#189 - Christian Schmidt: Warum der Mittelstand Gesichter statt Logos braucht
Worum es geht
Florian Gypser spricht mit Christian Schmidt, CEO der Keil Befestigungstechnik GmbH, darüber, warum Mittelständler heute Gesichter statt Logos zeigen müssen. Im Zentrum steht Sichtbarkeit als Überlebensstrategie: Wie ehrliche Kommunikation Vertrauen schafft und warum Authentizität wichtiger ist als Hochglanz-Perfektion. Neben Vertrieb, Humor und Mut zur Persönlichkeit gibt es persönliche Einblicke in Christians Blick auf Unternehmertum.
Autor: VIDEO RELOADED
Zu Gast
Christian Schmidt ist CEO der Keil Befestigungstechnik GmbH und gilt als einer der sichtbarsten Vertreter des deutschen Mittelstands. Er steht für eine klare Haltung: Sichtbarkeit ist keine Gefahr, sondern eine Überlebensstrategie.
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Transkript
Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Ich freue mich riesig über meinen heutigen Podcastgast, der jetzt schon zum zweiten Mal dabei ist. Vor fast einem Jahr hatten wir schon mal das Vergnügen, allerdings vor Ort bei ihm im Unternehmen zusammen, ja, mit der Inhaberin des Unternehmens, nämlich Christian Schmidt.
Er ist CEO der Firma Keil Befestigungstechnik und 1 der sichtbarsten Vertreter des deutschen Mittelstands. Als Geschäftsführer 1 traditionsreichen Familienunternehmens steht er für modernen Wandel, klare Haltung und die Überzeugung, Sichtbarkeit ist kein Risiko, sondern sie ist Überlebensstrategie. Ja, und darum sprechen wir auch heute darüber, warum der Mittelstand endlich Gesichter braucht und keine Fassaden im Sinne von Logos, wie Kommunikation Vertrauen schafft, warum Authentizität wichtiger ist als Perfektion und vielleicht schaffen wir auch die Verbindung herzustellen, was Cem Miroquay mit Fassaden zu tun hat. Und was ich total vergessen hatte, Christian ist nicht nur CEO von Keil, sondern ich hab in seiner Selbstbeschreibung eine ziemlich zutreffende, wie soll ich sagen, Definition seiner Person gefunden, für die ich auch sehr dankbar bin, nämlich er ist einfach ein geiler Typ. Grüß dich Christian.
Schön, dass Du hier bist. Ja, vielen Dank. Alles mit dem geilen Typen kann ich unterstreichen, aber hab ich das geschrieben? Nein, das habe ich nicht geschrieben. Nein, das das war deine Assistenz, also.
Okay. Es ist auch es ist auch es ist auch, ne, man sieht schön, ich hab mich extra angepasst hier im Hintergrund, ne, sieht man CS, Achtung, hab ich extra nur für dich gemacht, Christian Schmidt. Ist das Mindeste, ja. Ja. Ja, aber Bescheidenheit ist eine große Tugend, aber die ist irgendwie an mir vorbeigegangen.
Ich geborene dir recht, ich bin da sehr selbstbewusst. Aber es war doch deine größte Stärke oder nicht? Die Bescheidenheit? Na ja, ich weiß nicht, Bescheidenheit kommst Du nicht sehr weit. Und gerade, wenn Du in die Sichtbarkeit gehst und gerade, wenn Du im Vertrieb bist, ich glaub, dann ist Bescheidenheit nicht immer gut.
Also auch nicht zu viel Selbstbewusstsein, das ist auch nicht gut, aber zu viel Bescheidenheit definitiv nicht. Ja, dann, das war ja schon mal, wie soll ich sagen, der Spruch des Tages, ne, Wort zum Sonntag, können wir eigentlich hier aufhören. Hab allerdings noch 3 spannende Fragen für dich, die die stelle ich vielleicht noch vor, bevor wir direkt wieder beenden. Machen wir. Bist Du bereit dafür?
Gerne. Hau aus. Wir haben gar nix mit dem Thema zu tun, aber mal hier son bisschen die doch sehr frostige Stimmung, die zwischen uns herrscht, weil wir uns ja nahezu gar nicht miteinander verstehen, die mal son bisschen aufzulockern, ne. Frage Nummer 1, stell dir mal vor, 'n bisschen philosophischer, Du guckst 1 Tages auf dein, oh ja, dein eigenes reiches Leben zurück und guckst, ach Mensch, da gibt's eine Sache, die hab ich zum Glück noch angefangen zu lernen, irgend eine Tätigkeit, eine Fähigkeit, die Du jetzt noch nicht beherrschst. Illustrieren, zeichnen.
Also ich, Mir fällt den ganzen Tag immer irgendetwas ein und ich muss den ganzen Tag irgendwelche anderen Leute von irgendwelchen Ideen überzeugen. Und ich finde, die Königsdisziplin ist, Du nimmst 'n Stift in die Hand und Du kannst geile Zeichnungen machen, Du kannst illustrieren und Du kannst Ideen bildlich darstellen. Und das meine ich jetzt nicht mit irgend 'nem Tool und nicht irgend 'ner App, wenn mir jetzt irgendjemand 'n Tipp geben will, das meine ich nicht. Das ist wirklich die Königsdisziplin, das mit der Hand zu machen. Das würde ich gern noch lernen.
Sehr schön, sehr präzise Antwort. Danke dir. Frage Nummer 2. Mal den Kopf ganz weit auf, auch da wieder eher eine philosophische, ja, philosophisch ist es auch eigentlich, aber stell dir vor, da kommt eine gute Fee und die sagt, Du hast hier einen Wunsch frei. Wie würdest Du deinen Arbeitsplatz gestalten?
Wobei ich merk grade, die Frage ist so dämlich, also auf dich bezogen, weil wir waren ja bei euch im im Headquarter von Keil und Du wirst jetzt merken, warum die Frage eigentlich dämlich ist. Wie würdest Du deinen Arbeitsplatz gestalten, wenn Geld keine Rolle spielt, also sowohl von dem, was Du tust, als auch wo Du arbeitest? Also Du magst, die Frage ist doof, weil Du Ich kenn dein Büro, das ist Ja, erzähl mal. Also ich ich glaube, ich hab's schon ganz gut erwischt hier mit meinem Büro und so wie wir unser Umfeld hier gestalten. Also ich bin da schon ganz zufrieden mit, aber wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich ganz viel Kunst kaufen.
Also ich würde wirklich Es gibt immer noch 'n paar Ecken, wo was hinpasst. Also ich würde ganz, ganz viel Streetart kaufen. Ich glaube, ich hätte die mindestens 10 verschiedene Stefan Strumble hier hängen, also es wär schon dort so Kunstwürdig investieren. Ja. Ah ja, okay, aber Du würdest trotzdem dableiben, wo Du bist, das passt alles.
Alles gut hier. Ich bin genau richtig da, wo ich bin. Das ist gut. Wohl, ah, wohl, ja, ich Also Bahamas, ne? Oder meine Idee?
Ja, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, also ich bin ja so der inoffizielle Oberbürgermeister von Wuppertal, ne? Also ich bin ja gebürtiger Ach so. --uppertaler, schönste Stadt der Welt und ich halte diese Fahne ja so hoch, egal, wo ich bin. Das ist der einzige Wehmutstropfen hier an meinem Job, dass die Firma so weit weg ist. Also wir sitzen hier in Engelskirchen.
Das sind so fast 70 Kilometer von Wuppertal und das ist schon echt im Angebot. Das ist schon Also ich würd die Firma schon ganz gern Das ist so. Über Nacht noch mal darüber beamen, das wär schon ganz cool. Aber Gerda hat auch noch 'n bisschen was damitzureden oder nicht? Da hast Du den Punkt genannt.
Da waren sie wieder, meine 3 Probleme, liebe Otto damals. Ja. Nein. Sehr schön. Ja, aber, ey, Du, es kann einen deutlich schlechter treffen.
Das Interessante ist, ich ich hab ja fast ausschließlich unternehmende Menschen bei mir im Podcast, also Selbstständige oder Unternehmer. Bei ganz vielen ist es so, dass sie letzten Endes sagen, eigentlich hab ich's schon zu 80 Prozent getroffen. Und das Interessante ist, ich will's jetzt nicht zu sehr pauschalisieren, aber die stelle die Frage gerne mal an meinem Umfeld Leuten, die angestellt sind, die haben da wesentlich mehr Spielraum, was sie sich noch vorstellen können. Aber ist ja auch logisch als unternehmender Mensch oder, ne, Du hast ja einfach 'n ganz andere Möglichkeit, deinen Arbeitsplatz zu gestalten. Und das tun wir hier ja auch.
