Cover: Pixel und Persönlichkeit | Andrea Grundmann | BTS #31

Pixel und Persönlichkeit | Andrea Grundmann | BTS #31

6. November 2025 85:27 Min. Zu Gast: Andrea Grundmann
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Worum es geht

In Folge #31 von Behind the Story spricht Wolfgang mit Andrea Grundmann, Beraterin, Speakerin und Inhaberin der Berliner Agentur 45° Digital. Von Teneriffa aus, wo große Teile ihres Buchs „Digitales Charisma" entstanden sind, erzählt sie von ihrem Weg „vom Reithelm zum Buchdeckel" und davon, wie man online dieselbe Echtheit zeigt wie im echten Leben. Ein ehrliches Gespräch über Mut, Haltung, Verantwortung in der digitalen Öffentlichkeit und die Sehnsucht nach Authentizität.

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Autor: BTS - Behind the Story

Zu Gast

Beraterin, Speakerin und Inhaberin der Agentur 45° Digital

Andrea Grundmann ist Beraterin, Speakerin und Inhaberin der Berliner Agentur 45° Digital sowie Autorin des Buchs „Digitales Charisma". Vom Westberliner Mädchen über die Reiterin auf Meisterschaftsniveau bis zur Unternehmerin steht ihr Weg für Haltung und Echtheit.

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Transkript

Halli und herzlich willkommen, ihr Lieben da draußen zur Ausgabe Nummer 31 von Behind the Story. Ihr wisst ja, Behind the Story ist 'n Format für Storytelling für die Ohren. Das heißt, ich sprech hier mit Menschen und Marken über ihre persönliche Heldenreise, über ihren Weg, über Wendepunkt, Krisen und Entscheidungen, die sie geprägt haben, beruflich wie privat. Es geht also nicht nur glänzende und leuchtende Geschichten oder perfekte Fassaden, sondern es geht das, was Menschen wirklich bewegt. Wenn dir das Format gefällt, dann lass mir gerne ein Like da, abonnier den Podcast oder schickt mir gerne auch eine p n.

Ja, starten wir rein in diese Ausgabe 31, denn heute hab ich 'n ganz besonderen Gast. Es ist wieder mal eine Aufnahme, wo wir sehr weit geografisch auseinandersetzen. Das liegt aber nur daran, dass mein heutiger Gast, die liebe Andrea Grundmann, zurzeit im Süden ist, sag ich mal, auf 1 Sonneninsel und da 'n bisschen Sonne tankt, das hat sie sich auch redlich verdient. Ja, und deswegen haben wir relativ große Distanz und ich genieße das immer, dass es völlig egal ist, ob die Menschen bei mir 20 Kilometer in der Entfernung sind oder 5000. Wir können einfach heute mit diesen digitalen Formaten ganz tolles Storytelling machen.

Ja, mein heutiger Gast, ich hab's gesagt, ist Andrea Grundmann. Und lustig ist die Entstehung dieses Podcasts, denn ich bin vor circa 2 Wochen mit meinen Kindern, mit meinen beiden Töchtern über die Frankfurter Buchmesse gestiefelt. Und wir waren primär da, weil meine Tochter Lehrerin ist und sie wollte das auch son bisschen Material sammeln. Und dann hab ich endlich 'n Stand gefunden, an dem interessante Bücher standen, ja. Und war gerade eingetaucht in die Welt.

Plötzlich steht Andrea vor mir und wir denken beide, Mensch, kennen wir uns doch, ne. Und da haben wir uns auch gleich begrüßt. Und dann hat sie mir ganz stolz und ihr Lieben, das hättet ihr sehen müssen, ja, die Augen, wie sie leuchten, auch wie sie jetzt bei der Aufnahme leuchten, ihr eigenes Buch vorgestellt. Denn sie hat selbst 'n Buch veröffentlicht und das war da zum ersten Mal in der Öffentlichkeit sozusagen, denn sie steht für etwas im digitalen Raum, was oft verloren geht, nämlich Charisma. Und entsprechend heißt ihr Buch auch digitales Charisma.

Genau und das hat sie da vorgestellt. Und die gute Nachricht gleich zu Beginn für euch, 1 dieser Bücher, die offiziell Ende November erscheinen, jetzt schon bei Amazon und überall vorbestellt werden können. Aber 1 dieser Bücher wird die Andrea uns zur Verfügung stellen und das könnt ihr bekommen. Also wenn ihr bis zum Ende dran bleibt, dann werden wir euch verraten, was ihr tun müsst, damit ihr vielleicht schon bald das Buch von der Andrea in den Händen haltet. Ja, noch ganz kurz zu ihr, Andrea ist Beraterin, Speakerin und entsprechend Buchautorin.

Sie ist Inhaberin der Berliner Agentur 45 Grad Digital GMBH und begleitet Unternehmen und Unternehmern Unternehmer und Unternehmerinnen und ganze Teams bei der Entwicklung klarer Kommunikationsstrategien auf LinkedIn, auf Webseiten und generell in der öffentlichen Wirkung. Wie viel Jahre Erfahrung sie hat, sag ich euch gar nicht, das würdet ihr mir nicht glauben, wenn ihr sie da sitzen seht, strahlend und frisch mit ihrem Babybuch sozusagen unterwegs. Sie hat in der Vergangenheit als Leistungssport darin, da bin ich auch gespannt drauf. Und sie ist eine Design Design Expertin mit 'nem tiefen Verständnis für Sprache, Haltung und Differenzierung. Was ich in der Recherche gefunden hab, fand ich sehr schön.

2 Sachen fand ich bemerkenswert. Zum einen bezeichnet sie sich selbst als kritisch optimistisch, da werd ich gleich noch mal reinfragen. Und zum anderen hat sie einmal 'n Satz geprägt nach vor so gar nicht so langer Zeit auf LinkedIn. Da hat sie nämlich geschrieben, Menschen, die sich nicht für Politik interessieren, sind mir suspekt. Über beides werden wir gleich sprechen, aber ich glaube, jetzt haben wir genug Vorräte.

Ich sage erst mal herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen, liebe Andrea Grundmann. Hallo Wolfgang, ich freu mich sehr, hier zu sein und danke für dieses tolle Intro. Ich bin auch sehr gespannt, wo uns das Gespräch hinführen wird.

Ja, wie schön, dass es so Zufälle gibt, dass wir uns auf der Buchmesse Ja. Übern Weg laufen und lassen sagen, lass uns doch einfach spontan diesen Podcast aufnehmen. Fand ich richtig, richtig toll, ja. Und ich freu mich auch mega drauf. Schön.

Gut, ja, Du bist im Süden. Ich hab mit Absicht nicht verraten, wo. Aber es ist schön warm bei dir, glaub ich. Und ja, Du machst sonen Kein eigenes. Ist kein Geheimnis.

Ich hab auch gestern dazu gepostet. Ich bin auf Teneriffa. Das ist Okay. Hier so seit ein paar Jahren mein Lieblings, also so wirklich son Happy Place von mir. Und ich hab hier auch tatsächlich große Teile meines Buchs geschrieben oder 'n Teil davon geschrieben.

Und ich hatte es zu Beginn vor 2 Jahren hab ich hier angefangen, dazu zu recherchieren. Ich bin damals hier meinem ganzen Bücherkoffer angereist, hier die Zeit Da war ich fast 2 Monate hier und habe also sehr viel recherchiert und gelesen und zusammengetragen. Und so hat mich irgendwie mein Buch immer wieder hierher geführt und jetzt bin ich wieder hier mit dem Buch, also mit diesem Ist ja nur son Vorabe Exemplar. Aha. Aber ja, es ist 'n sehr schönes Gefühl, jetzt hier wieder zu sein und das Buch in den Händen zu halten.

2 Fragen dazu. Bist Du in Spanien charismatischer als in Berlin? Oder bist Du einfach bist Du in Spanien einfach entspannter? Entspannter, glaube ich. Einfach entspannter und ich fühl mich einfach wohl, so gerade wenn's bei uns im November so so so düster und grau und nass und kalt wird oder auch ja so Dann finde ich's einfach großartig, noch mal 'n bisschen Sonne zu haben und so Sonne auf der Haut und dass es abends auch noch warm ist und man draußen sitzen kann.

Das find ich einfach megaschön und war ja für mich hier so wohl, ja. Und die 2. Frage, ist die Heldenreise von dir und deinem Buch, Digitales Charisma, ist das jetzt zu Ende oder ist das eine Zwischenstation? Wird's da irgendwie weitergehen? Also Produkte?

Hast Du irgendwas im Sinn? Das weiß ich noch nicht. Also ja, ich hab natürlich einiges geplant. Also aktuell fühlt sich das so an, als ob Bericht die Arbeit jetzt erst losgeht. Also jetzt geht ja die Vermarktung los und natürlich möcht ich auch, dass das möglichst viele Menschen erfahren.

Und ich plane grad auch noch eine Booklaunch Party im Januar in Berlin. Und also ich hab ganz, ganz viel vor und ich möcht auch 'n Angebot entwickeln, was sich an dieses Buch anschließt. Also das ist ja sowieso sehr dicht an meinem Business dran, aber möchte da auch noch mal direkt anschließen. Und ja, mehr will ich noch gar nicht verraten, aber da wird es 'n konkretes Angebot geben zum nächsten Jahr. Und das ist dann jetzt in Vorbereitung, genau.

Mhm. Ja, schön. Ja, dann an der Stelle schon mal der Hinweis, den ihr ja da draußen, ihr Lieben sowieso kennt von mir, folgt der Andrea bei LinkedIn. Da postet sie relativ viel oder auf anderen Kanälen bist Du da auch Nee, tatsächlich gar nicht. Und ich war auch dieses Jahr auf LinkedIn im Schnitt relativ ruhig.

Das hat ganz viel mit dem Buch zu tun, mit der Entstehung. Aber das wird sich jetzt wieder ändern. Also ich bin jetzt wieder aktiver und will jetzt auch demnächst dann viele Themen rund ums Buch natürlich posten und veröffentlichen. Ja, cool. Ja, ich hatte ja die Vorabversion, das abzuschließen in den Händen.

Und alleine die hat sich schon richtig gut angefühlt. Also man hat wahnsinnig gesehen, wie viel gestalterische Liebe da drinsteckt in dem Buch. Und ich hab ja auch bisschen quergelesen 10 Minuten, ehrlich zu sein, aber ich fand schon die 10 Minuten unfassbar spannend. Es gibt so Bücher, ich finde, 'n Buch seh ich eher so wie eine Entität und das ist ähnlich wie beim Menschen so. Nach 7 Sekunden weiß ich im Prinzip, fühlt sich das haptisch gut an?

Ist das, sieht das ansprechend aus Und spricht mich das Thema an und ich hab kurz reingelesen, es war unfassbar gut, ja. Kann ich dir schon mal geben. Das sag ich nicht, weil weil Du jetzt mein Gast bist, sondern wirklich, ich fand das Buch megaspannend und freu mich schon. Du hast mir eine, damit Du das nicht vergisst, signierte Version versprochen, ja. Da steh ich auch drauf.

Die kriegst Du auf jeden Fall, ja. Vielen, vielen Dank für dein Feedback. Das war auch tatsächlich, ich bin ja gelernte Grafikdesignerin. Es fühlt sich immer so an, als ob das irgendwie mein früheres Leben war, aber das steckt ja an mir drin und das war mir auch einfach son großes Bedürfnis. Auch als ich meinen Verlag gesucht hab, ich hab mich bei verschiedenen Verlagen vorgestellt, war das in meinem Exposé.

Das war sone quasi sone Bedingung. Ich wollte Einfluss oder ich wollte halt die Gestaltung übernehmen, weil mir das wichtig war. Mhm. Und Cover wie Innenseiten. Und ich hab, glaub ich, damals bei den Verlagen, die waren vielleicht auch 'n bisschen irritiert oder warum?

Ja, was soll jetzt jetzt und so? Also das war mir war das einfach wichtig, sogar auch Papier und also die Haptik, so wie Du auch schon sagst, im Buch. Ich will das einfach auftreppen, das muss sich gut blättern und das gehört für mich irgendwie dazu. Und so habe ich mir halt mein eigenes Buch vorgestellt und und das sollte gelb sein. Das war auch irgendwie sone Idee, die ich hatte.

Und tatsächlich muss ich sagen, als ich dich auf der Buchmesse gesehen hab, ich glaube, Du hast selber noch nicht lange in Händen gehabt da in dem Moment. Du zerstanzt da wie so wie 'n kleines Kind und das nicht despektier dich gemeint, sondern im besten Sinne und hast immer alle Ecken deines Gesichts gestrahlt und man hat richtig gemerkt, wie stolz Du bist und das kannst Du auch sein. Das ist 'n ganz, ganz tolles So. Banane schön. Dann haben wir, schließen wir den Pitch jetzt ab und ich erklär dir noch ganz kurz und den Leuten, die draußen vielleicht zum ersten Mal zuhören, herzlich willkommen und schön, dass ihr uns gefunden habt.

