Cover: Alain Rappsilber - Der Glücksbringer im Handwerk

Alain Rappsilber - Der Glücksbringer im Handwerk

15. November 2025 28:54 Min. Zu Gast: Alain Rappsilber
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Worum es geht

In dieser Folge von HandwerkSpricht ist Schornsteinfegermeister Alain Rappsilber zu Gast, der als "Glücksbringer im Handwerk" bekannt ist. Er erzählt von seinem eigenen Werdegang und warum er diesen Beruf gewählt hat, spricht über die Bedeutung der Energiewende für sein Handwerk und gibt Einblicke in seinen Arbeitsalltag und die Menschen, mit denen er täglich zu tun hat.

Das nimmst du mit

  • Der Beruf des Schornsteinfegermeisters ist eng mit dem traditionellen Bild des Glücksbringers verbunden und trägt so zur Wertschätzung des Handwerks bei.
  • Ein individueller Werdegang zeigt, dass es unterschiedliche Wege in einen Handwerksberuf gibt.
  • Die Energiewende hat direkten Einfluss auf die Aufgaben und die Zukunft des Schornsteinfegerhandwerks.
  • Der Arbeitsalltag im Handwerk ist geprägt vom täglichen Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Wer ist Alain Rappsilber?
Alain Rappsilber ist Schornsteinfegermeister und wird in der Folge als "Glücksbringer im Handwerk" vorgestellt. Er berichtet über seinen Werdegang und seinen Beruf.
Worum geht es in dieser Folge?
Es geht um Alain Rappsilbers persönlichen Weg ins Handwerk, die Bedeutung der Energiewende für sein Berufsfeld und seinen Arbeitsalltag als Schornsteinfegermeister.
Welche Rolle spielt die Energiewende in der Folge?
Alain Rappsilber spricht darüber, was die Energiewende für sein Handwerk bedeutet und wie sie seine Arbeit beeinflusst.
Warum wird der Schornsteinfeger als Glücksbringer bezeichnet?
Der Schornsteinfeger gilt traditionell als Glücksbringer, und Alain Rappsilber nutzt dieses Bild, um das Handwerk aufzuwerten und positiv darzustellen.

Zu Gast

Schornsteinfegermeister und Energieberater

Alain Rappsilber ist Schornsteinfegermeister und Energieberater aus Berlin und gibt Einblicke in ein Handwerk, das in der Energiewende eine zentrale Rolle spielt.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht der Sendung, die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit dem Handwerk verbindet. Und heute haben wir jemanden hier bei unserem Studio, der uns ganz viel Glück bringt, zumindest mal in der Eigenschaft des Berufs. Zumindest heißt es immer so, Allah Rappsilber, schön, dass Du den Weg nachher gefunden hast. Du bist Schornsteinfegermeister, Du bist Energieberater. Du bringst auch Glück, hoffe ich, an manchen Stellen.

Du hast einen einen Beruf, der na ja, eigentlich total interessant ist, grade in der heutigen Zeit, Thema Energiewende und so weiter und so fort. Du bist eigentlich 'n ganz wichtiger Baustein in dem ganzen System. Aber stell dich doch bitte mal selber vor und ja, gib uns mal sonen kleinen Einblick darin, was deinen Beruf so besonders macht. Ja, also wie gesagt, ich bin Schornsteiniger Meister hier in Berlin, verwalte auch einen Kerbezirk oder ein Bevollmächtigter bin ich auch und verwalte halt einen Kerbezirk im Auftrage des Senats hier. Und das ist Kreuzberg und ja, bin seit 34 Jahren Schornsteinfeger, Meister auch seit langer Zeit und seit knapp 13 Jahren halt bevollmächtigt und ja, verwalte den Bezirk da.

Der Beruf ist für mich eigentlich eine Sache gewesen, in Westberlin hat man immer sehr viel Berufe und sehr viel Auswahl gehabt und ich konnte zwischen 3 oder 4 auswählen. Und da meine Tante damals mit den Schornsteinfegern zu tun hatte, hat sie gesagt, ach Du bist Schornsteinfeger, Du bist zu früh zu Hause, hast nicht viel zu tun, verdienst viel Geld. Es waren 3 Lügen in einem Satz aus dem Mund 1 meiner Lieblingstanten. Damals war man jung, hat mal lange gearbeitet, durfte auch samstags immer arbeiten gehen und hat auch nicht so viel Geld verdient eigentlich. Aber der Beruf hat mir damals Spaß gemacht, weil man wirklich jeden Tag andere Menschen kennenlernt.

