Cover: Tobias Schnabel - seine ganz persönliche Reise als Verkaufsleiter

Tobias Schnabel - seine ganz persönliche Reise als Verkaufsleiter

4. Oktober 2025 20:31 Min. Zu Gast: Tobias Schnabel
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Worum es geht

In dieser Folge von HandwerkSpricht ist Tobias Schnabel, Verkaufsleiter beim Dachdecker-Einkauf Ost, zu Gast. Er nimmt uns mit auf seine persönliche Reise und spricht über die Herausforderungen im modernen Baustoffhandel, über Führung im Handwerk und die wachsende Bedeutung der Digitalisierung. Zudem geht es darum, wie die aktuelle Politik das Handwerk verändert – ein Einblick in eine Branche zwischen Tradition und Zukunft.

Das nimmst du mit

  • Führung im Handwerk verlangt heute mehr als Fachwissen – der persönliche Werdegang prägt den eigenen Führungsstil.
  • Die Digitalisierung gewinnt auch im Baustoffhandel zunehmend an Bedeutung und verändert Abläufe der Branche.
  • Der moderne Baustoffhandel steht vor konkreten Herausforderungen, die Tradition und Zukunftsfähigkeit vereinen müssen.
  • Politische Entscheidungen wirken sich unmittelbar auf das Handwerk und seine Rahmenbedingungen aus.
Aus dieser Folge
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Autor: Handwerk spricht – Der Handwerk Podcast!

Die wichtigsten Antworten

Wer ist der Gast dieser Folge?
Zu Gast ist Tobias Schnabel, Verkaufsleiter beim Dachdecker-Einkauf Ost.
Worum geht es in der Folge?
Es geht um die Herausforderungen im modernen Baustoffhandel, um Führung im Handwerk, die zunehmende Digitalisierung der Branche und den Einfluss der aktuellen Politik.
Für wen ist diese Folge interessant?
Für alle, die sich für das Handwerk, den Baustoffhandel sowie die Verbindung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk interessieren.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Gespräch?
Die Digitalisierung wird als Thema behandelt, das auch im Baustoffhandel immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Zu Gast

Verkaufsleiter Berlin/Brandenburg

Tobias Schnabel ist Verkaufsleiter in Berlin-Brandenburg und führt ein Team an sechs Standorten durch die Herausforderungen der aktuellen Zeit.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Handwerk spricht, Ihre Sendung, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Handwerk verbindet. Und heute haben wir hier Tobias Tobias Schnabel. Tobias, hallo, schön, dass Du hier bist. Tobias, Du bist Verkaufsleiter beim Dachdeckereinkauf Ost und wirst uns heut mal son bisschen mitnehmen auf die Reise, was so die Herausforderungen, aber auch die Aufgaben sind, die ihr so habt. Wir werden über verschiedene Punkte sprechen, unter anderem auch mal über Digitalisierung.

Aber tun mir den Gefallen, sag mir doch einfach mal oder erzähl uns doch mal 'n bisschen was über dich kurz, nimm uns mal mit auf deine Reise und sag uns dann, was so im Moment deine Aufgaben sind als Verkaufsleiter. Ja, Du hast ja schon gesagt, also ich bin Verkaufsleiter. Ich bin zuständig für die Region Berlin Brandenburg, das heißt ungefähr von Mecklenburg bis runter nach Cottbus. Um's mal grob zum Schreiben, hab hier 6 Standorte mit mit knapp 120 Mitarbeitern, die zu führen sind und wo ich für verantwortlich bin. Unsere Zentrale ist ja in Braunschweig.

Wir haben noch weitere, wir haben noch einige weitere Standorte. Also es ist nicht nur Berlin Brandenburg, wir sind vielleicht die Genossenschaft, die umspannen die meisten Bundesländer vereint, deswegen sind wir so outgesourct in einzelne Regionen. Wir haben Niedersachsen, Sachsen Anhalt, Berlin Brandenburg und ja, da haben wir einiges zu tun. Also großes Feld und was sind so eure Herausforderungen in der aktuellen Zeit? Ja, es gibt eine ganze Menge Herausforderungen.

