Cover: Glaube nicht alles, was du denkst | Gordon Schönwälder | BTS #25

Glaube nicht alles, was du denkst | Gordon Schönwälder | BTS #25

31. Juli 2025 88:32 Min. Zu Gast: Gordon Schönwälder
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Worum es geht

In dieser Folge erzählt Gordon Schönwälder seine ganz persönliche Heldenreise – von einer Kindheit mit Herausforderungen wie Stottern und mentaler Gesundheit bis hin zu seinem Weg in Podcasting und Coaching. Er reflektiert offen über seine Schulzeit sowie den prägenden Einfluss von Familie und Mentoren. Ein ehrliches Gespräch über persönliche Entwicklung und den Umgang mit den eigenen Gedanken.

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Autor: BTS - Behind the Story

Zu Gast

Podcaster und Coach

Gordon Schönwälder ist in der Welt des Podcastings und Coachings tätig und teilt in dieser Folge seine persönliche Heldenreise, geprägt von Erfahrungen mit Stottern und mentaler Gesundheit.

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Transkript

Halli, hallo und Hallöchen und herzlich willkommen, ihr Lieben, da draußen zur Ausgabe Nummer 25 von behind the Story. Wow, 25. Irgendwie dachte ich gerade vor der Aufnahme fast schon wieder sonen Grund zu feiern, aber ich glaube, ich warte dann doch bis zur fünfzigsten Ausgabe oder so. Obwohl mein Gast heute durchaus jemand wär, von dem ich sagen würde, das ist 'n sehr wertvoller Gast. Da könnte man auch mal eine Jubiläumsausgabe mitmachen, aber lassen wir das jetzt erst mal und gehen ganz normal in diese Ausgabe 25 rollen.

Ich hoffe, euch geht's gut da draußen und für alle, die zum ersten Mal dabei sind, noch mal der Hinweis, Behind the Story ist 'n Podcast Format, in dem's vor allem eine Sache geht, nämlich die Heldenreise meines Gastes, die persönliche Lebensreise meines Gastes. 'n bisschen zu hinterfragen, 'n bisschen drüber zu reden und 'n paar Weggabelungen auszuloten und mal drüber zu sprechen, warum der Gast an der einen oder anderen Stelle Entscheidungen getroffen oder nicht getroffen hat. Ziel ist es natürlich, dass Du da draußen lernst, vielleicht 'n bisschen auf deinem eigenen Weg, Wege anders zu gehen oder Entscheidungen zu treffen. Ja, ich freu mich wahnsinnig, denn heute in der fünfundzwanzigsten Ausgabe hab ich den Gordon Schönwälder zu Gast. Und die Leute, die von euch da draußen was mit Podcasts zu tun haben, die haben den Namen ganz sicher schon mal gehört.

Für alle anderen möchte ich ihn kurz vorstellen. Gordon ist 1 der bekanntesten Podcast Experten im deutschsprachigen Raum und er gilt als führende Stimme in der Welt der Podcastproduktion und Beratung. Als Gründer und Geschäftsführer von Podcasthelden, da hab ich ihn übrigens auch kennengelernt, hat er sich auf die strategische Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Podcasts spezialisiert. Dabei unterstützt der Unternehmer, Unternehmerinnen, Selbstständige und Unternehmen darin, ihre Stimme zu finden und durch Podcasts eine nachhaltige, authentische Verbindung zur Zielgruppe herzustellen. Ursprünglich kommt der Gordon eigentlich aus 'ner ganz anderen Branche, nämlich aus dem Gesundheitsbereich.

Und hat aber sehr schnell das Potenzial von Audioformaten erkannt und hat das eben zu seinem Beruf gemacht. Er hat über 700 veröffentliche veröffentlichte Episoden, so hat's mir die KI gesagt, bin ich mal gespannt, ob das stimmt, in verschiedenen Formaten. Gleichzeitig ist er auch öfter mal als Speaker unterwegs und auch da hab ich ihn schon kennengelernt beziehungsweise gesehen, unter anderem bei der Campics in Berlin. Grüße gehen an Marco. Er setzt sich vor allem mit Geschichten auseinander und er holt uns jetzt vielleicht heute mal ab und erzählt uns, wie er vom Stottern in der Kindheit zum selbstbewussten Sprecher vorm Mikro geworden ist.

Seine Inhalte sind praxisnah unterhaltsam und ermutigend. Und ich finde, und das geborene ich gleich mal vorweg als sozusagen als Props mit, für mich persönlich und das sag ich jetzt nicht als Bauchpinselei, wer mich kennt, weiß, ich sag das immer so, wie ich's meine, ist er 1 der besten Podcaster in Deutschland. Da gibt's nur ganz wenige, die auf dem Niveau Podcasting betreiben oder podcasten. Deswegen freu mich wahnsinnig, 'n bisschen heute von dem Podcaster weg auch auf den Mensch Gordon Schönwälder zu gehen. Und deswegen sage ich jetzt endlich herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer.

Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen, lieber Gordon Schönwälder. Boah, das ging ja runter wie Öl. Wahnsinn. Vielen, vielen Dank für die für die Worte und ja, Mensch, da bin ich ja schon fast sprachlos.

Aber genau das soll's ja nicht sein. Ich wollte einfach den Menschen 'n bisschen vorstellen, wer ist Gordan? Okay, dann lass uns einfach mal reingehen, mein Lieber. Und zwar beginne ich ja und orientiere ich mich bei Behind the Story an der Heldenreise. Die, dieses klassische Storytelling Muster nach Joseph Campbell und nach ganz vielen anderen Menschen auch, die das mittlerweile aufgedröselt haben und die sone Art Muster entwickelt haben oder entdeckt haben, die in jedem, in jeder Geschichte steckt.

Und auch in unserer Lebensgeschichte steckt das so drin. Und der 1. Schritt, der 1. Punkt, der 1. Meilenstein auf 'ner Heldenreise ist immer die gewohnte Welt, die gewohnte Welt des Mangels.

Das bedeutet, normalerweise wächst Du in einem behüteten oder in 'nem Elternhaus, wie auch immer auf, hast dann Grundschule, gehst dann irgendwann in die weiterführende Schule. Und so diesen Kontext würde ich gerne mal aufbauen und dann würde ich fragen, wo ist denn Gordon Schönwälder geboren worden und wie ging das denn dann so los in diesem Leben? Ich bin geboren worden in Moers am Niederrhein, einem Zweistromland, Niederrhein und also Rhein und Ruhr ist so meine meine Hood. Und geboren Ende, Quatsch, nicht Ende, sondern Anfang der Achtzigerjahre, neunzehnhunderteinundachtzig im April, bin Widder. Und wer damit etwas anfangen kann, der oder die mag damit irgendwas anfangen.

Und der Staat war ein wenig holprig. Und so die Familie war nicht so hundertprozentig stetig und und das hat mit Sicherheit mein Leben auch auch beeinflusst. Und na ja, ich hab dann aber auch den, ich weiß nicht, ob Du da schon einsteigen möchtest, aber dann ging's so Richtung Schule, auch ganz klassisch in 'nem in 'ner Grundschule recht früh eingeschult und war dann mit dem Abitur fertig. Da war ich dann ja, achtzehneinhalb relativ jung. Und na ja, das das waren so, das war so dieser klassische Schulweg, den ich so genommen habe.

Mhm. Lass uns noch mal 'n bisschen da reingehen. Hast Du Geschwister? Nee. Nee, okay, Du bist 'n Einzelkind.

Und wenn Du magst und es gilt generell für dich, wie für alle meine Gäste, ihr gebt immer nur die Antworten, die ihr geben mögt, das ist völlig klar. Aber mich würde interessieren, deine Eltern, welche Professionen hatten die? Was fürn Beruf hatten die? Mein mein Vater ist Ingenieur und meine Mutter ist gelernte Erzieherin. Und meine Eltern haben sich aber getrennt, da war ich noch nicht 'n Jahr alt.

Und dann hatte meine meine Mutter relativ schnell einen einen neuen Partner. Und mit dem bin ich dann so, ja, wie sone Art Vaterfigur aufgewachsen. Mhm. Und hatte zu meinem zu meinem leiblichen Vater nicht so viel Kontakt in der Zeit, weil weil er als Ingenieur größtenteils im Ausland war, ganz, ganz lange Jahre in Südafrika. Und hatten dann ja jetzt wie son, wenn wir uns gesehen haben, schon, also immer 'n gutes Verhältnis so und wie son, ich würd mal sagen, wie son wie son Onkel immer, mit dem ich gut klarkomme komme.

Und wir haben, ne, also schon irgendwie auch ähnliche ähnliche Typen so. Wir waren halt sehr viel unterwegs in den ersten, weiß ich nicht, 6, 7 Jahre meines Lebens, sodass wir da jetzt nicht nicht sone richtige Vater Sohn Bindung hatten in der in der Zeit und auch darüber hinaus nicht. Und da das das kann ich hier ganz, ganz offen sagen. Ich vielleicht, ich weiß nicht, wie wie wie tief und wie ja, wie wie wie sehr ich da reingehen soll. Ich ich geh halt offen mit diesen Themen dass dass mich halt auch dann irgendwann halt so die mentale Gesundheit einholte, die da nicht so gut war.

Und da kann ich, glaub ich, auch sone gewisse Ja, weil das halt so recht unstetig, weil ich hab viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht, die die sich sehr mich gekümmert haben und denen ich heute immer noch, ja, wo ich heute 'n bisschen was zurückgeben darf. Die sind jetzt beide so die 90. Mein Großvater ist gestern, vorgestern 91 geworden. Und ja, auch Ich hab den Post gesehen, in dem er euch, wenn ich kurz reinkritzchen darf, erklärt hat, wie man Gurken richtig ausm Beet holt oder so, ne? Genau, genau.

Das war dann, nachdem nachdem er dann die Kartoffeln ausgemacht hatte mit der mit dem Haken. Also das kann man, das macht der alte Herr mit 91 immer noch gerne uns selbst und das ist, glaub ich, auch gut so. Also mit denen hab ich sehr viel Zeit verbracht und die waren halt so die Konstante in meinem Leben. Und na ja, das haben haben mir oft auch das gegeben, was ich so in anderen Bereichen dann irgendwie jetzt nicht ganz so im Übermaß bekommen hab. Und aber jetzt nix, ich würde ich würde jetzt nicht sagen, dass es irgendwie eine 1 schlechte Kindheit war oder so was.

Da hat's jetzt an an an nichts Materielles gemangelt. Was war Gordon fürn Grundschüler? Was würdest Du dir selbst verstehen? Kein Guter. Kein Guter.

Ich glaube, dass ich genau 3 gute Jahre in meiner gesamten Schullaufbahn hatte. Das war die die 9 oder die 10, also wo es dann für die zur Qualifikation auf der Realschule reichen musste, halt weiterzumachen. Und dann, ich glaube, die 12 und die 13. Ansonsten war ich eher so unterdurchschnittlich. Ich hab mich so durchgemistet.

Du hast so gutes Timing dann. Immer dann, wenn die Weichen gestellt wurden, hast Du Gas gegeben. Ja, gutes Pferd springt nur so hoch wie's muss. Wie's muss, genau. Das stimmt, ja.

Das stimmt wirklich. Okay, Frage, 1. Frage und also Anmerkungen zu deiner Frage, wie tief gehen wir hier rein? Wir gehen hier so tief rein, wie Du magst. Mhm.

Ich werde nicht bohren, aber wenn ich merke, Du möchtest was sagen, dann werden wir das natürlich besprechen. Ja. Da gibt's gar keine Also ich ich gar keine Also ich ich bin, ich möchte ganz ehrlich mit dir sein, dass ich hier, also mich offenbare in Anführungsstrichen, weil, und das gehört eben zu meinem Leben und zu meinem in Anführungsstrichen Wirken halt auch dazu, dass ich auch 'n Stück angetreten bin, das Thema mentale Gesundheit ein wenig präsenter zu machen. Und da ist es jetzt nicht Es geht mir nicht darum, jetzt 'n Seelenstrip zu machen, sondern hier geht's hier behind the story. Und hier geht's, deswegen müssen wir, glaub ich, auch verstehen, warum ich so bin, wie ich bin.

Und Mhm. Ich hatte halt nichts, kein traumatisches Erlebnis oder so was in meinem, das mich ja irgendwie dazu gebracht hat in irgendeiner Art und Weise, mit mir selbst zu hadern, sondern halt der Einstieg in dieses Leben war vielleicht nicht so optimal, wie's hätte sein können. Und das Mhm. Ne. Also und da das das sind auch Dinge, mit denen ich offen umgehe.

Und da bin ich auch nicht der Einzige auf dieser Welt, bei dem das so ist. Und gleichzeitig, glaub ich, gehört es dazu, zu verstehen, warum ich das mache, was ich's mache, was ich mache. Mhm. Genau, also das find ich auch, können wir ja auch genauso handeln in diesem Podcast. Und Du hast völlig recht, es geht ja darum, 'n bisschen so viel, wie mein Gast das mag, hinter die Story zu schauen, die eigentlich schon als Plakat an deiner Hauswand hängt sozusagen, was Du bist, wer Du wer Du bist, was Du tust und so weiter.

Wir wollen ja 'n bisschen dahinterschauen, deswegen find ich das cool. Frage an der Stelle, also 2 Fragen hab ich schon wieder, wie immer. Frage Nummer 1, wie wichtig ist dir Kontinuität im Leben? Oh, sehr wichtig. Ich mag eine gewisse Struktur und ich mag, wenn Dinge so sind, wie sie wie ich sie erwarte.

