Zukunft beginnt innen | Kathrin Post-Isenberg | BTS #42
Worum es geht
Warum scheitern viele Handwerksbetriebe bei der Fachkräftesicherung trotz teurer Social-Media-Kampagnen? In dieser Folge von BTS ist Steinmetzmeisterin, Speakerin und Dozentin Kathrin Post-Isenberg bei Wolfgang Jung zu Gast und räumt radikal ehrlich mit verkrusteten Strukturen im Handwerk auf. Sie teilt ihre persönliche Heldenreise – vom Auszug mit 18 über den Verlust ihrer Mutter während der Ausbildung bis zur Innungsbesten – und macht deutlich, warum echte Führungspersönlichkeiten wichtiger sind als bunte Werbeplakate.
Autor: BTS - Behind the Story
Zu Gast
Kathrin Post-Isenberg ist Gesprächspartnerin dieser Folge und beschäftigt sich mit dem Thema Marketing im Handwerk.
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Transkript
Ja, halli, hallo und hallöchen. Und schon haben wir wieder eine neue Episode von behind the story, Storytelling für die Ohren. Ich freu mich sehr, dass Du wieder dabei bist da draußen und wieder mit mir eine gemeinsame Heldenreise betrachtest. Ja, liebe Hörer, liebe Hörer, ihr wisst es ja schon, wenn ihr öfter diesen Podcast hört und dann mach ich das, was alle Podcaster gerne machen, dann sag ich nämlich, wenn ihr es euch gefällt bei mir hier am digitalen Lagerfeuer, dann lasst mir gern 'n Abo da, bewerte meine Folge oder schreibt mir mal 'n Kommentar. Das ist für uns Podcaster immer sozusagen der Applaus.
Heute sitz ich an diesem digitalen Lagerfeuer mit 'ner Frau. Mit 'ner Frau, die aus 'ner Werkstatt kommt und heute auf Bühnen, in Kolumnen, in Podcasts und auf LinkedIn über das spricht, was viele im Handwerk bewegt. Sie ist Steinmetzmeisterin. Sie hat 9 Jahre lang ihren eigenen Betrieb geführt. Sie kennt Verantwortung, Kundendruck, Mitarbeitende, Baustellen, also all die kleinen Reibungen, über die selten gesprochen wird.
Heute ist sie allerdings Speakerin, Moderatorin, Podcast Host, also Kollegin und eine klare Stimme für Arbeitgebermarken. Sie redet über Führung und Fachkräftesicherung im Handwerk. Sinngemäß sagt sie, das Handwerk braucht Führungspersönlichkeiten und nicht nur Marketingkampagnen. Alleine da haben wir schon son bisschen Reibungspunkte, bin ich sehr gespannt drüber zu reden. Genau das möchte ich jetzt auch machen.
Über Herkunft, über Werkstatt, über Unternehmertum, über Sichtbarkeit, über Frauen im Handwerk, über junge Menschen, über Führung und über die Frage, warum gute Kommunikation im Betrieb oft viel früher beginnt mit als mit 'nem Social Media Post. Deswegen wird's höchste Zeit, dass ich sage, herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer, Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen, liebe Katrin Post Isenberg. Hallo Wolfgang, wie schön vielen Also schön hier zu sein, danke. Ja, ich bedank mich auch sehr, denn wir 2 haben uns ja wirklich sehr, sehr kurzfristig auch committet.
Und das find ich immer toll, wenn Leute spontan sind und dann sagen, okay, dann und dann hab ich Zeit, luck, let's go. Ja, ja, warum nicht? Gut. Liebe Katrin, Du bist mir ja aufgefallen und empfohlen worden, weil Du so, ich sag mal für mich, ist eine gewisse Ambivalenz in deiner persönlichen Heldenreise. Und dieser Podcast hat ja sozusagen im Credo in seiner DNA die Heldenreise nach Joseph Campbell.
Das heißt, ich guck immer als Storyteller auf deine Heldenreise, also dein, in dem Fall mein Gast. Und ja, bei dir war es halt so, dass schon ich 'n bisschen hängenbleibe bei der Beschreibung. Sie ist gelernte Streitmetzmeisterin, hat 'n Handwerksbetrieb geführt und ist jetzt als Coach und Speakerin und so weiter unterwegs. Und das fand ich schon megaspannend, denn da ist sicherlich sind die ein oder anderen Weggabelungen auf deine Heldenreise, die wir heute mal besprüchen können. Deswegen freue ich mich sehr, dass Du da bist.
Und ich starte in diesem Podcast immer mit sozusagen der gewohnten Welt des Mangels. Das ist nämlich auch der Startpunkt jeder Story nach Campbell. Bei Froho Boiklen, die Zuhörer wissen's schon, ist das Auenland, ja, es ist cool, aber irgendwie langweilig. Und im Idealfall starten meine Gäste in ihrer gewohnten Welt des Mangels mit 'nem behüteten Zuhause, mit 'ner Familie, mit 'ner Sozialisierung und so weiter. Magst Du son bisschen erzählen und uns mit an den Anfang deiner Heldenreise nehmen?
Wo bist Du aufgewachsen? Wie war deine familiäre Situation? Vielleicht in welcher Region, jetzt hab ich's. Mhm. Welche Region bist Du aufgewachsen?
Und wie war so dein Bild als Kind von Arbeit, Verantwortung und Handwerk? Mhm. Also ich tue mich zum einen mit dem Begriff Heldenreise son bisschen schwer, weil ich mich selber nicht als eine Heldin beschreiben würde, aber ich lasse mich in diesem Moment jetzt gerne mal drauf ein. Aufgewachsen bin ich in 1 gutbürgerlichen Familie als mittleres Kind, einen 5 Jahre älteren Bruder und eine anderthalb Jahre jüngere Schwester, also das mittlere Kind, Sandwichkind, was irgendwie ja doch auch das 2. Kind meistens immer 'n bisschen spezieller ist.
Und meine Eltern haben eine klassische Rollenverteilung gehabt. Mein Vater ist in Vollzeitarbeit gegangen, meine Mutter war zu Hause, bis wir alle im Abitur, also mein Schwester und ich ja fast parallel dann im Abitur unterwegs waren. Erst dann fingen sie wieder langsam an zu arbeiten und ich muss auch sagen, dass meine Eltern, also mein Vater in 'ner Verwaltung, wir haben mit dem Handwerk gar nichts zu tun gehabt und die haben auch, was das angeht, muss ich ganz offen und ehrlich so sagen, uns wirklich in Berufe in die Berufe nicht begleitet. Also das ist wirklich etwas, was so selber jeder für sich machen musste, von daher, ja, also es ist so dieser Weg, den ich gegangen bin, der ist auch irgendwie gar nicht so, ja, weiß ich auch nicht so geplant gewesen, sondern es es kam einfach alles so zu mir, dass ich eben nach dem Abitur dachte, komm, willst eine willst studieren, Innenarchitektur machen und meine NC war aber leider nicht so gut, der war damals dann auch bin 2 Wochen später nach diesem Praktikum mit meinem Ausbildungsvertrag raus und hatte alle Pläne über Bord geworfen und hab dann die Ausbildung zu Steinmetzin begonnen. Cool, jetzt sind wir schon gesprungen, ich würd aber noch mal 'n Stück zurückgehen wollen.
Und zwar, Du sagst, die Eltern haben euch nicht so in den Beruf geleitet. Nee. Das heißt, bist Du in 'ner größeren Stadt aufgewachsen, in 'ner kleineren Stadt? Wie war das so? Ja, also in Sankt August bin ich aufgewachsen.
Das gehört zum Rhein Sieg Kreis. Jetzt wisst gar nicht, wie groß das Also es ist schon eher klein, aber noch nicht dörflich. Mhm. Also mir geht's eigentlich darum bei der Frage, manchmal ist ja, wächst Du in 'ner Stadt wie Berlin auf, aber Du hast trotzdem deine Hood so. Ja, dein Stadtteil, dein Viertel, wo Du auch sozialisiert bist.
Also es hat gar nicht unbedingt mit der Größe der Stadt zu tun, sondern eher, würdest Du sagen, Du bist so in diesem behüteten Leben, in dieser behüteten Hood groß geworden oder wie war die Situation? Nee, da war nix behütet. Also meine Eltern waren da auch eher ganz entspannt, von daher zu jeder ist so seinen Weg gegangen, da war nix behütet. Ich war natürlich auch in der katholischen Jugend mal unterwegs und Mhm. War da als Gruppenleiterin, wenn Du das jetzt als behütet, na so okay, aber ansonsten nee, da war nix behütet.
Okay, dann frag ich noch mal andersrum, mittleres Kind. Mhm. Also bei mir in bei meinen Gästen hab ich die Ausprägung gemerkt, überraschenderweise, das hat mich persönlich überrascht, dass sehr viele Gäste sehr viele Geschwister hatten. Also teilweise, also ich hatte bestimmt 10 Gäste, die mehr als 5 Geschwister hatten. Wow.
So, das fand ich spannend, ja. Das war nicht so meine Perspektive auf die Situation. Ich hab auch sehr viele Gäste, die Einzelkinder waren, also diese beiden Ausprägungen. Jetzt hab ich endlich mal 'n Gast, der das Sandwichkind ist. Mensch, Du.
Jetzt kommt die Frage, ist das eine komfortable Situation im Nachgang aus der heutigen Perspektive auf deine Kindheit? War das bequem, 'n großes und 'n kleines Geschwisterkind zu haben oder wie fühlst Du das denn? Klar nicht bequem. Mein Bruder 5 Jahre älter, auch noch 'n Bruder. Das heißt, ich hab noch mal neu angefangen mit meinen Eltern und Erziehung, weil ich mir die Dinge neu kämpfen musste, während meine Schwester so durchmarschiert ist, ne.
Man hatte meinen Bruder schon, man hatte mich durch und meine Schwester ist so durchmarschiert. Fand ich gar nicht und auch nee, also dadurch, dass meine Schwester so nah an mir dran geboren wurde, musste ich superschnell früh zurückstecken und warten. Mhm. Da hab ich diverse Situationen noch im Hinterkopf, wo ich als Kind wirklich warten musste. Von daher nein, gar nicht komfortabel.
Ist Warten nicht deine Stärke? Ich kann mich an eine Situation erinnern, da musste ich wirklich dringend auf die Toilette und ich musste warten und dann ist es eben nicht gut gegangen, ne. So, da mache ich, weiß ich nicht, 4 oder 5, aber das ist mir noch total im Hinterkopf. Mhm. Und nee, grundsätzlich ist Warten für mich nach wie vor schwierig, wenn ich weiß, dass es eigentlich weitergehen könnte.
Wenn Bewegung oder wenn Fortschritt etwas zu einem Ziel führen würde, dann ist für mich Warten immer noch schwierig, ja. Mhm. Gut, ich sag mal, die Situation, die Du geschildert hast, ist natürlich auch körperlich unangenehm, ja. Aber trotzdem spannend, dass Du die erinnerst, weil Mhm. Das ist wieder was, was dich emotional sehr stark getriggert hat und das ja auch das Prinzip von Storytelling.
Alles, was wir fühlen, bleibt ja bei uns. Mhm. Deswegen wissen wir ja die meisten auch, was wo sie genau in der Situation waren, als sie von 2011 11 von 9 elftel gehört haben. Mhm. Und 2000 Kann ich auch noch sagen.
Oder? Genau. Also das weiß fast jeder, weil das sind Momente, der 1. Kuss, solche Dinge, die vergisst man selten, ja? Oder keine Ahnung.
Also das sind so Storytelling Basics, dass man weiß, alles, was wir erinnern, haben wir gefühlt. Mhm. Deswegen sage ich mir im Storytelling auch, Du solltest versuchen, dass dein Kunde dein Produkt möglichst gut fühlt. Oh ja. Okay.
Jetzt sind die sozusagen trotzdem noch mal ganz kurz in der Grundschule. Was war Katrin für ein Kind in der Grundschule? Eher aufmüpfig, eher zielstrebig, eher ruhig? Ein ganz ruhiges, angepasstes Kind. Mhm, okay.
Eher zurückhaltend, eher ganz ruhig und bloß niemandem auf die Füße treten. Immer jemand, der mehr dafür tun musste, das Gleiche zu erreichen wie andere Kinder. Also mir sind die Themen nie zugefallen, sondern ich musste immer fleißig sein. Ja und ein sehr angepasstes Kind. Wie kam's dann dazu, wenn Du so fleißig und würdest Du sagen eher introvertiert an der Stelle oder oder einfach nur Introvertiert Introvertiert vielleicht sogar verunsichert auch, genau.
Ne, kleingehalten irgendwie so in die Richtung, genau. Wie kam's dann zur, was hast Du, wie hast Du die bezeichnet von, Teamleiterin oder bei der katholischen Jugend? Da hast Du ja dann eine Führungsposition Ja, okay. Gruppenleiterin. Gut, diesen Gruppenleiterführerschein oder wie hieß der?
Denn Gruppenleiterschein, den hab ich gemacht mit 14, ne. Mhm. Wo es dann losging auch mit, okay, wie kannst Du irgendwie Geld verdienen? Und für mich die Aussicht war in den Sommer vielen Kindergruppen zu betreuen. Mhm.
Dass ich irgendwie 'n Gespür habe für Menschen, wusst ich da damals schon. Meine Mutter hätte mich auch supergerne eigentlich im sozialen Bereich gesehen, hab ich mich nie gesehen, auch heute nicht. Mhm. Aber gut, das, was ich später gemacht hab mit Kraftscheiben, ist ähnlich sozial. Also son bisschen hat sie da ihren Frieden drin gefunden und ja, weiß ich auch nicht, wie ich da als Gruppenleiter schein.
Das ist auch schon so lange her jetzt wieder, aber das fand ich immer cool, also mit Kindern zu arbeiten. Ich war dann selber noch nah dran, ne, mit 14 an am Kindsein ist man da nah dran und es hat mir Spaß gemacht, auch da mit anderen in Verbindung zu treten, die da ebenso in diese Leitungsposition reingehen, Gruppen betreuen, Verantwortung übernehmen, ja. Mhm. Hattest Du Rupa und Omas? Nee, tatsächlich alle früh verstorben.
Oh, schade, okay. Gut, dann würde ich sagen, wenn Du sagst, es gibt keine besonderen Vorkommnisse in deiner Grundschulzeit. Nein. Nee, macht ja gar nichts. Ist ja überhaupt nicht schlimm, ja.
Dann würd ich sagen, gehen wir genau mal in diese Phase deines Lebens, wo so sagen wir mal, die Eltern plötzlich anfangen, komisch zu werden, ja. Mhm. 14, man guckt schon mal so nach 1. Mal nach den Jungs, vielleicht 1. Partys und so was.
Wie erinnerst Du dich an diese Zeit? Da muss ja von dem kleinen introvertierten Sandwichkind, das in der Grundschule eher alles kämpfen musste und eher introvertiert war und ruhig und nur zur Last fallen wollte und nicht auffallen wolltet, hin zu der, die gesagt hat, ich übernehm Verantwortung für Jüngere, schon was passiert sein. Wie wie Ja, das ist wie wie glaubst Du, ist das passiert? Ja, es ist vor allem viel danach noch passiert. Ich glaube, wenn ich das jetzt so, was fühlt sich was für eine Therapiestunde hier, ne, wenn ich das jetzt mal so zurückrekonstruiere, glaube ich, war das der Anfang dessen, was ich dann 2016, nee mit 16, nicht 2016, sondern mit 16 Jahren ausgelebt habe, denn da hab ich ich hab keine schöne Schulzeit gehabt von der 5 bis zur 10.
