Spielen mit Handicaps. Warum Echtheit mehr zählt als Perfektion. Mit Lucas Böse - #295
Worum es geht
In dieser Folge wird es persönlich. Ich spreche mit Lukas Böse darüber, wie man aus vermeintlichen Schwächen eine Stärke macht. Lukas ist Stotterer und hat sich vor rund drei Jahren entschieden, genau das nicht mehr zu verstecken, sondern zu seiner Marke zu machen – im Branding, auf LinkedIn, im Business. Ich kenne das Spiel auf meine Art: Kevin als Vorname ist bekanntlich kein Name, sondern eine Diagnose, und mit 1,60 brauche ich auf Events regelmäßig eine Kiste, um ans Mikrofon zu kommen. Wir reden offen über Mobbing in der Schulzeit, über die Angst, sich öffentlich verletzlich zu zeigen, und über den Moment, in dem man sagt: Jetzt reicht's, ich mach mein Ding. Lukas erzählt, wie nervös er vor seinem ersten LinkedIn-Post war, in dem er sein Stottern öffentlich gemacht hat, und wie überraschend positiv die Reaktionen waren. Ich erzähle, wie mir eine Zahnschiene und ein Podcast geholfen haben, aus der Komfortzone rauszukommen. Wir sprechen über Humor als Überlebensstrategie, darüber, warum man sich selbst nicht so ernst nehmen sollte, und warum Selbstakzeptanz die Basis für alles ist. Am Ende sind wir uns einig: Selbst wenn es mal nicht läuft – wenn du dabei du warst, ist das das Beste, was es gibt. -- LinkedIn-Profil von Lucas: https://www.linkedin.com/in/lucas-boese/ -- Unterstütze mich mit einem "Buch": https://buymeacoffee.com/kevinaim Oder unterstütze mich mit einem Merchandise-Kauf! https://kevin-allein-im-marketing.myspreadshop.de/ Folge mir auf LinkedIn! https://www.linkedin.com/in/kevingruendling/
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Transkript
Kevin ist ja eigentlich kein Name, sondern eine Diagnose. Tja, damit muss ich halt einfach leben. Ich stand aber auch schon mal vorm Scheideweg. Spiel ich damit oder lass ich's einfach bleiben? Heut wird's zwar 'n bisschen persönlicher.
Wir spielen mal mit Handicaps, jetzt hier im Podcast. Kevin allein im Marketing, der Podcast für Werbung, Marketing, Social Media. Und eigentlich muss ich ja dazu sagen, ich bediene ja jedes Klischee, ne. Mein Vorname ist Kevin und ich bin 1 60. Das heißt, ich habe in einem normalen Flugzeug in der Economy immer Business Class, weil ich hab einfach kurz bar, gell, offensichtlich gesagt.
Deswegen kann ich überall eigentlich hin, ja, außer an den oberen Küchenschrank. Dazu brauch ich halt einfach 'n Hocker. Und ab und zu bei Interviews steh ich auf 'ner Kiste, weil ansonsten komm ich einfach nicht ans Mikrofon, weil mein Gesprächspartner 1 80 1 90 ist. So, das ist jetzt keine Behinderung in dem Sinne. Das ist ein Handicap, aber damit muss man einfach spielen.
Und es gibt noch jemanden hier jetzt bei mir im virtuellen Studio, der spielt auch mit seinem Handicap. Ich habe Lukas Böse bei mir im virtuellen Studio zu Gast. Lukas, grüß dich. Schön, dass Du da bist. Ich würde sagen, stell dich ganz kurz einmal vor.
Ja. Hi erst mal und genau. Wie's bei mir ist, ich bin ich bin ja ich bin ich bin der ich bin der ich bin der ich bin der ich bin der, noch mal, ich bin ich bin der der ich bin der ich bin der der ich bin der ich bin der, ich bin der, der der Stotternde, die die die seiner und was ich was ich mache, ich es ist vor allem alles, was alles, was eben Corporate, Brandings eben alles eben alles geht. Und ich, oft ist es so, es bei, also die also die Kunden, die ich habe, das sind halt die, da ist schon schon oft was da, ne. Also jetzt irgendwie was was auch schon was auch schon grafisch eben auch schon ganz gut ist.
Es ist aber meistens alles sehr, sehr alt. Und dann bin ich halt da und bin halt wirklich da und sehe, was eben der, ja, der Kern der Marke ist und hole das in die aktuelle, ja, ja, in die aktuelle Zeit. Und das hab ich jetzt, also das ist, das ist vor allem ja halt den halt bei den Kunden dann oft so, aber eben auch bei mir, denn ich, was ich halt halt habe und das ist jetzt ja auch schon zu hören, dass eben bei den bei den, ja, bei den bei einigen bei einigen Worten hakt es ab und zu. Und das war auch schon als als, ja, als Kind schon so und dort hab ich das immer so, das fand ich meistens nicht so, ja, halt nicht so gut. Und jetzt hab ich gesagt vor, wann war das jetzt vor ungefähr, jetzt vor ungefähr, jetzt vor, ja, vor vor vor 3, ja, vor vor 3, ja, vor 3 Jahren hab ich jetzt gesagt, das find ich blöd, dass das jetzt irgendwie immer so das das Ding ist.
Und ich dacht mal einfach, ich hab das ja und werde jetzt mir aus dem eine eigene Marke eben auf auf auf powern und genau. Das ist jetzt hier so das Ding. Richtig, Du machst deine eigene Marke, also Du Du bist deine eigene Marke eben mit deinem Handicap, was Du hast. Und diese Folge soll jetzt auch mal dazu dienen, all diejenigen oder all denjenigen diejenigen, ganz schön Organdeutsch mehr, Mut zu machen, auch mit dem Handicap einfach zu spielen und sich nicht nur vergraben, sondern man kann auch erfolgreich mit seinem Handicap sein. Sei es jetzt wie bei mir, ja, etwas kleiner als normal und auch noch 'n sehr lustigen Namen.
Oder jetzt wie bei dir, Du bist Stotterer, Du spielst aber auch damit in deinen LinkedIn Post. Oder es gibt natürlich auch noch andere Handicaps und andere Behinderungen, ja, die aber eigentlich nichts zur Sache tun, ja, sondern man kann mit mit mit jeglicher Behinderung eigentlich sehr gut a leben, vielleicht nicht mit allen, aber man kann mit Behinderung, je nachdem was Du was Du tun willst oder was Du machen willst, kannst kannst Du gut leben und Du kannst auch entsprechend da erfolgreich sein. Und da wollen wir einfach mal son bisschen Mut machen, ja, son bisschen, geht einfach raus, ja, macht euer Ding und scheißt auch mal son bisschen auf die anderen. Ey, sorry, aber was anderes kann ich da grad nicht zu sagen. Weil es ist euer Leben, also dürft ihr auch entsprechend etwas machen, sei es jetzt im Marketing, sei es im sei es im Sales oder sei es wie bei dir im Design oder im Branding oder sonst irgendwo, ja.
