#209 - Igor Lang: Wie Video zum Wachstumstreiber im Handwerksbetrieb wird
Worum es geht
In dieser Episode spricht der Host mit Igor Lang, Geschäftsführer von Evergreen Energiesysteme, darüber, wie Video im Handwerk zum echten Wachstumstreiber wird. Igor zeigt praxisnah, wie er selbst vor der Kamera steht, komplexe Energiethemen verständlich erklärt und Video strategisch in Vertrieb, Recruiting und internen Prozessen einsetzt. Eine Folge für alle, die Marketing im Handwerk nicht als Pflicht, sondern als Chance begreifen wollen.
Autor: VIDEO RELOADED
Zu Gast
Igor Lang ist Jungunternehmer, Geschäftsführer und Gesellschafter von Evergreen Energiesysteme sowie leidenschaftlicher Kampfsportler. Er gehört zu einer neuen Generation von Handwerksunternehmern, die Marketing und Video als Wachstumstreiber nutzen und selbst auf YouTube Kundenfragen beantworten.
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Transkript
Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Igor Lang ist Geschäftsführer und Gesellschafter von Evergreen Energiesysteme und ein Unternehmer, der Video konsequent als Wachstumstreiber nutzt. Während viele Handwerksbetriebe beim Thema Sichtbarkeit noch zögern, steht er selbst vor der Kamera, produziert Erklärvideos für Kunden und setzt Bewegtbild gezielt im Recruiting ein.
Fachmedien greifen seinen Ansatz bereits als best case auf. Durch klare Antworten auf typische Kundenfragen schafft er Vertrauen, verbessert seine Auffindbarkeit bei Google und gewinnt qualifizierte Anfragen. Genau deshalb war auch ein Interview mit ihm ein Hörerwunsch 1 meiner Podcasthörer. Und wir sprechen heute darüber, wie strategisches Videomarketing im Handwerk funktioniert und welchen messbaren Effekt es auf Reichweite, Anfragen und Markenaufbau hat. Grüß dich, Igor.
Schön, dass Du heute bei mir im Podcast bist. Hallo Florian. Vielen Dank für die Einladung. Ja, ich hab sone Tradition in meinem Podcast. Diejenigen, die meinen Podcast schon etwas gehört haben, die wissen das schon und zwar stelle ich am Anfang 3 Fragen, die gar nichts mit Thema zu tun haben, die eher son bisschen zur Gesprächseinführung und auch natürlich son bisschen, die persönliche Seite meiner Gesprächspartner zu zeigen, da sind.
Frage Nummer 1, stell dir mal vor, ausgehend vom heutigen Zeitpunkt 1 Tages, da sind wir ja am Ende unseres Lebens und Du würdest kurz vorher zurückblicken, welche eine Sache oder Fähigkeit gibt es, wo Du sagst, Mensch, also da, das würde ich gerne noch können bis zum Ende meines Lebens, das ist mir extrem wichtig. Ich würde sagen, Geduld. Mhm. Das ist eine Schwäche, die ich habe. Ist vielleicht auch manchmal zu verwechseln mit Ehrgeiz an manchen Stellen, aber ich muss geduldiger werden auf jeden Fall.
Das ist eine 1 Fähigkeit, die ich auf jeden Fall noch bis zum Ende des Lebens verbessern muss. Na ja, müssen nicht, also möchtest. Müssen tun wir ja zum Glück. Genau. Nur relativ.
Ich ich es möchte, genau, auch möchte, ja. Ja. Ja, sehr schön. Hör ich öfters. Also manchmal sind's Sprachen, manchmal sind's irgendwie sportlichen Fähigkeiten oder Musikinstrumente, aber Geduld ist witzigerweise relativ häufig und kann ich gut nachvollziehen.
Definitiv. Dann Frage Nummer 2, wobei wenn ich mir anschaue, wo Du da sitzt, kann ich mir vorstellen, dass Du da schon relativ nah dran bist und zumindest weil Du auch selbstständig unternehmerisch tätig bist, auch grundsätzlich. Wie würdest Du, wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würdest Du deinen Arbeitsplatz gestalten, sowohl inhaltlich als auch der Ort, an dem Du arbeitest? Also sagen wir mal Beispiel, jetzt kommt irgendwie gute Fee oder so, ne, rein hypothetisch im Rahmen der realistischen Möglichkeiten natürlich, also realistisch, was auf dieser Welt möglich ist. Gibt's da irgendwas, wo Du sagst, ja, also ich würd am liebsten mein Unternehmen jetzt irgendwie da und dasitzen haben oder was was was hast Du dann noch an Träumen und Zielen?
Ich würde sagen, dass ja diese biografische Unabhängigkeit ist interessant, also einfach da zu sein, wo man möchte und auch zu reisen, weil ich finde Reisen ist einfach geil und ist auch son Ziel, dass man, ja superviele Länder und Orte dieser Welt bereist und deswegen ist der Arbeitsplatz an sich ja nicht ganz so, ich würd sagen, nicht nicht fest, sondern einfach eher dieser, ja, Unabhängigkeit, geografische Freiheit, da zu sein, wo man möchte und trotzdem arbeiten zu können. Arbeiten macht mir Spaß, also es fühlt sich nicht für Arbeiten an. Es kommt natürlich immer darauf an, was es ist, was für 'n Thema es sich handelt. Theoretisch, also wir machen ja Energiesysteme. Mich erfüllt aber jetzt nicht unbedingt dieses Thema.
Ich find's halt sehr spannend. Das ist natürlich schon so, aber mich erfüllt eher der, ja, die Position als Geschäftsführer. Entscheidungen zu treffen, es aufzubauen, ist 'n bisschen so auch wie 'n Spiel. Ich vergleich das immer damit, weil, keine Ahnung, jetzt beispielsweise, wir haben mit Fotovoltaik angefangen und haben dann irgendwann das SHK Gewerk mit reingenommen und dann hat man auf einmal so diese Wärmepumpen freigeschaltet. Und dann ging's halt weiter mit Klimaanlagen und anderen Sachen und das ist halt irgendwie cool.
Und es macht mir halt Spaß, auch in Bezug auf Marketing. Ich stehe irgendwie auch gerne vor der Kamera. Die Leute, die mich kennen, die wissen das auch, sonst hätte ich auch nicht son großen Youtube Kanal, aber das heißt groß in Anführungsstrichen, wir haben 400 Abonnenten, jawohl. Aber genau, wir wir fürn Handwerksbetrieb ist das groß, das muss man halt sagen. Mhm.
Und ja, deswegen, also das Thema Marketingvertrieb, das macht mir Spaß und wenn das dann noch in Verbindung mit, ja, geografischer Unabhängigkeit möglich ist, das wäre son Traum. Sehr schön. Du gibst ja auch keinen richtigen Falsch, aber ich bin da absolut bei dir. Ich stehe relativ kurz davor, in die Richtung zu gehen. Also jetzt nicht, dass ich völlig völlig frei sein kann, aber ich muss nicht immer vor Ort sein, unsere Kinder sind erwachsen, deshalb ist auch die die Abhängigkeit langsam vorbei und von daher fühle ich absolut mit dir.
Das ist auch etwas, was ich genauso sehe. Hast Du da 'n bestimmten Ort, wo Du sagst, also da, das wär das 1., wo ich jetzt irgendwie hinreisen möchte und da von da aus arbeiten möchte? Nee, ich glaube, son bestimmten Ort, also ich würd, glaube ich, sowieso nicht lange an 1 Stelle bleiben, zumindest erst mal nicht, bis ich alles mal gesehen habe. Südamerika würde ich gerne mal irgendwie noch mal besuchen. Nordamerika war ich auch noch nicht, ansonsten Asien noch weitere Länder.
Wir sind ja auch letztes Jahr viel rumgekommen, auch durch die Arbeit. Aber ja, irgendwo, wo es warm ist auf jeden Fall und das Wasser in der Nähe, also das ist schon so, ja. Wobei, wenn man das dann lange hat, dann vermisst man wahrscheinlich auch irgendwie die Berge und Wälder oder so. Also ist immer das, was man nicht hat irgendwie, ne. Ja, das ist es.