War auch 'n Mobbingopfer, also solche Sachen. Mhm. Und bin aber dann nach von nach der 10 von der Realschule aufs Gymnasium gewechselt. Und hab gesagt, okay, komm, hier kennt mich niemand, war auch 'n anderer Ort, ne, hier kennt mich niemand und jetzt fang ich noch mal von vorne an und bin da tatsächlich als extrovertierte Person aufgetreten, keine Ahnung, was in diesen Sommerferien dann passiert ist, weil ich gesagt, nee, ich lass jetzt dieses introvertierte Mädchen zurück, lass dieses Mobbingopfer zurück und fang jetzt hier an mit etwas Neuem und das hat funktioniert. Das hat mir unglaublich viel gegeben.
Das ist natürlich auch nicht immer bequem für alle, ne, wenn jemand kommt und selbstbewusst auftritt. Ich kann dir aber nicht sagen, was ich letztlich getan habe, damit das so passieren konnte. Ich weiß nur, ich hab's als Chance gesehen, hier ist 'n Wendepunkt und den nehm ich jetzt mit. Und weißt Du, liebe Katrin, genau das ist der Grund, warum ich dir viele Gäste spielen mir nach dem Gespräch zurück, irgendwie hat sich das son bisschen wie eine Therapiestunde angefüllt, aber es war nicht unangenehm, ja? Und es Ich bin ja auch bei Weitem kein Psychologe und kein Therapeut und nichts, Aber genau das ist der Zweck, warum ich, das ist mein Why für diesen Podcast, dass Menschen solche Learnings mitnehmen.
Und ich find das so geil und ich mir fällt jetzt grade leider nicht ein, welche Gästin das war, aber ich hatte vor Kurzem auch 'n Gespräch und da hat eine Person geschildert, dass sie eine sehr schwere Kindheit hatte, Trennung der Eltern und so weiter, sehr verunsichert war in der Schule, gemobbt wurde, ja. Ich erkenn da gewisse Parallelen und dann 'n Ortswechsel kam, gezwungenermaßen. Also sie wollte nicht wechseln. Und sie sagt in der Retroperspektive war dieser Ortswechsel für mich das Beste, was mir passieren konnte. Ich hab komplett neu angefangen.
Ich war da unbekannt. Ich hab einfach alle meinen Mut zusammengenommen. Ja. Ich bin als komplett neue Person gestartet und das ja völlig parallel zu dir. Fühle ich total.
Und das Learning ist quasi an der Stelle, 'n Ortswechsel muss nicht immer schlimm sein. Als Kind, sag ich mal, versteht man das wahrscheinlich noch nicht so, aber auch jetzt für Menschen, wenn man sagt, ich bin auch ich bin persönlich auch so jemand, ich hab seit, ich war 25 Jahre verheiratet, bevor ich geschieden wurde. Ich hab seit 30 Jahren fast die gleiche Firma. Ich wohne noch an dem Ort, an dem ich geboren wurde. Also ich bin son Typ, so Ortswechsel würde mir sehr schwerfallen, aber trotzdem ist ja 'n Learning aus solchen Gesprächen, dass Ortswechsel auch was Gutes sein können.
Absolut. Gut und Du hast vorhin schon so schön den roten Teppich ausgerollt, weil ich geh immer aus dieser Phase Orientierung. Man wird so, kommt's ins Teenageralter. Die Mädels sind ja mit 14 dabei Teenagern, die Jungs sind mit 14 meistens noch bei Legosteinen und Mhm. Playmobilmännchen und so was.
Das ist einfach so. Ja, auch wenn's 'n bisschen vorurteilsbelastet ist, ist es, stimmt's aber meistens. Trotzdem geht man ja dann so zum ersten Mal auch, kommt man mit dem Thema Geld in Berührung. Und Du hast eben schon gesagt, man überlegt sich, macht man 'n Ferienjob? Wie war das bei dir?
Wann hast Du das 1. Mal Geld verdient und kannst dich dann noch dran erinnern? Ja, natürlich kann ich mich noch dran erinnern, weil das ganz Natürlich. Auch grad Thema wird. Mein Sohn ist nämlich 10 und der möchte auch schon Geld dazuverdienen.
Oh. Und es geht natürlich mit 10 noch nicht. Aber ich hab tatsächlich sehr früh angefangen mit Nachhilfeunterricht, mit Hundespazieren führen, ich weiß noch, 5 Mark die Stunde mit sonem ladenbeißer Hund, ne so. Aber oder mit ich hab meinem Bruder geholfen beim Zeitungsaustragen. Ja, ich kann mich da sehr genau dran ernähren.
Besonders genau kann ich mich aber dran erinnern, weil ich in der 11 ausgezogen bin. Ich bin in der 11 ausgezogen, meine Eltern haben auch sind in die Scheidung gegangen und ich hab gesagt, boah, ich muss hier raus, ich halt das nicht aus und bin tatsächlich während der Schulzeit ausgezogen. In der 11 ist man 17, oder? Soll ich nicht rum 18 war ich da, genau. Mit 18.
Mhm. Bin spät eingeschult worden, weil ich Septemberkind bin. Und da musste ich sofort Geld verdienen neben der Schule, ne so. Vielleicht auch jeder Grund noch mal, warum meine 10 Jahre nicht so gut war, weil ich halt noch mit Lebensunterhalt auch zu tun hatte. Aber das war so der 1.
Mal, wo ich dachte, okay, also ich bin in der Lage, mich selbst zu finanzieren. Ich weiß auch, was es kostet, sich selbst zu finanzieren, weil ich einfach viel Zeit reinstecken muss, viel Energie. Mhm. Aber es war für mich nichts Neues, weil ich halt vorher schon sehr viele von diesen kleinen Jobs auch mitgemacht hatte, ob jetzt Fernbetreuung nach Hilfe irgendwas. Mhm.
Okay. Jetzt haben wir immer so an dieser Stelle, normalerweise noch 'n früher sogar, aber irgendwann am Anfang der Vita haben wir immer sonen kleinen Break und dann hab ich eine Schnellfragerunde, die ich da einstreue. Und ich werde ab dieser Folge mal versuchen, wir schauen mal, wie lang die wird. Vielleicht mach ich sogar 2. Also ich hab für die fürs Ende der Sendung auch noch eine Schnellfragerunde vorbereitet, aber ich würd jetzt gern mal einsteigen, damit die Menschen und auch ich, hören wir uns ja nicht kennen, dich 'n bisschen besser kennenlernen können.
Okay? Gut, dann würd ich starten mit der ersten Frage, Kaffee oder Tee? Kaffee. Mit 'nem sehr überzeugten Blick. Ja.
Gar gar keinen Tee? Doch, auch Tee. Wenn ich merke, dass ich zu viel Kaffee hatte, gerne Tee sogar. Aber wenn ich die Wahl habe, trink ich den Kaffee. Okay.
Stadt oder Dorf? Stadt. Mhm. Möchtest Du längere Antworten? Du kannst das machen, wie Du möchtest.
Hier gibt's keine Vorgaben, aber Du kannst es gerne erläutern, wenn Du magst. Ich mag die Stadt mit den unterschiedlichen Menschen und Energien, die so in der Stadt sind. Das liebe ich. Das Dorf ist schön, da mal Urlaub zu machen, aber ansonsten find ich sehr schön, in unterschiedliche Atmosphären eintauchen zu können. Du gehst in den Stadtteil und kannst dort kreativ sein und gehst in den nächsten Stadtteil und gehst da einfach nur auf eine Party.
Das liebe ich an der Stadt. Mhm. Okay, was darf in deinem Kühlschrank nie fehlen? Ja, Käse, Fetakäse vor allem. Mhm.
Weil? Ich den liebe. Ich find es einen unglaublichen interessanten Käse. So von der Festigkeit her, von der Haptik und dann noch noch dieser Geschmack. Also Fetakäse ist einfach großartig.
Bist Du 'n haptischer Mensch? Ja, hör mal, ich hab 'n haptischen Beruf erlernt. Natürlich bin ich Das stimmt. Ist das nicht. Okay, das war der, also das war jetzt zurecht 'n Rand an mich, weil das hatte ich jetzt komplett grade ausgeblendet, aber 'n Steinmetz sollte haptisch sein.
Ja. Eine Steinmetzin sollte haptisch sein, ja. Eine Steinmetzin sollte haptisch sein, ja. Eine Steinmetzin sollte haptisch sein, ja. Entschuldigung, ja genau, sollte sollte haptisch sein, da hast Du völlig recht.
Ich versuche mich zu bessern. Ja. Planung oder Improvisation? Gerne Planung, aber ich bin auch entspannt, wenn ich mal improvisieren muss oder darf. Spontanität ist cool, wenn sie mich nicht in Stress versetzt, dann Mhm.
Bei halt Zeitfenster dann zu eng werden oder so was. Ansonsten bin ich 'n Typ, der auf jeden Fall gerne plant. Okay. Die nächste Frage, also vielleicht ganz kurz vorgegriffen, wann hast Du sozusagen das Steinmetzinsein an den Nagel gehängt und bist in diese neue Rolle gegangen, ungefähr so zeitlich, so ganz 2017 war das. Erster 18 Jahren.
Okay, dann würd ich die Frage gerne 15 Jahren gab's vor 15 Jahren schon App. Ich frag einfach jetzt mal. Die Frage lautet, welche App benutzt Du am meisten? Und ich würde eigentlich gerne fragen wollen, jetzt und vorher, gibt's da 'n signifikanten Unterschied sozusagen? Jetzt ist es Whatsapp, Mhm.
Einfach als Kommunikationsmittel und früher gab es zwar auch schon mobile Telefone, aber die hatten ja noch keine Apps. Mhm, stimmt. Ja, siehst Du deswegen. Na ja, egal, lange Einleitung am Ende weil die richtig, was ich sage. 2014 gab's doch schon reif.
Doch, es gab schon Apps, aber ich wüsste jetzt auch nicht mehr, was ich damals für eine App am meisten benutzt hätte. Ja, wahrscheinlich die gleiche. Ja, Whatsapp gab's, glaub ich, Ja. Glaub ich. Egal, ich glaube, aus der Nummer kommen wir nicht mehr fundiert raus.
Nein. IT Wissen, wir gehen einfach weiter zur nächsten Frage. Hast Du 'n Lieblingsbuch oder 'n Lieblingsfilm, von dem Du behaupten kannst, das hat mich wirklich inspiriert? Oh, tatsächlich nicht einen, sondern viele. Ich lese total gerne.
Inzwischen hab ich ja auch hier richtige Lesewelle, das sind dann Thriller. Da kann ich mir aber dann auch, also gibt ja nicht jemand 'n Film dazu, aber So Fitzek oder oder so was? Bitte. Ist das dann mehr so Fitzek oder mehr so Crushing? Also grade lese ich, heißt die Friday McKatle oder wie heißt die?
Die ja, der Lehrer lese ich grade dann mal, wenn sie wüsste, davor ist also ne, es ist immer der böse Mann. Also bislang alle 3 Klar. Das ist immer der böse Mann. Ich bin gespannt aufs 4. Buch.
Ansonsten lese ich tatsächlich 5 Bücher parallel. Nicht alle gleichzeitig, sondern ich guck immer, worauf hab ich Bock? Ist es mal etwas, was mit Erziehung zu tun hat, ein Sachbuch? Ist es eine einfach eine Geschichte, 'n Thriller oder irgendwas? Mhm.
Und somit Oder 'n Buch, was ich vielleicht auch wirklich lesen muss, weil ich 'n dazu demnächst irgendwie Informationen brauche, die ich abrufen muss. Aber also ja, ich hab nicht so eine 1 festes Genre, in dem ich immer lese. Mhm. Spannend. Okay.
Bist Du eine Frühaufsteherin oder eine Nichteule? Ich stehe gerne spät auf und geh gern früh ins Bett. Okay, also sozusagen Du, die liebst die Nacht im Bett? Ja, also ich bin jemand, der unglaublich viel Schlaf braucht, ja. Also Das heißt so?
Unten ist bei mir der Tag, absolute Gurke und ab 9 können wir gut miteinander reden. Ja, aber ist aber auch, glaub ich, eine sehr, sehr gesunde Eigenschaft. Also würde ja jeder Arzt Beifall klatschen jetzt, egal was für mich Also ich liebe auch den Mittagsschlaf, muss ich sagen, nur leider kann ich nicht so häufig machen. Aber so kurz mal Mittag 'n halbes Stündchen wegknacken, boah mega. Krass.
Also das bohne ich sehr, ich war vor 2 Wochen auf der SEO Campics als Speaker in Berlin und da war auch eine Teilnehmerin, die saß vor mir und dann hatten wir eineinhalb Stunden Mittagspause und dann sagt sie, geh jetzt mal schlafen. Ah. Mir ist jetzt dein Ernst. Ja, ich geh aufs Zimmer, halbe Stunde schlafen, dann bin ich wieder fit. Ja.
Krass, könnt ich nie. Ich lieb's auch. Also abends, wenn ich die Kinder ins Bett bringe und ich schlaf dann aus Versehen mit ein. Danach, ich bin geboren wie ein neuer Mensch. Ich setz mich an den Schreibtisch und schaffe Dinge, die ich den ganzen Tag nicht fertiggekriegt hab innerhalb von 2 Stunden.
Das ist mein Effizienzfenster am Abend. Gratulation dazu. Ja. Also bis ich das mal entdeckt hatte, hätt ich das mal früher entdeckt, ne. Urlaub am Meer oder in den Bergen?
Ganz klar das Meer. In meinem nächsten Leben wohn ich auch am Meer. Weil? Weil mich diese Weite unfassbar fasziniert, weil mich Wasser fasziniert, das Geräusch, die Wellen, die Regelmäßigkeit, diese Macht zugleich, die Wasser hat. Es reizt mich total.
Okay, spannend. Am glücklichsten bin ich, wenn ich Einen ausgewogenen Alltag habe, ausgewogen von ich hab gut geschlafen. 9 Stunden. Gehen zu die die richtige Portion Familie, Arbeit, Freizeit, alles irgendwie so in Balance. Cool.
Und zugleich gesund, gesund. Ohne wenn wir alle nicht gesund sind, dann ist der Rest total nebensächlich. Das ist zwar eine Binse, aber stimmt total. Ja, total. Also jeder, der schon mal krank war, weiß das.
Gut, 2 haben wir noch, Telefonat oder Sprachnachricht? Sprachnachricht. Weiß nicht wieso, aber irgendwie bin ich 'n Sprachnachrichtentyp wohne. Okay. Ach ja.
So, okay und die Letzte, was hast Du dir zuletzt selbst geschenkt? Eine Klimmzugstange. Eine Klimmzugstange? Okay. Ja, ich hab mir 'n persönliches Ziel gesetzt, dass ich bis zu meinem Geburtstag im September einen Klimmzug schaffe.
Jetzt denken wahrscheinlich viele so, ah, jetzt muss doch machbar sein. Aber es ist als Frau eben doch wirklich Arbeit, einen ordentlichen, sauberen Klimmzug hinzubekommen. Und so hängt sie nun bei mir im Garten. Wir haben da sone Säule, auf der der Balkon steht und dafür hatte ich hab ich eine Klimmzugstange gefunden, die ich da dran machen kann und trainiere jetzt fleißig mit dem Ergebnis, dass ich eigentlich jeden Tag Muskelkater habe. Okay.
