Cover: Eigene Wege statt fremde Erwartungen | Joachim Giese | BTS #32

Eigene Wege statt fremde Erwartungen | Joachim Giese | BTS #32

18. Dezember 2025 71:06 Min. Zu Gast: Joachim Giese
0:00 71:06

Worum es geht

In dieser Folge von Behind the Story spricht Wolfgang Jung mit Joachim Giese über dessen persönlichen und beruflichen Werdegang. Giese erzählt offen von seiner Kindheit, familiären Prägung und den Entscheidungen, die ihn geformt haben, und blickt auf seine Karriere im Personalwesen zurück. Themen sind das Finden der eigenen beruflichen Identität, der Wandel der Arbeitswelt sowie die Rolle von IT und KI. Zum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die Zukunft der WBS-Gruppe und die Integration von KI in der Weiterbildung.

Als Artikel lesen
Autor: BTS - Behind the Story

Zu Gast

Fachmann im Personalwesen (WBS-Gruppe)

Joachim Giese blickt auf eine Karriere im Personalwesen zurück und spricht über seine Prägung, seine Haltung zu Authentizität sowie die Zukunft der WBS-Gruppe.

Folge teilen

Transkript

Halli, hallo und Hallöchen, so kurz vor Weihnachten zur Ausgabe Nummer 32 von behind the Story. Ich bin Wolfgang Jung und bin der Host in dieser Sendung. Und wie immer geht es in dieser Episode eine Heldenreise. Und zwar die Heldenreise meines Gastes, der heute bei mir im Studio ist. Wir reden über Karriere, über Leben, über Wendepunkt, über Krisen, über Ups und Downs und alles, was ich meinem Gast so entlocken kann.

Ziel ist wie immer, dass Du aus der Vita des Gastes 'n bisschen was lernt und er selbst vielleicht auch noch mal die eine oder andere Reflexion auf sein Leben hat. Wenn dir der Podcast gefällt, lass mir gern 'n Abo da oder 'n Like oder ja, schreibt mir einfach, da würde ich mich sehr freuen. Übrigens, kleiner Hinweis in eigener Sache, ab jetzt gibt's uns auch als behind the Story bei Spotify und Co. Vielen Dank da an das Team von Campics im Hintergrund in Berlin, die irgendwie die Streams so getrennt haben, dass jetzt alles separat auch erreichbar ist. Vielen Dank dafür besonders an Marco und an Bob.

Ja, dann starten wir rein in die Ausgabe 32, so mitten im Vorweihnachtsfieber, hätt ich fast gesagt. Ich möchte euch gerne meinen Gast heute vorstellen. Mein Gast heute ist eine Empfehlung, die ich bekommen habe, weil jemand gesagt hat, diesen Menschen musst Du unbedingt einladen, der hat eine spannende Vita und ist außerdem 'n sehr angenehmer Gesprächsgast. Und ja, dann mach ich das natürlich auch. Mein Gast heute ist nämlich Joachim Giese.

Joachim glaubt an die Kraft des Lernens und hilft deswegen auch schon im beruflichen Kontext Menschen auf persönlicher Entwicklungsebene. Sein Antrieb, lernen soll Mut machen. Darüber werden wir heute 'n bisschen reden und warum er es gut findet, Menschen zu befähigen, neue Wege zu gehen. Joachim wurde mir beschrieben als jemand, der gut zuhört, der Strukturen hinterfragt und immer wieder neue Wege sucht, Wissen zugänglich zu machen. Das find ich sehr, sehr spannend.

Er arbeitet als Vorstand der WBS Gruppe, aber seine Haltung zu Bildung geht weit darüber hinaus und darüber reden wir heute. Was ihn auszeichnet, ist seine Ruhe, sein reflektierter Blick und 'n echtes Interesse daran, wie Lernen im Kopf, im Herzen und im täglichen Handeln wirkt. Das klingt alles sehr, sehr spannend und genau wie Du draußen kenne ich Joachim ja nicht, deswegen würd ich einfach sagen, ich hol ihn jetzt auch rein. Ich sage herzlich willkommen bei behind the story. Herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer.

Herzlich willkommen Joachim Giese. Ja, vielen Dank Wolfgang. Vielen Dank für die Einladung und für die spannende Einleitung. Ja, gerne. Ich bin gespannt, welchen Weg wir heute son bisschen gemeinsam reflektieren und freu mich, dass Du dir die Zeit genommen hast.

Ich weiß, Du hast auch 'n sehr durchgetakteten Tag und der, da geht mein Dank auch an deine Kollegin. Ich versuche, den Namen richtig auszusprechen. Das ist, glaube ich, 'n chinesischer Name. Sag sag Du doch einfach, wie sie da ist. Ja, es spricht sich, glaube ich, Si Hu Shang aus.

Si Hu Shang, genau. Also dann liebe Grüße an die Si Hu Shang, die das ganz nett mit uns administriert hat, dass wir jetzt final im Studio zusammensitzen, ganz toll. Ja, mein Lieber, Du bist Vorstandsmitglied oder Vorstandsvorsitzender der WBS Gruppe. Bei euch geht's im Kontext Lernen, aber in meinem Podcast geht's ja nie so richtig Business. Es ist ja kein Business Talk, sondern wir schauen uns die Heldenreise des Gastes an.

Deswegen würde ich einfach mal hinterfragen. Wir starten immer so in der gewohnten Welt des Mangels, so nennen wir das in der Heldenreise. Das heißt, wir gucken uns an, wo kommt denn der Protagonist eigentlich her? Vielleicht erzählst Du mal so was über deine ersten Jahre. Ich würd sagen, Du bist zur Grundschule.

Wo bist Du aufgewachsen? Wie war so die Familiärsituation? Wo war der kleine Joachim zu Hause? Ja, das ist 'n spannender Einstieg und tatsächlich, wenn ich an Mangel denke, würde ich sagen, ich hab da erst mal eigentlich keinen Mangel erfahren. Also ich hab eigentlich eine sehr behütete und gute Kindheit als fünftes Kind, als zweiter Sohn mit 3 Schwesternmil aufgewachsen und als jüngster sozusagen aufgewachsen dort in 1 Familie im Emsland.

Also, ja, sehr in 1 behüteten Kleinstadt und hab mich da auch in den ersten Jahren sehr, sehr wohl gefühlt. Mein Vater hatte ein Autohaus, das heißt, ich hab auch damals sehr viel vom Thema Unternehmen, Wirtschaft, Führung und so weiter auch mitbekommen. Und das hat mich sicherlich auch durch mein ganzes Leben, aber natürlich auch durch die Kindheit begleitet, dieser ganz spezielle Blick darauf. Wenn man mit 4 Geschwistern, auch noch 4 älteren Geschwistern aufwächst, prägt einen das fürs Leben und wenn ja, in welche Richtung? Ja, man ist natürlich immer der Jüngere.

Man ist immer der, der sich manche Themen oder manchmal Kompetenz für Themen erst mal erarbeiten muss, weil man der Jüngste ist und da glauben die einem nicht unbedingt das. Das ist schon mal ganz spannend und ehrlicherweise bin ich ja auch der derjenige unter meinen Geschwistern, der einen, ja, sagen wir mal, einen direktesten Weg in die Wirtschaft eingeschlagen hat und dem man auch eine durchaus eine Zahlenkompetenz nachweist und das musste ich mir aber auch erst mal erarbeiten bei meinen Geschwistern, dass sie mir das auch abnehmen. Mhm. Ich würde jetzt aus dem, was Du gesagt hast, schon 2 Dinge ableiten und dich einfach mal bitten zu zu zu prüfen, ob das, was ich sozusagen antizipiere aus deiner und deiner Geschichte bis jetzt, ob das stimmt. Also ich würde sagen, als jüngstes Kind von 5 lernt man relativ früh, sich auch durchzusetzen in jeglicher Form, ja.

Also ich überlege mir, jemand, der als Vorstandsmitglied in der Gruppe arbeitet, muss auch im Karriereweg sich durchgesetzt haben hier und da. Liegt da der Grund dafür, dass Du mit Durchsetzen sozusagen kein Problem hast, unter anderem in der Kindheit? Das wär die eine Frage. Und die 2. Ist, Du führst 'n Unternehmen, Du führst Teams, Du leitest Menschen an und hast in deinem privaten Umfeld ja offensichtlich auch aktuell und über dein ganzes Leben gehabt, eine große Familie.

Ich vermute mal, dass wenn man 4 Geschwister hat, man man auch sehr viel verrnte, Onkels, Tanten und so weiter oder Kinder, der der der Geschwister hat. Soziales Miteinander ist Teil deines Berufs geworden, weil Du auch in soner Familienumgebung lebst. Gibt's da Synergien oder sagst Du, nee, er hat eigentlich beides nichts mit meiner Kindheit zu tun? Es hat immer alles mit Kindheit zu tun, aber ich glaub, dass mich da was anderes geprägt hat. Also ich bin, glaube ich, eher behütet aufgewachsen und bin aber auch, und das hat was mit dem Thema Unternehmerfamilie auch zu tun, ich mit bin mit großem oder gesunden Selbstbewusstsein aufgewachsen, sodass ich mir eigentlich alles zutrauen durfte und eigentlich immer gesagt habe, egal, was ich von mir vornehme, das wird mir schon gelingen.

Das ist eher etwas, was mich die nächsten Jahre immer so mitgeprägt hat. 'N großes Selbstbewusstsein würde ich oder Durchsetzungsfähigkeit würde ich eher nicht unterschreiben, weil ich hab das eher erlebt, dass ich mir viele Dinge als Jüngstes von 5 Geschwistern nicht erkämpfen musste. Das haben nämlich meine Geschwister für mich gemacht. Also Mhm. All solche Themen wie, wie lange darf ich rausgehen und darf ich das auch alleine machen oder haben meine Eltern immer Angst, dass ich irgend irgendwo verloren gehe?

Das hatte ich alles gar nicht. Ich war eigentlich der, ich war der 5., die anderen hatten das für mich durchkämpft. Viele Dinge, die Sie da auch damals schon durchgekämpft haben, haben Sie gut gemacht und ich hab davon profitieren können. Also da hab ich, ich hab von denen abschauen können, wie man argumentiert. Also das kann man bei älteren Geschwistern, glaub ich, gut abschauen.

Wie kann man seine Eltern überzeugen? Wie kann man sein Umfeld überzeugen, ohne dass ich das selber üben musste? Das ist auch so, dass danach bei mir auch nicht gleich im Anschluss dann kam, dass ich das jetzt umsetzen möchte und dass ich eine erfolgreiche Führungskraft werden möchte. Ich hab dann ja das Autohaus meines Vaters, obwohl ich dafür vorgesehen war, nicht übernommen. Irgendwie wollte ich das damals gar nicht.

Also ich hatte mir das damals auch weder vorgenommen noch wirklich zugetraut. Ich hätte das in sehr jungen Jahren schon übernehmen müssen und hab das nicht gemacht. Also insofern war das mir, glaube ich, nicht gleich in die Wiege gelegt. Mhm. Aber gute Voraussetzungen habe ich dann doch mitgenommen, hab ich später Also haben dir deine Geschwister den einen oder anderen Weg schon geebnet, dadurch, dass sie selbst schon gegangen sind und Du konntest dann hinterherlaufen sozusagen, musst das nicht alles wieder argumentieren an der Stelle.

