Cover: #214 - Dr. Max Greger: Die versteckte Lizenzfalle bei Social Media Content
VIDEO RELOADED Folge 215

#214 - Dr. Max Greger: Die versteckte Lizenzfalle bei Social Media Content

28. April 2026 58:05 Min. Zu Gast: Dr. Max Greger
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Worum es geht

Fachanwalt für IT-Recht Dr. Max Greger erklärt, warum Urheberrecht auf Social Media ein massiv unterschätztes Risiko für Unternehmen ist. Von Musik in Videos über Memes bis zu Filmscreenshots und Reaction-Videos zeigt die Folge, wo alltägliche Praktiken teuer werden können. Besonders im Fokus: das Missverständnis rund um Plattform-"Erlaubnisse" bei Instagram und TikTok sowie Abmahnungen mit fünfstelligen Forderungen.

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Autor: VIDEO RELOADED

Zu Gast

Fachanwalt für IT-Recht und Musiker

Dr. Max Greger ist Fachanwalt für IT-Recht und bringt zusätzlich als Musiker eine kreative Perspektive mit. Diese Kombination aus juristischem und künstlerischem Blick prägt das Gespräch über Urheberrecht auf Social Media.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Ja, bei manchem, was man im Internet tut, insbesondere auf Social Media, wäre es ganz ratsam, wenn man juristischen Beistand hätte. Und in dieses, ja, Dunkel etwas Licht zu bringen, habe ich heute als Gast Doktor Max Greger bei mir im Podcast.

Er ist promovierter Fachanwalt für IT Recht und berät Unternehmen zu Marken, IT Verträgen und den rechtlichen Spielregeln der digitalen Welt. Gleichzeitig ist er aber auch passionierter Musiker und Gitarrist und beschäftigt sich aus ganz persönlichen Gründen intensiv mit dem Thema Urheberrecht. Diese Kombination aus juristischer Expertise und eigener kreativer Praxis macht seinen Blick besonders spannend. Und wir sprechen heute unter anderem darüber, was auf Plattformen wie LinkedIn beim Thema Bilder, Videos, Memes, Screenshots und Musik wirklich erlaubt ist und wo es schnell juristisch kritisch wird. Grüß dich, Max.

Schön, dass Du bei mir im Podcast bist. Lieber Florian, ich grüße dich. Es ist mir eine Freude, über dieses coole Thema zu sprechen. Ist wirklich mein Herzensthema. Definitiv, bevor wir reingehen in Medias Rees, hab ich natürlich meine 3 Einstiegsfragen, die ich jedem stelle.

Du warst schon mal vor, boah, 3 Jahren, glaube ich, oder zweieinhalb Jahren bei mir im Podcast. Ich glaub, damals hatte ich die Fragen noch nicht, deshalb stell ich sie dir einfach jetzt mal frosch, also frisch, fröhlich, frei noch mal oder auch zum ersten Mal. Fangen wir mit 1 etwas philosophischen Frage an. 1 Tages schauen wir alle zurück auf unser Leben, wenn wir nicht mehr so viel vor uns haben. Und da gibt's gewisse Dinge, die wir beide mit Sicherheit jetzt noch nicht beherrschen, wo wir aber sagen und hier geht's ja dich, wo Du sagen würdest, also das eine, das möchte ich unbedingt noch gerne lernen, die eine Fähigkeit.

Was wäre das? Oh. Und Du stellst Fragen, also ja, völlig unveräußern. Völlig, ja. Eine, ja, die Fähigkeit, die ich noch lernen möchte.

Chinesisch lernen. Alles gut. Hatte ich noch nicht. Ich hatte Bogenschießen nicht, hatte Fliegen. Sprachen hatte ich natürlich auch über Chinesisch hatte ich noch nicht bisher.

Ich ich kann jetzt 'n paar Sätze so, aber nee, ich find's eine witzige oder eine, also eine sehr interessante, spannende Kultur und man weiß ja auch wenig drüber und ich glaub, da ist wirklich die Sprache die die Eintrittskarte überhaupt, irgendwie zu verstehen, wie Land und Leute so ticken. Also, würd mich interessieren, aber es gibt natürlich viele andere Sachen auch, aber Dann hättest Du doch noch mal die Wahl, welchen chinesischen Dialekt Du sprechen wolltest, Kantonesisch, Mandarinen und so weiter und so fort oder so. Mandarinen würde mir wahrscheinlich genügen, so diese offizielle Sprache. Ja, spannend. Genau.

Dann Frage Nummer 2. Stell dir vor, eine gute Ferien käme und würde sagen, Max, hier Geld spielt keine Rolle, Du hast einen Wunsch frei. Und zwar geht's darum, deinen Arbeitsplatz zu gestalten. Geld völlig egal, Ort und Zeit völlig egal. Wie würdest Du deinen Arbeitsplatz gestalten, sowohl physisch?

Also wo wärest Du dann? Wie sähe es dort aus und was würdest Du tun? Also ich wäre wahrscheinlich auf einem schönen Segelboot, auf 'nem großen schönen Segelboot, momentan vielleicht auf den Kanarischen Inseln und ja, vielleicht würde ich dann von dort aus arbeiten. Es gibt eine Anwälte, die macht das tatsächlich. Karibik wär jetzt natürlich auch schön, aber da hat man das Problem, da kann man dann gerichtliche Verfahren nicht online führen, wobei kann man sich jemanden als Vertreter engagieren.

Also, biemen wir uns mal von der von den Kanal in die Karibik, schönes Singleboot, Karibik, irgendwo zwischen so Inseln fahre ich da durch. Das wär's Nicht schlecht, nicht schlecht. Erinnert mich 'n bisschen. 1 meiner besten Freunde ist Grafiker und Webdesigner und der hatte mal mit seinem ehemaligen Geschäftspartner vor, boah, 25 Jahren mindestens hatten Sie mal die verrückte Idee, Sie würden mal 1 Tages eine Werbeagentur auf einem großen Segelshift mit allem Drum und Dran installieren und halt dann weltweit unterwegs sein und remote arbeiten. 2001 oder 2000 so rum war es natürlich noch eine völlige Utopie.

Heute würde es theoretisch sogar gehen, rein technisch betrachtet, ne. Genau, ich mein, es gibt da andere Faktoren wie Kinder, Familie, soziales Umfeld und so weiter. Ich würde sie jetzt im Moment nicht machen, aber so der, also als als Traumvorstellung gefällt mir das schon auf jeden Fall. Und ich glaub, technisch ist das absolut machbar momentan. Definitiv, ja.

Ist ja auch son bisschen, wo mein Leben hingeht. So langsam ist das Thema Familie und Kinder bei uns ja, ich will nicht sagen, es löst sich auf, aber unsere Tochter ist vor 5 Wochen ausgezogen. Unser ältester Sohn, der plant auch, in den nächsten 12 Monaten spätestens auszuziehen. Und da ist sogar da mittlerweile doch schon sehr, sehr unabhängig. Mhm.

Planen in ähnliche Richtung, allerdings Südeuropa, nicht nicht Karibik. Also Südfrankreich, das würde mir schon reichen und Spanien. Schön definitiv. Aber auch dauerhaft. Also auch soziales Umfeld und so, das ist mir so wichtig.

Aber so halt mal nicht in Urlaub fahren für 2 Wochen, sondern mal 6 Wochen irgendwo von da aus einfach arbeiten. Absolut, ja. So, last but not least, welcher bekannten Persönlichkeit wärest Du gerne begegnen oder würdest Du gerne begegnen und worüber hättet ihr gesprochen oder würdet ihr sprechen? Ich glaub, Dean Martin Okay. Fällt mir jetzt so als Erstes ein.

Ich mein, das ist jetzt wahrscheinlich nicht die wichtigste Persönlichkeit auf dem auf diesem Planeten, aber na ja, das das war son Typ mit soner unglaublichen Coolness und Eleganz und wie er halt, ja, auf der Bühne aufgetreten ist, das fand ich schon immer ziemlich cool. Auch der Werdegang in Amerika in soner kleinen Stadt aufgewachsen, hat dann irgendwie dann als Jugendlicher, als Croupier angefangen und hat sich dann da so diesen Weg nach oben auf die Bühne gebahnt bis zur erfolgreichsten Fernsehshow, die Martin Show. Sehr spannend. Ja, genau. Auch da, es gibt bestimmt, wenn wenn ich jetzt länger drüber nachdenke, gibt's viele, viele, viele Möglichkeiten, aber der fällt mir jetzt als Erstes ein.

