey, so bin ich.

Hier bin ich. Nehme ich so, wie Du, ne, so bin ich halt. Und das auch voller Mut und diesen Mut, der kommt nicht von selbst, so. Und deswegen glaube ich, ist es einfach so, das Lernen hört nie auf. Selbst ich hab jetzt wirklich fast 40 Jahre Ausbildung aller Art gemacht.

Ich war bei so ziemlich, in irgend 'nem Namen, ich war bei Ihnen. Also ich hab mir alles angeguckt, weltweit, Tony Robbins, University vor 10 Jahren, 20 Jahren war ich schon bei ihm. Hab mir 'n Quatsch angeguckt. Und trotzdem gibt's für mich auch immer wieder neue Herausforderungen, wo ich merke, oh, das ist jetzt ungemütlich, das ist jetzt unangenehm. Oh, da will ich am liebsten zu Hause bleiben oder ich hab eine schlaflose Nacht.

Trotzdem ist es eben son Prozess als Unternehmer, sich mehr und mehr öffnen und dann eben, Du hast es Authentizität genannt, eben mehr ich selber sein zu können. Ja, es ist auch 'n langer Prozess, ne. Hast Du ja auch gerade beschrieben und am Anfang steht natürlich erst mal die Erkenntnis, ja oder nein, mach ich's, brauch ich's für mich, weil viele sagen auch, ich brauch's gar nicht, ne? Ja, ja. Aber ich bin bin da sehr nah bei deiner Meinung, die Du hast, dass das also wirklich dazugehört, sich dann irgendwann im Laufe der Zeit dann über die Jahre hineinsprechend, hinzuentwickeln, ne?

Ja, ja. Dann lass uns nochmal über Thema Technik, also wirklich Technik mit kabelgebundene Technik und auch Digitalisierung mal sprechen. Brauchen wir das, Vertrauen aufzubauen? Brauchen wir brauchen wir Social Media, Vertrauen aufzubauen? Wenn man natürlich im Innenverhältnis zu den Mitarbeitern einmal natürlich gesehen, aber auch nach außen hin zum Kunden, wie wie ist da dein Gedanken?

Also es kommt natürlich darauf an, wie ich mich selber sehe. Also und wie ich selber positioniert bin. Natürlich es hilft. Es ist ein enormer Booster. Ich merk's ja auch bei mir selber.

Also ich bin jetzt auch nicht irgendwie auf allen Plattformen, ich hab 'n bisschen Instagram, mach ich ab und zu mal was und so. Aber es hilft natürlich oft, sagen dann Leute zu mir, oh ich hab dich jetzt als Redner gebucht, wir haben mal geguckt, was Du da so postest und machst und so weiter und dann hilft das natürlich son bisschen, ich sag jetzt mal so, sein Gesicht zu unterstützen. Es ist natürlich extrem leichter wie in der Vergangenheit mit diesen Medien. Wir sitzen jetzt ja hier auch in einem in einem Studio und nehmen einen Podcast auf. Sowas hätte es vor 20 Jahren nicht gegeben in dieser Wahrscheinlichkeit bezahlbar gewesen und dann in der Verbreitung digital.

Und das finde ich fantastisch. Also ich nutze es für mich wirklich als Kommunikationselement mich selber meine Marke LATO Flex nach vorne zu bringen. Ich hab Kunden weltweit mit China in Kontakt zu bleiben, auch in der Coronazeit. Ich glaube trotzdem und das muss ich vielleicht dann noch dazu sagen, für mich ist es ein Mittel zum Zweck. Ganz klar.

Äh äh am Ende und das zeigen ja auch die Studien, brauche ich dann doch den menschlichen Kontakt. Also für mich ist es, ich sehe das immer so, ich hab ich ich coache ja auch viele Leute, auf Unternehmen und ich stelle mir immer die Frage, ja muss ich den jetzt auf Instagram, muss ich auf LinkedIn, muss ich, weiß ich was, auf Pinterest oder was auch immer. Und ich versuche den das immer so, das Bild zu malen, das ist so wie so eine Tür, die Du öffnest, so eine Brücke, die Du baust zwischen dir und deinem Kunden, die Du vorher seit Jahrzehnten, sowas hat's nie gegeben, was wir in den letzten 10 Jahren erlebt haben mit Social Media. Und das ist eine Riesenchance. Auch hier gilt wieder Authenzität haben wir's eben genannt, Offenheit ne.