Vielleicht hab ich damals schon gelernt, dass es ganz gut ist, wenn andere Leute auch Wege für einen aufmachen und Dinge für einen durchkämpfen und manchmal kann man davon auch profitieren. Mhm. Wie ist dein Verhältnis heute zu deinen Geschwistern? Habt ihr 'n enges Verhältnis oder seid seid ihr weit zerstreut auch oder eng zusammen? Lokal jetzt?

Also lokal sind wir nicht eng beieinander. Insofern sehen wir uns übers Jahr einige Male. Was ich immer toll finde, wir haben ein wunderbares Familientreffen mit allen Geschwistern und den Nichten und Neffen und dann ist das, ist immer ein 1 toller Termin pro Jahr, dass wir dann sone, ja, eine Gruppe von 25 bis 30 Familienmitgliedern sind. Und das ist immer 'n wunderbares Zusammenkommen. Mhm.

Schön. Jetzt kommt irgendwann die Grundschulzeit. Da ist es natürlich, glaub ich, auch megapraktisch, wenn man jede Menge ältere Geschwister hat, aber ich weiß ja nicht, wie weit ihr auseinander seid, aber Du kommst ja irgendwann in die Grundschule. War das sozusagen in deiner Hood? Konntest Du dahin laufen?

Wurdest Du dahin gefahren? Wie wie war das so? Und was warst Du fürn fürn Schülertyp? Also einerseits, glaube, ich konnte da relativ früh schon hinfahren, weil es war eine Kleinstadt und das war alles beieinander. Ich glaub, mein mein Schulweg waren aber schon so 2, 3 Kilometer.

Irgendwie bin ich da hingekommen. Ich weiß jetzt gar nicht mehr so, aber das war jetzt nicht son großes Thema. Auch da hatten meine Eltern nicht viel Angst, dass ich da unterwegs verloren gehe und hab auch, kann ich in Erinnerung, dass ich da viel begleitend betreut werden musste. Als Schüler war ich damals tatsächlich aber schon, ja, sehr, vielleicht 'n Stück weit faul, kann man sagen. Ich hab zum Beispiel nie meine Hausaufgaben gemacht oder beziehungsweise hab die Hausaufgaben auf dem Weg zur Schule gemacht, mir da nicht viel Gedanken gemacht.

Damals also schon sehr ökonomisch gedacht, was das angeht, was das Lernen angeht, hab ich so meine meine eigenen Wege schon schon gehabt. Aber es ist mir auch einigermaßen leicht gefallen, da bin ich ganz gut auch durchgekommen. Ja, man sagt ja, 'n gutes Pferd springt immer nur so hoch, ne. Und ich glaube, in der Grundschule lässt sich das noch ganz gut realisieren. Die Frage ist, wie ging's dann weiter?

Also bei uns hier in Hessen ist das so, Du hast 4 Grundschuljahre, war das damals bei mir auch so und dann wurde man, entschied man sich, bei uns gab's da noch sone Förderstufe, wo man 2 Jahre entscheiden konnte, nachher welchen Zweig schlägt man ein. Wie war das bei dir? Wie ging's da weiter? Nach der Grundschule ging's auf das Gymnasium mit 1 Orientierungsstufe, aber dann ging's dann im Gymnasium auch direkt weiter. Mhm.

War für dich da schon klar, dass Du Autohaus, dass das für dich kein Ding ist oder kam das irgendwann später? Wann kam so zum ersten Mal das Bewusstsein, dass Du irgendwie eine Leidenschaft gespürt hast oder auch gedacht hast, nee, einfach das möchte ich auf keinen Fall machen? Ja, ich glaub, ich hab doch lange Zeit immer gedacht, ich mach das. War immer so in soner Kleinstadt ist das auch bekannt natürlich so, ist immer so, dass alle davon ausgegangen sind, ich werd das wohl mal übernehmen, das Unternehmen. Das hatte 70 Mitarbeiter, also war auch nicht ganz klein.

Mhm. Das war recht bekannt und ich glaube so bis bis zur Pubertät, wenn man sich dann andere Gedanken macht, was was das Leben so von einem will oder was man im Leben so macht und was auch was auch Sinn 1 Berufslebens sein soll, was man sich so da in der Zeit überlegt. Da kam so das Grübeln und Zweifeln und das war dann schon zur Abiturzeit auch 'n Stück weit so. Ich bin mit Rücksicht auf die auf diese beruflichen Pläne dann auf ein Wirtschaftsgymnasium gegangen. Das heißt, ich hab auch die Stadt gewechselt für den Unterricht, bin eine in eine Schule dann 20 Kilometer weitergegangen, damit ich dann Wirtschaftsabitur gemacht habe, da schon mal 'n bisschen in diese Richtung reinzugehen, ne.

Mhm. Ja, das war schon mal die 1. Richtungsentscheidung, die ich da eingeschlagen habe. Mhm. Jetzt kommt ja 'n gutes Selbstbewusstsein, so hast Du vorhin gesagt, dass das vielleicht so eine Prägung ist, die Du mitgenommen hast, kommt ja unter anderem auch dadurch, wenn Eltern einem das zutrauen oder geben.

Meine Frage, die dahintersteht, ist, dein Verhältnis zu deinen Eltern, zu deinem Vater, zu deiner Mutter, Selbstbewusstsein. Haben die dir immer das Gefühl gegeben, Du bist so, wie Du bist, gut, Du bist zu Hause angenommen und so weiter oder hattest Du irgendwie auch manche Gefühle in der Zeit, dass Du so denkst, ah, da hatte ich irgendwie 'n Mangel oder damit hab ich zu kämpfen gehabt? Nein, ich hatte da eigentlich nicht zu kämpfen. Also ich bin nicht mit allen Dingen auf 1 Linie mit meinen Eltern gewesen, aber diese unterschiedlichen Linien, die kannten die von meinen Geschwistern, die tatsächlich auch 'n ganzes Stück älter sind als ich, die so aus der Nach Abo Zeit gekommen sind, also die haben ganz andere Geschichte mit den Geschichten mit denen durchgekämpft und meine Andersartigkeit wurde eigentlich von meinen Eltern gut aufgenommen. Also ich hab tatsächlich damals so als, weiß gar nicht, wann das war, Fünfzehn-, Sechzehnjähriger schulterlange Haare gehabt.

Das war dann schon gar nicht mehr son Thema für meine Eltern, weil die haben's 'n bisschen gelassen aufgenommen, haben gesagt, der wird sich die Haare schon rechtzeitig abschneiden, haben wir gar kein Problem. Also die diese Gelassenheit, die haben die halt gelernt durch die älteren Geschwister und davon hab ich eben auch profitiert. Ich durfte so sein, wie ich sein wollte, weil die darauf vertraut haben, dass das im Grunde ganz normale Entwicklungstublen sind. Und was auch ich sonst so ausprobieren wollte als Jugendlicher, durfte ich ja ausprobieren, ab also normalen Sachen, die so Jugendliche damals ausprobiert haben oder sich da ausm Nähkästchen plaudern, konnte ich ganz normal machen und hatte auch 'n Zutrauen meiner Eltern, dass ich da auch mich zurechtfinde. Mhm.

Vertrauen, Zutrauen sind das Dinge, die Du heute in deinem familiären Umkreis auch so weitergibst? Würdest Du sagen, so wie man's empfängt, so lebt man's später dann auch? Ja, ich denke, das sind schon Grundwerte, die mir ganz wichtig sind, die die ich gemeinsam mit meiner Frau und meinen Kindern weitergegeben habe, die ja längst schon ihre eigenen beruflichen Wege gehen. Das habe ich denen auf jeden Fall mitgegeben. Das Einzige, was ich denen, sagen wir mal, da reden wir ja gleich noch mal drüber, nicht so mitgegeben habe, ist, dass ich mich so eingemischt habe beim Thema Berufswahl, weil ist mir ganz wichtig, dass da müssen die ihren eigenen Weg finden, da kann ich sie sowieso nur bedingt beeinflussen.

Mhm. Da hätte ich dich jetzt auch noch mal zugefragt, da steht noch hier auf meinem Zettel. Jetzt war ja der Vaterbesitzer vom Autohaus sicherlich zu Recht stolz auch. Glaube, in der Zeit hatten Autohäuser auch noch viel leichtere Bedingungen. Es soll nicht sein sagen, dass das leicht war, ja, es war auch 'n Business, aber heute ist, glaube ich, noch viel härter der Markt und was ich aber sagen will, ist, der Vater hatte bestimmt so das Ziel, ah, jetzt hab ich den Joachim und ist 'n cleverer Kerl und er hat das alles von seinen Geschwistern übernommen und jetzt geht er auch noch aufs Abitur, er macht da Abitur, geht aufs Gymnasium, macht auch noch 'n Wirtschaftsabitur.

Ich glaube auch bei dem Wirtschaftsabitur denkt 'n Mensch, dem 'n Unternehmen gehört noch, oh, da könnte mein Sohn in meine Fußstapfen treten. Irgendwann kam ja der Moment, in dem Du für dich entschieden hast, nee, also Autohaus auf Dauer, das wird nicht meins. Ich hab irgendwie 'n spür was anderes und hast ihm das gesagt. Wie war denn da die Reaktion oder wie wie fand das Gespräch statt? Also ehrlicherweise habe ich diese Entscheidung noch 'n Stück weit aufgeschoben, weil irgendwann hab ich so nach dem Abitur überlegt, was mache ich mit meinem Leben und hatte eigentlich innerlich den Wunsch, Literaturwissenschaften oder was Ähnliches, ähnlich geisteswissenschaftliches Schönes auszustudieren, ja.

Hatte mir das vorgenommen und hab dann aber tatsächlich, mir Wege offenzuhalten, dann stattdessen Betriebswirtschaft studiert. Weil die Alternative wäre gewesen, dass ich zu 1 Autohändlerfachschule gegangen wäre. Da hätte ich innerhalb von kürzester Zeit das Handwerk 1 Autohändlers gelernt, aber dann wäre ich sehr, sehr festgelegt. Da habe ich gedacht, na komm, dann machst Du lieber was Allgemeineres. Die Literatur kannst Du auch an anderer Stelle noch verwirklichen, kommt vielleicht dann auch später, hab's mir dann entsprechend offen gehalten.

Deswegen habe ich erst Betriebswirtschaft studiert und dem gegen Ende des Studiums musste dann die Entscheidung fallen, wo ich dann gesagt habe, ich werde das nicht tun. Und das war eine, das war 'n sehr schwieriges Gespräch mit meinem Vater, ja. Er war auch sehr enttäuscht. Das hat uns auch eine Zeit gekostet, bis wir das überwunden haben. Muss tatsächlich auch sagen, hat mich dann später auch einiges gekostet, weil danach gehst Du ja dann auch einen anderen beruflichen Weg und dann vergleichst Du natürlich auch mit dem, was Du ausgeschlagen hast, ja?