Also ich weiß, ich hab mit jemandem gesprochen, der der nach Südostasien ausgewandert ist über verschiedene Ländern. Da meinte ich, na ja, so nach 'n paar Monaten hörst Du halt auf, am Strand zu gehen regelmäßig. Mhm, das klar. Also machst Du schon noch, aber nicht, wie man sich das vorstellt, weil es halt nichts Besonderes mehr ist. Wobei spannend, fand ich, hat mit jemandem Kontakt, der ist nach Zypern ausgewandert, aber nicht so das Klassische, was viele machen.
Es sind ja viele Trainer und Coaches nach Zypern ausgewandert. Er macht Beratung in der Industrie, Beratungskonzepte. Und der hat sich wirklich seinen Tagesablauf bewusst so geplant, dass er nachmittags, nach nach Mittagsschlaf immer Zeit eingeplant hat, ins Dorf zu fahren und mit den Leuten im Dorf 'n Käffchen und 'n Weinchen zu trinken. Also der ist da so, sag ich mal, in dem Lebens, in den in, ich sag mal, Tagesablauf der Einheimischen mittlerweile integriert. Und der gehört auch so, ich glaub, 2 oder dreimal die Woche an Strand zu fahren, das halt noch bewusst zu machen, weil er sagt, ansonsten würd's halt flöten gehen, wenn er's nicht fest einplanen.
Ja. Wie's im Alters oder Falle ist. Hört sich cool an, ja. Fand ich auch sehr spannend, definitiv. Last, but not least, welcher bekannten Persönlichkeit wärst Du gerne begegnet oder welcher Persönlichkeit würdest Du gerne begegnen und worüber hättet ihr gesprochen oder sprechen?
War das auch schwierig. Ich find Elon Musk krass. Ich glaube, ich würd mich gern mal mit dem unterhalten, weil er einfach Riesenvisionär ist. Also er er macht halt krasse Projekte an das, was er umsetzt und er hat halt dieses Bild, ja, wo andere nicht mal irgendwie sich trauen, darüber nachzudenken oder so, da das spricht er aus und sieht, also cool, er macht's halt wirklich sehr groß und das ist cool. Mhm.
Es ist natürlich kontrovers, also ich seh es ähnlich wie Du. Ich find, man sollte sich eher auf den Mut und die Errungenschaften, die jemand vollbracht hat, konzentrieren als auf Kritik. Nun ist es ja in Deutschland leider eine gewisse Tradition, Menschen erst mal nur zu kritisieren Na ja. Und dann irgendwann auch zu politisieren, ne. Meine Erfahrung in vielen Diskussionen, die ich aber zum Glück seit einigen Jahren nicht mehr halte, auch etwas zum Thema Geduld durchs Altern in Anführungsstrichen und auch keine sinnlosen Debatten mehr führen.
Aber was ich oft mitbekommen hab, die Leute, die ihn auch schon vor Jahren stark kritisiert haben, waren alles Menschen, die sich in ihrem eigenen Leben nicht getraut haben, große Risiken einzugehen. Denn als Visionär finde ich, musst Du sehr oft sehr große Risiken eingehen. Stellt sich natürlich auch in der Öffentlichkeit, ne. Ja. Und da ist es gleich gesagt zu sagen, der Maske ist 'n Idiot oder der und der ist blöd, weil er da und da eine unpopuläre Entscheidung getroffen hat.
Ja. Aber mach's mal selber. Auf jeden Fall. Also, es ist ja auch, aber einfach die Art und Weise, dieses große Denken und unabhängig davon, in welche Richtung und das, ja, man muss sich auch genau mutig sein, ist eigentlich so richtig, was Du gerade sagst, dass man so überhaupt so groß denkt und dann einfach sagt, let's do it, unabhängig davon, was andere sagen und ob's vielleicht scheitern könnte. Er hat's ja einfach gemacht und er ist sehr weit gekommen, muss man sagen.
Gescheitert ist er auch oft genug. Ich weiß jetzt nicht im Detail, wie oft, aber Ja, ja, aber das kann er dazu. Ja, das ist auch 'n bisschen was. Ich bin jetzt nicht der der große Amerikafan und auch nicht der große Fan aller amerikanischen Businessmethoden, Aber was ich halt immer wieder mitbekommen hab durch die verschiedenen Geschäftsbereiche, die ich gegangen bin im Laufe meines Lebens, ist, Scheitern ist halt in USA doch im unternehmerischen Umfeld etwas, was eingeplant wird und was einfach dazugehört. Während das in Deutschland möchte man tendenziell eher die Sicherheit haben, dass man nicht scheitert.
Ja, so Fehler machen, ne, das wird einem irgendwie schon von Anfang an, darf man nicht, ist nicht gut, aber gehört halt voll dazu und muss man machen, damit man dann ja halt auch daraus lernt. Also, er hat auch was Positives, das muss man halt irgendwie verstehen. Ja, ansonsten auch so Sam Oldman oder so, der, also Elon Musk ist ja auch im KI Thema voll mit drin, deswegen, also, das ist auch sehr spannend. Ich würde gerne wissen, was diese großen, ja, KI Firmen so alles im Hintergrund machen und wissen, was wir noch gar nicht wissen. Also die wissen ja viel, viel mehr, als bei uns ankommt.
Und ich find das krass, was mittlerweile geht in in dieser Branche, in im beim Thema KI. Und ich glaube, dass das irgendwie auch, also wahrscheinlich sogar gruselig ist, was da noch kommt und was da auf uns zukommen wird, aber wir das noch gar nicht wissen und die halt schon Und vielleicht sich auch schon Gedanken machen, wie sie dann, ja, sich davor schützen oder ich weiß auch nicht, also je nachdem welche Richtung das geht. Das ist 'n sehr spannendes Thema, also KI ist wirklich interessant. Absolut, ich erinner mich vor, gut, ist jetzt auch schon, ich glaub 2 Jahre, 23. Nee, 4 Jahre, 3 Jahre.
Ich glaub, 23 war das, war ich auf 'ner Veranstaltung. Nee, 24 war's auf 'ner Veranstaltung. Da der Stefan Heinrich, der kommt eigentlich aus der IT, also war Programmierer, hat früher bei, ich glaub, ja, Microsoft Deutschland deutschen, ja, das deutsche Marketing geleitet in Neunzigern, später auch irgendwie hier mit Next, die die Firma von Steve Jobs zwischen seinen Apple Auftritten war er auch, glaube ich, Vertrieb. Also 'n alter IT Hase und er hat aber in 'ner Veranstaltung damals schon gesagt, also aktuelle Situation in Deutschland ist, dass, ich meine über 90 Prozent der Menschen in Deutschland sich damals 2024 im April mit KI noch fast gar nicht, also eigentlich gar nicht beschäftigt haben. Und von den restlichen 10 Prozent gibt's halt so 8, 9 Prozent, die sich damit beschäftigen.
Und dann die restlichen sind Poweruser, die halt schon richtig im Thema drin sind, wo er sich auch zugeschätzt hat, weil er, na ja, seit 30, 40 Jahren im IT Programmierungsbereich unterwegs ist. Mhm. Und er sagte, und wir schnallen noch nicht ansatzweise, wir als eigentliche Profis schnallen noch gar nicht im Ansatz, was passiert, weil wir haben immer 'n relativ linearen Wachstumscharakter bei der KI gesehen, aber spätestens seit ChatGPT ist das Ganze halt explodiert. Na ja, das ist son bisschen Also wenn man das jetzt nicht mitmacht und sich damit nicht beschäftigt, als ob man das Internet verpasst hätte oder irgendwie so, vergleiche ich jetzt mal Ich seh das halt bei der Generation so, ja, unsere Eltern jetzt, ich bin Jahrgang 91, so die die beschäftigen sich da nicht mit. Die haben da, glaube ich, auch keine Lust drauf oder haben vielleicht auch Angst davor, also was ja auch nicht schlimm ist und auch nicht jeder, aber man merkt schon, ja, die die Jüngeren, die wachsen ja damit auf jetzt, ne, und das ist dann wieder was anderes.
Also, ja, wie gesagt, wir haben uns damals auch noch getroffen, einfach nur zur Uhrzeit, zu 'ner Uhrzeit verabredet ohne Telefone, gleiche, nächster Tag, gleiche Uhrzeit und dann war man da. Ja. Ja. Na ja. Ging auch.
Wurden genau. Hat auch gut funktioniert. Vielleicht sogar besser manchmal, ja. Ja, das stimmt auch. Wenn ich meine Kinder gucke, mein mein jüngerer Bruder ist auch Baujahr 91, mein kleinster Bruder ist, Gott, der ist 2 Jahre jünger, älter als meine Tochter, der ist jetzt 25, also Baujahr 2001.