Alles gut. Also das Spannende ist ja bei ihm, ich Passt ja auch zum Passt auch zum Thema, ja. Ja. Ja, wahrscheinlich ist das natürlich das Framing, dass ich jetzt da son bisschen Musik schon jetzt irgendwie so im Kopf hab. Genau.

Ja, das Spannende ist ja bei ihm, wobei ich jetzt die Details seines Lebenswandels jetzt nicht kenne, aber das Spannende bei ihm ist ja, er kommt ja aus 'ner Generation von Musikern, Schauspielern und ähnlichen Kreativschaffenden, die wirklich sich noch, also ausm im wahrsten Sinne des Wortes ausm Dreck hochgearbeitet haben und deswegen durch durch Schaffen, durch Können, durch Üben einfach eine gewisse Perfektion oder oder oder Routine geschafft geschafft haben, dass es dass sie's später, als sie berühmt und bekannt waren, zumindest von der fachlichen Seite alles mit mit 'ner absoluten Ruhe und Professionalität machen konnten. Während heute die meisten Absolut. Meisten Popstars ja eigentlich innerhalb kürzester Zeit hochgebeamt wurden und nicht unbedingt, weil sie besonders toll sind, was besonders toll können. Ich hab's ja selber erlebt in der in der Musikbranche. Das zählt grade bei Casting Acts zählt häufig.

Du fällst auf, weil Du besonders schräg bist. Das ist heute wichtig. Aber ganz wichtig ist auch der Faktor, dass Du dass Du sehr formbar bist und nicht unbedingt wieder Worte gibst, ne und das können schon hinten an. Ja, der Typ hat tatsächlich viele Jahre lang als Jugendlicher dann angefangen, in diesen Casinos erst mal als Coupé zu arbeiten, dann zu singen auch für die Leute und nach und nach ging das dann immer weiter und dann wurde er irgendwann mal, ich glaub von Louis Prima irgendwie entdeckt und war dann irgendwie die Vorband oder der der Vorsänger von I vor dem und und so ging es langsam los. Maike Boublé übrigens auch noch, der hat zwar als Hochzeitssänger angefangen und hat sich jahrelang da so hochgedient und ist ist deswegen halt auch unglaublich relaxt und 'n ganz toller Sänger und überhaupt nicht aufgeregt irgendwie, also unaufgeregt, ja und genau, wie Du sagst, diese, die heutigen Stars, die stehen innerhalb von kürzester Zeit, sind mehr oder sind's dann fast schon eine Art Kunstfigur irgendwie, die sind gar nicht oft sich selber.

Ja. Ja, das ist echt 'n Problem und hat auch 'n bisschen mit unserem Thema Urheberrecht, was wir heute hier beleuchten wollen, zu tun, denn es ist eine Unart der Musikindustrie. Das war auch etwas, was ich in in frühen Jahren so kurz nach der Jahrtausendwende schon erlebt habe, als ich damals angefangen hab, in der Branche zu arbeiten, dass ja irgendwie der Bock zum Gärtner gemacht wurde, ne. Also man hat jahrelang auf verschiedenste Art und Weise den Konsumenten ehrlich gesagt einmal links genommen, ne. Also CD war die 1.

Nummer, wo die Musikindustrie eigentlich die die eigenen Kunden verarscht hat, muss man echt sagen. Also Backkataloge, die schon längst abbezahlt und Millionen Gewinne gebracht haben, einfach fürn Schweinepreis neu aufgelegt, ne. Also falls Du dich noch erinnerst aus deiner Kindheit und Jugend, was CDs gekostet haben früher und Schallplatten davor gekostet haben. Was war was hat 20, 30 Mark? Genau.

Hab ich sie Ja, genau, eine Schallplatte. CD. Das kann mich noch entsinnen, 12, 15 Mark, für eine Schallplatte. Also bei CDs haben sie richtig zugelangt. Ja.

Bei DVD war das auch so. Und dann CDs irgendwann spät, bei der haben CDs, glaub ich, 15 oder 20 Euro gekostet. Und die Doppel CD teilweise sogar irgendwie 40 Euro. Ja, und dann haben sie das Geschäftsmodell verpennt, nämlich den digitalen Download legal frühestmöglich zu ermöglichen, weil sie 'n Hals nicht vorgekriegt haben. Also es haben mir viele Insider erzählt.

Das war sehr viel, wir wollen einfach den gesamten Kuchen. Na ja, und dann hat man das Geschäftsmodell Leuteverklagen entdeckt, ne, wegen Urheberrechtsverletzung. Das war ja in den letzten 15 Jahren auch 'n Riesenthema. Na ja, genau. Ich, also ich bin immerhin schon so alt, dass ich, als ich als Anwalt 2012 angefangen habe, noch die Ausläufer dieser ursprünglichen Musikabmahnungen und Videoabmahnungen mitbekommen hab, ja?

Also über diese Bit Torrent Programme, wie die Alleesen, EMUEL, Napster, wo Du praktisch, Du hast dir was runtergeladen von Servern oder von den einzelnen Usern fragment, fragmentweise und gleichzeitig hast Du ja dann diese einzelnen Fragmente dieser Musikdateien wieder angeboten zum Download und dieses anbieten haben sich dann die, ja, die Abmahner zunutze gemacht, haben das dann praktisch per Screenshot dokumentiert, dass sie gerade von deiner IP Adresse den Song All Award for Christmas von Mirror Kerry zum Beispiel von dir runterladen und damit hast Du praktisch den Song öffentlich zugänglich gemacht. Und dann haben sie deine IPieradresse haben sie deine Adresse rausgefunden, haben dich dann abgemahnt und ja, das das und da gab's ja diese Kanzlei Waldorf Frommer zum Beispiel oder Rasch Anwälte und die waren da gar total verpönt und berühmt berüchtigt für diese Abwarnungen. Ja, vor allen Dingen vor allen Dingen auch horrende Summen, ne? Also ich Irgendwas im vierstelligen Bereich pro Song. Jein, ja, also es Wir kommen sicherlich noch darauf, verglichen mit dem, was ihm momentan so läuft, waren das eigentlich gar nicht so horrende Summen.

Privatmenschen schon? Also das Ich kann mich erinnern Ja, die haben Genau, die haben ja damals häufig Privatmenschen oder fast nur Privatmenschen, ja abgemahnt, weil wer wer macht das normalerweise von seinem Unternehmenskomputer aus? Nicht so viele, sondern es waren meistens ganz normale Privatleute, vor allem jüngere Menschen, Schüler, Studenten, die diese Abmahnung bekommen hatten und ich ich hab bestimmt 100 oder 200 von diesen Fällen gemacht und das waren überwiegend junge Leute, ja, teilweise Schüler vor allem, ja, ja. Und man hat sich da aber immer über, also am Ende konnte man sich dann da einigen, so irgendwie noch im dreistelligen Bereich, was natürlich auch viel Geld war für manche, aber es war immer noch so, das war jetzt nicht das Existenz oder das war ja nicht existenzgefährdend. Ja, trotzdem.

Also, also das Übelste, was ich mal gehört habe oder gelesen habe, das ging auch durch die Presse, war als Youtube da auch noch keinerlei, sag ich mal, vertragliche, wie soll man's, wie soll man's, diplomatisch ausdrücken, als Youtube noch nicht sich mit den Urheberrechtsvertretern, sprich in Deutschland die GEMA, Ask Cap in USA und so, geeinigt hatte und einfach nicht bereit war, auch nur 'n Cent zu bezahlen für irgendwelche Musik, die gespielt wurde und das Ganze noch mehr oder weniger 'n rechtsfreier Raum war irgendwo, weil sich keiner damit beschäftigt hat, gab's ja 'n ganz bekannten Fall damals. Ich mein, das war irgend 'n Video von 'nem Baby und was was Eltern gemacht hat, nur von 'nem Kleinkind. Im Hintergrund lief Musik von Prince und die rechte Verwalter, also sein Verlag, hat dann die Eltern, ich weiß nicht was, war eine völlig abstruse Summe, wie sie auf die sie verklagt wurden. Und ich meine, vielleicht lieg ich auch falsch, aber ich meine, es war sogar so, dass Prince selber noch eingeschritten ist und und meinte, das wär unverhältnismäßig. So Fälle gab's ja einige Male, dass die Verlage oder die Plattenfirmen solche Verfahren durchgezogen haben, obwohl die Künstler da gar nicht hinterstanden.

