Cover: #215 - Warum der Mittelstand auch 2026 Video noch nicht wirklich strategisch nutzt
VIDEO RELOADED Folge 216

#215 - Warum der Mittelstand auch 2026 Video noch nicht wirklich strategisch nutzt

5. Mai 2026 26:00 Min. Zu Gast: Florian Gypser
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Worum es geht

Nach seinem Besuch der Messe all about automation in Friedrichshafen zieht Florian Gypser Bilanz zum Stand der Videokommunikation im deutschen Mittelstand. Er zeigt, warum das Bewusstsein für Video zwar da ist, die Technik oft ebenfalls, die tatsächliche Nutzung aber häufig ausbleibt. Anhand konkreter Beispiele erklärt er, wie Unternehmen Video vom einmaligen Projekt zum kontinuierlichen Prozess machen und dadurch Zeit sparen und effizienter kommunizieren.

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Autor: VIDEO RELOADED

Zu Gast

Tonmeister und Geschäftsführer bei Corporate Studio

Florian Gypser ist ausgebildeter Tonmeister und Geschäftsführer bei Corporate Studio.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Herzlich willkommen zu 1 neuen Folge meines Podcasts und heute möchte ich mal über, ja, Videokommunikation im Jahre 2026 sprechen, so meine eigenen Erfahrungen sowohl in meinem unternehmerischen Alltag als auch das, was ich bei unseren Kunden erlebe. Und beginnen möchte ich mal mit 'ner kleinen Anekdote, denn wir waren vor jetzt, heute genau 2 Wochen waren wir auf der Allabout Automation in Friedrichshafen, übrigens eine sehr, sehr spannende Messe, wie ich finde, auch wenn's fachlich was völlig anderes ist, als wir machen, als das, was wir machen.

Wir hatten da eine Kooperation mit dem Messeveranstalter EasyFairs, dass wir uns da mit unserem, kleines mobiles Studio, unserem Pop up Studio dort präsentieren konnten. Gleichzeitig wurde das Studio auch von der Messe genutzt, Interviews mit Teilnehmern und Ausstellern zu führen. Und so kam ich halt auch öfters ins Gespräch mit Mitarbeitern von Unternehmen, die dort ausgestellt haben. Und eine Sache, ein Gespräch, das das fand ich fand ich einfach total spannend, weil's irgendwie so repräsentativ für mich persönlich jetzt ist für das, was ich in Deutschland in den vielen Kontakten, die ich habe, häufig erlebe. Und zwar kam ein, ja, die Bezeichnung älterer Herr ist jetzt vielleicht 'n bisschen despektierlich.

Ich bin ja selber bald 50, aber auf jeden Fall jedenfalls ein Herr, ich würde mal sagen, Anfang 60, ich glaub, er hat sogar gesagt, er ist 63 oder 64, kam auf mich zu und sprach mich an und meinte, was was bieten Sie hier eigentlich an? Und dann meinte ich, ja, also wir haben jetzt hier nichts mit Roboting so zu tun, sondern wir bieten halt oder möchten jemand unserem Studio zeigen, wie einfach man heutzutage Videokommunikation Kommunikation im Unternehmen und aus dem Unternehmen heraus selbst gestalten kann und vor allen Dingen damit auch den Vertrieb flankieren und das Marketing unterstützen kann, weil sie das Informationsverhalten ja in den letzten Jahren massiv verändert hat und die Menschen in im Gros gesehen immer mehr Videos konsumieren, immer weniger lesen. Und dann meinte er, das ist alles Quatsch da mit den Videos, funktioniert ja alles nicht. Also wenn mir eine Video schickt, das klicke ich sofort weg, das guck ich mir gar nicht an, da habe ich gar keine Zeit, so auch keinen Bock drauf, die sollen mir eine normale E-Mail schreiben oder oder mich anrufen, son Quatsch mache ich nicht. Da meine ich, gut, kann gut möglich sein, aber ich kann Ihnen sagen, in vielen anderen Bereichen, im anderen Kontext funktioniert Video definitiv sehr gut.

