Die Kunst, echt zu bleiben | Markus Tirok | BTS #28
Worum es geht
In dieser Folge von Behind the Story spricht Wolfgang Jung mit Markus Tirok über prägende Erfahrungen aus Kindheit und Jugend, den Umgang mit Fehlern und Verlusten sowie die Suche nach Empathie und Authentizität. Markus erzählt von Höhenangst, dunklen Phasen und den Mentoren, die ihm neue Wege eröffnet haben. Ein ehrliches Gespräch über Mut, persönliche Entwicklung und die Frage, was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht.
Autor: BTS - Behind the Story
Zu Gast
Markus Tirok spricht in dieser Folge über prägende Erfahrungen aus Kindheit und Jugend, den Umgang mit Ängsten und Verlusten sowie darüber, wie Mentoren und Coaching sein Leben verändert haben.
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen bei behind the story. Schön, dass Du dabei bist. Und kleiner Teaser vor der Folge heute, wenn Du Spaß an dieser Folge hast oder sogar zu den Stammhörern gehörst, dann gib mir doch auch mal gerne eine Bewertung auf der Plattform, auf der Du den Podcast hörst, weil das freut mich immer super. Du kannst natürlich auch einfach mich persönlich kontaktieren, mich anschreiben, mir 'n Feedback geben, egal, whatever. Und übrigens an der Stelle, es ist auch okay, wenn Du einfach nur zuhörst und für dich neue Perspektiven gewinnst.
Das mag ich auch sehr. Ja, ihr Lieben, Folge 28 von behind the Story. Und wie immer geht's darum, 'n faszinierenden Menschen zu interviewen und mit ihm zu reden über seine persönliche Heldenreise, über die Highlights, die Downlights und über alles, was man so von einem Leben erzählen und lernen kann. Mein heutiger Gast ist Marcus Tirock. Er ist 1 der erfahrensten Moderatoren, Medientrainer und Podcast Experten im deutschsprachigen Raum.
Seine Karriere begann Ende der Neunzehnhundertachtzigerjahre bei den Schaumburger Nachrichten, gefolgt von einem Bullontariat bei Radio West Fallica. Markus ist seit über 30 Jahren moderatorer Medientrainer und Coach und hat mit Weltstars wie Tom Cruise Interviews geführt und übrigens diesen Tom Cruise dabei legendär mit falschem Namen begrüßt. Ich gehe davon aus, darüber werden wir später noch mal reden. Er stand auf den ganz großen Bühnen und hat auch in sehr persönlichen Lebensphasen stets Mut bewiesen, ob beim Coming out, in seiner Zeit bei der großen Freiheit 34 in Hamburg oder in seinen langjährigen spirituellen Entwicklungen. Er hat viele prägende Situationen erlebt und kann davon sicherlich erzählen.
Heute ist er Gründer der Interviewhelden, Podcaster und jemand, der mit viel Empathie Menschen zu starken Auftritten verhilft. Markus berät namhafte Kunden wie ARD, ZDF, Telekom, Lufthansa, also das ganz, ganz große Regal. Mit den Interviewhelden, seinem Onlinetrainingsprogramm, vermittelt er Interview- und Kommunikationskompetenz. Im gleichnamigen Podcast gibt er praxisnahe Tipps und Einblicke in die Kunst guter Gespräche. Und ihr Lieben, falls ihr da draußen denkt, der Wolfgang hat wieder eine sehr lange Anmoderation gemacht, darf ich euch verraten, das waren nicht mal 10 Prozent der Informationen, die ich über die Vita von Markus habe.
Aber ich denke, an der Stelle wird's jetzt wirklich Zeit, dass ich ihn reinhole ins Gespräch, deswegen sag ich sehr, sehr gerne herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei behind the Story. Herzlich willkommen, lieber Markus Tirock. Wolfgang, das klang ja fast wie ein Nachruf, oder? Ich bin selber ein bisschen gerührt von dem, was Du gesagt hast.
Danke. Ja, sehr, sehr gerne. Aber das war nicht der Preis für dein Lebenswerk, denn ich glaube, da ist noch ganz viel in der Frontscheibe Ich hoffe. Was was auf dich zukommt. Lieber Markus, erst mal vielen Dank, dass Du hier bist.
Vielen Dank, dass Du bei diesen Temperaturen, denn wir nehmen heute auf und ich hab hier so in meinem kleinen Styro, glaube so die 25, 28 Grad und draußen deutlich mehr, dass Du dir die Zeit nimmst, bei mir hier zu sein und über deine persönliche Heldenreise zu reden. Ich beginne diese Heldenreise immer in der Kindheit der Gäste. Das heißt, mich würde mal interessieren, wo bist Du aufgewachsen? Wie war so die familiäre Situation? Deine Eltern, deine Geschwister und so weiter.
Magst Du da 'n bisschen einsteigen? Darf ich sogar noch früher anfangen? Sehr gerne. Ich würde sogar vor meiner Geburt anfangen, denn das gehört sozusagen zu meiner Geschichte dazu. Also wir sind jetzt vor meiner Geburt sind wir eben neunzehnhundertsiebzig und sind in der Provinz in Niedersachsen.
Das heißt Schaumburg Lippe. Das ist so eine 1 kleine, verträumte, konservative Ecke, ländlich und wirklich schön. Ich mag das da gerne. Und dort hat meine Mama gelebt und bei ihren Eltern noch, sie war damals jung, 20 Jahre, hat eine Fotografinausbildung gemacht und Mama war schon immer sehr, die war anders. Sie war immer modern und sie war immer die Lautere und sie hat sich immer durchgesetzt und sie hat immer so ihr ihr ihren Stuff gemacht.
Und Mama wurde schwanger. Es gab aber keinen Mann an ihrer Seite. Und das war in den Neunzehnhundertsiebzigerjahren für alle Beteiligten ganz entsetzlich. Ihr Vater, mein Opa, hat Wochen mit ihr nicht gesprochen. Die Menschen auf der Straße haben durchs Maul zerrissen.
Das Jugendamt stand auf einmal vor der Tür. Und es gab eine Zeit, wo sie drüber nachgedacht hat, ob das überhaupt Sinn macht, dieses Kind hinzubekommen. Und ist dann ausgerechnet nach Hamburg gereist von Stadt Hagen aus, mit 1 Freundin vielleicht zu einem Arzt zu gehen. Sie hat's dann am Ende doch nicht gemacht, ist nach Hause gefahren und hat mich dann im März neunzehnhunderteinundsiebzig begonnen. Und das war sozusagen so der Start meines Lebens.
Ich glaub, dass ich davon heute noch son bisschen was in den Knochen habe. Und sie hat damals beschlossen, als sie in Hamburg war, ich mach es jetzt erst recht. Den Jungen krieg ich jetzt erst recht und wir ziehen das gemeinsam durch. Und das finde ich, krieg ich selber Gänsehaut, das finde ich berührend. Ja.
Und erst mal vielen Dank, dass Du das teilst. Und ich hab ja Informationen über dich bekommen und hab ja jede Menge recherchiert und stelle fest, dass Du 'n sehr offener, emotionaler Mensch bist, der auch über solche Dinge redet. Richtig. Aber jetzt Genau, Du bist Fische. Aber ich ich ich fass einfach schon mal vor und Du weißt ja aus meinem Briefing, mein Briefing ist immer nur eine Leitplanke.
Ich springe auch gerne im Gespräch, wenn sich das ergibt. Und ich habe was, was bei mir im Briefing auf der letzten Seite als mein redaktioneller Hinweis steht. Das werd ich jetzt mal kurz reinbringen, Weil es für dich gilt und für viele meiner Gäste, die ja in der Regel sehr empathische Menschen sind, die auch bereit sind, ihre Heldenhäuser zu teilen, damit andere davon lernen, so wie Du. Und was ich festgestellt habe und besonders bei dir festgestellt habe, und da werden wir einfach laut des Gesprächs auch draufkommen, wenn ich mir das Leben vorstelle wie eine wie eine horizontale Achse, ich glaube, das ist die x-Achse, ich mein Mathematik nie so stark, ja. Also diese diese horizontale Achse, ja.
Und ich überlege mir, es gibt Phasen, an denen ist man unfassbar glücklich und man ist euphorisch und man ist frisch verliebt und man ist erfolgreich. Und ja, das Leben ist ein einziges Sammelsurium von Schmetterlingen im Bauch, dann ist das sozusagen der Ausschlag nach oben. Und wenn ich überlege, es gibt diese dunklen Phasen, diese zweifelnden Phasen, die es in jeder Heldenreise immer gibt, ja, dann ist das für mich der Ausschlag nach unten. Und was ich feststelle bei Menschen, die hier in meinen Podcast kommen, dass diese Ausschläge in beide Richtungen immer relativ stark sind. Also es gibt Menschen, die haben die die haben son, da wabert die Linie so immer den Mittelpunkt rum, so den Median, ja.
Also die haben weder jetzt besondere Glücksmomente noch besonders dunkle Momente. Und ich stelle fest, dass die Menschen, die vermeintlich oft auch nach außen so auf dieser Sonnenseite des Lebens leben, dass die auch oft dunkle Momente haben. Und das ist mir bei dir auch aufgefallen und ich find's megaspannend und schön, mit dir drüber zu reden, weil ich glaube, das ist genau die Form von Authentizität, die Menschen draußen von diesem Podcast auch erwarten und die uns gemeinsam als Menschen auch weiterbringt. Deswegen schon mal vielen Dank dafür, dass Du mein Gast bist und so offen teilst. Ich glaube, dass sich diese diese dieser Graf, von dem Du sprichst, der irgendwie diese hohe und tiefe Amplitude hat, dass der sich im Laufe meines Lebens, also je weiter er auf der x-Achse sich bewegt, desto mehr gleicht er sich der Achse an.
Also ich glaube, dass die Aufschläge in meiner Jugend so 20 herum wahrscheinlich am stärksten waren. Mhm. Und dann gibt's bestimmt noch mal so das ein oder andere Pik nach oben und nach unten. Aber ich glaube, je älter ich werde das so weniger werden, diese Ausschläge. Mhm.
So könnte man sagen, ist das nicht schade. Ich glaube aber nicht, dass es schade ist, sondern ich glaube, dass es eher für mich son Zeichen ist, dass ich immer mehr wie ich ja bei mir ankomme. Mhm. Ich glaub, dass das einfach auch sozusagen eine Folge von Erfahrung, von Lebensweisheit, von Fehlern, die man nicht mehr macht und in beide Einrichtungen, ja. Also nicht mehr zu glücklich oder zu dunkel.
Also es ist einfach so, glaub ich, dass mit fortschreitendem Alter diese Ausschläge, glaub ich, auf jeder Achse etwas näher an den Mittelpunkt rücken. Aber Glaubst Du das schon? Spannend spannend. Und dafür, glaubst Du, dass wir Fehler machen? Weiß ich nicht.
Also ich würde ich würde jetzt einfach sagen, die heftigen Ausschläge in beide Richtungen, ich weiß nicht, ob's Fehler sind oder ja, keine Ahnung. Also ich find zum Beispiel, ja, ich mag die japanische Kinzigi Philosophie sehr gerne. Das hört In einem Gespräch alle meine Podcaststammhörer, ja. Ja. Und die sagt ja, dass Du das akzeptieren sollst, wenn 'n Bruch da ist.
Also er ist dann eben kein Fehler, sondern er ist einfach 'n Bruch. Egal, ob das jetzt im Körper ist, in der Liebe, in der Karriere, im Leben, whatever passiert, was Du nicht vorhergesehen hast, dann empfinden wir das als Bruch, als Fehler, ja? Und Kinsigu lehrt uns aber zu sagen, okay, es ist einfach so. Kinzigi sagt ja so, weil er geht ja noch 'n Schritt weiter und sagt ja, dass es dadurch eigentlich schöner und wertvoller wird. Richtig.
Denn mit der goldenen Paste, die die Bruchstücke wieder zusammenführt, bist Du auf jeden Fall einzigartig und so ist es ja auch. Wir alle sind einzig. 8 8 Komma weiß ich, wie viel Milliarden einzigartige Individuen auf dieser Welt. Das Also zum Thema Fehler, ich glaube schon, dass wir natürlich Fehler machen irgendwie, keine Ahnung. Dann biegen wir falsch ab oder keine Ahnung.
Also so so so Duseligkeitsfehler, ja. Aber so wirklich im Leben große Fehler würde ich, wenn ich jetzt rückblickend darauf schaue bei mir, ich würd das nicht als Fehler bezeichnen, sondern immer als, es war in dem Moment für mich die beste Entscheidung. Es war in dem Moment für mich plausibel. Mhm. Und es hat zu dem gefühlt, was ich heute bin.
Also ich ich glaube, es gab, es gibt gar keinen anderen Weg für mich, außer den Weg, den ich gegangen bin. Also super, Du hast das super ausgedrückt, weil ich glaube, wichtig an der Stelle ist oder an der Stelle ist, dass man sagt, in dem Moment. Total. Weil in der Retroperspektive Ja, ja. Kann man immer sagen, hab ich's besser gewusst, egal ob im Leben, in der Politik oder sonst wo, ja.
Aber in dem Moment war's die richtige Entscheidung. Ich meine solche Dinge wie, dass Du vom Bauchgefühl her schon weißt, vielleicht als Zwanzigjähriger, ja, als Fünfundzwanzigjähriger, der eine Karriere vor sich hat und Pläne hat, dass Du vielleicht in der einen oder anderen Situation spürst intrinsisch, dass eine 1 Entscheidung, ein Weg, ein Job nicht der Richtige ist, ihn aber trotzdem nimmst. Und das würde ich so An in dem Moment ist es richtig, mit 20 Jahren, 30 Jahren, mehr Erfahrung machst Du an der Stelle den Break und sagst, ich spüre, das passt nicht, also mach ich's auch nicht. Und übrigens ist das auch eine Motivation für mich, für den Podcast, einfach mehr Menschen, auch junge Menschen zu ermutigen. Und ich freu mich, dass viele junge Menschen zuhören, das weiß ich aus den Zuschriften und aus den Feedbacks, dass junge Menschen einfach lernen, dass von uns Älteren, ja, wir sind ja ungefähr, also bist jünger als ich, aber ungefähr gleich halt, Da von uns Eltern einfach, von Älteren einfach die Nachricht mitbekommen, dass hör einfach auf dein Gefühl und triff die Entscheidung so, wie sie in dem Moment richtig sind, dann sind sie auch richtig, ja.
Also passt schon. Trotzdem würd ich gerne bei meinem bei meinem Drehbuch bleiben sozusagen. Und gerne erfahren, wo Du hast ja schon gesagt, in Schaumburg in dem Kreis bist Du aufgewachsen mit deiner Mutter. Ich weiß aus den Informationen, die ich bekommen habe, dass Du sehr viel bei deinen Großeltern warst. Und da wär die Frage, wie wie hat dich das geprägt?