Wenn das nicht so ist, dann hab ich oft 'n Problem tatsächlich, ja. Mhm. Ich frag deswegen, weil Du ja coachtst. Du bist ja 'n Coach für Podcaster, für Menschen, die Podcasts machen. Und ich weiß aus verschiedenen Gesprächen mit Menschen, die bei dir schon im Coaching waren, dass Du das unfassbar gut machst und dass Du sehr strukturiert bist und solche Sachen.

Und deswegen war die Frage, weil Du ja eben auch sagtest, es war jetzt nicht so nicht so kontinuierlich. Es war nicht so stetig, hast Du formuliert. Dann dann Ja. Den Einstieg ins Leben. Deswegen ist die Frage, ist das eventuell auch eine Konditionierung, die Du mitgenommen hast, dass Kontinuität für dich vielleicht 'n hoher Wert ist?

Das ist ja dann auch eine Qualität, die man als Coach hat. Auf der einen Seite ist es 'n total spannender Gedanke, den hab ich so noch gar nicht gehabt. Also von daher vielen Dank dafür schon mal. Die, also ich ich glaube, dass ich bei, das, also die diese ganzen Dinge, die man so erlebt hat, grade wenn es da so den Einstieg ins Leben geht, macht einen unheimlich empathisch, glaub ich. Und Mhm.

Wenn ich so mit mit Coaches spreche, die gut in ihrem Job sind, dann hatten die alle irgendwo mit 'nem mit 'ner Herkunftsfamilie irgendwie 'n Thema, das sie halt abgearbeitet haben. Genauso wie ich, ne. Also mich muss man sich keine Sorgen machen, ist alles cool. Und das, was ich halt mitnehme, ist son son Einfühlungsvermögen so. Und ich glaub, das ist etwas, was man braucht, was bei anderen halt eben wichtig ist.

Die Struktur hilft mir als Kreativem Chaoten, also grad wenn ich so mit Menschen zusammenarbeite, dass ich dann irgendwie halt Tools nutze, mich selbst zu strukturieren. Das ist, dann dann sehen die Leute mich ja eigentlich auch nur in diesem Kontext. Ansonsten bin ich 'n herrlicher Chaot, ne? Das das gehört zu meinem Leben halt auch dazu, ja? Und diese Struktur, die ich in der Arbeit habe, ja, die ist im Endeffekt eine Krücke, damit der Prozess nicht so zerfasert, weil ich ihn selten ohne Notizen und ohne Dokumentation nicht überblicken kann.

Das das ist dann halt einfach so. Weil das Los der Kreativen da draußen. Ja. Das ist ja das, das ist ja auch sehr beruhigend für alle Menschen, denen's ähnlich geht, dass es dir genauso geht. Ich weiß nicht.

Jetzt bist Du sozusagen durch die Grundschule durchgeschlittert. Ich hab immer eine Frage, die stell ich selten, aber die würd ich sie gerne mal stellen und mit der Bitte eine spontane Antwort. Die Grundschulzeit ist welcher Geruch für dich? Welcher Geruch für mich? Mhm.

Vanillemilch. Vanillemilch. Mhm. Ja, das gab's eine Pause. Genau, die gab's in der Pause und ich war immer Team Vanillemilch.

Und Okay. Das Gab's noch Team Schokomilch wahrscheinlich. Team Schokomilch, genau. Und dann gab's noch, ich weiß gar nicht, ob's noch normale Milch gab, so richtig so in Gläsern noch so, also so in in in in Flaschen. Mhm.

Ja, doch. Das ist Vanillemilch. Ja, jetzt haben wir über die Vanillemilch gesprochen. Die die ist mir so in der Nase, dass ich schon hier Wortfindungsstörung hab. Ja, da find ich's richtig geil, Vanillemilch.

Ich kann das richtig riechen jetzt. Ich ich bin tatsächlich auch son bisschen Schokomilchyp, aber Vanille wär ja auch eine Option gewesen, ne? So, jetzt sind wir aber in der Grundschule und wir gehen jetzt mal 'n bisschen weiter. Du hast gesagt, Du hast so on point abgeliefert, immer dann, wenn ich in der Schule irgendwie eine Weggabelung war. War das so bewusst?

Bist Du son Typ, der sagt, ach, jetzt lass ich mal 'n Schuljahr hängen, da hab ich keinen Boah, nee, nee, gar nicht, Nee. Also das, dass ich das bewusst gemacht hab, kann ich gar nicht sagen. Es ist so, dass ich, glaub ich, das ist halt halt immer so, ich brauch 'n bisschen Zeitdruck, halt zu funktionieren. Ich hätt's gern anders, aber was soll ich sagen? Ich bin jetzt Mitte 40.

Ich weiß nicht, ob sich das noch ändert. Und Nee, das ist schlimmer. Ich ich ich akzeptiere das einfach. Ich ich akzeptiere das einfach. Und also ich ich ich glaub, das das war auch viel so, ich weiß gar nicht, was ich machen will und irgendwie, wo wo es, wo die Reise hingehen soll.

Und ich glaube, ich rückblickend wär ich vielleicht auch erst mit 7 besser eingeschult worden, ich weiß es nicht. Aber schlussendlich hab ich dann immer abgeliefert und das, ich hab auch immer okay abgeliefert, ne. Also das das, da da ist dann irgendwann son Knoten geplatzt. Vielleicht war auch die Also Du bist dann auf die Realschule, hast Du gesagt? War das auch in Genau, ich bin auf der Realschule gewesen nach der Grundschule und hab da so mein Ding gemacht.

Und ja, ich war nie so besonders, also ich war ich war nicht nicht 'n besonders, ich war kein besonders begabter Schüler, glaube ich. Sprachlich vielleicht, auch jetzt nicht nicht unbedingt, also ich war aber gerne der Klassenclown, da da konnte ich immer ganz gut. Also so, das ist ja dann irgendwie auch son bisschen Aufmerksamkeit und so. Mhm. Vielleicht auch etwas, was ich dann auch mitgenommen hab, sone son son gewisses Händchen für Poren und Timing, glaube ich, das lernt man dann irgendwie auch, ne.

Mhm. So, wann lachen die anderen und wann wann, ne, wie wie wie viel wie viel Zeit muss zwischen zwischen Tun und Pointe irgendwie sein? Das, ich glaub, das kann ich ganz gut. Aber so richtig, wenn's ernst wurde, hab ich dann doch irgendwie abgeliefert. Mhm.

Gordon Schönwälder im Alter von 13 Jahren auf 'ner Skala von 1 bis 10, wie geil fand der sich? Also 1 ist gar nicht. Mhm. Entschuldigung, genau, 1 ist Oh, so. Gar nicht und 10 ist 3 bis 4, würd ich sagen.

Okay. Mhm. Weil die Frage ist ja an der Stelle, wann, also Du hast ja jetzt sozusagen auch schon kurz hergeleitet, dass Du sone intrinsische Motivation hast, auch 'n bisschen im Rampenlicht zu stehen. Du nennst es Klassenkasper. Oft sind die Leute ja auch Klassensprecher oder oder Schulsprecher oder so was, manche das mal, ja.

Ja. Und irgendwann, also die Frage, die ich mir jetzt grade stelle, ist, wann kam dein Gefühl dafür, dass Sprache was Geiles ist und dass man mit Sprache und Worten sehr viel ausrichten kann? War das schon in der Zeit oder war das Ja, schon, schon. Also ich war, ist halt sehr witzig, dass Du's sagst, ich war eigentlich sehr oft Klassensprecher. Ich war bei der Bundeswehr, war ich Kompaniesprecher.

Im Studium war ich in der Fachschaft, hab mich also gerne auch für andere eingesetzt, wenn's halt irgendwie sein sein musste oder sein sollte. Und das geht mit 'ner gewissen Position einher und das geht mit 'ner gewissen sprachlichen Fähigkeit einher, ne. Also wenn Du jetzt da, wenn Du jetzt da nicht eine gewisse Affinität zu Sprache und Veränderung hast, dann wirst Du auch als Klassensprecher nicht unbedingt wiedergewählt, ne. Mhm. Absolut richtig.

Und wie gesagt, da gibt's eine Parallele. Und es gibt noch eine Parallele, die hau ich dir jetzt direkt schon mal aufn Tisch, mein Lieber. Die ist eigentlich eher was fürs Fazit, aber das ist mir bei dir extrem aufgefallen. Ich hab mich natürlich wie immer perfekt vorbereitet auf diesen Podcast. Musste ich in dem Fall aber nicht, ehrlich zu sein, weil ich Wir kennen uns ja schon son bisschen.

Ja und ich konsumiere deinen Content unfassbar gerne. Also wirklich, es ist so, ich hab immer, ich hab son paar Sachen, Land son Precht, irgend 'n True Crime. Meine eigenen hör ich manchmal auch noch mal durch, ist jetzt 'n bisschen bescheiden, aber man hört ja gerne auch mal, wo hab ich 'n wie moderiert und so. Oft ist es bei mir so, wenn die son Gespräch hatten und ich bin tief drin, so wie wir jetzt heute, wo ich auch merke, wir haben sone emotionale Ebene, dann vergess ich die Hälfte der Fragen und der Antworten, weil weil ich einfach so viel beschäftigt bin, ja. Und dann hör ich gerne selbst den Podcast noch mal, alles auch aufzunehmen, was der Gast gesagt hat.

Also ich hab son Setup von Podcasts und da ist deiner immer ganz vorn dabei. Und also ich das ist tatsächlich so, wenn wenn Gordon bei mir im, ich bin Apple Podcast User, ne, also ich nutz es nicht Spotify oder so, ich hab Apple, bin in diesem Apple Universum irgendwie gefangen und komm ich auch nicht mehr raus. Und dann nutz ich die Apple Podcast und wenn Gordons Konterfei erscheint, dann wird er drauf gedrückt. Das ist eigentlich quasi das No Brainer. Da drück ich drauf und dann Dankeschön.

Hat 'n Kompliment, ey. Danke. Ja, das ist einfach so, weil weil ich dir supergerne zuhöre. Und was ich aber jetzt sagen wollte und ich ich wollte dir ja schon, ich hab's ja schon angeteasert, das ist vielleicht vielleicht schön, vielleicht auch zum Nachdenken. Menschen wie Du, die ich als starke Persönlichkeiten wahrnehme im Sinne von nach außen gehen, Mhm.

Im Sinne von sprechen, artikulieren, Dinge aufn Punkt bringen. Auch Mentoring für andere, auch andere, die sich an dir orientieren. Das ist ja auch beim Klassensprecher so. 'N Klassensprecher ist mir, man tut das gerne son bisschen ab, aber die die anderen 21, 28 oder wie viel es waren, die haben dich ja nicht gewählt oder vielleicht zum Teil auch, weil sie selber nicht machen wollten. Aber das sind schon großteils auch Vertrauensvorsprünge, die Du bekommst von den Menschen.

Weil sie sagen, der Golon, der kann sich für uns so artikulieren beim Lehrer, ja, so wie wir es nicht können. Und was ich eigentlich sagen wollte und worauf ich hinauswill mit der langen Einleitung ist, ich hab gemerkt, diese Menschen machen 1 sehr häufig, die relativieren ihre eigene Leistung. Und das ist was, was man bei dir extrem auffällt. Also und zwar Ja. Ich geborene dir mal ich geborene dir mal 'n Aufhänger an der Stelle und das ist ja, wie gesagt, ich weiß gar nicht, ob das gut oder schlecht ist.

Es fällt mir nur auf. Ich geborene dir mal 'n Aufhänger und zwar besagst Du häufig im im Podcast und wir kommen ja später auch noch auf das Thema mentale Gesundheit und Depression und wir dürfen dürfen ja auch gerne und und intensiv drüber reden. Aber Du sagst dann oft in deinen Podcasts so Dinge wie, ja, in den letzten 2 Wochen ging's mir da nicht so gut, da hab ich 'n Termin nicht eingehalten und das wurde mir auch zugestanden und das find ich auch gut. Also ihr wisst ja, ich gehe mit meiner Depression oder mit diesem Thema raus. Also alles gut bei mir, ich bin in Therapie, ich bin bei bei 'ner Handlung und so weiter.

Alles top, alles super, aber ich wollte das noch mal kurz thematisieren. Und dann denke ich immer, warum relativierst Du das, ja? Warum stehst Du jetzt an der Stelle nicht einfach? Also so wie Du's ja schon machst und sagst, ich hatte das und es ist so und Punkt, ne. Und das empfinde ich bei Menschen, die 'n starken eine starken Heldenreise hatten und die hast Du bis hierhin definitiv.

Oft, ja, das fällt mir halt auf einfach. Ich kann's gar nicht sozusagen einordnen. Ich bin ja kein Psychologe oder so, aber mir fällt auf, dass diese Menschen selten sehr nah bei sich sind, sondern in dem Moment eine gewisse Distanz zu sich selbst haben und sagen, ja, also macht ihr, macht euch mal mich keine Sorgen, ist alles gut. Und das ist ja auch eine gute Info. Aber eigentlich braucht's die gar nicht so oft, finde ich, ja.

Keine Ahnung. Können wir gerne mal mit der Audience, könnt ihr uns gerne mal zurückspielen, wie ihr das empfindet? Das ist das, was mir bei dir aufgefallen ist und die Parallele zu vielen anderen Gästen, die ich hatte. Das, ja, ich mach das, ich, also das ist, das fällt mir dann auch häufig auf, wenn ich wenn ich Folgen mache. Grade wenn es zum Beispiel darum geht, dass ich bestimmte Erfahrungen gemacht habe, weil oder dass irgendwas gut gelaufen ist, ne.