Behind the Story ist kein Schnell und hektisch Reich Podcast. Behind the Story ist generell überhaupt gar kein Business Podcast, sondern ich möchte ja mit meinem Gast über dessen persönliche Heldenreise reden und deswegen, weil es ja Storytelling für die Ohren sein soll, habe ich zum einen kein Zeitlimit. Ich lasse dem der Geschichte so viel Raum, wie sie benötigt und zum Zweiten lehne ich mich son bisschen an die Heldenreise von Joseph Campbell an. Es gibt ja dieses Heldenweise Muster und wenn man alle großen Geschichten, Anekdoten, Religionen, Mythen und alles durchforstet, jeden Blockbuster, dann kommt man immer wieder auf 'n gleiches Schema. Und deswegen werden wir versuchen, dein Leben bis dato, bis nach Teneriffa so 'n Stück weit in die Heldenreise einzuteilen, meine liebe Andrea.

Und deswegen beginnen wir einfach mal in der gewohnten Welt des Mangels. Das ist bei mir im Podcast dann sozusagen, sind so die ersten 6 bis 10 Lebensjahre. Und erzähl uns doch einfach mal, wo bist Du aufgewachsen? Hast Du Geschwister? Alles das, was Du gerne magst, über dich preisgeben, erzähl mal bitte 'n bisschen.

Wo wo ist die kleine Andrea aufgewachsen? Ich bin aufgewachsen in Berlin, in Westberlin, sehr behütet und hatte eine 1 wunderschöne Kindheit mit meinen Eltern und meiner Oma in einem Haus. Und ich hab die Grundschule war gleich die Ecke. Wir hatten eine tolle Grundschulklasse. Ich hab die Schule geliebt, vor allem den Sportunterricht.

Und also für mich war wirklich, bis ich so, ja, bis ich 12 war etwa, absolut heile Welt. Also da Ich bin Einzelkind, ich wollte immer supergerne Geschwister haben, aber das haben meine Eltern anders gesehen, da hatte ich dann leider keinen Einfluss drauf. Aber ich hatte viele Freunde direkt in der Nähe und eine 1 ganz, ganz großartige Grundschulzeit. Ja, das war so bis bis 12, glaube ich, ne, war man in der Grundschule oder 11 oder so, oder? Ja, mhm.

War die Grundschule in deiner Hood? Also bist Du da hingelaufen? Bist Du da hingefahren? Wie? Ja, bin gelaufen.

Mhm. Genau. Wenn Du heute an deine Grundschulzeit zurückdenkst, gibt's gibt's 'n Geruch, den Du damit verbindest? Geruch, nee, nee, nicht wirklich. Wobei ich 'n sehr geruchssensibler Mensch bin, aber nee, nee, hab ich tatsächlich mit der Grundschule verbinde ich keinen Geruch, nee.

Okay, gut. So, dann lass uns mal weitergehen. Jetzt bist Du, sagen wir mal, 10. Die Grundschule läuft so durch. Alles supi.

Wie was warst Du für eine Schülerin? Das war mir Ja, ich war fast immer die Klassenbeste, obwohl ich Es war mir eher unangenehm. Also ich Mir ist das einfach, im Grunde, glaube ich, ist mir das alles viel zu leicht gefallen. Was dann zur Folge hatte, als es aufm Gymnasium 'n bisschen komplizierter wurde und auch Fächer dazu kamen, die mir vielleicht gar nicht so gelegen haben, dass ich nicht gelernt hatte, richtig zu lernen, ja, Weil mir das so leicht fiel alles und dann hab ich mich immer so durch Also ich hatte, glaub ich, noch fast mal 1 und 'n paar Zweien aufm Zeugnis bis dahin und das hat sich dann tatsächlich geändert, ja. Und auf einmal musste ich irgendwie lernen und irgendwas dafür tun und war da am Anfang tatsächlich etwas hilflos.

Also wusste gar nicht, wie wie das dann funktioniert. Zu deinen Eltern die Frage, wenn Du sie beantworten magst, das wär nett. A, hast Du sie noch? Sind sie noch da? Ja.

Und b, was ich immer spannend finde, ist die berufliche Prägung. Also war jetzt der Vater Beamte oder war die Mutter, Notarin oder was? Wie in welche Richtung wurdest Du denn geprägt? Also beruflich überhaupt nicht. Meine Eltern haben mir das komplett freigelassen, was ich werden wollte.

Mein Vater war kaufmännischer Angestellter und meine Mutter tatsächlich Hausfrau. Also die hat, ja, mehr oder weniger Hausfrau. Jetzt bist Du ja Einzelkind? Ja. Übrigens eine sehr seltene Rolle meiner Gäste.

Also ich wunder mich immer, ich glaube, die Mehrzahl meiner Gäste hat Minimum 2 Geschwister. Ich hab mehrere Gäste auch schon gehabt, die 4 oder 5 Geschwister hatten. Das fand ich auch bemerkenswert. Aber Du bist ja nun 'n Einzelkind. Und die Frage, Du bist heute ja eine sehr selbstständige Person.

Also und ich mein das gar nicht nur auf dem beruflichen Status, sondern generell so. Du schreibst Bücher, Du, also ich ich erfinde dich auch als sehr, als jemand, der sehr bei sich ist, so nenn ich's so. Selbst und ständig, selbstständig, ja. Mhm. Ist diese Einzelkind Prägung, glaubst Du, das das hilft einem in der späteren Lebensphase dann zu sagen, okay, ich komm alleine durch die oder die Situation durch?

Oder ist es vielleicht sogar leichter mit Geschwistern? Tja, ich hab ja keinen Vergleich. Ich hatte eine sehr, sehr gute Freundin, mit der bin ich aufgewachsen, fast wie mit 'ner Schwester. Also wir waren immer immer zusammen und entweder bei Ihren Eltern oder bei mir, also so im Wechsel. Das hatte schon son bisschen den Charakter wie also wie wie Geschwister, aber Mhm.

Wir waren halt keine. Ich hab mir oft Also später, als so in der Pubertät war ich, glaub ich, da war ich ganz schön rebellisch und ja, da gab's so die, na ja, so die typischen Auseinandersetzungen zu Hause vielleicht. Und da hab ich mir oft Verstärkung gewünscht in Form 1 Schwester oder 1 Bruders. Und meine Freundin, die war leider so ganz das Gegenteil von mir, sehr ruhig, sehr zurückhaltend. Und die konnt mir da auch nicht groß helfen.

Und nein und ja, da hab ich mir oft Verstärkung gewünscht. Ja, ob das jetzt Ja, vielleicht hat mich das son bisschen geprägt, als wenn, ja gut, dann muss ich jetzt alleine durch. Also das ja, das Letzte Frage zu dieser Phase, sagen wir mal zu der vorpubertären Phase. Hattest Du das Gefühl, also Du hast Du hast gesagt, dein Vater war kaufmännischer Angestellter und deine Mutter war quasi wesentlich zu Hause und für dich da, also als Hausfrau. Hast Du das Gefühl als Kind gehabt, Du bist willkommen, gut, richtig?

Oder gab's irgendwelche Momente, wo Du gezweifelt hast? Also ich war tatsächlich sehr viel bei meiner Oma, die wohnte bei uns im Haus auch. Und ich, ja, ich war schon willkommen, aber man hat mir also damals auch immer schon gespielt, dass ich verdammt anstrengend bin. Und das ist was, was ich durch mein ganzes Leben zieht. Ich war halt, glaub ich, neugierig, sehr Ich hatte immer viel Energie und wollt mich bewegen und wollte raus und so.

Und das war, glaub ich, für mein Umfeld schon immer sehr anstrengend. Das ist was, was ich von Kindheit an immer wieder gehört habe und irgendwann gedacht hab, gut, vielleicht ist irgendwas dran. Also aber ich ja, das war son son Zwiespalt. Einerseits war ich sicherlich willkommen, andererseits wurd ich als etwas anstrengend bezeichnet und hab dann versucht, woanders meine Energie loszuwerden. Also ja.

Okay. Mhm. Gut, dann lassen wir mal diesen Abschnitt liegen und gehen mal 'n Stück weiter. Dann beginnt ja die Pubertät, also die Zeiten, in der die Eltern irgendwie komisch wären und Jungs oder Mädchen oder was auch immer, zunächst dann mal irgendwie plötzlich eine 'n anderes Interesse an den an dem an den Menschen in einem erwächst. Ja, wie war das bei dir so?

Also Du hast dann die Schule weitergemacht? Ja, ich war aufm Gymnasium und hab mich da im Gegensatz zur Grundschule, obwohl das gleich ein Grunde, das ging ineinander über. Das war, das Gymnasium war direkt neben der Grundschule und neben der Grundschule und unsere gesamte Klasse ist, nenn ich alle, aber fast alle sind dann rübergewechselt zum Gymnasium. Und und da habe ich mich auf einmal überhaupt nicht mehr wohlgefühlt in dem ganzen Umfeld. Kann ich bis heute nicht genau sagen, woran das lag.

Mit den Nee, da habe ich mich einfach nicht mehr richtig wohlgefühlt, mit den Lehrern nicht. Und ich hab gemerkt, ich ich wollte irgendwie Ich hatte das Gefühl, ich war auch so gefangen in meiner Hood, weil das da alles so dicht war aneinander. Also ich hab ja da gewohnt. Es war ja super, da hinlaufen zu können, aber es war halt auch alles sehr dicht. Und ich merkte, Berlin hat so viel mehr natürlich als mein mein meine kleinen Nachbarschaft da.

Und dann wollt ich einfach da raus. Ich wollt, glaub ich, wollte ausbrechen. Meine Eltern waren ziemlich streng. Die hatten, glaub ich, auch immer, vielleicht auch nicht ganz Unberechtigtes, also son bisschen Sorgen mich, dass ich, also die wollten mich eigentlich, glaube ich, nur behüten und waren ziemlich streng. Und ich wollte einfach ausbrechen und mehr sehen und auch grade in Berlin, das war aus Westberlin der Achtzigerjahre und zwar hochspannend.

Und immer, wenn ich dann hörte, da gehst Du aber nicht hin oder dann und dann muss ich halt zu Hause sein, da hab ich mich dann gehalten. Aber ich hab natürlich genau die Orte aufgesucht, die ich meiden sollte, weil ich dachte, da muss ja irgendwas Spannendes passieren dort, ja. Und ja, das war, glaub ich, gar keine leichte Zeit, weder für mich, aber vor allem natürlich auch nicht für meine Eltern. Mhm. Ich ich bin halt sonem gut behüteten Westend aufgewachsen und ne so.

Und hab mich hat's nach Kreuzberg und nach Schöneberg gezogen. Ich weiß nicht, ob Du Berlin kennst so die Bezirke, aber da war natürlich viel mehr los. Und ja, dann hab ich mich auch optisch irgendwann davon entfernt. Also von diesem, ich weiß nicht, gut Bürgerlichen damals hatten gab's so Popper und Punks und ich hatte 'n Irokesenschnitt und zerrissene Jeans und passte also nicht mehr so unbedingt in unser Viertel, aber ja, das war reine Provokation natürlich. Ich war kein Punk, ich hab mich auch nie so bezeichnet, aber ich fand die Frisuren irgendwie cool.

Hab dann auch die Schule gewechselt, bin aufm Angriffsgymnasium, einfach weil ich mich auf Ich wollte einfach mal, glaub ich, raus und was anderes machen. Und die Alternative war, hab ich meinen Eltern so angedroht, ich schmeiß hin, ich beende die Schule, ich hab da keine Lust mehr drauf. Und das kam nicht so gut an und dann haben wir 'n Kompromiss gefunden, ich wechsel die Schule. Dann bin ich auf 'n anderes Gymnasium und hab mich leider überhaupt gar nicht richtig drum gekümmert, was das genau war, sondern nur, dass ich Ich hatte Mathe, Sport wollte ich als Leistungskurs machen Und und hab nur geguckt, dass ich Also Sport war so das Fach, das konnte man nicht überall als Leistungssport machen. Und ja, und dann bin ich aufn Gymnasium gekommen, was 1 der schwersten von Berlin war und hab mich dann ganz schön umgeschaut.

Und Dann hab ich mich da echt ganz schön strecken müssen in einigen Fächern, weil da fehlte mir manchmal 'n ganzes Jahr Stoff innerhalb von Berlin, ne. Also das war schon, da hab ich nicht mit gerechnet und da hat mich auch keiner vorgewarnt oder so. Und dann ja, und dann habe ich halt auf 'nem anderen Gymnasium mein Abitur gemacht, also die letzten 3 Jahre verbracht. Und das war wirklich eine coole Zeit. Da habe ich mich dann wieder sehr wohlgefühlt und ja und auch viel eine gute Zeit einfach gehabt.

