Boxring & Business | Adriane Kovacevic | BTS #26
Worum es geht
In dieser Folge von 'Behind the Story' spricht Wolfgang Jung mit Adriane Kovacevic über ihre Heldenreise. Von der Kindheit in Stuttgart über ihre Karriere als Kickbox-Europameisterin bis hin zu ihrer Rolle im Marketing und Business Development zeichnet sie einen Weg nach, der Sport und Wirtschaft verbindet. Ein persönliches Gespräch über Entwicklung, Umbrüche und beruflichen Wandel.
Autor: BTS - Behind the Story
Zu Gast
Adriane Kovacevic ist eine beeindruckende Kickboxerin und erfolgreiche Marketing-Expertin, die die im Kampfsport gewonnene Disziplin und mentale Stärke in ihre berufliche Laufbahn einbringt.
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Transkript
Halli, hallo und Hallöchen zur Ausgabe 26 von Behind the Story. Wow, fast ein Jahr. Wenn ihr die nächste Ausgabe hört, noch nicht in dieser, aber bei der nächsten haben wir dann schon 'n ganzes Jahr Behind the Story. Und noch mal auf diesem Weg vielen, vielen lieben Dank an meine Gäste und natürlich an dich, wenn Du da draußen dabei bist und immer fleißig zuhörst. Ja, auch heute geht's wieder in dieser Episode 26 eine persönliche Heldenreise.
Wir werden wieder reden über Entscheidungen, wir werden reden über Siege, wir werden reden über Niederlagen und wir werden reden über einen faszinierenden Mensch, der schon in meinem Studio sitzt. Das ist eine Frau und diese Frau ist im Business zu Hause, aber sie hat auch eine sehr spezielle Vita, denn sie ist zweifache Kickbox Europameisterin. Sie ist zweifache Vizeweltmeisterin und war 15 Jahre lang Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. By the way, ich hör das, hab mir das in der Recherche angehört, so nebenbei erwähnt sie immer, dass sie auch dreizehnmal deutsche Meisterin war. Aber das ist nur eine Seite dieser beeindruckenden Frau.
Heute ist Adriane Partnerin bei Vision Eleven und verantwortet dort Marketing und Business Development. Mit diesem Unternehmen berät sie andere Unternehmen in Fragen rund Customer Experience, Customer Relationship Management und Markenbildung. Sie weiß, wie man Körper, Kopf und Marke in Einklang bringt, also eine Frau, die im Ring genauso erfolgreich ist wie auf der Bühne als Speakerin oder im Bottroom. Ja, ich freu mich wahnsinnig auf diesen besonderen Mix aus Spitzensport auf Weltniveau und Marketing und ich freu mich besonders auf diese Heldenreise. Im Übrigen ist sie auch Top einhundert B2B Influencerin, wie ich erfahren habe.
Also es gibt jede Menge zu besprechen, es gibt jede Menge zu erzählen, deswegen hol ich Sie gerne an der Stelle rein. Ich sage herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen, liebe Adriano Kovacivic. Hallo, lieber Wolfgang.
Vielen, vielen Dank für dieses schöne Intro und vielen Dank für die Einladung. Sehr gerne. Ich freu mich sehr, dass Du hier bist und wir heute mal son bisschen auf deine ganz persönliche Heldenreise schauen. Ja, Frage 1, meine Liebe und ja, wo bist Du jetzt gerade und wie geht's dir? Ich bin in Starnberg, also fühle mich hier wahnsinnig wohl im Süden von München.
Obwohl eigentlich unser Unternehmen in München sitzt, haben wir uns entschieden, uns eine schöne Gegend auszusuchen, in der wir leben. Nein, das ist tatsächlich, also ich hab auch 'n paar Jahre in München gewohnt, aber hier in Starnberg fühlen wir uns total wohl. Und hier lebe ich mit meiner Familie, mit meinem Sohn, mit meinem Mann. Und ja, ich glaub, für Kinder ist das auch eine sehr schöne Gegend. Mhm.
