Immer neue Wege | Derya Grase | BTS #15
Worum es geht
In dieser Folge von 'Behind the Story' spricht Wolfgang Jung mit Derya Grase über ihren Lebensweg von Istanbul nach Deutschland. Derya erzählt von ihren Kindheitserfahrungen, den Herausforderungen der Migration und der Suche nach Zugehörigkeit in einer neuen Kultur. Sie reflektiert über prägende Krisen und ihre berufliche Entwicklung im Online-Marketing und gibt tiefe Einblicke in ihre persönliche und berufliche Identität.
Autor: BTS - Behind the Story
Zu Gast
Derya Grase ist von Istanbul nach Deutschland gezogen und arbeitet im Bereich Online-Marketing. In der Folge spricht sie über ihre Lebensreise, Migrationserfahrungen und ihre persönliche wie berufliche Identität.
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer. Und schon sitze ich wieder mit 'nem neuen Gast, mit 'ner neuen Gästin hier, leg noch schnellen Scheit Holz nach und freue mich auf 'n tolles Gespräch. Für alle, die Behind the Story schon kennen, das ist heute die Ausgabe 15 und ich weiß, wir haben 'n paar treue Stammhörer. Für alle, die's schon kennen, die wissen das schon. Für alle Neuen, Behind the Story ist 'n Format, in dem ich in diesem Podcast mit meinen Gästen ihre Lebensgeschichte besprechen möchte.
Es geht darum, die Heldenreise des Gastes zu beleuchten, sein ganzes Leben son bisschen zu hinterfragen und die Ups und Downs und die Learnings rauszuholen, damit Du draußen vielleicht für dich einen Denkanstoß bekommst. Heute hab ich eine ganz besondere Folge und das ist wirklich so. Natürlich sind alle meine Gäste besondere Menschen und tolle Menschen und danke an euch alle, die schon da waren. Aber heute hab ich selbst zum ersten Mal son bisschen Nervosität, denn meine Gästin und ich stell sie euch gleich vor, sie sitzt schon in München und ist ganz gespannt. Meine Gästin ist eine Gästin, die mir vorgeschlagen wurde.
Ich frage ja immer am Ende jeder Folge, habt ihr einen Menschen, dessen Leben erzählenswert ist und der 'n toller Mensch ist oder eine tolle Geschichte hat? Und dann wurde mir in der Ausgabe 11 von der lieben Beatrice Köhler, könnt ihr gerne noch mal reinhören im Archiv. Ich werd den Link auch noch mal unter die Posts und in die Shownotes setzen. Hat die Beatrice Köhler gesagt, ja, Du musst unbedingt die Deria Grase einladen. Und ja, so ist es dann auch gekommen.
Ich hab sie eingeladen. Sie hat zugesagt und da sitzt sie. Und bevor ich sie jetzt zu mir am Lagerfeuer begrüße oder bei mir begrüße, möcht ich sie euch ganz kurz vorstellen. Derya ist eine erfahrene Onlinemarketingxpertin und Inhaberin von Krase Onlinemarketing in München. Sie hat Beratung und Projektmanagement für Unternehmen auf ihrer Agenda und optimiert sozusagen die digitale Präsenz.
Ob ich das alles so richtig verstanden habe, das kann sie uns jetzt dann gleich auch noch mal erklären. Außerdem ist der ja Mutter, sie ist Unternehmerin, sie ist oft auf Konferenzen im deutschen Raum anzutreffen. Ja, und sie ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Ich weiß auch, dass sie aus 'n paar wenigen persönlichen Gesprächen, dass sie politisch interessiert ist, dass sie im sozialen Leben auch eine eigene Gesprächen, dass sie politisch interessiert ist, dass sie im sozialen Leben auch eine eigene Meinung hat. Und ich glaube, da werden wir heut 'n bunten Mixed all dieser Dinge vielleicht von ihr erfahren, schauen wir mal.
Aber ich will Sie nicht länger auf die Folter spannen, denn die DWS glaube heute zum ersten Mal Gast in dem Podcast, wenn ich das richtig verstanden hab. Und deswegen sag ich jetzt herzlich willkommen beim digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen, liebe Deria Grase. Hallo, lieber Wolfgang.
Ja, ich freu mich sehr, dass Du mich eingeladen hast und auch ich wusste gar nicht, dass der Beatrice so viel von mir irgendwie mitbekommen hat. Das ist schön, das freut mich auch sehr. Ja, ich bin nicht direkt in München, sondern im Münchner Umland. Okay. Ich liebe das Land leben.
Also ich war Im Süden. Ja, genau, im Süden, ja. Ich war eine Zeit lang mit meinem Büro in München drin in der Stadt, aber ich bin wieder raus. Ich brauch diese Ruhe mich herum. Mhm.
Mhm. Kann ich gut nachvollziehen. Ich wohn ja selbst auch aufm Land und Ja. Ja, hat schon Vorteile. Ja.
Ja, meine liebe Deria, lass uns doch einfach mal reinstarten. Ich beginne meine Befragung oder den Podcastgespräch immer gerne so mit der Kindheit des Gastes, weil das Thema hier in diesem Podcast so übergreifend ist ja die Heldenreise nach Joseph Campbell. Und die beginnt immer mit der gewohnten Welt des Mangels. Das heißt, man lebt in seiner eigenen Welt, man wird groß und irgendwann merkt man, ich hab noch irgendwie eine Idee für was anderes. Und ich möchte aber immer gerne wissen, wo kommen die Leute her?
Deswegen, wo wurdest Du geboren? Wie war deine Kindheit so? Vielleicht magst Du uns da 'n bisschen was zu erzählen. Ja, gerne. Also ich freu mich auch auf auf meine eigene Geschichte.
Die erzählt man ja doch nicht so umfänglich dann so oft. Also ich ich bin jemand, der immer wieder wirklich neue Wege gegangen ist, also von Istanbul nach Deutschland, von der Medienwelt in die digitale Welt, von festen Strukturen rein in die Selbstständigkeit. Also das begleitet mich eigentlich mein ganzes Leben, dass ich immer wieder mich Herausforderungen des Lebens gestellt habe und bestellen musste. Und das fing an schon mit 6 Jahren, als ich in der Türkei noch war. Meine Eltern waren weg.
Und das war Okay. Für eine Sechsjährige natürlich wirklich krasser Einschnitt. Die waren damals nach Deutschland gegangen. Ich wurde bei meinem Onkel und der Familie untergebracht und das war schon, denk ich, meine 1. Krise.
Mhm. Gab noch 'n paar andere im Laufe des Lebens, aber mit diesen Krisen bin ich der Mensch geworden, der ich heute bin. Mhm. Das hat mich zu dem gemacht, was ich bin, wie ich bin, wie ich mit Menschen umgehe und wie nah ich auch am am Menschen bin, also. Und das war natürlich echt 'n krasser Einschnitt, ja, so, dass mit 6 Jahren da alleine, also mehr oder weniger alleine klar war, hatt ich meine Familie, Verwandte mich herum, meine 2 Brüder, aber die waren schon fürn paar Monate weg und und dann kurz darauf gab's wieder einen Wechsel, also Verlust im Sinne von, dass ich die Heimat verloren hab, weil meine mein Vater, der war damals 'n sehr, sehr anerkannter Schuhdesigner in Istanbul.
Wow, Schuhdesigner. Ja, also der hat Schuhe entworfen, er hat die Modelle gemacht, er hat Schuhe hergestellt und das war wirklich, also er war Unternehmer Und ihn, also das war ja sone Zeit, wo in den Siebzigern, wo Deutschland viele Gastarbeiter nach Deutschland geholt hat. Und eben damals mein Vater in eine Schuhfabrik in in Bamberg. Also hat er uns dann Er ging, glaube ich, voraus und dann hat er uns nachgeholt. Das heißt, ich bin mit ungefähr 7 Jahren, 6, 7, so ungefähr, in Deutschland angekommen.
Wir haben aufm Land gewohnt. Ich hatte ich konnte kein einziges Wort Deutsch. Ich musste aber direkt in die Schule, in die Vorschule. Und die Kinder haben nicht mit mir gespielt, ja, die haben mich stiegen lassen. Also das war schon, glaub ich, ja, das war schon nicht ohne, ja, so heranzulwachsen.
Aber anscheinend hab ich irgend eine innere Kraft gehabt und hab mich diesem Leben angepasst. Das heißt, ich hab wie auch immer Deutsch gelernt. Ich glaub, heute kann ich besser Deutsch als Türkisch. Ich hab's geschafft Hast Du Türkisch noch gut? Ja, Ja, doch.
Also wir haben zu Hause nur Türkisch gesprochen. Klar, ich mein, wenn ich in der Türkei bin, dann hören das die Menschen dort, ja, dass ich eine Alemanin bin. Auman, Auman, Aumancha. Na ja, so so ging Ich hab ging der Staat hier in Deutschland los. Also Ich möcht mal reingräbt Ja, genau.
Und in 2 3 Fragen dazu stellen. Also zum Ersten, hast Du ja auch sehr schnell auch jetzt reflektiert, Bruch, eine Krise mit 6. Ich hab eine gewisse Parallelität auch zu mir entdeckt, weil mein Vater, ich beging ja meine Vorträge häufig damit, dass ich den Leuten sage, ich zeige euch nicht, wer ich bin, was ich habe, was ich gemacht habe in der Agentur, sondern ich zeige euch meine Familie, mein Vater, meine Mutter, meine Schwester und ich. Und dann sage ich immer exakt auf den Tag genau die Zahl. Also beispielsweise heute sind's 18811 Tage, dass mein Vater tot ist, gibt es diese Konstellation nicht mehr.
Und das war war ich genau 6 Jahre alt geworden, also Und das ist eine Parallelität. Mein Vater war, mein Papa war weg. Also was ich jetzt einfach an der Stelle fragen wollte an dich, ist, wenn ich's jetzt richtig verstanden hab, nur zum Einordnen und grundsätzlich gilt natürlich für dich, liebe dir, ja, für alle Gäste, ich frage nach, wenn Du irgendwas nicht sagen möchtest, ist das total okay, ja? Aber nur zur Einordnung, Du warst 6 Jahre alt und deine Eltern sind beide, dein Vater ist nach Bamberg gegangen, deine Mutter mit. Hab ich das richtig verstanden?
Ja. Weil Du sagtest, meine Eltern waren weg und haben euch als Kinder dann relativ schnell nachgeholt, als sie hier Fuß gefasst sind. Genau. Okay. Ja.
Aber für dich als Kind, Sechsjährige, war das im Prinzip 'n Bruch. Die Eltern waren weg, Du warst in 'nem anderen Umfeld und so weiter. Okay, das war die 1. Nachfrage. Die 2., die mich einfach aus Liebe zur Türkei interessiert, die hat eigentlich wenig mit 'nem Podcast zu tun, aber es als Host darf ich das.
In welcher Region in der Türkei muss ich dich denn ungefähr deine Familie ansiedeln? Weil ich bin natürlich jemand, ich war schon jetzt mehrfach in der Türkei, in Antalya, in Siede, im Süden halt zum Baden und so weiter. Also ich bin in Istanbul geboren, aber meine Großeltern und Eltern, die sind, kommen alle aus Konya. Mhm. Das ist so bisschen in der Nähe.
Vielleicht sagt ihr Ankara oder was, die Hauptstadt von der Türkei. Da so ungefähr. Ja, und die sind, das die waren dort aufm Land, also bei der meine Großeltern waren dort, die hatten Ländereien, die hatten, ich glaub, Schafe, Schafherden und genau, dort kommt eine Ursprungsfamilie her. Aber ich bin, die sind auch nach Istanbul. Mein Vater und meine Mutter sind nach Istanbul und ich bin in Istanbul geboren.
Ja. Ich hab das in der Türkei mitbekommen. Ich ich unterhalt mich ja immer und grundsätzlich gern mit Menschen. Ich bin ja 'n sehr gesprächiger Mensch und ich hab mich in der Türkei auch mit vielen, ja genau, mit vielen Menschen unterhalten tatsächlich. Und ich hab das mitbekommen, dass auch so in der Region Antalya Side, dass unheimlich viele Menschen vom Land aus den Bergen, aus dem Trauusgebirge oder auch dahinter noch dann sozusagen in die Ballungszentren fahren, da ihr Geld zu verdienen.
Aber die die der Ursprung ist eigentlich mehr vom Land, ne. Also diese so diese, wie soll ich sagen, diese Wanderung vom Land in die Stadt, Geld zu verdienen, die ist heute noch komplett aktuell da. Also von 10 Leuten jungen Männern, mit denen ich gesprochen habe, da waren, glaube ich, 8 eigentlich nicht aus der Region ursprünglich, sondern kamen von irgendwo anders. Ja, das ist auch so. Ja, das ist auch so.
Ja. Gut und die 2. Frage, die mich noch jetzt total umtreibt und das ist jetzt wieder 'n Sprung, daran musst Du dich leider gewöhnen mit mir, dass wir son bisschen in der Zeit und auch im Thema springen. Aber was mich natürlich jetzt komplett gecatcht hat, weil mein Vater war Schuhdesigner, ja. Jetzt weiß ich ja, dass die Türken, die türkischen Menschen und die Mentalität der Türken auch wirklich sehr modebewusst ist.
Also wenn man da guckt, die sind immer Absolut. Sehr traditionell teilweise, aber auch sehr modisch immer und sehr stylisch angezogen und sehen immer gut aus. Und was muss ich mir denn jetzt da so vorstellen? Klar, wir reden ja über eine Zeit in den Siebzigerjahren, Du hast's ja gesagt, aber es gibt ja trotzdem so den klassischen Männerslipper oder es gibt so klassisch schöne Frauenschuhe in verschiedenen Absatzhöhen und so. Wo, was hat er genau gemacht?