Und ich bin auch nicht beruflich sofort sehr erfolgreich gewesen. Bin auch nicht immer beruflich sehr so sehr zufrieden gewesen mit dem da, was ich da gemacht habe, sondern hab öfter meinen Job auch gewechselt, weil's mit einem doch langweilig wurde mit dem, was ich gemacht habe. Es war immer eine Zeit lang gut. Hab ich gemerkt, Mensch, so viel so viel kannst Du da gar nicht bewirken, so abwechslungsreich ist es nicht und ab und an habe ich das auch mal vergleicht mit dem Thema Leiden 1 Autohauses und auch mit dem Geld, was ich dann damals verdient hätte. Und das ist jetzt ist dann auch nicht unbedingt immer positiv gewesen.

Mhm. Das heißt, das Autohaus ging auch parallel noch weiter durch, wurde übergeben an jemand anderen oder? Tatsächlich nur relativ kurz. Also mein Vater hat sich dann auf den Weg gemacht, hat gesagt, da muss ich's verkaufen und hatte gedacht, das ist dann ein 1 jahrelanger Prozess. Und das ging dann ziemlich schnell.

Also es hat sich relativ schnell jemand gemeldet und ihm dann gute Konditionen geboten und dann hat er's auch sofort verkauft. Also er hat da nicht lange gezögert. Hätte ihr auch sagen können, ist mir zu früh und jetzt weiß ich mal, dass es verkäuflich ist und was ich dafür bekomme und ich betreib's noch 'n paar Jahre weiter. Damit ist mein Vater dann auch sehr viel früher in Rente gegangen, als er das wollte. Also und das ist eher auch das, was ich 'n Stück weit immer bedauert habe oder was mir auch für ihn Leid getan hat.

Er hätte das sicherlich 'n bisschen länger gemacht. Mhm. Damit natürlich das, was Unternehmer sich eigentlich wünschen, einen langsamen Ausklang aus dem beruflichen Leben herauszubekommen, womit ja eigentlich Unternehmer gesegnet sind, dass sie, wenn sie einen Nachfolger haben, wenn's auch noch jemand aus der Familie ist oder sei es auch jemand, den man langsam heranholt, kann man nach und nach aussteigen. Das ging nicht, also dann ist er halt von einem Tag auf den anderen zu 100 Prozent ausgestiegen. Hat er nicht so lange?

Und dann gab's noch leider eine, dann gab's leider noch eine tragische Wende später. Das war tatsächlich, das war kurz vor der Wende, ne. Und das heißt, damals waren ja Autohändler, hatten auch immer noch mal die große Herausforderung, dass sie einen großen Gebrauchtwagenbestand hatten. Mhm. Der drückt einen Verkaufspreis, weil das war ja jetzt ja eine Bürde, die man mitkaufen musste und dann kam die Wende und der hat der Käufer konnte dann nach der Wende die gebrauchten Autos, die er dann doch relativ günstig gekauft hatte, dann mit 'nem guten Gewinn sehr schnell weiterverkaufen.

Mhm. Das hat mein Vater natürlich auch mitgesehen, hat gesagt, okay, es war jetzt gerade ein knappes halbes Jahr, das wir das verpasst haben, hätte er 'n Jahr später verkauft, dann hätte er das mitnehmen können. Mhm. Das war die kleine Tragik im Nachhinein. Da gibt's eine Parallele, eine lustige, ich hab dich schon mal im Podcast erzählt.

Ich hab damals mit 20 studiert und hatte dann die Gelegenheit, hier, ich wohn noch son Dreitausendseelen Dorf und hatte die Gelegenheit, hier eine Videothek zu übernehmen. Ich hab da gejobbt während 'nem Studium. Der Betreiber sagte dann, ach, möcht ich nicht machen, möcht mir, ist mir jetzt zu wenig Umsatz. Also war schon 'n größter Gewinn da. Ich hab's ja gesehen, ich hab ja da gearbeitet.

Aber jetzt, man konnte da nicht reich werden, man konnte aber 'n Studium gut finanzieren. Mhm. Hab ich mir damals gedacht, ach komm, kratze deine paar D-Mark oder Euro zusammen. Waren mir, glaub ich, nach D-Mark, egal. Auf jeden Fall hab ich im Oktober 89 die Videothek gekauft und ich wohne ja hier in der Nähe von Fulda, so ganz grob.

Das heißt, direkt an der ehemaligen Grenze, das sind so 40 Kilometer, ja. Und dann gingen die Grenzen auf und ging's mir ähnlich wie dem Käufer eures Autohauses, ja. Ich hatte plötzlich eine Wahnsinnsnachfrage. Also da da hat das Universum mir und dem Käufer eures Autohaus was Gutes getan in dem Sinn, dass dann 'n wahnsinniger Nachfragemarkt natürlich nachgerückt ist, die Leute alle so wohl, ich glaube Autos und Videos, das waren, glaube ich, die 2 am meisten nachgefragten Produkte damals, ja. Also da gibt's Parallelen.

Ich wollte aber noch mal auf dein Leben zurück, Joachim und danke, dass Du das auch so ausführlich erzählst. Jetzt klingt das alles so, also eine behütete Kindheit, 4 Geschwister, die auch einem den Weg son bisschen ebnen, auch einen mitnehmen. Man hat 'n ganz gutes Verhältnis. Die Eltern lassen einen eigentlich ganz gut sich selbst auch entwickeln. Man entwickelt 'n Selbstbewusstsein.

Schule, Grundschule, Teenagerzeit, das klang jetzt alles sehr smooth. Meine Frage ist, jetzt bist Du ja quasi schon im Studium in deiner Vita, meine Frage, wann hast Du denn so zum ersten Mal eine Hürde gespürt, 'n Problem gespürt, 'n Widerstand gespürt, wo Du sagst, okay, im Nachhinein, das war 'n Moment meines Lebens, wo ich mit mit zum ersten Mal mit 'nem echten Problem umgehen musste? Und a, Teil 1 der Frage, wann war das und Teil 2, liebst Du damit umgegangen? Ja, das größte Problem war natürlich diese Entscheidung zu treffen, die auch so endgültig war und die diese Entscheidung mit meinem Vater auch dann auch zu zu besprechen, das war die größte Hürde und dann die Frage, was mache ich denn stattdessen mit meinem Leben, ja? Also das war sicherlich die größte Herausforderung an der Stelle und Aber ich muss da zurückkommen auf mein großes, ja, auf mein mein Selbstbewusstsein, das ich damals schon noch hatte, dass ich oder ein Bewusstsein, dass das, was ich mir vornehme, mir dann auch gelingt.

Also ich hatte keine Angst vor der Zukunft und wusste, ich hab jetzt auch 'n gutes Studium hingelegt. Ich hab alle Voraussetzungen. Es gibt keinen Arbeitsmarkt, der der sehr gut und gesund ist. Also insofern hab ich mir auch gedacht, das wird schon gelingen, was ich mir vornehme. Also insofern ja, mir mir war die Schwere dieser Entscheidung dann bewusst, aber gleichzeitig wusste ich auch, ich komm da zurecht.

Bist Du also grundsätzlich so diese des Glases Halbvoll Typ? Ja, auf jeden, ja, auf jeden Fall. Ja. Auf jeden Fall, ja. Okay, gut.

Jetzt hast Du dein Studium abgeschlossen, hast diese Hürde hinter dich gebracht. Dein Vater hat auch noch zum Glück seinen Laden ganz gut verkauft, musste dann wahrscheinlich mit dem Privatierleben zurechtkommen, aber das ist ja nicht unser Fokus heute, sondern die Frage ist ja, wie ging's bei dir weiter? Im Studium oder nach dem Studium hast Du dann mit was angefangen, in welche Berufsrichtung und was war so deine Idee? Ja, auch da hab ich erst mal so zur Orientierung überhaupt einzusteigen. Das Berufsleben hab ich 'n Traineeprogramm angefangen, hab damals zum Traineeprogramm bei Gruner plus Jahr angefangen.

Das war angelegt auf 8 Das war angelegt auf 18 Monate ein Traineeprogramm im Personalwesen, weil was mir schon klar war, ich möchte ins Personalwesen, ich möchte möchte schon im beim Thema Führung, Umgang mit Menschen und so weiter, das hat mich schon interessiert, da landen. Aber, und das war etwas, was ich mich öfter mal im Leben so eingeholt hat, bin 'n Mensch mit 'nem hohen Zahlenverständnis, wo bin ich dann gelandet im Personalcontrolling? Und es gibt da noch son Bild, das ich irgendwann mal für LinkedIn herausgeholt habe, da sitze ich da in meinem meinem mit meinem Cordhemd und soner komischen Krawatte und sitz da und da hinter mir oder neben mir diese riesigen Listen aus der Personalabteilung, die aus dem Keller kamen, die ich da durchgearbeitet habe und hab dann schon festgestellt, das war ein Riesenunternehmen aus damaliger Sicht und bin da reingekommen, hab gemerkt, ich ich krieg nur so wenig mit von diesem Unternehmen trotz Trainee Programm und hab das Trainee Programm relativ zügig abgebrochen und bin dann in ein mittelständisches Unternehmen mit dreihundert- und Mitarbeitenden gegangen und hab dann gemerkt, da fühle ich mich viel wohler, weil ich einfach als Personalreferent, der ich dann da war, hab ich sofort 'n Überblick übers ganze Unternehmen, kenn kenn mehr oder weniger alle dann persönlich und konnte da ganz anders agieren.

Mhm. Also das war schon eine schnelle Kurskorrektur, die ich da gemacht habe. Das mit den Zahlen und auch 'ner Computeraffinität, hab mich aber trotzdem wieder eingeholt. Also auch dort in der Personalabteilung, in der ich dann gearbeitet habe, war ich dann schnell wieder derjenige, der Systeme eingeführt hatte. Also ich hab SAP Systeme dann eingeführt und da auch wieder sehr viel sehr viel mit Zahlen und Fakten und so weiter arbeiten müssen oder dürfen, wie auch immer.

Jetzt sagst Du so so salopp, sag ich mal, oder so oder so in 'nem Nebensatz, ja, es war klar, ich geh dann ins Personalwesen. Auf deinem Weg dahin im Studium waren's einfach die Fächer, waren's einfach das Thema Oder wo kam diese Begeisterung und wo kam dieses der der Wunsch her, in diese Richtung dann zu gehen? Also das waren schon mal die Vertiefungen auch meines Studiums. Also ich hatte Personal und Marketing und ich hab auch mal eine Diplomarbeit über Assessment Center geschrieben. Also insofern hab ich da gleich eine Affinität entwickelt und Assessment Center fand ich fantastisch, hab ich mich dann ja eine ganze Zeit lang mit beschäftigt, selber auch Assessment Center durchlaufen und fand das fand das sehr spannend und hab da noch gedacht, das wird mich auch wohl weiter begleiten.