Hängt natürlich immer davon ab, wie die Adressaten da eingestellt sind auf das Thema und ob sie offen dafür sind, ne, grundsätzlich. Er meint er, nee, nee, das ist auch Quatsch. Das sind Generationen Ding. Die jungen Leute, die die gucken sich ja son Cup ist hier TikTok und sowas an, da gucke ich alles nicht, kenne ich nicht. Ich will will lesen oder ich will mit echten Menschen sprechen, aber nicht so Video.

Das klaut mir noch nur Zeit, weil es ist eigentlich immer viel bla bla aufgeblasen, dauert ewig, bis sie zum Punkt kommen und so weiter und so fort. Dann fiel noch 'n Satz nach 'ner Weile, also ich ich hab da nicht lockergelassen. Ich hab mir gedacht, Challenge accepted, versuchte ihm mal einfach mal zu erklären, was alles möglich ist. Ihn nicht jetzt zu überreden, aber mal, es schien so, als hätte er einfach falsche Erfahrungen gemacht und wusste auch noch gar nicht so von den Möglichkeiten, die Video bietet, aber es war ihm ziemlich wurscht. Er hat das alles als Blödsinn gesehen, den man nicht braucht und dann viel Einsatz, der das Ganze erklärt hat.

Ich bin jetzt Anfang 60, hab noch 'n paar Jahre, ich hab keinen Bock mehr, mich mit sonem neumodischen Kram zu beschäftigen. Ja, sehr, sehr spannend, muss man sich auch leisten können. Pikantes Detail oder pikanter, pikante Pointe der ganzen Geschichte. Später stellte er sich raus, er war der oder er ist es wahrscheinlich immer noch, der Pressesprecher, sogar Leiter der Unternehmenskommunikation 1 nicht ganz so kleinen deutschen mittelständischen Unternehmens aus dem Maschinenbau, wo ich mir gedacht hab, okay, wenn das deine Einstellung zu Video ist, hoffen wir mal, dass das eure Kommunikation, euer Marketing, euer Vertrieb vielleicht 'n bisschen anders tickt oder ihr mit altbewährten Methoden weiterkommt. Aber warum erzähle ich erzähle ich die Story?

Ganz einfach, auf der Allabout Automation habe ich mit vielen Menschen gesprochen und das Spannende war, dass dass das Ergebnis vieler Gespräche schon war, dass die Unternehmen sich mit Video beschäftigt haben. Es ist auch klar, dass dass mehr Video gemacht werden muss, also muss im Sinne von, dass sich das Informationsverhalten verändert hat. Die Aussagen waren meiner Meinung nach klarer als in den Jahren zuvor, also dass man schon eingesehen hat, okay. Auch die Gründe waren eigentlich bei allen gleich. Da wurden Gründe genannt wie, ja, Preisdruck, Wettbewerbsdruck.

Gerade im vertrieblichen Umfeld wird's immer schwieriger, mit bisherigen Maßnahmen allein die Menschen zu erreichen. Natürlich auch eine deutliche Veränderung in Altersstrukturen zu merken. Also klar, Generation X, wozu ich ja auch gehöre, sprich ü 40, ü Mitte 40, die ist eher noch offen oder eher auf persönliche Treffen, auf E-Mails, auf Telefonate aus, währenddessen die jüngeren Generationen, ich will's nicht pauschalisieren, dass alle so sind, aber tendenziell doch viel stärker auf Videos reagieren und über Videos angesprochen werden möchten. Das heißt, ich kann jetzt nicht mehr alle über einen Kamm scheren, denn jüngere Generation, Generation Z und besonders auch Alpha, die informieren sich anders und gerade Generation Z finden wir auch in vielen Führungs- und Entscheidungspositionen mittlerweile. Sprich, die etablierten Wege funktionieren zwar, aber schlechter als vorher.

Der Vertrieb, damit auch's Marketing im Vorfeld, wird komplexer und gleichzeitig haben die Unternehmen mit internationalem Preisdruck und mehr Wettbewerb zu tun. Dennoch beziehungsweise wahrscheinlich auch genau deswegen war bei allen die Erkenntnis, Videos 'n wichtiges Thema. Viel spannender fand ich noch, dass bestimmt die Hälfte der Unternehmen, mit denen ich gesprochen hab, mir mitteilte, ja, wir haben sogar 'n eigenes Studio. Wir haben Equipment, wir haben auch Erfahrungen damit, denn der Klassiker auch da wieder in der Coronazeit wurde das Studio angeschafft, weil wir das damals brauchten. Es gab ja nahezu keine anderen Möglichkeiten, marketingmäßig tätig zu werden in der direkten Kommunikation außer jetzt Webinare und natürlich haben wir auch Livestreams und Ähnliches gemacht.