Die Leute wollen Spaß haben, die wollen da nicht irgendwie so langweilige Sachen sehen. Und trotzdem glaube ich am Ende brauchen wir den menschlichen Kontakt, weil es gibt ja auch klar Studien dazu, dass wenn Du ein Meeting hast, wir beide sitzen jetzt ja auch in Likes uns gegenüber, das ist etwas total anders. Ich mach ja viele Podcastgespräche auch dann eben per Zoom, per Video und so. Und das ist was völlig anderes, als wenn wir beiden hier entspannt sitzen, was wir haben ja schon 'n kleines Vorgespräch gehabt und so. Da da kommt eine ganz andere Nähe auf, eine ganz anderes Vertrauen auf.

Ich glaube, das wird unersetzlich sein. Das ist ja auch die Stärke des Handwerks dann wieder vor Ort zu sein und mit den Menschen sprechen. Trotzdem und wir hatten das ja eben schon mal, hat ein Handwerker so tolle Geschichten zu erzählen. Und da wär's doch schade, wenn er sie nicht erzählt. Ja, definitiv.

Ne. Was würdest Du dem dem Handwerker raten, wenn er Probleme hat, zu 'nem Kunden oder zu 'nem Mitarbeiter 'n Vertrauensverhältnis aufzubauen? Hast Du da 'n Tipp? Im Prinzip würde ich das zusammenfassen von dem, was wir schon alles besprochen haben. Ich glaube, das beginnt immer mit uns selbst.

Ich würde mich dann mal selber fragen, wie ist denn mein Selbstvertrauen? Also am Ende beginnt ja alles in uns. Also wenn ich 'n gutes Selbstvertrauen habe, habe ich auch keinen Stress mit anderen Menschen, die nah bei mir ranzulassen, was auch immer. Und da sind wir wieder so bei so psychologischen Aspekten. Ich glaube, da kann dann manchmal wirklich, ich will nicht sagen Coaching, aber da kann irgendwas helfen, wo man mal 'n gutes Gespräch Impuls, ey, ne?

Impuls, wo man sagt. So und am Ende und das ist vielleicht der wichtigste Punkt und jetzt ich sag immer Unternehmer darf ich ja auch mal Heiter anpacken, weil wir Unternehmer sind dann eben schon 'n bisschen robuster. Und meine Aussage ist, Vertrauen ist eine Entscheidung. So. Mhm.

Die kannst Du fällen oder auch nicht. Und wenn mir jemand sagt, oh, kann ich nicht, ich weiß es nicht und muss mal gucken, dann würde ich immer sagen, dann fällst Du auch die Entscheidung nicht zu vertrauen. So, weil am Ende ist es so, natürlich haben wir immer gute Ausreden nicht zu vertrauen. Ja, meine Kindheit war so schwierig und ich hab da schon ganz viel erlebt und es war ganz so, mag alles sein. So, jetzt jetzt muss man sich ja fragen, was muss denn jetzt mit der Welt passieren, damit ich wieder vertraue?

Da kann ich immer wieder, nee, jetzt noch, nee, da muss noch 'n bisschen mehr gehen. Also wenn der andere sich noch 'n bisschen, dann würde ich ihm vertrauen. Am Ende ist Vertrauen eine Entscheidung. Mhm. Und das ist wahr.

Das ist rein rein psychologisch wahr. Es gibt einen immer einen Punkt, an dem vertraue ich oder ich vertraue nicht. Und ich würde einem Unternehmer immer sagen, der sagt, ich hab damit Probleme, ich sag dann, entscheid dich anders. Ja. Der ist so.

Definitiv. Hast uns darüber brauchst und darüber hinaus doch 'n Hack mitgebracht? Vielleicht aus deinem Buch, hast Du nur noch irgendwas für uns? Also ich glaube, dass das das was, ja genau, also was heißt Hack? Ich glaube, das gutes Unternehmertum, also ich hab in meinem Buch halt das übers über die Nähe gesprochen und über die Kommunikation.

Die beiden Themen haben wir schon. Mhm. Ein dritter Aspekt und der ist mir sehr wichtig, das ist der der letzte Teil des Buches dann, grade für Unternehmer und das mag fürs Handwerk dann manchmal als bodenständiger Handwerker sehr weit weg sein, ist das Thema Vision. Mhm. Das Hack ist vielleicht eine Abwertung dafür, aber ich würde mal sagen, das ist für mich 1 der der ganz großen Treiber, von wenn ich mir gucke, welche Unternehmen entwickeln sich positiv und welche dümpeln so vor sich hin.

Es ist immer, habe ich als Unternehmer eine Idee von meinem Unternehmen, wo will ich in 10 Jahren sein, wo ich in 20 Jahren bin. Das ist mehr wie die nächste Jahresplanung. Das ist mehr wie den Quartalsabschluss. Das ist einfach die lange Strecke. Das zündet Mitarbeiter an.