Mhm. Cool. Dann machen wir jetzt an der Stelle, Du bist jetzt sozusagen in deinem zweiten Job, ja, in deiner Vita, nach dem Trainee abgebrochen jetzt im mittelständischen Unternehmen. Da machen wir gleich weiter. Wir schieben aber jetzt noch was ein und zwar gibt's bei mir eine Schnellfragerunde.

Die mach ich immer einfach, den Menschen son bisschen zu charakterisieren und festzustellen, was ist das eigentlich für 'n Typ, ja, Typ Mensch. Deswegen, wenn Du bereit bist, würde ich sagen, lassen wir uns mal einfach reinstarten, oder? Ja klar, gerne. Es sind Fragen, meistens kannst Du die mit ein, 2 Sätzen beantworten. Wir haben aber keinen Zeitdruck.

Also nimm dir so viel Zeit, wie Du magst. Bist Du Frühaufsteher oder Nachteule? Frühaufsteher. Schon immer gewesen oder das mit dem Alter in Anführungszeichen? Ich sag das mit allem Respekt.

Ich glaub, ich bin der Eltern von uns, aber ich kenn's von mir. Ich steh auch mittlerweile sehr früh auf. Ach, ich merke schon, dass ich relativ früh aufwache und wenn ich aufwache, steh ich auch sofort auf. Also ich hab keine keine Aufwachphase, wo der Wecker fünfmal klingelt, bis ich dann draußen bin, sondern ich ich steh auch sofort auf. Ich hab eine Phase gehabt, wo ich für den meinen jetzigen Arbeitgeber gearbeitet habe, wo ich immer von Ahrensburg nach Lübeck fahren musste.

Da musste ich immer, ja, da klingelte man Wecker, weil sie wollte noch immer 5 Uhr 38. Das war für mich auch 'n Stück weit zu früh, aber so irgendwie, ist auch gegangen. Und seit ich das nicht mehr mache, nicht mehr jeden Tag nach Lübeck fahren muss, freue ich mich, dass ich dann doch irgendwie eher so bis halb 7 7 schlafen kann. Aber wie gesagt, ich wache oftmals vor dem Wecker auf, das ist eigentlich die Regel und dann stehe ich auch sofort auf. Ja, schön, haben wir da Parallele.

Du darfst dir etwas aussuchen für dich selbst. Präsenztraining oder virtuelles Format? Präsenztraining. Weil? Ich glaube an virtuelles Training, muss ich ja auch Kraft meines Jobs, aber manchmal bin ich natürlich auch des Virtuellen ein bisschen müde und freu mich, wenn man mit sich mal, wenn man sich sozusagen da 'n bisschen näher begegnen kann.

Mhm. Weihnachtstyp, ja oder nein? Nein, bin ich nicht. Ich hab war gestern auf 1 Veranstaltung, hab da 'n Weihnachtsbaum gesehen und hab mich gewundert, was denn da macht. Also das realisier ich jedes Jahr jedes Jahr später.

Das ist immer wieder erstaunlich, wenn dann doch plötzlich Weihnachten ist, ne. Genau. Was war denn das letzte Geschenk, das Du dir selbst gemacht hast für dich? Was hab ich mir das letzte Geschenk? Ich hab mir vorgestern wunderbare Schuhe gekauft, Mhm.

Die ich einfach toll fand, weil die schön aussehen und ich gedacht habe, ich brauch mal solche Schuhe, die mir so richtig gut gefallen, ja. Die hab ich relativ spontan gekauft und mich sehr darüber gefreut. Cool. Buch oder Podcast? Buch.

Mhm. Liest Du gerne und feen? Ja, ich lese gerne, übrigens auch 'n etwas zwischen Buch und Podcast vielleicht, ich höre auch gerne Bücher. Also Mhm. Was ich besonders toll finde, ist natürlich, wenn die Bücher vom Autor gelesen werden, ne.

Mhm. Dann fühle ich mich immer mit dem Autor besonders verbunden. Ja. Ich bin ja schon lange auch im Podcast Business und das ist häufig so. Also ich ich sehe da auch sozusagen die Antwort, Hörbuch auf der China Podcast.

Weil es geht ja dann Audio, ja. Und das ist im Endeffekt dasselbe oder oder ähnlich, ja. Und ich merk das auch, dass Menschen, die den Podcast regelmäßig hören, sich sehr eng einem verbunden fühlen. Das ist manchmal bei 'ner Begegnung schwierig, weil man ja selber die Person nicht kennt, die einen aber ein-, zweimal im Monat, ein-, 2 Stunden ins Wohnzimmer, ins Auto oder sonst so hinlässt und dann eine Beziehung aufbaut. Also das ist sehr interessant und Audio kann sehr viel mehr transportieren, grad so Gefühle, find ich, als natürlich 'n Buch.

Aber 'n Buch hat eine andere Vorteile. Also ich ich glaube nicht, hier geht's nicht gut oder böse, sondern einfach, was was bevorzugst Du? Ja, da gibt es 'n gutes Nebeneinander, finde ich. Und was ich spannend finde, seit ich mehr Hörbücher höre, kann ich das auch das Gehörte besser verstehen und was ich immer sehr spannend finde, wenn ich 'n Film gucke, dann denke ich immer, also mit Synchronsprecher, dann merke ich plötzlich, Mensch, die Synchronstimme, die kenn ich auch aus dem Film x y. Und also ich hab hab, glaub ich, da eine Fähigkeit entwickelt, Stimmen auch zu erkennen, diese Synchronstimmen zu erkennen, selbst wenn's nur eine Nebenrolle ist.

Und das hat sicherlich was damit zu tun, dass ich relativ häufig Bücher und so weiter höre. Mhm. Cool. Wann hast Du zum letzten Mal und aus welchem Grund so richtig herzhaft gelacht? War vor 'n paar Tagen, aber ich weiß gar nicht mehr genau den den Anlass, aber das war auf jeden Fall völliger Nonsens, der sich da entwickelt hatte in einem Gespräch und das hab ich manchmal selten genug, aber gelegentlich, dass ich dann auch in einen Lachen verfalle, was ich nicht wieder stoppen kann.

Wenn ich merke Ja, ist aber eigentlich auch ganz schön. Ja, ja. Welche App benutzt Du am meisten? Ja, Whatsapp wahrscheinlich und LinkedIn. Damit liegst Du absolut im Mainstream meiner Gäste.

Also Whatsapp kommt fast immer und LinkedIn ist natürlich im im Businesssegment auch absolut. Und an Platz 3 kommt dann ChatGPT. Mhm. Okay. Mittlerweile tatsächlich so häufig im im Alltag?

Also ich hab mir tatsächlich das googeln abgewöhnt und ich mach fast nur noch ChatGPT. Mhm. Okay. So, jetzt sind wir gleich durch. Kaffee oder Tee?

Kaffee? Mhm. Obwohl ich aus Friese bin von der Geburt her. Wollte ich gerade sagen, trotz trotz der Emsland und so weiter. Ja, Emsland ist ja gar nicht so teafin, sondern Ostfriesland.

Bin aber nur nur für die Geburt sozusagen über die Grenze gekommen. Also ich bin nur im Ausweis Ostfriese und bekomme aber auch im außerfriesischen Ausland sowieso keinen Ostfriesenthe, der ist schwer zu bekommen. Okay. Aber Ausweis Ostfriese, das kannte ich auch noch nicht. Das ist Wording, das schreib ich mir auf, weil ich nehm ja aus jedem Podcast auch immer Begriffe mit und Ausweis Ostfriese find ich sehr schön.

Ja. Was darf in deinem Kühlschrank zu Hause nie fehlen? Joghurt für mein tägliches Müsli. Mhm. Zum Frühstück oder wann gibt's Müsli?

Zum Frühstück, ja. Mhm. Okay. Gut. Dann habe ich noch eine Frage.

Du hast, ich hab eine Superkraft. Ich kann in diesem Podcast dafür sorgen, dass Du, wenn Du dir das jetzt richtig wünschst, die nächsten Tage, sagen wir mal vor Weihnachten, weil Du son Weihnachtsfan bist, ja oder oder zu Weihnachten, eine beliebige Persönlichkeit aus der Weltgeschichte treffen darfst und einen Tag mit ihr verbringen, egal ob sie noch lebt oder bereits gestorben ist. Wenn es das tatsächlich gäbe, wen würdest Du gern mal einen Tag lang treffen und mit ihm reden? Ganz groß aufgehängt würde ich sagen, jemand so wie Barack Obama, die Welt mal wieder richtig in die, ja, sagen wir, in die Bahnen zu bringen, aus denen sie grade herausgerät. Mhm.

Okay. Mit seiner großen visionären und verbindenden Kraft. Auch wenn der nicht so landet, wie wir uns das grade vorstellen oder dann am Ende nicht mehr gelandet ist. Tatsächlich sind auch die Obamas, also ich hab jetzt, ist ja heute Ausgabe 32, auch 'n häufig genannter Mensch an dieser Stelle. Aber auch die die Frau, also die Michelle.

Es gibt viele Menschen, die in meinem Podcast auch gesagt hab, ich würd gern mal Michelle Obama treffen, weil die auch wahnsinnig stark ist und die irgendwie ja auch vermutlich doch sehr stark ihn auch im Hintergrund beeinflusst, wie das halt so bei ihnen ist und die ihm im Mindset auch viel mitgegeben haben muss scheinbar. Also ich interpolier das jetzt aus den Antworten meiner Gäste, aber beide Obamas wurden mehrfach genannt. Also es sind schon interessante Persönlichkeiten. Mhm. Gut, so, jetzt sind wir aber nichtsdestotrotz nach deinem Trainee, das Du abgebrochen hast, weil diese Listen, ich kenn die auch noch, ich kenn, wir wissen ja, also ich hab eine ähnliche Zeit durchlaufen wie Du, hatte auch Trainee Programme und hab auch bei den Listen gesessen.

Also das Foto mit dem Courthamed jetzt auch von mir geben können, gibt's zum Glück aber nicht, ja. Aber ich erinnere mich an diese endlosen Lochlisten, also die links rechts so Löcher hatten und dann unten die Nadeldrucke im Keller da gerattert haben. Und dann musste man da irgendwelche Zahnkolonnen auswerten. Das kann ich absolut nachvollziehen, dass Du da weiß ausgenommen hast. Jetzt warst Du bei dem mittelständischen Unternehmen und hast da im Personalsegment gearbeitet.

Warst Du zu dem Zeitpunkt glücklich? Hast Du gedacht, okay, das ist es oder hast Du schon irgendwie in dir drin gemerkt, hm, vielleicht geht's doch noch mal woanders hin? Also ich denke, ich war da schon ganz zufrieden mit meinem Job. Glücklich weiß ich jetzt gar nicht, ob ich das im Nachhinein sagen kann, aber da war ich erst mal so ganz zufrieden, wie ich da auch angekommen war, dass ich da was bewirken konnte. Und hab auch gedacht, das ein oder andere, wo ich mich so unwohl fühle, ist noch Teil des Spiels, dass Du da dich in der erwachsenen Welt dann auch da bewegst und vielleicht 'n bisschen unwohl fühlst, wenn Du ganz Tag deinen deinen Anzug tragen musst, den Du eigentlich sonst nicht tragen würdest oder den Du privat auch nicht trägst, dass es also großen Unterschied gab zwischen dem, was man so privat gemacht hat und mit dem, was man beruflich gemacht hat.

