Cover: Vom Soldaten zum Mentor | Christian Holzknecht | BTS #29

Vom Soldaten zum Mentor | Christian Holzknecht | BTS #29

25. September 2025 90:17 Min. Zu Gast: Christian Holzknecht
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Worum es geht

In Folge #29 von „Behind the Story" spricht Wolfgang Jung mit Christian Holzknecht über dessen ungewöhnlichen Werdegang. Von den Wurzeln in Vorarlberg über erste Stationen als Elektriker und die Zeit beim Militär bis hin zur Karriere als international anerkannter Fotograf, Unternehmer und Mentor. Ein offenes Gespräch über prägende Erfahrungen und persönliche Entwicklung.

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Autor: BTS - Behind the Story

Zu Gast

Fotograf, Unternehmer und Mentor

Christian Holzknecht stammt aus Vorarlberg und war zunächst als Elektriker sowie beim Militär tätig. Später wurde er ein international anerkannter Fotograf, Unternehmer und Mentor.

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Transkript

Ja, halli, hallo und hallöchen zur Episode Nummer 29 von behind the story. In diesem Podcastformat tauche ich regelmäßig mit meinen Gästen, mit faszinierenden und außergewöhnlichen Menschen in deren persönliche Heldenreise ein. Denn wenn Du meinen Podcast hörst, weißt Du vermutlich, dass die Heldenreise und Storytelling und emotionales Marketing, quersprich emotionales Leben, ist. Deswegen schaue ich mit meinen Gästen auf ihre persönliche Heldenreise. Ich gucke, welche Highlights hat sie?

Welche Downlights hatten sie? Welche Entscheidungen haben sie an welcher Stelle des Lebens getroffen? Mein Ziel ist es, dass Du da draußen einfach 'n bisschen was mitnimmst und vielleicht die eine oder andere Entscheidung dir später leichter fällt. Wenn dir der Podcast gefällt, dann lass mir gern 'n Abo da oder 'n Like oder schreib mir. Es ist aber auch völlig okay, wenn Du einfach nur zuhörst.

Vielen Dank dafür. Und direkt heute hab ich erst mal 'n Frosch am Hals, aber den lassen wir einfach drin, weil ich immer so authentisch sein möchte, wie's geht. Ja, ihr Lieben, mein heutiger Gast ist ein Natural Born for Alberger. Das heißt, er ist Österreicher, ist aber wahnsinnig weit rumgekommen. Er war Elektriklehr, Elektrikerlehrling, er war UNO Soldat auf Zypern.

Er ist 'n internationaler Starfotograf, hatte 'n 1 1 1 Tätigkeit in Los Angeles. Er war Personenschützer und ist heute im Wesentlichen Mentor, spiritueller Coach und Buchautor. Bekannt wurde er so als Glamourfotograf son bisschen, unter anderem dadurch, dass er zum Beispiel für den Playboy fotografiert hat, wo's bei Menschen, besonders bei Männern ja immer bestimmte Synapsen öffnet und man sich natürlich diese Frauen vorstellt, die dann vor der Kamera unfassbar schön sind. Und ja, das 'n toller Job zu sein scheint für Fotografen. Für mich persönlich spielt er eine ganz besondere Rolle, denn Christian ist son bisschen wie mein digitaler Bruder im Geist, glaub ich.

Wir kennen uns schon viele Jahre. Wir verlieren uns regelmäßig über lange Distanzen aus dem Blickfeld, zumindest aktiv, treffen uns dann wieder und dann ist es so, als wäre schon immer mein Bruder gewesen, zumindest geht's mir immer so. Außerdem hat Christian, und das möcht ich gleich vorwegnehmen, für mich persönlich, und ich hab's auch in einem der letzten Podcasts schon gesagt, das schönste, beste und intensivste Buch geschrieben, das ich in meinem Regal habe. Unter vielen 100 Büchern steht nämlich perfekt, fühle deine innere Schönheit. Das ist sein Buch und das ist ein unfassbar tolles Buch, auf das wir heute auch noch zu reden kommen.

Nach seiner Anstellung in Los Angeles arbeitete er auch weiterhin für internationale Magazine und unter anderem auch als Fotograf in Kriegssituationen oder als Personenschützer. Also das alles werden wir jetzt 'n bisschen sortieren, weil's eine wahnsinnige Vita ist. Und trotz all dieser Erfolge und all dieser Stationen, die er hinter sich gebracht hat, hat er, oder vielleicht weil er die alle hinter sich gebracht hat, hat er immer versucht, weg von der Oberflächlichkeit zu kommen, hin zum Wahnsinn des Lebens, hin zur Wahrhaftigkeit nennt er das. Und ist heute 'n Coach, der 'n völlig anderes Verständnis auch als Fotograf hat, so empfinde ich es, weil er Menschen fotografiert und deren echte Schönheit sucht und eben nicht die Schminke, das Glitzern oder die perfekten Proportionen. Ja, ich könnte eine Stunde über ihn erzählen.

Ich lass das jetzt. Ich hol ihn jetzt einfach erst mal rein, damit er zu Wort kommt und deswegen sage ich herzlich willkommen beim digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen, mein lieber Christian Holzknecht. Vielen lieben Dank.

Lieber Wolfgang, so schön. Dankeschön, dass ich hier sein darf. Danke für diese wundervollen Worte und danke, dass Du dir auch die Zeit nimmst, mit mir wieder loszuziehen. Freu mich schon. Ja, ich freu mich auch wahnsinnig, weil ich genau weiß, dass die Menschen, die diesen Podcast hören und das sind 'n paar 100 mittlerweile, die immer die Downloads machen.

Das sind alles Menschen, die für die Dinge, die wir besprechen, heute ganz sicher offen sind. Und deswegen werden wir auch sehr viel in die Wegsamkeit kommen. Da freu ich mich wahnsinnig groß. Mhm. Mein lieber Christian, ich beginne diesen Podcast immer oder ich orientiere mich in diesem Podcast so an der Heldenreise nach Joseph Campbell.

Das ist dieses klassische Storytelling Muster, das durch quasi jeden Blockbuster, durch im Prinzip jede Religion, durch jede gute Geschichte sich eigentlich durchzieht. Und das beginnt immer so in der gewohnten Welt des Mangels. Also bei Frodo Beuthlin, ja, der lebt in seinem Auenland, aber es ist irgendwie sozusagen nicht so wahnsinnig spannend, ist alles okay. Aber irgendwann kommt so der Reiz und kommt so die die Entscheidung, ich möchte aufbrechen zum Abenteuer. Und ich möchte zunächst erst mal den Blick son bisschen legen auf die gewohnte Welt des Mangels.

Du bist in Vorarlberg geboren. Mhm. Ich weiß aus diversen Dingen, unter anderem aus deinem Buch, dass Du 1 von 4 Kindern bist. Mhm. Ich glaube, dass Du noch treu Ich liebe Geschwister hast.

Mhm. Ja, und vielleicht nimmst Du uns einfach son kleines bisschen mit, wo wo genau wurde der Christian geboren und wie war deine Kindheit? Ja, total cool. Dankeschön für die Frage. Also mittlerweile ist, also es ist stimmt viel, wir waren 4 Kinder und das war zu der Zeit, in der ich Kind war, eine angemessen normale Größe von Familie.

Also meine beiden Eltern hatten jeweils 10 Geschwister, muss man sich vorstellen. Und bei mir waren's mit 4 waren wir so im Durchschnitt, ne. Und ich erwähne das deswegen, weil ich war der Jüngste und wusste scheinbar, also da hab ich auch auf Überlieferungen zurückgegriffen meiner Geschwister in späteren Jahren, habe ich offensichtlich gut gewusst, diese Position zu nützen. Also ich durfte viel mehr, ich durfte die Dinge, die ich durfte, viel früher wie meine Geschwister. Und so habe ich eine 1 aus meiner Sicht heraus Einzelrolle eingenommen in dieser Familie und war grundsätzlich mal zuerst hauptsächlich einfach anders wie meine Geschwister.

Da habe ich sehr viel Wert draufgelegt, ne. Also die waren alle belesen, ich hab überhaupt nicht gern gelesen. Ich war immer draußen, die waren immer drinnen. Ich wollte so schnell wie möglich arbeiten gehen, also so schnell wie möglich unabhängig werden und Geld verdienen und meine anderen 3 Geschwister haben Matura und teilweise studiert. Also ich war so ein Eigenbrötler in dieser Familie, dass ich mir selber in manch Phasen meines Lebens die Frage stellte, ob ich tatsächlich von diesen 2 Eltern heraus geboren wurde, ne.

Und das hat bei mir sehr früh, ich erwähn's übrigens auch deswegen, weil das sehr stark zu diesem zu dieser Art von Leben geführt, die ich dann gelebt habe, ne. Ich war als Erster tatsächlich der mit dem ersten Einkommen. Meine anderen Geschwister, obwohl alle 2, 4 und 6 Jahre älter, hatten immer noch kein Geld und ich hatte schon Geld. Ich konnte denen Geld verleihen für Zinsen natürlich und war relativ rasch. Ich hab mit 8 Jahren angefangen, Kampfsport zu machen.

Und meine 3 Geschwister waren sehr so, da war die Zeit von Gandhi. Dieses, Du darfst keine Gewalt anwenden, Du musst dich hinstellen und dich quälen lassen und bei dir bleiben und friedlich sein und so weiter. Also es hätte nicht besser konträr zu meinen Geschwistern sein können wie das, was ich als Kind schon hatte. Dann war ich der 1. Tätowierte, dann war ich der 1.

Soldat, dann war ich der 1., der losgezogen ist von zu Hause, also im Sinne von das Land verlassen, ausgewandert bin. Und dann hat sich so mein Leben lang durchgezogen. Und in das Interessante, und jetzt könnte man sich ja fragen, aber warum ist das wichtig? Weil meine Prägung offensichtlich nicht stark abhängig war von meinen Geschwistern oder von meinem Elternhaus, denn keiner von denen war großartig so, wie ich geworden bin, wie ich meinen Weg gegangen bin. Der hat's in dieser Familie so nicht gegeben.

Erst viel später hab ich dann bei meiner eigenen Sinnsuche herausgefunden, dass es aber eine Generation vorher sehr einige dieser Menschen gegeben hat, die ziemlich genauso gelebt haben, wie ich gelebt habe. Und das war mein Opa und der Bruder von meinem Opa. Spannend, ne. Dann hast Du sozusagen diese Gene 'n Tick weit wahrscheinlich in dir. Ja, wenn man's im Nachhinein begründen müsste, was man manchmal halt tut, wenn man sinnsuchend aufm Weg ist, dann macht das ja Sinn, ne.

Dann kann man sagen, okay, ich hab das nicht mir alles nur selber eingeredet, sondern es ist halt einfach generationenweise übersprungen. Und ich glaube, weißt Du, ich bin mir, heute würde ich nach dieser Begründungssuche gar nicht mehr viel Zeit aufwenden. Mhm. Das ist für mich immer so dieses im Nachhinein die Dinge erklären wollen und da würde ich mich fragen und da würde ich mich fragen, wozu? Sie sind einfach, wie sie sind, ne?

Du bist einfach, wie Du bist. Und jetzt kannst Du natürlich drüber nachdenken, wie könnte es so weit kommen? Oder Du kannst einfach nur damit weiterleben und eine gute Zeit haben, ne. Mhm. Ich glaube, wir haben son bisschen den Drang, in den Rückspiegel zu schauen, Dinge in der Retroperspektive zu begründen.

Dabei spielt das Leben ja vorne in der Frontscheibe sich ab und Genau. Also ich glaub, es wird erzählt. Ich ich ich hör das ja und lese das auch immer mal wieder. Es gibt einfach so diese Ideen von Aufarbeitung, die logischerweise aus der Vergangenheit eine Rolle spielen. Da da halte ich auch teilweise Sinnhaftigkeit in der Sache, wobei es auch übertrieben sein kann.

Wie Du schon sagst, das Annehmen von wem was ist oder war und damit einfach wertfreier, mit mehr Loslassen, mit weniger Strings attached in die Zukunft steuern, macht sehr viel leichteres Leben, macht sehr viel mehr die Freude auf und Leichtigkeit spüren, ne. Fällt mir direkt als Impuls ein, wenn wir drüber reden, wer schöne, von wem man schöne Fotos macht, schöne Fotos im klassischen Sinne, dann sind's oft Kinder und Tiere, weil Kinder und Tiere genau das tun. Mhm. Die sind nicht strings attachged irgendwie. Die sind nicht, die versuchen nicht, die Katze sitzt da, die lässt sich fotografieren, die lebt im Moment.

Und der ist in 1 halben Minute völlig egal, was grad da passiert war. Also insofern, das stimmt schon, da bin ich komplett bei dir. Ich würd trotzdem noch mal gerne auf die Kindheit reflektieren. Und zwar 18 Onkels und Tanten. Das wusst, ist jetzt 'n Fakt, den wusst ich noch nicht hier, wenn ich das richtig aufgenommen habe oder 20 sogar.

