#221 - Meine Regeln und warum sie für mich nicht verhandelbar sind
Worum es geht
In Folge #221 teilt der Host nach über 25 Jahren Selbstständigkeit die 15 Regeln, die heute seine Zusammenarbeit mit Kunden prägen. Er erklärt, warum diese Grundsätze für ihn nicht verhandelbar sind und wie klare Erwartungen, Grenzen und Werte Konflikte vermeiden. Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen seines Unternehmens – mit Impulsen, die auch für die eigene Positionierung nützlich sein können.
Autor: VIDEO RELOADED
Zu Gast
Florian Gypser ist ausgebildeter Tonmeister und Geschäftsführer bei Corporate Studio.
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Transkript
Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Ich bin jetzt mittlerweile seit, ja, gut 25 Jahren selbstständig, unternehmerisch tätig, davon 23 Jahre hauptberuflich. Und in der Zeit sind mir echt schon viele, ja, ja, schräge, teilweise auch spannende Sachen passiert.
Im Rückblick denke ich mir immer meine Güte, wie konnte es überhaupt so weit kommen? Hinterher ist man natürlich immer schlauer und hinterher wirkt's auch gar nicht mehr so schlimm. Vor allen Dingen wirkt es hinterher auch ganz häufig vermeidbar. Wovon ich rede, sind einfach ja, gewisse gewisse Absprachen und Regeln in der Zusammenarbeit. Ich fand das ganz spannend.
Ich hab davon kürzlich mal gehört, dass man sich als Unternehmer vielleicht mal Gedanken machen soll hinsichtlich der Positionierung auch. Was gibt's eigentlich für Regeln hinsichtlich Projekten, hinsichtlich potenzieller Kunden, die für einen selber nicht verhandelbar sind? Also wo man ganz klar sagt, okay, bis hierhin und nicht weiter. Und vielleicht hast Du schon einige meiner anderen Podcasts gehört. Hier und da habe ich auch schon bisschen über meinen, ich sag mal so, mein altes berufliches Leben gesprochen, also das, was ich früher gemacht hab.
Ich war ja 16, fast 20 Jahre insgesamt, 16 Jahre in der Musikbranche, wenn man dann noch die Medienbranche zuzählt, also fast 20 Jahre in der Kreativbranche im weitesten Sinne, also Medien-, Musikbranche tätig. Und es ist immer wieder interessant noch mal so für meine eigene Wahrnehmung, wenn nicht anderen Menschen, die ihr Leben lang nur in der Industrie tätig waren oder in der im Bankwesen oder ähnlichen, ich sag mal, seriösen Branchen, also in Branchen, wo wirklich, zumindest zu einem guten Teil, ja, auch die Leistung, die man erbringt, bezahlt wird. Jetzt rollen wahrscheinlich einige Leute hier beim Zuhören rollen die Augen, sagen, ja, ja, wir werden auch ausgebeutet. Ganz ehrlich, ich glaube, nirgendswo gibt es solche schrägen und haarsträubenden Sachen wie in der Musikbranche, mittlerweile auch Medienbranche. Also was unfaires, unseriöses Verhalten und sich völlig ausbeuten lassen betrifft, habe ich, ist mir noch nichts anderes bisher begegnet.
Genau. Und ja, wenn ich so gucke mit 'n bisschen Abstand, ist es wirklich skurril, wenn ich schaue, wie sich manche Situationen ergeben haben, wie sich manche Menschen mir gegenüber verhalten haben, wobei ich dazu ganz klar sagen muss, das bin ich ja auch selber schuld, weil ich einfach nicht klar war, was mir wichtig ist. Ich wusste es vielleicht für mich selber, hab's aber auch nie klar kommuniziert, hab mich damals nicht getraut und weil einfach die Gegenseite dann mit mir den Hannes gemacht hat in vielen Bereichen, gerade wenn's auch so Einhaltung von Absprachenvertragliche Dinge ging, ja, und ich dann letzten Endes da teilweise echt extrem genervt war, auch drunter gelitten hab. Und ja, wie gesagt, kürzlich habe ich davon gehört, welche Regeln hast Du eigentlich so, wenn Du mit mit Kunden zusammenarbeitest? Und dann hab ich mich mal hingesetzt und hab die mal aufgeschrieben.
Und da dachte ich mir, na ja, vielleicht mache ich da mal eine Podcastfolge draus. Es gibt vielleicht jetzt den einen oder anderen oder die ein oder andere, die sich jetzt beim Mann hören sagt, der gibt's da, der ist 'n Vollidiot, der spinnt, mit dem will ich nix zu tun haben, danke. Und dann hat's hat's ja auch Sinn, weil mir geht's nicht darum, Menschen zu vergraulen, sondern mein Podcast natürlich, mein Podcast ist dafür da zu informieren, was ich mache, Inspiration zu geben, aber auch zu informieren, wer bin ich und anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, zu erkennen, hey, ist der jemand, der mein Problem lösen kann und wenn ja, ist der jemand, mit dem ich mein Problem aber auch lösen möchte? Und dazu gehört einfach Klarheit, Klarheit in der Positionierung, auch Klarheit in den Regeln. Und deshalb denke ich mir, ich möchte jetzt mit dieser Folge niemandem auf die Füße treten, möchte auch keinen beleidigen.
Ich ich bin der Meinung, leben und leben lassen. Wenn jemand meint, mit mit den Regeln, mit der Attitüde komme ich nicht zurecht, ist das völlig okay. Aber ein schönes Zitat zu bringen aus der Filmreihe, ich weiß gar nicht, Brennpunkt LA heißt es im deutschen, leadal webppen im Englischen mit Danny Clover und Mel Gibson. Da gibt's auch immer wieder diesen wiederkehrenden Spruch, ich bin zu alt für diesen Scheiß. Ja, ich bin jetzt 48, so alt bin ich jetzt vielleicht noch nicht, aber ich hab einfach, hab auf gewisse Dinge einfach keinen Bock mehr.
Vielleicht kleiner Hinweis noch, meine Kunden der letzten 2 bis 4 Jahren, also seitdem ich mich komplett gedreht hab, 20 20 fing das an und so seit, ja, 3, 4 Jahren bin ich jetzt ziemlich auf der Ziel geraten, mittlerweile zu 100 mit meinem Angeboten, meinen Kunden und dem, was ich mache. Also kann ich wirklich sagen, bin ich zu glücklich zufrieden und glücklich. Und ich kann mit Fugenrecht sagen, keiner meiner bisherigen Kunden in in dieser Zeit meiner Neupositionierung hat diese Regeln irgendwie diskutiert oder hatte 'n Problem damit. Ich hab denen jetzt auch nicht eine Liste gegeben, es wurde im Nachhinein erst klar, aber in der Kommunikation habe ich schon klar gesagt, gewisse Dinge sind so, wie sie sind und fertig. Ja, Regel Nummer 1, was zum Beispiel in der Medienbranche, also es gibt hier und da Ausnahmen, aber flächendeckend völlig undenkbar ist und insbesondere der Musikbranche völlig undenkbar ist, ich persönlich, wir als Unternehmen, wir arbeiten nur gegen Vorkasse.