Ich glaube, das eine, wer viel Zeitung liest, merkt ja, dass der der Neubaumarkt rückläufig ist. Man merkt, dass so die Investoren, dass eine gewisse Kaufzurückhaltung ist oder die Investitionsfreude grade nicht so da ist, wie wir uns die wünschen würden. Trotzdem glaub ich, dass wir das für alle genug da ist und dass es dem, grade dem Dachdeckerhandwerk, wofür ich ja jetzt denn sprechen kann als Bedachungsverhandel, auch in Zukunft nicht nicht schlecht geht, weil jeder kennt ja, dass unsere Sanierungsquote zu niedrig ist. Also wir müssen für die ganzen Themenfelder, die vor uns liegen, müssen wir noch eine ganze Menge machen und ich glaube, dass da noch was kommt. Und ich mach mir eigentlich eine Gradung des Handwerk keine Sorgen, sofern sofern die Rahmenbedingungen in Zukunft stimmen.

Jetzt ist ja so, dass wir im im Dachdeckerhandwerk, glaub ich, noch ganz gut ausgestattet sind mit Aufträgen und so weiter. Aber Du sprachst jetzt grad schon an, der Neubaubereich ist ja mehr oder weniger im Moment nicht so vorhanden, wie er vor 2 Jahren vor allen Dingen noch gewesen ist. Das ist ja auch eine Riesenchance, ne. Wie bewertet ihr das im Moment von eurer Seite aus? Na ja, wir setzen natürlich, wir versuchen uns natürlich breiter zu machen.

Wir setzen natürlich viel auf Sanierung, habe ich ja gerade schon gesagt, dass wir, dass da große Chancen sind. Ansonsten, wie gesagt, haben wir die gleichen Probleme wie das Handwerk auch, Nachwuchs des berühmte Warft Talents. All diese Dinge belasten uns auch. Das ist dann, ja. Also ich ich glaube nicht nur das Dachtechhandwerk, sondern insgesamt bei dem, was an Sanierung vor uns ist, dass wir damit noch gut viele Jahre hinbekommen und bis dahin wird auch wieder der der Neubausektor anspringen.

Ich versuch das immer positiv zu sehen und nicht immer alles alles schlechtzureden. Ja, das ist, ja, genau, das das ist ja tatsächlich auch die Chance, ne, dass wir in 'nem guten in einem guten Marktumfeld, wo das Dachdeckerhandwerk ja heute noch ist, dann wirklich noch die Möglichkeit haben zu sagen, okay, da kommt ja noch etwas mehr, selbst die Sanierung, die ja jetzt im Moment nicht durchgeführt werden, sind ja nur aufgeschoben und nicht aufgehoben, weil die Gebäude ja trotzdem wieder instand gesetzt werden müssen. Die die müssen gemacht werden irgendwann. Wir werden sicherlich nicht viel ganz verkommen lassen. Wir haben Sanierungsstau und der wird kommen.

Wir haben Themen wie Photovoltaik, wir haben Themen wie Gründach vor uns, auch Gründach in der Fassade, beziehungsweise dann nicht da, sondern Fassadenbegrünung. Wir haben noch ganz viele Themen und ich glaube, wir sind bei einigen Sachen grade erst am Anfang. Deswegen bietet dieses kleine Loch, was grade ist oder diese Konjunkturdelle, bietet auch Chancen für die Zukunft. Man muss sich halt nur neu ausrichten, damit wir nicht irgendwann mal den Handwerker Nokia haben oder den Dachdecker, ja. Wie könnt ihr denn von eurer Seite aus den den Handwerker, also die die Betriebe, die ihr quasi in eurem Kundenumfeld habt, unterstützen?

Was könnt ihr da tun? Was bietet ihr denen an? Ne, das machen wir sogar sehr ausgeprägt. Also jetzt grade, was die Genossenschaften angeht, wir haben ja tatsächlich 'n Versorgungsauftrag, das ist ja das, was die Genossenschaften vielleicht von anderen Händlern unterscheidet. Und wir legen ganz viel, wir legen ganz viel Wert auf auf Service.

Wir haben einzelne Abteilungen fürn Bereich PV, wo wir wo wir auch unsere Dachdecker oder unsere unsere unseren Kundenstammdern oder Mitglieder auch mal eine Hand nehmen können und sie auch ranführen können. Haben da Spezialisten, das Gleiche für den Bereich Fassade, Gründach mit den Services. Wir nehmen denen Arbeit ab, führen die gleichzeitig ran, nehmen denen vielleicht auch die Angst. Und man sieht ja auch, wenn man, wenn dann mal die ersten PV Anlagen gemacht sind, wenn auch die ersten Gründächer mal gemacht sind und 'n Dachdecker merkt, es tut gar nicht weh, dann sieht man auch ganz schnell, wie die Lernkurve steigt. Und dann müssen wir sogar aufpassen, dass wir die unterwegs nicht verlieren, sondern alles, was denen dann Spaß macht und wo sie sich dann reinbeißen halt jetzt voran.

