Cover: Vom Kampfsport zur Conversion | Markus Kellermann | BTS #18

Vom Kampfsport zur Conversion | Markus Kellermann | BTS #18

10. April 2025 79:17 Min. Zu Gast: Markus Kellermann
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Worum es geht

In Folge 18 von 'Behind the Story' spricht Wolfgang Jung mit dem Digitalmarketing-Experten Markus Kellermann. Markus blickt auf seine Kindheit zurück, erzählt von den Werten seiner Eltern und wie diese seinen Weg geprägt haben. Ein persönliches Gespräch über Herkunft, Prägung und den Bogen vom Kampfsport zum Digitalmarketing.

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Autor: BTS - Behind the Story

Zu Gast

Experte im Digitalmarketing

Markus Kellermann ist ein Experte im Digitalmarketing und spricht in dieser Folge über seine Kindheit und die prägenden Werte seines Elternhauses.

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Transkript

Herzlich willkommen, ihr da draußen. Herzlich willkommen, Du da draußen zu Behind the Story, Ausgabe 18. Ja, Ausgabe 18 und wie immer geht's bei mir heute darum, mit meinem Gast, den ich schon sehe, ihr noch nicht hört, aber bald, mit meinem Gast über seine ganz eigene Heldenreise zu reden, über sein Leben, über seinen Weg, über seine Entscheidungen, über die Ups und Downs und alles das, was ihn eben zu dem Menschen gemacht hat, der jetzt hier in bei mir im Studio sitzt. Behind the Story ist dafür da, dass Du 'n bisschen was daraus lernst und vielleicht die eine oder andere Entscheidung in Zukunft etwas einfacher treffen kannst oder dich an diesen Podcast erinnerst. Auch heute habe ich wieder 'n ganz, ganz tollen Gast.

Mein Gast ist nämlich heute Markus Kellermann. Markus ist Geschäftsführer der Digitalmarketingagentur MII oder myxpos 360, da wird er nachher noch mal was zu sagen zu dem Namen, Mit Sitz in Augsburg. Markus ist eine feste Größe im Bereich des Digitalmarketing, insbesondere im DACH Raum für Performancemarketing bekannt. Er hat über 20 Jahre Erfahrung in diesen Bereichen, Affiliate Marketing, SEO, E-Commerce und Performancemarketing und gehört damit zu den gefragtesten Experten bei uns in der Branche. Ich freu mich natürlich wahnsinnig, denn er hat eine interessante Vita.

Zum Beispiel hat er begonnen bei der Erwin Müller Versandhaus GmbH, hat dann später 'n Unternehmen gegründet, da werden wir noch drüber reden und dann am Ende oder als letzten Schritt bis dato zusammen mit Alexander Geisenberger, auch Grüße an ihn raus, seine Agentur gegründet. Er ist 'n innovativer Stratege. Markus ist bekannt und so kenne ich ihn auch als 'n gefragter Speaker, der aber auch sehr auf Netzwerke Wert legt und sehr viele Menschen miteinander in Verbindung gebracht hat schon. Er ist Herausgeber des Affiliate Trend Reports, ehemaliger Gründer von Tactics und der Affiliate Konferenz und der Betreiber des Affiliate Blogs. Ich glaube, ich hab noch nicht mal die Hälfte von dem vorgelesen, was man alles hätte vorlesen können.

Worauf ich aber noch sehr viel Wert lege, ist auch zu sagen, Markus liebt es auch, in seiner Freizeit zu wandern. Er ist 'n sehr naturverbundener Mensch. Das seh ich auch immer wieder in seinen Social Media Kanälen. Ich glaube, insbesondere in den Bergen, auch darüber werden wir wahrscheinlich gleich reden. Er ist Fan des TSV 860 München und interessiert sich leidenschaftlich für digitale Trends.

Ich glaube, das ist jetzt erst mal genug der Vorrede. Ich seh ihn dir schon, lieber Markus. Vielen Dank, dass Du bei mir bist. Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer.

Herzlich willkommen, Markus Kellermann. Ja, hallo Wolfgang. Vielen Dank für die Einladung und die warmen Worte. Und ich hab's dir ja im Vorfeld schon geschrieben. Ich bin so dankbar, dass ich da sein darf, weil alleine die letzten Wochen, wo ich mich vorbereitet hab auf deinen Podcast, für mich so so schön waren, einfach die letzten 46 Jahre noch mal zu reflektieren und Revue passieren zu lassen.

Und ich find das Format ja insgesamt so toll, weil es ja auch eigentlich eine Art Audiobiografie von den Menschen ist. Und ich lieb ja so Formate, wie zum Beispiel auch Hotel Matze, wo Menschen einfach von sich persönlich erzählen. Und deswegen freu ich mich einfach mega auf die Zeit jetzt mit dir und dass ich 'n bisschen was von mir erzählen darf. Ja, ich dank dir schon mal dafür. Ich freu mich auch, weil Du auch 1 der Menschen bist und ich sag das ja immer wieder, man hat mit sonem Podcast Format jetzt nicht wahnsinnig viel Feedback so über die Kanäle, aber ich bekomme immer wieder persönliche Nachrichten und Menschen, die mir schreiben, so wie Du mal geschrieben hast.

Ich hör dich immer beim Joggen und find das ganz cool, dass das Format auch eine gewisse Länge hat. Also scheinbar bist Du 'n ausdauernder Läufer dementsprechend oder hörst es auf 2 Sessions, ja, und auch für das Feedback, was Du mir gerade gegeben hast. Also vielen Dank schon mal dafür. Lieber Markus, ich beginne die eigentliche Heldenreise immer so in der ersten Phase des Bewusstseins, also meistens so in dem Alter 5, 6, 7, wo man sagt, okay, da hab ich bewusste Erinnerungen an meine eigene Kindheit. Wie sieht's da bei dir aus?

Wo startet so deine persönliche Heldenreise? Ja, wo startet sie? Also ich bin momentan und da bin ich auch aufgewachsen und lebe schon seit 46 Jahren im schönen Susamtal, genauer gesagt in Pfaffenhofen an der Susamt. Das ist 'n 'n kleines Dörfchen mit 950 Einwohnern. Hier bin ich aufgewachsen.

Ich war noch nie weg von hier, also zumindest nie woanders gewohnt. Und ja, bin ganz normal in die Grundschule gegangen, war zuvor in 'nem katholischen Kindergarten, also so richtig mit Nonnen. Das heißt, ich bin christlich aufgewachsen, bin dann, glaub ich, mit 6, 7 so was auch zu den Pfadfindern gegangen. Und war, glaub ich, schon immer jemand, der ja, ich sag's mal, rastlos ist, der, ich würd's nicht sagen hyperaktiv, aber der immer irgendwelche neuen Herausforderungen gesucht hat. Und es begleitet mich eigentlich schon mein ganzes Leben und auch meine Kindheit und meine Jugend.

Das heißt, ich war nicht nur bei Pfadfindern, sondern ich war dann auch Kindermoderator bei 'nem lokalen Radiosender Radio RT 1 Nordschwaben, die immer sonntags eine 1 Kindersendung machten, wo ich dann auch mitmoderieren durfte als als Kind. Und ja, erinner mich letztendlich an eine ganz schöne Kindheit, wie's aufm Land so typisch ist, dass man sich dann nach der Schule mit seinen Freunden trifft. Das war bei uns hier im Ort ein kleines Bänglein, wo man sich immer getroffen hat. Und damals war's ja schön, es gab noch keine Handys, sondern man hat in der Schule vereinbart, wann und wo man sich trifft. Und es hat immer super funktioniert, kann man sich heutzutage wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen.

Aber ich erinner mich auf jeden Fall an eine ganz tolle Kindheit und eine ganz tolle Jugend. Und muss auch dazu sagen, dass Wir haben ja jetzt im Oktober noch mal Nachwuchs bekommen, meine Frau und ich. Und zum einen ist das schön. Und ich muss sagen, wenn ich jetzt unseren unseren Kleinen Niklas so sehe, reflektiere ich und erinner mich selber auch an meine Kindheit. Also das klingt jetzt irgendwie blöd, aber wenn ich hier unseren Kleinen sehe, der hier in seinem Schlafanzug abends liegt, dann kommen mir irgendwie so im Hinterkopf die Erinnerungen, wie's bei mir damals so war.

Ist irgendwie ganz verrückt, aber es kommt mir so vor, wie wenn ich mich selber an meine Babyzeit erinnern würde. Mhm. Und wenn Du jetzt son bisschen schaust, okay, Pfaffenhofen, Schule, Kindergarten, das klingt alles sehr nach Behütet sein. Wie war denn die Situation bei deinen Eltern, sofern Du das erzählen willst? Also vor allen Dingen interessiert mich immer, welche Werte und welche Prägung haben die mitgegeben oder was glaubst Du, was haben sie dir mitgegeben?

Und wie ist es jetzt bei dir? Du bist ja nun a die Perspektive Kind im Blick mit Blick auf deine Eltern, aber b natürlich auch Vater mit Blick auf deine Kinder. Würdest Du sagen, Du bist da ähnlich oder wie hat sich das weiterentwickelt? Also mein Vater war Verwaltungsbetriebswirt bei der Deutschen Bahn. Meine Mutter war Hausfrau.

Ich würd sagen, ich bin sehr behütet aufgewachsen, hab auch viele Freiheiten von meinen Eltern bekommen. Die haben mir viel Vertrauen geschenkt und hat letztendlich auch dazu geführt, dass ich schon mit 19 dann zu Hause ausgezogen bin und da weiter die Freiheit gesucht habe. Aber auch da seh ich viele Parallelen, zum Beispiel unserem zweiten Sohn, der jetzt 10 geworden ist und der jetzt mit 10 anfängt, sozusagen sich schon 'n bisschen abzukapseln und jetzt von sich aus gesagt hat, er möchte erst dem Fischereiverein im Ort beitreten. Was für mich 'n bisschen komisch war, weil bei uns in der Familie ja keiner was mit Fischen zu tun hat. Aber auch da ist es so, dass ich da viele Parallelen zu mir sehe, weil's bei mir nicht angefangen hat, dass ich dann auch so mit 9, 10 dann selber Dinge in die Hand genommen habe, wo ich gesagt hab, das das möcht ich jetzt einfach Das fing zum Beispiel ganz komisch damit an, dass ich Kugelschreiber sammeln wollte.

Und es müsste ja auch so mit 9, 10 gewesen sein und damals auch eine ja, der größten Kugelschreibersammlungen Deutschlands hatte. Das waren über 20000 Kugelschreiber. Und ich damals schon so weit war, sozusagen da Werbung in eigener Sache zu machen. Das heißt, ich hab damals TV Produktionen angeschrieben, Radioproduktionen und war dann sogar sogar eingeladen bei sat 1 Frühstücksfernsehen mit der Sammlung. Ich war bei Vampi auf RTLZWEI, ich war im bayerischen Fernsehen.

Ich war bei ganz vielen Radioformaten, in ganz vielen Zeitschriftenformaten. Und das war alles initial von mir damals im Kindesalter. Das heißt, ich hab damals scheinbar schon Medienformate irgendwie unterbewusst geliebt, genauso wie das Radiomoderatoren. Und ja, ich diese ganzen Phasen, die ich hatte, ob das Pfadfinder war, ob's jetzt eben diese Kugelschreibersammlung war oder auch viele andere, die hab ich irgendwie alle immer sehr exzessiv ausgelebt. Also es gab irgendwie nichts, was ich irgendwie so halbherzig gemacht hab, sondern irgendwie alles, was ich gemacht hab, hab ich immer mit mit Vollgas vorangetrieben.