Das heißt, wenn wir eine Studioplanung, eine Installation machen, das gesamte Programm starten. Da geht's ja nicht darum, dass wir einmal 'n Tag vorbeikommen, sondern da gibt's 'n Vorlauf mit Workshop. Da gibt's die Planungsphase, die Konstruktionsphase, Konzeptionsplanung, ne, Idee dann im Detail, wenn der Auftrag erteilt ist. Beschaffungsphase, die Installation vor Ort, die Konfigurationeinrichtung, die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Begleitung über mehrere Monate und so weiter und so fort. Den ersten Schritt machen wir erst, wenn 50 Prozent des Auftrags bezahlt wurden, Punkt.
Keine Rechtfertigung, gar nix, es ist, wie es ist, hat noch nie 1 diskutiert. Wenn wir mit der Einrichtung des Studios fertig sind, dann ist die 2. Hälfte fällig. Auch das hat noch keiner diskutiert. Also denk 'n Thema, was wie gesagt früher in der Musikbranche völlig undenkbar war.
Wenn an 'nem Nachgang, es passiert immer wieder mal die Workshops sind alle durch und man hat noch 'n paar Fragen. Also wenn 2 Monate nach Ablauf der der der Servicezeit noch mal eine Frage ist, da setze ich mich jetzt auch nicht hin und schreib für eine halbe Stunde Telefonat noch mal eine Rechnung. Ich bin da nicht so kleinlich. Ich finde, es ist ein Geben und Nehmen. Wenn er's Überhand nimmt, dann spreche ich's natürlich auch an, das ist auch eine meiner Regeln.
Ich denke im Sinne meiner Kunden, also da bemühe ich mich, aber ich mach mich nicht zum Hansel und ich lass mich von Leuten auch nicht irgendwie rumkommandieren. Das muss schon auf Augenhöhe sein. Gehört auch zu dazu. Weiß gar nicht, ob ich das jetzt Regel aufgeschrieben habe. Wär spannend, könnte ich noch ergänzen.
Regel Nummer 2, auch eine Regel, die ich aufgrund schmerzhafter Erlebnisse gemacht habe, denn, Ausnahmen bestätigen die Regel, normalerweise wird allein durch Regel Nummer 1 die Regel Nummer 2 schon ausgehebelt und die ist, ich arbeite nicht für öffentliche Einrichtungen. Das heißt, egal ob auf Bundes- oder Landesebene, ich arbeite nicht für öffentliche Einrichtungen. Grund dafür ist Regel Nummer 1, es sei denn, Sie sind mit Regel Nummer 1 einverstanden und das habe ich bisher noch nie erlebt. Also ich habe in den letzten Jahren ein einziges Projekt, das wurde aber auch nicht komplett durchgezogen, ist über die Beratungsphase nicht hinausgegangen, für einen teils öffentlichen Träger angenommen mit viel Widerwillen. Der Workshop wurde, ohne mit der Wimper zu zocken, innerhalb von 10 Tagen nach nach Rechnungsstellung bezahlt, aber dann bei der weiteren Beratung fing es schon an, dass Zahlungsziele diskutiert wurden und dann haben wir das Projekt abgebrochen.
Dann verzichte ich lieber aufs Geld als über Monate bei 1. Punkt ist, für mich ist absolut indiskutabel, mich in der Öffentlichkeit politisch zu äußern, weil das ist nicht meine Positionierung. Ich bin, also auf Social Media, insbesondere auf LinkedIn, als jemand, der über sein fachliches Thema sprechen will. Ich möchte mich nicht an politischen Diskussionen schon gar nicht unter der Gürtellinie oder irgendwelchen idiotischen Diskussionen beteiligen und dazu gehört für mich auch, ich arbeite nicht für Parteien. Arbeite nicht für politische Parteien, egal welche und damit ist auch die Diskussion das Thema für mich beendet.
Ich mach's einfach nicht, ich hab's noch nie gemacht, ich werd's nicht machen, Punkt. In die ähnliche Richtung geht Regel Nummer 4, ich mache nicht bei Ausschreibungen mit. Weil meine Erfahrung ist, ich hab das in den letzten Jahren mehrfach erlebt. Es sind mehrfach Ausschreibungen an ich mich an uns herangetragen worden, witzigerweise immer mit 'ner ziemlich ähnlichen Intention, nämlich dass man, in der Regel war's ja auch von der öffentlichen Hand, dass man jemanden gesucht hat, der das leisten kann, was halt 'n reiner Equipmentlieferant, sprich 'n Händler, 'n Systemhaus es nicht liefern kann, nämlich die Beratung und vor allen Dingen die Begleitung und Schulung. Aber trotzdem sollten wir uns dann in eine Reihe stellen mit Anbietern, die einfach nur Preisdumping gemacht haben, Sprich, das war von vornherein schon in der Ausschreibung zu sehen, auch in der an im Anschreiben.
Es gibt mehrere andere Anbieter, von denen ich weiß, wer die sind, wo aber klar war, auch schon in Vorgesprächen, die bieten vor allen Dingen halt 'n Konzept basierend auf der Technik an und sie hätten uns gern dabei, weil wir halt darüber hinaus noch anbieten können. Wie soll ich mit den anderen mithalten können? Wenn's bei Ausschreibung, grad bei öffentlichen Ausschreibung oder oder oder Unternehmungen, die teils öffentlich sind, gibt's ja auch einige, letzten Endes doch fast immer darum geht, den günstigsten oder den Besten für seinen Preis auszuwerten. Ich hab ja 'n ganz anderes Angebot als jemand, der nur die Technik hinstellt, ne. Also das ist genauso das gleiche Niveau wie irgendwelche vorgegebenen Konzepte.
Das ist ja häufig in der Ausschreibung auch schon so, dass son grobes Konzept vorgeben wird und das soll man dann irgendwie erfüllen, möglichst günstig und zuverlässig und das widerspricht zu 100 Prozent meinen Werten und meinem dem Konzept meines Angebotes, weil meine Angebote sind hochindividuell, auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. Heißt nicht, dass jedes Studio von 0 auf 'n völlig anderes ist, darum geht's nicht. Aber jedes Unternehmen braucht eine andere Herangehensweise in der Strategie, in der Schulung und Begleitung. Und das ist jetzt nicht Schema f, wo ich einfach nur 'n bisschen Technik, wo mir eine E-Mail Liste schick, drüberkippe und eine Standardbetreuung, eine Standardberatung machen, ne. Ich weiß, dass die Technik und das Studio, das ist auch mal son Punkt, wo ich ehrlich gesagt 'n bisschen dran hadere, wenn mich andere empfehlen, die sagen, hier, der gibt's halt, der baut tolle Studios und super.