Nee, 18. Und 2 Geschwister. Mhm. Heißt sehr viel Familie. Nee.

Heißt Tatsächlich nicht. Nein? Okay. Entschuldigung, ich wollt dich nicht unterbrechen. Nein, nein, nein, bitte.

Ist schon der Moment, wo mein Einsatz kommt. Also Mhm. Ich habe wenig Kontakt zu meiner, zu beiden Familien eigentlich väterlich und mütterlicherseits gehabt bis auf ein paar einzelne. Also ich erinnere mich aus Vaterslinie, da wären ja 8 oder 9 Geschwister, weil da ist 1 dann gestorben, gewesen. Und ich hatte eigentlich nur zu einem richtig viel Kontakt, der heute noch lebt, mit dem ich heute noch Zeit verbringe.

Das war so mein Lieblingsonkel und mütterlicherseits war's sehr ähnlich. Die anderen, da war relativ wenig los. Ich kann auch erzählen, weswegen, weil mein Vater war originaler Bergbauernboop ausm Stubeital und meine Mutter war ausm hinteren Bregenzerwald, also in Vorarlberg. Und das sind beides so ziemlich sehr abgelegene ländliche, so so sehr abgeschiedene Orte. Und beide sind von diesen Orten ausgezogen.

Und das hat man zu der Zeit früher nicht gemacht. Die meisten dieser Geschwister sind an Ort und Stelle geblieben, wo sie geboren wurden. Und man hat einen Hauch von Verrat damit in Verbindung gebracht, wenn jemand dieses Tal verlassen hat. Und deswegen kann ich mich erinnern, war sehr wenig Kontakt von beiden dieser Familien zu meinen Eltern jetzt. Mhm.

Und ich werd natürlich von uns Kindern zu diesen Onkel und Paten auch, ne. Okay, alles klar. Dann dann würd ich aber trotzdem aus der Interpretation und aus meinem, aus meiner Sicht jetzt sagen, dann sind dein Vater und deine Mutter aber trotzdem auch schon 'n Stück weit die Genüberträger, dieses Revolutionismus, sag ich mal, dieses Nichtunique sein, dieses dann war vielleicht sozusagen die Migration von einem Teil ins andere schon vergleichbar mit der Reise nach Amerika und arbeiten als Fotograf, ja. Aber Absolut. Deswegen ist es gar nicht vielleicht die übernächste Generation gewesen, sondern es steckt schon 'n bisschen mehr Absolut.

Im Genpool. Ja. Du, wenn mir heute jemand glaubhaft erzählen mag, er hätte mit seinen Eltern nix zu tun, dann weiß ich natürlich, dass das gar nicht möglich ist. Ich hab auch, weißt Du, das ist aus der Sicht der Kindheit erzählt. In der Kindheit hast Du natürlich diesen Weitblick nicht.

Du willst dir mal auch nicht so sein wie die Eltern. Ich mein, Gott bewahre es, wird Kinder geben, wo das anders ist. Aber bei mir, ich hab das nie gespürt. Ich wollte nie sein wie 1 der beiden. Aber nicht, weil ich sie, weißt Du, nicht gemocht hätte, sondern das Gegenteil war der Fall.

Aber ich wusste, die gibt's schon. Das bin ich nicht, ne. Und bei meinen Geschwistern war's dasselbe. Nur im heutigen, aus der heutigen Sicht heraus seh ich enorm viele Prägungen, enorm viele Werte. Werte, die ich wirklich nur diesen 2 Menschen zu verdanken habe.

Und das ist das Größte, was mich ausmacht. Also ich würde zu, heute, wenn ich eine Zahl sagen müsste, würd ich sagen, 80 Prozent von allem, was heute ich im aktuellen Zeitpunkt lebe, sind Werte und Prägungen, die meine Eltern mir vorgelebt haben, ne. Was fürn schöner Satz, oder? Mhm. Du raus.

Ja. Und sehr viel, da steckt sehr viel Sinn des Lebens auch drin, wenn man Kinder hat natürlich, ne. Du raus. Anders. Christian Holzknecht als Schüler, als Grundschüler.

Also bei uns in Deutschland ist es ja so, da gehst Du dann ab dem sechsten Lebensjahr in die 1. Grundschulklasse, so 1 bis 4. Wie unique, wie unauffällig, wie angepasst war der kleine Christian in der Grundschule oder war er auch schon da son bisschen anders? Sehr. Also ich war gar nicht angepasst.

Ich hatte sehr viel Schwierigkeiten erzeugt, also teilweise bewusst. Und ich war der Klassenclown. Also ich hab sehr viel unter dem Deckmantel, das ist ja witzig, habe ich sehr viele Flachsen getrieben und sehr viele Strafen dafür ausgefasst. Also das war nicht die angenehmste Zeit. Und jetzt könnten wir natürlich wieder den die die Reflexion drauf machen, weil es ist ja schon wichtig, ne, dass man dann später mal erkannt hat, was denn da dahinter gesteckt ist.

Und das war bei mir, ich hatte offensichtlich 'n großen Bedarf, an gesehen zu werden. Mhm. Also bei mir war das 'n Geltungsdrang in dieser in diesem Verbund. Und dabei habe ich mich einfach nur ein bisschen mehr getraut, ne. Diese Strafen, die man da zumal hatte, die waren teilweise ja physisch noch, ne.

Also da hab ich Ja. Erinner mich noch an eine Watschen vom Pfarrer im Religionsunterricht, die richtig gesessen hat. Also da bin ich vom Stuhl runtergeflogen und wollte dann unter diesem Drama, dieser Watsche, dieser roten Backe nach Hause gehen und jammern und den Vater beschuldigen. Und der hat aber in der Zwischenzeit schon angerufen und meiner Mutter erzählt, dass er mir eine gewatscht hat, also auch weswegen, ne. Und das war halt die Zeit.

Also in der Zeit war das, anstatt dass die Mutter dann zu ihm gesagt hat, heute wird sie sagen, ich zeig dich an. Und dazu mal war die Sache erledigt, ne. Egal, was ich jetzt gesagt hätte, seine Version galt, weil er war immerhin der Pfarrer. Und darin liegt ja auch eine Lehre. Da darin hab ich ja auch wieder Prägung erfahren, indem ich schon gemerkt hab, der der zuerst die Version erzählt gewinnt oder der, der Unrechtes tut, es aber dann so hinstellt, als es dass es rechtens ist.

Mhm. Und das hab ich ja bis heute nie vergessen, ne. Also ich hab ja selber auch viel Gewalt erlebt in meinen Kriegseinsätzen und hab da einfach noch mehr lernen können, wie Menschen miteinander umgehen, ne. Also jetzt mal, das ganz wertfrei zu sagen. Mhm.

Glaubst Du, dass Gerechtigkeit 'n hoher Wert ist? Oder andersrum gefragt, Ungerechtigkeitsempfinden hattest Du da schon? Hatte ich sehr. Wobei ich jetzt, wenn ich auf meine Frau schau, die liebe Laura, die hat das zehnfach. Also bei der Laura ist das so stark ausgeprägt und dabei ist halt erwähnenswert, sie kommt aus Rumänien und hat dort diesen Kommunismus noch erlebt und ist ja dann geflüchtet, ne.

Also die ist, bevor die die die Grenzen weg waren, ist die unter Einsatz ihres eigenen Lebens als Jugendliche geflüchtet von dort, weil diese Energie so stark war von Ungerechtigkeit. Und bei mir war das sehr wohl auch ausgeprägt. Ich erinnere mich auch an ein paar Handgreiflichkeiten, wo ich wo wesentlich größere Jugendliche in Problemen waren, reinmarschiert bin und die zusammengeschlagen hab, die sie bedroht oder gequält haben. Weil ich ich war ja schon Kampfsportler und ich hab mir immer gedacht, die können sich selber nicht helfen, dann muss ich helfen. Und das war in 'nem Alter, wo ich eigentlich noch, weißt Du, physisch, ich war 'n Zwerg, ich war schmal und zwergisch.

Aber ich hab und das ist auch Überlieferung, ich hab's nicht selber mehr in Erinnerung, aber mir hat mal 1 erzählt, ich bin da mit so einem Geschrei reingerannt, dass die alleine durch das Geschrei schon so eingeschüchtert waren, dass sie teilweise davongelaufen sind. Das muss ich dir vorstellen, son Zwerg rennt daher und schreit sich die Seele ausm Leib. Und die kriegen so Angst, weil sie sich denken, der tickt ja nicht richtig und hauen ab. Ja. Und ich hab mir nur gedacht, super, Ziel erreicht, ne.

Ich hab wieder 2 Menschen gerettet. Also ich hatte das schon sehr früh in mir. Mhm. Also ich kann mir das sehr gut vorstellen, son son sehr kleiner Zwerg, wie Du jetzt sagst, also 'n kleiner Junge, der aber doch durch sein auch irgendwie, und dann hatte sich das sicherlich auch irgendwie rumgesprochen. Mit dem Christian ist nicht gut Das hab ich mir mal gewünscht.

Dass ich's irgendwann mit mir tun muss, weil's jeder weiß, dass ich's kann. Okay. Also das war so sozusagen der Beginn der Schule. Frage an der Stelle, wenn Du an deine Grundschulzeit zurückdenkst, also Klasse 1 bis 4. Ja.

Gibt's 'n Geruch, den Du damit verbindest? Das ist eine sehr spannende Frage, die hab ich noch nie gehört. Und jetzt im ersten Moment war mir ein Tisch, ein Tisch vor mir stehender Tisch, der sonen Geruch hatte in den Sinn gekommen. Ja. Mhm.

Okay. Die Frage, die die Stammzuhörer wissen das schon. Ich interessiere mich bei dieser Frage nur vordergründig für die Antwort. Ich interessier mich eigentlich dafür, wie schnell jemand antwortet. Mhm.

Und ich hab zum Beispiel vor Kurzem mit dem Gordon Schönwell, der Grüße genau aus, den Podcast gemacht. Und dann hab ich ihn gefragt, was, an was erinnerst Du dich bei der Grundschule, an welchen Geruch? Dann hat er gesagt, Vanillemilch. Also auch wie aus der Pistole geschossen, ja. Ja.

Und auch jetzt der Tisch kam sehr schnell. Und was ich damit sagen will, ist, es gibt sehr empathische Menschen. Menschen, die so ganzheitlich, auch gefühlt ganzheitlich auf der Welt sind, die können sehr viele Situationen mit Gerüchen, mit Emotionen, mit anderen Eindrücken verbinden. Es gibt Menschen, die, sagen wir mal, son bisschen oberflächlicher sein dürfen, weil sie einfach so sind, ja, und das ist auch okay. Die haben Schwierigkeiten an solche, mit solchen Fragen.

Also das ist auch für dich noch mal son Beleg. Ich hätte das auch so eingeschätzt. Trotzdem auch spannend, an was erinnert man sich, also diesen Holzgeruch von dem Tisch. So, jetzt bist Du jetzt bist Du der kleine Zwerg am Holztisch in der Grundschule. Und in deiner Vita, die ich so nachvollziehen konnte und auch bei dir übrigens wieder der Hinweis, die spannendsten Infos hab ich von der KI bekommen.

Ich hab mich natürlich vorher noch mal, ich ich wir kennen uns ja schon lange, würde jetzt keinen Sinn machen, zu sagen, ich musste mich komplett einlesen. Ich hab aber die Vorbereitung auf diese Sendung noch mal genutzt, wieder tiefer in dein Buch einzusteigen. Und ich kann dir sagen, und das als Lob für dich und für alle draußen, ich weiß gar nicht, gibt's gibt's wieder welche oder ist es mir momentan nicht Noch nicht. Noch nicht. Also ihr Lieben, wenn es es wieder gibt oder ihr kommt irgendwie ran, kauft euch dieses Buch, perfekt, fühle deine innere Schönheit.

Und ich les es jetzt zum achten Mal, ja. Noch schön. Und ich bin jedes Mal wieder so getatscht und ich bin jedes Mal so emotional und teilweise kommen mir die Tränen beim Lesen. Es ist einfach so. Ich hab auch kein Problem damit.

Weil Du einfach so tief reingehst und es unfassbar schön ist. Und grade wenn ihr heute Christian vielleicht zum ersten Mal kennenlernt und hört, werdet ihr sofort, und das find ich an dem Buch auch so schön, ihn wiedererkennen in den Leuten. Das ist nicht einfach nur Text, das sind die Gedanken von dir auf Papier gebracht. Und das ist so richtig, richtig schön. Ja.