Obwohl man immer im selben Bezirk ist, hat man trotzdem so viele Menschen kennengelernt Und man hatte auch immer, sag mal, frische Luft, den besten Blick über die Stadt. Wenn's regnete, war's mal manchmal schade, aber das macht einfach Spaß. Und ich hab wirklich das Glück, gesellschaftlich Fahrstuhl fahren zu dürfen und lerne halt Leute, sag mal, ja, Multimillionäre kennen oder auch Oma Klabuke, die nicht weiß, wie sie mit ihren paar Kohlen und Kröten irgendwie die Heizwende und Energiewende nicht stemmen muss, weil ich weiß nicht, ob sie fressen oder Essen kaufen soll oder halt Energie oder heizen kann. Und das ist wirklich immer 'n schöner Einblick in die Wohnungen, weil man halt ganz viele, ja, bereichert. Ich hab Inseln in Neukölln, Kreuzberg und Hellersdorf und man glaubt es kaum, es sind wirklich, der Mensch ist zwar vom Mensch her gleich, aber es sind wirklich Welten, die daran liegen.

Platte, Lüftungsanlage, Kreuzberg und Neukölln, wenn man's nicht erlebt, glaubt man's nicht. Und Schöneberg hat man auf Brüherinseln, da war wieder 'n anderes Publikum, sag ich mal so, einzigartig. Und das macht mir heute noch Spaß und man hat jeden Tag alte Aufgaben. Ich hab also vom analogen Kehrbesen bis hin zur hochmodernsten Wärmedrohne, also Wärmebilddrohne und und hochmodernen Kamerasystemen und ja, Messtechnik, Computern enorm, sag mal, viel gelernt und also eine Riesenbandbreite. Und das ist super.

Und wie hat sich denn dein Berufsbild verändert? Grade in den letzten Jahren ist ja, Thema Energiewende ist ja dann doch einiges, denk ich, auf euch zugekommen auch. Und was was was sind so die Kernaufgaben, die auch anders sind als vielleicht vorher? Na ja, unser Handwerk hat ja schon seit der ersten Ölkrise neunzehnhundertvierundsiebzig angefangen, den Leuten Energie sparen und richtig Heizen beizubringen, weil man weiß, heizen können wir alle. Na ja, heizen tun wir alle falsch.

Und seit der ersten Ölkrise, wo die Heizungen damals fuffzehn, 20, 30 Prozent Abgasverluste haben, wir's in den letzten 30 Jahren mit der BImsch V heute auf 7, 8 Prozent runtergekriegt. Also da merkt man schon, dass was kommt und dann auch den Leuten erklärt, Kinder ist richtig lüften, richtig heizen, richtig Energie einstellen und auch sich bewusst machen. Und unser Handwerk hat mehr als 11000 Energieberater und Beraterinnen und das weiß noch keiner, ja. Also bundesweit ist es das einzige Handwerk, was wirklich von Wuppertal über über die Küste bis hoch in in in die Alpen da jemand hat, der dem Bürger oder sag mal, den Häuslbau oder Immobilien oder Haushäutern helfen kann. Und wir haben auch die meisten Energieeffizienzberater im Handwerk und helfen auch bei den Anträgen, Förderanträgen.

Das macht unser Handwerk, nur keiner kriegt's groß mit da draußen. Dann seid ihr ja auch in soner vertrauensvollen Stellung, würd ich auch mal sagen, ne. Also ich weiß jetzt, würd jetzt mal sagen, im Grunde ja auch in soner neutralen Position, weil Du bist ja nicht derjenige, der die Technik im Anschluss verkauft, sondern Du bist ja eher derjenige, der der versorgt, das eben halt in dem Gebäude oder in dem bei dem bedarfsgerechten Zustand dann herzustellen, ne. Das ist das große Vorteil oder auch der große Nachteil. Die Industrie verkauft sehr gerne und sehr viel und die Installateure auch.

Und dann kommt immer der böse Schornstein, wer hat was zu meckern? Ja, oft fehlt das intensive Beratungsbegriff. Und das krieg ich jetzt auch immer wieder mit in vielen Sachen. Ich war letztens, in 'ner Wohnung steht eine neue Wärmepumpe, das war 'n Riesenwasserkocher, weil die einfach falsch errichtet worden ist. Einfach Nonsens.

Zweieinhalbtausend Kilowatt pro Stunde, also die da durchraucht sind und die Mieterin klagt, weil sie einfach sagt, sie weiß nicht, wie sie das bezahlen sollen und da fehlt einfach die Außeneinheit. Und da sagt man sich, gut verkauft. Also der Verkäufer war schon top und der ist der Redakteur, die Kunden sehen's ja nicht. Also da gehört eine Kontrolle rein und dann kommen die wieder und sagen, ach, der Schorcha will hier nur kontrollieren. Ja, weil falsch gemacht wird und viel falsch gemacht wird.

Und das ist eigentlich unser Handwerk. Seit Hunderten von Jahren schützen wir eigentlich die Leute entweder vor Feuer oder vor Ersticken oder vor sich selbst, weil sie's einfach nicht wissen. Und der normale Mieter weiß es ja auch nicht und die Installateure wollen natürlich wie üblich keinen haben, der sie kontrolliert und sie aufmerksam macht auf Fehler. Und die Industrie hat's ja auch wieder geschafft, die Kontrolle außen vorzulassen. Und das sieht man bei der Brennwertfeuerstätte.