Das Ergebnis muss halt stimmen. Wie ist 'n das eigentlich bei dir? Du hast jetzt Du hast ja jetzt vor 3, 4 Jahren hast gesagt, okay, ich mach jetzt mein Ding. Ja. Ich hab dieses Handicap, fertig aus, damit muss ich leben, damit muss ich klarkommen, es ist halt nun mal so.
Wie ist es denn für dich gewesen, als Du jetzt deinen ersten LinkedIn Post gemacht hast, Du machst ja immer so so LinkedIn Posts, wo Du son bisschen damit spielst, ganz am Anfang in der Headline nimmst Du halt irgend 'n Buchstabe und machst da irgendwie so und dann machst Du halt weiter. Ja. Wie war so der 1. Post für dich? Was hast Du dabei gefühlt?
Was hast Du dabei gedacht, als Du genau das gemacht hast? Ja, also der 1. Post, der dann wirklich, der auch wirklich dann auch so war und wo ich jetzt wo ich jetzt so das Ding war, dass einfach, da war ich einfach so, jetzt ist es das. Das war im im, das war vor zweieinhalb Jahren und das war auf LinkedIn nämlich auch. Und dort hab ich einfach gesagt, weiß ich weiß nicht mehr genau den Inhalt, aber es war zumindest so was wie, das ist jetzt so ja, so die Art, wo ich jetzt sage, das ist so, wie ich bin.
Und ich weiß noch, dieser Text, der kam wirklich, der war auch einfach gar nicht ewig durchdacht. Der war einfach, der war schon die ganze Zeit da, nur ich war ich hab's nie so gedacht, dass es mal son Ding werden würde. Und ich weiß noch, ich war sehr, sehr nervös, weil wenn Du so was dann in die also öffentlich machst, was Du eigentlich immer versuchst, nicht öffentlich zu machen. Also wenn Du irgendwo hingehst, ist halt diese Basisangst immer, dass halt wer ja, also dass dann irgendwer da ist, der halt noch noch nicht weiß, wer Du eben bist, ne. Und dann musst Du dem, dann ja, dann weiß er eben nichts, dass es das gibt und das ist vielleicht für den auch nicht so schlimm.
Aber für mich ist dann halt immer nur so von von damals noch so drin, dieses, wenn ich mal hake irgendwo, ist es für alle irgendwie grade halt so komisch. Und bei diesem Posting war's dann insofern cool, dass es halt nicht irgendwo öffentlich in der echten Welt, sag ich mal, war, sondern eben, es war halt nur im Internet, aber das Internet ist natürlich auch ein Ort, der, wenn das da steht, dann ist das so. Da ist dann, das ist dann nicht mehr weg zu wegzunehmen. Und ich hatte einfach keinen Bock mehr, dieses, dass das so, dass es immer da ist und für mich immer ein Ding ist, was mich halt nervt. Natürlich nervt es mich immer noch, aber darum geht's nicht, sondern es geht darum, wie Du damit umgehst.
Und ich glaub, da haben wir sehr viel in der Hand und natürlich war ich unfassbar nervös einerseits, andererseits dann aber auch nach den ersten Kommentaren und so weiter auch zu sehen, wie ja, wie die Menschen das aber auch so, dass sie einfach mal so was zu sehen, finden die einfach total gut, weil es eben was Echtes ist. Weil's das, glaub ich, so in der Form auch seltens gibt, sei es jetzt im Internet oder sonst wo, dass man halt, dass das halt so öffentlich gemacht wird und dann einfach auch, glaub ich, damit sagt man ja auch was über über das eigene Ding eben aus, ne. Und wenn Du damit umgehst in 'ner Art und Weise, die irgendwie offen ist und ehrlich und selbstbewusst, glaub ich, macht das auch was. Ja. Ja, glaube ich auch.
Ich hab halt wirklich, ich hab vor vor vor 'n paar Jahren, ne, ist aber auch schon 'n bisschen länger her. Ich wollt's ja jedem recht machen und ich hab ja am Anfang gesagt, Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose. Es gibt ja unglaublich viele Kevin Witze. Und ich ich hab auch sehr lange darunter gelitten. Kann ja nix für meinen Namen, ich hab ihn mir ja nicht ausgesucht.
Der war ja da, als ich kam. Oder zumindest, solange ich mich erinnern kann, hab ich ihn gehabt. Meine Eltern haben den ja ausgesucht, aber sie hatten ja auch keine negativen Intentionen damit. Aber ich will jetzt auch nicht sagen, dass das 'n Handicap ist oder vergleichbar ist, ne. Aber ich will jetzt nur mal von der Situation her, Du Du hast dich da halt irgendwo versteckt oder Du hast halt irgendwo nicht das gemacht, was Du wolltest, eben weil Du halt immer son bisschen oder zumindest in meiner in meiner in meiner Wahrnehmung war das so, Du wurd's immer son bisschen als doof abgestempelt, ne.
Mhm. Nö, das ist mal wieder 'n typischer Kevin, ha ha ha ha ha ha ha ha, den kannst Du sowieso nicht ernst nehmen. Und irgendwann hab ich dann angefangen, da mitzuspielen und mit dieses Klischee auch bewusst zu bedienen, einfach a darauf aufmerksam zu machen und dann b die Leute zu überraschen, wenn ich dann mal aus der dummen Rolle rausschlüpfe und dann sage, schönen guten Tag, hallo, hier bin ich. Und dann gucken sie alle blöd und dann sagen sie, oh, was 'n Ditte? Dann sag ich, ja, Leute.
Ist halt einfach nur 'n Vorname, ne. Oder halt ja, mit Ich mein, die Norm ist irgendwie, jeder Mann ist irgendwie 1 72, 1 73, sorry, ich bin halt nur 1 60, was soll ich machen, ja. Und auch damit spielt man mittlerweile, ja. Und stand letztens auf auf 'ner Kiste. Ich weiß gar nicht, wo wir uns kennengelernt haben, Lukas, bei irgend 'nem Influencerforum von von 'nem Mutti, von 'ner von 'ner Britta.
Das war, glaub ich, von der Petra. Münster. War das in Münster bei Fiege? Ja. Ja.
Da war da, also da war ich zum ersten Mal dabei, deswegen Ah, okay. Wahrscheinlich Ah, da da da da da da. Ja. Also weil, ich war ja noch einmal davor, jetzt hab ich hier, sorry Leute, ich hab hier grade son bisschen geklagt mit dem mit dem Ding, also mit meinem Armband, sorry, wenn das jemand gehört hat. Ich war einmal davor bei IBM, Ja.