Schön, Wolfgang. Gut. Und jetzt freut mich. In deiner Vita, die ich halt, wie gesagt, auch über die KI noch mal eruiert habe, war der nächste Punkt dann die Elektrikerlehre. So, jetzt hab ich da 'n Vakuum vom Holztisch zur Elektrikerlehre und ich würde dich bitten, das vielleicht für uns aufzufüllen.

Ja, ja, da ist eigentlich 'n, dasselbe Spiel wie die ersten 4 Jahre, ne. Bei uns in ja, in Österreich ist ja so, wenn Du eine Lehre machen willst, brauchst Du das 9. Schuljahr. Also dass Grundschule und Hauptschule, wie das bei uns heißt, sind jeweils 4 Jahre. Und dann gehen die einen ins Gymnasium und die, die eine Lehre machen wollen, die brauchen dieses 9.

Jahr. So. Die 4 Jahre Hauptschule, die waren, außer dass es nicht mehr in meiner Ortschaft war, sondern in der Nachbarortschaft, weil wir hatten noch keine eigene Hauptschule, eigentlich dasselbe Prinzip. Laut, teilweise anstrengend, sehr viel Gangs, weißt Du, so Freunde, die in den Pausen sich immer zusammengehalten haben, schon die ersten Erfahrungen mit Mädchen und einfach son bisschen erwachsen werden, aber nach dem gleichen Prinzip viel Schwierigkeiten, viel Suspendierungen. Mein Vater war oft meine Rettung, weil der war im Elternausschuss, so hieß das dazu mal.

Da waren die Eltern der Schüler, nicht alle, aber ein Teil davon, die hatten sone Art Berater, wie eine wie eine Jury vor Gericht. Mhm. Mein Vater war der Obmann von diesem Elternvereinigung und der hatte, ich weiß nicht, wie oft mich rausgerettet aus gröberen Schwierigkeiten, ja. Also ich hatte oft Nachsicht, weil die meinen Vater so geschätzt haben, ne. Also war dein Vater wahrscheinlich auch 'n guter Stratege, sorry, wenn ich kurz zu weinen, Gretel hat er das?

Absolut, absolut. Auch aus dem Grund gemacht. Ich sage dir, ich hatte da oft meine Mühen. Ich hatte nämlich fast immer 'n schlechtes Gewissen, wenn er für mich eingreifen musste. Das hab ich ja nie mir gewünscht.

Ich war jetzt nie 1 von diesen Bangels, wo der wo den Vater vorgeschoben hätte, sondern das Gegenteil war der Fall. Ich wollte immer meine Probleme selber lösen und hätte niemals zugelassen, dass mein Vater involviert wird. Nur dies haben natürlich, das hat die Leute nicht interessiert. Die sind zu meinem Vater, weil sie den gekannt haben, weil sie wussten, der ist auch empfänglich für jede Form von Information oder Kritik an meiner Wenigkeit, ne. Aber es war auf jeden Fall eine gute Zeit und warum ich aber das mit dem neunten Schuljahr so betont habe, ist, das heißt bei uns polytechnischer Lehrgang.

Und da hatte ich nach 3 Monaten, ich meine, das ist ja üblicherweise so diese 8, 9 Monate im Jahr, wo dieses Schuljahr geht, nach 3 Monate son Erlebnis mitm Lehrer, dem ich offensichtlich mit meiner alten Schulstrategie, nämlich nervig zu sein, so auf die Nerven gegangen bin, dass er mir buchstäblich mir buchstäblich wörtlich vor der gesamten Klasse freigegeben hat. Er hat gesagt, Du musst nicht mehr kommen. Ich will dich hier nicht mehr sehen. Ich stelle sicher, dass Du die Zeugnisse hast, die Du brauchst, dass Du quasi anwesend warst. Und ich bin ich war nicht mehr dort.

Ich hab fast 6 Monate lang draußen in der Natur verbracht und bin natürlich von zu Hause weg, weil zu Hause hätte ich's ja nicht erzählen können. Also ich hab praktisch 'n Jahr Pause gemacht, ne, zwischen Hauptschule und Lehre. Und dann bin ich in die Lehre. Das war dann die Elektrikerlehre. Und die Geschichte zur Elektrikerlehre, die ist ja auch wieder witzig, weil das wollt ich ja gar nicht, ne.

Ich wollt entweder Fotograf werden oder Polizist. Das war beides schon in meinem Feld. Und Polizei war dazu mal als Lehre angedacht. Also das hat's noch nicht gegeben, aber es war im Gespräch, dass es das gibt, dass man dann quasi Jugendliche schon reinholt in eine längere Ausbildung, die dann wie eine Lehre und dann ausmustern als fertige Polizisten. Und da hat 'n Freund von meinem Vater, weil mein Vater war beim Zoll, also der wär auch uniformierter Beamte gewesen, Ein Freund von ihm, der Polizist war, der hat mir dann ganz stark abgeraten von diesem Weg, weil er gesagt hat, es ist viel besser.

Du lernst vorher etwas, eine Basis zu haben, dass wenn das mit der Polizei nix wird, hast noch zumindest eine Lehre. Und so hab ich dann entschieden, okay, Polizei ist es derweil nicht, das kann ich immer noch nach der Lehre machen, aber ich mach jetzt eine Lehre. Nur dann kam die Frage, was denn jetzt, ne? Fotograf war mein Wunsch, da war keine einzige Lehrstelle frei. Und da reden wir jetzt vom gesamten Land, ne.

Das war also schon mal auf Vorarlberg gesamt gesehen. Und umgekehrt war aber in der Ortschaft, wo ich aufgewachsen bin, son größeres Industrieunternehmen, die haben Maschinen gebaut, also Holz Aufteilanlagen, so sägen Sägewerk. Und da war entweder Schlosser oder Elektriker zur Auswahl als Lehre. Und die Elektriker waren immer nur 1 und die Schlosser waren, glaube ich, 10 oder 12 jedes Jahr und ich hab mir gedacht, ja, ist dann Elektriker, keine Frage. Aber da bin ich alleine und so habe ich dann dort die Lehre gemacht, ne, dreieinhalb Jahre.

Auch wieder eine strategische Entscheidung wahrscheinlich. Ne. So. Die war halb strategisch, halb dem Vater dienend, was ja auch strategisch ist. Aber ich ich hab schon gemerkt, es gibt noch son Druck zu Hause, was zu geschehen hat und wie.

Und ich, mein Vater wär nie der Typ gewesen, weißt Du, der jetzt über alle Hürden hinweg mir was aufgezwungen hätte. Aber er hatte sone, da war sone Logik dahinter. Da war nur sone gewisse emotionslose Abgeklärtheit, ne, so what, würde man in Englisch sagen. Und das ist dann halt zu tun. Und so habe ich auch, ihn zu respektieren, mich dieser Sache angenommen, hab gesagt, ja, wenn dann nix anderes zur Auswahl steht, ich hatte ja die Wahl zwischen Schlosser und Elektriker, also mach ich das.

Und ich muss auch sagen, ich hab, weißt Du, ich hab nie 'n schlechten Tag gehabt dort. Also ich hab mich nie dort dann gesehen und gesagt, so ein Scheiß, jetzt hab ich dreieinhalb Jahre fürn Arsch, sondern ich hab einfach aus dem Tag heraus immer wieder erneut gemerkt, wie cool, ich tu was, ich lern was, das sind neue Menschen, das sind neue Möglichkeiten. Ich hab immer irgendwo gesehen, dass das auch wertvoll ist, ne. Und heute noch ist es so, wenn ich, ne, ich hab grad der Laura eine vom Flohmarkt gekaufte Lampe komplett neu überholt mit neuem Kabel und Innenleben, ne. Da kommen die Kenntnisse wieder zum Vorschein so.

Und alle haben geklatscht und gesagt, gut, dass Du jeden Mannmal Elektriker gelernt hast, ne. Wisst ihr, was Du alles kannst, sagen die dann, ne. Ich würd gern abschließen zu zu deinen Eltern und wir haben jetzt hauptsächlich über deinen Vater gesprochen, aber ich hab tatsächlich auch in der Biografie viel über ihn gefunden. Noch, ich würde gern 2 Fragen stellen. Die eine Frage ist eine aus dem Skript raus.

Ich hab irgendwo gelesen, dass dein Vater schon Fotograf, also Hobbyfotograf war beziehungsweise eine Kamera hatte und dass die dich schon inspiriert hat. Stimmt das? Und wie war das? Das stimmt und es war, das war eine coole Zeit und man muss sich vorstellen, das war eine Rollfilmkamera mit mit 6 Zentimeter Rollfilm und und wir hatten für einen gesamten Urlaub eine Filmrolle. Das sind 10 Fotos.

Und 10 Fotos für 14 Tage Urlaub, da durfte man sich ja schon Gedanken machen, bevor man 'n Foto macht, ne, ob das Foto es auch wert ist. Und das also die Kamera hab ich übrigens heute noch hinter mir in dieser Vitrine stehen. Der da die ist noch und ist noch in meinem Besitz. Und was ich dazu mal, das dient übrigens wieder der Geschichte von vorher, dass ich der Jüngste war, der sich am meisten durchgesetzt hat, das war beim Filmwechsel. Der Filmwechsel dazu mal musste man unter einem Pullover oder Kleidungsstück machen, weil das lichtempfindlich war.

Mhm. Das war nicht wie früher mit diesen Rollen, wo die Filme schon verschwunden sind, sondern die Rollenfilme waren wie offen. Wenn da nicht drauf gekommen wär, wär der ganze Film kaputt gewesen, so man sich unter eine Anorak oder Jacke getan und hat im Dunkeln dann diesen Film gewechselt, ne. Und ich hab mich da oft im Streit mit meinen Brüdern, wer darf jetzt den Film wechseln durchgesetzt, mehrfach, ne. Also weil wenn ich schon dran gewesen wär, wär ja logisch, die anderen 2 kommen dran Und ich hab auch dort mit herumschreien und aufn Rücken liegen immer es geschafft irgendwie.

Hatte aber offensichtlich auch am meisten Bedarf, weißt Du, mit der Kamera was tun zu dürfen, wenn ich denn schon kein Foto machen darf. Das war die Geschichte von meinem Vater und der Kamera. Cool. Ja, ich kenn das tatsächlich mit den Filmen auch noch. Also ich kenn das noch und dann ist das mal passiert, dann kommt Licht drauf und dann waren irgendwie die ersten letzten 6 Fotos alle.

Genau. Und noch im Eimer. Aber ich fand tatsächlich auch in der Retroperspektive, ich hatte sone Rich Stretch Click später, sone Aqua. Ja. Die hatten ja schon so Kassetten.

Das war dann schon richtig komfortabel. Aber tatsächlich hattest Du dann eben für 2 Wochen Urlaub irgendwie, wenn Du wenn die wenn die Eltern sehr spendabel waren, hattest Du sechsunddreißiger Film oder 'n Vierundzwanziger Film. Musstest Du von vornherein schon sehr konzentriert darüber nachdenken, macht dieses Motiv überhaupt Sinn? Das Ja. Das ist komplett verschwunden heute im Produkt.

Ja, total. Da mal 'n bisschen so schon mal vorzugreifen. Ich hab noch eine Frage zu deinem Vater und zur Heldenreise generell. Also das Leben und Heldenreise sind immer wesentlich geprägt von Mentoren. Und wir hören später im im Gespräch auch noch mal die Frage wahrscheinlich kommen, ob Du Mentoren hattest.

Aber wenn ich so diese Rolle von deinem Vater jetzt reflektiere mit der mit der Position in der Grundschule oder in dem Elternbeirat, nenn ich das jetzt mal, und mit der Beratung zum Berufs zur Berufskarriere und diese ganzen Dinge. War er auch 'n Stück weit Mentor? Auf jeden Fall. Also weißt Du, aus der Sicht von dazumal, mein Vater war grundsätzlich mal abwesend. Der war nicht da.

Der das war sone klassische, also aus meiner Sicht dazu mal klassische Familienführung war, die Mutter erzieht und ernährt die Kinder, der Vater besorgt das Geld. Und er war praktisch 6 Tage die Woche nicht da. Also der kam später, wie wo wir schon geschlafen haben und war schon weg, wo wir aufgestanden sind. Und das war über sehr lange Zeit so. Und die Argumentation von meinem Vater war immer, ich mein, der war fleißig, der hatte beruflich wirklich viel zu tun.

Und dann hat er aber mit nach Beendigung des Arbeitstages hatte er noch jeden Abend irgendwelche Vereinstätigkeiten, die er, und das ist jetzt aus heutiger Sicht gesehen, sich gesucht hat, dass er nicht nach Hause muss. Er hat sich quasi die Freiheit genommen unter einem Deckmantel von, ja, ich bin ja dort und da auch noch wichtig, war der halt nie da. An den Wochenenden jedoch war er da und da hat er bei mir zum Beispiel sehr früh und jetzt kommen wir auf die Mentorenrolle, mich auf die Berge hinauf geführt. Also er war der klassische Bergführer. Er kannte diese Berge alle.