Wir reden heute noch über Probleme, die es aufm Papier gar nicht mehr gibt dürfte. Beim hydraulischen Abgleich sind verschiedene Vorschriften jetzt erlassen worden. Technisch seit neunzehnhundertdreiundachtzig ist das Ding vorgeschrieben, bei jeder neu errichteten Feuerstätte hydraulischer Abgleich. Heute müssen wir 'n Gesetz dafür machen, das überhaupt gemacht wird, weil's nie kontrolliert wurde, was wir schon seit 20 Jahren gesagt haben gemacht werden. 20 Prozent Energieverlust, hätten wir die eingespart, hätten wir Milliarden schon verdient oder eingespart, das Geld für die Energiewende zu benutzen.

Ja, vollkommen richtig. Du sprachst eben das Thema Sicherheit an. Lass uns da noch mal ganz kurz 'n bisschen näher drauf eingehen, Weil ich find den Aspekt ganz wichtig, denn grade auch mit dem Thema Beratung allgemein, so wie Du's grade auch beschrieben hast plus das Thema Sicherheit, ist ja im Grunde ja ein indirekter Aufruf auch an alle Zuschauerinnen und Zuschauer, sich da mehr Gedanken drüber zu machen, inwiefern man den den eigenen Schornsteinfeger dann aus seinem Bereich dann eben halt dann sehr frühzeitig auch dazuzieht. Und dann lass uns da mal das Thema Sicherheit grad noch mal beleuchten. Was was macht ihr da alles zum Thema Sicherheit?

Also technisch ist ja so, Du hattest ja von erwähnt, Vertrauensverhältnis. Die haben natürlich 'n Vertrauensverhältnis, weil wir, also ich sag mal so, ich bin seit 36 Jahren in meinem Bezirk. Ich kenne die, sag mal, von der Windel bis jetzt die Leute und sehe auch, dass die halt mitgewachsen sind mit mir. Und man kennt sie und natürlich schweigt man auch über viele Dinge. Man kennt die ganzen Familienverhältnisse, man kennt jede Wohnung.

Eine sieht gut aus, die andere sagt man, könnt man mal wieder lüften oder mal 'n Putzlappen in die Hand nehmen. Also da sieht man wirklich auch, sagt man, den gesellschaftlichen Bodensatz bis hin. Also da ist alles vertreten und das macht's ja auch so interessant, muss ich sagen. Und man sieht auch viele handwerkliche, tolle Wohnungen, wo Leute super Ideen hat, die ich im bis heute noch 'n kleinen Handwerksmagazin gefunden hab, so als Idee, wie man mal praktisch so kleine Wohnungen umbaut. Da sind tolle Sachen, weil Aber unsere Aufgabe ist ja als Schornsteinfeger, die Leute neutral zu beraten.

Ich verkauf dem keinerlei Hals, ich verkaufe dem keine Wärmepumpe, keine Lüftungsangabe und, und, und, sondern wir versuchen das Beste rauszuholen, weil man kann nicht alles von der Stange machen. Also beim WBS oder beim Q3A Bau, gar kein Problem. Das sind halt 150 Meter Straße, die sind alle gleich aus, da kann man relativ viel Stange abarbeiten. Aber son Berliner Altbau, da ist jede Wohnung manchmal unterschiedlich, weil die Wände anders gesetzt sind, weil das anders gemauert wurde. Dann fehlt dir vielleicht da mal 'n paar Steinchen, also Und da muss man wirklich vor Ort sein, sich alles angucken und auch auf die Bedürfnisse eingehen, die Heizkörper angucken, ist das eine Einrohrleitung, was habe ich da für Elektroleitungen?

Und das macht halt 'n neutraler Energieberater oder Energieeffizienzberater und das machen die Kollegen. Und die Installateure, sagen wir, sie wollen das, ich versteh sie auch, sie müssen halt schneller verkaufen und wollen halt zehnmal irgendwo was reinknallen. Es gibt eine Handvoll gute, meistens auch die Innungsmitglieder. Oft, wo man viel Ärger hat, sind nicht immer so die Innungsmitglieder, wo man da sagt, wann hast Du mal eine Schulung? Ah ja, ich geh dann nur alle 3, 4 Jahre zu dem Schein für die Gastkonzeption zu erneuern.

Und das haben wir schon immer so gemacht. Und wenn ich heute immer noch Anfragen kriege, ob ich eine Heizwörtherme einbauen darf, Da fragt man sich, wo war der die letzten 15 Jahre? Also ist schon lange und da muss man erst mal erklären, mir eigentlich geht es so nicht, nur wenn's Mehrfachbelegung ist. Also da merkst Du, die die haben's halt mal gelernt, ja, aber da ist nicht viel weiterentwickelt worden. Ja, das ist natürlich schwierig in sonem sensiblen Bereich auch, ne.