Aber ich glaube, also ich glaube, das schaffst Du. Ja, ich glaub das auch. Du machst 'n sehr zielstrebigen, ehrgeizigen, fokussierten Eindruck und ich glaube, eine 1 klingt so, also ich würde auf dich wetten, definitiv. Ja, also vielleicht begnad dich sogar irgendwann mal medial, aber bislang. Ja.
Also mein Wunsch wäre dann, wenn Du am Ende des Podcasts sagst, das war schön und wenn wir 'n gutes mitm guten Gefühl ausgehen, dann hätte ich gerne 'n Bild oder vielleicht sogar 'n kurzes Video im September, dass sie wieder dann spreadnen können, damit die Leute sehen, hat's geklappt oder hat's nicht geklappt? Gerne. Machen wir. Gut. Jetzt sind wir in deiner Vita beim Abitur gewesen.
Du bist ausgezogen, als Du volljährig warst. Du musstest quasi für dein Leben selbst sorgen. Hattest Du dann auch gar keine Unterstützung mehr oder Das ist ja nicht komplett also warst Du direkt komplett Okay. Einfach da. Mhm.
Aber den Rest muss sich aber, ne, wie es so ist mit 'ner Wohnung und es gab da auch Zeiten, da bin ich tatsächlich mit dem Pfand, den ich zu Hause noch hatte, einkaufen gegangen, mit dem Fantalös dann meinen Einkauf zu machen. Also auch diese Zeiten hatte ich mal. Mhm. Wie es so ist, ne, weil man sich früher entscheidet, dass Eltern, elterliche Nest zu verlassen und sich dann selber auf Beine zu stellen. Das war, magst Du mal beschreiben, war das eine WG oder eine eigene Wohnung?
Eine eigene Wohnung, eine Einzimmerwohnung. Weil mein war so groß, ich konnte mir ganz bequem, während ich auf der Toilette saß, die Hände waschen. Okay. Ja. Kannst Du das Zimmer, in dem Du geschlafen hast, noch könntest Du es noch gut beschreiben?
Könnt ich auf jeden Fall noch. Soll ich es beschreiben? Ja, beschreiben mal bitte. Also wenn man reingekommen ist, stand man direkt in der Küche, eine Pentriküche mit 2 Kochplatten. Da hatt ich, das ging dann geradeaus weiter ins Zimmer und in genau in diesem Durchgang hatte ich son Klapptisch, an dem man essen konnte mit 'ner Tischklappbarhocker.
Und dann kam auf der rechten Seite der Schrank, hinten durch das Bett hinten links der Schreibtisch, dann die 2 Fenster auf der linken Seite und auf der Einmannwand war, glaub ich, nur noch eine Kommode und das war es waren 20 Quadratmeter, mehr war's nicht. Mhm. Schön beschrieben. Kann ich mir sehr gut vorstellen. Mit Teppich leider.
Wie lange warst Du in der Wohnung? Boah. Ich glaub 2 oder 3 Jahre. Hatte auch eine Katze dort, die nicht raus durfte, das war tatsächlich sehr fahrlässig. Mhm.
Aber es war irgendwie auch, es war eine coole Zeit, ne. Die 1. Wohnung, die man so hat, das war irgendwie eine coole Zeit. Ich war vor allem in der Stufe die einzige, die eine eigene Wohnung hatte und somit war dann auch die eine oder andere Freistunde wurd dann bei mir in der Wohnung verbracht, was irgendwie auch wieder cool war. Ja, also hat alles sein Für und Wider.
Also war die Katze eigentlich 'n Perfect Match, weil Du musstest ja dann auch Geld verdienen und Katzen bleiben ja auch gerne mal 'n paar Stunden alleine. Also dann glaub ich, schlafen die auch gerne 9 Stunden. Also Ja. Ich hab dir aber auch eine, ich kann das nachvollziehen. Ja, von daher ganz gut.
Frage, Achtung, bisschen ungewöhnliche Frage, bin mal gespannt. Also ich bin wirklich gespannt bei dir, wie Du Antwort hast. Wenn Du an diese Wohnung zurückdenkst, was ist der 1. Geruch, der dir einfällt? Dieser Teppichboden.
Okay, das hätt ich fast gedacht eben, nachdem ich dein Gesicht gesehen hab, als Du von dem Teppich gesprochen hast. Ja. Weil der schon drin war? Weil der schon drin war und Teppichboden hat ja sonen bestimmten Geruch, dieses Material, was vor allem unten drunter ist, das Guimaterial. Mhm.
Teppich riecht irgendwie besonders. Nicht angenehm für mich. Okay. Gut, jetzt bist Du, hast Du Abitur gemacht. Mhm.
So, wo ging's dann gedanklich bei dir hin? Was war dein Plan? Was waren deine Träume? Eigentlich wollt ich ja Innenarchitektur studieren und mich dann auf Hotels und Gastronomien spezialisieren, weil Kellnern immer auch son Ding war. Und ja, da war halt der NC nicht so nicht so gut.
Dann hab ich gekellnert und hab eben immer freitags meinen festen Tag gehabt und irgendwann kam an diesem Freitag 1 auf mich zu und hat gesagt, hier, ich bin Steinmetz, mach mal Praktikum bei mir Und da hab ich gesagt, hä, macht den Steinmetz und hab ich hab Okay. Hab mich aber drauf eingelassen. Ich muss kurz einhaken. Da kommen Menschen vorbei, die sagen, och, die Karton ist nett. Ich lös gleich auf, ja.
Okay, alles klar. Ja, das find ich spannend, ja. Hab das Praktikum gemacht. Also ich hab wirklich bis zum Tag des Praktikums nicht gewusst, was 'n Steinmetz macht. Da war das mit Internet ja auch noch nicht so, dass Du da einfach was nachgucken kannst.
Mhm. Und bin dann raus nachher 2 Wochen später mit dem Ausbildungsvertrag. Und dann stellte sich heraus, dass bei mir an diesem Freitag beim Stammtisch ein Friedhofsgärtner war, der meine Geschichte so mitbekam über mehrere Wochen, der wiederum aber eine Kooperation hatte mit diesem Steinmetz. Mhm. Und der hat gesagt, hier guck mal, Du hol dir die mal.
Ich glaub, die ist cool, ihr passt ganz gut zusammen. Was für ein Visionär dieser Friedhofsgärtner war. Oder? Krass. So und und das nächste Learning, ja, manchmal passieren solche Dinge einfach unklar, ja?
Mhm. Und weißt Du noch, wer das war? Also kennst Du den Typen, den Ja, ich weiß noch es. Ein, ja, ja, 'n Bonner Friedhofsgärtner. Ja, ja.
Und das ist ja sozusagen auf deiner persönlichen Heldenreise tatsächlich ein Mentor, den Du getroffen hast. Tatsächlich hab ich aber nie wieder mit ihm darüber gesprochen. Vielleicht müsste ich ihn einfach mal anrufen. Ja, aber das ist übrigens und das ist auch wieder 'n Learning für die Leute draußen, oft die Rolle des Mentors. Und 'n echter Mentor nimmt sich ja auch komplett zurück.
Also der der merkt, Mensch, die Katrin und der Typ, der Steinmetz, das wär 'n Match. Und der bringt euch zusammen ohne irgend 'n eigenes Interesse. Der freut sich vielleicht heute noch, dass Du Steinmetzmeisterin geworden bist. Ja. Aber aber er hat nie was dafür verlangt oder ist nie auch gelobt worden oder so.
Könntest Du mal machen. Ist, glaub ich, eine richtig schöne Geste, ja. Ja, ist eine coole Idee. Cool. Ja, Praktikum.
Jetzt hast Du Praktikum gemacht. Jetzt kommst Du dahin in dieser Situation. Eigene Wohnung, Katze, zu Hause ausgezogen, in 'ner Beziehung oder alleine? Nee, alleine war ich da. Alleine mit Katze, also in 'ner kleinen WG.
So, jetzt kommst Du dahin, hast keine Ahnung, was 'n Steinmetz macht. Erzähl mal so der 1. Tag. Wie lief das ab? Das weiß ich gar nicht mehr.
Das ist so lange. Es war 2001. Das ist so lange her. Ich weiß nur, dass ich mich gut gefühlt habe. Also ich hab ja da später dann auch die Ausbildung gemacht und hab nach der Ausbildung auch noch da gearbeitet und das war ein empathischer Lehrmeister, der verstanden hat, seine Leute unterschiedlich zu führen und zu betreuen.
Das hab ich erst viele Jahre im Nachgang verstanden, aber der hatte da wirklich 'n Geschick für, auch wenn er für manche andere Sachen, ne, wo ich heute auch da kritisch drauf gucken würde, aber es war eben auch eine andere Zeit. Mhm. Grundsätzlich war es aber ein Menschenversteher und da bin ich ihm sehr dankbar drum, dass ich da genau bei ihm gelandet bin, weil ich weiß nicht, ob ich die Ausbildung wirklich gemacht hätte, wenn ich's nicht hätte bei ihm machen können, weil ich eben auch Branchenkollegen kennengelernt habe, wo ich rückwärts stumm wieder rauskam und sag, nee Leute, also nee, geht gar nicht. Also ist schon ziemlich viel Perfect Match in der Phase, ne? Ja, schon.
Ja. Sollte so sein scheinbar. Und ja, grade hatt ich wieder son Gänsehautmoment, weil das ist der Grund, warum ich diesen Podcast mache, weil immer wieder sich rauskristallisiert. Und Du hast es eben genauso auch ausgedrückt, ja? Du erinnerst dich nicht mehr genau, was Du gemacht hast, aber Du erinnerst dich ans Gefühl.
Mhm. Und das ist Storytelling, ja? Also versuch einfach den Leuten 'n gutes Gefühl zu geben. Ich sag immer, die Kinder in der Schule lernen nicht von dem Lehrer, der den Stoff am besten kann, sondern von der dem Lehrer, der ihnen das beste Gefühl gibt. Weißt Du, dass ich genau das nutze in meinen Workshops, wenn's ums Thema Arbeitgebermarke geht?
Ich eröffne nämlich total gerne diesen Workshop, dass ich sage, beschreibt mir mal, wie euer letzter euer letzter Job so war. Und dann kommt nie mit, ja, ich hab da coole Arbeit gemacht und seitdem hängt das und das von mir da oder ne so, da wird nie die Arbeit beschrieben, sondern es kommt immer, ja, also der Chef, ich bin froh, dass ich da weg bin, ne so. Mhm. Ich wurde da ausgebeutet oder ach, das war schön, das war immer 'n lustiges Team. Die beschreiben immer Gefühle.
Und das ist genau mein Aufhänger, den ich total gerne nutz, zu sagen, so und wie soll man jetzt über euch sprechen? Wie spricht man denn über euch da draußen? Mhm. Und dann ist bei vielen so, okay, verstanden. Ich hab verstanden, was Arbeitgebermarke ist und dass es nie darum geht, dass es ein 1 Arbeit ist, die ich mache oder irgendwie eine Aufgabe, die ich mache, sondern immer nur das Gefühl.
Es geht nie die Fakten. Ja. Sorry, er hatte grad 'n Klorsch im Hals. Es geht nie die Fakten, es geht immer das Gefühl. Mhm.
Und das hast Du grade sehr schön auch gesagt, ja. Ich weiß gar nicht mehr, was an dem ersten Tag war, aber ich kann mich noch gut ans Gefühl erinnern. Mega. So, Praktikum absolviert, 14 Tage, gutes Gefühl gehabt. Und dann hast Du irgendwie gemerkt, so, eine Handwerksjob ist irgendwie geil oder gefällt mir oder passt zu mir.
Wie wie kam das so? Ja, das schreibt man das Gefühl. Die Arbeit am Stein ist und das ist tatsächlich auch ein Gefühl, was ich nie verloren habe, sehr, ich nenn jetzt das, sehr besonders. Weil die meisten denken von außen, ah, steinhart, ne, musst Du viel Kraft haben. Dass Steine aber ein total sensibles Material ist, denn wenn Du da einmal falsch draufschlägst mit der falschen Kraft an bestimmter Stelle, bricht die entweder etwas ab.
Das wäre dann son, na ja gut, ist schlimm, ne, aber geht noch schlimmer, nämlich wenn Du mittig sehr fest rausschlägst, dann bricht er vielleicht mittig innen mit 'nem Haarriss und Du siehst es erst mal nicht. Und Du merkst es auch gar nicht, aber irgendwann Jahre später bricht er genau an dieser Stelle auseinander, weil Du einmal einen falschen Schlag gemacht hast. Und das ist dieses Gefühl, son Material zu beherrschen und daraus dann Man sagt ja auch als Bildhauer, alles, was Du dabei gestaltest, ist schon drin. Du machst nur den Stand drumherum weg, ne? Du schlägst das Bild nicht schlägst Du frei und dann hier auch zu wissen, okay, ab wann gehe ich zum Beispiel, wenn Du eine Figur machst oder irgendwas, tue ich der Figur weh, weil ich zu weit abtrage, zu viel abtrage?
Da hatte ich auch mal 'n Kundenerlebnis, da hab ich der Kundin auch gesagt, nee, das mach ich nicht, weil dann verletzte ich die Skulptur in diesem Moment. Und das ist sehr besonders an Stein. Es ist Das ist nur das Materielle dadran. Grundsätzlich ist aber, darf man nicht vergessen, die Arbeit nicht nur am Stein, sondern auch am Menschen. Also gerade Grabmale, es ist 'n unfassbar dankbarer Job, weil Du mit Menschen so nah dran bist.
Die lassen dich in ihre Emotion rein in einem bestimmten Moment und Du hast entweder die Möglichkeit, diese Emotionen dann aufzunehmen und daraus etwas Schönes zu machen oder eben nicht. Und es gibt ganz viele oder eben nicht Steinmetze da draußen. Mhm. Und ich habe diese Momente geliebt, wo mich die Leute angeguckt haben, nachdem ich ihnen meinen Entwurf hingelegt habe, gesagt hab, das könnte ich mir als Grabstein bei ihnen vorstellen, nämlich angeguckt und haben überhaupt gar nicht verstanden, wo ich das alles herhatte. Ich hab mich da dementsprechend eben auch empathisch geöffnet.
Ich hab ihnen zugehört und bei mir sind alle Grabsteine aufm Papier entstanden durch Erzählungen, durch das, was sie mir so mitgegeben haben und nichts davon war ein Grabstein wie der andere. Alle sehen ganz besonders aus und haben eine besondere Form und erkennt man vielleicht auch als Außenstehender gar nicht. Aber das ist die eigentliche Arbeit als Steinmetz, die draußen keiner kennt. Alle denken so, Du arbeitest grob am Stein, aber dass Du da mit Menschen so nah zusammenarbeitest, sieht eigentlich keiner. Eklame.
Hallo meine Lieben. Hier ein kleiner werblicher Hinweis in eigener Sache. Wie ihr wisst, veranstalten wir ja einmal im Jahr die Camping als großes Mainevent von unserer Plattform Camping. Der Fokus, der sich die letzten Jahre ja sehr stark auf die Verbindung zwischen SEO und Content Marketing gelegt hat, verschiebt sich jetzt 'n bisschen. Also SEO und Content Marketing sind immer noch Teil davon, aber ein großer Schwerpunkt geht in Richtung SEO und Markenaufbau.