Also ja. Was was meinst Du, was glaubst Du, macht dann diesen Unterschied zwischen, ich hab mich auf der einen Schule überhaupt nicht wohlgefühlt und auf der anderen Schule habe ich mich plötzlich wieder wohlgefühlt? Ich weiß nicht, vielleicht da konnte ich natürlich am Anfang noch nicht so viele Leute, da habe ich mich einfach so, da bin ich mit meiner Frisur so aufgetaucht und die haben mich da so kennengelernt und da war ich einfach, da konnte ich so einfach so ich sein. In der Vergangenheit fühlte ich mich im Laufe der Jahre dann irgendwann so beobachtet und irgendwie nicht mehr so richtig Also ich hab das auch gemerkt, dass ich mich dadurch irgendwie limitiert fühlte und dadurch habe ich mich nicht wohl dann begrenzt man sich ja selbst. Und das war, ja genau, also ich glaub, das war eine war die absolut richtige Entscheidung, dass ich damals gewechselt habe.

Und es ist einfach wie alles son son eine Änderung, 'n Neuanfang bringt ja auch immer 'n bisschen Herausforderungen mit sich, aber auch natürlich ganz viel neue Optionen und Möglichkeiten. Im Storytelling ist das Schritt 2. Es passt genau zu deinem Leben. Das ist nämlich nach der gewohnten Welt des Mangels, also Du diese Kindheit und dieses ich bin da ganz behütet aufgewachsen, was bei dir tatsächlich ja wirklich auch so war. Mhm.

Ganz viele meiner Gäste haben in der Zeit schon 'n schweren Bruch. Oh. Und das ist immer auch, also Trennung der Eltern, Tod von einem Familienmitglied hatten wir alles schon im Podcast. Und das ist dann immer sehr schwer für so junge Menschen. Ich glaub, es ist 'n unfassbar gutes, 'n privilegiertes Leben, wenn man sagen kann, so bis 10, 12 war bei mir eigentlich nichts, weil Du dann schon 'n gewisses Selbstbewusstsein hast.

Also Du bist dir deiner selbst schon bewusst. Du weißt, ich will mit Absicht son bisschen rebellieren und so weiter, ne. Also diese Geschichten. Genau, und jetzt kommt die Phase, der Ruf zur Veränderung. Und das ist jetzt so die Frage, die ich dir stellen wollte, ist, Du hast jetzt sozusagen Abitur gemacht oder bist auf dem Weg zum Abitur, fühlst dich in dieser Abiturschule wieder ganz wohl.

Aber irgendwann spürt man in sich, entweder manchmal kommt es über Ferienjobs oder manchmal kommt's über die Berufung der Eltern, weil die vielleicht selbstständig sind und man hilft da schon mit, das hatt ich auch schon. Oder einfach in sich selbst wächst irgendwann zum ersten Mal der Wunsch oder die Idee, das könnt ich später mal machen. Und jetzt war ja bei dir Sport im Vordergrund. Vielleicht sagst Du generell zum Leistungssport mal was, weil in der Vorbereitung hab ich dazu gar nichts gefunden. Ja, tatsächlich.

Also ich hab ich war war sehr, sehr, sehr sportlich schon als als in der Grundschule schon. Ich war auch immer auf, also auf irgendwelchen Leichtathletik und Turnwettkämpfen. Und und da war ich sehr sportlich und das wurde auch in der Grundschule sehr gefördert. Und ich hab auch, wie gesagt, bis zum Abitur ja dann also Sport als Leistungskurs belegt. Das die Sportnoten haben auch mein Abi gerettet, würd ich sagen.

Ich brauchte da das Drehbuch viele Punkte, 'n paar andere Fächer auszugleichen. Aber der Leistungssport kam eigentlich dann anders, und zwar ich bin schon als Kind geritten. Ich war immer mit Pferden unterwegs und bin ja so Dressur und Spring geritten. Und ich war auch als Trainerin aktiv, hab also auch, ich weiß gar nicht, ob ich anfang, 20, Mitte 20, Trainerschein, also für für als Reitlehrer quasi so gemacht. Mhm.

Und bin dann hab mein erstes eigenes Pferd aber erst mit Ende 20 gehabt. Und bin dann in meinen Dreißigjahren bin ich sehr viel Also Leistungssport ist in dem Bereich, ich war ich war Amateur, also ich war kein Profisportler, aber ich bin eben im im oberen Segment so mit geritten bis zu Berliner Meisterschaften und bin halt häufig gegen auch Profis angetreten und aber eben als als reiner Amateurin. Ich hab damit nie Geld verdient, aber eben sehr intensiv betrieben so bis Meisterschaftsniveau. Und das hatte für mich immer diesen Aspekt eben, dass des Leistungssports, weil ich alles andere dort runtergeordnet habe, also lange Zeit. Also alles andere, fast alles andere, ne.

Also dieses also Biden ist 'n sehr, sehr, sehr aufwendiges Hobby und sehr aufwendiger Sport. Und und das hat im Grunde, bis ich 40 war, mein Leben sehr geprägt. Also Mhm. Genau. Reitest Du heute noch?

Nein. Nein. Gar nicht mehr. Okay. Gut, so jetzt sind wir, sagen wir mal, beziehungsweise die Frage ist ja noch im Raum, steht ja noch im Raum.

Hattest Du da schon in der Zeit schon 'n Gefühl, was mal deine berufliche Intention sein könnte, was mal deinen Weg wärt? Nee, tatsächlich nicht. Ich hab sehr, sehr viele so aus Ferienjobs und auch so Nebenjobs gehabt, auch schon während des Abiturs und hab sehr viel ausprobiert. Und ich glaube, das Schlimmste, was ich mal gemacht hab, das war auch also mein erster Ferienjob war, in einem Gartencenter zu arbeiten. Und da hab ich, es war waren, glaube ich, die Osterferien so, ja.

Und dann da gab's so so Blumen, also so so Blumenregale, die standen auf der Straße und da waren Primeln drin. Und diese blöden Primeln, die mussten halt ständig geputzt werden, hieß das, also immer diese welken Blätter abzupummeln und dann auf einmal so getaucht, so getränkt werden. Und ich habe gefühlt den ganzen Tag Primeln geputzt und Primeln gedrängt, weil wenn ich, das waren so 3 große Regale, wenn ich da durch war, waren die Ersten schon wieder irgendwie weg. Und ich hab gedacht, kann hier nicht wahr sein. Also Du hast 'n schwieriges Verhältnis zu Primeln heute.

Ja, so kann man das auch sagen. Genau. Und dann sollte ich, weiß ich nicht, irgendwelche Preisschilder auch Blumentöpfe kleben und die klebten natürlich nicht, weil die waren voller Sand und waren nass und so. Also ich hab da so Sachen gemacht, wo ich denke, nee, also 3 Wochen halt ich irgendwie durch. Aber also da hat sich bei mir relativ schnell und dann hatt ich noch mal sonen Job in 'ner Fabrik, wo ich son Metallzeug zusammengeschwappt habe.

Also bei mir hat sich sehr schnell diese Erkenntnis verfestigt, ich brauch 'n Job, der mir Spaß macht. Wo ich, also ich kann nicht so was Monoturnes machen und so was, wo ich so gar keinen Sinn drin sehe. Also gut, 'n Sinn gab's natürlich, die Primeln sollten ja verkauft werden, aber konnte ich mit meinem eigenen Sinn nicht wirklich verbinden. Keinen tieferen Sinn sozusagen. Ja.

Und dann war ich halt Ich wollte damals auch eigentlich Berlin verlassen und wollte ich wollte gerne Fotografin werden und hatte bin dann einfach mal kurzerhand nach nach Hamburg gefahren und hab 'n paar Tage da verbracht und kam dann tatsächlich mit 'nem Ausbildungsvertrag wieder. Meine Eltern haben gesagt, ja, ja, mach Du mal und das klappt sowieso nicht so in etwa. Und dann hatte ich aber Das Problem war, da haben die mir damals, jetzt weiß ich noch, 150 D-Mark im Monat angeboten im ersten Ausbildungsjahr. Und da hab ich gedacht, so, das wird 'n bisschen schwierig davon, in 'ner fremden Stadt zu leben. Und dann hab ich mich umgeschaut und hab mich für Grafikdesign entschieden.

Da war auch Fotografie beinhaltet. Also und dann da war eben aber auch noch sehr viel mehr Gestaltung und und gestalten und das und so bin ich zum Grafikdesign gekommen, ja. Okay. Jetzt bist Du wie alt 20 oder 18, 20? Ich hab direkt tatsächlich nach dem Abitur, ich war noch mal einen Sommer in Kalifornien, hab da auch 'n bisschen so Work and Travel, aber nur 6, 8 Wochen oder so.

Und dann, ja, dann habe ich direkt danach weitergemacht am Letteverein in Berlin war das, sone, weiß ich nicht, sone wie eine 1 Schule. Also es war im Grunde eine schulische Ausbildung. Mhm. Und hab da dann Grafikdesign gelernt. Genau.

Cool. Dann machen wir an der Stelle jetzt mal 'n Break, weil ich ja meine legendäre Schnellfragerunde noch habe. Das heißt, ich stell dir einfach 'n paar Fragen mit der Intention, dass die Menschen dich draußen noch son bisschen besser kennenlernen, die mich son bisschen charakterisieren im wahrsten Sinne des Wortes. Und einfach son bisschen mehr über den Mensch Andrea erfahren. Ja, und deswegen würd ich sagen, wir machen dann an der Stelle wieder weiter, weil dann kannst Du dich schon mal vorbereiten, möcht ich gerne von dir wissen, ab wann Du wusstest, dass Du kritisch optimistisch bist und was das genau bedeutet.

Aber wir gehen jetzt erst mal in die Schnellfragerunde. Ja. Okay? Ja. Ja.

Also 1. Frage, Kaffee oder Tee? Doppelter Espresso. So. Genau das, was ich getrunken hab in der Türkei im Urlaub.

Ich war vor Kurzem, kurz da und ich hab nur doppelte Espresso getrunken. Richtig schön. Du hast 'n Buch geschrieben, digitales Charisma. Definier doch mal digitales Charisma in einem Satz. Was ich damit meine, ist im Grunde, dass Menschen im Digitalen die gleiche Ausstrahlung haben, dass wir sie genauso wahrnehmen, wie sie in der analogen Welt sind.

Ja, also mit wirklich mit ihrer Persönlichkeit, mit ihrer Haltung. Und das hat jetzt gar nicht unbedingt viel mit charismatischer Ausstrahlung zu tun, sondern einfach mit Echtheit und und dass die Person das Gleiche darstellt. Das Mhm. Darum geht's mir. Also das Wort, das alle Podcaster meiden, Authentizität hier oder?

Absolut. Authentisch zu sein oder echt Echt, kann ich gesagt, ja. Aber im Grunde, ne, dass ich halt das Gefühl hab, wenn ich diese Person erst nur digital kenne und sie irgendwann im echten Leben sehe, ich denke, ah ja, genau so hab ich sie mir vorgestellt. Mhm. Und umgekehrt aber eben auch kein Bruch ab.

Also umgekehrt fällt uns das ja meistens nicht so auf. Wenn wir jemanden gut kennen und den dann irgendwann im Digitalen wahrnehmen, dann nehmen wir das so hin und gucken, ah ja und so. Aber wenn man mal genau hinguckt, dann gibt's da halt 'n großen Bruch häufig, ja. Und dass diesen diesen diesen Bruch oder diesen Unterschied, den meine ich, sollten wir möglichst kleinhalten, weil ja heutzutage so viel Kommunikation digital stattfindet, sodass es schwierig ist. Also Kommunikation ist immer schwierig und immer behaftet durch Missverständnisse und und falscher Interpretationen und so weiter.

Und wenn wir dann noch sonen Unterschied machen zwischen dem, wie wir wirklich sind und wie wir im Digitalen wahrgenommen werden, dann machen wir uns das Leben ja nicht wirklich einfacher. Und aus dem Grund schon alleine macht das Sinn. Mhm. Ja, cool. Bist Du Frühaufsteherin oder Nachtäuler?

Irgendwas dazwischen. Also ich kann tatsächlich ganz gut früh aufstehen, nicht so 5, aber ich genieße diese Morgenstunden, aber ich werd nachts immer noch sehr kreativ, also spätabends. Ich hab da eine hohe Energie und ich versuche aber seit einiger Zeit auf meinen Tiefschlaf zu achten und hab festgestellt, wenn ich früher schlafen gehe und vor allem auch möglichst zu gleichen Zeiten jeden Tag, dann hab ich einen deutlich besseren Schlaf. Ja. Und ich versuche, das gut hinzukriegen, nicht immer und nicht jeden Tag, aber Kann ich bestätigen.

Und da ich das mit 'ner App tracke bei mir, also irgendwie über die Apple Watch kann ich das ja sehen, Ist die nächste Frage quasi wie auf dem Silbertablett jetzt von dir schon vorbereitet worden, welche App benutzt Du am meisten? Ja, tatsächlich Also ich guck tatsächlich jeden Morgen, ich hab hab son Ring, ne, so und dann guck ich jeden Morgen auf die App von dem Ring. Das ist ganz bescheuert, weil ich meine, ich weiß oder ich fühl ja eigentlich auch, wie ich geschlafen hab, aber ich will dann auch wissen, was der Ring zu meinem Schlafsack. Ja, da guck ich tatsächlich jeden Tag drauf. Ansonsten denk ich Spotify.

