Chemie & IT | Torsten Beyer | BTS #17
Worum es geht
In dieser Folge von 'Behind the Story' spricht Wolfgang Jung mit Dr. Torsten Beyer über dessen Weg vom promovierten Chemiker zum Pionier für digitale Nachhaltigkeit. Torsten erzählt von seiner persönlichen Heldenreise – von der Gründung einer eigenen Internetberatung bis zu seinem Engagement bei Web4Nature. Ein Gespräch über Karriere, Wandel und die Verbindung von Chemie, IT und Nachhaltigkeit.
Autor: BTS - Behind the Story
Zu Gast
Dr. Torsten Beyer ist Gesprächspartner der Folge und geht gemeinsam mit dem Host der Frage nach dem CO2-Verbrauch im Internet nach.
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen zur Ausgabe Nummer 17 von behind the story. Auch heute hab ich wieder einen tollen Gast bei mir am digitalen Lagerfeuer sitzen und möchte mit diesem Gast zusammen son bisschen seine persönliche Heldenreise, seinen bisherigen Werdegang beleuchten mit Höhen, mit Tiefen, mit Zielen, mit Herausforderungen, mit Erfolgen, mit all den Dingen, die dich vielleicht interessieren, damit Du am Ende für deine nächste Entscheidung vielleicht eine kleine Hilfe hast. Darum geht's in diesem Podcast. Natürlich auch darum, den Gast ein bisschen näher kennenzulernen. Ja, wenn Du nachher eine Idee hast, was ich besser machen könnte oder wenn Du mir eine Bewertung geben möchtest oder wenn Du eine Anregung hast, dann meld dich doch einfach bei mir.
Ich freu mich immer sehr über Feedback. Mein heutiger Gast ist Doktor Thorsten Beyer. Thorsten und ich sind uns schon an ein, 2 Events über den Weg gelaufen, zuletzt in Würzburg beim EO Search Summit. Und ich freu mich, ihn heute hier zu begrüßen, denn er ist hat 'n sehr spannenden Lebenslauf, wie ich finde. Er ist promovierter Chemiker und 'n echter Pionier im Bereich der digitalen Nachhaltigkeit, also was Webseitenoptimierung, c-o-zwei-Reduktion und so weiter angeht.
Und er hat 'n sehr spannenden beruflichen Weg, denn schon neunzehnhundertachtundneunzig gründete er die Doktor Bayer Internetberatung. Und damit hat er, ich glaube, son bisschen den Grundstein für seine heutige sehr, sehr große IT Expertise auch gelegt. 2001 folgte dann das Onlinelabormagazin Analytic News, das inzwischen nach meinen Recherchen über 34000 Leser im deutschsprachigen Raum erreicht. Als Leiter der digitalen Kommunikation bei bei Kaparol sammelte er dann wertvolle Erfahrungen in einem großen Unternehmen. Und 2022 war er dann schließlich der Mitbegründer von Web for Nature.
Ich glaube, da hat er noch mal unter Beweis gestellt, dass er 'n sehr innovativer und auch sehr wandlungfähiger Mensch ist. Er ist nicht nur Berater für kleine ist. Er ist nicht nur Berater für kleine und mittelständische Unternehmen, sondern Thorsten ist auch Buchautor des Buches nachhaltige Websites aus dem Springer Verlag. Er ist Keynote Speaker, er ist Podcaster. Ja, er macht wahnsinnig viele Sachen.
Mit seiner Initiative Web for Nature vereint er Onlinemarketing, SEO, Programmierung und wissenschaftlichen Zugang zu 'nem digitalen Purpose. Und das find ich halt megamegaspannend. Deswegen genug der Vorrede. Ich sag herzlich willkommen bei mir am digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei Behind the Story.
Herzlich willkommen, Thorsten Beyer. Ja, hallo Wolfgang. Ich freu mich, heute da zu sein. War die Anmoderation in etwa richtig? Ja, das ist immer schwierig.
Du wirst ja auch oft gefragt, wenn Du unterwegs bist, erzähl mal so deinen Lebensweg. Und dann musst Du das immer in 'n paar Sätzen machen. Und deswegen haben wir heute auch mal Gelegenheit, weniger über fachlich Inhaltliches zu reden, sondern über die Story dahinter. Und deswegen hab ich da auch gerne zugesagt, weil solche Interviews geborene ich eher selten. Sehr schön.
Genau. Bei mir geht's meistens nicht so ins Fachliche. Wobei ich glaube, Ökologie ist ja 'n Ding, was uns sowohl privat wie geschäftlich bewegt und berührt und betrifft an uns alle, deswegen werden wir's nicht ganz ausklammern. Ich will's auch gar nicht ganz ausklammern, aber es natürlich, zunächst mal geht's, und da hast Du völlig recht, dich als Menschen. Wie ist der Weg vom Chemiker hin zu dem Punkt, an dem Du jetzt bist?
Ja, mein Lieber, wo erreich ich dich grade? Und wo bist Du und wie geht's dir? Ja, gut, ich sitze hier im schönen Ober Ramstadt. Da bin ich ja als Exil Saarländer so vor ungefähr 20 Jahren beruflich hin verschlagen worden. Ich mein, die Zuhörer sehen jetzt nicht, ich sitz hier in meinem im Bücherzimmer meiner Frau, weil für Podcaster, das wissen wir ja, ist das eine gute Umgebung und da musst Du dich nicht in den Schrank setzen oder komische Kästen bauen.
Da hast Du eine gute Akustik, wenn Du 'n gutes Mikrofon hast und deswegen ist das immer das bevorzugte Objekt für Aufnahmen. Und ja, mir geht's gut. Ich bin immer voller Tatdrang und Energie und hab sowieso eine sehr spannende Woche im Moment. Einmal das Gespräch mit dir Und dann ist heute bei Golim mit mir 'n Podcast erschienen und da wird auch noch 'n Interview, 'n langes Erscheinen die Woche hier. Und das ist natürlich eine relativ schöne Sache, dann wirklich bei den IT Spezialisten auch mit meinem Thema mal zu landen, weil die das eher auch noch nicht so aufm Schirm haben.
Mhm. Also Du bist Exil Saarländer, spannend, wusste ich nicht. Ja. Und insofern kommen wir aber doch grade und das passt ja auch, gerne mal zum zum Beginn deines Bewusstseins sozusagen. So sag ich's immer gerne, denn man hat ja nicht mit ein, 2 Jahren hat man keine, zumindest die wenigsten Leute, eine bewusste Erinnerung.
Aber erzähl doch mal son bisschen, wo bist Du aufgewachsen? Und was mich immer interessiert und für dich gilt natürlich, wie für alle anderen Gäste auch, bitte immer nur die Fragen beantworten, die Du merkst. Ich frag einfach mal, aber ich akzeptiere immer auch nein natürlich. Aber die Frage wär schon, welche berufliche Ausrichtung oder Prägung hatten deine Eltern? Was war so das Umfeld, in dem Du aufgewachsen bist?
Ja klar, gerne. Also ich komme, wie gesagt, Exil Saarländer. Das Saarländische hört man jetzt nicht mehr so an. Aber wenn ich andere Saarländer irgendwo treffe, wir erkennen uns immer an son paar sprachlichen Kanten. Zum Beispiel sagt der Saarländer, ich habe kalt.
Ich habe kalt. Ja, Du sagst, mir ist kalt. Ja. Da sag ich immer, Du sagst aber auch nicht, mir ist Hunger. Und jetzt kommen wir in die Logik.
Da sagst, Du hast Hunger. Deswegen, da erkennst Du jeden Saarländer immer dran mehr. Ja, aber kalt. Dann weißt Du, Du hast mit dem Saarländer zu tun. Oder vielleicht auch mit 'nem Reinhard Pfälzer, aber also ich komme her, ich mein, Schengenraum.
Wir haben ja jetzt ja grade auch 'n aktuelles Thema. Wir reden über den Schengenraum und der Ort Schengen ist son winziges Kaff am Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Luxemburg. Mhm. Das ist ungefähr 15 Kilometer oder 20 Kilometer entfernt, wo ich aufgewachsen bin. Der Ort heißt Brotdorf.
In der Nähe ist auch noch 'n bekannte Industriewerk, also Willer Roy und Boch. Von dem Geschirr hat jeder von uns schon mal gegessen. Auf dem WC hat jeder auch schon mal sein Geschäft verrichtet. Das ist alles V und B Ware, das ist ja auch 'n weltbekannter Konzern und das ist ganz nah bei mir die Ecke. Ich bin dort neunzehnhundertachtundsechzig geboren.
Mhm. Das heißt, schon 'n paar Jahre alt oder jung oder hab schon eine Menge Lebenserfahrung gesammelt. Mein Vater war Beamter, Postbeamter. Meine Mutter, die hat dann auch eine Ausbildung gehabt. Und ich war dann so der 1.
In der Familie, der dann auch 'n Studium angestrebt hat, weil mein Vater hatte auch Abitur. Das war der 1. Der Familie, der Abitur hatte. Und ich war dann so der Vorreiter, der auch dann so der Vorreiter, der auch dann Abitur gemacht hat. Hab dann auch schon in der Zeit natürlich meinen ersten Computer gehabt.
Das war so in den Anfang der Achtzigerjahre. Der Commodore 64 ist ja dir sicher noch 'n Begriff. Auf jeden Fall. Den Jüngeren wahrscheinlich nicht unbedingt mehr, aber das war son erster Einstieg oder Zugang zu Computern. Der Brotkasten.
Genau, der Brotkasten, der wurde ja grade 40 Jahre alt letztes Jahr. Und da haben die, glaub ich, auch das Heft noch mal mehr aufgeleben lassen. Es gibt, glaub ich, heute noch Nerds, die mit dem Ding immer noch irgendwas veranstalten. Mhm. Weil das hat passt auch sehr gut zu meinem Thema, weil Du musstest ja damals mit 64 Kilobyte Arbeitsspeicher auskommen.
Heute schaffst Du's fast nicht mehr, eine Mail mit 64 Kilobyte zu verschicken. Da hast Du nur 'n Bild im Footer, ist die schon größer. Da sieht man mal, wohin wir uns dann dann entwickelt haben. Da hab ich gesagt, da bin ich schon mit dem dem Rechner in Berührung gekommen und hab dann aber später nicht Informatik studiert, was man dann denken könnte. Das Fach war damals noch relativ neu, sondern hab mich für die Chemie entschieden, weil das ja auch 'n Thema ist, was auch sehr nah an der Umwelt ist.
Chemie hat natürlich immer 'n sehr negatives Image. Wir sagen ja immer, da Chemie drin wie was schlecht ist. Sag, überall ist Chemie drin, sonst bist Du im Vakuum. Deswegen ist das immer die Frage, was die Leute daraus daraus machen natürlich. Und hab das dann gewählt, weil das für mich das Greifbarere war, bin aber im Studium dann immer mehr auch Richtung Informatik abgedriftet.
Ich war dann auch immer der dort, der sich die Rechner gekümmert hat, weil 'n Chemiker, der will ja normalerweise Experimente machen. So die die Klischees, die man dann kennt oder die farbigen Flüssigkeiten, die Du immer siehst. Also wir haben meistens nicht mit farbigen Flüssigkeiten zu tun. Und oft riecht das auch gar nicht so angenehm, aber im Fernsehen ist Chingy immer irgendwie mit farbigen Flüssigkeiten in Kolben verbunden. Und ich war immer der, wenn ich 'n weißen Kittel anhatte, dann haben die Leute immer Angst bekommen da, oh, Thorsten hat 'n Kittel an, bringt euch in Sicherheit, weil das ist so der Theoretiker und der der Nerd.
Aber ich musste natürlich auch im Praktikum oder was praktisch arbeiten, aber meine Doktorarbeit, die ich dann irgendwann gemacht hab, das war dann auch 'n rein theoretisches Thema. Ich hab dann aber immer nur Berechnungen, Simulationen angestellt mit für die damalige Zeit superleistungsfähigen Rechnern. Gut, würde man heut lachen, aber wenn ich heut son NVIDIA Teil hätte, son Super Prozessor, die Elon Musk in seinen Rechenzettel verbaut hab. Das kann man so ungefähr vergleichen, wenn Du da Anfang der Neunzigerjahre bist. Und so war so im Prinzip der Start im Kurzdurchgang, bis ich dann 'n Studium abgeschlossen hatte.
Also Grundschule, Abitur, Studium hast Du da relativ straight durchgezogen. Ist dir auch mal richtig was die Ohren geflogen so als Chemiker? So, weil weil Vorsicht, Thorsten hat 'n Kitchen an. Nee, also ich weiß noch, ich hatte mal, das war, damals gab's ja noch Quäcksilberthermometer. Mhm.
Und da gab's son richtig großes und das ist mir in 'nem Praktikum dann mir hingefallen, da war's natürlich kaputt und dann musste natürlich alles sofort den ganzen Saal räumen, weil Quecksilberdämpfe sind ja nicht so gesund. Und ich mein, als Chemiker ist es auch so, also eigentlich bin ich schon fast tot, weil die durchschnittliche Lebenserwartung damals hat man gesagt, fürn Chemiker ist 57 und Du rätst jetzt, wie alt ich bin. Also es ist gut, dass dieses Interview vielleicht noch führen. Aber wie gesagt, das war damals, da war im Praktikum natürlich auch noch, Du warst ja immer auch angewiesen auf deinen Nachbarn, dass der jetzt nicht Du warst ja immer auch angewiesen auf deinen Nachbarn, dass der jetzt nicht irgendwas gemacht hat oder giftige Sachen dann dort verstreut hat und Quecksilber, da war immer dann 'n Problem. Und das ist mir wirklich mal runtergefallen und das war dann nicht so nett, aber deswegen war ich dann eher der Theoretiker, da konnte mir da nix mehr runterfallen, ne.