Und wir geben den Anstoß und unterstützen die dabei und versuchen denen natürlich auch, irgendwo Ängste zu nehmen. Irgendwann ist immer das 1. Mal und das begleiten wir sehr eng, dass wir denen, dass wir die dann auch ranführen an die neuen Themen. Und wir hoffen natürlich, dass wir dann die Guten dann auch bei uns im Unternehmen behalten als als gute treue Kunden, weil sie gesagt haben, Mensch, das 1. Mal hab ich's mit denen gemacht und das hat gut geklappt.

Und genau, das ist so nicht ganz uneigennützig, dass wir die ganzen Services vorhalten. Ja, ja, natürlich. Klar, das gehört natürlich dazu. Aber Spaß ist grad Ängste an. Wie geht ihr denn mit dem Thema Digitalisierung beziehungsweise gehen wir sogar gedanktechnisch noch 'n Schritt weiter Richtung künstliche Intelligenz?

Ja. Das ist ja auch sone son Angstpunkt grade im Handwerk noch, der ist ja auch sehr verbreitet. Habt ihr da schon, ja, Lösungen schon entwickelt oder seid ihr dabei, was zu entwickeln? Und vor allen Dingen, wie wollt ihr denn die Kunden von euch da mitnehmen? Ja, dieses ganze Thema Digitalisierung ist natürlich bei uns 'n Riesenthema wie überall auch.

Also wir beschäftigen uns damit täglich. Wir versuchen da auch, die Kunden mitzunehmen, vielleicht am Ende des Tages, ja, die müssen die müssen's schon, also die müssen ihren Partnern hinterher auch schon selber machen. Das ist so. Wir für unser Unternehmen, weil wir die gleichen Probleme haben, beschäftigen uns auch schon mit KI. Ich glaube, man kann sich vor diesen ganzen Themen nicht verschließen.

Vielleicht muss das Handwerk nicht immer der 1. Sein, aber schön wär, wenn man mit dem Zug mitfährt. Und wir sind tatsächlich dabei übergreifend, alles das, was sone KI auch machen kann, ob's im Angebotswesen ist oder andere Dinge. Wir sind da tatsächlich schon, ich ich will nicht zu viel versprechen oder oder nicht zu viel erzählen, aber wir sind tatsächlich schon dabei, eine KI Lösung auch für unser Unternehmen irgendwann mal zu haben. Auch gar nicht in so weiter Zukunft.

Hab auch, ja genau, hab, will auch gar nicht mehr wissen inhaltlich, weil ich schon merke, dass das auf jeden Fall 'n 'n Projekt ist, wo eben Herzblut dabei seid, Ja. Was da eigentlich sehr wichtig ist. Habt ihr son Zeithorizont? Son son son son Punkt, wo Du wo Du sagst so Jahreswechsel oder vielleicht im ersten Quartal nächstes Jahr oder so. Gibt's da schon irgendwas?

Na ja, alles, was Digitalisierung ist oder KI oder diese ganzen neuen Dinge, da sind, da geht ja immer alles viel, viel schneller. Da plant man nicht auf 5 Jahre, sondern da plant man eher in Monaten. Und ich glaube, dass wir dass wir in viele Dinge auch schon nächstes Jahr sehr gut nutzen können, in in in welcher Höhe das schon ist und in welchem Prozentsatz wird sich zeigen. Aber wir sind schon am Füttern. Wir sind da aufm guten Weg, glaub ich, sehr guten Weg.

Wir haben Leute, die sich damit noch mehr beschäftigen als ich, aber wir natürlich, wir freuen uns alle drauf. Klingt sehr spannend, vor allen Dingen, weil weil wir ja eben auch über Angst ja gesprochen haben. Ja. Und alles, was neu ist, macht ja nicht vielleicht Angst. Das ist an der Stelle vielleicht auch etwas zu groß, aber es ist ja schon so, dass immer Neues eine Hürde darstellt, ne.