Da Genau. Ist immer gut. Jetzt wird jetzt das Thema Gas und und und Verbrennung wird ja immer weniger grade, deswegen Genau, ja, Grundbelüftung und das sind die großen Themen, die sich, also wir hatten letztens 'n Problem, da, weil die Hausverwaltung weiß auch immer nicht, was so alles vorgeschrieben ist in vielen Bereichen. Und ich als Tranchafeger hab halt leider das Pech halt vom Keller bis zum Dach alles mal gelernt zu haben. Und alleine, wenn ich irgendwo mal 'n Fenster austausche, kann es für sone Gastfeuerstätte ziemlich kritisch werden oder unten im Hausflur die Tür dicht mache, zieht's auf einmal oben in den Wohnung nicht mehr.

Weil's früher dafür gesorgt hatte, dass genug Luft durchs Haus zog und da machen sich manche Leute keinen Gedanken und dann kommt der böse Schornstein und sagte, so geht's aber nicht, weil halt der Tischler oder vielleicht die Fensterbaufirma oder der, der es eingebaut hat, keine DIN Vorschriften mal nachgelesen hat und dichtgemacht hat. Und das ist auch das Problem, wir machen unsere Häuser immer dichter, was ja sinnvoll ist und dämmen die. Ja. Aber der Mensch wird nicht mitgenommen oder die werden halt nicht so weit informiert, dass sie nicht anders lüften müssen, dass man vielleicht Lüftungsanlagen einbaut, also kontrollierte Wohnraumlüftung, damit man halt in Schimmel fahre, weil das Problem ist meistens immer der Mensch, der dann da drinne wohnt, weil er halt permanent Kipplüftung macht oder sich falsch verhält. Und daran wird dann immer nicht so gedacht, dann kommt immer der böse Mann und sagt, ja, also das fällt sie aber besser und kost dann auch mehr Geld.

Und oft ist es so, wer zu billig baut, baut manchmal zwei- oder dreimal. Und das war zwar dann günstig gemacht, aber falsch ausgeführt und dann hat man dann halt über die Schimmel stellen und das ist halt auch, als Energieberater erkennt man das ja sofort. Klar. Oder man riecht's auch manchmal, wenn man in die Wohnung kommt und man hat diese Feuchtigkeit mal. Also das merkt man, wenn man wirklich 30 Jahre in sonem Beruf ist, hat man das irgendwie son siebten Sinn für bestimmte Sachen entwickelt.

Und das ist halt der Schornsteinjäger von heute hochmodern und hilft halt oder versucht zumindest, die Energiewende sachlich und fachlich zu gestalten. Wir reden jetzt nicht über die Gesetzgebung und Politik, da wurden wir auch nicht groß dran beteiligt, keiner. Aber dass wir was machen müssen an der Energiewende, ist, glaub ich, ist jedem klar geworden. Und es muss aber sinnvoll gemacht werden, die Wärmepumpe ist nicht die alleinige Lösung, weil sie manchmal gar nicht sinnvoll ist. Aber in Kombination mit verschiedenen Sachen, Pellet oder Gasbrennwertheizung oder Solarkollektoren, die vielleicht dann Heizstab erhitzen.

Also da gibt's ganz viele Möglichkeiten, aber da muss man sich halt wirklich angucken, was passt auf jedes Haus? Und dann kann man nicht halt, ja, ich hab hier gelesen, Telefon und geht nicht, da muss man schon wirklich 'n bisschen vor Ort sein und sich auch mit den Themen auseinandersetzen. Handwerk ist mehr als ein Job. Es ist Präzision, Leidenschaft und echte Qualität. Wir stehen an deiner Seite, der Welt zu zeigen, dass das Handwerk den Respekt verdient, den es braucht.

Gemeinsam zeigen wir es der ganzen Welt. Jetzt hast Du ja grade schon ganz viele Punkte angesprochen, die ihr so im im Tagesgeschäft habt. Ja, Du hast auch schon hast auch schon Techniken grade oder Kombinationen grade angesprochen. Siehst Du in naher Zukunft ja noch mehr alternative Technik auf uns zukommen als jetzt? Zuletzt ist ja die die Luft Wasser Wärmepumpe ist ja das Ding der aktuellen Zeit.

Siehst Du da noch was an der Zukunft? Also ich beschäftige mich ja auch mit Wärmepumpen. In unserem Schulungs, ja oder in unserer Ausbildung ist die Wärmepumpe übrigens länger drin gewesen im Stundenplan als bei der SHK und die bei uns ja ein, da waren's damals 6 Stunden. Bei uns waren's fast 30 Stunden und fast jeder Schornsteinjäger hat seine Wärmepumpenschulungen durch, damit wir auch jetzt bei UberWI reden und auch seine Klimascheinchen, damit man da auch anguckt und guckt und sagt, da könnte vielleicht eine Kleinigkeit verbessert werden. Wir wollen ihnen helfen, damit sie ihr Geld sparen und es halt nicht an Steuern der Regierung zum verschwenden hinterher schießen.