Ach, das Allerschönste, das fällt mir gerade eben ein, ist, er hat einen Schuh nach mir benannt. Da stand in dem Nein. Doch. Da stand Gibt den Deria Schuh? Gab's den Deria Schuh und das war echt damals wirklich, das hat mich so berührt auch als Kind, ja.
Der war schon älter. Also Wie sah der aus? Beschreiben wir mal. Das war 'n eher so. Also son College Stil.
Cool. Ja, total. Ja, aber das passt da irgendwie auch zu dir, oder? Irgendwie schon. Schick, modern.
Ja, genau. Aber trotzdem relativ lässig so, ja. Aber das Coole war auch, ich hab sone Phase gehabt bei 'ner Jugend, wo ich so eher so Punk, New Wave, ja, ich gehörte niemals zu den Robraven. Da kommen wir gleich noch hin, ja, aber kein Ding. Genau.
Und ich hab meine Sachen damals in London bestellt. Also es gab irgendwie diese New Wayve Zeit, wo wo die Schuhe ziemlich ausgefallen, spitz vorne. Und ich hab meine Sachen in in England bestellt, dann bin ich zu meinem Vater in der Türkei, der in der Zeit auch wieder zurück gegangen ist. Und der hat Sachen meine Schuhe bei mir weggenommen und hat die nach nach modelliert. Ach so, ich dachte, da hätten sie den weggenommen aus ästhetischen Gründen.
Ja, vielleicht. Er hat einfach 'n Interesse von der Familie. Ja, genau, ja, ja. So, das hat, vielleicht war das auch. Hat sich inspirieren lassen sozusagen.
Ja. Cool. Ja, wunderschöne Geschichte schon. Ich mag Schuhe. Wie viele Frauen.
Ich auch. Ich mag auch Schuhe. Ich hab auch viel zu viel. Ja. Der ja, Frage und die ist jetzt wieder son bisschen ernsterer Natur.
Es geht ja bei diesem Podcast auch Weichenstellungen im Leben. Wann hat mein Gast, meine Gästin welchen Weg genommen und was war so die Motivation, ja, damit die Menschen son bisschen hören? Und jetzt war's ja bei mir in meinem Fall, als ich 6 war und mein Vater gestorben ist, war's ja eine Weichenstellung, die ich nicht revidieren konnte. Also tot ist absolut. Wenn mein Zweck ist, ist er weg.
Das ist etwas, was Du mit 6 Jahren sehr früh lernst dann und was definitiv mein Leben nachhaltig über die gesamte Zeit geprägt hat. Jetzt war's ja bei dir so, das finde ich total spannend, dass Du gesagt hast, ich hab das schon als Krise empfunden irgendwie, auch in dem jungen Alter. Meine Eltern waren plötzlich weg, also Du hast wahrscheinlich geweint und warst unglücklich und so weiter. Warst ja trotzdem 'n Stück weit abgefangen in der Familie, aber Du hast es als Krise empfunden, bist dann zurück, also nachgeholt worden nach Deutschland. Und da wars auch wieder schwierig, weil natürlich die anderen dich gemobbt haben und Du konntest kein Deutsch und so weiter.
Ja. Glaubst Du, dass dieser Gesamtkontext dich fürs Leben in irgend 'ner Form geprägt hat und wenn ja, in welcher? Also dieses Thema Zugehörigkeit, das war, glaub ich, das hat mich durch mein Leben getragen. Ich wollte immer dazu gehören. Also es war, Mhm.
Und das ist schon, glaub ich, also es gibt viele türkische Einwanderer oder türkische Gastarbeiter, die damals gekommen sind und wo bis heute sogar die Kinder noch nicht ganz supergut Deutsch können, ja. Und ich habe, ich weiß nicht, ob ich's bewusst gemacht habe, aber ich hab mich entschieden, ich gehöre zu Deutschland, ich gehöre zu dem zu den Deutschen dazu. Also ich war nicht so sehr ich in dieser türkischen Community, sondern mehr, mich hat's mehr in diese deutsche Community gezogen. Und das war, glaube ich, schon entscheidend, ja. Also dass ich da dann in meine Selbstbestimmung gegangen bin, in meinen eigenen Weg gegangen bin.
Ja, so sone Richtung, das hat schon eine Weiche gestellt. Also diese diese Zugehörigkeitsthema, ja, ja. Ja. Also ich finde, ich find das total wichtig, raus zu arbeiten. Und in dem Kontext, ich würd jetzt eigentlich heute nicht viel über Migration sprechen wollen.
Wir haben ja gerade heute, wo wir aufnehmen, die Wahlen hinter uns, ne. Und mit 'nem Ergebnispunkt. Mehr will ich jetzt dazu gar nicht sagen, weil politisch ist dieser Podcast nicht. Wobei jeder sagen darf, was er will. Ganz klar.
Alles ist politisch, egal, was wir tun. Ja, aber ich möchte einfach Mir ist mehr der Mensch wirklich an der Stelle. Aber ich find's trotzdem schön, find's total wichtig und schön, dass jemand wie Du an der Stelle mal artikuliert. Ich hab mich da entschieden, ich ich wollte dann zu der deutschen Community gehören, wobei ich auch finde grundsätzlich, dass es gar kein Entweder oder sein muss. Ich hab ich hab persönlich überhaupt nichts dagegen und fand eine der völlig unsinnigen Debatten, auch diese über die 2.
Staatsbürgerschaft, ja. Also ich hab ich persönlich hab gar nichts dagegen, wenn 'n Mensch sich als Tür gefühlt und als Deutscher, warum denn nicht bitte, ja? Ja, ja, klar. Ich kann doch auch, keine Ahnung, Bayern München Fan sein und nett oder so. Okay, jetzt habe ich mich in irgend Vielleicht geht's.
Festgesetzt gesetzt. Ja, nein, egal. Egal. Aber ihr wisst, was ich meine. Ja.
Ich finde entweder oder an der Stelle total bescheuert und ich finde es voll schön von dir, dass Du gesagt hast, ich hab mich vielleicht dadurch, dass ich früh schon in diesen Entscheidungs, in diese Entscheidungsebene kam, viele Kinder kommen ja mit 6, 8, 10, 12 gar nicht da rein. Die wohnen behütet und zu Hause. Die haben keinen Bruch. Die müssen solche Erlebnisse gar nicht verarbeiten. Aber das finde ich total schön.
Ja. Liebe der ja an der Stelle und ich ich kenn das Gefühl, so sein eigenes Leben noch mal zu hinterfragen. Ich war nämlich vor Kurzem letzte Woche bei dem lieben Matthias M Fuchs. Grüße gehen raus, falls er zu oder nicht weiß, er hört fast immer zu. Der hat 'n Podcast Fuchs Teufelswild und er hat mich quasi, er hat das gespiegelt und hat mich befragt und das war sehr emotional teilweise auch, wenn Du über dein Leben erzählst, aber es gibt einem auch viel.
Deswegen hoffe ich das bei dir auch so. Liebe Daria, ich habe, damit die Menschen dich noch besser kennenlernen, ich kenn dich ja schon 'n Stück weit, ja so gut jetzt auch nicht, aber schon ganz gut. Aber ich hab da am Anfang immer ganz gern eine Schnellfragerunde. Und ich habe auch, ich weiß nicht, ob Du die letzte Version gehört hast, die letzte Episode. Ich hab auch heute wieder 2 kleine Fragen, aber nichts Schlimmes, die Du nicht im Briefing stehen hattest.
Die kommen noch so als topic oben drauf. Ich würde gern mit dir die Schnellfragerunde machen, einfach son bisschen zu erfahren, wer sitzt denn da in München im Umfeld von München am Mikrofon. Ist das okay? Ja. Okay, dann starten wir.
Hast Du 'n Lieblingsbuch und wenn ja, welches? Der Mond über Manhattan von Paul Auster. Das ist eine Geschichte, die erzählt, wie man sich verlieren muss, sich wiederzufinden. Oh, das klingt romantisch. Das klingt philosophisch vor allem.
Also das ist eine sehr, sehr schöne Geschichte. Ist Also Siddatra würde ich auch sagen, ja, das ist eine absolute Favorit Geschichte, wo ich auch mich in manchen Dingen wiedererkenne. Find ich auch wunderschön. Okay, das Man muss sich verlieren, sich selbst wiederzufinden oder generell sich wiederzufinden, passt ja auch 'n bisschen zu dem, was wir gerade besprochen haben über deine Kindheit. Ja.
Du hast deine Familie erst mal verloren, dann hast Du sie wiedergefunden und so weiter. Okay. 2. Frage aus der Schnellfragerunde, welcher Ort inspiriert dich am meisten? Das Meer.
Da kam komm ich zur Klarheit und fühl mich geerdet. Bist Du häufig am Meer? Ja. Ich hab in Istanbul eine Wohnung am Meer. Oh, Luxus.
Und das ist total schön, ja. Ja. Das glaub ich. Klasse. Okay, besonders gespannt bin ich jetzt auf die Frage Nummer 3, weil die dieser sozusagen dieser multikulturelle Einfluss.
Und weil ich ja auch weiß, wie Türken Essen zelebrieren, ist die nächste Frage besonders spannend, was ist dein Lieblingsessen? Also Auberginen in allen Varianten, ob türkisch, Italienisch oder orientalisch. Ich liebe Auberginen. Okay, Du liebst Auberginen. Ja.
Cool. Ja, ich lieb die Küche an sich. Also das ist wirklich so vielfältig, so abwechslungsreich. Es ist mega, mega lecker. Ja.
Jetzt muss ich dich noch mal was auf Topic fragen. Auch liebe, ihr Lieben draußen, wenn's euch nervt jetzt. Sorry, da müsst ihr jetzt durch. Ich war ja schon mehrfach in der Türkei und weißt Du, was ich immer mitnehme und was ich liebe und was ich noch nirgendwo sonst gesehen habe? Und ich wollt schon immer mal jemanden fragen, der nativ sozusagen seine Wurzeln in der Türkei hat, ob das irgendwie 'n Fake Produkt ist oder ob das wirklich gut ist.
Ich liebe Sultan Tee. Kennst Du den? Sultantee? Ja. Kenn ich Das ist 'n Tee, den darfst Du 3, die ersten 30 Sekunden nur riechen, nicht trinken.
Der ist so ätherisch, der ist so stark. Und wenn ich ihn nur 'n Anflug von Krippe oder irgendwas hab, dann trink ich den. Hab aber mittlerweile gelernt, es gibt so gelben Ich weiß, was Du meinst jetzt. Ich kenn nun das den deutschen Begriff, nicht? Ja, das ist absolut die, das hab ich als Kind auch immer bekommen, wenn krank war.
Heißes Zeug ist das, ne? Ich liebe das wirklich, also Und das schmeckt auch so lecker, ja. Pflanzen Pflanzen von rumgetrocknet Wie heißt denn dieses, die wie heißt das denn auf Deutsch? An die Türken, an die Tür, an die Touristen wird das verkauft als Sultantee. Ja gut.
Alles machbar. Ich bin ja selber eine und kauf's dann immer. Ja, genau. Ja. Aber da steht dann auch immer gut gegen Kopfweh, Krippe, was nicht alles, ne.
Und ich liebe diesen Tee. Okay. Okay. Gut. Ich behalte aber die Auberginen im Kopf.
Im Laufe 1 Lebens, insbesondere wenn man viel rumkommt so, ja, trifft man ja viele Menschen und Du kommst ja auch heute auf Konferenzen und generell so auch, glaube ich, viel rum. Und dann bekommt man Ratschläge. Als junger Mensch, als älterer Mensch eigentlich bekommt man sein ganzes Leben lang Ratschläge. Gibt's irgendeinen Ratschlag, von dem Du sagst, den hab ich immer bei mir und den beherzige ich? Das ist so mein Wegbegleiter, den find ich gut?
Ja, hör auf deinen Bauch. Dein Bauch weist meistens mehr als deinen Kopf. Okay. Und machst Du das? Ja, inzwischen.
Mhm. Ich weiß nicht, das kennt wahrscheinlich jeder von euch so. Es gibt doch manchmal Momente, wo Du 'n Gefühl hast für etwas, ja, für eine, Du stehst vor 'ner Entscheidung oder Du musst irgendwie, weißt Du, einen Weg gehen. Und da hast Du son Bauchgefühl, ja. Das ist etwas, was so so plötzlich da ist.
Und trotzdem entscheidest Du dich dagegen. Oder gehst es noch mal kognitiv durch und gehst noch mal, machst dir Prokontroll Liste und und und. Und ich hab schon mehrere Stationen in meinem Leben gehabt, wo ich im Nachhinein denke, Mensch, hättest Du dabei auf sein Bauchgefühl gehört. Ja. Ja, cool.
Ja. Ja, finde ich 'n Megatipp und unterschreib ich zu 100 Prozent. Und vor vielen Jahren, also bestimmt schon 15 Jahren, war 'n Kunde bei uns und das wurde später dann 'n Freund, Joachim Londke, Grüße, geht raus, wenn er wenn er das hört. Wir haben jetzt lange schon keinen Kontakt mehr gehabt. Aber der hat mir damals was erzählt, und zwar hat er gesagt, wenn Du's dir als Unternehmer leisten kannst, dann mach das, was Du auch als Mensch machen solltest, wende die 7 Sekunden Regel an.
Mhm. Und die 7 Sekunden Regel, die bei ihm bedeutet, und die 7 Sekunden stehen son bisschen als Metapher für 'n sehr kurzen Zeitraum. Es können vielleicht doch 20 Sekunden sein unter Umständen oder auch nur eine. Aber in sehr, sehr kurzer Zeit behauptet er, und er ist Coach, ja, behauptet er, weißt Du im Leben immer, ob's gut wird oder nicht. Also wenn Du zum Date gehst und Du trotzdem per 'n Mensch, dann weißt Du nach, Du weißt eigentlich nach 20, 6 Sofort.