Und das begleitet mich irgendwie schon mein ganzes Leben. Mhm. Und ich glaube, das ist ja auch son bisschen das der Wesenszug von dir und auch, so kenn ich ihn auch in Alexander. Ihr beide habt ja X-Post, so kannte ich's damals noch, 360 gegründet. Genau und das ist am eigentlich auch son bisschen sinnbildlich.

Wenn ich jetzt die Werte übertrage auf heute, dann glaube ich auch, dass ihr Menschen seid, die die alles sehr, na ja, sehr innovativ, aber sehr mit Vollgas nach vorne machen. Also wenn dann eine Entscheidung getroffen ist, dann wird die auch durchgezogen, so kenne ich euch ja auch. Also ist interessant, die Werte. Glaubst Du, dass dieses dieses selbstständig sein, dieses schon Medienformate ausprobieren, auch dieses nach außen gehen son bisschen, ich sag mal, im besten Sinne Rampensau schon zu sein als Kind, dass das in deiner DNA steckt oder ist das irgendwie eine Vererbungssache? Das ist eine gute Frage.

Ich glaub, das ist eine Mischung einerseits vielleicht dadurch, dass mir meine Eltern eben sehr viel Freiheit gegeben haben und ich die dann vielleicht auch positiv genutzt habe und aber vielleicht auch unterbewusst ja, bestimmte kreative Dinge hatte, die ich ausleben konnte, ja. Also sei es als Radiomoderator, wo ich mich ja auch proaktiv dann ans Radio gewendet habe mit 7 oder 8, wo ich da angerufen hab und hab gesagt, braucht ihr 'n 'n Kindermoderator für eure Kindersendung? Oder dann eben mit der Kugelschreibersammlung aktiv bei den bei den Fernsehformaten mich mich sozusagen beworben habe. Ich glaub, das hat unterbewusst schon in mir gebrodelt. Und dadurch, dass ich eben viele Freiheiten hatte und da meine Eltern nicht irgendwie gesagt haben, was machst Du da jetzt von Quatsch?

Und mach doch erst mal deine Schule oder andere Dinge richtig? War das, glaub ich, schon, denk ich mal, Teil meiner meiner DNA, obwohl meine Eltern ja jetzt nicht klassische Unternehmer sind oder auch jetzt nicht irgendwie kreativ veranlagt sind? Aber scheinbar hat das irgendwie in mir geschlummert. Kann man, glaub ich, schon so sagen, ja. Mhm.

Also klingt zumindest so, genau. Wie hat sich denn die Karriere dann, die Karriere in Anführungszeichen, dein Leben dann weiterentwickelt? Also Grundschule in Pfaffenhofen, vermute ich mal oder in der nächsten Kreisstadt dann? Genau, die Grundschule war Gott sei Dank auch hier in Pfaffenhofen. Das heißt, ich konnte jeden Tag zu Fußing gehen.

Ist das heute noch so, wenn ich fragen darf? Ja, ist heute noch so, was natürlich schön für unseren Sohn ist, dass er auch zu Fußing gehen kann. Und damals ging man ja noch bis zur sechsten Klasse in die Grundschule. Das heißt, erst in der siebten Klasse ging man dann in die nächsthöhere Schule. Das war dann bei mir die Realschule.

Die war dann ungefähr 10 Kilometer von hier entfernt. Da fuhr ich da mitm Bus hin. Das war ich dann 4 Jahre. Und wir hatten vor 2 Wochen dreißigjähriges Klassentreffen. Und ich muss sagen, das war so toll, weil wir damals son eingeschworener Haufen waren.

Wir waren ja 4 Jahre sozusagen jeden Tag in der Schule zusammen. Und wir waren nur 19 Schüler in der Klasse. Und als wir uns vor 2 Wochen wiedergesehen haben, das war für mich so ein vertrauensvolles gemeinsames Gefühl, so eine Wärme, die ich da gespürt hab. Und es war einfach auf jeden Fall eine 1 tolle Zeit. Also ich hab da viele Anekdoten gehört, dann an die ich mich gar nicht mehr erinnert hab, wie wir zum Beispiel gemeinsam uns geweigert haben, eine Probe zu schreiben.

Weil dieser dieser Stoff, der dort abgefragt wurde, vorher nicht richtig vermittelt wurde. Und dann hat die Klasse einfach spontan entschieden, wir schreiben diese Probe nicht. Und alle haben gleichzeitig mitgemacht. Es hätte dann für den Lehrer eine Möglichkeit gegeben, jedem eine 6 zu geben, aber dann wäre er natürlich vor dem Rektor schlecht dagestanden. Deswegen hat er dann die Probe einfach verschoben.

Und wir durften die dann nachschreiben. Es war nur ein tolles Erlebnis, aber wir hatten damals einfach eine 1 ganz tolle Zeit und das ist mir vor vor 2 Wochen beim Klassentreffen noch mal bewusst gewesen. Und Habt ihr euch dazu anders mitnehmen? Die nächsten 4 Jahre sozusagen meiner Kindheit. Habt ihr euch da zum ersten Mal wieder getroffen oder macht ihr das regelmäßig?

Wir waren es tatsächlich regelmäßig. Also das war jetzt nicht zum ersten Mal, aber das dreißigjährige Klassentreffen und das Zwanzigjährige und das Zehnjährige wird bei uns von der Schule organisiert. Das heißt, da haben sich dann auch alle Parallelklassen von damals getroffen. Das heißt, dort haben wir da nach nach 10 Jahren auch die die Schüler der Parallelklassen endlich mal wieder getroffen. Ah, guck mal, das ist die Schüler die Schüler mit denen ich tagtäglich zusammen war, da treffen wir uns tatsächlich regelmäßig.

Aber trotzdem ist es jedes Mal immer wieder 1 1 1 sehr schöne Erfahrung. Mhm. Frage, zweigeteilte Frage. Wenn ich den sechzehnjährigen Markus fragen würde, ich glaube, mit 16 geht man von der Realschule ab, wenn ich das jetzt richtig gerechnet habe, so ungefähr. Was wirst Du mal beruflich machen?

Was hätte der mir geantwortet? Das ist eine sehr gute Frage, weil damals in der Realschule gab's son Berufsinformationstag. Mhm. Und der 1. Berufsinformationstag war, glaub ich, direkt in der siebten Klasse.

Und da kam son Bus vom Arbeitsamt und da konnte man sich verschiedene Berufe raussuchen. Und das 1., was ich mir rausgesucht hab, war Gerüstbauer, weil es nämlich für diesen Beruf damals das meiste Lehrgeld gab. Also absoluter Quatsch eigentlich. Aber Gott sei Dank hab ich mich dann nicht für Gerüstbauer entschieden, sondern letztendlich hab ich mich dann beworben als Kaufmann. Und muss sagen, ich hatte jetzt nicht das beste Zeugnis, sondern ich hatte son Dreier-, vierter Schnitt.

Ich musste damals 40 Bewerbungen schreiben, da eine Lehrstelle zu bekommen. Hab angefangen mit Bankkaufmann, dann hab ich mich beworben für einen Industriekaufmann, dann für Einzelhandelskaufmann. Und letztendlich nach der vierzigsten Bewerbung hab ich da eine Ausbildungsstelle bekommen als Bürokaufmann. Mhm. Okay.

Und zweitgeteilt der Frage, wenn ich deine Schulkollegen damals gefragt hätte, so mal 2 Mädels, 2 Jungs aus deiner Klasse, was würd 'n der Markus später mal machen? Was glaubst Du, wie hätten die dich eingeschätzt? Kaufmann? Ich glaube, dadurch, dass die ja wussten, dass ich so umtriebig bin und so kreativ bin und das mit der Kugelschreibersammlung gemacht hab, hätten die mich, glaub ich, schon eher im Medienbereich zugewiesen, weil ich damals auch, sag ich mal, kein Nerd war. Aber wir hatten damals in der Schule auch Wahlfächer und das war bei mir die Programmierung.

Das heißt, wir haben damals in der Realschule schon Programmierung gelernt mit Gav Basic. Und ich hatte damals auf meinem Nachbar schon einen Computer. Der 1. War der Atari achthundertXL, der nächste war dann der Schneider PC Schneider Euro PC. Und ich war damals schon 1, der während der Schulzeit da sehr viel mit dem Computer experimentiert hat, programmiert habe.

Ich war ja der Wenigen, der nach der Schule immer die Computerbild gelesen habe. Das heißt, die haben damals schon, glaub ich, gemerkt, dass ich da sehr umtriebig bin, sehr nerdig bin. Deswegen hätten die mich, glaub ich, schon eher diesen Medienbereich zugeordnet. Okay, cool. Das kommt ja irgendwie auch schon, das passt schon alles sehr gut zusammen.

So diese Mediengeschichte plus son bisschen Computernerdie, was ja Affiliate Marketing auch immer son bisschen mitschwingt im Affiliate Marketing, finde ich schon sehr, sehr cool. Ja, schön. Wir machen jetzt sozusagen am Ende der Realschule bei dir jetzt erst mal 'n Break und gehen in die Schnellfragenrunde. Du kennst das ja schon, Du hast das Briefing hier bekommen. Ich hab natürlich noch ein, 2 andere Fragen mit reingemischt, damit Du son bisschen Adrenalin auch hast, sozusagen.

Ich hätte aber noch eine Frage zu den anderen Sachen. SAT. 1 Radio RT1 Not Schwabben. Gibt's da noch irgendwas? Kann man da den Markus Kellermann der Jugend noch sehen irgendwo?

Also zum einen hab ich die Radioaufnahme damals nach wie vor auf Kassette. Ich hab die Leute noch nicht digitalisiert. Was ich allerdings digitalisiert hab, waren die ganzen Fernsehaufnahmen, die hatte ich als Videokassette und hab die vor 'n paar Jahren mal digitalisiert auf auf USB Stick. Aber die gibt's, glaub ich, nirgendwo im Internet zu finden. Okay.

Ja, das wär mal eine Rechercheaufgabe. Damals gab's da keine Mediatheken. Sollte man mal perplexen, wie ich grade gelernt habe, heißt das. Wär mal interessant, ob's das irgendwo zu finden gibt, ja. Ja, okay.

Gut, mein Lieber, dann gehen wir mal in die Schnellfragerunde. Und die beginnt mit der Frage, hast Du 'n Lieblingsbuch und wenn ja, welches? Ich hätte sogar 2, die ich auch gerne empfehlen würde. Also zum einen bin ich ja großer Comedy Fan und les alles von von Tommy Jaut, also so so einfache Bücher wie Vollidiot, Millionär, Resturlaub, also alles, wo's wo's irgendwas zum Lachen gibt. Aber die Bücher, die ich gerne empfehlen würde, war 1 der ersten Fachbücher, die ich Ende der Neunziger gelesen habe.

Und zwar ist das von der Kerstin Friedrich und heißt das neue Einmaleins der Erfolgsstrategie, EKS Strategie. Und zwar geht's darum, dass also die EKS Strategie ist die engpass konzentrierte Strategie. Da geht's darum, dass man sich auf ein bestimmtes Thema konzentriert, wo es einen Bedarf gibt für eine ganz spitze Zielgruppe. Und diese Philosophie, die ich da Ende der Neunziger gelesen hab, die zieht sich eigentlich auch durch mein ganzes Leben. Das heißt, viele Dinge, die ich sowohl beruflich, aber auch privat mache, zielen darauf ab, dass ich versuche, mich auf ein Thema zu spezialisieren, wo 'n Bedarf da ist, wo 'n Lied da ist, wo es eine ganz spitze Zielgruppe gibt.