Weil ich persönlich glaube, dass die Marke, die in Anführungsstrichenchen, Endlösung ist von dem, was wir in SEO grade durchmachen. Also wir fokussieren uns unglaublich stark auf das Thema SEO in Kombination mit Markenaufbau und den Möglichkeiten. Natürlich wird aber auch AI nicht zu kurz kommen. Natürlich wird Plattform SEO nicht zu kurz kommen und auch Tech SEO wird Bestandteil sein, aber immer unter diesem großen Blickwinkel von wie kann ich denn Markensignale und real e-a-t wirklich spielen, SEO zu befeuern. Wenn sich das für dich spannend anhört, dann überleg doch einfach mal, ob Du dir nicht 'n Ticket holst für das Event, das am achtzehnten und neunzehnten Juni in Berlin stattfinden wird.
Ich würd mich freuen und wenn Du da noch Fragen zu hast, dann meld dich einfach bei mir, sonst sehen wir uns hoffentlich in Berlin. In diesem Sinne, tschüss. Reklame Ende. Wow, was für ein Plädoyer für den Geruch. Oder?
Richtig, richtig klein. Steinmetz, kauft mir. Werdet Steinmetz. Ihr werdet alle Steinmetz. Ja, cool.
Aber wir brauchen auch Menschen, die Grabsteine noch haben möchten. Ja. Also anonyme Bestattung, Waldbestattung, es nimmt ja immer mehr. Mhm. Ja, wird immer beliebter und von daher ist leider ein Beruf, der auch zurückgeht.
Mhm. Da würd ich gern noch mal tatsächlich rein, obwohl wir in der Vita, also jetzt lass oder wie ich ich spar mir die Frage jetzt mal, mach's, stell sie gleich. Jetzt bist Du sozusagen mit dem Ausbildungsverfrak in deinem Leben an der Gabelung, mach ich das oder mach ich das nicht? Wie leicht oder schwer fiel dir das zu sagen, ich mach das jetzt? Die Frage stand gar nicht im Raum.
Ich wollte das. Also Wo wolltest das? Ich wollte das. Was haben deine Eltern, Familien, Geschwister, sonstige drumherum gesagt? Also Familie hat gar nichts gesagt, weil ich eben nie begleitet wurde da drin Und ich hatte vor 'n paar Wochen hatte ich sechsundzwanzigjähriges Abitreffen und da sagte eine Freundin zu mir, sagt, sie Katrin, wir haben das alle damals belächelt, dass Du ins Handwerk gehst und guck, wo Du jetzt stehst.
Und das fand ich krass, weil ich wirklich auf diesem Abitreffen, es war niemand, der eine Ausbildung gemacht hat. Niemand. Niemand, der sonst auch im Handwerk war. Ich war wirklich die Einzige und somit kann man natürlich auch eine 26 Jahre zurück auch verstehen, warum die das belächelt haben und heute aber genauso den Hut auch ziehen. Mhm.
So, jetzt machst Du also eine Steinmetzlehre. Das heißt, gleiche Wohnung, gleiche Katze, nicht mehr kellnern, arbeiten gehen. Ja und trotzdem noch kennenlernen gehen, weil das Ausbildungsgehalt war eine Katastrophe. Okay. Auch heute noch, genau.
Ist leider nicht groß. Ich weiß noch, was waren's denn? Ich hab mit meinem Nebenjob hab ich mehr verdient als in der Ausbildung Mit so Minijob nebenbei. Meistens haben wir dann so 4, 500 Mark oder so was bekommen dann, ja. Also es war wirklich, ich konnte damit nicht meine Wohnungen halten.
Mhm. Deswegen musste ich nebenbei arbeiten gehen und mein Chef hat das aber auch immer verstanden. Also der wusste auch, ne, okay, ich kann hier nicht mehr zahlen, das ist so tariflich angepasst, aber ich kann hier nicht mehr zahlen und Mhm. Das war okay, dass ich dann eben freitags und samstags noch arbeiten war. Mhm.
Jetzt hast Du 'n Job, Du sorgst für dein eigenes Leben. Du hast eine also Du hast eine gute Orientierung im Leben gefunden. Also für mich hört das ziemlich hört sich das ziemlich verwurzelt an in diesem Moment deines Lebens. Trotzdem warst Du ja die ganze Zeit alleine, wenn ich es richtig gehört hab. Alleinesein ist für dich kein Problem oder doch 'n Problem?
Nee, gar nicht, aber 'n anderes alleine sein könnte ich vielleicht hier noch einstreuen, weil im zweiten Ausbildung ist ja aus meiner Mutter plötzlich verstorben. Mhm. Und das ist auch etwas, wo ich auf die Ausbildung zurückgucke und wirklich von ganzem Herzen dankbar bin, weil meine Ausbilder. Ich war natürlich nicht zurechnungsfähig über gewisse 'n gewissen Rahmen hin, ne, Zeitrahmen hin und der hat das aber wirklich geschafft, mir da Raum zu lassen, hat mich in Ruhe gelassen, hat mich unterstützt da, wo ich's brauchte und mich letztlich dann aber auch wieder herangezogen, dann auf auf die Prüfung hin dann auch wieder Gas zu geben, eine gute Prüfung abzulegen, was letztlich dann auch so genauso funktioniert hat. Aber das war also ich würd sagen, 'n halbes Jahr kann ich von der Ausbildung echt wegstreichen, weil ich da gar nicht zurechnungsfähig war, weil son überraschender Tod von der Mutter natürlich, ja, ist 'n einschneidendes Erlebnis.
Von daher, also ganz so gesettelt war's dann zwischendurch doch nicht. Weiß ich nicht. Also ich finde, das ist absolut normal. Und Mhm. Was bei dir bemerkenswert ist und wie gesagt, ich schau ja von außen auf diese Viten, ist, find, also ich finde tatsächlich, weiß gar nicht, wie ich das jetzt sagen soll, ohne dass es zu klangscheinmäßig klingt oder zu esoterisch.
Also eigentlich ganz ehrlich finde ich, dass wirklich vielen guten Menschen auch Gutes widerfährt. Also das ist auch son Ding, was ich lerne hier. Natürlich kommen die Leute nicht her und sagen, ich war in der und der Phase meines Lebens 'n Vollidiot, ja. Würde so keiner aus zum Ausdruck kommen. Aber Du merkst ja trotzdem, wie Menschen sind, wie sie wie sie ihr Leben verfolgen, die es in die Hand nehmen, so wie Du jetzt auch.
Und hier sind ja sehr viele gute Dinge passiert. Also angefangen vom Friedhofsgärtner, über diesen Ausbilder, über diesen Beruf. Das hast Du ja alles 'n halbes Jahr vorher nicht gewusst, ja. Das ist richtig. Und ich glaub aber tatsächlich das Geheimnis ist von diesem in die Hand nehmen, dass man da auch offen ist, neue Weggabelungen einfach mal auszutesten.
Man kann ja zurückgehen und sagen, ich geh die andere Richtung. Mhm. Aber ich glaub, nachher ist es das das Geheimnis, dass Du die die Entscheidung dann auch plötzlich hast, ne, die Du auszuprobieren und zu sagen, okay, ich fühl mich gut da drin, ich geh darin weiter oder ich geh eben zurück und bleib bei Plan a. Mhm. Ja, cool.
Okay, Du deine Mutter ist verstorben, ohne das jetzt zu sehr zu vertiefen. Trotzdem die Frage, hast Du da schon den Grabstein selber machen können und wollen und hast ihn gemacht? Das ist das. Aber zweites Ausbildungsjahr, ne. Ja, der der Schuhster hat die schlechtesten sten Schuhe oder wie war das, ne?
Meine Mutter hat tatsächlich immer noch keinen Grabstein stehen. Immer noch nicht. Ja. Ja. Und beim Sommer Das ist geht die Tür nicht zu, sagen wir immer.
Ja, die also den eigenen den Grabstein für die eigene Mutter zu machen, das ist ist hart. Mhm. Ja. Also die hat noch keinen, weil es dir einfach zu hart ist. Ja, das also ja, das ist irgendwie schräg.
Ich weiß auch nicht. Also da könnten wir eine 1 ganze Stunde sonst noch zu reden, aber das ist, ich glaub, ja, nee, das das kann man nichts. Entweder muss man so was aus der Hand geben und da wusste ich nie so, also war ich nicht bereit, das jemandem aus der Hand zu geben, aber ich selber wollt's auch nicht machen und es ist für alle aber auch so okay. Also es ist, wie's ist jetzt. Auch deine Geschwister und so Ja.
Alle sagen, es ist okay. Du hattest ja jetzt, wenn ich das richtig rausgehört habe und Du darfst mich natürlich korrigieren, jetzt nicht son, also kein schlechtes, aber nicht son superenges Verhältnis mit deinen Eltern. Die haben dich Ja. Nicht beeinflusst. Die haben dich auch nicht geführt an der Stelle, sondern Du hast autonom gelebt, schon sehr früh.
War das trotzdem Abschied nehmen, son absoluter Abschied wie tot. War das das 1. Mal, dass das so nah bei dir war im Leben? Und 1. Frage und 2.
Frage, wie wie bist Du damit umgegangen? Ja, das war das 1. Mal, dass es so nah war und dadurch, dass ich den Raum hatte, beruflich mich damit selber zu beschäftigen, war das eine, würde ich sagen, son einsteindes Erlebnis, von dem ich heute immer noch profitiere. Also was Du ja lernst beim Tod ist, wer steht zu dir und wer will eigentlich nur was von dir? Ich hab 2 Menschen in dieser Zeit gehabt, die mich unfassbar nah begleitet haben und zu denen ich heute immer noch eine sehr besondere Beziehung führe, auch wenn wir uns nur ganz selten sehen, ne.
Ein-, zweimal im Jahr vielleicht, aber es ist immer noch sehr tief verbunden, während man da auch dann lernt, sehr klar, Menschen einfach außen stehen zu lassen, weil Du genau weißt, sie wollen eigentlich nur was von dir und grade funktioniert's nicht und eigentlich können sie sich auch nicht auf dich einlassen. Also lass sie bitte vor der Tür stehen. Und von daher ist das etwas, wo ich sage, dass ich viel Klarheit darüber gewonnen habe, schnell zu checken, wer will eigentlich was von dir und wer ist dir eigentlich Es interessiert an dir als Mensch. Mhm. Ja okay, Schön.
Eigentlich eine schöne, nee, nicht eigentlich, eine sehr schöne Erkenntnis. Jetzt bist Du in der Ausbildung, deine Mutter ist verstorben, hat gesehen. Eman ist sie ja zu Ende. Wie lange lernt man? 3 Jahre wahrscheinlich?
3 Jahre, genau. Du warst bis zur Prüfung wieder so, sagen wir mal im Flow Das ist doch aufgebaut und im Flow, dass Du die Prüfung machen konntest. Und auch mit Innungsbeste, ja, ich war Innungsbeste. Okay, das wollte ich, das hatte ich vermutet, aber wolltest so nicht sagen, ja. Innungsbeste, also hast dich davor reingekniet, hast das Ding durchgezogen, so.
Jetzt bist Du Steinmetzin. Mhm. Wie fühlt sich das an in der Retroperspektive und wie was war dein Plan für die Zukunft? Ja, also ich hab nicht lange auf diesem Erfolg mit Gesellenbrief gesessen, sondern ich habe mich mit dem Gesellenbrief in der Hand schon direkt an der Meisterschule angemeldet, wo ich in Teilzeit dann auch sehr schnell gestartet bin. Weil mir klar wurde, sehr schnell klar wurde, dass ich als Frau im Steinmetz Handwerk einfach ruckzuck, ja, auch nicht so einfach ankomme und mit Also das ist dann fortgegangen über die Meisterschule, die dann 2 Jahre hab ich die begleitend gemacht und dann stellte ich fest, okay, als Frau bin ich mit Meisterbrief überqualifiziert.
Also die Frau ist im Steinmetz Handwerk noch nicht so ganz Hat noch keinen Platz und so kam's dann auch, dass ich dann auch genauso schnell auch in die Selbstständigkeit gegangen bin, weil die meisten Betriebe 5 Mitarbeitende haben, ein Meister reicht. Warum sollst Du noch eine Meisterin anstellen? Mhm. Und genau, so kam's relativ schnell, dass ich dann auch sagte, okay, dann mach ich mach ich mich selbstständig und dann mach ich's halt auf meine Kappe. Also schon 'n relativ straater Weg so, ne?
Also Schon ja, aber auch zum Flugzeuggärtner bis zur Meisterin dann? Ja, war auch hart. Also ich hab die Meisterschule geht eigentlich dreieinhalb Jahre. Dadurch, dass ich aber ja spät eingeschult wurde, dann noch die 11 habe ich zweimal gemacht, weil von Realschule auf Gymnasium war halt auch nicht so easy, mich verwählt in den Fächern und so was und dann hab ich gesagt, okay, also dann lasse ich einfach statt dreieinhalb Jahre Ich lass jetzt zwischendurch einfach Fächer überschneiden, überlege immer, welches ist heute wichtiger und hab's dann geschafft, ohne Wartezeit dazwischen, weil Teil 1 und 2 und Teil 3 und 4 nicht immer zeitlich ineinandergreifen, habe ich innerhalb von 2 Jahren hab ich das Ding durchgezogen mit Augenrändern bis zu den Knien, weil ich natürlich parallel auch noch Geld verdienen muss, den meisten überhaupt zu bezahlen und bin in Vollzeit noch arbeiten gegangen. Also da war nix mit Party, da war nix mit irgendwie unterwegs sein.
Meinen Tag Meine Woche bestand aus bis Freitag arbeiten, Freitagnachmittag in die Meisterschule, Samstag in die Meisterschule danach arbeiten, Sonntag lernen, Montag wieder von vorne los, aber ich war nach 2 Jahren durch und das ganz ohne zusätzliches Geld für den Meister. Da bin ich immer noch stolz drauf. Und Du warst zu der Zeit, wenn ich das jetzt richtig alles antizipiere und rechne so Anfang 20? Den Meistertitel hatte ich mit 27. Ah, okay.
Genau. Ja. Ja. Wie wie wie ist die Katze mit all dem umgegangen? Gab's die noch und Ja, die Katze gab's noch, ja.
Die hat die Zweifachbelastung entspannt mitgemacht. Ja, ja, also ich bin dann auch, irgendwann bin ich umgezogen, auch in eine Wohnung, wo sie raus konnte und dann war sowieso alles entspannt. Aber die Fina, so hieß sie, war mir eine ständige Begleiterin und war da, wenn ich nach Hause kam. Mhm. Denkst Du noch manchmal an sie?
Ja, aber also die war danach kamen noch etliche andere Katzen, ne. Ah, okay. Die Katzen. Leben auch 2 bei uns und so und ja. Okay.
Ja, jetzt bist Du Steinmetzmeisterin mit eigenem Betrieb, richtig? Mhm. Genau. Mitte, Ende 20. Und dann hast Du irgendwann gemerkt, okay, das läuft gut, ich stell Menschen ein.
Ja, beziehungsweise es läuft so gut, dass ich mich fokussieren muss auf eine gewisse Sache, ne. Mhm. Und das war bei mir immer der Grabmayer Bereich. Und so hab ich angefangen mit einem Helfer, Entschuldigung, der mir aufm Friedhof natürlich geholfen hat, weil so das kannst Du Du brauchst immer und dir fehlen immer 2 Hände mindestens, Mhm. Wenn Du aufm Friedhof arbeitest.