Also der Unterschied war damals riesig. Ich glaube, Mhm. Dass haben heute junge Menschen, die im Beruf sind, haben sicherlich diesen Unterschied nicht. Und wenn's bei der Kleidung anfängt, selbst wenn man in 'ner Bank arbeitet, selbst da ist der Unterschied nicht mehr so, dass man mit seiner mit seiner Kleidung sich außerhalb unwohl fühlt. Das war damals ganz entscheidend.

Also das hab ich damals gedacht, das ist Teil des Spiels. Muss dann auch so sein, aber ich bin immer weiter reingekommen in das ganze Thema Softwareeinführungen und das war sehr viel Handarbeit damals, sone SAP Einführung, hab mich auch diese Listen wieder eingeholt, indem man sehr viel dann auch eintragen müsste und so weiter. Und ich hab damals sehr gut verdient, weil ich auch Jobs von anderen Leuten mit übernommen habe und so weiter und hab dann auch damals, ist eine für mich auch wichtig so als Erkenntnis, durch das durch den guten Verdienst Schwierigkeiten gehabt, da wieder rauszukommen, ne. Weil eigentlich bin ich ja immer schnell mal gesprungen vom einen zum anderen. Wenn ich gedacht habe, jetzt ist es mir langweilig, jetzt gehe ich woanders hin, aber man richtig gut verdient, ist man natürlich dadurch 'n bisschen gefangen, weil so schnell findest Du nichts auf dem Niveau wieder.

Ich hatte dann in der Arzneimittelindustrie son Chemietarifvertrag 16 Monatsgelder bekommen. War da 6 Boni mit dabei waren. Ja, das war fantastisch. Es war 'n paar Boni dabei, weil ich jemanden mit ersetzt hatte und so weiter. Das hat sich für dich auch gelohnt.

Und ja, dann hab ich sone, die Entscheidung ein bisschen anders getroffen. Ich hab dann gesagt, ich, vielleicht ist es eine Parallele zu dem, wie ich das bei meinem, mit dem Autohaus damals gemacht habe, dass ich erst mal was studiere, hab gesagt, ich mach jetzt erst mal Erziehungsurlaub. Mein Sohn war damals ein Jahr alt und da hab ich gedacht, oh, dann nehme ich jetzt mal eine Auszeit und mache Erziehungsurlaub. Natürlich in vollem Einverständnis mit meiner Frau, die das damals auch sehr gut fand, die das auch wollte. Und dann konnte sie wieder arbeiten, als mein Sohn dann 1 war.

Und dann habe ich ein Jahr lang Erziehungsurlaub gemacht und das 2. Jahr habe ich in meinem Erziehungsurlaub freiberuflich gearbeitet und dann hat meine Frau auch 'n bisschen reduzieren können. Das war eine tolle Zeit, weil wir beide so halbtags gearbeitet haben und ich hab dann für damals für AOL einen Fanshop aufgebaut und war dann so in dem New Business, New Economy unterwegs und hatte da auch eine spannende Zeit. War ja, wenn man das jetzt reflektiert hat, auch schon irgendwie wegweisend für Bildschirmarbeit und Homeoffice und solche Sachen oder weiß nicht, inwieweit Du da zu Hause warst, aber Ja. Trotzdem schon 'n sehr moderner Arbeitsplatz dann an der Stelle, ne?

Also das hat sicherlich vieles determiniert für das, was ich später gemacht habe. Ich hab damals schon erfahren, wie wie schön es sein kann, wenn man komplett frei arbeitet, auch was die Arbeitszeiten angeht. Ich hab sonntags morgens das war jetzt zwar nicht schön, aber es war praktisch morgens 5 schon mal Rechnungen geschrieben, bevor bevor mein Sohn aufgewachsen ist und aufgewacht ist und ja, da war das gut, dass ich auch 'n Frühaufsteher war. Aber dieses freie Arbeiten hier mal 3 Stunden und damals 2 Stunden und dann mit dem Kind irgendwo hingehen und später wieder arbeiten, das hat mir damals sehr gefallen. Ich hab auch gemerkt, das funktioniert und da hab ich auch 'n Vertrauen jetzt gegenüber Mitarbeitenden, dass das bei denen auch funktioniert, hat ja auch 'n bisschen dann damit zu tun, dass ich das selber erfahren habe, ja.

Mhm. Aber natürlich auch das Thema IT Affinität, Internetaffinität und so weiter kommt wirklich aus der Anfangszeit vom Internet und das hat natürlich eine große Bedeutung bei meinem Job jetzt auch immer gehabt. Mhm. Weil wir da ja auch immer durchaus ganz ganz vorne sind, was solche Entwicklungen angeht. Jetzt möcht ich noch gern mal 2, 3 Dinge aus dem, was Du grade gesagt hast, noch mal hochholen und mit dir drüber reden.

Und zwar einmal hab ich mir hier aufgeschrieben, ich bin ja komplett bei deiner Aussage, ich hab aber noch eine Frage damit in Verbindung. Es gab zu unserer Zeit, als wir jung waren und uns etabliert haben und die Karriere starteten, gab's eben diese b-two-b-und diese b-two-c-kategorisierung sehr, sehr stark. Also Du hast gesagt, das war Teil des Spiels, eben bestimmte Anzüge oder Kleidung zu tragen an der Arbeit, sich auch anders zu verhalten, auch anders zu sprechen als privat. Heute wächst es ja immer mehr zusammen. Ich komm ja aus dem Marketing und wir sagen häufig und auch hast Du sicherlich auch schon, ist dir das schon begegnet, sei authentisch, sei echt, sei einfach so, wie Du bist.

Es ist ja eine Entwicklung, die eindeutig stattfindet. Ich sag heut in meinen Vorträgen immer, denk nicht in B2B und B2C, sondern denk in H2H, also Human to human oder Mensch zu Mensch. Es ist am Ende ist der Einkäufer oder der der der Softwareentwickler, der in die Agentur kommt am Morgen, der hängt ja nicht sein seine privaten Überzeugungen, seine Werte, seine Haltung an den Kleiderständer. Das war damals so. Meine Frage an dich, die wir beide in diesem Podcast diese Zeiten erlebt haben und auch den Wandel erlebt haben jetzt.

Ist es für dich eine gute Entwicklung? Ist das für dich okay oder sagst Du, es gab auch, gibt auch Dinge, die ich vermisse aus der Zeit? Nein, das ist für mich durchweg eine gute Entwicklung, dass für mich diese Unterschiede nicht mehr so krass sind. Also was sich beim Anzug an und Anzug ausziehen sozusagen manifestiert, hat ja auch manchmal damit zu tun, ob ich am am Sonntagabend dann denke, oh Gott, jetzt habe ich wieder 5 Tage vor mir. Das habe ich damals mehr gespürt, so dieses Gefühl, es gibt 'n Wochenende und danach gibt es wieder eine Woche, wo ich dann arbeiten muss, dass das dass diese Übergänge fließender geworden sind und dass das dadurch aber besser geworden ist, ne.

Also ich hab das schon durchaus als erleichternd empfunden, dass man auch am Wochenende oder am Abendmahl arbeitet. Das ist für mich kein entgrenztes Arbeiten gewesen, sondern eigentlich ist es für mich leichter gewesen, weil die Unterschiede fließender fließender sind. Aber es hat auch damit zu tun, dass man als Mensch nicht unterschiedliche Rollen so stark wahrnimmt, ob man nun privat oder beruflich unterwegs weil sonst müsste es ja, in deinem in deinem Beispiel zu bleiben, wenn ich dann am Wochenende noch mal kurz arbeite, dann muss ich mir einen Anzug anziehen, damit ich die Rolle wirklich wahrnehme. Das passiert nicht und das ist tatsächlich auch so, dass ich das jetzt in letzten, sei es auch 20 Jahren meines Berufslebens, nicht mehr so empfinde, dass ich da son starken Unterschied machen muss. Für mich persönlich zumindest.

Ich glaube, dass das auch auf eure Branche, kommen wir ja noch später drauf, aber auf diese Weiterbildungs- und Lernbranche, da wo Menschen eben einfach ihren Weg gehen, klüger zu lernen, eine andere Qualifikation zu bekommen, eine Riesenrolle spielt, dass ich heute sehr flexibel lernen möchte und kann und dass die Rollen son bisschen verschwimmen zwischen ich hab jetzt eben 'n Wochenende und ich bin jetzt am Arbeiten, sondern dass ich irgendwie so meinen versuche und meine meine Intention, meine Energie in soner Ausbildung auch zu stecken, wann ich möchte. Also Stichwort, nicht an feste Zeiten gebunden sein oder so. Ich hab noch eine 1 weitere Frage. Ich hab sogar noch 2 Fragen zu dem letzten Block. Die 1.

Frage ist, jetzt sind wir ja bei dir, wir sind, also ich versuche son bisschen, wie Du merkst, rauszukitzeln, wo hat er denn mal eine Klippe? Weil es klingt alles sehr smooth. Du warst sehr, sehr bewusst bewusst. Du bist dann also ja offensichtlich auch ohne größere psychische Schwierigkeiten oder oder Nachfolgen aus diesem Trainee Programm rausgegangen, woanders hingegangen. Bist deinen Weg gegangen in der Heldenreise und im Storytelling.

Und eigentlich in jedem Leben gibt es ein zentrales Element, das superwichtig ist und darüber haben wir noch nicht gesprochen bei dir. Deswegen jetzt die Frage, hattest Du in dieser Phase oder davor oder jetzt im Nachgang wichtige Mentoren, Menschen, die bei denen Du gesagt hast, da konnte ich immer nachfragen, da hab ich auch nachgefragt oder sagst Du, nee, ich war schon sehr, sehr autonom auf meinem Weg bis hierhin? Ja, tatsächlich glaube ich, war ich eher autonom auf dem Weg dahin. Also hab ich, vielleicht kann man auch sagen, hab ich mit mir ausgemacht, aber ich hab da auch meinen Weg gefunden. Also das glaube ich, dass ich da schon schon reflektiert bin, aber im Umgang mit mir selbst, ich hab aber nicht ausdrückliche Mentoren dafür gehabt.

Okay. Gut, dann hab ich noch eine Frage und dann sind wir tatsächlich auch durch. Ich bin nämlich gedanklich immer noch bei deinem Vater, ja. Und ich verstehe, ich verstehe, ich kann, also ich konnte irgendwie sehr gut nachvollziehen, als Du das so erzählt hast, dass das für ihn schon, sagen wir's mal, wie's ist, wahrscheinlich eine Enttäuschung war, als Du dann irgendwann gesagt hast, so, Papa, ich hab mir das überlegt, ich möcht gern was anderes machen, im Autohaus ist nicht mein Ding und so. Wie wie wie ging er denn mit dem weiteren Weg Und vor allen Dingen, wie hast Du ihm erklärt, was Du dann in diesem Traineeprogramm machst?