Und wenn ich meine Kinder angucke, meine Tochter ist jetzt wird dies ja 24, also bis die sich mal gefunden haben bei 'nem beim Termin, da werden 12000000000 Nachrichten geschickt gefühlt und hin und her. Aber dafür sind sie halt Ich sag, das Wort hat irgendwie auch nicht mehr so viel Gewicht, wie es man hatte wahrscheinlich. Also früher haben sich die Leute ja, muss man bedenken, sich mal hingesetzt und haben son Brief geschrieben Und die haben sich ja richtig Gedanken gemacht, was schreibe ich jetzt da rein, weil der dauert ja irgendwie eine Woche, bis der irgendwo ankommt oder so. Und man hat halt, ja, sich dann wirklich überlegt, was will ich denn eigentlich sagen? Und na ja, wenn wenn Du heute irgendwie bei Whatsapp kriegst Du einfach eine Absage oder gar keine Antwort, weil's halt so einfach ist.
Ich weiß nicht, es ist irgendwie und irgendwie was Negatives, ja. Dieses, dass man überall schnell, es hat immer 2 Seiten, alles hat ja immer 2 Seiten, aber ja, man merkt das halt so. Vielleicht kommen wir da gleich noch so mitm Thema Recruiting, wenn wir da mal drüber sprechen, da kann ich ja auch was zu erzählen in dem Gerne. Was dazu passt. Aber wir hatten ja eben schon bei Elon Musk das Thema Mut und es gehört natürlich jede Menge Mut dazu, sich vor die Kamera zu stellen, insbesondere wenn es nicht das Hauptgeschäft ist.
Wie war das denn bei euch? Was hat dich dazu bewegt zu sagen, ich stelle mich jetzt vor die Kamera, ich ich selber werde sichtbar, damit wird mein Unternehmen auch sichtbarer. Was war so die Initialzündung? Boah, ich würd sagen, das fängt sehr früh an. Also ich hab schon damals, wo wir noch ja kein WhatsApp hatten, da hatten wir mal so eine ganz große Kamera.
Also von meinem Vater hatte ich die und ich durfte die dann auch benutzen irgendwann mal, wo ich ein bisschen, ja, älter wurde, zur Schule gegangen bin und vielleicht, ich weiß jetzt nicht, so 5., 6., 7. Klasse wahrscheinlich so den Dreh, habe ich angefangen, haben wir so Videos gedreht, keine Ahnung, einfach mit den Jungs irgendwelche Geschichten ausgedacht und da gab's ja diese Obstbun Show und man hat dann irgendwelche Sachen nachgemacht und irgendwelche Stunts und so mit Jack Ass und so weiter. Also, was man nicht alles gemacht hat, das hat schon sehr viel Spaß gemacht. Das hat dann natürlich, irgendwann ist das abgeflacht und dann durch Instagram, ich hatte sehr lange kein Instagram, bis ich dann irgendwann mal Instagram hatte, dann hatte ich tatsächlich da mal eine Zeit lang echt viel gemacht. Also ich hab dann einfach irgendwann mal angefangen, so Content zu machen im Sinne von, also einfach Daily irgendwas, was in meinem Leben vorkam.
Ich bin losgefahren und hab irgendwie mir 'n Auto angeguckt, was ich mir kaufen wollte und hab einfach so die Leute mitgenommen immer oder einfach, wenn ich im Urlaub gefahren bin oder sonst was und da kam halt immer 'n Feedback. Also man hatte das Gefühl, dass die Leute, ja, das amüsant fanden oder vielleicht haben sie auch über einen gelacht, am Ende des Tages war es im Endeffekt mir egal. Es hat dann mir auch Spaß gemacht und ich hab's einfach weitergemacht. Es gab auch mit den Leuten, ne. Man hat irgendwie gesagt, ey, was sagt dir und man hat viele Kommentare bekommen und ja, irgendwie war das so witzig und dann so bis, ich glaub, so 1, 2 Jahre habe ich das gemacht und irgendwann dann auch nicht mehr, da hatte ich irgendwie auch keine Lust mehr.
Und na ja, im beruflichen Kontext war ich immer schon sehr, ja, erfolgsgetrieben. Ich hatte halt Bock zum Beispiel, also wir haben uns angeguckt, okay, wie funktioniert das? Wie kriegen wir Mitarbeiter? Also brauchen wir irgendwie Employer Branding? Dann müssen wir halt irgendwie, ja, der Welt da draußen zeigen, was für 'n cooles Team wir haben und was wir machen.
Genau das Gleiche auch für Kunden, ne? Was haben wir für Produkte? Warum sind wir interessant et cetera? Und da muss man halt vor die Kamera. Und wie gesagt, da es schon in der Kindheit so zum Teil gemacht habe und mir das Spaß gemacht hat und ich irgendwie jetzt auch nicht so scheu bin, ja, hat sich das so ergeben.
Also man hat ein Video gemacht, 2 Videos gemacht und irgendwann haben wir jetzt 130 auf unserem Kanal. Es es macht Spaß und das ist, glaube ich, so eigentlich der größte Grund. Also warum mach mach ich das überhaupt? Natürlich ist es hat das auch 'n Effekt, aber wenn's mir keinen Spaß machen würde, würde ich's auch nicht machen. Dann würde ich jemanden einstellen, der das macht, ja?
Also dann dann würde ich das nicht selber machen, aber mir macht's halt Spaß und ich find's auch interessant, mich mit Leuten einfach zu unterhalten. Und ich habe das Gefühl, dass ich in dem richtigen Moment schalte und dann vielleicht auch die richtigen Fragen stelle, was ja wiederum für den Zuschauer interessant ist, dass er weiß, okay, wann, ja, was was was habe ich da für Inhalte oder was kommt auf mich zu, wenn ich jetzt den Kanal von Evergreen gucke oder was? Eigentlich sind da noch viel, viel lustigere Sachen bei, die wir auch immer irgendwie in dem seriösen Kontext rausschneiden. Wenn man das mal alles zusammenschneiden würde, ist schon echt auch Also, wir haben wir haben Spaß dabei, kannst halt nicht alles zeigen. Und wenn Du dann irgendwie 'n Video machst von soner, jetzt heute habe ich mir auch 1 angeguckt, weil ich's freigeben musste von son soner Campustour in Österreich, die wir da gemacht haben von dem Hersteller im 'nem Hersteller im Smarthome Bereich, was was da eigentlich so alles gemacht haben und wie Das das war sehr witzig, aber da haut man halt auch Wir sind ja unter uns, hauen auch Sprüche raus und so, das kann man halt den Kunden dann vielleicht nicht zeigen.
Kann man theoretisch, aber so professionell würde ich dann bleiben, dass ich irgendwie sage, okay, wir sind jetzt nicht Comedy, sondern wir machen halt schon 'n seriösen Inhalt. Ja. Mhm. Ja, aber wenn's, man sieht ja auch, wenn's einem Spaß macht vor der Kamera und es nicht immer alles nur bierernst ist. Ja.
Das ist natürlich auch 'n auch 'n auch 'n zum, ja. Genau, da da muss man immer gucken, wo ist die Grenze, ja. Ja. Das sind die berühmten Leitplanken, die grade, wenn's das Thema Personal Branding, Employer Branding, Corporate Influencing auch in großen Unternehmen geht, die die entweder das Unternehmen einem setzt oder man selber sich setzt, ne, worüber spreche ich. Also ich zum Beispiel, ich spreche in meinem Podcast nicht über Politik, hier und da vielleicht mal ansatzweise, aber es gehört hier nicht hin.
Ja. Punkt, ich spreche nicht über Religion und ethische Themen, weil das ist nicht mein Podcast und das sind halt so Grenzen, die setzt sich ja jeder selber und sind doch auch auch wichtig. Ja, und das sage ich meinen Mitarbeitern auch immer. Also, wir sprechen mit den Kunden nicht über Politik oder Religion. Genau, ja, aber das ist eben sein eigenes Thema, also und Genau.