Influencer Forum. Das war mein erstes Mal. Und Florian Gibser, liebe Grüße, wenn Du's hörst, hat sein Corporate Studio mitgebracht und hat das Ding aufgebaut. So, jetzt waren allerdings die Stehtische so dermaßen hoch, dass ich nicht ans Mikro gab. Oh, oh.
So. Hab ich dann gesagt, weil ich ich wollte Podcast. Ich so, Leute, hat irgendeiner mal eine Kiste? Gucken die mich an, für was ist, ich muss mich draufstellen, ich komm hier ans Mikrofon. Was was macht ihr da?
So und so war Kevins Kisten Talk dann geboren, ja. Also ich hab hab das angenommen und hab damit gespielt und hab mir eine Kiste geholt und fertig. Und Stark. Bei der CRM Experience in Würzburg sollte ich auch jemanden kurz interviewen. So, das Problem war, also wir haben ja gestanden, aber das Problem war, der gute Mann, den ich interviewen wollte, war 1 90 und ich 1 60.
So, das hat eigentlich nicht so ganz aufs Bild gepasst. Ja, dann bin ich zur Küche beziehungsweise ich hab meine Kollegin gefragt. Ich so, Du, könntest könntest Du mal kurz für mich in die Küche gehen? Dann sagt die, warum, was brauchst Du denn? Also frag da mal jemanden nach 'ner Kiste.
Was, Du brauchst eine Kiste? Ich so, ja, ich muss mich auf irgendwas stellen. Guck, es geht sonst nicht. Guck ich so weit nach oben. So und und damit spielt man halt und und Du spielst ja jetzt auch mittlerweile damit.
Mhm. Wie ist das denn aber bei dir? Ich mein, bei bei mir ist das ja was anderes, aber bei dir, wenn jetzt jemand Mailkontakt hat, ne, mit dir und möchte 'n Angebot von dir haben oder möchte von dir eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, er kennt dich nicht. Du schreibst ja ganz normal. Ja.
So und dann, ja, lass mal 'n Videocall machen. So, dann machst Du mit ihm einen Videocall Und natürlich stotterst Du dann. Wie reagiert denn dann die Person? Möchte die dann gleich instinktiv die irgendwie auf die Sprünge helfen mit Wörtern? Sollte man das überhaupt tun oder nicht?
Wär sone anschließende Frage. Und wie gehst Du damit wenn jemand wirklich dann entsprechend, ich weiß nicht, ob die dann genervt sind und und dann genervt in die Kamera gucken, so nach dem Motto, komm doch endlich mal zum Punkt? Oder wie wie ist da so, wie ist da so deine Erfahrung? Also generell, glaub ich, red ich jetzt erst mal nur quasi, wie das für mich eben ist, ne, weil das ist halt bei allen, die das halt haben, auch so irgend irgend irgendwie bisschen anders ist so zumindest das das, was ich eben weiß. Aber aus meiner Sicht würd ich erst mal sagen, es ist jetzt erst mal egal, ob das, was ich hab, ob das, was Du hast, egal was, ne.
Es ist jetzt wirklich, nichts ist besser als das andere, nichts ist, also da will ich gar nicht irgendwie werten, ne. Deswegen das das auch schon mal vorab, nur weil das eben für dich, weil Du ja auch eben eher zählt hast, dass es irgendwie was anderes ist als meins. Darum geht's ja gar nicht, sondern es geht ja darum, was das halt für dich eben auch auch auch halt immer halt immer war, ne. Und das weiß ich ja nicht, wie das halt für dich war, weil ich bin 1 80 so und ich kann mir auch denken, dass es halt auch für dich doof war ganz, ganz oft so. Nur eben auf eine andere Art und Weise so zum Beispiel.
Deswegen, also da gibt's jetzt nicht irgendwie 1, das besser oder so wäre. Es beides ist irgendwo einfach da und es ist in Ordnung. Genau. Dann hab ich auf jeden Fall gemerkt, der der beste Hebel für mich war quasi, wenn des wer ist, der halt der halt mich nicht kennt, so also sei es jetzt online oder auch offline, dass man dem das vorab irgendwie sagt. Sei es dann offline auf Events oder so, hab ich ja hab ich ja so hab ich ja so hab ich ja so so so so so Karten dabei, wo das ja eben dann auf dem dann also dann, wo es dann dort eben auch halt auch halt wo es halt eben steht, dass es so ist.
Und dann wissen die das schon mal vorab. Das war bisher so mein meine beste Idee, sag ich mal, weil bei, sag ich, bei diesen Events war's immer so doof, dass halt die, dass halt, wenn das der andere nicht weiß, dass es so ist, dann dann sind diese Dinge alle so bisschen so irgendwie so komisch. Wenn die das aber wissen, ist das was ganz anderes. Und seit ich das gemerkt hab, mach ich's natürlich auch online vorab in irgendwelchen Calls, wenn die also end, also ich schreib denen das schon mal auch immer per per per E-Mail, ne, dass das dann auch schon mal, dann wissen die das und dann ist das auch schon in Ordnung. Und am im Bezug auf viele, ja, es gibt auch einige, die haben gemerkt so dann in dann in den Calls oder so, dass das für die ganz unge-, ganz ganz, also für die ist das ganz ungewohnt, so einfach zu warten.
Weil so in dieser aktuellen Welt, wo ja einfach zack, zack, alles ist hier, alles ist da, das ist für ganz viele ungewohnt und gar nicht leicht, hab ich hab ich so gemerkt. Also es gibt auch welche, die wirklich dann so, die sind immer dann hier und, also die sind doch immer da, was am am ja noch irgendwie am am ja, noch am Tun irgendwie, aber auch gar nicht bösartig, sondern einfach, weil die grad nichts genau wissen, was mach ich jetzt? Und dann ist es auch so, was die Hilfe angeht, generell sagt man, es ist einfach, also einfach bestenfalls einfach warten. Das ist eigentlich immer die beste Idee, weil in in meinem Fall ist es so, ich habe halt jetzt, wie viel Ich glaube, ich hatte jetzt, also vor vor 3 Jahren hatte ich noch meine meine, ja, meine Therapie. Und dort hast Du dann auch halt auch so halt auch so ja sone Art ja ja eine Art Technik eben auch, ne.
Und die die ist meistens nicht so nicht so easy für mich so einfach zu machen, sondern ich brauch 'n bisschen Anlauf dafür. Und wenn die wenn die, ja, wenn die Zeit dann da ist, da bin ich dann auch wieder 'n bisschen dabei so und dann läuft es auch alles bisschen einfacher. Und wenn dann immer wer kommt, so mit dem Wort oder dem Wort und dann ist es das Wort nicht, dann reißt es mich halt ganz, ganz weit weg. Aber mittlerweile ist es halt so, wenn jemand, also wenn ich bei dem Wort wirklich ganz doll hake und der andere oder die andere weiß wirklich wirklich das Wort, dann ist es auch für, also ist es auch in Ordnung, dass es dann einfach dann dort ist. War ganz, ganz spannend.
