Die KI kann keine Wand streichen
Worum es geht
In dieser Folge von Handwerk spricht spricht Oliver Oettgen mit Peter Kohls , Malermeister, Unternehmer und stellvertretender Obermeister der Malerinnung, über die Frage, warum das Handwerk wieder selbstbewusster auftreten muss. Es geht um den Meisterbrief als Gütesiegel, um Werte wie Pünktlichkeit, Ordnung und Verantwortung, um Ausbildung, Nachwuchsgewinnung, Ehrenamt und die Rolle von Innungen und Handwerkskammern. Peter gibt ehrliche Einblicke in seinen Alltag als Malermeister: Wie gewinnt er Auszubildende? Welche Rolle spielen Schulpatenschaften und Praktika? Wie viel Digitalisierung braucht ein kleiner Handwerksbetrieb wirklich? Und wie kann Nachhaltigkeit im Alltag funktionieren, ohne zur reinen Image-Floskel zu werden? Besonders stark wird das Gespräch, wenn Oliver und Peter über die gesellschaftliche Stimmung sprechen: negative Nachrichten, Unsicherheit, politische Unruhe und die Frage, wie sehr diese Dauerbeschallung auch Handwerksbetriebe belastet. Am Ende steht eine radikale Idee: Sollte jeder Jugendliche einmal eine handwerkliche Ausbildung machen? Und eine klare Ansage: Die KI kann keine Wand streichen. Wenn dir diese Folge gefällt, folge Handwerk spricht , speichere die Episode und teile sie mit jemandem, der das Handwerk nicht länger unterschätzen sollte.
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Transkript
Herzlich willkommen zur Handwerk spricht mit 1 neuen Folge mit Peter Kuhls heute. Peter, schön, dass Du hier bist. Hallo Oliver, freue mich auch, dass ich hier sein darf. Das ist schön, dass Du gekommen bist und ich opfahl dich jetzt direkt und zwar mit 3 Thesen und bin gespannt, was Du mir dazu sagst. Und die 1.
These ist, Handwerk ist kein Karriereweg mehr, es ist nur noch ein Plan b für alle, die nicht studieren. Handwerk ist Doch, Handwerk ist ein Karriereweg. Doch Handwerk ist ein für mich persönlich, wenn ich jetzt mal für mich selber spiegeln darf, für mich persönlich ist das eine tolle Karriere und ich kann das auch nur jedem weiterempfehlen, weil wir im Endeffekt beruhigt und befriedigt nach Hause kommen und wir haben, was wir schaffen. Und ich glaube, dass es in der menschlichen Entwicklung sehr wichtig ist, dass wir Werte schaffen, dass wir Werte sehen, dass wir Werte weitervermitteln. Und dafür steht ja eigentlich auch mit Handwerk eigentlich.
Also Handwerk ist ja ganz klar. Was war jetzt der 2. Part dazu? Nee, war ja Karriere ist also Karriere ist wichtig. Also Karriere ist wichtig.
Man kann im Handwerk Karriere machen, man muss aber auch wollen. Und das Gute ist, dass durch das Meister BAföG ja wirklich da gute Chancen gelegt werden. Die Meisterschulden sind super, also also man kann, wenn man möchte, kann man wirklich. Sehr gut. Jetzt die 2.
These, ja? Der Meisterbrief und alte Traditionen bremsen das Handwerk aus, anstatt es voranzubringen. Nein, sehe ich so nicht. Der Meisterbrief ist ja 'n Gütesiegel. Dieses Gütesiegel ist wichtig, auch innerhalb der Europäischen Union.
Ausbremsen Wir ich sprach ja grade von Werten und wir haben ja diese Werte wie Pünktlichkeit, Ordnungssauberkeit am Arbeitsplatz. Das sind ja alles Sachen, die die schwer woanders vermittelt werden aus aufgrund von anderen pädagogischen Einflüssen, aber wie im Handwerk, ja wir sind eine Nummer, wir sind eine Nummer, wir haben Werte und diese Werte verfolgen wir und setzen wir auch wirklich jeden Tag von morgens 7 bis 16 Uhr und das muss also da da beißt sich nichts, also und gerade diesen Meistertiefe brauchen wir ja innerhalb auch von Deutschland, weil wir einen Meister hatten. Wir haben einen Meister und dieser Meister ist mit Lernen erreicht worden. Der wird nicht gewählt, sondern wir haben den mit mit viel Schweiß und viel Initiative selbst erreicht. Du sagst gerade so schön, wir sind eine Nummer, das Handwerk ist eine Nummer, darf man noch mal sagen, 1000000 Betriebe, 5000000 Beschäftigte und Milliarden an Umsatz, die dann laufen mit 1 der größten Leistungsträger in unserer Gesellschaft, ne.