Da kann man sich immer Ja, das und der Anknüpfungspunkt ist ja nicht das. Also ich mach das auch, ich ich hab seit Jahren immer schon, also ich arbeite mit meiner Frau zusammen, wir haben unsere Firma ja zusammen und arbeiten seit 20 Jahren schon gemeinsam selbstständig unternehmerisch. Cool. Und haben eigentlich immer den Anspruch, dass wir einen persönlich guten Draht zu unseren Kunden haben. Also viele Kunden sind zu Freunden, Businessfreund, teilweise auch wirklich persönliche Freunde geworden.
Und trotzdem, auch bei denen, wo ich sage, das sind persönlichere Freunde, ist klar, dass das Thema, also Politik, Religion, ethische Themen, das gehört da nicht rein. Es hat nix damit zu tun, dass ich mit denen jetzt da völlig völlig auseinander bin oder übereinstimme. Es ist völlig egal, es ist nicht unsere Ebene, darüber haben wir uns nicht kennengelernt, darüber sprechen wir. Nee, also das, für mich persönlich ist es einfach, genauso wie ich meinen engen persönlichen Freund, die ich seit 20 Jahren kenne, nicht über über Business spreche, weil das ist nicht der der der Bereich, über den wir uns kennengelernt haben und wo die überhaupt auch nachvollziehen können. Ja.
Was Das stimmt uns bei mir. Spannend, dass Du so gerade sagst, dass Du das mit deiner Frau zusammenmachst und auch schon so lange. Also, ich mach das ja auch mit meiner Frau zusammen, also noch nicht Frau, aber Verlobte. Und ja, ich hab da schon öfter mal gehört, also, dass es auch bei manchen Leuten schief gegangen ist und Definitiv. Find, finde Du halt.
Ja, respektier das auch, dass, also wenn wenn das Leute schaffen, das ist halt auch eine Herausforderung, ne, weil auch da ist dann dieses über Arbeit sprechen und so weiter, das bleibt halt nicht aus, auch ja zwischendurch halt, weil das gehört. Du arbeitest ja so viel, ne. Also wir arbeiten, keine Ahnung, 60 bis 80 Stunden Wochen und irgendwo ist das dann so, das gehört halt so sehr zum Leben dazu, Du kannst ja gar nicht nicht darüber sprechen, das funktioniert ja gar nicht. Ja, und dann Völlig, okay. Wir sitzen auch vielleicht auch glücklicherweise in verschiedenen Büros mittlerweile und bekommen dann nicht so mit, was der andere alles so macht und da wir ein bisschen auch gesplittet sind von dem Standorten, also erzählt man dem anderen Partner dann natürlich, was ist so tagsüber passiert und der, na ja, dann kommt, bleibt das nicht aus, dass man immer wieder mal darüber spricht, auch über die Firmen.
Das ist schwierig dann, das private auch irgendwie, ja, komplett zu trennen. Das geht gar nicht, aber irgendwie will ich's auch nicht, weil es gehört halt zum Leben dazu, also eine 1 klare Trennung gibt es dann nicht. Es ist wichtig, dass Also meine Erfahrung ist a akzeptieren, also meine Frau hatte da irgendwann, ich würde nicht sagen, 'n Problem, aber mir war's irgendwann zu viel und insbesondere der Zeit, als unsere Kinder noch klein waren und sie halt, klassischerweise ist es bei uns halt so gewesen, weil ich mich selbstständig gemacht hab, als unsere Tochter auf die Welt kam und die Firma aufgebaut hab und sie halt viel bei den Kindern war. Das war auch ihr Wunsch. Wir haben 3 Kinder innerhalb von 4 Jahren gehabt, Mitte 20, früh angefangen.
Und da war es für sie halt schon schwer, wenn ich nach Hause kam und dann noch über die Firma sprach, das hat sie genervt. Aber je älter die Kinder wurden, je mehr sie selber auch beruflich tätig wurde, wir haben verschiedene Stationen, verschiedene Tätigkeitsbereiche und Branchen in den Jahren durchgemacht, wurde es immer besser. Und seitdem wir seit 'n paar Jahren rausgefunden haben, dass die beste beste Version ist, dass wir miteinander arbeiten, aber nicht zusammen. Also sie hat ihr eigenes Business, wo ich im Hintergrund ihr helfe. Und wir haben unsere Firma Corporate Studio zusammen, wo sie mir auch im Hintergrund hilft, aber nicht nicht im Vordergrund steht.
Seitdem ist es eigentlich optimal. Wir sitzen nicht gemeinsam im Büro, im gleichen Gebäude, aber nicht gleich im Büro. Wir haben völlig unterschiedliche Kunden. Und seitdem ist es super und da kommt dann auch der Punkt, klare Rollen und Absprachen definitiv und einfach akzeptieren, da das haben wir jetzt beide seit paar Jahren hingekriegt, dass das einfach unser Leben ist. Ja.
Also wir sind auch, keine Ahnung, ich will weiß gar nicht, ich kann's gar nicht mehr erzählen, wie viel Hotelübernachtung wir jedes Jahr haben mit den ganzen Workshops und Betreuungen. Keine Ahnung, bestimmt 100 Tage, 120 Tage im Jahr unterwegs im Hotel, 50000 Kilometer mindestens im Auto. Da hast Du genug Zeit, auf Privates zu besprechen, aber Du musst es halt akzeptieren, dass dass Ich sag immer, ist der Unterschied zwischen 'nem Beruf und 'nem Job. 'N Job ist etwas, da gehst Du hin, da ist klar, Du machst das zum Geldverdienen. Du investierst deine Arbeitszeit, deine deine Energie für dich.
Meiner Meinung nach arbeitest Du immer für dich, auch wenn Du angestellt bist. Und 'n Beruf ist halt deiner Berufung folgend und dann ist es dein Leben. Ja, finde ich auch. Also es, man muss ja einfach akzeptieren, dass es dazugehört und dass es einen großen Teil des Lebens einnimmt und deswegen auch, also man das nicht trennen kann und man muss es ja auch nicht trennen. Ich wenn man das verstanden hat, dann ist es auch nicht so schlimm.
Manchmal gibt's auch 'n Moment, wo man sagt, ey, komm, lass mal jetzt nicht mehr über die Firma reden. Ja. Dann merkt man so selber, aber es fallen halt immer wieder einem Sachen ein, ne, und dann mag man die ja auch erzählen oder will man die erzählen, weil sonst vergisst man's vielleicht auch wieder oder na ja. Also wir haben da jetzt kein klares System oder so, aber ich weiß nicht, wie ihr das macht. Man man macht's einfach nach nach Feeling.
Intuitiv. Also irgendwann haben wir uns schon hingesetzt durch, sag ich mal, etwas härtere Zeiten, die entstanden sind, weil's, ich sag mal, durch fehlende Absprachen 'n bisschen bisschen geknirscht hat und dann bewusst hingesetzt und okay, ne, was ist jetzt die Rolle von jedem? Was willst Du eigentlich? Wo willst Du hin? Und dann hat sich das über 'n paar Jahre so gesettelt und seitdem klar ist, wer was macht und die Fronten, na, Front klingt zu blöd, aber weißt Du, so auch die Leitplanken geklärt sind, ist es rein intuitiv.
Also es ist wie Beziehung an sich, es ist Arbeit, 'n ganzes Leben lang, ne. Also da muss man halt einfach dranbleiben. Aber ist ja nicht schlimm. Ist ja was Schönes. Ja, cool.
Sag mal, wann Du hast ja irgendwann für dich entschieden, so jetzt das Thema für uns, wahrscheinlich Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter zu kriegen, aber auch Kunden, jetzt gehen wir auf das Thema Video. Wann hast Du denn erkannt, dass das Thema Video 'n echter Wachstumsmotor sein kann, euch wirklich nach vorne. Gab's da son bestimmten Moment, wo Du gesagt hast, ich erinnere mich nämlich gerade an unser Vorgespräch, wo Du sagtest, ja manchmal werde ich jetzt auch hier in meinem privaten Umfeld schon auf Youtube angesprochen. Gab's da irgendwo so einen einen Punkt, wo Du gesagt hast und das war der 1. Kunde, der sagte, Mensch, ich hab hier dein Video gesehen, deshalb komme ich zu euch?