Da hat man so was, wo man drauf, da kann man auch mal 'n Tal durchschreiten, weil man weiß, da will man hin. So. Mhm. Bei uns ist es zum Beispiel immer so, dass ich immer gesagt habe, ich ich habe den Ehrgeiz, die besten Betten der Welt zu bauen. Ich will, also im Moment haben wir eine Quote von fast 90 Prozent aller Menschen, die von ihrem Bett auf Latophacks wechseln, haben nach 4 Wochen keine Rückenschmerzen mehr.

Ich sage, ja, aber da sind ja jetzt ja 7 Prozent, denen können wir scheinbar nicht helfen. Kann ich denen auch noch helfen? Also, ich hab immer den Ehrgeiz, das beste Wetter der Welt zu bauen. So, alles andere machen wir bei Latoflex. Und ich glaube, das kann tragen.

Das ist etwas, an dem man sich immer wieder festhalten kann und deswegen habe ich mein letztes Kapitel heißt auch I have a Dream. Das ist ja dieses legendäre Zitat von Herrn King, der das er ja dann gesagt hat und so. Oder wenn man mal so nimmt, John F Kennedy mit seiner Idee in 10 Jahren wird ein Amerikaner auf den Mond stehen. Ja, das klingt für uns, ich sag mal auch gerade in dem Handwerk immer so so so so riesig. Also ich bin ja hier nur Tischler vor Ort oder ich bin ja nur Dachdecker oder ich bin ja nur Fliesenleger.

Aber ganz ehrlich, auch im Kleinen funktionieren diese Vision. Was will ich mit meinem Unternehmen machen? Wo will ich hin? Und das schenkt mir eine völlig andere Sicht. Und vielleicht letzter Punkt dazu, ich bin ja ein großer Fan von Fragen.

Ich glaube, die Welt ist voller Antworten. Also, die Leute wollen immer antworten. Ich sag, was heißt, Antworten. Stell die richtige Frage und Du findest die richtige Antwort. Das ist viel spannender.

Ich find Fragen unheimlich richtig gutes Coaching, wenn ich jemand coache. Ich coache viele Unternehmer son Jahres Mentorings, beteuer, die dann in einem Jahr und so was mir sehr viel Freude bereitet. Ich stell da fast nur Fragen. Die Antworten hat er schon, aber die Fragen sind falsch. Also, wenn ich jetzt eine Frage stelle und sage, ich habe in 10 Jahren vor, mein Unternehmen dahin zu entwickeln, Ich möchte gerne gehen und die Mitarbeiter, aber ich möchte gerne solche Kunden haben, das ist meine Traumvision.

Dann stelle ich einfach die Frage, was muss ich jetzt tun, dahin zu kommen? Das ist eine völlig andere Frage als wie überlebe ich das nächste Jahr? Weißt Du? Das verändert komplett Ja. Den Gesichtspunkt.

Ja, Vision, ich mach's bei mir im Unternehmen immer so, ich sag immer, wenn jemand schon mal das Ziel auf der Tatanbahn gesehen hat, ist er schneller da, als wir da eben als Ziel nicht kennen. Ist gut formuliert, genau so. Ja, Ja, Boris, wir sind schon fast am Ende. Ich hab noch eine Frage an dich und zwar, wie Du die Stellung des Handwerks in der Gesellschaft wahrnimmst. Ist das Handwerk in der Gesellschaft da, wo es hingehört oder muss sich das in irgendeiner Form verändern?

Also ich hab ja neulich 'n langes Interview führen dürfen für mein Buch, zu meinem Buch, findet man dort auch, ich hab bei Amazon inzwischen auch gepostet, 'n sehr langes Interview. Und da wurde mir diese Frage auch gestellt. Und ich würd sie mal so beantworten. Es stimmt mich sehr traurig, dass das Handwerk, was einen so wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leistet, immer unsichtbarer wird. Ich sag's jetzt mal so.

Und das ist jetzt kein Vorwurf an die Gremien, die bestimmt alle gute Lobbyarbeit irgendwo in Berlin hier machen. Aber ich glaube, und das ist etwas, das gilt allerdings fürs Unternehmertum an sich. Wir haben ja eine Situation, in der der Bundestag, unser demokratisches Gremium bildet nicht mehr diese Gesellschaft in Gänze ab. Mhm. In der Struktur.