Ja, das ist der sichtbarste Teil unseres, meines Angebotes, also meines Angebotes, was dann von meinem Team und mir umgesetzt wird, aber es ist nicht der USP und es ist schon gar nicht der wirksamste Teil, muss man ganz ehrlich sagen. Die Technik ist nur das Mittel zum Zweck. Um's mal runterzubrechen, ganz ehrlich, wenn wir mal ganz ehrlich wären, Du bist vielleicht potenzieller Kunde von mir, stellen wir uns das mal vor. Sei ganz ehrlich, wenn Du das, was Du mit Videokommunikation erreichen möchtest, erreichen könntest, ohne in Technik und ein Studio zu investieren, Du würdest es doch sofort machen. Das heißt, man nimmt doch das Vehikel Video und dazu gehören die Produktionsumgebung, das Studio doch nur in Kauf, ein Ziel, eine Wirkung zu erzielen am Ende.
Das heißt, die Technik ist niemals Selbstzweck bei mir. Im Gegenteil, sie ist mir eigentlich ziemlich wurscht, sie muss funktionieren. Sie muss eine sehr gute Qualität, nicht High End, aber sehr gut heißt für mich, dass nicht bei jedem Mal anschalten irgendwie Herzrasen und Schweißausbruch bei meinen Kunden ist, ob's funktioniert und immer gleich ist. Das muss gegeben sein, aber es ist nicht Selbstzweck, es ist das Mittel zum Zweck. Blöderweise das sichtbarste in unserem Angebot, aber noch lange nicht das Wichtigste und deswegen passt es hinten und vorne nicht für mich bei Ausschreibung mitzumachen und mich in ein 1 fertiges Programm pressen zu lassen.
Ich erinnere mich, im letzten Jahr haben wir vor 'ner doch recht großen öffentlichen Einrichtung, das war irgendein Forschungszentrum, haben wir eine Anfrage bekommen für eine Ausschreibung und ich hab mir einfach nur die die das PDF mit den Infos durchgelesen und nach 'ner Stunde abgelehnt, weil im Prinzip war das Konzept vorgegeben, wie viele Schulungen gemacht werden sollten, über welchen Zeitraum und welche Technik verbaut werden soll. Was fürn Bullshit, sorry, aber totaler Unsinn, war der Klassiker wieder, wurde wahrscheinlich von irgend 'nem Systemhaus schon mal die Technik in der Beratung geplant. Es waren Kameras, wo das Stück vier- bis 6000 Euro kosten mit Objektiven. Das ist Blödsinn, das möchte ich niemandem einrichten und niemandem drauf schulen, weil's Geldverschwendung ist. Habe ich sofort abgelehnt, weil auch gar nicht mal klar war, was wollen die überhaupt damit erreichen?
Also die die Wirkung, die Sie damit erzielen wollen. Es stand in irgend soner Ausschreibung drin. Es ging einfach nur darum, Technik und die, er sollt die Schulung umsetzen, ja. Wer plant die Schulung? Da waren wir anscheinend nicht vorgeben.
Damit sind wir auch bei Regel Nummer 5, ich setze keine technischen Planungen oder auch Schulungskonzepte anderer Anbieter Das ist völliger Unsinn, so was zu machen, brauchen wir gar nicht diskutieren. Witzigerweise werde ich einmal im Jahr aber dazu angefragt. Am besten ist es auch noch, das habe ich auch schon 'n paar Mal bei Kunden erlebt, dass, ja, intern die IT oder die Marketingabteilung beauftragt wurde, sich mit dem Thema zu beschäftigen, da jemand nebenberuflich, im Optimalfall meistens aber eher so aus Interesse sich mit dem Thema beschäftigt, sich was überlegt hat, was gehen könnte und dann die Anfrage ist, könnt ihr uns das umsetzen, haben wir auch schon Kunden, die wirklich Kunden geworden sind, die auch mit der Ausgangslage kamen. Ich würd mal sagen, in 9 von 10 Fällen kriege ich sie dazu, ich sag jetzt mal, nicht überredet, sondern ich kann sie damit überzeugen, dass das vielleicht so, wie Sie es vorgestellt haben, keinen Sinn ergibt. Das heißt nicht unbedingt, dass es aufwendig und teurer wird.
Ich hatte auch schon Situationen, wo es deutlich günstiger wurde. Da kann man miteinander reden, aber wenn 1 jemand ganz stur sagt, nee, wir haben hier, wir machen die technische Planung, weil irgend 'n Systemhaus oder jemand, den wir für Beratung gekauft haben, das so gesagt hat, ich bin raus. Wir haben unser Angebot, da ist die Planung, Konzeption, alles mit drin bis hinten zur Umsetzung und Schulung und entweder so oder gar nicht. Dann sind wir bei Regel Nummer 6, vorhandene Technik. Ich möchte nach Möglichkeit verhindern, dass unsere Kunden unnötig Sachen kaufen.
Also mir blutet wirklich, ganz ehrlich, jedes Mal das Herz, wenn ich in 'n Unternehmen komme und man zeigt mir die Sachen, die schon angeschafft wurden und ich merke verflix, wie als, wie sage ich's Ihnen jetzt da, dass Sie 'n Haufen Geld verbrannt haben für Dinge, die für Sie, egal wie Du's drehst und wen es keinen Sinn machst. Der Klassiker, riesengroße Greenscreens oder irgendwelche sündhaft teuren Marken, Systemkameras, also Systemkamera heißt Videokamera, die Wechselobjektive hat und so weiter und so fort. Natürlich machen die 'n tolles Bild und die sind super, aber wenn Du 5 oder 6 Leute oder teilweise noch mehr Personen im Unternehmen hast, die Studie nutzen, unterschiedliche Körpergröße, unterschiedliche Formate, dann sind solche Kameras echt paint in the, pünktchen, pünktchen, pünktchen, weil Du musst jedes Mal das Stativ umstellen, die Höhe verändern und, und, und. PTZ Kameras, die wir einsetzen, die kannst Du über eine Fernsteuerung ferngesteuert einstellen. Da bist innerhalb weniger Sekunden, wenn Du 'n Preset gemacht hast, bist Du einsatzbereit.
Genau, deshalb tue ich mich immer schwer damit, mit Technik einzusetzen, bis bis hin zu dem Fall, das hatten wir auch schon, immer wieder mal, dass ich mich breitschlagen lasse und sage, okay, keine Ahnung, ihr habt noch 'n Monitor und ihr habt noch das und ihr habt noch das. Das bauen wir mit ein und dann funktionieren die Sachen nicht. Und dann bin ich letzten Endes, auch wenn ich's ausschließe schriftlich auf der menschlichen Ebene bin ich dafür verantwortlich, weil was soll ich dem Kunden jetzt sagen? Guck mal, Du hast mir hier, das Gerät ist Schrott. Nee, der will, dass das Studio fertig ist, auch wenn ich recht habe, aber das bringt mir ja nix, das vergiftet die Stimmung.