Ja. Ob das was wird oder nicht. Wenn Du 'n Businessdeal, wenn 'n Kunde kommt Ja. Ja. Kann ich bestätigen.
Dann weißt Du's eigentlich. Und dann hat er immer, hat er zu mir damals gesagt, immer waren wir noch relativ klein, so 3, 4 Leute in der Agentur. Und dann hat er gesagt, wenn dann 'n vermeintlich wirtschaftlich interessanter Deal da sitzt, aber Du merkst in dir selbst drin, das wird nichts, ich komm mit den Menschen nicht klar, dann lass es entweder. Und wenn Du's dir nicht leisten kannst, das zu lassen, dann mach's so teuer, dass wenn's wehtut, Du das Schmerzensgeld schon mit drin hast. Genau, das glaubst Du da nicht.
Ja und ihr Lieben, da draußen, genauso haben wir es später dann gemacht und tatsächlich auch 2, 3 Deals so abgeschlossen. Entschuldigung, man auch tatsächlich mehr verlangt als ursprünglich geplant. Nicht wahnsinnig viel, aber schon 'n bisschen mehr. Es war dann am Ende auch so, dass man nach 'nem Jahr oder 2 gesagt hat, boah, der Kunde ist weg, aber wenigstens hat sich's sortiert, ne. Also Ehrlich cool?
7 Sekunden Regel oder hör auf deinen Bauch. Finde ich 'n sehr, sehr schönen Ratschlag. Wir sind 2025, wir sind in Deutschland und trotzdem ist die nächste Frage hat was mit Digitalisierung zu tun, ja. Man sollt es nicht meinen. Welche App benutzt Du am häufigsten?
Nicht Whatsapp. Ah, okay, Du hörst zu. Ich merk das, ne, weil alle Whatsapp sind. Genau. Nein, ich mag WhatsApp gar nicht so gern.
Also ich bin eher jemand, der lieber zum Hörer greift und fragt, hey, wie geht's dir? Statt zu schreiben, wie geht's dir? Hast Du die Telefon App oder Nein, LinkedIn. Also LinkedIn ist schon so, was immer irgendwie im Hintergrund läuft und ich auch dadurch auch, ich mein, ich bin ja jetzt auch schon in 'nem gewissen Alter und hab 'n lange Berufsleben, langes Berufsleben hinter mir. Und da kommen auch Menschen, die man schon lang nicht mehr gesehen, getroffen oder gesprochen hat und plötzlich kasten da wieder durch LinkedIn die Verbindung.
Finde ich cool, ja? Und ne. Ja, hatte ich jetzt gerade auch, kann ich bestätigen, 'n Kollege, mit dem ich 'n Mensch, mit dem ich als Kind gespielt hab früher und die sind dann weggezogen. Ach. Und in auf irgendeiner achtzehnten Beziehungsebene hat der mich gefunden, mich angeschrieben, ja.
Ja. Und wir haben uns wirklich, ich hab grade mit meinen Eltern gestern drüber geredet. Ich glaube, über 50 Jahre hab ich den nicht gesehen. Wow. Tatsächlich hab ich das Profilbild gesehen und ich wusste sofort, der ist das.
Natürlich jetzt 'n 'n älterer Mann in meinem Alter, ja. Aber tatsächlich Du bist sofort nicht. Ja, der war gut, okay. Die 5 Euro überweis ich dir dann im Anschluss, ja. Ich steuere sehr hart auf die 60 zu, wenn ich morgen morgen wieder wach werden sollte.
Du weißt es ja. Ich hab's dir verraten, kann ich euch aber draußen aussagen. Ich hab morgen eine Operation anstehen und hab aber gesagt, den Podcast mit dir möchte ich auf jeden Fall vorher noch machen. Und nee, also ja, das war echt eine coole Erfahrung, auch so diese Gesichtserkennung in unseren Synapsen. Ist ja irre, ne.
Du siehst 'n Mensch 50 Jahre nicht, dann siehst Du den 50 Jahre älter und trotzdem erkennst Du an Augenbrauen, Nase, Mund, Gesamtkonstruktion des Gesichts. Das ist er, das muss er sein. Ja, ja. Ja. Bin ja Schauen wir noch mal auf Deria.
Ja. Die Frau mit dem eigenen Schuh, das vergess ich nie wieder. Das war die die Hammerstory, ja. Da muss ich irgendwas Social Media draus machen. Wenn Du, ich weiß gar nicht, so gut kennen wir uns wie gesagt nicht.
Ich weiß nicht, ob Du Sportambitionen in irgend eine Richtung hast, ob Du irgendeinen Sport gemacht hast oder machst. Ich weiß, dass Du mal eine relativ harte Verletzung hattest, aber das war ja, glaub ich, beim, es war ja in 'nem anderen Kontext sozusagen. Bei Olympia ist die nächste Frage, würde ich dich am ehesten sehen, in welcher Sportart? Also wenn es Multitasking als Disziplin gäbe, dann wär ich da bestimmt gern gut. Ja, aber das gibt's ja nicht.
Also musst Du schon eine echte aussuchen. Ach, komm. Übrigens sag ich an der Stelle immer gerne Winter- oder Sommerspiele. Es gibt ja beides, ne. Ne.
Also ich hab früher mal Basketball gespielt. Mhm. Ja. Basketball. Wie groß bist Du?
So groß bist Du nicht, oder? Hallo. Hallo. Der Blick eben sagte hallo. Hallo, ich bin groß.
Ich bin, also ich war mal 1 72. Ah, okay. Und jetzt bin ich 1 71. 71 oder 1 70, weil man stuft ja son bisschen. Ich kenn das.
Genau, die Aber Basketball, da hab ich beim letzten, bei der letzten Olympiade dieses nur dieses mit diesen 3 mal 3 gegen 3, das fand ich ja richtig spannend. Wo die Damen ja dann auch Olympiasieger geworden sind, also mega Spiel. Gibt's bei Rubbi ja auch, die Siebener. Also wo 7 7, genau, super. Schneller, härter, ne, so, ne, so, ne, so, diese Spielern.
Ja, cool, ja. Gut, also Basketball. Was machst Du als Erstes, wenn Du morgens aufwachst? Bist Du 'n Stehaufmännchen oder bist Du eine Spätstarthaber? Ich stehe früh auf, sehr früh.
Also Definier mal, sehr früh? 6. Also ich brauch erst mal Kaffee. Definitiv Kaffee, dann Stille, mich und dann kann der Tag starten, also Okay. Also Du kleitest schon son bisschen mit Ritualen.
Erst mal 'n heißen Kaffee, dann mal 'n paar Monate. Also wenn ich schlafe, meditier ich auch gern morgens mal 'n paar Minuten oder mach irgend eine Achtsamkeitsübung oder so was. Also erst mal ankommen, in sich hineinhorchen, bevor das von außen alles so ja Projekte et cetera alles auf dich einstürmt. Schön innehalten. Okay, gut.
Also das ist son smoother Start in den Tagen. Ja. Jetzt hab ich hier in diesem Podcast eine Superkraft, geht das, davon gehen wir zweimal aus. Und zwar ist meine Superkraft, dass ich dir ermöglichen kann, mit jeder beliebigen Person der Weltgeschichte, egal ob sie schon 5000 Jahre tot ist oder noch lebt, jede Persönlichkeit könntest Du theoretisch einen Tag treffen, egal wer es ist. Gibt's irgendjemand, wo Du sagst, den oder die würd ich wahnsinnig gern mal kennenlernen?
Mustafa Kemal Atatürk. Ah, der Gründer der Türkei. Ja, der Visionär, der das auch noch umgesetzt hat. Der das gemacht hat. Und der vor allem den Menschen wirklich dazu die Menschen dazu gebracht hat, anders zu denken.
Also das war Change Management. Ohne dass man wusste, dass es so aussieht. Genau. Also Ich weiß, von ihm steht eine Statue in Siede im Hafen, aber ich hab tatsächlich mich mit den Menschen nie beschäftigt, aber klingt sehr interessant, ja. Ja, ich wurdezessionär, also er hat Türkei reformiert.
Sicher gab's da auch Seiten, die nicht so cool waren, ja. Ich mein, die die arabische Schrift, die Schrift, alles war von heute auf morgen weg. Also es war schon auch, denk ich, echt für für das Volk 'n richtiger Kulturschock, ja? Also plötzlich schreibst Du nicht mehr in der arabischen Schrift. Also Du liest nicht mehr, Du das, also das ist schon eine krasse Veränderung gewesen.
Das stimmt, ja. Also, Aber es war wichtig. Also es war wichtig und ich kam mich an, jetzt bin ich, Du merkst, ich bin begeistert. Ja, gerne. Ja, weil ich ich meine Eltern, wenn ich an meine Eltern denke und an meine Familie, die so modern waren, ja.
Meine mein Cousin war Architekt. Mein mein Cousine war war hat Mathematik studiert. Die weiß ich nicht, meine Eltern waren modern. Die haben kein Kopftuch getragen. Das war alles das war alles Atatürk zu verdanken.
Meine, weißt Du so, diese ganze Entwicklung? Also das fand ich schon sehr, sehr imponierend. Den würd ich gern mal einen Tag treffen. Außerdem hat er meinen Großvater gefragt, ob er Bürgermeister werden will. So.
Ja. Auch das noch. Ja, genau. Der hat wirklich die, der der war Tee trinken bei bei ihm. Die kannten sich.
Okay. Cool. Ja. Ja, das kann ich verstehen, dass Du den mal kennenlernen würdest, wollen würdest. So, und dann hab ich die nächste Frage.
Was war das letzte Geschenk, das Du dir selbst gemacht hast? Ein Thermomix. Oh. Ohne Werbung zu machen. Es gibt noch viele andere gute guten Geräte.
Nein, das weiß ich nicht. Also meine eine Freundin von mir hat mir den empfohlen und ich dachte so, ey, ich hab jetzt mein Leben lang irgendwie gekocht, das Beste gekocht für meine Kinder. Also ich liebe Kochen, aber ich hab keine Zeit, ja. Ich muss irgendwie Zeit sparen. Und Thermomix hilft mir Zeit zu sparen.
Also was soll's. Cool. Ja. Ja, wunderbar. Also jetzt haben wir Atatür, jetzt haben wir die Auberginen, jetzt haben wir den Mond über Marrakesch, das war schon mal ziemlich Mond über Manhattan.
Manhattan. Manhattan. Manhattan. Manhattan Mama erwischt. Ja, Marrakesch war noch aus der Frage vom Oud Sultan Tee steht das noch hier.
Ja, es geht hier quer durch durch alle Instanzen bei mir, ne. Jetzt hab ich noch die eine Frage, eigentlich eine zweigeteilte Frage, die ich immer sehr spannend finde, die nicht in deinem Briefing stand. Achtung, Warning. Ich hätte gerne, dass Du 2 Worte sagst und es geht darum, spontan zu sein. Also nicht lange überlegen, 2 Worte, die dich gut beschreiben oder sehr gut zu dir passen.
Oh, nicht lange überlegen. Also kreativ. Richtig. Mhm. Kreativ und progressiv, fortschrittlich.
Fortschrittlich. Mhm. Also 'n bisschen der Papa in den in den Eigenschaften. Ja, und dann hätt ich als Pendant gerne 2 Begriffe, wo Du sagst, das bin ich nicht, das passt nicht zu mir, das ja, passt überhaupt nicht zu mir. Oberflächlich?
Ich, mir liegt kleinkariert auf der Zunge, aber so Ja, dann sag's einfach raus. Ja, ich bin, ich bin eher Visionär als jetzt so klein detailverliebt. Ja. Okay, Du siehst mehr so das große Ganze und gehst nach vorne. Ja.
Also das passt schon zu Atertürk. Ich weiß schon, warum der Bau euch was zum Kaffee trinken, ja. Und dein Opa so drauf vor wie Du Ich Kaffee Tee. Ja, Tee, sorry, Tee, sorry, ja, genau. Okay, ja, danke.
Dire, jetzt sind wir schon mal son bisschen in dein Leben eingetaucht. Jetzt würde ich gerne in deinem, in deinem Leben tatsächlich auch ein bisschen weitergehen. Also wir, Du bist ja dann in Deutschland angekommen als Kind von Migranten damals in den Siebzigern. Hast dann die Schule, aber Du hast ja offensichtlich dann in dir selbst den Wunsch gespürt, ich möchte dazugehören oder ich ich lerne Deutsch und Du sprichst ja absolut akzentfrei und perfekt Deutsch. Also das merkt man ja nicht, dass Du türkische Wurzeln hast.
Und generell, wie ging's denn dann mit der Schule so weiter? Und ich verbinde das noch mal mit der Frage, die mich wirklich, wirklich interessiert und das hat natürlich auch 'n aktuellen Aspekt. Und meine Tochter ist zum Beispiel jetzt gerade, die ist gerade fertig mit dem Staatsexamen, Gymnasiallehrerin, aber die macht Oberstufe. Und da ist natürlich mit der Sprachbarriere nicht mehr so. Aber ich stell mir tatsächlich vor, wie ist das jetzt mal aus der Perspektive 1 siebenjährigen Mädchens, das in Deutschland in die Schule geht und die Sprache ja nicht kann?
Und ich frag mich halt umgekehrt auch, wie ist das für die Mitschüler und für die Lehrer, wenn dann jetzt heutzutage manchmal 4, 5, 6 Kinder in soner Klasse sitzen, die eigentlich die Sprache nicht kennen. Wie wie wie macht man das? Wie geht das und wie hast Du das damals wahrgenommen? Also schulische lauflaufbahn war bei mir eine Katastrophe eher. Also weil, schau mal, ich konnte kein Deutsch und ich konnte, ich hatte keine Unterstützung zu Hause.