Mhm. LinkedIn und leider immer noch Whatsapp. Also will ich eigentlich reduzieren? Na, ich will eigentlich Ich ich würd mich gerne unabhängig davon grundsätzlich diesen ganzen amerikanischen Apps machen und in dem Fall Also ich hab schon viel zu Signal rüber transportiert, aber noch nicht alles. Ganz viele so Gruppenchats oder so finden halt immer noch auf Whatsapp statt und also ich hab auch in anderen Bereichen immer noch amerikanische Software, aber ich versuche, wo es geht, also zu schauen, ob es ob es nicht Alternativen gibt, ja.

Mhm. Ja, find ich finde auch diese aktuell diese Initiative, die's in der in der in Europa gibt, würd ich mal sagen, diese digitale Souveränität. Das find ich schon irgendwie auch total wichtig. Also passt ja eigentlich zu dem, was Du grade gesagt hast. Ja.

Hast Du 'n Lieblingsessen? Pasta. Pasta einfach innerhalb Kann ich jeden Tag essen. Ja, unterschiedlichste Varianten, aber Pasta oder auch Pizza. Mhm.

Liebe ich einfach. Okay. Ich hab eine Superkraft, die steht übrigens nicht in deinem Skript, die soll 'n bisschen Überraschung sein an der Stelle. Ich hab eine Superkraft als Host dieses Podcasts. Ich kann dir ermöglichen, mit jeder beliebigen Person, ob noch lebend oder schon gestorben, einen Tag zu verbringen.

Gibt's irgendjemand, der dir spontan durch die Synapsen donnert, wo Du sagst oder von der Person Du sagst, mit der hätt ich dir mal 'n Tag mich ausgetauscht? Ich glaub, da gibt's tatsächlich viele. Wenn ich jetzt so ganz spontan fällt mir ein, ich glaube, Michelle Obama. Mhm. Weil sie so ist, wie sie ist?

Ich find, die hat sone wahnsinnig souveräne und dabei gelassene Ausstrahlung und bringt die Sachen einfach so gut auf den Punkt. Und ich finde, die hat auch grade so als Frau sone sone Kraft und sone Stärke find ich sehr beeindruckend. Ja. Mhm. Ja.

Okay. Dann würd ich jetzt mal eine Zwischenfrage reinstreuen in die Schnellfragerunde, die eigentlich nicht vorgesehen war, aber die aufkommt 1 das zu des Briefings sozusagen entstanden ist, nämlich Menschen, die sich nicht für Politik interessieren, sind mir suspekt. Das das hätt ich gerne noch mal 'n bisschen erklärt für Sie. Also ich bin 'n sehr politischer Mensch beziehungsweise ich interessier mich, also wirklich viel für Politik. Ich hör den für den halben Tag hör ich Podcasts, guck Nachrichten, egal, wo auf der Welt ich grade bin.

Wenn ich Internet hab, dann informier ich mich über das Geschehen in Deutschland, in Europa und aber auch in der Welt. Das interessiert mich einfach. Und ich finde, dass wir in unserer, so wie wir leben in Europa, dieser Wohlstand, den wir da haben, diese Freiheit, ja, die basiert einfach auf unserer Demokratie und und das ist nicht selbstverständlich. Also wenn wir in die Welt gucken, ja, dann ist das das Ich ich erlebe das so, dass unsere Demokratie oder allgemein die westlichen Demokratien gefährdeter sind als jemals zuvor. Und wer sich in der heutigen Zeit nun gar nicht für Politik interessiert und sagt, das brauch ich nicht?

Oder gibt ja auch viele Leute, die sagen, Nachrichten ist so anstrengend zu gucken, das zieht nicht so runter, weil es gibt so viele schlechte Nachrichten und all diese Sachen. Damit kann ich tatsächlich nicht viel anfangen, weil ich glaube, dass ohne Politik haben wir auch keine Demokratie und können uns auch nicht so leben, wie wir gerne leben würden. Und und deswegen ist es auch nicht nur so, dass dass Wir haben nicht nur Wahlrecht. Ich finde, wir haben auch die Pflicht zu wählen und uns politische Dinge zu kümmern und uns zu informieren und vor allem auch zu informieren, auch uns eine Meinung zu bilden und auch gute Entscheidungen treffen zu können. Und das ist 'n Thema, ich weiß nicht, ich bring das hier mal mit ein.

Ich bin ja auch Trainerin für Informationskompetenz und das hab ich im letzten Winter hab ich son Wochenendseminar bei bei Thilo Baum gemacht. Grüße gehen raus. Und das hab ich gemacht, obwohl ich grade in diesem Buchprozess feststeckte, aber da hat sich das ergeben und ich hab gedacht, das ist einfach so wichtig, dieses Thema, dass ich das noch dazwischen geschoben habe und mich damit auch Ich bin in diesem Netzwerk drin. Wir haben dort einen Verein gegründet und das ist mir einfach son Anliegen, dass wir, ich glaub, das brauchen wir als resiliente Gesellschaft. Wir brauchen Informationskompetenz.

Wir müssen uns eigene Meinungen bilden und eben auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen und das nicht den den den Extremen überlassen und deswegen ist mir das son Anliegen. Und wenn also jemand sagt, ich interessier mich nicht für Politik, dann Also kann ich kann ich überhaupt nicht. Also nee, es gibt für mich also kein Argument, was das also tragen könnte, ja. Ja, macht dich aber sehr charismatisch, find ich. Also macht dich sehr oder sympathisch ist an der Stelle vielleicht eher das richtige Wort.

Weil ich, also ich kann das von mir nachvollziehen und ich finde auch, immer sozusagen auch offen zu sein für die Perspektiven. Also ich finde grade die Ränder, die extremen Ränder, kriegst Du ja nicht durch Verleugnung irgendwie weg, ja, sondern im Gegenteil durch offenen Diskurs, durch Argumente, durch Austausch. Das find ich schon megawichtig, ja. Total. Okay, also ich ich konnte es eigentlich nachvollziehen.

Ich wollte aber gerne auch wissen von dir, was es genau bedeutet. Ja, das ist ja doch, ich kenn das Thema immer wieder und ich muss sagen, auch grade so in der, ich will jetzt niemandem zu nahe treten, aber so in den in der Marketingwelt oder auch bei den Onlinemarketern, ne, kommt immer noch dieses, ah, Politik, bloß nicht. Äußer dich bloß nicht politisch, dann hast Du Probleme und dann beweis. Und dann irgendjemandem Du immer vor den Kopf. Ja, klar, kann passieren.

Aber ich finde, das ist unsere Verantwortung. Und grade als Menschen, die kommunizieren und das wird ja, Marketing wird kommuniziert, können wir uns nicht zurückziehen und sagen, oh, also dieses, ne, the business of business is business, also das war ja son Mantra aus den Achtzigern. Ich finde, das ist heutzutage nicht mehr haltbar. Also wir sind auch im Business und grade auch Menschen, Führungskräfte und Unternehmer, also die wirtschaftlich eine gewisse Stellung haben und auch 'n gewissen Einfluss, die haben auch die Verantwortung, sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren, das ist meine Überzeugung. Und da kann sich keiner so zurückziehen und sagen, ach nee, ich will mir aber nicht die Finger verbrennen oder so.

Das akzeptiere ich nicht. Und also und dabei kann man ja wirklich unterscheiden, man muss ja sich nicht parteipolitisch äußern, ja. Also es geht ja nicht darum, für eine Partei Stellung zu beziehen, sondern für eine Haltung, die ich habe, für meine Werte. Wofür stehe ich? Wie möcht ich leben?

Wie möcht ich, dass wir innerhalb der Gesellschaft miteinander umgehen? Darum geht es ja. Und ja, darüber kann ich lange reden. Das ist mir 'n sehr, sehr wichtiges Thema. Ja, und auch diesen Kulturkampf, den wir grade erleben, den finde ich so unerträglich, ja.

Wenn sich also die alles, was so rechts von der Mitte ist, links von der Mitte, wenn sich die zerfleischen, die an den Rändern, die klatschen in die Hände und lehnen sich zurück und sagen, wunderbar, genau so haben wir das gewollt. Und das kann's doch nicht sein. Also da Wir müssen noch miteinander reden und nicht uns nur gegenseitig, also Du weißt nicht, schlecht reden und Die oft die oft besprochene Spaltung der Gesellschaft, die wird dadurch vorangetrieben. Das glaub ich, völlig verstrittig, ne. Natürlich.

Und wir müssen, die Mitte muss zusammenfinden und gemeinsam stark werden und sich nicht ständig irgendwelche Dinge unterstellen, die ja Es gibt ja Anlässe natürlich und es gibt auch Anlass für Kritik, ja. Aber Kritik ist ja was anderes als dieses Bashing oder dieses also ja, Du weißt, was da ja alles unterstellt wird. Und das ist das ist so schädlich und es bringt uns ja nicht weiter. Und Mhm. Also da Das stimmt.

Das ist mir 'n ganz, ganz großes Anliegen. Und wenn ich jetzt so durch die Hauptphase und meinem Buch durch bin, werd ich mich auch da wieder sehr viel mehr engagieren. Das hab ich früher auch LinkedIn immer schon gemacht, aber das habe ich jetzt son bisschen zurückgestellt, weil ich meine Zeit 'n bisschen einteilen musste. Aber das lässt mich nicht los. Also ich könnt mich da jeden Tag drüber echauffieren und was in die Welt tragen.

Das ist mir ganz wichtig. Aber als Mensch, der grafisch orientiert ist, sehr gut texten kann, mit Worten gut umgehen kann, bist Du doch in Berlin als politisch interessierte Frau, ich sag das besonders, Witz mit der Geschlechterrolle, weil weil das ja eher selten ist. Bist Du auch in Berlin quasi genau am wuchtigen Platz, oder? Ja, also ich ich bin ja auch bin auch in 'ner Partei. Mhm.

Bin da mehr oder weniger aktiv. Also ich muss ja echt sagen, dass diese Strukturen innerhalb der Parteien und ich glaub, da nehmen sich inzwischen alle Parteien nicht mehr viel, die sind ja, also es ist ja unerträglich. Und grade wenn man so als Ich war ja selbst oder ich bin ja in meinem ganzes Leben lang eigentlich schon selbstständig, aber dann ist man das ja gewohnt, umzusetzen und zu machen. Und und also diese diese Parteistrukturen, die sind, glaub ich, schlimmer als Konzernstrukturen. Und das ist so, also bis da sich mal was bewegt und das frustriert mich sehr.

Also ich suchte auch immer noch so den, wo kann ich da ansetzen? Wo kann ich da was machen? Ja, schwierig. Genau. Also das ist wirklich schwierig.

Ich hab an der Stelle den Impuls, dir dabei zu pflichten und zu sagen, ich bin nie in eine politische Organisation eingetreten, weil ich nicht fraktionsfähig bin. Und weißt Du, warum ich das jetzt mit 'nem kleinen Disclaimer sage? Ich glaube, es ist ähnlich wie das, was Du jetzt auch gesagt hast. Also weil es ist wahnsinnig schwierig, in soner Partei hier bei sich nach oben zu äußern, will ich mal sagen, sich nach oben zu überzeugen, ja. Und das das einzige Mal, dass ich bei behind the Story in 31 Folgen 'nem richtigen Shitstorm passiert hab, also richtiger Shitstorm heißt, ich würde mal sagen, 7 bis 8 böse persönliche Nachrichten.

Also ist jetzt kein richtiger Shitstorm, ist eher 'n Shitstorm. Und es waren auch sehr achtsame, aber sehr drostische Mhm. Nachrichten von Menschen, die gesagt haben, Du hast eine Verantwortung als Podcaster, egal ob dir ein Mensch zuhört oder 1000 oder 10000. Du kannst nicht einfach pauschal sagen, Fraktionen sind schlecht, ja. Also mach 'n Disclaimer und sag, es hat was mit deiner Persönlichkeit zu tun und so weiter.

Mach ich jetzt an der Stelle, ja. Deswegen damit ihr lieben, falls ihr mich wieder hört. Ja, ich find's gut, dass Menschen sich ehrenamtlich in Parteien engagieren. Ich find's auch gut, dass sie nicht alle verzweifeln an diesen Barrieren, die Du grade genannt hast. Für mich persönlich wär's halt einfach nichts, da bleib ich auch dabei.

Ich hätte, ich hätt, ich könnte nicht aus Fraktionszwang für Dinge stimmen zum Beispiel, die völlig gegen meine Überzeugung sind. Und ich glaube, das ist echt 'n Problem in unserer Demokratie. Ja, und ich finde, das ist auch durchaus berechtigt, wenn Du das ansprichst, weil meine Erfahrung ist, die wenigsten haben ja eine Idee, bin ja jetzt auch nicht so so tief drin, ja, aber die wenigsten haben noch eine Idee, wie das innerhalb von soner Partei aussieht und wie Politik wirklich funktioniert. Es ist ja immer leicht, die Politiker Politiker, also die Politik zu kritisieren und zu sagen, das läuft alles nicht und was macht ihr da überhaupt und so weiter. Aber wenn man sich diese Strukturen anschaut, dann ist es eben auch gar nicht so leicht für einen Politiker, etwas zu verändern und zu bewegen, weil der die brauchen halt immer Mehrheiten.