Ja. Also. Ja, mir, es hat sich dann, das hat sich dann, ja, so weiterentwickelt. Ich glaub, vor 3 Jahren kam doch dann oder 3 oder vielleicht ist es schon 4 Jahre her, kam doch dann dieser Jerusalemer Song, dieser berühmte, sagt dir der noch was? Nee.

Das ist, ich glaube, Jerusalemer war ein Song von einem südafrikanischen Künstler und dann ist auf TikTok, als die Plattform TikTok noch so so gehypt war und aktuell war, vielleicht ist es auch schon 5 Jahre her, haben dann auf einmal Leute angefangen, dazu zu tanzen. Irgend Feuerwehrleute Doch, doch, ja. Krankenhausmitarbeiter, Lehrer. Also es war son Gruppentanz zu diesem Song und da kam auf einmal oder kam zum ersten Mal sone ganz, ja, ganz kräftige Abmahnwelle. Da hat nämlich das Label, ich weiß nicht mehr, welches das war, ich glaube Universal, aber bin nämlich sicher, die haben dann diese ganzen Leute abgemahnt, also die Accountinhaber, die diese Videos aufgenommen haben und zu diesem Song getanzt haben.

Mit dem Argument, hey, Du verletzt ja das Syncride, also das Recht praktisch, diese Musik von uns, von der wir die Rechte haben, mit Videomaterial zu vermischen und hochzuladen. Und das waren dann eben nicht nur diese sechs-, sieben-, 800 Euro, wie es früher immer bei diesen Filesharing Abmahnungen war, sondern da war's auf einmal dann schon höhere Beträge, zwei-, drei-, 4000 Euro und das war da so diese 1. Neuartige Abmahnwelle, ja, für Musik auf Social Media Plattformen und da hat das eigentlich begonnen. Da habe ich mich auch zum ersten Mal dann mit dieser Frage auseinandergesetzt, okay, Syncrite Social Media, wie wie berechnet sich denn so was und genau. Aber es hat noch niemand ernst genommen damals vor 4, 5 Jahren, also es wird auch heute Nee, wollte ich gerade sagen, aber von dem, also der der Grund, warum wir sprechen, ist ja, dass ich, ich bin ja wirklich sehr viel über LinkedIn unterwegs, wie Du ja auch und ich bin erstaunt und erschrocken, wie viele Leute sich überhaupt keine Gedanken machen über Thema Urheberrecht.

Also es ist 'n zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite muss man sagen, ja, die Musikindustrie hat jahrelang den Leuten wirklich, also und die Künstler haben da nicht unbedingt mehr von gesehen wie vorher, das Geld aus der Tasche gezogen. Wie gesagt, diese Fälle, wo wo Leute, die Musik irgendwie veröffentlicht haben bei bei Videos oder sonst wie, abgemahnt oder verklagt wurden und wo die Künstler selber gar nicht hinterstanden. Ich glaub's ja auch zuhauf, das ist die eine Seite, auf der anderen Seite ist es aber jetzt auch nicht irgendwie, Musik ist ja auch kein Freiwill, wo man einfach mal sagen kann, ich nutze es. Und das Gleiche gilt natürlich auch für Bildmaterial.

Also ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute auch bei LinkedIn sich 'n Spaß draus machen. Ich mein, KI ist ja jetzt noch mal 'n Riesenbüchse der Pandora, da kommen wir ja wahrscheinlich auch noch zu. Aber auch vorher schon. Und dann, ich sag 'n Screenshot aus Star Wars und dann eigene Sprechblasen drauf und hahaha und dann gemünzt auf den eigenen LinkedIn Beitrag, habe ich vor 'nem Jahr noch gesehen, da irgend eine Erkenntnis oder irgend 'n irgend eine irgend eine Botschaft halt rüber zu senden, wo ich mir denke, also 'n bisschen müsst es bei einem doch kribbeln, dass ich jetzt nicht einfach son Screenshot aus 'nem Film, besonders Star Wars, Disney ist ja jetzt auch keine kein kleiner Konzern dahintersteht, einfach mal bei Social Media veröffentliche. Lass uns da mal vielleicht zuerst reingehen, weil das ist genauso wie mit dem Thema Musik unter unter Videos bei LinkedIn ist ja ein ganz großes Thema.

Bei Instagram erleben wir's ja grade, da gibt's ja eine große Klagewelle seit anderthalb, 2 Jahren oder so. Aktuell gibt's ja auch irgend irgend 'n bekannten Fitness Influencer, ich kenn den gar nicht. Will ich jetzt noch nicht namentlich nennen, der da irgendwie sich auch mit 'nem Verlag öffentlich kappelt. Wie ist denn in Deutschland die rechtliche Lage? Was darf ich so was machen?

Also 'n Foto nehmen, Screenshot aus Star Wars und den in ein Meme umwandeln, also irgendwas zumachen, was Lustiges oder nicht? Also genau, das ist gut, dass dass wir das zu trennen, mal diese diese Bildgeschichte und dann auch die die Musik. Also wenn ich sonst, wenn ich mir von ChatGPT zum Beispiel ein Bild erstellen lasse, in dem ich vielleicht vorkomme, der in 1 comicartigen Star Wars Welt mit anderen Star Wars Charakteren irgendwie spricht und sie dann vielleicht anwaltlich berät zu zu Thema Musik Abmahnungen. Da würde ja, also wie Du ja auch sagst, da würde jeder sagen, oh, das ist kritisch und da muss man sich irgendwie, also da muss ja eigentlich schon das son Störgefühl kommen. Und lustigerweise ist es aber so, dass es seit 2021 den Paragraf 51 a Urheberrechtsgesetz gibt und der regelt unter anderem auch neue Schranken des Urheberrechts.

Und da gibt es praktisch so die Parodie oder das Pastiche, was auch immer 'n Pastiche ist. Und in Zukunft werden oder seit 2021 ist es wohl legal, Memes oder so Remixes oder so Fanfiction zu veröffentlichen, wenn so dieser künstlerische oder kulturelle oder Spaßgehalt überwiegt drin. Also wenn ich jetzt das, wenn ich's nicht einfach nur mache, Werbung für mich zu betreiben, sondern wenn ich irgendwie eine eigene Botschaft auf humorvolle Weise zum Beispiel so rüberbringe, wie sie jetzt vielleicht R2, D2 gesagt hätte, wie auch immer. Und das das nennt man dann tatsächlich entweder Parodie oder Pastiche und das unterfällt tatsächlich so 'ner, also 1 urheberrechtlichen Schranke und dieser Schranke ist erstaunlich weitgehend. Das heißt, man muss auch keine Vergütung dafür bezahlen als Nutzer, also als derjenige, das was dann veröffentlicht auf LinkedIn.

Gutes Beispiel sind diese Conni, genau. Coni Memes. Genau und da, das Lustige war, ich hab dann selber auch son Coni Meme gemacht und auf LinkedIn veröffentlicht und dann gab's auch echt total, also es gab wahnsinnig viel emotionale Rückmeldungen. Manche haben dann echt gesagt, Max, ich brauch bei eurer Pause von dir, das kann das kann jetzt nicht ernsthaft so sein und so, aber aus urheberrechtlicher Sicht haben wir da wirklich kein Problem. Solange es nicht in, also also ich hatte das auch mitbekommen und auch viel drüber gelesen und da war eine Einschätzung von von von der Rechtsberatung, dass solange es die die Conni als Kunstfigur von, ich glaub, ist eine Autorin, die sie geschafft hat, nicht völlig verunglimpft wird, ne, also politisch oder moralischen, völligen Darfste Recht genau.

Oder gab's auch im Internet Memes von, die waren fernab von jugendfrei oder politisch erträglich Und da ist, glaube ich, oder oder so wie ich das gelesen hab, da ist die Grenze dann überschritten. Genau, also diese diese urheber urheberrechtlichen Schranken, die gelten nur dann, wenn Du nicht die berechtigten Interessen verletzt und genau, als eine Werkentstellung, keine Ahnung, wenn Du's irgendwie in einen extremen politischen Bereich ziehst, das muss sich dann einen Urheber nicht gefallen lassen. Aber erstaunlicherweise ist diese Schranke des Paragraf 51 a Urheberrechtsgesetz auch nicht nur beschränkt auf privat, auf die private Nutzung, sondern die gilt generell. Also das heißt, auch ein Unternehmen wie Ju Zalando könnte jetzt irgendwie son Star Wars Mim herstellen und verbreiten. Allerdings muss man dann trotzdem aufpassen, es gibt noch das Markenrecht und viele Charaktere sind von ihrem äußeren Erscheinungsbild auch markenrechtlich geschützt.