Was haben die so getan? Waren die schon, ja, waren die beruflich noch tätig und so weiter? Also Oma und Opa, ich hab sie geliebt, ganz doll, sind natürlich beide schon gestorben. Oma ist ja alt geworden, 98 Jahre, ist aber auch schon seit, keine Ahnung, 10 Jahren jetzt, glaub ich, verstorben. Da war ich immer tagsüber.
Das heißt, meine Mutter hat dann auch meinen Vater geheiratet und wir war eine kleine Familie, ich hab keine Geschwister. Und wir waren eine Arbeiterfamilie Mama und Papa sind halt jeden Tag zur Arbeit gegangen. Morgens 4 Uhr 7 haben wir das Haus verlassen. Sie sind dann zur Post gefahren, also zur gelben Post. Und nee, gar nicht zur grauen Post, also zur Telefonpost, das, was später dann Telekom wurde.
Und haben dort gearbeitet, haben halb 4 Feierabend gehabt. Und in der Zwischenzeit war ich halt bei Oma und Opa jeden Tag. Und es war eine so schöne Zeit, weil diese dieses Zuhausegefühl, was so von Omas und Opas ausgehen kann, ist einfach so unfassbar. Ich seh mich immer noch auf dieser Bank in der in der Küche sitzen mit diesem furchtbaren Neonlicht, was Oma immer irgendwie da hatte, damit sie ordentlich sehen konnte. Dann gab's 'n Gasherd und dann fuhr morgens irgendwie der der der Milch- und Buttermann, der klingelte dann draußen, ist mal runtergegangen, wird da keine Milch und hat irgendwie Milch geholt.
Also tatsächlich son bisschen wie aufs Futtergefühl. Sorry, wenn ich reingrätge, aber son bisschen Hardcore Idylle fast, ja. Ja, es war Idylle auf der einen Seite und das war Kleinschrott auf der anderen Seite. Also da ist natürlich irgendwie auch genau dieses konservative, Miese, Fiese, was hinter den Gardinen auch lauert. Also da ist wirklich beides.
Aber dieses Gefühl, was in mir ist von dieser Küche und wie wir irgendwie zur Weihnachtszeit Plätzchen gemacht haben und so weiter, das ist so in mir drin. Das war eine 1 sehr, sehr schöne Zeit. Und wie gesagt, Oma und Opa hatten echt Trouble mit meiner Mama, also insbesondere wegen dieser unehelichen Geschichte da. Mhm. Aber in dem Moment, wo ich dann auf die Welt kam, war alles gut.
Und sie haben mich irgendwie mit Also so herzlich aufgenommen, das war war großartig. Und da hab ich tatsächlich so meine komplette Jugend, also bis ich bisher aus die Schule gekommen bin, war ich immer bei Omarunt Omar mittagsessen und so. Das war toll. Hab ich geliebt. Wenn's 'n durchschnittlicher Sommertag war, sagen wir mal, ich möchte dich synnaptisch von den Weihnachtsplätzchen weglotsen grade.
Weil meine nächste Frage lautet nämlich, es ist 'n durchschnittlicher Tag irgendwann im Jahr bei deiner Oma in der Küche. Was fürn Geruch verbindest Du damit? Eintopf. Ja, Eintopf, okay. Es darf immer Eintopf.
Die Wahrheit ist, mein Lieber, es ging mir gar nicht genau darum, was Du im Geruch Du in der Nase sagst, sondern wie schnell Du antwortest. Und was ich daherleite, ich, es ist ja ein Storytelling Podcast, ist, dass wir Situationen immer ganzheitlich erfassen. Das heißt, die deswegen wissen die meisten Leute, wenn Du sie fragst, wo warst Du bei 09:11, wenn sie schon geboren und 'n Bewusstsein hatten zu dem Zeitpunkt, wissen die Leute fast immer genau, wo sie waren. Ich saß im Auto, hab die Nachrichten gehört oder ich saß im Meeting, da kam jemand rein und so weiter. Also und so ist es eben.
Und wie schön das ist und wie schön es für dich ist, diese Erinnerung zu haben, den Geruch von Eintopf, die Oma am Herd, diese Hardcoreidylle, ja. Das ist einfach so, so wie es Aber zwar nicht Hardcore. Ja, ich, für mich, Hardcore heißt für mich an der Stelle einfach unfassbar viel Idylle, ja. Also wenn Du, so wie Du's jetzt eben beschrieben hast, Aber es war für mich keine Idylle. Das war mein Zuhause.
Das war Ja, verstehe. Ganz normal. Okay. Also das war das war nicht mit mit Das war nicht schön dekoriert oder das war nicht Das war ganz normal. Mhm.
Aber Du zeichnest es, wenn Du's erzählst, unfassbar schön. Das war Also ich hätte mich jetzt da mein Zuhause gefühlt habe. Ja, genau, in diese Situation. Und dann nennen wir es einfach so. Es ist ja auch egal, wie wir es benennen.
Markus Tirock in der Grundschulzeit war was für 'n Typ Kind? Gibt da sone lustige Geschichte, dass ich in der ersten Klasse zum Direktor marschiert bin, mich zu beschweren. Du? Ja. Und gesagt habe, es kann ja nicht sein, lieber Herr Direktor, und das war son richtig alter Mann.
Also der war kurz vor der Pensionierung damals schon, ich dachte, es kann ja nicht sein, dass unser Mathelehrer uns mit dem Mathebuch auf den Kopf haut. Das hat der Mathelehrer nämlich gemacht bei 'nem Mitschüler von mir. Der hat irgendwie nicht aufgepasst oder hat geredet oder so was. Und dann hat der sich hingestellt, hat mit dem Mathebuch aufn Kopf gehauen. Und das, mir war das klar, das ist nicht okay, das geht nicht.
Und wenn etwas nicht geht, dann sag ich Bescheid. Und das hab ich getan. Und das steckt in deiner DNA offensichtlich? Total. Weil 'n Sechsjähriger ja nicht politisch denkt, sondern der tut das, was er oder Siebenjähriger tut ja das, was er grade fühlt.
Ich, es gab 'n paarmal die Situation, wo auch andere Menschen für mich eingesprungen sind und sich schützend vor mir gestellt haben. Mhm. Also ich erinnere mich an eine andere Situation, da bin ich irgendwie von der Schule nach Hause eben zur Oma gegangen und wurde von 1 Gruppe älterer Jungs, das waren vielleicht so 4 oder so was, die lauerten mir auf und die provozierten mich und die wollten sich jetzt mit mir prügeln wahrscheinlich. Oder sie wollten mich verprügeln wahrscheinlich. Und ich hab mich noch nie in meinem Leben geprügelt, also bis heute nicht und bin ein sehr friedlebender Mensch und könnte das auch gar nicht.
Also ich wüsste nicht, was ich tun sollte. Und das wusst ich natürlich damals auch nicht. Und ich hatte große Angst. Und dann kam auf einmal so ein, weiß ich nicht, vierzehnjähriger Junge oder so was vorbei, blieb stehen und ist in diese Situation reingegangen, hat sich so schützend vor mir gestellt und hat diese anderen Jungs weggeschickt. Und das hat mich zutiefst berührt.
Also bis heute. Und ich glaube, dass ich dass ich diesen Moment auch so gerne an andere Menschen wiedergebe. Wenn ich merke, dass da was nicht in Ordnung ist, dass ich Und ich kann es und ich hab die Möglichkeiten, mich dazwischenzustellen oder mich davorzustellen und jemanden zu schützen, dann möcht ich das machen. Ich kann es nicht mit Gewalt, weil ich das halt nicht hinkriege, aber ansonsten mit meiner Kommunikation vielleicht. Mhm.
Übrigens eine superschöne Szene, die Du da beschreibst, natürlich für dich persönlich und im Film unfassbar gut umgesetzt in der unendlichen Geschichte, find ich, wo ja genau der Junge von 4 Größerem gemobbt wird und verprügelt werden soll. Und dann kommt eben Fuchuhr, der Flugdrache Ja. Und rettet ihn. Und in deinem Fall war's 'n vierzehnjähriger Junge und da sieht man, was solche kleinen in Anführungszeichen Momente fürn ganzes Leben bedeuten können. Wirklich?
Deswegen haben wir alle immer die Chance, jeden Tag auch in die in die Wirkung zu gehen und solche Dinge zu tun und aufzustehen und sich vor irgendjemanden zu stellen, wenn wir das Gefühl haben. Und ist es nicht verrückt, dass ich den Jungen noch erinnere? Ich meine, das ist, ich bin jetzt 54. Wie lange ist das her? 45 Jahre oder so was?
Und ich weiß nicht. Ja, krass. Krass. Ja, toll. Okay.
Also Du warst aber jetzt nehme ich deinen Worten, eher son bisschen mehr introvertiert oder sagen wir mal eher 'n leiser Typ oder warst Du Wobei, wenn Du zum Direktor gehst, dann ist das ja schon 'n mutiger Move, ja? Es war eine, es ist eine komische Mischung bei mir immer gewesen. Ich würde mich nicht als introvertiert bezeichnen. Wenn ich in einem sicheren Umfeld war, war ich sehr extrovertiert und auch sehr, sehr kommunikationsstark schon immer. Und gleichzeitig hab ich aber immer so Ich weiß nicht, ob es Angst war oder ob es scheue war vor anderen Kindern gehabt.
Das hat meine Eltern in den Wahnsinn getrieben, weil sie immer gesagt haben, Markus, Du brauchst Freunde. Und die hätt ich wahrscheinlich auch gerne gehabt, aber ich hab die nicht so richtig gefunden. Es gab so 2 Nachbarmädels, mit denen ich befreundet war und 2 Nachbarjungs, mit denen ich befreundet war. Aber ich hab irgendwie immer, ich weiß nicht, ich lag immer daneben irgendwie. Also ich war eher Randfigur.
Und gleichzeitig war ich ganz häufig im Mittelpunkt. Ist schwierig zu beschreiben. Ja, das hab ich aber auch aus deiner Vita entnommen und da wollt ich im Prinzip auch son bisschen hin, dass ich sage, okay, wir überspringen jetzt mal die nächsten Klassen, es sei denn, Du sagst, da ist noch irgendwas Signifikantes passiert. Aber ich weiß zum Beispiel, dass Du ja häufig Klassensprecher warst. Du warst, glaube ich, sogar mal Schulsprecher oder so.
Also Also das ist klassische Das sind ja schon extrovertierte Positionen in dem Alter, wo auch Menschen spüren. Ich hatte das neulich mit dem Kollegen von dir und liebe Grüße an ihn gehen raus, auch 'n ganz toller Folge mit Gordon Schönwälder, der ja zu dem Zeitpunkt sogar noch gestottert hat. Das erzählt er ja auch im Podcast und sagt. Und trotzdem sagt er, hat er hatten die anderen das Gefühl, dass ich mich so artikulieren kann, dass ich ihre Bedürfnisse, mal von dem Aspekt abgesehen, dass Kinder natürlich auch 'n Stück weit faul sind, sagen, wenn der Klassensprecher ist, dann musst Du das halt machen. Ja, da muss ich die Arbeit nicht machen.
Aber natürlich suchen die sich trotzdem auch jemanden, von dem sie das Gefühl haben, der kann unsere Interessen richtig artikulieren. Und das habt ihr also eine Parallele an der Stelle. Das tatsächlich und jetzt, wo Du's sagst, fällt es mir wieder ein, ich hatte hatte das nicht mehr auf dem Schirm, ich hatte 'n Sprachfehler. Ich konnte früher nicht SCH aussprechen. Ich hab immer gesagt.
Also ich hab die Zunge gerollt. Mhm. Und witzigerweise, mein Cousin macht das bis heute. Also das das scheint irgendwie son Familiending gewesen zu sein. Und da hat meine meine Mutter damals und das war auch Grundschule, glaub ich oder davor bin mir nicht sicher, hat die mich zu Logopäden gebracht und hat gesagt, zeigen Sie dem Jungen mal, wie man irgendwie richtig spricht.
Und dann hat haben wir eine oder 2 Stunden gemacht und dann konnte ich erst sehr sprechen. Mhm. Und das war von meiner Mutter damals auch einen, also einen innovativster Move, einen Kind zur Logopädin in den Siebzigerjahren zu schicken. Dass man das überhaupt wusste, dass es so etwas gibt, war sehr, sehr ungewöhnlich. Du hast Du deine Mutter ja auch charakterisiert und das unterfüttert das noch mal, dass sie dass sie durchaus auch andere Wege gegangen ist, wenn sie das Ziel vor Augen hatte, ja?
Ja? Und vielleicht noch vielleicht noch eine Geschichte, weil das scheinbar ist in der in dieser Jugend oder in dieser Kindheit relativ viel passiert. Auch dort hatte ich meinen ersten öffentlichen Auftritt. Mhm. In einem Seniorenheim.
Und da war ich im im Kindergarten und ich konnte irgendwie 'n Weihnachtsgedicht so auswendig. Das hab ich mit Oma beim Plätzchen backen. Da hab ich 'n Weihnachtsgedicht gelernt. Das hab ich im Kindergarten dann irgendwie so vor mich hingerubelt. Und dann hat die damalige Pädagogin gesagt, Mensch, lass uns doch mal irgendwie Nachmittag in 'nem Seniorenheim geben.
Die freuen sich immer, wenn die Besuch bekommen. Vielleicht hast Du ja Lust, dieses alte Gedicht aufzusagen. Es war son ganz altes Gedicht, was unsere Großeltern wahrscheinlich alle kannten. Und das war mein mit 4 oder 5 mein erster öffentlicher Auftritt. Krass.
Meine Mutter musste sich einen Tag freinehmen, weil ich darauf bestanden habe, dass sie mitkommt. Und dann hat sie Urlaub genommen. Verrückt. Es gibt sogar, glaube ich, noch viel mehr passiert in deiner Jugend. Und ich bin natürlich und Disclaimer kein Psychologe und deswegen stelle ich meine Erkenntnisse, die ich aus der Vorbereitung und dem Gespräch ziehe, immer in infrage oder beziehungsweise formulier sie als Frage.
Aber ich glaube zum Beispiel, dass Du hast es eben ausgedrückt und das war auch mein Eindruck in der Vorbereitung, dass Du immer dann, wenn Du dich in 'nem in 'nem guten Umfeld zu Hause gefühlt hast, das hab nehm ich nehm ich jetzt aus der Küche, das war so Du sagtest eben immer, wenn ich mich in 'nem sicheren Umfeld bewege, dann war ich eigentlich eher extrovertiert. Und ich glaube, dass, so hab ich dich auch eingeschätzt und ich glaube, dass das auch die Basis dafür ist, ich hab vor Kurzem, nee, vor Kurzem, nicht vor 'n paar Monaten mit 'nem Coachee von über dich gesprochen, 'nem Coachee von dir. Ich sage jetzt nicht, wer es ist. Ich würde dir auch im Nachgang nicht sagen, wer es ist, gleich als Teaser, sondern das, es sei denn, der Mensch sagt mir nach Hören der Folge, sag's dem Markus mal. Und der hat mir Folgendes gesagt, ganz kurz verkürzt.