Genau, das wollt ich grade sagen, auch bei der Lebenserwartung. Du bist ja eher der Theoretiker. Ja, genau. Ist mir wenn's wie das nicht so schlimm. Ist nicht so gefährlich, wie wenn Genau.
Keiner dir runterfällt, ne. Ja, cool. Ja, danke, Thorsten. Das war schon mal sehr unterhaltsam, find ich. Okay, Eltern sozusagen, aber überhaupt keine Naturwissenschaftler und auch nicht so jetzt speziell irgendwie im Ökosegment unterwegs?
Oder sagst Du eher, Du bist so auch geprägt in die Richtung gewesen? Nee, ich war irgendwie schon immer so der Einzelgänger. Oder wenn Du halt der 1. Bist, der irgendwas macht, ich mein, nach mir, mein Bruder hat auch 'n Studium abgeschlossen und promoviert. Der ist aber der Informatiker dann geworden.
Ah, okay. Der hat dann, wir haben früher am c 64 zusammen dann unsere ersten Experimente gemacht. Er ist aber 7 Jahre jünger als ich und hatte auch viel mehr drauf in Sachen Programmierung. Aber wie gesagt, es gab halt die Vorprägungen nicht und es war natürlich für meine Eltern erst mal 'n Schock, als ich gesagt hab, ich will jetzt nicht eine Beamtenkarriere anstreben. Das hätte man ja dann gedacht.
Ich hätte ja auch gute Beziehungen dann gehabt und damals konntest Du ja auch noch Beamter werden. Da könnt ich jetzt schon wahrscheinlich fast in Rente gehen. Oder mein Vater wurde auch mit, ich glaub, 57 oder 58 dann in Pension dann geschickt, weil die dann über die Leute loswerden wollten. Und er ist jetzt schon Jahrzehnte dann Pensionär, aber da will ich jetzt noch ist jetzt schon Jahrzehnte dann Pensionär, aber da will ich jetzt noch nicht hin aufs alten Teil. Ich fühl mich eigentlich immer noch jung und in voller voller voller Tatenkraft, ne.
Voller Innovationskraft, so hab ich Oder Innovationskraft. Ja, wie gesagt, das war jetzt erst mal 'n Schock für die. Aber die haben dann auch das unterstützt, haben gesagt, gut, wenn Du Chemie studieren willst, verstehen wir zwar gar nicht, weil was machst Du dann später? Oder Du musst ja auch dann weg aus dem schönen Saarland, weil im Saarland haben wir nicht viele Arbeitsplätze für Chemie für Chemiker. Wir haben da Gut, wir hatten damals noch Bergbau, die brauchen ja auch 'n paar Chemiker.
Es gibt natürlich immer Untersuchungsämter. Oder wir haben Fresenius so mit Farmer, ist auch noch 'n bisschen Chemie. Aber der nächste gelegene Arbeitgeber wär eigentlich BASF in Ludwigshafen gewesen, so Mhm. Größere. Aber ich hab das halt gemacht und gedacht, nee, das interessiert mich.
Und dann haben die gesagt, gut, Du hast einen Schuss frei, wir unterstützen das. Und ich hab's dann halt auch in 15 Semestern durchgezogen bis zur Promotion, was ziemlich schnell war, weil damals war's noch nicht so wie heute. Heute ist ja das Studium mehr wie Schule. Dir verfallen dann Scheine, wenn Du irgendwas nicht machst. Und das ist halt einerseits schön, weil dann Leute, die einen brauchen, der sie an die Hand nimmt, die kriegen dann Hilfe.
Zu meiner Zeit war es so, ich könnte mich jetzt auch noch zu irgend 'ner Prüfung anmelden, wenn ich wollte. Da waren gar keine Fristen und ich hab's aber dann trotzdem durchgezogen. Und ich hab dann auch was ganz Verrücktes damals schon gemacht. Ich hab meine letzte Prüfung fürs Diplom auf meinen Geburtstag gelegt. Und ich hab da, ich konnte das selber festlegen.
Aha. Und nach der Prüfer konnte das gar nicht verstehen. Und da hab ich ihm gesagt, ja gut, ich hab heute wenigstens einen Grund zum Feiern. Ich hatte natürlich 2, das war dann so 'n Scherz, aber der konnte das nicht verstehen, wie man freiwillig an seinem Geburtstag gesagt hat, wir machen das heute Morgen. Heute Abend gehe ich feiern, so oder so.
Und das konnte man damals halt so steuern und das war dann son son Gag, den man dann sich selber machen konnte. Ich hab gesagt, ich wollte bis dann und dann wollte ich den Abschluss haben, das war mein fünfundzwanzigster Geburtstag, da wollte ich das abgeschlossen haben. Und das hat dann auch so hingehauen, aber konnte der nicht verstehen. Aber beim Geburtstag hatte ich schon öfter komische Erlebnisse. Unser Tag 42 des Jahres liegen, das ist ja auch son nerdiger Tag, also der 11.
2.. Ach, das wissen wir, ja. Deswegen nehme ich das natürlich Das wissen wir, ja. Immer gern mit, genau und deswegen spiele ich damit auch immer son bisschen. Da kannst Du ja geniales Storytelling mitmachen, ja.
Genau. Und ich glaube, ich glaube ja auch, dass Du 'n sehr auch gewiefter Psychologe warst schon mit 25, weil Du genau wusstest, die die die Barriere 1 Prüfers, dich durchfahren zu lassen an deinem Geburtstag Ja. Die ist natürlich noch mal deutlich höher, ne? Ja. Insofern hattest Du noch 'n kleinen Bonus an der Stelle, Georg.
Ja, kann sein, aber ich bin, das klingt jetzt vielleicht überheblich, aber noch nie in meinem Leben durch irgend eine Prüfung gefallen. Auch nicht durch die Fahrprüfung noch nie. Ist mir nicht Woran liegt das? Meinst Du, Du kannst dich einfach unheimlich gut fokussieren? Oder liegt's da an der Ja, gut, damals wenn man das gemacht hast, was Du wolltest?
Oder oder woran liegt's? Gut, ich hab dann natürlich, ich muss sagen, ich war 'n fauler Sack in der Schule, geborene ich zu. Deswegen war Mathematik immer mein Lieblingsfach, weil da musstest Du nur was verstehen und dann musstest Du nix mehr lernen. Nicht so wie Geschichte, Erdkunde, sonst was. Und Leute, die Mathe versuchen, irgendwas auswendig zu lernen, die haben natürlich 'n Problem, ne, weil die dann da kommt eine kleine Abwandlungen und dann waren dann die Naturwissenschaften und Informatik auch immer mein Thema.
Da konnte ich halt das war dann gut für faule Leute, die froh waren, wenn sie was verstanden hatten. Dann haben die das als Hobby gehabt und ich hab Zeugnisse, da war Mathe die beste Note. Dann siehst Du schon, da muss 'n komischer Typ sein, aber das ist eher Und ich weiß nicht, wie das bei dir war, aber war Mathe die beste Not Ich gehörte eher zu der Fraktion, der versucht hat, das auswendig zu lernen. Ja, genau, ne. Dann aber wie gesagt, dafür hatt ich dann andere Defizite.
Sprachen waren nicht so meins. Ich musste dann Latein lernen oder Franz Oder denken ja immer alle Leute, jeder Saarländer könnte super Französisch. Ja, genau. Das stimmt gar nicht. Also ganz furchtbar.
Wir reden dann Dialekt. Ah. Dann verstehen wie den Elschemann. Dann verstehst Du kein Wort mehr, aber ich versteh mich mit den Elsessern. Ja.
Also die Saarländer, die sind ja letztlich am am Ende hauptsächlich ans Herz gewachsen wegen Heinz Becker, ja. Genau, genau. Diese Serie, ja und diesen Dialekt, Ayo, Geford. Und ja, aber ich hatte auch schon früh Kunden im Saarland. Also tatsächlich in Saarbrücken und so waren wir öfter mal.
Und das war schon eine sehr schöne, ist eine sehr schöne Gegend und es ist eine sehr spezielle Mentalität Menschen. Aber ich mag das eigentlich. Also Ja. Komm ich komm ich gut klar, besonders mit Exilsarländern. Ja gut, wir waren ja auch schon mehrfach zu Frankreich gehörig.
Und über eine Volksabstimmung haben uns ja auch mal entschieden, gut zum Dritten Reich beizutreten. Das war der dunkle Teil. Aber der Wutethaier war ja neunzehnhundertfünfundfünfzig war das, glaub ich, als das Saarland dafür gestimmt hat mit 92, zu 8, dass wir zu Deutschland, nicht zu Frankreich gehören wollen. Wir waren ja immer das jüngste Bundesland, da hat der Osten uns irgendwann 'n Strich durch den Rechten gemacht. Seit seit 89 gilt das nicht.
Genau, das gilt dann nicht mehr. Das eine mag, aber es gibt halt noch 'n paar andere Dinge, für die diese Länder bekannt sind. Jetzt würde ich gerne noch mal, jetzt sind wir ja sehr sehr relativ flott, bis zu deinem fünfundzwanzigsten Lebensjahr durchgechattet sozusagen. Find ich aber schön, dann hast Du auch sehr eloquent erzählt. Trotzdem würde mich noch mal eine Sache interessieren mit Blick auf deine heutige Tätigkeit.
War war in deiner Jugend, in deiner, ja, in deiner Jugend, in deiner frühen Erwachsenenphase Ökologie auch schon 'n Thema, weil das hatten wir jetzt ja so gar nicht. Also Chemie Promotion, Chemiestudium, Chemie Promotion hat natürlich immer auch mit Natur zu tun, das weiß ich. Aber ich meine jetzt so wirklich schon diese Orientierung zu sagen, wir müssen auf die Erde aufpassen, wir müssen unseren c-o-zwei-Ausstoß reduzieren und so weiter. Ich blick so, wir sind ja ungefähr gleich alt, also ich bin ja älter als Du. Normalerweise sag ich an der Stelle immer, ich könnt dein Vater sein und deine Mutter Ja.
Wohl hätte. Das stimmt jetzt bei uns beiden tatsächlich nicht. Ja. Aber jetzt Spaß beiseite. War damals gab's ja diese Sachen, wie ich sag mal, wann war's, 86, glaub ich, Tschernobyl.
Dann gab's, ich ich erinner mich, deswegen frag ich, weil ich hab ja sozusagen die gleiche Phase durchlebt wie Du. Ja. Da gab's Wackersdorf, diese Proteste. Dann gab's dann gab's die Castortransporte mit wahnsinnigen quer durch Deutschland Demonstrationen und so weiter. Und da bildete sich ja auch son bisschen der Kern der Grünen.
Wie war 'n das mit dir? Warst Du dann sozusagen in dem Moment in der dieser Lebensphase noch Chemiker aus Leidenschaft und voller Konzentration? Oder oder hast Du schon gespürt, Natur und diese Verbindung zur Natur, die treibt mich irgendwie an? Gut, ich war immer schon naturverbundener Mensch, als Kind immer Fußball gespielt, also nicht wie heute. Die sitzen ja fast nur noch drin an ihren Smartphones.
Ich war eigentlich immer draußen, oft der Gast, wie der Saarländer sagt, ne. Mhm. Hab dann Fußball gespielt und auch bin schon immer Fahrrad gefahren. Und das war schon immer eine gewisse Verbundenheit. Und ich find, die Chemie hat mich einfach interessiert, weil das Spannende, da haben wir ja auch schon mal drüber gesprochen, der Chemiker baut ja aus 100 Bausteinen baut der die Welt.
Da gibt's halt tolle Sachen, die er dann baut. Und in der IT, da werden ja dann aus Bits und Bides dann die die Software gebaut. Also das ist ja sone gewisse Analogie. Und das hat mich immer schon fasziniert, dass Du halt so Dinge, c o 2 ist ja eigentlich nur Kohlenstoff und Sauerstoff. Und dann denkst Du dir, warum ist das jetzt so blöd, wenn wir da 'n bisschen zu viel in der Atmosphäre haben, dass uns das sonen Ärger macht?
Und das hat mich halt immer wahnsinnig interessiert. Ich mein, näher noch als Physik, weil es gibt ja auch so zwischen Physiker und Chemiker immer so der die die Schnee, weil der Physiker, der sagen wir immer, die sind nur in ihrem Atomkern gefangen. Die kommen nie aus dem Kern raus und der Chemiker macht alles, was außerhalb passiert. Das hören die Physiker nicht so gerne, aber Den kleinen Witz. Weiß ja immer, dass so die die kleinen Witze unter den Naturwissenschaften sind.
Das hat mich halt immer schon extrem fasziniert. Aber ich war eigentlich nie 'n Aktivist in dem Sinne, dass ich jetzt auf Demos oft war, muss ich und sich zu meiner Schande zugeben. Aber es hat mich halt einfach inhaltlich interessiert. Und ich fand das so spannend, wie die Welt zusammenhängt oder wie die ganzen Prozesse zusammenhängen. Oder zum Beispiel Waldsterben war damals ja auch noch son Thema, das wir damals hatten.
Wo kommt das her und wie können wir das lösen? Und deswegen, das war auch mit 'n Auslöser natürlich neben dem Punkt, dass man damals gesagt hat, studier Chemie, dann wirst Du reich, ne. Das hat sich bei mir nicht bewahrheitet, aber der der Umweltaspekt, das war dann auch eine 1 große Motivation, das zu machen, eine 2.. Mhm. Okay.