Das ist natürlich nicht sinnig und macht die Leute traurig. Und dadurch wird in der Umständen auch die Wärmewende torpediert, weil die Leute nämlich sauer sind. Das, die Wärmepumpe ist ein gutes Produkt, sie muss aber wirklich richtig eingebaut werden, weil sonst ist es eine Energievernichtungsmaschine. Und dann ist der Kunde sauer und sagt, scheiß Wärmepumpe und das ist sie nicht. Deshalb muss man wirklich jede Wohnung gucken, Heizkörper richtig, Fußbodenheizung und dann klappt die Sache auch.

Und dann machen auch alle mit, weil sie sehen, sie können dann wirklich was sparen. Wo wir jetzt noch, sag mal, viel Arbeit haben, ist, es gibt zum Beispiel in Berlin kaum Ausbildungsstätten, weil's keine Schulen gibt, die das unterrichten können. Also wir schicken jetzt unsere Berliner Azubis, die wir haben, nach Hannover. Da ist das modernste Ausbildungszentrum gebaut worden für Lüftung, für Wärmepumpen, da sind wir richtig neidisch drauf. Und in Berlin haben wir noch nicht mal eine Brennwertfeuchte, da an der Wand zu hängen, weil die Verwaltung erst seit 20 Jahren nicht geschafft hat, das irgendwie zu organisieren.

Und privat dürfen wir in den öffentlichen Schulen ja nichts machen. Ja. Und das ist traurig. Also wir reden von Wärmewende, suchen Fachkräfte und man zerredet die Sache und hat nicht, ist nicht in der Lage, die Schulen und die Lehrkräfte auf den neuen Bedarf auszubilden, weil's einfach durch die Verwaltung, macht den Lehrern keinen Vorwurf, aber diese Bürokratie in sich dauert Jahre und in 8 Jahren brauch ich nun wirklich nicht mehr damit anzufangen, weil 45 haben wir keine Ofen mehr und da sind nur Öfen heute in der Schule. Also Öfen können wir.

Wenn wir irgendwann keinen Strom mehr haben, können wir wieder Öfen nehmen. Da können wir ausbilden, das klappt, aber das ist ja nicht der Sinn und Zweck der Aktion. Ja. Ja, ja, man sollte immer natürlich sein und im Grunde auch an der Stelle wieder 'n Aufruf. Also wirklich, wenn man zeitgemäß agieren möchte im Land, dann muss man natürlich auch für die Rahmenbedingungen sorgen, ne?

Ja, es gibt, steht doch in den Gesetzen. Also wenn wenn wenn man sich die ganzen GEG Gesetz ist, es kommen ja noch viel mehr. Also das GEG ist ja nur die kleine Schwester. Es gibt ja da noch ganz viele Gesetze, die auf Deutschland zurollen, die in nationale Normen umgewandelt werden müssen. Und da steht ganz klipp und klar drinnen, es sind Schulen uns Sachen zu errichten, das zu vermitteln.

Da frage ich den Staat und sagen wir mal, auch die Ministerkinders, wann fangt ihr denn damit an? Ihr erzählt immer schön, also warme Worte gibt's genug, aber ich bin Handwerker, ich will sehen, dass der Nagel oder die Wand nachher fertig ist. Und da kann ich nicht 5 Jahre drüber sprechen und mich dann hinstellen, oh, es klappt ja alles nicht, ne, weil keiner da ist, der's gelernt hat oder machen kann, weil ihr die Rahmenbedingungen versaut habt und euch hinterher hinstellt, der Bürger macht's nicht mehr, weil keiner da ist. Und da muss man erst mal ansetzen. Ja, verrückt, verrückt an der Stelle.

Also manche Sachen kann man einfach nicht nachvollziehen, ist auch auch gut. Also ich hör es das 1. Mal in der in der Konsequenz auch tatsächlich, dass da wirklich die Rahmenbedingungen komplett fehlen. Und das ist ja doch sehr verwunderlich, grade bei dem O-Ton, den man ja seitens der Bundesregierung vor allen Dingen hört, welche welche Wege eingeschlagen werden sollen, ne. Also ist schon ist schon wieder 'n Thema.

Ja, in Berlin kann ich's dir sagen, weil wir haben eine Schule im London und die ist neunzehnhundertsechsundachtzig hübsch gemacht worden und war halt 86. Ja. Und da gab's halt noch Öl und klar, da war also supermodern, aber wir haben jetzt, glaube ich, fast so 40 Jahre später, also Jetzt wär's Zeit, ne? Wird wird mal Zeit, da mal eine Wärmepumpe hinzupflastern und mal 'n bisschen was Modernes und auch mit Wärmebild Drohnen und und und Wärmebildkameras zu arbeiten. Unser Handwerk, wie wir machen ja viel in der Schule und bringen die Technik mit und haben auch Computerräume eingerichtet, aber bestimmte Sachen können wir nicht verändern, dürfen ja nicht.