Aber auch da wieder der Klassiker, die meisten sagten dann, okay, in der Coronazeit hatten wir extra dafür Leute angestellt bei uns. Nach Corona, wo ja das, was vorher funktionierte, Vertrieb fährt raus, wir gehen auf Messen, wir gehen auf Kongresse oder Konferenzen, je nach Themeninhalten. Ist das als das wieder alles möglich war, hat man das Team erst verkleinert und am Ende komplett entlassen und das Studio steht eigentlich jetzt die meiste Zeit still. Ab und an wird man 'n externer Dienstleister, 'n Videograf gebucht, der dann mit unserem Produktmanagementteam beispielsweise 'n Produktvideo dreht und so weiter und so fort. Also die Nutzung ist extrem begrenzt.

Ja, also da merke ich schon, es ist 'n deutlicher Unterschied zu den letzten Jahren, was das Bewusstsein trifft, aber so die Lösung angehen trauen sich die meisten nicht. Das Problem, was ich da wieder häufig gehört habe, ist, die Technik ist zwar da, aber die Nutzung fehlt. Warum fehlt die Nutzung? Weil sich noch nicht wirklich mit 'ner, ja, Struktur und Strategie beschäftigt wurde und ich meine jetzt nicht eine Strategie, was es Marketing betrifft, sondern eine Strategie, wie produzieren wir eigentlich möglichst effizient? Da hab ich jetzt auch grad 'n schönes Beispiel, 'n Unternehmen, mit dem wir jetzt grade im Kontakt sind und 'n Projekt, über das ich hoffentlich in Zukunft auch berichten kann.

Die haben auch schon 'n Studio. Die haben sich 'n Studio einrichten lassen, sehr große Studio, auch in der Coronazeit von einem Anbieter, der sich auf Greenscreen Studios spezialisiert hat. Das war damals natürlich 'n ganz heißes Thema, Studios bauen. Fazit ist aber jetzt, da dieses Studio nur für Greenscreen Produktion genutzt werden kann und der Produktionsaufwand gigantisch ist, bis das Video mal fertig ist, mal vom Ausleuchten bis über den Dreh bis über die Postproduction und die Abstimmung am Ende, endet's damit, dass das Studio drei-, viermal maximal fünfmal im Monat genutzt wird. Das heißt, die Produktion ist aufwendig, da gibt's keinen Prozess, der es einfach und auch vor allen Dingen spontan nutzbar macht.

Entsprechend gibt's keine Regelmäßigkeit, entsprechend gibt's keine Integration in den Alltag. Das heißt, das Studio steht und das ist exemplarisch für viele andere Unternehmen auch, steht die meiste Zeit nur rum, bringt kaum Output und damit auch keine Wirkung. Etwas, was ich auch jetzt durch die letzten Jahre immer wieder erlebt habe, ist, dass beim Thema Videokommunikation wird gerne projektbezogen gedacht. Das heißt, das Thema Video ist 'n Projekt, also vor allen Dingen 'n technisches Projekt, ne. Man muss halt Technik kaufen, man muss 'n Studio einrichten und dann macht man mal ein Projekt, zum Beispiel 1 1 1 Produktvideo, mal ein Webinar, mal einen Livestream und dann ist das Thema durch.

Es wird aber immer noch nicht und ich meine nicht das Studio, Studio ist einfach das, ich sag mal, immer das notwendige Übel, das ist das Mittel zum Zweck. Ich bin manchmal auch ganz provokant in Gesprächen, 'n Unternehmen sagt ganz ehrlich, ich will euch gar kein Studio verkaufen. Das Studio ist auch nicht der Kern meines Angebotes. Der Kern meines Angebotes ist das Gesamte, nämlich dass ihr die die die Struktur, die Strategie und die Prozesse habt und dafür und das umzusetzen müsst ihr halt 'n Studio haben, ansonsten ist es einfach zu kostspielig. Es ist aber einfach 'n Arbeitswerkzeug für den Alltag und nicht für 'n einzelnes Projekt.