So und von daher macht's ja auch total Sinn, ein vielleicht kleines Produkt am Anfang erst rauszubringen und dann eben halt mit dem Produkt dann auch oder dass mit dem Produkt dann auch die Kunden wachsen können. Und ich bin der Meinung zum Beispiel, dass wir im Handwerk dafür Sorge tragen sollten, dass wir jetzt bei diesem KI Thema ganz früh dabei sind, damit wir wirklich auch mal die Ersten sein können, die davon auch, die auch von den Früchten dann auch etwas haben, ne. So sonst sind wir ja immer son bisschen in manchen Punkten zumindest, die die hinterherlaufen. Und oft sind's ja die Punkte leider, die wirklich dann in der Industrie und in den großen großen Konzernen dann eben halt wirklich dann zu dem großen Durchbruch dann eben halt führen. Und ich habe son bisschen das Gefühl, dass wir das jetzt diesmal im Handwerk auch erreichen könnten.

Jetzt bin ich total froh, wenn ihr da schon dran seid oder auch alle anderen, die natürlich, die dran sind, dass wir im Handwerk wirklich die Möglichkeit haben, sehr früh dabei zu sein. Und vielleicht kommen wir auch dahin und das ist so insgeheim meine Hoffnung natürlich, dass sich irgendwann auch, sagen wir mal, unsere Struktur, alle die die damit zu tun haben, vielleicht sogar zusammentun und ein großes Paket schnüren an der Stelle. Vielleicht nicht, mit dem Produkt der KI und ähnlichem Geld zu verdienen in dem Punkt, sondern vielleicht hinzugehen und zusammen, pass auf, bei uns fallen ja im schlimmsten Fall 50 Prozent der Hände weg in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Also fallen ja auch in meinem Unternehmen, in meinem Lieferantenunternehmen, beim Herstellerbetrieb, in der Industrie, fallen ja im schlimmsten Fall auch dann entsprechend viele Arbeitsplätze weg. Und deswegen ist es vielleicht son noch noch viel wichtiger eben, halt sich an der Stelle für solche Projekte wie KI, aber auch für Recruiting und so weiter noch viel stärker zusammenzubringen und zusammenzusetzen und und ohne viel Ego und so weiter an son Thema ranzugehen, sondern wirklich mit dem Vision, Moment, 50 Prozent der Hände fallen weg.

Und das ist natürlich nicht negativ gemeint mit den Händen, sondern einfach nur, damit wir wissen, das sind 50 Prozent Umsatz im im im schlimmsten Fall im Handwerk. Also müssen wir irgendwie schauen und vorausschauend da rangehen. Und das find ich, find ich sehr gut, wenn jetzt jeder so seinen Job macht quasi und sich aufn Weg begibt, dann irgendwann vielleicht diese Möglichkeit zu nutzen, zu sagen, okay, und jetzt tun wir zusammen mit anderen, dann entsprechend die den großen Schritt dann auch zu wagen. Deine Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wir setzen uns für sicheres Arbeiten ein, damit Du nach jedem Projekt gesund nach Hause kommst, weil wir das Handwerk brauchen und weil wir dich brauchen.

Gemeinsam machen wir das Handwerk stark. Aber Du hast ja genau recht und das ist das ist ja der Grund auch, warum wir das machen. Also natürlich müssen wir vorangehen. Ich glaube, wir sind auch, also nicht nur die Zeit, sondern auch das Handwerk und damit auch wir und die Industrie, die sind grade im Wandel, die sind in in 'ner Veränderung. Es tut, Veränderung tut weh, machen wir uns nix vor, das ist so.

Aber da müssen wir jetzt durch. Ich glaube, dass dass so Dinge wie die Industrialisierung viel schlimmer waren damals als das, was heute ist. Und wir machen das aus dem Grund. Genau, weil wir wissen, es werden werden Hände wegfallen, wie Du's so schön gesagt hast, weil es schwieriger ist. Also auch wenn wir den Bereich Recruiting, weiß nicht, ob Du bei uns schon mal geguckt hast, wir auf der Seite, wir versuchen da extrem viel zu machen, junge Leute auch zu uns zu bekommen.

Also wenn wir nicht von woanders Menschen bekommen, die bei uns arbeiten, man muss ja auch heut eine ganze Menge bieten, müssen wir uns die selber ranziehen und das machen wir auch und das klappt auch ganz gut. Da sind wir auch mit sehr viel Herzblut dabei, weil alleine kann keiner was machen, nicht ich, keinen Vorstand, kein Sonstiges. Man man braucht die Menschen. Und wie gesagt, mit der KI ist Entlastung für die, die da sind. Und das ist genau der Grund, alles, was Digitalisierung ist, soll ja nicht mehr Arbeit machen, sondern sondern Lasten.