Das darf man auch ruhig immer mal wieder betonen, denn das vergessen wir ja häufig, weil wir ja sehr kleinteilig organisiert sind mit unseren Betrieben. Aber wir dürfen auch uns quasi mal als Konzern fühlen und wir sind eine große Konzerneinheit im Handwerk und dann sind wir schon eine richtige Nummer an der Stelle, wo Du sagst. Ja, die sind eine 1 tragende Säule in der Volkswirtschaft. Ja. Hab ich mal gelernt eine Volkswirtschaftslehre.
Genau. Die 3. These. Das Handwerk hat kein Nachwuchsproblem, es macht sich selbst einfach zu unattraktiv für junge Menschen. Oder bin ich etwas zwiespal in der Beantwortung?
Obwohl ich persönlich mich gerade nicht beschweren kann, ich habe wirklich Auszubildende da, habe aber auch eine Karriere hinter mir in der Ausbildung, also ich bilde schon seit wirklich seit der Selbstständigkeit und davor war ich auch schon Ausbilder aus. Ja, man muss Der Handwerksbetrieb oder der Handwerksmeister muss erlernen, den Jugendlichen abzuholen. Das ist natürlich bei der, nicht als böse mal, bei der etwas älteren Generation etwas schwieriger, gehen mit ganz Geld zu. Ich spreche ich spreche die Sprache der Jugend aber auch nicht mehr so richtig, aber gut, Musik vielleicht auch nicht mehr mit 52, aber wenn wir wenn wir wenn wir als Handwerk geschlossen da rangehen, bin ich ganz fest der Meinung, dass wir auch die Jugend abholen können und uns für das das für das Hanf zu motivieren, weil wir hatten ja lange Zeit immer so dieses na ja, wenn Du nicht wirst, dann wirst Du Handwerker. Und ich glaube, gerade durch diese ganzen Karrieren und was wir an Schulen haben und was wir da so machen, wie wie viel Fördermöglichkeiten es im Handwerk gibt, ich glaube, da sind wir einfach bombastisch aufgestellt.
Also wirklich ist jetzt meine tiefste Überzeugung übrigens. Ja und die Chancen, die sich aber ergeben neben den ganzen Sachen, die Du schon genannt hast, sind auch die Nachfolge. Ist ja auch ein riesen eine riesen Chance, ein riesen Feld, wo ja junge Menschen, ja, am besten mit einem natürlich ein bisschen Lebenserfahrung auch, sich dann eben halt den Weg dann auch da in dem in der Ebene noch mal ja in die Nutzung gehen können, ne. Denn Betriebe sind genug da, die übernommen werden wollen. Möchtest Du das?
Vor allem in den nächsten 5 bis 10 Jahren sind's ganz viele Betriebe und in allen Gewerken übrigens, ne. So von daher definitiv auch 'n ganz wichtiges Thema. Mhm. Ja, Peter, dann stell ich dich mal kurz richtig vor. Ich hab ja direkt, bin ja direkt mit dir rein gestartet.
Ja. Peter, Du bist Malermeister und Unternehmer im Malerhandwerk. Du bist stellvertretender Obermeister auch der Malerinnung. Mhm. Und na ja, wir wollen natürlich noch son bisschen über Nachhaltigkeit sprechen, bisschen auch über über über die Themen Digitalisierung, bleibt einfach mal da reinschauen, wie wie ihr das zum Beispiel macht, aber bevor wir da jetzt reinstarten, hol uns doch bitte erst mal ab, Wer bist Du und wie bist Du denn ins Handwerk gekommen?
Ja, also also Peter Kohls, Malermeister haben wir ja schon gerade gesagt, 52 Jahre jung. Wie ich ins Handwerk gekommen bin eigentlich über Umwege. Ich wollte eigentlich immer ganz gerne Uhrmachermeister werden. Das war so ein Kindheitstraum. Ich war leider im anderen System unterwegs und hab mir gesagt, mit deinen Schulnoten würde nichts und mit deinen großen Fingern würde das auch nichts.
Und dann sagte meine Mutter, ach Mensch, da kannst Du ja Maler werden. Dann bin ich Maler geworden. Dann wollt ihr mich auch nie selbstständig machen, bis meine Mutter wieder sagte, ach Peter, dann kannst Du dich auch selbstständig machen. Und seitdem bin ich schon seit 15 Jahren am Markt mit natürlich Höhen und Tiefen, die sich jeden Tag ergeben, auch nicht ergeben. Aber ich sage immer, das Glas ist halb voll.