Die Conni möglicherweise auch, Star Wars Charaktere vielleicht auch, ja, Star Darth Vader zum Beispiel und ja, genau und das heißt Oder die Lego Figur, ja? Das verkennen auch viele, also Lego, die Männchen oder Weibchen, ja, die sind tatsächlich von ihrer Form her markenrechtlich als Bildmarke geschützt und das ist noch der letzte Rettungsanker von Lego, weil Patente Patent haben sie ja schon lang nicht mehr, aber das ist der einzige Grund, warum nur Lego diese Legomanchen in dieser genauen Form so verbreiten darf. Und wenn Du jetzt Legomanchen Memes machst, kannst Du vielleicht Markenrechtlich Probleme bekommen. Das heißt, man sollte trotzdem immer drüber nachdenken, muss es wirklich sein und gehe ich auch bewusst das Risiko ein? Vielleicht habe ich urheberrechtlich kein Problem, aber dann vielleicht markenrechtlich, wenn's geschützt ist.

Den Fall, den Du jetzt genannt hast, das war ja Ja. Ich erzeuge etwas mit KI. Das ist ja, dann kann man auch sagen, okay, der nimmt vielleicht 'n Vorlagebild, was ich ihm gebe, 'n Originalbild, halt zu lernen, wie der Charakter, den ich jetzt hier persivlieren möchte und wirklich halt aussieht. Aber 'n echten Screenshot, also woran ich mich halt erinnert habe eben, das war vor einigen Monaten bei LinkedIn. Das war 1 zu 1 'n Screenshot, r 2 d 2 mit 3 c c 3 p o und na, wie heißt der?

Obi Wan Kenobi, so aus dem Allerersten und dann stand da irgend 'n schlauer Spruch, was die 3 halt jeweils sagen. Ja. Also es gibt dann, es gibt da tatsächlich nicht nicht jetzt ganz genaue Kriterien. Das steht ja nicht im Gesetz drin, wie man's machen darf und wie man's nicht machen darf, aber ich würde fast so weit gehen, dass selbst 1 zu 1 Ausschnitte noch zulässig sein dürften. Wenn der Text, den Du dann benutzt, das Ganze irgendwie, ja, humorvoll gestaltet und zu 'nem zu 'ner Parodie macht.

Aber ist das keine Bildrechtsverletzung, weil's keine Urheberrechtsverletzung ist, aber die Bildrechte werden da doch verletzt oder nicht? Es kommt darauf an, wen man dann in diesem Bild sieht. Also spricht das von dem, also ist da 'n Menscherkennbar? Ja, also Obi Wan Kenobi ist ja ist ja Alec Dinnes, der Schauspieler gewesen und die Rechte die Rechte am Bild hat ja Disney wahrscheinlich mittlerweile. Ja, also sorry, ich bin nämlich nicht ganz so Star Wars.

Ah, okay. Also ich ich kenn ich kenn die schon, aber ist schon sehr, sehr lang her. Also ich, genau, wenn Du jetzt nur den R-Zoodern siehst, dann hast Du urheberrechtlich wohl gar kein Problem, wenn Du 'n Leben draus machst. Da hast Du vielleicht 'n Markenrechtlichen Problem, wenn Du wenn R-2-d-zwei halt auch als Bildmarke geschützt ist. Und ja, wenn Du einen Schauspieler erkennst, dann hast Du möglicherweise bildrechtlichen Problem.

Das kann sein, genau. Und ich finde Ja. Weil das Recht am eigen Das Recht am eigenen Bild ist was anderes als das Urheberrecht. Das Recht am eigenen Bild ist Persönlichkeitsrecht und das unterliegt nicht automatisch dieser Schranke des Paragraf 51 a, sondern Also Du kannst ja jetzt kannst jetzt auch nicht einfach irgendwelche Personen als Meme darstellen. Also auch da gibt's natürlich wieder Schranken im Internet oder also zum Beispiel diese SIX Werbungen, da gab's ja ganz berühmte mit damals noch Giorzka Fischer, Oskar Lachfontaine, später die Angela Merkel.

Die waren eigentlich größtenteils legal, aber das ist wieder was ganz anderes. Das hat dann mit Urheberlich nichts mehr zu tun, sondern das ist dann eher eine bildrechtliche Schranke, dass Du aktuell das Zeitgeschehen eben auch humoristisch verarbeiten darfst. Aber nee, wenn wir jetzt zurück zum, kommen zum Urheberrecht, darfst Du schnell. Also auch wenn Menschen irgendwo erkennbar sind, hast Du heute natürlich, anders als noch vielleicht vor 30 Jahren, wo es noch nicht so relevant war, aber heute hast Du natürlich auch datenschutzrechtlichen Problemen. Du kannst nicht das das äußere Erscheinungsbild 1 Person einfach so ohne irgendwelche triftigen Gründe veröffentlichen und bildrechtlich natürlich auch.

Aber so richtig, sag ich mal, mit beiden Füßen im Klo stehst Du, wenn Du anfängst, 'n Video mit Videomaterial fremd zu verwenden, irgend 'n Remix von Videos zu machen. Ich weiß jetzt nicht, wie's bei Youtube ist. Wahrscheinlich gibst Du ja sowieso die Rechte an deinem Leben und deiner Leber und allem ab, wenn Du bei Youtube irgendwas machst. Die werden sich ja sicherlich irgendwo in AGBs hinten links ganz klein gesichert haben, dass man Remixes machen kann. Aber normalerweise kannst Du jetzt nicht hingehen und sagen, ich mach jetzt 'n Urlaubsvideo und dann schneid ich eine Sequenz aus Star Wars da rein und da drunter lege ich den neuesten Sharhead Charted von, keine Ahnung, Taylor Swift.

Da da da hab ich so richtig in die Scheiße gegriffen, ne. Wenn Du das wenn Du das machst, dann dann hast Du Weltverbot. Köln Kalkverbot hieß das bei Tom Gerhard. Ja, Köln Kalk, ja, Köln Kalk Verbot und dann aber bei dem zweiten Film war's dann Ja. Ein Weltverbot.

Ja. Nee, also wenn wenn Du das gemacht machst, was Du da grad geschildert hast, hast Du Aber unveröffentlichen. Und dann vielleicht bei Fotosschmiede, das ist ganz wichtig. Genau. Also es gibt ja es gibt ja dieses Reaction Videos, wo Du Also ich hab hab ich heute erst wieder gesehen, da hat 1 sein iPhone in die Kamera gehalten und hat ein Bild und die hat 'n Video von einem Influencer so laufen lassen und hat dann darauf reagiert.

So, ist das legal oder nicht? Nein, es ist nicht einfach so legal, weil niemand gibt automatisch sein sein eigenes Videomaterial frei, dass ein andere das dann praktisch vervielfältigen und verarbeiten kann, ja? Also das da hast Du schon mal ein Problem. Gibt ja Urheberrecht natürlich die Zitierschranke. Wenn ich natürlich dieses Video zeigen muss, mich inhaltlich damit auseinanderzusetzen, dann kann's wieder zulässig sein.

Wenn ich also, dann muss ich aber auch sagen, was ist die Quelle des Videos? Und es muss auch notwendig sein, mich irgendwie inhaltlich auseinanderzusetzen, ja? Nicht einfach nur, meinen eigenen Beitrag noch 'n bisschen aufzuwerten, sondern ich muss wirklich sagen, schaut mal her, der macht jetzt hier gerade am seinem Küchentisch dies und jenes, der schleift aber sein Messer falsch. Ich zeige euch jetzt, wie's wirklich geht. So was ist, so was kann zulässig sein.

Es gibt diese Zitierschranke im Urheberrechtsgesetz und dann muss man eben auch die, also es muss auf das Notwendigste beschränkt sein und man muss auch die Kühe nennen. Genau. Aber einfach aber jetzt irgendwie aus Spaß zu sagen, ich mach ich ich mix irgendwie 'n Star Wars Ausschnitt in mein Video rein und dann hinterlege ich das noch mit Musik von Taylor Swift. Also da hast Du, glaub ich, spätestens 'n richtiges Problem. Bei 'ner Veröffentlichung.