Dann sag ich meistens so etwas, das ist sone typische Gordon Floskel. Und ich sag die jetzt nicht, weil ich die als Tool ein Und ich relativ ja schon wieder. Ich sag die jetzt nicht, weil ich die jetzt, ne, irgendwie einstudiert hab, sondern die kommen dann halt einfach so raus. Wenn irgendwas gut war, dann sag ich, meinst Du was, jetzt liegt jetzt nicht daran, dass ich son geiler Typ bin, sondern weil ich das und das gemacht habe oder gelernt hab. Mhm.

Und das ist mir einfach, das ist, also es es es fällt mir unheimlich schwer irgendwie zu sagen, ja, das hast Du gut gemacht, Junge, weil das einfach überhaupt nicht meinem Naturell entspricht, leider Gottes. Mhm. Und es es ist dann so, dass ich auch nicht so wahrgenommen werden möchte wie jemand, der mir krank ist. Sagen wir's, wie's ist, ne. Also grad, was so die mentale Gesundheit angeht, das ist ja etwas, was bei mir immer wieder kommt und geht und so unterm Radar immer bleibt.

Ich glaube, ich bin so geboren worden. Ich glaube, dass es eine sehr, sehr starke genetische Komponente gibt. Und was heißt, ich glaube, ich weiß das. Und Mhm. Die Studienlage zeigt auch, wie wichtig das ist, ne.

Und Zwillingsstudien zeigen, dass wenn Du ein Kind aus 'nem Milieu rausnimmst und anders aufwachsen lässt, dann wächst es anders auf, Punkt. So, dann hat das, ne, dann kann diese Umwelt das überlagern. Bei mir, ich ich bin halt so erst mal, ne. Und ich arbeite jeden Tag daran, halt mich 'n Stück weit aus diesen aus diesen Strukturen meines Gehirns raus zu arbeiten. Und ich möchte vor allem nicht, grade wenn es diese mentale Gesundheit oder auch mich als Unternehmer oder Podcaster oder Selbstständigen geht, ich möchte nicht so wahrgenommen werden, dass der das immer erzählt, irgendwie gestreichelt zu werden.

Mhm. Darum geht es mir halt überhaupt gar nicht. Sondern es geht mir eine gewisse Authentizität und es geht mir darum, bestimmte Sachen, ja, in im richtigen Kontext zu setzen. Und da schieße ich oftmals übers Ziel hinaus und relativiere vermutlich einmal zu viel als einmal zu wenig. Gut, aber wie gesagt Kannst Du einen so stehen lassen?

Ja, ja, auch ganz sicher nicht. Ja, nichts Schlimmes, aber es fällt mir auf. Ja. Mein Lieber, jetzt sind wir in der Heldenreise quasi an dem Punkt, wir nennen das so der Ruf zum Abenteuer. Deswegen hatte ich gefragt, ab wann hast Du's so gemerkt, boah, Sprache, das ist schon irgendwie geil.

Man wird ja als Klassensprecher gewählt, das nimmt man dann, find man cool, ne. Aber nimmt man ja noch nicht so bewusst wahr. Aber irgendwann so mit 13, 14, 15, 16 sind die Gäste und die Menschen generell und meine Gäste oft an dem Punkt, wo sie zum ersten Mal son bisschen fühlen in sich drin. Wo könnte in die Reise später mal hingehen? Werde ich Physiotherapeut oder Künstler, ja, und solche Sachen.

Hattest Du da so in der Zeit, hattest Du da sone Phase, wo Du gedacht hast, das wär's für mich? Ich ich wollte immer und das ist sone sone Floskel, die viele bringen, ich wollte immer was mit Medien machen. Und also das war die Phase nach diesen typischen jugendlichen Sachen so, ey, gehst Du zur Bundeswehr, gehst Du zur Polizei, also diese typischen jungen Dinger. Irgendwann war ich aus dem aus diesem aus dieser Träume, aus aus dieser Welt raus und hab dann gesagt, irgendwas irgendwie, ich fand's immer total toll, hinter die Kulissen zu blicken. Ich wollte immer die Wahrheit sehen, ne.

Deswegen hatte mich Journalismus auch relativ früh in seinen Bann gezogen. Und ich war auch relativ zeitig, sagen wir mal, politisch interessiert auf sonem jugendlichen Level, würd ich's mal sagen. Mhm. Und da hab ich mir gedacht, irgendwas irgendwas schreiben, Nachrichten, irgendwas in der Richtung würd ich gerne machen. Und hab dann hab dann irgendwann, das muss so, das muss nach der nach meiner Bundeswehrzeit gewesen sein, wo ich gemerkt hab, ey, ich komm mit diesem System, mit dieser starken Hierarchie komme ich überhaupt nicht zurecht.

So, ich ich ich ecke da an bis hinten gegen und das ist überhaupt nicht meine Welt und ich brauch irgendwie eine gewisse Freiheit mich herum. Und sah das halt in dieser Medienwelt, dass ich da mein Ding mache und hab dann halt Germanistik studiert. Und das war rückblickend nicht die stärkste Idee irgendwie. Ich hätte dann, glaub ich, durchaus noch eine Runde drehen können und hätte dann irgendwas irgendwas anderes machen machen sollen. Aber war auch mal Nicht die stärkste Idee, weil weil's einfach inhaltlich schlecht war oder weil's Ja, es ist keine Jobs dann oder wie Du sagst?

Es ist so, es ist so, es es führte mich zu nichts, ne. Und und das das war, ich kam so aus dieser Bundeswehrzeit raus, also ich geh mit bin in die Bundeswehrzeit reingegangen mit dem Wunsch, da zu bleiben, ne. Und ich ich wollte unbedingt ich wollte unbedingt, ja, Offizier werden. Ich hatte auch mit dem Abi und damals auch vernünftig gemustert und keine Ahnung was. Ich hätte da einsteigen können, hab aber gemerkt, so Hierarchien und ich, wir können nicht miteinander, ne.

Also das ist hab ich 'n richtiges hab ich 'n richtiges Problem mit, wenn mir jemand sagt, was ich machen soll. Das das ist für mich gar nicht so einfach. Und dann musste es gefühlt hoppla Hopp gehen, weil ich war grade 19 irgendwas und rückblickend echt noch nicht Ich hätte noch 'n bisschen auf die Weide gemusst, wie man so schön sagt, ne. Also noch mal irgendwie 'n Jahr irgendwo ins Ausland, mal irgendwo 'n bisschen jobben, mal son bisschen orientieren, worum geht's eigentlich, ne? Da hab ich mich hab ich mich dann, weil 'n guter Kumpel von mir BWL studiert hat, hab ich mich dann halt auch für BWL eingetragen, so wie jeder 2.

Aus meinem Jahrgang. Und ich kam mit dieser zentrale Vergabestelle irgendwie nach Magdeburg. Und ich wollte nicht nach Magdeburg. Und dann hab ich mich, ja, ne, die die die Anmeldefristen liefen aus und hatte noch irgendwie 'n paar Tage Zeit und dann hab ich mich dann über, ja, in soner Nacht- und Nebelaktion für Germanistik eingeschrieben, ne. Gab's keinen gab's keinen Numerus clausus zu, Düsseldorf hat's angeboten, also warum nicht?

Und das war keine gute Entscheidung, weil es einfach nicht eine durchdachte Entscheidung ist, ne. Und das hätt ich rückblickend Also wenn ich etwas bereue, dann das, ne. Also Lass mal kurz da einhalten. Du hast Kinder. Ich hab Kinder, ja genau.

Ja. Wenn deine Kinder an der Position stehen, also wenn die mal Ja. Überlegen, was mach ich denn so mit 17, 18? Ja. Vielleicht das Abitur in der Tasche haben oder mittler Ralf oder was auch immer.

Ja. Was wie wie wie würdest Du sie dann rückblickend auf deine Erfahrung aus der Zeit unterstützen, Anleitung Ich würde sie fördern bis hinten gegen. Und ich würde, ich würde ihnen den Raum geben finanziell, aber auch emotional unterstützend. So, und wenn Also es ist, ich ich bin ich bin, glaub ich, nicht so richtig gefördert worden in meinen Kompetenzen oder in dem, was ich so kann, sowohl vom Schulsystem als auch von zu Hause aus, nicht? Und na ja, die, wenn wenn wenn, ich würde es einfach anders machen, ne.

Wenn jetzt die, wenn jetzt meine meine Große auf die Idee kommt, sie möchte Regie oder Schauspielstudie Die alt ist ja, wenn ich fragen darf? Die ist 9 wird 10 jetzt demnächst, mit 11 Okay. Dann hast Du noch 'n bisschen Zeit, bis Du soweit bist? Definitiv, definitiv, ne. Aber es es fängt an so, dass das Thema Beruf irgendwie in den in die, zumindest nicht in den Fokus, aber zumindest in die Wahrnehmung rückt, ne.

So, jetzt kommen die sind die Phasen so mit Tierärztinnen und vielleicht doch Erzieherinnen, ne oder so was, ne. Und ich glaube heute, dass es nicht mehr die Ausbildung gibt, die man macht oder das Studium, sondern es gibt da draußen Berufe. Und vermutlich in 10 Jahren andere Berufe, die es heut noch gar nicht gibt. Also so diese dieses, ah, was ist, wenn Du jetzt nicht studierst und dann dein Leben und denk doch mal irgendwie, nein, nein. Die sollen das machen, was sie was sie für richtig halten in dem Zeitpunkt.

Und ich werd sie da unterstützen, so wie ich's zeitlich oder emotional und finanziell machen kann. So und ich glaube Lass da noch mal kurz, Entschuldigung. Nee, nee, machen wir. Lass da noch mal kurz 'n 'n Rückschritt machen. Wir sind jetzt so in deiner Vita, würd ich mal sagen, so mit 18 bis 17, 18, 19 in dem Bereich.

Ich würd noch einmal gern zurück auf die die frühe Kindheit oder diese Entwicklung oder 2 Sachen hab ich da noch, die ich gerne hinterfragen würde. Das eine ist, Du hast jetzt ja gesagt, Du hast bei der Bundeswehr dann plötzlich sozusagen diesen Frontalangriff der Hierarchie, die dich irgendwie, wo Du gemerkt hast, das ist das überhaupt gar nicht mein Ding, da Befehle zu empfangen und weiterzugeben oder was auch immer, ja, mich da einzusortieren in soner Hierarchie. Das daraus interpretiere ich, dass deine Jugend und deine Kindheit mit den Eltern und den Elternhaus, wie wir's besprochen haben, dass Du da sehr frei warst in deinen Entscheidungen. Also dass die nicht gesagt haben, Du machst jetzt den Chemieleistungskurs oder Du machst jetzt keine Ahnung. Ist es so oder war's anders?

Weil dann hätte ja theoretisch dein inneres, ich möchte keine Hierarchien Kind sozusagen schon rebellieren müssen an der Stelle. Ja, ich glaube, dass das dass das, ich mag keine Hierarchien, genau daher kommt, dass ich sehr oft das machen musste, was mir gesagt worden ist. Aha. Und irgendwann mit 'nem gewissen Alter und dann mit 'ner gewissen Reife hinterfragt man Dinge, ne. Und Mhm.

Dann fängt man halt als als Kind oder nein, nicht Mann. Ich hab irgendwann hinterfragt, denen die Sinnhaftigkeit hinter dem, was was was mir gesagt worden oder was ich was ich machen soll. Und diese Unzufriedenheit in diesem in diesem in diesem Elternhaus, die brach dann Bahn spätestens in der in der Bundeswehrzeit, als ich gemerkt hab, auf gar keinen Fall. Also zu Hause war es lange Jahre so, dass, ne, Du Du machst das und Du machst das. Und ich hab's auch immer irgendwie fleißig abgenickt, unsicher, wie ich damals war.

An diesem Punkt war aber für mich Schluss. Ich wollte das nicht. Okay. Mhm. Ne.

Und und da fing es eigentlich an, dass ich alles, was mit Hierarchien oder alles, was mit Abhängigkeiten zu tun hat, ich grundsätzlich ablehne. Mhm. Okay, also dann hab ich das aber cool, dass Du das noch mal klargestellt hast. Hätte ich ganz anders interpretiert. Siehst Du, so ist das, ne.

Von außen wirkt das dann anders, aber es ist cool. Da war so viel Vorgabe, dass Du irgendwann gesagt hast, okay, jetzt merke ich, das ist gar nicht mein Ding, ne. Genau. Und irgendwann dieses Freiraum versus Förderung. Und ich hab auch festgestellt bei meinen Gästen, dass die, die gesagt haben, ich hab immer alles alleine entschieden, dann aber auch 'n Vakuum hatten irgendwo und gesagt haben, ich Auf der einen Seite ja, ich durfte immer so lang weggehen wie ich wollte und dies und das, aber auf der anderen Seite hätte ich mir 'n bisschen Führung da auch gewünscht.

Und bei dir war's quasi umgekehrt. Hast sehr viel vorgegeben bekommen und hast irgendwann gemerkt, das ist überhaupt nicht meins. Ich will mehr Freiheit. Korrekt. Ja.

Sehr cooler Weg, sehr cooler Weg. Und dass Du's da an der Stelle entschieden hast. Mein Lieber, jetzt hab ich noch eine Sache aus der Kindheit und ich geh relativ easy daran, obwohl's eigentlich 'n schwieriges Thema ist. Ich weiß aber, dass Du sehr easy daran gehst. Deswegen lass uns einfach mal kurz drüber reden.