Thorsten, wir machen's immer so hier, also erst mal Danke bis hierhin. Ich hab eine Schnellfragerunde. Und in dieser Schnellfragerunde möcht ich einfach den Gast son bisschen, ja, son bisschen mehr vorstellen. Und deswegen würd ich sagen, wenn Du ready bist, dann steigen jetzt mal in die Schnellfragerunde ein. Ja.
Und die Frage Nummer 1 ist, hast Du 'n Lieblingsbuch? Und wenn ja, welches? Gut, ich hab 'n Lieblingsfilm, aber da gibt's natürlich auch 'n Buch dazu, das ist Odyssee 2001. Mhm. Kennst Du wahrscheinlich auch, der ist ja auch neunzehnhundertachtundsechzig gedreht worden.
Das ist ja wieder die Beziehung zu mir. Und den hat damals auch keiner verstanden, weil der so weit in die Zukunft war. Da hat der schon eine KI dann schon Dinge angestellt und dann Menschen getötet. Also ich weiß nicht, wer den Film gesehen hat, der ist eigentlich ziemlich schlimm und brutal, aber der war damals so Visionär, was dann auch wieder son bisschen zu mir passt. Und aus dem Film hab ich dann auch so eine Stelle genommen als Podcastmusik, hat aber außer mir kaum jemand verstanden, wo die herkommt.
Mein Gott, dass Du's noch mal erklärst. Ja. Ja, ich kenn den Film tatsächlich und ich hab immer son bisschen den Pain. Also ich finde auch die Vision und die Storyklasse, ich hab immer son bisschen den Pain. Es gibt viele Filme aus meiner Jugend und von früher, die ich cool fand damals und immer noch cool finde.
Trotzdem hab ich son bisschen den dabei beim Anschauen, dass ich heute einfach sozusagen die Tricks, also die die Filmtricks und die, wie's gemacht wurde, ja, obwohl, und ich seh, 2001 war ja schon für Ende der Sechzigerjahre wirklich schon richtig gut gemacht. Das muss man sagen, ne. Kann man sich kann man sich auf jeden Fall mal anschauen. Okay, wir sagen alle immer, oh, ich hab 'n Ort, da fühl ich mich besonders inspiriert, wenn ich durch den Wald gehe, wenn ich rad fahre. Du hast jetzt schon mehr frei erwähnt, dass Du auch Radfahrer Ich bin ja auch Radfahrer, sagen wir mal, soweit's noch geht nach meiner Verletzung.
Aber gibt's denn son Ort, wo Du sagst, wenn ich mal richtig Inspiration brauche, da geh ich hin oder da spür ich Inspiration? Gut, wenn ich wirklich Inspiration brauche, dann wär's wirklich 'n ganz ruhiger Ort, wo Du halt überhaupt keine Medien hast, auch gar keine anderen Menschen hast. Dann setzt Du dich mal irgendwo auf eine Bank, auf 'ner Radtour und genießt die Natur. Und da kannst Du auch mal 10 Viertelstunde, 10 Minuten, Viertelstunde nachdenken und da kommen dir auch mal gute Ideen. Oder ich war mal irgendwann aufm Malediven in Urlaub, ist schon ewig her und hab gedacht, bevor die absaufen jetzt beim Klimawandel, musst Du da schnell noch mal hinfahren.
Weil das ist ja 'n Punkt, das sind ja Inseln, das darf man gar nicht jetzt drüber lachen, das ist ja sehr ernst. Ja, genau. Es gibt viele Menschen auf solchen Inseln. Da fahr ich mal hin. Da hat meine Frau gesagt, ich halt das doch nicht durch, 2 Wochen ohne Medien, ohne Fernsehen, ohne Internet.
Und ich mein, damals war die Regulierung ganz einfach. Wenn Du zu Hause angerufen hast, hat eine Minute, glaub ich, 20 Mark gekostet. Das war dann Genau. Regulativ, dann hast Du dich kurz gehalten. Und da waren wir 2 Wochen, ich hab da so viel nachgedacht, reflektiert, aufs Meer geguckt und so viele Ideen gesammelt, da kann man wahrscheinlich 10 Jahre von zehren.
Kannst Du das so wirklich so, ich sag jetzt mal provokant bisschen so gar nichts denken? Geht das? Mit so gar nichts denken ist schwer. Das geht eigentlich nicht. Aber aber da kann man wirklich mal in Ruhe nachdenken und da hätt ich jetzt keine Ablenkung.
Du musst das noch machen, Du musst das noch machen. Und dann weißt Du, Du sitzt jetzt hier und irgendwann gibt's da was zu essen, ansonsten kannst Du hier einfach das Leben genießen. Das geht uns ja heut auch son bisschen ab so, auch in der Internetseite, wenn immer unser Handy jetzt irgendwelche Nachrichten hat und viele Leute beklagen sich ja auch dadrüber. Und dann sag ich denen, ja auch, ja gut, ihr habt's ja in der Hand. Ihr könnt das ja abstellen oder das Ding einfach mal weglassen oder Regeln aufstellen, ne?
Das war früher noch einfacher vor 20, 30 Jahren, als ich anfing. Da hast Du ja mit 'nem Smartphone und nix gehabt oder wir hatten dann noch 'n Tarif beim Internet, da hast Du über Geld bezahlt, so wie bei 'nem Anruf früher, das können die Jüngeren ja auch nicht mehr verstehen. Früher, wenn Du irgendwo angerufen hast und hast 2 Stunden mit 'nem Freund Freunde telefoniert, hast Du Druck von Eltern bekommen. Telefonier nicht so viel, kost so viel, ne. Ich weiß noch, ich hab mal 'n Vortrag gehalten, das bestimmt 20 Jahre oder mindestens her, ja, in Berlin bei 'nem Unternehmerkongress.
Damals hab ich gesagt, es wird nicht mehr lange dauern, dann sind Menschen immer online. Und dann haben die mich son bisschen belächelt und haben gedacht, das erzählt der Typ da. Ja, das wird doch doch dauern. Aber ja, heute wär's umgekehrt so, wenn Du sagen, wenn Du den Leuten, den jungen Menschen erzählst, ich hab 2 Töchter, die Jüngste ist 17, wenn ich der erzähle. Wir mussten uns früher einwählen ins Internet.
Und da mussten wir schnell wieder raus, ja, weil das war ja teuer, das kann die überhaupt nicht verstehen. Okay, Saarländer. Da ist deswegen, ich sage jetzt deswegen noch mal Saarländer, weil die nächste Frage son bisschen, glaub ich, auch regional geprägt ist immer. Hast Du 'n Lieblingsessen? Ja, das muss ich aber wahrscheinlich erklären.
Schales mit Apfelkompott und bettsäicher Salat. Ja, das musst Du erklären. Also Apfelkompott ist klar, ne? Apfelkompott ist klar. Das war die Komponente, die die eindeutig ist.
Ja. Genau. Bettseesha, das ist Löwenzahnsalat. Ich mein, wir Saarländer essen ja auch Löwenzahn. Also bevor da die gelben Blüten rauskommen, der wird im Rasen gestochen und bettsäicher, heißt der einfach Bettlässer, weil das halt eine harntreibend ist.
Und da Mhm. Gibt's halt dann auch schon bei Kindern den den Unfall, dass die dann mal ins Bett machen, wenn die davon zu viel essen würden. Also das ist 'n sehr guter Salat, aber hier in Hessen krieg ich den gar nicht. Und jetzt ist grad die Zeit, also ich werd am Wochenende im Saarland sein, dann muss ich den hier wieder importieren. Du kriegst hier nicht zu kaufen.
Musstest den selber in der Wiese stechen, aber da musst Du natürlich irgendwas finden, wo noch keine Tiere so ihr ihre Hinterlassenschaften gemacht haben. Und das Hauptgericht Scharles, das ist son Kartoffelgericht, das nennt man halt auch alte Leute oder oder Arme Leute Gericht eigentlich. Das ist so Kartoffelnbrei, da kommt halt dann Ei rein, Mehl, Speck. Und das wird dann einfach eine Stunde in 'n Backofen gestellt und da hat auch jede Familie das eigene Rezept. Und das ist eigentlich immer noch das beste Essen überhaupt, kriegst Du auch kaum in 'nem Restaurant, musst Du halt selber machen.
Und das ist auch son typisches saarländisches Gericht, was so jenseits so von von Rheinland Pfalz so auch in Hessen kein Mensch mehr kennt. Das muss Wahrscheinlich auch son bisschen so auch 'n Ding, wo man dir Reste verwertet hat. Genau, Resteverwertung war das und Kartoffeln waren halt dann da, wenn die Leute nix machen. Weil Saarland ist ja auch sehr Bergbau geprägt gewesen und hat auch sehr viel Strukturwandel durchgemacht und ist immer noch da dabei. Und aber das ist immer noch mein Leibgericht und meine Frau macht das wirklich sehr gut, muss ich sagen.
Also da hast Du sozusagen im Stampf oder 'n Schlag Kartoffelbrei mit diesen Inkreidenzien, je nachdem, was da ist. Genau. Plus Apfelkompott plus Salat, Löwesalat. Oder oder Du kannst dann Apfelkompott oder den Salat nehmen, aber man kann das so dir ja anders kombinieren, aber das ist so 1 der saarländischen Gerichte, was dann so heißt von Deutschland kaum 1 Kenntnis. Weder was gelernt, noch nie gehört vorher.
Ja, deswegen sage ich ja, muss ich dann muss ich dann erklären. Aber wir sind, wie Du schon festgestellt hast, son eigenes Völkchen mit Identität. Aber sehr, sehr liebenswert, finde ich tatsächlich. Wenn da die Bayern gucken und uns verkuppeln wollen mit anderen Bundesländern, wir sollten doch fusionieren. Ich mein, die Bayern sind ja nur durchs halbe Saarland gekommen.
Also ich komme aus dem Teil, der nie bayerisch war. Du hast vorher Heinz Becker erwähnt. Die sprechen auch an, also es gibt sone Sprachgrenze mitten im Saarland. Der eine Teil war halt, der mal zu Bayern gehört hat und ich komm halt aus dem Moselfränkig und das ist eher so Luxemburg, Belgien, Holland, auch sprachlich verwandt. Und der Witz ist, als meine Frau zum ersten Mal, die kommt da aus dem Heinz Becker Saal hat, sag ich immer, zu zu meiner Großmutter kam, die hat kein Wort verstanden.
Der liegen geographig 30 Kilometer dazwischen. Ich aber hier in Hessen genauso Ja, das hast Du ja wirklich, da waren immer, wie das früher so war. Und das war dann schon erstaunlich, weil die Leute denken, Saarland ist doch so winzig, wird ja immer so als Vergleich genommen, so groß wie die Fläche von Berlin. Oder wenn Du irgendwo 'n Vergleich brauchst, dann wird, muss immer das Saarland herhalten, ne. Mhm.
Das stimmt. Ja, cool. Nächstes Thema. Es gibt ja immer Ratschläge. Und ich glaube, grade wenn man studiert und wenn man dann später sich selbstständig macht und wenn man dann vielleicht auch mal den einen oder anderen Weg geht, der der nicht so klassisch ist, also Beamte, Sohn von Beamten wird Beamte und bleibt Beamter, das wär der klassische Weg gewesen.
Du hast ja doch 'n paar andere Haken geschlagen so auf deinem Lebensweg bis jetzt. Dann bekommt man da häufig Ratschläge. Gibt's irgendwie einen Ratschlag, von dem Du sagst, der begleitet mich, mein ganzes Leben? Oder andersrum einen, den Du selbst gerne gibst? Ja gut, Du hast schon gesagt, der Weg war 'n 'n bisschen anders oder nicht so geradlinig, weil als ich dann mein Studium fertig hatte, war ja dann die Frage, normalerweise müsste dir die Welt offen stehen, wenn Du dann den Doktortitel abschließt und auch nur mit der bestmöglichen Note.
Aber das war im Prinzip, klingt jetzt vielleicht komisch, mein größtes Scheitern, was ich je erlebt hab, weil damals ging's eben nicht weiter. Es war dann so, ich hab ganz viele Bewerbungen geschrieben und da musst Du ja irgendwann mal denken, was machst Du denn jetzt? Du hast so lange studiert. Du warst da natürlich Experte für dein Thema, wie vielleicht noch eine Handvoll andere auf der Welt, aber das das nützt dir dann nix. Und dann hab ich halt geguckt, was machst Du?
Und gut, der Vorteil damals war ja, das Internet war grad im Kommen, da hab ich gedacht, Du hast hier immer schon an Rechnern geschraubt, warst da zuständig. Dann verbindest Du doch die Chemie und das Internet und gründest eben, was Du auch erwähnt hast, dieses Onlinemagazin dann irgendwann und versuchst dann darüber, dich über Wasser zu halten und mit dem Internet Geld zu verdienen, was auch noch 'n Gag dann war. Als ich beim Finanzamt eine Steuernummer wollte damals, haben die mir gesagt, was wollen Sie machen? Sie wollen mit dem Internet Geld verdienen. Hab ich ja noch nie gehört.
Lass Du heut drüber und Ja. Hintergrund ist Ich kann's mir gut vorstellen. 98 gegründet und andere Sachen gab's ja schon lange, aber da hab ich gelassen, dass wir meine Sorge sein. Es gehen so viel Firmen in die Insolvenz und es gibt heut gar nicht mehr so viele, die wahrscheinlich diese 25, 26 Jahre durchgehalten haben aus der Zeit. Und deswegen war's halt schon immer so das Thema, Du musst halt irgendwo selber gucken, wo Du bleibst oder so son Rat.