Zu Hause kann ich alles machen. Ich kann auch bei 'ner firmeninternen Veranstaltung alles machen, wenn die nicht öffentlich ist. Ich kann bei 'ner privaten Veranstaltung machen, was ich will. Gut, bei Firmenveranstaltungen ist immer son Punkt, da streiten sich die Geister, weiß ich noch, aus der aus der Veranstaltungszeit, weil was ist bei 'nem Unternehmen öffentlich und nicht öffentlich? Wenn Du eine Betriebsversammlung hast, dann kann man schon nicht mehr sagen, das ist irgendwie im kleinen Kreis im Konferenzsaal, ne.

Also das ist schon wieder schwierig. Ja. Genau, kommt auch son bisschen auf die auf die Größe des Unternehmens an. Die Frage ist, ist die Weihnachtsfeier 1 Fußballvereins öffentlich? Ja, nein?

Das ist, damit immer so, also das wird ja auch in jedem Einzelfall auch anders entschieden, je nach Größe. Und ja, Du hast recht, Du zu Hause darfst Du fast alles machen. Was Du zum Beispiel zu Hause nicht machen darfst, ist Noten kopieren, Noten Mach ja jeder. Macht ja jeder, ja. Das darf man nicht.

Also genau, Noten unterliegen 1 besonderen Schranke oder 1 Not Also es gibt ja diese das Recht auf Privatkopie, Paragraf 53 Urheberrechtsgesetz und das schließt zum Beispiel das Kopieren von Noten ausdrücklich aus, Weil die halt sagen, durch das Kopieren von Noten ist schon so viel Unrecht geschehen, da ist allein schon der Kopiervorgang so schlimm. Es muss noch gar nicht mal veröffentlicht werden. Dagegen andere Sachen, also bearbeiten, verändern, so was ist das, was Du zu Hause schon machen, aber sobald Du's halt veröffentlichst, dann spätestens dann hast Du halt ein 1 Problem. So und ja, das also die das das, was aktuell halt wahnsinnig viel Diskussionsstoff bringt und abgemahnt wird, ist halt eben das Hinterlegen von eigenen Videos mit fremder Musik. Und das Gemeine ist halt, bis vor einiger Zeit konntest Du zum Beispiel auf Instagram ein Reel anfertigen, also aufnehmen und dann konntest Du einfach in Instagram zum Beispiel Taylor Swift Musik oder Michael Shackson oder irgendwas als Hintergrundmusik hinterlegen, trendige Charts Songs.

Ach so, ja. Und erst vor einigen Jahren hat dann, ich weiß nicht, wann's genau war, 22, 3, 21, 22, hat dann Instagram halt auf die Mütze gekriegt. Also die ganzen Plattformen haben halt Ärger gekriegt von den Verwertungsgesellschaften beziehungsweise den Labels und haben dann angefangen, diese Musik rauszunehmen aus ihren Repertoires. Dann wurde irgendwann das Urheberrecht Dienste Anbietergesetz geschaffen. Das ist der Grund, warum viele dann meinen, ja, wenn ich wenn das jetzt unter 15 Sekunden bleibt, dann ist es ja okay oder?

Also das Urheberrecht Dienste Anbietergesetz, das zwingt die Plattform mit dem entsprechenden Rechtinhaber, also meistens das Label für diese Onlinerechte, Verträge zu schließen, also gerade bei großen Labels. Aber das gilt immer nur für die private Nutzung, aber Unternehmensaccounts, also von Selbstständigen oder von Unternehmen, die fallen da überhaupt nicht drunter und deswegen ist es heute so, wenn diese Unternehmen auf Instagram heute Reels hochladen, dann können sie normalerweise nicht mehr auf diese Chartsongs von Taylor Swift zugreifen. Natürlich können sie auch das Video am Computer vorher schneiden und dort die Musik hinterlegen, was auch viele machen und dann hast Du wieder das gleiche Problem. Und wie gesagt, das ist jetzt im Moment halt so, dass wahnsinnig, also es wurde ja seit es wurde ja die letzten 10 Jahre Content geschaffen auf den Plattformen Instagram, Youtube und TikTok und teilweise schlummern halt jahrelange uralte Videos in diesen Plattformen, die vor vielen Jahren da hochgeladen wurden, wo halt Schadsongs als Hintergrundmusik benutzt wurde. Und darauf stürzen sich jetzt momentan die Abmahner und und recherchieren und dann sagen die, oh, uns ist aufgefallen, Du hast dieses Video von aus dem Jahr 2021 hochgeladen und mit Taylor Swift Musik im Hintergrund.

Das ist jetzt 5 Jahre lang bereits online, das kostet aber richtig Geld. Und jetzt reden wir nicht mehr über irgendwie paar 100 Euro, sondern es gibt tatsächlich momentan Abmahnfälle oder nicht, ich abmahnfälle, aber Forderungen, Lizenznachforderungen von bis zu 40000 Euro. Also 40, glaub 42500 ist das, was ich, also ist die maximale Summe, die ich jemals in einem Schreiben gesehen habe für eine fünfjährige Nutzung. Es war, glaub ich, sogar der Songskandal im Sperrbezirk. Ja, also Da sagen die, ja, das ist 'n, ja genau, die sagen, das ist ein besonders bekannter Song.

Ja, der ist cool, finde ich auch, aber dafür, dass dass dass halt der Song 5 Jahre lang irgendwo im Archiv 1 Accounts schlummert, ich mein, nach 5 Jahren ist ja son Video und ich mach dir keine neue Reichweite mehr, sondern das passiert ja die ersten Tage. Und dann dafür irgendwie 42500 Euro fordern, ist schon sehr sportlich. Definitiv. Damit müssen wir uns jetzt Also ich damit müssen wir uns jetzt auseinandersetzen. Das ist jetzt praktisch das, worauf Du ja am Anfang angespielt hast.

Also, ja, der der der Nutzer, jetzt kauft er keine CDs mehr und jetzt wird er jetzt wird er abgemahnt und richtig zur Kasse gebeten. Ja, ja, aber man will jetzt sein Geld trotzdem verdienen. Also es ist ja nicht so, dass die Künstler dann mehr bekommen, aber der Verwaltungsapparat Platten- und Plattenindustrie. Er ist geschrumpft definitiv, aber die Spar natürlich, auch das weiß ich von Insidern vor allen Dingen erst mal überall woanders, wo es geht und holen sich's Geld. Und ja.

Auf der anderen Seite gibt's natürlich auch Stimmen und die kann ich auch verstehen. Es gab mal eine ähnliche Diskussion, ist auch in den letzten 4, 5 Jahren gewesen, als plötzlich immer mehr ja, Influencer, Social Media Stars, aber meistens eher so, sag ich mal, mittelgroße Influencer vom Finanzamt Post bekommen haben, weil sie ihre ganzen Einnahmen gar nicht oder nicht richtig versteuert haben. Und dann gab's auch kritische Stimmen, die sagten, jetzt heult hier nicht rum, weil da gab's echt 'n paar ganz, meiner Meinung nach, peinliche Fälle, die dann ihre ihre Follower angebettelt haben zu spenden, weil sie die Steuern nicht zahlen konnten. Leute, ihr habt mit eurer Reichweite Geld verdient. Also sorry, muss man auch versteuern.

Genauso wenn ich mit Geklauter, ist jetzt, es ist, wie gesagt, das ist son ein 1 anderer Standpunkt dazu, aber nicht mit Geklauter, weil nichts anderes ist es, wenn ich Musik nicht lizenziert habe, mit geklauter Musikreichweite und damit Geld generiere, dann also dann nutz ich ja quasi die geistige das geistige Eigentum 1 anderen Person mit ihrer Schaffenskraft, mich selber zu bereichern. Und da ist es völlig legitim, dass man da rechtlich vorgeht. Wie man vorgeht, das ist eine ganz andere Nummer, ne. Also wenn die Künstler selber klagen würden, das wäre noch was anderes, aber das ist ja in den seltensten Fällen so. Ja.

Also Deutschland ist es schon normalerweise so, eigentlich müsste ein Label, das dann praktisch über eine Abmahnung noch Einnahmen generiert, also sone nachträgliche Lizenz Lizenzgebühr vereinnahmt, müsste das dann eigentlich nach den Verlagsverträgen mit den Urhebeln auch irgendwie teilen. Ob das jetzt fifty fifty ist oder 25 75, das weiß ich nicht genau. Eigentlich müsste da beim Künstler noch was ankommen. Ich hab aus Amerika tatsächlich Fälle gehört. Ich glaube, es war sogar Tailor Swift.