Und genau und hab dann meine Subunternehmertätigkeiten, hab ich dann ausgelagert an andere Mitarbeitende. Das war eine 1 notwendiges Übel, würde ich fast sagen und ja, auch viel zu spät. Ich hätt viel früher damit anfangen müssen. Mhm. Jetzt jetzt komme ich zu der Frage, die ich vorhin mir aufgespart habe.
Die passt, glaub ich, jetzt auch ganz gut. Mich würde mal interessieren, Du hast vorhin gesagt, wenn ich den Leuten dann meinen Entwurf hingelegt habe, dann haben die manchmal überlegt, wie woher konnte die das alles wissen oder wie hat die woher hatten, wie empathisch hat sie denn genau gespürt, dass wir genau so was wollten? Mhm. Stell ich mir das vor. Wie läuft denn son Prozess ab?
Magst Du den mal beschreiben? Weil ich zum Glück, toi, toi, toi, hatt ich den noch nie. Mhm. Also es heißt, ich weiß gar nicht, machst Du da eine Skizze? Redest Du mit den Leuten?
Erklär mal, wie läuft 'n so Ja. Also erst mal gehen wir noch mal einen Schritt zurück, wenn das hier jemand hört, der sich auch noch nie Gedanken darüber gemacht hat, geschweige denn son Prozess mal durchgehen musste. Besprecht vorher mit euren Menschen, die euch herum sind, wie ihr beerdigt werden wollt. Möchtet ihr verbrannt werden oder eine Sargbestattung? Weil das ist eine 1 Frage, die man in der Familie eigentlich nicht klären möchte und wie schön es ist, wenn jemand das vorher gesagt hat, wie er das gern haben möchte.
Dann glauben ja die meisten mal, dass im Film häufig falsch dargestellt wird, dass man direkt, nachdem derjenige verstorben ist, zum Steinmetz rennt, damit der Grabstein pünktlich zur Beerdigung da ist. Das ist totaler Quatsch. Also der 1. Gang zum Steinmetz ist in der Regel, wenn auch kein Grab da ist, wo jemand mit beibestattet wird, das 'n halbes Jahr locker vergeht. So, das heißt auch, Trauer ist schon vorangeschritten.
Man ist schon nicht mehr ganz in diesem emotionalen Schockloch, sondern kann schon wieder anfangen, darüber zu reden, zu lachen, zu weinen, aber son bisschen kontrollierter. Das ist schon 'n bisschen abgearbeitet. Und das sind die Momente, die besonders wertvoll sind. Ich hab auch Menschen rausgeschickt, die wirklich da saßen, nur geweint haben. Ich sag, das das bringt hier gar nichts.
Wir wollen nicht hier etwas rein aus der Emotion gestalten, sondern wir wollen da schon auch Das steht 20 Jahre. Wir müssen hier was auf den Kopf 'n bisschen dabeihaben und hab die wieder rausgeschickt. Die kamen wieder mal total dankbar, weil sie dann viel klarer waren. Mhm. So und dann hab ich mich mit denen hingesetzt, die haben Kaffee oder Tee gekriegt oder 'n Wasser, was sie so wollten und dann hab ich erzähl Hab ich gefragt, erzählen Sie mir doch einfach mal, wie das Leben so war zusammen.
Wie haben Sie sich kennengelernt, ne, so und so fingen die an zu erzählen. Und das ist total schön, wenn man so Interesse hat an Menschen, weil Du einfach so deren Story, das, was Du jetzt auch machst, einfach so wirklich voll zuhört und dann anfängt, okay, zu verbinden, wie kann man das und das war meine Übersetzungsarbeit von Geschichte in ein dreidimensionales Werkstück, dann zu übersetzen. Und so hatte ich zum Beispiel eine Kundin, die hat erzählt, erzählt, erzählt und dann hab ich sie rausgeschickt und hab gesagt, ich meld mich, wenn ich eine Idee hab. Und die kam mir meistens ein paar Tage später beim Spülen, beim Wäschemachen, bei irgend 'ner anderen Tätigkeit, wenn ich nicht drüber nachgedacht hab. Und dann hab ich 'n Modell gemacht, 1 zu 10, mir Zeichnen gemacht, hab sie wieder eingeladen und dann hab ich ihr das hingestellt.
Das war 'n Grabstein, wo in der Mitte ein Loch war mit einem trichterförmigen trichterförmigen Ausarbeitung, wo dann die 3 Enkel waren zu dem Zeitpunkt jeweils einen Punkt mit dem Finger markieren sollten, den ich dann einarbeite und dass von hinten die Sonne durchleuchtet und immer ein anderer Enkel mit beleuchtet wird und somit den Fokus auch bekommt. Und dann saß sie da und lehnte sich zurück, denn ich hab schon gesagt, oh Gott, ist jetzt voll daneben. Das passt irgendwie gar nicht. Und dann lehnte sie sich zurück und sagte so, ich hab Ihnen nie erzählt, dass wir extra nach Zypern geflogen sind, uns Steine mit Löchern anzugucken. Und jetzt präsentieren Sie mir hier ein Stein mit Loch.
Und ich so, okay, das waren Gruselmomente, weißt Du, so da stellen sich die Haare auf und denkst so, alles klar. Auch beim Zuhören übrigens, ja. Ja. Was ist hier passiert und natürlich steht dieser Grabstein jetzt genauso da und es ist noch 'n vierter Punkt für 'n vierten Enkel drauf gekommen und da so Das sind diese besonderen Momente und von denen hatte ich sehr, sehr viele, die diesen Beruf so besonders machen. Und Du hörst schon bei dem, was ich sage, ich hab gar nichts darüber gesagt, wie ich diesen Stein erarbeitet habe, sondern es ist diese Arbeit mit den Menschen, die diesen Beruf so besonders macht.
Mhm. Kam auch kam es auch oft vor oder kommt es oft vor, dass Menschen zu dir kommen und sagen quasi, ich möcht jetzt schon zu Lebzeiten mit Ihnen über meinen Grabstein sprechen? Gibt's das auch? Ja, gab es auch, aber wenige. Also die meisten Menschen möchten sich mit diesem Thema nicht beschäftigen.
Mhm. Ne, also Thema Tod, da drehen sich alle da erlebst Du ja auch die wildesten Geschichten. Wenn Du selber 'n Todesfall in der Familie hast, da möchte keiner drüber reden und Komischerweise, ja. Ja, von daher gibt es auch die Bestatter sind alle, die machen extra Neuvertrag zu Lebzeiten, da ist alles geklärt, muss sich niemand mehr kümmern, alle Fragen sind beantwortet, aber das Die wenigsten wollen das und vor allem Ich hab tatsächlich in meinen Vorträgen, Storytellingvorträgen immer 'n Bezug dazu eigentlich. Ich sag zum einen, wenn ich so vor BWLern oder so sitze, dann sag ich immer, der einzige Funnel, weil die denken ja immer so in 'n Marketing Funnel, ja, sag ich immer zu denen, der einzige Funnel, den wir alle gemeinsam haben, egal wo auf der Welt ist, wir werden geboren, wir leben und wir sterben.
Ja, korrekt. Oder wie Anthony Hopkins gesagt hat, keiner kommt hier lebend raus, ja. Ja. Und und im, wenn ich 'n bisschen emotionaleres Storytelling mache, dann sag ich den Leuten, denk mal an deinen Grabstein. Da steht vorne eine Zahl und hinten eine Zahl.
Und alles, was Du beeinflussen kannst, ist der Strich dazwischen, ja? Und ich find das 'n megawichtiges Thema und ich find's auch, ah ich find Tod auch gar kein schlimmes Thema. Ich finde, man sollte viel mehr drüber reden. Ich hab persönlich auch, muss ich mich jetzt wirklich mal loben, auch 'n Vorsorgeordner und so was, ne. Mhm.
Also diese ganzen Vollmachten und so weiter, Testament und so weiter, alles hinterlegt, weil ich finde, ich will nicht sagen, ich find's schön, es hat irgendwie auch bisschen was Komisches, sich mitm Tod zu beschäftigen, aber ich find, es gehört zum Leben halt dazu und Total. Und warum nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn? Weil Du kannst dann ja auch nicht mehr mitreden, ne? Also das Genau. Müssen alles deine Angehörigen für dich klären und Du hinterlässt da neben dem ganzen Zeug, was Du sonst im Keller lager, ein Riesenbatzen an unangenehmer Arbeit und wie viel finde ich, genau, wenn das vorher Und Chaos.
Muss doch nicht sein, ja. Genau. Genau. Find ich auch. 9 Stunden Schlaf, wenn Du son Gespräch hattest wie das mit dem Stein, also den find ich übrigens, also den vergess ich in meinem ganzen Leben nicht mehr, ja?
Der Stein, durch den die Sonne auf die Enkel scheint. Mhm. Also wie wie wie poetisch kann denn 'n Steinmetz sein? Ja. Ja.
Großartig. Träumst Du von so Sachen? Träumst Du gerne Wie geil meinst Du? Überhaupt. Träumst Du so?
Ich träume ganz viel. Ja, hör mal, also. Okay. Das also mindestens 3 an 3 Träume kann ich mich am Morgen erinnern. Ach ja.
Kurz dann nur, danach sind sie weg, aber ich kann auch im Träumen im Traum ansteuern, das ist 'n bunter Traum oder schwarz weiß gucke ich aus mir raus oder gucke ich auf mich drauf. Das ja ja, das kann ich alles. Oh mein Gott. Ja. Okay, krass.
Ja. Gut, ja dann, also ich hab son bisschen das Gefühl, dein behauener Stein, so nenn ich ihn jetzt mal, aber es muss ja nicht immer 'n Grabstein sein, ne. Es also könnte ja auch 'n anderes Projekt sein. Wenn ich sag, ich will eine Skulptur fürn Garten, mach sie auch, schätz ich mal oder Ja. Irgendwo.
Also dein behauener Stein ist son bisschen mein Podcast tatsächlich. Sich einen Menschen anzunähern und die eigene Leistung damit reinzubringen, das das stimmt schon, hast Du schon recht. Jetzt hast Du insgesamt 9 Jahre deinen Steinmetzbetrieb geführt, zumindest hab ich das in der Recherche rausbekommen. Was hat dich da am meisten geprägt? Wie war das so?
Also am meisten geprägt haben mich die, und das ist leider ist nicht so viel passiert, die Strukturen, die auf dem Arbeitsmarkt so vorherrschen und im Handwerk, dass die so schwer aufzubrechen sind. Also sei es Kleinigkeiten wie, dass ich in Erinnerung war und als Frau in Erinnerung, es ging darum, wer hat die dickste die dicksten Klumpenhaufen an seinem Schuh? Das war natürlich der erfolgreichste Unternehmer in diesem Raum. Und weil ich mir vorher meine Priorität gesetzt hatte, nach Hause gefahren bin, geduscht habe, mich umgezogen habe, konnte mein Laden ja nicht laufen. Also solche Dinge.
Also ich hab auch den Meisterbrief nur bekommen, weil ich mitm Prüfer geflirtet habe, so solche Sachen, ne. Das das sind so Strukturen, wo ich sage, Leute, ey, wach doch mal langsam auf, es reicht jetzt, ne. Der Arbeitsmarkt hat sich geändert, die Gesellschaft hat sich geändert. Wir sind hier in Deutschland. Also seht mal zu, dass das 'n bisschen lockerer hier wird und zugleich aber auch, dass die Tradition, die Du so mit Handwerk machst, einem und zugleich ja auch Also ich hab was Künstlerisches natürlich ja auch gemacht in dem Moment, etwas so Besonderes ist.
Egal, wo ich sage, was ich beruflich erlernt hab und so Oh. Toll. Ne so oder oh, macht man da Grabstein, das sind genau die 2 Varianten. Also entweder Abstand, oh Gott, die hat was mit dem Tod zu tun oder aber so, wow, Du bist Künstlerin. Und das find ich nach wie vor immer noch sehr beeindruckend, weil sich daran nichts getan hat.
Mhm. Würd mir wünschen, dass sie Strukturen langsam und 'n bisschen schneller und größer aufbrechen lassen, zugleich aber diese Achtung vor diesem Beruf ist beständig. Mhm. Glaubst Du tatsächlich, also ich wir sind ja in deiner Vita jetzt noch nicht, wir sind jetzt quasi gehen aufs Ende dieses Steinmetzbetriebs zu. Mhm.
Heute machst Du ja was anders, da reden wir auch gleich drüber. Aber glaubst Du tatsächlich, dass sich von dem Zeitpunkt, den Du da so aktiv gestaltet und beschrieben hast jetzt, bis heute tatsächlich auch nichts geändert hat in diesen Strukturen? Tatsächlich, also ich bin ja mit sehr vielen Betrieben bin ich im Austausch gewerkübergreifend und diese Strukturen sind immer noch da. Natürlich ist meine Bubble, das sind die Betriebe, die sich öffnen, die sich anpassen, die bereit sind zu lernen, aber da sind wir bei unter 10 Prozent. Und der Rest der Betriebe ist leider immer noch verkrustet, alt die Strukturen dahinter, die dann angebunden sind an Organisationen, auch noch verkrustet und alt.
Also deswegen gibt es nur wenig Handwerkskammern, wo ich sage, wow, die gehen echt voraus. Das ist supercool, was die machen und die haben nehmen ihre Mitglieder ernst. Wohingegen es auch ganz viele Kammern gibt, ja, da Wo einfach mal der Missstand verwaltet wird sozusagen. Ja. Mhm.
Wo es eine Verwaltung für die Verwaltung ist, genau. Verstehe. Und dieses, also ich ich komm ja aus dem Marketing und aus der Onlinemarketingszene im Wesentlichen und ich muss schon feststellen, also nicht muss, sondern ich stelle erfreut fest und ich nehme das zunehmend wahr über die letzten 4, 6, 8 Jahre, würde ich mal sagen, dass immer mehr Frauen bei uns in in die Bubble kommen, immer mehr junge Frauen tolle Expertinnen, Speakerinnen werden, die großen Konferenzen achten relativ strikt drauf, da mindestens 'n 50 zu 50 hinzubekommen, was ich gut finde. Also bei uns in der Branche, das ist mein Gefühl, könnt ihr mir gerne auch mal, viele aus der Branche hören auch zu hier, könnt ihr mir gerne auch mal zurückspielen, ob das ob durch ob ich da falschliege. Aber mein Gefühl ist, dass Frauen schon da mit Macht nachrücken und das ist aber im Handwerk ganz anders, wenn ich das jetzt richtig höre.
Genau, also es gibt immer noch nicht so viele Speakerinnen im Handwerk für das Handwerk. Es gibt natürlich einzelne Handwerkerinnen, die auch auf die Bühnen gehen und sprechen. Das, was ich so mache, kenn ich, also die ihren praktischen Beruf an Seite gelegt hat, die Werkbank gewechselt hat, ne und dann auf die Bühnenseite gewechselt ist, gibt es so nicht noch mal im Handwerk bislang von Frauenseite aus. Da haben wir auf jeden Fall ist ist noch Platz, sagen wir so. Okay, auf der einen Seite ist es für dich natürlich 'n toller USP sozusagen, auf der anderen Seite ist es irgendwie 'n scheiß Zustand, mal bisschen Ruff Communication zu machen, weil da bin ich auch gern dafür, das auch mal so zu bezeichnen, weil da dürfte schon dann 'n bisschen mehr Geschlechtergerechtigkeit auch da sein, ja.