Es gab niemanden, der sich darum gekümmert hat, der sich mit mir hingesetzt hat oder Hausaufgaben gemacht hat oder irgendwas. Also, das war schon echt 'n schwieriger Weg. Also Also warst Du schon wieder in der Familie sozusagen, aber trotzdem allein damit? Ja, ich war allein damit. Und das war schon bitter.
Also insofern hab ich jetzt auch nicht sone Glanzleistung hingelegt. Also ich hab es trotzdem zu 'nem Wirtschaftsschulabschluss geschafft und ich war aber eher so auch jemand, der kreativ sein wollte, der mit Menschen zu tun haben wollte. Und ich hab das Thema Schule auch dann relativ schnell hinter mir gelassen. Ja. Mir ging's auch mehr so, gar nicht die Noten oder so, sondern mir ging's mehr so die Management.
Ja. Dass wenn man in soner Gemeinschaft ist und ist und versteht das meiste nicht, das ist ja furchtbar. Also, ich meine Oder man oder lernt man dann sehr, sehr schnell. Was ich halt häufig höre, ist, dass junge Menschen, Kinder, die die dann in sone Klasse kommen, sehr schnell lernen, so die Grundkommunikation zu machen, ja. Du, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, das ist so verrückt, ja.
Ich kann, ich weiß es nicht mehr, wie sich das angefühlt hat. Ich weiß nur, dass ich, also vielleicht wirklich nur so Blitzbilder im Kopf, wo es schon schwer war, ja, ich, dass ich mich nicht verstanden gefühlt hab oder dass Kinder mich ausgegrenzt haben. Aber es gab schon Lehrerinnen, die waren sehr engagiert. Also die haben mich schon son bisschen an die Hand genommen und das war schon da. Also es war, also ich war ja auch in in Klassen drin, wo's wirklich nur mit mir vielleicht noch einen anderen ausländischen Schüler gab.
Mhm. So. Das war, das war ja Verstehe. Das war alles in Bam, also es war nicht in Kreuzberg in Berlin, sondern es war in Bamberg oder in, weißt Du, in 'ner kleinen Schule. Also das ist sicherlich noch mal 'n Unterschied, ob Du als Lehrerin irgendwie im Brennpunkt arbeitest oder irgendwie aufm Land, ja, wo Du dich dann auch diesen Kindern widmen kannst.
Aber unglaublich wichtig, ja, dass es diese Personen gab, die mich gesehen haben und die mich Das find ich halt so wichtig, diese Message auch aus deiner Perspektive wie auf heute, dass das einfach, da sieht man mal, welcher Druck da auch auf den Lehrern liegt, die wirklich, glaub ich, das oft machen wollen, aber von der Zeit her gar nicht schaffen dann, ja. Die Kinder wirklich vernünftig zu integrieren. Find ich aber total super. Also die Klausur war schon immer ein Thema und es gab's einfach nicht damals, ja. Es ist, also das hat die Politik nie richtig geschafft.
Und nicht in den Sechzigern, Siebzigern nicht. Und also warum das jetzt heute noch mal so aufploppt, keine Ahnung, aber es ich, so wie ich mich erinnern kann, waren die Türken immer so mehr oder weniger unter sich. Und es gab weniger Berührungspunkte. Das hat sich schon sicherlich positiv entwickelt, also geöffnet. Aber da ist, ja, da hätte man mit Sicherheit viel mehr machen können.
Also sich einfach nur Leute ins Land zu holen und sagen, so, ihr seid hier die Arbeitstiere und alles andere geht uns nix an. Das funktioniert nicht. Das funktioniert einfach nicht. Funktioniert nicht, wenn ich eine gute Integrationspolitik geben will oder nicht einfach integrieren möchte oder Es geht Menschen. Gut, wir haben die die Schule irgendwie hinter uns gelassen mit Aachen Krach so.
Und bei uns in der Heldenreise kommt dann der Ruf zum Abenteuer, nennt man das. Das passiert meistens so im bei den Menschen, die ich einlade, so im Teenageralter, ja. Also irgendwann hat man so in sich drin das Gefühl, also manche haben's auch nicht, aber viele haben's, das könnte mich interessieren, das macht mich glücklich, in die Richtung will ich gehen. Wie war das bei dir? Also ich war so, fast schon 18 und ich hatte davor wirklich viel so entworfen, meine eigenen Kleider genäht.
Also es war so dieses, ich liebte Musik, ja, Tag und Nacht hab ich Musik gehört. Also es war alles so dieses Musische, dieses Kreative war wirklich 'n Teil meines Lebens und ich wollte Modedesignerin werden. Und bin dann, jetzt kommt, hab dann das Elternhaus verlassen und bin nach München gezogen. Okay. Also In die Großstadt.
Ja, ja. Ganz alleine und wollte dort eben Maskenbildnerin oder Modedesignerin werden. Und ja, das auch das, also dieser Wunsch, etwas zu erschaffen, ja, so etwas mit den Händen zu erschaffen. Ich hab ich wollt irgendwie nie so richtig im Büro landen, ja. Ich hatte zwar Wirtschaftsschulabschluss, BWL, Rechnungswesen, Volkswirtschaft und all das, ja.
So klar supertoll, aber brauch ich nicht. Wollte wollte eben in München dann so meine kreative kreative Seite ausleben. Das ist dann anders, das hat die Wege sind dann manchmal anders als gedacht. Und ich landet dann beim am Ende in 'ner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und hab dort Mediaagentur, die Mediaanzeigen betreut. Und danach war ich beim Bayerischen Rundfunk.
Also beim Bayerischen Fernsehen, so. Das war's Also mehrere, irgendwie mehrere Abzweige genommen sozusagen. Ja. Aber ist ja schon 'n 'n 'n krasser Weg, ne. Von kreativ, mit Stoffen arbeiten, mit Farben arbeiten, Designs erstellen, zu 'ner Wirtschaftsprüfungsagentur, aber das waren wahrscheinlich dann auch wirtschaftliche Drücke oder wie kam's dazu?
Oder wie wie kommt man dann in sone Position? Du, das war, glaub ich, 'n Zufall. Also eine Empfehlung, die haben jemanden gesucht. Ich weiß gar nicht, ist es so lange her, Wolfgang. Also ich hab dann dort angefangen und die fanden mich toll und die haben das geliebt, wie ich denn mit den Kunden umgegangen bin.
Also ich war so, ich hab ich glaub, ich hatte einfach nie irgendwie Berührungsängste. Also wer mich kennt, weiß das. Ich gehe auf Leute zu, ja? Ich kann Ja, das stimmt. Ob das jetzt 'n der Geschäftsführer ist, der Marketingleiter, egal.
Ich war jung, unbedarft und hab dort meinen Job gemacht und das fanden die alle gut, ja? So. Und ja. Die Frage, die ich mir da stelle jetzt, ich hatte eben schon mal eine Frage auf der Zunge, ich hab sie aber runtergeschluckt, weil ich dachte, es ist irgendwie zu plausibel. Also zu sagen, ich ziehe mit 18 alleine aus nach München als türkisches Mädchen in der türkischen Familie, das ist jetzt nicht vorurteilsbeladen, aber man weiß ja, wie Familien sozusagen, wie der Status so ist in in dieser Kultur.
War vermutlich schon schwierig, weiß ich jetzt nicht. Also würde ich jetzt einfach mal so eingrenzen. Meine Idee, die ich vorhin hatte zu fragen war, was sagt denn dein Papa dazu, dass Du Modedesignerin werden willst, wenn er Schuhdesigner war, ja? Also ich glaube, da wäre er ja wahrscheinlich stolz gewesen. Die Frage, die ich mir jetzt gerade stelle an dem Punkt, was hat er denn gesagt, als Du ausgezogen bist und gesagt hast, ich möchte Modedesignerin werden und dann wiedergekommen bist und gesagt hast, ich mach jetzt Media Management in der Consultingagentur?
Also ich wir haben einen Teil vor allen Dingen nicht besprochen. Also meine Eltern waren getrennt. Meine Mutter war Ah, okay. Mein Vater ging zurück und meine Mutter war alleine mit 3 Kindern. Und da war ich, glaub ich, 10 oder so.
Und die hat echt, ohne die Sprache gut zu können und so weiter unsere, also uns großgezogen. Also auch megastarke Frau. Meine Eltern sind beide tot, ja. Also die leben nicht mehr. Aber Du warst ja vermutlich noch im Dialog mit ihm, oder?
Mal telefoniert oder besucht oder so. Ja, selten tatsächlich. Also damals gab's irgendwie dieses, die die in der Türkei gab's kaum Telefone, ja. Also da das musste man sich schon irgendwie auch leisten können. Und wenn Du ein Telefon beantragt hast, dann hat das Monate gedauert, bis Du mal irgendwie 'n Anschluss bekommen hast.
Also wir sind allerdings jedes Jahr in die Türkei gefahren. Also ich hab meine kompletten Sommerferien und so in der auch gesehen. Aber es gab kein besonderes Interesse an dem, was ich tue oder nicht tue. Das Einzige, was er mir immer gesagt hat, ist, komm doch bitte zurück. Okay.
Und das hab ich nicht getan. Also er wollte gerne, dass Du in die Türkei kommst, ja. Aber das impliziert ja auch diese Geschichte, die Du mit uns teilst, impliziert ja auf der einen Seite sehr viele Momente, in denen Du sicherlich alleine Entscheidungen treffen musstest. Ja. Ja, wo Du auch, ja, keine Stütze dann hattest durch die Familie in dem Sinn.
Auf der anderen Seite natürlich auch viele Momente, in denen Du Entscheidungen alleine treffen durftest. Also Ja. Ist ja auch 'n Punkt, ne, dass Du auch keine Reglementierung dran hattest und deinen Weg gehen konntest. Und letzten Endes hat er dich ja dahin geführt, wo Du heute bist. Absolut.
Insofern Das ist ja genau das Ziel dieses Podcasts, dass wir mal schauen, wie unterschiedlich Wege sein können, ja? Irgendwelche Leute machen, keine Ahnung, Abitur oder oder Realschule und dann merken sie, sie sind IT affin und dann gehen sie in die IT Branche und plötzlich merken sie, Marketing macht mir auch Spaß und zack, plötzlich machen sie SEO und irgendwann haben sie eine Agentur. Also es gibt ja ganz, ganz viele Wege, da hinzukommen, wo wir sind Und deiner ist ja auch sehr, sehr spannend, wie ich gerade merke. Also dann, jetzt bist Du in der Consultingagentur, hast Mediengeschichten gemacht und dann hast Du so nebenbei erwähnt und dann war ich beim Bayerischen Raum. Ach so, ja, das Wie wie passiert das denn?
Also das war jetzt, weiß ich nicht, son Zeitraum von 2, 3 Jahren vielleicht, wo ich dieses mit der mit der Medienidee Wie alt warst Du da, wenn ich noch dazwischen konnte? 20? Ungefähr? Also 20, Anfang 20? Ja, irgendwie Anfang 20, ja.
Ja, dann hat, ja, dann kam eben, ich muss ja nicht so sehr ins Detail gehen, weil sonst sind wir Genau. In 2 Stunden noch nicht fertig. Weil ich hab wirklich eine lange Lebensgeschichte und viele, viele Stationen. Ja, irgendwie bin ich dann beim Bayerischen Rundfunk gelandet, also beim Bayerischen Fernsehen in Freimán in der Redaktion Jugend Jugend und Familie. Das waren die Redakteure, die damals live ausm Alabama gemacht haben, live ausm Schlachthof.
Und da war ich als Aushilfe. Und also ich hatte sone Überbrückungsphase, sag ich mal, wo ich nicht wusste, was ich jetzt als Nächstes machen werde. Und dann hab ich das ausprobiert, mit daher war ich da Aushilfe. Und auch da, ich mein, ich kann einfach nicht Dinge tun, ohne mich zu engagieren, ja. Also ich muss, also wenn man mir was gibt, so mache ich halt das Beste raus, ja.
Und es kommt aus soner, weiß nicht, ich bin ich bin einfach so begeisterungsfähig und ich will Menschen helfen. Und da gab's eine Redakteurin, die das war so Weihnachten rum. Sie musste irgendwas abliefern und wusste kannte sich nicht aus. Und ich hab da einfach die Ärmel hochgeklempelt und hab gesagt, komm, das finden wir jetzt schon und hab da irgendwelche alten Ordner durchsucht und so. Und dann hab ich ihr geholfen und die war dann natürlich total angetan von meinem Engagement und und so bin ich halt in eine Festanstellung.
Ich mein, das war echt sauschwer, beim öffentlich rechtlichen eine Festanstellung zu bekommen, hab ich eine Festanstellung angeboten bekommen und bin da als Redaktionssekretärin gelandet. Und hab halt Sendungen betreut, ja. Also hier alles Mögliche, Sprecher buchen, also senden, ne so Sendungen anmelden und so weiter, was man halt alles so macht. Und und das und ich war die 1., die 'n Computer bekommen hat. Es gab ja damals keine Computer.
Und ich war die 1., die dann plötzlich am Computer aufm Tisch stehen hatte. Und das war für mich auch kein Ding, ja? Ich hab mich da eingearbeitet. Und so kam 1 dem zum anderen und plötzlich war ich in der ARD Familiensendeplanung drin. Also ich hab mit meinem Vorgesetzten damals, mit meinem Chef die ARD Sendeplanung gemacht.
Also so zusammengestellt und war plötzlich da in 'nem, weiß nicht, mit ihm unterwegs bei den anderen öffentlich rechtlichen und und plötzlich ganz woanders, ja. Also rausgewachsen aus der Sekretärin zu 'ner tatsächlich Planerin und Assistentin. Und da, das waren 6 Jahre. Aber weißt Du, Wolfgang, das Schönste, Allerschönste war. Diese Menschen in dieser Redaktion, mein Chef, die haben etwas in mir gesehen.
Und die haben mein Talent gefördert. Und das war Zugehörigkeit. Das war das 1. Mal 'n Gefühl für mich, da gehör ich hin. Da bin ich, da wär ich wertgeschätzt, ja, da werd ich, da sieht man mich.