Also wenn Du in die Büro Büros kommst, das sieht ja überhaupt nicht aus wie 'n Büro, ne? Es kann dir auch keiner erklären, warum ein Büro aussieht, wie ein Büro auszusehen hat. Also es macht gar keinen Sinn. Warum soll 'n Büro nicht so aussehen, wie es bei dir zu Hause aussieht, also so, wie Du dich wirklich wohlfühlst, also Und das tut mir Aber das hat man doch immer schon so gemacht. Das ist doch das deutsche Trade.
Das haben wir immer schon so gemacht. Ja, gerade in den aktuellen Zeiten ist das immer gut, wenn wir alles so machen, wie wir das immer gemacht haben. Ja, ja, ja, ja, Kopf in Sand stecken, lass die Controller die über, also die Kontrolle übers Unternehmen übernehmen, ne. Alles runtersparen und dann alles weiter so machen, wie es immer schon so gemacht hat. Das ist, hat immer gut geklappt in Krisen.
Ich bin so böse heute, aber ich kann's nicht mehr hören. Also ganz ehrlich, in den letzten Tagen, wie viele Gespräche ich mit, auch mit, ja, Unternehmern, Unternehmerinnen, Selbstständigen gesprochen hab, die genau dasselbe gerade erleben wie ich. Also keinerlei keinerlei Fortbewegung, also dieses, wie nennt man so schön, ja, auf der Stelle treten, ne, keine Entscheidung treffen, keine Projekte voranbringen. Ich glaube, es ist auch Ja, wir können auch langsam mal aufhören, das immer nur auf die Umstände zu schieben, ne? Genau.
Es ist nicht immer nur die böse Politik und nein, es ist nicht nur die Bürokratie, nein. Wir als Mittelstand sollten uns langsam mal wieder aufn Arsch setzen und sollten mal wieder Gas geben. Wir haben so viele Qualitäten, aber ja, wir spielen sie nicht aus. Ja. Ja.
Und 1 der Themen, dass wir das, wo wir heute reden wollen, ist das Thema das Thema Sichtbarkeit, dass wir damit auch nach draußen gehen, was wir machen. Dass wir der Welt erzählen, wie gut wir sind. Definitiv. Genau, das ist ja auch mein Thema, wo ich mir echt also immer noch vorkomme, wie der 1. Mission nahm Amazonas, der sich in mund fusselig redet und froh sein kann, wenn er nicht irgendwie von den Kannibalen aufgefressen wird.
So, na, die letzte Frage noch, dann haben wir hier den das Intro fertig und dann können wir in die Vollen gehen. Auch da weiß ich, da hast Du garantiert eine Antwort, nicht wie manche die da 'n bisschen überlegen müssen. In welcher bekannten Persönlichkeit wärst Du gerne begegnen oder würdest Du gerne noch begegnen und was hättet ihr gesprochen oder würdet ihr miteinander besprechen? Die Frage wurde mir schon einmal gestellt und weißt Du, was ich antworte? Also ich würde Nein, aber ich weiß, dass Du eine Antwort hast.
Ja, also es gibt gibt 2 Schwanke. Ich nehme, okay, ich würde mich gerne mal mit Winnie The Poe treffen, weil Ach, das hab ich Ah, ja, ja, okay. Weil der Bär hat so viele kluge, weise Sachen gesagt, wo ich mir denke, so, Kollege, Du würdest unsere Welt echt besser machen. Also mit dir würd ich gerne mal essen gehen. Ja.
Also Jetzt erinnere ich mich. Mit wem ich mich nicht treffen würde. Ich würd jetzt keinen Politiker nennen, also ganz sicher nicht. Oder Obwohl, weißt Du, wen ich auch gern mal persönlich kennenlernen würde? Ich würd gern mal Elon Musk kennenlernen.
Also ich bin kein Elon Musk Fan, also das das hat er selber verdorben. Also wirklich macht ja einiges, dass man nicht mehr so sein Fan sein sollte, aber den würde ich gerne mal kennenlernen. Ich würde gerne mal verstehen, wie der Typ tickt. Ja, kann ich nachvollziehen. Ja.
Also ich hatte ähnliche Antworten schon mit anderen Persönlichkeiten, die wir dann rausschneiden. Aber wir haben uns dann entschieden haben, sich rauszuschneiden. Nee, nee, nee, nee, nee, nee. Ich glaube auch nicht, dass wir 2 als Freunde auseinandergehen würden von diesem Abend, das glaube ich Das meine ich nicht. Also der der liebe Ida und ich, aber er ist ja schon beeindruckend, ne.
Also beeindruckend kann auch negativ sein, also Gottes willen. Also aber es ist schon, ich würd einfach mal seine Denke gerne verstehen. Wie denkt so ein Typ? Genau, ich hatte mal als Antwort, ich hatte 2 Antworten, haben wir uns dann geeinigt, dass wir es rausschneiden. Eine war Adolf Hitler, andere war Donald Trump, aber beides Mal und deshalb finde ich es eigentlich legitimer, weil Du kannst es heute einfach nicht bringen.
Ja. Einfach zu verstehen, wie wieso bekloppte und gestörte Menschen zu dem kommen, was sie gemacht haben. Einfach nur, das mal zu verstehen aus erster Hand, wenn's überhaupt erster Hand ist. Ja, genau. Aber ist 'n heikles Thema, ne.
Kann ich verstehen. Ja, ja, ja, kann ich verstehen. Also die beiden Namen hätte ich jetzt nicht genannt, genau aus dem Grund, heute, Du hast schon Aber ja, es ist wahrscheinlich so psychologisch hochinteressant, ne. Was ist da schief geworden? Definitiv.
Ja. Ja. Definitiv. Da fällt mir gerade was ein, weil ich's total krass finde. Allein dieser Gedankengang, ich weiß noch nicht, wie weit es ist.
Ich hab letztens mit, mit wem war's, 'nem Guido. Hier, den kennst Du, glaub ich, vom letzten Influencer Forum bei Leica Ja. Aus Köln, der mit den Avataren. Ach ja, alles klar. Ja.
Genau, dem hatte ich 'n Podcast und da erzählte er mir, dass jetzt grade Portale in der Mache sind, wohl auch offiziell. Das Ganze gibt's in den USA auch inoffiziell, wo Du mit Promis sprechen kannst. Aktuell ist, glaub ich, auf Chat Basis, aber demnächst kommt dann wirklich oder Avatar ist, glaube ich, auch schon aber noch rudimentär. Und so versucht man basierend auf ganz vielen Publikationen, Aufzeichnungen, was auch immer, auch tote, ne, Persönlichkeiten wieder zum Leben zu erwecken. Und ich mein, in USA gibt's eine Plattform, soweit ich weiß, ich will mir nicht festlegen, ist sie auch nicht autorisiert?
Ich kann's mir gar nicht vorstellen, Talk to Steve, wo Du mit Steve Jobs quasi reden kannst, ne. Und über die Schiene könnte man vielleicht aufgrund von Publikationen und ganz vielen Verhaltens, ja, Aufzeichnungen und auch immer. Gibt's 'n gibt's gibt's eine tote Person, die Du dann gerne mal sprechen würdest? Wenn's das wirklich macht, ja? Ja, aber da kommst Du nicht ran.
Meine Mutter, also wirklich sone Scheiß, als ich 15 war. Okay. Aber jetzt keine Persönlichkeit. Mhm. Persönlichkeit interessiert, also Nee, also überhaupt bei bei bei irgendwelchen bekannten Leuten gibt's wenige, die mich wirklich interessieren.
Ich hab halt, Du kennst es ja auch, Du warst ja auch so in 'ner in 'ner Musikecke unterwegs. Ich hab da 'n paar kennengelernt und bei den meisten war's sehr ernüchternd. Mhm. Deshalb Ich würde gerne Hab ich schon gedacht. Cobi Brian treffen, über sprechen.
Weil es gibt ja so so Sportler, die die noch mal geiler sind als alle anderen. Also wenn Du das beim Basketball dir anguckst, also was ist der Unterschied zu so einem Michael Jordan, dann Cobi Brian, ne? Was machen die haben die noch mal anders gemacht als die anderen Superstars? Und das zu verstehen, so, wo ist dann noch einmal dieser dieses Quinnchen, dieses, nee Quinnchen sagt man nicht, dieses Fünkchen Unterschied bei denen? Warum Quinnchen.
Wirklich die Quinnchen, danke. Warum sind das Na, Quinnche ist Musik. Ja. Ja, da kenne ich mich nicht raus. Das sind doch die, die ganz, ganz obenderweise.
Woran liegt das? Also falls das noch klappt mit diesem dieser App oder was auch immer das sein soll, sag mir Bescheid, ich ruf Kobey mal an. Also Talk dosiv gibt's wohl schon, ne. Also Elon Musk ist wohl als Nächstes in der Mache. Ich denke, das das kann zum gewissen Grad auch funktionieren, ist natürlich nie authentisch, aber es ist genauso krass, wenn wir rasch schon dabei sind.