Der hat mir gesagt, es war 'n Supercoaching und so weiter, geht jetzt nicht hier ums Sale, sondern es es geht mir dich. Und der hat gesagt, ich hab mich wahnsinnig aufgehoben und zu Hause und nah bei Markus gefühlt und deswegen Das war 'n Mensch, der eher Coachings wie ich auch tendenziell eher negativ gegenübersteht. Also ich, völlig irre, weil 'n Fußballmannschaft kommt ohne 'n Coach nicht weiter, ja. Aber 'n Business Mensch wie ich ist irgendwie anders konditioniert gewesen so in den Achtziger-, Neunzigerjahren. Heute hab ich 'n anderen Blick drauf.
Aber was ich eigentlich sagen will, ist, ich glaube, dass dieses, in 'ner guten Umgebung bin ich anders, in 'ner guten Umgebung fühl ich mich wohl. In 'ner guten Umgebung hole ich das Beste aus mir heraus, vielleicht sogar 'n Stück weit ist von deinem Coaching Erfolg oder deiner Leidenschaft für Coaching, weil Du den Menschen genau das zu geben scheinst. Also das wollte ich sagen, vielleicht reflektierst Du das für dich, dass diese Situation dich natürlich zu dem Mensch gemacht haben, der Du heute bist und die Kindheit und die Jugend da, glaub ich, bei dir auch eine 1 gute Rolle spielt an der Stelle. Ich glaube, dass wir uns Der Punkt, wo wir uns am besten begegnen sollten, ist Liebe. Ja, also da da ist sozusagen alles drin in dem Satz.
Mhm. Und des das ist der Grund, warum ich versuche oder gelernt habe, Menschen zu erreichen und sie sozusagen auf dieser Ebene versuche, anzusprechen. Und deswegen fühlen sich Menschen sehr schnell wohl mit mir. Mhm. In diesem, auch im im beruflichen Kontext, auch im privaten Kontext.
Nur wenn ich die Menschen privat nicht kenne, fühle ich mich nicht wohl. Dann Abschließende abschließende Frage zu diesem, sagen wir mal, Zeitraum, bist Du irgendwo, keine Ahnung, 14, 15, egal, es ist jetzt nicht so wichtig. Abschließende Frage, hast Du noch Freunde aus dieser Zeit bis heute? Ja, ja, tatsächlich. Okay.
Hast Du noch. Weniger. Gut. Ich hab in deinem in deinen Unterlagen, die Du mir zur Verfügung gestellt hast und übrigens niemand hat sich so professionell mir, also hat mir so professionell in die Karten gespielt und Material zur Verfügung gestellt wie Du, ja. Und wenn man als Podcaster 'n Interview führt und weiß, man hat einen der erfahrensten Interviewcoaches, auf der anderen Seite ist es schon Druck genug.
Ich hab zum Vorgespräch schon gesagt, dann hast Du mir heut Morgen noch geschrieben, ich war extra beim Friseur. Da hab ich gedacht, okay, der Druck steigt hier ins Unermessliche, Aber was ich aus deinen Unterlagen entnommen habe, das fand ich sehr, sehr cool, war, Du hast diese Zeit beschrieben, so sagen wir mal 13, 14, mit ersten Jobs, Geld zu verdienen. Und da steht dann Pizzeria, Gastronomie in der Tanzschule, Volksbank, ja. Also ganz breites Spektrum. Und die Frage war, die ich mir da aufgeschrieben habe, erstens, wie viel Taschengeld hattest Du eigentlich zu dem Zeitpunkt, wenn Du so viele Jobs angenommen hast erstens?
Und zweitens, ich stelle gerne Doppelfragen. Ich weiß das nicht cool, aber ich mach's trotzdem. Geld ist für dich was? Also fangen wir mit den Jobs an. Die hab ich ja nicht gleichzeitig gemacht, sondern nacheinander.
Und die waren halt auch nicht gut bezahlt. Mein erster Job, das 1. Mal, als ich Geld verdient habe, da hab ich auf 1 in 1 Friedhofsgärtnerei gearbeitet. Ich habe als Fünfzehnjähriger also Gräber ausgehoben, die irgendwie nach, keine Ahnung, 50 Jahren durch waren und habe dafür 5 5 Mark, glaub ich, bekommen die Stunde. Und da hab ich dann die Sommerferien übergearbeitet mit echt schrägen Kolleg*innen.
Nee, Frauen gab's ja nicht, mit echt schrägen Kolleginnen. Mhm. So. Jetzt Thema Geld. Was sagst Du, ob was wie ich Geld Also ich ich hab mir hier aufgeschrieben, die korrekte Moderation wär gewesen, vervollständige doch mal bitte den Satz, Geld ist für mich Freiheit.
Freiheit. Das heißt, je je mehr Geld Du hast, umso freier bist Du. Unabhängig, ja. Also so diese finanzielle Freiheit, dass man dass man sich eben keine Gedanken machen muss, wo's herkommt, sondern dass man die Dinge, die man machen möchte, machen Okay, bevor jetzt meine legendäre Schnellfragerunde startet, möchte ich bei dir trotzdem noch in der Vita noch mal bleiben, weil ich find grade die Phase, die jetzt kommt, sagen wir mal so 15 bis 21, so dieses Alter, ja. Oh Gott.
Die find ich bei dir bemerkenswert spannend. Also ich ich bring einfach mal 2, 3 Dinge rein und würde dich dann einfach fragen, erzähl doch mal aus der Zeit. Also mit 21, ich hatte schon am Ende dieser Phase, eine Kirche in Afrika mit aufgebaut, dann eine Funktion als Jugendgruppenleiter in der evangelischen Kirche gehabt. Also das da ging so vieles, so wahnsinnig, wie soll ich sagen, das waren sehr viele Sachen, die in der Zeit passiert sind. Wie wie beschreibst Du diese Zeit?
Eine 180 Grad Wendung. Ich hab ja eben gesagt, dass meine Eltern sich immer Sorgen gemacht habe, weil ich keine Freunde hatte. Mhm. Ich fand aber, dass sie sich eigentlich keine Freunde keine Sorgen machen mussten. Mir ging's ja gut.
Mhm. Aber sie haben das trotzdem gemacht. Dann wurd ich 14 und dann bin ich das 1. Mal, gab's Konfirmationsunterricht damals, da bin ich hingegangen. Das war halt auf dem Land so.
Und dann bin ich zu 1 Jugendfreizeit mitgefahren mit 14 Jahren nach Terrentin, nach Südtirol Italien und mit anderen 20 Kindern. Und es war einfach so unfassbar toll diese Zeit, dass ich danach wiederkam und quasi ein anderer Mensch war, weil ich auf einmal ganz viele Bekannte und Freunde hatte und weil ich auf einmal immer eine Gruppe aufgenommen worden bin und mich so wahnsinnig wohl darin fühlte. Und dann begann meine Karriere, sozusagen meine Kirchenkarriere. Ich hab dann den Gruppenleiterschein gemacht, hab eigene Gruppen gehabt. Dann hab ich war ich im Kirchenchor, dann habe ich Kirchenorgel gelernt, also dieses Rieseninstrument.
Und am Ende, meinen Zivildienst hab ich dort gemacht. Und am Ende bin ich dann noch mit der Gemeinde nach Südafrika gefahren. Wir hatten dort eine Partnergemeinde und die wünschten sich ein Kirchenhaus. Sie hatten kein Kirchenhaus. Das war es ist in war das.
Das ist ein 1 Homeland gewesen, sehr, sehr arm. Die Menschen haben in der Savanne in Wellblechhütten gelebt und wünschten sich nur eine Kirche. Und wir waren natürlich reich in Schaumburg und hatten richtig viel Kohle und wollten aber nicht einfach nur Geld geben, sondern haben gesagt, wir bringen Geld mit, aber wir bringen uns auch mit und wir bauen das gemeinsam mit euch. Und dann waren wir 4 Wochen bei denen zu Gast und haben 4 Wochen gemeinsam gemauert, haben eine Kirche gemauert, ein Kirchenhaus. Und das war eine unheimlich intensive, kann man sich vorstellen, intensive Zeit.
Wie gesagt, ich war Anfang 20 und das war schon sehr, sehr besonders. Und in dieser ganzen Zeit von 14 bis 21, da ist ja diese 1. Kirchen Freizeit, die ich gemacht habe, da hab ich, also wo ich als Teilnehmer dabei war, hab ich mich damals verliebt, ganz doll in ein Mädchen verliebt, in Alexa. Alexa war 'n sehr busch Typ. Mhm.
Und wir waren 2 Wochen zusammen und dann ist sie mit einem anderen Schulkollegen von mir weitergegangen und ich war todesunglücklich. Also das war sozusagen son sone Amplitude, die ganz weit nach unten ging, weil ich 'n Ich bin 'n sehr empathischer, leidenschaftlicher Mensch und das hat mich damals wirklich geschüttelt. Und es sollte mich noch viel mehr schütteln, weil ich dann nach und nach irgendwann mitbekommen habe, dass dieses dieses Konzept Junge trifft, Mädchen verliebt sich und ist zusammen, bei mir irgendwie nicht so richtig funktioniert. Ich hab mich immer verliebt, aber die wollten dann immer nicht mit mir zusammen sein und das hat auch nicht geklappt. Und irgendwie kam ich dann mir selber auf die Schliche und das wurde mir auch von außen herangetragen, also mal im Bösen, dass mich irgendwie so, dass man Schwuchtel mir hinterher gerufen hätte hat.
Oder aber meine Oma fragte mich am Kochtopf, Mittagessen kochen, sag mal, bist Du eigentlich so wie der Kirchenmensch? Da meinte sie einen bestimmten Kirchenmensch, der bekannt schwul war. Und ich so, nee, das nein, nein, Oma, alles gut. Aber es war tatsächlich so. Also da kam so diese Phase auf mich zu.
Und das war im im im Nachhinein ist alles gut gelaufen, aber das war schon, das war eine schwere Zeit. Also so zwischen 20 und 25, das war nicht die glücklichste Zeit meines Lebens. Da würden wir gleich noch mal reingehen in die Phase. Da hab ich auch 'n paar Fragen zu. Erst mal Respekt an die Oma und wie schön wie schön doch komplizierte Dialoge auch einfach sein können, wenn man einfach fragt, ne.
Und das Vielleicht ist auch diese Einfachheit der Sprache, die Menschen früher hatten, die Generation vor uns, vielleicht auch manchmal ganz cool, weil man gar nicht so lange overtingt, was wie wenn man jetzt was ausdrückt und empathisch und achtsam ausdrückt, sondern man fragt einfach, sag mal, bist Du der Kirchenmensch? Finde ich eine find ich eine richtig geile Frage, ja. Okay, gut. Ich würde jetzt an der Stelle gern den Break machen und die Schnellfragerunde starten. Die mache ich immer einfach, den Menschen son bisschen zu charakterisieren, okay?
1. Frage, welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Im Urlaub. Das war irgendwie so ein 1 Kriminalroman, der in Griechenland spielte, weil ich auf Kreta war. Ich hab, den Titel weiß ich nicht.
Okay. Welche App benutzt Du am meisten? Ich vermute die E-Mail-App. Mhm. Und regelmäßig die Wetter App, weil ich immer checken muss, wie das Wetter in Hamburg ist, weil ich 'n Hund habe.
Okay, zudem kommen wir auch gleich noch. Oh. Meer oder Berge? Gute Frage. Ich lieb beides.
Geht auch beides. Ich lieb beides. Und zwar so mehr kalt, also so Ostsee oder Nordsee, aber natürlich auch Mittelmeer und so was find ich super. Berge lieb ich auch, nicht zu hoch. Ich bin nicht so ganz schwindelfrei.
Ach, okay. Ich dachte, Du wärst nicht so der Gänsen Typ, der so ganz tagelang so Berg hoch klettert. Das machst Du schon. Darfst halt nur nicht runtergucken dann. Ja, das ist son bisschen Okay.
Mir macht das Spaß. Ich find das supererholsam, aber so ganz steil soll's dann auch nicht sein. Okay, also ich sag mal, als Hamburger hast Du da natürlich immer Als Wahl Hamburger hast Du da immer eine gute Ausrede, ne? Frühaufsteher oder Nachtmensch? Frühaufsteher definitiv.
Früher war ich Nachtmensch und und ich hab keine Ahnung, wann das passiert ist. Ich liebe es, morgens 6 Uhr aufzustehen und halb 7 sitze ich am am Schreibtisch und ich hab die beste Zeit von von halb 7 bis 11. Ja, die tun. Hat vielleicht auch was mit dem Alter zu tun. Ich kann sagen.
Ich möchte es. Ja, ich auch. Der Satz, der zu vervollständigen wäre, das ist nämlich der mit deinem Hund. Und ich ich geborene noch eine Info davor. Ich hab euch einmal zusammen erlebt als Duo.
Ach so. Und zwar in Berlin bei der Camping. Ja, da war immer Da haben wir wenig, also wir haben gar nicht, glaub ich, miteinander geredet, aber ich hab dich sehr intensiv beobachtet. Als Moderator hast Du ja, ich war ja bin ja immer Moderator bei der Camping. Ja.
Hast Du sehr viel Zeit, die Crowd zu beobachten, ja. Ich muss, ich bin ja in meinem Raum gefangen und mein Raum grenzt an die Mittags Area, wo außen gegessen wird. Ah ja. Und dann hab ich euch zusammen gesehen. Und das war sehr interessant für mich, ja.
Deswegen, der Satz lautet, mein Hund ist? Das Größte für mich. Okay. Weil ihr eine sehr enge Verbindung habt, weil er immer da ist, weil warum ist das Größte? Jetzt müssen wir erst mal das Geschlecht hier festlegen.
Sie. Sie, Entschuldigung, also der Hund, genau, Sie ins Sorry, wir reden hier sonst beleidigt. Ja. Weil wir, ja, weil wir, sie ist immer dabei, weil wir den Tag miteinander verbringen, weil ich sie sehr liebe, weil wir uns aufeinander verlassen können, weil wir beide durch schwere Lebenszeiten auch gemeinsam schon durchgegangen sind. Sie hat mir geholfen, ich hab ihr geholfen, so.
Mhm. Da war ich völlig als Begründung. Du hast keinen Hund offensichtlich. Find ich mega. Ich hab eine Katze.
Gibt's eine extra Geschichte zu, long story short, ich hatte 'n schweren Unfall vor 5 Jahren, 9 Brüche, innere Verletzungen, alles Mögliche. Diagnose, der Arm muss amputiert werden und so weiter. Am Ende, der Arm ist noch trocken, hängt zwar nur noch so rum der Linke, also es, ich hab da keine Muskulatur mehr. Egal, ich hatte Zeit meines Lebens die krasseste Katzenallergie, die Du dir vorstellen kannst. Das heißt, wenn in die Agentur 'n Kunde gekommen ist, der zu Hause Katzen hatte, dann hatte ich 5 Minuten später die Gedächtnisnase, ja.