Cool. Ja, also ich hab's ja schon gesagt, ich bau meinen Podcast immer son bisschen und das Gespräch mit meinem Gast son bisschen nach der Heldenreise auf. Jetzt weiß ich nicht, inwieweit Du im Marketing in dem Thema Storytelling drin bist. Es gibt diese Heldenreise nach Joseph Campbell und die hat so bestimmte Stationen und wir bauen die im Marketing dann immer sodass sie möglichst gut funktionieren im Gehirn des des Kunden oder der Zielgruppen. Und die Heldenreise beginnt klassisch in der gewohnten Welt des Mangels.
Also Frodo Beutlin ist im Auenland und läuft alles eigentlich ganz gut, aber irgendwie ist es jetzt auch nicht so megaspannend, ja? Und ich beginne deswegen meine Podcasts immer in der Kindheit der Gäste. Deswegen wäre meine Frage, dieses Bewusstsein des eigenen Wesens so, beginnt meistens in der Zeit, wenn man eingeschult wird, wenn man's erst mal sich son bisschen abnabelt von dem Elternhaus und so. Was sind denn so deine ersten Erinnerungen an Adriane, das Kind, sag ich mal? Und wie wie wie würdest Du beschreiben?
Wo bist Du aufgewachsen, in welchem Umfeld? Vielleicht magst Du da mal was erzählen. Also ich komme aus Stuttgart und ich bin in einem sehr, sehr liebevollen behüteten Umfeld aufgewachsen. Also meine Eltern, mein Vater ist Professor, mein meine Mutter, also emeritierter Professor. Meine Mutter ist Lehrerin und ich hab 2 große Brüder und ja, meine ersten Erinnerungen sind vor allem die Familie, glaube ich, und ich hab tatsächlich auch ganz früh schon mit Ballett angefangen, mit 4 Jahren.
Tatsächlich ist es gleich auch immer ein Bestandteil in meiner Kindheit gewesen. Also erst mal noch son bisschen meine Eltern wollten, dass mir das Spaß macht und dann hab ich das immer mehr gemacht und dann ging eigentlich der Weg dann auch weiter, dass ich dann in der John Krenko Schule in Stuttgart dann auch angefangen hab. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland so bekannt ist, die Stuttgarter kennen das definitiv. Ist eine sehr internationale, sehr bekannte Ballettschule mit dem russischen Ballett Und da war ich später sogar dann auch im Tagesinternat. Mhm, okay.
Heißt, Du hattest 2 Brüder, älter oder jemand? Älter? Also Du warst sozusagen das letzte von 3 Kindern? Ja, das Nesthäkchen, genau. Das Nesthäkchen, genau.
Das Mädchen, 2 ältere Brüder. Ich ich versuch son bisschen herzuleiten, deine spätere Vita natürlich. Und deine Eltern, beide Akademiker, würd ich jetzt mal sagen, also war im Prinzip ja schon son bisschen Marketing oder generell son Buenesthema schon auch dir in die Wiege gelegt, sag ich jetzt mal? Ja, also in die Wiege gelegt ist uns allen, glaub ich, schon sehr stark, dass wir später dann auch studieren oder wir haben so unser Vater als sehr der erfolgreiche Professor, der in der ganzen Welt herumgereist ist. Das ist irgendwie immer Teil unserer Familie auch gewesen.
Er war dann auch, er hat dann die Doktoranden aus der ganzen Welt auch immer wieder zu uns nach Hause eingeladen, zum Grillen. Wir mussten dann als Kinder Englisch reden. Das waren wir dann immer so so als Kinder nicht so toll, aber natürlich ist das so, wir wussten eigentlich von Anfang an, dass die Welt sich da draußen abspielt und nicht nur in Deutschland. Mhm. Also dein Vater, noch mal ganz kurz da reinzugehen, hab ich in der Recherche erfahren, hat ist Ökonom, also Professor für Ökonomie in irgend 'ner Form, ne.
Aber was ich spannend fand, waren da, dass er einen eigenen Wikipediaeintrag hat. Ja. Genau das, was wir im Marketing, Onlinemarketing sehr gerne alle hätten. Ja. Also insofern cool.