Er war selber ein sehr erfahrener und guter Alpinist. Und er hat mich, weil ich ja der Jüngste war, nämlich 8 Jahren schon auf die ersten Dreitausender mit hochgenommen. Und das war gefühlt etwas früh, also einfach von der physischen Anstrengung, weil die Touren waren teilweise 6 Jahre, für mich als kleiner Zwerg natürlich mit noch sehr schlechter Ausrüstung, ich erinnere mich noch an so Raulederschuhe, die nach 1 Stunde nass waren und da noch 5, 6 Stunden zu gehen waren. Und da hat er mir zum Beispiel extrem viel Wissen vermittelt, dass ich heute noch mit mir trage und anwende. Also so dieser dieser 1.

Bergführer in meinem Leben, der mein Vater war, der war sehr viel dabei. Und da musst Du dir vorstellen, das war jetzt die Kindheit. Dann war eine ganz lange Zeit, wo mein Vater keine Rolle gespielt hat. Also da war er wie nicht existent. Und die letzten 10 Jahre seines Lebens, das war ab dem Moment, wo meine Mama gestorben ist, war ich buchstäblich mit ihm in 1 Männer WG.

Also ich hab mit ihm zusammen gewohnt. Wir haben jeden Tag miteinander gesprochen. Wir haben buchstäblich in 10 Jahren diese ganzen 20 Jahre davor aufgeholt. Und aus der Zeit heraus habe ich wieder erneut enorm viel Material bekommen, Wissen bekommen, Weisheit bekommen, Sichtweisen bekommen, Werte waren sehr stark dabei. Und das war bei mir in dem Fall in 2, wenn man so will, Perioden des Lebens war mein Vater eine Hauptfigur.

Und in den anderen gar nicht, ne. Hast Du dann sozusagen in dieser zweiten Periode diese Führungsrolle 'n Stück weit übernommen oder wart ihr eher gleichberechtigt? Ja, auf jeden Fall. Also mein Vater war bis zum letzten Moment hin sehr klar, sehr führend, auch immer sehr stark. Weißt Du, mein Vater, der hatte, also was ich durch ihn auch aus der heutigen Sicht wesentlich besser verstehen kann.

Ich mein, der ist jetzt schon vor 22 Jahren gestorben, ja. Also da liegt ja jetzt natürlich auch wieder eine Zeit dazwischen, in der ich natürlich auch viel dazugelernt habe und dann in der Reflexion gemerkt hab, das hat er mir schon ansatzweise gezeigt oder beigebracht, ne. Und da waren so Dinge dabei wie, es nicht zu verstehen, was ich jetzt zum Beispiel tu, aber dennoch Verständnis dafür zu haben. Das war etwas, was bei ihm aus dem Eck, wo er kommt, wenn man denkt, 2. Weltkriegsgeneration in völliger Armut aufgewachsen, in völligem Mangel und in härtesten Umgebungen, ne.

Der musste mit 8 Jahren 200 scharfe Hüten auf der Alm oben und alleine auf 1 Almhütte übernachten und sich selber am Holzherd das Essen, das er mitgebracht hat, warm machen. Das würde man heute als Kindesmissbrauch einstufen und die Eltern einsperren und ihnen das Kind wegnehmen. Und für dazu mal war das eben die Zeit. Und ich kann mich erinnern, wo er mir das erzählt hat, dass ich ihn dann gefragt hab, ja, aber wie war das für dich in der eigentlich in der Vorname? Das muss ja schrecklich gewesen sein.

Und er hat nur gesagt, ich hab mich total erwachsen gefühlt. Ich war genau dort, wo ich sein wollte, ja. Also Vielleicht war das auch 'n Stück weit, vielleicht war das auch 'n Stück weit der Grund. Also ich glaube nicht, dass das bewusst der Grund war, aber vielleicht auch die Motivation, dich mit als Achtjähriger schon mit auf diese langen Touren zu nehmen. Weil er wusste, da der Christian schafft das und wenn er da durchgeht, dann fühlt er sich toll, wenn er nachher wieder am Mittwoch kommt.

Kannst Du dir vorstellen, ne, wenn Du's selber erlebt hast, weißt Du, dass das nicht schadet, sondern trägt im schlimmsten Falle und im Idealfall total wachsen lässt, belegt, ne. Und eben aber noch auf die Geschichte von vorher, weißt Du, aus dem heraus, aus dieser Kindheit von ihm heraus, war er in einem Luxus, der mir heute so bewusst nicht mehr zur Verfügung steht oder uns nicht mehr zur Verfügung steht und der ist 50 Jahre gleichbleiben zu können. Das ist 'n Luxus, den mein Vater noch hatte und das war die letzte Generation, wir können uns nicht mal mehr 5 Jahre erlauben, gleich zu sein. Und ich würde eher sogar runtergehen und sagen, es ist nicht mal mehr 'n halbes Jahr erlaubt. Und damit meine ich jetzt nicht, weißt Du, diese als diese Veränderung per se, also im Sinne von Bewusstseinserweiterung, sondern damit meine ich, mit alte Werte haben und diese dann auch weiterhin aufrechterhalten zu wollen.

Mein Vater konnte das, ne. Als Beispiel, er hat meinen Beruf als Fotograf ganz lange nicht akzeptieren können. Okay. Weil er der Meinung war, ich hab's ja nicht gelernt. Ich bin ja gelernter Elektriker.

Was er übrigens auch nie verstanden hat, dass ich das sofort nach der Lehre, nämlich 7 Tage nach der Gesellenprüfung hab ich gekündigt. Hat er nie verstanden. Da war er einfach, das war für ihn die dümmste Dummheit von allem, was man machen kann. Dann war ich im Militär, dann hätte er das als meinen Beruf bis ans Lebensende gesehen, weil er auch Uniformträger war, für ihn Staatsbedienste zu sein, das Bedienste zu sein, das Beste und sicherste war. Und ich hab's auch wieder sein gelassen, weil's nicht für mich war.

Und so ist das in 1 Tour durchgegangen. Und bei der Fotografie hat er das immer belächelt. Also nicht so, weißt Du, dass er sich drüber lustig gemacht hat, sondern für ihn war das, er hat immer gesagt, auch wenn dir das Spaß macht, das ist nur 'n Hobby. Und ich hab gesagt, mag schon sein, aber ich sage dir, das gibt's auch als Beruf. Schau dir die Berufsfotografen an.

Und da hat's dann einen Knackpunkt gegeben. Und zwar war das, dass ich in Vorarlberg eine Ausstellung gemacht habe mit einem anderen Fotografen zusammen. Und Du musst dich festhalten, dazu mal mit Fetischbilder. Also ziemlich pornografische, provokante Fetischbilder à la Helmut Newton ausgestellt. Die Zeitung hat drüber berichtet und 1 seiner Arbeitskollegen vom Zoll war dort auf der Vernissage und spricht mein Vater am nächsten Tag darauf an und sagt, Du, ist der Christian dein Sohn?

Und der Papa sagt, ja, warum? Hätt natürlich erwartet, jetzt kommt wieder wie früher irgend 'n Scheiß, wo ich gemacht hab. Und er sagt, Du, ich war da auch bei 'ner Fotoausstellung, das ist sensationell, das ist unglaublich, der ist so talentiert. Und das hat bei meinem Vater dann, ab dort hat er nie mehr etwas Abschätzunges oder Minderdes darüber gesagt. Das hat er gebraucht von außen.

Und zwar aus seines gleichen Kreisen. Weißt Du, das war auch noch wichtig. Mhm. Und dann hat er gemerkt, okay, dass ich schon, dass er sich auch drauf verlassen kann, dass wenn ich was tue, an das ich glaube, es auch gut ist. Auch wenn er sich's nicht vorstellen kann.

Mhm. Und das war dann auch Okay. Zeitgleich mit diesen letzten 10 Jahren, in denen wir noch zusammen waren. Und da hatt ich dann eben diesen Luxus, dass er das ernst genommen hat, dass er mich am Abend bei unserem abendlichen Zusammenkommen immer gefragt hat, wie war dein Tag? Was hast Du heute fotografiert?

Wer sind die Kunden? Was hast Du Neues erlebt und so weiter, ne. Also dann war das für ihn okay. 2 Dinge dazu. Ich glaube, dass eine 1 Entwicklung von Generationen und vielleicht würd ich sogar sagen von Elterngeneration sich, glaub ich, unter anderem auch dadurch ausdrückt, dass Eltern toleranter werden für Veränderungen.

Das ist vielleicht auch 'n Abstrahleffekt von dem, was Du vorhin gesagt hast, dass wir eigentlich ja in 'ner permanenten Welt der Veränderung leben, nichts mehr so ist wie früher und Menschen früher 20 Jahre lang das Gleiche tun konnten und glücklich waren. Ja. Das gibt's heute kaum in der Form noch, also zumindest nicht so. Ich glaube, das ist auch 'n 'n Weg. Und was ich dir noch zurückspielen wollte und das vielleicht hoffentlich mitm Schmunzeln für dich von, das ist Episode 29.

Und ich würde jetzt einfach vom Gefühl her sagen, in 15 Episoden haben diese Menschen, die ich interviewt habe oder mit denen ich 'n Gespräch führen durfte, mir erzählt, dass sie was gemacht haben, was zunächst mal erst mal nicht so auf ihrer Lebensbahn geplant war oder die Eltern sich, sagen wir mal, nicht gewünscht hätten. Und von den 15 Leuten haben bestimmt 13 gesagt, die Eltern, meist der Vater haben gesagt, das ist das Dümmste, was Du überhaupt machen kannst, Herr La. Also dieser Satz kam wirklich sehr, sehr häufig. Mir fallen ja ganz viele an, Jörg Scholle oder David Odenthal, andere, die gesagt haben, mein Vater hat das überhaupt nicht verstanden. Ja, ja.

Da hat gesagt, stimmtste, wie kannst Du den Job aufgeben? Aber genau diese, aus dieser Welt raus in diese Welt des Kindes, also von dir an der Position, diesen zu machen, ja. Der war natürlich für die Leute schon schwierig. Und ich find es unheimlich friedlich und friedvoll und schön, wenn Du sagst, so diese letzten 10 Jahre gab's da sone Harmonie und mein Vater hat das erkannt. Das zeigt auch, find ich, für ihn letztlich jetzt zu ihm dann, was er fürn starker Charakter war, dass er einfach das auch angenommen hat, auch im hohen Alter noch sozusagen gemerkt hat, okay, der Christian macht das, was ihn erfüllt, der kann das gut.

Das ist der richtige Weg, ne. Also Ja. Find ich gemacht hat für ihn, er war Künstler, weißt Du. Er ist, man man hat bis jetzt nur oder ich hab nur das Bild erzählt vom uniformierten Zöllner, das, den er übrigens dann nicht mehr war. Er war dann ein Vorstamm, der war in der in der höheren Bürohierarchie aufgestiegen.

Er hat eigene Lieder komponiert. Er war Opernsänger. Er hat er war in einem Gesangsverein, die ganze Opern aufgeführt haben miteinander. Und er hat wirklich, also es gibt sogar eine CD mit nur Lieder, wo er geschrieben hat. Wow.

Also Du merkst oder er hatte diese Seite auch, aber das war der Knackpunkt war, das war für ihn Hobby. Und das hat er auseinandergehalten, ne. Es muss 'n Beruf geben, der muss Sinn machen und der muss sicher sein und der muss regelmäßig Geld bringen. Und auf der anderen Seite ist das, was dir Spaß macht, das kann dann alles sein, was dir Spaß macht. So muss man das sehen, ja.

Also er hatte schon beide Seiten und deswegen auch deutlich mehr Verständnis auch für meine künstlerische Seite, wo ich ihn bewiesen hab, das kann man auch als Beruf dann machen, ne. Cool. Ja, schon mal vielen Dank, dass wir so in deine Kindheit schauen durften. Ich hoff, Du hast auch 'n paar Reflexionen bekommen davon. Jetzt hab ich folgendes Problem bei dir.

Also wir haben 'n Studio in Los Angeles. Wir haben Playboy Fotografie, wir haben Uno Mission auf Zypern. Ja. Wir haben ganz viele Dinge und ich muss es irgendwie sortieren, beziehungsweise wir dürfen es irgendwie sortieren, deswegen würd ich dich einfach bitten, dass Du vielleicht, bevor wir zur legendären Schnellfragerunde kommen, mal mal so bis zum Alter von, ich weiß nicht, in welchem Alter wir jetzt sind, aber Lehrer macht man so mit 16, 15, 16, 17, vielleicht noch mal so bis 20 noch mal erklärst. Wie ging's so nach diesen 7 Also Du hast ja gekündigt nach 7 Tagen, sagtest Du.

