Cover: #218 - Constantin Ragazzo: Die traurige Wahrheit über Sichtbarkeit im Mittelstand TEIL 1
VIDEO RELOADED Folge 219

#218 - Constantin Ragazzo: Die traurige Wahrheit über Sichtbarkeit im Mittelstand TEIL 1

26. Mai 2026 44:24 Min. Zu Gast: Constantin Ragazzo
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Worum es geht

In Teil 1 dieses ausführlichen Gesprächs spricht Florian Gypser mit Constantin Ragazzo darüber, warum viele mittelständische Unternehmen trotz großartiger Arbeit kaum sichtbar werden. Es geht um den Wert von Reichweite versus Vertrauen, die unterschiedlichen „Spiele“, die Unternehmen im Netz spielen, und darum, wie KI, Social Media und günstige Produktionsmittel die Spielregeln von Marketing und Videokommunikation verändern. Constantin bringt dabei seine über 30-jährige Erfahrung aus Musik, Design und Geschäftsentwicklung ein und zeigt, warum Persönlichkeit heute stärker wirkt als Hochglanzproduktion.

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Autor: VIDEO RELOADED

Zu Gast

Kreativer und Geschäftsentwickler im Bereich organische Sichtbarkeit

Constantin Ragazzo bringt über 30 Jahre Erfahrung als Musiker, Designer, 3D Artist, Storyteller und Geschäftsentwickler mit. Heute arbeitet er mit Unternehmen, Agenturen und Videoprofis daran, über organische Inhalte sichtbar zu werden und neue Kunden zu gewinnen.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin ein Podcast Host Florian Gibser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Konstantin Ragazo ist mein heutiger Gast, Selsexperte, Geschäftsentwickler und jemand, der die Kreativbranche nicht nur von außen kennt, sondern seit über 30 Jahren mittendrin ist. Ob als Designer, Videograf, 3D Artist, Texter oder Storyteller, er versteht die Herausforderungen von kreativen Agenturen und Produktionsfirmen aus eigener Erfahrung.

Seit 2013 liegt sein Fokus auf Neukundenakquise, Geschäftsentwicklung und erfolgreichen Verhandlungen Und mit seiner Firma Brand Copilot entwickelt er Systeme, mit denen Unternehmen, Agenturen und Videoprofis über organische Social Media Inhalte planbar neue Kunden gewinnen und zwar das Ganze auch ohne Werbebudget. Außerdem ist er als Speaker und Trainer gefragt, wenn es Wachstum, Positionierung und Vertrieb geht. Ja, und wir sprechen heute natürlich über das Thema Video im Allgemeinen und im Besonderen und warum viele kreative, großartige Arbeit liefern. Nicht nur die Kreativen, eigentlich viele Menschen, aber trotzdem Schwierigkeit haben, konstant neue Kunden zu gewinnen und natürlich auch sichtbar zu sein und wie Social Media endlich zu einem echten Vertriebskanal werden kann. Grüß dich Konstantin.

Schön, dass Du heute bei mir im Podcast bist. Ja, Dankeschön, dass ich bei dir sein darf. Ja, wenn Du vielleicht meinen Podcast schon mal hier angehört und reingespingst hast, dann weißt Du, dass ich am Anfang immer 3, ja, unbequem sind sie nicht, aber ungewöhnliche oder völlig am Thema vorbeillaufende Fragen stelle und dann mache ich natürlich auch bei dir nicht, vor halt. Deshalb fangen wir an mit Frage Nummer 1. Und die ist 'n bisschen philosophisch.

Stellen wir dir vor, stell dir mal vor, Du schaust 1 Tages am Lebens an oder Ende deines Ende deines Lebens, oh Gott, zurück auf dein Leben bis zum heutigen Zeitpunkt, was Du alles von hier ausgehend noch gemacht hast. Und gibt's da eine Sache, eine Fähigkeit, die Du jetzt noch nicht beherrscht oder nicht so gut beherrscht, wie Du wolltest, die Du dann unbedingt, ja, sehen möchtest, dass Du sie jetzt dir angeeignet hast, also etwas, was Du noch lernen möchtest? Das ist eine super Frage, denn denn es ist genau das, was ich mein ganzes Leben lang immer gemacht hab, und zwar ganz, ganz viele Sachen. Und dann wär vielleicht eine Sache schon ganz gut, wenn man die richtig gut beherrschen würde, so richtig in der Tiefe. Und das ist das, was ich bis jetzt eigentlich wirklich gesagt noch nie gefühlt gekonnt habe.

Also ich bin son sone eierlegende Wollmilchsau. Ja, ich kann, glaube ich, ganz, ganz viel und gar nicht so schlecht, aber in der Tiefe, in vielen Dingen bin ich nie richtig in die Tiefe gekommen, außer bei meinem Musikstudium, ja. Also ich hab Musik studiert und natürlich am Ende machst Du da 'n Konzert, machst eine Prüfung und hab viele Konzerte gegeben und da, auf den oder in diesem Bereich, da würde ich sagen, war ich schon extrem besessen davon, richtig gut zu sein. Also wenn Du rausgehst, Du live mit der Gitarre oder mit 'ner Laute Konzert spielst, da brauchst Du professionellen Anspruch. Also das muss wirklich funktionieren und wenn das nicht funktioniert, na ja, was machst Du dann?

Dann steigst Du aus, machst Du viele Fehler und das machst Du nicht lange, dann brauchte ich keiner mehr hören, weil dann recherchiert ich kein Mensch mehr, ja? Also in dem Bereich weiß ich ganz genau, was Professionalität oder die Tiefe bedeutet, ja, aber es gibt eben in der Werbebranche, ja, so viele Dinge, die insgesamt dich einfach überfordern in der Tiefe, die es gäbe, da reinzukommen ganz tief, ja? Also es geht einfach nicht, ja? Aber das hat den Vorteil, Du siehst eben viele Dinge irgendwann mal aus 'ner anderen Perspektive, nämlich aus der Perspektive von oben, ja. Also es gibt für alles den Spezialisten und Du bist jemand, der da drüber schwebt in 30000 Meter Höhe und schaut auf dieses Gesamtbild und das ist mir ganz wichtig, ja.