Und da hab ich sehr viel aus aus diesem Buch gelernt und kann das auch nur nur wärmstens empfehlen, weil's mich in meinem Berufsalltag eigentlich immer auch unterbewusst begleitet hat. Und das 2. Buch, das ich letztes Jahr gelesen hab und was mich sehr nachdenklich gestimmt hat, ist 25 letzte Sommer von Stefan Schäfer. In dem Buch geht's darum, dass 2 unterschiedliche Männer mittleren Alters, ich glaub, das sind beides so 55. 1 ist 'n Manager aus der Großstadt, der am Wochenende in sein Landhaus fährt und doch zufällig einen Landwirt kennenlernte, ähnlich alt ist wie er.

Und die beiden Typen sind komplett unterschiedlich und lernen sich dort eben kennen und schließen sozusagen Freundschaft. Und im Laufe diesen Wochen dieses Wochenendes philosophieren sie immer mehr sie sind jetzt beide 55 und haben durchschnittlich lebt der durchschnittliche deutsche Mann, wird er ja 80 und kommen dann zu dem Schluss, dass sie eigentlich nur noch 25 Sommer vor sich haben. Und wenn man das sieht, dass es eigentlich nur 25 Jahre sind, was sich ja viel mehr anhört, sondern nur noch 25 Sommer vor sich hat, lernen diese beide Männer eben ja kennen, dass dass es dass die Zeit eben sehr wertvoll ist und dass man jeden Augenblick eigentlich nutzen sollte und dass 25 Sommer eigentlich gar nicht mehr so viel sind, sondern dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren sollte, dass man jeden Augenblick genießen sollte. Und das hat mich sehr nachdenklich gestimmt, weil ich jetzt ja auch schon ja 46 bin. Das heißt bei mir meistens nur noch 36 Sommer.

Und das ist eigentlich gar nicht mehr so viel, wenn man das so reflektiert. 36 Jahre würde man sagen, ja, da kann man ja noch viel machen, das kann man hinausschieben. Aber wenn man reflektierten denkt, in meinem Fall sind nur noch 36 Sommer, bis ich 80 bin, da überlegt man sich oder in meinem Fall schon ganz genau, okay, was bedeutet das eigentlich für mich? Oft ist Arbeit so wichtig? Was ist eigentlich im Leben wichtig?

Wer sind die wahren Freunde? Was möcht ich eigentlich noch alles machen? Was möcht ich noch alles erreichen? Und das wurde mir in diesem Buch ganz bewusst. Und deswegen ist es 1 meiner Lieblingsbücher, was ich auch schon sehr vielen Freunden empfohlen habe.

Wow, also ganz, ganz tolle Erkenntnisse. Und ich find das auch ich find auch so, also das Buch kannte ich nicht, aber das werd ich auf jeden Fall auch lesen. Finde solche Nachdenken oder solche Überlegungen auch immer total spannend. Ich mach's persönlich übrigens so, dass ich immer hochrechne, also wenn ich jetzt zum Beispiel noch 30, 35 oder 20, 25 Sommer hätte, wie alt sind dann meine Kinder? Ich weiß ja, wie alt ich jetzt bin, ja?

So, Du bist jetzt 46. Wenn Du jetzt noch 36 Sommer hättest, dann wär dein jüngstes Kind, was im Oktober geboren ist, deutlich jünger als Du jetzt, wenn Du nicht mehr da bist, ja. Und das sind so die Momente, wo ich mir, wo mir immer klar wird, wie wertvoll Zeit ist, ja. Also das ist schon echt interessant und deswegen auch 'n toller Buchtipp. Danke dafür.

Jetzt bist Du ja Chef 1 Agentur, die Du gegründet hast, hatte ich ja eingangs schon gesagt mit Alexander, die ich als X-Post 360 kenne. Die heißt mittlerweile aber anders. Vielleicht magst Du da ganz kurz mal 'n Einschub machen, einfach damit wir das mit dem Namen mal vom Tisch haben. Genau, die heißt mittlerweile Mai X-Post 360, was daher kommt, dass wir uns vor 2 Jahren eine Agenturgruppe angeschlossen haben. Die heißt eben Mai Marketing Automation Intelligence.

Und deswegen jetzt der neue Name Mai XPO3hundertsechzig. Das heißt, es ist 'n Netzwerk aus neuen Agenturen, die Sie da zusammengefunden haben. Und da haben wir uns eingebracht und deswegen jetzt sozusagen der neue Name. Okay. Jetzt ist es ja eine sehr große Agentur.

Und aus meiner Perspektive, ich weiß nicht, wie lange wird's bei uns jetzt schon persönlich kennen. Ich würd mal sagen, so 10 Jahre ungefähr. Irgendwann sind wir uns mal übern Weg gelaufen und so sozusagen verfolge ich von außen auch euren Weg und hör immer mal so was. Jetzt muss man dazu sagen, Performancemarketing ist tatsächlich nicht meine Domäne, aber ich krieg natürlich trotzdem immer mit, was so läuft, so ungefähr zumindest. Und jetzt hab ich ja mitbekommen, was fürn enormes Wachstum ihr auch hingelegt habt und wie ihr strukturiert auch gewachsen seid.

Ich hab das auch immer verfolgt und war ja auch öfter schon beim Alexander im Podcast als Gast zusammen und so, wo's genau diese Themen ging, Hierarchien, Unternehmenshierarchien und so, wie strukturiert ihr das gemacht habt. Jetzt möchten wir aber heute ja über dich reden und über deine Heldenreise. Und jetzt ist es CEO so 1 großen Agentur mit, schlag mich 130 Leuten oder wie viele seid ihr? Knapp 100 Leute. Also Knapp 100 Leute.

100 Euro. Also haben wir 100 round about bei der Mai Gruppe. Okay. Also mit round about 100 Leuten, die Du zu verantworten hast, wie wie genau die Struktur ist, ist jetzt auch an der Stelle egal, weil es sind sehr, sehr viele Menschen. So, darum geht's, ja.

Das bedeutet ja sehr viel Verantwortung, sehr viel Last, aber auch sehr viel Kreativität, die von dir abverlangt wird. Jetzt bist Du ja 'n sehr kreativer Mensch. Das haben wir ja schon rausgearbeitet. In deiner DNA, glaube ich, ist sehr viel Kreativität und Impulskraft und nach vorne gehen mit drin. Trotzdem habe ich die Frage, die nächste Schnellfrage, hast Du 'n Ort, der dich am meisten inspiriert, also wo Du sagst, wenn ich mal so voll bin im Kopf, ich einfach mal Zeit für mich brauche, da bin ich dann an dem und dem Platz?

Also ich bin als Sternzeichen Wassermann und ich lieb eigentlich 2 Orte. Das eine ist das Meer und das andere sind die Berge. Und an beiden Orten, wenn ich bin, also sowohl, wir sind oft in Spanien, in Mallorca am am Meer, als auch wenn ich in den Bergen beim Wandern bin aufm Gipfelkreuz, sind es Orte, die mir innerlich eine gewisse Wärme bieten. Und wo ich kreativ bin und wo ich auf andere Gedanken kommen kann. Und wo ich dann oftmals, grade wenn ich länger dort bin, auch Notizzettel dabei hat und habe und einfach vor neuen Ideen explodiere und mir die aufschreibe.

Mhm. Und diese beiden Orte, also sowohl das Gipfelkreuz auf den Bergen als auch am Strand vor dem Meer sind Orte, die mich inspirieren. Mhm. Schön. Hast Du 'n Lieblingsessen?

Schnitzel mit Pommes. Ist ganz kurz. Ganz klassisch. Jetzt kommt deine Frau fein raus. Seid ihr so traditionelle Esser zu Hause, so bayerische Kost oder ja.

Also meine Frau kocht mittags immer und abends gibt's bei uns immer ganz klassisch Brotzeit. Und ja, eigentlich ganz traditionell, ja. Bist Du eigentlich im Homeoffice meistens oder wie wie wie gestaltest Du deinen Arbeitsweg? Ich bin tatsächlich ja 2 bis 3 Tage in der Woche im Homeoffice und den Rest dann in Augsburg in unserem Büro. Mhm.

Okay. Jetzt bekommt man ja in der im Laufe seines Lebens und mit 46 hast Du ja auch schon 'n Weg, auch als Unternehmer, den Du gegangen bist, aber auch als junger Mensch ohne unternehmerischen Hintergrund bekommt man oft Ratschläge von älteren Menschen meist oder von Mentoren. Gibt's denn so einen Ratschlag, von dem Du sagst, das ist meine Nummer 1? Den gebe ich auch gerne. Ich frag an der Stelle auch immer gerne Menschen, die Kinder haben, was würdest Du deinen Kindern raten oder Macht es Macht das bis heute, also seit mittlerweile 36 Jahren, was eine 1 sehr, sehr lange Zeit ist, eine Sportart zu machen.

Und diese Sportart hat mir viele Werte mitgegeben, die mich, glaub ich, auch mitgeprägt haben. Sind Werte wie Respekt, Disziplin, Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen, Mut, Freundlichkeit. Das sind so klassische Werte, die man im Kampfsport beigebracht bekommt und verinnerlicht. Und 'n Teil von Taekwondo ist auch, dass man sich regelmäßig weiterentwickelt und Prüfungen ablegt durch die Prüfungen. Und da gab es auch die ein oder andere Prüfung, die ich eben nicht geschafft habe und mein Großmeister, der der Heinrich Magrosch, der eben seit 35 Jahren, was eben auch eine sehr lange Zeit ist, aus 36 Jahren sind's mittlerweile, eben mein Trainer ist, hat mir da immer mit auf den Weg gegeben, niemals aufgeben, sondern einfach weiterarbeiten und die Prüfung wiederholen.

Und dieser Tipp, mach weiter, stehe auf. Wenn Du was nicht geschafft hast, arbeite weiter an an dir, mach das Beste draus. Diese Empfehlung hat mich geprägt und würd ich auch jedem so weitergeben. Später im Verlauf des Gesprächs in meinem Skript steht irgendwann, wie gehst Du mit Krisen Weil ich auch gerne tatsächlich über Krisen oder Momente mit Menschen spreche, die nicht so geradlinig nach oben gehen. Gerade die Leute, die hier im Podcast sind, sind ja häufig auch Menschen, die mir deswegen auffallen, weil sie sehr erfolgreich sind, so wie wie Du jetzt.

Und sicherlich gab's in deinem Leben auch Momente, die nicht so erfolgreich waren. Ist das sone Schlüsseldisziplin, da mit so Kriterien oder mit so Krisen umzugehen, die man auch im Sportlern lernt? Meinst Du, das hat dir da geholfen, Techwundu sozusagen als Transportmittel zu nehmen, dass Du siehst, okay, wenn ich dranbleibe, wenn ich konsequent bin, wenn ich mich von Niederschlägen nicht im wahrsten Sinne des Wortes Niederschlägen, nicht entmutigen lasse, dann mach ich weiter. Ist das auch eine Eigenschaft, die dich als Unternehmer geprägt hat? Zum Teil ja.

Ich muss aber auch sagen, ich glaube sehr an das Schicksal. Also ich hatte zum Beispiel 2005 oder 2006, war bei mir 'n absolutes Schicksalsjahr. Das war ein Jahr, wo ich wo angefangen hat mit 'nem Kreuzbandriss für mich, mit OP und allem drum und dran. Kurz danach hatte ich 'n schweren Autounfall. Das heißt, ich fuhr auf der Bundesstraße.

Mir gegenüber kam ein Lkw und auf der Höhe des Lkws kam direkt danach ein Kleinbus, der rausgezogen ist und frontal in mich reingefahren ist. Und ich stieg so gut wie unverletzt aus dem Auto raus, aus dem Fenster, was natürlich komplett kaputt war. Es war total schadedes Auto, weil er frontal in mich reingefahren ist. Es war genau in dem Moment ein Notarzt da, der eben auch in dieser Autokolonne dabei war, der mich untersucht hat und der festgestellt hat, es mir fehlt eigentlich nichts außer Prellungen. 4 Wochen später fuhren wir mit Freunden auf der a 7 und uns hat's bei mit 200 kilometer per stunde den hinteren Reifen zerrissen.