Mhm. Und also wenn wir da über Geschlechtergerechtigkeit sprechen, dann wär's halt auch fein, wenn Frauen und Männer da auch das Gleiche verdienen würden. Also Speaker bekommen immer noch mehr, da haben wir einen riesen Gender Pay Gap als Speakerinnen und das würde ich mir wünschen, dass es an dieser Stelle auch so ist. Wir brauchen keine Quote mit mit Druck, mit Brechstange, die brauchen wir gar nicht. Hol die Leute nach vorne, die was können, aber dann müssen wir auch 'n paar Männer runterschicken wieder.
Gibt's total viele Männer, die einfach Bullshit auf der Bühne reden, ist so, ne und trotzdem 'n Schweine Geld dafür bekommen und von daher müsste man da insgesamt, glaube ich, noch mal mehr Qualität, Aussage, Botschaft auf den Prüfstand stellen, sagen, okay, wer hat hier eigentlich wirklich was zu sagen und das dann auch angleichen, dass eben eine, wenn Du eine botklare Botschaft hast, dass die auf die Bühne gehört und dass die genauso viel wert ist wie eine andere Botschaft, aber eine 1 Seifenblase da eigentlich zwischen nix zu suchen hat. Mhm. Also spannend und ich finde, son Gespräch lebt ja auch 'n bisschen von der Reibung und wir sind ja in unterschiedlichen Bubbeln auch unterwegs, also unterschiedlichen Szenen sozusagen. Ich hab tatsächlich manchmal das Gefühl jetzt in diesem Kontext von, es drängen sehr viele junge Frauen nach vorne, also auch im im Besucher, also im Auditorium. Wenn ich war jetzt so kurz im, sagen wir mal, das war das letzte größere Ding war OMKMS in Münster, da hab ich gesprochen.
Da waren, keine Ahnung, 350 Leute. Ich würde sagen, Minimum die Hälfte Frauen unter 30 und das, also das find ich super. So, Punkt, ohne Wenn und Aber. Aber die Speakerperspektive, die Du grade geteilt hast, würde ich genau umdrehen bei mir. Also ich hab das Gefühl, weil sie junge Frauen sind, also ich bin ja jetzt ein alter grauer Mann und das steh ich auch zu, ist auch okay, ja.
Und ich bin aber total offen dafür, dass Frauen, egal welchen Alters, Alter sollte überhaupt gar keine Rolle spielen, ob die 16 oder 60 sind, ja. Mhm. 60 sind, ja. Mhm. Aber dass sie halt auch auf die Bühne gehen, genau wie Männer.
Also was ist ja eigentlich fast unangenehm, darüber zu reden, ja. Aber ich hab tatsächlich das Gefühl, dass das eine oder andere Mal auch mal eine junge Frau da steht, genau, aus den sozusagen umgekehrten Gründen. Also weil sie eben eine junge Frau ist und hab dann auch öfter schon mal das Gefühl gehabt, okay, so inhaltlich viel kam da jetzt nicht, ja. Das ist ja genau das, genau, was ich gesagt hab, ne. Ja.
Wir sollten mehr auf die Botschaft setzen und da Genau. Qualität beurteilen und nicht, ob's jetzt Mann oder Frau sind. Genau. Das würde die Bühnen deutlich besser machen, egal wo. Auf jeden Fall und ich sehe das genauso wie Du und ich ich, wenn ich so was erklären möchte, dann nehme ich sehr gerne das Bild vom Tauziehen, das kennt jeder aus der Schule.
Und jetzt sind's quasi die ganzen Frauen auf der einen Seite und ziehen, wir wollen auf die Bühne und die Männer auf der anderen Seite und damit ist die Botschaft und irgendwie müssen sie sich eben trennen, ja. Wir müssen sie sich eben einigen, mein ich. Und ja, es es sollte einfach, ja, es sollte einfach auf die Qualität geachtet werden. Total. Unabhängig von Geschlecht oder sonst was.
So, jetzt will ich aber trotzdem noch mal zurück zu deiner Vita. Du hast ja dann sozusagen irgendwann gemerkt, möcht ich jetzt dann doch nicht mehr mit 5 Mitarbeiter, ich glaube 9 hattest Du. Nee, 5, 9 Jahre, genau. 9 Jahre, 5 Mitarbeiter, so was, genau. Mhm.
Wir haben 2016 mal und ich das 1. Kind gekriegt. Und womit ich dann sehr schnell gemerkt habe, okay, also Handwerksunternehmerin zu sein, wo jede Arbeit Geld, also jede Handarbeit Geld verdient und zugleich Mama im Kalender. Schwierig. Da gibt's, ja, da gibt's auch nicht Gerangel.
Und wir haben's anderthalb Jahre wirklich gemacht und es war aber, der Alltag war geprägt von, okay, wann kommst Du? Hier ist das Kind. Mein Kind ist mit 3 Monaten zur Tagesmutter gegangen mit abgepunktter Milch, ja, so, Mhm. Weil ich auch schnell in den Betrieb natürlich zurückmusste und wollte und dass wir nach anderen Jahren gesagt haben, das kann auch so nicht sein. Also wir sind nicht mehr ausgegangen, wir gehen nicht mehr essen, wir machen gar nichts mehr.
Es geht nur noch die Werkstatt oder ums Kind. Kein Sport mehr, kein gar nix und dann haben wir gemeinschaftlich tatsächlich entschlossen, okay, dann ist das eine jetzt hiermit beendet und ich hab mich entschieden, dann den Fokus erst mal auf Familie zu legen, was auch gut so ist, sonst hätten wir heut 'n Einzelkind und das war in dem Moment Viele fragen mich, ist es denn schwer gewesen, dann die Firma zuzumachen? Da sag ich, nee, der Schmerz war einfach zu groß. Also ich konnte mich ja nicht auf das eine Gans konzentrieren und auch nicht auf das andere Gans konzentrieren. Ich hab heulend in der Werkstatt gestanden, weil ich gedacht, das kann nicht sein, dass mein Kind mit 3 oder 4 Monaten bei der Tagesmutter ist und ich stehe hier und muss das Ding hier am Laufen halten, während ich zugleich, wenn ich mit 'nem Kind unterwegs war, an die Werkstatt gedacht hab, so scheiße, morgen muss das noch raus und ich muss da eigentlich noch und heute Abend, wenn ne so, wenn das Kind schläft, muss ich schnell noch mal zurück und dann noch mal was machen und das war ein Riesengerangel.
Von daher ist alles in Ordnung, so wie's gekommen ist. Ich hab mich bewusst entschieden und damit die Werkbank tatsächlich einmal getauscht. Und auch da, auch wenn man's vielleicht 'n bisschen zu häufig wiederholt, hast Du auch wieder sozusagen auf dein Gefühl geachtet, ne? Ja. Wenn Du Ja.
Permanent nur 'n schlechtes Gefühl hast, in der Werkstatt hast Du 'n schlechtes Gefühl, weil Du dein Kind vermisst oder vernachlässigt oder denkst es zu vernachlässigen. Genau. Mit dem Kind hast Du 'n schlechtes Gefühl, weil Du irgendwie keine 100 Prozent Unternehmerin mehr sein kannst. Mhm. Und irgendwie ist 'n schlechtes Gefühl da permanent und dann muss man einfach sagen, okay, das ist nicht das, was ich mit meinem Strich aufn Grabstein am Ende des Lebens machen möchte, ja.
Ja, total ist das so. Ich tatsächlich danach auch Entscheidungen treffe. Also für mich muss es sich gut anfühlen. Es muss im Flow sein, es muss sich leicht anfühlen. Sobald ich merke, dass das dass der Bauch quer schlägt, dass ich merke, dass ich mich dafür verbiegen muss, dann nehm ich davon Abstand.
Und das Also seitdem ich das gecheckt habe vor 'n paar Jahren, es muss im Flow sein, Du musst dich damit gut fühlen, läuft es leichter, weil ich's bewusster mache jetzt, ne. Mhm. So, jetzt hast Du sozusagen und wir machen das mal einfach so, Du hast deinen Laden zugemacht, wie hast Du das mit den Mitarbeitern kommuniziert? Hast Du das einfach so erklärt? Hast gesagt?
Ich hab's offen gesagt, wie's ist. Mhm. Ja. Wie war die Reaktion? Verständ Wir haben's alle verstanden.
Also Mhm. Mhm. Also ja, es war kein Problem. Okay. Jetzt sagst Du ja und jetzt bist Du ja heute Speaker auf der Rolle, heute gehen wir noch 'n bisschen ein.
Ich möcht aber unbedingt auf die Frage, die ich am Anfang eingeteasert habe, noch mal eingehen. Du sagst jetzt heute, das Handwerk braucht Führungspersönlichkeiten und keine Marketingkampagnen. Mhm. Da würde ich gern noch mal 'n bisschen reingehen, was genau Du damit meinst. Ja.
Das System des Leaders, des Menschen, der vorausgeht, des Menschen, der sagt, ich hab 'n Plan mit dem Ganzen und dass sich Menschen daran anschließen, ist viel wichtiger, als draußen Plakate aufzuhängen, Social Media Kampagnen zu machen. Denn wenn Du nicht in der Lage bist, Menschen zu führen, Menschen von dem zu begeistern, was Du vorhast und Menschen in eine Richtung zu bewegen aufgrund deiner Motivation, aufgrund deiner Klarheit, dann bringt es dir nichts, wenn draußen 500 Leute sehen, boah, hier könntest Du 'n Job haben, wenn nachher keiner bleiben will. Das ist ja genau auf dem Arbeitsmarkt heute, das sehen wir. Du kannst ganz tolle Stellenanzeigen schreiben, Du kannst 'n ganz tollen Social Media Auftritt haben. Wenn die Leute aber kommen und angestellt werden und spätestens nach 'ner Woche schmecken, okay, es ist gar nicht so, wie's nach außen dargestellt wurde, da sind die wieder weg.
Und dann fängst mit dem ganzen Prozess wieder von vorne an, während ich immer sage, die Stärke ist eigentlich von innen. Wenn Du von innen eine Führungspersönlichkeit bist und in der Lage bist, Menschen zu führen, werden die das dementsprechend auch genauso fühlen und die werden bei anderen darüber sprechen. Und im Handwerk ist es so klein, über 3 Ecken kennst Du eigentlich jeden und dann lieber eher auf die Kraft der Empfehlung zu setzen und zu sagen, na ja gut, auf der nächsten Gartenparty, da sind wir bei dem, was ich sonst in den Workshops mache, ne. Wie sprechen denn deine Leute über dich und was passiert, wenn der andere grade unzufrieden ist bei seinem Arbeitgeber? Ist die 2.
Frage direkt, sucht ihr denn noch jemanden, habt ihr noch Platz? Und dann ist der Weg da für Menschen, die zueinander passen, für Teams, die ineinandergreifen und für Menschen, die in die gleiche Richtung laufen, mit dem gleichen Ziel unternehmerisch gedacht. Mhm. In deinen Vorträgen sagst Du, wenn ich das richtig recherchiert habe, eine 1 schöne Stellenanzeige alleine recht nicht, wenn die Kultur im Betrieb nicht stimmt. Ich glaube, das ist das ist eigentlich, weil die fängt ja aufm Kopf an sozusagen, ja.
Richtig, genau. Und Du kannst also etliche Stunden kannst Du an deiner Stellenanzeige rumfummeln und tolle Sachen da reinschreiben. Wenn die Menschen aber in den Betrieb kommen und dann merken, okay, also hier stimmt so gar nix, hier ist gar nix mit Kommunikation, Wertschätzung. Das ist die letzte Arbeit, die ich hier machen muss, dann bringt dir die beste Stellenanzeige nichts. Jetzt bist Du, hast ja schon so quasi biside eben erwähnt, dass Du über deinen Vorträgen oder bei Beratungen, keine Ahnung, wir reden jetzt noch mal drüber, bist Du auf jeden Fall als Speakerin unterwegs.
Was ist jetzt genau deine Rolle? Und wie kam's dann sozusagen von der doppelten Mutterschaft dann oder von der damals vielleicht noch einfachen, weiß ich jetzt nicht, in in im Mindset, in den Change, ich möcht eigentlich rausgehen und Menschen von dem, was ich jetzt gelernt habe, erzählen? Mhm. Also ich hatte da ja noch 'n paar Zwischenschritte. Ich hab die Firma zugemacht, bin in Vertriebsinnendienst gewechselt und hab da rehabilitiert mit 20 Stunden, kann man nicht anders sagen.
Völlig unter meiner Kompetenz eingesetzt. Das Unternehmen hat mich 0 gesehen mit dem, was ich kann und hat's nicht aus mir rausgeholt. Also ihre Schuld, muss ich nur sagen. Ich hätte da bei Scott was gerissen. Hatte aber dann das persönliche den persönliche Erfolg für mich, dass ich da dann das 2.
Mal Mama geworden bin Und bin dann da in der Coronazeit raus, hab eine Vollzeitweiterbildung gemacht als Onlinedozentin in der Erwachsenenbildung und merk schon, okay, also dieses Sprechen von Menschen ist wirklich etwas, was ich gerne mache. Hab ich vorher auch schon gemacht. Ich hab Bildhauerkurse gegeben. Ich hab bei dem Vertriebsinnendienst hab ich auch Vorträge, bin ich mir Schulungen gemacht, ne, das war irgendwie klar, aber so Du hast Gruppenleiterin in der katholischen Regierung. Genau, ne.
Also so dieses vor Menschen sprechen, Menschen anleiten, das war irgendwie immer schon so meins, hab ich aber nie irgendwie bewusst wahrgenommen und dann war ich in einem war ich angestellt in einem Projekt für Fachkraftsicherung und da ging der auch raus für Workshops und Vorträge und irgendwann kam dann der 1. Zuruf, können wir die Handwerkerin bekommen? Und dann dachte ich so, okay, ne, so. Ich hab eigentlich nur über Fachkräftemangel irgendwas Theoretisches gesprochen und fing auch da an, schon zu verbinden, ah ja, wie hast Du's denn damals gemacht, ne und wie hast Du denn deine Leute alle gefunden und so und dann das eine mit dem anderen kombiniert und als dann irgendwie kam, ja, können wir die Handwerkerin bekommen, war irgendwie klar, okay, es der nächste Schritt muss jetzt irgendwie hier wieder raus aus den aus den Strukturen, die von außen irgendwie mich auch festhalten hin zu, ich muss frei sein, ich muss auf die Bühne, ich möchte Meinungsbildnerin sein, ich möchte Impulsgeberin sein, ich möchte, dass Leute da rausgehen und sagen, alter Schwede hab ich hier viel zu denken mitgenommen, jetzt muss ich da aber echt mal rein und und dass die dann daraufhin in die Bewegung kommen und anfangen, mindestens mit kleinen Dingen sie zu verändern.
Und sei es, dass sie am nächsten Tag zu ihren Leuten gehen und sagen, warum bist Du eigentlich hier und nicht woanders? Weißt Du, was das war jetzt grade? Sag's mal. Das war der perfekte Storytelling Pitch für für dich. Also Ja.