Also und da sehe ich viele Dinge, die 'n Spezialist eher weniger kennt und das ist so meine Stärke, wenn ich das mal so sagen kann. Mhm. Aber son, ich sag mal, was was völlig Neues, also ich hab echt die spannendsten Antworten gehabt von Chinesisch lernen bis hin zu Bogenschießen, mehr Geduld und so. Gäb's da noch völlig unabhängig von deinem beruflichen Tun nach irgend eine Sache, wo Du sagst, boah, ich würd mal super gerne, keine Ahnung, Paragliding oder irgendwas ganz anderes. Absolut 0.

Absolut 0. Ich bin mit dem, was ich mach, so zufrieden und es eben, es gibt einfach nix, was mich nicht interessiert und nee, also ich wüsste nicht wirklich, wo ich sagen würde, Mensch, das würde mich jetzt noch richtig interessieren. Das ist, also ich bin da wirklich original glücklich. Alles gut, super. Es ist ungewöhnlich, aber umso spannender, weil es halt nicht nicht eine konkrete Sache ist.

Ja. Dann Frage Nummer 2. Stell dir mal vor, es kommt eine gute Fee und sagt, Du Konstantin, hey, Geld und so spielt alles überhaupt keine Rolle. Wie würdest Du deinen Arbeitsplatz gestalten und zwar inhaltlich mit dem, was Du tust, wobei die Antwort, die habe ich, glaube ich, schon gerade bekommen, aber vor allen Dingen auch, wo Du es tust, genau wo Du es tust, wenn Geld absolut keine Rolle spielt. Das spielt für mich überhaupt keine Rolle.

Ich sitz da und bin superhappy, weil mich die Sache interessiert und mich interessiert nicht, wo ich sitze, ob ich am Mount Everest sitze oder in der Karibik oder hier spielt auch da für mich 0 1 Rolle, weil es geht mir den Inhalt und der der der physische Ort spielt für mich überhaupt keine Rolle. Das ist mir total egal. Ja, also von daher gesehen, leider wieder sone sehr allgemeine, ja, sehr allgemeine Sicht vielleicht, aber mir geht's immer den Inhalt, ja. Ob ich jetzt Gitarre spiele, ob ich irgendeinen Job mache, mich interessiert sozusagen immer der Weg dorthin und wo das stattfindet. Egal.

Auch Du, alles gut und spannend. Ich hatte mal die Antwort, eine ähnliche Antwort, also extrem fokussiert auf die Arbeiten, am liebsten irgendwo in 'nem Keller mit kahlen Wänden und nichts aufm Schreibtisch, dass ich mich voll früh fokussieren kann. Kann ich nachvollziehen, hatte ich auch schon mal witzigerweise, das ist ja unser unser Berührungspunkt in 'ner völlig anderen Welt. Du hast ja in Drossingen studiert, was ja außer Nee, ich hab für Drossingen. Nicht.

Ich hab überall studiert, nur nicht in Drossingen. Wir hatten mit Drossingen hattest Du mit Drossingen, ne? Oder wer hat darüber gesprochen? Da gab's, also Drossingen ist ja bekannt für Akkordeonspieler. Corona, professionelle.

Genau. Oder war's zumindest, genau. Und ich kannte da jemand, mit dem ich mal studiert habe und die Frau ist nach Trossingen und ich hatte Oh, das war das. Der Laute gespielt hat und war da Professor in Trossingen. Genau, darüber kam's.

Ja, genau. Genau, das war das, weil ich hatte ja auch mal 'n Lehrauftrag an der Musikhochschule, aber ich war viele Jahre auch an der Bundesakademie für Musikalische Jugendbildung und das ist son bisschen außerhalb von Drossing in der totalen Natur und dann hast Du dann dein Zimmerchen, wo Du halt dann das Wochenende wohnst und da ist halt nix. Grade Betonwand, also fast schon son bisschen, also ist schön alles, aber da ist halt nicht keine Ablenkung. Und da habe ich dann früher teilweise zwischen den Seminartagen oder so auch echt mit voller Konzentration gearbeitet. Von daher kann ich das schon gut nachvollziehen.

Aber ich bin jetzt mehr so, ich sag mal, Kategorie, also inspiriert zu arbeiten. In erster Woche fahren wir 'n Pfingsturlaub nach Holland, Häuschen am Meer. Da werde ich vormittags auch 'n bisschen arbeiten und allein dieser Tapetenwechsel bringt man mir gerade bei den bei den kreativen Inhalten, ich bau jetzt grad meine Webseite neu auf, zumindest was was das das Copywriting betrifft. Das ist für mich echt 'n Riesenunterschied, ob ich zu Hause bin oder da, weil einfach ich andere Inspirationen habe und ganz anders denken kann und viel freier bin, weißt Du? Das ist kein Tagesgeschäft da und so.

Aber es ist jeder anders. Ja, ja. Für mich spielt's wirklich keine Rolle. Sei froh. Dann bist Du immer bist Du immer immer glücklich und fokussiert.

Also ist nicht so, dass ich unglücklich bin auf der Arbeit. Das ist, ich bin ja auch hier, wir wohnen aufm Land, das ist ja immer die abwechselnd hälzlichen Grenzen, aber das fängt mit Familie an, wobei meine Kinder sind jetzt alle erwachsen, aber trotzdem zum Teil noch zu Hause und geht dann halt los mit die Postklinge. Dann haben wir natürlich auch immer wieder Warenlieferung und und unten. Das kriege ich natürlich auch alles mit und das reißt mich dann raus und das hab ich, eine Freundin von uns hat 'n Ferienhaus in der Eifel, wirklich 'ner totalen Walachei mit Blick über 'n Tal und das ist für mich so der absolute Traum zum Arbeiten. Also da hauen wir regelmäßig hin ab, wenn wir völlig fokussiert arbeiten, weil da ruft keiner an, da ist nix.

Da ist Internet und das war's. Von daher Auch schön. Auch schön. Ja, absoluter Traum. So, last but not least, welcher bekannten Persönlichkeit wärst Du gerne begegnet oder würdest Du gerne noch begegnen und was hättet ihr miteinander besprochen oder würdet ihr miteinander besprechen?