Irgendwann im, soweit ich weiß, im Teenageralter hast Du gestottert. Mhm. Und ich sag das deswegen so offen, weil natürlich jemand, der mit Sprache arbeitet und der heute Podcastcoach ist, ja, umso interessanter er ist, wenn er früher mal gestottert hat. Und die Frage a, wie kam das? War das genetisch bedingt oder hast Du irgend 'n Traumatanen Unfall erlebt oder irgendwas?

Und und wie wird man das dann wieder los? Nee, ich hab kein Traumata, kein Trauma gehabt und auch keine nichts irgendwas, was mich da jetzt so beeinflusst hat. Es hat sich entwickelt im Laufe der im Laufe der Sprachentwicklung. Und ich hab heute immer noch Schwierigkeiten mit bestimmten Konsonantenkombinationen. Also g l zum Beispiel ist für mich unheimlich schwierig zu machen.

Also jemandem Glück zu wünschen, ist gar nicht so einfach für mich. Ich wünsche viel Erfolg, ja. Also Ja. Das sind so Dinge, die die dann dich dann umschiffe, einfach damit ich nicht hängenbleibe, mittlerweile Kann man das so bewusst steuern? Soll ich mich nicht da reingrätsche.

Aber kannst Du im Satz, weißt Du jetzt, dass 'n GL auf dich grade zukommt und Du und Ja. Wahnsinn. Ja. Ja. Das ist ja crazy.

Ich ich kann es, also jetzt, ich, es ist jetzt so, ich mein, wir machen dann 'n Podcastinterview. Ich bin auch nicht komplett emotionslos. Das heißt, ich bin ja auch 'n ganz klein wenig nervös und bin ja auch 'n bisschen aufgeregt. Und dann gelingt es mir einfach nicht so gut, das im im Griff zu haben. Ich hab eine Menge an Sprachtraining gemacht, dass ich diesen Druck rausnehme aus der Stimme oder aus dem aus dem aus dem Sprechapparat, dass ich halt vielleicht auch son bisschen mich einsumme in das doch weiche Gö, ne.

Und mit sonem leichten Summen kann man da besser rein. Das sind so die das sind so die kleinen, ja, Kniffe, die man dann so mitnimmt. Mhm. Und tatsächlich ist es zu einem großen Teil in der Pubertät dann wieder verschwunden. Was aber geblieben ist, ist dieses doch sehr schnelle Sprechen.

Ich hab sehr schnell gesprochen und hab sehr viele Endungen verschluckt. Meine Großmutter hat immer gesagt, Gordon, sprich nicht so schnell, ich versteh dich nicht. Und das ist natürlich dann sone Sache. Und da hab ich dann irgendwann angefangen, das mir abzutrainieren mithilfe von verschiedenen Seminaren im Bereich Sprecherei, also Sprechausbildung beziehungsweise so Seminare hab ich gemacht zum Thema richtige Atmung oder Betonung, dass man da guckt oder dass ich da geschaut habe, dass ich die Endungen ganz bewusst mitspreche, dass ich die Atmung richtig einsetze. Das hat mir unheimlich geholfen.

Und natürlich auch dieser ganzen Podcasterei sehr geholfen, dass ich da dass ich da besser geworden bin. Also krass, ich hab dir ja schon in der Anmoderation die Blumen überreicht und dann mach das gerne an der Stelle auch noch mal und das wird auch noch mal kommen, dass ich finde, dass Du 1 der besten Podcaster bist, weil ich ich liebe einfach deine Artikulation. Du sprichst für mich komplizierte Sachverhalte. In komplizierter Sprache ist das für mich einfache Sprache bei dir. Weil ich's einfach immer checke irgendwie.

Also ich hab zumindest das Gefühl, bei mir kommt's halt an, es gibt ja immer den Sender und den Empfänger. Bei mir kommt immer was an. Und ich denk immer, boah, der Gott dann wirklich, der kann so toll reden und auf die Leute eingehen und sprechen. Und das da bist Du für mich und das sag ich ja jetzt zum wiederholten Mal, 1 der allerbesten, ganz egal ob da Lanz umbrecht oder alles in meiner Liste ist, ja. So Menschen, die auch beruflich viel reden und sich artikulieren und und sprechen und Sprachen benutzen beruflich.

Da bist Du in der absoluten Champions League bei mir. Wow. Und deswegen ist es umso spannender zu wissen, wo Du herkommst, was Du überwunden hast. Und deswegen stell ich jetzt auch eine Frage, die an der Stelle redaktionell eigentlich nicht passt, aber ich habe ja gesagt, wir lassen uns da treiben. Ich stelle nämlich immer auf der Heldenreise auch die Frage nach Mentoren.

Und weil Du jetzt grade gesagt hast, Du hast dann viel Sprechtrainings gemacht und so weiter, hätte ich wieder mal eine zweigeteilte Frage. Frage Teil Nummer 1, dann bist Du so 15, 16, 17, 18 irgendwo in der Range, ja? Mhm. Woher nimmt man dann die Weisheit zu sagen, ich brauch 'n Coach oder gab's dann tatsächlich auch so die Eltern, die gesagt haben, Du gehst jetzt dahin? Also ist dieses ich hol mir Hilfe von außen Dingen bei dir da schon drin gewesen?

Hast Du das von dir aus gemacht? Oder wurde wie das gesagt? Diese, meinst Du jetzt die die Hilfe, was die Sprache angeht? Ja, genau. Über die Stotterei, Das Ja.

Kam später, kam deutlich später. Ich würd sagen, dass ich da eher so 19, 20 war, dass ich da mir Hilfe geholt hab. Von daher, nee, das jetzt nicht. Okay. Weil Du bist ja selbst Coach und Du hast dir Menschen geholt, die dir helfen bei diesem Ja.

Bei dieser Problem, bei dieser Baustelle. Und die Frage, die ich an der Stelle halt ja immer verbinde, ist, viele Menschen lehnen ja Coachings oder externe, grade externe Hilfe, gerade im Bereich psychische Gesundheit auch ab. Also ich meine, das ist ja in anderen Teilen der Welt ganz anders. Da da die Amerikaner, ich glaub, die gehen häufiger zum Psychiater als zum Zahnarzt, ja. Und hier ist das unvorstellbar.

Die gehen halt häufig hin, einfach ihr Mental Health zu überprüfen, ja. Und einfach nur ein Gespräch zu führen, wie geht's dir und so. Und das ist bei uns son bisschen Tabuthema, deswegen find ich das total cool. Und ich wollte einfach mal so rausarbeiten, weil Du ja auch mit dem Thema, mit den Themen so rausgehst, ob das sone intrinsische Geschichte bei dir ist. Aber Du sagst auch, das ist gewachsen.

Es ist gewachsen, aber es gibt eine Mentorin. Zwar mein meine meine meine Tante, die Schwester meiner Mutter, die ist eine ganz andere Persönlichkeit als als meine Mutter, wie's oft bei Geschwistern ist, ne, dass sich die einfach auch unterschiedlich entwickeln. Und sie war auch diejenige, die mich 'n Stück weit angefixt hat, was den Journalismus angeht oder anging, weil sie damals als Pressesprecherin gearbeitet hatte, auch in verschiedenen Verlagen und und dergleichen mehr. Also alles, was so Medienöffentlichkeitsarbeit ist, das war so ihrs. Und sie hatte auch 'n ganz kurvigen Lebenslauf.

Und das hat mich immer schon total fasziniert. Und wir hatten damals nicht so viel Kontakt regelmäßig, heute dafür umso mehr, damals nicht. Und in dieser Zeit hatten wir wohl wieder 'n bisschen mehr Kontakt. Und ich glaube, dass dass sie mich da auch ein wenig gefordert und gefördert hat, was das angeht. Also gerade, was so die die Bereitschaft angeht, an sich selbst zu arbeiten und auch Hilfe anzunehmen.

Das das hab ich, glaube ich, auch ein gutes Stück weit von ihr. Okay, dann würde ich Sie mal auf die Mentorenseite buchen. Ja, auf jeden Fall. Hast Du mir 'n Namen dazu? Also musst Du 'n Vornamen reicht mir?

Anke. Mhm. Na, Anke. Okay, dann sag ich an der Stelle schon mal, nee, ich sag nicht danke Anke. Danke Anke.

Das wär jetzt super, mein Lieber. An der Stelle, eigentlich viel früher schon, komm ich normalerweise zur Schnellfragerunde. Ja, genau. Das heißt, wir einfach deine Person son bisschen hinterfragen und mal, die Hadece draußen, euch da euch lieben da draußen mal vorstellen, wer ist denn der Gordon eigentlich so? Deswegen fang ich einfach mal an.

Gordon, schnell Frage Nummer 1, was ist dein Lieblingsbuch und warum? Der Anschlag von Stephen King. Mhm. Gelesen von David Nathan. Mhm.

Der die Synchronstimme ist von Johnny Depp zum Beispiel. Mhm. Es ist ein Genuss. Es ist eine 1, quasi eine Krimigeschichte mit einem total verdrehten zeitlichen Kontext. Also jemand mit dem Wissen von heute reist in die Zeit vor der Ermordung John F Kennedys und versucht, das zu verhindern, aber die Vergangenheit wehrt sich.

Das ist total interessant. Also für vom vom Storytelling Ansatz unheimlich interessant. Mhm. Gibt's ja auch 'n Film zu. Oder?

Ja. Ja, ich glaub schon. Muss ich dir mal gucken. Okay. Also wenn ich dich jetzt täusche, gibt's es, wurde da, glaub ich, auch 'n Film so?

Na, ich bin mir nicht sicher. Aber Okay, schauen wir mal. Gibt's 'n Ort, der dich besonders inspiriert? Also gibt's irgendwas, wo Du sagst, wenn ich da bin, dann da hab ich echt meine besten Ideen? Wenn's wenn's mich herum in irgend 'ner Art und Weise natürlich rauscht.

Also im Wald oder an der See, an einem Fluss. Also wenn ich in Kontakt mit Natur bin. Wie oft bist Du in Kontakt mit Natur? Na, ist 'n Hund. Ich hab 'n Hund, ich bin nahezu täglich in der Natur unterwegs.

Genau. Dalmatiner, glaub ich, ne? Richtig, genau. Weil der braucht ja auch 'n bisschen Bewegung dann. Ja, der ist genügsam, aber ja.

Der der sollte schon gelüftet werden. Mhm. Okay, jetzt kommst Du aus der Region Moers. Ich versuche grade, synnabtisch irgend eine 1 Mahlzeit zuzuordnen, kann ich aber nicht, deswegen stelle ich's Schwierig. Grade einfach.

Schwierig. Gibt's, was hast Du 'n hast Du 'n Lieblingsessen oder ist das irgendwas Regionales? Pizza, ja, nicht, ich meine Pizza. Also Du kannst Du kannst mir mit 'ner guten Pizza echte Freude machen. Okay.

So sehr, dass ich so am nächsten Tag mich sogar drauf freue, die Überreste kalt zu essen tatsächlich. Okay. Den Bond oder so was. Pizza. Jetzt bekommen wir ja im Leben eine Menge Ratschläge und Du hast ja auch schon 'n paar Jährchen hinter dir.

Wir kommen ja auch noch auf die weitere Geschichte. Gibt's irgend 'n Ratschlag, von dem Du sagst, das ist der, der begleitet mich und den würde ich auch gern weitergeben? Ja, glaub nicht alles, was Du denkst. Mhm. Ist das bei dir so?

Ich hab das lernen müssen in der Therapie, als die Depression zuschlug vor Jahren, Mhm. Dass das etwas ist, was in meinem Kopf passiert und nicht in der Realität. Mhm. Okay. Gut, glaub nicht alles, was Du denkst.

Das ist eine coole Sache. Gedanken, ich sag immer, wenn wir so drüber reden, wie viel 1000 Informationen am Tag auf uns einprallen, dann vergessen wir die, die wir selber denken, weil unser Gehirn da gar keinen Unterschied macht, Herr Das ist zum einen das und zum zum anderen ist das, sind diese Gedanken so schnell und und so giftig mitunter, dass die, dass man gar nicht weiß, woher kommt eigentlich diese Stimmungsschwankungen grade? Woher kommt eigentlich dieses schlechte Gefühl grade? Und mit ein bisschen Achtsamkeit und Training und ich bin ganz stolz drauf, dass ich mir das immer besser gelingt, komme ich diesen Gedanken und diesen Mechanismen auf die Schliche. Und das kann ich eben nur empfehlen, der genau diese schlechten Gedanken hat.

Es ist etwas, was man behandeln kann. Punkt. Mhm. Glaub nicht alles, was Du denkst, das find ich super. Da kommen wir auch gleich noch mal drauf.

Ich möcht aber jetzt erst mal die die Schnellfrage nicht mehr durchziehen, okay. Ja. Welche App benutzt Du am häufigsten? Oh, die App, die ich am häufigsten benutze, ist To do Isd im Moment. Also einen eine 1, ja, To do App.

Mhm. Ich hätte jetzt gedacht Notion, weil ich hab natürlich die Folge gehört. Ja, ich hab auch echt überlegt, ob ich Notion, ne. Ich bin grad dabei, Notion und To doist in irgend 'ner Art und Weise zu automatisieren oder zu verbinden. Ich hätte jetzt aber noch nicht so die Gelegenheit, mich da richtig einzufuchsen, aber die beiden sind's sicherlich, ja.

Und damit hebst Du dich sehr wohltuend aus der der Masse der Antwortgeber heraus, die WhatsApp sagen darf, wie aus der Diskussion. Oh Gott, ja. Ja. Ja. Okay.