Deshalb wäge ich sehr, sehr stark ab und in der Regel sind's höchstens irgendwelche unkritischen Komponenten wie Computer, Monitore oder 'n Fernseher, wo ich sage, komm, das planen wir mit ein, das könnt ihr euch sparen, das wird das extra kaufen. Aber ansonsten plane ich wirklich ungerne vorhandene Technik ein, wenn es keinen Sinn ergibt, ne. Also eine, ich schau mir das jetzt mal an, aber ich muss ganz ehrlich sagen, mit jeder Erfahrung mehr, die ich gemacht habe oder die wir gemacht haben, wo wir Technik, die vorhanden waren, die vielleicht auch nicht sinnvoll angeschafft wurde, einsetzen, sehen wir mehr davon ab, weil's eigentlich jedes Mal irgend 'n Hackmack damit gibt. Der Punkt Nummer 7, Regel Nummer 7, ich hab das früher noch meinen Kunden freigestellt, mittlerweile beharre ich drauf und zwar wir machen die Beschaffung. Ja, natürlich müssen wir auch an dem Equipment etwas verdienen, da bin ich ehrlich.
Wir kaufen bei großen Händlern ein, im im Fach Großhandel kann man heutzutage, grade was Elektrotechnik betrifft, auch Videotechnik als kleines Unternehmen, wie wir es sind, wir sind ja kein großer Händler. Wir sind nicht Amazon, wir sind nicht Thomann oder sonst was. Wir können da nicht zu konkurrenzfähigen Preisen einkaufen. Ich sag's mal ganz plump, ich habe Zugänge zu Großhändlern, aber die Preise sind mittlerweile so kaputt, dass teilweise mein Nettoeinkaufspreis bei 'nem Großhändler für Computermonitore exakt, wir reden hier von 2, 3 Euro Unterschiede, aber fast exakt dem Brutto VK VK beispielsweise Amazon entspricht. Warum soll ich bei dem Großhandel einkaufen?
Und ich bin ja auch kein Händler. Wir erledigen einfach nur die Arbeit des Einkaufs für unsere Kunden, deshalb habe ich das früher auch noch freigestellt, gesagt, wenn ihr euch hier 10, 15 Prozent sparen wollt, macht den Einkauf selber, Dann kommt das große Aber. Wenn irgendwas fehlt, wenn irgendwas nicht funktioniert, weil wir konnten's ja vorher nicht testen, das machen wir nämlich bei den Sachen, die wir einkaufen, und wir stehen da und können nicht weitermachen, dann fahren wir nach Hause, dann habt ihr halt doppelte Anreise Reisekosten oder auch noch zusätzliche Arbeitszeit, wenn wir hier rumsitzen, auf Neubestellung warten. Es ist HackMAG und witzigerweise, es diskutiert auch keiner mehr. Wir hatten letztes Jahr ein Projekt, wo 'n Kunde sagte, na ja, wir haben 'n eigenen Einkauf, wir können die Sachen bestimmt günstiger besorgen.
Der Einkauf war an gewisse Händlergebunden, was 'n sehr großes Unternehmen war mit entsprechenden Produkten und Preisen. Also aufm freiem Markt konnten wir deutlich günstiger einkaufen. Insofern, ja. Genau, Regel Nummer 8. Ich hab mal gehört, öfters schon gehört, ja, Du musst Kunden erziehen und die müssen sich an feste Arbeitszeiten halten und wer am Wochenende 'n Kunden eine E-Mail schreibt, der ist Niedi und sonst was, kann ich nachvollziehen, insbesondere wenn man auf der einen Seite von von einigen Leuten, ja, als Experte wahrgenommen wird.
Ich würde mich ja niemals als Experte bezeichnen, wenn anderes machen, finde ich das toll. Sollen Sie mich bezeichnen, wie Sie möchten, finde ich also toll im Sinne von jetzt nicht sarkastisch gemeinsam, finde ich gut, finde ich schön. Manche haben mich als Koryphäe bezeichnet oder als der Profi. Ich selber mach das nicht, aber ich halt mich auch jetzt nicht für so den tollsten Hecht im See, dass ich irgendwie abends 18 Uhr 10 nicht mehr erreichbar bin. Und das ist auch eine Sache, wo ich andere Erfahrungen gemacht habe.
Also ich war immer schon jemand, wenn ich am Rechner sitze, auch am Wochenende und da kommt eine E-Mail rein, warum soll ich die bis Montag liegen lassen? Bei mir ist die Gefahr viel größer, dass ich bis Montag vergessen hab, dass da eine Mail ist, also beantworte ich die sofort. Als ich früher noch in der Musikbranche tätig war, Ich hatte eine Trainingsfirma für Audio- und Musikproduktion, viele Jahre später auch für Videokommunikation, Videoproduktion. Und da hab ich's wirklich schon mal erlebt, weiß ich noch. Da hab ich ganz in den Anfangsjahren, wo ich hauptsächlich Workshops gegeben hab zu dem Thema, habe ich eine E-Mail beantwortet Samstagabend, weiß ich nicht, 7, 8 Uhr und dann klingelt auf einmal das Telefon.
Also damals hatte ich mein Büro noch zu Hause eine eigene Nummer, aber da hat echt derjenige abends angerufen und mir noch aufn AB 'n blöden Spruch gelassen von wegen, ja, hey, Du hast mir da geschrieben, kannst Du ans Telefon gehen. Das ist natürlich das andere Extrem, so was will ich auch nicht. Aber ganz ehrlich, wenn 'n Kunde irgendwie abends 8 'n Video aufnehmen will, ich hab ja sehr häufig auch mit den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern Unternehmen zu tun und die haben mal abends Zeit, im Studio was zu machen nach der Arbeitszeit und es klappt was nicht und ich bin erreichbar, dann lasse ich die nicht hängen. Also wenn meine Kunden wirklich in Not sind, dann bin ich erreichbar. Bei Urlauben bin ich mittlerweile 'n bisschen vorsichtiger, sag ich lieber, schreib mir bitte eine E-Mail, weil ich merk schon, wenn ich da mich manchmal nicht komplett ausklinke bis abends, wo ich dann meine E-Mails abarbeite, oh, dann erhol ich mich einfach nicht.
Aber ich sag mal, Kunden, mit denen ich nah bin, die auch über längere Zeit mit zusammenarbeiten, die wissen dann auch, wie sie mir signalisieren, ob's 'n echtes Problem ist oder nicht und wie sie mich dann erreichen. Also ich möchte immer, dass meine Kunden sich nicht irgendwie alleingelassen fühlen, deshalb spiele ich keine Spielchen von wegen, ich bin hier der Anbieter und ne, Du erreichst mich dann, wenn wenn wenn's passt. Also kann man anders sehen, ich sehe es halt so. Punkt Nummer 9, ich diskutiere nicht, wenn etwas kaputtgeht. Es kommt natürlich immer darauf an, wer's kaputt gemacht hat.