Pat Mattheny. Oh. Wie kennt ihr den? Ja, ja, Jazz geht doch aus legendär. Das ist so der Mozart für mich des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts.

Ja, also es gibt keinen, der so unfassbar gute Melodien schreibt, der also so unfassbar gut ist in dem, was er macht und so variantenreich und so vielfältig und also ein 1 echter, also ich würd sagen wirklich, also für mich ist es sone echte Legende, die lebt, ja. Also den seine Musik wirst Du in 100, in 500 Jahren immer noch hören, weil die einfach so reich ist an Information und so gut ist einfach und also wenn ich den mal irgendwie so richtig, wenn ich da mal eine Stunde bekäme von dem, dann würde ich, das würde sofort machen. Also ich hab den schon sehr oft gesehen, ja und jedes Mal, wenn der da auf die Bühne kommt, das ist für mich Schlaaffenland an Musiknoten, ja. Also das ist unfassbar. Also das wär 'n echter, das wär 'n echter Traum für mich, den wirklich mit dem mal sone Stunde zu diskutieren.

Aber hat der nicht früher so Kliniks gegeben? Ich mein mich zu entsinnen, da gab's 'n Cevia mal son großes Gitarrenfestival, da waren auch hier so, was weiß ich, Brian May, wie heißt der, Jose Trirani und so und das war nämlich ganz witzig, weil da war auch Parco de Lucia und alle möglichen, also aus allen, es sind Neunzigern gewesen, Musikrichtung und die haben dann, glaube ich, 'n großes Konzert gemacht zusammen, aber auch so so Klinics und so Workshops außenrum. Und ich mein, da war auch schon eine Musikmesse, weil Ivaness hatte doch eine 1 Signature Gitarre für ihn gebaut oder war das Jama, eine Jama war das, ne? Also könnte sein, also normalerweise wirst Du Patmephheni nie mit anderen Leuten in der Branche sehen. Also das, ich hab mal von ihm 'n Interview gehört, da meinte er auch spaßeshalber, also was ist schlimmer als ein Gitteres 2.

Also und ich glaub, der braucht es einfach nicht, ja. Also der ist mit seiner Band unterwegs früher und der spielt ja mit Hunderttausenden verschiedenen Leuten jetzt auch zusammen seit Jahren und von daher gesehen, also ich könnt mich nicht erinnern, dass ich den jemals in irgendeinem Video oder in irgendeinem Bericht mit Queen Paco Delo Seer oder sonst welchen anderen Leuten da in einem Boot gesehen hätte, kenne ich, weiß ich nicht, kann sein. Also Vielleicht verwechsle ich's, aber Du siehst, glaube ich, Gitterfest will, ist ewig her. Also ich hab das auch nur damals, ich ich bin ja auch Gitadrist, aber eher eher E-Gitarre, hab das damals eine Gitarre und Bass gelesen und da gibt's auch, glaube ich, keine Videos zu. Das war so Anfang der Neunziger oder so.

Und das Interessante war halt, dass wirklich, das war total schräg aus den Richtungen. Also von von Joe Zetrianni bis hin zu allen möglichen Jazz Gitarristen sonst, das war wirklich einfach nur, ich glaub, das Oberbegriff war einfach so die bekanntesten Gitarristen überhaupt. Ob die dann alle zusammen gespielt haben, das weiß ich nicht, aber es gab dann halt so mehrere Konzerte dann in verschiedenen Kombinationen. Mhm. Ja.

Aber ich kann mich auch täuschen. Also von daher, aber ist ja witzig, bin ja auch. Also bei mir wär, ich hab lang überlegt, die Frage stelle ich ja schon schon eine ganze Weile und mich interessieren eigentlich, Ja, also ich hab ja selber in der Musikbranche 'n bisschen gearbeitet, auch 'n hier und da mit bekannteren Leuten zu tun gehabt und häufig war das dann so, ich sag mal, man hatte noch 'n anderes Bild, als wir die Menschen in Wirklichkeit sind. Meistens war's eher ernüchternd, also nicht negativ, aber einfach ernüchternd, sind normale Menschen. Deshalb, ich müsste echt überlegen, wer da interessant für mich wäre.

Ich glaub, heute wären's eher Unternehmer, aber dann ist mir letztens eingefallen, es gibt einen einzigen, da habe ich vor 'n paar Monaten die Biografie gelesen, weil ich die zu Weihnachten bekommen hab und dachte mir, den möchte ich echt kennenlernen. Der hat so einen an der Waffel. Mhm. Den will ich unbedingt kennenlernen und das ist Steve Lukeather von Toto. Toto ist mittlerweile meine Lieblingsband.

Ja. Aber auch Darsteller wegen der musikalischen Tiefe, die die meisten Leute gar nicht gar nicht so wahrnehmen. Mhm. Aber Das ist ja unfassbar. Ja, die hat auch für Michael Jackson viele Sachen eingespielt Ja.

Bietet. Genau. Und da alles, auch die Gitarrenpaar Zeit er geschrieben. Ja, ja, eben. Na, also.

Und wenn der dann drüber erzählt, wie das gekommen ist, das ist auch irre, ja, also die haben den den immer angerufen, wenns brannte sozusagen und Mach mal eben. Mach mal eben. Schnell kurz, genau, weil der Da weht noch was. Einfach intuitiv beziehungsweise es gibt einfach Leute, die haben in gewisser Weise 'n internes System, das funktioniert und das können auch andere Leute abrufen bei denen und dann kommen die und machen das. Ja und bei dem anderen musst Du 10 Stunden erklären und es kommt einfach nicht nix dabei rüber und der, der geht hin, hörte das an, dann rechnet seinen Kopf, geht hin und sagt, Du, wie wär's denn, wenn man das vielleicht so macht?

Aha, ja, alles klar, ne, spielen wir ein, eingespielt, das war's super. Fertig, ja. Und wo Du grad schon mal hier bist, spielt den Bass noch schnell ein. Das war nämlich bei Beatd so. Also bis aufs Gitarrensolo hat er alles gespielt und dann meinten sie, hör mal, also stilistisch wär jetzt auch noch geil, wenn Du den Bass spielst.