Es macht auch immer wieder Spaß, auch immer wieder Spaß beim Kunden sitzen, auch wenn der Kunde wieder anruft, da kurz, komm Sie mal her, ich hab hier 'n Problem oder ich hab hier was, können Sie mir trotzdem so her. Also das ist schon ist schon sehr befriedigt und sehr oder ist eine tolle Aufgabe, kann man wirklich dazu sagen. Nachhaltigkeit haben wir jetzt so im Unternehmen aufgebaut, dass wir, also gucke, jetzt wird's Jetzt gehe ich in die kleine Zerteilung rein, dass wir die Eimer wirklich sauber machen, also wirklich fertig runter arbeiten. Ich hab mit der Firma Brillux, ich weiß nicht, ob ich die jetzt nennen darf, haben wir also 'n Nachhaltigkeitsart Vertrag, wo wir denn die Eimer, wo die Eimer abgeholt werden, wirklich 'n Aufachte. Ich hab jetzt auch 'n eigenen Papiercontainer, dass ich also quasi, dass wir wirklich, wenn wir Papier abdecken, dass die Sonne wirklich entsorgt wird und ich 8.
Auch bei meinen Jungs darauf, dass die jetzt auch darauf achten. Aber ich muss leider zugeben, das klappt natürlich nicht immer. Das dann wär echt ja, das Gott, das funktioniert. Wir sind Menschen, ne? Genau, wir sind Menschen, wir sind zum Glück Handwerker.
Heilfroh. Ich bin 1 von der Bande. Ja genau so und und da wo Menschen zusammenkommen, da ist nicht immer alles perfekt, sondern da werden auch eben mal Fehler gemacht oder da wird auch mal der leichtere Weg genommen. Ja. Nein, das ist nun mal halt so.
Und es ist immer sind immer gute Gedanken, die man vielleicht hat, wenn man 'n Unternehmen hat und 'n Unternehmen führt, aber es muss sich halt auch im Tag Alltag halt einfach umsetzen lassen und na ja gut, hier und da funktioniert's dann mal nicht. Aber ich glaube, dass mal nicht ist klar ist nicht so toll, aber ist auf jeden Fall mal nicht so schlimm, weil wenn man die anderen Male dann nämlich drauf achtet und dann schon mal diese dann auf jeden Fall besser macht, dann hat man ja schon mal 'n bisschen was zumindest erreicht oder auch schon 'n bisschen 'n bisschen deutlich mehr als vorher. Mhm. Und ich glaub, dieses Bewusstsein ist total wichtig. Was macht ihr denn noch?
Also das ist das quasi denn interessanterweise, ich hab das jetzt noch nie gehört mit dem sauber mit dem sauberen Eimer, das ist jetzt eine neue Information für mich. Ich lad auch nie aus und hab schon viele Gespräche, der hat hier geführt. Mhm. Es ist eine neue Thematik und Du sagtest ja gerade auch den Hersteller, klar, der kann sich gerne über den Helden, da können wir schon über eine Kooperation sprechen. Wir wollten jetzt bloß keine Werbung machen, aber Liste System, was sie angeboten haben und die machen's wirklich die machen's wir müssen ja wir sind ja am Handwerk unterwegs und wir haben natürlich haben wir Terminruck und wir haben Stress und wir müssen da einfach und dann steht einfach mal vom Lager sone Tonne.
Da legen wir das einfach rein, das wird einmal in 4 Wochen abgeholt und was will ich jetzt eigentlich mehr? Also ich muss das nicht irgendwo kostenteuer entsorgen, sondern das wird mitgenommen. Es kommt in die Recycling, die einmal werden wiederverwendet. Also was möchte ich als Unternehmer oder was möchte ich als Mensch mehr, dass ich sagen kann, okay, meine Kinder oder meine Tochter, mein Sohn haben doch 'n ordentlichen Baum vorm vorm Haus zu stehen. Ja, da Also das ist meine Motivation der Nachhaltigkeit.
Ja, ja. Dass meine Kinder einfach sehen, okay, der Vater macht auch was und der ist da unterwegs mit. Ja, definitiv und für die jungen Innovationen ist das Thema Nachhaltigkeit ja auch immer wichtiger. Genau, sehr wichtig so, ja. Und natürlich ist halt natürlich auch der der Baum natürlich, der dann irgendwo noch im Garten steht auf der einen Seite, aber auch Es ist ja mittlerweile auch 'n Qualitätsmerkmal, ne, bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes beziehungsweise vielleicht auch oder wird auch immer mehr glaube ich zum Auswahlkriterium der Kunden.