Also es gab mal von Vince Ebert, ich weiß, ob Du den kennst, ist ja auch 'n hässischer Comedian hier ausm Odenwald. Der hat dann das Buch geschrieben, denken Sie selbst, sonst tun es andere für Sie. Ja, das Buch kenn ich. Den Namen hätt ich jetzt nicht aufm schönen Der Vince Ebert ist halt 'n Physiker und Comedian und auch 'n Achtundsechziger übrigens. Und da hab ich schon einige Programme gesehen.
Und das fand ich auch son schönes Motto, womit man auch leben kann. Du musst halt irgendwo gucken, sonst denken andere für dich. Und wir sehen ja grade auch, dass viele Leute dann oder dann, dass es dann auch deswegen Probleme gibt, weil die Leute dann sich von falschen Idealen leiten lassen oder nicht mehr selber nachdenken, ne, deswegen. Ich glaube auch, dass das, also ohne jetzt zu weit auszuholen, aber dass es tatsächlich auch eine Sehnsucht beim Menschen gibt, dass andere für sie denken. Das sieht man, glaube ich, auch.
Na gut, ich mein, der Mensch ist halt von Natur aus faul, nicht nur ich, weil das Gehirn braucht halt nun mal wahnsinnig viel viel Energie und deswegen wollen wir das nicht so belasten. Deswegen ist ja KI auch für viele so da Wir müssen dann gar nicht mehr unseren Kopf benutzen. Wir lassen alles eine KI machen, aber das wird dann zu vielen anderen Problemen führen, weil wir dann so viel Übergewicht haben, dass wir gar nicht mehr denken, gar nicht mehr machen, sondern total verblöden im schlimmsten Fall. Genau. Übrigens kann ich das neunzehnhundertachtundneunzig Szenario deswegen so gut nachvollziehen, weil ich einen am ersten Mai 98 gegründet hab.
Und meine Agentur heißt ja Team digital. Mhm. Und die Leute, also wirklich nicht nur eine Handvoll, sondern mehrere handyvollen Menschen haben mich dann in den ersten Jahren 98, 99, 2000 gefragt, was heißt denn digital? Machst Du was mit Telefon? Na ja, ich hab auch das Problem gehabt, das dann Leuten zu erklären.
Da bin ich genau einen Monat länger selbstständig als Du. Ich war am ersten April natürlich. Da dachten viele, es ist 'n Scherz, dass ich erzählt habe, ich mache mir am ersten April selbstständig, aber Ich hätte jetzt gedacht, Du hast dich ja deinem Geburtstags selbstständig gemacht. Nee, nee, ging ja nicht. Du musst ja immer irgendwie zu 'nem Monat machen, also wenn ich am ersten Geburtstag gehabt hätte.
Nee, das war dann so, mein Professor damals an der Uni, der wollte mich ja dann an der Uni halten und in die Karriere Professur Professur bringen, aber das wär nie mein Thema gewesen. Das war mir viel zu öd und langweilig. Das war auch wieder dann so fast die die Beamtenschiene, ohne jetzt den den Professoren was was Böses zu wollen. Aber das ist auch so diese diese akademische Welt ist halt auch sehr eigen und das war nicht so Für 'n Einzelkämpfer oder Einzelgänger war das auch nicht so der richtige Weg und der konnte auch gar nicht verstehen, dass ich dann so quasi meine Karriere weggeworfen hab, dann selbstständig zu werden. Mit diesem komischen Internet, wo ja noch damals keiner wusste, was wo das so hinführt, ne.
Ja. Wobei ich tatsächlich deinen deinen diesen Mentoren oder diesen Menschen 'n bisschen beipflichten müsste. Du bist ja 'n brillialter Storyteller, merk ich grade. Also so jetzt im Verlauf dieses Podcasts, so gut kennen wir uns ja persönlich jetzt noch nicht. Hab dich mal anmoderiert bei der Campics und wie gesagt, wir haben uns hier da mal getroffen.
Aber ich merke, Du kannst super gut erzählen. Du wärst sicherlich 'n richtig geiler Professor geworden, das mal das mal das mal ganz beiseitegelassen, so. Ja, es hat mir letztens halt jemand gesagt, also wenn ich Lehrer gewesen wäre, dann hätte Chemie bestimmt viel mehr Spaß in der Schule gemacht, als es war. Weil oft ist es ja so, Du hast 'n schlechten Lehrer für Fächer und dann sind die Kinder verloren. Und wir hatten wirklich 'n sehr engagierten Lehrer.
Und von den 7 Leuten oder 8, die wir waren, haben 5 Leute Chemie studiert in dem Kurs. Mhm. Und wir waren auch der landesbeste Chemiekurs. Können wir jetzt nicht so viel drauf einbilden. Im Saarland gibt's nicht so viel viele Gymnasien, aber von den 10 Gymnasien wahrscheinlich waren wir mit der mit den besten Noten durch die Ja, genau.
Weil der Lehrer extrem engagiert war und der ist leider viel zu früh verstorben, was damals wirklich so son richtiger Schock war mit mit den Vierzigern. Der hat halt dann die schlechte Seite, so dieser Gaußkurve der Chemiker erwischt, die dann zu früh von uns gehen mussten. Aber das ist halt generell immer so, die einen trifft's halt viel zu früh, die anderen haben dann das Glück. Meistens die Guten sagt man ja immer, ne. Aber genau, also kommen wir noch mal zur zur Realität oder zum Jetzt zurück 2025.
Du hast 'n Smartphone, Du berichtest ja auch immer in deinen Vorträgen, Buch und so weiter, was man so tun kann, damit man 'n bisschen c-o-zwei-effizienter et cetera ist. Hol ich gar nicht drauf hinaus, sondern ich möchte dich fragen, welche App benutzt Du am meisten? Tja, das würd ich jetzt überraschen, meine Mail App. Und auf meinem Smartphone sind eigentlich überhaupt keine Social Media Apps installiert, damit ich da meine Ruhe hab vor dem Kram. Das heißt, wenn ich in Social Media will, muss ich mir irgendwo 'n mobilen Rechner suchen und dann bin ich ja immer die Problematik los, dass das Ding immer so rumploppt.
Und ich saug den Leuten immer, wenn ihr mich erreichen wollt, schreibt mir eine Mail. Also Auch kein anderes oder etwas mein privat. Da muss ich mir jetzt jetzt noch mal outen, ich hab noch nie in meinem Leben eine Whatsapp geschrieben oder bekommen. Krass. Okay.
Und gezählt dann wahrscheinlich zu den letzten 5 Prozent in Deutschland. Ja, das glaub ich. Obwohl meine Schwiegereltern glaub ich auch noch, aber meine Eltern, die sind da auch sehr aktiv und die verstehen das auch nicht, aber aber das hab ich nie gebraucht. Ich mein, heute, wenn Du Kinder hast, brauchst Du das natürlich, weil die Kommunikation da dadrüber auch jenseits aller Datenschutzproblematiken dann geführt wird. Das ist doch mein eigenes Thema, aber ich hab's nie gebraucht und Mhm.
Soll ich jetzt damit anfangen? Ja, cool. Okay. Jetzt machen wir mal kurz 'n Schwenk zu deinen bisher noch gar nicht thematisierten sportlichen Ambitionen. Die Frage dazu lautet, wenn Olympia deine nächste Zielsetzung wäre, dann würde ich dich erleben in der Sportart?
Gut, ich hätte ja gesagt, Darts, weil ich ja das irgendwann mal für mich erkannt hab Ist aber leider nicht so schön finde, das ist nicht olympisch, obwohl ich das so spannend finde. Ich auch. Ich hab immerhin 2 in meinem Leben eine 180 geworfen, aber bei 10000 Würfen, also die Quote ist Biest, also die Karriere. Also da kann ich auch nicht landen, aber ich hätte Weitsprung genommen. Weitsprung?
Ich war damals son ganz schmächtiger Typ. Mhm. Und ich konnte weiterspringen, als ich eine Kugel werfen konnte. Mhm, okay. Weil ich halt so schmächtig war und so knapp 6 Meter war schon nicht schlecht damals.
Oh, das kommt hier. Ja. Da war ich auch der Beste in der Schule. Oder laufen, also 'n Sprinter Typ. Es gibt ja den Austörertyp, den Sprinter Typ.
Also Weitsprung ist son bisschen anspruchsvoller. Ich hätt auch 100 Meter genommen wär auch gegangen, aber Okay. Weitsprung ist ja noch mal eine größere Herausforderung, den dann das Brett zu treffen, Genau, da geht's auch 'n bisschen Präzision, Timing und so weiter. Ja. Beim beim Hundertmeterlauf geht es ohne despektierlich sein zu wollen, halt nur, drum schnell zu sein, obwohl ich glaub Genau, dann so möglichst schnell loszulaufen.
Genau, da ist viel Technik auch dabei grade im Staat. Ja. Ja. Cool, ja. Interessant immer an der Stelle find ich bei der einen Antworten, dass alle Leute immer auf die Sommerspiele reflektieren.
Es war noch nie 1, der der gesagt hat, Langlauf oder Biathlon. Ja gut, ich hab ja noch Schnee erlebt. Die Jüngeren, die haben ja den Schnee nicht mehr, aber ich war nie 'n Alpinist. Ich kann auch kein Skifahren gemacht. Ich hatte dann Schlitten, bin natürlich dann als Kind auch immer, wenn da noch Schnee lag, Schlitten gefahren oder Schlittschuh auch gelaufen, aber da war ich auch nicht so geschickt.
Also von daher, Sommer Ich mag's lieber wärmer, ne, deswegen Leichtwertsport angesagt, ja, ja. Wenn Du morgens wach wirst, wenn der weggerappelt, was bist Du fürn Typ? Bist Du so 1, ich spring aus dem Bett und schreib die nächsten 10 Artikel erst mal schnell in der ersten halbe Stunde? Oder bist Du so 1 bis 9 Uhr bitte keine Ansprache an mich, weil ich brauch mal eine Ruhe? Nee, nee, ich bin schon so der, wie wie heißt 'n noch, der Frühmensch.
Die haben ja auch so was im Namen. Genau, der Frühmensch. Das heißt, ich hab auch früher mal als Ferienjob, war ich Briefträger. Das war dann so die, ich hab, wenn ich noch mal den Bogenspanne zu meinem Vater, der hat ja dann den Job in als Student, weil das war ja 'n super Job. Du warst Briefträger, Du warst in der Natur, konntest dir deine Arbeit selber einteilen und hast den ganzen Tag deine Ruhe, wenn Du morgens deine Post richtig sortiert hast.
Mhm. Und deswegen musstest Du damals auch morgens 5 schon fit sein. Wenn Du da noch geschlafen hast, das musstest Du den ganzen Tag büßen. Und ich hatte da Kollegen, die mussten dann den ganzen Tag büßen, weil sie ihre Post falsch sortiert hatten. Deswegen musst Du da direkt auf auf 100 sein.
Und heute ist es halt so, die schlechte Angewohnheit immer der 1. Griff zum Smartphone. Sollen wir eigentlich nicht machen, aber wenn Du halt Webserver administrierst und 'n Kunden drauf hast, dann guckst Du erst mal, ob alles läuft und dann bist Du bewegt. Und das ist halt so die schlechte Angewohnheit dann, die man eigentlich nicht haben sollte. Aber macht man dann.
Briefträger warst Du in deinem Wohnort, in diesem kleinen Ort, in dem Du gehörst hast? Also in Mertzig ist ja der Nachbarort. Da haben natürlich die Studenten immer an sonen Berg geschickt, weil dann so die die normalen Briefträger ist 'n Knochenjob. Also ich hab Heidenrespekt vor den Leuten. Mhm.
Ich hab den auch mal nicht nur in den Sommerferien gemacht. Da war's ja damals noch nicht immer so extrem heiß, aber heute ist das ja auch im Sommer unerträglich, wenn Du 5 Stunden durch die Sonne läufst ohne Schatten vielleicht. Gut, heute haben die alle 'n E-Bike. Ich hatte noch nur 'n Handkarren und musste zu Fuß gehen. Ich hab das aber auch immer im März gemacht oder im Februar in den Semesterferien und da war auch mal Schnee.
Und das ist dann schon übel, wenn dir die Hände so frierend und Du dann gar nicht mehr 'n Gefühl hast, dann Briefe verteilen, dann merkst Du schon, dass dieser Job ziemlich hart ist. Also wir reden immer von Dachdeckern, das ist son harter Job, die das nicht bis zum Fünfundsechzigsten machen. Aber Briefträger machen das auch nicht. Ja, Du läufst jeden Tag 10, 15 Kilometer damals noch. Und deswegen waren die immer froh, wenn's Studenten gab, die man dann irgendwohin schicken konnte.
Wir sollten nur nicht so schnell gehen. Weil damals war's dann immer so, mein Vater hatte immer das bemessen, wie lange die so brauchen dürfen, wenn ich dann schon 10 Uhr meine Post ausgetragen hatte und der Stammträger bis 1 gebraucht, hat gesagt, mach mal nicht so schnell oder geh mal gesagt, mach mal nicht so schnell oder geht Das krieg ich nachher irgendwo 'n größeren Bezirk oder krieg dann mehr Straßen, wenn die merken, dass man das so schnell machen kann. Deswegen musste man sich dann arrangieren. Aber klar, als Student ist wir natürlich auch fitter wie ein jemand, der 40, 50 Jahre alt ist und schon den Job 20 Jahre macht. Ja, auf jeden Fall.
Aber das war Aber ist schon ist schon 'n Knochenjob. Und wenn ich mir die Zusteller heute angucke teilweise da, wie viel Fahrten die da haben, auch bei uns hier aufm Land mit irgendwie 180 Lieferungen am Tag oder so, ist irre. Also Egal Paketdienste ist Wahnsinn, ja. Genau, ist schon echt 'n schwieriger Job. So, jetzt hab ich hier in diesem Podcast als Host eine Möglichkeit.