Oder war das son schleichender Prozess und das ist irgendwann dir bewusst geworden? Ich würde sagen, es war son schleichender Prozess, aber, also es es ist halt so, haben wir auch grad drüber gesprochen, also dieses Thema Vertrauen und also einmal den Kunden gegenüber, dass man sich vielleicht in der Sache auskennt und dass man sich öffentlich äußert. Das ist auch noch mal etwas anderes. Wenn ich zum Beispiel beim Kunden sitze und ich erzähl dem was, dann kann ich erst mal alles Mögliche erzählen. Und in dem Moment, wo ich aber in die Öffentlichkeit gehe und das Gleiche sage, festigt das noch mal, dass das, was ich sage, wahr sein müsste, weil sonst würden ja, ich mach mich ja angreifbar.
Also, ne, dass ich zum Beispiel sage, okay, der, keine Ahnung, jetzt beispielhaft, irgendwie dieses Produkt kann das und das und das und ich könnte ihm mehr das Blaue vom Himmel versprechen in einem persönlichen Beratungsgespräch, was dann nicht so ist und durch sone öffentliche oder durch son Video, was öffentlich ist, ja, verstärkt das irgendwie noch mal so die Glaubwürdigkeit den Trust beim Kunden und auch einfach wiederkehrende Fragen. Also zum Beispiel, sagen wir mal, ich war ja jetzt beim Kunden, hab den beraten. Das war ja anfangs so, dass ich auch noch viel selber beim Kunden war, mittlerweile immer nur so kompliziertere Projekte, aber faktisch, wenn die Frau nicht da war und der Mann das Gespräch geführt hat oder andersherum, dann ist es so, dass der Kunde in dem Moment, wo die Frau nach Hause kommt, das nicht mehr so gut wiedergeben kann, was ja logisch ist, weil er einfach nicht vom Fach ist. Was ich aber gemacht habe, ich hab dann gedacht, okay, wir machen diese Themen, die zum Beispiel relevant sein könnten, beispielsweise Notstrom oder dynamische Stromtarife. Was ist das überhaupt?
Und ne, da das, was den Kunden vielleicht grade auch interessiert, dazu machen wir kleine Videos. So hat das angefangen und haben dann gesagt, ja, quasi wenn wenn Sie wenn wir das Angebot verschickt haben, wenn Sie das irgendwie noch mal nachschauen möchten oder mit Ihrer Frau zusammen gucken könnten gucken möchten, dann hier der Link, da ist bei Youtube 'n Video, dann brauchen Sie das nicht selber erklären, sondern da ist es noch mal genau detailliert erklärt, wie wir es machen und wie es funktioniert. Und das ist halt sehr hilfreich gewesen in dem Moment, ja, für den Verkauf. Also wir haben ja auch mittlerweile einige Außendienstmitarbeiter, die die das machen und die haben's natürlich auch für sich genutzt. Aber ja, das war so der, ich würde sagen, der Anfang, wo wir gesagt haben, das waren die ersten Videos, wo wir dann immer wiederkehrende Themen, die wir ohnehin immer wieder erklärt haben.
Und dafür haben wir gesorgt, damit haben wir dafür gesorgt, dass, ja, die Information auch richtig bei dem Partner vielleicht ankommt und ja, man das wirklich versteht. Vielleicht versteht man's auch im Gespräch nicht, weil wenn man, ich sag mal, sone PV Beratung, die geht zwischen 60 und 90 Minuten, vielleicht auch manchmal 2 Stunden. Es kommt son bisschen auf das Projekt an, je nachdem, wie detailliert man das macht. Und wenn jemand viele Fragen hat, es ist auch schon umfangreich, gerade Also für mich jetzt nicht, wenn ich das schon hundertmal gemacht habe, dann ist das alles selbstverständlich. Aber für jemanden, der vielleicht das Erstgespräch grade hat, ist das einfach viel und der kann sich nicht alles.
Also wenn er nicht mitschreibt oder das aufnimmt, dann kann er das alles nicht wiedergeben. Und deswegen haben wir das gemacht und das hat halt geholfen. Also wir haben gemerkt, es hat einen Effekt und haben dann einfach weitergemacht mit, ja, haben gesagt, okay, das interessiert die Kunden, das interessiert die Kunden, das ist 'n interessantes Thema und da fahren wir hin, wollen wir da nicht auch 'n Video machen und so haben wir jetzt, ja, die Bandbreite an Videos sozusagen. Mhm. Ja, dieser gerade dieser Erklärfaktor kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich hab das für mich irgendwann mal festgestellt, dass es gerade in der Angebotsphase, nur bin ich halt ausschließlich im b-two-b-Bereich unterwegs. Da hat man allerdings eine ähnliche Situation, nur 'n, sag ich mal, eine größere Gruppe manchmal, die Entscheidungen mit trifft. Da gibt's nicht nur eine Partnerin und Partner, sondern 'n ganzes Buying Center. Die werden auch zumindest alte Vertriebhasen, sagen wir das, seit den letzten 20 Jahren immer größer. Und hast dann nachher 10, 15 Leute, da sitzen die darüber, über das Projekt entscheiden, weil's ja auch nicht nur 50 Euro geht.
Aber Du hattest nur mit zweien, die halbwegs vom Fach sind, vorher gesprochen. Und dann kommt, das hab ich am Anfang 'n paar Jahren wirklich so erlebt, schreibst 'n zehnseitiges Angebot, alles detailliert. Dann kommt nur die Rückmeldung vom Vertrieb, nee, also, nee, also dafür die Summe, da können wir uns ein ganz normales Videokonferenzsystem kaufen. Das kann das auch. Und dann den Leuten erklären, nein, wir machen ja 'n Gesamtkonzept aus Beratung, aus Betreuung, Einrichtung 1 Videostudios und und und.
Jung hat festgestellt, das Angebot als Video zu erklären, ne, als kleine Videobotschaften zu erklären, was ist das eigentlich alles? Und es ist das gleiche in Grünen, dass die nicht nicht anwesende Partei, die ja mit mitbestimmen und mitentscheiden soll, den gleichen Informationsstand hat wie der oder diejenige, mit der ich das Gespräch hatte. Ja, genau. Also, ich denke auch, das ist hilfreich und wenn Du erklärungsbedürftige Produkte hast, ist ja auch wieder immer wieder 'n Thema, ne. Je nachdem, was Du verkaufst, ist das ja auch noch mal die Beratungsintensität eine andere auch.
Und auch Prozesse wie zum Beispiel wiederkehrende Fragen jetzt auch im ja im Backend, sage ich mal, wenn wir jetzt quasi 'n Kunden abgeschlossen haben, den Auftrag, dann kommen da Fragen, also sind ja oft die gleichen Fragen, zum Beispiel Internetverbindung vom Wechselrichter. Also ich hab irgendwie 'n neuen Router und muss jetzt den Wechselrichter wieder ans Internet kriegen. Wie mache ich das? Ja, gut, bevor ich den Innendienst damit beschäftige, drehe ich 'n Video ab, also der das immer wieder erklärt, drehe ich 'n Video ab und schick das dem Kunden. Und wenn er dann nicht weiterkommt, kann ich ihm immer noch helfen.
Aber das Video Also Klausi, unser Marketingmitarbeiter, der, ja, sagt immer, wie viel Also wir haben sehr viel Sendezeit in Stunden gerechnet. Ich weiß jetzt gerade nicht aufs Kopf, aber er rechnet das immer so in Arbeitstagen, wie viel wie viel das Video oder Youtube für uns arbeitet, indem das Video Ja, Spaß. Den Leuten die ganze Zeit was erklärt. Und war's natürlich enorm. Das ist ja auch 1 der wichtigsten Effekte von Videos.
Es ist leider etwas, was in vielen, vielen Unternehmen und grade im deutschen Industriemittelstand ja immer noch nicht angekommen ist. Es es spart dir wirklich Manpower und Arbeitszeiten. Muss nicht überall funktionieren, ist auch nicht für alle sinnvoll. Ja. Aber es ist immer interessant, wenn wir in Unternehmen reingehen und wir starten die Zusammenarbeit immer mit sonem Strategie- und auch Aufklärungsworkshop, wo wir für Unternehmen, wenn die jetzt sich entscheiden, wir wollen 'n Thema Videokommunikation bei uns stärker einsetzen.