Hat er das verstanden? Hatte er dafür ein Interesse und wie ist er damit umgegangen? Mhm. Also, ja, ich hab schon dann später gemerkt, dass mein, dass es gar nicht so leicht war, meinem Vater dann zu zeigen, was ich so mache. Ich will ja, man will ja auch, dass mein Vater einen einen Stolz entwickelt auf das, was der Sohn macht.

Und ich weiß noch, dass ich damals, als ich freiberuflich tätig war, da in meinem Onlineshop, da doch sehr handfest so zu Hause unterwegs war mit Studenten, die die Pakete gepackt haben, die dann nachmittags alle wieder weg sein mussten, diese ganze Pakete jetzt wieder ordentlich aussieht und so weiter. Und das hat sich mein Vater irgendwann mal angeschaut und das das war son Moment, wo er gesagt hat, was ist das denn für 'n kleinteiliges Geschäft? Er hat ja nicht die, er hat ja das gesehen, was er gerade gesehen hat, ja, was da so stattfindet und er hat nicht die Optionen dahinter gesehen, die ich mir davon auch versprochen hatte, in der Online Welt unterwegs zu sein mit einem sehr skalierbaren Geschäft. Das war ja der nächste gedachte Schritt eigentlich auch daraus dann Mhm. Tatsächlich was ganz anderes zu machen, ne.

Der hat nur gesehen, was da gerade ist und das das hat die erst mal nicht stolz gemacht. Da habe ich gemerkt, da da sind wir auseinander, da kann ich ihm noch nicht unbedingt zeigen, dass ich das gelohnt hab, diesen Weg nicht einzugehen. Es gab auch später natürlich die Momente, wo ich dann, ich hab ja im Grunde dann auch wegen zweiten Kind und so weiter, diesen Weg mit dem Onlineshop auch abgebrochen, hab mir dann wieder ganz geregelte Tätigkeiten gesucht und hab dann auch nicht genug Geld verdient für das, was ich mir so vorgenommen hatte, ne. Sprich, wurde mir am Haus gekauft, das Haus war war aber kleiner, als wir es gekauft hätten, als wenn ich 'n Autohaus übernommen hätte, ja. Und insofern, da gab's durchaus auch mal Momente, wo wir gedacht haben, könnte auch durchaus mehr Geld sein.

Und das das, was sich da beruflich gemacht hat, hatte hat gereicht, aber hat die Wünsche nicht erfüllt. Also da war schon ein Mangel, weil Du sagst, irgendwo kommt ja auch 'n Heldentum heraus ausm Mangel. Ja genau. Durchaus auch eine finanzielle Unzufriedenheit bei mir so, dass ich gedacht habe, ich bin zwar mit den Jobs zufrieden, aber irgendwie kann da auch noch mal mehr passieren. Deswegen hab ich mich dann ja auch aufn Weg gemacht, dass ich eine Führungspositionen gesucht habe, die ich anfangs nicht unbedingt so gesehen hatte, ja.

Und hab dann damit auch angefangen und hab dann auch gemerkt, das es liegt mir, das funktioniert und da diesen Weg gehe ich weiter, ne. Mhm. Vielleicht abschließend jetzt zu dieser Phase, ich würd jetzt mal sagen, Du bist da sone Orientierungsphase oder oder ja, versuchst halt rauszufinden, was passt genau auch zur Lebenssituation. Wenn Du den Satz vervollständigst vielleicht, bitte, Geld ist für mich Eine gute Basis für eine, ja gute Basis fürs Glück, weil wenn man Geld hat, gibt Geld Sicherheit und auch Selbstvertrauen. Mhm.

Jetzt haben wir die Vita soweit durchgesprochen. Wir gucken jetzt gleich mal, wenn das für dich okay ist, so wie's weitergehen bis dahin, wo Du jetzt bist in der Karriere. Was ich aber noch mal hinterfragen würde und ich bleib da jetzt mal hartnäckig, ist, wenn Du jetzt sozusagen auf deine gesamte Karriere bis heute zurückschaust. Und ich, Du müsstest mir sagen, was ist denn gefühlt am am heftigsten schief gegangen in der Karriere, nicht privat, also beruflich? Gibt's da was, wo Du sagst, das das das hätte ich ganz anders machen?

Würde ich in der Retroperspektive ganz anders machen? Ja, ich glaub, vielleicht hab ich das das eine oder andere Mal auch 'n bisschen zu schnell den Job gewechselt, hätte da noch mal abwarten können, dass da noch mehr draus wird. Da war ich 'n bisschen zu ungeduldig. Vielleicht war's im Nachhinein auch okay, so schnell zu wechseln, Optionen wahrzunehmen. Und da war auch mal 'n Job dabei, der hat überhaupt nicht funktioniert und da musste ich dann auch gehen.

Also na gut. Hinter mir seine Weltwand umgekippt, ja. Genau, hinter dir hat sich einfach die NWS Gruppe jetzt verabschiedet. Das macht aber nichts. Mir zeichnet ja Video sowieso nur auf für Seeding.

Also gar kein Problem, können wir einfach weiterlaufen lassen und ich mach das sowieso gerne authentisch. Jetzt sind wir wieder bei der Authentizität, ne. Ist jetzt mal eine Wand umgefallen, macht nichts. Wir lassen uns davon nicht aus der Ruhe bringen. Ja, gut.

Das möchte ich aber erklären sozusagen, weil das kommt ja jetzt komisch rüber, also wir haben bei uns früher immer eine Wand hinter uns gehabt, damit man nicht sehen kann, wie so der Hintergrund ist beim Gespräch und diese Wand benutze ich schon lange nicht mehr, weil wir ja eigentlich mit Teams die virtuellen Hintergründe haben. Aber jetzt sind wir hier in dieser in dieser Aufnahmeumgebung und hab gedacht, ah, ich fühl mich wohler, wenn hinter mir nicht irgendwie dieses ganze Zimmer zu sehen ist und was da sonst noch passiert. Aber diese Wand ist schon so alt, dass sie 'n bisschen brüchig ist, deswegen ist sie gerade Das Universum hat jetzt gedacht, okay, Du bist stabil genug und so selbstbewusst. Du kannst auch ohne Wand den Podcast beenden. Lieber Joachim, jetzt, okay, jetzt bist Du ja aktuell in dem Job, im Vorstand oder in der Vorstandsgruppe, das weiß ich jetzt gar nicht genau, Du bist Vorstand der WBS Gruppe und ihr seid 'n Unternehmen, das beschäftigt sich mit Weiterbildung.

Hab ich das richtig zusammengefasst? Sag doch mal 2, 3 Dinge zu deinem aktuellen Job und vielleicht dann von dem Punkt, den wir grade besprochen haben in deinem Leben bis jetzt, wo welche Stationen lagen da noch dazwischen? Ja, also die WBS Training AG ist, das ist unsere Kerngesellschaft, ist ein Unternehmen, das Bildung für Erwachsene, geförderte Bildung für Erwachsene oder berufliche Bildung für Erwachsene anbietet. Am Anfang war das überwiegend die geförderte Bildung, mittlerweile natürlich auch über andere Quellen und macht das seit 2009 im virtuellen Klassenzimmer. Das ist das, was was Besonderes ist und was ich auch seit 2007 mit begleiten darf, diesen Wandel, dass wir aus 'ner klassischen Weiterbildung, die tatsächlich da sozusagen vor Ort in einem einem echten Klassenraum stattfindet, gewandelt hat zur virtuellen Weiterbildung.

Aus dieser Training AG heraus sind dann noch weitere Unternehmen hervorgegangen, Tochtergesellschaften wie die wie die WBS Schulen, wo wir klassisch Schüler im Pflegebereich, Erziehungsbereich und so weiter unterrichten und sind andere dazugekommen wie eine Deutsche Eisenbahner Akademie, wie eine Northom Business School, kleine Universität, die mit bei uns in der Gruppe verortet ist. Und in der Summe ist es jetzt so, dass wir ungefähr 1800 Mitarbeitende haben, damit so zwölf-, 13000 Menschen jeden Tag begrüßen dürfen, die bei uns lernen, Umschulung machen, Weiterbildungen machen, Ausbildungen machen und andere Dinge machen. Also der Kern ist immer das Thema Bildung, abgesehen davon, dass wir auch Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren, aber auch da geht es natürlich immer über das Thema Bildung am Ende. Mhm. Ja, und die Stationen, die mich die ich noch durchlaufen habe, bis bis ich dahin gekommen bin, sind halt nach dieser Freiberuflichkeit dann noch eine 1 Job, wo ich Personalvermittlung betrieben habe.

Da bin ich dann relativ schnell ausgestiegen und dann bin ich bin ich in ein EU gefördertes Projekt zur Qualifizierung von Mitarbeitern im Hamburger Hafen gekommen. Mhm. Das war für mich noch mal ganz spannend, weil ich da tatsächlich auch mal 'n bisschen mehr in die Tiefe gehen konnte. Dann konnte man sozusagen da mit mit ganz gutem Zeitansatz sozusagen Menschen auch begleiten oder auch Projekte entwickeln, Marketingprojekte, Marketingkonzepte entwickeln, wie man Menschen dafür begeistert, einen Berufsabschluss anzustreben, ne. Davon da hab ich viel draus gelernt für das, was wir was wir heute eben auch machen.

Wie motivier ich eigentlich Menschen, dass sie das auch tun? Also grade die, die son bisschen ferner sind von 'ner Ausbildung vom Abschluss. Mhm. Wichtiger Kern. Also hast Du aber eigentlich immer mit Menschen zu tun gehabt?

Ja, auf jeden Fall. Und das war ja das, was Du anfangs sagtest. Ich hab gemerkt, okay, so mit Menschen, das ist mein Ding. Heute vielleicht sehr viel virtuell, mehr als früher, aber es ist immer, geht immer noch darum, Menschen weiterzuentwickeln. Und dazwischen habe ich noch eine Station tatsächlich vergessen, hab schon länger nicht mehr in meinen Lebenslauf her gebetet, weil ich mich ja nicht mehr bewerbe im Moment oder seit vielen, vielen Jahren nicht mehr.

War zwischendurch auch noch 'n Bildungsträger, wo ich mich das Thema Firmenschulung gekümmert habe. Also da ging's dann direkt das Thema, einen Vertrieb aufzubauen für Firmenschulung. Mhm. Und dann hab ich quasi war das die Konsequenz von dem einen zum anderen rüberzugehen und mich mich nicht mehr das Thema Firmenseminare zu kümmern, sondern stattdessen mehr das Thema geförderte Bildung zu kümmern. Mhm.

Wenn Du jetzt so auf die Heldenreise deines beruflichen Lebens zurückschaust, weil in der echten Heldenreise hat man irgendwann sein Ziel erreicht sozusagen. Also Fraudo Beuthlin hat jetzt den Ring und geht damit, hat ihn bei Saubern da irgendwie entfernt vernichtet oder so und geht wieder zurück ins Auenland und ist happy. Würdest Du sagen, Du bist jetzt an dem Punkt, wo Du bis zur Rente deine Arbeit machst oder sagst Du, irgendwas brodelt noch in dir, irgendwas spürst Du noch, möchtest dich noch mal verändern? Wo ist wo ist Joachim Giese in 5 Jahren? Also erst mal glaub ich, man hat in diesem Job nie den Ring komplett und kann dann sagen, das ist alles gut, weil bei uns ändert sich jedes jedes Jahr eigentlich so viel.