Die müssen immer Also ne, ist ja auch gut so, dass da nicht 1 einfach sagen kann, wir machen das jetzt so oder so, ja. Das ist ja das Wesen 1 Demokratie, aber das macht es eben gleichzeitig auch so schwierig, Reformen umzusetzen, Änderungen vorzunehmen. Und da kann man als Einzelne tatsächlich verzweifeln, also schon im ganz Kleinen. Und wenn ich sehe so, wie so also unsere Partei so organisiert ist auf Bezirksebene und dann gibt's noch also die so alleine diese Hierarchien dort schon und wer da mit wem und wann und schwierig. Verstehe, was Du meinst.

So und ne und das ist halt und wie gesagt, die Politik zu kritisieren ist immer leicht, natürlich. Genau. Aber da kann ich immer nur jedem dann sagen, na ja, dann geh halt in die Politik und mach's mal besser. So und dann können wir vielleicht noch mal sprechen, wie genau das dann aussehen könnte. Genau.

Also Ich sag immer, wenn Du mal zweimal den Kölner Karneval Rosenmontag im Fernsehen gesehen hast, hast Du eine Perspektive. Wenn Du mal 'n Wochenende beim Karneval in Köln warst, hast Du eine andere Perspektive und das ist der Punkt. Machen ist halt wie wie am Fernsehschauen nur krasser, ja? Also Ja. Daumen hoch für alle Menschen, die da in diese Löwengrube absteigen, ja, und sich dem hingeben.

Aber ja, ich bin da eher so gefühlt bei dir, ohne dass ich jetzt noch mal erwähnen will, die lieben da draußen. Aber weißt Du was für sone Sonne? Also ich weiß nicht, in meinem Buch, ob Du's gesehen hast, das letzte Kapitel ist ja auch son bisschen Risiken und Nebenwirkungen von Sichtbarkeit, ja? Mhm. Und guten Shitstorm, 'n richtigen Shitstorm, das das wünschen wir uns alle nicht, das brauchen wir nicht.

Aber ich sag mal, wenn Du Kritik kriegst und im Grunde kannst Du sagen, dann hast Du ganz viel richtig gemacht, weil dann hast Du nämlich was gesagt, dann hast Du deine hast Du deine Meinung geäußert und dann haben das Menschen wahrgenommen. Das ist ja das Ziel. Und dann und dann gibt's 'n Konkurs in in in Discos, in Diskurs, dann dann tauschen sich die Menschen genau. Ist eine Diskussion und das brauchen wir, ja. Mhm.

Und im Grunde dürfen wir uns bei dieser Kritik gar nicht so scheuen, weil Kritik ist doch eigentlich Das ist doch der 1. Schritt. Ja, wenn wir uns alle nur 1 Meinung sind, ja, gut, was kommen wir denn dann hin? Und tatsächlich kann ich das insofern bestätigen, weil von denen, ich weiß nicht mehr genau, ob's 8 waren, es kann noch 10 gewesen sein. Aber wirklich 8 Leute, die die mir auch eine relativ lange Nachricht geschrieben haben, haben gesagt, pass mal auf, ich will dir mal erklären, warum ich das scheiße fand, ja, ums mal ganz deutlich jetzt zu sagen.

So und bis auf eine Person, die dann wirklich auch persönlich wurde und wirklich auch vom Wording und so, also eben wo ich dann gesagt hab, okay gut, mit ihr komm ich einfach noch nicht aufn Nenner, waren die anderen 7 alle im Diskurs nachher so, dass wir zusammen auch aufn Nenner gekommen sind und auch achtsam miteinander umgegangen sind. Und ich hab gesagt, ich versteh dich komplett, ja, und Du hast absolut recht und ich muss da mehr drauf achten. Auch, dass Du mich auf meine Verantwortung als Medienschaffender, egal ob groß oder klein, hinweist, find ich absolut in Ordnung, ja. Aber es war so und so und so gemeint. Und das wurde 'n super Diskurs und ich bin mit allen 7 heute noch vernetzt und ich will nicht sagen befreundet, aber in Kontakt.

Und Reibung erzeugt wärmer, das ist einfach so. Also deswegen find ich das auch gut. Man man muss nicht immer im Konsens sein. Man kann achtsam streiten und das ist total okay, ja. Genau, also und ich glaube, das müssen wir, ich weiß nicht, ob wir das neu lernen müssen, aber das muss man ja verstehen, dass also Auseinandersetzungen nichts Schlechtes ist.

Und Ich glaube, dass Corona da viel auch, dass sich das alles so auch diese Meinungsbildung und dieses Pro oder Contra, ja oder nein, schwarz oder weiß, das hat sich schon sehr stark ausgeprägt in der Zeit. Ist vielleicht wirklich so, dass wir uns 'n Stück weit da wieder 'n bisschen mehr annähern müssen und über, in Klammer auf, Digitales, Klammer zu, kann man's mal insgesamt mal nachdenken sollten. Deswegen ist dein Buch schon wieder genau passender erstellt werden. Jetzt lass uns noch mal über was ganz Wichtiges sprechen. Diese Frage muss ich dir unbedingt stellen, die ist nämlich megawichtig.

Was darf in deinem Kühlschrank nicht fehlen? Da hab ich drüber nachgedacht und da gibt's gar nichts. Also doch das Einzige, was in meinem Kühlschrank, was Du immer finden willst, ist eine kühlende Fußcreme, Weil ich zu heißen Füßen neige und Zu heißen Füßen. Ganz heiße Füße und das ist ganz schrecklich, weil Du kannst Füße kalte Füße kannst Du immer irgendwie wärmen, ja. Aber heiße Füße zu kühlen, ist nicht so leicht, also speziell im Sommer.

Und von daher gibt's in meinem Kühlschrank immer kühlende Fußcreme und die steht natürlich im Kühlschrank, weil sie dann noch besser kühlt. Okay, also Du bist wirklich sehr. Ich würde gerne wissen, wie viel Prozent der Frauen auf diesem Planeten haben das Problem heiße Füße. Ich glaube kalte Füße, ja okay. Ja, keiner kann das nachvollziehen und da hat auch kaum jemand Verständnis dafür tatsächlich, weil alle so, sei doch froh, wenn Du warme Füße hast.

Ja. Nee, kann dir sagen, ist ganz schrecklich heiße Füße zu haben. Im Sommer. Ich glaube, beim Eishocke ist das cool. Also Ja.

Cool, sondern schön, ja. Ja, ja, aber Okay. Lass uns noch eine 1 letzte, nein, gar nicht, ich hab noch 2 Fragen. Die die nächste Schnellfrage ist, was hast Du dir zum letzten Mal ganz für dich alleine geschenkt? Ganz für mich alleine geschenkt.

Oh, da war da fällt mir jetzt gar nicht so viel ein. Das da war, was ich mir geschenkt hab, ist schon 'n bisschen her, aber das war ein 'n Lammfüllmantel, 'n ganz schöner, son Mhm. Warmer. Son Warmer? Also warm, aber auch so schön so vom Material und den wollt ich immer haben und die Schöne sind auch ganz schön teuer und genau.

Mhm. Mhm. Okay, 'n Mantel. Letzte Frage aus der Schnellfragerunde, Buch oder Podcast? Aktuell tatsächlich Podcast.

Mhm. Aus Zeitgründen, ja. Aber ich, also ja. Mhm, okay. Gut.

So, jetzt steigen wir wieder ein in deiner Vita. Also erst mal vielen Dank für die Antworten. Ich glaube, wir haben dich ganz gut kennengelernt. Wir wissen jetzt, dass Du geritten hast als Leistungssport beziehungsweise als Amateurleistungssport und dass Du warme Füße hast. Das find ich sehr bemerkenswert, ja.

Jetzt steigen wir wieder ein mit 20. Und normalerweise steigen wir wieder ein mit 20. Und normalerweise frag ich die Menschen an der Stelle immer so, die haben dann schon mal sone 1. Orientierung im Job und dann gibt's irgendwelche Karriereschritte und so weiter. Mich würd noch mal interessieren, auch mit dem Blick auf die Abiturzeit, die Du ja beschrieben hast, mit den Schulwechseln und so weiter.

A, was meinst Du jetzt, und noch mal ganz ernst mit mit dem Hintergrund, was meinst Du, was ist kritisch optimistisch und wann hat sich das ausgeprägt? Also hast Du das mit 15 schon gewusst? Mit 25 oder keine Ahnung. Wann wann ab wann würdest Du sagen, ich bin kritisch optimistisch? Ich würd tatsächlich sagen, also ich hab mich eigentlich doch schon immer, auch mit auch schon mit 15 oder so.

Ich war immer 'n optimistischer Mensch. Also ich hab immer irgendwo was Gutes entdeckt und und hab auch gedacht, das wird schon gut ausgehen. Also ne, machen wir jetzt mal und ja. Aber ich war auch schon immer sehr kritisch. Also ich hab selten irgendwas so hingenommen.

Also im Gegenteil, ich hab manchmal mir, das war wie son Spiel draus gemacht, da muss es doch irgendwas geben, was man dagegen sagen kann, ja. Also so und das war grade die Zeit, als ich so 15, 16 war. Und ich weiß nicht, dann Aber ich würd mich auch jetzt tatsächlich so beschreiben. Also ich bin ich bin kritisch. Also ich versuch, die Sachen schon auch immer noch mal anders zu durchdenken und zu hinterfragen.

Und ja, und natürlich, wenn wir so aktuell sehen, was auf der Welt so los wie sich das alles verändert und so, da bleibt manchmal ja gar nicht so viel Grund zu Optimismus, ja, wenn man mal so alles zusammenzählt. Aber irgendwo, ich glaub, das brauchen wir ja auch, selbstwirksam zu sein und was Also dieses ich kann was tun und ich tu jetzt was, ja? Und das ist ja das, was uns dann auch ausmacht und was uns auch durch den Moment begleitet und hilft, ja, also etwas zu tun. Und wenn wir nicht optimistisch sind, dann ist ja das ganze Tun auch irgendwie so, was soll man denn dann tun, wenn wir sowieso nicht dran glauben, dass es funktioniert, ja? Also das ist das das hängt für mich so zusammen irgendwie, ja.

Mhm. Also ich hab tatsächlich gerade just gestern und heute 'n Vortrag mir angeschaut von 'nem Zukunftsforscher. Leider fällt mir der Name jetzt nicht ein, würd ich aber tatsächlich mal in die Shownotes schreiben. Der ist Direktor des Zukunftsforschungsinstituts. Er macht das ganz wissenschaftlich mit Business Ausrichtung.

Aha. Und ich fand einen Satz megapregend, den werd ich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen. Der hat gesagt, in diesen ganzen Zeiten der Krisen, die wir alle haben und ich verstehe deine, was Du grade gesagt hast, diese diese eher negative Grundhaltung, die auch so bisschen German Angst ist, ja, wie das ja international gerne genannt wird. Der sagt immer die Innovationskurve der Teutonen. Also der guckt dann immer, wo geht's hin?

Und dann ist die deutsche Zukunftsperspektive immer die Schlechteste von allen, ja, sozusagen gefühlt, ja, und und geäußert. Und international sind die ganz anders unterwegs. Aber ich fand sehr bemerkenswert von dem, deswegen passt das zu kritisch optimistisch. Und der hat gesagt, immer in der größten Krise, also beispielsweise jetzt haben wir eine Energiekrise und wir wissen, in 10, 15 Jahren werden dreimal so viel Energie benötigen. Immer in der größten Krise haben die Menschen die besten Lösungen.

Und seine Message war, 2040, spätestens 2050 werden alle großen Probleme dieser Welt gelöst sein. Und das fand ich fand ich sehr schön, fand ich mal eine komplett andere Perspektive. Und er hat's festgemacht an einem Beispiel, nämlich der Kernfusion. Nee, der Kernspaltung, der Kernspaltung, so was. Ich bin jetzt kein Physiker.

Aber hat halt erklärt, dass seit 2 Jahren und dass alle großen Techinvestoren der Welt genau da rein investieren im Moment, Mhm. Dass seit 2 Jahren eine Technologie existiert, die noch nicht sehenläufig ist, aber in Kürze sein wird, nämlich mit Laser mit hoch aktiven Laserstrahlen Kerne Kerne zu beschießen und die teilen sich dann. Und dann entsteht mehr Energie als gebraucht. Mhm. Mhm.

So und das Thema, hat er gesagt, wird in Kürze so weit sein, dass irgendwann wir sagen können, okay, das Weitenergieproblem ist gelöst und lass uns doch einfach mal in die Richtung denken. Und mal sagen, okay, natürlich ist auf dem Weg dahin noch viel zu tun und sollten wir Energie sparen und sollten nachhaltig sein, ist doch gar keine Frage. Das eine schließt das einmal ja nicht aus. Aber einfach in der Zukunftsperspektive zu sagen, wir werden alle großen Probleme lösen, also bitte. Und seine Message am Ende passt wieder super zu deinem Buch, ja.