Dann hattest Du ja vermutlich schon 'n Ziel, wo Du hin wolltest. Was war das an der Stelle? Das würd ich so nicht behaupten, aber ich wusste mal, was ich nicht mehr will. Elektriker sein. Und das ist Elektriker sein, ne.

Da gibt's übrigens eine coole Anekdote, die muss ich raushauen, weil die so witzig ist. Genau. Hab bei dem, da hat sie mal Personalchef gekündigt, nach diesen 7 Tagen. Und der hat gesagt, ja, aber was Gottes willen, warum machst Du so was und wo willst 'n hin? Und ich wusste nichts und hab aber ausm Stegreif heraus einfach, irgendwas zu sagen, hab ich gesagt, na wer weiß, vielleicht geh ich zu Formel 1.

Und jetzt musst Du dir das so vorstellen, meinem Vater hab ich das gar nicht erzählt, weil ich Angst hatte vor seiner Reaktion oder schon wusste, dass er das nicht mögen wird. Und er war mit diesem Personalchef in einem dieser Vereine und trifft den Monate später. Und und da fragt der Personalchef meinen Vater, Du, was macht 'n der Christian jetzt? Und mein Vater schaut ihn so an und sagt, bei euch arbeiten? Und der sagt, nee, nee, der hat schon vor Monaten gekündigt.

Und dann sagt mein Vater so irgendwie, ja, aber was wie, das hat er mir gar nicht erzählt. Ja, was hat er gesagt? Dann sagt er, ja, er wollte zur Formel 1, was mich ziemlich in den Zwang gebracht hat, meinem Vater zu erklären, dass das alles nicht so schlimm ist. Gerettet aus dieser Situation hab mich dann die Einberufung zum Bundesheer. Weil da da konnte es dann keinen Job mehr annehmen und so war ich dann ziemlich gleich nach meiner Lehre für 8 Monate beim Militär in in Österreich.

Und das hat mal diese Lücke dann aufgefüllt, ne. Okay. Und jetzt hast Du diese, bei uns heißt das Grundwehrdienst, glaub ich, hieß das damals, Hast Du erledigt und wo wo hat's dich dann hingetrieben? Ja, das war weißt Du auch dort wieder eine Geschichte, die ich wollte unbedingt Bergführer sein, schon als Kind. Und dann war ich als Jugendlicher auf 1 Hütte im Stubertal und hab dort als Hüttenbusch gearbeitet.

Und anstatt, dass ich Geld bekommen hätte, hab ich mit dem Geld Kurse bekommen zum Bergführer. Mhm. Sommer- und Winterkurse hat man früher das so unterschieden, ne. Und wo ich die Kurse beieinander hatte, dazu mal hätte die Prüfung zum Bergführer 40000 Schilling gekostet, was eine Unsumme war. Und die meisten Bergführer haben das so gemacht, dass sie sich für 2 Jahre bei 'ner Bergsteigerschule verpflichtet haben, dann hat die Bergsteigerschule die Gebühr übernommen.

Und bei mir war 'n Cousin von mir, Vizeleutnant und Heeresbergführer beim Militär. Und der hat in dieser Phase, also ich muss da den Dreh 16 17 gewesen sein, hat der mir gesagt, sei nicht deppert, geh zum Bundesheer, verpflichte dich dort für 2 Jahre und mach den Heeresbergführer, den kannst Du dann ins Private umschreiben lassen. Mhm. Das war mein Plan. Jetzt komm ich ins Militär im in Tirol als Gebirgsjäger, was ich ja unbedingt sein wollte als Heeresbergführer und werde dort ein Lkw Fahrer.

Warum? Weil ich den Lkw Führerschein schon hatte. Und da war gab's kein Wenn und Aber. Und da hab ich zum ersten Mal erfahren, okay, nicht was ich will funktioniert, sondern was die wollen funktioniert. Hab mir aber schon gleich angewöhnt, wenn die sagen, ich soll das machen, mach ich das, dann ist Ruhe, aber parallel mach ich das andere.

Und so war das dann, ja. Also ich hab Grundwerdienst gemacht mit der Absicht, mich zu verpflichten, weil er als Bundeswehr mich nicht in die Schiene Heeresbergführer schicken wollte, hab ich nach 8 Monaten diesen Verein wieder verlassen und auch abgeschlossen damit, ne. Ich hab mein Wehrdienstbuch verbrannt aus Zorn heraus, dass ich nicht Karriere dort machen darf, ne. Und erst viel später aus Geldmangel heraus bin ich als vereinte Soldaten, Soldat wieder eingerückt. Und nach der Frage, hat jeder von euch 'n Wert ins Buch?

Hab ich gesagt, nee, meins hab ich verloren, hab's in Wahrheit angezündet. Und dann hab ich wieder 'n neues Wert ins Buch bekommen und daraus sind dann noch mal 10 gute Jahre im Dienste des österreichischen Bundes her entstanden, ne. Okay. Dann würde ich sagen, machen wir an der Stelle mal kurz 'n Break und gehen mal in die Schnellfragerunde. Die mach ich immer gerne, einfach den Menschen son bisschen zu charakterisieren und kennenzulernen.

Mhm. Und deswegen würd ich sagen, starten wir mal rein, wenn Du ready bist. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Das heißt Urban Samurai. Mhm.

Und handelt von? Das ist 'n das ist 'n Anwalt, der das geschrieben hat, der sich selber auf Instagram nennt er sich Fighting Loia. Ist 'n Kampfsportler und Anwalt. Und der Urban Samurai hat eine, der schafft eine Verbindung zwischen den Weisheiten und Lehrern der Samurai, die ja mehrere 100 Jahre zurück liegen und alt sind, in diese anwendbare Heute Zeit. Und damit natürlich verfolgt er nicht vordergründig ein sich schlagenden Schwertkrieger, sondern er nimmt die Werte, diese 7 Werte des friedvollen Krieges her, die er umlegt auf anwendbare Möglichkeiten in der heutigen Zeit.

Cool. Klingt spannend. Welche App benutzt Du am meisten? Also wenn ich mein Handy befragen würde, würde es entweder Youtube oder Instagram sagen. Okay.

Mehr oder Berge ist bei dir, glaub ich, klar. Ja, was würdest Du Also ich würde sagen, entweder Berge oder beides. Nee, also eindeutig Berge. Ja, okay. Ja.

Eindeutig. Kam ja aus der Vita schon son bisschen raus. Ja. Frühaufsteher oder Nachtmensch? Frühaufsteher.

Son richtiger. Ja, 6 15. Also ich hab immer 6 30 bis 7 Uhr meine Morgenmeditation. Mhm. Das mach ich jetzt schon seit 5 Jahren so, ne.

Also ich steh immer 6 15 auf. Und da hab ich eine Morgenroutine, die geht bis halb 8. Okay. Du gehst ja auch regelmäßig, kleine Zwischenfrage, Du gehst ja regelmäßig auch ins Schweigekloster, das bekomm ich ja immer wieder mit. Denn auch wenn wir nicht direkt miteinander kommunizieren, also zumindest ich folge dir ja immer und les alles und und viele Sachen, dann bekomm ich immer mit, dass Du wieder mal eine Woche im Schweigekloster bist.

Genau, alle 6 Monate ist das. Also zweimal im Jahr. Sehr beeindruckend. Kaffee oder Tee? Kaffee.

Kaffee. Hast Du 'n Lieblingsgericht, so als Frau Alberger? Gibt's da irgendwas? Also wenn Du den Frau Adelberger fragst, dieses Cashpetzle. Das ist einfach, das kann man nur in Frau Adel essen, auch wenn die Schwaben behaupten, sie haben's erfunden.

Das ist wahrscheinlich gar nicht wahr. Okay. Du könntest dir für einen Tag eine Superkraft aussuchen. Egal, was es ist, was würdest Du gerne mal für eine Superkraft haben? Fliegen.

So wie Superman, weißt Du? Ja, ja. Das wär geil. Das ist genau exakt der gleiche Wunsch meines letzten Gastes. Ach, ich ich wär gern superschnell an jedem Ort der Welt, also so wie diese Marvel Helden, so sagen, ich flieg Kids mal schnell oder Jumper oder Hyperspace oder was auch immer nach New York.

Und zack, in 2 Sekunden bin ich New York, ja. Herrlich. Das wär krass, ja. Jetzt eine spannende Frage aus 2 Aspekten. Eigentlich ist das eher sone private Frage, aber bei dir auch beruflich motiviert, analog oder digital?

Digital. Mhm. Du merkst, da war eine Zögerung, Ja. Etwas zögerlich, weil ich eigentlich noch grade im Moment mir überlege, wieder etwas Analoges zu wollen, weißt Du, aber dann wirklich nur für meine eigene Freude. Mhm.

Für alles andere beruflich, ich bin so dankbar dieses etwas schnellere, leichtere, Digitale in der Zeit, in der wir leben. Doch, doch. Cool. Gibt's Filme oder einen Film, der dich besonders berührt hat, den Du empfehlen würdest? Spontan fällt mir als Allererstes ein, die stille Revolution.

Das ist für mich so ganz 'n wegweisender, das ist eigentlich eine Reportage über den Bodo Janssen, der von der von dieser Obsttalblumen Hotelkette heraus der Dorn, der entführt wurde. Mhm. Und dann zum Chef dieser Kette geworden ist, einfach nur durch Erbwege und dann gelernt hat mit dieser Ablehnung der Mitarbeiter, das Unternehmen, wo das er zuerst verkaufen wollte aus aus der Ablehnung der Mitarbeiter heraus, hat er mit 1 eigenen Komplettveränderung im Benediktinerkloster beim Anselm Grün in ein wundervollstes Unternehmen verwandelt. Und obwohl diese Reportage sicher schon 10 Jahre alt ist, ist sie für mich heute noch federführend, wie zukünftig gearbeitet werden wird. Super für Führungskräfte, super für Unternehmer Selbstständige.

Mega, die stille Revolution. Schau ich mir auf jeden Fall an. Unbedingt, meine Empfehlung. Du hast, ich hab noch eine Superkraft. Ich kann dir nämlich ermöglichen, mit 1 Person deiner Wahl zu Abend zu essen ausführlich 'n ganzen Abend lang, und zwar egal, ob sie aktuell noch lebt oder schon 500 Jahre tot ist.

Mhm. Gibt's irgendeinen Menschen, bei dem Du sagst, boah ey, mit dem mal 'n Abend zusammen, das wär's? Ja, schau, das ist, also da hab ich schon, da hab ich schon öfter mal so drüber nachgedacht. Und jetzt aktuell ist es tatsächlich der Miyamoto Musachi, der der gefürchtetste Samurai auf dieser Welt war, aber auch der Philosoph, der diese ganzen Bushido, die Werke des Samurais geschrieben hat. Das wär eine Granate, mit dem sich noch unterhalten zu können.

Das wär klasse. Aber das ist wirklich sehr temporär, ne. Jetzt grad in dem Moment bin ich sehr in dem Thema Samurai mit drin und das fasziniert mich sehr. Das ist doch absolut okay. Gibt's irgendwas, für das Du im Moment grade aktuell, weil Du es auch eben so sagtest, besonders dankbar bist?

Ich bin dankbar, gesund zu sein. Das ist für mich jeden Tag eigentlich die Hauptdankbarkeit, die ich in mir trage. Mhm. Was darf in deinem Kühlschrank nie fehlen? Im Moment sind's Pudding.

So so, ich liebe diese Proteinpudding, die's grad aktuell überall gibt. Mhm. Okay. Mag ich auch und ich mag am meisten die, egal, ich sag jetzt keine Marke. Ja.

So, letzte Frage bei dir. Normalerweise frag ich die Menschen immer auf ihre nach ihrer Glücksskala, mach ich jetzt mal nicht. Ich hab eine andere Frage, die speziell nur für dich ist. Mhm. Bin sehr gespannt, was Du da sagst, mein lieber Christian.

Wofür wurdest Du geboren? Jetzt auch den Menschen vorauszugehen. Mhm. Ich hab früher und das war, deswegen hab ich ein bissel gestottert, noch nicht so lange her, die Menschen im Herz zu berühren, war ganz lang meine gefühlte Mission. Das ist auch, was Du von und fühle deine innere Schönheit spürst, die Menschen im Herz zu berühren.

Und ich bin tatsächlich aus dieser Aufgabe heraus einen Schritt weitergegangen und hab verstanden, es geht darum, dass jemand, wo den Weg gegangen ist, den Menschen vorausgeht, die dorthin wollen, aber den Weg alleine nicht gehen würden, weil sie Angst haben. Aber das ist ja genau das, was Du mit dem Buch auch machst. Genau. Es ist gar kein Widerspruch eigentlich. Ist nicht anders, es ist nur eine, es ist eine andere Wortwahl für dasselbe.