Okay, mach ich. Ja, ja, genau. Ja, es ist Na ja, aber es Und Du kannst eben von Musik und deswegen ist mir Pat Maphini so ans Herz gewachsen, das ist 'n Allrounder, aber er hat halt eben von allem und das ist das Entscheidende, 'n richtigen Plan. Der weiß von allem, der kann arrangieren, das ist 'n Virtuose, der weiß, wie man Melodien schreibt, der weiß, wie man quasi alles arrangiert, egal welcher Stil. Und das kannst Du im Prinzip alles, was Du da siehst und hörst und wenn Du seine Interviews hörst, kannst Du 1 zu 1 ins Marketing ganz locker mal übertragen, ja.

Mhm. Also das, was Du da kennst von ihm, kannst Du auch ganz, ist quasi sozusagen eine Blaupause für das, was Du im Marketing, wenn Du's gut machst, auch können musst. Und das ist irgendwie das Entscheidende. Der kann eben nicht nur schnell spielen, das ist kein, gibt's Leute, die spielen viel schneller, ja, aber Manuel. Ich bin kein Techniker.

Ja, das kann der auch, der kann auch extrem schnell spielen, also brauchen wir gar nicht reden drüber. Das ist 'n hohe, das ist 'n Virtuose, ja. Aber für ihn, er sagt immer, es ist eigentlich ist mir egal. Das ist Gitarre ist mein Medium, ja, über dieses Medium quasi gebe ich meine Gefühle, die ich habe, ans Publikum weiter. Das ist die Geschichte, die mich über die Gitarre erzähle.

Ob das jetzt die Gitarre ist oder ob das eine Posaune wär oder 'n Klavier, ist ihm eigentlich wurscht. Es ist halt eben zufälligerweise die Gitarre und damit ist okay. So. Und alles, was der aber macht und tut, ist eben 1 zu 1 Marketing, ja, von allen. Ich hab mir früher überlegt, wieso ist der so vielfältig?

Wieso kannst Du nach jeden ein, 2 Jahren hören, dass da der Sound 'n bisschen anders klingt und dann auf einmal von der Tonalität klingt der anders. Dann auf einmal sind die Melodien bisschen anders und das wechselt und über die Jahre hin merkst Du, das ist der morft quasi in seinem Leben von a nach b nach c nach d. Aber und das wusste ich nie, der hat sich immer Gedanken darüber gemacht, wie kann ich denn was Neues bringen? Und ich dachte mir immer, das ist quasi von oben herab, ja. Also da ist jemand, der sagt, über Pat Matthinei möchte ich der Welt diese Art von Musik als Medium, ist Patnäfine der, der das überträgt.

Nee, der hat das über die Jahre an sich hat er so stark gearbeitet und der wollt immer wieder was Neues und probiert immer wieder was Neues aus und was der eben extrem gut kann, dass der, wenn der was ausprobiert, auch quasi nicht nur nur ausprobiert, sondern eben dann tatsächlich Dinge abschließt mit dem, was er neu lernt. Und das ist eben sone Blaupause. Ich nenn jetzt einfach mal KI. Du lernst von dieser KI, aber Du kannst mit dem Wissen, das Du hast, mit der KI so viel anfangen, dass Du auch quasi dich damit weiterentwickelst und Dinge damit abschließt und zwar richtig abschließt und dann hört man das. Ja.

Also wenn ich immer jetzt quasi sozusagen zwischen Pat Mattheney und der Jetztzeit im Marketing hin- und herspringen, kannst Du darüber absolute Parallelen finden, ja. Also dieses ständige Weiterentwickeln, eine eigene Sprache finden, ja. Du hörst 5 Töne vor dem hintereinander, 2 Töne und Du weißt, es ist Patmatheney. Wie kann das sein? Wo woher kommt es?

Aber das ist eben auch seine seine Person als solches, ja. Also dieses Gesamtpaket, also das ist sozusagen eine persönliche Marke, die der aufgebaut hat, aber nicht, weil es den anderen gefällt, sondern weil das 'n Bedürfnis ist, von ihm selbst als Musiker sich weiterzuentwickeln und immer wieder neue Sachen zu entdecken. Der spielt eben mit ganz vielen Leuten und dann kriegt er von jedem immer wieder 'n verschiedenen Input und das verarbeitet er dann in seiner Musik. Und deswegen ist der für mich unvergleichlich, weil er eben extrem variabel ist und Du wirst der Musik, also die ist nie langweilig. Du kannst immer teilen sagen, Wahnsinn, was hat er denn da wieder gemacht oder wie schön ist das oder wie hat er das arrangiert und genauso ist es Marketing.

Wie kannst Du was arrangieren? Wie kannst Du was interessant machen? Ja, was ist die Hook von dem Ganzen, was Du da sagst? Ah, okay, Heckt me Teenie. Du hörst 2 Töne und Du weißt, es ist ja, das ist ja wie eine Hook, ja?

Also all diese Dinge sind da vereint und deswegen ist der so interessant für mich, Ja und und und diese Bandbreite von Musik hören, also wie der klingt, was da so rauskommt, das fehlt, glaube ich, heutzutage den allermeisten. Die haben quasi nur noch mehr eine ganz kleine Bandbreite, wo sie irgendwas machen, ja, und der Rest, der ist der geht der geht unter. Also das heißt, ich hör vielleicht nur Popmusik, nur 'n bisschen und das nervt, aber das reicht, ja. Also nur ganz wenig an Information nehme ich auf und der Rest interessiert mich einen nicht. Und deswegen wird das halt immer schwieriger sozusagen, bisschen bis wir den jetzt am besten ausdrücken.

Dass nur wieder Ich trau mich, weiß ja schon. Zurückkommt, dass wieder mehr passiert als nur dieser Genau. Egotrip, den jeder für sich so fährt, ja. Also Ja, aber das hat ja auch mit der mit der mit der Branche und Entschuldigung, ich hab dazwischen, ich hab Filme grad 9, das hat ja auch mit der Branche ganz viel zu tun. Ich war jahrelang drin und mit der Art, wie Musik produziert wird.

Also ich kenn das ja auch noch früher aus den Neunzigern das war ja da schon Weiterentwickler Entwickelter, was die Technik betrifft und man musste sich halt treffen, Musik zu machen. Das, was Du eben gesagt hast, absolut richtig. Er spielt mit vielen Musikern, er kriegt Inspiration. Das ist das, was den ganzen Nachwuchsproduzenten und wenn sie nicht Bandmusiker sind, ja fehlt und das Radio und die Charts, die werden ja sehr stark dominiert von produzierter und nicht von gewachsener Musik. Ja.