Also ist vielleicht 'n bisschen weit hergeholt in meinen Synapsen, aber er hat am Ende gesagt oder als Metapher gesagt, wichtiger ist doch, dass wir uns persönlich mit uns selbst beschäftigen. Wir 2 können heute die Kernspaltung nicht serienreif machen. Das werden wir nicht hinkriegen. Also dir würd ich zutrauen bei mir, aber ich seh ich da intellektuelle Schwierigkeiten, ja. Aber was ich was ich sagen will, ist, wir 2 können aber sozusagen diesen Optimismus ins Land tragen und und können, können das auch mehr thematisieren und das fand ich total spannend.

Und wir können an uns selbst arbeiten, in die Wirksamkeit kommen, charismatischer zu sein, digital wie analog. Und genau, da ist dein Buch, glaub ich, eine wertvolle Brücke, passt sehr gut zu dem Thema. Also danke dafür. Jetzt bist Du Grafikdesigner und hast eine Ausbildung gemacht. Wie geht's denn weiter und wie wird man dann Unternehmerin mit 'ner eigenen GmbH et cetera lassen?

Nimm uns da mal hin mit. Ja, ich war Also ich war ja schon früh mit 22 dann fertig mit der Ausbildung und dann hab ich halt so geguckt, was kann ich machen? Da hab mich natürlich klassisch in Agenturen beworben. Damals Berlin, jetzt nicht unbedingt so die große Argenturszene. Da gab's nur wenig größere kreative Agenturen und 2 genau genommen, glaub ich, waren das 3.

Und ich bin auch bei 1 untergekommen über 'n Praktikum. Und und die Agenturen hatten damals so, die konnten sich halt aussuchen, wen sie nehmen. Und dementsprechend haben sie die Leute behandelt und schlecht bezahlt. Und ich hab's dort, ich war 3 Monate, glaub ich, im Praktikum und dann ein Jahr angestellt. Und dann hab ich gekündigt.

Und ich hab dort, ich hab wirklich jede Woche Ich weiß es nicht, ich hab bestimmt in der Woche 70 Stunden gearbeitet. Ich hab keine Überstunde bezahlt bekommen, so für 8 Ich kann mich erinnern, für 80 Überstunden hab ich dann einen freien Tag mal ausgehandelt bekommen. Wenn ich meine Mittagspause überzogen habe, dann gab's sofort Ärger. Und ich irgendwann hab ich eine schriftliche Abmahnung bekommen, weil ich die 3. Mittagspause überzogen hatte.

Was aber einfach daran lag, ich hatte, also damals haben die Supermärkte nur von 9 bis 18 Uhr aufgehabt, ja. Und von 9 bis 18 Uhr war unsere Kernarbeitszeit. Und dann also das musste ich halt, also das musste man ja alles irgendwie mal organisieren, waren also wie auch immer. Und dann hab ich gedacht, das kann jetzt hier wohl nicht sein. Und dann bin ich zu meinem Chef, der wollte mit mir reden und weiß ich nicht, mir 'n Kopf waschen oder so.

Und da hab ich gesagt, ich brauch mal gar nicht mehr drüber reden. Das hat er nicht ganz verstanden. Ich meinte, ich ich kündige. Wie lange wie lange muss ich noch bleiben? Wann kann ich gehen?

Und dann bin ich gegangen. Ich hab selber gekündigt. Ich hab auf Arbeitslosengeld oder so verzichtet und hab seit dem Tag, ich hab dann noch 2 Monate wirklich bis zum letzten Tag auch noch gearbeitet und meine Pflicht da erfüllt und seitdem mich nie wieder anstellen lassen. Da war ich 24. Okay.

Und und bei mir, ich hab ja dann auch sone kleine Agentur gehabt oder theoretisch immer noch, aber jetzt anders. Und bei mir gab es nie Überstunden, Weil also natürlich haben wir mal länger gemacht eine halbe Stunde oder so, ne. Aber ich hab halt, für mich war klar, dass das geht gar nicht. Also ja. Und also das war hart.

Und das war aber damals, glaub ich, üblich so oder in vielen Agenturen so. Ich weiß es nicht. Ich war nicht in vielen. Ich war vorher noch in 1, 2, 3 anderen so, mal hier, mal da, mal so reingeschnuppert. Und dann bin ich zu der gekommen.

Da hab ich auch viel gelernt und da waren auch zwar ganz gute Projekte, aber eigentlich und grade wir Grafiker, wir waren da das Letzte. Also wenn Du so die Grafiker, wir saßen dann immer die ganze Nacht, weil vorher mussten ja alle anderen überlegen und ne, die Ideen und die Texter und und und wir Grafiker durften dann die Pappen damals ja noch alles auf wurden noch auf Pappen präsentiert und so. Und dann haben wir bis morgens dagestanden und dieser son Farbdruck hat mal locker anderthalb Stunden gedauert, ja. Und und dann haben wir die mit Sprühkleber da die Pappen geklebt und dann sind wir morgens 5 nach Hause. Und Also wie gesagt, das war die Hölle und also das war nicht die Arbeit an sich, sondern das war wirklich, wie ich da behandelt wurde als Mensch.

Mhm. Da habe ich gedacht, so, nee, das macht hier niemand mit mir und Jetzt Jetzt jetzt würd ich den Punkt gerne mal nehmen, mit dir über 'n anderes wichtiges Element von der Heldenreise zu sprechen oder von der Lebensweise, nämlich Krisen. Ja. Jetzt hast Du ja zum Glück und toi, toi, toi und ich freu mich für dich, so in den ersten Lebensjahren damit gar keinen, zumindest hab ich das jetzt nicht rausgehört, nichts Dramatisches sozusagen. Jetzt ist ja eine Kündigung, also ich, so wie ich dich jetzt wahrnehme und wie Du's erzählt hast und wie ich mir dich vorstelle in der Situation, glaub ich, das war auch keine Krise für dich.

Aber die Frage, die ich dir mal stellen wollte, ist und das ist das, wo ich weiß, dass unsere Hörer hier heute von dem Podcast besonders viel Wert drauflegen, nicht weil sie Krisen hören wollen, das ist kein Voyeurismus, sondern einfach die die Frage, wie geht man damit Und die Frage an dich und Du musst es gar nicht im Detail ausführen, aber Du hast sicherlich, also das es wäre ja zum zumindest die 1. Gästin, die ich habe, die sagt, ich hatte in meinem ganzen Leben keine einzige Krise, keine Liebeskrise, keine Gesundheitskrise, keine Jobkrise oder sonst was. Doch, doch. Wenn Du Krisen hast, wie gehst Du damit Also ich hatte tatsächlich 'n Erlebnis, das war Putz nach der Ausbildung. Es hat mich sehr umgehauen und im im privaten Freundeskreis.

Und damit wurd ich konfrontiert, ohne da überhaupt drauf vorbereitet zu sein. Und und ich hab damals für mich gemerkt, wie wie stark ich in der Krise wurde. Also ich war dann, ich hab Vernunft mich, ich hab mich dann selber von außen betrachtet und dachte mir so, wow, Andrea, wie Du das machst? Woher nimmst Du das jetzt grade? Und und das hat mir unheimlich viel Kraft gegeben.

Also es war eine beschissene Zeit. Und das ging über Monate, also insgesamt son gutes Jahr. Und ja, und ich hab aber für mich gemerkt so, Andrea, wenn Du da durchkommst, dann kann ja eigentlich nicht mehr viel passieren, weil Also das hat mir wahnsinnig viel viel viel Kraft und und auch so ja doch Kraft einfach gegeben, zu wissen, ich hab das so hingekriegt. Und das habe ich auch damals immer schon so von außen betrachtet und das hat mich da durchgetragen. Und ich ich hab das auch gut verarbeitet.

Es gibt immer noch so, das ist eine Sache, die ist tief in mir drin. Und aber ich hab daraus sehr, sehr viel Kraft gezogen, muss ich so sagen, ja, genau. Also wär quasi dein deine Umgehensweise damit, es zu akzeptieren, es anzunehmen, durchzugehen und Ja, es sich auf die eigene Stärke zu verlassen? Genau, es gibt ja Sachen, da haben wir einfach keinen Einfluss drauf. Also die also ne, da da da können wir nichts dran verändern.

Was wir aber auch verändern können, ist ja, wie wir selbst damit umgehen und wie wir, also wie was wir selbst tun und und und ja, wie wir diese Dinge annehmen und überwinden. Und und das kommt aus uns heraus. Oder natürlich auch mit Unterstützung von Freunden und und dem Umfeld, ganz wichtig, ne. Also wir müssen ja auch keine Krise alleine durchstehen im Grunde. Aber wir müssen natürlich innen drin bereit sein, auch Hilfe anzunehmen und auch Also ich glaub, man muss die Krise erst mal akzeptieren, also dass es eine gibt, ja.

Und und da also die die Situationen verstehen oder in irgend 'ner Form, ja, doch wahrscheinlich akzeptieren, ja. Und dann Ja, ich find, es zu akzeptieren und dann auch den Schmerz zuzulassen und auch zu wissen, Du kannst Du wirst nie glücklich sein, wenn Du nicht weißt, wie unglücklich sich anfühlt. Schwarz und weiß, Yen und Yang, das hat schon seine Bedeutung. Ich bin 'n großer Fan, meine Stammzuhöre wissen das schon, aber ich ihr müsst mir's ihr müsst es ertragen, dass ich's wieder erwähne. Ich bin 'n sehr großer Fan vom japanischen Kinzigi.

Man schreibt das Kintsugi und das ist eigentlich 'n Handwerk. Die meisten Leute kennen diese zerbrochenen Schalen, die mit goldener Paste wieder geklebt sind. Da gibt's auch Werbespots von der DG Bank und so weiter. Ja. Ja, die ja die die Japaner legen halt wahnsinnig viel Wert auf ihre Teezeremonie und da kommt das ursprünglich her als Handwerk.

Oh ja. Der ist aber zu 'ner Philosophie geworden, zu 'ner Lebensphilosophie gibt's unfassbar gute Bücher. Hab ich alle gelesen, als ich vor 'n paar Jahren meinen Unfall hatte. Und heißt im Prinzip verkürzt, wenn dir 'n Bruch passiert, ganz egal, ob Du Abschied nehmen musst von jemand, ob 'n Job, in der Liebe, im Körper, tatsächlich, ich hatte ja sehr viele Brüche. Wenn dir das passiert, dann nimmst Du sozusagen Schritt 1 die Akzeptanz, immer genau bei dem, was Du grade sagtest.

Schritt 2, Du nimmst zu dir die Zeit für die Heilung. Du akzeptierst, dass Du traurig bist. Das ist völlig normal. Schritt 3, Du nimmst goldene Paste, ja, im im übertragenen Sinn und machst zusammen. Und die Metapher und die schöne Geschichte dahinter war, das war 'n Kaiser, dem war die Schale runtergefallen.

Dann hat er x Leute gefragt, dass sie ihn reparieren, aber reparieren konnt's keiner, weil 1000 Scherben. Und dann kam 1 son Meister und er hat gesagt, ich mach einfach Gold in die in den Wachs, ja, in den Bienenwachs oder was und klebt die Schale zusammen. Und dann hat der Kaiser gesagt, jetzt ist sie vollkommen, ja. Ja, ja, schön. Und die die Metapher ist an der Stelle, 'n Bruch macht dich, kann dich stärker machen.

Und das zu akzeptieren, die Schale liegt unten, die Scherben sind da, die kannst Du nicht mehr rückgängig machen. Also die Frontscheibe, sag ich immer im Auto, ist größer als der Rückspiegel und das hat 'n Sinn, ja. Aber es ist gut, manchmal nach hinten zu schauen und auf sich selber zu gucken, wie wie war mein Weg? Aber eigentlich geht's immer nach vorne hin. Und da zu sagen, ich klebe jetzt mit goldener Past im Everprangen Sinn das zusammen, ist, glaub ich, so ähnlich, wie Du's jetzt auch ausgetreibst.

Ja. Ja. Also eine sehr gute Methode und wie gesagt, Hinzigi gerne als Tipp an euch da draußen. Jetzt weiß ich immer noch nicht, also Du bist jetzt dann quasi aus dieser Agentur abgedampft, ja. Hast diese Minikrise, aber ich glaube, die hast Du sehr selbst, also würde ich jetzt schätzen, sehr selbstbewusst Also die Kündigung war tatsächlich eine Erleichterung.

Also es war son Befreiungsschlag, ja. Ohne und ich wusste wirklich nicht danach, was ich überhaupt mache. Also ich wusste aber, egal, was ich mache, es wird besser. Also das war halt auch sone Überzeugung. Und dann ich hab einfach 'n Gewerbe angemeldet, da ist auch noch eine schöne Geschichte draus entstanden oder da werde ich so oft nachgefragt.