Es gibt ja jetzt schon eine Weile diese animierten Fotos, ne, wo Du wirklich tote Personen, ne, basiert auf 'nem Foto animieren kannst. Also, ist, glaube ich, nicht mehr weit, bis Du 'n Avatar so weit hast. Nee. So, von Avatar kommen wir jetzt zu 'nem anderen Thema. Von Avatar gehen wir, fängt auch mit a an, aber Du hast dir was Spannendes.
Erzähl ich, ich mach mal heut so richtig schöne Sprünge. Von Avatar zu Award. Bevor wir jetzt dann in unser Hauptthema 1 1 1 1 einbrechen, wollte ich schon sagen, eintauchen, musst Du mir jetzt erzählen, was es da mit dem Award, den ihr nicht gewonnen hat, auf sich hat, warum Du darüber glücklich bist und warum meine Frau daran beteiligt war. Okay, also wir als Keil waren nominiert für den Pioneer Award in der Kategorie Made in Germany. Und ich war auf der myway in Berlin, in der Hoffnung, den Preis zu gewinnen.
Am Ende haben wir ihn leider nicht gewonnen, was aber okay ist, wir waren in den Top Five, also wir waren auf den letzten 5, das ist mega, also total cool, freuen wir uns wahnsinnig drüber. Und während der Preisverleihung ist mir dann in den Kopf geschossen. Verdammt, wenn ich das Ding gewinne, ich hab der lieben Joana mein Wort gegeben, dann machen wir gemeinsam 'n Foto, wie wir beide zusammen ein Einhornkostüm anhaben. Und mein einziger Gedanke bei dieser Preisverleihung, verdammt, ich muss son Post machen. Ey Leute, ich hab eine Wette verloren.
Also sie sagt sie nicht, dass das irgendjemand sieht. Also das ist mir die ganze Zeit in den Kopf gegangen. Sie hat mich da irgendwie hinterhältig dazu gebracht, dass ich ganz leichtfertig gesagt habe, ja klar, mach ich mit dir dann 'n Foto im Einhornkostüm. Und jetzt höre ich dich nicht mehr. Hörst Du mich?
Ja, weil ich so lustig war ans Mikrofon ausgemacht hab, weil ich Ja. Nicht rauspeln musste. Jetzt richtig. Genau, passiert den Westen. Und und Du meinst, die negativen Schwingungen, die Du an dem Tag dann hattest, die Angst vor dem Enthüllungspost, die hat dann die Preisverleihung, das hat er die Preisverleihung beeinflusst.
Ich glaube ja, also im Prinzip ist es Johannes Schuld, dass wir es nicht gewonnen haben. Schwarze Magie. Definitiv. Bitte damit sagen, Sie wären eine Hexe oder was? Also das hast Du jetzt gesagt.
Aufgrund der Tatsache, dass sie aus Polen stammt und eine große polnische Familie hat, sage ich nichts ohne meinen Anwalt. Du weißt schon, dass der beide 'n großes Problem haben, wenn sie das hört, ne? Ja, ja. Ich glaub größer als Du. Ich wollt sagen, ich kann nie ausm Weg gehen.
Das wird bei dir schwierig. Hast Du den Koffer noch mit den vielen Scheinen und dieses Fluchtfahrzeug da nach Südamerika? Kein Problem. Wir haben, nee, wie gesagt, wir haben 'n Gästezimmer, das nützt dir ja nix. Die weiß ja wahrscheinlich ohne.
Nee, Shit. Ja, Papa. Schwierig. Ja. Na ja, aber es war schön mit dir.
Das war schön. Danke. Ja. Ja. Also.
Jetzt jetzt es erlebt man auch, warum warum ihr mit Keil so unheimlich im Fokus seid, weil Du, Du scheust dich ja gar nicht, im Rampenlicht zu stehen und mal nicht den zu 1000 Prozent seriösen Unternehmens, Vorstand Schrägstrich Geschäftsführer zu mimen? Überhaupt nicht. Also das Thema, ja, hast Du ja vorhin schon angeschnitten, es geht Authentizität und es ist so, privat sind wir doch alle nicht so. Also privat sind wir alle nicht unbedingt die, die immer nur den dunklen Anzug mit dem Einstecktuch tragen und ich glaube auch nicht, dass wir im Geschäftsleben jeden Tag so sein müssen. Es gibt natürlich Situationen, da ist das erforderlich, alles gut, aber in aller Regel ist es nicht erforderlich und dann, ja.
Das wird sehr positiv aufgenommen. Also ich hab bisher eigentlich, nee, nicht eigentlich, ich habe nur positive Resonanz bekommen. Das ist natürlich am Anfang, wenn man in die in die Sichtbarkeit geht, bekommt man erst einmal nicht nur positive Resonanz, das ist ganz klar. Es gibt immer dann diese Kritiker, aber die Kritiker im Laufe des Weges stellen sich dabei heraus, das sind die, die es eigentlich lieber gerne selber machen möchten, aber aus irgendeinem Grund es nicht tun. Also Oder sie sich nicht trauen, ja.
Ja oder sich nicht trauen oder wo auch immer. Und wenn's dann erfolgreich ist, dann haben's ja alle ja im Vorhinein gewusst. Sag mal, ist das ja klar. Ja, das ist das Argument her. Du kannst das ja machen, aber Oder und dann kommt immer das Argument, Du kannst das ja machen, aber bei uns geht das ja Das ist das nächste Argument, was immer kommt.
Ja, und wenn's nicht die Geschäftsführung selber ist, ich meine, unsere Kunden sind ja 99 Prozent mittelständischer Unternehmen, wenn's da nicht die Geschäftsführung selber ist, die vorangeht und sagt, hier, also ich solltest ja keiner zum Affen machen. Das ist ja das, was ich auch manchmal höre. Ja, wenn ich jetzt vor der Kamera irgendwie nicht seriös bin, mache ich mich zum Affen. Also dann denke ich mir, na ja gut, also wenn Du zu Hause dein Hemd ausziehst und mal 'n T-Shirt anziehst und mal übern Witz lachst, machst Du dich dann auch zum Affen. Nee, Du bist einfach nur Du selber.
Genau. Aber wenn's Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen machen sollen, also sprich als als Teil des Unternehmens die Sichtbarkeit kommen sollen, dann muss auch klar sein, dass es von oben keinen aufn Deckel gibt, wenn's halt mal 'n bisschen humorvoller oder vielleicht auch 'n bisschen flapsiger ist. Es schadet ja nicht sofort im Unternehmen und ich glaub, da ist 'n Punkt, das kriege ich auch ganz oft mit dir Angst, sei es vor der Kamera im Sinne von Fotos oder vor Video, ist immer da, dass mindestens von oben, aber viel eher noch aus der Belegschaft, dass da irgendeiner sagt, habt ihr euch jetzt aber zum Affen gemacht? Ja, aber es ist auch okay, sich mal zum Affen zu machen, das schadet ja nicht, ne. Also wir lachen ja gemeinsam, man lacht nicht übereinander.
Alles ist cool, deswegen, ich find's total gut. Du sagst das gerade, wenn man anfängt, vor die Kamera zu gehen. Also ich kann total verstehen, dass viele Leute da Hemmungen vorhaben, dass viele Leute sagen, ja, aber ich fühl mich da unsicher und ich möchte das eigentlich nicht und so. Ging mir am Anfang ganz genauso. Man muss dich da dran gewöhnen und Du gewöhnst dich ziemlich schnell da dran.
Du stellst ziemlich schnell fest, nee, so schlimm siehst Du gar nicht aus und 'n ganzen Satz sprechen kannst da auch. Und deine Stimme, die Du da hörst, die ist anders als die, die Du kennst. Ja, das ist auch richtig, aber die ist ja auch nicht schlechter. Ich bin normal. Und wenn Du die fünfmal gehört hast, dann ist das total normal.
Und alle anderen hören sie ja nur so, ne? Das ist ja der Punkt. Du hörst Du bist der Einzige, der dich so hört, wie Du dich hörst. Alle anderen kennen deine Stimme, wie Du so von der Aufnahme kennst. Genau, die die lachen ja auch nicht alle, wenn Du in den Raum kommst.
Also so schlimm ist es ja nicht. Deswegen einfach mal machen. Ich vertrete die Theorie, dass mittlerweile bei uns im Mittelstand die Wahrnehmung wichtiger als die eigentliche Wahrheit ist. Das ist so, das ist super, das ist super, wenn Du wenn Du 'n tolles Produkt oder eine megagute Dienstleistung aber wenn die nicht wahrgenommen wird, nützt dir das überhaupt nicht. Überhaupt nichts, dann dann dann bringt dir das nichts.