Mal zeigen, was alles möglich ist. Das sind immer sehr viele o und a, weil ja, ich sag mal, 80 Prozent der Möglichkeiten und Use Cases kennt man halt nicht, ganz zu schweigen von den technischen Möglichkeiten. Und es ist eigentlich immer der Wunsch, nach Zeitersparnis, Manpower, Sparen. Und natürlich auf der anderen Seite mehr Kunden gewinnen durch Sichtbarkeit und mehr Umsatz machen, aber witzigerweise ist bei den meisten wirklich das Thema, wie kann ich damit Zeit sparen und einfach mein Team auch entlasten? Weil ich hatte jetzt grade kürzlich bei 'ner Bank, da gibt's eine, sag ich mal, eine hochqualifizierte Fachkraft, die jeden Monat dreimal bestimmtes Thema Leuten erklären muss im Unternehmen.
Dreimal im Monat. Wir reden jedes Mal, sie sagt, sie läuft von 'ner Stunde bis 90 Minuten, jedes Mal draufgehen. Das ist der völlige Wahnsinn. Dafür ist die Person viel zu teuer, ne. Ja, hundertprozentig.
Also wiederkehrende Prozesse, auch so Onboardings und so weiter, Das kann man auch alles mit Video machen, ich sag mal, keine Ahnung, wie stempel ich mich morgens ein, wie melde ich mich krank, wie ist die Hierarchie im Unternehmen und wie sind die Abläufe? Alles, was immer wieder, immer wieder in gleicher Form gemacht wird, Das kann man ja alles digitalisieren im Video, kann man quasi auch dann immer, wenn 'n neuer Mitarbeiter anfängt, die Prozesse muss nicht die mein Mensch erklären. Also mit KI, wir haben da letztens mal was ausprobiert, da habe ich auf Japanisch auf einmal gesprochen, das war auch in Ordnung, also. Selbst wenn der Kollege vielleicht kein gutes Deutsch spricht, dann kriegt er das Onboarding in seiner Sprache, dann weiß ich ganz sicher, der hat's verstanden und der unterschreibt auch, dass er das geguckt hat und dann anschließend kommt er zu den deutschen Kollegen trotzdem und spricht Deutsch, aber er hat ganz wichtig, er hat verstanden, wie die grundlegenden Dinge funktionieren, das ist halt das. Also da sind wir auch gerade dran, also ich hab so viele Themen, also im Bereich Video, das kann man wirklich viel machen, also wohl intern als auch, ja, für den Kunden oder halt fürs Employer Branding und die Zeit rennt weg, ja.
Das ist das. Das stimmt, ja. Aber wie sieht das Die die Zeit muss man sich nehmen, genau was, was wir grad gesagt haben, wieder die Zeit zu sparen hintenrum dann. Genau, man muss erst mal investieren, wie bei allem, ne. Erfolg kommt durch Zeit oder Geldinvest.
Wie sieht das denn aktuell, also sag ich mal, typischerweise bei euch aus? Jetzt mal, sagen wir mal, auf der einen Seite natürlich Youtube Videos, aber auch wenn Du sagst, wir haben so interne Schulungen, Kundeninformationen. Wie wie wie läuft bei euch 'n das Prozedere? Wie macht ihr das? Es kommt jetzt die Idee rein, lass uns mal zum Thema x y, das haben jetzt irgendwie schon 30 Kunden gefragt.
Und einen Punkt, ich weiß nicht, ob ihr's auch schon macht, ist natürlich auch Kunden onboarding. Kunde hat unterschrieben, zugesagt. Es gibt natürlich auch 'n Haufen Informationen, die ihr braucht, was jetzt die nächste Zeit betrifft. Wenn son Fall reinkommt, dass dass ihr feststellst im Team oder Du feststellst, da müssen wir jetzt mal echt gucken, das frisst mir die Zeit weg. Wie setzt ihr euch dann ran, daraus 'n Video zu zu erstellen und was sind so die Arbeitsabläufe typischerweise?
Ja, also ich muss sagen, eigentlich bekommen wir das immer viel zu spät mit, also bekommen das immer erst mit, wenn das irgendwie Wellen schlägt, ne. Dann hat jemand irgendwie eine Aufgabe nicht geschafft oder man hat, keine Ahnung, keine Zeit gehabt, man hat irgendwas nicht abgearbeitet rechtzeitig oder weiß ich nicht, weil dann merkt man, okay, was was war denn der Grund? Ja, weil ich hab hier und da und das musste ich noch machen und ich hab die Fragen, die Kunden haben angerufen und irgendwann so in Teammeetings merkt man so, ah okay, also da kommt immer wieder immer wieder das Thema auf, immer wieder das gleiche Thema zu irgendwie ja, gleiche Fragen zum Thema PV Wechselrichter oder Speicher oder zur Installation im Inbetriebnahme, was auch immer. Und dann, ja, spätestens dann sagt man, okay, gut, man man misst es dann, also sie sagt dem Backoffice tatsächlich so, ja, schreibt euch das mal auf. Was sind denn so die wichtigsten Themen oder am häufigsten, was wird am häufigsten gefragt?
Also da, wo kann ich sozusagen den Hebel am größten, wo ist der Hebel am größten? Und fange ich damit an, also wenn er jetzt, keine Ahnung, ich mache jetzt dieses Beispiel mit der WLAN Anbindung, dann sage ich, ja gut, die WLAN Anbindung am Wechselrichter, das ist jetzt das, was am häufigsten gefragt wird beispielsweise. Dann sagen wir intern oder mit sprechen wir mit Marketing. Also ich kann's dir jetzt gerade auch nicht mal genau sagen, wie es funktioniert, aber unser Elektromeister und das AC Team, also die Elektriker, die machen das ja auch. Und dann sagt man, okay, dann machen wir jetzt 'n Termin, einmal Marketingabteilung mit den Elektrikern, dann wird sich hingesetzt, einmal besprochen, es wird kurz durchgegangen, wie funktioniert das Ganze denn?
Vielleicht macht man auch einfach eine Aufnahme, weil die Kunden haben ja eine App. Diese App macht man einfach eine Bildschirmaufnahme und auf der auf und macht diese Einstellung am Handy einmal und dann legt man da eine Stimme drüber. Das macht dann La Celle zum Beispiel, also der macht bei uns die Videos. Schöne Grüße an der Stelle, richtig guter Mitarbeiter. Der gibt wirklich Gas, haut gerade rein und kümmert sich den ganzen Video Content Und ja, der der macht dann quasi das Skript und alles drumherum, der sorgt dafür, dass es da beim Kunden richtig ankommt.
Also er holt sich die Infos, ja, verwandelt das dann in ein Video, macht quasi die ganzen, die man braucht, dazu fertig, dass das Video irgendwie spannend ist. Bei 'nem Erklärvideo ist es jetzt nicht ganz so viel natürlich dann und dann macht Klausi zum Beispiel jetzt noch den, ja, son Inhaltsverzeichnis fertig, ne. Das heißt, an welcher Stelle? Vielleicht erklärt man auch die komplette Inbetriebnahme und dann sagt man ab Minute 3 ist das Thema, ab Minute 7 das Thema, dass der Kunde sich da einfach durchklicken kann. Na ja, und dann wird das einmal zur Freigabe gegeben, dann an die Geschäftsführung, also an mich in der Regel bei solchen Sachen.
Ich guck da auch noch mal drüber und na ja, dann stellen wir das online beziehungsweise wir stellen das unseren Kunden zur Verfügung, dann wird das quasi implementiert in Mhm. In Workflow beim Backoffice. Da ist zum Beispiel beim bei der Abschlussrechnung kommt dann son Link mit bei oder irgendwie eine PDF Datei mit Erklärungen. Zum Beispiel da haben wir Marktstammdatenregister erklärt, wie funktioniert das? Wie trägt man sich da ein?
Und dann hat man das einfach in Form 1 Links da hingeschickt und gesagt, wenn Sie noch Fragen haben, gucken Sie dieses Video oder wenn Sie die Inbetriebnahme noch irgendwas verpasst haben, dann gucken Sie doch gern das Video an. Und wenn man dann nicht weiterkommt, melden Sie sich gerne. Aber der Kunde kann sich da sechsmal nacheinander angucken und es frisst uns keine Zeit. Nicht, dass wir nicht helfen wollen, ne, also im Gegenteil. Aber es ist vielleicht dann einfacher, das so zu machen für alle.
Aber dann Ja, ja, Du kannst ja. Von vorne bis hinten ungefähr grob, wie's abläuft, ja. Ja, definitiv. Alles gut, es ist definitiv eine Zeitersparnis. Und vor allen Dingen ein Faktor, der häufig auch unterschätzt wird, ist, Du kannst es dir angucken, wann Du willst.