Und das sind junge Menschen, die sich auf einen Stil festgeschossen haben. Die sind deswegen auch erfolgreich, weil der Stil gerade angesagt ist, weil sie hat ganz klar auf Kommerz produzieren und nicht Gefühle ausdrücken, sich entwickeln. Das ist ziemlich zweitrangig, es ist Kommerz, was ja auch eine Berechtigung hat, aber die Vielfalt geht verloren und dieses wir müssen müssen zusammen 'n Song schreiben, wir müssen proben, wir müssen Stuhlhygiene gemeinsam aufnehmen, müssen aufeinander reagieren, miteinander agieren und holen uns Inspiration von anderen Museen. Das ist halt sehr viel verloren gegangen und das ist extrem traurig, ne, aber mal gucken, wie sich das weiterentwickelt. Ja, also ich sag mal, wenn ich das als Musiker sozusagen rekapituliere, was es da geht, es wird ja auch in der KI immer sehr stark sozusagen, es werden Kontraste gebildet, ja.

Also wenn Du zum Beispiel irgendwas mit KI machst, dann ist das schlecht, das erkennt man ja sofort, ja. Oder Du bist 'n Musiker, der jetzt, stell dir vor, Du machst mit Sumo rum, ja, da brauchst Du ja gar nix mehr können, ja. Aber Du gibst 5 Töne ein und Sumo macht dir den Song fertig, ja, also brauchst überhaupt nicht singen können, gar nix, ja. Das ist im Prinzip alles durchautomatisiert, aber das das, was es in der Musik geht und vor allen Dingen bei Musiker, ist ja sozusagen der Moment, in dem Du dein Instrument in die Hand nimmst und spielst. Das geht's.

Es geht nicht das, ob Du 100000 oder Millionen Leute bespaßen mit irgendeiner Musik, sondern der Musiker als solches, ja, ist in dem Augenblick, wo Du spielst, das ist genau dann deine Welt, in der Du dich bewegst und das kann auch keiner nachempfinden, der Musik macht, der nicht Musik macht, weil Du bewegst dich dann in 'ner komplett anderen Sphäre. Das ist, Du hörst auf andere, Du spielst, es geht ja ums Tun, ums Machen und dieses Gefühl, das gibt dir ja oder dieses Spielen gibt dir ja dieses gute Gefühl, ja. Also Du bist dann quasi in dem Ding, in diesem Medium drin und das ist ja was, was eben keiner nachempfinden kann, wenn er eben nicht spielen kann, ja. Ich kann artikulieren, ich kann das, was ich gerade fühle, ausdrücken, ja ja, ich kann laut, ich kann leise spielen, das ist ja Storytelling, ja. Du erzählst eine Geschichte, Du machst, Du gehst vor, Du nimmst dich wieder zurück, weil jetzt auf einmal jemand anders spielt.

Du weißt aber im System, weil das alles trotzdem mit mit Noten und mit dann in einem System passiert, was da genau passiert. Ja, Du weißt ganz genau, wo Du bist und dieses Ganze, also diese Situation, in der Du dich bewegst, ja, das geht's nix anderes, ja. Und deswegen könnt ich mich nicht mit irgendeiner KI vergleichen oder bin ich jetzt, fühle ich mich schlecht, weil's Zoomo gibt, ja, das ist irgendwas, aber es berührt mich als Musiker nicht, weil das wär ja total frustrierend. Wenn ich jetzt auf das reagiere, was es was mich ersetzen würde, ja, und sei es nur elektronisch, das würd mich ja total fertig, dann dürfte ja keiner mehr Musik machen, weil es gibt ja ganz viele Musiker und es gibt ganz viele, ja, Songs und alles Mögliche gibt's ja schon hunderttausendfach. Ja, aber das ist nicht Sinn und Zweck, wenn Du Musik machst.

Da geht's 'n spontanes Gefühl, das Du erlebst und mehr eigentlich gar nicht. Das ist ja, setzt ja erst mal schon mal voraus, dass Du 'n Zooment spielen kannst. Das ist ja bei vielen, die Musik produzieren, auch gar nicht vorhanden. Also ich hab ich hab ja 16 Jahre eine Trainingsfirma gehabt für Musik- und Audioproduktion, später Videoproduktion meiner Frau zusammen, die ist ja Musiker und Videografin. Da saßen viele Hobbymusiker am Ende, es ist, hat sich so entwickelt halt, aber auch viele, sag ich mal, Nachwuchsproduzenten und es war eine erschreckende Tendenz zu sehen.

Immer mehr Nachwuchsproduzenten, gerade die in der elektronischen Musik unterwegs sind, konnten gar kein Instrument spielen. Die haben einfach zusammengeklicken, guckt, ob's passt. Ist natürlich auch eine Kunstform irgendwo, aber die hat halt auch übernommen. Das ist ungefähr genauso wie wie die ganzen Gestalten auf LinkedIn, die KI generierte generische Texte schreiben, sich wundern, dass sie nicht ankommen und eigentlich ja nichts zu sagen haben. Also ich ich les da so viel inhaltslärm Kram, wo ich mir denke, Du hast doch eigentlich nichts zu sagen, weil Du Du hast nicht von 'nem fachlichen Thema was zu berichten.

Du hast auch nicht das eigene Erfahrung zu berichten und das ist genauso wie mit KI Musik machen, Also das ist ja auch etwas, ich hab mich jahrelang gestreut, muss ich ganz ehrlich sagen, mich mit Instagram zu beschäftigen, weil ich immer sehe, wie meine Kinder und meine Frau da reingesogen wurden, wie auch TikTok. TikTok habe ich gar nicht, aber Instagram habe ich jetzt auch Spaß mal angefangen und man hat auch täglich Dinge zu teilen, so, wenn ich auf Projekten bin und so und da ist das genauso. Da ist so viel Inhaltslehrer Scheißdreck. Also ich würd mal sagen, das überwiegender ist Inhaltslehrerschrott, wo Leute einfach sich über Dinge echauffieren und Videos über Sachen machen, die sind so belanglos, die braucht man nicht. Das ist wie KI Musik oder aus fertigen zusammengeklickte Musik, ne.