Ja, ja, ja. Weil das nicht unser Gebäude ist. Und wir haben jetzt 'n Jahr lang versucht, alleine irgendwie mit da mit mit dem Salat in Berlin, Gebäude haben wir gefunden, sagt, hier, wir helfen euch, weil sie gesagt haben, wir modernisieren ja. Es dauert aber halt 8 bis 10 Jahre in der öffentlichen Hand. Und so lange kann man nicht wahrhaben.

Ja, ja, richtig. Wunderbar, richtig. Das ist eine Katastrophe. Was ist denn in dem Fall mit der Industrie? Ist da Na ja, die Industrie, wir sind neutral.

Ja. Und die Industrie hat uns ja auch angeboten, aber ich möchte nicht 'n Produktverkäufer Verkäufer sein. Wir machen's neutral und da müssen alle mitmachen. Oder das heißt, nicht nur Viessmann Weiland, sondern Ja. Und nicht nur Helios oder HighlO, aber und Aber es muss ja auch im im im Sinne der Industrie ja auch sein, dass diese Ausbildung entsprechend stattfindet, ne?

Also Die Industrie hat schon Interesse, aber sie will halt schnell ausbilden. Wenn man jetzt mal hört, was es da so für tolle Vorschläge gab, 6 Wochen große von den Firmen, mit denen man sowieso meistens Ärger am Markt hat, Internetplattformen, wo ja, Fachkräfte wohl sehr sparsam eingesetzt werden, weil sie viel zu teuer sind, weil sonst können sie billigen Preise nicht haben. Man sollte schon immer den Fachhandwerker sich vor Ort holen. Und sonst geht 'n Innungsmitglied, weil da wird man nämlich nachweisen können, dass er genug Schulung besucht. Und das ist immer so, ich hab mal was gelernt.

Als Schauschöpfler, wenn ich mich bewerben will als Bezirksmeister, muss ich Minimum 7 bis 8 Schulungstage im Jahr nachweisen und das 7 Jahre lang. Also man lernt schon eine Menge und viele Kollegen haben immer noch ihre Maurer gemacht, ihre Gas Wasserscheine, Lüftungsbrandschutztechniker, Lüftungshygienespektor und Energieberater und die ganzen Zusatzausbildung. Und das hat fast jeder von uns. Und deshalb kann man halt als Schornstein wirklich den Einblick gewinnen. Das heißt nicht, dass ich alles perfekt kann, aber ich kann's mir angucken und kann zumindest feststellen, so ist es nicht immer Ja, man weiß, was es gibt, ne.

Also alleine zu wissen, dass es da noch was gibt, ist ja schon oft entscheidend. Genau. Und dann kann man halt fragen und ich kann nur jedem ja Kunden oder oder Planer sagen, redet voll miteinander, weil wenn ich dann komme und feststelle, Brandschutz, ich hatte 'n Fall, da haben sie alles wirklich superschicks saniert und haben vom Keller bis zum Dach in einen Schornstein alle 3 nicht mehr. Es war son weiter Schornstein und da war Gas, Wasser, Scheiße, Strom, alles in 'ner Schacht. Mhm.

Und der Schacht war auch nicht, sagen wir mal, brandsicher ausgebaut, sondern einfach, na, Kinder, was habt ihr denn nie gebaut fürn Scheiß? Also da muss er verschiedene Schächte nehmen und den Schacht auch sauber machen, weil da waren natürlich 'n bisschen Fußmorde dran und das war 'n Schaden, der war gigantisch. Ja, Wahnsinn. Aber studiert. Also studiert ist halt nicht gelernt, Ja.

Das ist halt 'n Unterschied. Das ist tatsächlich Realität in der Praxis, muss manchmal auch dabei sein, ne. Ja. Ja. Anna, Du hast uns einen Kalender mitgebracht, den kannst Du auch gerne mal zeigen und steht unter dem Motto, schwarz bringt Glück.

Was steht dahinter oder was steckt dahinter? Na, dahinter steckt eigentlich eine Schwachsinnidee damals. Heute dachte ich mir, Mensch, war eine gute Idee, wir hatten ja Corona. Und zu Corona waren ja nur schlechte Nachrichten, jeden Tag zu hören. Und da gab's durch Zufall dann auch sone Pressemeldung, dass schwarze Tiere 60 Prozent länger im Tier im Knast sitzen, obwohl sie's überhaupt nicht verdient haben.

Und da dacht ich mir, wieso sitzen die Tier im Knast? Da hat man gesehen, a, 2000 Jahre kirchliche Induktaktionsgeschichte, Hexe, Schwarz Verbrennung und hinterlässt auch Spuren bei modernen Menschen. Und wir haben natürlich wieder Vorurteile auf Tiere übertragen, die nichts dafür können. Und da haben wir dann überlegt, da muss ich irgendwas machen. Und da Freitag der 13., nämlich grade zu dem Zeitpunkt anstand, da hat mir, ach, da mach ich 'n Foto mit sonem schwarzen Tier und hab halt 'n Tierheim angerufen und hab gesagt, ich möchte so und so.