Wir sind abgehoben mit dem Auto und kopfüber im Wald gelandet. Wir sind nicht in die Bäume geflogen, sondern zwischen den Bäumen gelandet. Und von 4 Autoinsassen ist außer Prellungen und leichten Brüchen niemand was passiert. Und da hab ich festgestellt, also so viel so viel Glück kann man eigentlich gar nichts haben, so was, so viele schwere Unfälle zu überleben. Und deswegen seitdem glaub ich irgendwie ans Schicksal, dass ja alles sein muss, so wie es ist.

Alles sein Ende hat, dann wenn's sein muss. Und deswegen glaub ich ganz fest an so Dinge, übersinnliche Dinge wie Schicksal. Und das hat mich auf jeden Fall auch sehr geprägt, ja. Würdest Du sagen, dass Du 'n spiritueller Mensch bist? Ja, also ich muss sagen, ich setze mir jedes Jahr gewisse ja, Ziele, Visionen.

Und das mach ich seit über 20 Jahren. Das heißt, ich gehe immer an kurz vor Silvester her, nehm mir son DIN A3 Zettel und schreib mir bestimmte Ziele auf, die ich im Laufe des Jahres erreichen möchte. Das sind das sind berufliche Ziele, das sind vielleicht sogar Umsatzziele, das sind sportliche Ziele, das sind private Ziele. Und spirituell in dem Sinne, dass ich an das Universum im eigentlichen Sinne irgendwie glaub. Das heißt, ich glaube daran, dass wenn man Dinge manifestiert, dass man die erreichen kann.

Und das war bei mir eigentlich schon immer so, dass wenn ich mir die Ziele aufgeschrieben habe und die verinnerlicht habe, manifestiert habe, dass ich die zu 80 Prozent erreicht habe. Und das gilt auch im Beruflichen zu. Also wir haben oft mit der Agentur Ziele definiert, Abteilungsziele definiert, die niedergeschrieben und haben die zum Großteil erreicht. Und ich glaube einfach an eine an eine gewisse unerklärbare Möglichkeit des Universums, dass wenn man Dinge ganz fest sich einprägt und definiert, dass man die auch erreichen kann. Ich, das ist schwer zum beschreiben, aber das ist die einzige Erklärung, die ich habe, warum ich bestimmte Ziele, die ich mir ganz fest einpräge und vornehme, auch immer wieder erreiche.

Mhm. Du hast ganz am Anfang gesagt, dass Du in 'nem katholischen Kindergarten warst mit Nonnen. Glaubst Du, dass diese Impulse oder dass diese dass diese Zeit dich da auch 'n Stück weit geprägt hat? Oder ist das auch eher sone intrinsische Sache, die in dir drin ist einfach? Kann ich dir gar nicht so bewusst sagen?

Also was ich sagen kann, dass ich auf jeden Fall sehr sozial engagiert bin, wo ich auch nicht genau weiß, wo es herkommt. Also wie gesagt, angefangen bei den Pfadfindern bis heute, dass ich jeden Monat für die Tafel fahre ehrenamtlich, Essen einzusammeln. Und unterbewusst schlummert es scheinbar in mir, dass ich irgendwas geben möchte. Also dass ich der Gesellschaft irgendwas wiedergeben möchte. Also ich spende auch ganz viel, möchte gar nicht so viel dazu sagen.

Aber irgendwie hab ich sone soziale Art. Da kann ich dir gar nicht sagen, wo die herkommt. Es kann natürlich sein, dass das, und ich mich vielleicht nicht dran erinnern kann, dass das vielleicht auch bestimmte Werte waren, die in diesem christlichen Kindergarten auch vermittelt wurden. Das kann natürlich sein. Mhm.

Also ich hab dafür eine Erklärung und der Podcast dient ja auch das zum Austausch, deswegen jetzt seh ich dir das mal. Ich hab 'n guten Freund vor vielen Jahren kennengelernt, der war Coach. Und Coach ist bei mir immer son Ding, wenn wenn ich höre, ist jemand ist Coach, gingen bei mir immer erst mal die Alarmglocken an beziehungsweise sone intrinsische Abneigung, weil Coach, ich konnte damit irgendwie nichts anfangen, was eigentlich völlig bescheuert ist. Aber egal, ich er hat mich auch nicht gecoacht in dem Sinn, sondern er war Kunde bei uns in der Agentur und er hat mir was erzählt, dass er nach der 7 Sekunden Regel lebt. Und die 7 Sekunden Regel bei ihm bedeutete und 7 Sekunden standen als Synonym für 'n sehr kurzen Zeitraum.

Das können auch 20 Sekunden oder 30 sein. Aber er sagt meistens, nach 7 Sekunden weißt Du in deinem Leben immer, egal was Du machst privat, geschäftlich, Liebe, Fußballverein, whatever, ja? Du siehst das, Du Du erkennst das und in 7 Sekunden weißt Du in der Trend schon, ob's gut ist oder nicht. Und es wird meistens dann gut, wenn die Menschen, die dir gegenübersitzen, soner soner Aura haben und so ist das meine Erklärung. Also wenn ich spüre, der Mensch, der mir gegenübersitzt, ist jemand, der mehr ins Universum zurückgibt oder mindestens die gleiche Menge, wie er bekommen hat.

Also es ist sone ähnliche Deutung, wie Du sie hast, dass ich sage, alles ist in irgend 'ner Form vorbestimmt und ich versuch einfach mehr zurückzugeben und den nachfolgenden Generationen zu geben, als ich selbst bekommen habe. Und ich glaube, dann werden viele Probleme in der Welt gelöst. Aber ich glaube, es ist 'n ähnlicher Deutungsansatz, also sehr, sehr spannend, finde ich. Und ich find's auch superspannend und superschön mit so erfolgreichen Menschen, wo man eigentlich ja nur 'n Unternehmen sieht, das wächst irgendwie 20, 30, 50, 60, 80 Leute und man hat dann erst mal so Geld im Kopf und Macht im Kopf und ja, Wohlstand im Kopf. Und eigentlich ist es immer wieder doch auch so das Reduzieren auf Werte, auf Achtsamkeit, auf Konsequenz, auf mit Niederschlägen umgehen.

Also das find ich total schön, dass Du da auch so offen bist. Da schon mal Dank für. Jetzt kommen wir aber trotzdem wieder zum profanen Alltag 1 CEOs zurück. Welche App benutzt Du am meisten? Leider bin ich 'n völliges Instagram Opfer.

Also ich werd da leider viel zu oft reingezogen, mich da zu verlieren in den in den Storys und Whatsapp, weil ich einfach in so vielen Gruppen drin bin. Das sind die beiden Apps, die ich da am meisten nutze zum Leid von mir selber. Wenn Du bei Olympia als Sportler unterwegs wärst, gut, wär wahrscheinlich Taekwondo, schätz ich jetzt mal, aber in welcher Sportart würden wir dich da sehen? Auf jeden Fall Taekwundo. Also wie gesagt, ich mach das schon so lange.

Für mich ist das mehr als eine Sportart. Es ist 'n Teil meines Lebens, muss man mittlerweile sagen nach so langer Zeit. Es sind da so viele tolle Freundschaften entstanden. Ich hab allerdings auch schon so viele Sportlerkameradinnen kommen und gehen gesehen in so vielen Jahren. Aber ich verbinde damit einfach so viel, nicht nur die Werte, sondern auch die Freundschaften, natürlich auch die die Fitness, die man daraus zieht.

Aber mir würde auch einfach was was fehlen, wenn ich's nicht machen würde. Ich weiß natürlich so richtig sportlich eher dann im im Jugendalter. Also ich war mal bayerischer Vizemeister, hab auch schon an bayerischen Meisterschaften teilgenommen. Aber es wäre Techandore auf jeden Fall, ja. Jetzt würde ich noch mal eine Klammer machen in der eine Zwischenfrage in die Schnellfragerunde packen.

Weil wenn ich das jetzt alles mal so zusammenbeleuchte, was ich jetzt erfahren hab über dich und vieles davon, wusst ich ja nicht. Also Taekwondo, Du fährst für die Tafel, Du machst Kampfsport. Du gehst gern wandern. Du liebst den TSV 860 München, auch da rennen wir gleich noch drüber reden. Du engagiert dich sonst noch ehrenamtlich.

Du bist CEO dieser Agentur, die sehr stark wächst und sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Du bist Familienvater. Ist Zeitmanagement eine wesentliche Eigenschaft, die Du im Griff hast? Oder wie machst Du das alles? Das ist tatsächlich 1 der meist gestelltesten Fragen, die ich die letzten 10 Jahre gehört hab.

Wie schaffst Du das alles? Und ich kann's dir nicht erklären, weil wenn man das rein faktenbasiert sich die Stunden aufschreiben würde, würde man wahrscheinlich zur Erkenntnis kommen, dass 24 Stunden nicht ausreichen. Aber nachdem viele dieser Dinge Leidenschaft sind und mein Beruf, den ich ausübe, ist für mich kein Job, kein Beruf, sondern das ist für mich 'n fließender Übergang zwischen Privatleben und der Umsetzung von von Tätigkeiten im im im Berufskontext, ist kein keiner dieser ganzen Tätigkeiten und Dinge, die ich mache und das sind ja noch viel mehr, wie die, wo wir jetzt grade aufgezählt haben, die irgendwie für mich eine Belastung wären, die mich jetzt irgendwie überfordern würden. Und ich hab auch das Glück, dass ich nie vor 'ner Situation stand, wo ich sagen würde, das ist vielleicht Burn out oder Depression oder so was. Was ich allerdings damit in Verbindung bring, dass ich den Ausgleich durch viel Sport habe.

Und viel Sport heißt bei mir fünfmal in der Woche Sport treiben. Aber ich muss auch sagen, ich bin da sehr dankbar auch meiner meiner Frau, die mir da einfach auch sehr viele Freiheiten gibt und niemals was sagen würde, wenn ich jetzt dann abends ins Tequando Training geh oder wenn ich mal 'n Wochenende auf auf 'n Businessseminar geh oder sonst irgendwas, sondern die mich halt genauso kennengelernt hat vor fast 20 Jahren, wie ich bin mit mit allen diesen Dingen, die ich da mache. Und deswegen schaffe ich das irgendwie alles unter einen Hut zu bringen, obwohl ich auch weiß, dass das viel, viel, viel mehr ist, als andere Menschen machen. Ich kann's dir aber nicht erklären, wie ich das alles unter einen Hut bringe. Es funktioniert einfach.

Mhm. Musstest Du irgendwann mal, also weil Du sagst und ich nehm dir das auch ab und ich glaube auch die Leute draußen hören das, dass das ja deine Leidenschaft ist. Also dass Du für die Tafel fährst oder Sport machst und läufst, also machst Teekwanto und läufst, machst fünfmal die Woche Sport, musstest Du irgendwann für diesen Businesserfolg, den Du ja hast und den ich immer wieder gerne auch noch mal reflektiere, weil das schon enorm ist, was ihr da in der Agentur auch leistet. Ich mein, ich hab eine ungleich viel kleinere Agentur gegründet und hab 'n tollen Geschäftsführerkollegen und und Gesellschafterkollegen, die das mittlerweile im Wesentlichen auch ohne mich machen, ja? Aber ich weiß, was das für eine Belastung ist.