Tailor Swift oder Lady Gaga ist eine 1 der ganz Großen hat gesagt, nach ihrem Verlagsvertrag kommt bei solchen Geschichten, also wenn wenn praktisch Musik über Spotify oder Social Media Plattformen genutzt wird, gar nichts mehr an. Also in Amerika halt vielleicht auch alles 'n bisschen anders als das sehr strikte Urheberrecht in Deutschland. Und das sind aber Fälle, das geht halt gar nicht, dass dass nur die Labels sich da bereichern. Aber ja, ich bin voll bei dir. Also ohne Urheberrecht gäb's keine oder gäb's weniger Schaffen wahrscheinlich, künstlerisches Schaffen.

Es ist nicht mehr so, dass man heute gut von seinen Tantienen leben kann, wie es früher war, weil durch durch das Streaming auf Spotify und Youtube und so bleibt nix. Tatsächlich leben, sondern das ist eigentlich eine, es ist eine reine Promotion Plattform, dass Du halt deine Werke online promotest und Geld Geld wird dann verdient durch Live Konzerte mittlerweile. Und das ist mittlerweile hart, ne. Aber trotz Seit Corona richtig. Ja, genau.

Und trotzdem ist es, ja, trotzdem gebe ich natürlich recht, wenn ich wenn ich einen Nutzen habe durch das Benutzen von fremder Musik, die ich nicht nicht lizenziert habe, da muss ich schon in gewisser Weise geradestehen und ich glaub, da muss man halt die richtige Balance finden. Also diese 42500 sind's wahrscheinlich nicht unbedingt, weil, ja, Skandal im Sperrbezirk ist 'n guter Song, aber wenn halt irgendwie 'n kleiner Schuhladen irgendwie in der Fußgängerzone 1 kleinen bayerischen Stadt, nicht München, diesen Song halt nutzt, weil die Mitarbeiter heute auf aufs Oktoberfest gehen und es wird halt dann irgendwie ein, 2 Tage ausgespielt und dann nicht mehr und dann liegt dieser Song halt oder liegt dieses Video halt 5 Jahre auf dieser auf diesem Account drauf und generiert keine neue Reichweite mehr. Man kann, glaube ich, nicht 42500 Euro ernsthaft annehmen und ich glaube auch, ein Gericht würde das nicht tun. Und das Lustige ist, es gibt ja noch keine Rechtsprechchen dazu. Es gibt, also die, es gibt irgendwie alte Rechtsprechchen aus dem Jahr 2013, glaube ich.

Ich weiß es jetzt nicht auswendig. Ich glaube, es war das LG Hamburg, aber ich kann mich auch täuschen. Da geht's zum Beispiel darum, dass die DMV Erfahrungsregeln Das sind also so brancheninterne Vergütungsregeln des Deutschen Musikverlegerverbandes, die sollen herangezogen werden für die Berechnung von soner Vergütung. So, die wurde aber ursprünglich dazu benutzt, dass zum Beispiel Musik für TV Werbung benutzt wird. Also zum Beispiel, ja, der Coca Cola Weihnachtssong wird jetzt für son 30 Sekunden TV Spot Primetime Video oder Primetime Slot genutzt.

Na klar kostet das Geld, aber diese DMV Erfahrungsregeln, die erfassen jetzt nicht diese Besonderheiten 1 Plattform wie TikTok, dass die Aufmerksamkeitsspanne wahnsinnig gering ist. Die Leute swipen ja schnell weiter. Dass die Videos meistens kurz sind und dass die Videos meistens auf diesen Plattformen am Anfang mal kurz ausgespielt werden, dann aber nicht mehr. Also dann liegen die halt wirklich 4 Jahre lang relativ nutzlos auf diesem Account und machen gar nichts mehr. Man kann sie genauso beglöschten.

Und wie gesagt, deswegen kann man sich da nicht so einfach drauf berufen und es gibt keine aktuellen Urteile zu diesem Thema Musik und Social Media. Und das macht's auch so spannend, deswegen klagen auch momentan diese Abmahner nicht. Also die verlangen jetzt 42000 Euro, klagen aber nicht. Und ich glaube, die ich glaube, die denken gerade so, 2 oder 3 von 100 zahlen's, ja, dann haben wir halt irgendwie 120000 Euro. Und die restlichen 8 97 Leute, mit denen kann man sich dann deutlich niedriger einigen.

Und so gab's, so agieren die grade. Horrende Forderungen in den Raum stellen, sich dann irgendwo in der Mitte zu treffen, was immer noch sehr, sehr lohnenswert ist. Ja, mit Sicherheit. Also es Ich mein, das Und es ist natürlich 'n Drohkulisse aufbauen. Ich ich kann's von 'ner anderen Seite beschreiben.

In meinem beruflichen Leben musste ich dreimal mit anwaltlicher Hilfe Geld eintreiben. Klingt jetzt so brutal, aber war natürlich früher in meiner Musikbranchenzeit. Ich kann auch zu gut rechts mit Recht und Fug sagen, das Recht stand zu 100 Prozent auf meiner Seite. Die haben's einfach kackendreis versucht. Natürlich ist keiner drauf eingegangen, dass wir den Klageweg gehen, sondern sind einfach allein durch die Drohkulisse, die von 'nem anwaltlichen Schreiben oder auch mal 2 aufgebaut wurde, eingeknickt und haben bezahlt.

Und ich denk mal, das wird in sonem Abmahnfall wahrscheinlich auch sein, dass es Leute gibt, die sofort zahlen oder sagen, können wir uns nicht einigen und darauf setzen die mit Sicherheit auch. Genau, ich erleb's teilweise, dass Mandanten dann auch sagen, also ich sag denen auch, also diese Forderung ist eigentlich zu hoch. Man muss, man kann da schon handeln und dann verlieren die halt die Nerven und sagen, nee, ich halt das jetzt nicht mehr raus, ich ich will das jetzt einfach nicht haben, das Ding. Ich will den Streit loswerden und da zahlen die die volle geforderte Summe und sind dann einfach froh, dass sie jetzt das Thema vom Tisch haben. Und da auf Stücke Linie natürlich auch, weil's natürlich nervig ist, eine gewisse Ungewissheit zu haben, wobei die Ja ungelöstes Thema kann ich.

Und was natürlich ganz gut nachvollziehen. Ja. Genau, was natürlich dann auch noch eine Rolle spielt und auch gar nicht so trivial ist, Du hast ja an einem Video, an einem Reel verschiedenste Rechte. Also Du hast, Du hast einmal das Recht an dem Bild an dem Laufbildmaterial. Du hast die Rechte des Urhebers, der das den Song komponiert hat.

Du hast das Recht des Produzenten, der die Tonaufnahme verantwortet. Du hast das Recht der ausübenden Künstler, also der Musiker, Sänger, die da drin vorkommen. Du hast vielleicht noch das Recht des Textdichters und jeder Einzelne könnte theoretisch die Ecke kommen und sagen, Du hast hier dieses Ding veröffentlicht, ich will von dir Kohle. Und diese Abmahner, die vertreten meistens nur einen Teil. Also die sagen, ja, wir haben die Rechte an der Tonaufnahme.

Mhm. So. Dann haben die aber nicht die, also die Tonaufnahme, das ist jetzt erst mal das Tonträgerherstellerrecht. Das ist aber nicht das Recht des Komponisten. Es könnte noch mal, es könnte der Verlag noch mal die Ecke kommen und sagen, wir wollen jetzt, wir wollen's für die Urheber irgendwie noch mal Geld.

Dann könnte vielleicht noch irgend 'n Sänger die Ecke kommen. Also es ist es ist 'n theoretisches Risiko, aber mindestens zwei-, dreimal könntest Du für ein solches Video von unterschiedlicher Seite zur Kasse gebeten. Und das zu Recht, also im Rahmen, ne? Deswegen, na ja, im Rahmen, genau, deswegen sollte man wirklich Also vielleicht, das mal als als Tipp auch mitzugeben, ich würde auf solche Trendsongs komplett verzichten. Weil selbst wenn Du sie selbst wenn Du das aus irgendwelchen Gründen von irgendeiner Es gibt ja so Lizenzplattformen lizenzierst, dann weißt Du ja nicht, ob diese Lizenz in 4 Jahren noch besteht.