Ich hab ihn mal gefragt, ob er nicht mal einen für mich machen kann. Nein, aber er hat tatsächlich, ja, er er ist ja da auch wirklich als Autor und die wissenschaftliche Forschungsseite und da kann er jetzt nicht plötzlich als Experte für Kickboxen auftreten hat er. Zumindest hat er's gesagt, aber ich bleib dran. Nein, er hat tatsächlich auch viele, viele Veröffentlichungen, viele Bücher geschrieben in diesem Bereich. Also es war Professor für Agrar und also in den Tropen und Subtropen, für Agrarökonomie, also im Grunde Landwirtschaft in den Tropen Subtropen und das ist sehr viel Entwicklung der Länder dort.
Also wir waren auch viel in Asien unterwegs, Er hat uns auch mitgenommen, auch als ich ein Jahr alt war. Mein erster Geburtstag war in Afrika. Wir waren ein Jahr lang in Kenia. Mhm. Aber da kann ich mich leider nicht dran erinnern, nur an die Diashow dazu, die wir uns dann irgendwie lang schauten.
Und mein Bruder, mein großer Bruder lebt jetzt auch in Thailand, also ist uns schon so mitgegeben worden. Diese Grundschulzeit, die dann kam in Stuttgart, wie wie wie erinnerst Du dich daran? Warst Du 'n ganz normales Durchschnittskind? Wie würdest Du dich selbst beschreiben in der Grundschule? Oh, ich weiß nicht, ob man sich selber immer als normal sehen würde.
Also es hing auf jeden Fall Ballettschuhe bei mir an der Wand. Und ich war eine total begeisterte, ja, ich wollte natürlich Tänzerin werden und ich war das totale Mädchen auch. Also Rosa und Barbie und Ballett, also so der totale Kontrast zu meinen Brüdern, weil mit ihnen musste ich dann Matchbox Autos spielen und keine Ahnung. Es ist vermutlich die absolute Erfüllung für deine Mutter. Ich schätze mal nach 2 Jungs, wenn sie gesagt, ich hätte gern noch 'n Mädel und dann kamen auch noch 1 mit Ballettschuhen und rosa Tischen und so wie das heißt, ne.
Aber ich glaub, mein Vater fand das noch toller. Ja, natürlich. Dass da son kleines Mädchen noch kommt. Ja, cool. Letzte Frage zu dieser Zeit.
Also wenn Du da sozusagen nichts Besonderes hast, manche Leute erzählen dann quasi, wie viele Scheiben sie kaputtgeschossen haben oder oder was da in der Zeit passiert ist. Aber was mich noch interessieren würde und ich weiß, die Frage steht nicht im Briefing und die sorgt immer 'n bisschen für kurzes Zögern. Ich frag trotzdem mal, wenn Du 'n Geruch beschreiben musstest, welche welchen Geruch hast Du aus deiner Grundschulzeit in Erinnerung? Ich glaube, es ist tatsächlich der Garten oder das Gras. Also mein Vater, ihm war immer ganz wichtig, dass wir, also das ist so jemand, der sein ganzes Leben am Haus bastelt.
Also die Einfahrt neu und die innen drin alles selber gebaut und keine Ahnung. Und wir mussten durften mussten Kinder eher müssen, dann mithelfen, wobei ich als die Kleinste hab dann eher Bier geholt zur Unterstützung. Aber wir waren dann auch, wir hatten dann son Grundstück von meiner Oma und haben dann da den den Rasen mit der Sense geschnitten und das war alles eigentlich total anstrengend. Aber ich glaub, dieser Geruch von diesem Gras und mit der Sense und da draußen, das das hab ich noch. Würde mir Ich hab tatsächlich mir aufgeschrieben, witzig.