Also krasse Reaktionen auf Katzenhaber, deswegen waren Katzen nie mein Thema und ich war zu Hause alleine. Ich war zu der Zeitpunkt, als ich 'n Unfall hatte, auch 2 Jahre getrennt nach 25 Jahren Ehe, war alleine im Haus, was an sich schon schwer ist. Dann hast Du 'n Unfall, deine Kinder sind nicht da, deine Familie gibt's nicht mehr in der Form. Ich saß alleine auf der Terrasse und ungelogen 7, 8, 9, 10 Tage kam jeden Tag eine Katze in meinen Garten, setzte sich so 5 Meter vor mich, wie die Katzen sich so hinsetzen, 'n Schwanz die Füße unten, ja, und guck mich an. Und ich hab dann immer so, geh weg, komm, ne, weil ich möcht jetzt nicht auch noch eine rote Nase.
Die Katze ging aber nicht. Also die ging dann irgendwann, aber hat sich überhaupt nicht beeindrucken lassen von meinen Gesten und ich konnte ja auch nicht nah rangehen. So und wie gesagt, long story short, irgendwann war ich richtig down. Ich hatte Schmerzen, mich war alleine und hab gedacht, scheißegal, es sieht mich jetzt keiner. Ich streichle jetzt die Katze mal.
Ich probier das mal, ja. Und hab gesagt, komm, komm mal her, komm. Und sie kam zu mir und seitdem lebt die Katze bei mir. Ach, das gibt's ja auch. Ist nie wieder gegangen und die Katze hat sich die ersten Monate immer auf diesen Arm gelegt.
Die hat sich auf, ich hab Fotos, dann liegt sie auf diesem Arm, ja. Und deswegen kenn ich das, kann ich das komplett nachvollziehen, was Du gesagt hast. Und ich glaube sogar, dass wir, die Katze und ich, über die Augen miteinander kommunizieren. Also ich brauch Dinge gar nicht aussprechen und die Katze macht das oder beziehungsweise verhält sich so. Katzen sind ja noch mal was anderes, eine andere Nummer wie wie 'n Hund.
Also ich bin fest davon überzeugt, dass die Katze tatsächlich glaubt, ich lebe in ihrem Haus und sie lässt mich halt, ich darf sie halt füttern, ja, so ungefähr. Aber es ist unfassbar liebes Tier und ja, also ich kann das schon extrem nachvollziehen. Ja. Insofern habe ich durchaus auch eine 1 Geschichte mit Tieren, ja. Eine beeindruckende Geschichte, aber Du hast jetzt nicht gesagt, die die die Allergie ist aber verschwunden dann oder wie?
Jetzt kommt der nächste Punkt, ja, nur bei dieser Katze. Ich kann die Katze kraulen, streicheln, ich kann alles machen, ich kann nachher mit der Hand in mein Gesicht fassen. Ich bin auf die desensibilisiert. Ich hab tatsächlich mal 'n Hautarzt als Kunde gehabt, den hab ich gefragt, wie kann das sein, dass jede andere Katze, reagiere ich nach wie vor. Und da hat er gesagt, und das ist bei ihr so, sie ist vorne weiß und hinten getigert.
Und er hat gesagt, weiße Haare sind oft antiallergisch. Also ich sollte theoretisch sie mal mehr am Schwanz oder hinten am Rücken so streicheln und dann mal probieren, aber ja, auch da reagier ich nicht. Also ich bin nur auf diese Katze desensibilisiert. Das ist eine Lovestory, Wolfgang. Das ist eine Lovestory.
Ich hab auch, 1 meiner erfolgreichsten Posts jemals war True Love. Da liegt sie auf diesem Arm. Sie hat ihren Kopf auf meine Wunde gelegt, ohne Ach so, ja. Und da hab ich dann 'n Bild gemacht True Love und da hatte ich irgendwie, weiß ich nicht, bei TikTok gar keine Ahnung 70000 Views oder so was, ja. Also ist schon eine heiße Nummer.
Also ich kann das total nachvollziehen. So, mein Lieber, wir machen weiter in der Schnellfragerunde, Kaffee oder Tee? Kaffee. Okay. Dein Lieblingsgericht?
Ach, ich hab's ja nicht so mit Lieblingsgeschichten, also mit diesen Superlativen. Ich es gibt viele Sachen, die ich gerne essen. Aber ich hab tatsächlich, also für die Audience draußen, Markus hat mir in der in der Vorbereitung geschrieben, also das Einzige, was ich nicht so gerne mache, ist auf Superlative Antworten, hab ich gedacht, cool. Ich find das richtig geil, ja. Aber nicht, weil ich's nicht gerne mache.
Ich kann's nicht. Okay. Also der Punkt ist aber, ich hab das meine Fragen überprüft und da stand dann irgendwie, was ist dein Liebste oder was ist das beste Gericht, das Du je gegessen hast? Und da hab ich gedacht, okay, schreibst Du ne. Also Lieblingsgericht finde ich jetzt nicht 'n Superlativ.
Doch, das ist ja das liebste Gericht. Ja, okay. Das ist 'n Superlativ. Also wenn Du mich fragen würdest, was isst Du gerne, dann könntest Du gerne. Dann könntest Du sagen, ich esse Fisch sehr gerne.
Ich esse Scampi sehr gerne. Ich esse aber auch irgendwie, wie heißt das, Beef Tatar sehr gerne mit Pommes und 'n Glas Rotwein dazu. Ja, aber das Lieblingsgericht hab ich nicht. Kochst Du gerne? Ja, sehr gerne.
Okay. Nächste Frage. Du könntest dir eine Superkraft wünschen, egal was. Also Du hättest jede beliebige Superkraft, die Du gern haben möchtest, welche wär's? Ich glaube, mich also wahnsinnig schnell bewegen zu können.
Im Sinne von, dass, wenn ich sage, ich möchte jetzt nach Barcelona, dass ich in 2 Sekunden in Barcelona wäre. Mhm. Das find ich Okay. Das ist ja diese klassische Marvel Geschichte. Die können das ja alle, ne.
Die die Ja, da inzwischen ja immer dann irgendwie so Superman mäßig, sind dann in New York, ne. Hab ich auch gesehen und dachte so, das würde mir sehr gut gefallen. Und wenn man noch weiter zurückdenkt, dann denkt man an das Raumschiff Enterprise, glaub ich. Und dort wurde, glaub ich, gebeamt. Ist richtig.
Scotty beam me ab. Genau. Da also das wäre alternativ zum schnellrennen. Beamen wäre auch okay. Aber nicht, ich hab letztens mit meinen Kindern geguckt die Fliege.
Ich weiß nicht, ob das noch jemand kennt. 'N 'n 'n Horrorfilm aus den Achtzigerjahren oder hat jemand eine Beammaschine erfunden. Also Du kannst von 1 Maschine zur anderen beamen. Aber bei der ersten, beim ersten Eigenversuch war eine Fliege mit im in den in den Ja, ja, ja. Und die DNA setzt sich dann anders zusammen.
Egal. Gut. Mein Lieber, analog oder digital? Tatsächlich beides gerne. Ich hab zum Beispiel, wo Maran das sehr gut sägen kann, wenn man sich meinen Schreibtisch ansieht, hier gibt es viel Papier immer noch und Bücher.
Mhm. Aber es gibt halt auch Unmengen von digitalster, neuester, bester Technik. Also beides. Beides, ja. Ich finde auch entweder oder muss nicht immer sein, aber die Frage ist halt spannend, ne.
Ich komm mir nur manchmal ein bisschen, ich denk dann immer, wenn ich so mit diesem vielen Papier und mit Stiften und so weiter schreibe, komm ich mir tatsächlich Oldschool vor und es ist halt auch das Problem, dass man nicht irgendwie über eine Cloud drauf zugreifen kann. Also es hat was Praktisches, was es eben auch so, aber die Tätigkeit als sich mit 'nem Füllfederhalter oder mit 'nem schönen Stift auf Papier zu sei es nur Notizen zu machen oder tatsächlich Tagebucheinträge auch zu schreiben, das lieb ich einfach. Mhm. Führst Du 'n Achtsamkeitstagebuch oder generell 'n Tagebuch? Nee, ich führe schon mein Leben lang Tagebuch, aber immer nur so, das mach ich 'n paarmal im Jahr, wo ich mich dann hinsetze und dann Zeit habe und dann irgendwie, keine Ahnung, so über die letzten großen, bewegenden Dinge in meinem Leben irgendwie das niederschreibe.
Und ich kann zu tatsächlich bis, glaub ich, zu meinem zwölften Lebensjahr die Bücher zurückverfolgen. Also die hab ich Krass. Und das ist, wenn man mal ab und zu drin rumblättert oder so was, ist das ist das lustig. Das glaube ich hier. Und hab festgestellt, dass sich die Themen gar nicht so sehr verändern.
Okay, also Markus, die Autobiografie ist hiermit bestellt, ja, wenn sie dann rauskommt. Das wird kein interessieren. Das Denkst Du? Ja, glaub ich, ja. Ist 'n bisschen schade.
Aber wenn es so sein sollte, dass das Schicksal das doch noch mal verändert, dann hätt ich zumindest eine gute Grundlage. Okay. Welcher Film hat dich zuletzt so richtig bewegt? Also bewegt auf eine andere Art und Weise, als Du's vielleicht meinst, und zwar Jurassic Park. Ich war seit Ewigkeiten das 1.
Mal wieder im Kino, also wirklich seit Jahren. Das war jetzt vor 3, 4 Wochen und da war ich im Jurassic Park und ich war zum ersten Mal im Leben in einem drei-d-Film. Ah, okay. Das fand ich beeindruckt. Krass, oder?
Und grad bei dem Film. Das fand ich beeindruckt. Da flogen mir die Fledermäuse die Ohren. Ja. Das war wirklich toll.
Okay, die nächste Frage stell ich Ja, doch komm, ich stell sie, aber ich weiß die Antwort schon, Buch oder Podcast? Buch. Okay, ich hätte jetzt gedacht, Du sagst beides, weil digital und analog und so weiter. Na, ich hab mit Podcasts natürlich beruflich so wahnsinnig viel zu tun und mit mit Romanbüchern beruflich gar nichts zu tun. Das bedeutet, wenn ich einen einen Freizeit, einen Roman in die Hand nehme, dann fühl ich mich, dass ich freie Zeit habe.
Und bedeutet für mich halt auch sehr Aber sehr viel Arbeit, genau. Verstehe. Auch wenn ich natürlich gerne Podcasts höre, also keine Frage. Ja. Was darf in deinem Kühlschrank nie fehlen?
Obst. Obst, okay. Ich liebe Birnen. Legt man Obst im Kühlschrank? Darf man doch eigentlich nicht, oder?
Bei mir liegt alles Obst im Kühlschrank. Okay. Es gibt ja unten dieses Gemüse- und Obstfach. Wahrscheinlich ist das speziell dafür. Okay.
Gemüsefach. Okay, letzte Frage aus der Schnellfragerunde. Auf der Glücksskala von 1 bis 10, wo bist Du aktuell? Zwischen 8 und 9. Mhm.
Okay. Ja, vielen Dank für diese Einblicke in dein Leben. Wir wissen jetzt, dass Du Höhenangst hast, dass dein Hund deine große Liebe ist und dass Du aktuell bei 8 bis 9 stehst. Das ist doch schon mal jede Menge. Möchtest Du noch eine kleine Geschichte zur Höhenangst hören?
Immer. Ich hab Höhenangst gehabt und bin Also ich erinnere mich in eine 1 Sag ich das? Nein. Also ich hatte Höhenangst und das war richtig blöd, weil das auch dafür sorgte, wenn ich mit dem Auto über eine 1 Autobahnbrücke gefahren bin, dann fahr ich auf der linken Seite, also auf der mittleren Seite, damit ich irgendwie nicht so in der Nähe von der vom Abgrund fahre. Mhm.
Und ich spüre körperlich, wie ich so Kribbeln in den Beinen habe. Also ich merke, wieso diese wie ich ganz schwach werd im Körper und Kribbeln in den Beinen. Und ich bin letztes jahr nach dänemark gefahren in den urlaub im sommer ist also ziemlich genau ein jahr her mit meiner emma alleine und hab dort eine richtig beschissene zeit gehabt weil ich in diesem urlaub ankam in dieses total schön gelegene ferienhaus 1. Reihe am strand wirklich alles superschön, Wetter war so mittelmäßig, aber das war nicht das Problem. Ich kam irgendwie da rein und ich weiß nicht, ob Du das kennst.
Mir begegneten auf einmal alle meine Ängste, Probleme, Herausforderungen. Also all die Dämonen, die man irgendwie so im Alltag ganz gut gemanagt bekommt, saßen fröhlich in Dänemark und warteten in diesem beschissenen Ferienhaus auf mich. Und ich hatte richtig, also wirklich, ich hatte richtig eine schlechte Zeit dort und hab auch am Tag 2 schon überlegt, ob ich abbreche und dann hab ich mich aber durchgerungen und hab mit mir vereinbart, Du machst immer einen Tag länger. Also Du wartest bis morgen früh und dann überlegst, ob Du nach Hause fährst. Okay, heute noch nicht.
Bleib noch einen Tag. Einen Tag länger, nächsten Morgen wieder überlegen. Und so zog sich das fast über eine Woche, glaub ich. An Tag 6 hab ich dann die Schnauze voll gehabt und hab irgendwie Emma und meine Sachen gepackt und bin zurückgefahren. Aber in diesen 6 Tagen hab ich mich unfassbar selbst mit mir beschäftigt.
Ich habe ganz viele Podcasts gehört. Ich habe meditiert. Ich habe Yoga Übungen gemacht. Ich habe mit mit Therapeut*innen gesprochen. Also wirklich eine intensive Zeit gehabt.
Ich fahre nach Hause über die, wie heißt die, Ostsee Nord Ostsee Kanalbrücke, die wahnsinnig hoch ist. Ich fahre da ganz normal rüber rechte Spur und denke so auf der Brücke, was ist das denn? Wo ist mein Kribbeln? Wo ist denn meine Höhenangst geblieben? Die ist weg seitdem.
In diesem beschissenen Ferienhaus in Dänemark. Und ich sag dir, es ging nicht Höhenangst bei mir. Wirklich, es ging nicht Höhenangst bei diesen Themen. Ich hab und dann bin ich in Hamburg und dann sagt jemand zu mir, dann lass uns mal ausprobieren, ob das stimmt. Wir gehen aufn Michel, ist die Hauptkirche in Sankt Michael ist nach Hamburg.
Die ist hoch. Dann sind wir auf diesen Michel gegangen. Gegangen oder mitm Aufzug hochgefahren? Nee, zu Fuß, die ist duschen, dann kann man hochlaufen. Kein Problem.
Krass. Crazy. Crazy, ja. Klingt son bisschen nach Jakobsweg, light in Dänemark, ne. Weil die Menschen gehen ja auf solche Wege, sich mit ihren eigenen Ängsten zu konfrontieren, den Dingen zu begegnen.