Ich weiß nicht, ob das alles gut oder schlecht ist. Da muss ich mal drüber nachdenken. Ja, da muss man drüber nachdenken, ja. Bei Olympia würd ich dich am ehesten sehen in der Sportart. Oh, ringen oder Boxen?

Ich glaube, ringen. Boxen. Son, bist Du son Kampftyp? Ich bin son, ja, so seit seit Ewigkeiten Kampfsportler und beschäftige mich seit 5, 6 Jahren sehr, sehr intensiv mit Self Defense Sachen. Und ich hab festgestellt, so von der Statur, gut, wenn ich, ich dürfte noch 'n paar Kilo verlieren, aber prinzipiell von der Statur wär ich, glaub ich, 'n ganz guter Boxer oder Ringer geworden.

Mhm. Du beschäftigst dich damit, weil es 'n guter Ausgleich ist zu deiner mentalen Arbeit oder weil es 'n konkreten Anlass gab? Oder weil's einfach Es gibt keinen konkreten Anlass. Nee, es hat es hat mir euch tatsächlich hab ich immer schon Kampfsport gemacht. Ich hab irgendwann festgestellt, ich hätte mal Bock, dass es mal son bisschen ruppiger wird.

Und dann hab ich festgestellt, okay, wenn Du 'n guten Self Defence Trainer hast, dann geht's da auch sehr viel Achtsamkeit. Es geht gar nicht so sehr wir hauen uns auf die Fresse, sondern es geht darum, das zu vermeiden. Und das fand ich total cool. Also grade so Sachen wie Grave Magard oder Combatted, die haben mir, was so die den Blick auf die Welt und die Dinge angeht, unheimlich geholfen. Also auf der einen Seite dieses Verständnis dafür, dass ich mein Ego auch zurückstellen kann.

Ich muss mich nicht mit jedem und allem beschäftigen und körperlich werden. Ich kann da drüber stehen, aber ich hab gelernt, dass, wenn es nicht anders geht oder meine Familie in in Gefahr ist, lass ich einfach die Hölle los. Und dazu zu in der Lage zu sein, aber auch gleichzeitig die Größe zu haben, sich nicht von jedem anpinkeln zu lassen, das hat mir schon unheimlich geholfen. Du hast vor Kurzem in 'nem anderen Podcast, da warst Du Gast bei, ich glaube Sabine. Wie heißt sie?

Hilf mir, Du hast da, auf jeden Fall hab ich's gehört und Du hast eine, genau sone Situation beschrieben, als Du mit deiner Tochter irgendwo 'n Hast Du das hier mit der Iris, bei Iris Seng, ja. Bei Iris, genau, was Du Grüße. Ja. Dass Du im Auto, an 'nem Auto vorbeigefahren bist, wo die Situation komisch aussah mit 'ner jungen Frau, die da vorm Auto Beifahrersitz irgendwie, keine Ahnung. Also es war war sehr komisch.

Du hast hingeguckt und ich sag jetzt mal in in in der Kurzzusammenfassung, der Typ der Frau hat gedacht, glotzt irgendwohin, wo Du nicht hinglotzen sollst oder machst sie irgendwie optisch an. Und dann kam er und hat dich mehr oder weniger krass provoziert und Du hast dann einfach gesagt, komm, lass mal gut sein und Du bist 'n Typ, ich seh schon, mit dir legt man sich besser nicht an, alles gut. Ich glaube nichts und so. Ja, ich hab mich da rausgeredet. Genau, so reflektierend dann im Endeffekt auch zu sagen, das war eine starke Geschichte.

Ich hätte ihm jetzt auch auf die 12 kloppen können, ja, und dann hättest Ja, ich hätte das vor einigen Jahren auch gemacht, ne. Also, ich sag mal so, 10 Jahre zurück hätte ich, Herr Werder ist eine schöne Schlägerei geworden, ja. Mhm. Also schöne Und heute, Du verlierst und das ist ja auch eine tolle Sache, ne. Also Ja, genau, genau.

Also ich, diese, ich ich ich bin mittlerweile seit einigen Jahren der Mensch, der ich sein kann. Das kann ich das kann ich so sagen. Also zum einen durch, dass ich dieses dieses mich dieser dieser Krankheit Depression gestellt habe und da auch durch bin mit mit also mit Blut, Schweiß und Tränen, dass ich an 'nem Punkt bin, wo ich sagen kann, so, ich kann damit jetzt umgehen. Und das andere ist dieses dieses Gefühl von, ich bin auf eine angenehme Art und Weise wehrhaft. Und das ist eine Fähigkeit, die ich uns allen Menschen wünsche, sich eben nicht kleinzumachen, sondern sondern zu sagen, pass auf, es gibt ja eine Linie und da ist vorbei.

Aber vorher ist alles in Ordnung. So und das wünsch ich mir, jetzt fang ich an zu politisieren, das wünsch ich mir in der Demokratie, das wünsch ich mir im Land. Das wünsch ich mir für alle Menschen, dass sie sagen, okay, ich ich hab das Gefühl, ich kann etwas bewirken, wenn es darauf ankommt. Mhm. Find ich gut.

Okay. Bist Du Frühaufsteher oder Nachtmensch? Oder beides? Ja, son Glied. Also ich bin eher früher wach als meine Frau das schon.

Okay. Was nix heißt. Also ich glaub, ich bin tendenziell eher ein Frühaufsteher. Mhm. Okay.

Du hast, ich hab die Superkraft. Du darfst dir wünschen, eine beliebige historische Person, egal ob gestorben, aus der Vergangenheit oder aktuell lebend, für einen Tag zu treffen. Wer wär das? Boah. Ich glaub, wenn ich ins Jahr neunzehnhundertzweiunddreißig reisen könnte mit den Fähigkeiten von heute Ja.

Dann würd ich mich, glaub ich, dann noch mal auf eine körperliche Auseinandersetzung einlassen. Aber lass mir das. Ich glaube, ich würde so sone Person mal gerne treffen wie Kleopatra oder Cäsar. Ich wär gern mal so in diesem Römischen Reich oder Ägypten, einfach nur, was mal zu spüren, wie das so war, was man so, was man so hört und liest. Gar nicht so, ich hab jetzt gar nicht so diesen Anspruch irgendwie mal, weiß ich nicht, son Platon oder mich mit jemandem mal, weiß ich nicht, hochphilosophisch auszutauschen.

Ich hab mal Spaß, so auch mal so römisch unterwegs zu sein. Mhm. Bei uns hier in der Nähe gibt's 'n original römisches Castel nachgebaut, die Saalburg. Mhm. Also wirklich 1 zu 1, also nicht nachgebaut, sondern wieder rekonstruiert.

Mhm. Das ist schon irre, wenn Du da guckst, ne. Also die waren ja hier bis bei uns am Limes. Ich wohn ja in Mittelhessen und da unterhalb von Frankfurt, weiter hoch sind sie da nicht, weil sie gesagt haben, die Amanda, die fressen Kinder und so. Das wär richtig.

Aber aber wenn Du dir das anguckst, wie die organisiert waren mit zentraler Fußbodenheizung und solche Sachen. Kannst Du das wahrscheinlich. Richtig. Das ist schon crazy. Ja.

Also kann ich absolut nachvollziehen und ja, okay, werde ich werde ich einrichten. Kleopa ist gebunkt, ja. Cool, ja, Alles klar. Okay. Mein Lieber, Turnschuhe oder barfuß?

Oh, barfuß. Wenn's geht, barfuß. Barfuß? Magst Du barfuß laufen? Ja.

Ja. Ja. Ich mag barfuß laufen. Ich würde es jetzt, bin jetzt nicht so jemand, der jetzt so Barfußschuhe und so. Aber wenn es dich ergibt so, ich laufe gern barfuß.

Mhm. Okay. Du bist ja auch son Camper Typ, glaub ich, ne. Also beziehungsweise ihr habt Wohnmobil, ne. Ja.

Neuerdings. Ja. Ja, genau. Neuerdings. Aber ich bin, wir sind halt recht früh mit dem Camper unterwegs gewesen.

Und das fand ich immer cool. Mhm. Cool. Letzte Frage aus der selbst, aus der Schnellfragerunde und da bin ich mal sehr gespannt auf deine Antwort. Was war das letzte Geschenk, das Du dir selbst gemacht hast?

Ein Taschenmesser. Ein Taschenmesser? Ja. Ich hab 'n 'n Faible für Son Schweizer? Nee, so hochwertige Utensilien.

Also ich spiel die ganze Zeit mit sonem, man kann es hier nicht so richtig hören, aber das ist son son, man kann's richtig sehen natürlich, weil's 'n Podcast ist. Ich hab son Titankugelschreiber so mit soner, das ist so halt bisschen was für meine, wenn ich wenn ich 'n bisschen nervös bin, dann schnapp ich mir den und und und hab den son bisschen in der Hand. Und ich mag halt so so Krimskrams, wenn er son bisschen hochwertig ist. Und das war 'n sehr schönes Taschenmesser, das ich mir da gegönnt habe, auch find ich relativ teuer. Es war aber 'n Geschenk.

Was das ist 'n relativ teuer, wenn ich mal fragen darf beim Taschen 400 Euro. Keine Ahnung. Ja. 400 Euro. 400, ja, genau.

Okay. Wär relativ teuer, ja. Ja, das war für 'n Taschenmesser. Das stimmt. Aber ich bin, Taschenmesser hat businessmäßig die völlige 0, da hab ich keine Ahnung.

Ja. Ich hab vorher einiges an Material verkauft. Ich hatte da auch so echt viel zusammen gesammelt. Ich hätte ja dann alles Mögliche verkauft und dann hab ich das quasi so 1 zu 1 eingetauscht. Und Ja, mir ging's jetzt gar nicht dumm, wie Du's finanzierst, sondern einfach nur so mal die Wertigkeit.

Ja. Ja, ich hab schon schon Spaß gemacht und ich hab auch so auch so so son bisschen, was so Organizer angeht. Ich hab auch son kleinen Taschenfimmel, also ich könnte auch irgendwie Rucksäcke und Taschen kaufen, bis der Arzt kommt Und solche Sachen find ich halt total geil. Mhm. Aber ich find deine Antwort auch hier sehr cool, weil häufig kommen dann so Antworten wie, ja, 'n neues Mikro oder Mhm.

Keine Ahnung, 'n Laptop. Ich hab mir jetzt 'n neues MacBook bekommen. Und das ist ja dann doch wieder was für die Arbeit oder für Richtig, genau. Richtig. Ich kann das jetzt kein Geschenk.

Deswegen Taschenmesser find ich richtig geil. Also die Antwort geht 1 1 a ohne Rückfrage durch, weil das ist einfach wirklich was, was man sich selber schenkt. Und ich kann das komplett nachvollziehen. Ich mag das auch, ich kaufe mir unheimlich gerne Dinge wie zum Beispiel 'n Satz Kaffeelöffel, die mir gut gefallen, ja. Oder Besteck, was mir gut gefällt.

Da hab ich ständig Spaß dran, ja. Und dann Total. Ist, ja. Sind so die kleinen Sachen, die manchmal das Leben Ja, Du hast sie dann in der Hand und denkst, och, schön. Ne, einfach so Genau.

Nett. Ja. Ist einfach 'n gutes Gefühl hier an der an der Stelle. Ja, das ist so. Ja, cool.

So. Also jetzt sind hier, ich kauf hier keine Klamotten so, ich renn immer, ich hab immer, weiß ich nicht, ich hab 10 die gleichen T-Shirts. Ich hab 3 verschiedene Hosen in der verschiedenen Farm. Ja, ja. So, ja, ne, so und ich sag mal, son son bisschen Klimmim drum herum, was mal in die Tasche wandert oder mal wieder irgendwie rotiert in der Tasche.

Da da ist dann das, was halt irgendwie, oder mal die Patch ist Was ist denn der berühmt ist für seine für diese Kleidungsart? Kennst Du eine berühmte Persönlichkeit, die so war? Also ich hab mir sagen lassen, dass es eine dass es so wie Obama oder so was, auch die Poly die Polygä, aber aber der erst so verschiedenlich überliefert ist, ist Albert Einstein. Der hatte sich mal exakt das Gleiche im Schrökängen. Also wirklich exakt Von den Socken über die Unterwäsche, Hemdhose, Jacke, also Sakko, alles exakt gleich.

Ja. Ist überliefert. Ich weiß noch. Ich wusste, dass ich mit Albert Einstein einiges verbindet, ja. Du kannst deinen, ich kann Leopardra noch abbestellen, wenn Du möchtest.

Nee, nee, lass mal, lass mal. Ich würde lieber mit Leopardra hängen, Runde. Okay, dann dann bleibt das dabei. Okay, cool. Die Schnellfragerunde ist durch.

Vielen Dank dafür. Jetzt sind wir in deiner Vita irgendwie so die 20. Dann kam die Bundeswehrzeit, hast Du gesagt oder war das, das war da schon, ne? Die waren schon, genau, genau. Mhm.

Okay, und Du hast gemerkt, also Hierarchie ist für mich nichts. Wie ging's denn dann beruflich weiter? Na ja, erst mal gar nicht, denn ich hab dann einige Jahre sehr erfolglos studiert, ziemlich desillusionierend. Ich hab aber jede Party mitgenommen damals. Es war, ja, so in Ermangelung an Erfolgen hab ich da echt jede Party mitgenommen.

Für irgendwas muss es ja gut sein, wenn man an an der Uni ist. Und aber ich hab gemerkt so, also ist rückblickend eine der schlimmsten Phase meines Lebens, ne. Und da da ist es eigentlich auch aufgeploppt, dass da irgendwas in mir schlummert, was nicht in Ordnung ist, aber halt nicht erkannt worden ist. So. Und beruflich gesehen habe ich halt irgendwann mit, weiß ich nicht, 23 das Studium dann beendet und hab eine Ausbildung angefangen als Ergotherapeut.