Also ich hab ich mach immer sone Liste von Dingen, die ich fragen möchte und auf die ich eingehen möchte und von denen, die ich nicht besprechen möchte. Und was mir aufgefallen ist, ich hab 'n paar Interviews gelesen oder Podcasts oder Youtube Videos geguckt mit dir. Und was mir aufgefallen ist, dass da fast überhaupt nicht über Natur gesprochen wurde. Und ich hatte mir aufgenommen hatte mir vorgenommen, ich wollte dich mal fragen, welche Rolle spielt Natur in deinem Leben? Aber das haben wir jetzt schon geklärt.
Relativ früh Kontakt und Du hast den Geruch von frisch gemätem Glas noch in der Nase. Ja. Vielleicht kommt Natur nicht so wahnsinnig viel vor bei mir, weil mein Vater natürlich so so ein unglaubliches Wissen und so das son großer Bestandteil in seinem Leben ist und ich auf der anderen Seite so überhaupt keinen grünen Daumen hab. Das ist dann vielleicht auch son bisschen so, ah, da da da kann ich nicht mithalten so. Vielleicht deswegen.
Hast Du keinen grünen Daumen, weil Du weißt, dass schon Blumen und andere Pflanzen sozusagen das das Zeitliche gesegnet haben unter deiner Obhut Ja. Oder vermutest Du das? Nein, ich weiß es. Also ich hab's schon ich hab's schon versucht, so als Studentin, aber Ja. Ich hab da nicht die Muße.
Ich frag deswegen, weil ich hatte das auch immer das Gefühl und so im Alter jetzt, ne, also ich muss sagen, mein mein Stiefvater ist 84 und Landschaftsgärtner und liebt das. Der steht heute noch freihändig auf 'ner 3 Meter hohen Leiter und schneidet Ecken. Und er gibt mir jetzt in der letzten Zeit immer Anleitungen. Ich gewinne immer mehr, also ich bekomme immer mehr Zugang zu dem Thema, deswegen, ich würde das nicht so absolut in die Ecke stellen, grade wenn dein Vater da auch ja, bewandert war, dann kommt das vielleicht noch. Sagen wir mal.
Ja, er hat halt dann nicht einfach nur 'n Garten, sondern hat halt gleich 'n komplettes Drainagesystem da gebaut, wo die Pflanzen Da denk ich 'n bisschen der Druck größer. Aber durch meinen Sohn komm ich jetzt auch 'n bisschen mehr an das Thema ran, weil er natürlich dann schon auch Fragen stellt. Und wenn ich so gar nicht weiß, welche Pflanze das jetzt ist, was ist das, schaut man dann schon noch mal nach oder vor allem, weil da auch sone Begeisterung ist. Also der Opa erklärt ihm jede einzelne Blume und Zwiebel, die er irgendwo gepflanzt hat, wenn er damit durch den Garten geht. Ich find's auch megawichtig, ehrlich zu sein.
Ich hab ja auch Kinder und ich find's megawichtig, den Kindern auch den Zugang zur Natur zu geben und die Schönheit der Natur einfach zu erklären. Jetzt ist die Grundschulzeit sozusagen behütet zu Ende gegangen. Dann bringt ja zumeist das 1. Mal sone eine Selektion, will ich gar nicht sagen, ist 'n blödes Wort, aber sone Entscheidung, wo geh ich weiterhin, was mach ich oder so. Hast Du da Erinnerungen dran?
Wie wie ging's dann weiter bei dir? Meinst von der Grundschule zum Gymnasium? Mhm. Mhm. Auf jeden Fall, weil das waren sehr, sehr Gymnasium war gar keine Frage, Leistung und alles war entsprechend Ja, ach ja.
Ich weiß gar nicht, darf man das sagen? Ich war da Ja. Klassenbeste. Das darf man sagen. Bei mir darf man alles sagen.
Okay, gut. Ja, also ich war dann schon, ja, ja, genau, ich war da schon die Beste. Ich hatte aber auch einen einen, ich hab unseren Grundschullehrer auch total geliebt und Aber nein, es war tatsächlich auch das Ganze, die Themen dann fand ich auch spannend. Ich bin tatsächlich war das 'n ziemlicher Bruch, weil was heißt Bruch oder 'n neuer Schritt, weil ich dann in der dritten, vierten Klasse war ich eben schon im in der Ballettschule in der Stadt unten. Also wir haben in so nicht also sone halbe Stunde von Stuttgart Zentrum weg gewohnt.