Nur Du hast es gar nicht geplant und das ist einfach Nee, vorfang, ich wollte Urlaub machen. Ich wollte einfach nach 'ner harten Zeit Urlaub machen. Aber vielleicht war das 'n geiler Urlaub. Du hast es nur nicht so wahrgenommen. Also zumindest hat er ganz schön viel in meinem Leben verändert.
Cool. Mein Lieber, jetzt steigen wir wieder ein und Du hast ja vorhin gesagt, Zivildienst. Und in deiner Biografie und in deinem Material, das ich gelesen hab, kommt direkt nach dem Zivildienst eine Zeit, die Du selbst son bisschen umschreibst als Lost. Du fällst in 'n Loch und es ist auch echt eine dunkle Phase, ja. Ja.
Da war ja in der Zeit dann auch dein Coming out, Ja. Wenn ich das richtig zeitlich zugeordnet habe. Ja, erzähl doch einfach mal, warum war das so dunkel? Und natürlich interessiert mich am Ende dann, wie gehst Du mit solchen Situationen oder bist Du damals mit umgegangen? Ich habe Jahre später einen einen Fachbuch gelesen oder son son son populärwissenschaftliches Buch gelesen, eine Amerikanerin.
Das hieß The Quarterlife Crisis. Und diese Krise, diese Krise, die so zwischen 20 und 25 ist, die stell ich bei fast allen jungen Leuten dar und fest. Und genau in dieser Krise war ich damals auch. Das ist, glaub ich, das Erwachsenwerden. Also ich hab gemerkt, das mit der sexuellen Orientierung läuft bei mir irgendwie anders.
Ich bin schwul. Das war für mich insofern erst total schwierig, als dass ich irgendwie son Ich hatte natürlich 'n Bild von mir und meinem Leben und wie das sein sollte und ich wollte eine Frau heiraten und ich wollte eine tolle Hochzeit haben und dann wollt ich Kinder haben, bla bla bla. Also diese ganzen Bilderbücher, die man da so im Kopf hat. Und davon musste ich mich verabschieden. Stattdessen bin ich in 1 Zeit großgewachsen, wo auf einmal 11 Und natürlich die die die Schwulen unfassbar ausgegrenzt und diskriminiert worden sind.
Ich mein, das war, man hat von 1 Aidseuche gesprochen und das war wirklich eine schlimme Zeit. Es gab wenig Aufklärung, die die Menschen schauten nicht wohlwollend auf uns. Dann in 'ner Kleinstadt, das ist das eine große Thema gewesen, eine große Baustelle. Die andere große Baustelle von mir war, ich wusste auf einmal nicht mehr, was ich beruflich machen sollte wollte. Ich war total lost und es war furchtbar.
Ich hab mich mich selbst gedreht und bin in dunkle, wirklich in dunkle Zeiten gegangen. Das Thema mit der mit dem Coming out hat sich in dem Moment verändert, und zwar von einem Schlag auf den anderen. Das wäre wie so ein Peak, so ein ganz großer Peak von der unteren Seite unserer Achse, von der wir vorhin gesprochen haben, auf der oberen Seite, in dem Moment, wo ich mich in einen Jungen verliebt habe. Ich bin mich einfach total verknallt. Und ich war in dem Moment so happy, ich war so glücklich und hab auf einmal gemerkt, dass das, was ich dort, dass ich jetzt schwul bin, dass das gar keine Rolle spielt, weil ich einfach einen Menschen, ich war so happy.
Wir waren nie zusammen. Ich war einfach nur unfassbar verliebt und hab dieses Gefühl irgendwie genossen gleichzeitig. Ich war's natürlich auch dramatisch und traurig und Du kannst es dir vorstellen. Also vielleicht. Ja.
Und die andere Geschichte mit dem mit dem Job, das hat auch lange gedauert. Ich hab dann angefangen, eine Therapie zu machen, bin dann aber einen richtig schlechten Therapeuten gelandet, mit dem stand ich später noch vor Gericht und kam da auch nicht so richtig weiter. Und es hat relativ lange gedauert. Ich war ich krieg's selber nicht mehr so ganz genau auf die Kette. Meine Mutter hat, glaub ich, dann irgendwann gesagt, weißt Du was?
Ich ruf jetzt 'n Bekannten an, der arbeitet beim Mindertageballeit, das waren sone Tageszeitung in Nordrhein Westfalen. Vielleicht kannst Du 'n Praktikum machen. Einfach, dass Du 'n bisschen was zu tun hast. Ich hatte vorher schon für die Schaumburger Nachrichten gearbeitet, das Schaumburger Zeitung, so als freier Mitarbeiter. Und dann klappte das und dann bin ich dahin und das war der Wendepunkt, kam ich wieder in einen Bereich, wo ich mich wohlgefühlt habe, wo ich wo ich mich kreativ ausleben konnte.
Ich hab dann angefangen, für die Zeitung zu schreiben, bin dann zum Radio gegangen und hab dann dort meine Ausbildung gemacht. Und ab dem Moment lief es sozusagen beruflich eigentlich sehr gut weiter. Mhm. Das ist vielleicht Studium oder nicht, war auch eine große Frage. Soll ich studieren oder soll ich nicht studieren?
Mhm. Ich hatte Lust zu studieren, hatte mir Unis angeguckt, hatte mir mir Studiengänge rausgesucht, hab mit Leuten gesprochen. Es gab dann NCs, wo's nicht ging. Vielleicht war ich nicht ganz sicher, ob's richtig ist. Und dann kam halt 'n Angebot aus Hamburg und dann hab ich dazu gesagt und das war sozusagen die Absage ans Studium.
Wenn ich etwas bedaure in meinem Leben, ich bedaure nicht so richtig viel, aber wenn ich etwas bedaure, dann vielleicht, dass ich mir diese Zeit des Studierens genommen habe. Was hättest Du studiert, wenn? Also damals hatte ich mich für Germanistik und Geschichte interessiert. Mhm. Cool.
Jetzt ist das vielleicht 'n ganz guter Moment und zwar ist deine Mutter der Aufhänger mal wieder, ja. Die Frau ist mir sehr, sehr sympathisch und sie ist das Ohr. Aber schon bei der Anmoderation vorhin von dir. Aber ich würde ganz gerne in der Heldenreise, also wir hatten so Aufbruch, 1. Hürden, dann gibt's Täler, durch die man durchgeht, das nennen wir die dunkle Höhle.
Und dann gibt's aber immer Treffen mit Mentoren. Und in dem Fall hat deine Mutter, eine Mutter ist natürlich kein Mentor, weil sie ist die Mutter und das ist die Familie. Aber trotzdem hat sie was gemacht, was 'n Mentor macht, nämlich dich sozusagen aus der Situation zu holen, dich irgendwo hinzuschubsen und zu sagen, Du gehst jetzt zum minder Tagblatt und arbeitest wieder und dir diesen entscheidenden Kick zu geben, den Du alleine nicht gemacht hättest. Und die Frage, die ich so habe, verbunden mit Mentoren, ist, gibt's in deiner Karriere gesamt insgesamt, also nicht nur in dieser Phase, sondern später auch Menschen, wo Du sagst, okay, das waren echte Mentoren? Gibt es.
Ich hatte ja von dem Kirchenmenschen gesprochen, den meine Oma da zitiert hat, der auch schwul war. Das war und ist mein lieber Freund Gerald. Und Gerald war damals Kirchenmusiker in meiner Gemeinde. Gerald war vielleicht so die 40 Jahre alt oder so was und war mein Orgelehrer und kriegte natürlich mit, wie es mir geht und was für eine was für eine Entwicklung Entwicklung ich da ging. Und ich hab halt auch mal fragen gestellt weil ich wusste er ist schule man kann darüber reden und so weiter und der war jetzt war der einzige schwule mann den ich oder die eine schule kontakt den ich überhaupt hatte und den habe ich halt alles mögliche gefragt und er hat mir alles erklärt und wir sind der hat 'n hund gehabt wir sind viel spazieren gegangen zusammen.
Und dann hat mir erzählt, wie das funktioniert in diesem Business. Und das war war ein 1 sehr guter Freund, der mir den Weg dort geebnet hat und mir ganz viel Unterstützung für mich selber gegeben hat und mir Sicherheit gegeben hat. Und später in meinem Berufsleben gab es nicht so viele, hätte ich mir mehr gewünscht. Ich bin leider, ich frag nicht so. Also ich bin nicht leider der Typ, der sich irgendwie mit mit Dingen an andere Ich such mir keine Mentoren, das ist schade.
Das hätt ich mal machen können, aber tu ich irgendwie nicht, warum auch immer. Aber trotzdem trifft man natürlich den einen oder anderen. Ich erinnere mich an einen Chefredakteur, den ich hatte, Herr Bertram, der aber auch früh zu, also der ist sehr früh verstorben vor auch vor 10 Jahren oder irgendwie so was. Der war großartig. Von dem hab ich so unfassbar viel über Fernsehen, über Produktion, über Journalismus, über Beiträge, über Film, ach, Technik und so weiter gelernt.
Beeindruckend. Wir waren immer per Sie, was ich auch irgendwie lustig finde, ne, der waren nicht viel älter. Also der war, keine Ahnung, 15 Jahre älter als ich oder so. Mhm. Aber es war immer Herr Chirurg und Herr Bertram.
Ja, der fällt mir auch ein. Ja, cool. Jetzt hast Du in deiner Vita so unfassbar viele Stationen, die ich alle spannend finde. Also Radiostationen, dann Hamburg 1 und so weiter. Ehrlicherweise stand ich vor der Aufgabe, wie kriege ich diese Phase durchmoderiert, ohne dass wir irgendwas vergessen oder so, ja, oder beziehungsweise wichtige Stationen überspringen.
Deswegen würde ich dich einfach bitten, dass Du's vielleicht mal aus deiner Sicht son bisschen erklärst. Und ich würde gerne damit einsteigen, mein Lieber, bevor wir diese Phase mal so durchgehen und Du mal erklärst, was so wichtige Milestones machen, würde ich gerne damit einsteigen, dass ich noch mal kurz zurück spule gedanklich in den Synapsen zu dem Punkt, als ich sagte, es gibt halt diese unheimlichen oder es gibt Menschen, da gibt's gefühlt wahnsinnige Highlights und die haben auch sehr tiefe Downlights dann oft, über die sie auch erzählen glücklicherweise in meinem Podcast. Und diese wahnsinnigen Highlights, das hab ich mir notiert, sind die Menschen, denen Du begegnet bist in deinen beruflichen Stationen, sag ich jetzt extra so. Muss grad mal gucken, wo ich mir die aufgeschrieben habe. Und da hab ich eine gezielte Frage, bevor wir gleich auf diese Zeitspanne mal schauen und Du vielleicht so kurz erklärst, wie sich das entwickelt hat.
Du hast, bist begegnet Tom Cruise. Diese Story musst Du uns noch erzählen, wie Du ihn anmoderiert hast oder angesprochen. Du bist begegnet, also faszinierenden Menschen, Ephraim Kischon für die Menschen, die ihn nicht kennen. Ich hatte tatsächlich, ich, ich glaube, mit 10 oder 11 das 1. Buch von Ephraim Kischon bekommen oder von meinen Eltern, von meiner Mutter gelesen oder so.
Ich weiß es nicht mehr genau. Ich fand aber immer diesen speziellen jiddischen Humor total lustig, ja, also wahnsinnig lustig. Und die Frage, die ich mit ihm verbinde, ist oder die ich dir später gerne auch noch stell, ist, weil da ist der privat auch so lustig. Aber Du bist Menschen begegnet wie Tom Cruise, Heidi Kabel, Angela Merkel, Veronika Faeres. Solche Menschen hast Du beruflich getroffen.
Und einen hast Du getroffen, den verehre ich. Habe Kerkerling. Nee. Tatsächlich nicht. Also den verehr ich auch Roger Winnemsen, Roger Winnem veränder ich auch, aber den mein ich auch nicht.
Sondern ich finde unfassbar gut, Sir Peter Ustinhoff. Au. Und ja, die Frage, die ich damit verbinde, ist, waren das tatsächlich so Highlights? Waren das auch menschlich so Highlights oder sind da auch son paar richtige Arschlöcher dabei? Arschlöcher hab ich jetzt nicht so dabei, glaub ich, kennengelernt, aber in totaler Enttäuschung.
Ich erinnere mich, dass ich, dass bestimmte Schauspielerinnen waren's, glaub ich, meistens, die ich ganz toll fand aus meiner Jugend auch, die dann auf einmal vor mir im Studio saßen und ich total enttäuscht war. Dachte so, was ist das denn? Wie uninspiriert kann man denn sein? Oder wie langweilig kann man denn Interviews geben? Oder wie, also vielleicht auch, wie unintelligent kann man eigentlich sein?
Also davon gab's schon einige. Man sagt ja auch, triff nicht deine Stars, meistens wirst Du enttäuscht. Und es ist, da ist schon was dran. Es gab aber andere, zum Beispiel wie Harpe Kerkeling, den ich auf dem, also unfassbar lustige Geschichte, auf dem achtzigsten Geburtstag von Inge Meisel kennengelernt habe. Also ich meine, das ist ja schon absurd.
Gegen Mitternacht. Wir waren beide etwas angeschäkert, weil wir natürlich auf uns Inge ordentlich angestoßen haben. Und dann kamen wir ins Gespräch und haben uns unterhalten und so weiter. 'N paar Tage später hatt ich ihn dann in die Sendung eingeladen und er war da und wir haben 'n fünfundvierzigminütiges Interview geführt, was einfach legendär war, Was einfach großartig war, weil es gibt tatsächlich immer wieder auch Menschen, an die ich mich eben auch erinnere, die eben großartig waren. Roger Willemsen, ein großartiger Mensch, den ich mehrfach bei mir im Studio begrüßen konnte und mit dem ich deep Gespräche dort führen konnte.
Tom Cruise, das ist eher eine lustige Geschichte, weil ich Es war eine live, auch noch eine Livegeschichte. Mein Englisch zu dem Zeitpunkt war miserabel. Es ist immer noch nicht gut, aber damals war's miserabel. Und ich führte ein englisches Interview mit ihm und ich war so aufgeregt. Und das das war das 1.
Jahr, dass ich Fernsehen gemacht habe, dass ich ganz lässig Hi Tom sagen wollte, und irgendwie so was wollte ich einsteigen. Es war Mission Impossible 1. Und alles, was ich raus kriegte, war 'n verstottertes High Cruises. Und dann dacht ich so, was redest Du da, Markus? Und wurde natürlich knallrot, hab geschwitzt wie irgendwas.
Und er war auch so, hä? Und war dann lustig, hat das aufgefangen und war superprofessionell. War nicht schlimm, aber ich bin ganz dir vorstellen, bin gestorben. Er ist son Welt Weltstar und ich vergeige das. Mit Sir Peter Ostinows war eine besondere Begegnung, weil es ein 1 so ruhiger, feiner Mensch war.