Und das ist vielleicht die einzige Angst, was Du ein, was Du eingangs gesagt hast, dass der Kuchen kleiner wird. 10 Dachdecker hauen halt nur 10 Ringträger an, ans Brett, sag ich jetzt einfach mal so. Ich bin ja auch Dachdeckermeister, das weißste ja. Wenn nur noch 8 davon da sind, dann sind's nur noch 8. Und diese 8 Rinnenträger bewirbt sich dann die Händlerschaft, bevor ich dann einen Kampfbegriff raushaue, bewirbt sich dann die Händlerschaft, das liefern zu können.

Ja. Und auch die Industrie. Ja. Und das ist das das das Einzige, dass vielleicht auch da die Hände fehlen, die Babyboomer gehen in Rente. Ja.

Und ja. Wobei sich ja im Recruiting ja jetzt eine Möglichkeit ergibt, wenn man jetzt mal so Richtung Automobilindustrie son bisschen schaut, Ja. So negativ diese Nachrichten für die Menschen, aber auch für die Volkswirtschaft natürlich ist. Aber das ist natürlich 'n 'n Punkt, der uns dazu bringen könnte, diese diesen diesen Gap, den wir jetzt vor uns haben im Handwerk eventuell wieder schließen zu können, ne. Wir haben natürlich 'n gewisses Thema da, dass dass natürlich gewisse Voraussetzungen oder Ansprüche oder eine Anspruchshaltung unter Umständen da ist in dem bei den Menschen, die jetzt eben halt, ja, vermeintlich ihre Jobs verlieren.

Und da müssen wir natürlich schauen, inwiefern wir diesen Anforderungen gerecht werden können. Also ich glaube im Moment nicht, dass wir denen gerecht werden können, sondern dass eben halt da wirklich ein Aufeinander Aufeinander zugehen stattfinden muss, ansonsten wird's ja nicht funktionieren. Auf der anderen Seite ist das ja auch wiederum eine Chance so, die wir haben, ne. Ja, glaub ich ja auch. Also wie gesagt, wir sind ja auch in Hannover und Braunschweig und Braunschweig ist ja unsere Zentrale.

Also wir waren oft, was die Automobilindustrie angeht oder den, wo der gerade so schön durch die durch die Medien geht, können wir ja ruhig sagen, die Volkswagengruppe. Da waren wir natürlich als Arbeitgeber oft zweiter Sieger, was 'n Bekanntheitsgrad angeht und auch die Handwerker in der Region. Wir waren auch oft zweiter Sieger, ob's die Maurerfirmen, die Dachigerfirmen oder wie auch immer sind, weil's natürlich komfortabler ist oder auch, weiß ich nicht, oder die Leute sich gedacht haben, es ist mehr Zukunft bei VW. Das ist jetzt vielleicht anders. Also ich glaube, die selbstständigen Handwerker sind im Prinzip die die Chefärzte von gestern.

Also wenn man mal wirklich hinguckt und Handwerk hatte auch, ich meine auch für die Zukunft und ich kenne noch mal viele Handwerker, man kann das ruhig sagen, dass Handwerk goldenen Boden hat, aber man muss das auch den jungen Leuten sagen und dass sie das auch glauben. Also natürlich ist es vielleicht 'n bisschen schmutziger und man muss auch viel tun, ganz vorne mitzuschwimmen, aber ich sag mal, noch 'n goldeneren Boden als in der jetzigen Zeit, glaube ich, hatte das Handwerk eigentlich nie. Ja, ich glaube, wir kommen tatsächlich in das Wrede. Wir werden die, wir sind ja die 2. Macht, die 2.

Wirtschaftsmacht in Deutschland und vielleicht kommen wir sogar in die Richtung, dass wir auf Augenhöhe kommen mit der Automobilindustrie. Das könnte passieren. Ich könnte mir das durchaus vorstellen und ich wüsste auch nicht, warum man nicht auf Augenhöhe mit der Automobilindustrie sein könnte aus der Sicht des Handwerks. Ja. Tobias, hast Du für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer noch einen Hack, den Du mitgebracht hast?