Mhm, genau. Ich hatte ja gesagt, Du kommst ausm Gesundheitssektor ursprünglich beruflich, ne. Ja, und das ist ja eigentlich auch 'n geiler Beruf. Ja, ja, und vor allem ist es mir irgendwann bewusst geworden, dass diese dieses Helfen oder anderen Helfen etwas ist, was in in all den Dingen drin ist, die ich so tue in meinem lieblangen Tag, ne? Also sowohl diese Podcastsache, ich helfe Menschen, über eine Hürde hin hinüberzukommen und mich aber gleichzeitig dann ein Stück weit überflüssig zu machen.

Also ich brauch dieses, ich brauch nicht Also ich hab jetzt nicht son Helfersyndrom, dass ich die ganze Zeit irgendwie helfen, helfen, helfen, helfen will. Ich find's viel geiler, wenn Menschen irgendwann sagen, so, jetzt kann ich das alleine und vielen Dank. So und das hab ich als Therapeut gehabt. Das hab ich Und das ist auch 'n ganz Das ist auch das Tolle an dem Beruf, ne, dass man da einfach auch sieht, ey, auf einmal kann der sich selbst nach 'nem Schlaganfall wieder vom Liegen an die Bettkante setzen, ohne dass er Hilfe dabei braucht oder vom Sitz in den Stand oder die Ersten dabei zu sein, wenn Menschen wieder ihre ersten Schritte nach 'nem Schlaganfall machen, ist einfach nur wahnsinnig geil, ne. So und und das sowas zu sehen, das macht mir unheimliche Freude.

Jetzt gab's in dem Therapeutenjob irgendwann für mich einfach auch kein Weiterkommen mehr, weil es ist jetzt nicht so ganz mein Traumjob, gerade in der Praxis nicht wegen den Arbeitszeiten, Bezahlung und so weiter. Mhm. Und na ja, dann dann dann ging eigentlich diese ganze Coaching Sache los, ne, dass ich so die ersten Coaching Ausbildungen gemacht hab, so in dieser in dieser Therapeutenzeit. Und das war ja dann auch am Ende der Einstieg in diese ganze Podcastwelt. Mhm.

Jetzt hast Du ja gesagt, da kamen dann irgendwann auch in dir hoch oder Du hast gemerkt, während dem Studium und vor der Ausbildung, da ist irgendwas, was nicht so ganz gesund ist, das ist irgendwie nicht so ganz cool. Und ich hab vielleicht öfter negative Gedanken und so weiter. Wie, und ich hab vorhin schon mal gedacht, ich hab die Frage hier schon aufm Zettel stehen, weil Du da auch schon mal kurz drüber geredet hast, wie misst man Depression? Oder wie erkennt man Depression? Weil ich sag mal, schlechte Tage hat ja, glaub ich, jeder.

Es gibt Absolut. Downlights. Ja, gibt's Sinn. Ich bin ja auch 'n sehr emotionaler Mensch. Ich mach ja emotionales Storytelling und sage auch immer, alle Gefühle dürfen gefühlt werden und müssen auch gefühlt werden.

Du kannst nicht glücklich sein, wenn Du nicht weißt, wie traurig sein sich anfühlt, ja. Mhm. So gefühlt, jeden und ja. Aber wann war jetzt der Punkt bei dir, wo Du gesagt hast, okay, ich glaube, das ist nicht in dem Normalen in Anführungszeichen, was ist da die Norm? Gibt's ja nicht, aber Ja.

Nee, es gibt keine richtige Norm, aber es gibt schon eine 1 Art von Klassifikation, wo wo woran man dann sehen kann, okay, da ist wär's nicht in Ordnung. Also egal, was es ist, ob jetzt Depressionen, ob jetzt Ängste, ob's jetzt Zwangsgedanken sind, das ist prinzipiell ja nichts Ungewöhnliches. Es ist nur von der Intensität und von der Dauer her ungewöhnlich. Das heißt, diese schlechten Gedanken, die hat man mal und auch mal 'n schlechten Tag zu haben, hat man mal. Wenn das aber über 4, 5 Wochen ist und dazu noch 'n paar Neben Symptome kommen wie Libido Verlust, wie zu viel Essen, zu wenig Essen, Ein- und Durchschlafstörungen oder mangelnder Antrieb, dann sind das so, ich sag mal, Puzzlestücke, die man dann zusammensetzt, die dann sagen Oder wo man dann einen Schluss ziehen kann, okay, das ist eine leichte, mittelgradige oder schwere Depression.

Und da hatte ich das Glück, das unverschämte Glück, an eine richtig gute Therapeutin zu geraten, die das dann auch am Ende wahrgenommen hat. Denn ich war 2, 3 Mal zu solchen Erstgesprächen in diesen 5, 6 Jahren vorher und da hieß es, ja, Sie brauchen eine Berufsberatung oder Sie müssen mal in Urlaub fahren oder sonst irgendwas. Und na ja, das das ist dann irgendwann endlich mal diagnostiziert worden und ja, Lakimi, dass das irgendwann dann so weit war. Mhm. Okay, jetzt hast Du ja sozusagen die Depression irgendwann festgestellt und gehst ja auch offen damit Ja.

Wie wie wie geht man da ran? Also man merkt dann, okay, es ist eine Krankheit und dann gibt es sozusagen die Therapeutin, die die dich betreut und die sagt dir dann, weil Du hast heut, ich ich fang mal an, die Frage ist schwer. Ich ich frag die Frage mal anders. Du hast gesagt, es gibt Methoden und Tools und wie ich mich selber da raushole. Also Du hast es beim Stottern übrigens gesagt, aber auch jetzt in der Depression.

Das heißt, Du bist auch sehr viel dein eigener Unterstützer, dein eigener Helfer an der Stelle. Ich ich bin der Einzige, der mir helfen kann, ja. Ja. Wie macht man das dann an der, an dem Punkt? Also in der Therapie ist es typischerweise so, dass man Also in der Verhaltenstherapie Ich kann jetzt Ich hab Verhaltenstherapie gemacht, also nicht so Es gibt ja dieses klassische Tiefenpsychologie Tiefenpsychologische, das sehr, ich will das nicht werten, sehr viel Fokus auf das hat, was war, Kindheit und so weiter.

Und in der Verhaltenstherapie akzeptiert man, dass das so war, wie es war und guckt nach vorne. Das ist so ist wie beim Autofahren, ne? Du hast den Rückspiegel, der ist relativ klein im Vergleich zum zur Frontscheibe. Diesen Vergleich, der hat mir immer sehr gut gefallen. Und dann geht's darum, Muster zu erkennen, die einen negativ denken lassen.

So und und da da sind am Anfang das herauszuarbeiten, was ist eigentlich jetzt genau der Punkt, der dafür sorgt, dass das passiert? Oder dass, wenn Du in dieser Situation so und so denkst, dass Du mal 1 1 1 1 Gegenfrage stellst, so, ist das wirklich so, dass Du anfängst, auch an dir zu zweifeln, dass die Gedanken, die Du hast, falsch sein könnten. Und das also mit diesem, also das das ist 'n, ne, glaub nicht alles, was Du denkst. Es ist 'n wunderschöner Spruch. Wenn man aber einmal verstanden hat, was der für eine Bedeutung hat, dann kann der einem in soner Übergangsphase ganz schön Angst machen.

Und ich hatte dann irgendwann auch diese Phase und da glaub, man muss jeder durch, wenn man der in der Therapie ist. Was bleibt denn von mir übrig, wenn Du dir, wenn wenn Du diesem Menschen die Depression wegnimmst? Wer bin ich denn eigentlich, ne? Und da durchzugehen und die Stärken, die man hat, zu entdecken und die Fähigkeiten zu entwickeln, diesen Dämonen irgendwas entgegenzusetzen, das ist total großartig. Und das hat sehr viel mit Achtsamkeit zu tun.

Also Du hast halt zwischen Reiz und Reaktion, da ist son kleiner Punkt und das sind kleine Lücke und auf die darf man sich konzentrieren, ne. Wenn wenn Du jetzt irgendwas erlebst, also irgendwie die Kinder schreien und sind laut. Und dann erleb ich ganz häufig, dass ich aus der Haut fahren könnte und merke, oh okay, da bin ich an 'nem Punkt, wo ich vorher hätte besser auf mich aufpassen sollen. Und dann überlege ich, ja, vermutlich, ja, Du hast nicht wirklich gut geschlafen die letzten Nächte. Du warst nicht beim Sport.

Kein Wunder, dass deine Zündschnur jetzt kurz ist, ne. Mhm. Und ein Leben zu leben, sich selbst auch in den Mittelpunkt zu rücken und dafür zu sorgen, dass es einem gut geht, das ist das ist ein ganz, ganz wichtiger Teil dieses therapeutischen Prozesses. Also es hat sehr, sehr viel mit Achtsamkeit zu tun Und das Hinterfragen der Muster, den man so den lieben langen Tag, ja, zeigt und macht und tut Bedient. Oder Ja, genau.

Die auch, genau. Ja, richtig, genau. Der Gordon 2025 auf 'ner Skala von 1 bis 10, wie glücklich ist der? 7.5 Mhm. Mit dem Trend nach oben.

Mhm. Ich hab noch 'n Thema, das ich mit dir gerne besprechen würde, mein Lieber. Ja. Und das ist eine sehr persönliche Reflexion, die mir bei dir aufgefallen ist. Und das würde ich gerne mal mit dir besprechen, ob Du das auch so siehst, ja.

Also wir sind uns ja, begegnen uns ja öfter mal so oft bei der Camping oder so. Ich weiß gar nicht, irgendwo anders habe ich die auch schon gesehen. Und ich hatte ja schon mehrfach jetzt erwähnt, werde aber nicht müde, das zu wiederholen, dass ich glaube Also Du bist jemand, der mir persönlich, wenn ich dich im Ohr habe und spazieren gehe und Du erzählst, ja, sehr nah bist. Und ich merke auch an der Reflexion deiner Gesprächsgäste oder deiner Interviewpartner, wenn Du interviewt wirst oder selber interviewst, ich denke, denen geht's wie mir. So.

Ich will das einfach mal subsumieren, ohne es zu weit auszuweiten. Also Du bist, wir sind uns jetzt grade digital sehr nah. Wir sitzen ja im digitalen Aufnahmestudio. Mhm. Ich merke aber, wenn wir uns persönlich begegnen, und das ist einfach eine Wahrnehmung von mir, dass persönliche Nähe eher kompliziert ist oder schwierig.

Also ich will nicht sagen kompliziert ist, aber ich hab das Gefühl, ist nicht deine deine Präferenz sozusagen, ja. Also ich mein, damit gar nicht, also wir haben uns was wir Ich kenn ich weiß ganz genau, was Du meinst. Damit die Leute mal kurz verstehen, was ich meine, ja. Du kommst dann bei mir 'n Tisch, ich bin grad am Abendessen mit den Leuten. Hallo, grüß dich, ja, wir reden später mal, lass uns mal telefonieren und so.

Und dann geht man wieder auseinander. Also es entsteht keine Präsenznähe. Aber es besteht entsteht eine extreme digitale Nähe zu dir. Und ich fühl mich sehr da so auch hingezogen, find das toll, wie Du das machst. Und hab aber das Gefühl und denke in dem Moment, also ich bin überhaupt nicht sauer oder so was, sondern ich denk dann, das war jetzt so gut, dass wir so auseinandergegangen sind.

Und diese Diskrepanz zwischen digitaler Nähe und persönlicher Distanz, ist das eine Art Selbstschutz? Nimmst Du das auch so wahr oder ist das eine Fehlwahrnehmung von mir? Und es ist wie Ja? Ja. Ich ich glaube, ich kann da direkt rein.

Es ist keine Fehlwahrnehmung von dir. Solche solche Situationen sind für mich nicht besonders leicht. Ich bin da nicht so gut drin, sehr introvertiert. Wenn ich Menschen nicht kenne, da fühle mich nicht wohl. Und das ist, glaube ich, auch der Grund, weil wir 2 haben uns, sehen uns häufig auf Konferenzen und Veranstaltungen, wo sehr viele Menschen uns sind.

Mhm. Und ich glaube, würden wir uns jetzt hier nebeneinander, so wie jetzt, auf 'ner auf 'ner Couch, dann könnten wir genauso quatschen wie jetzt. Mhm. Weil das einfach Also es hat nichts mit persönlicher Nähe zu tun, sondern es ist dieses Setting. Es überfordert mich.

Viele Stimmen, viele Menschen. Das zieht mir Energie tatsächlich. Und ich merke, dass ich nach sonem Campingvormittag da mal eine Stunde brauche, mal wieder mich irgendwie hinzulegen und einfach mal irgendwie kurz nichts zu hören, ne. Und ich glaube, also das ist keine Fehlwahrnehmung von dir, ne. Mhm.

Würden wir uns jetzt in einem anderen persönlichen Set-up sehen oder Setting sehen, wie jetzt irgendwie, keine Ahnung, wir wir treffen uns auf 'n Bier oder, na gut, ich trink jetzt kein Alkohol, alkoholfreies Bier oder wir trinken wir trinken, wir essen eine Pizza zusammen, dann wär das genauso wie jetzt. Aber ich find es halt megawichtig, über solche Themen mal zu reden, weil das oft ja auch zu soner, sagen wir mal, wenn Menschen schnell in die Bewertung gehen, dann bewerten die sowas als Arroganz oder ja, man wird dann, man wirkt so unnahbar, weil komischerweise, also jetzt ich bin, bei mir ist es vielleicht nicht so ausgeprägt, ja, aber mir geht's ähnlich wie dir. Also ich finde auch solche, ich sitze auch dann, wie jetzt in diesem Fall, wo wir uns gesehen haben, auch lieber in dem kleineren Raum als in dem größeren. Mhm. Weil ich auch sehr sensibel bin, was Gehör angeht.