Und deswegen hätte ich eigentlich Meine Brüder waren in der Schule bei uns im Ort. Und aber ich bin dann eben in der Stadt schon in der Ballettschule gewesen. Dann war klar, ich geh ins Ballettinternat, also wo man dann wirklich jeden Tag 2 Stunden Ballett hat. Und deswegen war ich dann dort dann auch am Hauptbahnhof an der Schule. Also hab dort das Gymnasium dann gehabt und dann sind wir, wir waren 6 Mädchen, die in der Klasse auch in der Chongrenko Schule waren, sind dann immer rübergelaufen zum Ballettinternat dann auch.
Das heißt In dem gefahren bist Du dann schon alleine oder Aha. Meine Mutter war da ziemlich schmerzfrei, nachdem ich schon das 3. Kind war. Hab ich schon ziemlich früh selbstständig einfach. Ich war schon in der in der, also in der dritten Klasse hat sie mich noch gefahren, in der vierten bin ich schon mit der U-Bahn ins Ballett gefahren und dann Und auf 9 bist Du dann alleine unterwegs gewesen?
Ich müsste grad meine Mutter, aber ich glaube ja, also tatsächlich, ja so. Und auf jeden Fall dann eben auch in der fünften lässt man dann ja so 10, glaub ich, ja genau, 10, 11 so. War dann auf jeden Fall im Internat und ja, ganz selbstständig. Aber es war nur Tagesinternat, also jetzt, ich hab zu Hause übernachtet. Mhm.
Okay. Also aktuell bist Du 'n kleines Mädchen, ein junges Mädchen mit 'nem Faible für Ballett. Und an der Stelle würde ich aus deiner Vita mal kurz rausgehen, weil ich immer zu Beginn des Podcasts oder in der Anfangsphase gerne sone Schnellfragerunde machen mache, den Gast oder den dem den Menschen 'n bisschen genauer kennenzulernen. Und ich hatte dir ja 'n Briefing geschickt. Ich hab tatsächlich noch 2, 3 Fragen ergänzt.
Oh ja. Es ist 'n bisschen fies, aber wir schauen einfach mal, ja. Okay. Okay, dann dann würd ich direkt mal starten, wenn das für dich okay ist. Mhm.
Hattest Du als Kind, also 1. Frage, hattest Du als Kind 'n Berufswunsch? Tänzerin. Hat's dir schon gesagt, genau. Also nichts zu sagen, prima Ballerina trifft es besser.
Okay. Welche App benutzt Du am meisten? LinkedIn. LinkedIn. Ohne Zweifel?
Ohne Zweifel. Weil viele Leute sagen dann, ach ja stimmt, Whatsapp ist ja eine App. Dann dann Whatsapp. Also, wenn ich mein, mein Sohn sagt immer, oh, Mama, bist Du schon wieder auf LinkedIn? Also ja gut, Whatsapp Kommunikation, allein schon die ganzen Elternchats, aber nein, ich kommunizier natürlich auch wahnsinnig viel auf LinkedIn.
Also tatsächlich auch da die Menschen, die ich da auch persönlich kenne, tatsächlich chatten wir auch oft über LinkedIn. Okay. Wenn Du eine Superkraft hättest, Du darfst dir eine aussuchen, welche wär's? Da hab ich tatsächlich drüber nachgedacht, das hattest Du mir ja schon geschrieben. Und ich dachte mir, ich glaube, es wäre aktuell Menschen, die Angst vor der Zukunft nehmen.
Weil ich glaube, das ist das Hauptproblem grade. Menschen, die Angst haben, lassen sich leicht manipulieren. Das stimmt. Und das könnte der Grund sein, warum grade so vieles in eine zu harte Rechnung geht. Hast Du nach nach in in der Retroperspektive, jetzt jetzt spring ich aus der Schnellfreienrunde raus und ich hatte dich vorgewarnt, ich lass mich da immer gerne treiben.