Wir kümmern uns immer sofort darum, auch außerhalb der Garantieleistung, dann muss man halt kurz noch vorher besprechen, wie machen wir's mit den Kosten? Also wir haben zum Beispiel 'n eigenes System entwickelt, was fast jedem Studio zum Einsatz kommt für das Powermanagement, also dass man zentral auch die Traversen Systeme im Einsatz sind bei den großen Projekten, dass man da die Leuchten schalten kann, möglichst einfach, ohne jetzt mit 'nem Lichtpuls zu arbeiten und und und. Und da hatten wir mal ganz am Anfang eine Charge an an Relais, die wir verwendet haben, das zu schalten, die sind halt kaputt gegangen. Da diskutier ich doch nach 'nem Dreivierteljahr mit dem Kunden nicht darüber, wer die Kosten trägt. Ich hab das reingebracht, nee, es war sogar nach 'nem Jahr bei dem Kunden, genau, nach 'nem Jahr gingen die Relais kaputt.
Natürlich haben wir die kostenlos ausgetauscht. Das ist völlig logisch, auch wenn rein rechtlich die Garantiezeit rum war. Bei anderen Dingen, ich sag mal, kaputte Kamera, die kaputtgegangen ist, weil jemand die ungeschmissen hat und und und, da da sage ich, okay, ne, was ist? Ist es Garantie, ist es nicht, Garantie ist raus, kostet so und so viel. Ich besorg die euch, installier die euch, wenn wir erst mal zum Workshop da sind, Punkt.
Also natürlich arbeite ich nicht für für für Peanuts, für lau, aber was ich selber schon erlebt habe bei Händlern und was ich noch viel krasser finde, wir haben ein paar Kunden, die haben schon Erfahrungen mit anderen Firmen gemacht, also die haben schon Studios. Und da gab's einen, der hat erzählt, da hat der Anbieter echt diskutiert irgendwie, ne, über 'n kaputtes Gerät, so von wegen, ja, na ja, also ihr schickt erst mal das Kaputte zurück und dann gucken wir mal nach Ersatz, ob's wirklich kaputt ist. Ey, wenn Not am Mann ist, geht das gar nicht, ne. Aber da kann man auch ganz klar sagen, ich sage ganz klar, mein Angebot ist 'n Premiumangebot für Premiumkunden, keine Diskussion. Ja, dann Regel Nummer 10, Respekt ist ein Spiel mit 2 Spielern.
Hab ich irgendwann mal gelesen, finde ich toll den Satz und beide Seiten haben mitzuspielen, Punkt. Also auch da wieder habe ich jetzt in den letzten Jahren nach meiner Neupositionierung nicht erlebt, dass ich da irgendwie respektlose Kommunikation hatte. Ja, wir hatten ein Kundenprojekt vor zweieinhalb Jahren. Das war son bisschen bisschen streng. Insbesondere es ging ein technisches Problem und der Kunde hat da ziemlich ziemlich Druck gemacht, muss man sagen, nach der Installation, indem er das Geld auch zurückgehalten hat, hat auf entsprechenden Gegendruck auch gebissen bei mir und war dann auch ganz klein mit Hut, als wir nach n am Ende auch nachweisen konnten, dass die Ursache für für das Problem dann, als wir die gefunden haben und die gelöst wurde, war das absolut eindeutig.
Die lag bei ihm im Haus. Das war also eine Komponente, das mal ganz allgemein zu beschreiben, die wir gar nicht eingebracht haben, die da Ursache ursächlich war. Damit war das Thema auch gegessen, aber ansonsten habe ich auch keine Probleme mit, ne. Wie gesagt, ich ich setze mich wirklich, jeder, der bei mir Kunde war, kann das hoffentlich bestätigen, setzt mich für meine Kunden ein, aber ich lasse mich nicht rumkommandieren. Also weil ich ja auch da teilweise früher in der Musikbranche erlebt hab.
Das Härteste, da war ich aber noch jung, da war ich, glaube ich 27, 26, da habe ich 'n Einzelcoaching für 'n Musiker gemacht. Das der war 'n Hobbymusiker, noch nicht mal 'n Berufsmusiker, aber interessanterweise die echten Profis, die Profimusiker, die auch jahrelang schon im Business waren, die waren schon 'n bisschen anders drauf. Das war eben halt, der hat hobbymäßig Musik gemacht hat, hat bei mir 'n Einzelcoaching gebucht für 'n lachhaften Preis, den ich jetzt hier nicht nennen möchte, weil's einfach nur erschreckend ist und damals kam schon eine Diskussion, das wär ja so teuer für son Tag. Und das ging bis 5 Uhr, war der bei mir im Studio. Ich hatte immer 'n Workshop, Schulung, Coaching, wie man's nimmt, 'n Projekt von ihm, das haben wir zusammen bearbeitet und wir waren mit allem wirklich 20 vor 5 durch.
Also er war schon länger durch, weil Zuhören, sowohl was ich rede als auch Zuhören, was da musikalisch passiert, ist einfach anstrengend. Wir hatten eine halbe Stunde, 9 Uhr angefangen, der war 20 vor 5 war der Tod und das Projekt war fertig. Er war zufrieden damit und dann guckte er auf die Uhrzeit, ich hab ja noch 20 Minuten, was kannst Du mir denn jetzt noch zeigen eben? Da hab ich ja die ganze Zeit bezahlt. Da hab ich mir gedacht, ey, also kann ja echt nie sein, Du hast jetzt alles bekommen, was abgemacht war und nur weil's 20 Minuten sind, na ja, und dann hab ich ihn halt 20 Minuten noch bespart mit anderen Informationen, obwohl ich mitbekommen habe.
Da kam nix mehr an, ne. Und das das sind so Dinge, die ich früher erlebt habe, wo ich mir denke, Respekt ist eine andere Sache. Ja, von daher, ich habe auch schon Projekte abgesagt, wenn ich gemerkt habe, es passt nicht nur menschlich nicht, sondern auf der anderen Seite ist einfach kein Respekt auf menschlicher oder professionelle Ebene vorhanden. So, im übrigens 15 Regeln sind's, wir sind jetzt bei 11, also gleich, also ist vorbei. Regel Nummer 11, wir richten keine Studios ein, Punkt.
Das klingt jetzt vielleicht irgendwie so huch, mach dir doch. Ja, also wir richten nicht nur Studios ein. Es gibt keine Studioeinrichtung ohne Begleitung, ohne ohne Schulung, also ohne Einführungsschulung, ohne mindestens 'n gewissen Zeitraum, wo wir die Teams noch an der Hand nehmen und begleiten, damit sie auch wirklich umsetzen. Es gibt, muss ich sagen, gibt eine ganz kleine Ausnahme. Und zwar habe ich immer wieder mal kleinere Projekte und die sind alle relativ ähnlich und die mache ich trotzdem ganz gerne, auch wenn's nicht so hundertprozentig Bullseye Zielkundschaft ist.