Das hört sich so an, ja, wir sind halt gewachsen, von 40, 50, 80 Leute, 100 Leute. Das ist eine enorme Energieleistung, die man da als Ruderer, als Käpten vorne vorne bringen muss, so. Und musstest Du auf diesem Weg, sagen wir mal, in den letzten 15 Jahren irgendwas auch mal opfern, was Du gerne leidenschaftlich weiter getan hättest? Oder konntest Du wirklich alles, was Du wolltest, immer umsetzen? Ich musste tatsächlich nie was zurückstecken, zurückstellen, irgendwelche Freunde enttäuschen, Familie enttäuschen.

Man muss allerdings auch sagen, ich war ja bis 2012 7 Jahre lang bei 'ner anderen Agentur bei Expedo als Angestellter. Bin doch dann raus, weil ich damals Verantwortung hatte für 30 Mitarbeiter und das damals nach 7 Jahren nicht mehr wollte, weil es mir nicht arbeitstechnisch zu viel war, sondern zu viel war, für so viele Menschen verantwortlich zu sein und so viel Menschen weiterzuentwickeln. Und ich dann 2012 ihren Schluss getroffen hab, ich möchte es nicht mehr. Ich war dann hab dann gekündigt, war dann 2013 ein Jahr lang selbstständig als Berater. Hab son paar eigene Kunden beraten und das war eine ganz, ganz tolle Zeit dieses eine Jahr, wo ich jeden Tag ohne Wecker aufgestanden bin, wo ich jeden Tag so den Tag reingelebt habe.

Wir hatten damals noch keine Kinder. Ich hab damals dann mittags für meine Frau gekocht, wenn sie nach Hause gekommen ist. Das war 'n ganz tolles Jahr. Und dann war es allerdings, scheinbar hat es da in mir geschlummert, dass mir das zu wenig ist. Und das hatte ich ja anfangs schon mal erwähnt, dass ich absolut rastlos bin und immer mehr machen möchte.

Und dann in diesem Jahr 2013 kam dann irgendwann der Alex auf mich zu und meinte, er würde jetzt mit seiner Agentur, das waren damals 4 Mitarbeiter, er würde ein größeres Büro suchen und ob ich nicht Lust hätte sozusagen mit meiner Unternehmensberatung, mit meiner One Man Show da mit reinzugehen, sich gemeinsam einen Besprechungsraum zu teilen und Ähnliches. Und die Idee fand ich charmant, weil ich hab ja alle meine Kunden von zu Hause aus betreut, hatte keinen Besprechungsraum oder sonst irgendwas. Hab das dann angenommen und wir haben dann in dem Zuge gleich gemeinsam eine GMBH gegründet, weil es irgendwie alles einfacher war, steuerlich und und organisatorisch. Und hatten damals allerdings überhaupt nicht das Ziel dann 2014 im Februar, als wir das gegründet haben mit 5 Mitarbeitern, die da Alex mitgebracht hat, dass wir dass das Ganze so wächst. Das war überhaupt nicht der Plan, ist grade auch kein Businessplan.

Sondern das wurde dann einfach, es kam von selber. Also wir waren dann auf 'ner Messe, da kam dann der 1. Großsekunde mit Norma dazu, dann kam mit Singapro Airlines der nächste Großsekunde zu. Und dann konnten wir weitere Mitarbeiter einstellen und dann waren wir irgendwann 10 Mitarbeiter und dann waren wir, als dieser Rat irgendwie immer schneller gedreht, wie es halt so ist und wir waren damals 2014 sicherlich auch in der Phase, wo Performancemarketing auch so seinen zweiten Frühling hatte und auch noch mal den Boom hatte Und dass das Ganze irgendwann mal auf auf 100 Mitarbeiter anwächst, war war nie der Plan. Ich muss allerdings sagen, dass wir und das war 1 meiner Learnings aus den 7 Jahren bei Explido, wo ich ja damals als Mitarbeiter Nummer 12 angefangen hab und es waren 130, wo ich gegangen bin, dass es hilfreich ist, von Anfang an gewisse Strukturen zu haben, diese Strukturen nicht schmerzvoll nachziehen zu müssen.

Das heißt, wir haben dieses Learning bei der Expos genutzt und sogar mit der kleinsten Abteilung mit einem Mitarbeiter schon Abteilungsleiter definiert. Und deswegen sind wir gewachsen mit bestehenden Strukturen. Und dass wir jetzt da sind, wo wir sind und ich nicht das Problem hatte, dass mich das Ganze irgendwie überlastet, ist eben geschuldet, dass wir mittlerweile 15 ganz, ganz tolle Führungskräfte im Unternehmen haben, die bei uns sämtliche Freiheiten haben, die alle unternehmerisch denken und die da einfach ganz viel Arbeit abnehmen. Und mir die Möglichkeit geben, am Unternehmen zu arbeiten, mich da selber zu entwickeln und die einfach ganz, ganz toll viele Themen übernehmen. Und diese Mischung aus strategischen Denken, Strukturen vorab zu definieren, im dynamischen Wachstum und ganz tollen Menschen, die mich da unterstützen, haben dazu geführt, dass ich das irgendwie alles schaffen konnte.

Ich hab neulich 'n Post gesehen von euch, von eurem Führungskräfte Meeting. War auch 'n 'n sehr schönes 'n sehr schöner Post so rund und auch das Foto war sehr authentisch, wirkte sehr authentisch, wirkte 0 gestellt oder so, ne. Also es war beeindruckend. Du hast gesagt, Du machst fünfmal in der Woche Sport. Übrigens an der Stelle unbekannterweise mal Respekt an deine Frau, weil zu, man sagt ja sowieso hinter jedem starken, ich würde sowieso generell sagen, hinter jedem starken Mensch steht in der Regel 'n starker Partner, wie auch immer gelagert geschlechtlich, ja.

Aber deine Frau, glaube ich, die fängt da auch echt superviel ab, wenn man das so hört, ne. Also das schon mal Respekt über den Äther an sie, ohne dass wir uns kennen. Vielleicht lernen wir uns irgendwann mal kennen hoffentlich. Du hast gesagt, fünfmal Sport machst Du. Beim Taekwondo ist es ja sozusagen ein kein Mannschaftssport, eine 1 gegen 1 Sport oder 'n also 'n gemeinschaftliches Sport.

Beim Laufen bist Du alleine. Ist das wichtig für dich, ab und zu auch mal alleine zu sein? Weil ich glaube, Du bist ja jemand, der eigentlich, wenn ich mir das so anhöre, 24 Stunden am Tag Trubel sich rumhat. Familie, Agentur, Geschäftskunden, Fanszene, Tafel, Taekwondo. Gibt's so diese Oasen und ist das Laufen für dich auch eine Oase des Alleinseins?

Ich glaube, ich möchte gar nicht allein sein. Also selbst beim Joggen ist es so, dass ich zwar ab und zu alleine jogge, aber meistens doch mit 'nem Freund gemeinsam jogge. Was oftmals 'n Nachteil hat, dass wir nachm Joggen im Sommer dann noch mal zusammensetzen und noch mal 2 Weißbe trinken. Wo man sich denken, das war das Joggen eigentlich völlig umsonst. Aber ich bin überhaupt nicht der Mensch, der alleine sein möchte und selbst wenn ich beruflich unterwegs bin und dort in 'nem Hotel bin, dann fällt es mir schwer dann irgendwie abends allein im Hotelzimmer zu sein.

Also eigentlich brauche ich den Trubel und brauch immer jemand mich rum. Ich brauch Gesellschaft, bin ein sehr geselliger Mensch Und nö, ich brauch, ich möchte nicht darin sein. Ich brauch immer irgendjemand mich rum. Spannend. Nächste Schnellfrage, wenn Du morgens aufstehst, was ist so der klassische Ablauf?

Bist Du eher son, gut, dass ich meine Frau habe und die sich die Kinder kümmert und ich fang so 8 Uhr richtig an? Oder bist Du 6 Uhr schon am Start? Wie was bist Du fürn Typ? Ich bin zum einen 'n absoluter Routinemensch, sehr strukturiert. Das heißt, ich geh eigentlich fast jeden Tag, 7 Tage zwischen 11 und 12 abends ins Bett und wach eigentlich jeden Tag zwischen 6 und 7 auf ohne Wecker.

Und auch da bin ich meiner Frau sehr dankbar, dass sie sich in der Früh die Kinder kümmert. Ich zwar dann auch fast zeitgleich mit aufstehe und wir dann machen wir gemeinsam mit frühstücken, manchmal ist der der Sohn dann schon auf dem Weg zur Schule. Aber für mich ist auch da Routine enorm wichtig. Das heißt der Tagesablauf ist eigentlich jeden Tag ähnlich. Ich stehe auf, geh ins Bad, sag Alexa, spiel Nachrichten.

Danach sage ich Alexa spiele Radio Bollerwagen, weil da einfach gute Laune Musik für mich kommt. Dann gehe ich duschen, dann stehe ich auf, les meine Zeitung, trinke eineinhalb Liter Wasser, was mich auch in der Routine geworden ist. Ich stell mir da eine Flasche Volvic hin und die trinke ich nach und nach aus. Es mein Schwarzbrot mit Honig und dann fangt eigentlich der Alltag bei mir an. Und der Alltag schaut so aus, dass es auch zu meiner Routine gehört, dass ich immer Sonntag und Dienstagabend ins Tequanto Training gehe und Montag und Freitag vor der Arbeit ins Fitnessstudio gehe und wenn 1 davon mal nicht passt, weil ich irgendwo anders bin, dann bin ich schon ungeduldig und dann dann stimmt bei mir schon wieder irgendwas nicht.

Also Routine ist für mich ganz wichtig. Mhm, okay. Übrigens, wenn Du das Radiobollerwagen erwähnst, ich hab mich auch immer gesehnt nachm Sender, deswegen geborene ich hau ich auch mal 'n Shoutout raus, nachm Sender, der irgendwie immer gute Laune macht mir. Ich hab immer schon geträumt von der von der Nachrichtensendung nur Good News oder so was, ja? Also wirklich nur Good News.

Und ich hab tatsächlich 'n Sender auch gefunden, ich liebe absolut relaxt, das ist son Digitalsender, absolut. Da gibt's absolut top und absolut new und so, ja, und absolut deutsch. Da läuft eine deutsche Aber ich liebe absolut Relax, 'n Digitalsender. Du kannst halt überall in Deutschland gut empfangen und die machen wirklich richtig, richtig tolle Musik und da geht's mir ähnlich wie dir. Also die haben gehören mir mir auch zum festen Morgenritual.

So, jetzt hab ich in diesem Podcast als Host eine virtuelle Superkraft. Ich kann dir nämlich ermöglichen, eine berühmte Persönlichkeit zu treffen. Völlig egal, ob die noch lebt oder schon tot ist und auch egal, wie lange sie tot ist, ja. Gibt's irgendjemand, wo Du sagst, mal einen Tag mit dem oder der, das wär's? Ich es wäre wahrscheinlich Helmut Kohl.

Und zwar auf aus dem Grund, weil ich einerseits politisch zumindest 'n bisschen interessiert bin. Also ich war bis vor Kurzem auch noch Mitglied bei der FDP, jetzt nicht mehr. Aber Helmut Kohl war auf jeden Fall ein Politiker, mit dem ich natürlich aufgewachsen bin und der für mich sehr viel beigetragen hat für die Wiedervereinigung und das glaube ich damals 'n absoluter Kraftakt war. Kommunikativ die Wiedervereinigung hinzubekommen, was Diplomatie und Ähnliches anbelangt. Und deswegen wäre Helmut Kohl auf jeden Fall ein Mensch, den ich sehr gerne mal getroffen hätte.