Und da geht's mir ähnlich und ich find's total wichtig. Ich will jetzt den Kollegen nicht nennen, aber es gibt in unserer Branche noch einen Kollegen, der sagt, ich ich Das ist für mich unheimlich schwierig, auf die Bühne zu gehen. Der ist auch 'n sehr erfolgreicher Speaker. Aber das ist wahnsinnig fordernd und es kostet extrem viel Energie, diese Menschen einen rum und irgendwie so diese ganze Wahrnehmung. Deswegen finde ich's auch cool, dass man einfach mal drüber redet und dass man auch mal sagt, okay, das ist in Ordnung, ja.

Dann lass uns doch digital im Zweierraum treffen und dann können wir uns richtig gut austauschen und eben nicht in diesem Format. Deswegen ist es für mich in dem Moment, wenn wir uns treffen und Du sagst, so, wir gehen jetzt und dann tschüs und so, wir sehen uns mal wieder und wir telefonieren, ist das total okay, ja. Ich wollt's nur einfach mal thematisiert haben, weil's ja auch, weil Du jemand bist, der mit generell mit seinen mit seinem, wie soll ich sagen, Personal Behavior, mir fällt jetzt gar nichts ein, so wie er ist, ist er total offen umgeht. Und ich fand das sehr schön 'n Satz vorhin von dir, wo Du gesagt hast, ich bin heute der Mensch, der ich sein kann. Und ich kann Ja.

Der Mensch sein, der ich bin. Und das gehört eben dazu, dass man eben mal ohne Bewertung nicht fragt, wieso ist denn der jetzt weitergegangen? Warum ist denn der ich mal je geblieben? Nicht jeder Mensch empfindet es uns leicht, sich da in so eine Gruppe zu setzen und dann da laut mitzupoltern und so. Und das finde ich total sympathisch und macht auch einen Teil deiner Wertigkeit aus, finde ich.

Weißt Du, was auch 'n großes Problem ist, was ich so wahrnehme? Ich kann mir weder Namen noch Gesichter gut merken. Das ist 'n Riesenproblem, wenn Du auf 'ner Konferenz bist. Weil ich jeden freundlich annicke in der in der Erwartung oder in der Sorge, wir kennen uns irgendwoher. Aber ich weiß nicht, wer Du bist.

Und manchmal erkenne ich Menschen und dann hab ich echt, dann dann stell ich mich vor, ne. Und dann, hey schön, dass wir uns kennenlernen. Ja, wir haben uns doch letztes Jahr schon auf der und der Konferenz. Ja, stimmt. Jetzt wurde, dann dann sind das so ist das so unangenehm für mich, weißt Du?

So, dass ich denke, oh, fuck, ey, das ist jetzt wie wie wie wie komme ich jetzt rüber, dass ich das vergessen habe und ja. Kann ich nachvollziehen. Aber da kann ich dir 'n Live Hack geben, mein Lieber und auch noch euch draußen. Ich bin ja jetzt fast 60, also ich gehe ja so auf die 59 zu. Im Alter kannst Du natürlich immer sagen, ach ja, also das hab ich jetzt vergessen, ne?

Und dann denken die, ne? Opi, sind die dann etwas nachsichtiger sozusagen. Also noch ein paar Jährchen musst Du diese diese Schmach sozusagen über dich ergehen lassen, dass Du Leute nicht erkennst und später wird's dann besser. Mein Lieber, vielen Dank, dass Du auch da noch mal offen drüber geredet hast. Ich fand das total wichtig auch mal an der Stelle.

Jetzt würde ich schon gern wissen, Du bist Podcastcoach jetzt und Du bist das, glaube ich, auch mit Leidenschaft. Ich merke schon bei dir, was mir da auch auffällt, eben, ich weiß jetzt gar nicht genau, wie viele Jahre ich dir folge. Also ich würde jetzt mal so sagen, 5, 6 Jahre vielleicht höre ich dir intensiv zu. Und dann merke ich schon ab und zu mal, dass Du selbst dich hinterfragst und auch sonen Chef machst in, welches Projekt mache ich wie weiter, was verändert sich wo? Also es ist jetzt nicht, Du bist jetzt nicht in meiner Wahrnehmung besonders statisch, das heißt aber nicht, dass Du unstetig bist.

Du bist stetig im Podcasten, aber es verändert sich immer so deine Infrastruktur und deine Welt son bisschen. Die Frage, die ich jetzt habe und Du hast ja schon gesagt, Du bist eine stabile 7.5, jetzt auf der Glücksskala, der der der Mensch gordern. Jetzt der Business Mensch, wo geht's denn jetzt hin? Jetzt haben wir diese KI Geschichten. Ich will da gar nicht zu tief heute reingehen, aber KI verändert ja auch und wir beide nehmen gerade in der Riverside auf, wenn ihr draußen das kennt.

Da gibt's KI Schnitte mittlerweile und und Magic Clips, die die Software macht und und und. Also auch das Business verändert sich. Wo siehst Du dich in 5 Jahren? Das weiß ich gar nicht. Das weiß ich gar nicht.

Aber das kann ich dir echt nicht sagen. Und das Einzige, was ich dir sagen kann, ist, egal was ich mache, es folgt immer der Mission heraus, Menschen über Hürden hinwegzuhelfen. Mhm. Die die, ich ich hab ich hab Ideen ohne Ende. Ich bin 'n kreativer Geist und das das ist Fluch und Segen, ne.

Und und auch grad so diese, ich lass jetzt mal Social Media sein oder so, es hat immer etwas mit 'ner Lebensphase zu tun bei mir. Oder oder dass ich, dass es mir meine, ich nicht so gut geht eine Weile, ne, weil diese Das ist halt irgendwie diagnostisch 'n bisschen kompliziert. Schlussendlich glaube ich nicht, dass ich das jemals hier richtig hinter mir hinter mich bringen werde. Ich kann damit nur besser umgehen. Wenn ich wenn ich sone sone negative Phase habe, dann habe ich früher dazu geneigt, Sachen einfach sein zu lassen.

Ich hab einfach ganz knallharte Entscheidungen getroffen und da hab ich gelernt, nein, wenn es mir nicht gut geht, treffe ich keine fundamentalen Entscheidungen. Also zum Beispiel in 'ner in soner depressiven Episode zu sagen, ich schließe jetzt meine Facebook Gruppe mit viereinhalbtausend Mitgliedern, das war rückblickend auch nicht die geilste Idee. Und deswegen manchmal verändere verändere ich Dinge, weil sie mir nicht gut tun. Das hat aber für mich sehr viel mit Energie zu tun. Und wie grad so meine meine Lebensphase ist, ne, das das ist so, ne.

Und da hab ich auch gemerkt, ich muss da und darf da besser auf mich aufpassen. Die Frage ist unheimlich spannend, wo bin ich in 5 Jahren? Ich weiß gar nicht, ob die KI uns mir gefährlich wird. Vielleicht bin ich da naiv oder hemdsärmel, ich weiß es nicht. Vielleicht bin ich in Blumenkind und denke, ach, es wird alles gut.

Schlussendlich sehe ich das grade als Verbündeten, weißt Du, die so als als wie sone Art extrem guten Mitarbeiter, den ich einstellen kann, der geschult ist, bestimmte Dinge, bestimmte Aufgaben zu lösen für mich. Insofern kann ich dem noch eine ganze Menge abgewinnen. Seh jetzt nicht die Gefahr, dass die Profession Content oder wie bringt man gute Inhalte raus? Oder auch Storytelling, dieses Menschliche, dieses Emotionale, das wird, glaub ich, eine KI so schnell nicht ersetzen können. In 5 Jahren, hey, ich weiß es nicht.

Vielleicht boah, ich Brunnen in Afrika. Vielleicht hab ich eine total geile Idee für eine gemeinnützige Sache für Menschen mit mentaler Gesundheit oder so was, weißt Du? Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Und das ist auch etwas, das ich also in der Form auf mich zukommen lassen kann.

Warum auch immer ich da in der Lage bin, die Kontrolle loszulassen. Oder kann ich das? Cool. Und das liegt, glaube ich, daran, dass dass der dass der Mensch Gordon, jetzt den den den den das Happy End zu machen von von unserer Geschichte, dass ich da bin, wo ich wo ich hätte schon vor ganz, ganz vielen Jahren sein können. Und ich guck da nicht mehr mit Groll drauf, da ich denke, ah, wär das doch mal früher erkannt geworden.

Ich bin dankbar dafür, dass es erkannt worden ist. Ich bin dankbar dafür für diese Entwicklung, die ich in den letzten 5, 6 Jahren nehmen durfte und dass ich jetzt der Mensch bin, der ich bin. Dafür bin ich unfassbar dankbar. Und deswegen glaube ich, kann ich auch son Stück weit die Kontrolle, was das Leben und die nächsten Jahre angeht, ein Stück weit loslassen. Ich glaube, das ist auch 'n Ding mit Nähe und Distanz.

Vielleicht bist Du einfach näher jetzt bei dir selbst, so so fühlt sich das für mich an und Das kann wenn Du sehr nah bei dir selbst bist, dann dann kann das außen sozusagen dich ja nicht mehr so irritieren wie vorher, ne. Also es scheint Das ist so. Zu sein. Ja. Jetzt hast Du ja uns sehr intensiv an deinem Leben teilhaben lassen in diesem Podcast.

Wir biegen so langsam auf die Zielgerade ein. So, jetzt hab ich auch noch 'n Frosch im Hals. Aber was ich dich noch fragen wollte, mein Lieber, ist, jetzt hast Du ja einige Entscheidungen gehabt, Bundeswehr, keine Ahnung, mir fällt jetzt noch 2, 3 andere Sachen aus dem Gespräch ein, wo die nicht so geil waren, wie jetzt zum Beispiel Facebook Gruppe zu machen, wenn ich grade mal eine schlechte Phase hab, spontan sozusagen eine Entscheidung zu treffen. Vielleicht erst noch mal zurückgehen oder jetzt dann auch dieses Ding mit Deeskalation so weiter. Die Frage, die ich erbleite daraus, ist, wenn Du heute zurückblickst und guckst mal so auf die schwierigsten Momente, wo Entscheidungen getroffen wurden oder was echt Probleme dir gemacht hat, gibt's irgend einen Tipp, den Du den Menschen draußen geben kannst?

Ich will jetzt gar nicht so auf die Depression gehen, sondern mehr so generell, wo Du sagst, also ein guter Tipp für mich war, so und so und so umzugehen damit. Mit diesem vermeintlich negativen Dienst. Genau, also die Entscheidung zu treffen oder ja, keine Ahnung. Ich glaube, ich mein, mal abgesehen davon, das, klingt jetzt auch nach Blumenkind, aber alles ist für irgendwas gut, weißte? So die meine Historie, die ist unheimlich gut dafür, dass ich in der Lage bin, mit Menschen umzugehen.

Die haben mich zu zu zu diesem empathischen Menschen gemacht, der ich heute bin, so. Also von daher, was soll ich daran ändern wollen, weißte? Na klar, man kann sich drüber oder ich kann mich und ich hab das auch getan rückblickend geärgert, Mensch, hättest Du mal was anderes studiert, hättest Du doch mal irgendwie, weißte nicht, Meeresbiologie studiert oder was weiß ich, hätte, hätte Fahrradkette. Es ist so, dass ich die Vergangenheit nicht mehr ändern kann. Das ist eine totale Binsenweisheit.

Und gleichzeitig ist das so stark, dieses Loslassen von dem, was in der Vergangenheit war und eben nach vorne zu gucken, nicht mehr am am Rückspiegel zu kleben, sondern zu gucken, ey, da vorne spielt das Leben, da fahr ich hin. Ich bin im Hier und Jetzt und ich ich konzentrier mich auf die nächsten Meter. Und ich weiß nicht, was kommt. Ich ja, ich in der Vergangenheit war vieles gut, vieles auch nicht. Aber das das kannst Du jetzt, kann ich jetzt nicht mehr ändern.

So. Was ich ändern kann, ist meine Wahrnehmung auf das Hier und Jetzt. Das heißt, wenn ich in soner schlechten Situation bin, dann ist es gut, diese Situation zu beenden oder halt damit umzugehen. Und dann ist auch gut. Dann darf man das hinter sich lassen, weil es einen nicht weiterbringt, irgendwie im Groll gegen sich selbst zu hegen oder gegen die Umstände, ja, aber ich bin eine Opfer der Umstände.

Ja, das mag sein. Das ist jetzt aber keine Entschuldigung dafür, den Rest deines Lebens nicht anders zu leben. Kennst Du die japanische Methode des Kinsigi? Nee. Okay.

Dann geborene ich Kinsigi, da schreibt man Kinsigi. Kinsigi. Okay. Das ist oftgesprochen. Die Japaner sprechen das Kinsigi aus.

Okay. Weil die kennen kein u. Ja. Aber das ist 'n anderes Thema. Ich war jetzt zweimal in Japan beruflich, also egal.

Was ich dir erklären will und euch da draußen ist und es passt so gut zu deinem Leben, mein Lieber. Und deswegen lege ich dir das ans Herz. Mal überlegen, vielleicht schicke ich dir auch mal 'n Buch. Ich hab auch 2, 3 Lieblingsbücher. Da gehe ich sehr schnell mit bei Amazon.