Das heißt, Du hast aus Sonntagnachmittag 16 Uhr die Hilfe. Kannst selber bestimmen, wenn Du die Informationen brauchst, dass Du sie die holst, ne. Währenddessen, sag mal, Support Hotline würdest Du wahrscheinlich son am Sonntagnachmittag 4 nicht unbedingt erreichen. Genau, oder halt am Abend 10, wenn 1 nach der Spätschicht dann aber noch nicht müde ist und dann sich damit befassen möchte, dann kann er da trotzdem da dran gehen und sich das angucken, ne. Also es es es ist für alle besser, ist einfach so.
Weil Du grad son bisschen Prozess beschrieben hast, da seid ihr ja dann schon, wenn Du jetzt 'n Video machst, zu dritt involviert. Würdest Du sagen, ich meine, das ist ja auch da, es ist ja, es ist da, Zeit zu sparen, aber gibt's für dich irgend 'n Faktor, wo Du sagst, Mensch, das ist jetzt grade bei dem Thema Video unser größter Engpass? Na, also wir könnten natürlich viel mehr produzieren, wenn was einfacher und schneller ging. Wenn wir mehr Zeit hätten, ja. Da ist ja alles immer so.
Genau, also ich Was ist denn die Zeit? Ja, operatives Geschäft, wir bauen halt, wir wachsen ja weiter. Wir bauen das STAK Gewerk gerade aus und, also, wir haben halt feste Termine für Videos. Wir haben jetzt gerade auch 'n Umzug hinter uns. Wir hatten hier 2 Büros, also einmal unser Hauptlager in Weinhorst und einmal 'n Showroom.
Den Showroom haben wir jetzt zugemacht und sind jetzt nach Bissendorf gezogen, dort haben wir Eigentum, wollen dann auch eigentlich noch mal komplett neu bauen, aber auch der Umzug, der hat ja Zeit gefressen, aber auch einfach operatives Geschäft. Ich bin da auch noch mit drinnen. Also es ist nicht so, dass ich nichts mache und das das ist so die Vorstellung, dass man irgendwann mal der Laden läuft, ohne dass man selber irgendwie da was großartig machen muss oder einfach nur noch Entscheidungen vorgelegt bekommt, ja, nein. Aber wie gesagt, ich arbeite ja auch gerne und ich mir ist das einfach zu wichtig, dass ich's jetzt loslasse und ich ich kümmere mich darum, gerade sehr viel Mitarbeitergewinnung und Recruiting. Also weil das Wir haben 'n sehr großen Backlog für Wärmepumpen und also ich Ja, wir schaffen sozusagen weniger pro Monat aufzubauen, als wir aktuell verkaufen und das ist natürlich 'n Problem.
Ist 'n schönes Problem, aber ist trotzdem ein Problem und ja, da arbeiten wir zum Beispiel sehr stark dran und einfach, weil, ja, gute Mitarbeiter zu finden ist einfach auch schwer und ich möchte diese Verantwortung ungerne an andere übergeben. Also ich hab mittlerweile 'n gutes gutes Gefühl für Menschen, gute Menschen kennen das. Natürlich kann man immer nur, ja, vor die Stirn gucken, aber ich mach überwiegend die Vorstellungsgespräche gerade alle selbst Mhm. Und möchte es auch so, weil so groß sind wir noch nicht, dass ich sagen kann, okay, an der Stelle muss ich das jetzt übergeben und ja, dadurch habe ich natürlich dann im besten Fall auch 'n besseres Ergebnis oder erhoffe ich mir, dass ich das selber mache, dass ich dann die richtigen Leute habe. Weil ich merke einfach mit, ja, damit steht und fällt einfach sehr vieles.
Mit Mitarbeitern ist einfach ein schwieriges Thema grundsätzlich. Ja, will er jetzt nicht so weit ausschweifen, der ein oder andere wird es ja auch gucken, aber grundsätzlich ist es so, dass es es ist einfach, ja, schwierig, wirklich 'n gutes Team aufzubauen. Und wir sind jetzt sehr lang dabei, ja, es ist sehr lang, also 3 Jahre eigentlich gar nicht so lang, aber dafür haben wir doch schon ein gutes Kernteam, ne, wo man sagt, och, die stehen hinter der Firma, die Leute. Manche machen dann den Job einfach nur, weil sie ja arbeiten müssen, Geld verdienen und andere wiederum, die haben halt Bock, die man merkt, so, auf die kann man sich verlassen und die sind da und die arbeiten, die gucken aber nicht auf die Uhr. Und das ist natürlich auch 'n wichtiges Thema, also mit Mitarbeitern.
Ich hab letztens von Frank Thelen auch son Podcast gehört, da hat er das auch gesagt. Er hatte irgendwie Teams mit über 100 Leuten und jetzt hat er irgendwie nur noch 12 und ich fand das krass, weil er er hat gesagt, ich hab einfach keine Lust, den Leuten mehr in den Arsch zu treten. Ich ich will das nicht mehr. Ich will nicht die Leute motivieren. Ich hab da keine Lust mehr drauf und ich merke das auch, ist sehr anstrengend, sehr anstrengend immer die Leute zu motivieren, immer wieder hinzugehen und sagen, hey, komm, mach doch mal oder zu kontrollieren.
Man will das ja eigentlich gar nicht, aber man muss es halt machen. Das geht nicht anders. Und na ja, damit bin ich jetzt sehr stark beschäftigt, einfach ein geiles Team aufzubauen. Das ist mir sehr wichtig, weil ich ja irgendwann den Wunsch habe natürlich, dass ja, ich einfach 2 Wochen wegfahren kann und das Ding läuft trotzdem weiter und ich nicht die ganze Zeit am Laptop oder am Handy sitzen muss, weil aktuell ist es so, selbst wenn ich im Urlaub bin, dann bin ich halt trotzdem jeden Tag mindestens ein-, zweimal am Laptop, weil's nicht anders geht. Und das hält mich davon auf, davon ab, gerade noch mehr Videos zu drehen.
Genau, das war eigentlich der Ja. Aber Du sagtest ja schon Recruiting, da setzt Du ja auch Video ein. Genau, Recruiting, also im Videos im Sinne von, wir machen Meta Ads, also im Endeffekt rekrutieren wir über Social Media, da machen wir immer coole Werbeanzeigen in Form von Videos. Wir haben auch Creatives, einfach jetzt mal irgendwie Bilder oder Animationen, aber Videos funktionieren einfach am besten und auch da so authentisch wie möglich einfach sagen, man muss sich schon Gedanken machen, aber einfach sagen, was braucht man denn eigentlich wirklich? Und ja, das einfach dann in die Kamera sprechen.
Also das, habe ich gemerkt, funktioniert am allerbesten. Wenn ich da mich hinsetze oder ich fahr Bulli und film mich nebenbei oder irgendeiner filmt mich und die sprech dann in die Kamera und es ruckelt auch noch dreimal dabei, dann hat man auf einmal der Bewerber. Genau. Ja, weil sie können sich identifizieren, weil das ist ihr Arbeitsalltag später, ne. Das ist ja das, was grade bei auch größeren Unternehmen immer noch nicht angekommen ist.
Dass Authentizität auch bedeutet, dass es halt nicht perfekt ist. Und das Erschreckende fand ich, eine Freundin meiner Frau, die ist Person Branding Fotografin und die in irgend 'nem Beitrag da ging's darum und da schrieb sie drunter und hatte da irgendwie mich, glaube ich, erwähnt beim Thema Video, da ging's darum, dass es immer noch Unternehmen gibt, die Stellenanzeigen ohne Fotos, also noch nicht mal Video, sondern noch nicht mal Fotos drin haben, also keinerlei Gesicht, also noch nicht mal irgendwas und sich dann wundern, dass sie keine Bewerber kriegen. Also gut, ich bin jetzt nicht, mich tangiert das nicht, ich war in meinem ganzen Leben eineinhalb Jahre angestellt in der Firma meines besten Freundes. Ich hab jetzt auch aktuell keine festen Mitarbeiter, aber ich hör's halt andauernd in Unternehmen, dass es 'n Problem ist. Und dann schauen wir uns an, wie der Recruitingprozess läuft und ganz ehrlich, die wenigsten haben Videos, geschweige denn vernünftige.