Denn wenn man als Unternehmen 'n Studio und Videokommunikation so versteht, wie es heutzutage sinnvoll wäre, dann würde man schauen und das machen unsere Kunden auch, welche Prozesse haben wir im Alltag Arbeitsalltag, die uns extrem viel Zeit, vor allen Dingen aber extrem viel Manpower klauen? Beispielsweise interne Schulungen, gerade wenn die immer wiedergegeben werden müssen. Wir waren kürzlich bei 1 Leasingbank und die haben gewisse Schulungen zu ihrer Leasingsoftware, die müssen jeden Monat, ich glaub sogar zweimal online gegeben werden. Das heißt, dass eine Mitarbeiterin jeden Monat mit beschäftigt, mindestens einmal, ich weiß nicht mal, eine Stunde oder 2 Stunden 'n Webinar abzuhalten mit den exakt gleichen Inhalten. Wenn man das einmal in 'nem Studio vernünftig produziert, hat man das schon mal von der Backe und die hat Zeit gewonnen, die sie in dem Monat für was anderes nutzen kann.

Und das ist jetzt nur ein einziges Format. Wie viele Schulungen haben manche große produzierende Unternehmen jeden Monat, wenn's ums Onboarden neuer Mitarbeiter und Mitarbeiter geht, ne? Also Sicherheitsschulung, überhaupt 'n Überblick übers Unternehmen zu bieten? Ich hab letztens bei 'ner Firma erlebt, dass beim Onboarding wirklich eine Person sich die Zeit nimmt, was ja auch wichtig ist, das verstehe ich auch, mit neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wirklich im Onboarding erst mal persönlich alles durchzusprechen und zu zeigen und zu begleiten. Diese Person ist jeden Monat 5 Tage komplett nur damit beschäftigt.

Und in unserem Workshop haben wir dann rausgefunden, dass die Hälfte, mindestens die Hälfte der Inhalte und Informationen auch locker flockig über generische Videos, also die wiederum die Person, die diese Einführung persönlich gemacht hat bisher, einmal aufnimmt und die dann neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halt sich anschauen, weil es einfach Informationen geht, die man jemandem nicht persönlich vermitteln muss und auch nicht persönlich zeigen muss. So, und das ist jetzt son ganz kleiner Ausschnitt dessen, was ich machen kann, wenn ich das Thema Video als als Arbeitsprozess und nicht als Arbeitsprojekt verstanden habe. Und sobald ich da drin bin und da ist etwas, sag ich mal, wo viele Unternehmen noch vor dem nächsten Schritt stehen, natürlich sträuben sie sich, das kann ich auch verstehen in den heutigen Zeiten vor Investitionen im mittleren fünfstelligen Bereich, was dann nun mal dazugehört, also sowohl für die Technik als auch für die Entwicklung der Prozesse, die Schulung und Begleitung der Mitarbeiter. Aber wenn man einmal verstanden hat, wenn man Video in den Alltag integriert hat und statt hier und der Einzelproduktion eine gewisse Kontinuität geschaffen hat, also regelmäßig nach draußen senden in Webinaren, in monatlichen Livestreams. Ich sag mal so, Müller Müller Maschinen TV, also jeden Donnerstag 12 Uhr gibt's die News ausm Unternehmen, muss ja nicht lang sein als LinkedIn live, Youtube auf allen anderen Plattformen, halbe Stunde und nach 'nem halben Jahr ist man im Gedächtnis, ist man irgendwo immer bei seinen bei seiner Zielgruppe, die man natürlich auf den Social Media Kanälen auch adressiert, gerade bei LinkedIn geht das ja sehr gut durch durch Netzwerkaufbau, ist man irgendwann durch diese kontinuierliche Wiederholung, weil es jeden Monat 'n Livestream dieses Unternehmens gibt, zu dem ich als potenzieller Interessent von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens, die mich in ihr Netzwerk eingeladen haben, auch jeden Monat eingeladen werde, dann haben wir da allein durch die Kontinuität eine höhere Sichtbarkeit, als wenn ich jetzt hier und da mal einen, ja, eine Werbeanzeige schalte.