Ja, Herr Groschinberg, bei mir steht ja Malermeister und Ausbildungsbetrieb. Also das ist auch so eine Art Gütesiegel, wir gucken mal nach einfach, die bilden noch aus, sie finden noch welche. Dann sag ich immer ja ich finde welche Und ja, die Kunden fragen mich dann schon mal, wo lassen Sie 'n Papier? Wo lassen Sie der Tesa oder wo lassen Sie denn die restliche Farbe? Oder sone Sachen, dann sag ich eben, ich hab dafür einfach 'n Abfallsystem.
Mein Name ist Oliver Oetgen von der Overdach GmbH, den Spezialisten für Flachdach, Abdichtung und Fassadenbau. Als 150 Jahre altes Familienunternehmen haben wir ein gutes und transparentes Verhältnis zu unseren knapp 50 Mitarbeitern. Wir bei Overdach streben danach zu den besten zu gehören. Deswegen legen wir sehr viel Wert auf Ausbildung und Fortbildung unserer Mitarbeiter. So können wir ein langlebiges und zuverlässiges Ergebnis erreichen.
Das beschert unseren Kunden einen positiven wirtschaftlichen Effekt. Deshalb wissen alle Kunden, was sie bei uns erhalten, Qualität. Jetzt hat's zu Herrn War Ebol gesagt, wir reden auch mal 'n bisschen über digitale Prozesse. Wie digital bist Du denn mit deinem Unternehmen? Oh, jetzt kommt eine böse Antwort.
Da bin ich typisch Handwerker, Wie gerade sagte oder vorhin schon eingangs zu sprechen schon sagte, ich hab mir jetzt erst mal Instagram angeschafft und ich hab zurzeit auch eine sehr gute Sekretärin, die sich darum auch kümmert innerhalb des Unternehmens. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin so der Mann, der vorne steht und der mit dem Kunden das Gespräch führt und sagt, wir streichen das soundso und den Rest muss ich ganz ehrlich sagen, müssen denn andere machen, weil wenn ich mich darum auch noch kümmere, dann komme ich abends gar nicht mehr nach Hause. Aber ansonsten sind wir haben wir natürlich 'n 'n E-Mail-Account und wir können telefonieren und wir können uns auch mal eine Whatsapp von uns herschicken. Ja, also da sind wir verlässlich so oft wie andere Unternehmen, wie große Unternehmen, aber ich bin ja 'n kleines Unternehmen und ich denke mal, dass das funktioniert so. Und wie kommst Du an jungen Menschen dann ran?
Wie wie schaffst Du es dann, die die Ausbildungsplätze zu besetzen? Ich habe Verträge mit diversen Schulen bei mir im Kreis. Ich bin ja bei den Lichtenberg ansässig und bin jetzt auch bin jetzt bestimmt auch eine Schulpatenschaft aufzunehmen, aber dort sind wir dann bei Praktika unterwegs und viele rufen mich auch einfach an und sagen, können wir bei ihnen 'n Praktikum machen und dann kommen die in Anführungsstrichen zwar son bisschen zu mir ins Haus und dann gucken wir uns dann an, ob das funktioniert, nicht funktioniert. Also denn so komme ich zu meinem und dann hab ich natürlich bei mir in der Region noch ein bisschen sehr viel dafür geworben in diversen regionalen Zeitschriften und ja da hab ich eigentlich immer son guten Durchlauf und ich kann mich jetzt schon guck mal auf bis 27 nicht beschweren, aber ich bis jetzt Auszubildende bin ich auch sehr stolz auf. Da bin ich ja ist wirklich bin ich wirklich glücklich drüber.
Wie ist das denn, lass uns einmal kurz mal, Du bist ja auch im Ehrenamt tätig, lass uns da vielleicht auch einmal die Verbindung gerade aufbauen. Mhm. Ist denn die Tätigkeit, die Du im Ehrenamt machst, vielleicht auch ein 1 Förderer diese diese Situation? Denn jetzt mal die Perspektive gerade gewechselt, das Ehrenamt braucht ja auch immer Menschen, die eben halt neue Aufgaben übernehmen, also auch Nachwuchs und so weiter. Viele fragen sich ja einfach, welchen Vorteil habe ich denn dadurch, wenn ich im Ehrenamt irgendwie tätig bin?
Vielleicht vielleicht hilft das auch tatsächlich so diese dieser Austausch, diese Informationslage und so weiter, aber gerade diese Schulwagenschaft, die Du jetzt gerade auch angesprochen hast. Sind das Sachen, die Du auch aus dem Ehrenamt mitnimmst? Ich muss mal kurz auf den Begriff Vorteil eingehen. Da Darf darf man glaube ich mal sagen. Ich ich will will gar nicht so Das soll jetzt nicht so Ich würde das denn infrage stellen wollen.