Ich weiß gar nicht, da muss ich auch noch mal hin, dass das irgendwie so ist, weil wenn ich das Wort einmal gehört habe, dann ist es bei mir auch da. Ganz spannend und da bin ich noch, da weiß ich noch nicht genau, was ich mit dieser Info jetzt mache, aber ich bin dabei, vielleicht ist das so mein Ding irgendwann, dass ich sag, okay, jetzt weiß ich, wie's bei mir hier oben so drin ist. Aber das ist ja auch ganz viel irgendwo im Kopf drin. Wie genau das alles funktioniert, weiß ich weiß ich weiß ich noch nicht genau, aber ich bin dabei und es wird auch immer besser, aber es ist halt immer da, ja. Wie ist 'n das bei dir?
Was mir so jetzt grade im Kopf rumschwirrt, ist son bisschen der. Du kennst doch bestimmt, Scottman. Ja. Der hat ja auch, der war ja auch oder nee, der lebt nicht mehr, ne, nee. Ist ja auch oder war, glaub, der lebt nicht mehr.
Der war ja auch schon etwas älter, glaub ich, wo er wo er das Lied gemacht hat. Er hat dieses Lied gefeiert und ich feier es immer neu. Ich find das einfach nur mega. Aber es gibt doch dieses Phänomen, dass wenn Stotterer singen, sie dann nicht mehr stottern. Hast Du schon mal Singen ausprobiert?
Funktioniert das? Ja, hab ich. Bin ich auch gut drin, glaub ich. Aber das ist halt im Alltag nicht so richtig gut anwendbar, sag ich mal. Das Witzige ist Wir können hier mal 'n Podcast singen, ne.
Wir können hier mal 'n Podcast singen, ja. Aber im Grunde, wie das bei mir funktioniert, diese diese Technik, die ist auf 'ner gewissen ähnlichen Basis wie das andere eben auch. Also wenn man halt singt, sind ja sind ja am Hals sind ja die sind ja die sind ja die sind ja die sind ja die Bänder, die ja dann, wenn wenn wenn da was durchkommt, dann sind die ja so am, sind die, glaub ich, so am Vibrieren, glaub ich. Mhm. Ja, oh nein, die vibrieren anders.
Genau. Und das ist ja auch so, wenn man halt was erzählt. Und diese Haarkler sind meistens da, wenn das eben grade nicht ist. Das heißt, der Trick ist eigentlich, dass das hier durchgehend am ist, die ganze Zeit. Das ist so der Plan.
Ist nicht so einfach, aber das ist natürlich, wenn man halt wenn man halt singt, ist das eben der, also da ist das eben so. Und deswegen geht das doch so gut mit. Und deswegen ist die Technik, die ich habe, quasi eine ähnliche, dass ich die Worte nicht als einzelne Worte sehe, sondern ich mach daraus ein Wort quasi. Ah, okay. Und das und das vergess ich manchmal, dass ich das, dass das dann funktioniert, grade wenn ich irgendwie sehr nervös bin.
Also jetzt aktuell geht's dir jetzt auch wieder. Nur der, so der Anfang von von 'nem 'nem Podcast oder so ist für mich immer immer, ich weiß nicht warum, bin ich sehr nervös. Und dann bin ich wieder son bisschen in der Energie drin oder so und jetzt geht's wieder besser, ne. Ja, am Anfang ist man immer, das bin ich aber auch und ich mach jetzt schon was, weiß ich, wie viele Folgen. Am Anfang bist Du immer 'n bisschen nervös.
Ja. Und manchmal verhaspel und verholper ich mich ja dann auch. Und dann irgendwie währenddessen wird's halt wird's halt immer leichter. Aber ich stell mir grad son bisschen die ganze Zeit vor, wie Du dann singst, weißt Du? So schönen guten Tag, ich bin der Lukas, ich bin da.
Ich mach ihre Brand. Ja, das ist doch sonnenklar. Sie ist zwar jetzt der Scheiße, aber dafür bin ich da. Ich mach sie jetzt ja schön. Alles klar.
Also Ist stark. Stark, Kevin. Ich fang mal eben so. Ja, perfekt. Muss ich mal direkt Ist das son klar?
Ah, Moment. Mal eben. Ja, ja. Ja, Okay. Danke.
Ja. Ihre Brenties, zwar scheiße dafür hab ich einen andermeisen, ah, nee, das passt nicht. Aber ist egal. Jetzt jetzt hab ich Druck, jetzt kann ich nicht mehr. So.
Gut. Also das muss man wirklich mal, das muss man wirklich mal bringen. Entschuldigen Sie, ich bin Stotterer, ich singe meinen Vortrag heute. Das ist auch nicht schlecht. Das könnt man echt das Ganze auch als Aber es als Markenzeichen verkaufen.
Ich glaub, wenn man das wirklich mal macht auf 'ner Bühne, die irgendwie auch wirklich, wo man das eigentlich nicht, ja, halt eigentlich nicht machen sollte oder einfach nicht nicht so diese, nicht so das Ding ist. Das bleibt aber dann hier hier hier Ja klar. Oben drin, weil das macht keiner und Ja, ich mach mal den, also Ich hab den Link. Feel free. Ich würde dich da nur sehr gerne anmoderieren dürfen.
Ja. Also wenn wir das eintüten, das wär geil. Also Du kannst ja aber auch bei mir im Podcast, Du kannst alles machen. Du kannst von mir aus auch singen, das ist mir wurscht. Ja.
Mach das sehr, sehr gerne. Aber es ist schon es ist schon richtig cool. Also ich geh mal stark davon aus, korrigier mich gerne, wenn ich falschlieg. Ich rate jetzt mal ins Blaue hinein. Rate mal.
Als Kind bist Du früher doch dann bestimmt auch gemobbt worden, oder? Oder warst Du eher der Mobber? Nee, beides nicht. Also nicht in dich in der nicht in nicht in der Form. Ich glaub, gemobbt werden passiert ja auch viel Also manchmal sind das ja Dinge, die Du damals gar nicht so wahrgenommen hast.
Und ich glaub, ich hatte immer einen immer immer halt Menschen da, die, wenn mal so was aufkam, direkt auch dabei waren, dass das nicht irgendwie so wird. Deswegen Erfahrung mit Mobbing hab ich insofern, glaub ich, tatsächlich nicht erlebt. Und wenn doch, hab ich's nicht mehr im Kopf, weißt Du? Vielleicht hat ist mein Herr Ja, das wär meins. Dass er dachte, nee, nee, das ist ist so ist okay, aber war nicht okay.