Das war wunderbar. Wir haben im Hotel 4 Jahreszeiten in 1 Suite gesessen und sein Manager tobte draußen vor der Tür, weil wir die Tür zugeschlossen hatten. Er hatte nämlich nur 20 Minuten Zeit, aber unser Interview musste 30 Minuten dauern, weil die Sendung so lange dauerte. Und dann hatte meine Redakteurin einfach den Manager rausgelockt und dann haben wir die Tür von innen zugemacht. Und dann haben wir halt 30 Minuten das Interview geführt.
Der Manager fand das scheiße. So, war das völlig egal. Das waren schöne, schöne Begegnungen. Und wie bin ich dazu gekommen? Ich bin nach Hamburg gegangen, weil ich dort einen Fernsehsender mit aufgebaut habe, einen lokalen, privaten Fernsehsender Hamburg 1.
Das war damals sone richtig große Geschichte. Und ich war so der der Kultur- und Gesellschaftsmensch, hab da eine tägliche Talksendung gehabt, hab Reportagen gemacht und hab dadurch, dass ich bin nach Hamburg gegangen, also von Stadttagen weg nach Hamburg. Es war meines meine 1. Wohnung, die ich dann auch hatte, die ich hatte in der großen Freiheit, also die Straße große Freiheit 34, das war meine Hausnummer, genau neben der großen Freiheit 36, die ja weltberühmt ist. Da hab ich gewohnt und dieses Motto große Freiheit, hab ich immer mit Hamburg verbunden.
Hamburg ist für mich immer die große Freiheit gewesen. Und in diesem Job, den ich dort ausüben durfte viele Jahre, also gefühlt viele Jahre, hab ich einfach so viele großartige Menschen kennengelernt. Und die Stadt hat mich mit so offenem Armen Empfang unglaublich. Also einzig eine Einzigartigkeit, deswegen lieb ich Hamburg auch aus wirklich diesen Herzen. Und man hat ja auch aus deiner oder ich hab aus deiner Vita auch gelesen, dass dass Du auch gesagt hast, okay, das war eine großartige Zeit auch so Also Du warst quasi frei.
Also ich vermute jetzt frei im Sinne von, es gab nicht diese dieses, wie sagst Du's vorhin genannt, das Lauern hinter den Vorhängen in die Kleinstadt. Das gibt's in Hamburg Ja. Zum anderen, glaube ich, hast Du vorhin auch gesagt, Geld ist Freiheit für dich. Also ich glaube, da hast Du auch vermutlich gut verdient oder Nö, gar nicht so. Nö.
Okay. Aber Du hattest auch dieses Wohnen mitten auf dem Kiez im Leben sozusagen, wo Du ja auch 'n Stück weit vielleicht a geborgen bist, weil es dein Zuhause ist, b aber auch einfach nur 'n Mensch bist, der da rumläuft, so wie alle anderen auch da rumlaufen. Und wer schon mal in Hamburg war auf der großen Freiheit, der weiß, was wie's da ist, ne? Und das ist heute natürlich auch anders als damals. Aber ja, die Frage ist, jetzt hast Du sone megaerfolgreiche Zeit.
Und was ich in der Heldenreise immer gerne hinterfrage, ist, es gibt immer sonen auslösenden Moment. Und Du beschreibst das auch ganz schön in deiner Unterlagen, die ich bekommen habe, dass Du sagst, irgendwann hab ich gespürt, also Du warst Du warst sozusagen im Prinzip jetzt von unserer aktuellen Heldenreise, die wir beschreiben, auf dem Zenit. Du hast tolle Menschen interviewt, Du hattest wahnsinnig auch Reichweite vermutlich dann schon. Ich weiß nicht, wie son lokale Fernsehsender, was der für Senderzahlen hat, aber Du hast Zigtausende Menschen erreicht. Du hast beruflich eine große Herausforderung gehabt.
Du konntest dich weiterentwickeln. Und trotzdem hattest Du irgendwann 'n Impuls und hast gesagt, nee, möcht noch mal was anderes machen. Wie kommt das? Wo kommt das her und wie war das? Ich kann's eigentlich gar nicht erklären.
Ich hab echt den in seinem Gaul. Mir kam es vor damals, ich war jung, ne. Ich bin hab da irgendwie so mit 24 oder so was hab ich da angefangen. Und nach gut 7 Jahren hatt ich die Faxen so dicke und hatte keinen Bock mehr drauf, weil mir irgendwie, ich hab immer das Gleiche gemacht. Ich hab also jeden Tag irgendwelche Stars interviewt.
Das hat mich echt nicht mehr gekickt. Ich musste jeden Tag vor die Kamera. Das hat 'n bisschen Ich hab den Sinn da irgendwann nicht mehr drin gesehen, für mich persönlich. Und dann hab ich mich für andere Themen interessiert, auch so für für spirituelle Entwicklung. Ich hab eine Coachingausbildung gemacht.
Das fing damit an, dass ich stark geraucht. Und irgendjemand versuchte, sich in meine Sendung einzuladen und zu sagen und sagte, Markus, ich kann es schaffen, dass Du mit dem Rauchen aufhörst. Dann hab ich gesagt, im Leben nicht. Kannst Du nicht. Ich rauche so gerne, das schaffst Du nicht.
Und dann haben wir das gemacht. Das hat was mit Hypnose zu tun gehabt und so weiter. Und am nächsten Tag hab ich nicht mehr geraucht und dachte so, was ist, das kann doch nicht sein. Wie geht das denn? Ja, ja.
Und hab mich dann erkundigt. Und dann sagte er, ja, das ist, ich hab neurolinguistisches Programmieren gelernt. Das ist sone sone Therapiemethode irgendwie und so weiter. Und das hat mich so beeindruckt, dass ich gesagt habe, das möcht ich auch können. Dann hab ich eine Ausbildung gemacht in NLP und hab dort auf einmal eine ganz andere Sinnhaftigkeit und wieder eine Gemeinschaft gefunden von Leuten, die mich irgendwie, mit denen ich mich wohlgefühlt habe.
Mhm. Und da hatt ich keine Lust mehr auf Fernsehen. Das war mir so oberflächlich. Und das war mir zu viel Bling Bling. Und da hab ich gekündigt.
Und mein komplettes Umfeld ist durchgedreht. Markus, wie kannst Du Wie Das geht nicht. Mach es nicht. Und Du hast gefragt, ob ich damals gut verdient hatte. Nee, hatt ich nicht.
Ich war angestellt. Hatte auch keine Reserven, also weiß ich nicht, 2 Monate vielleicht. Und ich hatte auch keine Idee, was ich machen sollte. Ich wusste es nicht, aber ich hab gekündigt, hab aufgehört, einfach aufgehört. Und es war ein Sommer, ähnlich wie dieser Sommer.
Und mein Auto war kaputt, das hatt ich vorher irgendwie kaputtgefahren, weil ich irgendjemand draufgefahren bin. Und 'n Kollege, 'n Kumpel von mir hat mir seinen Roller geliehen, son Mofa Roller. Es war der schönste Sommer in Hamburg für mich. Ich hab mich, hatte Zeit, eine tolle Wohnung gehabt, die viel zu teuer war. Konnte ich mir eigentlich gar nicht mehr Leistung, war völlig egal.
Ich hab mich jeden Tag da morgens drauf gesetzt, bin zum Strand, zum Elbstrand gefahren, hab da gelegen und gechillt und hab die schönsten den schönsten Sommer meines meiner Hamburg Zeit dort gehabt. Und war ganz sicher, es wird alles gut werden. Dann kam irgendwann, ich glaub, nach 6 Wochen oder so was, kam 'n Anruf. Ich hab damals 'n Management gehabt und die haben gesagt, Markus, hier gibt's einen 'n Casting von der ARD. Hast Du nicht Lust?
Und hab ich gesagt, nee, eigentlich nicht, weil ich wollt ja keinen Fernseher mehr machen. Dann haben die gesagt, es ist aber die ARD, Markus. Denk drüber nach. Mhm. Hab ich gesagt, na gut, ich fahr da halt hin.
Und dann bin ich ja zum Kassen zu dieser ARD gefahren. Die fanden mich super. Und dann konnt ich nicht mehr absagen. Und dann hab ich keinen Fernsehen mehr in Hamburg gemacht, dann hab ich Fernsehen in Köln gemacht. Und übrigens, bevor wir jetzt zu der Kölner Zeit kommen, ganz kurz, weißt Du, was ich sehr, sehr schön fand als Satz in deiner in deinen Unterlagen, die Du mir gegeben hast?
Da hast Du das beschrieben mit, ich hatte große Stars, Weltstars interviewt. Ich war jetzt auf 'ner spirituellen Reise, also ich fass es in meinen Worten zusammen, ja? Ich hatte jetzt spirituellen neuen Sinn und jetzt sollte ich Marienhof ansagen. Das war irgendwie nicht mein Ding, ja. Ja, ich geborene heute mich als Fernsehansager.
Ja. Als Fernsehansager. Also ich sollte sagen, hallo, jetzt gibt's die verbotene Liebe und jetzt gibt's den Marienhof und das ist passiert. Und ich denk, jetzt ist doch nicht euer Ernst. Ich kann doch jetzt nicht, ich bin doch hier der der groß, ich bin doch der 2.
Biolek. Wie könnt ihr mich denn jetzt hier irgendwie in die Abgründe der Unterhaltung stecken? Mhm. Da ich aber natürlich auch wusste, ich muss von irgendwas leben und da ich natürlich die ARD auch als Chance gesehen habe, habe ich halt zugesagt Und bin, Wolfgang, Du wirst es kaum glauben, der letzte deutsche Fernsehansager. Nein.
Ja. Auch das noch. Das hätte meinen Druck noch mehr erhöht, wenn ich das gewusst hätte, aber zum Glück, das frag ich erst jetzt. Aber das war eine coole Zeit. Ich hab's noch nicht ernst genommen.
Also im Sinne von, ne, dass ich hab dann meinen Lebensinhalt nicht mehr eben natürlich nicht in diesem Job gesucht, sondern in anderen Dingen und hatte dann auch eine gute Zeit mit verbotener Liebe und Marienhof. Ich erinnere mich an viele Leute, die mich anquatschten und sagten, Du hast mich während der ganze Studienzeit durch mein Studium gebracht, weil offensichtlich verbotene Liebe gab's 17 Uhr 50, war das sone sone Zeit, wo Studierende mal kurz irgendwie gechillt haben und dann irgendwie 'n Fernseher angemacht haben. Und dann gab's halt die verbundene Liebe mit Markus. Wahnsinn. Hab ich auch oft geguckt ehrlicherweise, muss ich sagen.
Da gab's immer verbotene Liebe und dann Marienhofen. Das war so chillig damals in der Ehe auch. War so die Zeit, da hat man einfach mal eingeschaltet. Haben's ja auch noch kein Netflix und Co. Mal geguckt, mal nicht geguckt.
Genau. Und die hatten damals immer schon sehr, sehr gute Cliffhanger. Also wenn Du in der Folge drin warst, dann wusstest Du quasi am nächsten Tag, da hat sich der ganze Tag ausgerichtet, dass man dann abends guckt, welches, was da jetzt passiert im Marienhof oder so. Die wussten tatsächlich, die wussten, wie sie wie sie Fernseh machen soll. Heute bin ich mit 1 deiner damaligen Chefautorin befreundet.
Ah ja, cool. Diese ganzen Erfahrungen, die Du gemacht hast, die Livesituationen, die Hey, Hey Cruise Situation, die Interviews, die Moderationen. Welchen Impact hat das auf dich als Trainer? Ist eigentlich eine doofe Frage, weil das kannst Du so gar nicht zusammenfassen. Frage, aus deiner heutigen Perspektive anders gefragt, ist es das schon alle sozusagen der Weg zum Trainer oder oder hast Du irgendwann noch mal eine Abbiegung genommen sozusagen?
Da müssen wir tatsächlich noch mal in meine meine Jugend oder Kindheit zurückspringen. Mhm. Es gibt ja immer so diese ein oder mehrere Traumberufe, die die Kinder und und und jungen Menschen haben. Wollte Lehrer werden. Mhm.
Bin ich sozusagen geworden. Also das das ist etwas, was von Anfang an irgendwie da war. Das bin ich geworden. Ich wollte damals auch Dirigent werden. Mhm.
Ich bin dann Regisseur geworden, habe viele Medienpreisverleihung als Regisseur bearbeitet. Ich wollte Pastor werden. Ich bin Moderator geworden, hab das sozusagen auch gemacht. Also im Grunde hab ich schon als Kind meine Fähigkeiten ziemlich genau einzuschätzen gewusst. Ich hab vielleicht nicht die richtige, nicht sofort den richtigen Beruf gefunden in meiner Vorstellung.
Aber was diese Tätigkeit angeht, war eigentlich schon alles klar, als ich, ah, und ich hab als Kind auch gerne Busfahrer gespielt. Ja. Ich bin jahrelang bin ich Bully gefahren. Also so diese diese Träume, die ich als Kind hatte, die hab ich mir weitestgehend erfüllt. Und in deiner Herleitung, wenn ich was ergänzen darf, wenn ich mich an das Coachegespräch erinnere, dann wolltest Du Pastor werden und bist Coach geworden.
Denn das ist ja auch 'n Gefühl, was Du den Menschen gibst. Vielleicht so nicht wirklich was Pastorales, aber schon dieses Ja, Pastor würd ich eher zum Moderator zählen, aber dieser dieser Diakon, dieser Jugendgruppelleiter, das würd ich eher Richtung Training und Coaching zählen. Okay. Das ist das ist tatsächlich auch dabei geworden. Also letztendlich ist alles dort hingegangen und dadurch, dass ich so einen krassen Freiheitsdrang in mir spüre und mich nicht in Ich mag es nicht, wenn andere Leute mir sagen, was ich machen soll.
Da hab ich Ihnen 'n Problem mit. Da rebelliert mein innerer Markus vehement. Warum? Insbesondere Das hat was mit Selbstbestimmung zu tun. Warum sollte ich warum sollte ich mir von jemand anderen sagen, was ich tun soll?
Das macht für mich, dieses Konzept ergibt sich nicht für mich. Ich bin kein Kind mehr. Mit Blick auf das Gespräch heute würd ich sagen, da ist auch sehr viel Mutter DNA in dir. Das stimmt. Meine Mutter hat sich auch nie was sagen lassen.
Richtig. Meine Oma hat meiner Mutter den Lippenstift geklaut und meine Mutter hat sich den Lippenstift zurückgeklaut. Und Und ich glaube, so bin ich auch, ja. Ja. Dieses Gesund Egozentrische und auch 'n bisschen Rebellische und 'n bisschen, ich geh halt einfach dahin, wo ich will.
Ich kündige jetzt ja völlig crazy in der Position, die Du damals hattest, die wir eben besprochen haben. Ja, das ist, glaub ich, 'n Stück weit auch deine Mutter. Ich hör halt auf mich, ne. Ich höre halt auf mich und das Ich weiß halt wirklich, was ich will. Und dann geh ich den Weg, auch wenn ich vielleicht nicht weiß, was das immer bedeutet.