Ich kann dir nämlich eine Superkraft verleihen oder beziehungsweise ich hab die Superkraft. Ich kann dir ermöglichen, theoretisch eine persönliche, eine 1 Persönlichkeit zu treffen, eine historische oder noch lebende Persönlichkeit, egal wer es ist. Irgend 'n Mensch, von dem Du sagst, ach, mit der hat mich schon irgendwie inspiriert, den würd ich gern mal persönlich treffen. Wer wär das denn? Gibt's natürlich viele, aber wenn ich unter allen denen wählen müsste, dann wär's Albert Einstein.
Okay. Weil der Mann war halt nicht nur genial, der hatte auch Humor, war auch unkonventionell, war bescheiden und ohne mich jetzt mit Einstein in irgend 'ner Form auf eine Ebene stellen zu wollen. Aber das sind viele Dinge, die auch mir manchmal zugeschrieben werden. Und deswegen wär's wahrscheinlich Er hat halt sehr viele schöne Zitate oder Sinnsprüche, das haben wir auch noch nicht. Also ich bin hier in Ober Ramstadt und es ist ja die Heimat der Sinnsprüche oder Aporismen, weil hier Georg Christoph Lichtenberg geboren ist, der diese Prosaform praktisch etabliert hat in Deutschland.
Der gute Mann war auch ein Meter 42 groß und ist und ist siebzehnhundertzweiundvierzig geboren. Also siehst Du, da kommt die 42 auch noch 'n paar hervor. Wahnsinn. Und Einstein hat eben ganz viele so schöne Sprüche gemacht. Also der eine ist ja so sinngemäß, wie war das noch?
2 Dinge sind unendlich das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Genau, den kenn ich auch. Den hat man wahrscheinlich schon mal gehört, oder? Hast Du so?
Mein Lieblingsspruch ist, eigentlich, macht die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher. Okay. Das ist ja auch 'n Punkt, wenn Du in der Kommunikation, in der Wissenschaftskommunikation bist. Wenn Du zu stark vereinfachst, dann bist Du irgendwo dann sehr schnell bei Schwarz Weiß denken. Aber man sollte natürlich die Sachen so einfach darstellen, dass die wirklich jeder verstehen kann.
Und das ist halt immer die Herausforderung bei komplexen zusammen oder im Marketing ist es ja auch so. Du musst ja auch 'n Produkt oder rausarbeiten, was ist jetzt der Vorteil für den die Mehrheit der der Anwender? Und deswegen ist das eigentlich auch 1 meiner Erlebnissprüche. Nein, schon hat ganz viele dieser Sinnsprüche gemacht. Und wir haben in unserem Newsletter bei Analytic News auch jede Woche einen Sinnspruch, meistens 1 Wissenschafters.
Und ich hab da 'n Riesenfundus von Hunderten. Die kann man natürlich auch bei Vorträgen immer gut bringen und die Leute zum Nachdenken bringen, weil jeder sieht ja in sonem Zitat oder hört was anderes raus, ne. Mhm. Ich liebe seit Jahren schon diese Seite, die gibt's schon lange bevor's KI und so was gab, Aphrismen d e. Genau, das ist für uns auch eine 1 Quelle.
Und ich hab ja selbst auch 'n paar Mal versucht, da einzureichen, aber so für IT Themen sind die gar nicht so empfänglich. Da haben die keinen Zugang. Da findest Du auch ganz wenig in die Richtung. Aber ich versuch mich manchmal auch so so Sprüche zu machen, ne. Cool.
Nächste Frage aus der Schnellfragerunde. Was war das letzte Geschenk, das Du dir selbst gemacht hast? Gut, das Letzte. Ich hab irgendwann mal für mich entschieden, dass ich jedes Jahr irgendwas mache, was ich noch nie gemacht hab. Mhm.
Zum Beispiel war ich dann irgendwann mal auf der Campics 2 21. Hab gedacht, ich war noch nie auf soner Konferenz, hab gedacht, die nehmen mich nicht, aber Marco Marco Youngk, für die die nicht kennen Grüße gehen wir raus. Was unwahrscheinlich ist bei diesem Podcast. Der hat dann gesagt, ich nehm diesen komischen Typen mit diesem noch komischeren Thema und geborene dir meine Bühne. Da war natürlich Corona, aber das war so 'n Startpunkt.
Und im Jahr später hab ich dann das Buch geschrieben, was dann auch eine Folge auch dann war davon. Und das dann 23 hab ich den Podcast gestartet. Und 24, das war eigentlich mein letztes Geschenk, hab ich ja was ganz Verrücktes gemacht. Eine Keynote Speakerausbildung ist vielleicht nicht so verrückt, aber bei 'ner bei 'ner Rocksängerin. Ah ja, erzähl.
Weil ich gedacht hab, wenn Du dich weiterentwickeln willst, musst Du halt komplett aus deiner Komfortzone rausgehen und jemand treffen, der ganz viele andere Eigenschaften hat, die Du gar nicht hast. Dass Du vielleicht irgendwo 'n paar Dinge dir da abgucken kannst, weil es gibt ja doch 'n paar Dinge, die immer gleich sind, damit Sachen ankommen. Und die heißt Anna Bell Whitney, wohnt hier auch ganz in der Nähe, war früher so, wer sich im Musikbusiness son bisschen auskennt, hat die gesungen in soner in 'ner Band. Und die hat irgendwann sich die Aufgabe gemacht, das Singen mit ihrer Profession, den Leuten irgendwo eine Botschaft zu bringen, dann zu verbinden und bildet dann auch Keynote Speaker aus. Da hab ich gedacht, das guck ich mir doch mal an, weil wir sind ja auch, Du wahrscheinlich auch, aber viele haben ja immer eine Powerpoint als Rettungsnetz, wenn sie irgendwo auf 'ner Bühne stehen.
Wenn Du die mal weglässt, dann stellst Du 40 fest, Mist, da fehlt mir was oder ich hab jetzt nicht 'n Anker und weiß, wo ich weitermache. Und Annabell hat mir dann direkt gesagt, Thorsten, Du wirst hier keine Powerpoint benutzen. Das werde ich verhindern. Und ich hab auch keine Powerpoint benutzt. Gut, die Rede war nicht so lang, die man da ausarbeiten muss, aber ich hab da so viel gelernt in der Zeit, dass ich auch gedacht hab, man müsste das Thema noch viel mehr auch mit 'n bisschen Humor auf die Bühne bringen.
Ich mein, was ich nicht gemacht hab, Annabelle mir gesagt, Du musst mal rappen auf der Bühne, hab ich gesagt, Annabell, ich kann vieles, aber das das werd ich nicht schaffen. Aber das war halt auch son son Ding, wo ich dann gedacht hab, Du musst halt wirklich immer aus deiner Komfortzone ganz rausgehen. Und jetzt in dem Jahr muss man gucken, was dann passiert. Aber das war halt letztes Jahr und das war halt eine sehr spannende Erfahrung, die ich dann gemacht hab. Aber das ist jetzt also sozusagen dieser persönliche Weiterentwicklungskontext, der ja dann letzten Endes aber auch wieder irgendwie in deine Arbeit einfließt, ist aber trotzdem empfindest Du als Geschenk für dich so.
Ja gut, ich bin halt jemand, der Arbeit und privat noch nie geteilt. Also das ist für mich 1, weil ich immer mein Hobby ist meine Arbeit. Deswegen hab ich ja gar nicht so die Trennung von vielen Angestellten, die sagen, das ist meine Arbeit, die leg ich ab oder die muss ich halt machen, mein Geld zu verdienen. Ich hatte halt mein ganzes Leben das Glück, dass ich das machen konnte, was ich wollte. Mhm.
Ja cool. Das ist halt auch 'n Punkt, wo Du dann über Jahrzehnte dann Ich mein, ich hätte auch eine viel größere Firma vielleicht haben können, aber da hätte ich auf viele Sachen verzichten müssen. Wir sind immer son sone kleine Firma geblieben, gesagt hab, das reicht dann so. Ich hab, ich glaub, nie mehr als 7 Mitarbeiter gehabt, zwischen 3 und 7 und ich war die ersten Jahre auch immer allein, Wo ich dann irgendwann festgestellt hab, wird dauerhaft Einzelselbstständiger. Ich mein, da haben wir da draußen wahrscheinlich auch 'n paar, die dann feststellen, Du hast dann auch so Höhen und Tiefen oder die Familienplanung stellt sich ein.
Du musst halt irgendwann eine Entscheidung treffen. Und Du hast erwähnt, dass ich bei Kaparol mal war. Mhm. Das ist ja hier der Farbenhersteller im Ort, wenn die Leute mit nix anfangen können. Alpina weiß hat jeder schon mal eine Hand gehabt Genau.
Und das wird dort hergestellt und da habe ich einfach mich mal beworben und hab eigentlich überhaupt nix erfüllt Und wurde an meinem Geburtstag, da schließt sich wieder der Kreis Natürlich. Im Vorstellungsgespräch eingeladen und hab mir gar nix dabei gedacht. Bin da dorthin gegangen. Und in dem Vorstellungsgespräch, Du ahnst es, klingelte mein Handy. Todsünde, normales bist Du dann raus, ne?
Da hab ich gesagt, Ja. Sorry, ich verstehe, das darf nicht passieren, aber es gibt vielleicht eine Ausrede, die Sie zulassen, ich hab heute Geburtstag und hab vergessen, mein Handy auszuschalten. Dann haben die natürlich gedacht, ah, der erzählt uns hier irgendwas, weil in deiner Bewerbung steht ja den Geburtstag drin, ne. Mhm. Dann hat der Typ von der Personalabteilung, war natürlich dann sehr auf Deutsch angepisst, aber ich dachte, das wär Teil der Prüfung.
Also wenn Du 'n Job willst, dann gehst Du an deinem Vorstellungsgespräch an deinem Geburtstag zum Vorstellungsgespräch morgens hin. Zumal, wenn's im selben Ort ist, wo Du wohnst, ich dachte mir da gar nichts, hab gedacht, die wollten die Ernsthaftigkeit der Bewerbung prüfen, aber der hat dann so einen übergebraten bekommen von dem obersten Chef und ich hab dann dort 9 Monate gearbeitet, dass der immer mein Feind war. Ich konnt aber nix dafür. Er hat einfach zufällig mich an meinen Geburtstag eingeladen. Ist ja 1 von 365 Optionen, kommt halt mal vor, ne.
Genau. Deswegen war das auch so son witziges Erlebnis, so so, dass Du denkst, der hat den Job trotzdem gekriegt, obwohl sein Handy im Vorstellungsgespräch geklingelt hat, ne. Und dann warst Du bei den Typen negativ assoziiert und dann Ja, aber wie gesagt, der war immer mein Feind. Und ich hab das dann 9 Monate mitgemacht, hab aber in diesen 9 Monaten auch gesehen, Du musst dann in sonem Konzern, also 'n riesen Familienbetrieb mit Tausenden von Mitarbeitern mehr gegen Kollegen als für Kunden arbeiten. Mhm.
Und das hab ich auch so in meine Kündigung reingeschrieben. Ich bin es gewohnt, für Kunden zu arbeiten und nicht meine ganze Energie zu vergeuden, mich mit anderen Abteilungen hier rumzuschlagen, wer für was zuständig ist. Und das war dann für mich auch der Punkt, wo ich dann gesagt hab, nee, Du musst wahrscheinlich immer selbstständiger bleiben. Also da war ich schon, ich glaub, das war 2003, 4, da war ich ja schon 7 Jahre selbstständig. Und da hab ich dann gelernt, nee, Du wirst immer Selbstständiger bleiben.
Und da lass uns mal in den Moment reingehen, weil den würd ich jetzt mal sinnbildlich nehmen für so diese Situation im Leben, wenn man mal eine Krise hat in Anführungszeichen. Eine Krise, 'n Bruch, irgendwas funktioniert nicht, wie man's möchte. Jetzt, ich sag mal, nach 9 Monaten bei Caparol und dann dieses Bewusstsein, ich ich muss hier immer gegen irgendwelche Fürstentümer ankämpfen und so, das das ist ja auch Stress. Das hört sich jetzt überwiegend lustig an, aber so was macht ja Stress und das macht einen ja unglücklich und traurig und weiß ich was alles. Wie wie wie gehst Du mit so was im Leben?
Also hast Du eine 1 Vorgehensweise oder sagst Du, ich ich nehm das dann so, wie's kommt und ja, weiß nicht. Hast Du, wie wie gehst Du mit solchen Situationen Ja gut, damals war es so, ich wollte diesen Job eigentlich gar nicht. Ich hab nur eine Bewerbung abgeschickt aus Jux und Tollerei, weil die hier im Ort jemand gesucht hatten, der sich für das Internet, für die Webseite dann interessiert hat. Und hab dann dem Chef gesagt, diese Website ist eigentlich eine Schande für dieses Firma. Das traut sich der Bewerber.
Und da war der natürlich auch nicht so, dann hat er dann gesagt, dann machen Sie eine neue. Und dann hatte ich dann den Job und durfte dann auch in meinen neuen Monaten mit 'ner Agentur eine neue Website machen damals, 2003, 4, weil die hatten eine von 'nem Mitarbeiter selbstgemachten, der sich selber Webseiten, Webdesign beigebracht hatten. Und für eine Firma mit 4000 Mitarbeitern ist das natürlich Mhm. Dann irgendwann nicht mehr standesgemäß. Und das war halt die Zeit.
Ich mein, ich hatte dann mir gesagt, ich guck mir das an. Wenn das funktioniert, geborene ich die Selbstständigkeit auf. Mhm. Ich hatte aber immer noch die Selbstständigkeit nebenbei laufen und hab das dann, dabei war ich eine ohne Mitarbeiter. Und ich bin halt 'n sehr konsequenter Typ.