Und ich würde tatsächlich Videos ohne Musik machen oder halt auf Musik zurückgreifen, wo ich wirklich weiß, woher habe ich diese Lizenz und gilt die auch für immer und ewig? Und das ist sicherlich nicht der Fall, weil Du die Musik irgendwo im in der Mediathek von Instagram oder TikTok findest, weil das kann sich jeden Tag ändern. Dann hat TikTok, heute hat TikTok vielleicht 'n Vertrag mit Universal, son Rahmenvertrag, morgen nicht mehr, dann ja, dann bist Du schon im illegalen Bereich. Also das ist schwierig. Ich würde darauf verzichten.

Es ist ähnlich, ich hab den Verlauf, das gab bei Podcasts. Ich hatte einmal mit 'nem mit 'ner Unternehmerin zu tun, die sich auch nicht beirren ließ, die sagte, ich hab hier bei Youtube, da gibt's jemand, der der veröffentlicht seine Musik, kostenlos als Podcastmusik, kann jeder nutzen. Also ist 'n Video mit der Musik drunter, Du kannst sie runterladen, steht drunter, kannst Du kostenlos nutzen. Aber sie hat ja nichts schriftlich von ihm. Sie hat auch keinen Vertrag, wo er sagt, also aber sie hat sich nicht beirren lassen.

Also es hat damit wirklich geendet. Das war noch zu Zeiten, als wir als Dienstleiter viel tätig waren, dass dass wir gesagt haben, also ganz ehrlich, da möchten wir nix mit zu tun haben, mach deinen Podcast selber. Da sind viele Leute so naiv und dabei ist es eigentlich ziemlich einfach. Also Du kannst ja über, was weiß ich, Musicfox und wie sie alle heißen, Adobe hat ja eine Riesenplattform. 'N kleiner Tipp, Envato Element ist sowieso, wenn man irgendwie grafisch auch tätig ist, eine Anlaufstelle, wo man wahnsinnig viel Material, Bild, Videos, Schriften, Vorlagen und, und, und.

Also es ist wirklich eine Riesenplattform mit allem, unter anderem auch Musik, Soundeffekte und sonst was, lizenzieren kann und die genau für so was halt auch gedacht ist, wo halt nicht nach 'nem Jahr vielleicht der Vertrag abläuft, weil der, diese Plattform ist explizit für kreativschaffende und Du hast mit der Zahlung die Lizenzen. Ja. Also es ist gar nicht mal so schwer. Die Leute sind dann wegen wegen 50 Euro oder 80 Euro für ihren Podcast zu geizig. Hab ich schon echt 'n paarmal erlebt und das lohnt sich halt überhaupt nicht.

Bevor man 'n bisschen aufpassen muss, ist, es gibt es gibt ja ausländische Plattformen, wo Du praktisch Lizenz Lizenzen für Musik bekommst und kaufen kannst, aber Du weißt halt manchmal auch nicht genau, was für Rechte haben die denn jetzt? Haben die wirklich alle Rechte? Haben sie die Rechte von den Urhebern, den Textdichtern, den ausübenden Künstlern, Produzentenrechte? Haben sie wirklich alles und haben sie auch allen, also alle Rechte für alle Nutzungsarten, also Syncrite und so weiter. Weil wenn Du dann trotzdem irgendwie abgemahnt wirst vom Urheber, weil er sagt, das habe ich dem Verlag nie gegeben, also ich weiß nicht, woher Du das, woher Du das jetzt nehmen willst, dann hast Du trotzdem Probleme und dann wird dir dieser ausländische Musik One Stop Shop vielleicht nicht weiterhelfen.

Also man muss trotzdem son bisschen schauen, gerade bei großen Plattformen, bei denen man halt Musik irgendwo ausm Archiv nehmen kann, was für Rechte hat man wirklich an Musik. Zum Beispiel jetzt Thema Canva, wo Du wo Du ganz viel Bildmaterial und Videomaterial so als als Stockmaterial nutzen kannst. Ich würde trotzdem immer mal in die Terms schauen und wirklich schauen, wie lang und wie oft kann ich das denn auch für welche Zweck überhaupt benutzen, weil auch die Zwecke spielen eine Rolle. Manche sagen ja, für Podcasts, Ja. Für Podcasts nein.

Also ich hab mir zum Beispiel mal vom Zeltjuk Toro, kennst Du den? Der ist TV- und Filmkomponist, von dem habe ich mir mal ein Podcast Intro komplett machen lassen. Da weiß ich halt, okay, es kommt von ihm. Und er gibt mir das Recht an diesem kurzen Jingle. Da weiß ich natürlich sicher, woher es Hat man's selber gemacht und Deshalb war ich auch, wo er es kommt, ne?

Ja, genau, ist er aber noch. Ja, genau. Und wenn ich jetzt über, ich, es gibt ja viele, es gibt, glaube ich, so ein oder 2 so israelische Plattformen, weiß nicht, wie sie heißen. Da weiß ich nicht, was, mit wem haben die sich denn wirklich geeinigt und über was auch genau. Also man muss, man ist leider nicht so, es ist leider gar nicht so einfach, immer total 100 Prozent safe zu sein.

Deswegen wäre ich mit Musik immer sehr, sehr vorsichtig. Also instrumental geht ja insofern noch, weil, also ich kenn's ja aus der Produktionspraxis, ich würde mal sagen 99.9 Prozent der sogenannten gema freien Musik, also für die Du bei jeder Nutzung nicht extra noch zahlen musst, ne. Also vielleicht für den, die sich ja auskenne, wenn ich jetzt als Künstler auftrete und ich bin Mitglied der GEMA, dann sorgt die GEMA dafür, dass für die Nutzung meiner Musik, ob ich jetzt live spiele oder im Radio gespielt werde, die Vergütung erfolgt. Und die sogenannte GEMA freie Musik ist die Musik, deren Urheber nicht Mitglieder der GEMA sind. Klammer auf, ganz viele machen das unter 'nem Pseudonym, sind trotzdem GEMA Mitglieder.

Habe ich aber nie erzählt. Ja, ist ja auch, weil Du, wenn Du einmal der GEMA bist, was ja auch keine staatliche Institution ist, was viele Leute auch nicht wissen, sondern 'n privater Verein, dann verpflichtest Du alles, was Du machst, in deinem Namen über die GEMA laufen zu lassen. So, also die sorgen dafür, dass die Rechte, die Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte auch eingehalten werden und entsprechend vergütet werden. So. Was ich mal sagen wollte, ich kenn ja ganz viele Leute, die so gema freie Musik produziert haben oder produzieren und das sind eigentlich durch die Bank One Man Shows.

Und die Musik, die man ja auch meistens nutzt, ist ja auch Instrumentalmusik. Also die Wahrscheinlichkeit, wenn man bei irgend 'ner auch teilweise kleineren deutschen Plattform, gema freie Instrumentalmusik, die vor allen Dingen auch meistens komplett elektronisch produziert ist, wenn man die lizenziert und da in den Terms nachschaut, das steht dann auch teilweise explizit drin. Es sei denn, besonders einfach ist, wenn man eine Einzellizenierung macht, also sagt, ich möchte zum Beispiel bei Musicfox, mein ich, ist das so, dann steht da, okay, jetzt der Song kostet 50 Euro. Ah, Du möchtest den fürn kommerziellen Podcast nutzen, dann kostet das 80 Euro einmalig, ne. Also da ist es auch schon ganz gut aufgeführt.

Es ist kein Hexenwerk, man muss sich einmal damit beschäftigen und man muss halt mal 'n bisschen, das ist ja wirklich kein Geld in die Hand nehmen und dann hat man da die Kuh vom Eis. Genau und ich und man muss halt son bisschen mit Fingerspitzengefühl rangehen und sich auch selber überlegen, okay, Taylor Swift ist ja 'n Weltstar, so einfach wird es nicht sein, ihre Musik einfach benutzen zu können. Dagegen eine Instrumentalmusik als Stimmungsmusik im Hintergrund, die ich auf der Plattform Epidemic Sounds oder wie sagst Du, Soundfox finde. Soundfox. Das ist doch schon deutlich Ja.

Plausibler. Und dann gibt's ja noch von den eigenen Plattformen tatsächlich Musik für den kommerziellen Gebrauch. Also Youtube hat eine eigene Sound Library, bei wo Du wirklich auf, also Du kannst da wirklich Songs runterladen und sie auch im Schnittprogramm in deinen in dein Video reinschneiden und dann natürlich aber auch nur auf Youtube nutzen. Du kannst nicht Musik aus der Youtube Soundlibrary auf TikTok nutzen, aber halt auf Youtube. Das Gleiche hat TikTok und das Gleiche hat, glaube ich, auch Meta.