Die Rahmenbedingungen verändern sich so stark, dass wir immer darum, sehr stark darum bemüht sein müssen, Schritt zu halten, ne. Und deswegen wird's auch nicht langweilig. Also als ich 2007 eingestiegen bin, hab ich damals nur 'n Standort geleitet und hab gedacht, ja, das das wirst Du wahrscheinlich auch wieder nur 2, 3 Jahre machen können, dann wird's dir langweilig. Aber dann sind so viel so schnell so viele Veränderungen gekommen, dann ist diese Veränderung in das virtuelle Klassenzimmer hineingekommen. Dann sind wir, also vorab sind wir in 'ner kleinen Krise gewesen so und dann kam das mit dem virtuellen Klassenzimmer und dann kam eine riesen Wachstumsherausforderung und damit verbunden natürlich auch viele Veränderungen, dass das Unternehmen sehr gewachsen ist dann von von einigen 100 Mitarbeitern jetzt auf die jetzige Größe und da ist aber immer eine große Veränderung drin.

Und jetzt haben wir gerade die große Herausforderung seit 2, 3 Jahren mit dem Thema KI in in unser Business hineinzubringen, KI in das Lernen reinzubringen und das ist eine Riesenherausforderung, die wir für die nächsten Jahre haben. Und da kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass es mir langweilig wird, insofern hab ich auch keine Idee, woanders hinzugehen. Ich muss aber auch sagen, ich glaub auch gar nicht, dass ich woanders so gut hinpasse. Also muss ich auch ganz demütig sagen, ich bin jetzt auch nicht son Manager, der dann sagen würde, ich kann jetzt auch woanders hingehen, werd sofort wirksam. Es würde sicherlich eine Zeit passen und ich glaube auch, dass ich auch deswegen ganz gut zu WBS passe, weil die WBS zu mir passt.

Mhm. Kurze Rückfrage noch, Du hast gesagt, wir hatten da auch eine kleine Krise, ging nicht ganz so gut. War das vor Corona oder nach Corona? Nur damit man's zeitlich mal so einordnen kann. Das war lange vor Corona.

Das war eigentlich, ja, das war schon eine Zeit 2008, 2009, da hatte die WBS relativ kurze und flexible Maßnahmen. Dann gab es eine Zeit lang mal keine öffentliche Förderung für Ah, okay. Für Weiterbildung und dadurch sind wir relativ schnell in eine Krise reingekommen, weil die Kurse so kurz waren. Wir hatten die Kunden sozusagen für nur kurze Zeit bei uns im Unternehmen und deswegen mussten wir schnell reagieren. Das Gute war, wir haben das dann auch getan, weil wir schneller und heftiger in eine Krise gekommen sind als die Mitbewerber und dann haben wir schnell was verändert.

Corona, Corona war das Gegenteil 1 Krise für uns, weil War 'n Beschleuniger für euch eigentlich, ne? Im, ja, kurzfristig war's 'n Beschleuniger, weil wir haben natürlich alle Kunden ohne Weiteres nach Hause schicken können, weil der Unterricht sowieso schon virtuell stattfand. Dann hat man nur doch den den den Ort des physischen Lernens verändert, aber letztendlich haben wir dann die Hardware den Leuten nach Hause geschickt. Im Nachhinein war es dann gar nicht so erfreulich, weil plötzlich alle das konnten, was wir konnten. Ja, okay, verstehe.

Geht schnell mal 'n Wettbewerbsvorteil verloren dadurch, weil wissen wir ja alle, ist ja überall ein Standard auf diese Art zu unterrichten. Ja. Also heutzutage ist es so, dass wir im Business in der Agentur uns wundern, wenn jemand anruft. Weil normalerweise hat man 'n Videocall mit irgendjemand, ja. Früher wars genau umgekehrt, da war der Videocall das Besondere.

Heute ist der Videocall Call die Normalität, weil die Infrastruktur halt überall da ist. Verstehe ich schon. Aber ich glaube, in Summe ist es eher 'n Treiber für euer Business gewesen damals. Also damals war's 'n Treiber, übrigens erster Arbeitstag 2007 Videocall. Also das war damals der Standard und das war damals auch schon ein Standard, dass das über Video zu erfolgen hat und dass man die Kamera auch anmacht.

Wahnsinn. Also da waren wir sehr früh dran und insofern haben wir auch 'n paar Jahre mehr Zeit gehabt, mit diesen Möglichkeiten zu arbeiten. Also ich bin ja auch als Speaker unterwegs, kleine Grundbemerkung, weil Du sagst, das 2007. Und da hab ich unter anderem 'n Vortrag über Kreativität und da zeig ich die Schreibtische von berühmten Menschen, ganz, ganz, also Martin Luther King, Einstein, unter anderem auch Steve Jobs und ich hab 'n Bild von seinem Schreibtisch von neunzehnhundertdreiundneunzig, also die Analogien dem Vortrag, das zu Ende zu erzählen, ist, dass die alle wahnsinnig unaufgeräumte Schreibtische hatten. Und Albert Einstein gesagt hat, wenn 'n vollkommen aufgeräumter, sauberer Schreibtisch der Beleg ist, nee, wenn 'n unaufgeräumter Schreibtisch, der Beleg ist für 'n unaufgeräumtes Gehirn, für was ist denn dann 'n leerer Schreibtisch, das der Beleg?

Und das ist die das ist der der original, das Zitat, das ihm zugesprochen wird. Und was ich aber jetzt eigentlich sagen wollte, ist, da hab ich 'n Bild von Steve Jobs und er hat neunzehnhundertdreiundneunzig in der Videokamera an und macht eine Videokonferenz, ja. Also es gab die Technologie, aber natürlich nicht in der Breite und schon gar nicht in Deutschland. Das Thema, glaube ich, müssen wir nicht ausbauen, aber ist definitiv so. Wenn Du 2007 natürlich schon Videocalls gemacht hast, dann Gratulation, dann war das leichter für euch in der Zeit von Corona.

Ich muss dazu sagen, damals unsere Agentur, meine Agentur, wir hatten da echt, wir mussten innerhalb von Wochen alles umstellen, ja. Und das war schon heftig, aber ist ja nicht unser Thema heute. Wenn Du jetzt so auf deine Karriere schaust, at all, jetzt bist Du da und Du sagst, und das find ich total schön. Und das klingt auch grade bei jemandem, der so, ne, ich will das jetzt, ist nicht despektierlich gemeint, aber eine bewegte Karriere hatte, also mit Autohaus Karriere, doch keine Autohaus Karriere, Trainee sind doch abgebrochen, woanders dann da war in Mecklenburg und da, dann auch mal selbst gezweifelt son bisschen, ist das eigentlich der richtige Weg, weil könnt eigentlich mehr Geld verdienen und solche Dinge. Wenn wenn das jetzt alles mal zurückschaust auf alles, würdest Du, gibt's gegen so einen Tipp, wo Du sagst, aus meiner beruflichen Vita würde ich das jungen Menschen empfehlen, wenn sie vielleicht so, keine Ahnung, Anfang, Mitte 20 sind oder in die Karriere starten.

Gibt's da irgendwas, ich hätte aus einem deiner Sätze was abgeleitet, würde dich aber gerne, würde dir gerne den Vort drücken lassen. Also, ich glaube, was wir jungen Menschen durchaus mitgeben können, sie sollen sich was trauen und sollen's einfach auch mal machen. Es wird schon auch gelingen. Mhm. Es ist nicht alles planbar, auch das heißt, man sollte die Chancen einfach wahrnehmen.

Im Nachhinein sieht ja ein Leben immer ganz anders aus. Man stellt fest, das ist einfach sowieso anders geschehen, manches geschieht auch. Man muss aber den Dingen einfach eine Chance lassen. Also insofern, Optionen entstehen nur, wenn man sie zulässt. Sehr schön.

Ich hätte gesagt aus deinen letzten Sätzen, die Du gesprochen hast, da hast Du sehr schön gesagt, ich passte so gut zur WBS Gruppe, weil sie zu mir passt, ja. Und ich glaube so, es muss passen. Das ist so platt wie wahr und ich glaube persönlich auch, dass man relativ schnell den Job merkt, ist das das, wo man Purpose auch, wo ich mal in Purpose leben kann oder ist das tatsächlich nur Geld verdienen? Das ist ja 'n Unterschied, ja. Also insofern, mhm.

Ja, und Du hast ja zum Eingang gesagt, man reflektiert in so einem Gespräch auch, da muss man mal sagen, kann ich auch dran anknüpfen, wo ich erzählt habe, dass ich mich im ersten Job ein bisschen unwohl gefühlt habe, gemerkt habe, das ist nicht, das bin nicht ich, das ist nicht authentisch. Da ist immer die Frage, wie weit entwickelt man sich in so einem Unternehmen da am Ende? Also da war damals so die Hoffnung, man wächst da rein, weil irgendwann passt man dann auch dazu, aber das ist auch die Frage, ist man dann passend gemacht worden? Mhm. Will man das eigentlich?

Und Genau. Ich glaube, je weniger je weniger man da fremdelt, desto besser kann man sich dann auch entwickeln. Ja. Und mir ist es wirklich so gegangen, als ich in das Unternehmen reingekommen bin 2007, dass ich gemerkt habe, die Dinge gelingen mir, die Dinge funktionieren, die Menschen, mit denen ich zu tun habe, haben, mit denen habe ich eine gute Ebene, mit denen komme ich gut klar. Hab da einfach gemerkt, da da funktioniert's, da passt es.

Ja super und was ich so mitnehme aus unserem Gespräch jetzt von dir ist, dass auch so Menschen, die an 'ner sehr exponierten Position sind, so wie Du jetzt und eine 1 tolle Karriere auch hingelegt haben, auch zwischendurch mal gezweifelt haben. Und aber was ich so mitnehme aus deiner Avatar ist im Wesentlichen, dass Du immer deinen Weg gegangen zu sein scheinst, weil Du irgendwie gemacht gemacht hast, das was Du oder das getan hast, was von dem Du dachtest, das ist wirklich auch das Beste und das möchte ich. Und ich glaube, das ist wirklich auch der Appell an die Menschen da draußen und an dich, wenn Du zuhörst bis hierhin vielen Dank schon mal dafür und wenn Du zugehört hast. Ja, natürlich kann man immer leicht sagen, mach das, was Du fühlst. Es gibt immer Rahmenbedingungen, die einem bestimmte Dinge vorgeben.