Also entweder ich zieh's durch, so wie das Studium oder verschiedene andere Dinge. Oder wenn ich irgendwann merke, nee, das bringt hier nix oder da war's dann auch so, ich musste irgendwann eine Entscheidung treffen, hab dann gesagt, ich gebe diesen jetzt vermeintlich sicheren Job auf als Leiter digitale Kommunikation, nannte sich das damals witzigerweise. Als Chemiker in der Werbeabteilung gearbeitet, ist auch selten. Und geh dann aber wieder in die Selbstständigkeit zurück, was dann dort auch keiner verstanden hat. Aber das war halt so der Punkt, also wenn Du halt merkst, Du kommst nicht weiter oder das ist nicht deins, dann musst Du halt irgendwann das auch sein lassen und sagen, ich versuch's was anderes.
Und wie wie wie ist so deine, ich bohr noch mal 'n bisschen, wie ist so die Herangehensweise? Also war ja zum Beispiel auch der Punkt in deinem Lebenslauf, dass Du gesagt hast, okay, ich hab gemerkt, jetzt bin ich Doktor, ich hab promoviert, ich hab mein Studium relativ zügig durchgezogen. Ich mach das auch gerne, was ich hier mache, das ist mein Ding. So dieses Chemietheoretische. Und dann hast Du gesagt, ich hab aber gemerkt, irgendwie will mich jetzt keiner.
Ich hab x Bewerbungen geschrieben und ich ich komm einfach da so nicht weiter. Und die Frage ist, wie gehst Du an dem Punkt dann damit Also ist da Ja. Verzweiflung 'n Thema oder oder bist Du dann eher motiviert durch die Situation? Oder wie gehst Du Gut, Du bist natürlich auch frustriert. Ich hab ja gesagt, das war so mit die größte Lebenskrise, Deswegen kann ich mich ja glücklich schätzen, wenn das die größte Krise war, dann irgendwo nachm Studium ohne Job dazustehen.
Mhm. Aber Du musst halt dann sehen, es muss ja weitergehen. Was willst Du machen? Also wenn Du dann im Frust oder dich irgendwo einkrebst. Ich mein, ich hatte das Glück, meine Frau hatte immer 'n Angestelltenjob, die ist auch Chemikerin.
Deswegen war ich da nicht so von finanziellen Zwängen dann abhängig, sei es jetzt Haus abzahlen oder Ausbildung von Kindern finanzieren. Deswegen konnt ich das immer 'n bisschen entspannt angehen. Und ich hab auch immer gesagt, wenn's halt nicht funktioniert, dann musst Du halt doch irgendwas anderes machen. Ich hätte auch die Chance gehabt, bei SAP damals anzufangen als Chemiker in in der Programmierung. Aber das wär halt nicht so mein, aber dann musst Du halt Kompromisse machen.
Weil ich hatte das Glück, dass es irgendwie immer funktioniert hat, bis heute dann auch so dieses so diesen kleinen Don Kischot gegen die ganz großen Verlage, das hat sich immer aus, ging immer aus, obwohl die Leute immer sagen Oder damals hatten wir ja auch gesagt, Du hast als Konkurrenten, als ich Analytic News gegründet hab, Springer Verlag, Weiday Verlag, sonst welche, hast doch keine Chance. Doch, Du hast immer eine Chance, das ist auch für für jeden so. Du bist flexibler, Du kannst direkt auf Kunden eingehen. Und die hatten damals wie heute immer noch keine Ahnung von SEO oder Suchmaschinenoptimierung. Mhm.
Und deswegen kannst Du dann ja auch immer dich als Winzling gegen die Großen dann behaupten, weil Du bist halt viel flexibler oder viel kundenfreundlicher. Und die können noch so viel Geld haben, aber Du kannst dann immer deine Nische finden. Wie ist dieses Geschäftsmodell? Also zahlen die Abonnenten für die Analytic News? Oder Ja gut, das ist eine werbefinanzierte Seite.
Immer noch ganz klassisch. Also ich fing damals an, wir waren auf 'ner Messe und da kamen die Leute, ich hätt gern 'n Werbebenner, das soll an der Stelle stehen. Also damals noch feste Banner, die immer an 'ner bestimmten Stelle standen. Und da haben wir auf 'ner Messe gestanden in München und dann war dann plötzlich auf der Seite alle Werbeplätze verkauft. Da haben wir gesagt wir gesagt, ja gut, da ist das ja schön.
Dann bauen wir das son bisschen aus und im Laufe der Zeit haben wir dann verschiedene andere Produkte. Wir haben 'n Stellenmarkt zum Beispiel, 'n Veranstaltungskalender, da die da können die Leute eben Dinge bewerben. Und dadurch, dass das Ding so nichtig ist und jeder in der Chemie, in der Laborbranche, im deutschsprachigen Raum kennt, hast Du da noch immer deinen Status. Und unser Newsletter ist auch so beliebt, weil der erscheint immer freitags. Mhm.
Leute haben mir immer früher gesagt, Du darfst freitags keine Newsletter verschicken. Du musst den jetzt doch Mittwochs. Mittwochs. Ja gut, aber wenn alle deine Mitbewerber dienst darum mittwochs verschicken, wie kannst Du dich von denen differenzieren? Ich hatte mal ein Erlebnis, da kam jemand zu mir an Messestand, 'n älterer Herr aus der Schweiz, der hat mir gesagt, immer wenn Ihr Newsletter kommt, da bin ich so froh und hab son gutes Gefühl, ich weiß, ich kann bald ins Wochenende gehen.
Nimm dir doch das mal. Da da hatt ich Tränen in den Augen, als ich da am Stand stand und mir gesagt hab, stimmt, das ist so eigentlich der Punkt, worum's hier geht. Und alle Leute wissen, dass unsere Newsletter am Freitag kommt. Wenn ich frag, wann kommt 'n der von XYZ, sag ich, nee, keine Ahnung, den les ich nicht. Aber Ihrer weiß ich, der kommt am Freitag, weil das der Einzige schon seit über 20 Jahren ist.
Den haben wir uns immer gelassen. Kennst Du Niels Dahlke, Thorsten? Dem Namen nach, ja. Ja. Also das ist ja 'n, auch 'n Kollege, 'n Super SEO, Grüße hinaus an ihn.
Und der hat, der teilt immer son Kram freitags. Ja. Irgendwelche crazy Videos und so richtig Techno und so. Dann schreibt er immer drüber, es ist wieder Freitag, ja. Und tatsächlich Eben, der hat dann auch das für sich erkannt, weil Du hast dann die Assoziation.
Und dieser ältere Herr, der hat mir das dann so plastig dargestellt. Ich hab damals so gesagt, ich muss auf 'n anderen Tag gehen. Und Freitag war früher halt in der Branche immer noch 'n 'n Bürotag. Das hat mir heut nicht mehr so. Da waren die Leute, die 4 Tage im Außendienst und freitags war meistens Büroarbeit angesagt, dann sind die im Büro und dann haben die auch 'n Zugang zu Internet.
Der war ja früher noch nicht, dass jeder immer Internetzugang hatte wie heute. Und wir haben doch immer noch viel mehr Nutzer jetzt von von PCs und und Tablets als von mobil, ne. Deswegen ist das halt eine andere Branche, eine andere Welt. Mhm. Also bei bei Nils ist es genauso, deswegen kann ich das gut nachvollziehen.
Ich weiß, wenn das, also ich merke schon Freitagnachmittag, wenn das noch nicht da ist, der Post, ne. Ja. Ich hab ihm auch schon geschrieben, Nils, es ist freut ja auch und er schrieb dann so wirklich, ja, ich weiß, bin doch nicht dazu gekommen. Ja, dann dann irgendwie, dann ist dieser Start ins Wochenende ist irgendwie nicht komplett sozusagen. Ja, ja.
Okay. Ja, super. Dann dann lass uns doch jetzt noch mal 'n bisschen reden über die Gegenwart und vielleicht auch son bisschen über die Zukunft. Was die Gegenwart angeht, ist deine Initiative Web for Nature. Du bist ja jetzt mittlerweile, ich würd jetzt mal sagen, 'n Experte, 'n spitzpositionierter Experte im Bereich digitale Nachhaltigkeit.
Gib doch mal sonen kurzen Abriss, was das genau bedeutet und mit welchen Themen Du dich da beschäftigst. Gut, ich kam vor 'n paar Jahren dazu, als ich verschiedene Bücher gelesen hab oder über das Thema, dass das Internet doch immer mehr Strom und Ressourcen verbraucht. Und ich mein, das kennen wir ja, wir haben das immer so weggetan, weil wir sehen ja den den digitalen Müll nicht. Der liegt halt in irgendwelchen Rechenzentren, ist 365 Tage on, also praktisch unter Strom. Und das war halt so der Punkt, wo ich irgendwann gedacht hab, Moment, Du hast doch die Chemie.
Du hast die die Kenntnisse über Websitetechnik. Und da kannst Du das auch sehr gut mit der Nachhaltigkeit verbinden, weil es ist halt so, je weniger Daten fließen oder irgendwo rumliegen, desto weniger Strom verbraucht halt das Internet. Und da kannst Du eben die Dinge noch mal in in 'ner einzigartigen Kombination dann dann zusammenbringen. Da hab ich gedacht, das ist doch jetzt 'n Thema, Da geh ich mal rein und guck mal, wie weit ich komme. Und wie gesagt, ich hab ja schon erzählt, ich war mal bei bei Marco, das war son Meilenstein, dann Mario Fischer, Website Boosting, auch noch mal 'n Cruz, dass Mario irgendwann Hab ich nur mal eine 1 Seite hingeschickt, auch wie Du jetzt gerade gefragt hast.
Wenn ich Fritz einhang darf, da sind wir ja mittlerweile Kollegen. Ja genau, Du schreibst da ja auch. Ich hab jetzt auch eine Kolumne und Du auch, ne? Ja genau, ne. Ich hab sogar den CO2 Doktor.
Der CO2 Doktor, das hab ich ja Mario war dann so, ich hab dem auch nur eine Seite geschickt, was Du mich gerade gefragt hast. Und dann kam er dann auf mich zu und hat sich dann entschuldigt, weil mir das irgendwie durchging, aber hab gesagt, ich hab noch keinen Titelbeitrag für Heft 75. Mhm. Magst Du den schreiben? Du hast genau 2 Wochen Zeit.
Ja. Das kenn ich in etwa so und dann macht man den Fehler und sagt ja, ne. Also Ja gut, ich hab dann gesagt, Du musst halt die Chance sehen Ja, natürlich. Wenn jemand dich fragt Erschwerend kam noch dazu, dass ich damals grade Corona hatte, aber ich hatte dann Zeit. Ich war nicht so schlimm, dass dann mein Kopf irgendwie, aber wie gesagt, er war dann sehr angetan von dem Beitrag und dann hab ich das dann geschrieben.
Und er ist auch dann dem Thema sehr wohlgesonnen und ich hab natürlich auch mehrere Artikel geschrieben, wie Du gesagt hast, auch den den c-o-zwei-Doc, das ist sone eine Kunstfigur, die ich dann für mich generiert hab. Dann tret ich auch mit 'nem Stethoskop auf, ne. Das hab ich beim OMT ja mal gemacht. Und das passt dann ja auch zu mir, weil ich dann irgendwie dem Internet praktisch so auf den Zahnfühlen gucken, wo's irgendwo kränkelt oder wo eben dann zu viel Daten oder technisch nicht optimierte Webseiten vorliegen, die dann unnötig Stromverbrauch. Weil es geht bei dem Thema nicht darum, jetzt Webseiten irgendwo bilder freizumachen oder alles wegzulassen.
Die Webseite sieht in der Regel genauso aus, hat aber nur die Hälfte der Ressourcen oder noch weniger. Und Du hast natürlich auch dann schnellere Ladezeiten, das ist ja ganz klar. Ich mein, Du kannst schnelle Ladezeiten auch bekommen, indem Du die Hardware aufrüstest, aber das ist dann kontraproduktiv. Brauchst ja wieder eine Energie. Immer die Empfehlung, nimm doch Cloudflare.
Da sage ich, ja Cloudflare ist für die Leute, die sich mit dem Thema gar nicht mehr beschäftigen wollen, aber nachhaltig ist es nicht, weil da spiegelst Du dir deine Website auf 100 Servern auf der Welt und was da im Hintergrund abläuft, hat mit Nachhaltigkeit dann auch nix zu tun. Das ist aber bequem. Und bequem, wir haben ja schon eben gesagt, der Mensch hat's immer gerne bequem und diese Nachhaltigkeit ist halt eigentlich nicht so bequem. Oder Du hast immer den Punkt, dass die Leute sagen, ja, was ich tue, ist doch gar nicht so relevant. Mhm.
Sag ich immer als Segen, aber wenn Du daheim deinen Müll trennst, das ist auch jetzt für den Völlig, aber angepiegt. Relativ unerheblich. Mhm. Dann wenn Du das dann machst, dann kannst Du auch deine Website etwas optimieren. Und wenn Du auch nur 'n paar Kilogramm c-o-zwei-Emissionen einsparst, wenn das alle machen, wir haben 'n paar Milliarden Nutzer, kommt da auch 'n Sümchen zusammen.