Und wir haben gute Produkte, wir haben tolle Leistungen alles, aber wir müssen damit wirklich nach draußen gehen. Wir müssen kommunizieren. Wir müssen zeigen, was wir können. Da ist Bescheidenheit nicht angesagt. Nein, wir sind gut in dem, was wir tun und wir müssen da drüber reden.
Und der entscheidende Faktor am Ende ist die Wahrnehmung. Wie werde ich wahrgenommen? Dass wir eine Qualität abliefern müssen, ist Basis. Das ist unser Fundament. Das können wir.
Pflicht, ja. Aber die viele andere Länder können das deutlich besser. Während während uns das sehr gut vorführt, die Amerikaner, die einfach trommeln, trommeln, trommeln und wenn Du dann mal dahinter guckst, ist da relativ wenig. Ja. Und ja, und wir haben den Vorteil, wenn man dann aber dahinter guckt, da ist eine ganze Menge.
Nur wir sind ja total deutsch und wir sind bescheiden und wir reden nicht drüber, weil das macht man ja nicht. Wir sind ja hidden Champions. Ich weiß nicht, wer sich Ein anderes Statement. Ja, aber wer sich diesen Begriff Hidden Champion ausgedacht hat, son Schwachsinn, ne? Also kein Mensch braucht 'n Hidden Champion.
Wir wollen Visible Champions sein. Wir wollen Champions sein, aber gleichzeitig auch gesehen werden. Mhm. Und Du kannst gerade im Mittelstand, wenn Du clever nach außen kommunizierst, eine ganz andere Wahrnehmung erzeugen. Also wir als Karl, wir sind 'n kleines mittelständisches Unternehmen.
Wir haben grad mal 30 Mitarbeiter, aber wir werden nach draußen viel, viel größer wahrgenommen. Nicht nur von Leuten, die nicht aus der Branche sind, aus ureigenen Branche, unserer eigenen Kunden denken, dass wir viel, viel größer sind. Und es geht nicht darum, dass wir Größe vorgaukeln wollen. Das ist Quatsch, das tun wir gar nicht. Dieser Eindruck entsteht nur, weil wir so aktiv sind, weil wir so viel kommunizieren, Weil wir kommunizieren, wenn wir in Amerika sind oder wenn wir in Dubai sind, dann sagen die, boah, sind die viel unterwegs.
Andere Unternehmen sind noch viel mehr unterwegs, aber die zeigen's nicht so. Und ich weiß keiner davon, ja. Genau, sehr gut Schuld. Also. Mhm.
Ja, Präsenz, ne. Also das ist auf allen Kanälen, Du kannst natürlich nicht 'n ganzen Tag hier den den den den, wie sagt letztens 1, den Video Otto machen. Ist ja auch logisch, aber Du musst ja auch nicht den ganzen Tag auf allen Kanälen posten. Allein wie Du schon sagst, wenn Du auf Geschäftsreisen bist, einfach darüber zu berichten, dass man was tut, von Projekten zu berichten. Ich bin auch noch damit aufgewachsen, ich weiß nur, als ich so angefangen hab zu arbeiten, mit Unternehmen bisschen zu tun hatte, noch im Bereich Audioproduktion, dann kam auch noch so, hey, in Deutschland ist ja 'n Understatement, ne.
Understatement heißt, Qualität setzt sich durch. Das das mag jahrelang gut geworden gut gelaufen sein, ne. Ich meine, nicht ohne Grund sind viele der sogenannten Hidden Champions erfolgreich, obwohl sie Hidden Champions sind. Aber grad in der heutigen Zeit, wo die Luft 'n bisschen dünner wird, wenn nicht sogar eine ganze Ecke dünner, da muss jemand wissen, dass es dich gibt. Das ist ja das Banalste Einmaleins des Marketings.
Ich, also das ist das Krasseste, was ich gehört hab, ich hab sie, glaub ich, schon mal erzählt, ist auch von 'nem Podcastgast, der am in Süd, in Südstaaten USA lebt, im Maschinenbau tätig tätig ist, schwäbischer Maschinenbauingenieur. Der sagte auf, ich weiß nicht, auf welchen Messen, zumindest auf 1 der größten Maschinenbaumessen in den USA, gibt's so so so Content, na, wie heißt das? Content Spots. So, jetzt so wie sone Insel in der Mitte von der Halle, da sind Videocast Studios aufgebaut, kleine. Und da sitzen Influencer ausm Maschinenbau drin.
Das heißt, die Unternehmen buchen sich bei denen im Studio ein, über ihre Themen zu reden. Mega. Also ist völlig normal. Und dann sagt er, dann kommt 'n deutscher Maschinenbauer mitm gedruckten Prospekt an. Also diese Diskrepanz in der, also klar, ein gedrucktes Prospekt ist auch sinnvoll zu haben, aber nicht als einziges Medium, ne?
Also ich glaube, ich glaube, dass dieses Argument, Qualität setzt sich durch, immer noch zieht. Das Problem ist nur, dass mittlerweile fast jeder Qualität hat. Also das ist son bisschen, wenn Du jetzt 'n deutsches Auto dir anguckst, wir bauen natürlich die besten Autos der Welt. Lass man mal so stehen, ne. Also ich die Asiaten, die haben nicht aufgeholt, die haben uns teilweise überholt.
Die bauen ja mittlerweile Autos und sagst, ey, es passt alles, es ist qualitativ super. Die haben super Software dahinter, es ist von der Bedienerfreundlichkeit, es ist vom Fahrkomfort, es ist wirklich tippt tipptopp. Und das heißt, wir müssen anders argumentieren jetzt. Wir haben immer noch eine wahnsinnig gute Chance, eine wahnsinnig gutes Standing der deutschen Automobilindustrie, nur darüber, wir müssen über unsere Marke argumentieren. Wir müssen Mercedes muss immer mehr wieder ein Luxusprodukt werden.
Es geht nicht Funktionalität. Wir müssen wieder viel mehr Gefühle verkaufen. Du kannst das sehr schön erklären. Wenn das neue iPhone rauskommt, ne? Die werben nicht damit, dass die sagen, wir haben 25000000 Megapixel Kamera, nee, die sagen, wir machen einfach geile Bilder.
Ein Samsung argumentiert, wir haben den und den Prozessor und wir haben so und so viel Auflösung, aber das will der Kunde ja gar nicht. Der Kunde will Emotionen, der Kunde will geile Bilder machen und das darüber müssen wir viel, viel mehr argumentieren. Wir müssen viel mehr nach draußen gehen, müssen viel mehr unsere Marken in den Vordergrund stellen und wir müssen viel, viel mehr die Personen in den Vordergrund stellen. Dass die Leute wieder anfangen, noch mehr Personen zu vertrauen und Marken als wirklich der Qualität. Ja, und dann hast Du nämlich genau 'n Effekt, den Du beschrieben hast, eine 1 relativ kleine, wobei 30 Leute ist ja auch nicht winzig, also es ist ja schon, ne, wahrnehmbar.
Also ich kenn natürlich ganz viele KMUs, die deutlich kleiner sind, aber trotzdem, dass ihr als viel größer wahrgenommen werdet. Oder 'n anderes Beispiel hab ich grade heute noch gesehen, weil ja die BB2B Communication Days in Würzburg sind grade. Dina Reit, kennst Du ja auch. Da trefft ihr doch ja auch wahrscheinlich öfters eine Veranstaltung. Bitte, die Firma ist die Firma ist klar.
Ne, 'n bisschen so. Ist ja jetzt auch nicht 'n Riesenladen. Ich weiß nicht, wie viele Mitarbeiter hat sie? Auch Das war Größenordnung über euch. Ja, siehst Du.
20. Die war, als ich vor 3 Jahren so, sag ich mal, so Hardcore bei LinkedIn rein bin und, nee, vor 4 Jahren und so jeden Tag wirklich angefangen hab zu posten, die war damals schon unglaublich sichtbar mit soner kleinen Firma, wo ich dachte, man, die hat 'n Riesenladen, hat super Content produziert, viel Videos. Ja, aber sie hat einfach gewusst, wie man's macht. Sie war sichtbar als Unternehmen und das mit 'nem hochspeziellen Produkt, wie's ja bei euch auch der Fall ist, ne. Also es zeigt ja, dass es erfolgreich sein kann.
Also Dina, also erst mal ganz liebe Grüße, liebe Dina, Du bist die Beste, weil Dina ist für mich das Paradebeispiel, wie man's richtig macht. Wie gesagt, das ist 'n Unternehmen mit mit 20 Mitarbeitern, also wirklich kein großes Unternehmen. Es gibt viel größere in dieser Branche. Trotzdem hat es DINA geschafft, dass sie oder dass sie für SK Lasers steht und SK Lasers für uns als Laser steht. So, das heißt, nimm jetzt mal mich.