Und das meine ich auch nicht als Vorwurf. Natürlich haben wir dort überwiegend inzwischen öffentlichen Dienst, wir haben Beamtentum, wir haben so, was natürlich auch vielleicht ist, weil wenn ich 'n Unternehmen führe und ich sitze 4 Jahre im Bundestag, wird da nicht wieder gewählt. Das mache ich in der Zeit, bei meinem Unternehmen, was auch immer, hab ich, bin ich Beamter, kriege ich meinen Job direkt wieder ab, vielleicht auch die Beförderung in der Zeit mitbekommen. Gar kein Vorwurf, es ist so, wie sie ist. Und ich glaube, das macht eben auch ganz viel Misstrauen aus, auch unter den Handwerkern und den Unternehmern, dass sie das Gefühl haben, wir werden hier gar nicht mehr abgebildet.

So und im Moment haben wir ja sogar eine Regierung und auch das meine ich jetzt höchst unpolitisch, einfach als Feststellung, wo ich sag jetzt mal so, der Erfahrungshorizont Unternehmen oder Unternehmertum nicht sehr ausgeprägt ist. Und das meine ich jetzt gar nicht, wie gesagt, als Vorwurf. Das ist einfach, das ist Fakt. Ich mein, das ist ja einfach so. Ja.

Das ist ja rein von der Biografie. Und wir beide wissen als Unternehmer, das ist eine Lernkurve, die hockt so an keiner Universität. Ich hab ja gedacht, nach meiner Universitätsausbildung, schlau wie ich bin. So die ersten Jahre waren da auch immer in die Hölle, weil ich wusste überhaupt nicht, was auf mich zurollt. Ich hab gedacht, ja, macht jetzt Geschäftsführung und so.

Das war eine Lernkurve, die war echt extrem, die ich nicht missen möchte. Mhm. Die natürlich dann Menschen fehlt, die das nie gemacht haben, die aber jetzt Entscheidungen fällen müssen, die unser aller Leben beeinflussen. Und zurück zu deiner Frage, ich glaube einfach, das stimmt nicht traurig. Also wenn ich an meinen Großvater denke, an den noch mal so zu gedenken, an Großvater Karl, der war ein leidenschaftlicher Möbeltischler, hat tolle Sachen gemacht, war Drechsler am Ende seines Lebens, hat da immer gedrechselt, tolle Sachen gemacht, Hab viel als Kind bei ihm in der Drechslererei gestanden, haben dann so Schalen gemacht, durft ich aber mal mitdrechseln und so.

Weiß gar nicht, ob man heute was noch dürfte oder so. Ich durfte da einfach da mitdrechseln als kleiner Junge und so. War ganz toll und aufregen. Und ich ich finde es supertraurig, sag ich ganz ehrlich aus meiner Smin Historie, dass das Handwerk so unsichtbar geworden ist, in dem, was es leistet an Ausbildung, an dem, was es leistet an Qualität. Und jetzt muss ich auch noch mal sagen, ich hab ja vorhin son bisschen, ich sag mal, das Ding umgedreht, nachdem mal, was in Deutschland alles nicht läuft.

Wer mal in Amerika 'n Fenster geöffnet hat oder eine Tür geöffnet hat in seinem Hotelzimmer oder wer mal geduscht hat in einem Hotelzimmer in Amerika oder auch in anderen Ländern der Erde, der weiß, was ein guter Dreh Kippbeschlag in Deutschland doch Gutes leistet, muss man sagen. Aber auch das ist unsichtbar, ne. Das muss man sagen. Und das find ich und deswegen find ich auch deinen Ansatz ja sehr schön, hier auch mit deinem Weißt Du, wie wie können Handwerker mehr Influencer werden? Weil Influencer heißt ja beeinflussen.

Mhm. Und ich denke, da sind Handwerker aufgerufen, das, was sie wirklich grandios können, wirklich als Beeinflussung in diese Gesellschaft zu tragen und voller Stolz auch zu sein auf das, was das Handwerk leistet. Und es wird im Moment nicht gesehen und nicht gehört und als Unternehmer kann ich sagen, generell findet Unternehmertum im Bundestag nicht mehr statt. Deswegen haben wir ja das Gefühl, ich guck mir die die Reden da an und denke immer, wovon reden die den ganzen Tag, ne? Und das ist vielleicht so die Antwort auf deine Frage.

Also im Grunde Stolz, Qualität und Quantität, dass dann sone Reihenfolge eigentlich wieder da sein müsste fürs Handwerk, ne? Darf ich. Ja, sehr schön. Boris, vielen Dank, dass Du bei uns gewesen bist. Ja.

War ein sehr netter Talk mit dir. Ja. Ja, liebe Gäste, das war Boris Thomas und ich begrüße Sie beim nächsten Mal wieder. Ich freu mich schon drauf. Bis dann.

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