Aber dass ich ich selber hab hab an so was nicht irgendwie eine, vielleicht dass ich jetzt sage, das war noch das und das und so. Deswegen Mobbing Bei bei mir ist das ganz, ganz schlimm gewesen früher. Ja. Also wirklich ganz, ganz schlimm. Also dadurch, dass ich der Kleinste in der in der Klasse immer war und da kam noch der Vorname dazu.
Und ich hatte nicht allzu schlechte Noten, irgendwie hat sich bei uns da etabliert, Jungs haben schlechte Noten zu haben, sonst bist Du uncool, Woran ich mich nie gehalten hab, das kam dann noch dazu und irgendwie kam son Trend, frag mich mal warum. Da haben sie alle ihre Jeanshose in die Socken gesteckt. Das hat ausgesehen, als wär's irgendwie zu blöd zum Anziehen. Warum die das gemacht haben, weiß ich nicht. Und ich hab den Scheiß aber nicht mitgemacht.
Und dann warst Du irgendwie außen vor und und ach da, da wurd da wurd ständig, da wurd übereingelästert, dann wurd gemobbt, dann wurd geschubst, da wurd gemacht, dann wurd ich an irgend son Pfahl da gebunden, wo sogar noch der Lehrer kam. Und die ganzen Mitschüler wollten mir ein, einmal Wasser übern Kopf kippen. Und dann und die ganzen Mitschüler wollten mir ein Eimer Wasser übern Kopf kippen. Und da hat selbst der Lehrer gesagt, nimm nur den halben Eimer, sonst wird die Boxershorts nass. Also hab ich nur den halben Eimer Wasser übern Schädel bekommen.
Junge, was war das für ein Lehrer? Ja. Ich weiß noch, wer es war. Ich sag jetzt mal keinen Namen. Kann mich aber noch dran erinnern und ich dachte, in der Ausbildung hört das auf, aber das ist dann weitergegangen bis zur Zwischenprüfung.
Und dann und dann hat das aufgehört schlagartig. Und dann hab ich aber auch meine oder meine Angriffbarkeit, kann man das so nennen? Sag mal ja, hab ich dann schlagartig auch geändert. Und hab dann auch gesagt, okay, komm, jetzt fang ich an, damit zu spielen und hör auf, irgendwie mich in dieser Opferrolle zu sehen, sondern ich spiel jetzt damit. Und wer mich nicht leiden kann oder wer mein meine meine meine dunkle Seite oder mein Humor dann da nicht mag, dann ist das nicht mein Problem, sondern sein Problem, weil er hat ja ein Problem damit und fällt ich aus.
Aber ich finde jetzt noch mal hierzu, weil ich glaube, wir hatten ja eben, ne, was ist jetzt irgendwie besser als das andere oder anders oder keine Ahnung. Aber die Dinge, die ja Du damit hattest oder da oder dadurch eben, eben das quasi so, wie Du bist, warst Du irgendwie nicht nicht gut aus der anderen Sicht, ne, ist das ja jetzt viel heftiger, dass Du jetzt halt da bist und Du sagst so, das bin ich und ich mach mein eigenes Ding total, ja total stark. Und ich glaube, jetzt würd ich mal eben was dazu einwerfen und da kannst Du mir auch sagen, ob das für dich so war. Sehr gerne. Die Akcep, die Acceptanz von einem selbst ist ja so die Basis, glaub ich, damit das überhaupt heilen kann.
Und ich glaub, was Du da ja aber auch gut mitmachst, ist ja auch son gewissen son gewissen, oder sagen wir mal, son gewissen, einen gewissen eben auch dann dazu haben, ist ja eine gewisse, ist ja ist ja eine ist ja eine Kraft, die einem dabei ja auch hilft oder nicht? Wie Ja. Wie ja wie wie wie war das für dich damals, dass Du gesagt hast, jetzt ist es, jetzt bin ich halt nicht mehr das Opfer, sondern eben einfach, ja, einfach einfach ich, wie hast Du, wie also wie wie war das für dich damals? Und vor allem wann war das so weit? Also das war eher son schleichender Prozess.
Das kam so am Ende am, also nach der Ausbildung, was heißt nach der Ausbildung? Nachdem ich da einmal aufn Tisch gekloppt hab, mehr oder weniger, zusammen mit meinem Ausbildungsleiter damals, war kurz vor der Zwischenprüfung, kam das immer mehr, dass ich halt gesagt hab, okay, dann fange ich jetzt an, damit zu spielen. Und dann kam noch dazu, ich ich hatte zwar immer sehr viel Humor, aber ich hab mich immer beim Lachen versteckt und hab immer gemacht, warum? Ich hatte eine sehr krasse Zahnfehlstellung. Und ich hab die aber nie behandeln lassen.
Ich hab totalen Schiss vorm Zahnarzt und vor Kieferorthopäden und dazu kommt noch eine Phobie gegen Spritzen. Also super Kombination. Und hab dann aber irgendwie einen Strohhalm gefunden, den letzten, den ich hatte, und hab mir Inviseline Zahnschienen gemacht oder machen lassen. Also nicht so die hier so so so so Typ Schneekette, sondern so, wie heißen die Dinger, so transparente Zahnschienen. Und je gerade meine Zähne wurden, umso extrovertierter wurde ich, umso mehr hab ich angefangen, damit zu spielen.
Und ich bin auch einfach raus aus der Komfortzone gegangen. Also ich war eigentlich, ich hatte Humor oder hab ihn ja immer noch, hab angefangen, mit meinem Namen zu spielen, das Klischee zu bedienen, war aber immer noch unsichtbar. Ich war immer noch der Kevin. Und als ich dann den Podcast auch angefangen habe jetzt von nunmehr 6 Jahren und dann die Zahnschiene entsprechend kurz vor Abschluss war, hat das angefangen. Ich bin also raus aus dieser Komfortzone, hab meine Zähne gezeigt, wirklich gezeigt.
So, jetzt ja auch. Mhm. Und dann hab ich auch noch mal kurz vor Abschluss, Und hab dann richtig angefangen. Das heißt, ich bin echt raus aus der Komfortzone und hab gesagt, schönen guten Tag, hallo, hier bin ich. Und dann ging das los.
Und das, ich hab die ersten 30 Folgen hab ich ja dann so gemacht, ich hab sie abgelesen. Ich hab mir 'n Skript vorher geschrieben und hab die abgelesen. Heute würde ich die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Und und danach ging das los mit den ersten Interviews. Auch mit ganz Fremden, bewusst mit fremden Leuten, die ich nicht kenne.