Ich bin jetzt 1, der ist seit vielen, vielen Jahren in der Industrie unterwegs. Ob ich jetzt je irgendwann einen Laser persönlich brauche für unsere Unternehmer so, kann ich dir gar nicht sagen. Kann gut sein, aber ich weiß es nicht. Aber ich treffe jeden Tag Leute und wenn irgendwann mal irgendwo das Thema auf Laser kommt, ist es für mich klar, ach, kennst Du eigentlich SK Laser? Das ist so Für mich steht SK Laser für Laser in Deutschland.
Ich kann dir noch nicht mal sagen, wer die Wettbewerber sind und alles. Das kann ich dir nicht sagen, Aber sobald das Thema irgendwo aufn Tisch kommt, ach, ich kenne da jemanden, SK Laser. Ich find's wahnsinnig, wie die es geschafft hat, da eine Verbreitung hinzubekommen mit all den Streuverlusten, die wir alle uns anhören müssen, alles richtig. Aber das, was am Ende übrig bleibt, man die Streuverluste abzieht, ist so enorm. Also Riesenrespekt, ganz toller Job, den sie da macht.
Und das Krasse ist ja, es gibt, ich sag jetzt der Namen nicht, gibt 'n sehr, sehr, sehr, sehr großes Unternehmen in Deutschland, was auch Laser herstellt, was Tausende von Mitarbeitern hat, die haben keinerlei Präsenz bei dem Thema. Also die sind natürlich im Markt wahrscheinlich viel, viel größer vertreten und und, aber Ja. Sie finden auf Social Media nicht statt. Mhm. Und das ist auch eine spannende Sache, da hatte ich letztens erst, grade ältere Generationen belächelt ja Social Media.
Also ich gehöre jetzt, dafür bin ich ja auch viel zu alt, sind wir beide zu alt, wissen ja jetzt nicht die Typen, die jetzt wie die jungen Leute ganz dran TikTok hängen, das meine ich auch nicht. Aber es kommen ja Generationen nach, die sich hauptsächlich über Youtube und Co informieren und das wird ganz häufig von 50 plus belächelt als, na, das ist ja Spielerei oder auch ich, wenn ich in Unternehmen reinkomme, häufig hören meine Ansprechpartner im Unternehmen dann von der Geschäftsführung, wenn sie 'n paar Jahre älter ist, na ja, das Thema Video ist ja eher so, was brauchen wir jetzt hier so lustige Marketingfilmchen und Imagefilm? Wofür brauchen wir denn Videokommunikation bei unserem Unternehmen? Mhm. Ne.
Ist das echt schon noch so? Es ist immer noch so. Es ist definitiv. Na, auch wie oft ich in Workshops wirklich erstaunte Gesichter sehe, wenn ich sage, Youtube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Ach, echt?
Mhm. Mir denke, das ist das ist jetzt nicht seit gestern erst. Mhm. Nee, es ist son Start-up, ne, Youtube. Und da gibt's noch so 1, so son paar Bilder, die heißen TikTok.
Hast Du die schon mal gehört? Ja, das ist da son Spiel mit denen, wo man 3 in eine Reihe kriegen musste. Ja, meine ich auch, genau das, genau. Nee, also, ja, Du hast wahrscheinlich recht, dass das ist in vielen, vielen Bereichen ist es wirklich noch so, aber ich glaube auch, dass das so langsam anfängt aufzubrechen. Also ich glaube auch, ich sehe das ja in meinem Freundeskreis, also und auch 'n Bekanntenkreis, ich kenne wirklich relativ viele Leute.
Ich kenn ziemlich viele Leute und am Anfang wurde das auch son bisschen belächelt. Mittlerweile lächelt da gar keiner mehr drüber, weil die alle gesehen haben, das funktioniert. Ich hab das letztens mit 'nem Freund gehabt, der ist CEO in 'nem ziemlich großen Unternehmen und da kamen die auf dieses Thema Corporate Influencer und haben darüber geredet und so. Und dann sagte der, ja, ich hab da Also sein Marketingleiter sagte, ich hab da 'n gutes Beispiel, ich zeig dir da mal was und machte meinen Account auf. Also ihm fiel so die Kinnlade runter.
Er sagte, das ist jetzt nicht dein Ernst. Das kann jetzt nicht dein Ernst sein. Also ich glaub, so langsam kommt es an, spätestens wenn's selber einmal so, wenn die irgendwie drauf angesprochen werden oder das mitbekommen. Mhm. Ja und es ist ja auch noch so einfach momentan.
Also sowohl als Corporate Influencer wahrgenommen zu werden als auch als Unternehmen, ich nenn's immer die Deutungshoheit über die eigene Produktpalette bei Youtube zu bekommen, weil die allermeisten machen's ja noch nicht. Die allermeisten machen's nicht. Das heißt, jetzt ist die Zeit, wie Du schon sagtest, wo es sich langsam verändert. Wenn ich jetzt als Unternehmen hingehe und sage, okay, wir wir nehmen jetzt trotz der Krisenstimmung nehmen wir jetzt Geld in die Hand, weil letzten Endes ist eine Investition, wir sind jetzt mutig und wir machen was in der Richtung, dann gehören sie immer noch zu den Goldgräbern, zu den Ersten, die damit anfangen und nichts zu der breiten Masse, die nachzieht. Genau, finde ich auch.
Also wir wir sind wirklich am Anfang. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den 10 Jahren so sein wird, dass das jedes Unternehmen machen wird. Ganz klar. Und Du sagst, es ist einfach. Ja, es ist es ist nicht wahnsinnig kompliziert.
Es ist keine Raketentechnologie. Nur Du musst es wirklich wollen. Du musst wirklich auch dranbleiben, ne. Also es ist nicht so, dass ich mich mit meiner Marketingabteilung zusammensetze und sag, ey, lass mal 'n paar Posts machen und dann hauen wir 'n paar Posts raus und dann hat das funktioniert 'n Heim. Also Du musst es wirklich wollen.
Du musst eine klare Strategie da dahinter haben und Du musst wirklich eine Kontinuität haben. Du musst dranbleiben. Das ist kein Sprint, das ist 'n Marathon und es muss in 'ner täglichen Routine werden. Also ich investiere schon relativ viel Zeit da drin. Also ich ich sag mal so eine Stunde am Tag mache ich Social Media.
Auf der anderen Seite formuliere das mal anders. Eine Stunde am Tag mache ich Marketing. Also dann ist es ja nicht so viel. Das ist Wir schalten keine Anzeigen. Ja, wir, ja, wir geben sonst kein Geld für Marketing groß aus, ne.
Wir gehen nur auf eine große Messe, ansonsten wir machen keine Messen mehr. Das brauchen wir alles gar nicht. Wir geben ganz andere Wege und wir sehen einfach, dass am Anfang die Branche das son bisschen bereut hat und mittlerweile ist es so, dass die Branche uns anspricht und sagt, ah, können wir mal was zusammen machen? Können dir mal 'n gemeinsames Video machen? Kannst Du 'n Projekt von uns vorstellen?
Warum machen die das denn? Nicht, weil ich so gut aussehe, sondern weil die kapiert haben, dass wir eine Reichweite haben. Die wissen, das Ja. Gucken sich 20000 Menschen an. Also Definitiv.
Ich meinte mit einfach auch nicht die die die das Schreiben der Texte oder Produzieren von Videos, wobei auch das ja viel einfacher geworden ist, sondern einfach die Tatsache. Es ist ja noch nicht jetzt irgendwie Also wenn ich jetzt anfangen würde, bei Instagram der fünftausendste, was weiß ich, Beauty Influencer sein zu wollen, das ist schwierig, da gibt's halt schon 12000000 andere, aber Unternehmen ausm Mittelstand, Maschinenbau, Elektrotechnik, weiß der Geier was, die richtig sichtbar wären und die auch auf Social Media vornehmlich bei LinkedIn, dass man denen nicht mehr vorbeikommt, so sichtbar sind, gibt's ja nicht so viele. Also ist ja nicht so, dass jetzt alle deutsche Unternehmen das schon machen. Das meine ich mit. Das ist halt einfach, weil es ist halt noch Blue Ocean, ne, und nicht Haifischbecken.
Und jeder hat eine Story. Also das ist so krass, wenn Du diese sagst, ja, aber was worüber soll ich denn schreiben? Was soll ich denn machen, ne? Unterhalte ich 5 Minuten mit denen und Du hast 10 Themen. Na.
Das jeder hat eine gute Story, weil natürlich, es geht ja auch nicht darum, dass direkt 100000 Leute das lesen. Du willst ja in deiner Nische was machen. Also für mich ist wichtig, dass die Fassadenbranche sieht, was wir tun. Alles an dem, was drumherum ist, ist Beiwerk. Das ist schön und gibt mir zusätzliche Reichweite und alles und füttert den Algorithmus, aber das ist ja nicht das Entscheidende am Ende.