Also das waren wirklich richtig tolle Leute und Grüße gehen raus an Ernst Geyer, der damals diese Abteilung geleitet hat, Dass dass ich da so gefördert wurde, ja. Ich mein, das war schon wirklich In der in der Heldenreise hat man ja 'n Helden, Du bist heute der Held, deiner eigenen Geschichte. Man hat Mentoren. Würdest Du sagen, Ernst Geyer war 'n Mentor, der hat dich an die Hand genommen und gefördert? Absolut.
Also die die Redakteurin davor auch schon, ja, die Brigitte Schröter. Arbeiten die noch beim Nein. Absolut? Nee, wahrscheinlich nicht mehr, ne? Die, doch, doch, die haben mich unterstützt, ja, doch, auf jeden Fall.
Und Ernst Geyer ist dann gegangen zu zur Mediakirch, also Kirchgruppe, Und nach 'n paar Monaten rief er mich an und sagte, Gerdja, kommen Sie auch. Ich hab hier 'n Posten. Das war natürlich echt gewagter Schritt, weil Hast Du gemacht? Ich hab's gemacht. Ich hab also meinen Status, ich hätte ich hätte sogar Beamtenrente bekommen, ja, wenn ich geblieben wäre.
Also ich hab diesen Status öffentlich rechtliche halb, also veramt beamtet so quasi. Ich hab den aufgegeben und bin in die freie Wirtschaft und bin zur Kirchgruppe. Und ich weiß nicht, ob Du Kirch, so die Geschichte von Leo Kirch Ja, kenn ich. Kennst. Also das war schon echt 'n Schritt und und wir haben, er hat, er war damit beauftragt, das digitale Fernsehen aufn Markt zu bringen.
Also es war das 1. Digitale Fernsehen. Und hat mich dazugeholt und ich hab dort die, also als stellvertretende Leiterin der Sendeplanung gearbeitet. Und haben wir hatten 'n Riesenteam. Also das war alles sone Aufbruchstimmung.
Es war alles neu, es war Pioniersarbeit. Das war schon mega, also Und ich Das glaub ich. Ich war in Unterführerin, also die hier in, nee, in Ismaning Haupthaus. Das Haupthaus war in Ismaning, wo auch Leo Kirch saß mit da in seinem Büro und das war schon eine mega Zeit, also Hast Du den noch persönlich getroffen, den Typen? Ja, ja, klar.
Also den klar, also persönlich jetzt nicht gesprochen, aber getroffen auf Firmenfeiern, Weihnachtsfeiern. Er war ja schon dann immer auch gern da und und das war schon wie eine Familie, auch wieder wie eine große Familie. Ich kenn ja halt so die die Big Story sozusagen vom Medienmogul zum am Ende verurteilten Straftäter gesprochenen Mann hab ich Ja. Ich hab irgendwie so diesen Mann im Rollstuhl im im Auge jetzt, ne. Und also eine 1 interessante Lebensgeschichte.
Ich kann sie halt jetzt nicht zuordnen, ne. Aber deswegen interessant, wenn jemand ihn persönlich kannte. Aber im Endeffekt hattest Du die gleiche Tätigkeit oder ähnlich wie beim BR. Ja, nur Sind Sendleiterin, Planung. Bisschen mehr Verantwortung, auch Personalverantwortung.
Also ich hab auch Personalgespräche geführt, wenn jemand eingestellt werden sollte oder so. Also das war schon Wie viel wie viel Schmuck wie viel Modedesignerin, wie viel Modedesignerin, ich wollte Schmuckdesignerin sagen, wie viel Modedesignerin war da noch Print in dem Job? Doch, 'n bisschen. Also auch schon beim Bayerischen Rundfunk. Ich hab immer gesagt, hey Leute, ihr macht son tolles Programm.
Ich hab dann die, weiß ich nicht, ich hab gesagt, wir müssen 'n Plakat machen, ja, jetzt Ich hab dann die, weiß ich nicht, ich hab gesagt, wir müssen 'n Plakat machen, ja. Jetzt plötzlich war ich dann in diesem kreativen Teil drin und hab gesagt, okay. Ah, okay. Wie kann dieses Plakat aussehen, ja? Und Contentmarketing, ich hab die Programm die Programmzeitschriften angerufen, hab gesagt, ey, ihr schreibt gar nichts über unsere unsere neue Serie hier, ja.
Was ist 'n da los? Also ne, so verteilen in die Kanäle. Ja cool. Also das war schon, ja genau, Content Marketing. Das war schon Content Marketing und das das war schon auch 'n Touch, bisschen kreativ, weil klar, man musste Also genau, bei der Kirchgruppe, als ich in der Sendeplanung war, interessiert, hat mein Chef mich wieder gepusht und gefördert.
Und zwar war ich an sonem Punkt, wo ich gesagt hab, oh, ich brauch Also ich bin jemand, der immer gerne was immer gerne was Neues braucht, ja so. Und dann hat der hab ich eine Weiterbildung gemacht, und zwar an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Medienmarketingfachwirt. Ah, jetzt kriegen wir langsam die Kurve zu Grazer Onlinemarktik. Ja, langsam. Genau.
Und dann hab diese, also neben dem Beruf diese Diplomarbeit geschrieben und da ging's Science Fiction und Science Fiction Kanal. Oh, mega. Und ich hab, als wir diesen Kanal implementiert haben, hab ich mit den anderen im Team das Logo begleitet, ja, also dieses ganze Thema son bisschen begleitet. Da war schon dann schon Design, wie soll's heißen und und so weiter, also. Und es ging in meiner Diplomarbeit auch darum, Du hast 'n Kanal, Du hast Science Fiction fand ich so supersuperspannend.
Wie kommunizierst Du das, ja? Wie erreichst Du deine Zielgruppe? Und plötzlich ging es so, wir sind immer mehr in diese Richtung Marketing, ja, so. Mega, ja. Und und hat zu dem Zeitpunkt deine Familie, deine deine Eltern noch gelebt?
Ja, da haben sie noch gelebt. Also, ja, ja, das haben sie mitbekommen. Aber ich war weit weg. Also ich ich hatte wirklich nie diesen familiären Anschluss so Also ich hab 2 Brüder, klar, meine Mutter war da in Deutschland, aber ich war trotzdem eher selten bei denen. Also ich bin da so meinen eigenen Weg gegangen.
Also mir geht's jetzt son bisschen bei der Frage an der Stelle darum, weil ich sehe, wie deine Augen leuchten, ja? Ich kann dich ja sehen, im Gegenteil, unser Satz zu den, zu den leider, zu Audience, die ich dann nur hört später. Aber ich merk ja, wie Du dafür brennst, auch beim beim Erzählen. Und so dieses auch mal gelobt werden in der Familie, auch mal dieses Feedback zu bekommen, Mensch toll, dass Du jetzt den Weg ein, das hast Du dann halt so nie gehabt. Richtig?
Doch, die waren schon stolz auf mich, ja. Also wenn ich dann in der Türkei mit dabei war und so, haben wir gesagt, ja und unsere Tochter und die Dervia und die die macht jetzt das und das. Und die arbeitet beim Bayerischen Rundfunk. Also das war schon da, ja. Die waren schon stolz auch.
Okay, cool. Ja. Ja, weil das ja auch eine Komponente, die auch eben auch guttut, auch als erwachsener Mensch, wenn die Eltern dann auch ganz stolz sind, ja. Also ich denk, ich hab mich immer mehr davon befreit, auf dieses Feedback zu hoffen von außen. Wenn's kam, war's schön.
Wenn's nicht kam, war's auch okay. Ja, es war War's normal. War's normal. Also ich hab trotzdem das geliebt, was ich gemacht habe. Also Mhm.
Auch ohne dafür gelobt zu werden. In welchem Jahr sind wir jetzt? Du bist jetzt der neue Star am Kreativhimmel bei Leo Kirch. Boah, das war 2 neunzehnhundertsechsundneunzig bis 99 oder so. Ja.
Mhm. Hat sich der war der Wechsel 3, ich. 3, knapp 3, 3. Okay. Hat sich der Wechsel von der Praktikantin, die mal testet, in die Festeinstellung beim Bayerischen Rundfunk genauso gut angefühlt wie der Wechsel zu Leo Kirch, also die Frage ist eigentlich falsch gestellt, sorry, ich wollte eigentlich umgekehrt fragen.
Hat sich, also ich hab vorhin gemerkt, dieses, ich ich hab eine Festanstellung bekommen, das war was, wo Du selber für dich 'n Meilenstein definiert hast. Hab ich gesehen in deiner Sicht. Und war das der Wechsel von vom Bayerischen Rundfunk zu Leo Kirch, hat er sich genauso gut angefühlt? War das genauso sozusagen auf der Karriereleiter 'n Schritt nach oben? Oder war das eher so vertikal, dass Du sagst, ich hab was Neues probiert in 'nem anderen Unternehmen dann?
Also Bayerische Rundfunk war so für mich wie 'n bisschen die Base, ja, meine so familiär. Also das war, da war nicht hier mit Ellbogen und Konkurrenz und und weißt Du, das war irgendwie, man hat zusammengearbeitet, an 1 Sache zusammengearbeitet und in der freien Wirtschaft plötzlich, ja, da war's, wieder ein anderer Wind. Und das war, sag ich mal, nicht so wirklich gewohnt, ja. Das da bin ich schon irgendwie son bisschen, das war schon Das Duellenbogen zeigen dann auch. Ja, genau.
Und es waren schon Momente da, wo ich gesagt hab, oh, oh, was hab ich getan? Ja, so. Ich bin aus Wie gehst Du mit solchen Zweifeln im Leben generell? Wenn ich Zweifel hab, ich weiß nicht, ich mach trotzdem weiter. Also es, Zweifel ist doch okay.
Jeder hat Zweifel. Aber das bringt mich jetzt nicht dazu, irgendwie irgendwas aufzugeben. Also ich guck mir das an und denk mir, okay, so ist es jetzt, verabschiede dich, lass los, geh weiter. Also Weißt Du, was die häufigste Antwort bisher in meinen Podcast ähnliche oder diese Frage war, dass Menschen sagen, wenn ich in sonem Moment bin, wo ich an mir selber zweifle oder sone Art Bruch habe oder nicht sicher bin, dann geh ich einfach weiter. Ja.
Ich hab 'n Plan im Kopf und die Methode ist, nicht stehenzubleiben, nicht in Schockstarren zu verharren oder sich zu bemitleiden oder zu sagen. Ich mein, hätte ja hätte ja noch Reaktionen sein können. Grade in deinem Kontext familiär, dass Du sagst, Mensch, jetzt hab ich diese Bayern 3 Familie oder diese Bayerische Rundfunkfamilie verlassen. Da war ich so integriert, das fühlte sich so familiär an. Jetzt bin ich hier in diesem harten Wirtschaftsladen und ich merk, hier geht's ganz anders her.
Das wär 'n Moment gewesen, wo Menschen auch die Neigung haben, in in Mitleid zu verfallen, in Selbstmitleid zu verfallen und das hemmt einen dann. Und die Menschen, die ich identifiziere, so als Macher, die die wirklich nach vorne gehen, die Visionär sind, so wie Du dich auch beschrieben hast, die sagen an der Stelle einfach, ich mach da jetzt weiter, ich zieh das jetzt durch. Ich guck jetzt, wo ich meine Nische finde. Vielleicht versuche ich dieses, ich sag jetzt mal, etwas überzogen, inhumane System oder dieses mehr wirtschaftsorientierte System hier ein bisschen menschlicher zu machen, ja? Also, ja.
Dass ich da meine Komponenten vom Bayerischen Rundfunk mit reinbringe und so und dann mich da irgendwie einarbeite. Weil wenn ich jetzt bis jetzt, und wir müssen dann springen dann auch noch mal 'n bisschen, aber wenn ich bis jetzt eine Überschrift finden müsste und das muss ich ja gleich für deinen Podcast, ich mache ja heute noch die ganze Vermarktung und alles, ausgründen, dann würde ich da drüber schreiben, Einarbeitung. Du hast vorhin gesagt, ich hab mich da eingearbeitet, ich hab mich da eingearbeitet. Du bringst dich ein und arbeitest dich in die Situation ein. Und das finde ich 'n starke, 'n starkes Statement zu sagen, einfach weitermachen.
Ich hab da nie irgendwie 'n großen Break gehabt, 'n Zweifel ist okay. Aber ich mach dann halt auch auf meinem Weg weiter. Mhm. Ja, cool. So, jetzt müssen wir Kirche aber abschließen.
Ja, dann Es geht nicht weiter. Kirche war auch dann irgendwann abgeschlossen und dann kam ja der Wechsel von, also das war ja damals DF 1, das digitale Fernsehen und dann hieß es Premiere und jetzt heißt es Guy, So. Und ich habe immer noch bei Seit Premiere bin ich dabei. Genau. Und und bei Sky hab ich immer noch Kollegen von damals.
Also das ist echt witzig, ja, die inzwischen eine ganze Abteilung führen und so weiter. Also wir machen's mal vielleicht 'n Tick schneller, weil sonst echt, ich hab echt viel, viel, viel, viel mehr noch zu erzählen, aber ich musste auch mal schauen, so, damit ich euch alle nicht langweile mit dem. Weißt Du, was das Gute an meinem Format ist, Digger? Ja. Also natürlich muss ich auch immer 'n bisschen auf die Zeit achten, aber bei mir gibt's erst mal kein Zeitlimit.