Und auf einmal bist Du ja in dieser Bubble drin und auf einmal ging das los. Und wo ich dann gesagt hab, jetzt fühle ich mich aber da auch extrem wohl. Und meine Witze wurden derber, meine Witze wurden sarkastischer Und ich mach ja auch über alles und über jeden mache ich 'n Joke. Mir ist das, auch über mich selber, ne, mir ist das mittlerweile scheißegal. Früher hast Du ja gedacht, Gott, Du darfst den ja nicht, darfst den ja, darfst ja keinen Witz machen, sonst bist Du ja, was weiß ich was, ja, rassistisch oder was was auch immer.
Das ist mir alles total scheißegal. Ich hab irgendwann gesagt, mir ist es wurscht, ich bediene das Klischee, ich mach Witze über alles und über jeden. Theoretisch gesehen, so blöd wie's klingt, ich würd doch über dich 'n Witz machen. Ich mein das, ich mein das nie böse, Gottes willen. Und so so so kam das, ja.
Und dieser Humor, der hat mir eigentlich geholfen, Dinge zu erkennen, so also so so so so blöd, wie's klingt, Dinge zu erkennen, wer ist denn ein echter Freund und wer ist nur son son son, ja son blöder Mitläufer, weißt Du, was ich meine, Der so lange irgendwie mitlacht, bis man 'n Witz über ihn kommt und dann macht's, bumm. Ah ja. Und und da hat's mir eigentlich auch ganz gut zu geholfen zu reflektieren, wer meint's denn wirklich ernst mit 'ner Freundschaft oder mit mit Bekanntheitsgrad oder mit Business, mit Partnership, mit allem Möglichen? Wer kommt mit meiner Art denn klar? Und so hab ich angefangen, dann zu reflektieren zu machen und zu tun, jetzt bin ich da, wo ich bin und jetzt reden wir heute sogar zusammen.
Also reden wir darüber. Das ist schon, also das ist kein kein von heute auf morgen, das war 'n schleichender Prozess, wo mir aber viele Dinge auch geholfen haben, bis hin zu wirklich der Zahnschiene und mach die Zähne grade und je grade, die wurden, umso extrovertierter wurde ich, so blöd, wie's klingt. Wie war das denn für dich? Also wie war denn, hat hat Humor bei dir geholfen? Oh, auf jeden Fall.
Generell war das immer schon für mich, also wenn ich noch mal so an das denke, wie's halt damals auch war, als ich noch so, keine Ahnung, so, also jetzt als Beispiel so in der achten in der achten, in der achten, ja, so in der achten, in der achten Klasse war zum Beispiel, ne, da also oder auch alles davor, danach egal. Aber auf jeden Fall, so in der Zeit war ich halt insgesamt immer sehr, sehr still. Aber wenn ich was gesagt hab, war's halt immer irgendwie 'n Witz. Und ich glaube, das hat mich dann eben auch so von dem Ganzen so so ja so, ich sag mal, so bewahrt, dass es immer so, dass ich immer so doll anders war. Weil ich war ich war ich war still, aber wenn ich was gesagt bin, dann war ich halt immer witzig.
Und ich glaub, das war was Gutes, weil ich find generell Witz kann man auch nicht so wirklich planen, find ich. Das ist, man manchmal hat man einfach die besten Witze, kommen einfach aus dem nix so. Ja. Und Ja. Das ist, das hat mir, glaub ich, immer gut geholfen.
Und generell jetzt auch mein, also ich glaub generell, sich selber nicht so ernst zu nehmen, ist eine Superbasis für für alles. Und deswegen ist auch mein, ja, mein mein Content, meine Marke, was ich anhabe, ist alles ja, einfach nicht so nicht so ernst, wie man halt sonst eigentlich macht im, ich sag jetzt mal, im ja, ich sag jetzt mal so, im alles, was Business ist, ist ja sonst, zumindest wie ich das noch von, wie es immer so war damals war, eher so im Anzug, ne, alles hübsch, alles alles ist so Ah, ganz schön. Und so weiter. Und ich bin da auch mit ganz mit Absicht einfach so, möcht ich so was eben gar nicht sein, sondern eben so bunt, auf Witz, alles nicht so ernst nehmen, wenn man irgendwo ist auf Events, macht man auch mal irgendwie was, was richtig dumm ist, einfach weil das weil das egal ist, was man macht, so. Im Endeffekt geht's einfach darum, dass Du echt bist, sag ich mal.
Und das Wort Echt ist mittlerweile ja auch schon so durch, fast schon. Aber ich ich will's immer noch nehmen. Echt ist echt ist gut. Ja. Ja, ich mein, ich mein, das stimmt aber, es ist 'n sehr schönes Thema, was wir hier auch gerade aufmachen.
Grade was das Thema Humor angeht, mittlerweile, Du hast ja so, ich weiß nicht, wie wie Du das erlebst, aber ich mein, ich hab ja 'n sehr sarkastischen und eigentlich auch 'n sehr derben und 'n sehr dunklen Humor. Und ich hab auch noch 'n Humor und ich lach auch über Dinge, die sind 20, 30 Jahre alt. Ich kann immer noch lachen über über und wie sie alle heißen, ja. Ja, wo Du ja jetzt sagst oder auch über Otto oder so und wo's dann immer dann so dasteht, ja, das war damals und kannst dir ja heut nicht mehr bringen und das ganze Gedöns und Ja, stimmt, ja. Wo ich dann immer denke, mein Lieber Herr Schwan, ich weiß nicht, wie Du's siehst, ja, aber ich seh dann immer so, denk mir dann so meinen Teil und sag, Lloyd, es ist immer noch lustig, lacht einfach drüber und nehmt die ganze Sache jetzt so ernst.
Ja. Das Leben ist ernst genug, da kann man auch mal 5 Minuten lachen. Und wir hatten eigentlich ja alle Angst und ich saß damals auch im Kino bei Canudis Manitu und alle hatten so Schiss, geht dieser Witz heute noch? Mhm. Kann man das noch machen?
Gottes Willen Bulli in seiner Doppelrolle mit Abahachi und Winnetouachi. Gottes Willen. Ja, es hat noch funktioniert. Manche haben das Ding verteufelt und haben gesagt, das kannst Du heut nicht machen. Und ich denk mir einfach nur, warum kannst Du das heute nicht mehr machen?
Ich stell dann einfach so die Frage, warum. Aber bisher hab ich nur keine Antwort gekriegt. Ja. Wie siehst Du das? Dreht dich da gerade irgendwen aufm Schlips oder ähnlich?