Auch wenn's, 'n Vorteil, wenn man 'n Video über wirklich 'n Arbeitsalltag als Prozess integriert ist, dass man einfach viel schneller produzieren kann, dass man jederzeit kurzfristig produzieren kann und jederzeit natürlich auch aktuelle Inhalte nach draußen bringen kann. Es funktioniert aber nur, wie gesagt, noch mal, wenn man Video nicht als Projekt versteht, wo man sagt, okay, wir müssen mal was machen, aber dann buchen wir hier die Firma, die kommt dann in 4 Wochen, dann drehen wir ein Video, sondern als Prozess, der intern und ohne externe Abhängigkeit stattfindet. Und da hatte ich auch deshalb den Bogen mal zurück wieder auf die All about Automation, weil ich da gerade mit vielen Menschen gesprochen hab, die diese Gruppe reinpassen, die a 'n technisches Verständnis haben, b komplexe Produkte haben, die sie auf jeder Messe, in jedem Videocall, in jedem Gespräch zu 'ner gewissen bis zu 'nem gewissen Punkt von 0 auf erklären müssen, aber trotzdem noch immer nicht den Sprung gemacht haben, okay, was davon kann ich jetzt durch Videokommunikation, sei es jetzt in Echtzeit, synchron oder durch Aufzeichnungen, also asynchron, abfrühstücken und meine potenziellen Kunden im Vorfeld schon vorqualifizieren. Übrigens 'n spannendes Thema, dazu hatte ich kürzlich auf der Autobot Automation zusammen mit dem René Neubach auch 'n spontanen Podcast aufgenommen.

Ich hab jetzt gerade nicht aufm Schirm, wann der rauskommt, aber das ist ja alles live hier, dann gucke ich doch mal eben schnell in meinen Podcast Redaktionsplan, dann kann ich dir direkt sagen, wann der rauskommen wird. Der ist nämlich schon veröffentlichungsfertigt und der ist bestimmt schon lange rausgekommen. Wo haben wir's denn? Da ist es doch. Am siebten Vierten ist die Folge 211 mit René Neubach.

Da habe ich mit ihm nämlich genau darüber gesprochen, wie man als Unternehmen starten kann und wie man sich's einfach machen kann, den Vertrieb und das Marketing mit Video zu unterstützen. Und zwar kann ich dann nur empfehlen, schau dir mal das Buch The Ask you Anser an. Das ist von Marc Sheridin, Marcus, Marcus Sheridin hat er, glaube ich, geschrieben worden. René Neubach hat die deutsche Übersetzung gemacht und das Konzept ist einfach so simpel wie klasse und zwar beantworte alle deine Fragen deiner Kunden, weit bevor sie in einem Beratungsgespräch bei dir sind. Und das Kernmedium dieses dieses Marketing Frameworks ist Video und wenn man's einmal verstanden hat, wie simpel und logisch das ist, jemand kommt auf meine Webseite, hat nicht irgendwelches, wir sind die besten, tollsten und Größen, sondern hat klare Informationen, klare Strukturen, durch Text natürlich, mit Video flankiert.

Also wir bieten das für den und hier sind die 10 Fragen, die unsere Kunden immer am Anfang stellen und jede Frage ist als kurzes ein- bis 3 vierminütiges Video in Videoform beantwortet. Das schauen die Leute sich eher an, da beschäftigen sich die Leute eher mit, bevor sie weiter auf der Website rumscrollen und dann irgendwann überlegen, okay, ich ruf jetzt den Vertriebler an oder nicht. Also dahingehend, weil Videokommunikation, also Videos zu konsumieren, sie zu informieren, ist halt normal, na, normal geworden heutzutage. Jeder schaut massenhaft Videos jeden Tag, ne. Wenn man sich selber mal anguckt, wie das eigene Kommunikations- und Konsumverhalten ist, nicht erst ab Generation z schauen viele Menschen jeden Tag Videos, sich Dinge erklären zu lassen, Sachverhalte zu lernen und vor allen Dingen, sich allgemein zu informieren, weil's halt in vielen Bereichen schneller geht und einfacher als über Text.