Aber ich weiß sehr genau, was ich will und was ich nicht möchte. Und dann mach ich das. Mhm. Vielleicht hast Du deswegen auch vorhin die berechtigte Frage gestellt, glaubst Du, wir machen Fehler? Weil, also an mich, weil weil Ja, ja.
Es sind ja keine Fehler, sondern es ist der Weg, der in dem Moment richtig ist. Ja. Ja. Find ich find ich eine sehr coole Geschichte. Ich würd gern noch mal in eine der der dunkleren Geschichten bei dir eintauchen in deiner Vita.
Und ich hab's ja vorhin schon erwähnt, ich hab so viel Material, ich könnte 3 Sendungen mit dir machen, locker. Aber Du beschreibst auch den Tod deines Vaters in dieser Phase Anfang Zwanziger als noch mal als etwas, was dich wahnsinnig mitgenommen hat oder Da war ich 40. Ach, da warst Du 40, genau. Das war ich 40 durch 'n Wander geworfen, ja. Das spielt keine Rolle.
Das war furchtbar. Mhm. Also mein Vater war Zeit seines Lebens einen War immer 'n bisschen krank. Hatte immer so Dinge, mit denen er sich rumgeschlagen hat. Und irgendwann wurde er dann richtig krank, hat dann auch Krebs bekommen.
Und Papa war nicht so 'n Kämpfertyp. Mhm. Und ich erinnere mich daran, dass ich dann irgendwie, als ich das gehört habe mit der Diagnose, dass ich mich hingesetzt habe und dass ich recherchiert habe und dass ich irgendwie rausgefunden habe, dass man zumindest unterstützend ganz viel über Ernährung machen kann und so weiter, hab Bücher gekauft und bin dann zu Papa und hab mit ihm darüber geredet und hab ihm diese Bücher da irgendwie hingelegt. Und ich glaube, Papa hat nie in diese Bücher reingeguckt. Mhm.
Weil er vielleicht gesagt hat, ich Also das hat was, hat ganz viel mit seiner Biografie zu tun, die eben auch sehr schwierig Nachkriegskind und so weiter. Mhm. Auf jeden Fall ist er dann dann Krebs gehabt, ist 'n Krankenhaus gekommen. Er wollte unbedingt meinen vierzigsten Geburtstag noch erleben und hat durchgehalten. Mir war das damals gar nicht bewusst, dass er meinetwegen durchgehalten hat.
Und dann, 3 Monate später, kriegte ich da den Anruf von meiner Mutter. Ach nee, dann hab ich ihn noch mal besucht im Krankenhaus und ich fand, dass er 'n guten Eindruck macht. Und ich war eigentlich ganz, ganz happy und bin zwar in Hannover und bin zurück nach Köln gefahren. Und eine Woche später kriegte den Anruf von meiner Mutter, wenn Du Papa noch mal sehen möchtest, dann müsstest Du jetzt kommen. Es geht ihm gar nicht gut und er wird wahrscheinlich die nächsten 24 Stunden nicht mehr überleben.
Dann bin ich natürlich da hingefahren. Und dann war er aber auch schon nicht mehr bei Bewusstsein. Das heißt, ich konnte mich nicht bewusst von ihm verabschieden, sondern da lag dann dieser Körper von Papa sah nicht gut aus mit diesen Maschinen. Und ich saß da und ich wusste gar nicht, was der was ich da sollte. Ja.
Und dann hab ich mich verabschiedet und dann sind wir nach 'ner Dreiviertelstunde nach Hause gegangen. Und dann in der Nacht ist er dann gestorben mit, ich glaube, nicht mal als 65 Jahren. Verabschieden. Abschied ist für dich, wie wie zu, wie gehst Du mit Abschied Da reißt es mir das Herz aus dem, nee, wie sagt man? Doch, Herz aus dem Körper.
Mhm. Und dann ein bisschen später fang ich mich wieder. Also dann akzeptier ich das. Grade weil Du jemand bist, der NLP gelernt hat und spirituell bist und bekennend spirituell bist, werd ich gerne von dir wissen, bereitest Du dich auf Abschiede vor? Und ich frag noch mal eine Nummer härter und ich weiß, das wird jetzt hart, aber ich frag's trotzdem mal.
Weil ich glaube, Du hältst es aus und ich glaube, Du Ich hab eine Ahnung, was jetzt kommt. Ja. Was machst Du, wenn Emma mal nicht mehr da ist? Ja, das hab ich geahnt. Emma ist in diesem Jahr sehr krank geworden.
Also Emma wird 11, Emma ist in diesem Jahr sehr krank geworden und es stand 3 Tage oder 4 Tage auf der Kippe. Sie musste operiert werden und dann war's nicht glaub, sie ist überlebt. Das war natürlich furchtbar. Also ich hab einfach 4 Tage neben Emma im Wohnzimmer gelegen. Ich hab mir das Bett ins Wohnzimmer gestellt, also die Matratze.
Und hab dann eben an ihrer Seite verbracht und alles getan, dass es hier wieder besser geht. Heute springt sie so rum, als wär sie 3 oder 4 Jahre. Also sie hat es geschafft, aber natürlich ist unsere Zeit sehr endlich. Ich hab das verstanden, das ist auch in Ordnung für mich und auch im Bezug auf Emma ist alles gut. Ich hab wahnsinnig Angst vor den letzten Momenten und wahrscheinlich dieser Entscheidung, die die Hundebesitzer*innen treffen müssen, über das Leben des Hundes zu entscheiden und zu sagen, ich setze dem jetzt ein künstliches Ende.
Dieses dieses Konzept erschließt sich mir nämlich auch nicht so richtig. Ich hoffe inständig für Emma, dass sie die Chance hat, einfach abends ins Körbchen zu gehen und einzuschlafen und am nächsten Morgen nicht mehr aufzuwachen. Das wäre die die größte das größte Geschenk für uns alle, auch wenn es mich dann total natürlich irgendwie überraschen wird. Aber ich möchte eigentlich nicht den letzten Gang mit ihr gehen, den ich natürlich gehen werde. Wenn es so weit sein wird, dann dann ist es so.
Aber es wird furchtbar, natürlich. Aber ich weiß auch, dass ich eine Woche später in den Himmel gucke und mich an die schöne Zeit mit der Emma erinnern werde und ein freies Leben führen werde. Boah, das ist eine unfassbar kraftvolle Aussage, die Du da grade bringst, weil Also ich persönlich hab mit Abschied schon so meine Probleme, ähnlich wie Du. Ich bin auch in dieser weiß mir das Herz raus Phase. Auch vielleicht mit meiner Biografie zu tun, weil ich bin ja halbweise, also ich hab 'n Stiefvater, deswegen sag ich mal meine Eltern, weil es sonst zu kompliziert wäre.
Aber mein Vater ist gestorben, als ich 6 war, ne, beim Arbeitsunfall. Das heißt, er ist morgens gegangen in der Phase, wo ich ihn grade so richtig Wir hatten grade sone richtige Vater Sohn Beziehung so mit 6, ja. Also bewusst auch, wo ich mich an 'n Moment erinnere und er ist morgens gegangen und nie mehr gekommen und konnte mich nicht verabschieden. Und das hatte ich jetzt vor Kurzem wieder eine Gründerin von unserem Geschäft, also ich hatte mir ja mit 3 Leuten gegründet, die Agentur und sie war nur noch stille Teilhaberin und immer superausgekommen miteinander und haben uns zwei-, dreimal im Jahr getroffen noch zu Bilanzbesprechungen oder so was. Und neulich ruft ihr Mann an, sagt Du, ich sag jetzt meinem Namen nicht, aber sie stirbt.
Ich wusste von nichts, also von gar nichts, ja. Und konnte mich auch in dem Fall wieder nicht verabschieden und das für mich so das schlimmste Trauma. Deswegen frag ich auch danach, ob Menschen, die mental stark sind oder Nee, es stimmt nicht, ich möchte das anders formulieren, ob Menschen, die sehr sensitiv sind, die sehr empathisch sind, die auch gefühlsbetont sind und emotional, wie die mit Abschieden umgehen? Das ist für mich persönlich auch eine wichtige Frage in dem Podcast. Ich glaube, dass ich mich ich ich ich ich ich Leben.
Und es ist es ist erst mal völlig in Ordnung so. Und auch die letzte Phase ist in Ordnung so. Dass wir dann gehen müssen, ist in Ordnung so. Das gehört dazu. Das ist in vielen Fällen nicht schön, aber es gehört dazu.
Und ich hoffe, dass auch ich nicht der Also meine meine Oma, meine geliebte Oma, die 98 Jahre alt geworden ist, die hat am Ende furchtbar ums Leben gekämpft. Das tat mir so leid, weil sie das aus Angst gemacht hat. Mhm. Und sie hat festgehalten. Und sie hätt sich viel Leid ersparen können, wenn sie hätte vorher loslassen können.
Und ich hoffe, dass ich vorher loslassen kann. Mhm. Ich hab jetzt grade vor 2 Wochen ist ein 1 Freund von mir verstorben, mit dem ich jetzt auch schon lange keinen Kontakt mehr hatte, der Designer Peter Schmidt, 1 der größten und wichtigsten Produktdesigner in unserem Lande. Und ich hab ihn sehr geschätzt, das war 1 meiner Mentoren. Und der ist dann auf einmal gestorben und da ist mir dieses Thema noch mal so bewusst geworden, wo ich gedacht habe, da stirbt ein Mensch von einem Tag auf den anderen, ist er einfach nicht mehr da.
Und dieses Lebensbuch wird nicht weitergeschrieben. Es gibt keine einzige Zeile, die noch da rein Es ist einfach, es hört einfach auf. Die letzte Seite, das letzte Wort und dann ist ist vorbei. Das find ich krass. Das find ich wirklich krass.
Also dafür, dass wir sonen Geschiss unser ganzen Leben machen und so viel Aufwand machen und so weiter. Und am Ende ist es einfach nur ein letzter Punkt und dann ist es vorbei. Ja. Und das abzuschließen und da möchte ich auch nicht mehr über die dunklen Sachen sozusagen sprechen. Wir gehen ja jetzt auch auf die Zielgerade des Podcasts, aber das abzuschließen, ich hab das schon mehrfach gesagt und die Stammhörer wissen das, aber ich sag es immer wieder, für mich der Mentor meines Lebens an der Stelle und der Satz ist so profan wie wie wichtig im Leben, ja.
Und oft ist es so, hab ich gelernt, dass die einfachsten Dinge zu verstehen, manchmal der meiste Fortschritt ist. Ich hab John Stroeletzky live erlebt. Das ist der Typ von das Café am Rande der Welt und so weiter, Millionen Bestseller weltweit, der so unfassbar kluge Bücher da irgendwie auch schreibt, so Massenpsychologie, ja. Und den hab ich live erlebt und der war live noch beeindruckender als seine Bücher. Allein schon durch seinen Auftritt, der kommt ja mit sonem Tropenhelm und so, ne, und das war komplett in Englisch, die ganze Vortrag.
Aber der der zentrale Satz, den er mir mitgegeben hat, ohne mich direkt anzusprechen, weil 14000 Leute in der Halle waren, aber der zentrale Satz, der mein ganzes Leben nicht begleiten wird, war, alles, was Du im Leben liebst, inklusive deinem Leben wird enden. Mhm. Macht dich damit vertraut. Und das fand ich so megastark. Da hab ich 'n ganzen Tag drauf rumgekaut auf dem Satz.
Und das ist 2 Jahre her und ich kau immer noch drauf rum, jawoll. Ich find's so cool. Und er hat's an 'nem Beispiel klargemacht noch mal für für die Menschen, dass bei mir auch so ist. Ich hab 2 Töchter, ja, die 26 und 18 sind. Und Kinder, kleine Mädchen sind unfassbar süß, besonders zum Papa, ja.
Und dann gibt es solche Rituale und er hat beschrieben, er hatte 'n Ritual mit seiner Tochter des, Wenn sie abends ins Bett gegangen ist, dann gab's 5 Umarmungen feste, richtig feste. So, er hat sie auch gut beschrieben so. Und ganz innig beieinander und warm die Körper spüren und dann ging's ins Bett und dann schlief sie. Und irgendwann sagt er, hab ich abends einfach gemerkt so, als 11, 12 oder so sie war, sie möchte es nicht mehr. Und da da packst Du eine Gänsehaut, weil Du merkst, okay, so wie 'n Leben endet, endet auch dieses Ritual und so endet alles im Leben.
So endet eure Zeit mit Emma und meine Zeit mit diesem Podcast und unser Leben. Und das sich klarzumachen und darüber nachzudenken, find ich's eine richtige Botschaft im Leben, weil es viele Dinge erleichtern kann, vielleicht auch deiner Oma 'n bisschen geholfen hätte, ja. So Wolfgang, jetzt haben wir die Stimmung aber ganz tief am Boden. Jetzt bin ich Find ich überhaupt nicht. Wie Du da rauskommen möchtest.
Das mache ich ganz einfach. Erstens finde ich nicht, dass das dass so was die Stimmung senken muss, sondern ich find es total cool, darüber zu reden, weil das eben diese diese Highlights Aber es ist schon traurig. Ich find es Ja, es ist traurig. Es ist traurig, aber es ist eben das Leben. Also das, wo wir machen, ne.
So ist es nun mal. Ja, ja. Aber ich hab da gar kein Problem mit, weil wir switchen jetzt einfach auf die Abschlussfragen. Und ich freu dich noch mal was ganz Profanes, ja? Oh nein.
Wenn Du eine Sache sofort ändern könntest im Leben, also für dich persönlich, für die Menschheit, für die Gesellschaft, für Emma, whatever, ja, was wär das? Was wär morgen anders? Die Menschen würden verstehen, was Liebe ist. Glaubst Du, die verstehen's nicht? Ja, glaub ich.
Mhm. Gut. Übrigens hab ich noch eine lustige Anekdote zu deiner Geschichte, die steht noch hier auf meinem Skript zum Glück, weil Du vorhin gesagt hast, ich hab denen die Ausbildung gemacht. Ich weiß aber ehrlicherweise aufgrund der vielen Informationen nicht mehr ganz genau, welche das war, aber ich fand sehr, sehr lustig in deiner in deinen Unterlagen, dass Du geschrieben hast, ich hab dieses Coaching, diese Coachingausbildung gemacht bei der Fernuni Hagen. Und ich finde deswegen lustig, weil ich auch eine Ausbildung gemacht hab bei der Fernuni Hagen.
Nach meinem normalen Studium habe ich noch mal irgendwie was draufgesetzt, irgendwas Marketingspezifisches damals und ich fand das immer peinlich. Ich hab bin da, ich glaube, das ist das 1. Mal, dass ich das öffentlich sage. Ich hab hier son Diplom hängen von der Fernen Uni Hagen richtig unterschrieben und so. Und da hab immer so nachher gedacht, irgendwie war mir die Fernuni Hagen peinlich.