Ja. Also ich tauche in dieses Buch ein, liebe Audience, ist tatsächlich so und ich mach pitchia nicht, aber es ist einfach so. Es ist das wertvollste Buch, das ich im Schrank habe. Und ich tauche in dieses Buch ein und in dem Moment übernimmst Du mit deinen Worten die Führung. Mhm.

Und ich fühl mich unfassbar gut dabei. Mhm. Ist wunderschön. Lass mich voll auf diese Gedanken ein und es ist megamegaschön. Also es hat mir so viele schöne, wertvolle Stunden schon geschenkt, das Buch und wird's auch noch, solange ich lesen kann.

Okay, Christian, Du bist durch die Schnellfragerunde bravourös durchgedonnert. Frage Frage jetzt mit Blick auf die Zeit und generell auf dein bewegtes Leben. Wir könnten ja, ich glaube, 8 Stunden reden und würden nicht alles besprechen. Wie wie kriegen wir's hin sozusagen jetzt? Du wirst jetzt in meinen in meiner Vita Betrachtung warst Du jetzt noch mal 10 Jahre beim Heer.

Oder bist bei der bei beim Heer gewesen. Jetzt kommt ja irgendwann dieser Moment, Gang nach in die USA, Werde zum Fotograf, dann auch wieder der Change. Also ist ja unfassbar, wie wir das jetzt irgendwie alles komprimiert zusammenkriegen. Deswegen muss ich mich jetzt auf deine Hilfe verlassen, dass Du das irgendwie nicht im Stakkato, aber mal son bisschen einsortierst für uns. Denn da waren ja 'n paar Changes drin, ja.

Das ist supereasy. Das sag ich dir nämlich der Umstand. Es waren nicht 10 Jahre beim Militär, sondern es waren in 20 Jahren 10 Jahre als Fotograf und 10 Jahre im Militär. Und das eben meistens im Abstand immer von 6 Monaten. Ah, okay.

Ich war 6 Monate in der Lage als Fotograf, dann war ich 6 Monate auf Einsatz, dann war ich wieder Fotograf, dann war ich wieder im Einsatz, dann war ich wieder Fotograf, dann war ich wieder im Einsatz. So hab ich das da hingezogen und das ist aber gar nicht freiwillig, weißt Du, bewusst als Lebenskonzept gewesen, sondern ganz ehrlich, ich war eher zerrissen und hab mich an beiden Plätzen nicht wohl genug gefühlt, nur 1 zu machen. Ich bin also quasi immer vom einen zum anderen geflohen. Das musst Du dir so vorstellen in Los Angeles, ich meine, das sind natürlich sehr konträre Welten. Die Glamourwelt, wo Du ansprichst, Playboy und so weiter, Das war wundervoll, aber auch enorm oberflächlich und teilweise massiv verlogen nach meinen Werten.

Also nicht betrügerische Lüge, sondern einfach nur dieses oberflächlichste tun als Fake. Da war nichts echt. Mhm. Und ich hab darunter so gelitten, dass ich mich natürlich erinnert hab an die militärischen Zeiten und gewusst habe, dort war das alles nicht der Fall, weil's dort nicht Sinn macht, ne. Im Einsatz ist jeder froh, der am Leben bleibt für den Tag.

Der wird sich hüten am am am Abend irgend eine Geschichte zum Drucken, was fürn toller Typ er ist. Und so hab ich in der in den Kriegseinsätzen mich tatsächlich erholt in dem Pool von Wahrhaftigkeit. Und bin aber dann immer wieder, weil das Elend dann auch seinen Zoll verlangt hat bei mir, wieder in dieses Beauty- und Schönheitstun zurück, weil ich mich erholt habe vom Dreck. Und hab aber dann wieder diese Sättigung gehabt von den Lügen und bin wieder in den Krieg, dort war alles ehrlich und so weiter. Und ich kann's noch in einem Satz auflösen oder vielleicht sind's auch 2, weil man würde sich jetzt fragen, 20 Jahre lang, dieses Hin und Her sagt schon aus, ich hatte keinen besseren Weg.

Ich wusste, keiner der beiden alleine tut's, aber ich wusste auch, beides in Kombination ist keine dauerhafte Lösung. Und erst mit meiner eigenen Reflexion, also mit meiner, ich sag immer am Tiefpunkt angekommen, das war, wo ich 45 war. Da war ich im Einsatz in vor Somalia, da hab ich Schiffe bewacht vor beratenangriffen und hatte son Moment, wo ich gemerkt habe, eigentlich suche ich die Kugel, die mich befreit von diesem ewigen, sinnlosen Hin und Her. Und dann bin ich über diesen Gedanken so erschrocken, dass ich mir gedacht hab, echt jetzt? Du hast nix in dein Leben, wofür Du jetzt sagen würdest, dafür lebe ich oder dafür lohnt es sich zu leben?

Und das weißt Du nur zur Erklärung, es war nicht suizidär, aber es war so wie sinnlos, sinnbefreit. Es war Leere, die ich gespürt habe. Dann habe ich kurz mal alles an den Nagel gehängt, Waffe und Kamera und hab gesagt, okay, no more, das kann's nicht gewesen sein. Und dann habe ich den entscheidenden großen Unterschied gemacht, indem ich Hilfe geholt hab zum ersten Mal in meinem Leben. Und in dieser Hilfe, in diesem mich selbst anfangen zu verstehen, in diesem mit Mentoren zusammenzuarbeiten und auch mich unterrichten lassen von diesen Menschen in ihren Fähigkeiten, habe ich dann gelernt, dass es ja nur meine Vorname war, im Krieg gibt's Wahrhaftigkeit und in der Fotografie nur Lüge.

So was wär, wenn die Wahrhaftigkeit des Krieges in die Fotografie kommt. Und das ist das Wunder gewesen, nachdem dann dieses Buch entstanden ist. Ab dann war für mich alles anders. Ab dann hat's so was wie eine Zusammenführung von beiden Welten gegeben. Ich war immer noch Fotograf, ich hab auch noch Einsätze gemacht, aber ich hab sie als dann zum ersten Mal als eine Person mit einem Leben mit 1 Tätigkeit verbunden.

Wow. Das ist, das ist ja natürlich schon wahnsinnig beeindruckend sozusagen, diese Reflexion und auch der lange Zeitraum. So viele Jahre zwischen diesen Welten getaumelt zu sein, sag ich jetzt mal, oder die eine Welt von der anderen ernährt zu haben, wieder in die Fake Klamär, Klamurwelt einzutauchen zu können, weil Du lange genug im Dreck gelegen hast, sag ich jetzt mal, sinnbildlich. Das ist ja schon wahnsinnig stark. Wenn ich mir jetzt vorstelle, Du bist auf diesem Schiff oder Du passt auf son Schiff auf, damit es nicht von Piraten überfallen und Du merkst in dem Moment irgendwann wahrscheinlich wie aus dem Nichts merkst Du, okay, für was mach ich das eigentlich jetzt ganz genau?

Und und wie wär's eigentlich, wenn mich jetzt eine Kugel trifft, okay, scheißegal, ne, dann dann hab ich diesen ganzen Mist hier nicht mehr. So stell ich mir das irgendwie sinnlich vor. Jetzt kannst Du ja nicht ans Telefonbuch gehen und sagen, wo ist denn der Mentor gegen, keine Ahnung, wie ich das jetzt nennen soll, ja. Sinn sinnlos ich, gegen sinnloses Leben oder Sinnlosigkeit im Leben. Wie wie wie findet man dann in dem Moment einen Mentor?

Der, eigentlich findet der dich. Das ist auch sone Geschichte, ne. Das darf man jetzt nicht pauschalieren. Das kann auf jedem Weg sein. Die Frage ist immer, die noch clevere Frage davor wär, warum warten wir so lang, bis große Schmerzen uns so klar niedermachen, dass wir gar nicht mehr anders können, weil so war's bei mir genau gleich.

Ich war am Ende. Ich hab bei meiner Ex Freundin, mit der ich 15 Jahre zusammen war, also das war meine absolute Lebenspartnerin zu der Zeit, von der ich mich vorher schon getrennt habe, auf dessen Sofa praktisch jeden Abend im Vollsuch nach Hause gekommen bin, dorthin und aufm Sofa geschlafen hab. Das war mein Zustand. Ne. Und auch von dort an natürlich wieder hoffend wieder auf einen Einsatz zu kommen, weil was anderes kannte ich ja nicht.

So, und da ist sie eigentlich federführend gewesen, meine Ex Partnerin, die dann gesagt hat, Du, ich kenne eine Frau, das ist eine indianische Schamanin, die kann dir helfen. Und ich hab dazu mal in der völligen absoluten, weißt Du, auf der einen Seite alles scheißegal, auf der anderen Seite aber auch nicht daran glauben, zu ihr gesagt, mir ist alles wurscht, wenn Du in, also damit ich hier nicht das Sofa verliere, bring sie. Und ich mach mit der was. Und die Frau, das war eben mein Glück, die war so stabil, weil ich hab die eigentlich nur gequält. Also ich hab die blöd angeredet, ich hab alles ehrlich gemacht, was die gesagt hat.

Ich wollte irgendwo Hilfe, aber ich wollte nicht Hilfe von ihr oder überhaupt Hilfe annehmen wollen, ne. Und die Frau war so stabil, die ist einfach vor mir sitzen geblieben, hat mich angelächelt und hat einfach, die ist nicht mehr gegangen. Und ich hab dann gesagt, Du, ganz ehrlich, wieso gehst Du nicht? Und dann sagt sie, weil ich's genieße, einmal so ein Arschloch wie dich gefunden zu haben. Ich geh's irgend sicher nirgends hin.

Also ich lerne von dir, so nachm Motto, ne. So, Du bist wirklich 'n absolutes Traumbeispiel für 'n Vollidiot. Und das hat mich gebraucht, Deswegen hat die richtige Person eigentlich mich gefunden. Denn hätte ich von mir ausgesucht, ich wär auf die Idee nicht mal gekommen. Ich hätt in diesem Lager nicht gesucht.

Und dabei sind sehr wertvolle Dinge entstanden. Also die Frau hat für mich ganz, ganz viel gemacht, hat aber auch zusätzlich noch bei mir installiert, dass ich gemerkt habe, vieles von dem, was sie wohl hatte, in dieses hinein als Schamanen arbeiten zu wollen, bei mir entdeckt. Also das war noch sone Witzigkeit, die da mitgekommen ist, noch viel zu früh für mich. Ich konnt das ja nicht zuordnen. Ich wollt ja nur heilen, ich wollt ja nur für mich wieder ganz sein.

Und das ist dann von der Schamanin über einen Energetiker über eine Psychotherapie, wo ich auch 2 Jahre gemacht hab, über dann meine eigene Ausbildung zum NLP Hypno Coach und und und Kommunikationstrainer und so weiter. Also ich hab buchstäblich von meiner eigenen Heilung lückenlos weiter mich ausbilden lassen, weil ich so faszinierend fand, was man da alles kann heute ist es halt der Fall, einfach weil ich gemerkt habe, da kann ich dieser Mission, den Menschen im Herz berühren oder eben den Menschen vorangehen, noch viel mehr bewirken. Wie jetzt nur mit der Waffe oder nur mit der Kamera. Mhm. Praktiziert die Schamane noch?

Davon geh ich aus, wobei ich keinen Kontakt mehr mit ihr hab. Weißt Du, wie sie, oder magst Du den Namen sagen? Ah, der fällt mir nicht mal mehr ein. Okay. Wenn ich ehrlich bin.

Schade, macht aber auch nichts. Im Vornamen und den Nachnamen kann ich mich gar nicht erinnern, ne. Ja. Aber ist ja auch egal, weil ich finde die Konsequenz, aus der eigenen Heilung sozusagen 'n neuen Weg zu finden, find ich absolut logisch. Also ich glaube, das wird ihr sehr häufig passiert oder solchen Menschen, die anderen, dir auch, wenn Du andere Menschen aufn Weg bringst und und ihnen hilfst.

Und deswegen find ich das Und ich glaube auch, dass diese Frau in dem Moment, wo Du so richtig Arschlochig warst, ja, die, die einfach die die Chance gesehen hat. Voll. Die konnte die hat einfach das Potenzial erkannt. Die hat gewusst, okay, da ist 1, ich glaube, die, die dann am lautesten sind, und das ist vielleicht auch son bisschen die Parallele zur Grundschule dann, die dann am lautesten, am härtesten und derbsten sind, die haben vielleicht die größten Defizite, ja. Das ist so und was die noch haben und das, glaube ich, ist auch 'n wertvoller Impuls für Menschen, die sich da vielleicht wiedererkennen, die können was aushalten.