Und wir haben letztens mal unseren Firmenaccount und meinen eigenen Account analysiert und das ist schon echt, finde ich, beeindruckend, wie viele wirklich aus der Bauindustrie kommen. Also wir haben bei uns auf dem Firmenaccount über 60 Prozent geben an, dass sie etwas mit Bauindustriebau, Zulieferer oder Architektur zu tun haben. Was heißt denn, was ist denn das für eine geile Zahl? Aber was wir da auch gesehen haben, ist, dass wir sehr, sehr stark im deutschsprachigen Raum sind und dass wir noch eine Menge haben, was wir im internationalen Bereich aufrollen können. Das heißt, wir stellen uns da jetzt son bisschen Wir werden jetzt zweisprachig, wir vernetzen uns deutlich stärker im internationalen Umfeld und so, weil da ist noch ein Riesenpotenzial.
Und wenn ich mir jetzt die Zahlen so angucke, also ich hab jetzt, glaube ich, vor 2, 3 Wochen die 25000 Follower geknackt auf LinkedIn. Das sind 50000 in einem Jahr, weil das Potenzial ist so groß, das ist Wahnsinn. Ja, also ich hab, ah, jetzt hab ich den Namen nicht mehr drauf, Lars. Du kennst ihn vielleicht auch, der hat mit Holger Brö diesen Boiler Room Podcast mal gemacht. Lars aus aus Hamburg, der war vor der oder, nee, Ecke da oben, der war vor 2 Jahren der erfolgreichste LinkedIn Influencer weltweit.
Also oder LinkedIn. Krass. Aber ich komm dir aufn Nachnamen. Also es war wirklich so, der war von LinkedIn damals auch, ich glaub, vor vor 2 Jahren war das, also wirklich die meisten Follower und so weiter und so fort. Und dann wurde er gefragt, wie er das denn geschafft hat, weil er hat 'n Innovationsunternehmen, wo die halt, ne, so Produkte auf Marktreife testen und und so Prototypen machen.
Dann meinte er, na ja, also erst mal, ich schreib mir, wie der Schnabel gewachsen ist. Vielleicht bin ich halt, er ist da son bisschen schnordriger, ne, so direkter Typ. Mhm. Aber der richtige Boost kam, weil ich angefangen hab, das Ganze auf Englisch zu machen. Mein Englisch ist so lala, aber völlig wurscht, weil der internationale Markt einfach gigantisch ist.
Also Ja. Dadurch alleine gebe ich weg. Absolut. Ja, ich find, was Du grad sagst, ich find ganz wichtig, aber son bisschen, wie ist dieser wie ist der Schnabel dir gewachsen? Wobei ich dazu sagen muss, dass am Anfang habe ich auch einfach nur geschrieben und hab's rausgehauen.
Mittlerweile, wenn ich den Post fertig habe, jage ich einmal Gemini drüber, da zumindest keine Rechtschreibfehler drin sind und damit Ja. Meine Satzzeichen richtig gesetzt sind, aber das hatte nichts, ist trotzdem mein Text. Ja. Also, das habe ich vorher auch nicht gemacht. Also ich ich beherrsche unsere Sprache, glaube ich, auch ganz gut, aber trotzdem übersiehst Du immer noch mal was, wenn Du schnell was schreibst.
Und ich glaube Oh Gott. Der einziger Punkt ist das auch mit dem Perfektion ist nicht gefragt. Das will gar keiner. Wir haben's festgestellt, wenn wir am Anfang Referenzen gepostet haben mit Hochglanzfotos von irgendwelchen Starfotografen, keinen Menschen interessiert. Die Leute wollen, dass man vor dem Gebäude steht, sein Handy rausholt, 'n Selfie macht und das dann postet.
Weil es ist ja so, wir reden über Social Media und nicht über Content Media. Das heißt, die Leute wollen ja Menschen sehen, die Leute wollen Fehler sehen, die Leute wollen teilhaben an dem, was Du da tust und deswegen Imperfektion ist eigentlich die Perfektion im Social Media. Ja, definitiv. Deshalb macht's auch keinen Sinn, wie jetzt so was in in auf den Videobereichen so was wie Imageschwimmen zu investieren, wo dann am besten noch Schauspieler zu sehen sind. Ich mein, das ist ja hat er massiv nachgelassen.
Vor ein paar Jahren war das ja der letzte Schrei in der Videoproduktion. Das ist ja schon lange vorbei. Genau so Wobei, damit fing alles bei uns an, ne? Damit fing alles bei uns an. Habt ihr's mal erzählt?
Ja. Den Imagefilm von euch kenne ich, aber das ist ja auch kein klassischer Imagefilm. Nee, das ist jetzt nicht son Imagefilm, wo man durch die Firma geht, die Maschine zeigt und dann das ist unsere Buchhaltung, das ist unser Aufzug. Nee, nee. Also wir haben einen Film gemacht, so wie wir den wir persönlich den wirklich lustig fanden, haben ihn einfach gemacht, auch gut produziert.
Also jetzt nicht einfach nur mit dem Handy rumgelaufen, der ist richtig gut produziert. Wir haben son One Shot gemacht und das Ding ist einfach viral gegangen. Also dann haben wir gesagt so, warum geht das so viral? Und dann haben wir gesagt, okay, also wenn dieses Video schon so sone Aufmerksamkeit kriegt, dann lass uns das 'n bisschen konzeptionieren, dann lass uns das regelmäßig machen. Jetzt denken wir auch schon wieder drüber nach, jetzt nächstes Jahr mal wieder ein aufwendiges Video zu machen, mal wieder richtig einen zu produzieren, aber ehrlich zu sein auch son bisschen, weil wir Bock drauf haben, ne?
Also das ist die Grundvoraussetzung. Wenn wir da richtig Bock drauf und dann also definitiv natürlich keine Schauspieler. Wir haben coole Leute, dann denen machen wir das dann, unsere eigenen Leuten. Wir wollen einfach mal wieder einen machen. Ja, nice.
Auf jeden Fall. Aber der der der Punkt ist ja auch letzten Endes, wenn Du bei dir bleibst und dann entsprechend auch gute Ideen hast und halt nicht alles rausgibst, ist ja auch unser Credo auch, ne, lass auch die Content Erstellung im Sinne von die Ideen im Haus, dann ist es zwar nicht perfekt, weil nicht jemand drüber geguckt hat, der irgendwie Drehbuchschreiben studiert hat, 'n anderer, der irgendwie Regie studiert hat, weil das verfälscht ja dann auch das Bild, was Du vorher hattest. Also was ich zum Beispiel gerade beim Thema Videowitz dabei sind, in 'nem Gespräch, ich weiß nicht, wer das war, aber jemand, ganz großes Unternehmen im Marketing, die sagte, das Problem war immer, wenn wir Agenturen angefragt haben für eine Idee, die wir hatten, also eine 1 spontane witzige Idee, also witzige in Anspruch, also kein Spürkis, sondern schon für Marketing irgendwas, was noch Feuer hatte. Bis das durch den ganzen Agenturapparat durch war, war die Idee kalt und es war alles glattgeschliffen, weil die wollten sich natürlich keine Blöße geben, als Amateure dazustehen, weil sie's halt nicht glattgeschliffen haben, ne. Und deshalb finde ich, die Grundidee und das Ausarbeiten, das musst Du immer selber machen.
Und wenn Du's nicht selber machst, das merkt die Community ziemlich schnell. Ich hab 'n Freund, der ist CEO von 'nem großen Unternehmen und der hat dafür seine Marketingabteilung und der liest seine Post noch nicht mal. Und das siehst Du auf den ersten Blick. Und das ist ja auch schon absurd. Der setzt da wirklich Leute drauf und trotzdem passiert aus seinem Account nix, ne.
Weil jeder merkt, das ist das ist künstlich, das ist ja gar nicht er. Das, was er da sagt, das ist nicht seine Sprache, das sind nicht seine wirklichen Themen, das kann ihn nicht ernsthaft beschäftigen in dem Moment. Also deswegen, das glaubt ihm keiner. Ja, aber das liegt ja schon von vorne. Wenn mal CEOs von wirklich Großunternehmen anfangen würden, authentisch selber zu posten.
Natürlich heißt der Name aber keine Zeit zu, Na ja, aber zwischen Terminen mal 'n Foto machen, was jetzt nicht glatt geleckt ist und vielleicht was Privates auch mal bringen, ist ja jetzt nicht so wahnsinnig aufwendig. Man kann ja den den Fotokontent liefern wenigstens, also dass es menschlicher wird, ne. Also ich muss sagen, ich mache mittlerweile auch nicht mehr alles alleine, aber der Inhalt auf meinem mal Post auf meinem meinem Account kommt komplett von mir, das ist klar. Aber ich wir haben ja mittlerweile Leute, die so den Feinschliff machen. Das heißt, wenn wir zum Beispiel Videos machen, ich führe das Interview und alles und dann kriegt da mein Kollege, der Kollege kriegt dann das die Rohfassung und er schneidet das noch mal, er legt den Text rüber und so was.