Weißt Du, warum? Wir sagen. Ich und die schwierigste Aufgabe im Storytelling ist, die Leute aus der Ich Perspektive zu holen. Also Unternehmen, Steinmetze, egal wer Industriebetriebe sagen, wir können, wir haben, unser Produkt kostet. Das sind die gewohnt und das ist auch okay, ja?
Das ist fandenbasiertes Marketing. Aber es und dann kommen Leute und sagen, ihr müsst aber erzählen, warum ihr macht, was ihr macht, ja? Genau. Also warum gehst Du auf die Bühne? Und das war jetzt schon son Ansatz, aber es ist immer noch die Perspektive, warum geh ich auf die Bühne, ja?
Aber Du hast grade erklärt, was die Leute denken sollen, wenn sie rausgehen und das ist das perfekte Storytelling, weil Du sagst, wofür mache ich das? Wir haben ja auch schon drüber geredet, was ist mein Why? Redet vorhin hier bei mir, ja? Ich möchte, dass die Leute einfach in ihren eigenen Entscheidungen, wenn sie den Podcast gehört haben, vielleicht an der einen oder anderen Stelle, nicht jetzt und nicht in 2 Wochen, aber in 'nem halben Jahr denken, Mensch, da war doch damals die Katrin. Ja.
Und die hat damals gesagt, das und das und das passiert, weil die Leute mir das zurückspielen, ja? Mhm. Die die sagen mir, Mensch, ich hab an der und der Situation gesessen und hab gedacht, Mensch, da war doch bei Wolfgang mal der Podcast. Mhm. Und das ist genau jetzt der Grund.
Und das hast Du so schön eben dargestellt, ja, wofür Du das machst. Also das fand ich Und das macht einen sympathischer und authentischer und wertvoller als Speaker als jede Hochglanzbroschüre erklärt, was Du alles kannst, ja? Also das ist das Prinzip von Storytelling. Das ist tatsächlich auch eine, finde ich, eine Königsdisziplin, weil es natürlich viele Dinge gibt, die angesprochen werden müssen. Zugleich möchte ich ja inspirieren, ich möchte diese Dinge aber auch ansprechen.
Das heißt, ich darf eigentlich niemand verprellen, sondern ich muss sie zu meinen Freunden machen, dass sie sagen, okay, wir verstehen, was hier eigentlich das Problem ist. Und die Katrin öffnet grade den Blick hier in unsere Strukturen, die wir vielleicht mal aufbrechen müssten, müsste wirklich drüber nachdenken müssen, hier eine Transformation anzustreben, uns zu bewegen. Zugleich tritt sie uns aber nicht auf die Füße und sagt, ihr seid doof, weil ihr das nicht macht. Und das finde ich, ist die Riesenkönigsdisziplin zu auf der einen Seite zu erkennen, was nicht funktioniert, auf der anderen Seite genauso gut aber das so im also in Impulsen auszudrücken und rüberzubringen, dass danach jeder in die Bewegung kommt. Ich finde, Bewegung ist immer das, was wir erreichen sollten und selbst wenn Du dich nachher im Kreis gedreht hast, nicht auf den gleichen Stuhl wieder hinsetzt, aber einmal das Ding durchgedacht hast und sagst, nee, wir bleiben dabei, wir haben uns da was bei gedacht, wir haben's geprüft, wir bleiben dabei, ist ja sehr, sehr viel passiert und das ist, glaube ich, das Allerschwierigste dabei auf soner Bühne genau diese diese Schnittstelle dazwischen zu finden und zu treffen.
Mhm. Weißt Du, wie ich das meine? Ja, ich weiß, was Du meinst und ich glaube, da hilft dir aber auch dein Du sein sehr. Ja. Also Du bist eine sehr attraktive, das darf ich, glaub ich sagen.
Du bist ja glücklich verheiratet. Also da laufen nicht Gefahr, jetzt irgendwie hier was Falsches zu machen. Aber Du bist eine sehr attraktive, sehr eloquent. Du kannst so unheimlich gut mit Worten umgehen. Das merk ich ja hier in dem Gespräch auch.
Man hört dir auch gerne zu. Und im Storytelling sagen wir da Messenger. Ja. So so. Wenn derjenige, der vorne steht, unauthentisch wirkt, wenn der zu viele Masken prägt, wenn der irgendwelches Marketing bla bla dahin sabbert, ja, dann denken die Leute nachher so, gähnen, da geh ich raus, ja, verschenkte Lebenszeit.
Aber wenn jemand vorne steht und Du merkst, der brennt dafür und der sagt, Leute, ihr müsst die Strukturen ändern Und ich will euch auch gar nicht in Hintern treten, sondern ich will einfach nur zeigen, was meine Perspektive ist, wie's besser sein könnte. Mhm. Dann ist das wahnsinnig wertvoll. Und ich glaub, dann geht jeder jeder raus. Egal, ob er da ob da unten 1 sitzt der Entscheider ist und sagt, ich muss bei mir was ändern oder ob's vielleicht jemand ist, der in 'nem Betrieb ist.
Mhm. Und unzufrieden ist oder auch zufrieden ist. Anyway. Du kannst auch nicht immer was mitnehmen. Tatsächlich letztes Jahr da 'n Aha Erlebnis zu gehabt.
Da war ich im Industriebereich bin ich gebucht worden als Speakerin und hatte mir natürlich Gedanken gemacht, ne, was erzähle ich denn und was sollen die Leute nachher mitnehmen? Und bin die Bühne Bühnentreppen hochgegangen und hatte 'n kompletten Blackout und ich wusste gar nichts mehr. Ich konnte nicht mal mehr sagen, was auf meinen Folien drauf ist, die ich sonst immer nur, da sind viele Bilder drauf, ein, 2 Schlagwörtern, ne, da ist denen keine Texte drauf, nix. Ich konnte nicht mehr sagen, was ich gebaut hatte. Und dann bin ich da hoch und das Mikrofon lag aber auf der anderen Seite.
Es gab kein Headset und dann dachte ich, okay, Du hast jetzt noch 5 Meter, dir was zu überlegen. Und dann hab ich einfach auf die 1. Folie geguckt und dachte ich so, ah okay, was könntest Du zur Folie erzählen? Es war immer noch 'n Blackout da, was ist die 2. Folie, ne?
Und fing dann an zu erzählen und es war das war zu 100 Prozent war das Ich. Und ich fühlte mich aber nicht komisch dabei. Ich war nicht nervös, gar nicht und ich erzählte und erzählte und zum Glück saß unten jemand und hielt irgendwann 'n Zettel hoch mit 2 Minuten noch und dann, okay, hab ich langsam die Biege gekriegt und da bin ich da runter und dacht so, gut, hast Du hingekriegt trotz Blackout? Ne, der kam auch zwischendurch, kam nichts mehr einfach Und dieser Vortrag, das war der absolute Drache. Ich hab nachher mich hinterfragt, warum ich mir sonst so viele Gedanken mache, weil ich unfassbar viele Nachrichten auf LinkedIn bekam, auf Instagram.
Die Leute kamen über den Rest des Tages noch zu ihm und sagten, was war das? Das war mega. Und ich dachte so, okay, also mehr Du, ne, vertraut deiner Geschichte und erzähle sie genauso, wie sie war und ist und ne so. Also das war der Hammer. Also das Dach war für mich eine Haarerlebnis auf der Bühne.
Hattest Du wieder sozusagen 'n Friedhofsgärtner in Form des Universums? Nee, ja. Der einfach gesagt hat, wir schubsen sie jetzt, ich schubbs sie jetzt mal hoch und und lösch ihr vorher mal die Synapsen, ja. Ja, Möglichst Du jetzt. Wenn jetzt mal was Ähnliches passiert, auch das vielleicht für euch da draußen als Learning, also auch wir Leute kommen häufig zu mir und sagen, boah, Du bist son toller Speaker und so.
Also wirklich, das ist jetzt auch bescheiden, aber es ist halt ja immer so. Mhm. Und dann, Du hast ja auch nicht 100 Keynotes, weil Du schlecht bist, muss man auch mal sagen. Darf man auch mal stolz drauf sein, find ich auch, ja? Aber die Leute kommen immer und sagen, Du bist so sicher und so weiter und so fort.
Und ich hatte auch son Erlebnis mal, tatsächlich auch, ich geh nach vorne und ich hab 'n kompletten Blackout, ja. Und für mich war das gefühlt minutenlang. Mhm. Es war aber am Ende scheinbar nicht so lang und die Leute haben nachher gesagt, wir haben's gar nicht so wahnsinnig gemerkt. Und dann dachte ich für mich so, also ich fand's empfand's nicht als so easy wie Du jetzt.
Für mich war's anstrengend, aber ich hab trotzdem durchgezogen, ich war professionell. Ich hab's dann auch, ich hab dann auch die Spur wiedergefunden sozusagen. Und am Ende haben die mir gesagt, och, Herr Jürgen, haben wir gar nichts von gemerkt, ne. Also entweder waren sie sehr höflich. Ich hab für mich mitgenommen, okay, und das war 'n wahnsinnig wichtiges Learning für mich, auch wenn ich mal out of order bin, kann ich immer noch liefern, ja?
Also mach dir nicht so viel Kopf. Du musst nicht immer bei 100 Prozent sein, auch als Speaker. Die Leute wissen ja nicht, was 100 Prozent ist. Die kennen dich ja meistens nicht. Ja, aber das, was die Leute wissen, ist, wer Du bist.
Also wenn man sonst so auf den sozialen Medien unterwegs ist und in die Kamera spricht, ne, dann haben die ja schon ein gewisses Gefühl dafür. Und wenn Du dann jemand auf der Bühne erlebst und ich erlebe tatsächlich viele Speaker, Mann ob Frau, egal, die sind auf der Bühne eine andere Person. Und da verliere ich meinen Respekt, da verliere ich auch meine Achtung vor einem guten Speaking, wenn die Person neben der Bühne eine ganz andere ist. Mhm. Wenn ich da nicht das Gefühl habe, das gleiche Gefühl habe wie vorne auf der Bühne, eine mitreißende Person, sympathisch, ne, zugänglich, nahbar, kann kann Dinge erklären und dann frag ich nebendran beim Kaffee und dann steht da jemand neben mir mit, weiß ich nicht, hochgezogener Nase Mhm.
Und ist nicht bereit, in 'n Gespräch reinzugehen, obwohl die Zeit und der Raum dafür da wäre, dann verliere ich jede Achtung vor jedem Speaking. Also Ja. Das ist eine Fassade, die man dann trägt. Genau und das ist halt eben die Frage. Die Menschen merken sehr genau, ob Du eine Maske trägst oder ob Du Ja.
Du dafür lebst und dafür bringst. Jetzt bist Du ja auf LinkedIn auch sehr sichtbar, trotz auch als Speakerin auf, moderierst und betreibst deinen eigenen Podcast, also bist ziemlich öffentlich. Ja. Wie fand das so schleichend statt oder hast Du gesagt, nö, jetzt mach ich jetzt, ich merke, das macht mir Spaß, ich geborene Gas. A 1.
Frage und 2., die ich noch hinterherschiebe, ist immer schwierig bei mir, sorry dafür auch. Nee, kann ich aber kriegen. Ja. Frage Frage 2 aus Eigeninteresse. Frage nicht für einen Freund, sondern für mich, wie findest Du deine Kunden?
Bist Du in so Speaker Academys oder oder wirst Du einfach weiterempfohlen? Mhm. Wo wo bekommst Du deine Kunden her? Also Sichtbarkeit ist bei mir gekommen mit 2012 als oder schon 2011, als ich gesagt hab, okay, ich hab kein Geld für Marketing, was kann ich tun, ne? Erblich nicht vorbelastet, hab ich den Betrieb aufgezogen und habe dann dieses Facebook für mich entdeckt und hab da wirklich das Handwerk klappern lassen.
Und womit ich damit schon Sichtbarkeit gelebt habe, da aber wirklich Tagtäglich war etwas von mir dort zu sehen, womit dann auch das Fernsehen tatsächlich sehr schnell auf mich aufmerksam wurde und ich in diversen Fernsehshows zu Gast war. Von daher ist das etwas, was irgendwie immer schon da war, für mich auch dazugehört. Und das ist so, ja, ich finde auch das das zum Mittelzweck. Also Du musst ja schon sagen, wofür Du stehst, damit Menschen von dir begeistert sein können. LinkedIn selber nutze ich als Kommunikationsplattform oder als Versicherungsplattform, denn gebucht oder ich find Meine Kunden finden mich über andere Bühnen, weil sie mich dort gesehen haben und sagen, okay, ist irgendwie cool, was die da gemacht hat oder sind total inspiriert oder was auch immer.
Und dann fangen die natürlich an, sich rückzuversichern. Und das ist meine Verantwortung dann da auch diese Rückversicherung auch wirklich zu geben und zu sagen, guck mal hier, das ist der gleiche Die gleiche Botschaft, die ich habe, vertrete ich hier auch auf LinkedIn, in meiner Kolumne, in meinem Podcast, in meinen sozialen Medien, überall und gebe dir damit die Versicherung dessen, dass ich das wirklich so meine, wie ich's auf der Bühne gesagt habe. Mhm. Ich verkaufe über die Bühne und sichere ab über die sozialen Medien. Mhm.
Also bist genau die gleiche Person das, was Du eben beschrieben hast? Du bist eben nicht eine andere Person in den sozialen Medien Ja. Als die, die dann auf der Bühne, die die auf der Bühne Beim Einkaufen bin ich auch die gleiche. Die auf der Bühne Beim Einkaufen bin ich auch die gleiche. Jetzt möchte ich noch auf ein Thema eingehen, so am Ende des Podcasts und so was sprichst Du ja viel über Frauen im Handwerk.
Und das ist mir schon auch wichtig, das Thema. Wir haben ja eben schon mal so drüber gesprochen, so mal das Thema angerissen. Was läuft in der Fachkräftedebatte im Bezug auf Frauen im Handwerk falsch? Was was würdest Du sagen? Also ich sage, dass wir einen Fachkräftemangel haben, wenn es darum geht, eine männliche Person zu suchen zwischen 30 und 45 Jahren, gut ausgebildet und möchte aber nicht so viel Geld verdienen.
Dann ja, haben wir auf jeden Fall einen Fachkräftemangel, weil diese Personengruppe ist ausgeschöpft. Wir haben aber keinen Fachkräftemangel, wenn wir diese Personengruppe einfach erweitern und sagen, okay, man darf auch unter 30 sein, man darf eine Frau sein, man darf eine Person sein mit 1 Einschränkung, mit 1 Behinderung, mit einem Inklusionshintergrund, was auch Oder mit einem Immigrationshintergrund, was auch immer. Und man darf auch älter sein als 45 und man darf auch 35 sein, gut ausgebildet und trotzdem sein Geld verdienen wollen. Also wir haben einen Fachkräftemangel auf eine kleine Personengruppe bezogen, aber nicht auf die gesamte Gesellschaft. Und da finde ich, werden immer Strukturen nach außen sichtbar.
Wenn ein Betrieb keine Frau beschäftigt hat, dann haben die den Fachkräftemangel auf die bezogene Personengruppe, aber kein Die haben keinen grundsätzlichen Fachkräftemangel und ich finde, das wird falsch diskutiert. Mhm. Ja, macht total Sinn. Da könnte man mal drauf reingehen. Ich würd sogar noch erweitern, auch in meiner Perspektive, auch die Menschen, die eben über 65 sind, sagen wir, und noch vorkam.