Die brauchen diese Anerkennung nicht, sich gut zu fühlen, sondern die können im Oppositionslager auch aushalten. Also ich hab gemerkt, dass diese, oft die Lauten oder diese Querulanten, die so asymmetrisch gehen, sehr gute Anführer sind. Hab ich im Militär immer wieder gesehen. Die sind zwar nicht sehr umgänglich, aber die haben die Gabe auszuhalten, wenn etwas nicht konform ist. Und das, glaube ich, war bei der Schamanen auch schon in ihrem Wahrnehmungsfeld.

Wobei Schamanen, weißt Du, die arbeiten ja anders. Die überprüfen das mit ihrem höheren Auftrag. Und da ist simpel, ne. Also wenn die fragt nach, soll ich dem helfen und wenn da ein Ja kommt, dann geht die keinen Millimeter mehr weg. Das andere wär ja alles nur Verstand, das nützen die gar nicht, ne.

Die brauchen den Verstand nicht. Und weißt Du, ich sag dir noch was, wenn Du's sagst oder weil da da da wär ja eine 1 clevere Idee dahinter, ne. Schick dort Leute hin. Aber ich merke, die Menschen, die haben jetzt grade im Moment oder ist ja Riesenbedarf. Also wenn ich sehe, wie die Menschheit gesamt aus der Balance gerät und immer noch mehr aus der Balance gerät, dann merkst Du auf der anderen Seite den Bedarf.

Es braucht jetzt Menschen, die wirklich stabil sind. Nicht eine theoretische Idee haben oder irgendeinen Diplom an der Wand, sondern jetzt braucht's jemand, der das selber völlig klar und ruhig aushalten kann und dann wirklich da sein kann für diese Leute. Und Christian, wenn ich dich da aber nicht kurz einhalten darf an der Stelle, find ich total find ich total wichtig den Impuls. Menschen, die wirklich stark sind und dich auch Stück weit führen irgendwo auf 'nem Weg. Und es ist ja, also viele unserer Zuhörer*innen heute werden aus der Marketingblase kommen, weil da komm ich ja ursprünglich her Ja.

Und bin da ja auch noch. Und deswegen möcht ich einfach den Impuls an der Stelle aufnehmen und sagen, und das gilt auch für Marken. Total. Aber Menschen suchen auch starke Marken, Marken, die Werte haben, Marken, die führen, grade in der Welt, wo alles KI gestützt mit 'nem Informations Tsunami überrollt wird, ja, Mhm. Ist es umso wichtiger, deine Werte erkennen.

Und ich find 'n super-, super Entwicklung. Ich hab vorhin über Generationenentwicklung gesprochen. Ich seh's an meinen Kindern, meine Töchter sind 18, 26. Mhm. Die machen viel, viel weniger das, was vermeintlich Sinn macht und viel mehr das, was sie wollen.

Super. Und das ist so geil, ja. Find ich auch. Find ich finde, das ist eine Entwicklung. Und deswegen bin ich komplett bei dir.

Ich glaube, so Menschen wie Du oder die Schamanen oder generell auch so den Podcast wie diesen hier, braucht's. Und der hat viel mehr Nährboden heute als vor 50 Jahren. Weil die junge Generation, die kommt und sagt, okay, ich bin aber nicht auf der Welt, 8 Stunden, 40 Jahre zu arbeiten und dann mit Ischias und Gicht und Kraum Star mit 65 bis 75 noch 10 Jahre zu leben, sondern ich besuch den Sinn des Lebens viel früher. Ja. Das ist heute 'n ganz anderes Bewusstsein als zu unserer Jugendzeit und noch Generation davor.

Deswegen glaub ich, ist es 'n wahnsinniger Bedarf, bin ich komplett bei dir an dieser Führung, an dieser Führung in Liebe für das, was ist. Mhm. Für das, was kommt und für das, was war, ja. Mhm. Und das find ich total, also das ist 'n megawichtiger Moment auch in dem Podcast, find ich, das noch mal klar raus zu arbeiten.

So wie Du da bist und so wie Du dich empfindest, Du Christian in dem Moment oder Du da draußen in dem Moment, so bist Du richtig. Ja. Und das ist wirklich so die Megabotschaft, die ich ja auch immer wieder über den Podcast transportieren möchte, mach das, was Du fühlst. Und deswegen passt, fühle deine innere Schönheit auch so schön dazu. Mhm.

Könnte man übrigens in die Fortsetzung bringen mit jetzt fühle deine innere Kraft. Genau. Weil die Menschen in die Kraft zu bringen, weißt Du, ist eine inneren Angelegenheit. Das hat nix mit Fitnessstudio zu tun. Und diese Kraft ist immer im Urauftrag.

Die ist nicht einfach nur da, sondern die ist bei jedem Menschen versehen mit, was hat der zu tun? Und weißt Du, wie viele an dieser Frage ein Leben lang herumknagen und scheitern und keine Antwort kriegen. Und Du sagst es auch, das ist so wertvoll, weißt Du? Unsere Generation, ja, wir waren eine Übergangsgeneration. Wir sind entstanden, wo es noch klar war, Arbeit hat nur einen Zweck und das ist Sicherheit und Geld.

Oder in dem Sinn ist ja ein Zweck, ne. Durch Geld Sicherheit. Und heute, die wie Du mit deinen Töchtern das beschreist, das macht mir so viel Freude, weil die tun sich den Scheiß nicht mehr an und die haben's auch irgendwo einfach nur nicht mehr geglaubt. Weißt Du, denen wurde wahrscheinlich der gleiche Dreck erzählt. Aber die haben dann gesagt, da bin ich mir jetzt nicht so sicher.

Da hör ich mal lieber auf mein Gefühl, das sagt, hab Spaß und lass das andere weg, ne. Und das wär ja für uns in unserer Kindheit Jugend unmöglich gewesen, auszusprechen. Ja, das stimmt. Ich glaube, da darf man auch sich überlegen, wir jetzt, nämlich ist eine Mischgeneration, hat nämlich eine wertvollste Wichtigkeit aus meiner Sicht, Werte von vorher, die sehr, sehr viel besser waren wie die Werte, die heute teilweise weitergegeben werden, vermischt mit dem mit der Lust der Freude folgen zu wollen, in ein neues Gesamtes zu bringen. Und da sind wir gefordert.

Mit wir meine ich, Du und ich. Ja. Unsere Generation und die, die das schon begriffen haben. Und dann darf man natürlich die 2. Frage stellen, wie ist das lebbar?

Wie kann man das wirklich in son Alltag auch integrieren? Mhm. Und ich glaube, da ist 'n wahnsinniges Potenzial, da sind wir sehr, sehr, sehr gefragt. Und ich fand auch geil, dass so die Kombi, weißt Du, diesen diesen dieses Marken zu Lebenskonzepten. Das ist nämlich alles dasselbe.

Das ist auch wie etwas Organisches, ne. Firmen sind wie Familien. Familien haben Strukturen, Firmen haben Strukturen. Und wenn das dieselben sind, spricht, der Chef ist wie mein Vater, heißt auch, der kümmert sich mich wie einen Sohn. Ja.

Ist noch fast unvorstellbar, aber es ist klar, dass die die Richtung dort hingeht. Ich hab in meinen Vorträgen oft 'n Beispiel dabei. Ich weiß die Zahl nicht ganz genau, aber ich glaube, die Tendenz ist klar, wenn ich's erkläre. Das ist eine Studie von Oxford Absolventen quer über alle Fakultäten, also Juristen, Wissenschaftler, egal, Betriebswissenschaftler und so weiter. Und da haben sie 5000 Studenten befragt und dabei kam raus, dass 67 Prozent gesagt haben, wenn ich in 'nem Unternehmen anfangen kann, dass meine Werte, wo ich meine Werte leben kann, wo ich mich sicher geborgen und familiär aufgehoben fühle im weitesten Sinne, ja, also einfach glücklich bin, verzichte ich auf bis zu, ich weiß, die Zahl nicht mehr, 15, 20 Prozent Gehalt.

Ja, egal. Also die, das ist die Generation heute. Wir ja vor 50 Jahren hätten gesagt, hier krieg ich x, hier krieg ich y, ich geh zu y. Ist ja mehr wie x, Punkt, ja. Genau.

Der Vater war völlig klar im Gedanken, der Bub muss doch Elektriker sein, weil das ist doch sicher, ja. Jetzt macht er was völlig anders, das war 'n enormer Change. Und diese Entwicklung ist heute so weit, dass die jungen Leute sagen, okay, ich geh zunächst mal dahin. Oder es gibt sicherlich noch viele, die's trotzdem noch so machen. Aber mehr Menschen sagen heute, für mich zählt das Glück und für mich zählt die Erfüllung und die so, das Wort, das Du häufig benutzt, Wahrhaftigkeit.

Das find ich sehr, sehr wichtig. Also total schön. Die Frage nach dem Sinn. Also das ist auch so was, das ist die Generation jetzt fragt nach dem Sinn. Wofür soll ich das tun?

Oder wir hätten früher die Antwort bekommen, na ja, dass Du Geld kriegst. Und weil wir wissen, das zieht bei den Jungen als alleiniges Argument nicht mehr. Fragen sie, was ist denn deine Mission? Wofür ist dieses Produkt? Dient das der Menschheit überhaupt?

Oder dient das nur deiner eigenen Habgier, lieber Firmengründer? Und so weiter, ne. Also dieses wofür ist auch eine kritische Frage, aber bei dieser Sinnfrage, das ist sehr, sehr geil für die Seele, denn die Seele sehnt sich ja immer nach dem Sinn. Gar nicht nach den Umständen oder materiellen oder was auch immer im Außen sein könnte. Das ist der Seele völlig wurscht.

Aber was die Seele braucht, ist 'n ehrlichen Sinn, son Auftrag. Und dann kommt sie in ihre wahre Größe. Und das ist jetzt die Zeit, weißt Du, wo man sich da natürlich zuerst mal fragen darf, aber dann auch entsprechend den Antworten sich verhalten darf. Ne. Lass sein den alten Scheiß, wenn Du's vielleicht bisher gemacht hast.

Ist doch völlig wurscht. Mach's jetzt anders, ne. Aber das ist, aber mein Lieber, weißt Du was? Das beste Beispiel dafür ist, dieser Podcast. Und und unserer Zeit jetzt, die Zeit, die Du mir geschenkt hast und unseren Hörern schenkst und deine Geschichte, die Du uns schenkst und diese anderthalb Stunde, die wir wahrscheinlich am Ende haben, wo wo man natürlich sagen kann, macht das Sinn.

Und jetzt könnte jemand kommen, könnte sagen, was, ihr habt da kein Geld für bekommen und ihr habt keine Werbepartner und ihr vermarktet ja den Podcast nicht. Kommen Leute zu mir und sagen, könnt sie doch machen, ja. Ja. Aber ich mach's für meine Seele und ich mach's für die Seele von euch da draußen und dass ihr was lernt und dass Christian und mir und euch gut geht, wenn wir das werden. Ja.

Und das ist das primäre Ziel. Und ich glaube, das ist total wichtig und schön, das noch mal raus zu arbeiten. Ja, wunderschön. Das ist wunderschön. Das fühlt sich auch sehr, sehr, sehr danach an, lieber Uwe.

Ja. Gut, mein Lieber, dann kommen wir mal so langsam auf die Zielgerade, sag ich immer gerne, der Aufnahme, juhu. Obwohl wir ja, und ich glaube, ihr da draußen habt das gemerkt, wir könnten so viel noch tiefer reingehen, ja. Mich würde schon noch mal interessieren, wie läuft son Shooting ab? Oder auch, was was passiert genau bei soner Kriegsmission et cetera?

Aber das machen wir vielleicht in irgend 'ner anderen Folge. Genau. Oder bei anderer Gelegenheit. Du hast mal gesagt, das Leben sei geprägt von Streben nach Authentizität. Zumindest hab ich das als Zitat von dir gefunden.

Aha. Was bedeutet Wahrheit oder ich würde es bei dir noch mal anders nennen, was bedeutet Wahrhaftigkeit eigentlich für dich, so kurz wie möglich zusammengefasst? Ja. Ehrlich sein. Ehrlich zu sich selbst, nicht nach außen.

Und authentisch ist ist für mich dasselbe, also authentisch sein heißt einfach nicht mehr, anderen Gefallen zu wollen sein, sondern sein, weil ich bin. So wie ich's gesagt hab mit den Tieren. Ich find immer, die Tiere sind die besten Beispiele. Das ist das beste Beispiel. Tier und Kinder auch.

Ich mein, schau, das Kind scheißt sich in die Windel und verlässt sich drauf, dass das jemand wegmacht. Lächelt dabei, ne. Ja, genau. Das ist, das ist, weißt Du, das ist Urvertrauen oder authentisch sein, weil das Kind sagt, ist nicht mein Problem, ich brauch jetzt was zu essen, ne. Stimmt, ja.