Ja, vielleicht nicht 'n Hack, aber vielleicht eine Empfehlung. Vielleicht an an unsere Mitglieder oder an und oder an unsere Dachdecker oder an das Handwerk an sich, bleibt offen für neue Dinge. Stellt euch breiter auf, lasst euch nichts wegnehmen, ihr braucht euch nicht verstecken. Wir haben ganz viele, wir haben ganz viele neue, ganz viele neue Themen, Digitalisierung, Photovoltaik. Also, wir sind Teil der Energiewende.

Wir sind wir sind Teil bei, wie Herr Scholz so schön sagen würde, bei der Zeitenwende. Es geht ohne, das Handwerk nicht, seid selbstbewusst, geht raus, traut traut euch an neue Sachen rein. Ja, es tut weh, alle Neuerungen, aber der Schmerz ist nur kurz versprochen. Ich seh's bei vielen Dacherkannen, die supererfolgreich sind dann hinterher in dem Bereich. Und ich kann nur sagen, bleibt offen, nehmt die Jugend mit.

Ja, die sind anders, aber diesen Generationskonflikt, den gab es auch schon immer. Mein Vater hat den mit mir gehabt und mein Opa zu meinem, fand bei meinem Vater auch die langen Haare nicht toll und trotzdem hat jede Generation seine Vorteile. Und ich glaube, auch mit denen werden wir vorankommen, wenn wir die vernünftig mitnehmen. Ja, breite Brust, ne, ist das Wichtigste Breite Brust ist ganz wichtig. Ich glaube, das Handwerk kann selbstbewusst sein, soll selbstbewusst sein, muss selbstbewusst sein, brauchst sich nicht verstecken hinter Automobilindustrie oder Sonstiges.

Und man kann ruhig nach vorne gehen und man kann auch ruhig mal fordern, ohne uns gehen diese ganzen Pläne, die die Regierungen oder wie auch immer wir uns vorhaben, ohne das Handwerk geht es nicht. Ja. Vollkommen richtig, bin ich absolut bei dir. Ja. Tobias, wie siehst Du denn aktuell den Stellenwert des Handwerks?

Das haben wir grade über die breite Brust gesprochen. Wie siehst Du's denn aktuell? Wie würdest Du die Situation grade im Moment bewerten? Wie wie wo steht das Handwerk in der Gesellschaft im Moment? Ja, immer noch leider nicht da, wo's hingehört, haben wir ja grade schon gesagt.

Deswegen, man darf ruhig selbstbewusster sein. Grade hab ich schon mal den den Satz gesagt, eigentlich ist der selbstständiger Handwerksmeister der Chefarzt von gestern, wenn man's so sieht. Handwerker haben aber nicht den Stellenwert. Natürlich sagt jeder, Gottes willen, ich möchte mal, ich möchte gerne den den Handwerker, ich bin froh, dass er kommt, ich bin froh, dass er mir hilft. Und manche schimpfen vielleicht auch, weil sie 3 Monate aufn Handwerker warten müssen.

Aber leider ist es so, dass in der Gesellschaft, vielleicht zu Recht, zu unrecht, ich möchte die andere, die andere Berufsgruppe jetzt auch nicht minder, es ist jetzt nur 'n Vergleich oder 'n Synonym für vielleicht für auch anderes. Der Arzt, der Architekt, der der wie auch immer hat da schon noch 'n anderen Stellenwert in der Gesellschaft als der Handwerker. Der Handwerker ist manchmal eben auch nur der Handwerker. Und da wird die Leistung, die da die da erbracht wird, mittlerweile auch technisch und auch teilweise schulisch. Ich glaube, die wird da manchmal nicht so gewürdigt wie in anderen Berufen.

Ja, dann da kann ich viel von abgewinnen, das passt. Ja, Tobias, herzlichen Dank, dass Du hier bei uns gewesen bist. Das war's leider schon wieder. Du hast uns sehr viele Einblicke noch mal gegeben grade in den Handel und diese Kundenbeziehung, Kundenhandelbeziehungen, die sehr interessant ist und natürlich auch den Weg in die Zukunft son bisschen beschrieben. Dafür recht herzlichen Dank.

Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder in 'nem Jahr oder so. Und dann sprechen wir mal, wie dann die KI Geschichte und die Digitalisierung dann eben halt ihren Weg gefunden hat. Herzlichen Dank. Ja, das war's schon wieder. Herzlichen Dank fürs Zuschauen und bis bald.

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