Aber das ist immer son Punkt, wo die Leute dann immer das abwiegeln oder marginalisieren und deswegen ist es auch relativ schwierig. Ich bin Marco wirklich extrem dankbar, dass der mir damals die Chance gegeben hat oder beim nächsten Mal hat er mich ja selber angerufen, magst, will ich noch mal 'n Vortrag machen und jetzt hab ich Darf ich dich anmoderiert? Also da hast Du mich anmoderiert. Und jetzt darf ich ja auch mal nicht so den letzten Slot am Freitag. Jetzt bin ich am ersten Tag vormittags dran, wo ich mich dann auch noch mal hier bedanke bei Marco und ich freu mich schon da drauf.
Ja, wenn Du den letzten Slot hast oder den Freitag Slot, wir wissen alle, auf der Camping sind die Leute freitags nicht mehr so motiviert und finden den Donnerstags Aus der Übung. Richtig zu formulieren für die Leute, aber die können sich dann Ja. Dann das Ding. Deswegen freu ich mich da schon sehr drauf und hatte das ganz kurzfristig noch eingereicht. Und deswegen bin ich dem wirklich dankbar, weil bei vielen anderen Konferenzen ist es so, den Typ, den kennen Sie nicht.
Das Thema, das wollen auch die Leute nicht unbedingt zu hören, weil da haben sie ja nicht so direkt was von. Und deswegen hast Du da weniger Chancen, da überhaupt mal 'n Slot zu ernten, ne. Aber ich glaube, da mal so sozusagen den externen, die externe Perspektiven mit reinzugehen, ich glaube tatsächlich, das Thema wird größer und wichtiger, weil einfach immer mehr Menschen merken, okay, so kann's nicht weitergehen. Und wenn ich sozusagen die gleichen, wenn ich jetzt in meinem Unternehmen den gleichen wirtschaftlichen Erfolg erziele und gleichzeitig meine c-o-zwei-Ausstoß oder meinen meinen Fußabdruck, meine Nachhaltigkeitsgeschichten 10 Prozent optimiere und ich bleibe beim gleichen Ergebnis, warum soll ich's noch nicht machen, ja? Es leuchtet ja jedem ein eigentlich.
Deswegen ich finde, es muss einfach mehr auf die Agenda. Ich glaube nicht, dass es so ist, dass man warten kann, bis Massen von Menschen bei Marco oder bei anderen Veranstaltungen an der Tür stehen und trommeln und sagen, lass uns mal über Nachhaltigkeit reden, sondern umgekehrt. Das Thema muss angestoßen werden. Und Marco und das, ohne ihn jetzt überzustrapazieren, wie gesagt, Grüße gehen raus. Sind ja grad am Umziehen.
Aber er ist natürlich auch 1, der solche Themen bringt. Er hat ja auch dieses Inklusionsthema gehabt mit der Saskia als Keynotespeakerin. Das muss man sich erst mal trauen und der Marco geht dann eben diesen Weg und das ist, zeichnet ihn, glaub ich, auch aus. Aber trotzdem, ich lass dich jetzt nicht so einfach hier raus sozusagen aus der Nummer, weil ich war ja nun jetzt schon beim ersten Vortrag leider nicht damals bei dir dabei, weil ich ja meistens in meiner Bühne in Anführungszeichen gefangen bin. Aber bei dem Zweiten, da hab ich zum Beispiel damals sehr viel mitgeschrieben und sehr viel für mich auch mitgenommen.
Und ich hab so als Beispiel im Kopf behalten, dass Du zum Beispiel mal eine Effizienzberechnung gemacht hast und hast gesagt, korrigier mich, wenn das jetzt falsch ist, aber in meiner Erinnerung war's so, da wie viel effizienter oder wie viel nachhaltiger man alleine das deshalb arbeitet, wenn man in 'nem Unternehmen mit x Mitarbeitern in den umstellt bei Bildschirm oder Handy und so weiter. Also zumindest hab ich so was von dir mal wahrgenommen. Und ich fand das so unheimlich greifbar. Das ist so einfach, ja. Man dann, es leuchtet ein, dass wenn weniger Energie zum Leuchten gebraucht wird da, das ist dann in Summe.
Und das sind so Kleinigkeiten. Oder Du hast zum Beispiel gezeigt, irgendwie 'n 'n E-Mail, Suffix, 'n Bild drin in 'nem dem Format oder in dem Format mal 200 Mitarbeiter, mal 1000 Mails am Tag, mal Na klar, Du musst halt immer den den Faktor nehmen. Und ich hatt's auch immer für Google Doodles, die kennen wir auch alle, die schönen Animationen bei Google. Mhm. Und Google macht die als animierte GIFs, was halt sowieso schon Irrsinn ist.
Und allein dadurch entstehen extrem viele Emissionen, weil die das nicht optimieren. Hab ich auch schon öfter thematisiert oder was Du gesagt hast, Darkmode. Die meisten Leute haben ja aufm Smartphone Darkmode, damit der Akku länger hält. Ich mein, die Akkus werden natürlich immer besser, aber auf den modernen Smartphones, da muss halt der Bildschirm entsprechend sein, dass das funktioniert. Da will ich jetzt gar nicht so sehr ins Detail gehen.
Da bringt das halt auch was. An 'nem PC bringt's weniger, aber Du hast ja auch 'n Punkt, stell das mal Und Du merkst halt, dass deine Augen dann auch länger, Du kannst länger am Bildschirm arbeiten, wenn Du teilweise mal, Du kannst ja auch einzelne Apps nur auf Dark Mode umstellen. Du kannst sagen, LinkedIn stell ich auf Dark Mode oder mein, keine Ahnung, mein Office stell ich auf Dark Mode, den Rest lass ich so. Das ist auch augenschonend und es ist natürlich auch für Menschen, die brauchen auch den Dark Mode, die dann wirklich mit so grellen Kontrasten nicht auskommen. Und da gibt's halt ganz viele Dinge, die man dann eben immer mit Beispielen Plastik machen muss.
Also ich hab's auch mal gemacht mit 'ner Toilettenpapierrolle. Ist auch son Beispiel. Ich weiß nicht, Du hast ja immer diese Hülse in der Mitte. Mhm. Kommen wir wieder zu Villa Royal Boch zurück zum Anfang des Gesprächs, wo wir aber den die Kloschüsseln gesprochen haben.
Genau. Da ist immer das Klopapier Papier. Und die meisten Leute wissen nicht, Du kannst auch Toilettenpapier ohne diese Papphülse in der Mitte kaufen. Tatsache, jetzt muss ich mir immer auf die Schulter klappen, hab klappen hab ich. Gut.
Allerdings haben die auch 'n 'n 'n 'n super Usability Nachteil und es ist nicht so schlimm, wie ihr jetzt draußen denkt. Also ihr könnt weiter dranbleiben, es passiert nichts Schlimmes jetzt. Aber wenn die diese Rollen ohne diese Papprolle in der Mitte, die haben natürlich a, mehr Papier an sich, aber dieses letzten, also so das letzte Viertel der Nutzung verformen die sich. Das passiert mit dieser Rolle in der Mitte nicht. Aber ich hab tatsächlich, nutze ich das Papier.
Ich müsst könnte jetzt hier die Ecke gehen, gucken, wie's heißt. Aber ich hab mir auch gedacht, okay, wenn ich die Rolle nicht mehr brauch in der Mitte, so what? Ja. Und das ist halt so der Kern. Wir lassen irgendwas weg, was wir jetzt nicht zwingend brauchen.
Und wenn Du alle diese Rollen zusammenzählst, da kommen auch ganze Wälder raus, die dann verbraten werden. Das muss ja nicht sein. Und Mhm. Das ist nur ein Beispiel. Oder wir sind ja auch die Glühbirne irgendwann mal losgeworden.
Das war auch so das allerliebstte Utensil. Das hat aber eigentlich fast nur Wärme abgegeben. Klar, hat auch 'n bisschen Licht gemacht. Denn Du kannst ja dir gefahrlos heute an eine LED Lampe greifen, dafür brennst Du nicht mehr die Finger. Die sind ja zum Glück seit 'n paar Jahren verboten, was dann aber auch 'n Riesenaufstand war.
Wieso kann man so was verbieten? Oder Leute arbeiten immer noch damit heute, weil sie noch Reserven haben, so wie Toilettenpapierreserven haben manche wahrscheinlich auch noch aus der Coronazeit. Es soll ja sogar Menschen gegeben haben, die sich die die klassischen Draht, Glütrahtbirnen in großen Mengen in Keller eingelagert haben als Wertanlage für später. Kann Ja, gut, kann ja sein oder es gibt ja vielleicht ja noch Dinge, wo die noch sinnvoll sind. Oder nimm dir die Röhrenmonitore, was wir da eine Einsparung der Einsparung auch haben.
Wahnsinn. Weil früher, als ich die ersten Seminare gemacht hab, da standen da 20 dieser Röhrenmonitoren. Es war son unerträgliches Raumklima, wenn Du da eine Stunde was erzählt hast und da konntest Du kein Fenster aufmachen. Genau. Das wurde doch Nachteil ja alles viel, viel besser.
Aber wir haben's trotzdem geschafft, trotzdem dieser ganzen Effizienzgewinne. Wir brauchen mehr Erschreben, immer mehr Ressourcen, weil's natürlich immer mehr andere Gerätschaften dann gab. Dann haben wir haben wir heute 2 oder 3 Laptop oder Laptop, Tablet, Smartphone, große Riesenbildschirme für Fernseher, die früher unbezahlbar waren. Also wir haben immer eine Übernutzung oder Reboundeffekten. Mhm.
Da komm ich auch direkt noch zur nächsten Frage. Hast Du denn jetzt mal sonen konkreten Tipp? Ich mein, normalerweise red ich hier nicht übers Business. Aber in dem Fall find ich das total cool, weil das ja auch dein Purpose ist. Und generell auch jetzt mal zu sagen, gibt's irgend gibt's irgendwie so den einen Tipp, wo Du jetzt sagst, die Leute, die draußen bis hierhin mitgehört haben und gesagt haben, ja, eigentlich haben die Jungs recht, ja.
Ehrlich hat der Thorsten recht. Was kann ich denn jetzt konkret machen, selbst schon 'n bisschen zu optimieren? Gut, da wir uns ja grade hier, wir sehen uns ja gegenseitig, die anderen hören uns noch. Wenn ihr Meetings macht, dann überlegt euch doch mal, ob ihr die Kamera anhaben müsst in dem Meeting. Weil der, wenn da 1 ist, der 'n Vortrag macht, der sieht euch ja vielleicht gar nicht oder sieht euch vielleicht 'n gelangweilt im Gesicht, muss das auch gar nicht sehen.
Weil Du kannst 80 Prozent des Stroms einsparen, so ungefähr, wenn Du dafür sorgst, dass dann die Kamera ausgeschaltet wird oder auch das Mikrofon ausgeschaltet wird. Es kommt natürlich auf die Art des Meetings an. Manchmal muss man sich sehen in größeren Gruppen, aber manchmal hast Du 'n Zoammeeting, wo 100 Leute die Kamera anhaben. Und das ist halt pure Energieverschwendung, wobei da noch dazukommt, dass Zoom, glaub ich, so auch nix von grünem Strom oder grünem Hosting hält. Und deswegen wär das aus meiner Sicht zum Beispiel, eck ich dann immer gerne an, kein Tool, was ich empfehlen würde.
Geht immer auch 'n Nachricht von von von Tool von Toolanbietern und Tools, die die auf Nachhaltigkeit wert liegen. Hast Du so was? Ja gut, Du kannst selber auch jede Website testen. Das ist auch gut, dass Du das fragst. Ich hab ja gestern meine Community gelauncht und als Begrüßungsgeschenk hab ich den Leuten son kleines Bookmarklet da hinterlegt.
Da gehst Du auf eine Seite drauf, klickst einmal an und dann sagt er dir, ist das grün gehostet? Und wenn ja, was hat er noch für Nachweise für das Hosting hinterlegt? Das ist dann ein Klick. Und dann kann man im Prinzip jede Seite, wo man grade ist, testen. Das gibt's auch bei der Queen Web Foundation auf der Website.
Das wird natürlich kompliziert. Dann so machst Du einen bei mir ist es auch so, wenn ich Software anschaffe, guck ich mir immer an, gibt's eine Variante, wo vom Hosting her besser ist, weil dann spar ich halt. Also wenn's gleichwertige Produkte gibt, ist das für mich 'n Kaufkriterium. Ist für die meisten Leute heute noch keins, so wie's früher beim Gemüse an der Theke dann war, dass der irgendwann die das Biogemüse dann die Oberhand gewonnen hat. Aber bei bei digitalen Produkten ist das halt noch nicht so das Thema und für mich ist das 'n Argument.
Oder ich hab auch schon Leuten gesagt, warum kaufst Du jetzt unsere Software? Und die gesagt, ja, ihr seid nicht Green hostet, die anderen schon, ihr seid raus. Mhm. Na cool. Weil das spart halt auch eine Menge Strom ein, weil halt so das, was auf dem dem Server passiert, ist natürlich schon viel an dem Gesamteffekt.
Du kannst natürlich zu Hause auch vorsorgen. Wir haben hier sone bei, die ist grade so bei mir die Ecke sind so 2 Solarpanel am Balkon. Und die produzieren ja auch son bisschen, was so da manche Leute, Marco hat doch auch mal, das strapazieren wir ihn leider schon wieder, aber er hat da auch mal gepostet, dass er irgendwo sone richtige Solaranlage gebaut hat, Fotovoltaikanlage gebaut hat. Und das kann man ja auch machen oder das können ja auch Firmen machen. Und es gibt auch jetzt 'n Hoster, der hat gerade verkündet die Woche hier, dass er seinen ganzen Strom selber produzieren will in Zukunft über Solar.