Grade wenn man 2 Kinder hat, kann man nicht einfach sagen, ich mach mich jetzt mal selbstständig und mach irgendwas. Man muss kalkulieren und rechnen, aber am Ende des Tages merk merken Menschen, glaub ich, sehr schnell in sich drin, ob das gut ist, was sie machen oder nicht. Und das ist somit die geilste Motivation, die man fürn Job haben kann, wenn man merkt, okay, ich muss da nicht hingehen zum Arbeiten, sondern es ist das, was ich wirklich fühle. Also das find ich find ich sehr schön und das ja, es schließt auch deine berufliche Vita son bisschen ab. Warum Du dich jetzt noch son bisschen geschlängelt hast, ja, ist die Frage beziehungsweise hab ich noch keine Antwort draus gehört.

Deswegen bohre ich mal investigativ nach und frage noch mal, Joachim, in 4, 5 Jahren sitzt oder oder hab ich einfach nicht richtig antizipiert aus der Antwort, dass Du sagst, ich bin eigentlich noch da, wo ich jetzt bin, weil da bin ich richtig? Doch, doch, das ist ganz eindeutig. Also da bin ich richtig und da sitze ich auch, nur werden wir ganz andere Themen vor uns haben als die, die wir jetzt vor uns haben. Also wie gesagt, es ist wahnsinnig spannend, was gerade passiert, weil wir Mhm. Die Art, wie wir unterrichten, die Art, wie wir wie wir das organisieren, die wird sich radikal verändern und 4, 5 Jahre ist da schon eine sehr lange Zeit, also Das stimmt.

Komme gerade aus vielen spannenden Terminen, wo man über so was nachdenkt und wir freuen uns, wenn wir wissen, wie's eigentlich in 2 Jahren aussieht. Aber es sind Chancen. Also das ist, da wird sie ja länger tun und das wird sehr, sehr spannend sein. Das sehe ich auch so und wir hatten ja, Du hast sie eben selbst erwähnt, jetzt hätte ich noch mal danach gefragt, aber einfach auch das nicht auszuklammern das Thema, wir haben ja das Thema KI, was bei euch mit Sicherheit auch massiv durchschlägt. Und ich sag auch immer und in meinen KI Vorträgen und wenn ich Schulungen mache, sag ich den Leuten immer Kompetenz geht noch vor KI und das wird auch lange Zeit so bleiben, glaube ich.

Also KI richtig nutzen, KI richtig anwenden im Sinne des Lernerfolgs und der eigenen Kompetenz. Aber am Ende brauchst Du immer, also ich denk schon auf lange Sicht auch noch, den Menschen, der 'n Ergebnis validieren kann, der einfach auch ja 'n Ding überprüft und nicht einfach nur die KI machen lässt. Also ich glaube, da geht's wirklich drum, Prozesse sinnvoll mit KI anzureichern, sodass es im Sinne des Lernenden ist. Und das sehe ich bei euch genauso spannend wie bei uns im Marketing und an vielen anderen Stellen auch. Also da sind wir d'accord.

Mein lieber Joachim, jetzt sind wir am Ende deiner Heldenreise, was den, was die Karriere angeht. Das heißt, Du bist jetzt da, wo Du eigentlich hin gewollt hast und Du fühlst dich richtig gut und da bist Du auch in 3, 2, 3, 4 Jahren whatever noch. Das heißt, wir sind auch so ungefähr am Ende des Podcasts. Ich hab aber immer noch eine Abschlussfragen. Und die 1.

Frage, die ich habe, ist, gibt's irgendwas, was Du gerne nach den Menschen draußen mitgeben würdest, irgend eine Frage, die Du gerne beantworten möchtest, die ich nicht gestellt habe? Also 1 1 1 Frage an an die Menschen draußen sozusagen hab ich jetzt nicht. Ich hätte jetzt eher so gedacht, eine immer noch eine schöne Aufgabe, die ich mir vorgenommen habe für die nächste Zeit, wenn wenn ich das vielleicht in die Richtung beantworten darf. Ja, gerne. Ich merke, was wir was wir mit Lernen alle so bewegen und bewirken können und ich merke aber auch, dass da Dinge auch offen bleiben und für mich ist immer noch 'n großer Wunsch mit Lernen auch sozusagen niedrigschwellige Angebote im Bereich Sprache, aber vor allen Dingen, das ist noch 'n Wunsch, woran ich arbeiten möchte beim Thema Alphabetisierung und so weiter, da aufzuarbeiten.

Also wenn ich immer über KI und die ganzen Möglichkeiten nachdenke, dann dann hoffe ich, dass wir schaffen auch die Menschen, die heute mit Lernen weniger zu tun haben, gerade durch diese Technik mehr heranzuholen und da, ja, Menschen wieder mehr zueinander zu bringen. Beim Thema Sprache habe ich auch noch eine ganz große Hoffnung, habe ich gerade die letzten Tage 'n paar Gespräche zugeführt, dass wir mit KI miteinander sprechen können, mit fremden Menschen. Das macht mir übrigens sehr viel Hoffnung, ne, dass wir über eine Brille, die wir uns irgendwann aufsetzen mit dem Knochenschall sozusagen eine simultane Übersetzung haben und dann auch mit Menschen jedweder Herkunft, an jedweder Ort auch reden können. Das ist mir für mich eine tolle Perspektive. Also witzig, dass ich genau das Beispiel jetzt erwähnen wollte.

Ich hab nämlich eine Metaprrelif, eine Railband Meta, schon seit 2 Jahren übrigens, ja. Also noch die alte, ich sag immer son bisschen das Erich Honegger Gedächtnismodell. Die ist nur hat noch 'n relativ dicken Rahmen, aber die funktioniert astrein, da gibt's ja alle Meta KI Updates und seit Kurzem in Deutschland auch mit KI. Und ich hab tatsächlich jetzt wirklich in in im Realtime das 1. Mal Übersetzungsleistung probiert und ich muss sagen, es funktioniert ähnlich, muss man sich so vorstellen.

Man setzt eine Brille auf, wie Du schon sagst, der man hat nichts im Ohr, also man hat über den Bügel die Übertragung. Und man sagt dann einfach, da spricht jetzt jemand in Englisch, bitte Übersetzer auf Deutsch. Und es ist so ähnlich wie beim im Fernsehen beim Übersetzer. Es kommt ganz gering zeitversetzt, aber es kommt perfekt her. Also und wenn das jetzt in Kürze, es gibt ja nur aktuell, glaube ich, 4 oder 5 Sprachen bei dieser Technologie, also bei diesem Anbieter, aber das wird ja nur, ist ja nur eine Frage der Zeit, wann es in den Apple AirPods integriert ist und so weiter.

Und dann wird's tatsächlich so sein, dass Du nach Korea, nach Venezuela, nach Kanada, nach Grönland fährst und dich mit den Leuten unterhält und Du bekommst den Deutsch ins Ohr. Ja, also da da warten spannende Entwicklungen, glaub ich, überall auf uns. Und ich glaube, der zentrale Satz und ihr Lieben da draußen, wie gesagt, Joachim ist jemand, der eine sehr exponierte Position in sonem riesigen Unternehmen hat, aber da als genau als dieser Mensch auch die Vision zu haben, zu sagen, das ist eigentlich mehr Chance, als dass wir Angst haben, so die typische German Angst, ja. Die können dir da mal beiseitelegen und sagen, Leute, lasst uns einfach tolle Lösungen damit machen für Weiterbildung, für Marketing und für andere Dinge. Also ganz große Props an dich dafür, weil das find ich megastark, dass Du das auch gesagt hast.

Letzte Frage, mein Lieber, nee, vorletzte, mach ich jedes Mal falsch, ihr wisst das schon. Vorletzte Frage, auf 'ner auf der größten Kreuzung, die Du in deinem privaten Umfeld hast in der Nähe, so, richtig spiel befahrene Kreuzung, darfst Du in der Mitte eine LED Wand aufstellen. Die bleibt 4 Wochen an. Und Du darfst draufschreiben, was Du möchtest. Das heißt umgekehrt, die Leute, alle, die da fahren, sehen das.

Was steht auf der Wand? Seid großzügig zueinander. Mhm. Das schreib ich mir schnell auf. Find ich schön und lass ich einfach jetzt so stehen.

Vielen Dank dafür. Und ja, meine letzte Frage, mein Lieber, Du bist eine Empfehlungsgast. Das heißt, ich frage am Ende meines Podcasts immer die Menschen. Hast Du 'n Menschen, der eine sehr interessante Vita hat, der eine interessante Geschichte zu erzählen hat oder besondere Ausprägungen in irgend eine Richtung hat, der hier mal eingeladen werden sollte. Gibt's da jemand?

Da bin ich spontan nicht drauf vorbereitet. Ich weiß, es kann dir jetzt gerade keinen keinen Willen Ist überhaupt nicht ist überhaupt nicht schlimm. Das macht gar nichts, weil ich sag den Leuten immer, kannst mir auch im Nachgang schicken und tatsächlich kommen meistens im Nachgang dann interessante Gäste, weil natürlich so spontan zu sagen, ja der oder der oder die oder das, ne, verstehe ich total, Ist überhaupt nicht schlimm. Ja, mein Gott dann Der muss ja auch wollen oder die. Ja, also ich würde dann immer, ich frag dann immer an, so wie bei dir und manchmal klappt's, manchmal klappt's nicht.

Beides ist total okay, also muss man ja auch mögen in son Podcast. Lieber Joachim, ich dank dir ganz herzlich. Wir haben das trotz umgefallener Wand spontan sehr gut durchgezogen. Auch noch mal danke, dass wir 2 Anläufe nehmen können. Es hat ja einmal nicht geklappt.

An danke an deine Kollegin, ich hab schon wieder vergessen, wie man den Namen ausspricht, aber deine Kollegin, die das administriert hat. Ja, und dann würde ich sagen, dann, wenn wir uns, also ich glaube, der Podcast kommt erst nach Weihnachten, ich weiß es nicht ganz genau, auf jeden Fall Weihnachten rum, dann wünsche ich dir, obwohl Du jetzt nicht so der Weihnachtsfreak bist, sag ich mal, trotzdem schöne Feiertage. Wenn es denn soweit ist, Wolfgang, werd ich's auch genießen. Genau. Ich Es ist nur nicht so, dass ich da 4 Wochen vorher schon mich in Weihnachtsstimmung begebe.

Wenn's dann soweit ist, hab ich auch Spaß dran. Genau. Und mit Kindern und Geschwistern und Familie wird's bestimmt auch ganz besinnlich und schön und man redet einfach mal wieder und das wünsch ich dir. Ich wünsch dir ganz viel Glück und Erfolg im nächsten Jahr, dass deine Wünsche so in Erfüllung gehen, wie Du sie dir wünschst. Ich glaube, Gesundheit ist das, auch wenn's platt ist, immer das, was am wichtigsten ist für uns alle und der Rest ergibt sich schon besonders, wenn das Glas halb voll ist.

Dafür danke ich dir sehr, Joachim. Ich danke dir auch, Wolfgang. War toll bei dir zu sein. Ein tolles Gespräch mit dir und ich wünsche dir natürlich auch alles Gute für die für die Weihnachtszeit und die nächste Zeit. Vielen Dank.

Mach's gut. Tschüss.

Mehr von BTS - Behind the Story Alle Folgen als zitierfähige Episodenseiten

Veröffentlicht mit CiteCast