Und zwar hatte ich mich erkundigt, dachte, ich mach das jetzt alles einfach irgendwie selbst. Ich werd selbstständig. Ich hatte aber wirklich gar keine Ahnung davon, ehrlich gesagt. Und und irgendjemand sagte zu mir, Du musst 'n Gewerbe anmelden. Da dachte ich, okay, 'n Gewerbe anmelden.

Dann gehe ich halt zum Gewerbe. Ich aber ich hätte überhaupt gar kein Gewerbe anmelden müssen, ehrlich gesagt. Aber ich dachte mir, dann geh ich halt zum Gewerbeamt und melde ein Gewerbe an. Und dann hast Du dann son Formular gekriegt und das habe ich noch. Und dann musstest Du einerseits reinschreiben, den Zweck, also den die die Tätigkeit des Gewerbes.

Und ich brauch, da sollt ich 'n Firmennamen eintragen. Und ich hatte keinen Firmennamen. Ich hatte ja auch, ich hatte noch, also ich wollte ja eigentlich gar keine Firma gründen, aber da stand jetzt Firmenname. Und ich, ne, so da bin ich dann auch wieder, okay, das Formular muss ich jetzt ja so ausführen, da bin ich dann pragmatisch, ja. Dann füll ich das halt aus.

Ist so was soll das. Und dann hab ich mir überlegt, welchen Firmenname ich so kurz überlegt. Und so ist der Name 45 Grad entstanden von meiner Agentur, weil 45 Grad son Winkel ist, der aufwärts zeigt. Und dann dachte ich, es geht jetzt aufwärts. 45 Grad, spar ich da rein.

Und dann, so ist der, also so ist damals 'n Name entstanden, also dieser Name. Und dann weiß ich noch, ich hab reingeschrieben Grafik und Design. Und dann hat die Dame im Gewerbeamt, die euch dann das Formular gegeben hat, hab gesagt, das das geht nicht. Was ist Grafik und Design? Dann schreibt schrieb die rein, Gestaltung von Grafik und Design.

Dann meint ich, gute Frau, Grafik ist ja Gestaltung. Das ist jetzt irgendwie Anders geht das jetzt nicht. Also sie wollte das so. So war's dann nicht. So war's dann.

Das war mir dann auch egal. Und und so ist 45 Grad entstanden, genau, Ja. Cool. Tatsächlich hab ich über die 45 Grad auch nachgedacht. Also das war, da bin ich hängengeblieben, was an sich ja kein schlechtes Indiz für den Namen ist oder keine schlechte Beurteilung ist.

Ich hab tatsächlich auch überlegt, weil Und da sieht man mal, in welchen Gedankenmuster man unterwegs ist. Ich hab so gedacht, wie 45 Grad ist ja jetzt irgendwie so keine 90 Grad, keine 180. Wir machen alle 360 Grad Marketing, ja. Und Jetzt kommt da drin, sag ich mal 45 Grad. Wie passt das?

Aber jetzt kenne ich die Geschichte und ist natürlich so, 45 Grad zeigt immer schön nach rechts oben. Also wenn Du es jetzt auf der Ebene machst. Also so So hab ich den Zugriff vor mir gesehen und damals gab's einen Klub in Berlin bekannt, Club 90 Grad, ne, hieß der. Und alle, wie soll ich 90, warum 45 Grad? Was an, das hat ja überhaupt nichts mit diesem Klub zu tun.

Das war wirklich son Winkel und eine aufwärts zeigende Linie. Mega. Schöne Geschichte, ja. Ja, okay, meine Liebe, jetzt biegen wir so langsam auf die Zielgerade ein. Schon Na ja, also Ja.

Die Zeit ist, geht so schnell vorbei. Wir haben, ich hab ganz viele Sachen nicht gestellt. Aber ich möchte nicht missen, euch da draußen noch den Hinweis zu geben. Wir hatten's zu Beginn gesagt, ihr bekommt die einmalige Chance, 1 der Bücher von Andrea, wenn sie denn gedruckt sind, also Ende November, also irgendwann vor Weihnachten würd ich mal sagen, trudelt dann bei euch 'n Paket ein von Andrea, ein Buch zu bekommen, Digitales Charisma. Und dazu würde ich sagen, schreibt ihr uns bitte in die Kommentare oder wenn ihr's bei Spotify oder irgendwo auf 'ner Plattform hört, gerne auch der Andrea oder mir persönlich.

Bevorzugt mir nicht, weil ich jetzt so wahnsinnig neugierig bin, aber damit ich's dann organisieren kann. Schreibt ihr mal rein, was ihr unter digitalem Charisma versteht und warum ihr unbedingt da eine Unterstützung braucht mit dem Buch. Da sind wir sehr gespannt drauf, was euch da so einfällt und wir werden dann nachher bei LinkedIn bekannt geben, wer das Buch bekommt, okay? Deal? Sehr gerne.

Sehr schön. Ja. Ja, so machen wir. Wunderbar. Ja, meine Liebe, da möcht ich dich auch in deinem Urlaub gar nicht länger belästigen.

Ich hab noch 'n paar Abschlussfragen, die sind aber ja nicht so wahnsinnig ausschweifend. Gibt's irgendwas, was Du gerne noch sagen möchtest, was ich nicht gefragt hab, was sehr wichtig wäre? Nee, also ich, wenn wir, wir sind ja jetzt stehen geblieben damals, da war 24, glaube ich. Mhm. Also mein Weg war ja sehr bunt und also ich glaube, da so zur Vervollständigung, also ich war ja noch Grafikdesignerin.

Ich hab ja dann irgendwann mir hab ich mir selber HTML beigebracht und hab halt Webseiten gemacht. Mhm. Und dann hab ich eine IT Firma gegründet und mit anderen zusammen und war so als einzige Frau in soner Techdomäne unterwegs. Das hat mich sehr geprägt. Da hab ich mich aber auch sehr verstellt zu der Zeit, also weil ich dachte, ich müsste jetzt als Frau da irgendwie also ich hab mich da hab ich mich ganz schön verdreht.

Dann hab ich irgendwann meine wirklich diese kleine Agentur gegründet, die dann auch diesen Namen getragen hat, 45 Grad und Also wenn ich kurz einhalten darf, aus der aus der Zufallsgründung beim Gewerbeamt wurde ja dann später eine GBH. Genau, ganz später. Also da lagen ganz viele Schritte noch dazwischen. Damals war ich im Grunde als Freelancer unterwegs und dann bisschen Grafikdesign, irgendwann Webdesign und so. Und das war und dann 99 haben wir die IT Firma gegründet.

2006 habe ich meine Agentur gegründet. Und 2009 habe ich, glaub ich, die GMBH daraus gemacht und die gibt's bis heute. Und ich hab jetzt kein Agenturbusiness mehr in der Form, auch wenn's die Agentur noch gibt, aber ich bin jetzt als Einzelperson wieder unterwegs. Und das, was ich jetzt mache, ist und ich mich hat das, glaub ich, immer ausgezeichnet, dass ich ich kann nicht lange das Gleiche machen. Ich hab immer wieder, wenn ich eine Sache durchdrungen hab, dann hab ich gedacht, was gibt's denn noch so?

Und dann hab ich da mal reingeguckt und dort und so. Und was ich jetzt mache, ist im Grunde oder das ist auch in diesem Buch dann zusammen geflossen, da bring ich das jetzt alles son bisschen zusammen. Also ich hab das Gefühl, da sind diese ganzen losen Enden, die dann auf einmal zusammenführen, ja. Weil hier kommt natürlich also beim bei dieser ganzen digitalen Kommunikation und ich begleite ja viele Persönlichkeiten im im, da kommt dann vieles zusammen, wie wirken wir? Wer werden wir wahrgenommen?

Und dieses auch natürlich Grafische, das ist aber auch, das hat was mit Tonalität zu tun, mit mit Text, mit Sprache, ne? Ist ja, Kommunikation besteht ja aus so viel mehr. Und Mhm. Und da hab ich jetzt so das Gefühl, da kann ich das alles irgendwie zusammenbringen. Und das macht mir einfach grade aktuell so viel Spaß und deswegen hatt ich auch so viel Stoff und so viel Ideen für dieses Buch, weil ich da natürlich von überall son paar Dinge zusammenbringen konnte.

Und das ist Jetzt leuchten deine Augen wieder so wie in Frankfurt. Ja, also das das genau. Das das füllt mich dann wirklich aus. Ich ich ich mir macht's einfach wahnsinnig viel Spaß, bei Leuten so Aha Momente auszulösen oder so so Sachen in Bewegung zu setzen. Wenn ich merke, dass meine Tätigkeit irgendwas auslöst, dann glaub ich, dann bin ich tief zufrieden und weiß, jetzt hab ich irgendwas richtig gemacht, ja.

Und das das find ich halt sehr, sehr schön, ja. Ich hatte vor Kurzem 'n Speaker Briefing. Ich bin ja auch oft als Speaker unterwegs und da hat mich der Veranstalter gefragt, Wolfgang, was ist denn dein Ziel, wenn Du als Speaker auf die Bühne gehst? Und da hab ich gesagt, also mein Ziel ist es, dass die Menschen, die da sitzen, bessere Story Tiere werden als ich, Menschen zu enablen, ja. Und da hat er gesagt, genial, ja.

Und ich glaube, so ähnlich ist das bei dir auch. Du hast die ganzen Puzzleteile zusammengesetzt und hast da 'n richtig, richtig cooles Buch draus gemacht, ja. Ja. Toll. Ich hab noch eine Frage dazu.

Ja. Und die die wollt ich vorhin schon stellen, aber jetzt jetzt passt das ganz gut. Wenn Du jetzt zu deinen Eltern kommst und sagst, ach ja, Mutti, Fati oder wie wie Du sie nennst, ja, Mama, Papa, ich mach das jetzt mit dem Job, ich geh aus der Agentur raus, mach jetzt was ganz anderes. Ich schreib übrigens jetzt auch 'n Buch. Sagen die heute noch, Andrea, Kind, Du bist anstrengend?

Ja. Ja. Das hab ich mir fast gedacht. Ja, also ja, ich versuch's da inzwischen, ich hab ja bin ja lernfähig, ich hab ja auch viel gelernt, also ich versuche, meine Energie son bisschen einzuteilen und auch mein Gegenüber anzupassen. Also im Sinne von, die nicht zu überfordern.

Und meine Eltern sind jetzt auch schon, mein Vater ist 80, meine Mutter ist nur 70. Und wenn ich dann so viel erzähle, wenn das aus mir so raus sprudelt, was ich gemacht hab, was ich alles für Ideen hab, das fällt denen schwer, mir dann zu folgen. Und dann versuche ich, so kleinere Bausteine oder kleinere Häppchen zu verpacken und auch so rüberzubringen, dass sie's verstehen, was ich da überhaupt mache. Das ist diese ganze digitale Welt. Meine Eltern sind viel am Handy und machen also die, ich hab denen auch schon mal ChatGPT aufs Handy gespielt und dann haben die auch da schon mal rumprobiert.

Also die sind da durchaus recht, also find ich für ihr Alter sehr sehr offen für und machen da vieles. Aber da können Sie dann doch nicht überall so folgen. Ja, ich kann das nachvollziehen, meine Mutter ist 82 und absolut digital. Kein Native, aber digital. Ja.

Mir ist es mal passiert vor 'n paar Jahren, dass der Chef der örtlichen Sparkasse anrief und sagt, Herr Jung, wir haben jetzt hier 'n neues Pinnt Handverfahren für Ihr Unternehmen. Übrigens, Ihre Mutter war da Testperson. Und ich sag, bitte, meine Mutter. Also so so ist die, die macht das auch. Ja.

Das kann ich absolut nachvollziehen. Ja. Gut, ich glaube auch, dass deine Eltern, wenn Du dann gegangen bist, nachher so, ich kenn sie ja nicht, aber ich würde jetzt schätzen, sie sagen dann, ich bin ja selbst auch Vater, sie sagen dann, ach, ist ja schon toll. Wir sind ja schon stolz auf die Andrea, aber sie ist anstrengend, ja. Wenn Du dann und Du denkst, boah, ich hab's ja wieder so runterskaliert, die 2 haben alles mitbekommen, ja und die.

So sind halt die unterschiedlichen Perspektiven. Die sagen auch ganz klar, wenn ich sie im Urlaub besuchen will oder so, Andrea, aber nicht zu lange. Das das schaffen wir nicht. Also Ist schön, wenn Du kommst, aber ist auch schön, wenn Du wieder gehst. Ja, da haben sie auch überhaupt gar keine Hemmungen, das so zu äußern.

Dazu sagen, ja. Ich glaube, da kennt ihr euch auch gut genug gegenseitig. Okay. Nächste Frage, wo wo ist Andrea in 5 Jahren? Was macht Andrea in 5 Jahren?

Darf ich? Das Gibt's da 'n Plan? Nee, das ist tatsächlich was. Ich hatte nie son richtigen Plan, ja, wo ich hin will. Ich hab natürlich Ideen.