Also also Ehrenamt ist für mich persönlich sehr wichtig, weil ich auch so sozial erzogen worden bin und ich mache das wirklich gerne. Also ich bin ja auch in diversen Prüfungsausschüssen und ich mache das immer wieder gerne und probiere das auch auf meine Jungs zu projizieren und auf meine Medien zu projizieren, dass die das auch sehen, dass man also nicht nur der der Handwerker ist, der auf der Baustelle steht, sondern man kann sich auch links und rechts 'n bisschen drum kümmern. Das ist auch sehr, sehr wichtig. Aber dass man jetzt dass ich jetzt daraus den Vorteil ziele Also das ist für mich einfach nur eine persönliche Befriedigung und ich mach gerne was für die Gemeinschaft. Ja und Vielleicht hat der Begriff Vorteil falsch definiert.
Ja, ich glaube glaube auch. Ich ich glaube man darf, deswegen meinte ich auch gerade, man darf, glaube ich, Vorteil sagen, Mhm. Weil man ja Menschen kennenlernt, die man vielleicht sonst Ja, das stimmt oder? Weil man auch Da gebe ich recht. Auch Informationen bekommen, die man sonst nicht bekommen würde, weil man weil man Inspirationen bekommt, die man vielleicht sonst nicht bekommen würde.
Und mir ist das auch total bewusst, jedes 3. Treffen ist schon langweiliger als die anderen 2 davor zum Beispiel. Aber ich glaube auch, wenn man so ein bisschen Werbung fürs Ehrenamt machen will, darf man auch mal sagen, okay, das ist vielleicht der Vorteil daraus. Man kriegt ein Netzwerk, man hat Impulse Ja. Und so weiter und so fort.
Denn das ist ja häufig die Frage, ne, was habe ich davon? Frage ist ja, was habe ich davon. Was habe ich davon? Ja. Aber Impulse, doch Du hast recht, wenn man doch Impulse bekommt man.
Man kommt ja ständig mit 9 Leuten zusammen und hat man Und das Gute ist, man hat dann auch wirklich andere Sichtweisen. Ja. Und das hilft einem doch mal ab und an mal über den Tellerrand zu gucken oder? Ja, finde ich finde ich auch total wichtig. Ich finde immer diesen Austausch total wichtig, ob das jetzt der Austausch ist, sagen wir mal, innerhalb der Branche, aber vielleicht auch darüber hinaus, wenn man das ein bisschen größer raus in die Kreishandwerker schafft oder in die Handwerkkammer dann so in diesen Gedanken dann denkt.
Es ist einfach immer auch interessant, andere Menschen zu hören. Mhm. An welcher Stelle stehen Sie gerade? Sind Sie betrieblich gesehen in 'ner ähnlichen Struktur unterwegs wie ich? Kann ich vielleicht da auch von von was lernen?
Kann ich was mitnehmen? Kann ich demjenigen Impulse geben? Kann ich ihnen was mitgeben? Und ich find's total wichtig, einfach dieses Austauschen und so miteinander und voneinander auch lernen und und einfach sich auch so gegenseitig zu unterstützen, alleine nur dadurch, dass man vielleicht mal eine Viertelstunde Stunde miteinander vernünftig gesprochen haben. Genau.
Man hat die Zeit genommen, hat mal Kaffee getrunken und hat sich auch ausgetauscht und jeder seiner Wiege und man ist nicht allein. Ja. Man steht sonst so als Selbstständiger, weil das ist man ab und an dann doch alleine da und so habe ich immer noch mal ein, wo mich mal austauschen kann und mal sprechen kann auf jeden Fall. Ich spreche, Kommunikation ist das Wichtigste vom Leben. Ja und deswegen ist son son son Netzwerk oder eine Organisation wie eine Innung, Nachhaltigkeitschaft einfach total wichtig und deswegen glaube ich, darf man auch sagen, an der einen oder anderen Stelle hat man denen kleinen gewissen Vorteil.
Okay. Und das ist meine Definition auch von Vorteil, denn da rede ich nicht von anderen Sachen, sondern ich glaub, das darf auch den den Innungen und und den Verbänden auch bewusst sein, dass man diese Information auch rausgeben darf. Muss vielleicht sogar Muss man eben jungen Menschen eben halt dazu zu bringen, auch wieder ins Ehren anzukommen. Ja, wir müssen die Innung stärken. Wir müssen auch die Handwerkskammern stärken, weil ich glaube, wir sind gesellschaftlich in den letzten 20 Jahren einfach so Und der ferner lief in den Laufenden und ich glaube, wie wir gerade eingangs ja sagten, wir sind ein Teil der Volkswirtschaft und wir sind ein Teil der Volkswirtschaft und wir sind was.