Und zweitens, ich hatte gerade wieder und ich sag jetzt ausnahmsweise mal 'n Feedbackgeber, ich mach das normalerweise nicht, ja. Aber ich sag das dann jetzt mal ausnahmsweise, damit das auch mal sozusagen 'n belegten Touch hat, 'n Feedback bekommen von jemand, der mir geschrieben hat. Ich hab da 'n letzten Podcast gehört, irgendwie eineinhalb Stunden war der auch wieder wie immer, beim Joggen und ich fand das so toll und ich würd auch mal, ja, ich bin, Du magst, machen wir auch mal ein Interview, das war der liebe Markus Kellermann von X-Post 360, der mir das als PN geschrieben hat. Und ich weiß, ich hab sehr viele Stammhörer hier bei diesem Format, die genau das wollen. Die hören den das ist kein Podcast, wo Du sagst, den hör ich jetzt schnell auf der Fahrt ins Büro, 20 Minuten oder so.
Ich mag das auch, solche, snackable Podcasts. Aber es gibt eben das Formate und so, das das ist dieses auch, wo die Leute sagen, das hör ich mir auf 2 oder dreimal an. Finde ich total spannend. Ja. Also deswegen, wir können trotzdem 'n bisschen Gas geben, aber trotzdem musst Du dich nicht an der, aus Zeitgründen an deiner Geschichte in irgend 'ner Form einschränken.
Das als Info für dich. Also der eigentliche Einschnitt in mein Leben kommt noch mal. Also wo wirklich noch mal sehr, sehr viel zusammengebrochen ist. Also war ja bisher schon ziemlich lebendig und ziemlich, ja, mit Vielleicht an der Stelle sag ich 1 dazu, weil ich ahne, was jetzt gleich kommt. Also ich weiß es ja nicht, aber ich ahne es.
Und ich frage die Menschen nie in meinem Podcast gezielt nach ihrem Privatleben. Also wenn Leute mir über ihre Familie, Beziehung, Kinder und so weiter erzählen, dann gerne. Aber ich frag dann nicht aus. Also weil ich finde, das, was daraus möchte, darf heraus, aber ich kitzel das nicht raus. Aber ich ich bin gespannt, was jetzt dieser Bruch ist.
Also bei der Herr Edenreise gibt's ja diesen Ruf nach Abenteuer und der kam wirklich, nachdem ich bei Kirch war, war ich ja dann auch bei Premiere im Marketing. Ich war Manager und war zuständig für alle Drittkanäle, also für Partnerkanäle. Das heißt, das waren so 13, 14 Partnerkanäle und musste mit denen kooperieren für also im Auftrag von von Premiere. Und das war Budgetplanung, das war Direktmarketing, das war Koordination, das waren, ich hatte mit den ganzen Kanälen, mit den Geschäftsführern, mit den Marketingleitern dort zu tun. Musste überall gucken, dass unsere Marke halt CI gerecht überall präsentiert wird.
Umgekehrt hab ich denen mitgeholfen in der Kommunikation, also ich hatte ja auch 'n Budget zur Verfügung wo ich wo ich gedacht hab, hey, also einerseits gedacht hab, cool, ich bin hier Marketingmanagerin. Ich hab hier Verantwortung. Ich das ist auch kreativ, das hat alles. Ja, das ist toll, hab gute Kollegen und so weiter und bin geschätzt, ja. Also es war gab's immer son Witz bei den Kollegen.
Wenn jemand mit mir Mittagessen gegangen ist, haben die anderen gegessen, ah, Du gehst mit der Delia essen ja dann. Viel Spaß so, die kennt jeden. Also ich war, weißt Du, ich ich kannte alle. Ich war, das war damals noch hier die ProSieben Kantine, also in Unterföring. Ich war, wenn man zum nehmen sagen kann, angekommen.
Mhm. Mhm. Beruflich war ich oft in Berlin. Und Berlin, also ich war dort waren Agenturen, Direktmarketing Callcenteragenturen, da bin ich ab und an hingefahren. Und dann von heut auf morgen innerhalb von kürzester Zeit, also wirklich innerhalb von 'n paar Wochen hab ich meinen Job aufgegeben, hab in Berlin einen neuen Job gefunden, eine Wohnung gefunden, hab alle Zelte zusammen abgebrochen und bin 2001, da war ich 33, bin gewechselt zu sat 1, also am Gendarmenmarkt.
Und das war eine Inhouse Agentur von ProSieben Sat. 1 Media AG, nannten die sich damals. Und dann war ich dort erst mal Producer. Ich so, oh, oh, was hab ich getan? Ja, was was da?
Plötzlich dachte ich, ey, klar, ich wollte, weißt Du, das war son Ruf so, ey, ich ich es muss irgendwie was anderes noch geben. Ich muss dieses langweilige München verlassen. Berlin war so spannend, ja. Berlin war so kreativ, so abwechslungsreich. Das war irgendwie die Stimmung.
Ich dachte, oh cool, da will ich auch leben. Und dann kam ich auch in so Kreise rein, weißt Du, ich war auf der Berlinale mit und und und. Lebhaft und alles, aber beruflich, also von von aus Karrieresicht war es 'n totaler Quatsch, was ich da gemacht hab, ja. Das war einfach, ich hab weniger verdient, ich hatte eine schlechtere Position, aber ich war in diesem unglaublich kreativen Berlin. So, das war der Preis dafür.
Der wolltest Du auch hin. Er wollte dich auch hin. Und und das war das war dann die die Zeit halt in Berlin. Die war schon recht spannend, aber sie war auch sehr, sehr turbulent. Und dann hab ich damals meine Mutter, die in Bamberg noch lebte, die hab ich dann auch nach Berlin geholt.
Also das heißt, also ich hatte sie ja seit 17, 8, mit 18 ja verlassen gehabt. Und dann so mit 34 hatt ich die das Gefühl, die Verantwortung, weil meine Brüder und so, die kamen mit ihr nicht zurecht, ja. Sie sie war so, ich dachte, sie fühlt sich einsam, sie, ich hol sie zu mir. Also nicht in meine Wohnung, aber nach Berlin so. Und dann hab ich dafür gesorgt und dann war sie in Berlin.
Ich war bei eben hier in dem SAT. 1 Gebäude am Gendarmenmarkt und dann kam die Medienkrise. Das heißt, es wurden sehr, sehr, sehr viele Leute entlassen. Das war diese, ja, wo auch das mit Kirchlos ging. Mit Kirch.
Genau. Und ja, da ich halt noch nicht so lange dabei war und auch sozialen nicht auf der Stufe war, ne, ich hatte keine Kinder und so weiter, mussten sie mich mit 'ner ganz guten Abfindung entlassen. Dann hatte ich aber trotzdem, hätte ich die Möglichkeit gehabt, wieder zur Premiere zu gehen. Man hat mir sofort wieder 'n Job angeboten. Ich hab 'n Job angeboten bekommen bei ProSieben, auch in München, alles in München.
Und ich hab alles abgelehnt, weil ich es nicht übers Herz gebracht habe, meine Mutter alleine zu lassen in Berlin. Also oder quasi noch mal zu verpflanzen, ne? Nee, weil das das wär nicht gegangen, weil in Berlin war meine Großtante und so, sie hatte dort Anschluss gefunden zu anderen Türginnen und so weiter. Und das, also in München hätte sie diesen Anschluss nicht gehabt, ja. Da wär sie zu einsam gewesen und und das das konnte ich einfach nicht übers Herz bringen.
Und bin, hab diese Angebote abgelehnt und bin in Berlin geblieben. War das jetzt dein Bauchgefühl, dann auch in Berlin zu bleiben oder war das dann eher nach außen wegen deiner Mutter? Also wärst Du, wenn Du alleine gewesen wärst, nach München gegangen? Ja. Ja.
Okay, Du bist in Berlin geblieben? Weißt Du, ich hab 16 Jahre war ich in Festanstellung. Ich hab noch nie, ich war nie arbeitslos, ich war nie, es gab keine Pausen, ich hab immer was gefunden. Mhm. Und es gibt auch immer was zu arbeiten, wenn man will, ja.
Das ist über, also das ist so für mich gar nicht Und da war ich plötzlich in soner Situation, Mutter, Verantwortung, Job grade losgeworden, die Abfindung wird jetzt auch nicht so ewig reichen. Ich hab Angebote, ich ich hätte sogar, glaub ich, zu sat 1 gehen können, aber das war dann wieder in der Sendeplanung, wo ich gesagt hab, nee, ich mach Marketing, ich kann doch jetzt nicht wieder zurück in die Sendeplanung. Ich war so Das war dir ja damals zu langweilig. Ja, das war halt auch 'n bisschen arrogant von mir, ja, das so abzulehnen. Und, ja, dann kam eine ganz, ganz, ganz schwere Phase.
Ich hab meinen Mann kennengelernt, ich hab, ich wurde schwanger und in der Schwangerschaft erfuhr ich, dass meine Mutter Krebs hat. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich im achten Monat schwanger von den Ärzten beiseite genommen wurde. Und die sagten, 3 Monate maximal ein Jahr. Und darf man bei dir auch weinen in 'nem Podcast? Nein, nein.
Du darfst alle, doch, natürlich. Bleiben, nein, nein. Du darfst alles machen. Es bist Du Wir sitzen im Leib. Einfach.
Weil, weißt Du, wenn ich dran denke, was das für eine Situation war, Du, Du trägst 'n neues Leben in dir, erfährst, dass deine Mutter, die Du eigentlich so lange entbehrt hast, jetzt wieder bei dir hast. Und vor allem, wenn Du selber Mutter wirst, Du willst auch, dass die Großeltern da sind, ja. Das war so für mich son Bild im Kopf, wie schön. Und meine Mutter war so super kinderlieb, ja. Sie hat einfach, sie war wirklich eine sehr, sehr kinderliebe Person.
Das war halt meine Vorstellung. Eine tolle Oma, ich krieg 'n Kind und wunderbar. Und zack, war das alles weg. Also ich hab die dann leider tatsächlich mit, als mein Sohn 10 Monate alt war, verloren, also davor war sie bei mir, ich hab sie gepflegt. Ich bin mit einem in einem Arm mit dem Maxi Cosi, in dem anderen Arm mit meiner Mutter zu den ganzen Chemotherapien, zu den Ärztegesprächen und so weiter gegangen.
Also das das war schon echt, ja, grenzwertig so. Und mein Sohn war 10 Monate alt, als sie dann gestorben ist. Und das war auch noch nicht alles, weißt Du, in der Zeit, wo meine Mutter krank wurde, hat mein Vater in der in Istanbul hat er inzwischen gelebt, hatte auch noch mal geheiratet. Und ich hab da auch 'n Stiefbruder, Halbgeschwisterchen, also so. Der hat auch Krebs bekommen.
Also dem ging's auch sehr, sehr schlecht. Das heißt, mein Sohn war 6 Monate alt, ich hab den dagelassen, alleine 'n paar Tage bei seinem Vater und bin in die Türkei und hab mich bei meinem Vater verabschiedet. Und ich hab 'n Bild im Kopf, wo ich wirklich das letzte Bild von ihm, wo ich aus der Wohnung rausgegangen bin zum Aufzug und hab diesen Blick noch, weißt Du. Und die Aufzugshöhe ging zu. Und das war's.
Und ich wusste, das ist der letzte Moment, wo ich eben in die Augen schauen kann. Also, dann kam ich zurück. Verstehe ich. Und und 10 Monate war dann mein Sohn kam, starb meine Mutter und 5 Monate später starb mein Vater. Also, ich denk mal, das Leben hat mich wahrscheinlich drauf vorbereitet, indem ich vorher schon so kleinere Krisen hatte und daraus immer wieder herausgewachsen bin, mich diesen Herausforderungen.
Mit welcher Kraft auch immer, ja. Ich weiß nicht, was da in mir schlummert. Nicht schlummert, sondern da ist an an an Potenzial und an Energie, ich hätte das sonst ja nicht geschafft bis dorthin. Und das war schon, das war schon echt 'n Einschnitt und ja. Mhm.
Ja, danke, dass Du das teilst, weil ich glaube, was die Menschen vereint oder was die Menschen eint, die hier sind, und das ist auch das Schöne in diesem Podcast, wir reden eben nicht nur über, ich war bei sat 1, ich war bei ProSieben, sondern ich war verdammt noch mal auch richtig traurig. Und ich hatte auch echt schwierige Zeiten, weil das Leben besteht ja nicht nur aus Ups, sondern auch aus Ups und Downs. Und ich glaube, gerade die Menschen, die ihren Weg so alleine gehen müssen in in jungen Jahren, so wie Du oder ich auch zum Teil. Also ich hab eine tolle Mutter und die ist auch noch da, die lebt noch und wir haben auch jeden Tag Kontakt und so, ja. Und ich hab da also wirklich auch 'n guten Anker, aber ich hab halt eben auch keinen Vater mehr gehabt.
Ja. Und ohne das überzustrapazieren, ist es aber so, dass ich glaube in der Retroperspektive für mich, dass ich eine Agentur aufgebaut hab, dass ich viele Dinge gemacht hab in meinem Leben und auch vieles erreicht habe, ist auch 'n Teil daraus gewachsen, dass ich früh eben mit solchen Dingen umgehen musste. Und ich glaube, das ist ein Learning, was wir hier aus dem aus dem Podcast auch mitnehmen können immer. Danke dafür. Jetzt würde ich trotzdem noch mal gerne kommen, weil Du bist ja jetzt selbstständige Unternehmerin.
Jetzt müssen wir wahrscheinlich 'n bisschen springen, aber die Frage ist ja trotzdem, Du bist Du hast ja sozusagen im Angestelltenverhältnis eine Karriereleiter nach der anderen erklum und warst auch immer so in 'nem festen Unternehmenskonstrukt drin, so habe ich das rausgehört. Ja. Bayerische Rundfunk, Le Okay, SAT. 1, ProSieben, wer da alles im in der Verlosung war, ja. Woraus wächst dann der Wunsch, ich möchte mich selbstständig machen?