Und die haben bisher immer Wasserkraft eingekauft. Und das ist natürlich die Zukunft, dass die Leute dann in die Richtung kleine Schritte gehen. Also an der Stelle flex ich immer, wenn Marco das erwähnt, weil ich seit 2011 3 Fotovoltaik- oder Solaranlagen betreibe und 'n Aktivhaus hab, also ich produzier ungefähr das Sechs- bis Achtfache im Jahr an Strom von der Menge, die ich verbrauche, ja. Also eigentlich Das ist gut. Ich war mal in 'nem Interview, da hat der da hat der Trost mir gesagt, ich hab hier mein Smarthome und lass dann alles über, ich weiß gar nicht, ich will will gar nicht wissen, wie viel Strom das verbraucht.
Der hat dann alle elektrische Fensterheber und alles. Die Kaffeemaschine kann er dann per Sprachzurufen, da stehen die Alexas drum, aber dann brauchst Du natürlich 'n bisschen Strom und dann auch in einem Kino, ne. Mhm. Also hab ich tatsächlich auch diese diese Smart Speaker, die Du grad erwähnt hast, aber ich produziere jede Menge Strom mehr, als ich verbrauche. Da hab ich 'n reines Öko Gewissen an der Stelle.
Nee, das ist dann auch wirklich gut. Ja. Thorsten, wir sind schon durch. Es geht superschnell. Ich wusste, dass das das bei dir so schnell geht, aber ich wusste nicht, dass Du son guter Entertainer bist.
Da müssen wir noch mal, da möcht ich gerne noch mal Ja, das hat man bei mir auch gesagt, Thorsten, Du musst halt von den Fakten weg, Du musst halt versuchen Richtig. Mit Humor oder auch Storys. Bildern dort arbeiten. Oder Storytelling ist ja auch dein Thema. Storytelling.
Weil Du sagst ja auch immer, die Leute sind alle einzigartig und jeder ist einzigartig. Es gibt aber auch Leute, die sind vielleicht zu nerdig oder seltsam, dann bist Du halt auch mal zu weit manchmal vom Rest weg. Das ist eher mein Problem. Deswegen Genau, also Du musst schon auf der Sprache deiner finden. Ja, dann muss ich dann schon auch anpassen sozusagen, genau.
Dass ich dann nicht zu zu fachlich werde, ne. Ja. Thorsten, hab ich irgend eine Frage vergessen, die Du gerne noch beantworten würdest? Übrigens vielleicht noch ganz kurz, bevor Du darauf antwortest, ich würde sehr gerne, wenn das für dich okay ist, diese diese Sachen sharen, die Du eben geteilt hast. Also wo Du gesagt hast, es gibt dieses Booklet oder eine Community hast Du und so weiter.
Alles, was Du da hast, würd ich dann später in die Promo mit reinpacken, ja. Also schick mir das gerne und dann teilen wir das auch von euch. Dann könnt ihr auch gerne die Sachen bei Thorsten mal anschauen oder bestellen und so weiter. Gerne. Das kannst Du auch guten Gewissens machen.
Das ist alles kostenlos und das das kannst Du auch guten Gewissens machen, ist alles kostenlos und das soll sone Community sein, wo man sich fachlich austauscht und weiter Genau, aber ich find das Thema total spannend, aber es gibt da einfach zu wenig Anlaufflächen. Deswegen an der Stelle teil ich das sehr gerne mit der Promo von Podcastern. Ja, hab ich irgend eine Frage vergessen, die Du noch gerne beantworten würdest? Gut, wir haben ja jetzt schon relativ vieles besprochen. Wir haben auch schon die Verbindung von Chemie und IT hergestellt.
Genau. Was ja auch das Schöne war oder das schöne Zitat, was ich dann immer bringe, dann, bitzt sind die Atome der digitalen Welt. Das ist ja immer so mein Spruch, den mir Jörg schieb, den ich mal interviewen durfte, ja auch mit Der große Jörg. Ja. Das ist wirklich, das Zitat ist wirklich so genial, weil die Leute fragen mich immer, wen kommen 'n Chemiker auf die Nachhaltigkeit?
Wie kommt der überhaupt auf IT und Nachhaltigkeit? Und ich mein, ich bin theoretischer Chemiker, hab sowieso immer nur mit Rechnern gearbeitet und passt dann sowieso nicht ins Bild. Und das wär immer sone Frage, die die dieser Verbindung, die noch herzustellen ist, ne. Das wär übrigens auch 'n super Storytelling Einstieg für dich im Vortrag oder so, noch mal zu sagen Ja klar, das bin ich auch gerne sage, sie stellen sich jetzt vor, was hat Genau. Mit anderen zu tun?
Und dann kannst Du ja das natürlich noch mal noch mal ausarbeiten. Und ich hab ja auch schon mal scherzeshalber gesagt, wenn die Fotosynthese, da wird ja aus Wasser und c o 2 und Licht und 'n bisschen Magie entstehen dann unsere ganzes Grünzeug. Mhm. Das ist ja der der schöne Prozess, das c-o-zwei wieder in der Luft zu bringen. Warum kann man nicht einfach c-o-zwei in Kohlenstoff und Sauerstoff spalten?
Kohlenstoff machen wir zu Diamant, das zu bezahlen, das Verfahren. Sauerstoff brauchen wir alle. Und das Verfahren, wenn man das findet, dann hat man natürlich den Nobelpreis verdient. Dann dann werden 'n paar Probleme gelöst und wir hätten auch eben das geht leider nicht, weil als Chemiker sage ich halt, CO2 ist mit die langweiligste Verbindung nach Stickstoff, mit der Du zu tun hast. Da kannst Du nix mitmachen.
Das ist das Endprodukt 1 Verbrennung. Und Du kannst es zwar noch mal in Kalk umwandeln, das passiert ja auch, also Kalkstein passiert dann, aber es ist die langweiligste aller Verbindungen. Und diese paar Moleküle in der Luft, dass die uns so in Ärger machen, ist ja schon doof, ne. Das verstehen ja auch so manche Klimaleugner dann auch nicht. Wir sagen, das sind ja nur 400 irgendwas ppm, also auf 1000000 Teilchen sind dann 400 c o 2.
Und das soll uns so in Ärger machen, wenn es jetzt 450 sind. Aber es ist leider so und es gibt auch Gifte. Ich hab auch mal gesagt, Du kennst den Duft von faulen Eiern, h 2 s. Mhm. Wenn wir nicht c-o-zwei oder wenn c-o-zwei so stinken würde wie h 2 s, dann wissen wir das schon reduziert, dann wären wir nämlich alle tot, ne.
Dann wären wir alle tot. Okay. Weil das ist so giftig in der Dosis schon. Vielleicht Glück, dass das nicht dass das nicht ist, ne. Das ist die Faszination der Chemie, wenn Du einfach Dinge zusammen baust, ein Baustein ersetzen, kommt was ganz anderes raus.
Das ist so spannend an Chemie. Vielleicht solltest Du diese Thematik mal im Weißen Haus aktuell auch losieren. Kannst ja mal Ja. Kannst Du mal Vielleicht schreibst Du an deinem Geburtstag mal eine Mail hin. Vielleicht klappt das dann.
Ja. Ich glaube, da wird auch 'n paar Narrative aktuell falsch erzählt. Egal. Ja, da müsst ich aber auf x unterwegs sein oder irgendwas Verstimmt. Hör zu werden.
Bin ich leider gar nicht. Ich auch nicht. Ich auch nicht. So, jetzt hab ich noch eine Zauberkraft und zwar die, dass, wenn Du heute Abend ins Bett gehst und die Augen schließt, darfst Du dir was wünschen. Und morgen wird das passieren, egal, was Du dir wünschst.
Auf der Welt, bei dir zu Hause, in deinem Unternehmen, keine Ahnung. Was wär morgen auf der Welt anders, wenn Du dir wünschen dürftest, was immer Du willst? Gut, ich hab ja eben schon gesagt, dieses Verfahren da, das das c-o-zwei aufzuspalten wär natürlich natürlich eine 1 Supergeschichte. Aber es wär ja auch schön, wenn von einem Tag auf den anderen alle alle Atomwaffen dieser Welt unbrauchbar wären. Würden nicht mehr funktionieren.
Hätten kein Potenzial mehr wär 'n wertloser Schrott. Mhm. Ich glaube leider zwar nur Teil der Lösung, aber das wär auch schon eine große Hilfe. Glaube, leider sind wir aktuell eher in die andere Richtung unterwegs, dass mehr funktionsfähige Atomwaffen auf diesen Oder generell Waffen in aller Art, deswegen Mhm. Ich mein, man sollte sich ja was wünschen und manchmal klappt's ja auch, ne.
Also ich hab schon oft Glück gehabt und mir was gewünscht und dann ist das passiert. Und das Einzige, was mir noch fehlt, ich war noch nie im Fernsehen. Okay. Ich weiß nicht, ob Du schon mal im Fernsehen warst. Also ich hab Radio hab ich immer geschafft, weil es gibt ja auch Podcasts, die auch im Radio ausgestrahlt werden, wenn Du Glück hast.
Aber ich war mal nahe davor, aber das war ja dann doch Gibt's sogar noch gibt's sogar noch in der Mediathek von der ARD letztes Jahr, war das letztes Jahr? Ja, letztes Jahr hatten wir 'n 'n Fernsehteam da, die haben über und unser unser, also quasi über unser Unternehmen berichtet so, ja. Und da ging's das Thema Teamarbeit. Und ich kenn die Redakteurin ganz gut und die hat damals gesagt, wenn ihr schon team digital heißt, wie sieht's denn aus? Können wir mal vorbeikommen?
Und dann kamen die vorbei und dann haben wir 'n Tag gedreht. Das ist natürlich dann so, das kann ich dir ja schon mal versprechen, Du hast ungefähr, weiß nicht, 6 Stunden Arbeit und es kommen dann 40 Sekunden raus, ja. Wie wenn Du anfängst, Podcasts zu machen, das war auch so, als ich da versucht hab, da irgendwas hier an eine Wand zu sprechen. Ich weiß jetzt, seit wann ich schon den Podcast mach, sondern das war am Anfang an auch schwer gedacht, Du redest hier mit 'ner Wand und musst dir vorstellen, dass dir Leute zu. Genau.
Das war auch so son schwieriger Effekt und da brauchst Du gefühlt auch 6 Stunden am Anfang. Genau, richtig. Also gut. Okay, also dann dann die den Wunsch hab ich notiert, der wird erfüllt, hoff ich. Alle Atomwaffen oder generell alle Waffen unbrauchbar.
Die letzte Frage noch jetzt, hast Du eine Empfehlung, Du hast 'n paar Leute genannt, Mentoren oder Menschen, die dich begleitet haben, ich sag jetzt mal, Marco zum Beispiel war son Mentor an der Stelle. Hast Du eine Empfehlung fürn Gast, von dem Du sagst, das ist 'n Mensch, der mich begleitet hat Und er hat selbst 'n interessantes Leben, eine interessante Vita oder ist einfach 1, den man mal einen Podcast einladen sollte? Mhm. Gut, ich hab ja selbst auch 'n Podcast gehabt und hatte auch einige Gäste gehabt. Ich hatte den Jörg schon erwähnt.
Aber ich hatte da auch jemand, das war eigentlich der jüngste Gast, den ich hatte, und zwar heißt die Pia Weißenfeld. Mhm. Die hat das Buch, das wird dir vielleicht auch gefallen, nachhaltiges Grafikdesign geschrieben beim Rheinwerkverlag. Oh. Und hat dann den Verlag dazu gebracht, dieses Buch maximalst nachhaltig zu produzieren, sonst schreibt sie's nicht.
Die hat halt 'n so festes Mindset und das ist dann wirklich auch speziell im Papier. Die haben wahrscheinlich kein Geld damit verdient, aber das war son Prototyp. Ich hab auch gelernt, dass es veganes Papier gibt. Das wusste ich als Chemiker auch nicht. Das ist Normalerweise hast Du da manchmal mit Gelatine dann auch noch mit dabei.
Und die hat da jetzt wirklich son starkes Mindset, die nimmt auch keine Aufträge an, die sie irgendwie nicht für für sauber oder für für nachhaltig hält, ne. Und deswegen das ist schwer. Das klingt sehr spannend. Pia Weißenfeld. Ja.
Oder guckt man nach die Liste für nachhaltiges Grafikdesign. Und die hat mich damals sehr beeindruckt, weil die so, könnte ja meine Tochter locker sein, aber son festes Mindset hat, die ist, glaub ich, so 30, was mich wirklich für eine Designerin oder eine Einzelselbstständige sehr beeindruckt hat von allen Gästen, die ich hatte. Thorsten, ich dank dir sehr für das Gespräch. Es ging wie im Flug vorbei. Ja, 1 Wir haben ja jetzt auch schon 'n Stückchen geredet, aber Ja, gut, es gibt halt auch so.
Ja. Ja, aber es kommt immer drauf an auf beide Seiten dann, auf den Fragesteller und den Antwortgeber. Und dann hoff ich, dass wir auch 'n paar Leute inspirieren konnten mit uns. Ja, das denk ich schon. Wir krieg immer relativ Also ich hab wir haben keine wahnsinnig große Audience hier, aber ich hab sehr, sehr treue Stammhörer und ich bekomm immer relativ viel Feedback so auf privat 'ner Nachrichtenebene oder auch mal 'n Post oder so.
Also ich bin gespannt, wie's den Leuten gefallen hat. Ich glaube sehr, sehr gut. Ich dank dir herzlich und ich hoffe, ich weiß ja, wir sehen uns ganz sicher bei der Campics, wenn nicht 1 von uns gekannt hat. Ansonsten hoff ich, dass wir uns vielleicht vorher oder später auch wieder begegnen. Ich dank dir und sag tschüs.
Ciao. Tschüs.
Veröffentlicht mit CiteCast