Da gibt's ja sogenannte Construction Kids. Das habe ich so gegen Ende meiner aktiven Zeit noch miterlebt, dass dann teilweise auch bekannter Produzenten Construction Kids verkauft haben, ihrer Songs. Dann konntest Du quasi mit den fertigen Samples und so die Songs nachbauen. Was fürn Blödsinn, aber ist halt sone Entwicklung. Von daher wird's ja auch wieder anders entwickeln.

Ja, hoffentlich. Weil meine Tendenz ist bestimmt da, weil's einfach langweilig wird. Ja, das Ding ist ja, wenn Du mit einem Klick und das ist eben das Problem, alles haben kannst, was Du willst, dann wird ja alles langweilig, ja. Ich hab jetzt letztens, weil Du das sagst mit gibt immer weniger Musiker oder fast kaum jemand mehr Macht zurecht Ja, doch schon, aber aber die, die die kommerzielle Musik produzieren oder elektronische. Da hatte ich letztens, das ist unvorstellbar, also wenn man sich's mal vorstellt, da gab's 'n Youtube Video, das sitzen, stell dir vor, da sitzen's, ich keine Ahnung, zwischen 15 und 20 Leute im Raum, machen mit Zoom rum und jeder von denen meinte, ja, er ist 'n Produzent und er ist 'n Sänger und was auch sonst noch er war.

Und Du hast im Prinzip 10 Laptops gesehen, nicht ein Instrument, aber alle waren Musiker, ja. Und jeder hat dann irgendwie, das waren so Rapper und so aus der Ecke raus. Klassiker. Ja. Und dann denkst Du, das ist ja echt unglaublich.

Da reden Leute über Musik, die geben dann und dann haben sie mit Sumo rumgespielt. Oh, wie cool das ist und jetzt jetzt jetzt eben singt er 3 Töne und dann macht Sumo irgendwas draus, ja. Das ist ja, das ist ja so naiv, das ist ja so unfassbar. Da merkst Du, dass da dass da überhaupt nichts da ist, was mit Musik zu tun hat, ja, sondern einfach nur Freude wie 'n kleines Kind das aufn Button drückt, ja, weil was Eigenes kommt ja da gar nicht raus, ja. Und dann weißt Du, auf welchem Niveau die Musik machen, die machen ja nicht Musik, ja.

Das ist eben Samples einschmeißen und es ist gut. Ist auch ist okay, ja, also ich hab da nichts dagegen, nur das ist eben die Tendenz und die Steigerung des Ganzen ist, dass mit KI, ja, dass Du wirklich nichts mehr machen musst und da gibt's Untersuchungen dazu schon und das Verprüfende ist, die Leute, die jetzt 3 Töne singen, dann sich 'n Song machen lassen, da gibt's ein Phänomen, nämlich die Leute, die das öfter machen, hören nur noch mehr diese eigens gemachte Musik und werden dann und isolieren sich sozusagen immer mehr von der Außenwelt, weil sie wirklich glauben, dass das, was sie jetzt da gemacht haben, ihre eigene Komposition ist. Also dein Gehirn Ist Schmorn im eigenen Saft dann. So genau. Also Du wirst immer isolierter, dein Ego wird immer größer, weil Du wirklich glaubst, ja, dass das, was Du da hörst, von dir kommt, obwohl Du nichts dazu geleistet hast.

Klingt super, überhaupt keine Frage, ist ja alles gestohlen, ja. Und dann wird natürlich dieses, ja, dieses Ego noch mehr befeuert, ja, und Du hörst noch weniger Musik. Du hörst quasi nur mehr sozusagen das für dich produzierte. Und das ist jetzt also so die Hyper Hyperpersonalisierung von Dingen, die's gibt, ja. Mit einem Klick und Du glaubst wirklich, das bist Du.

Es Stell dir das mal, boah, das ist irre. Erschreckend, definitiv. Aber lass uns mal den lass uns mal den Bogen von hier zu Video spannen, weil was da ganz gut passt, ist nämlich, es gibt ja auch, was jetzt die Sichtbarkeit von Unternehmen oder oder Personenmarken gibt, gibt's ja auch das Phänomen, dass es wahnsinnig viele Menschen und vor allen Dingen auch Unternehmen gibt, die tolle Produkte haben, geniale Angebote, absolut einzigartig, die aber kein Mensch kennt. Und auf der anderen Seite hatten wir eben schon, ich bin ja mal immer sehr direkt, Social Media ist überfüllt mit Idioten. Also, ne, ich Social Media ist überfüllt mit Idioten, also, ne, inhaltlichen Idioten und die, die wirklich was zu bieten hätten, die, ja, die sieht man gar nicht.

Und eine Möglichkeit, das zu ändern und das passiert ja langsam in Deutschland, also ich weiß nicht, wie deine Erfahrungen sind, meine sind es, es passiert jetzt langsam, mit Betonung auf langsam, ist natürlich die beste Möglichkeit, das mit Video zu machen. Was würdest Du sagen, warum sind Videos da jetzt gerade so extrem wichtig, ja Na ja, also Unternehmen sichtbar zu machen? Also erst mal muss man sagen, Videos sind deshalb wichtig, weil's eben die maximal mögliche Anzahl an Sinnesreizen erst mal triggern, ja. Also das ist nicht nur Text, das ist nicht nur Audio, sondern es ist son Gesamtpaket. Und dazu gehört Sehen, Hören, Bewegungen und damit kommen schon gute Geschichten erzählen und das ist immer das Wichtigste.

Und das Wichtigste ist auch, wenn man mit Menschen kommunizieren möchte, braucht man dieses Medium im Marketing, braucht man's darum, weil's darum geht, Menschen zu stimulieren. Das ist der Job vom Marketing. Mhm. Ja, Du möchtest die Leute ja beeinflussen, damit sie deine Produkte oder Dienstleistungen kaufen, ja. Aber Video alleine meines Erachtens reicht heutzutage bei Weitem nicht mehr aus, ja.