Wir sind ein großer Teil so. Wir sind ein großer Teil und in den wie gesagt, in den letzten 20 Jahren ist das alles so irgendwie so wie so wie so eine wie so ein Meer, mal eine Welle, mal eine kleine Welle und da bin ich immer ganz großer Freund davon, wenn man einfach mal nach vorne sagt, also ich bin Malermeister, ich kann Ihnen da helfen. Oder ich bin Handwerker, ich kann Ihnen da helfen, aber gut. Ja, ja. Welche Aufgaben machst Du denn als stellvertretender Obermeister?
Einfach mal lass es mal kurz bei dem Thema bleiben, denn ich glaube, das ist schon für viele Leute interessant, aber sehen halt eben mal bisher nur den Aufwand. Aber welche Aufgaben musst Du denn? Also meine Aufgabe ist eigentlich, also grundlegend, wenn der Obermeister nicht kann, dann er springt natürlich für ihn ein. Also ich öffne Veranstaltungen, halte reden, also auch also kleine Gespräche führe son bisschen. Führen natürlich auch jetzt nicht den Vorteil für die Erinnerung, aber dass die Jungs und Mädels dann doch sich mal dafür mehr engagieren in der in Erinnerung.
Ja, ich ich hol einfach die die Meister ab und die Lehrlinge oder die Auszubildenden auch ab, einfach zu sagen, wir sind hier wir. Also wir machen was. Ja also mehr ist es also ich böse meinte jetzt, aber also ja Veranstaltungen und Gespräche führen und Sachen organisieren, Malermuseum oder irgendwelche Sachen, da sind wir schon sehr da hinterher, einfach auch wieder zu zeigen, dass wir da sind. Das ist ja ganz wichtig. Ja, also er tut was für die Sichtbarkeit.
Ja. Die Menschen zusammen in Verbindung, baut er auf. Ja, ist ja auch 'n absolut wichtiges Thema. Jetzt hast Du gerade, Du motivierst auch die jungen Leute im Endeffekt. Wie ist denn bei dir, bei da in deinem Betrieb, in deinen Azubis, sind die auch immer jeden Tag zu 100 Prozent motiviert?
Natürlich her, stimmt. Oder haben wir hast Du dieselben Themen, Handy und Freundin, Ex Freundinnen und so weiter. Also diese typischen Themen, die so bei den jungen Menschen so sind oder oder bist Du da in der glücklichen Position, dass das bei dir alles nicht der Fall ist? Also in der glücklichen Position, bei uns nicht der Fall ist. Ich habe also ich bin fast der Meinung, ich hab eine gute Struktur.
Natürlich könnte immer besser sein oder auch nicht. Ich habe aber auch zum Beispiel eine Ausbildung mit mir gleich hier in die in die Azubi Akademie gleich mit reingeholt. Also das wär gleich mit involviert entEnd Ehrenamt. Probiere auch die anderen da und auch wenn ich Praktikanten habe, die auch gleich mit mit involvieren, schicke sie zu irgendwelchen Weiterbildungen oder was mein Händler so anbietet. Ich ich ich möcht nicht, wie die Firma sagt, aber dass sie gleich dann so mittlerweile Natürlich hab ich mal hier und da mit dem Krankheitsfall zu tun, ist gar keine Frage.
Aber dass ich mich jetzt sozialtherapeutisch darum kümmer, ob die Beziehung jetzt klappt und ich glaub, nee, aus dem Alter bin ich raus und das will will mir euer Kindern, glaub ich, erzählen bei meiner Bande. Alles gut. Ja gut, dann machen die vielleicht untereinander. Machen sie untereinander, können sie machen, kein Problem. Aber ich bin eben der typische Meisterkurve auf der Baustelle und sage, was die Macht wird und dann sehen sie sich manchmal auch gerne von hinten alle.
Das hab ich wirklich, ja, kein Problem. Wo siehst Du denn aktuell die größten Herausforderungen? So, gehen wir mal in die Malerbranche. Wo wo sind so die die größten Engpässe, die ihr grade habt? Herausforderungen oder Engpässe?