Also diese Technik, das macht er. Das ist auch völlig okay. Das hat ja nichts mit der Authentizität so zu tun. Das ist ja ein Handwerkszeug, aber alles, was dann sonst auch alles inhaltlich ist und so was, das mache ich definitiv selber. Ja.
Mhm. Ja, anders alles geht's auch nicht. Ja, wir sind ja schon bei fast 40 Minuten. Du weißt ja so 45 Minuten. Das ist bei mir so der der der der, sag ich mal, der Rahmen zeitlich.
Länger, hör ich mal. Weil mir lernt natürlich, ne, das hört sehr keiner zu. Also wir können jetzt auch Kochrezepte oder so austauschen. Mir mir spukt natürlich die ganze Zeit was im Kopf rum, deshalb bin ich gerade auch son bisschen schon am am nächsten Thema im Kopf, was ich am Anfang so großspurig versprochen habe, ob wir darüber sprechen könnten oder auch nicht. Ach so.
Weil wir gar nicht drüber gesprochen haben, was Du früher gemacht hast, da wollte ich eigentlich 'n bisschen drauf drauf eingehen auch, warum Du warum Du so bist, wie Du so bist. Hat ja hat ja auch 'n bisschen was, ja, obwohl letzten Endes ist das Persönlichkeit, aber Du hast ja auch mal Dinge gemacht, die 'n bisschen anders waren als Industrie- und Fassadenbau. Deswegen die Frage ist, wie kamst Du von Jam Miroquide zur Fassade beziehungsweise was hast Du mit Jam Miroquide zu tun? Ja, sagen wir mal so, ich hab einige Industrien hinter mir und ich hab einige unterschiedliche Dinge gemacht und eine der Dinge, die ich gemacht habe, ich bin Anfang der Neunziger aus Versehen ans Auflegen gekommen. Das war gar nicht so richtig so geplant.
Ich hatte nur auf meiner eigenen Abiparty aufgelegt und das war so gut, dass der Geschäftsführer gesagt hat, das war damals der angesagteste Laden, den wir hatten bei uns in der Stadt, hör mal, könntest Du bei uns regelmäßig auflegen? Und dann hab ich gesagt, ja, ja, Frau Du uns regelmäßig auflegen? Und dann hab ich gesagt, ja, ja, warum eigentlich nicht? So und damit hab ich angefangen und dann ging's los und damit hab ich dann, sag ich, eine ganz gute DJ Karriere hingelegt. Ich war in ganz Europa unterwegs und habe dann Jamiro Qual kennengelernt und bin gefragt worden, ob ich das Vorprogramm von Jamiro Quai in Düsseldorf machen kann.
Und dann hab ich gesagt, ja ja klar mach ich das. Und hab mich damals schlau gemacht und Jamiro Quai war der größte lebende Motown Fan und da hat er natürlich genau in mein mein Herz getroffen und dann hab ich 'n geiles Motown Set gespielt und anschließend kam er zu mir und sagte, ey sag mal, fährst Du mit auf Tournee? Dann habe ich gesagt, ja klar, das machen wir doch. Und dann bin ich mit German Miro vorher auf Tournee gewesen und hab dann sein Vorprogramm gemacht, weil er wollte nie eine Band haben. Und ja, das war ganz geil.
Hab ganz Europa aufgelegt, hab das 15 Jahre gemacht. Ich hab letztens 'n Keller aufgeräumt. Ich hab kistenweise Flyer und Plakate gefunden. Ich hab über 1000 Events gemacht. Ich weiß gar nicht, wie viel Menschen, ich kann's dir nicht sagen.
Ja, deswegen, also auflegen war immer eine Riesenleidenschaft von mir. Musik ist immer noch eine Riesenleidenschaft, aber es wurd dann immer weniger und irgendwann musste ich eine Entscheidung fällen. Ich musste sagen entweder, ich mach das jetzt. Jetzt bin ich DJ. Und oder ich mach was Vernünftiges.
Und ich hab ja die ganze Zeit alles nebenbei gemacht und hab mich dann für den Job entschieden. Das ging auch nicht so richtig gut, weil ich dann auch wieder andere Sachen nebenbei gemacht hab. Ich hab dann zwischendurch eine Agentur gehabt, hab dann Promotion Touren für Coca Cola organisiert. Ich hab mich mal eine Firma für Hundeleinen und Halsbänder gehabt, die Modeleine gemacht haben, also alle möglichen Kram. Immer wenn irgendwas Neues kommt, hab ich Bock, das zu machen und dann spring ich halt relativ schnell auf den Zug auf und probier es einfach aus.
Gibt auch viele Dinge, die nicht funktioniert haben. Ich hatte mal eine Plattenfirma und wir haben Platten gepresst, die stehen immer noch bei mir im Keller. Schön. Ich versteh's gar nicht. Die waren super.
Also da frage ich mich jetzt grade unter deinem deinem Selbstbewusstsein, wieso sind das nicht, also wieso sind die nicht ausm Keller rausgekommen? Also. Wir waren einfach zu früh für die Zeit überhaupt nicht mehr. Ja, ja, ohne zu spät. Ist immer sone gute Ausrede.
Nee, das war, ach nee, es war einfach, nee. Es war einfach nicht geil. Es war, sind wir ehrlich in dem Nachhinein. Wir haben son minimalistisches Zeug gemacht und wir fanden's ganz geil, aber irgendwie wollte es keiner haben. Aber das ist okay, das war Dadurch ist wieder 'n neuer Kontakt entstanden.
Dadurch kam ich an Coca Cola ran, durch 'n Zufall und das Hey, alles gut. Man muss auch mal Dinge machen, Du hast. Die sich am Ende nicht so lohnen, die einfach auch nur Spaß machen und andere sind in mir Leben lang, keine Ahnung, golfen gegangen, haben Fußball gespielt und ich hab immer irgendwelche Geschäftsideen umgesetzt. Ja und am Lebensende, ich mein, wer hat wer hat mehr gelebt? Derjenige, der irgendwie mit 18 der Ausbildung als Buchhalter oder am besten noch irgendwo aufn Amt gemacht hat und dann irgendwann mit mit 62 in früheren Ruhestand geht und sein Leben lang immer schön nach Dienst und Vorschrift gearbeitet hat oder derjenige, der halt dauernd verrückte Sachen gemacht hat.
Also ich hätte es bei uns. Wo Du das grad sagst mit dem Buchhalter. Also ich war beim 25 Jahre Abiturtreffen von mir, so, ne. Normalerweise finde ich so Veranstaltungen nicht so dolle, aber nach 25 Jahren dachte ich, da gehe ich jetzt mal hin. Ich wollte wissen, was ist denn aus den Leuten geworden?
So und da würde ich mir die Handständiges gemacht haben. Ja, aber nee, aber da wär ich mir was aufgefallen. Also die, die in der Schule richtig gut waren, die so richtig so streamlin waren, die super Noten hatten und so und so. Die sind alle erfolgreiche Sachbearbeiter geworden. Das so, wie Mama und Papa sich das vorstellen.
Die haben 'n schönes freistehendes Häuschen und sind voll erfolgreich bei 'ner Bank oder was auch immer, ne? Aber alles so unspannend. Und die, die in der Schulzeit schon son bisschen die die Querköpfe waren, die plötzlich eine Idee hatten und da eine Idee hatten und das gemacht haben und vielleicht extrem gut im Skateboarden waren und so was, die haben geile Sachen gemacht. Der eine war Produzent beim ZDF, der andere war Kurator im Museum und so. Du denkst so, okay, ihr habt vielleicht nicht die die die bestbezahltesten Jobs, aber ihr habt irgendwie die Coolsten.
Also irgendwie ist das ganz geil, was ihr da macht. Die haben alle ihren Weg gemacht und das war bei mir das Gleiche. Ich hab 'n Abitur, damit sollte man nicht angeben. Also meine Kinder lachen immer noch, dass ich 'n 3 Sechster Abitur habe. Willkommen im Club.
Ja, und ich hatte ich hatte eine 0 Punkte im Mathe LKA in der mündlichen Prüfung. Das ging damals noch mit nur Punkten, es geht heute gar nicht mehr. Liebe Kinder nicht nachmachen und die 0 Punkte habe ich nur gehabt, weil ich nicht zur Nachprüfung gegangen bin. Und zwar, ich bin deswegen nicht gegangen, weil ich hatte 'n Termin hier im Barmer Bahnhof in der Diskothek, wo wir unsere Abiparty gemacht haben und da hab ich abgewogen, was ist sehr wichtiger, jetzt noch 'n halben Punkt da meinem Abitur rauszuholen oder eine geile Party zu machen. Und na ja, meine Jahresstufe sagte er, geile Party ist wichtiger und das hab ich dann auch gemacht.