Ja, also wie gesagt, das ganze Bewusstsein hat sich verändert, das habe ich jetzt auf der Messe gemerkt. Ich bin jetzt dieses Jahr noch 'n paar anderen Veranstaltungen, bin ich auch immer sehr gespannt. Also da merke ich 'n deutlichen Wandel vom letzten Jahr, aber es fehlt bei den allermeisten, ich würde mal sagen 90 Prozent der Unternehmen, schon 'n Bewusstsein für Video haben, mittlerweile fehlt's ja der letzte Sprung von, ah, wir lagern das aus. Wenn wir's dann machen, dann machen wir hier und da mal 'n Video als kleines Projekt, kaufen uns Videografen ein und so weiter und so fort. Das ist immer noch stark verankert und noch nicht dieses, okay, wie können wir uns im Prinzip 1 1 1 1 Produktionsmaschine, einen Content, ja, eine Content Factory intern bauen, wo wir halt wirklich möglichst viel selber machen können.

Dann ein zweiter wichtiger Trend, der jetzt auch zumindest, ist jetzt nicht absolut repräsentativ, was ich da jetzt auf der Messe erlebt habe, aber ich fand's halt einfach mal spannend, was ich auch immer wieder gehört habe, dass langsam auch angekommen ist, dass das Thema Perfektion zumindest unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Teams immer mehr nachlässt, also dass denen schon klar ist, wahrscheinlich auch vom Social Media Content, der quer durch alle Unternehmen natürlich produziert wird, dass man halt 'n Video nicht absolut perfekt machen muss, auch wenn's 'n Schulungsvideo ist, 'n Webinar, 'n Livestream, es muss nicht perfekt sein, da dürfen Fehler drin sein. Im Gegenteil, es kann manchmal sogar ganz hilfreich sein, weil's authentisch ist, weil's menschlich ist, weil es echt ist. Aber dann son Clash zwischen, ich sag mal, Team- und Führungsebene da ist, weil die Führungsebene immer noch sehr häufig in der Vorstellung verankert ist, wenn wir hier Video machen, das muss perfekt und hochglanz sein. Und wenn wir das nicht hinkriegen, dann machen wir kein Video und dann wird abgeblockt. Und dadurch entsteht halt häufig die Situation, dass Video zu 'nem Rohrkrepierer wird.

Auch da merke ich schon eine Veränderung, also wenn ich überlege, als wir vor 'n paar Jahren mit dem Thema Video angefangen haben, da da das war, was wir an an also Videokommunikation im in der Industrie, was wir da an Wiederholungen und an Kulturschleifen gefahren sind, weil halt immer wieder Wünsche kamen, kann man das noch machen und das noch neu und hast Du da nicht in Tech noch aufgenommen, wo ich da nicht so lispel und und und. Das hat sich schon deutlich verändert, auch in den letzten 2, 3 Jahren. Auch da denke ich mal, ist 1 der wichtigsten Motoren Social Media gewesen, dass man gemerkt hat, Authentizität schlägt Perfektion, genauso wie Kontinuität auch Perfektion schlägt. Also lieber viele schnell produzierte, authentische Inhalte auch aus dem Alltag, wo man sich auch mal so zeigt, wie man wirklich ist, sprich also ausm Unternehmensalltag auch mal Einblicke gewährt, Gespräche unter Mitarbeiter und Mitarbeiter in Webinaren und ähnlichen Formaten, dass das wohlwollend angenommen wird als 'n perfekt produzierter Imagefilm. Ja, typische Fehler hatte ich ja eben schon gesagt, die häufig in bei dem Thema Unternehmensvideokommunikation passieren oder passiert sind, gemacht wurden.

Da unterstelle ich auch niemandem Boshaftigkeit oder irgendwas anderes, ist einfach eine Entwicklung, die bei uns halt stattfindet. Auch 'n bisschen verspätet im Gegensatz zu anderen Ländern, muss man sagen. Das heißt, der Klassiker, den ich immer wieder höre, ist in der Coronazeit wurden Studios gebaut, wurden Biografteams eingestellt, so als Übergangslösung und danach das Thema nicht weiterentwickelt, sondern zack, läuft ja wieder wie vorher. Also Teams entlassen, Studios stehen still. Ist meiner Meinung nach absolut perlen vor die Säue.