Mhm. Okay. Was war das letzte Geschenk, das Du dir selbst gemacht hast? Also ich bin es nicht sehr materialistisch. Das ist für mich eigentlich gar nicht wichtig, aber ich hab mir im letzten Jahr tatsächlich haben wir uns den Garten neu machen lassen mit 'ner schönen Terrasse und da hab ich mir neu machen lassen mit 'ner schönen Terrasse und da hab ich mir einen Whirlpool gegönnt mit 'ner schönen Pergola außen rum, die wir jetzt auch fast jede Woche nutzen.

Auch im Winter genutzt haben, wenn draußen Schnee gelegen ist. Und wir finden es als Familie einfach toll, wenn man da jederzeit in den Pool rausgehen kann und da die Zeit genießen kann. Und das hab ich mir im letzten Jahr gegönnt. Mhm. Also das wär sozusagen, sagst Du, das hast Du dir geschenkt, obwohl's die Familie nutzt?

Das ist 1 1 1 gute Frage, ja. Ja. Also wenn ich wenn ich mir sage, dann betrifft es eigentlich immer unsere Familie. Also weil wir uns, also meine Frau und ich, wir eigentlich immer uns gemeinsam irgendwas gönnen. Wir haben zwar beide unsere unsere Freiheiten, aber wir sind eigentlich so eng miteinander verbunden.

Wir schenken uns zum Beispiel auch keine Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke, weil wir uns eigentlich das ganze Jahr über immer mit irgendwas beschenken. Und deswegen gibt es eigentlich nicht das meins oder ihrs, sondern es ist eigentlich immer für die Familie. Mhm. Na, find ich schön. Können wir auch gerne so stehen lassen.

Jetzt fassen wir das alle bis dato gesagt einmal zusammen und ich frag dich die übliche Frage. Warst Du schon beim Kranken, übrigens Klammer auf, warst Du schon beim Krankenhaus bist, operiert worden? Ja, nach dem Unfall, oder? Ja, aber so Kleinigkeiten wie 'n Kreuzbandriss zum Beispiel. Okay.

Dann wirst Du immer gefragt auf 1 Skala von 1 bis 10, wie stark sind denn die Schmerzen? Hatte ich jetzt neulich ja auch wieder, ja. Und ich frag dich jetzt mal auf 'ner Skala von 1 bis 10, wie glücklich ist Markus Kellermann heute? 10. Mhm.

Okay, das lass ich auch so stehen. Schön. Gut, das waren die Schnellfragen. Die hast Du mit Bravour überstanden und ich hab so viel aufgeschrieben. Ich weiß gar nicht, wo ich noch tiefer reingehen soll.

Jetzt würde ich aber ganz gerne noch mal ansetzen. Wir waren ja bei Realschule und sind dann jetzt im Gespräch schon son bisschen über Expos und die anderen Geschichten gestolpert. Vielleicht bringst Du es einfach chronologisch noch mal 'n bisschen eine Reihenfolge und für mich besonders interessant und ich glaube auch für unsere Zuhörer ist immer an der Stelle, wenn man eine ich hab ja damals dann meine Ausbildung begonnen als Bürokaufmann nach der Realstrategie. Also, ich hab ja damals dann meine Ausbildung begonnen als Bürokaufmann nach der Realstrategie. Also, ich hab ja damals dann meine Ausbildung begonnen als Bürokaufmann nach der Realschule, nachdem ich ja 40 Bewerbungen geschrieben habe und mich dann irgendjemanden noch genommen habe.

Und es war damals die Erzeugergemeinschaft für Ringferkel. Und das war 'n Unternehmen, das war 'n Verein, der Das klingt irgendwie komisch, sorry, dass ich dachte, ja, aber Das war 'n Verein, der sozusagen der Mittler war und damals, also 'n landwirtschaftlicher Verein, der Babyferkel vermittelt hat an Aufzüchter. Und natürlich war das 'n ganz normaler, normales Unternehmen, die da als Vermittler fungiert hat. Und das war eine Genossenschaft und die Mitglieder waren eben Landwirte. Und ich war dort eben in der Ausbildung als Bürokaufmann.

Und ich hatte eine sehr sehr starke Förderin, nämlich meine Ausbilderin, die Gabi Meyer. Und die hat in mir erkannt, dass ich auf jeden Fall sehr viel Interesse für Computer hatte. Und damals in der Zeit, also es war halt zwischen 95 und 98, als ich eben die Ausbildung gemacht hab, gab's natürlich im Unternehmen, da gab's Computer und es gab 'n Intranet und es gab 'n externen Dienstleister, der eben dieses ganze Intranet auch verwaltet hat. Und sie hat mich eben dahingehend gefördert, dass sie mir die Freiheiten als Auszubildender gegeben hat. Ich war natürlich für Buchhaltung zuständig und für Disposition, aber eben dann auch gemeinsam mit dem externen Dienstleister für das Intranet.

Das heißt, ich hab diese ganzen Computer miteinander verbunden, war für das Netzwerk zuständig und so weiter und so fort. Und irgendwann kam dann der Punkt, wo sie gesagt hat, wir brauchen eine Homepage. Könntest Du das nicht machen? Und da hab ich mich in das Thema eingearbeitet. Es muss auch so 98 gewesen sein.

Hab dann das Akademie d e aus Berlin war damals so die 1. Onlineschulungsplattform, wo man eben Programmierung sich beibringen konnte und andere Dinge. Hab mir das dann alles selber beigebracht, hab dann HTML Programmierung gelernt, hab mit Frontpage und Microsoft so die 1. Website dann gebaut. Und damals hab ich dann die Website aufgebaut und dann gab's die ersten Unternehmen, die dann 98 angerufen haben und haben gesagt, Sie haben doch 'ne Homepage.

Wir bringen Sie bei Firewall in Altavista innerhalb von 24 Stunden auf Platz 1. Das waren so die ersten Suchmaschinen damals. Dann hab ich mir gedacht, was machen die da eigentlich? Das kann ich doch bestimmt selber. Und darüber kam ich dann eben in das Thema Suchmaschinenmarketing, dass ich mir das auch wieder beigebracht habe.

Es gab damals so die ersten Foren Suchmaschinenttricks d e zum Beispiel vom Stefan Fischerländer. Und hab mich dann das Thema Gut, ja. Ja. Profession Optimierung eingearbeitet. Mhm.

Und ja, bin da immer tiefer in das Thema reingekommen und nach der Ausbildung war ich dann noch 2 Jahre im Unternehmen, also insgesamt 5 Jahre. Und irgendwann kam dann letztendlich der der nächste Schritt, dass eben mein ehemaliger Nachbar aus Pfaffenhofen, der war damals Abteilungsleiter bei der Firma RW Müller Versandhaus GmbH. Also 1 der größten Versandhändler für Bettwäsche und Kinderartikel und Babyzubehör. Und der hat war damals im Jahre 2000 verantwortlich den E-Commerce-Bereich aufzubauen. Und damals im Jahr 2000 gab's es natürlich grad hier aufm Land, ist eine Gemeinde mit 6500 Einwohnern, dass nicht wirklich viele Menschen, die irgendwas mit Internet schon mal zu tun hatten.

Also er hat zu mir gesagt, Du bewirb dich doch mal, hier ist eine Stelle ausgeschrieben als Internetmarketing Manager. Und da hab ich mich beworben, hatte beim Herrn Erwin Müller Senior dann mein Vorstellungsgespräch und die haben mich dann genommen. Und ja, bin dann eben in den Bereich E-Commerce reingekommen und kam dann von dort aus dann auch zum Affiliate Marketing, hab dort dann auch das Suchmaschinenmarketing geleitet und kam dann so letztendlich in die ganze Onlinebranche. Mhm. Wenn ich das so rekapituliere, dann fallen mir 2 Sachen besonders auf.

Also erstens mal das Thema rastlos und ruhelos. Also Du bist Kaufmanns, bist schon in 'ner Kaufmannslehre, treibst Sport, bist noch sozial engagiert oder in Vereinen wahrscheinlich auch noch unterwegs, damals in dem Alter. Trotzdem sagst Du, ach, eine Website, da arbeite ich mich auch noch rein, Schulung mache ich auch noch, HTML Programm mache ich auch noch, ach, da machen wir welche Vermarktung, das mache ich ja auch noch. Also ich glaube rastlos und ruhelos und so wissbegierig, das passt schon mal sehr gut. Was mir auch total auffällt, ich weiß gar nicht, ob ich jetzt eine Grenze überschreite, aber ich sag dir das jetzt einfach mal und ich reflektier das mal hier öffentlich.

Du sagst immer, meine Eltern haben mir die Freiheit gegeben, ja. Übrigens würde mich da im Kontext auch noch mal interessieren, wie Du das auf deine Kinder überträgst, aber das lassen wir vielleicht jetzt an der Stelle mal, sondern meine Eltern haben mir die Freiheit gegeben. Gabi Meyer hat mir die Freiheit gegeben, ja. Vielleicht solltest Du, ich hätte nie gedacht, dass vor mir son erfolgreicher Unternehmer sitzt, der nie sagt, ich hab mir die Freiheit erarbeitet, ja. Also ich glaube, Du bist 'n sehr, sehr zurückgenommener Mensch, das wollte ich dir einfach mal so als, das ist 'n Kompliment, auch wenn sich's 'n bisschen subtil jetzt anhört, rübergeben, dass Du immer sozusagen das positive Momentum den anderen gibst.

Das ist, glaube ich, eine wesentliche Eigenschaft von 'nem guten Unternehmer auch. Also da da passt sehr viel, sehr viele Puzzleteile passen da für mich sehr gut zusammen an der Stelle. Jetzt bist Du irgendwie ins Affiliate und dann kam die Situation, wie Du sie ja vorhin schon beschrieben hast mit Alexander. Das eine Jahr übrigens fand ich auch sehr schön, dass Du gesagt hast, dieses eine Jahr mal so raus Also Du warst ja schon 'n richtiger Macher, wenn man das jetzt mal so sieht, ja. Zu der Zeit schon sehr innovativ mit Webseiten und Affiliate oder beziehungsweise Marketing generell.

Ich kann mich auch noch an Yahoo und Overtüre und wie die alle hießen erinnern, das gibt's heute schon lange nicht mehr. Das ist ja wirklich der Anfang des digitalen Marketings gewesen. Und dann kam ihr, kam diese Agentur und und jetzt vielleicht an der Stelle einfach mal 'n kleiner Break und mal die Frage, was war denn auf dem Weg? Gab's auch irgendwas, was wirklich schwer war an der Stelle als Entscheidung? Also bist Du einfach von einem Arbeitgeber zum anderen gegangen, weil Du ja gesagt hast, ich war bei Erwin Müller und die habe ich dann auch genommen, ja?

Also ich glaube, bei Erwin Müllers Senior im Bewerbungsgespräch zu sitzen, ist ja auch eine schwierige Situation, grade für einen jungen Menschen, wenn da son gestandener und auch renommierter Unternehmer gegenübersitzt. Ging das alles immer so easy oder hattest Du auch eine Situation, wo Du vielleicht heute mal reflektierend sagst, boah, das war echt schwierig damals für mich? Also das mit Alex kam ja erst viel später. Man muss ja noch dazu sagen, parallel zu dem Ganzen kommt ja auch noch 15 Jahre eine sehr exzessive Zeit als, man kann schon fast sagen radikaler Fußballfan. Das kommt ja auch noch dazu.

Das heißt im Alter zwischen 18 und 30 war ich fast jedes Wochenende in ganz Deutschland unterwegs mit dem TSV 860 München. Hab eigentlich jedes Heim- und Auswärtsspiel besucht. Also ich glaub, es gibt kein Stadion der ersten, zweiten und dritten Liga, wo ich damals nicht war. Hab dann sogar auch noch die Nationalmannschaft begleitet. Also war in Schottland, in Irland, in England, in Italien, in San Marino.