Richtige Wahl. Also meine Erfahrung ist übrigens die gleiche. Wir haben noch nicht 25 gehabt, das kommt jetzt noch. Rede ich da Blödsinn? Nee, 97, nee, oh Gott, nee, ist schon hinter uns.
Dreißigjähriges haben wir ja bald schon. Mhm. Ach krass. Ja, in 2 Jahren, Wahnsinn. Oder anderthalb, aber es war's genauso.
Also ist jetzt nicht, dass sie unangenehme Menschen sind, aber diejenigen, die halt einfach super in der Schule waren, die haben jetzt so Streamline Jobs, ne. Also das, was Du sagen würdest, das Ja, man hat man hat das Spiel mitgespielt erfolgreich. Man hat sich dem System angepasst, was vorgegeben wurde und entsprechend, wie versprochen, gab's den Erfolg, aber halt auch keine Abweichungen davon. Genau, aber es ist ja auch die fahren auch alle ist ja ja klar. Die fahren auch alle schwarze Kombis und alles gut, aber seid langweilig.
Ich fahr auch 'n schwarzen Kombi. Aber immerhin Volvo. Ja, okay. Siehst Du. Alle soll mal schneiden hier an der Stelle.
Ja. Das ist vielleicht 'n bisschen blöd. Ja. Aber ich bin bei dir, Du, wir haben wir haben 'n paar Jahre, das weiß Du vielleicht gar nicht. Wir haben vorher in Walldorf hier ja in 'nem alten Bauernhof gewohnt, witzigerweise gleiche Straße, wie wir jetzt wohnen, nur 'n paar Häuser vorher.
Und da war gab's vor der oder gibt's immer noch vor der Scheune son son Überhang, son Dach nach vorne, da war so der neue Boden obendrauf. Und bei der Einweihung oder bei der Einzugsparty dann kam mein Vater zu mir und sagte, ah, das ist ja da die Scheune ist ja ist ja cool. Das sieht aus wie eine wie 'n Bühnendach. Also wir hatten auch Freunde, Musiker, waren damals in der Musikszene unterwegs, die haben da 'n bisschen Programm gemacht, wir auch und standen halt drunter und meinte, das sieht aus wie eine Bühne. Ja, das das könnt man so richtig so Programm machen und meine Frau und ich so, stimmt, wir könnten ja so was machen.
Und dann haben wir blöd, wie wir waren, also war nicht blöd, aber ne, also nicht nachgedacht, machen wir einfach mal, haben wir Kultur im Hof ins Leben gerufen. Also ne, am Anfang ey mit Bühne Bühne gemietet, Zelt gemietet und so weiter und so fort, direkt mit 2000 Euro minus aus der ersten Veranstaltung raus. Wir hatten 12 zahlende Gäste, glaube ich. Das war so richtig geil. Und das in sonem kleinen Dorf wie Walldorf und dann musst Du erst mal schaffen.
Das Jahr haben wir danach verdoppelt. Ja, das ging schon mehr. Ja, ja, der Witz ist halt einfach, hier im Dorf gibt's sehr viel. Hier gibt's, ich glaub mittlerweile noch immer noch 12, 13 Vereine. Also es gibt sowieso schon viele Veranstaltungen und es ist halt so, aus unserem Freundeskreis, außer unseres Freundeskreis sind nur so 3, 4 andere ausm Dorf sind halt hingekommen, haben sich das angeguckt.
Wie ist das so, was die machen? Und im Jahr später waren's dann schon 50 Leute und wir haben das knapp 4 Jahre durchgehalten, teilweise auch zweimal im Jahr, 2 Tage freitags Musik, samstags Comedy und am Ende waren's, also hat die hat die Feuerwehr gesagt, also die freiwillige Feuerwehr ausm Dorf, die uns dann geholfen hat, auch das Zelt aufgebaut hat und und und. Da war wirklich das halbe Dorf involviert gefühlt. Die sagten am Ende, ey, ihr könnt jetzt keinen mehr reinlassen, weil das können wir hier nicht zulassen. Da waren wir bei über 120 Leuten.
Und dann waren sie alle traurig, als wir aufgehört haben. Aber es war einfach, es war Wahnsinn. 5 Tage aufbauen, 2 Tage abbauen. Ja, aber es war halt, die Kinder erinnern sich heute noch dran, die waren damals noch kleine Stöpsel, die haben dann nachts 3 Uhr auf der Bühne gelegen, eingemübelt in Decken, rote Lampen an, damit die nicht kalt wird, ne. Und das ist halt, da hast Du halt gelebt.
Das hast Du gemacht. Du musst ja nicht bis zum Ende durchziehen. Gut, aber darum geht's am Ende. Also ich weiß noch mal, meine, also mein siebzehnter Geburtstag wurde von der Polizei geräumt. Meine meine Eltern in der Minute erzählt die Geschichte immer noch gerne, aber ich sag, ja, aber das sind 'n Tag Geschichten, die erzählt man sich und das ist alles gut.
Wir sind doch groß geworden, wir haben uns entwickelt. Und ich glaub auch, das ist das Wichtigste, was wir mit unseren Kindern machen müssen. Wir müssen die zu offenen, kreativen Gemütern erziehen und die einfach ihr Ding machen, die einfach Bock haben, neue Dinge auszuprobieren und einfach mal zu machen und einfach ja, sich auch auf alles einzulassen. Ich glaub, das das kriegen wir ganz gut hin. Wenn man das in Deutschland im im größeren Maßstab in den letzten 30 Jahren geschafft hätte, dann wär wahrscheinlich auch viel weniger Angst vor Transformation, Veränderung und Neuerungen.
Genau, das aber das haben wir ja angefangen, wir hoffen ja beide, dass das jetzt langsam mal durchdringt und dass so mal der eine oder andere Mal wachgerüttelt wird und dass einfach wir kapieren, dass Kreativität, Flexibilität, Anpassung, Geschwindigkeit, dass diese Faktoren viel, viel wichtiger werden, als sie je waren und dass wir jetzt echt mal Vollgas geben müssen. Und wir 2 Sehr, sehr schön. Ich bremse auf keinen Fall, nee. Son Aufkleberchen, ich bremse nicht für, keine Ahnung, aufm Auto. Viel Stillstand.
Das ist wirklich öde. Ich gebe, nee, nee, nee, nicht negativ formulieren, positiv formulieren. Ich gebe Gas für den Ja, das stimmt. Klar. Genau.
Hast Du noch 'n Aufkleber machen lassen? Ich überleg noch. 'n schönes, ja. Ich werd doch was sagen. Kamelia, dass wir auch durchliegen.
Oh. Oh ja. Hatte ich eben noch in 'nem anderen Podcastinterview. Content is King, das ist auch sone schöne Entschuldigung dafür, dass man alles macht wie bisher, weil ja nur der Inhalt zählt. Aber das ist 'n anderes Thema.
Christian, schöner Schlusssatz von dir eben. Ich geborene Gas für den Mittelstand. Schön, dass Du im Podcast warst. Wir sehen uns Danke dir. Definitiv.
Ja, gerne. Wir sehen uns in, warte mal, wann sehen wir uns denn wieder? Osnabrück, ne? In Osnabrück sehen wir uns. Also wenn Du kommst und wir kommen Ja, ich komm aus London vom Flughafen direkt in Osnabrück.
Also Du siehst, wir sind Monden, der Lebemann, ne. Was kostet die Welt? Beschäftlich. Cool. Ja, ja.
Kann man ganz Schön. Liebe Grüße an deine Frau. Ich bin nicht mehr. Grüße. Ist alles gut.
Ja, da wird's beruhigt sein. Dann kann's ja ausm Bunker kommen. Kannst Du wieder rauslassen, alles klar. Genau. Super.
Ja, vielen, vielen Dank für deine Zeit. Vielen Dank auch für alle, die zugehört haben. Schön, dass Du wieder dabei warst, dass ihr wieder dabei wart. Natürlich freue ich mich auch über Feedback, über Bewertung bei Apple Podcast bei Spotify, gerne 5 Sterne. Ja, weil letzten Endes, je besser ein Podcast bewertet wird, desto weiter steigt auch im Ranking in der Verbreitung und mein Anliegen ist ja immer, Menschen zu inspirieren und weiterzuhelfen.
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal. Mach's gut. Tschüs. Tschau, danke. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0.
Und denk immer daran, wenn nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.
Veröffentlicht mit CiteCast