Natürlich sind die meisten Studios nicht so konzipiert worden damals, dass jemand alleine betreiben kann, auch wenn das technisch absolut möglich und wirklich nicht kompliziert ist, also wirklich einfach ist. War damals aber nicht das Anforderungsprofil und daran krank ist, wenn 'n Studio oder wenn Videokommunikation schon umgesetzt wurde, halt häufig, sprich, man hat's ausgelagert, man hat 'n Studio, was, ja, würd mal nicht sagen, falsch konzipiert wurde, aber halt nur für 'n kurzen, bestimmten Zeitraum nicht langfristig gedacht wurde, zu starkes Perfektionsdenken und zu starkes projektbasiertes Denken. Also Video ist halt nur, was Sie machen, punktuell, aber nicht als Teil unseres Arbeitswerkzeuges im Alltag. Ja, aber lange Rede kurzer Sinn, ich muss echt sagen, auch durch diverse Neukundengespräche, die ich in diesem Jahr geführt habe oder von einem Mitarbeiter von einem Mitarbeiter 1 großen deutschen Molkereibetriebes. Das fand ich auch sehr spannend.

Er sagte jetzt jetzt, wo er uns da sieht und das Studio, wurde ihm auf einmal klar, was die Lösung für ihr gigantische Schulungsaufwand ist, den sie da haben, weil sie müssen, ich weiß nicht, wie viele Maschinen die dann dieser Molkerei stehen, die müssen nicht nur gereinigt werden, die müssen regelmäßig auch gewartet werden und überprüft werden. Und da müssen regelmäßig neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingelernt werden. Das ist ein gigantischer Aufwand für ihn und sein Team und da wäre Video die perfekte Lösung. Also ich krieg mit, dass er sich das Bewusstsein doch deutlich verändert und ich bin guter Dinge, dass da dieses Jahr und auch in den nächsten Jahren noch eine Menge mehr passieren wird. Ja, in diesem Sinne so als kleiner Rückblick, Impressionen von der All about Automation hinzu, wie sehe ich die aktuelle Situation der Videokommunikation der Industrie?

Das ist natürlich immer nur 'n kleiner Ausschnitt. Ich hab ja gar nichts mit Social Media Produktion zu tun. Ich hab gar nichts mit Imagefilmen oder Hochglanzfilmproduktion zu tun. Da gibt's 'n Haufen andere Profis und Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben. Mein Steckenpferd, unser Steckenpferd ist halt Teams in Unternehmen oder auch ganze Unternehmen damit fit zu machen, dass sie ihre Videokommunikation im Alltag einfach, schnell und trotzdem in guter Qualität selber machen können.

Und das als gesamtes Bild und nicht einfach nur hier ab der Technik und schaut, wie er weiterkommt. Denn unser Steckenpferd, unsere Expertise ist über 20 Jahre Erfahrung in der Schulung von techniknichtaffinen Menschen. Ich möchte jetzt möchte jetzt nicht sagen Technik leihen, aber letzten Endes sind's ja die meisten Mitarbeiter in Unternehmen die Schulung solcher Menschen auf der Technik, sodass sie sie sofort nutzen, umsetzen können, ohne jetzt 'n halbes Studium für zu machen. Und das ist auch ganz wichtig, genauso wie die langfristige Begleitung, weil manchmal braucht's einfach noch 'n bisschen Motivation, damit man bei dem Thema weitermacht oder zum Beispiel auch 'n neues Format mit seinem Team, was man geplant hatte, umzusetzen und auch wirklich umsetzt und da unterstützen wir ja auch durch regelmäßige Schulung und Online Audits. In diesem Sinne, wenn bei dir im Unternehmen das Thema auch zur Debatte steht, wie ihr es umsetzen wollt, ob ihr es umsetzen wollt oder bei Vertrieb und Marketing neue Wege gegangen werden sollen, dann meld dich gerne bei mir, schaue einfach auf meiner Webseite WWW Corporate minus Studio Punkt d e.

Oben rechts gibt's den Kontakt Button, da kannst Du 'n völlig unverbindliches Beratungserstgespräch mit mir persönlich buchen. Das führe ich natürlich hier aus meinem eigenen Webinar Videostudio und zeige dir dann sofort live und in Echtzeit, wie es auch zukünftig bei euch im Unternehmen aussehen könnte, wenn ihr eure Kundengespräche, eure Webinare aus einem eigenen Studium mit den passenden Formaten umsetzt. In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören und eine schöne Woche noch. Bis dann, tschüss. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0.

Und denke mal daran, wenn nicht mit der Zeit geht, dann geht mit der Zeit.

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