Das Internet selbst ist ja schon 'n Medium, ja und das muss man erst mal verstehen, was da abgeht, ja. Wie muss man sich in dem Chaos verhalten, ja, damit man überhaupt eine Chance hat, da gesehen zu werden, beziehungsweise überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen, ja. Das ist alles nicht so einfach, kurz mal 'n Video zu produzieren, ja und zu glauben, dass da die Botschaft die richtigen Leute schon finden wird, ist ja auch total naiv, ja. Das funktioniert überhaupt nicht mehr. Ja, wir leben in 1 Aufmerksamkeitsökonomie und deswegen wird jede Sekunde, die man da im Netz zu sehen ist, gekämpft.

Also muss ich zumindest wissen, wo es sich lohnt zu kämpfen. Das ist mal das 1., bevor ich überhaupt 'n Video mache. Und was meine ich damit? Also aus psychologischer Sicht gesehen, ja, wir Menschen denken erst mal in Kategorien. Kategorien helfen uns sozusagen des Wesentlichen, das Wesentliche vom Unnützen erst mal zu trennen.

Also wenn's den Kontext Aufmerksamkeit geht, ja und damit ich zu meinem Publikum erst mal durchdränge, muss ich ja wissen, in welchem Contentspiel, ja, ich da zu spielen habe. Also nicht jedes Video verfolgt ja das gleiche Ziel. Und die meisten Unternehmen machen eben den Fehler, dass sie erst mal über die Strategie kommen, ja. Kannst mir erklären, wie das funktioniert und was muss ich da tun ohne und das ist eben der Punkt, ihr eigentliches Spiel zu kennen, ja. Es geht überhaupt nicht darum, was jetzt gut ist oder was sich gut anfühlt.

Es geht erst mal nur darum, was ist überhaupt dein Geschäftsmodell und was verlangt dieses Geschäftsmodell, ja. Und dann reden wir erst mal weiter, ja? Die meisten Content Creator oder Vilografen spielen einfach im verkehrten Spiel. Das sehe ich immer wieder, auch bei den CEOs, bei denen ich mit denen ich arbeite, ja. Die versuchen immer, das klingt jetzt schon fast, ja, wie viele drüber reden, ja.

Also viele jagen den Millionen hinterher, ja, den den Aufrufen und dann wundern sie sich, wieso das am Monatsende, ja, nix übrig bleibt, ja. Nichtgebracht hat, ne. An Geld, ja, also an Monetarisierung. Und die Wahrheit ist und da spricht keiner, da spricht keiner drüber, der Aufmerksamkeit ist eine kurzzeitige, hat eine Kurzzeitwirkung, ja, das ist son Dopaminstoß, das ist ja eine Spitze. Aber das geht's nicht, es geht Vertrauen.

Und Vertrauen ist keine Spitze, sondern das zieht sich, es ist 'n Langzeitphänomen, ja. Vertrauen baut man auf und sone Dopaminspitze, ja, demotiviert einen, ist aber gleich wieder vorbei, ja. Und da gibt's eben 'n paar Spielchen, die muss man verstehen und ich persönlich unterteil das in 5 Spielfelder, ja, oder in 5 Punkten, wenn Du so, wenn man das so sagen darf. Und das 1. Ist die reine Unterhaltung, ja.

Das ist die spielwesen reine Unterhaltung für mich. Das einzige Ziel ist da, so viele Augen als möglich zu bekommen. Ja, das das Spiel heißt einfach nur Entertainment, ja. Irgendwelche Herausforderungsspiele, Videos wie keine Ahnung, Mister Beast zum Beispiel, ja, der macht das super. 450000000 oder 350000000 Zuschauer, ja, oder irgendwelche Reaktionsvideos oder virale Momente zeigen oder was oder es gibt so viel Trash, ja, die zielen nur darauf ab, möglichst viel an Augenpaaren zu bekommen, ja.

Und Du verdienst durch Werbeeinnahmen auf dieser Plattform, ja, oder durch irgendwelche Markendeals mit irgendwelchen Marken. Das ist sozusagen der Sinn und Zweck. Klingt einfach, ist es aber nicht, weil Du auf diesen bei diesem Spiel mit allen möglichen Entertainment Plattformen auch konkurrierst, mit Netflix, mit Youtube, mit all den anderen. Also die Plattform zahlt dir dann nur, wenn Du wächst, also wirklich wächst, ja. Und wir reden hier nicht von 'n paar 1000, sondern wir reden hier von Millionen.

Ja, und selbst dann, die Plattform bestimmt immer die Regeln und das ist das Problem. Algorithmus Update, ja und es kann sein, es gibt viele Leute, hab ich schon vieles gehört darüber und Du bist auf einmal weg vom Fenster, was ist 'n dann? Da hast Du kein Business mehr. Es ist einfach diese Risikoplattform in der Masse da mitzuspielen, ist nicht ohne, ja. Also Nee, nee, bau niemals auf fremdem Grund habe ich mehrfach von Unternehmensberatern und Vertriebsberatern gehört, ja.

Das muss man verstehen. Dann spielst Du jetzt zum Beispiel in Spiel 2 gibt's auch noch, da hast Du die Bildung als Unterhaltung, ja. Also da lernen die Zuschauer was von dir, ja. Wie man kocht, wie man investiert und wie man keine Ahnung, irgendwas trainiert, ja. Der Unterschied zum ersten Spiel, deine Zuschauer können in dem Fall sogar was lernen, ne.

Das ist sozusagen der signifikante Unterschied. Ja, aber das Geschäftsmodell bleibt immer noch relativ ähnlich zum Ersten, Du brauchst immer verdammt gewaltige Zahlen. Und der Algorithmus sitzt da auch noch in der im Nacken, ja. Und das ist ja das Paradoxe, wenn's da ums Verdienen geht, ja. Es gibt Menschen, keine Ahnung, mit 7000000 Aufrufe im Monat, der die aber noch immer, keine Ahnung, im Keller der Eltern wohnen, ja.

Die haben einfach zwar Riesenaufmerksamkeit, aber einfach kein Geschäft dahinter, ja. Die Reichweite ohne Monetarisierungsstrategie ist werklos, ja. Das muss man einfach verstehen. Ja und dann gibt's das Spiel 3 noch, ist sozusagen einfache Alltagsprodukte, sag ich jetzt einfach mal dazu, ja. Du verkaufst was Greifbares, 'n Sofa, 'n T-Shirt, eine Mütze, eine Lampe, ja.