Und das ist, wenn Geschäftsführer von Unternehmen eigene Studios meistens bei sich zu Hause oder im Büro haben möchten. Also das habe ich jetzt mehrfach schon gemacht. Das sind auch die Projekte, über die ich dann leider fast immer nicht sprechen darf, besonders wenn die zu Hause sind. Ja, das sind dann meistens Video Sales Studios oder für für für für Coaching oder ähnliche Sachen und da ist es ganz häufig so, dass die Geschäftsführer, sind bis jetzt immer Männer gewesen, ein, maximal 2 ganz klare Formate haben, die damit machen wollen, sonst nichts. Das heißt, sie brauchen auch nicht eine Begleitung, eine Motivation, was man im Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern und Mitarbeitern schon eher braucht.
Und da habe ich in der Regel einen Workshop direkt nach der Einrichtung des Studios, weil die ganz klare Prozesse haben für ihre ein, 2 Formate. Dann noch mal eine Nachbetreuung online über 2, 3 Monate und dann laufen die auch, weil die haben ja 'n intrinsischen Antrieb, eine intrinsische Motivation, das selber zu machen. Und bei Unternehmen, wenn's darum geht, Teams in die Umsetzung zu bringen und wenn's auch nur 2, 3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, gibt's die Technik nicht ohne die entsprechende Begleitung und schon gar nicht ohne die Beratung im Vorfeld. Also ich erstelle auch kein Angebot, hatte ich, hatte die Tage auch wieder eine Anfrage, ob wir 'n Studikonzept machen könnten, Sie würden gern das und das machen. Nein, mach ich nicht.
Weil die Erfahrung ist, wenn die im Unternehmen vor allen Dingen auch die Entscheider nicht verstanden haben, was der wirklichen Mehrwert des Konzeptes ist, weil häufig ist es so, irgendjemand ausm Unternehmen, Fachabteilung, sagt, wir brauchen jetzt eine Schule, wir müssen das machen, aber sie entscheiden meistens nicht über das Budget. Das macht eine nächste höhere Ebene und die ist natürlich in den ersten Gesprächen nicht drin. Die muss man mitnehmen, genauso muss man auf der anderen Seite den Rest des Teams mitnehmen, dass das auch das Studio nutzt. Und die sinnvollste Art und Weise, habe ich mittlerweile wirklich in unzähligen Workshops festgestellt, ist dieser Kick off Workshop, wo wir sagen, ey, nehmt mal alle mit an den Tisch, die mit dem Thema zu tun haben und zu tun haben könnten. Guckt, dass bei euch die Geschäftsführung zumindest mal für eine halbe Stunde auch zu 'nem bestimmten Zeitpunkt.
Wir können das Timing auch so gestalten, dass es der Zeitpunkt ist, wo Sie Zeit haben logischerweise, dass Sie auch mal reinschauen, damit wir alle mitnehmen, damit Sie die Technik kennenlernen, damit Sie verstehen, dass Sie über die 2, 3 Formate, die Sie haben, mit denen Sie Ihr Studien noch nicht aus, noch lange nicht auslasten würden und noch gar nicht mal so viel erreichen würden, dass es noch viel mehr gibt, was Sie machen können, damit Sie den gesamten Umfang verstehen können, lasst uns das Ganze in den Workshop machen und vor allen Dingen im Nachgang geht das Ganze nur, dass wir euch begleiten. Ich hab ein Negativ Tiefbeispiel, leider, recht großes Unternehmen, was vor einigen Jahren von uns 'n Studio bekommen hat und damals sich vehement dagegen entschieden hat, die Begleitung im Nachgang mitzubuchen. Zu dem Zeitpunkt habe ich gesagt, okay, dann machen wir das trotzdem, Umsatz in Umsatz. Fazit war, ja, son paar Wochen später kamen dann irgendwelche komischen E-Mails, warum funktioniert das denn hier nicht und das denn hier nicht und überhaupt, wir hatten uns eigentlich versprochen und so weiter und so fort. Das Ganze ist jetzt, ich meine jetzt 3 Jahre, 4 Jahre, ich weiß es gar nicht mehr her.
Und ich hab mittlerweile über Umwege erfahren, dass 'n halbes, dreiviertel Jahr nach der Einrichtung des Studios das schon gar nicht mehr wirklich genutzt wurde, nur vom Abteilungsleiter und mittlerweile haben sie es abgebaut und verkauft. Das ist nicht Sinn und der Sache, weil ich bin nicht der Typ, ne, Anhauen, Umhauen, abhauen, wie dieser alte Vertrieblerspruch ist. Ich möchte, dass meine Kunden auch wirklich umsetzen, dann sollen sie es lieber lassen und nicht investieren. Ich möchte mit gutem Gewissen rausgehen und sagen, wir haben unser Bestes gegeben, dass das Unternehmen wirklich langfristig damit was erreichen kann und das geht einfach nur, indem sie auch in der Umsetzung unterstützt werden. Regel Nummer 12, ich plane keine Studios mit OBS.
Auch das ist völlig indiskutabel. OBS ist toll, das ist eine Freebie, man kann wahnsinnig viel damit spielen und das ist genau der Punkt. Ich kenne sehr viele Trainer und Coaches, selbstständige Berater, Einzelunternehmer, die mit OBS ihr kleines Studio fahren, alles toll und super, aber da ist eine ganz andere Anforderung, als wenn Du in 'nem mittelständischen Unternehmen mit wechselnden Nutzern 'n Studio hast. Das muss auf Anhieb, zack, Du fährst es hoch, das muss nach 2, 3 Minuten muss das laufen. Da gibt's kein OBS, hat 'n Update, dann funktioniert irgendwas nicht.
Oder Du musst hier drücken und da, aber das ist eine festprobemierte Szene, nee, alles mokst, es ist viel zu unsicher. Es ist für jemand, der gerne spielt, sich mit Technik beschäftigt, ist das toll. Man kann tolle Shows mitfahren, aber meine Kunden, die wollen keine Shows fahren, die wollen gute Qualität und mit hoher Zuverlässigkeit und vor allen Dingen einfache Bedienung. OBS ist zu kompliziert, ist zu unzuverlässig und kann viel zu viel, das überfordert die die die User, selbst wenn man mit dem Stream Deck nur fertige Szenen abfeuert. Es ist einfach, ich hab das vor Jahren noch anders gesehen, nur Ärger hatte ich damit.