Ich hab Mhm. Wahrscheinlich auch viel zu viele Ideen. Ich hab, ne, so, ja, ich hab eine Idee, wo wohin es so geht, was ich machen will. Ich hab immer eher 'n 'n 'n Plan oder 'n Ziel, wie ich mich fühlen will, weißt Du. Und gar nicht und und dann ergeben sich ja einfach immer wieder so viele wunderbare Dinge, die die kann man recht planen, also finde ich.

Und ich ich möchte einfach mit, also meine höhere Mission ist wirklich mit meiner Arbeit oder auch mit meinem mit meinen, ja, das ist ja sone Mischung aus Beratung, Mentorings, Trainings, was ich da mache, ja. Ich möchte wirklich Menschen ermutigen, sichtbar zu werden und eben auch hörbar, also im Sinne von sich zu engagieren. Und und weil mein Gefühl ist es, dass viele gute Menschen also oder weißt Du, die wirklich was zu sagen haben, dass die viel zu leise sind. Und die ganzen Vollidioten, die also mehr Meinung als Ahnung haben, das sind die Laute. Das sind laut.

Mhm. Und dann ist die und unsere Wahrnehmung ist so verzerrt dadurch, weil die so wenig wenigen Lauten, das sind ja jetzt auch nicht ganz wenig, aber im Verhältnis doch immer sehr viel weniger, Das, weil die aber so laut sind, haben wir den Eindruck, boah, das sind echt viele. Und diese verzerrte Warnung führt dann dazu, dass die, die die was Gutes zu sagen hätten, noch noch leiser werden und sagen, oh nee, das dem setz ich mich nicht aus und so. Und ich möchte gerne Menschen befähigen und ermuntern, also motivieren, inspirieren, aktiv zu werden und sich einzusetzen. Jeder so in seinem in seinen Möglichkeiten, ja.

Und und ich glaube, das brauchen wir für eine bessere Gesellschaft Und vor allem, und das ist mir so mein größtes Anliegen, dass wir unsere Demokratie erhalten und stärken und und nicht immer mehr schwächen durch diese ganzen verrückten Debatten oder manchmal kann man's ja gar nicht mehr Debatte nennen, was da passiert, ja. Also durch dieses ganze, diese Hass und Hetze, durch die Desinformation und was da alles stattfindet, grade im Digitalen, auf Social Media. Und da setze ich will ich mich einsetzen für Informationskompetenz und für für Debattenkultur und und ja. Und die Menschen sollen sich äußern und sich nicht zurückhalten lassen, ist mir wichtig. Okay.

Dann wär dann wär mein meine Vision wär, dass Andrea in 5 Jahren 1 politischen Position in 'ner Partei der Mitte irgendwo Menschen genau dahin bringt, dass sie die gleiche Leidenschaft für ihre für ihre Dinge aufbringen wie Du. Dann, ich glaub, dann wär's schon sehr geholfen. Gut. Okay, letzte vorletzte hin, letzte, nee vorletzte Frage, also genau, vorletzte Frage. Auf 'ner viel befahrenen Kreuzung bei dir in deinem Wohnort in der Nähe, also die viel befahrenste größte Kreuzung, die Du hast, die dir jetzt grade in den Kopf kommt, da darfst Du 4 Wochen lang eine riesige LED Leuchtwand aufstellen.

Und egal, was Du möchtest, Du darfst draufschreiben. Was steht da 4 Wochen lang? Also wenn ich bei uns an viel befahrene Straßen denke, also ich ja, dann denk ich immer an diese ganzen Raser, weißt Du, die in Berlin ist das ist so grausam, ja, die auch überhaupt nicht geblitzt werden und wo gar nichts passiert. Und das ist Lärm und Laut. Ich würd mir, glaube ich, wünschen in der Stadt, ich weiß nicht, sone Botschaft wie sei Teil der Lösung und nicht Teil des Problems.

Also ich ich würd mir gerne in der Ich finde Berlin und das geht aber wahrscheinlich in vielen Städten so, es wird immer, es wird lauter, es wird dreckiger. Die Leute sind immer rücksichtsloser, also aggressiv gegen ein, also so dieses ganze aggressive Verhalten. Und ich würd mir wünschen, ich weiß nicht genau, wie man die Botschaft formulieren müsste, müsste ich mal länger drüber nachdenken. Aber so was in diese Richtung, dass wir doch allen 'n Teil beitragen können dazu, dass die Stadt wieder lebenswerter wird, das würde ich mir sehr wünschen. Also ich war noch nie so genervt von Berlin wie in letzter Zeitung.

Ich weiß nicht, ob's daran liegt, dass ich jetzt schon Mitte 50 bin oder oder ob sich Berlin wirklich so verändert. Ich kann's nie sagen, ich bin mein Leben lang in Berlin gewesen, auch immer in Charlottenburg. Und ich find's grade manchmal wirklich schwer zu ertragen. Mhm. Vielleicht son Stück weit auch das, was der Zukunftsforscher gesagt hat, der gesagt hat, Leute, die ganzen großen Probleme werden in 15, 20 Jahren gelöst sein.

Arbeitet mehr an euch selbst, ja. Mhm. Lebt deinen besten Tag, aber auch für alle dich rum oder so was. Könnte da vielleicht draufstehen, ja, oder? Ja.

Alle son bisschen mehr Rücksicht nehmen, ne. Also wenn wenn wir, also so das da kann ja jeder also was zu beitragen. Aber meistens sind's ja die Leute, die die das verstehen und einsehen, das sind ja nicht die Probleme, also die die die das ablehnen und pöbeln, ne, so. Und und dann auch nicht offen sind wir Botschaften. Ich frag mich immer, wie können wir denn die noch erreichen, ja?

So diese Letztens hat mir, das ist, ich hab son Ladenbüro, also das heißt 'n Büro an der Straße direkt, 'n ehemaliger Laden. Und da hab ich im Sommer immer Fenster offen. Und 'n Nachbar bei mir in der Straße, der stellt sein Auto immer, wenn er kommt, bei mir vor direkt vom Fenster ab. Da ist eigentlich kein Parkplatz mehr, so an der Einfahrt, aber er stellt sich da immer hin. Würde ich an seiner Stelle vielleicht auch machen, weil er aber da nicht aufgeschrieben kann, da stehen.

Das Problem ist, der kommt jeden Tag, hat so laut Radio an in seinem Auto, dass ich in meinem Büro nicht telefonieren kann. Ich muss das Fenster zumachen und selbst dann ist es noch laut. Und dann hab ich ihn mal drauf angesprochen. Und dann sagt er, brüllt der mich an, halb Maul, wenn Du deine Ruhe haben willst, dann geh aufs Land. Und ich denk mir, ja.

Mhm. Hatte ich auch nur gemeint, ist das nötig so laut in dem Auto? Also so, weil das jeden Tag ist. Der kommt immer immer so 4 irgendwie, stellt das Auto da ab. Und ja, da wollte er mich an, wenn ich mal in Ruhe will, soll ich doch aufs Land gehen.

Und da denke ich, nee, es ist genau falsch rum. Wir sollten aufm Land kannst Du deine Karre so laut oder dein Radio, ne, so laut abdrängen, wie Du willst. Aber in 'ner Stadt, wenn das alle machen, dann Generell, egal wo Du bist, solltest Du einfach 'n bisschen rücksichtsvoller sein als dieser Mensch dann, ja. Also dieser Mensch sollte 'n bisschen rücksichtsvoller sein. Ja, und ich frag mich halt immer, was was kann ich sagen oder tun, damit ich so einen Menschen noch erreiche?

Also der ist ja, warum der mich gleich angebrüllt hat, ne? Also so okay, aber ich glaube, das ist die große Herausforderung, ja. Also ich glaub, nach der Kinsege Regel würdest Du dann einfach erst mal akzeptieren, dass er so ist und würdest ihm sagen, okay, ich versteh, dass Du 'n schlechten Tag hattest oder so. Und ich hab dich hier einfach nur freundlich gebeten. Übrigens ist das auch die ChatGPT Methode, ja?

Die liegt da quasi, Kinzigi liegt da mit drin. Denn das ist ja diese, manchmal nervt das ja schon, dass der ständig sagt, ja Wolfgang, Du hast ja recht. Das hätte ich ja nicht machen dürfen hier, wenn ich sage, verdammt jetzt, aber jetzt hab ich dir doch fünfmal gesagt, dass Du das so und so machen sollst. Warum machst Du das nicht? Ja, Du hast doch völlig recht.

Das hätte nicht passieren dürfen, ja. Aber das ist doch furchtbar, oder? Ja, das ist furchtbar, ja. Das, also in der Ausprägung reizt es einen dann, aber ich glaube, in der Situation, die die Frage ist ja, der Mann brüllt ja, glaub ich, nicht dich an. Also der brüllt dich an, aber der meint dich nicht, sondern der hat ja selber, ist ja mit irgendwas unzufrieden.

Sonst hätte er einfach gesagt, ja, Mensch stimmt oder nee, Du, das geht nicht anders oder so, ne. Aber wenn er dann so aggressiv wird, hat er mit sich eigentlich erst mal 'n Problem. Offensichtlich, aber ja. Anyway, wir werden's heute nicht lösen, meine Liebe. Ich dank dir sehr, sehr für diesen Podcast.

Ich freu mich so auf mein Buch, aber ich freu mich generell auf dein Buch und ich werd dich an jeder Stelle, wo ich kann, unterstützen. Das freut mich, ich danke dir. Die Menschen aus meinem Umfeld, die Bücher geschrieben haben und die ich Bücher, die ich dann Also wenn ich 'n Buch dann liebe, ja, dann lieb ich das auch und dann promo ich das auch gnadenlos, ja, das wissen die. Grüße an Julia Reuter und alle anderen, deren Bücher ich auch schon immer promote und ich mach das mit voller Überzeugung. Letzte Frage an dich, gibt's 'n Menschen, von dem Du sagst, die Vita dieses Wegbegleiters, Bekannten, was auch immer, ist so interessant, der müsste mal hier eingeladen werden?

Ja, da fällt mir ein, der, ich weiß nicht, ob Du ihn kennst, den Alex Di Vito. Nee, den kenn ich tatsächlich nicht, aber das ist jetzt mindestens die 3. Sendung. Also mindestens 2 Leute haben ihn schon mal empfohlen. Ich muss ihn, ich glaub, ich hab ihn sogar schon immer angeschrieben, ich weiß es gar nicht.

Der hat wirklich eine sehr spannende Geschichte oder so viele Geschichten zu erzählen. Das haut dich Genau, ansonsten ist mir letztens wieder, das finde ich auch, da kenne ich die Geschichte dahinter gar nicht so genau, aber ich weiß, was sie heute macht. Die Maren Reisner, die hat sone Initiative Bleistift for everyone und die gründet und unterstützt Schulen in Afrika und ermöglicht Kindern im Grunde 'n 'n warmes oder 'n Essen, also 'n warmes Gericht und irgendwie 'n Bleistift halt, 'n was zu schreiben. Und das führt dann dazu, dass die Eltern die Kinder auch in die Schule schicken, einfach, so blöd sich das anhört, aber dann weil die dann eben dort auch was zu essen bekommen. Und die hat da sone Die ist ganz, ganz viel selber vor Ort unterwegs und das finde ich ganz beeindruckend, was sie da macht.

Und ich weiß selber nicht genau so viel von ihr, wie sie da genau hingekommen ist, wie sich das mal entwickelt hat und so. Das es würde mich selber auch sehen. Klingt superspannend, ja. Die war letztens auf unserem Wir veranstalten ja seit Ich mein, wir haben jetzt schon das 6. LinkedIn Local Berlin gemacht.

Ich hab's ja auf LinkedIn gesehen, genau. Genau, mit der Katrin Köhler zusammen und da haben wir Wir spenden immer das, was übrig bleibt an genau an Maren Reisner und ihre Organisation. Und daher kenne ich sie und sie war jetzt letzte Woche hatten wir wieder 1, also son son Event bei uns, also bei mir im Büro machen wir das immer und da da war sie auch wieder und hat 'n bisschen was erzählt von ihrer letzten Reise nach Madagaskar und das finde ich so beeindruckend und toll, was sie da macht. Also das kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Alles klar.

Die beiden kommen auf meine Liste, Alex de Vito und Marmen Reusner. Und dann schauen wir mal, wer von den beiden als erster Gast bei mir irgendwann mal dabei ist. Sehr schön. Ich sende ganz liebe Grüße nach Teneriffa. Dank dir, dass Du dir die Zeit genommen hast.

Hat technisch alles super geklappt. Sehr gern. Ja, wir waren am Anfang 'n bisschen am Überlegen, aber hat super geklappt. Ja und toi toi toi für dein Buch, toi toi toi für alles Ich danke dir. Was Du noch so auf den Weg bringst.

Und ja, ich denke, wir bleiben einfach in Kontakt. Auf jeden Fall. Hat mir sehr viel Spaß gemacht, Wolfgang. Vielen Dank auch für deine Zeit und Gerne. Freuen.

Liebe Grüße. Tschüs. Tschüs.

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