Und das Schöne dran ist, niemand braucht da eine Erklärung, jeder weiß, was es da geht, ja und Du sitzt einfach da und versuchst es einfach über die Sichtbarkeit zu verkaufen, ja. Zeigt das Produkt, mach's begehrenswert, bring die richtigen Menschen dazu, das zu sehen, ja. Hier brauchst Du auch keine tiefe Kundenbindung und so was, ja. Du brauchst Reichweite und auch wieder 'n gutes Auge vielleicht für Ästhetik, ja. Und da ist der Kaufimpuls sofort da oder ist nicht da und das sind dann die Dinge, die Du dann für irgendwelche Marken verkaufst, ja, oder Onlineshops, ja.

Also wie bei Verkaufssinndern im Fernsehen. Das wär der Punkt. Ja. Na, dann sind wir noch plastisch, ja. Dem Spiel 4, erklärungsbedürftige Produkte.

Jetzt wird's schon 'n bisschen interessanter, ja. Denkt zum Beispiel mal son Proteinpulver oder son Finanzprodukt oder eine SARS Software, ja. Das sind Produkte, die nicht sofort selbsterklärend sind, ja. Und ja, also wenn Du nur einfach nur die Dose zeigst, ja, das das das kapiert keiner. Das kauft auch keiner, weil keiner den Wert dessen versteht, was da dahinter ist.

Und dein Job ist es quasi sozusagen eine Brücke zu bauen, ja. Du musst das Problem erklären, das dein Zuschauer hat. Du musst zeigen, wie das Produkt das Problem löst. Und sobald der Zuschauer den Nutzen versteht, ist dein Job getan. Die Lücke ist geschlossen und dann kommt der Klick und dann kommt der Kauf, ja.

Und das Schöne an dem Spiel, Du musst das Produkt nicht mehr besitzen, das ist Affiliate Marketing funktioniert genauso. Du erklärst was, Du verlinkst was, Du verdienst eine Provision, ja. Mhm. Der einzige Hart bei dieser Geschichte ist, ja, deine Glaubwürdigkeit ist auf 1 auf der einen Seite dein größter Freund und gleichzeitig aber auch dein größter Feind, würd ich immer sagen. Denn wenn Du dann nur Schrott verkaufst, ja, bist Du schnell unglaubwürdig und dein Geschäftsmodell ist auch relativ schnell wieder beim Teufel, ja.

Jetzt komme ich zu Spiel Nummer 5, bei dem wir mitspielen oder jeder, der intelligent ist, sollte da mitspielen. Das ist sozusagen die Königsklasse, ja. B2P Agenturen, ja. Der Experte trifft auf 'n Unternehmen, ja. Eben B2P Agenturen, Berater, Videografen, Coaches, Dienstleister, Menschen, die komplexe Probleme für andere Unternehmen lösen, ja.

Und hier geht's 0 die Masse. Hier geht's nur die richtigen Menschen zu finden. Ja, stell dir vor 3 Zuschauer 10000 Euro Umsatz versus 1000000 Zuschauer 5 Euro Umsatz. Ja, was ist also da besser? Also Du brauchst nicht die Masse, sondern Du brauchst die Klasse, ja.

In dem Spiel ist Vertrauen alles, ja. Dein Zuschauer muss einfach spüren und der verlangt es, dass Du 'n Meister deines Fachs bist. Ja, nicht nur leere Behauptungen, sondern eben auch durch Beweise. Na, autor Du kannst, ja. Mach es online, teil dein Wissen, lös echte Probleme öffentlich.

Das ist der Trick bei dieser Nummer und wenn die richtigen Menschen das sehen, ja, dann werden die dir auch vertrauen, ja. Und die werden dich anrufen, vielleicht mit dir arbeiten zu wollen. Der Preis dafür, Du musst dich wirklich heutzutage öffentlich machen. Du musst rausgehen und zeigen, was Du drauf hast. Ja, sich hinter soner Agentur zu verstecken mit 'nem Logo drauf, das geht in Zukunft in die Hose.

Und das ist das Hauptproblem, ich glaube, der meisten Agenturen, die ich so kenne, die haben unglaublich Angst, irgendwas rauszugeben. Ganz typisch deutsche Mentalität, ja. Also wie kann ich irgendwas preisgeben, ja, dann könnte ja mein Konkurrent mir das wegnehmen, ja. Der könnte ja damit Geld machen. Ja, ist so, ja.

Aber Vertrauen gewinnst eben nur dann, wenn Du offen bist, wenn Du zeigst, da schau mal, so mach ich das, dann sieht der andere dein Kunde vielleicht, wow, toll, der macht es so, ach, hab ich noch gar nicht dran gedacht, ja, gute Idee, ja, und damit baust Du eben dieses Vertrauen auf. Und die meisten eben laufen da wirklich blind ins falsche Spiel, kopieren, was sie da sehen und versuchen damit vielleicht Follower zu bekommen, ja. Also jagen da jede Aufmerksamkeit hinterher, aber am Ende bringt ihnen das eben keinen Sand, ja. Und wer als Werbeagentur Geld verdienen möchte, muss also in diesem fünften Spiel meiner Meinung nach mitspielen, ja. Bau Vertrauen auf, zahl deine Fähigkeiten und sprich die richtigen 300 Menschen an.

Das reicht. So viel Jobs kannst Du gar nicht bewältigen, ja. Du brauchst im Jahr die Millionen, Du brauchst die richtigen Leute, ja. Der Rest, Ja. Er kommt von ganz alleine.

Also da braucht man gar nicht viel Druck eben. Das wird alles passieren. Es ist einfach, es kommt über die Zeit. Ja, und das ist sozusagen deine Erfahrung, die ich da mache. Und ja.

Und deswegen Video machen, aber wissen, für wen. Das ist so das das Wichtigste eigentlich, dass man dass man wissen muss, aus meiner Sicht. Das war der 1. Teil unseres Podcast Gespräches. Den zweiten Teil hörst Du nächste Woche.

Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Und denke mal daran, wenn nicht mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit.

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