Also wirklich so 'n Supportaufwand und das ist ja nicht nur für mich blöd, sondern vor allen Dingen für die Kunden, weil die Dinge nicht funktionieren. Regel Nummer 13, passt auch gut zu Regel Nummer 12, weil das häufig in Kombination kommt, ich richte keine reinen Greenscreen Studios ein. Natürlich haben wir auch schon Greenscreen eingerichtet. Das war dann so, wenn noch mal eine zusätzliche kleine Ecke für ein bestimmtes Format, also wenn ich jetzt an die VR Bank Südpfalz denke, die haben 'n komplettes Greenscreen Studio noch bekommen, also ein TV, ein Greenscreen Studio, ein Regieraum, ist wirklich 'n sehr großes Projekt gewesen. Aber die haben 'n ganz klar 'n Nachrichtenformat, was sie schon immer mit Greenscreen produziert haben, was auch so aussehen soll wie 'n klassisches Nachrichtenformat.
Da brauche ich Greenscreen, aber das ist auch das Einzige, was sie da produzieren. Alles andere wird im TV Studio gemacht, was natürlich eine viel höhere Authentizität liefert, weil man keinen virtuellen Hintergrund hat, ne. Das sind ja so alles unterbewusste Dinge, da hatte ich auch eine Podcastfolge mal zugemacht, die bei Greenscreen mittlerweile laufen, auch durch die Erfahrung in der Coronazeit. Und deswegen, wenn 1 sagt, er will partout, 'n reines Greenscreen Studie, bin ich raus, weil da kann ich nicht garantieren, dass das bei 5, 6 Leuten, die es nutzen, immer funktioniert bei allen Formaten. Ich hab jahrelang mit Greenscreen gearbeitet.
Ich finde das furchtbar und es ist alles andere als effizient. Also ich find's nicht ästhetisch furchtbar. Das ist eine andere Sache, die ist egal. Ich finde es im Handling und im Prozess furchtbar, weil der Aufwand ist riesig. Man muss immer noch nach beleuchten, weil man hier 'n Schatten wirft und stelle ich was hin, was zu hell ist, dann dann wird's von dem Greenscreen leicht grün angeleuchtet und schon geht das Keying, also das ist die Software, die das Grün rausrechnet, hin und berechnet 'n Teil von diesem Objekt, was vielleicht weiß oder hellbeige ist, raus, weil es sonen leichten Grünstich von 'nem reflektierten grünen Licht hat und und und und und.
Es ist Murks, ich mach's nicht, Feierabend. Dann Regel Nummer 14, keine Studieneinrichtung ohne Raumakustikoptimierung. Wenn da ein Unternehmen dran sparen möchte, bin ich raus und nicht, weil ich selber so toll bin als Tonmeister, das unbedingt will, sondern weil ich weiß, ich kann Ihnen nicht garantieren, dass Sie eine gute Audioqualität haben. Da gibt's einfach keine Diskussion. Das wär, wie wenn ich 'n Auto und 'n Lenkrad verkaufen würde.
Das ist Blödsinn. Ich weiß, es gibt zahlreiche, ich hab das letztens wieder bei bei bei LinkedIn gesehen, wo 'n Unternehmen stolz das neue Studio präsentiert hat, was er von irgend 'nem anderen Anbieter sich haben einrichten lassen. Ganz ehrlich, ich guck mir meine Mitbewerber nicht an, ich seh da keinen Sinn drin. Nicht, dass ich die nicht mag, ich kenne sie gar nicht mal, mir ist es egal, ich krieg immer nur die Geschichten erzählt oder sehe so was. Na ja, und das war halt 'n typisches Büro, modernes Büro, Glaswände, links und rechts Fenster, rechts zum zum Flur hin eine Glaswand, kahle Decke.
Und da war son Tisch mit Technik, das sah alles ganz gut aus, würd ich auch nicht sagen. Es hörte schon auf, als ich gesehen hab, da war 'n Richtrohr, son son Richtmikrofon hing an der Decke, wo ich mir schon dachte, na ja, die arme Person vor der Kamera, die hat son Sweet Spot von 'nem halben Meter ungefähr, wo sie stehen darf. Ansonsten nimmt das Mikrofon schon nicht mehr vernünftig auf und dann war 0 raumakustische Optimierung zu sehen. Also ich hab's schon Hallen hören beim Ansehen des Fotos, geht gar nicht. Es muss immer der Raum auch akustisch noch bearbeitet werden, damit wir eine gute Sprachverständigung haben und ich hab's bis jetzt in jedem Gespräch erlebt, wenn ich das Thema Sprachqualität bei Webinaren Videos nur angeritzt habe, auf der Gegenseite sofort, ja, das nervt total, selbst für mich als Laie hatte ich grad wieder in 'nem Neukundengespräch.
Ja, also es ist keine Diskussion, dass wir bei uns auch die Raumakustik optimieren. Es ist eine Katastrophe, wenn wir in den Webinaren bei anderen Anbietern sind und sehen, wie schlecht die Tonqualität ist. Von daher, da diskutiere ich nicht. Ja, und Regel Nummer 15 ist mir ganz wichtig, kein unnötiger Technik für Elefant. Technik ist für mich und das mache ich nicht, weil ich im Vordergrund stehe, sondern weil ich, glaube ich, mittlerweile nach, na ja, ich bin ja wie gesagt schon seit 25 Jahren selbstständig tätig, davon knapp 20 Jahre im Bereich Erwachsenenfortbildung, sage ich mal.
Also Menschen, die in ihrem Hauptberuf, in ihrer Tätigkeit nichts mit der Technik zu tun haben, bringe ich seit 20 Jahren die Nutzung der Technik bei. Deshalb glaube ich, kann ich schon ganz gut verstehen, was die Menschen eigentlich möchten. Nicht zu 100 Prozent, das würde ich mich nicht anmaßen, aber 'n Grundtenor. Und bis jetzt habe ich noch keinen erlebt, außer vielleicht früher 'n paar Musiker, der sich Technik aufgrund des Eigennutzes der Technik gekauft hat als Selbstzweck, ne. Also letztendlich soll die Technik 'n Hilfsmittel sein und das ist, seitdem ich in der Industrie tätig bin, noch viel stärker.
Die Technik seien es Kameras, seien es Lampen, seien es Mikrofone, das ist 'n Hilfsmittel und kein Selbstzweck. Also mich fragt keiner der Kunden, oh, hast Du auch von der Firma x y das und das gekauft? Das interessiert die nicht, ne. Ich bin natürlich glücklich, dass sie mir vertrauen, dass ich denen keinen Schrott empfehle, aber ich würde niemals auf die Idee kommen, dir eine Systemkamera für 4000 Euro mit 6 k Auflösung anzudrehen. Was soll der Bullshit?