Ja. Und da finde ich übrigens, man wir man schimpft ja sehr gerne und häufig und viel, aber ich finde diese Geschichte find ich total gut, dass Menschen was dazuverdienen können, ohne dass es versteuert wird oder versteuert wird dann über das Rentenalter hinaus. Auch da gibt's noch viele Fachkräfte, die im Handwerk wahrscheinlich, weiß ich jetzt nicht, wie's da ist, so mit mit körperlich schweren Sachen, aber generell, das ist ja auch viel Kunst, hast Du ja gesagt. Wissen nicht. Es ist Wissen, Wissensvermittlung.
Wissensvermittlung Ja. Handlungs zu wissen. Ja. Und das, also warum setzen wir diese Menschen nicht ein als Mentoren in Berufsschulen, in Lehrwerkstätten? Es gibt so viele Möglichkeiten, Menschen am Markt halten zu können, trotz ihrer vielleicht körperlichen Einschränkungen.
Mhm. Aber das das schaffen wir irgendwie nicht, Menschen bei der Arbeit zu halten, so wie sie es brauchen, Sondern wir sehen immer nur den Mensch als funktionierendes Wesen im in der Arbeitswelt, muss funktionieren, muss arbeiten können, darf nicht meckern, am liebsten auch nicht zu viel Geld verdienen. Nur dieses dieses Ding sehen wir, aber wir sehen nicht den ganzen Menschen da drin. Mhm. Cool.
Und übrigens eigentlich genau die Sicht deines Ausbilders auf dich. Mhm. Weil's dir nicht so gut ging, hat er den ganzen Menschen gesehen, ja? Ja. Also Du hast schon sehr viele Menschen auch getroffen in deinem Leben, die genau das so gelebt haben, wie Du's jetzt auch zusammenfasst, sehr schön.
Jetzt gucken wir mal ganz kurz auf die kommenden Jahre im Handwerk und bei dir. Wo geht's mit Katrin hin und wo geht's mit dem Steinmetzen hin, sag ich mal oder mit dem Handwerk generell? Ja, also ich könnte mir ganz gut vorstellen, dass ich in ein paar Jahren vielleicht so was wie eine kleine Akademie aufgebaut habe, wo Handwerksbetriebe die Möglichkeit haben, mit Mitarbeitenden von mir dann an gewissen Stellschrauben zusammen wirklich rumzuschrauben. Das das find ich megainteressant. Ich kann nicht mit allen zusammenarbeiten, da ist dann meine zeitliche Ressource auch irgendwann erschöpft, aber warum nicht Menschen einstellen, die das genauso gut könnten oder besser, ne?
Ne, dann an gewissen Themen zu arbeiten. Und ich wünsche mir genau in dem Zusammenhang auch für das Handwerk, dass sich mehr Betriebe öffnen zu sagen, okay, wir haben verstanden irgendwie so wie wir's machen, funktioniert es nicht und bereit sind zu reflektieren, was sie eben nicht verändert haben und warum es nicht funktioniert. Man kann feststellen, dass jüngere Betriebe, grade wo Nachfolgen funktioniert haben, schon bereits, wo vielleicht auch Gründungen früh entstanden sind oder Menschen, also jüngere Menschen, die da viel aktiver, flexibler mit umgehen als wirklich vorausgeschrittenes Alter und die dann daran festhalten. Jetzt haben wir den demografischen Wandel, das heißt also, viele Betriebe sind einfach mit älteren Inhabenden besetzt und das ist so und ich wünsche mir für die aber, dass sie trotzdem den Blick einmal öffnen, sagen, okay, wir gehen jetzt hier mal rein, wo arbeiten wir eigentlich noch wie vor 10 Jahren, obwohl wir 2026 haben? Wo können wir uns öffnen, sodass auch der Betrieb übergebbar wird?
Denn eine fehlende Nachfolge hat immer etwas mit einem Zustand zu tun und nicht mit demjenigen, dass da keiner ist. Nur wer möchte einen Betrieb übernehmen, wo noch gearbeitet wird wie vor 10 oder 15 Jahren? Das möchte niemand. Und das das deswegen ist Nachfolge häufig auch so unattraktiv. Und und da würde ich mir fürs Handwerk wirklich wünschen, dass wir insgesamt mehr reflektiertes Verhalten akzeptieren, annehmen, leben, sagen Fehler sind okay und auch die Kehrtwende ist okay und da einfach ja, den Umschwung schaffen, diesen diese Titanic vor dem Eisberg zu retten und in eine andere Richtung zu schippern.
Weißt Du, was mein Problem mit dieser Antwort ist und generell mit dem Podcast? Oh Gott. Ja, ich könnte dir ja jetzt, ich könnte dir eine Stunde zuhören. Ja. Tatsächlich.
Also wir sind leider schon wieder bei 1 22 und ich muss auf die Zielkrabaten einbiegen, aber es ist tatsächlich so, das ist sehr authentisch und es ist sehr inspirierend und es sind Du haust wirklich eine Weisheit nach der anderen raus, so manch nicht Platz, sondern wirklich Dinge, über die ich lange dabei Ich weiß, dass ich Ich ich hänge manchmal 14 Tage in soner Aufnahme und denk drüber nach, ja und zu sagen, Nichtübergehbarkeit hat was mit 'nem Status zu tun, ja? Das ist so eigentlich ja klar, aber irgendwie sagt's ja keiner und da noch mal tiefer reinzugehen, drüber nachzudenken, also wahnsinnig wertvoll, was Du uns hier in dem Podcast gibst und deswegen möchte ich dir auch was zurückgeben. Danke. Ich möchte dir 2 Menschen empfehlen, sehr ans Herz legen, die ich sag mal so Typ Friedhofsgärtner sind und wir 2, falls ihr draußen nicht alles gehört habt, dann noch mal nachhören und wir 2 wissen, was ich meine, ja. Typ Friedhofsgärtner, das ist zum einen der der Frederik Feldmann von der DFA, Deutschen Fortbildungsakademie.
Das ist eine Fortbildungsakademie für Zahnärzte, Mhm. Für die ich sehr viel Storytelling arbeite, Größe gehen wir raus und Workshops machen und so weiter. Und zum Zweiten noch 'n Tick mehr für dich, die Katharina Stapel von der Firma Stapel Fuchs. Auch da gehen grüne Größe raus. Die Katharina war auch schon Gast hier bei mir.
Kannst Du dir mal anhören. Warum empfehl ich die dir? Weil ich glaube, also erstens mal glaube ich und das erlaube ich mir nach 1 24 kennenlernen, ja, dass Du in der Akademie als Dozentin oder so wahnsinnig viel Mehrwert bringen könntest. Vielmehr noch als als Speakerin, da kann man den Puls setzen, ich kenn sie ja. Die Frage ist mir heute auch gestellt worden von 'nem Menschen, von dem ich den ich sehr schätze, er sagt, warum machst Du nicht mehr in dem Thema, ja?
Du müsstest mehr machen. Und ähnlich würd ich jetzt bei dir reflektieren und sagen, das find ich eine Superidee, dass Du sagst, ich mach sone Art Akademie. Und diese beiden, Frederik Feldmann und Katharina Stabel haben genau das gemacht. Frederik schon sehr lange mit der DFA, mit sehr, sehr vielen, ich weiß nicht, Zigtausende Ärzte sind da sozusagen organisiert. Katharina Stapel hat letztes Jahr angefangen, hat die ganze Struktur aufgebaut und ich bin bei ihr auch Storytelling Dozent und freu mich.
Also das sind Menschen, da solltest Du dich mal mit vernetzen. Schick ich dir im Nachgang vom Podcast auch einfach mal zu und vernetz euch mal. Super. Weil ich glaube, da könntest Du wirklich 'n echten Hebel noch ansetzen. Was Du ja, glaub ich, gar nicht rausgekriegt hast, ist, ich bin noch Dozentin an der Meisterschule.
Wie kann son das sein? Nee, tatsächlich. Das steht nicht in meinem Brief und komisch. Da mach ich genau das. Also mein Unterrichtszimmer, okay, ich sag euch das, was ihr für die Prüfung braucht und dann sag ich euch das, was ihr fürs echte Leben braucht.
Mhm. Und das ist Also grad der letzte Kurs I love It, das war son toller Kurs, tolle Menschen, die wirklich sich auch genau dafür bedankt haben, was Du jetzt grad gesagt hast und ja, ne, da kommt ganz viel zurück. Ich bin vollkommen bei dir. Mhm. Ja und ich glaube, da ist 'n echtes Vakuum, wenn ich das alles so von außen betrachte und da hättest Du tatsächlich vielleicht noch mal eine sehr schöne Bühne in Anführungszeichen und auch eine gute Geschäftsidee.
Mhm. Okay, wir gehen einfach mal Richtung Abschlussfragen. Ich hab aber die Schnellfragerunde und ich würd einfach 2, 3 Fragen auch noch mal stellen wollen jetzt, so als kleiner Abbinde. Ein Wort, das Du im Handwerk nicht mehr hören möchtest. Boah, lass mich da Mach erst was anderes und möcht kurz drüber nachdenken.
Ein Vorurteil über Social Media, das dich tierisch nervt? Mit einem Post ist alles gerettet. Okay. So, ein Werkzeug, das Du sehr liebst. Der Hammer nach wie vor.
Der Hammer? Der Fäustel, genau zu werden. Ja, okay. Gut, dann würde ich jetzt noch mal zurückgehen auf das Wort, das Du im Handwerk nicht mehr hören möchtest. Haben wir immer so gemacht.
Ist 'n Satz, aber Ja, stimmt. Haben wir immer so gemacht. Cool. So, meine Liebe, dann gehen wir jetzt tatsächlich auf die Abschlussfragen, leider schon. Also ich hab's für sehr genossen, das Gespräch mit dir.
Aber das ist eine ganz tolle Gesprächspartnerin und ich werde auf jeden Fall mal versuchen, in den Vortrag von dir zu kommen. Irgendwie ist gar nicht meine Bubble, aber ich werde jetzt folgen und gucken, wo Du hingehst. Und dann komm ich einfach mal rein, als ist übrigens auch 'n Tipp von mir, geht einfach mal in fremde Bubble. Geht einfach mal woanders hin. Schaut euch mal 'n Handwerk an oder geht mal zu Bänkern oder geht mal zu IG Metall oder was weiß ich.
Mir fällt grad nichts anders ein, ja. Aber schaut euch einfach mal an, wie die Leute über die Dinge reden. Es gibt manchmal noch mal eine ganz neue Perspektive. So, liebe Katrin, Du hast, ich hab eine Superkraft als Host in diesem Post. Ich kann nämlich Folgendes ermöglichen, virtuell, Klammer zu, auf Klammer zu, Bei dir auf der nächsten Kreuzung in deiner Gegend, in deiner Hood, die größte Kreuzung, die Du hast, steht 'n großes Schild, 30 Quadratmeter mit LED Anzeige und Du darfst 4 Wochen lang bestimmen, was da draufsteht.
Mhm. Was steht da drauf? Ja, Zukunft beginnt innen. Nutze sie jetzt oder so was. Ja, ich müsste Oder warte mal.
Zukunft beginnt innen, finde ich super. Okay. Mhm. Mhm. Nächste Frage gibt's interessante Menschen, von denen Du sagst, Du hast ja jetzt erlebt, wie ich die Gespräche führe und Du hast auch übrigens erlebt, dass das Briefing für uns nur eine Leitplanke ist.
Wir haben ungefähr die Hälfte der Fragen nicht gesprochen, weil alle anderen so spannend waren. Mhm. Und weil wir schon bei eineinhalb Stunden sind, ich könnte dir noch eine Stunde zuhören, also ohne Probleme, ja, aber ich weiß ja, übrigens unsere Hörer draußen, die spielen mir immer wieder zurück, sie hören den Podcast häufig in 2 Etappen oder in 3. Weil's sonst zu lang ist, ne? Genau, also liebe Grüße fällt mir gerade ein.
Der letzte war der Markus Kellermann. Grüße gehen raus, auch 'n CEO von 'ner großen Agentur, der gesagt hat, er joggt immer, aber eineinhalb Stunden ist ihm dann doch zu lang. Ja. Deswegen joggt er zweimal 45. Grüße lieber Markus, ich hoffe, Du hörst zu und kannst es gerne bestätigen.
Ja, so, also gibt's interessante Menschen, von denen Du sagst, die haben eine tolle Vita? Lad die mal in deinen Podcast ein. Tolle Vita weiß ich gar nicht so genau, weil ich eher mit ihr über Zukunft spreche, über was ist jetzt, dass die Susanne Trautmann, eine unfassbar inspirierende Person, die Dinge auch noch mal von der anderen Seite sehen kann, sehr ganzheitlich denkt. Also ich schätze Ihre Meinung sehr. Wir tauschen regelmäßig Erfolgssprachnachrichten miteinander aus, von daher kenn ich es so von innen bei ihr und ich schätze sehr Ihren Blick auf die Dinge.
Was macht sie? Was Auch ihr Marketing macht sie. Weil ich kenn sie nämlich, glaub ich. Susanne Frau Hartmann sagt mir was, ja. Also ich Ich werd auch 'n ganz tollen Podcast.
Ja, ich werd auf jeden Fall nachfragen und nachschauen, aber ich glaub, ich kenn sie. Also ich kenn ich Aber sie macht Marketing kennen was, kein Marketing. Gottes Willen, sie erschlägt mich, wenn ich das so sage. Na, das wohl eher nicht. Okay.
Gibt's irgendwas, was ich dich nicht gefragt habe, dass Du aber noch gerne beantwortet hättest? Ja, ich glaub schon, aber das würde jetzt wirklich die Zeit sprengen. Also ich glaub das, was Du nicht so genau gefragt hast, ist, was die Strukturen so verkrustet macht. Mhm. Und aber das würde wirklich Also jetzt so, ich sag's noch mal schnell, wär, glaub ich, zu viel.
Mhm. Da würde ich vorschlagen, das können wir zweimal besprechen, wenn wir uns mal in echt sehen, aber Genau. Das würd ich hier fehlen, ja. Genau. Das hat ja auch nicht, also das hat natürlich mit deiner mit deinem mit deiner Profession zu tun und mit dem, was Du verändern möchtest und insofern sehr viel mit dir, aber nicht so viel mit deiner Vita.
Deswegen bin ich da jetzt auch nicht so tief reingegangen. Gut, dann würde ich sagen, wenn Du keine Fragen mehr hast, dann bedank ich mich ganz herzlich bei dir. Das war eine sehr, sehr schöne Sitzung am digitalen Lagerfeuer. Vielen Dank auch. Ich hab's sehr genossen und ich hoffe, dass ich dich bald mal irgendwann live erlebe und mal auf der Bühne sehe.
Ja, ansonsten für euch draußen wieder wie immer. Schön, dass ihr so lange dabei geblieben seid. Schaut gerne mal bei LinkedIn vorbei, Katrin, Post Isenberg, einfach verlinken. Ihr werdet ja auch die Promo Posts dann sehen. Der Podcast kommt, glaube, Anfang Juni raus.
Das weiß ich jetzt gar nicht genau. Aber egal, ich werde auf jeden Fall Posts machen und ihr werdet die Katrin sehen und dann freu ich mich auf euer Feedback, ihr Lieben. Danke, liebe Katrin und bis bald. Danke, doch Wolfgang. Tschüs.
Tschüs.
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