Das wär noch mal interessant zu erzählen. Also ich hatte ja dann mit meinem Ex Mann eine Firma für Eventmarketing. Also der war schon lange selbstständig. Ich hab da mitgearbeitet, hab auch komplett alleine 'n ziemlich großes Event gestemmt und und so weiter. Und hast Du die, wenn ich reinkutschen darf, so die Planungserfahrung und Koordination, das war ja genau dein Ja, ich hab sogar Sponsoren herangerolt, weil ich einfach keine Berührungsängste hatte.
Ich saß bei Air Berlin in der Marketingabteilung drin und hab gesagt, so, wir wollen jetzt euch als Konsorenamen. Ich hatte, weißt Du, dadurch hatt ich gar keine Berührungsängste irgendwie auf Was war das fürn Event? Darfst Du das, magst Du das sagen oder Das das war jetzt kein großes Firmenevent, sondern das war eher 'n Event auf einem schönen großen Platz in Berlin, wo Verschiedenes stattgefunden hat. Und da hab ich das ganze Programm gemacht. Also es ist auch wieder kreativ gewesen, ja, so.
Und und Ja, genau. Das war 'n Jubiläumsevent von dort ansässigen Firmen. Also, und ja, das war, also da war ich schon so, da hatte ich schon den ersten Fuß in der Selbstständigkeit drin, ja. Mhm. Die Firma gibt's heute noch.
Also ich hab dann 'n zweites Kind gekriegt und das, meine Tochter und eigentlich hatte ich 4 Kinder, aber 2 leider verloren. Okay. Mhm. Trotzdem, aber ich hab mir immer 4 Kinder gewünscht gehabt, lustig. Also lustig ist jetzt blöd.
Ja, und und die Kinder, sag ich mal, haben mich eigentlich zu der Selbstständigkeit geführt. Mhm. Also mit den Kindern ist ja 'n unglaublicher Wachstum möglich. Und grade, wenn Du selber so ganz viel in deiner eigenen Kindheit erlebt hast, dann kommen die Kinder auf die Welt und zeigen und und triggern dich genau an diesen Punkten, ja. So, und und da geht's Bindung, da geht's Empathie, wie geht's dir damit, ja.
Das war so ganz viele, hab ich echt unglaublichen Wachstum für mich persönlich erlebt mit den Kindern. Und es, da gab's so auch wirklich ganz tolle, Emmy Pickler, Doktor Emmy Pickler, die eine ganz tolle Ärztin und Pädagogin, die 'n bestimmtes Grundprinzip hatte, mit Kindern umzugehen. Da gab's die Hengstenberg, Montessori und das waren alles so Frauen und Menschen, die so ganz viel mit diesem, wie begleite ich andere Menschen, also in dem Fall Kinder, wie begleite ich andere Menschen, ich andere Menschen, ohne denen vorzuschreiben, was sie zu tun haben? Aber weißt Du, was ich mein? Also das geht schon auch son bisschen in in das Thema Führung, Leadership rein und das lernst Du mit Kindern.
Also das ist, Du musst sehr viel reflektieren. Warum ärgert dich das jetzt? Ja, was macht das? Also Du machst die Pubertät, Du weißt es ja, Wolfgang, Du hast es ja auch mitgemacht. Kennst, genau.
Du machst diese Pubertät durch und alles. Und immer arbeitete ich an mein an mir selbst, ja. Und und und und das war schon Mega Wachstum. Und der Ding war, dass ich gesagt hab, okay, die Kinder sind mir unglaublich wichtig. Und ich war ja dann an 'nem Punkt, wo ich ja mehr wieder in der Firma, also ich hatte Elternzeit, hatte mich die Kinder gekümmert, wirklich, wir hatten fast eine klassische Rollenteilung.
Ich war plötzlich eine ganz andere Frau in dieser Zeit, ja. Aber das war okay, weil mir die Kinder so wichtig waren. Also das Ich hab das bewusst gemacht. Mhm. Also es war für mich kein Karriere Verlust in dem Sinn, sondern eher eine Pause.
Aber ich hab trotzdem natürlich 'n Karriereknick gehabt dadurch. Ja. Ist klar. Das ist ja leider das, was Frauen passiert, immer. Absolut.
Biologisch ist es nun mal so, dass die Frauen die Kinder kriegen, ja? Und das geht immer einher mit 'nem Karriereknick, kann man sagen, was man will. Also in ganz wenigen Fällen nicht. Also wenn Du auf Kosten der Kinder kannst Du das durchziehen. Du kannst dir 40 Stunden schon mit einem Jahr, 2 Jahren in die Kita geben, 40 Stunden außer Haus und machst deine Karriere.
Das war ich nicht und bin ich heute nicht. Und das war auch dann der Punkt. Ich hab das angenommen, das war, find ich, auch eine wirklich schöne Erfahrung mit den Kindern unglaublich. Ich will das niemals missen, niemals. Und als ich dann wieder zurück so mehr mich in der Firma engagieren wollte, so ich hab angefangen mit das 1., die 1.
Erfahrung mit Onlinemarketing oder so digital, war irgendwie oder so digital war irgendwie Drupal. Ich weiß nicht, ob Du Drupal noch kennst, ganz Content Management. Genau, da hab ich, damit hab ich angefangen, so all auch wieder so langsam wieder reinzukommen, ne, so in in in in Business und wieder berufstätig und so. Und ich ging damals auch reiten und da bin ich 1 Frau begegnet, die heute noch wirklich eine Herzensfredin ist, die Lilymo Malo. Wir haben uns beim Reiten kennengelernt und schaute mich an und sagte so, ey, Deria, Du kannst schon mehr, oder?
Du hast doch mehr drauf. Ja, so, die hat mich da so so son bisschen rausgelockt, ja. Und und hat gesagt, hey, komm hier, ich kenn hier eine Agentur, da gehst Du jetzt rein und da arbeitest Du jetzt, so ungefähr. Und dann war ich so wieder im im Business drin. Ich komm gleich auf deine Frage zurück, wieso Selbstständigkeit?
Aber ich glaub, das ist auch 'n Weg dahin. Ja, ja, ja, fühl dich viel free. Viel free. Und dann war ich in auch eben in dieser Agentur drin, hab da gearbeitet, halbtag. Also bei der Freundin?
Das war, nee, das waren Freunde von ihr, See. Also das war so da am Kudamm, eine Agentur in Berlin. Ich war plötzlich wieder drin und das war alles lebendig, alles toll. Und dann hab ich gesagt, so komm, jetzt mach ich auch die Webseite hier für für die eigene Agentur, also für das, wir hatten ja eine Eventmarketingagentur. Und hab dann eine 1 Weiterbildung gemacht zum Onlinemarketing Manager, hab dort wirklich vieles kennengelernt, zum Beispiel den Thomas Wagner, den Sebastian Vogt.
Also das waren auch so Begegnungen, die auch wirklich Grüße gehen aus dem Thomas. Ja, absolut. Ja, also Thomas begleitet mich auch schon sehr, sehr lange, Seit 2015 ungefähr. Ja, und und also Lilemore Mahlau, Grüße gehen raus, eine ganz, ganz tolle Frau, wirklich politisch engagiert, absolut, setzt sich für Gewalt gegen Frauen ein und so weiter. Ich liebe im Lillemoor, ich finde es bewundernswert, was sie macht.
Und die hat es irgendwie in mir erkannt, ja? Die hat gesagt, hä, so, komm mal, hier, ist ja schon Du kannst mehr. Du kannst mehr, ne, so und das ist ja okay. Ja, und als ich dann wieder mehr mein Engagement zurück in die Firma finden, also einbringen wollte, in die eigene Firma quasi, hatte ich gemerkt, der Platz war besetzt. Man wollte mich dort nicht haben.
Und das war 'n Punkt, wo auch dann kurz rauf die Trennung kam. Dann stand ich da mit 2 Kindern alleinerziehend. Ich war in Berlin und ich wusste, ab 'nem gewissen Punkt wusste ich, ey, Berlin wird mich nicht auffangen. Also zurück. Also zurück nach Bayern, ja.
Kurze Frage, deine Mutter war noch in Berlin, oder? Ach nee, die war ja gestorben, Entschuldigung. Ja, genau. Ja, sorry, hab ich ihr euch jetzt verwechselt. Wir waren noch so im Kopf, ich bleib wegen meiner Mutter in den Ach so, ja, das wär ja Hast Du ja erzählt.
Genau. Aber das das sozusagen, diese Hemmnis war ja dann nicht mehr da. Nee. Also Nee. Und Du hattest ja auch deine eigene kleine Familie mehr oder weniger.
Ja. Die ich über alles liebte. Auch das ist wieder Zugehörigkeit. Das war für mich unglaublich wichtig, diese Familie zu haben. Also es war wieder ein 1 Mega Riesenverlust in dem Moment.
Also so Verlustthemen, sag ich mal, begleiten mich immer wieder, das sind Krisen. Aber Wolfgang, aus diesen Krisen heraus bin ich gewachsen. Und ich glaub, das geht auch Unternehmen draußen so, ja. Die die Krisen sind eine Chance zum Wachstum und Wachstum tut manchmal weh, ja. Wachstum, wenn's weh, also so, das ist einfach, das gehört so zum, denke ich, zum Leben.
Es ich ich bewunder manchmal Menschen, die da draußen sind, so, die machen seit 30 Jahren das Gleiche. Die sind oder weiß ich nicht, ja? Weißt Du, was ich mein? Die sind so zufrieden, die haben alles, die gehen sonen straighten Weg und und und und Aber manchmal fehlt mir bei diesen Menschen auch sone gewisse Tiefe, ja, wo Du sagst so, wow, ja, der hat was zu erzählen, von dem kann ich was lernen. Aber ich Kann ich kann ich nachvollziehen, was Du machst, ja.
Ja, ja, das sind die interessanten Son bisschen Menschen, ja. Son bisschen sind die Ups and Downs und dieses Yin und Yan oder wie man's auch immer nennen will, ja. Ich sag immer, Du weißt nur, wie schön die Sonne sich anfühlt auf der Haut, wenn Du Kälte kennst und so, ne? Also all diese Bilder, die es da gibt, das macht ja nur zusammen Sinn. Ja.
Also indem das durchweg glücklich, gesund und immer straight nach vorne ist, ist, glaube ich, stinklangweilig, ja? Glaube ich. Aber man weiß es auch nicht. Jeder, der so lebt und dem es so geht, sei es gegönnt, ne? Aber ich versteh total, was Du meinst.
Ja. Also hast Du deine Familie gepackt, deine 2 Meine 2 Kleinen, die waren damals Und bist nach München zurück. 6 und 6 und 6 und 10 oder 7 und 11 so ungefähr. Und bin zurück ins Umland von München gezogen. Ja, mein Sohn war noch auf der Grundschule, den der ist ins Gymnasium rüber gewandert, weil der einfach super klug war und der hat es auch gemeistert.
Also ich hab's, nicht nur ich hab's gemeistert, sondern meine Kinder haben's auch gemeistert, ja. Also die der ist jetzt 20 und und meine Tochter ist jetzt 15. Aber dieser Weg, ja, wenn Du dann alleinerziehend und es war eine, sage ich mal, nicht so tolle Trennung, das war mit vielen Steinen in den Weg gelegt und so weiter. Also, das war schon 'n Kampf. Und dann kam ja auch noch, also das war dann das, dann kam Corona, dann kam der Bruch, wo ich ihren dreifachen Bruch im Sprunggelenk hatte, also die letzten Jahre.
Ja, das meinte ich vorhin, ja. Also wo Du denkst, so, wer weiß, jeder andere wäre wahrscheinlich daran zugrunde gegangen. Aber für mich war das, die Selbstständigkeit war einfach für mich die beste Lösung, flexibel zu sein. Also für meine Kinder da zu sein gleichzeitig und auch für meine Kunden da zu sein. Also mein mir meine Zeit einzuteilen.
Und ich hatte mich all in all diesen Jahren auch son bisschen aus diesen festen Strukturen ja befreit gehabt. Und diese Vorstellung, dass ich wieder in son Konzern geh, in sone, weiß ich nicht, in eine Firma geh und wieder in diesen Strukturen und das das, weiß nicht, damit, also das war son Gefühl, ne, so. Wir waren ja folgender so, ja, auf deinen Bauch. Bauch, genau. Auch wenn andere gesagt haben, oh, wie Du selbstständig, das geht da und weißt Du, wie hart das ist?
Und also es kamen viele Kritiker, das ist immer so, wenn man im Leben etwas 'n Schritt gehen will. Es wird immer Kritiker geben. Es wird immer diejenigen geben, die sagen, ah, nein, tu's nicht. Viel zu gefährlich. Und ich muss sagen, das Ding ist, dass ich einfach inzwischen Unternehmen helfe, die auch in Krisen stecken, die die an dies Thema Digitalisierung herangeführt werden müssen, dass ich da einfach super drin bin, die an die Hand zu nehmen.
Letztes hat irgendwie 'n Kollege, der hat da gesagt, Du, ich hab hier jemanden, würdest Du den übernehmen? Die brauchen son bisschen Bemutterung. Und ich so, oh Gott, ja, dachte ich, wie heißt Krisenmanagement. So, genau. Das ist aber schön.
Das finde ich jetzt sehr schön, dass Du bemutterung mit Krisenmanagement gleichsetzt. Auf jeden Fall. Wolfgang, mein Held. Was machen Mütter? Du bist mein Held.
Ja, was machen Mütter? Die die meistern die ganzen Krisen des Alltags. Das kennt man doch. Ja. Als Kind und als Elternteil sowieso auch.
Ja. Ja. Ja, cool. Ja, schön. Und dann gab's die Derya Grase Onlinemarketing und mittlerweile ist es eine, glaub ich, eine GMBH, oder?
Nein, Sink GmbH. Einzelunternehmen. Ach nee, gar nicht. Du hast Angestellte jetzt Ja, ja, ja. Festgestellt.