Also ich glaube, die die größte Voraussetzung oder die größte, was wir haben, ist, dass wir gesellschaftlich grade son bisschen in 1 Angststarre verharren, bin ich also persönlich der Meinung. Das spiegelt sich natürlich auch bei meinen Jungs son bisschen ab und wir brauchen einfach mehr Sicherheit und mehr Stärke von unseren derzeitigen Regierenden, dass wir auch weitermachen können. Und wir haben ja leider jeder, ich sag mal, alle Nase nach irgendwelche Änderungen, die ich natürlich auch weitergeben muss an meine Jungs und an die an an alle anderen. Und ja, da steht natürlich eine gewisse, na ja, Angst, Verängstigung und das ist geglückt die grade derzeit Herausforderung, glaube ich. Also das ist so Also nicht Wir haben da keine Lieferschwierigkeiten, dann bin ich, oh hi, froh drüber, dass wir das alles nicht haben und wir haben auch zum Glück 5 Mal auf Holz.
Auch gute Aufträge, alles ist gute, aber ich glaube, das ist das Hauptproblem. Also da muss man ab und an mehr motivieren und muss sagen, ist nicht alles so, wie immer ist. Ihr müsst mal auch 'n bisschen abwarten und ist son bisschen ja diese gesteigerte Angstform nenn ich's jetzt mal. Ja, es sind viele Einflüsse, die einfach da sind, die über Jahre ja nicht Medial. Gewesen sind, ne.
Und wir haben ja extrem viele negative Nachrichten innenpolitisch, außenpolitisch und dann auch Kriege auf der Welt Manche. Und so weiter. Also wir sind in 1, wie Du, wie Du schon sagst, wir sind in 1 medialen Situation, die wir so noch nie hatten, in 1 Dauerbeschallung mit negativen Ereignissen, die uns im Grunde ja allen nicht guttut, ne. Wieso nicht guttut. Ich hab ja irgendwann, darf ich eigentlich gar nicht sagen, aber ich hab irgendwann entschieden für mich keine Nachrichten mehr, ne so.
Wunderbar. Ne, weil mit dir ganz einmal Also ich les nur noch Zeitungen unter 3 Spielen. Ja, weil ich lese auch nur noch das, was mich wirklich interessiert und meistens kann man's ja schon an der Schlagzeile identifizieren. Wenn man so weiterliest, ne. So, weil ich auch vollgemacht hab, haben wir die ganzen Nachrichten, die hier kommen, ist alles nur wirklich negativ.
Und wenn man sich über jede Nachricht, die da kommt, auch wirklich Gedanken macht, Mhm. Dann kann man sich ja nur in 'nem in einem Abwärtstrend Schul. Oder Abwärtssprudel dann eben mal wiederfinden. Mhm. Und deswegen ist es so auch so wichtig gewesen für mich jetzt in meiner Situation zu sagen, Stopp, Ende, das möchte ich so nicht mehr und das Mario nicht mehr.
Und ich hab's bei mir in der Belegschaft auch gemerkt, dass die Nachrichten einfach auch dazu führen, dass die Leute auch gar nicht mehr wissen, macht Sinn, was wir hier tun, ne? So. Genau, Sinnlosigkeit. Genau und und ich glaube, da sind alle, die die jetzt hier auch zuschauen, aber generell natürlich auch die nicht zuschauen, gut angehalten oder angeraten, wirklich da etwas zu verändern, die, die beim Programm was ändern können, sollten mal drüber nachdenken, ob wir nicht zumindest mal 1, 2, 3 gute Nachrichten irgendwo dann noch einpacken können. Mhm.
Und auf der anderen Seite, die Menschen sollten sich sehr bewusst entscheiden, was sie konsumieren, wie sie's konsumieren, aber Social Media ist genauso wie ein Thema, ne. Also da ist schon 'n 'n dringender Bedarf etwas anzupassen an der Stelle. Aber ist natürlich schwierig manchmal, Dingen entgegenzutreten und da gegenzuschießen, wenn man natürlich, man muss natürlich im Kopf, deswegen da der Ehrenamt und man kann über den Tellerrand gucken. Man muss eben manchmal auch mal was anderes lesen, zu gucken, okay, das ist jetzt den Fake News, das ist vielleicht so, aber schlussendlich ich immer noch sagen, ich bin gerne in der Bundesrepublik wohnhaft und ich zahle auch gerne also meine Steuern, ja. Dann bist Du der 1., der Tatsache.
Ich krieg jetzt bestimmt keinen Bonus, aber nee, aber man macht ja was. Also man Du bin die Kanzlerin Entschuldigung. Beim Finanzfahrzeug. Ich krieg jetzt einen extra Bonuspunkt und Herr Kohls, Freunde, schön, dass Sie da sind. Nee, aber wir machen ja was für die Gesellschaft und läuft ja trotzdem immer noch was.