Also hab auch die Nationalmannschaft damals begleitet. Das waren auch sehr intensive Jahre. Wen das interessiert, das war auch eine tolle Erfahrung. Ich war vor 2 Jahren in 'nem ähnlichen Format wie deinem, nämlich bei Football War's My First Love. Ist 'n Podcast von Fußballfans für Fußballfans und da gibt's eben auch 2 Ausgaben mit 2 Stunden, wo ich über die 15 Jahre als Fußballfan berichte.

Deswegen hab ich dir auch gesagt, find ich's so toll hier sein zu dürfen, weil solche Formate wie Deins oder eben Football was my first Love einfach eine tolle Audiobiografie ist, die ich einfach meinen Söhnen dann später mal vorlegen kann und kann sagen, hier ist eine Art Audiobiografie von mir, hört euch das Ganze mal an und ich kann das weiter mit Anekdoten verfeinern. Aber ist unabhängig von dem Fußballthema, es war dann so nach meiner Ausbildung war ich bei Erwin Müller, Dort war ich 5 Jahre und war dort eben für Philipp Marketing zuständig, war dort für Suchmaschinenoptimierung zuständig, für E-Mail-Marketing. Und auch da war es so, dass ich das Glück hatte und klar hast Du recht, ich hab mir das alles selber erarbeitet, aber trotzdem bin ich dankbar für die Menschen, die mir das Glück zugespielt haben. Weil es war zum Beispiel auch im Jahre 2001 so bei Erwin Müller, dass der Herr Erwin Müller, dem ich auch bis heute sehr dankbar bin, dass er mir die Chance gegeben hat, zu meinem Schreibtisch gekommen ist und mir einen Zeitungsartikel gegeben hat, wo draufstand, Tchibo ist 1 der ersten Unternehmen, die Affiliate Marketing erfolgreich in Deutschland umsetzen. Und er sagte dann zu mir, Markus, ich möchte so was auch haben.

Und dadurch hab ich mich dann auf seine Initiative hin in das Thema Affiliate Marketing eingearbeitet und hab damit 2001 die Affiliate Programme von Erwin Müller Babyboten Kinderboot aufgebaut. Und 2005 suchte dann die Augsburgeragentur Xplido einen Affiliate Manager, die es damals zu der Zeit ja auch nicht überall so gab. Als hab ich mich da beworben, wurde natürlich auch gleich genommen, weil viele Bewerbungen gab's ja nicht als Affiliate Manager. Und eigentlich war der Hintergrund nur, dass ich 2 bestehende Kunden von Xplido im Affiliate Marketing betreuen sollte. Und fing dann 2005 bei Xplido an und muss auch hier sagen, auch hier hatte ich wieder einen tollen Förderer mit meinem damaligen Chef Thomas Eisinger, der mir auch hier wieder die Freiheiten gegeben hat, dass er gesehen hat, ich möchte eigentlich viel mehr.

Ich möchte nicht nur die 2 Kunden betreuen, sondern ich möchte eigentlich eine Abteilung aufbauen. Und hab dann selber die Initiative ergriffen und konnte dann innerhalb von 7 Jahren eine Abteilung mit 30 Mitarbeitern aufbauen, was eigentlich so ursprünglich gar nicht vorgesehen war. Und das war eigentlich so der nächste Entwicklungsschritt. Unabhängig davon, dass, wie Du vorhin auch schon gesagt hast, ich ja nicht rastlos bin und mich nebenbei auch immer wieder weitergebildet hab. Ich bin selbstständig in Rhetorikschulung gegangen.

Ich bin selbstständig in in in Führungskräfteeseminare gegangen. Ich bin selbstständig in Programmierschulungen gegangen, in VHS Schulungen. Und das alles in meiner Freizeit und aufgrund eigener Interesses. Weil ich mich immer weiterentwickeln wollte und das ist auch heute noch so. Ich bin jetzt nächste Woche wieder 2 Tage in 'nem Führungskräfteeseminar, weil ich mich einfach in bestimmten Bereichen immer immer weiterentwickeln möchte.

Und ich glaube, ich mir es langweilig wird, wenn ich immer nur das mache, was ich schon immer gemacht habe, sondern ich hab immer den Drang, was Neues kennenzulernen, neue Menschen kennenzulernen, zum Netzwerken und mich immer wieder weiterzuentwickeln. Und das hab ich dann 7 Jahre eben bei Explito gemacht, hab dort eben dieses rasante Wachstum miterlebt. Und dann kam eben die Geschichte 2014 mit der Gründung der Expos 360 und mitm Alex zusammen. Mhm. Die hast Du ja schon erzählt vorhin.

Ja, cool. Ich geborene den Gästen immer auch den Raum. Bei dir brauch ich's eigentlich gar nicht explizit fragen, weil Du schon ganz viele gesagt hast. Trotzdem frag ich gerne danach, weil bei 'ner Heldenreise immer Mentoren eine wichtige Rolle spielen. Also Gandalf der Graue et cetera, kennen wir aus den Filmen.

Also immer Menschen, die anderen die andere an die Hand nehmen und sagen, okay, wir machen das gemeinsam mit dem Ring an der Stelle jetzt. Du hast gesagt, Gabi Meyer, dann hab ich den Alex aufgeschrieben. Dann hast Du gesagt, Thomas Eisinger eben, der Erwin Müller. Gibt's irgend 'n Mentor oder Mentorin, eine Mentorin, wo Du sagst, das war son ganz, ganz wichtiger Mensch in meinem Leben, der mich irgendwo in eine Richtung geschubst hat? Oder waren das schon so die wesentlichen?

Also ich würde diese ganzen Menschen es vielleicht gar nicht als Mentoren bezeichnen, sondern eher als Unterstützer, als Vorbilder. Da gehören alle diese Menschen, die Du aufgezählt hast, mit dazu. Dazu gehört sicherlich auch Ron Hillman, der leider vor 2 Jahren gestorben ist. Ron Hillman war 1 der bekanntesten Affiliate Manager. Zuerst bei ImmoScout und dann selbstständig, Agenturgründer, die er später verkauft hat.

Und Ron war jemand, den ich 2001 angerufen habe, als ich das Affiliate Marketing aufgebaut hab für Armin Müller. Und er damals eben für das Affiliate Marketing bei ImmoScout zuständig war und ihm Rat gefragt habe und der mir dann auch immer wieder jahrelang mit Ratentat zur Seite stand, wenn ich irgendwelche Fragen zum Thema Affiliate Marketing hatte. Und genauso war es Stefan Fischerländer im Bereich SEO, bei dem ich, ich glaub, ich, wann war das, 4001 meine 1. Suchmaschinenoptimierungschulung besucht habe, der mich auch immer immer bei Fragen unterstützt hat. Das waren sicherlich diese die Menschen, die man als Mentoren bezeichnen kann, aber ich würd's eher als als Vorbilder, als Unterstützer bezeichnen.

Mhm. Stefan, ich hatte vorhin schon mal rein geschaut sozusagen, ist einfach auch 'n ganz, also geht mir ähnlich, war auch 1 meiner meiner Wegbereiter in die Richtung. Ich hab mir damals eine DVD gekauft von ihm. Und da hat er Ich hab auch Deggendorf. Deggendorf hat er optimiert.

Ich werd das in meinem Leben nicht vergessen. Und ich freu mich heute noch jedes Mal, wenn wir uns auf 'ner Konferenz begegnen. 1 der sympathischsten und nettesten und kompetentesten Menschen in unserer Szene, ohne ganz ganz sehr viel. Grüße gehen wir raus an Stefan Fischerländer. Okay.

Ja, ganz cool. Jetzt sind wir schon auf der Zielgeraden, lieber Markus. Ich hab wahnsinnig viel aufgeschrieben über dich und ich hab echt viel kennengelernt, was ich nicht wusste vorher. Also das ist immer für mich sehr, sehr schön. Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und die Frage, die ich natürlich habe, und jetzt kommt son bisschen auch sozusagen die Bad News für dich, ja.

Du bist jetzt 46, ich bin 58. Ich kann dir sagen, auch mit 46 sind alle 365 Tage beginnt 'n neues Jahr, ja. Also Du wirst auch älter. Die Frage ist, jemand, der so rastlos ist und son Tempo geht und son Niveau geht und auch sozusagen so viel Energie in den Alltag bringt, im wahrsten Sinne des Wortes in alle Bereiche, wie sieht deine Zukunftsplanung aus? Insbesondere auch die den Einschub möcht ich noch machen, weil Du so schön vorhin reflektiert hast, dass Du die Wertigkeit des Lebens auch ab und zu neu bewertest.

Also auch grade mit Kindern und ja, mit dem, was auch geopolitisch uns rum jetzt passiert. Ich mein, das sind ja Dinge, die wir alle, unsere Generation, sag ich jetzt mal, Weizensende, Du bist, ganze Ecke jünger, aber die wir trotzdem irgendwie aufm Zettel haben müssen als erster Generation. Was übergeben wir den Folgenden? Wo geht's bei dir zukünftig hin? Wie ist deine Vision vielleicht son bisschen geteilt?

Was macht X-Prost 360, myXProst 360 zukünftig aus? Wo geht's dahin? Und b aber viel wichtiger, was macht Markus Kellermann in den nächsten Jahren perspektivisch? Ich kann's dir gar nicht wirklich sagen. Also ich bin zum einen mit mir selber komplett im Reinen.

Ich bin froh, dass ich gesund bin, außer halt son paar typische Alterserscheinungen wie hier, Muskel sagt hier und und da und hier kratzt's und hier juckt's. Aber ich bin mit mir absolut im Reinen. Ich bin absolut froh, eine 1 tolle Familie zu haben. Das heißt, ich hab jetzt auch nicht diese typische Bucket List, die man vielleicht hat, wo man sagt, ich möchte in den nächsten 20 Jahren noch hier oder dahin. Was eben auch daher kommt, dass ich alles das, was ich erleben möchte, auch einfach mache.

Und was zum Beispiel auch Teil meiner jährlichen Liste ist, die ich mir für jedes Jahr vornehme. Und dass da sicherlich die letzten 10 Jahre auch schon viele Dinge dabei sind oder waren, die vielleicht bei 'nem bei anderen Menschen auf 'ner Lebensbucket List steht. Aber ich hab jetzt nicht diese eine Vision für die Zukunft. Was mir immer wichtig ist, ich versuch ständig meine Komfortzone regelmäßig zu verlassen, weil mir das irgendwie immer wieder 'n neuen Antrieb gibt. Ob das jetzt irgendwie 'n Fallschirmsprung ist, 'n 'n Tandemsprung ist mitm Gleitschirm.

Ob das irgendwie Houses running ist, ob das irgendwie eine Kältekammer ist, wo mir, wo ich übrigens inspiriert wurde von Marco Young, der das mal auf LinkedIn gepostet hab und ich dann ausprobiert hab, weil ich mich gern auch immer von anderen Menschen inspirieren lasse und ich das auch ganz toll fand. Ich versuche immer irgendwie was Neues zu machen, die Komfortzone zu verlassen. Und aber ich hab jetzt nicht diesen einen Lebensplan, wo ich sage, 5, 10, 15, 20 Jahren möchte ich da oder da stehen, sondern ich bin einfach nur glücklich, so wie jetzt alles läuft. Ich hoffe, dass ich und meine Familie lang gesund bleiben und mehr gibt's da eigentlich nicht. Ja wunderbar.

Ich meine, jemand, der auf der auf die Frage, wie glücklich von 1 bis 10 bist Du sofort, ohne zu zögern 10 sagt, der kann auch nicht viel auf der Bucketliste haben. Insofern ist es absolut rund. Ja, mein Lieber, dann habe ich noch 2 Fragen, nämlich Frage Nummer 1. Gibt es irgend eine Frage, die ich dir nicht gestellt hab, die Du aber noch gern beantworten würdest? Also 'n Thema, was Du noch hast, was Du mitteilen möchtest?