Bestimmt, aber mir nicht, weil ich glaube, Humor, also grade vor allem die die es halt, die Dinge es halt damals gab, muss man auch eben sehen, wie sie damals waren. Und man lacht ja im Grunde nicht Also wenn man das jetzt zum ersten Mal sieht, muss man natürlich muss man natürlich sehen, dass man einfach das so beachtet, dass es halt zu der Zeit damals war. Und ich glaub, der Kontext ist ja generell bei allem superwichtig. Und im Endeffekt muss man natürlich dann auch mal einfach mal sehen, gegen gegen wen ist das überhaupt was? Und es ist ja auch nie mit Absicht was gegen wen.
Das ist ja einfach sehr witzig gemeint. Natürlich, wenn man irgendwie was sagt, was vielleicht irgendwen irgendwem dann zu nahe geht, muss man natürlich auch auf das eben auch Natürlich. Auch hören, ne. Aber grade wir als, also wir sind ja, ich sag mal, wir sind ja, ja, wir sind, ich sag einfach jetzt mal, wir sind halt sehr Weiße, ne. Und für uns natürlich sehr leicht über alles einfach so, ne, sag ich mal, ist halt ist halt easy.
Für andere war das eben nicht immer so einfach oder auch nie so einfach oder auch immer noch nicht gut. Aber ich glaub, Humor darf erst mal alles so. Das hast Du schön gesagt, Humor darf alles. Mein, apropos, weil Du grade gesagt hast, wir sind erst mal weiß, ja. Ja.
Aber Anekdote, bei meiner Frau schwingt ja auch was Afroamerikanisches mit von ihrer Oma, nee, von ihrem Opa. So. Der Opa ist, ich glaub, der lebt nicht mehr, aber er war zumindest total schwarz, komplett. Ja. So.
Und ihre Mutter, also meine Schwiegermutter ist ja auch son bisschen, ich sag mal, bräunlich angehaucht. Der Onkel genauso, ja, das ist son Typ Cappuccino, dann hast Du noch ihre ihre Cousine, das ist so Latte Macchiato, führt immer son bisschen heller. Und so manchmal überspringt das ja bei 'n paar Generationen. Jetzt haben wir gedacht, unser Sohn, er könnte ja, es besteht ja eine Wahrscheinlichkeit, dass er halt einfach schwarz wird. Wär mir persönlich scheißegal, ob er jetzt schwarz weiß, Simpson oder whatever, war mir wurscht, Hauptsache der wird gesund, so.
Aber wir haben wirklich, wir haben gedacht, hey, könnt ja was, zumindest Kaffeebraun, könnt rauskommen. So. Wir wissen's ja nicht, ne. Kann ja 'n paar kann ja 'n paar Generationen überspringen. Gut, dass er jetzt Typ Weizenmehl 405 wird, konnt jetzt auch keiner wissen, ja.
Der ist ja weißer als meine Wand hier, aber es hätte sein können. Und es wär mir so scheißegal gewesen. Und da, was ich damit sagen will, ist eigentlich ist eigentlich folgendermaßen, was Du gesagt hast, da schließt sich der Kreis. Humor darf alles. Man muss nur gucken, und ich glaube, die Kunst ist, niemanden zu beleidigen, wissentlich und willentlich zu beleidigen, sondern eine humoristische Ader mitschwingen zu lassen, sowohl beim Senden als auch beim Empfangen.
Und ganz wichtig ist bei Humor, dass man auch über sich selbst lachen kann. Es gibt nämlich die Leute, die versuchen, lustig zu sein, aber wenn sie da mal selber eine Schelte abkriegen von 'nem Witz, dann sind sie gleich beleidigt. Und das ist, glaub ich, die die richtige Kunst an dieser Geschichte. Humor muss man auch abkönnen im Sinne von, Du kannst sie nicht nur senden, Du musst sie auch empfangen können. Ja.
Das ist ja im Grunde einfach, wenn man halt so so so bedenkt, also wenn Du selber das, also wenn Du nicht über dich selber lachst, kannst Du auch nicht irgendwie, bist Du auch nicht gut, dann hast Du auch einfach 'n wenig, denk ich mal, ne. Und das ist ist ja auch so, man sagt das ja auch über die Liebe, ne. Also wenn Du dich halt nicht, wenn Du dich halt nicht, wenn Du dich halt nicht, wenn Du dich halt nicht liebst, ist es halt auch nicht, also dann ist es eigentlich quasi nicht nicht, dann ist es ja nicht machbar, dass Du auch wen anders eben wirklich, also wirklich wirklich liebst. Und ich glaub, das ist eben da auch so. Das ist ganz, das witzig, wie Du eben sagst.
Es fängt bei dir an, ja. Ja, es ist so. Es ist es ist einfach so. Und ich glaube, so wie wir uns nach außen geben, so wie Du dich nach außen gibst, so wie ich mich nach außen geborene, so wie sich vielleicht auch manch anderer nach außen gibt, Man muss halt einfach seine, in Anführungszeichen, Schwäche zu 1 Stärke umwandeln, rausgehen, damit spielen, auch mit einem gewissen Humorfaktor, so wie Du das auch machst bei deinen LinkedIn Beiträgen, feier die Dinger, find die super. Und man darf sich bitte nicht so ernst nehmen.
Also so Bier ernst, boah, nee. Das ist mir mittlerweile auch so blöd. Du, ich war früher vor 10 10 Jahren, warte mal, wie alt bin ich jetzt eigentlich? 36. Gott, ich geh auf die 40 zu.
Ach Gott. Na ja, das ist ja noch 'n bisschen Ja. Trotzdem schon bei der Du morgen, wenn Du morgens aufstehst, tut's trotzdem schon weh, so. Das stimmt. Wie alt bist Du?
Ich werde jetzt bald werde jetzt bald werde jetzt bald 32. 32, okay. Ja, also ich geh auf die, weiß ich nicht was, zu. Mitte 30. Mitte 30 zu.
Okay. Mitte 3, weil bei mir bei mir zwackt's schon, wenn Du morgens aufstehst, ach, die Hüfte. Nee, aber so vor vor, ja, ja, das ist so. Vor 10, 15 Jahren hab ich auch, ne, wie Du vorhin gesagt hast, mit Schlips und mit Krawatte und versucht, irgendwie allen recht zu machen und bloß auf alles aufpassen. Boah, nee, das ist mir mittlerweile zu anstrengend, ne.
Auch auf Events, Du hast immer geguckt, hast Du eine Krawatte und hast 'n Sakko an, hast eine feine Hose an oder hast Du so so feine Schuhe an, so Budapester oder so was. Mittlerweile ist es mir echt scheißegal. Da hast Du eine Jeans an, ich hab da so so so sone cool, da sind 'n paar Löcher drin. Ich sag zwar immer, die Jeans ist kaputt, aber die sieht bei manchen Events grad im Sommer ganz gut aus. Dann hast Du da noch irgendwie 'n paar Sneaker und hast 'n T-Shirt oder 'n Hoodie an und fällt, ist die Laube, ja.