Also wenn man Drinks direkt drüber guckt, Deutschland ist ja immer noch ein wundervolles Land und wir sind immer noch im Verhältnis zu überall sind wir immer noch reich und das muss man wirklich dazu sagen und da haben wir wirklich Glück gehabt. Also wir haben wirklich Glück gehabt, dass wir auf der einen Seite in dieser Zeit leben, aber Pech ab aufgrund der medialen Beeinflussung. Definitiv. Ja, Peter, wir kommen schon zum Ende. Ach, schade.
Das sparen Sie. Wir gerade warmgelaufen. Ja, ist doch gerade, jetzt hätten wir weiterreden können. Aber aber nimm dir die dieses warmgelaufene gerne jetzt für die abschließende Frage. Ja.
Und zwar, wenn Du heute die Macht hättest, das Handwerk mit 1 vielleicht auch radikalen Entscheidung zu verändern, was würdest Du tun? Ich würde jeglichen oder ich würde das anstreben also anstreben wollen, dass jeder Jugendliche eine handwerkliche Ausbildung macht, egal was er danach macht. Ob er studieren möchte oder zur Polizei möchte oder in die Verwaltung möchte, sondern dass er einmal in seinem Leben oder vielleicht daraus eine zweijährige Ausbildung macht mit dem Aufbauenden anderen Prozessen, dass er einmal im Leben gesehen hat, was, na nicht was Arbeit bedeutet, das vielleicht völlig ausgedrückt, aber was schwere körperliche Arbeit bedeutet. Und das glaube ich, das würde ich, das das wäre recht radikal, glaube ich, weil im Bildungssystem nicht vorgesehen ist, aber es wäre eine Möglichkeit, Dass wir vielleicht uns alle mehr miteinander verstehen, dass selbst der Verwaltungsfachangestellte weiß, wenn wir die Wand da streichen und was das fürn Aufwand ist, aber zu Ende weiß ich ja auch nicht, was der Verwaltungsfachangestellte macht. Ja, der Verwaltungsfachangestellte und das dürfen wir auch hier auch so sagen, dass er demnächst durch die KI setzt.
Deswegen kann leider hier in Bayernberg, ja, ne? Ja, ja, stimmt. Und normalerweise müssten auch die Verwaltungen oder gerade jetzt sagen wir mal, wenn man kaufmännische Beruf jetzt, ausbildet, gerade im Moment noch in den städtischen und ländlichen Verbreitung, Sie müssten normalerweise darauf hinweisen, dass diese Berufe arg gefährdet sind. Ja, ja, ja. Sie dürften normalerweise, also Sie müssten die Verantwortung übernehmen jetzt grade nicht mehr auszubilden mit dem Hinweis, viele dieser Berufe werden durch die künstliche Intelligenz demnächst insofern obsolet, dass wir aus 1 Stelle aus 3 Stellen vielleicht eine machen.
Oder vielleicht sogar noch krasser. Aber Ja. Aber jetzt sagen wir mal so, aus 3 Stellen eine ist, denke ich mal, sone sone Tendenz, die jeder im Moment nachvollziehen kann, der sich mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzt. Und ich glaube, das ist auch eine Aufgabenstellung. Deswegen sehr guter abschließender Punkt.
Und der Gute ist, die KI kann keine Wand streichen. Die KI kann auch kein Rad montieren und die KI kann auch keinen keine Farbberatung machen. Das funktioniert. Das muss immer noch der Handwerker, also der Mensch dahinter machen. Das sind die Hände.
Das sind die Hände. Deswegen also Handwerk hat schon immer überlegt und wenn ich überlege Handwerker, der 1. Maler hat in den Höhen gemalt, also da Oh ja stimmt, ja. Ja, wirklich so. Ja, ja.
Wenn man das jetzt überlegt, wenn man das die Zeit nicht so sieht, ist das wirklich so, da haben sind wir echt am Überleben also wir überleben immer irgendwie. Genau, wir sind ganz alt und werden noch älter. Genau, wir müssen bis 18. Ja, aber das hat gerne. Schön, dass Du hier gewesen bist.
Gerne. Danke für deinen Besuch und wir sehen uns bestimmt bald wieder. Nein, komm, komm. Alles klar. Ja, das war Peter Kohls, hier bei uns bei Handwerk spricht im Berliner Studio bei der Handwerkskammer in Berlin und ihr wisst ja wie immer liken, teilen, abonnieren ist ganz wichtig, damit unsere Geschichten und Informationen rausgehen an alle Menschen da draußen Und ich wünsch euch viel Spaß oder ich hoffe, ihr hattet viel Spaß und bis bald.
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