Aber mir fällt jetzt spontane Frage ein, die nicht im Skript steht. Hattest Du in in deiner Kindheit, in der Retroperspektive immer das Gefühl, dass deine Eltern dir die Angst genommen hatten? Ja. Oder ja. Ja.
Also bist Du angstfrei Auf jeden Fall. Großgeworden. Mhm. Ja, das ist natürlich 'n super Lob auch für deine Eltern. Okay, Kaffee oder Tee?
Kaffee. Kaffee. Kommt genauso kommt genauso wie aus der Pistole geschossen wie LinkedIn, okay. Als Sportler, aber auch als Businessmensch bekommt man ja häufig Feedback. Ich glaube, als Sportler wahrscheinlich noch mehr von Trainern, Trainingskollegen, Wettbewerbskollegen oder Gegnern.
Was ist denn so das wertvollste beste Feedback, das Du je bekommen hast? Kriegst Du da 1? Tatsächlich hat vor, ich glaub, 'nem letztes Jahr hat eine, hat jemand zu mir gesagt, das ist ja Wahnsinn, was für eine Karriere Du da gemacht hast oder welche Entwicklung Du gemacht hast. Und ich hab zurückgefragt, welche Karriere denn. Also na ja, also für mich war das so, ich hab bin da noch gar nicht da, wo ich hinwill.
Aber es war so dieses, normalerweise werden immer nur die Erfolge gesehen, die Ergebnisse gesehen, irgendwelche Siege gesehen, auch im Job, irgendwelche erfolgreichen Sachen. Und da war dann ein Mensch, der wirklich diesen Weg gesehen hat, also diese dieses die Entwicklung. Das fand ich, also das zu sehen, ist viel wert. Deine Heldenreise sozusagen. Mhm.
In Gänze. Ja. Und übrigens, eine Heldenreise ist immer iterativ. Das heißt, Du kommst irgendwann mit dem Elixier zurück, Du hast den Schritt geschafft, Du hast die Qualifikation, Du hast das Business oder was auch immer, die Europameisterschaft und dann beginnt 'n neues, eine neue Heldenhaueise. Mhm.
Das Leben ist bis zum letzten Atemzug immer iterativ an der Stelle. Deswegen weiß ich, versteh ich, was Du meinst, denn Du sagst, ich bin ja noch gar nicht da, wo ich eigentlich mal hinwill. Okay, Hund oder Katze? Katze. Katze.
Wenn Du jetzt 'n Businesstag hattest, der sehr anstrengend war und Familie und alles dazu, wie entspannst Du dich nach sonem Tag? Erster Teil der Frage und zweiter Teil in deinem speziellen Fall, unterscheidet sich dieses Entspannungsritual oder der Prozess von dem der Spitzensportlerin? Oh, auf jeden Fall. Also die letzte Frage kann ich schon mal Okay. Ich bin ja nicht mehr aktiv.
Also ich hab ja jetzt andere Ziele und das macht ganz viel, das ist son bisschen wie mein altes Leben. Also hattest Du ja grade schon gesagt iterativ. Mhm. Aber wie entspanne ich abends? Tatsächlich ist mein Leben noch wahnsinnig stark auf unseren Sohn ausgerichtet, weil ich arbeite Vollzeit, ich geborene da Vollgas, deswegen ist er komplett den Tag über in der Betreuung.
Und wenn er dann abends kommt, dann will ich auch voll für ihn da sein. Also das Handy weg und Also auch wenn's 'n anstrengender Tag ist und auch wenn ich vielleicht lieber was für mich machen würde, ist es mir wahnsinnig wichtig und versuch ich dann auch, das das daraus was für mich zu ziehen, wenn ich mit meinem Kleinen dann mit seiner Playmobil Burg spiele oder wir zusammen Andor spielen, einfach die Zeit mit meinem Sohn. Mhm. Also es gibt grade aktuell wirklich wenig, so, das mach ich jetzt für mich, sondern es gibt zuallererst meinen Sohn. Mhm, okay.