Wir sind sofort im Warenkorb und sofort bei Kindle oder als Hörbuch da. Das geht so schnell. Okay, also dann ich erklär dir kurz, warum das so gut zu dir passt und vielleicht zu euch da draußen auch. Ich hatte ja vor 'n paar Jahren 'n schweren Unfall, 9 Brüche, kurz Long draußen auch. Ich hatte ja vor ein paar Jahren 'n schweren Unfall, 9 Brüche, kurz, long story short, Wow.

Eine schwere Phase mit vielen Brüchen, mit vielen Brüchen auch im Leben, also auch in der Ehe, nach 25 Jahren und so weiter. Also viele Brüche, viele Zweifel, viele, will ich sagen, Depressionen, aber schwere Phasen. Mhm. Und dann habe ich Kinzigi entdeckt und Kinzigi ist eine japanische Methode, war ursprünglich ein Handwerk, kommt aus dem Mittelalter und man muss dazu wissen, die Japaner, für die Japaner ist ihre Teezeremonie quasi Mantra, Religion, Motivation, alles, ja. Also das ist unfassbar wichtig für die.

Und jetzt haben die ihre Lieblingstesalen und wenn die zerbrechen, dann ist das richtig schlimm. Also das ist kein, das ist nicht by the way so, oh, ich kauf mir eine neue Teeschale. So und was die machen, und das kommt ausm Mittelalter, wie gesagt, ich versuch so kurz wie möglich, Carvan Kaiser, dem war die Lieblingsteseschale zerbrochen. Er hat versucht, die möglichst wiederherzustellen und dann wurde die mit goldenem Wachs geklebt. Und vielleicht hast Du das schon mal gesehen.

Ja, genau. Es gibt eine tolle Werbung von der DZ Bank. Da wird sone Schüssel zusammengesetzt mit goldenem Wachs, das da reinfließt. Und die Philosophie dahinter ist und das ist das Witzige, weil Du hast auch vorhin die Geschichte mit dem Spiegel erwähnt, das kommt da genauso drin vor. Der Rückspiegel ist kleiner als die Frontscheibe und das hat auch 'n Grund, ja?

Nach hinten gucken ist wichtig und auch sich bewusst sein, wo man herkommt, aber von nach vorne geht die Fahrt, ne? Ja. Und aber im im Kinzigi ist es so, dass die sagen, nur dann, wenn Du diese Brüche erlebt hast und das war ja eben auch dein Fazit son bisschen sozusagen, okay, alles das hat mich jetzt da hingebracht, wo ich bin und was hätte ich da anders machen sollen? Und die sagen, erst durch die Brüche, egal ob im Leben, in der Psyche, im Job, wo auch immer und das Zusammensetzung der Scherben kommst Du in deine vollendete Form. Und mittlerweile ist es so, dass die Kensiggi Liebhaber, die es zu Millionen da gibt, sozusagen ihre ihre fertigen Teeschalen zerbrechen und dann wieder mit goldener Paste zusammenkleben, weil sie sagen, jetzt sind sie vollendet.

Jeder Bruch macht die 'n Stück weit stärker. Deswegen passt das so gut zu deiner zu deiner Philosophie, ne. Ich find das so gut. Und ich kann das auch so unterschreiben, weil ich hab da tatsächlich auch vor Jahren auch eben diesen Frieden gemacht und es gehört zu mir, weißte? Mhm.

So alles, was ich erlebt hab, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin. Und ich kann mich echt nicht beklagen. Mein Leben ist, ich ich nehme es manchmal nicht so wahr, aber es ist gut. Und das ist dadurch, dass mein Leben halt so war, wie's war, ne. Ich will eine Anekdote noch kurz loswerden Gerne.

Warum sich die ganze Scheiße gelohnt hat. Mhm. Wenn Du, ich ich mache son son Podcast, der heißt hauptberuflich depressiv und da begleite ich mich halt als jemand, der's der diese Krankheit halt durchlebt hat und mach das auch jetzt nicht unbedingt Also ich mach das jetzt nicht so bierernst und auch nicht so nicht so mit soner Betroffenheitsmine, sondern halt eher son bisschen Lust, bisschen flockig. Und ich hab natürlich irgendwann damit gehadert, boah, ich muss eine Folge machen zum Thema Suizidalität, weil das einfach einfach ein Teil des Ganzen ist. Und ich hab dazu eine Folge gemacht, hab da meine Gedanken und meine meine mein mein Weg und keine Ahnung, was beschrieben.

Und ich habe so viele 4, 5 Zuschriften bekommen von Menschen, die diese Folge gehört haben und sich in ein nächstgelegenes Krankenhaus begeben haben, sich da einzuweisen, weil sie diese schlimmen Gedanken, das Leben zu beenden, nicht mehr aushalten konnten. Und mit 2, dreien hab ich immer noch losen Kontakt über Instagram, also jetzt nicht irgendwie, dass ich da jetzt therapeutisch tätig bin, aber man schreibt sich mal. Das heißt, diese Menschen haben überlebt, weil sie diesen fucking Podcast gehört haben. Also Mhm. Allein deswegen allein deswegen, dass dann diese Menschen nicht sich das Leben genommen haben, hat sich das Ganze doch schon gelohnt, weißte?

Mhm. Also da, wie ich so drüber nachdenke, da krieg ich Gänsehaut. Also Ja, find ich richtig geil, weil es ist, da schließt sich auch wieder son bisschen im Kreis. Ich hab ja letztes Jahr mit Marco Jank, Größe nach Berlin, sone Purpose Serie gemacht, wo auch ganz viel wir geredet haben über Ökologie, über Psychologie, über ach, whatever. Alles, was in das grobe Thema Purpose kommt.

Und was so eine Klammer, die da oder was auf 1 äußeren Klammer steht für mich, ist, in die Wirksamkeit zu kommen. Und Du kannst halt Es gibt halt Dinge, ich sag mal so, wir 2 können leider den Krieg im Gazastreifen heute nicht beenden. Das wird nicht funktionieren, da können wir tun, was wir wollen, ja. Leider, das ist so. Das ist eine Realität.

Was wir aber tun können, ist, selber in unserem Umfeld achtsamer mit dem Thema umgehen, mit Menschen umgehen, solche Podcasts machen, aufzuklären, zu reden. Also wo komme ich eigentlich in die Wirksamkeit? Und das ist son Punkt, den Du gerade genannt hast. Da bist Du ob Du dann 4000000 Menschen gerettet hast oder 4, spielt am Ende keine Rolle. Richtig, ja.

Du bist 1, der 'n Stück weit was in die Welt zurückgibt und das ist total wertvoll, ja. Also richtig cool. Kann ich auch nur auch nur googeln, die also nur nur empfehlen, sagt den Wörtern Selbstwirksamkeit, wie Du gesagt hast und Selbstmitgefühl. Das ist auch son, einfach mal bei, weiß ich, im Internet oder bei Amazon mal eingeben. Da gibt's eine ganze Reihe von toller Literatur, dass man mit sich selber halt einfach auch umgehen darf wie mit 'nem guten Freund.

Aber da sprech ich jetzt den Rahmen. Aber Du hast Und so. Uns fertig gemacht. Da sind wir wieder beim Kinzigi Punkt. Selbst Mitgefühl ist ein Punkt, das Kinzigi hat 7 oder 8 methodische Schritte, übrigens auch die Akzeptanz.

Das hattest Du auch eben thematisiert. Das heißt, wenn die Schale unten liegt, kannst Du noch zwanzigmal hätte hätte Fahrradkette. Die Schale liegt da. Der Bericht ist da. Ja.

Und das sind extrem viele Parallelen Cool. Ja, ich muss dir die Ohren. Muss ich auf jeden Fall mal, da Aber schick mir gerne mal sone Liste, dass Ich schick dir ich schick dir eine Liste meiner Lieblingsbücher. Ich hab glaube 20 cool oder so, ne. Ja, mein Lieber, jetzt biegen wir aber tatsächlich auf die Zielgerade ein.

Ich hab noch 2 Fragen. Ich hab noch eine Superkraft. Du kannst heute Abend, wenn Du ins Bett gehst, schläfst Du eigentlich 'n Wohnmobil auch ab und zu mal so draußen? Ich frag deswegen, weil mein letzter Gast häufiger mal in seinem Camper gepennt hat. Nee, tatsächlich nicht, nein.

Okay, gut. Also wenn Du heut Abend ins normale Schlafzimmer gehst sozusagen und die Augen schließt, dann darfst Du dir irgendwas wünschen, was sich auf der Welt ändert. Also das kann persönlich sein, das kann für deine Kinder sein, das kann für die ganze Welt sein. Was ist morgen anders? Ich würd den, ich würde gerne das Thema Selbstwirksamkeit in die Köpfe der Menschen kriegen tatsächlich.

Also ich Ah, weißt Du was? Weißt Du, ich ich mach mal ich mach mal die die totale Provokation da draußen. Mhm. Ich glaube, dass das Patriarchat aufhören sollte. Lass uns doch mal einfach 'n paar Jahre, paar Jahrzehnte das Matriarchat ausprobieren und gucken, ob's besser ist.

Mhm. Okay, dann wird das ab morgen so sein. Musstest Du dir das Ja. Bruder wünschen. Ja.

Ich ich hab da Okay. Gar keinen Stress mit. Also ich glaube, Du wirst irgendwann an einem Punkt kommen als Mann, wo Du dann sagst, ja, lass uns das noch mal ausprobieren. Ist doch super. Wenn das besser ist, als das, also besser als jetzt wird's auf jeden Fall.

Ja. Also ich ich lass dir das so deinen Wunsch und wir schon anrufen, mal muss ich das dann hin. Wo es uns dann hintreibt. So, und die letzte Frage, mein Lieber, hast Du eine Empfehlung fürn Gast, wo Du sagst, okay, spannende Vita, spannendes Thema, den solltest Du mal in deinen Podcast einladen oder die natürlich? Frag mal die Franka Ceroti.

Die hat einen kleinen Nischen Podcast namens Psychologie to go. Also ich muss jetzt schmunzeln, weil es 1 der erfolgreichsten ist, die es da so draußen gibt. Ah okay. Und die hat selbst auch eine jetzt, also die ist auch eine ganz normale Persönlichkeit mit ganz normalen Problemen, mit ganz normalem, ja, Leben und hat aber eine sehr, sehr erfrischende Sicht auf die Dinge und hat vor allem ein finnisches Konzept mit mitgebracht oder als Teil ihrer ihrer Tätigkeit, nämlich das Sisu Konzept. Und Sisu ist, gibt's keine deutsche Übersetzung für.

Es ist aber so von der, also es gibt mehrere mehrere Deutungen oder wie man das halt so umschreiben würde. Und eine, die mir besonders gut gefällt, ist, dem Leben mit aufgek oder hochgekrempelten Ärmeln begegnen. Das das Bild ist super und das subsumiert diese finnische Art, auf das Leben zu gucken. Und ich glaube, das könnte man 'n sehr, sehr gutes Thema sein. Und auch ihre Biografie ist ist auch spannend.

Also von daher glaub ich, das wär 'n sehr, sehr guter Gast. Notiert. Dann dank ich dir ganz herzlich dafür. Ich danke dir für deine Offenheit. Ich danke für dir, dass Du dir die Zeit genommen hast.

Ja, ich bin total happy. Das war, ich wusste, das wird 'n guter Podcast und es ist 'n sehr, sehr guter Podcast geworden. Ich glaube, ihr traut draußen, bei mir ist es so, Du hörst, siehst ja, wir haben jetzt 90 Minuten, ja. Das ist aber überhaupt gar kein Problem bei mir, weil die Leute, die haben keine wahnsinnig große Audience, aber sehr treue Stammhörer. Und die spielen mir immer wieder, dass sie das in 2 oder 3 Teilen hören.

Also wir werden mehrfach bei den Leuten sein. Das finde ich richtig cool und das freut mich auch. Ja, und ich hab jetzt immer wieder auch Gäste, die sich selber, also das auch mal so für dich als Podcastcoach. Ich hab immer wieder Gäste, die sich selber anbieten. Ich habe jetzt, das darf ich schon sagen, die Adriane Kovacjevic, die kannte ich nicht.

Die hat mich angeschrieben, hat gesagt, ich finde den Podcast geil. Die ist zweifache Kickbox Europameisterin gewesen und macht jetzt Marketing. Also son bisschen auch dieses Kampfsporting, ja. Ja. Und das sind, das freut mich unfassbar, dass Leute kommen und sagen, das ich find das geil, so Lebensgeschichten zu hinterfragen, auch mal 'n bisschen Learnings rauszuziehen.

Und da war deine Folge hier wirklich wieder 'n absolutes Glanzstück und deswegen für die 25 richtig, richtig geil. Ich danke dir, lieber Gordern. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal, wir zweimal beim alkoholfreien Bier irgendwo alleine. Bei 'ner Pizza find ich super. Ja.

Bei 'ner Pizza und wenn's das wenn's nicht sozusagen organisatorisch geht, dann versprechen wir, sprechen wir das einfach ab für die nächste Campacts nächstes Jahr oder so. Richtig. Also Frankfurt ist auch nicht so weit weg. Also das kriegen wir hin. So, wir sind ja auf der römischen Seite, ne.

Also das ist alles gut. So gesund uns das ja nicht hier. Genau. Ich dank dir. Ich sag tschüs und vielleicht hoffentlich auch bald mal.

So sieht's aus. Dankeschön. Tschau.

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