Manchmal hast Du vielleicht noch 'n Käppi auf, wenn die Sonne scheint oder so was oder nimmst Du Sonnenbrille, scheißegal. Der Inhalt zählt halt einfach auch, wenn Du auf der Bühne stehst, da zählt halt einfach der Inhalt und nicht, wie sehe ich aus? Das ist halt irgendwie auch son bisschen son bisschen Quatsch. Man muss sich in seinen Klamotten oder in seinem Tun, in seinem Sein, muss man sich einfach wohlfühlen. Da schließt sich dann der Kreis zum, Du musst echt sein, Du musst authentisch sein.
Und dann läuft die ganze Scheiße. Ja. Und selbst wenn's nicht läuft, dann warst Du immerhin Du. Und das ist das ist halt auch ganz geil eigentlich. Weil ich find, das macht mir immer son bisschen Mut.
Was ist denn, wenn's mal vielleicht nicht mehr irgendwie läuft? Ja, gut, aber dann warst Du in der Zeit, wo's mal wo's mal vielleicht 'n bisschen gut lief, warst Du einfach Du. Und ich glaub, das ist das Beste, was es was es was es die gibt. Das war eigentlich ein sehr schönes Schlusswort, wenn ich nicht noch eine Abschlussfrage hätte. Die Zeit vergeht mit dir wie im Flug.
Ich habe 2 Abschlussfragen, aber jetzt kommt natürlich erst mal der Abschlussfragen Sound. Ich hoff, dass das funktioniert hier, Moment. Krieg schon keine Luft mehr. Mein lieber Lukas, Ja. Wir reden jetzt schon wieder 45 Minuten.
Es ist krass, wie schnell die Zeit mit dir verfliegt, ja. Also wir sind trotzdem, trotz deines Stotterns sind wir wunderbar über alle Themen durchgeflogen. So, das war der Witz an der Stelle. Ja. Ach so.
Weiter, weiter, weiter, weiter. Okay, dann war Okay, dann war gut. Ah ja, kam kam schnell trocken. Gab's denn bei dir schon mal, 1. Abschlussfrage, gab's denn bei dir schon mal ein negatives Erlebnis?
Also auch im Business Kontext, wo Du dann gesagt hast, ey Leute, bis hierhin und nicht weiter? Business nicht, aber privat fällt mir grad direkt was ein in Bezug, ja, Mobbing nicht wirklich, ne, aber natürlich, wie man's dann eben wahrnimmt. Ich war mal auf 'ner Gartenparty und kam halt einfach zu, ja, zu wen dazu. Das waren irgendwie son paar Menschen, so ich glaub 6, ja, noch 6 andere Menschen. Und von denen wusste noch, wusste halt noch halt noch halt noch keiner, wer ich bin.
Und dann hieß es eben so, ne, wer wer denn wer denn wer ich wer ich denn bin, ne. Und dann war's im Moment irgendwie, ich weiß nicht warum genau, aber es war alles irgendwie dicht. Ich konnte irgendwie gar nix sagen. Und da waren die alle so, so halt, ne, so, ne. Mhm.
Ne. Mhm. Mhm. So, was was ist, hallo? Alles alles gut?
Und dann fingste irgendwie an mit sonem, ja, mit sonem, ja, mit sonem, ja, mit sonem Witz irgendwie. Und dann war das, also es war auch wirklich 'n guter Witz, aber ich, in dem Moment natürlich einfach eher eher, sag ich mal, jetzt nicht so aufn Witz aus von denen. Und dann bin ich einfach gegangen wieder vom Tisch, ohne was zu sagen. Und das ist, war so der 1. Und einzige Moment, wo ich gesagt hab, ich ich geborene einfach auf grade.
Das war heftig. Ist mittlerweile auch schon einige Jahre her, aber auch nicht, ist auch nicht so lange. Und da hab ich dann auch gemerkt, ich bin noch nicht so weit, wie ich wie ich wie ich halt gerne wäre. Aber das war krass, ja. Aber im Business noch, ja, halt noch nicht so genau, ne.
Aber jetzt bist Du ja auch schon 'n paar Jahre weiter. Ich mein, die Leber wächst mit ihren Aufgaben, ne. So. Sag ich immer. Richtig.
Also von daher. 2. Frage, Abschlussfrage. Mein Lieber, ich fand die Folge, sag ich jetzt schon mal, während die Aufnahme läuft, ich fand die so gut. Lass uns gerne, wir haben jetzt mal son bisschen bisschen den t-Strich gemacht, die die Horizontale.
Jetzt würd ich aber mal in die Businessvertikale einsteigen mit dir in 1 zweiten Folge, wenn Du Lust hast. Und da gehen wir aber wirklich aufs Business, aufs Branding, was macht gutes modernes Branding aus Mhm. Et cetera pp. Das 'n bisschen später im Jahr, weil wenn ich mal so auf meine Podcastplanungsliste gucke, nee. Voll.
Machen wir dann im Anschluss. Da sag ich jetzt nicht während des Records, aber wenn Du Lust hast, hast Du Lust? Ja, ich hab Lust. Dann machen wir da eine 2. Folge, machen den t-Strich.
Liebe Hörerinnen und Hörer, ihr wisst jetzt dann auch, wer Lukas ist und das, wie wie er arbeitet und was er in Anführungszeichen für ein Handicap hat, da wird die 2. Folge entsprechend genauso, gell. Also Jawohl. Schwel, warum ich grade sechstel, aber in dem Moment hat man Hirn gesagt, so, jetzt fängst Du mal an. Okay, auch nicht schlecht.
Mein lieber Lukas, das soll's an der Stelle mal gewesen sein. Ich sag vielen lieben Dank, dass Du heute bei mir zu Gast warst und mit mir über, ich nenn mal die Folge spielen mit Handicaps gesprochen hast. Danke dir. Ja, wundervoll. Danke dir.
Danke dir. Anne hast. Danke Ja, wundervoll. Danke dir, danke dir. An meine Hörerinnen und Hörer und an meine Zuschauer.
Wie a, wie fandet ihr denn die Folge? Und b, habt ihr denn ein Handicap, wo ihr sagt, hey, mit diesem Handicap würd ich gerne spielen, aber mir fehlt noch irgendwie der Mut oder ich spiele schon damit und das ist mein Handicap. Lasst mir doch mal gern eure Meinung in einem LinkedIn Kommentar da auf Podcast Punkt d e, auf Spotify, in Youtube in der Kommentarspalte oder schreibt mir eine Mail zum Thema unter Kevin at Kevin alleine Marketing Punkt d e. Das war's für heute. Wir hören uns.
Bis zum nächsten Mal.
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