Häufig sind's irgendwelche abgelesene zusammengestammelten Texte mitm Teleprompter, wo Du direkt merkst, das ist nicht authentisch, weil das ist 'n vorgegebender Text, den die Person so nicht sprechen würde. Mhm. Und es ist völlig ausm Kontext gerissen, ne. Also jemand sitzt irgendwo im Konferenzraum und spricht 'n auswendig gelernten Text runter. Das hat ja mit der späteren Arbeitssituation ja gar nichts zu tun.
Währenddessen, wenn Du im Auto sitzt aufm Weg zum Kunden und da das Video drehst, dann zeigst Du dich ja quasi, ne, in deinem beruflichen Umfeld. Ist ja eigentlich völlig logisch, dass das besser funktioniert, aber Also diese perfekten Videos, die wir da machen, die performen tatsächlich schlechter als diese, die man einfach so zwischen Tür und Angel macht, gefühlt, wenn ich irgendwie gerade, keine Ahnung, zum Bulli laufe von meinem Büro, dann das Video zwischendrin mache. Das funktioniert, ja. Also, das ist halt, man muss viel ausprobieren auch, weil ich denke, auch von Branche zu Branche unterscheidet sich, ne, irgendein Architekt, der würde vielleicht nicht sone Action und bei der Bewerbung oder vielleicht jemand, der programmiert und sowieso irgendwie sich, ja, einschließt und alleine die ganze Zeit mit Kopfhörern aufm Ohren sitzt und irgendwas, keine Ahnung, tippt den ganzen Tag oder ein Handwerker, der dann mit 'nem Zollstock und weiß ich nicht, irgend 'n Werkzeugkoffer durch die Gegend rennt, der der will vielleicht auch anders angesprochen werden. Aber ich glaube, dass das man muss einfach probieren.
Man muss man hat ja auch, also ganz ehrlich, da kann mir keiner mehr sagen, heute, Du hast KI, Du hast ChatGPT, nutz es. So, das da hast schon die Skripte zu schreiben heute, das ich mach das wirklich supereinfach, superschnell. Ich brauche da nicht viel Power und ich guck mir auch, also es ist ja auch kein Geheimnis, wie das funktioniert. Du guck dir einfach an, wie andere das machen und ja, ich sag nicht, Copy, Paste, aber bring da deinen eigenen Touch rein, mach es ähnlich oder oder mach's besser sogar noch im besten Fall, ne. Also was fehlt dir noch mal?
Also ich glaube, man muss das Rad hier nicht mal neu erfinden, aber in jetzt in der Zeit, wo KI gerade, ja, da ist und man sie so nutzen kann, dann kann mir keiner erzählen, dass man das nicht hinbekommt. Also da brauche ich auch keine Agentur für, die das macht. Und eine Handykamera, die gut genug ist, hat auch jeder. Also brauche ich auch kein Equipment. Ich mach das mit meiner Frontkamera von meinem Handy teilweise und das funktioniert.
Also es ist, ich brauche kein Superequipment dafür. Natürlich hat hier gerade unser Videograf, er hat dann seinen Anspruch auf bei Youtube, dann will er halt eine bestimmte Qualität haben bei den Videos und das finde ich auch gut, aber man muss es nicht immer so haben, ne. Also das startet doch einfach, fangen an. Und in Bezug auf Recruiting, ja, wir machen jetzt so Mitarbeitertestimonials, das damit haben wir jetzt erst angefangen, also in Form von Videos und na ja, wir haben so Teamevents immer wieder mal. Zum Beispiel waren wir letztes Jahr Paintball spielen und Card fahren und wenn man jetzt mal so auf unseren Youtube Channel geht, dann sieht man da auch 'n Video von, ne.
Was haben wir da gemacht? Ich interviewe meistens die Leute immer vorher. Manche finden's auch nicht so gut und mögen's nicht so gerne, aber am Ende finden das Video alle irgendwie dann doch cool und freuen sich auch, dass sie dann was gesagt haben, weil es ist halt witzig einfach und man zeigt son bisschen Ausschnitte, dass wir Spaß haben, dass wir aktiv sind, dass wir, ja, irgendwie als Team was Cooles machen und das sorgt natürlich auch. Also wir hatten jetzt 'n Bewerber, der hat dann Man man erzählt davon vom im Vorstellungsgespräch, ne, dass wir dann hier hier und da mal was unternehmen und so und dann sagen die Leute dann schon so, ja, habe ich bei Youtube gesehen, ihr wart Kart fahren, cool und so weiter und das das gibt halt ja auch 'n ganz anderen Touch, das Unternehmen, ne, ist ja, das sind am Ende alles Menschen mit Persönlichkeit und ja, das das kommt dann auch anders rüber, nicht mehr so kalt, wie es früher mal war. Ich glaub, Du musst es heute auch einfach so machen, weil es geht ja gar nicht mehr anders.
Also ich denke, es machen auch trotzdem Leute, ja, wie Team Events, aber die nehmen keine Kamera mit und wir machen immer, die Kamera nehmen wir immer mit und es ergibt sich immer irgendwas Cooles. Also vielleicht kleiner Tipp, wenn das jemand noch nicht macht und das gerade hört, dann packt einfach mal eine Kamera nix Mal mit ein. Sehr schönes Schlusswort, denn wir sind bei 54 Minuten und ich habe die ganze Zeit gedacht, Mensch, prima, weil das ist natürlich jetzt auch sehr motivierend für alle, die jetzt den Podcast hören, dass Du auch aus Erfahrung im Recruiting sprechen kannst. Und ich seh es absolut genauso wie Du auch. Man kann natürlich jemandem mit dem Vorstellungsgespräch eine ganze Menge Versprechen und erzählen, was man alles im Unternehmen an Benefits, an Vorteilen bringt.
Aber wenn's dazu auch noch, ich sag mal, den Videobeweis über 'n Fußball gibt durch den Youtube Kanal, dann hat das Ganze natürlich eine ganz andere Gewichtung. Ja. Igor, ich dank dir vielmals für deine Zeit. Wir könnten wahrscheinlich noch über viele andere Dinge sprechen, was wir gerne noch mal machen können in der zweiten Folge. Aber ich find das nämlich superspannend und großartig den Grad im Handwerk.
Wir hatten ja schon im Vorfeld kurz gesprochen. War letztes Jahr war mit unserem Team und unserem Studio auf der Herocon, dieses Jahr sind wir wieder da und produzieren den offiziellen Herocon Videocast. Und ich fand's erschreckend bei dieser Veranstaltung, die ist ja sehr, sehr modern. Intern nennt man sie auch die OMR des Handwerks. Fand ich absolut klasse.
Ich wollt ursprünglich mal Schreiner werden vor 100 Jahren gefühlt, deshalb schlägt mein Herz auch 'n bisschen fürs Handwerk. Meine Tochter hat's gemacht, die hat eine Tischlerlehrer angefangen, dann leider dann doch abgebrochen. Ich fand's trotzdem erschreckend, als viele Experten, die sich Digitalisierung im Handwerk da kümmern, sich damit beschäftigen, sagen, dass weniger als 10 Prozent der deutschen Handwerksbetriebe so modern denken und aufgestellt sind, wie ihr es jetzt seid oder andere. Und deshalb finde ich's immer super, wenn man darüber berichtet wird und aus der Praxis Beispiele kommen, die zeigen, dass es halt hier nicht Selbstzweck geht, denn da bin ich absolut bei dir. Also nutzen vor Selbstzweck, man braucht jetzt keine High End Kamera für 10000 Euro, wenn das Ganze nachher nicht den Nutzen widerspiegelt.
Insofern, danke für deine Beispiele. Und an alle, die zugehört haben, ich hoffe, es hat euch viele Inspirationen mitgegeben. Ich hoffe, ihr konntet einiges Neues lernen. Auch dem dem Hörer, der sich gewünscht hat, dass ich das Interview mit dir mache, wünsche ich hoffe, dass es dass es wie wie erwartet war. Das fand ich total klasse, dass dann Feedback kam, Mensch, interview doch mal den Ego Lang.
Ja, und ansonsten würde ich sagen, bis zum nächsten Mal, hat mich sehr gefreut und ein schönes Wochenende noch. Bis dann, tschüss. Dankeschön, tschau. Tschau. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0.
Und denk immer daran, wenn es mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit.
Veröffentlicht mit CiteCast