Eine Frage nicht, aber im Vorfeld, als ich mich auf den Podcast vorbereitet habe und noch mal die letzten 46 Jahre Revue passieren ließ, ist mir eine Geschichte eingefallen, die ich gerne noch mit allen Hörerinnen und Hörern teilen möchte, die auch ganz toll irgendwie mein Gedanke an das Universum beschreibt. Und zwar waren wir vor 2 Jahren in Mallorca mit der Familie im Urlaub in Alcudia, also im Norden Und waren da in 'nem kleinen Hotel und beim Frühstück hab ich die Anja getroffen. Und die Anja war eine Arbeitskollegin, eine ehemalige Arbeitskollegin damals bei Explido. Das muss so 4000 zwischen 2005 und 2010 gewesen sein. Und ich hab 2012, glaub ich, mein zweites Buch geschrieben.

Da also das 1. Buch hieß, Vom Job in die Freiheit und das 2. Buch hieß, Affiliate Marketing Insights Insights. Und dieses Buch hab ich, das hab ich vergessen, hab ich damals von eben dieser Anja Korrektur lesen lassen, weil sie Germanistik studiert hat. Und das eine war eben der Zufall, dass ich sie da zufällig in diesem Hotel getroffen hab.

Und da hat sie mir eben erzählt, dass sie damals eben mein Burg Korrektur gelesen hat und ich ihr dafür eben eine Aufwandsentschädigung bezahlt habe. Und von dieser Aufwandsentschädigung hat sie sich damals 'n Rennrad gekauft. Und mit diesem Rennrad und dieser Leidenschaft fürs Fahrradfahren hat sie ihren Freund kennengelernt. Und mit diesem Freund war sie auf 'ner Radreise in Mallorca in diesem Hotel. Und wir haben uns genau in dem Moment in diesem Hotel wieder getroffen.

Und das war sone intensive Erfahrung. Also da ist es mir eiskalt 'n Rücken runtergelaufen, wo ich denk, das ist eigentlich Wahnsinn. Ja, das stimmt. Und da denkt man dann wieder, okay, das kann eigentlich kein Zufall sein, ja. Ja.

Aber Und wenn's Zufall war, dann ist es 'n schöner Zufall und dann ist es ja auch was ganz Wundervolles, ja. Ja, tolle Geschichte. Danke, dass Du die noch geteilt hast. Ja, die letzte Frage, die ich noch hab, Markus, ist, jetzt haben wir über so viele Menschen gesprochen, über Anja, über Gabi, über Alexander, über Thomas, über Erwin Müller, also Senior. Gab's da auch 'n Erwin Müller Junior übrigens, oder?

Es gibt die Rita Müller, die Tochter. Mhm. Und auch da schließt sich der Kreis, ähnlich wie bei Anja, dass RW Müller mittlerweile unser Kunde ist, sowohl bei XPO360 als auch zuvor bei ExPido. Also RW Müller begleitet mich eigentlich schon mein mein halbes Leben, was er auch zeigt, dass und das war bei mir immer so, wenn ich 'n Unternehmen verlassen habe, bin ich immer absolut Guten gegangen, sowohl mit allen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Ich hab immer eine saubere Übergabe gemacht, ich hab immer eine tolle Abschiedsfeier gemacht und ja, Erwin Müller ist jetzt auch nach wie vor 1 unserer größten Kunden und ich treff sie nächste Woche wieder.

Wir sind mittlerweile beim Du mit der Rita zum zum Strategiemeeting und da freu ich mich schon wieder drauf. Ja cool. Das find ich übrigens auch eine super Bestätigung und ich liebe das. Ich hab's vor Kurzem auch, da war ich selbst auch Gast in 'nem Podcast Fuchstoufelswild mit Matthias M Fuchs, der mich auch quasi mein Leben hinterfragt hat. Und ich hab's auch gesagt, ich liebe das, wenn ich Kollegen treffe von vor 20 Jahren.

Und ich setz mich mit denen hin. Natürlich guckt man erst mal, ist das der, ist das die, ja? Weil 20 Jahre gehen spurlos an niemandem vorbei. Aber wenn man einfach diesen Draht wieder hat und bei mir ist es ähnlich, ich bin aus der Angestellentätigkeit damals raus und der das Unternehmen, das mich dann sofort gebucht hat und auch absolut im Reinen das Ganze lief, ist heute noch Kunde und das liebe ich. Das ist für mich persönlich eine wahnsinnige Wertschätzung.

Hat vielleicht mit mir jetzt gar nichts mehr zu tun, weil ich den Kunden nicht mehr betreue und dort andere Menschen handeln. Aber diese Verbindung zu den ehemaligen Arbeitgebern noch zu halten und sich auch begegnen zu können, ist, glaub ich, auch sone Sache, ne. Also Vor allem das und jetzt im Nachhinein, Du hast das vorhin schon mal gesagt und wenn ich das jetzt so reflektier, glaube ich, da ist viel Wahres daran, dass man viel bekommt, wenn man viel gibt. Und ich hab ja viele Jahrzehnte viele Networking Veranstaltungen organisiert und das immer mit dem Grund, dass ich einfach Menschen kennenlernen wollte und dass ich den Menschen was geben wollte, nämlich eine Plattform, wo sie sich austauschen können. Und ob das jetzt die Konferenzen waren, die ich organisiert hab oder Networking Veranstaltungen, die ich organisiert hab.

Mir ging es immer darum, eine Plattform zu schaffen, wo sich Menschen austauschen könnten. Und da hab ich schon so viel Menschen kennengelernt und ich bin so dankbar, dass es eigentlich, dass ich mittlerweile, egal in welcher Stadt Deutschland oder teilweise Europa ich bin, es überall Menschen gibt, die ich von diesen Veranstaltungen her kenne und mich überall mit Menschen zum Essen treffen kann. Und deswegen gibt mir das auch sehr viel zurück, dass ich da scheinbar sehr viel gegeben habe. Mhm. Genau, da schließt sich der Kreis.

Und die letzte Frage, die ich noch hätte, mein Lieber, ist, normalerweise frag ich an der Stelle jetzt, gibt es jemanden, von dem Du weißt, dass er eine interessante Vita hat, die Person, die oder den ich mal hier einladen sollte. Heute würd ich's gern mal anders machen. Und zwar inspiriert durch deine Geschichte, auf die ich so nicht vorbereitet war, würde ich dich fragen, was glaubst Du, wenn Du Rita Müller 'n Tipp gibst, dass ich son Podcast hab? Glaubst Du, sie würde zu mir 'n Podcast kommen, weil die hätt ich wahnsinnig gern mal als Gast hier? Ich kenn ja die Person nicht, aber ich kenn das Unternehmen.

Und sie ist ja nun dann auch, also ich vermute jetzt mal vom Namen her Schwiegertochter oder Tochter von Erwin Müller, ja? Okay. Also in das Unternehmen reingewachsen. Dann jetzt weiß ich, ihr habt eine gemeinsame Geschichte, das macht sie noch spannender. Die würd ich gern mal einladen.

Glaubst Du, das wär 'n guter Gast? Das wär, glaub ich, 'n sensationeller Gast, weil die RW Müller Familie, die ja riesengroß ist und auch ganz viele Unternehmen im Familienbesitz haben, sie mit Sicherheit ganz tolle Stories erzählen könnte, auch von von ihrem Vater, der mittlerweile auch schon über 90 ist und das Unternehmen hier im Nachbardorf gegründet hat, indem er mit dem Bollerwagen von Tür zu Tür gefahren ist und Handtücher verkauft hat. Also so wie bei IKEA, ne. Und deswegen könnte sie mit Sicherheit ganz tolle Dinge erzählen, vor allem, weil ihr Vater auch 1 der größten Oldtimer Sammlungen Deutschlands hat. Okay.

Aber sie eben auch jemand ist, die absolut nicht in der Öffentlichkeit ist. Deswegen Okay. Glaube ich, dass sie Dann eher nicht wahrscheinlich wurde. Du kannst ja mal 'n gutes Wort für mich einlegen. Hast Du denn sonst noch jemand, wo Du sagst, diese Person müsstest Du mal einladen?

Also wen ich sehr faszinierend finde und sehr toll finde, ist der Philipp Westermeier. Mhm. Was daher kommt, dass ich ihn schon schon sehr lang kenne und und begleite. Und ich kenn ihn noch aus seiner Zeit vor OMR, als er Ediat und Mitrigo als Unternehmen hatte, mit dem wir damals schon zusammengearbeitet haben. Das war 'n Displayunternehmen und sie war 'n Affiliate.

Beide Unternehmen hat er und und seine Partner Christian Müller dann ja auch verkauft. Und dann hat er OMR gegründet damals als ganz kleines Unternehmen. Ich war auf 2011 auf der ersten OMR auch noch Speaker. Das war damals noch in der Hochschule in in oder Media School in Hamburg vor 50 oder 70 Teilnehmern. Und was er aus diesem Unternehmen gemacht hat, dass er mittlerweile 'n riesiges Medienunternehmen hat, die ja sogar mittlerweile Filmproduktionen mit dem Film oder die Nationalmannschaft zum Beispiel aufgebaut haben, dass er mittlerweile schon bei Lanz war.

Und was er da aufgebaut hat, find ich megaspierend. Aber vor allem find ich inspirierend, wie bodenständig er ist. Also ich ich schreib ihm regelmäßig Whatsapp Nachrichten oder wünsche ihm alles Gute zum Geburtstag. Und er antwortet immer halt von 5 Minuten antwortet er sogar an seinen Geburtstag auf die Glückwünsche und schreibt dann son Text dazu und schreibt, danke für deine Geburtstagswünsche. Wie läuft's bei den Löwen grad und so weiter.

Und das find ich inspirierend, dass jemand son großes Unternehmen aufgebaut hat, so im Rampenlicht steht und trotzdem weiterhin so menschlich und bodenständig ist. Ich find Philipp einfach einen ganz tollen Menschen, der auch sehr viel zu erzählen hat und glaub ich auch 'n toller Gast wäre für dich. Cool. Jetzt hätt ich theoretisch noch die Frage nach den Löwen, aber die lassen wir das machen. Wir irgendwann mal privat, wenn wir uns wieder mal aufm Event gegenüber sitzen oder stehen, hoffentlich bald mal.

Ja, mein Lieber, das war ganz toll. Das war ganz inspirierend. Ich dank dir noch mal auch, dass Du sozusagen dich so gewissener vorbereitet hast und die Chance genutzt hast, dein eigenes Leben noch mal 'n bisschen zu reflektieren. Einziger Tipp, den ich dir mitgebe, Du hast viele Dinge auch selbst erarbeitet und nicht immer nur von anderen bekommen. Aber ich glaube, das ist gar kein gar keine, wie soll ich sagen, kein Manko bei dir, sondern einfach, Du bist so, ja, Du bist son zurückgenommener Typ.

Bleib da so, wie Du bist. Ich dank dir ganz herzlich für die Zeit und ich hoffe, dass wir uns bald mal wieder übern Weg laufen. Bis dahin. Ich danke dir für die Möglichkeit, hier einfach noch mal mein Leben zu reflektieren. Ich hoffe, dass ich vielleicht den ein oder anderen Gründer hier inspirieren konnte und sage immer gern, von nichts kommt nichts.

Auch wenn man, wenn ich viel Glück hatte und viele Förderer hatte, muss man sich trotzdem viel selber arbeiten. Und ja, danke, dass dass es dich gibt, dass es eine Sendung gibt. Und ich freue mich jedes Mal, die Geschichten von Menschen zu hören. Vielen Dank. Ich dank dir herzlich und mach's gut.

Tschau. Tschau.

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