Am nächsten Tag rief sie dann noch mal an und ich auch und sag, wir machen jetzt 'n Kalender draus, weil bei mir aufm Schreibtisch oben in der Erinnerung lag dann durch Zufall noch unser Frauenkalender. Da haben wir, ach da, was haben wir mit einem Foto? Wir machen 12 und die Erlöse spenden wir dem Tierheim dann. Und unter Corona haben wir's dann auch hingekriegt mit dem Tierheim Berlin, da 12 Kolleginnen und Kollegen hinzuzaubern, die dann auch, sag mal, die Tierchen gekriegt haben. Mhm.

Und die ersten 500 Kalender, weil wir wussten ja nicht, ob es überhaupt irgendwas ist, weil war er neu und bringt es überhaupt was? Waren, glaub ich, im Nu weg. Mhm. Und die 2. Auflage Dritter auch Auflage auch.

Und da sagen wir, okay, es gibt doch 'n Bedarf dafür und hat eingeschlagen. Wir versuchen damit natürlich, auch Vorurteile aufmerksam zu machen, weil keiner hat's verdient, ob nun Hautfarbe oder Tierfarbe. Wir müssen alle miteinander leben bei uns in der Gesellschaft und da ist es schön. Und wenn die Kollegen jetzt das mitmachen, ist halt nicht nur in Berlin, wir haben jetzt in der fünften Auflage Kollegen aus Bayern, aus Nordrhein Westfalen, aus Bremen, aus Niedersachsen, Brandenburg. Also das Ding wächst und ist gut und die Erlöse gehen zu 100 Prozent.

Also es wird nur den Druck bezahlt. Selbst die Fotografen oder die Fotografhininnen und die Tiertrainerin machen das kostenlos und da ist super. Und es zeigt ja auch, dass es Sinn macht. Und fast alle Tierchen sind auch vermittelt worden. Also es ist sinnvoll und man tut Gutes damit und kann natürlich sich mal Gedanken über Vorurteile zu machen, bringt auch 'n bisschen was.

Ja, und es bringt ja Sichtbarkeit, so wie Du's schon gesagt hast, für die Tiere, die vermittelt worden sind, auf der einen Seite und auf der anderen Seite aber natürlich auch für ihren Berufsstand, ne, dass wiederum dann auch in die Zukunft einzahlen sollten, ne. Na gut, da ist der Schornstein relativ gut aufgestellt, weil wir ja zwar traditionell sind, aber wir haben zum Glück also in Berlin nicht so extrem viel Probleme wie andere Handwerksberufe, die gar keinen mehr finden, weil wir a anders rekrutieren, meistens aus Familien. Und da ich 30 oder 36 Jahre durch die Wohnung gehe, Mhm. Hab ich natürlich den Vorteil, dass ich weiß, wo Müller war ja Lehmann? Mhm.

Sprech ich auch mal an. Ich noch mal an. Und da hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten. Und bei uns im Handwerk, da wir schon auf Frauen gesetzt haben, schon seit den Siebzigern, haben wir auch eine sehr hohe, sagen wir mal, 13, 40 Prozent Frauenquote, was natürlich viel ausmacht. Und der Beruf ist in manchen Fällen noch schwer, muss man, also muss man auch zugeben.

Man muss halt Treppen steigen, man muss halt den Messrucksack mitnehmen und die Werkzeuge oder mal 'n paar Steine und Zementsack schleppen, aber es ist nicht mehr so schwer und den kann jeder ausüben. Und deshalb ist es für uns relativ gut und wir zahlen relativ gutes Geld. Und die müssen halt nicht am Wochenende keine Schicht und es gibt Urlaubsgeldbetriebsleistungen und so weiter. Deshalb haben wir da relativ gute Quote und können erst mal nicht Klar, es geht immer mehr, klar, aber Berlin hat jetzt knapp, glaub ich, 27 Prozent Ausbildungsquote. Das heißt, fast jeder dreieinhalb Betrieb, also jeder 3.5 Betriebe bilden aus und damit sind wir sehr gut.

Ja. Also das kann nicht jeder vorweisen sein. Wenn man sagt, ihr habt ja nur, sag mal, 80, 90 Leute, aber bei 200 Betrieben. Ja. Und wenn man sich da die SHK anguckt mit ihren mehreren 1000 Betrieben und soundsoviel, ist das nur eine Quote von Fehler 5.

Ja. Und da verkaufen's halt auch immer gut, ne. Ja, noch, schon mal vielen Dank, dass Du's schon mal auf diese Reise mitgenommen hast. Du hast uns doch sehr viele Einblicke gegeben, die wir sonst mit Sicherheit nicht gehabt hätten. Aber bevor wir uns jetzt gleich voneinander verabschieden, sag mir noch mal, hast Du für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer vielleicht 'n Hack, 'n Tipp, den Du dir gerne mitgeben möchtest, was dich oder das Handwerk generell betrifft?