Und das Kind, ich sag auch immer gerne, und das ist ja so platt, wie wie wirklich stimm ich das Beispiel? Das Kind fällt hin, es möcht gern Lauf. Es hat die intrinsische Motivation, da will es hin, das ist sein Wille. Und dann fällt's hin und steht's auf und dann fällt's hin und dann steht's auf und dann fällt's hin. Und könnt natürlich noch dreimal sagen, macht ja hier keinen Sinn.

Ich fall da ständig hin. Der lebt aber nicht mehr so, ne. Es geht immer wieder auf und läuft so lang, bis das richtig läuft. Ja, ich liebe das Beispiel. Und das stimmt, Tiere, also ich hatte ja langen Schäferhund, von dem ich sehr viel gelernt hab, das der ist auch der Authentischste, den ich mir als Lebewesen überhaupt vorstellen kann.

Ich glaube, das ist auch das, was Menschen so an Tieren unter anderem auch mögen, natürlich lieben Menschen. Ich warte jetzt der letzte Podcast mit Marcus Tirock, der 'n Hund hat, 'n Emma und liebt sie über alles. Und ich, aber ich glaube auch, der Grund, dass Tiere uns wirklich son Stück weit erden, indem sie einfach komplett im Moment leben, komplett authentisch sind, nicht bewerten. Mhm. Der Hund bewertet nicht, warum kommst denn Du 6 Uhr nach Hause oder 7 Uhr?

Der freut sich immer, wenn Du kommst, ja. Und das ist einfach unfassbar schön und ich glaube, das braucht man auch 'n Stück weit. Jawohl. Christian, gibt's momentan von den Dingen, die wir besprochen haben so auf der Metaebene, gibt's 'n Projekt oder 'n Ziel oder 'n Milestone, der dich besonders beschäftigt grade? Ich hab sehr starke Motivation und Ambitionen, was ganz Neues zu tun eigentlich.

Also ich merke bei der Fotografie, das geht bei mir jetzt immer mehr in Richtung Kunst. Was heißt, ich werd's nicht mehr kommerziell betrachten? Ich steh zur Verfügung, aber ich hab jetzt keine Idee mehr, dass ich sage, das ist meine Hauptmission und von dem will ich am meisten tun. Und ich hab seit jetzt knappen Jahr eine neue Firma, die heißt Mountain Bootcamp. Und da hab ich sone Kombi verstanden, nämlich ich nehme die Menschen, die mal ganz bei sich ankommen wollen, mit in die Berge.

Wow. Und da da geschehen Wunder, wo ich immer wieder erneut das Gefühl hab, ich hab gar nix gemacht. Das war alles nur die Natur. Und ich Weißt Du wie Du da bist? Weißt Du wie Du da bist?

Genau wie dein Papa. Ja, genau. Absolut. Ich bin der Birk Führer im Moment, ja. Ihr hattet euer 2 Mann Mountain Bootcamp damals schon viele Jahre.

Absolut. Das stimmt. Und weißt Du, wie Du Du bist Du wieder. Ist der Veränderungsteil und Mountain beschreibt einfach nur, wo das stattfindet, ne? Aber ich hab gemerkt, die Menschen brauchen, die muss man jetzt mit ein bisschen mehr Druck aus ihren alten Mustern rausholen.

Und die entscheiden sich natürlich freiwillig für mich. Aber wenn sie sich für mich entschieden haben, dann nutze ich diese alten Welten für genau diesen Prozess. Und der wirkt jetzt seit diesem Jahr, ist er noch jung, enorm. Also das wirkt Wunder bei all den Menschen, die bis jetzt schon mit mir losgezogen sind. Und wie schön Du da all deine Leidenschaften kombinieren kannst, ja.

Das war nicht gar nicht Grund. Das Und ich glaube, eine Sache noch dazu, dass dass es Mountain Bootcamp heißt, find ich total wichtig, weil ich glaube, diese diese Ehrfurcht vor der Natur, egal ob Du so bist wie Du, ich würde jetzt mal sagen, Mensch der Natur liebt ich auch. Ich geh fast jeden Mittag, also jetzt die letzten Tage wegen aus gesundheitlichen Gründen nicht, aber immer spazieren im Wald. Ich liebe diese Wald duschen, ich brauch das, ich muss in die Natur. Und ich liebe das auch.

Und ich glaube, diese Ehrfurcht vor diesen großen Bergen, vor den Wald, vor der Stille, vor den Geräuschen, vor den Gerüchen, das hilft einem enorm auf diesen Transformationsprozess, weil es ist immer eine Transformation. Es kommt 'n anderer Mensch zurück als der, der losgelaufen ist. Und das ist, glaub ich, auch das Ziel. Mega Wenn man das an der Stelle dann, weißt Du, da kommt die Kraft. Das eine ist Reset und das andere ist dann die Kraft, wo aus innen herauskommt.

Geht nicht mehr weg, das bleibt bei dir, ne. Das hast Du dann. Ja. Superkriegst. Ja, toll.

Okay, wir sind bei den vorletzten und der letzten Frage, mein lieber Christian. Du darfst in deinem Lebensumfeld, ich wohn wohnst Du in Wien immer noch? Yes. Ja, Du bist noch in Wien. Okay, dann gibt's vermutlich in deiner Nähe irgendwo eine größere Kreuzung oder im Kreisverkehr oder so was.

Mhm. Du darfst einen Monat lang auf diese Kreuzung eine Leuchttafel aufstellen, son Riesending, ja, so so riesig. Was steht auf der Leuchttafel? Ich, ganz sehr geil. Es kommt mir nur ein Wort, aber ich hab mir die ganze Zeit gedacht, Du kannst ja nicht nur ein Wort hinschreiben, aber doch kannst Du.

Weil es kommt Soll ich dir sagen, was dir fürn Wort kommt? Welches? Liebe? Nee, kraftvoll. Kraftvoll, okay.

Tatsächlich war im letzten Podcast der Markus, ich hab ihn schon erwähnt, Markus Tirock, Grüße gehen raus, auch 'n ganz toller Talkgast, der wahnsinnig viele Prominente der Welt kennengelernt hat. Tom Cruise, Sir Peter Ostinow, Inge Meise und so weiter. War auch megainteressant. Und der hat gesagt, ich schreib nur Liebe auf die Tafel. Mhm.

Ist auch sehr geil, ja. Aber kraftvoll find ich genauso geil. Also überhaupt die zu sagen, ich nutze die die Fläche nicht mit irgendwelchen Messages, sondern ich schreibe da eine Sache drauf. Ja. Ja.

Und gibt ja im Buddhismus son schönes Beispiel, wo die wo die Schüler den den Meister fragen, wie bist Du so meisterhaft geworden? Und da hat er gesagt, wenn ich esse, ess ich. Mhm. Das war seine Antwort, ja. Und die find ich so, da steckt so viel drin.

Mega. Gut. So, Christian, ich danke dir. Schade, dass es schon rum ist. Ich ich bin immer wieder bei jedem Gast überrascht, wie schnell die Zeit vorbeigeht.

Ich hab noch eine letzte Frage. Welchen Menschen müsst ich unbedingt mal hier einladen? Und ehrlicherweise, ich muss noch mal kurz unterbrechen, sorry, das macht man eigentlich nicht als als Gastgeber, aber ich, eine Person ist in diesem Podcast viel zu kurz gekommen. Und das möcht ich jetzt noch ganz kurz revidieren, zumindest ansatzweise, nämlich deine liebe Frau Laura. Mhm.

Und ich weiß, wie viel Energie sie dir gibt. Und ich weiß, ich hab in einem anderen Podcast gehört, wie ihr euch kennen und lieben gelernt habt und was sie zu dir gesagt hat und was dich fasziniert hat. Deswegen auch noch mal die Größe an sie. Und sie hat 'n unfassbar geiles Vorwort zu deinem unfassbar geilen Buch geschrieben. Also mehr Promo kann ich nicht machen, weil Leute, es ist einfach das beste Buch, was es auf der Welt gibt, zumindest für mich, ja.

Perfekt, fühle deine innere Schönheit. Und sie hat son tolles Vorwort geschrieben. Mhm. Deswegen auch da noch mal, die Laura würd ich jetzt mal rausnehmen, weil die würd ich auch wahnsinnig gern irgendwann mal einladen mit der Migrationsgeschichte, mit der Geschichte ihrer Mutter, die in deinem Buch vorkommt. Also ich teaser mal 'n bisschen für euch da draußen an, besorgt euch das Buch irgendwie.

Es ist einfach nur Augen öffnen. Ja, so. Aber jetzt von Laura mal abgesehen, darfst Du irgendeinen Menschen empfehlen, von dem Du sagst, der hat eine spannende Vita, lad den mal in deinen Podcast ein. Gibt's da jemand? Ich habe, absolut habe ich jemand.

Das ist ein Mensch, den ich seit vielen Jahren so wie dich über online kenne, das Gefühl hab, sehr gut kenne und den ich jetzt aber zum Unterschied von dir zum ersten Mal in echt getroffen hab, als ich grad in Leipzig aufm Fotoshooting war. Als ich grad in Leipzig aufm Fotoshooting war, hab ich den zum ersten Mal in echt erlebt, ne. Und wir sind im Café gesessen, haben uns dort 3, 4 Stunden lang einfach bestens unterhalten. Und dieser Mensch heißt Stefan Seitz, also mit ZEITZ geschrieben. Mhm.

Der ist, der hat mit mir an der gleichen Akademie NLP studiert. Von daher kannten wir uns, aber wir waren nicht aufm selben Kurs. Mhm. War nur bei der gleichen Firma, aber unterschiedliche Zeiten. Und da sind, da hat's eine Gruppe gegeben und aus der Gruppe kenn ich ihn und mit ihm hab ich schon viel gemacht, viele Gespräche geführt, viele Sachen auch teilweise aufgenommen, aber ich hab ihn noch nie gesehen.

Und der hat eine sehr, sehr liebevolle, auch ein bisschen aus dem Zen heraus abgeleitete Sicht auf die Dinge und hat aber auch sehr viel Erfahrung, weil er er hat ganz andere Leben davor gelebt, ne. Er hat seine Leben immer permanent wieder an die Wand gefahren, wieder ganz neu zu beginnen. Und er hat eine gute Idee, das wär für mich immer son Kriterium, auch für dich, eine gute Idee, was es fürn Weg gibt. Was kann man denn noch für Wege gehen in die Veränderung oder in dieses noch schönere, bessere Leben, ne. Mhm.

Ja cool, den werd ich auf jeden Fall anschreiben. Vielen Dank für den Tipp. Ja, sehr gerne. Ja, mein Lieber, dann sind wir durch. Frage noch für die Audience, frag ich dich stellvertretend.

Ich weiß es ja, aber wo trifft man dich am besten? Wo sollen die Leute dich kontaktieren, wenn sie 'n Shooting wollen, wenn sie mit dir 'n Bootcamp machen wollen, was ich mir gut vorstellen könnte, dass es Leute gibt, die jetzt da Bock drauf haben. Wo sollen sie sich kontaktieren? Ich weiß, Du bist son Instagram Fan, ja. Ja.

Also bei mir ist meistens Instagram, da hab ich auch 2 Accounts fürs Mountain Bootcamp 'n eigenes und für meine Fotografie 'n eigenes. Und ich hab sone klassische Line-up von Webseiten 2, 2 Instagram. Und auf LinkedIn bin ich jetzt neuerdings zusammengenommen. Das ist sehr spannend. Da hab ich nur ein Profil für beide Firmen.

Mhm. Und ich poste da abwechselnd aus dem und aus dem heraus und das verwirrt die Leute total. Das ist das ist für manche völlig nicht nachvollziehbar. Was will der jetzt, ne? Ist er jetzt das oder das?

Aber ist für mich son Test, mal zu schauen, was ist 'n, wenn's nur ich bin, ne, wenn ich einfach mehrere Sachen mach, aber ich als Person einfach nur ich bin. Ja. Ja. Und so wie Du als Person bist, bist Du unfassbar inspirierend. Danke.

Letzter Tipp von mir für euch da draußen, schaut euch auf Youtube einfach mal. Es gibt 'n Video, das ist, glaub ich, zweieinhalb Minuten, da sagst Du, ich bin Christian Holzknecht und das ist meine Mission. Und ich finde, da erklärst Du immer noch unfassbar gut, was Du den Menschen gibst. Und dafür dank ich dir ganz herzlich und für die Zeit, mein Lieber. Dankeschön.

Dankeschön, danke schön Danke. Wolfgang. Danke, dass Du Dafür, wir sehen uns auch bald mal persönlich. Es wird wirklich Zeit und dann werden wir auch schnell 4 Stunden vorbeihaben, das glaub ich. Ich freu mich sehr drauf.

Ich freu mich sehr drauf. Danke dir. Und Grüße an die Laura. Mach's gut. Richtig gerne aus.

Alles Liebe. Bis dann, lieber Oliver. Tschüs. Tschau.

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