Also da da will ich auch teilweise echt richtig sauer, wenn ich das sehe. Ich hab 'n ganz bekanntes, großes, namhaftes Werkzeugunternehmen vor 2, 3 Jahren als Kunden gehabt. Leider nur in der Beratung, da ist mein Ansprechpartner dann hat das Unternehmen verlassen. Die hatten sich in der Coronazeit von einem Systemhaus, Sie haben's nicht weiter benannt, ist mir ehrlich gesagt auch wurscht, haben sie sich beraten lassen und ein Studio einrichten lassen. Und sie haben aus meiner Sicht, also so wurde es mir berichtet, damals 'n Fehler gemacht.
Auch die Frage, in wie viel Budget sie haben, haben sie gesagt, wir haben 40000 Euro. Na ja, und dann hat sie ja Systemhaus, was 'n Systemhaus ist ja eigentlich eher jemand, der Techniklieferant ist, die verdienen also mit der Technik, hat sich gedacht, ey, die 40000, die kriegen wir voll mit möglichst wenig. Die haben denen einen Schwachsinn verkauft, also wirklich Kameras für fünf-, 6000 Euro, völlig zweckundienlich. Lampen von teuren Markenherstellern, wo eine Lampe 2000 Euro kostet, wo ich dachte, wie kann man so ein Blödsinn machen? Also vielleicht nur mal zur Einordnung, natürlich sind teure Videoleuchten, LED Leuchten haben ihre Berechtigung.
Das heißt aber nicht, dass da drin die Elektronik so wahnsinnig bei viel besseres Licht macht. Das hält vielleicht 'n bisschen länger, jo. Aber hauptsächlich sieht man die Unterschiede. Ich hab ja als als Student im elektrotechnischen Service gearbeitet. Mein bester Freund, 1 meiner freien Mitarbeiter, der Frank, der ist Elektrotechniker, der entwickelt und konstruiert solche Geräte und ist da voll drin und der hat mir das auch bestätigt.
Der Unterschied ist gerade bei Licht als Beispiel und bei vielen anderen Dingen auch darin, in der Haltbarkeit bei mechanischer Belastung. Also wenn ich jetzt 'n Sachlerstativ Kamerastativ für 1500 Euro kaufe und ich stelle das einfach in Raum und es bleibt 5 Jahre da stehen, deswegen steht die Kamera nicht besser, das ist Blödsinn. Aber wenn ich's hier 'n Tag zwei-, dreimal offen abbaue, dann merke ich 'n Riesenunterschied zu dem 150 Euro China Stativ und das ist der Punkt. Warum soll ich im Unternehmen für 800 Euro 'n Fotostativ kaufen, was einmal aufgebaut und in 5 Jahren nicht abgebaut wird? Das macht gar keinen Sinn.
So und genauso sehe ich's mit der Technik auf allen Bereichen. Es gibt gewisse kritische Punkte. Kameras müssen eine gute Qualität liefern, Punkt. Mikrofone dürfen nicht rauschen, dürfen nicht dauernd Aussetzer haben, Punkt. Aber ich muss nicht die High End Dinger kaufen und ich hab's leider schon mehrfach erlebt, das Unternehmen mit teurer Technik, wo man schon gemerkt hat, okay, da waren wieder irgendwelche Technik Nerds am Werk, die hier entweder den goldenen Rubel gerochen haben oder einfach ihre eigenen Maßstäbe angesetzt haben.
Und letzten Endes hat's im Unternehmen nichts genützt. Und ja, wie gesagt, ich persönlich, also es gab's früher in der Musikbranche gab's 'n schönen Begriff, wenn man so technikverrückt war und immer was Neues kaufen wollte. Man hatte nämlich Gas, also Gear Acquisition Syndrom. Das heißt, man war laufend daran, irgendwelche neuen Sachen zu kaufen, weil die Technik Selbstzweck war. Also es war natürlich auch, ja, son bisschen Selbstidentifikation.
Ich hab die und die Technik, ich bin toll. Ich bin da völlig von Gehalt, im Gegenteil, mich nervt so was eher. Ich möchte, dass Menschen, die mit mir zusammenarbeiten, eine Wirkung erzielen und nicht einfach nur Technik da stehen haben. Und ganz ehrlich, Du kannst mittlerweile mit mit erschreckend wenig finanziellem Aufwand kannst Du schon ganz gute Ergebnisse erzielen. Das heißt jetzt nicht, dass Du son komplettes Studio für 3000 Euro Technik bekommst, das nicht, aber wenn ich mir angucke, wenn wir Video Sales Plätze mit 'ner hochwertigen Webcam guter Beleuchtung und so einrichten, da reden wir von 'ner reinen Technik von irgendwie etwas über 1000 Euro.
Das ist nichts, das ist wirklich gar nichts und dann hast Du schon fürn festen Video Sales Platz eine super Qualität. Ja, jetzt sind wir schon wieder am Ende. Ich hoffe mal, die Folge war für dich trotz all dem interessant. Ich sehe gerade ein, 14 Minuten. Junge, Junge, hätte ich nicht gedacht, dass eine sone Folge so lange wird.
Ja, ich freue mich natürlich wie immer auch hier über Feedback, wenn Du Fragen hast zum Thema, wenn Du sagst, jo, da gibt's das doch nicht son Vollidiot, wie ich am Anfang gedacht hatte, als er sagt, er hat ja gewisse Regeln im Sommer, das klingt halbwegs vernünftig oder das klingt sogar sehr vernünftig. Ich find das ziemlich cool, was Du da für Ansichten hast, Dann freue ich mich natürlich und ich freue mich noch mehr, wenn Du dann sagst, Mensch, mit dem will ich mal über mein Thema reden, denn eigentlich würden wir gerne bei uns im Unternehmen das Thema Videokommunikation auch endlich mal professioneller aufhängen. Vielleicht hier noch 'n kleiner Hinweis, professioneller heißt für mich jetzt nicht Hollywood, High End und sonst was, sollte auch jetzt, denke ich mal, nach meinen Ausführungen klar sein, sondern professionell heißt einfach, dass Unternehmen vernünftig, seriös, in der Außenwirkung unterstützen, zuverlässig und sachdienlich. Das ist für mich professionell. Wenn Du der Meinung bist, Mensch, das könnte passen, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme, geh am besten einfach auf meine Webseite WWW Corporate minus Studio Punkt d e.
Da findest Du oben rechts einen lustigen Kontakt Button, wo nicht Kontakt draufsteht, aber Du wirst schon sehen, was da draufsteht, da steht was anderes drauf, ein klassischer Call to Action Button. Und dann kommst Du zu meinem Kalender und in dem Kalender kannst Du dir gerne 'n Termin für ein erstes Gespräch, wo wir uns kennenlernen und Du mir mal von deinen Herausforderungen Unternehmen berichtest, vereinbaren. Ja, und dann schauen wir, wie sich das entwickelt und wie wir zusammenkommen. In diesem Sinne wünsche ich eine wunderschöne Restwoche und freue mich darauf, wenn wir miteinander sprechen. Bis zum nächsten Mal.
Tschüs. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Und denke mal daran, wenn nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.
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