Also die Plattformen haben ihre eigenen Commercial Audio Libraries. Und wenn Du dich jetzt zum Beispiel auf Youtube Videos spezialisierst, dann kannst Du ohne Weiteres auch relativ gute Musik auf der Youtube Plattform selber finden. Die haben wirklich unterschiedlichste Musikstile und unterschiedlichste Sounds und Klangcharakter Charaktere und Stimmungsmusik und so weiter. Das geht auch, genau. Super, das ist schon mal 'n sehr schöner schöner Abschluss und 'n guter Tipp, aber Du willst noch was sagen, sehe ich gerade.

Ja, also es, viele fragen natürlich dann immer, ja, dann mach ich mir halt mit KI Oh, gut, die Büchse der Pandora. Ich wollt gerade gesagt haben Die Büchse der Pandora. Machen wir jetzt nicht die Büchse der Pandora auf, weil damit würde ich sagen, können wir eine ganz eigene Podcastfolge füllen. Super, dann dann beenden wir's doch oder dann dann sage ich nur so viel dazu, ja, das kann funktionieren, es kann aber auch zu Problemen kommen. So viele Cliffhangers für die weitere Folge.

Und ja, genau, genau. Ja, weil das Thema, das geht bei uns zu Hause gerade. Meine Frau ist ja Musikerin, Komponistin und Künstlerin und wenn die das Hallo, hallo. Wenn die hört KI Musik, dann dann gehen bei ihr alle roten Lampen an, dann ist die kurz vor Detonation. Ich glaube ja, also ich würde mir ja auch niemals KI Musik anhören, aber ich glaube so als, also keine Ahnung, wenn Du das irgendwie son Beat willst, der irgendwie Hintergrund son bisschen irgend eine Art von Stimmung macht.

Ich glaub, ich das kommt auf den Zweck an, ja, weil liegt's einfach nicht Die Frage ist, wo's herkommt und deswegen, ich glaub, da kommen wir echt eine eigene Folge zu aufnehmen, ja, weil die meisten Leute haben gar keine keine Vorstellung, wo wo wo weiß die KI eigentlich, was sie spielt und woher kommt das? Ja, ja, genau. Ist ja nicht so, dass da virtuelle Instrumente genutzt werden für? Nee, nee, also absolut, genau. Das heißt, Du bist da nicht supersafe mit KI Musik, absolut.

Und da gibt's ja jetzt Heißt also nicht Zero? Kann's auch nur von hören sagen, ja. Also es gibt auf jeden Fall jetzt schon, ja, es gibt es also schon schon prominente Klagen von Verlagen gegen gegen verschiedene KI Plattformen, die Musik ausspucken. Also da, genau, da wird Definitiv. Ja, machen wir beim nächsten Mal, weil wie gesagt, ich denke, das ist das ist Sehr gerne.

Das ist eine Büchse der Pandora, die jetzt da aufgemacht wird und das wird noch richtig Spaß geben, wie überhaupt mit vielen KI Themen. Ich meine, es die die ersten Verlage haben ja schon geklagt wegen Texten und Ähnlichem. Ich bin mal gespannt. Ja. Ich ich denke gerade, ist jetzt zwar noch mal 'n ganz anderes Thema, aber was ich ganz spannend fand im Zusammenhang zur technischen Innovation, ist dieser Gartner Hype Cycle für technische Innovationen vom Gartner Institut, sodass man, ne, immer total begeistert ist, die Stimmungskurve geht hoch und alles ist toll und super und alle denken, wir kriegen jetzt eine KI oder was auch immer es ist.

Alles machen und dann ist der Höhepunkt erreicht, dann kommt erst mal totaler Absturz, das tiefe Teil der Tränen und dann pendelt sich's irgendwo ein auf 'nem vernünftigen Niveau. Das ist dieses das ist Genau. Dieses diese Lernkurve Genau. Und ich denk. Ich ich genau.

Ich glaub, wir sind jetzt kurz vor ganz oben, dass es kippt, weil langsam gibt's halt auch immer mehr darüber, woher wissen die ganzen KIs eigentlich, Woher haben die ihr Know how und so weiter und so fort. Aber das ist eine völlig eigene Welt. Nur bezogen auf Musik kann man da sagen, dass es nichts Selbstkreiiertes. Also es ist nicht so, wie wenn wir beide jetzt eine Musiksoftware öffnen würden, irgend 'n virtuelles Schlagzeug da öffnen, Gitarre dazu schrammeln und so, so entsteht diese Musik nicht. Es wird im Prinzip von bekannten Liedern Genau.

Werden Inhalte extrahiert, umgeformt und wieder neu zusammengesetzt. Und das ist, auch wenn's kompositorisch kein Klau ist, ist es zumindest, was den Sound und das alles betrifft, Diebstahl. Aber darüber reden wir 'n anderes Mal. Sonst wird's zu lang. Wie wie fasst man das jetzt heute zusammen?

Ich glaub, wichtig ist, dass dass die Leute halt wissen, die Hörer, Hörerinnen, es ist momentan, es wird ganz stark abgemahnt die Musiknutzung in Social Media Beiträgen, also Reels, Karussells, Stories auch, wobei die halt schnell verschwinden, aber Story, manche Stories bleiben ja gespeichert in solchen Archiven und da muss man eben aufpassen. Man sollte auf keinen Fall irgendwie trendige Chartmusik seinen Musikvideos oder seinen seinen Social Media Videos hinterlegen, weil man kann eigentlich doch 1 und 1 zusammenzählen und weiß, das kann nicht funktionieren. Es kann nicht legal sein, dass Du jetzt plötzlich Michael Jackson, Taylor Swift und Myri Kerry als Hintergrundmusik benutzt. Gleiches gilt natürlich auch für Filmmusik, ne? Also ich sag mal den Titels oder Titelmusik von Star Wars aus Spaß Ja.

Oder irgend 'n lustiges Video. Herzlichen Glückwunsch, Sie legen sich gerade mit wahrscheinlich Disney an. Genau, genau. Und auch, wie gesagt, auch bayerische Songs wie Spider Murphy Gang, Skandale Sperrbezirk, sehr beliebt immer zur Oktoberfestzeit, wird ganz massiv verfolgt. Also ich sag das jetzt schon im in im Ausblick auf September.

Genau. Max, ich danke dir. Es war superspannend und wie immer sehr, sehr schön, also hat mich sehr gefreut. Und ich weiß, wir könnten auch ganz lange, wir werden das auch machen, weil wie gesagt, KI Musik ist 'n Thema. Dann hatten wir noch 'n Thema schon vor längeren Zeiten überlegt, was grade so in der Berater-, Trainer-, Coach Szene, aber es betrifft vor allen Dingen auch Unternehmen, ganz vor 'ner Weile ganz hoch heiß gekocht wurde und wo ich auch mal gespannt aufm letzten Stand bin, nämlich das Fernunterrichtsschutzgesetz.

Mhm. Also wir haben inhaltlich noch mindestens 2 Themen und noch viel mehr. Genau. Deshalb machen wir dann noch mal was. Vielen Dank an alle, die zugehört haben.

Schön, dass Du heute wieder dabei warst. Wenn dir diese Folge gefallen hat, gib uns doch gerne eine Bewertung bei Apple Podcast, bei Spotify, bei Bodygee oder wo auch immer. Gerne eine 5 Sterne Bewertung, weil der Sinn und Zweck meines Podcasts ist ja, Menschen zu helfen mit den Inhalten und weniger jetzt hier nur Persönlichkeitsbeweihräucherung zu machen, sondern wirklich auch inhaltlich relevante Themen zu besprechen. Und ja, je je mehr gute Bewertung ist, da gibt es zu mehr Menschen da draußen werden auf den Podcast hingewiesen. Und wenn Du ein Thema hast, vielleicht auch 'n Thema, was Max und ich gemeinsam machen könnten, von dem Du unbedingt mal eine Podcastfolge hören möchtest, mehr drüber zu erfahren, dann schreib mir einfach an Podcast at Corporate minus Studio Punkt d e und ich schau, dass wir das realisieren.

In diesem Sinne, eine schöne Restwoche und bis zum nächsten Mal. Tschüs. Danke, tschau. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Und denk immer daran, wenn ich mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit.

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