Und Du hast sozusagen bei mir jetzt den Knoten gelöst, dass ich denke, okay, wenn Markus Tiroch da eine Ausbildung gemacht hat, dann dann dann werd ich das jetzt auch offen kommunizieren. Also ich finde das ich finde das überhaupt nicht peinlich, denn es ist die Fernuniversität, die ist akkreditiert. Also das das ist eine 1 Art und Weise des des Lernens. Es ist vielleicht 'n bisschen oldschool mit mit viele Dinge, die Sie damals gemacht haben oder so was, aber es ist eine akkreditierte Universität. Also warum sollte Genau.
Ich hab auch 'n akkreditiertes Diplom, aber ich sag dir, warum ich's peinlich fand. Und das ist jetzt 'n bisschen, ja, wie soll ich denn sagen, überheblich vielleicht oder so. Aber ist mir egal jetzt an der Stelle. Ich hatte ja zu dem Zeitpunkt gearbeitet, hatte schon eine Ausbildung gemacht, hatte schon 'n Studium abgeschlossen, ja. Und hab dann noch das bei der Fernuni gemacht.
Und ich hab 90 Prozent der Zeit gedacht, Leute, wie brav ist das hier? Ja, also ich hatte mich quasi son bisschen geschämt, dass ich für das, was ich da abgegeben hab, nachher 'n Diplom bekommen hab, ja, und fand das immer irgendwie son bisschen Aber Du hast jetzt diesen Knoten bei mir gelöst. Das ist gut und ich hab das deswegen reingeschrieben, weil es tatsächlich bei mir ein Wendepunkt ist. Das hat gar nichts zu tun, dass oder Nee, das ist ein, es markiert einen Wendepunkt, denn das war 2015, glaub ich. Dort habe ich kurz vorher habe ich beschlossen, dass ich mich und mein Business, also Coaching, digitalisieren muss.
Mhm. Ich war mit 1 ich war mit der Telekom auf 1 Roadshow und diese Telekom Manager haben dort jedes waren 5 oder 6 Abende, haben die jedes Mal für den Mittelstand über die Digitalisierung gesprochen. Und ich hab natürlich einfach, weil ich da bei saß und weil ich's moderiert habe, ganz viel mitgenommen. Und habe mich halt gefragt, wie digitalisier ich denn mein mein mein Business? Weil es war ganz offensichtlich nötig, weil die Telekom hat ja gesagt, Leute, ihr müsst euer Wissen digitalisieren, sonst seid ihr nicht zukunftsfähig.
Und da ich wusste, ich muss noch lange arbeiten, hab ich halt angefangen, mich damit auseinanderzusetzen. Das fand ich tatsächlich eine ganz schlaue Idee. Bin dann auf das Thema Onlinetraining gekommen, hab dann nach 1 Aus- und Fortbildung gesucht und hab die bei der Fernuniversität Hagen gefunden und wurde dort als zum zertifizierter E-Trainer. Und hab da tatsächlich einiges gelernt, was ich später gut gebrauchen konnte. Und das war für mich dann auch der Zeitpunkt, wo ich mit meinem ersten Podcast angefangen habe 2016.
Und da begann für mich eben diese komplette Online Digitalzeit, die ich ja für mich sehr erfolgreich vorangetrieben habe und mit der ich mich bis heute wahnsinnig wohlfühle. Das heißt, da hab ich mich im Grunde noch mal neu erfunden. Und deswegen war das für mich so ein besonderer Moment. Klassische Customer Journey für die Fernuni Hagen in zu der Zeit, die hast Du komplett durchlaufen. Also Gratulation an die Fernuni Hagen.
Ihr wart im richtigen Moment sichtbar. Ja. Jetzt ist tatsächlich der Abschluss dieses Podcasts für mich der schwierigste Teil dieser Moderation. Warum? Weil wir haben so wahnsinnig viele Dinge nicht besprochen.
Ich würde auch gerne jetzt noch mal ganz kurz auf deinen aktuellen Status eingehen, weil ich ja auch weiß, dass Du Fragen in die Zukunft nicht magst. Also ich frag die Menschen normalerweise, wo steht Markus in 5 Jahren oder so, aber Du hast ganz klar auch in deinem Briefing drinstehen, Visionen und so was hab ich aus bestimmten Gründen nicht mehr. Das kannst Du gerne auch noch mal erklären. Ich habe in meiner Karriere hatte ich mir immer bestimmte Dinge vorgenommen, die ich erreichen wollte. Als ich damals beim Fernsehen war, gab's schon am Anfang meiner Fernsehzeit haben die Kolleg*innen gewettet.
Wie lange dauert das, bis irgendwie ARD oder RTL kommt und uns diesen Markus hier wegschnappt, weil der ist ja so toll. Und da hab ich mich drauf gefreut und dachte so, ah, super, jetzt werd ich berühmt und reich und bekannt und werde sozusagen das, was Kai Pflaume vielleicht heute ist, keine Ahnung. Oder Biolek damals war, Anyway. Und wollte das, das war mein erklärtes Ziel. Ich wollte ein ganz berühmter, bekannter deutscher Fernsehmoderator werden mit all Vorteilen und Privilegien, die sich dadurch ergeben, auch Geld.
Das hab ich nie erreicht. Und zwar bin ich immer ganz kurz davor gescheitert. Es gab viele Castings, es gab Gespräche, es gab Verträge, es gab Produktionen, es gab alles Mögliche. Und kurz bevor es dann passieren sollte, war's zu Ende, immer und immer wieder. Das hat mir wahnsinnig zugesetzt.
Das hat mir richtig wehgetan natürlich auch, Bis ich irgendwann dann so sauer war auf diese scheiß Fernsehbranche, dass ich gesagt habe, sorry, jetzt hör ich auf, ich hab keinen Bock mehr drauf. Ich mach das Theater nicht mehr mit. Wenn jemand mit mir noch zusammenarbeiten möchte, dann kann er mir Bescheid geben und dann können wir das machen. Aber dieses Thema mit ich ich tanz hier irgendwo vor, findet nicht mehr statt. Ich habe mir auch andere Dinge beruflich vorgenommen, die ich nicht erreicht habe, die ich immer wieder nicht erreicht habe.
Und dann hab ich irgendwann gedacht, das frustriert dich doch alles so sehr. Wenn Du dir etwas vornimmst und erreichst es nicht. Und gleichzeitig erreiche ich aber viele andere tolle Dinge, die ich mir aber nicht vorgenommen habe. Also warum soll ich mich denn nach, also warum soll ich mich weiter künstlich sozusagen unter Druck setzen und verletzen? Hör ich doch auf, mir Dinge vorzunehmen.
Mhm. Also nehm ich mir keine Dinge mehr vor. Also frag ich dich auch nicht, wo Du in 5 Jahren bist, weil Du noch sozusagen kein Ziel definiert hast für in 5 Jahren. Wärd ich auch nicht. Mhm.
Da kann morgen etwas kommen und ich würde sagen, cool, mach ich. Nehm ich mit. Vielleicht kommt's auch nicht, aber es ist nicht wichtig. Was ich gerne noch machen möchte, ist, dass Du mir kurz beschreibst und vor allen Dingen den Leuten draußen, was für Wunschkunden Du hast. Wer kommt zu dir?
Wen möchtest Du weiterhelfen? Wer ist dein optimaler Coachee? Ich hab ja unterschiedliche Angebote. Einmal helfe ich Menschen wie uns als Podcaster*innen, bessere Interviews zu führen, bessere Podcasts zu machen. Und ich helfe anderen Menschen, auf der Bühne zu stehen und dort zu performen als Moderator oder als in den Vortrag zu halten.
Nein, das kommt drauf an. Ich wünsche mir Menschen, die einfach mit Leidenschaft unterwegs sind, die richtig intrinsisch Lust auf das, was sie machen haben, die nicht nur irgendwie Sales orientiert sind. Also von die dürfen gerne erfolgreich sein, dürfen auch gerne viel Geld verdienen. Aber das darf nicht so der 1. Punkt sein, sondern es muss etwas anderes gehen.
Und die sich entwickeln wollen, die weitergehen wollen als das, was sie bisher gemacht haben, die Neues ausprobieren wollen, die lernen wollen und die Spaß auf Menschen haben. Das sind meine Traumkunden. Ihr habt's gehört und ihr findet ihr findet Markus überall. Letzte Frage zu dem gesamten Themenkomplex, den wir bis jetzt besprochen haben. Gibt's irgendwo eine Destination und ich gestehe damit mit dieser Frage, dass ich's nicht weiß, dass ich's nicht recherchiert habe, gibt's irgendwo eine Destination, wo man deine Vita in Summe irgendwie nachlesen kann?
Gibt's eine Marcus Terrok d e oder oder wo erfährt man mehr über dich? Ah, okay. Also ich würde sagen, einfach Google fragen, dann gibt es viele, viele Quellen. Meine Hauptquelle oder mein Haupt zu Hause ist meine meine normale Homepage. Entweder t-rock d e oder t-rock minus Training Punkt d e.
Ich bin aber genauso auf LinkedIn oder auf Instagram vertreten oder so was wär, Burkard, hört in Podcast Interviewhelden rein. Gibt so viele Möglichkeiten, einfach mal auf die, mal gucken, wo man mich trifft. Die besten und detailliertesten Informationen über dich hab ich tatsächlich bei Perplexity bekommen. Ah. Viele Bilder, eine genaue Vita Beschreibung, die exakt mit deiner übereingestemmt hat.
Also das fand ich sehr beeindruckend. Ah, okay. Das würde ich gerne mal selbst perplexen. Meine Kinder sagen, Papa, ich hab das kurz perplex. Ist eine gute Idee, weil ich hab mich nämlich als Erklärung für alle, die fragen, wieso hat Wolfgang so häufig irgendwie diese Materialien zitiert?
Ich weiß ja als als Interviewer, dass die Grundlage für 'n Interview ist, dass man einfach richtig gut Bescheid weiß. Und weil ich nun keine Person des öffentlichen Lebens bin, wo's einfach so offensichtlich viele Dinge irgendwie gibt, hab ich gedacht, schreib ich ihm halt so die wichtigsten persönlichen Dinge zusammen, weil wir ja ein Interview oder ein, das ist kein Interview, weil wir ein Gespräch geführt haben, was eben über ganz viele private Sachen geht. Und diese privaten Sachen kann man im Netz eigentlich nicht finden. Das war der Grund, weil ich dir das Leben leichter machen wollte und mir ein schönes Gespräch gönnen wollte, dass ich dir ein ausführliches Briefing Dokument geschickt habe. Ja, das da danke ich dir auch für und ich weiß, ich hab's zu oft zitiert, aber ich bin auch sehr beeindruckt davon, muss ich sagen.
Und ich werde das auch definitiv noch mal lesen. Also ich hab mir angewöhnt, meine Materialien für die einzelnen Folgen akribisch abzulegen, aber wirklich nach der Folge auch abzulegen und dann erst mal 'n Stück Abstand zu nehmen. Aber deine deine Unterlagen, die ich jetzt wieder erwähne, die werde ich noch mal lesen, ganz einfach, weil sie so toll sind. Die lesen sich Ach so. Schon sehr autobiografisch und deswegen bin ich mir noch nicht sicher, ob's Markus die Autobiografie nicht doch irgendwann mal gibt.
Wenn sie in dem Stil wäre, ein Einkäufer hättest Du. So, vorletzte Frage, mein Lieber. Du darfst in deinem Lebensumfeld, also direkt auf der größten dir nahen Kreuzung, darfst Du mitten drauf oder Kreisel, darfst Du mitten drauf 'n Schild stehen, das stellen, das leuchtet, was steht da in Leuchtbuchstaben 4 Wochen lang drauf? Du weißt es, oder? Lebt in Liebe?
Lebt lebt in Liebe? Ich würde nur Liebe. Ich würde einfach Einfach nur Liebe. Liebe. Ja.
Danke. Liebe. Gut, dann bin ich, oh, da bin ich froh, dass ich das jetzt richtig gemacht hab. Okay, letzte Frage, mein Lieber. Und dann sind wir tatsächlich durch und ich bin wieder bei der normalen Länge.
Aber ich weiß, eher da draußen, dass ihr das mögt und auch den den Podcast in mehreren Episoden hört. Und ich liebe das, wenn ihr mir dazu Feedback gebt, also gerne Feedback geben. Letzte Frage an dich, Markus. Bevor Du die letzte Frage stellst, schon bei deiner Anmoderation wollt ich das sagen, Also an alle, die uns hören und alle alle, die vor allen Dingen diesen Podcast von Wolfgang hören, ich finde das ja immer cool, wenn Leute Podcasts teilen, einfach auf den sozialen Medien und sagen, hier hab ich 'n tolles Gespräch gehört. Ich hab zum Beispiel dieses schöne Gespräch mit Gordon und auch mit der Barbara Lempel gehört und hab das auch geteilt.
Und ich finde das wichtig, solche Episoden zu teilen und Freundinnen davon zu erzählen, weil nur so verteilen sich eben auch so tolle Podcastformate. Also da draußen, egal welche Folge, einfach mal auf Social Media teilen, bisschen was drüber schreiben. Das bringt den Podcast voran. Und jetzt, Wolfgang, darfst Du mir auch gerne die letzte Frage stellen. Danke für diesen Shoutout.
Hast Du völlig recht, müsst ich auch mehr machen. Ja, die letzte Frage lautet, gibt's noch 'n Mensch aus deiner Vita, gibt es eine oder mehrere Menschen aus deiner Vita, von denen Du sagst, die musst Du mal 'n Podcast einladen? Ich mein, Tom Cruise und Peter Ostinow, gut, Peter Ostinow, ziemlich schwierig, aber Tom Cruise und alle anderen werden wahrscheinlich nicht zu mir kommen. Aber gibt's 'n Menschen, wo Du sagst, das ist eine spannende Vita, lad den mal in deinen Podcast ein? Ich weiß nicht, ob's eine spannende Vita gibt.
Es gibt aber einen Menschen, den ich so im Bereich Social Media total cool finde. Und das ist der Daniel Zoll. Einfach denn, so ist sein sein Namen auf Instagram oder so was, ist ein 1 junger Mann. Ich vermute, Daniel ist irgendwie so Mitte Mitte Ende 30. Und der hat eine so beeindruckende Art und Weise und der macht es so toll beeindruckende Art und Weise und der macht es so toll, macht einen so tollen Job.
Und ich glaube, dass der was Spannendes zu erzählen hat. Cool. Ja, auf jeden Fall kommt der auf die Liste. Dann dank ich dir ganz herzlich. Ich dank dir für die tolle Vorbereitung, für das tolle Gespräch, für die Gänsehautmomente und für diesen Podcast.
Und ich hoffe, ja, keine Ahnung, deine Ziele kann ich ja nicht sagen. Ich hoffe, Du, ich glaube, Du gehst jetzt demnächst in Urlaub oder hast irgendwie eine freie Zeit. Stimmt das? Nee, egal. Dann hoff ich einfach nur, dass es dir gut geht, dass es Emma gut geht, dass es euch gut geht und dass ihr ganz viel Liebe erlebt.
Vielen Dank, Wolfgang, für die schönen Fragen. Sehr gerne. Mach's gut, Marcus. Und ihr draußen auch. Tschüs.
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