Was heißt für dich Hack? Na, erst erst mal immer den Schornstein, wenn man sieht, sich freuen und es geht irgendwie auch 'n Schulterstreit, damit man son bisschen Glück hat oder Schornsteinkriegerin. Und fragt einfach die Kollegen, die helfen euch immer. Also mir fällt's oft auf, wenn man aufn Baumarkt geht, irgendwie in Schwarz, man wird immer angefangen. Ich hätt da mal eine Frage und die Kollegen können fast all Sachen Lüftung, Schimmel, Energieeinsparung, macht die Heizkörper sauber.

Da war mal gar nicht zu gekommen zum Thema Energieeinsparung. Da haben wir auch eine ganze Menge Tipps und Bilder mit verbreitet, dass die Leute sich erst mal da gucken. Da kann man richtig viel Energie sparen, bis zu 20 Prozent, wenn man sich mal eine Stunde Zeit nimmt in der Wohnung, Heizkörper wirklich auch zwischen den Platten sauber zu machen, zu entlüften, die Vorhänge vielleicht nicht vor die Heizkörper zu hängen, die Couch 'n halben Meter wegzuschieben und vielleicht auch in das Fensterbrett, was dann immer meistens unterm Hals, überm Heizkörper direkt drauf ist, Schlitze oder Löcher reinzubohren, damit da die Luft zirkulieren kann. Und da kann jeder Kollege wirklich mal den Leuten helfen, da gibt's eine Menge Tipps. Ansonsten natürlich immer glücklich sein, 'n Lächeln den Leuten zu machen und immer positiv denken.

Das ist bei mir immer angesagt, weil mir macht der Beruf immer noch Spaß und kann nur jedem empfehlen, in einen der Umweltberufe zu kommen oder Schornsteinfeger oder Schornsteinfegerin zu werden. Sehr gute Tipps schon mal. Dann kommen wir aus der abschließenden Frage. Und zwar, wie siehst Du die Stellung des Handwerks bei uns in der Gesellschaft? Ist die Stellung ja ordnungsgemäß oder könnte sie höher oder muss ich gar sagen?

Man muss ja, das ist eine gute Frage. Wenn man überlegt, das Handwerk war ja vor der Industrie da und aus dem Handwerk ist die Industrie entstanden. Eigentlich müssten wir technisch über der Industrie stehen, aber heutzutage merken die Leute ja, dass Industrie nicht alles und die Industrie oft uns ziemlich verarscht hat, in vielen Punkten. Und die Industrie sehr viel mehr Einfluss hat auf ihre Verkaufszahlen statt auf das, was wirklich für die, also für für uns im Land manchmal sinnvoll und besser wäre. Ich würde sagen, das Handwerk müsste eigentlich aufgewertet werden, weil wir nämlich die Fehler der Industrie am Ende versuchen, dann wieder handwerklich auszubaden, weil's irgendwo schiefgelaufen ist.

Und da muss auch vielleicht die Bevölkerung oder sagt man, die Bürger unseres Landes oder halt der Konsument sich überlegen, will ich's billig oder will ich's vielleicht doch mal 'n bisschen qualitativ besser haben und 'n Fachmann mir in die Wohnung bestellen und auch nicht immer das billigste Angebot nehmen. Das ist ja auch das Problem, dass das Handwerk über EU Regeln ziemlich zerschossen worden ist. Und wenn man sieht, was damals loshat, wie wie viele Leute sich für irgendwelche Sachen eingetragen haben, da hat man gesagt, Meisterzwang hatte schon mal was, weil da musste man eine Leistung abgeben oder eine Leistung zeigen, dass man mal was gelernt hat. Heute weiß ich das nicht so genau, ob der Fliesenleger auch wirklich seine Fliese legen kann. Man eine Fliese klebt an der Wand, egal wie, aber hat jetzt auch wirklich ordentlich gelernt.

Und wir sehen, Fliesenlegerfirmen gibt's kaum noch mit Meister und die, die da sind, sind voll bis ins Jahr 3000 wahrscheinlich. Also da ist noch einiges aufzuwerten und auch zu zeigen, dass Handwerk wichtig ist. Hallo, vielen Dank für den Besuch, vielen Dank für deine Einblicke. Ich fand, es war eine schöne Rundreise. Du hast schon angedeutet, wir haben gar nicht alles besprechen können, was vielleicht noch aufn Plan gewesen wäre.

Aber vielleicht sehen wir uns noch 'n zweites Mal, wenn wir hier in Berlin drehen, bist Du ja quasi ums Eck. Also von daher sehen wir uns vielleicht in 'n paar Wochen oder Monaten noch mal und dann gehen wir dann die Punkte noch durch, die noch liegen geblieben sind. Eine Menge werden es sein. Danke. Danke dir für den Besuch.

Ja. Das war Anna Rappsilber mit seinem Einblick in seine Tätigkeiten und auf Wiedersehen.

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