Das hast Du mir erzählt im Vorgespräch. Genau, Angestellte, genau. Die hat auch vorher schon als Werkstudentin bei mir gearbeitet, hat wirklich tolle Arbeit geleistet, ist eine, auch eine sehr kreative Person, macht ganz tolle Web tolles Webdesign. Also wir Ich erkenne da Parallelen zu dir, ne. Ja, tatsächlich.
Also wir wir haben wir haben auch sone sone Persönlichkeitsanalyse machen lassen. Also ich hab da auch jemanden mit ins Boot geholt, Coach, also eine wichtige Sache. Was, aber das haben dir wahrscheinlich auch schon vor mir alle hier gesagt, Hol dir Hilfe. Und ey, Coaching, was weiß ich, in welcher Form auch immer, hol dir jemanden rein und das also ich wär jetzt nicht da, wo ich bin, wenn ich mir nicht an etlichen Stationen meines Lebens, also nicht früh, aber erst spät hab ich das gelernt, wirklich mir Hilfe zu holen. Und da also das das war schon das war schon mega.
Also es gibt auch eine Person, wenn Du jetzt so vom Mentor sprichst, die Andrea Hetterich, die ist Coach und für Coach für Frauen Empowerment, ja, macht zu Frauenseminare und so weiter. Und die hat mich eine ganze Zeit begleitet, wo wo auch sie so dieses kreative Potenzial in mir noch mal, ne, hervorgekitzelt hat und so. Also ganz tolle Frau, Grüße, geht raus. Und ja, mit Miriam haben wir wirklich tatsächlich, Miriam heißt meine Mitarbeiterin gemein, dass wir beide sehr stark Gelbanteil haben, also kreativen Anteil. Lustigerweise in Krisen steigt mein Blauanteil.
Also da wär ich ganz analytisch, auch getestet, ganz lustig, ja, dass das dann auch Aber passt ja zu dem, was Du gesagt hast. Ja, absolut, ja. Das stimmt. Du machst Du gehst da durch, Du machst eine Analyse und Du gehst deinen Weg weiter, ne? Ja.
Ja. Ja. Ja, mal gucken, also das geht jetzt weiter. Genau, das wär jetzt auch die dickste Frage, weil jetzt sind wir tatsächlich bei den Abschlussfragen. Und die Frage ist natürlich, wie ist deine Vision jetzt für das Unternehmen?
Wo geht's hin? Wie geht's weiter mit deinem Unternehmen? Ja, also ich hab wirklich auch viele Gespräche auch so auf uns, wo wir uns auch getroffen haben. Ich weiß noch an unsere 1. Begegnung übrigens, Wolfgang.
Wo war das denn? Das war bei der Camping am Müggelsee. Ja, genau. Ja, und das, ich weiß noch, wie ich dir die Frage gestellt hab, weil Du so erzählt hast, ja, Du machst hier, ne, so Speaker und bist unterwegs und so. Da hab ich gesagt, ey, Du hast doch schon so viel geschafft.
Du hast eine Megaagentur. Du hast Also ist das dir nicht zu viel, dass Du doch immer noch so weiter eben, ja, so dir diesen Stress antust? Ja, willst Du, ist es Also ja, ich hab in dem Moment dachte ich mir, oh wow, wieso macht er das, ja? So, er hat doch schon so alles erreicht. Das war das war, weißte, kann ich mich noch erinnern.
Und Du warst Was hab ich für eine Antwort gegeben? Ach ja, also das war irgendwie Gute Frage. Gute Frage. Du ich glaub, da war ganz viel Lebendigkeit bei dir, einfach dieses diese Nähe zum Menschen, dass Du einfach diesen Austausch unglaublich liebst und dass Du gerne Also Du warst einfach nicht derjenige, der sich jetzt so, oh, ich zieh mich jetzt zurück. Ich hab hier mein Lebenswerk geleistet, ja.
Ich mach jetzt hier einen auf, weiß ich nicht. Ich sag mal, wenn Du das, was Du machst, gerne machst, dann machst Du eben weiter, weil warum solltest Du dann aufhören, ne? Ja. Das ist ja, machst es ja nicht wegen Geld oder wegen Fame, sondern weil Du Spaß dran hast und Absolut, ja. Du hörst ja auch nicht auf zu reiten oder Golf zu spielen oder keine Ahnung was, wenn wenn Du im Alter hast oder sonst irgend eine Grenze überreicht.
Also cool. Meine Abschlussfragen, liebe Deria und schon mal danke für das emotionale Gespräch. Bitte, gerne. Ja, Du möchtest doch was sagen. Ja, gerne.
Also ich es, wohin die Reise geht. Also ich werde sicherlich Genau. Nicht zu zu 'ner großen Agentur oder so mich hinstreben. Ist denn so deine Vision, dein Ziel? Einfach eine wirklich sehr individuelle, auf Vertrauen basierte Beratung und und Auswahl der Kunden.
Also so wirklich, Boutiquagentur wär vielleicht wahrscheinlich so das Wort dafür. Grüße gehen an Marco. Der macht ja grade aus seinem Unternehmen eine Boutiqueagentur. Also das das ist so, glaub ich, meine Vision, wirklich die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zu haben und und die auf 'ner Erfolgsgemeinschaft basiert. Und ja, so, das ist Zugehörigkeit wieder das Thema drin.
Da ist das Thema drin, dass ich helfe, Krisen zu managen und so weiter. Also wenn ich irgendwas unternehmerisch dir 'n Tipp geben darf, dann dann hab ich jetzt rausgehört und das wusste ich vorher nicht. Ich wusste vieles nicht, was Du heute gesagt hast, aber was ich nicht wusste, ist, dass Du sozusagen sone, also dass deine Kundengruppe sehr spitz sein sollte in dem Segment von Unternehmen, die echt sagen, ich hier, bei uns geht gar nichts mehr, wir laufen hier an die Wand mit unserem Marketing. Also da, wo sozusagen Marketing Know how auf Krisenmanagement trifft. Ich glaube, das ist deine Zielgruppe.
Absolut. Ja? Also es gibt ja auch 'n schönes Beispiel von 'nem Freizeitpark, als die zu mir kamen und sagt so, es war auch zur Coronazeit irgendwie, es hängt jetzt alles von dir ab. Es No presure. Ey.
Es hackt. Und ich hab, klar hab ich echt Stück, zack, zack, zack geguckt, wo, was, was kann man optimieren? Die hatten ein Scheiß Ticketsystem. Das war irgendwie son verstaubter an Ticketverkauf Anbieter. Erst mal das irgendwie weg und hab 'n was Neues reingeholt, hab irgendwie SEO Optimierung auch damals noch mit Thomas Wagner zusammen.
Also ich sofort geguckt, wo kann ich optimieren, wo kann ich optimieren, ja? So zack, zack, zack. Und da ist schon 'n gewisser Druck und das muss das Team intern erst mal abkönnen und dass es manchmal scheitert ist. Gibt's den Park noch? Den gibt's noch und die ich habe es geschafft von einem Verkauf 200000 Euro Onlineticketverkauf bis zu 'ner 1400000 Onlineticketverkauf.
Das war für mich so Mal 7. Ja. Also und auch wenn Kunden mich anrufen, sagen, hey, der, wir haben jetzt eine neue Webseite, geil, wir kriegen mehr Anfragen, dann ist das für mich Lohn, ja? Das ist für mich Mhm. Das ist mein Warum.
Genau. Ja. The Why. The Why. The Why.
Nach Simon Cindy. Ja, cool. Deria, hab ich dir irgend eine Frage nicht gestellt, die Du gerne noch beantworten würdest? Wie wär's mit wie schaffst Du es, trotz dieser ganzen Herausforderungen und Krisen immer noch so viel Freude und Begeisterung auszustrahlen? Dann würd ich dich genau das fragen wollen.
Wie wie schaffst Du's, immer noch motiviert zu sein jeden Tag? Eigentlich ist das die Frage, die Du mir gestellt hast, ne. Oder beziehungsweise nicht mit dem Reflexion auf die Krisen, sondern auf das, was erreicht wurde. Und ich hab ja auch Krisen gehabt, ich hab auch eine Scheidung, ich hab auch 'n Vater verloren. Mein Leben war genauso im Endeffekt, also nicht genauso, aber auch mit absolut, wie alle Leben.
Also jeder, der was anders erzählt, Ist Bullshit. Stimmt. Genau. Also wie wie schaffst Du's wie schaffst Du's dir hier? Indem ich an das, an mein Warum glaube.
Also, ne, so mein, ich tu's für mich, für meine Kinder, für meine Kunden, also den Erfolg. Und und das feier ich einfach. Also darin schöpfe ich wirklich Freude da daraus, meine ich. Ja. Mhm.
Und ich glaube, wenn das 'n Unternehmen hört, ja, hat 2 Agenturen, eine sehr renommierte Agentur, die wirklich 'n total guten Auftritt hat, die sehr viel Expertise hat, die 'n Angebot abgibt sozusagen. Du hörst mich noch mal Ja, ja, ich hör dich. Unsere Nachricht unserer unserer Verbindung wär unterbrochen. Wir machen einfach mal weiter. Ja.
Wenn das auf der einen Seite steht und auf der anderen Seite steht 'n Unternehmen, das abgibt und sagt, das ist mein Lohn. Wenn die erfolgreich sind, wenn ich das funktioniert, was ich da mache, dafür erlebe ich, dann klingt das komplett anders, dann ist das emotionales Marketing. Das, so solltest Du dein Marketing machen. Storytelling. Storytelling, genau.
Letzte vorletzte Frage oder vorletzte Hinweis, Du kannst auf der Erde morgen, wenn Du heute Abend die Augen schließt beim Einschlafen, dir was wünschen, egal was. Und wenn Du morgen wach wirst, passiert das. Egal für dich, für die Welt, für wen auch immer. Was wär das morgen, was auf der Welt anders ist? Schluss mit Kinderarmut, Schluss mit Gewalt an Kindern, Schluss mit Kindesmissbrauch.
Alles, was an also Kinder Kindern angetan wird, ob durch Kriege, ob durch Familien, was auch immer, das muss was, wenn das weg wäre, wär ich der überglücklichste Mensch. Ja. Okay, dann lass ich das so stehen. Und als Letztes, letzte Frage, Du hast jetzt echt viele Leute genannt, ich hab die auch alle aufgeschrieben, gibt's irgendeinen, von dem Du sagst, so wie es bei dir war, das ist jemand, den müsstest Du mal in die in in die Sendung einladen, mal eine Folge machen mit der Person? Die hat eine interessante Vita.
Gibt's da jemand oder sagst Du, müsste ich jetzt nicht, muss ich mal drüber nachdenken? Es gibt so viele. Ich Du, ich weiß nicht Deine Top Nummer 1. Darf ich auch mehr nennen? Du darfst doch 2.
Danke. Ja. Also Lilli Mo Mahlo ist ja schon gefallen, die, find ich, eine wunderbare Person, die hat Politikwissenschaften studiert und ist engagiert bei den Grünen, hat sich gegen Gewalt gegen Frauen eingesetzt, hat da sogar irgendwas mit in die WG geleitet. Also die ist eine tolle Frau, ist aus Berlin. Mhm.
Dann gibt es auch noch eine Frau, die die Ricana Ozai, die war es, wenn ich's kurz zusammenfassen will, eine ist es eine Visionärin. Die war, glaub ich, zuletzt bei Accenture tätig und die kenn ich auch schon sehr, sehr lange, also wirklich aus der Münchner Zeit noch. Unglaublichen Weg hingelegt auch, ja. Auch eine superspannende Person. Und es gibt noch einen männlichen, wenn ich den noch sagen darf.
Das ist der Natürlich. Graf Stefan von Benzl. Du googelst ihn, dann weißt Du, was ich meine. Er ist Künstler, Unternehmer, Visionär, also unglaublich. Also so wie Du.
Ja. Lauter tolle Menschen. Lauter tolle Menschen. Ja, Deria, es ist vorbei. Ich dank dir.
Das war sehr, sehr schön, dass wir sehr emotional in Teilen und das mag ich auch. Und das mögen auch die Hörer hier. Wir haben sehr empathische Zuhörer und sehr Menschen, die offen sind für solche Dinge und die auch die Lehren daraus ziehen. Und wenn ich bei dir so den Faden ziehe, dann ist es so, dass ich möchte dazugehören und auch dieses Dazugehören geben an deine Kinder, an deine Kunden auch. Du bist keine Projektmanagerin, sondern Du bist dann da, glaub ich, in dem Projekt und freust dich, wenn's funktioniert.
Und das ist 'n ganz hoher Wert. Ich dank dir ganz herzlich. Ist eine sehr lange Folge geworden. Allen, die bisher zugehört haben, vielen Dank euch. Ja, ich werd morgen mal eine kleine OP Pause nehmen, aber die Aufnahmen gehen ganz normal weiter.
Also ja, dieser Podcast kommt ja schon in der Woche, der ja. Das heißt, ich geborene jetzt heut Abend Gas. Wir werden die ganze Postproduction jetzt machen und am Donnerstag bist Du dann auf dem E-Tag. Ich hoffe, Du bist zufrieden mit Erfolg. Hast Du noch irgendwo Nein, ich möchte mich also wirklich herzlich bedanken bei dir.
Du warst 'n sehr, sehr toller Gastgeber. Also war schön, mit dir zu sprechen. Und ich drück dir ganz fest, also ich hab dir ja schon geschrieben, mich eine ganz dicke Umarmung für morgen. Wir werden alle Alle wir werden alle an dich denken und dass dass Du das gut überstehst und dann, ja. Genau.
Dann sehen wir uns auch in einem der Events wieder, spätestens in Berlin, schätz ich mal. Ich glaub auch, bei der Camping sehen wir uns. Da freu ich mich auch schon sehr drauf. Ich dank dir herzlich dir, ja. Schöne Grüße nach München.
Tschüs.
Veröffentlicht mit CiteCast