Was war das letzte Geschenk, was Du dir selbst gemacht hast? Ich mir, oh Gott. Das ist hart. Ich hab nicht gesagt, dass es einfach ist. Ja, weil ich sag schon, das ist hart, weil mein mein Mann zwingt mich schon immer.
Er macht mir dann immer Geschenke, damit ich auch mal was für mich habe. Aber dass ich mir Ich glaube, das ist, wenn ich mir selber Zeit freischaufel, dass zum Beispiel, wenn ich mir mal dann zwischendurch mal 'n Tag oder 'n halben Tag freigenommen habe und dann gesagt hab, ich geh jetzt, mach jetzt 'n Wellness- oder Saunatag und Mhm. Das ist das größte Geschenk für mich, weil ich mir Zeit schenke. Mhm. Ist tatsächlich, also wir sind ja jetzt eine Episode 26, die wir heute aufnehmen, 'n sehr häufig genanntes Geschenk, dass Menschen sagen, ich schenk mir Zeit mit mir selbst.
Finde ich auch wichtig, ja? In grade in 'nem Lebensumfeld, wie es bei dir und bei den meisten Menschen ist mit Familie und Beruf und Zielen und Anforderungen, ist, glaub ich, extrem wichtig, auch in Verbindung mit sich selbst zu bleiben. Mhm. Deswegen ist das auch 'n schönes Geschenk, mal ab und zu 'n Gang rauszunehmen und sich mal in die Sauna zu setzen oder so. Okay, Buch oder Podcast?
Buch. Ich bin gar keine Podcastzielgruppe, muss ich gestehen. Okay. Auch das ist Das ist auch was darf man im Podcast hier sagen? Das ist nämlich auch son Zeitding einfach.
Alle, die so Podcasts lieben, denk ich mir, frag ich dann auch immer, wann macht ihr das denn? Ich hab da die Zeit gar nicht, also Buch. Mhm, okay. Ich hab eine Superkraft in diesem Podcast. Ich kann dir virtuell ermöglichen, mit 1 beliebigen Person, vorzugsweise in 'ner berühmten Persönlichkeit oder Sportler oder wem auch immer, einen Tag zu verbringen.
Egal ob vor 500 Jahren gestorben oder aktuell noch lebend. Wenn Du 'n Menschen treffen könntest für 24 Stunden und ihn löchern, so viel Du willst, wer wär das? Oh wow, ich weiß nicht, ob ich son Die Zeit meiner Idole ist 'n bisschen vorbei. Ich überleg grade. Und Menschen, die mich faszinieren, versuch ich auch direkt auch kennenzulernen, also wenn's geht auf LinkedIn.
Aber Du sagst ja auch aus 'ner anderen Zeit. Ja, kein Problem. Wenn Du wenn dir jemand einfällt, schieben mir die Frage einfach. Ja, vielleicht fällt mir später jemand ein. Genau, vielleicht fällt dir noch mal jemand ein.
Auf jeden Fall, es wär wahrscheinlich eine starke Frau in der Geschichte. Mhm. Marie Curie hatten wir schon und solche Leute wurden schon genannt. Also von deinem Ja, genau. Michelle Obama war neulich bei 'nem Gast.
Also es gibt schon oft auch die Sehnsucht, mal mit so ganz starken, selbstbestimmten Frauen auch mal zu sprechen. Also Ja, ich hab dann Vielleicht fällt uns noch 1 1. Da fällt mich bestimmt noch 1 1. Ist das nur so, ich hab dann so, das kommt ja dann auch und was würdest Du sie dann fragen? Dann denk ich so, oh Gott, weiß nicht, fällt mir keine Frage ein.
Einfach mal 'n Tag zusammen verbringen, mit der Sauna oder sonst wo, ja. Das ist dann nur was anderes, das stimmt. Also da fällt mir bestimmt noch jemand ein. Gut. Was darf in deinem Kühlschrank nie fehlen?
Oh, das klingt echt schlimm, aber Fertignudeln, weil ich hab, wenn ich irgendwann sonem Thema richtig tief drin bin, dann dann bin ich so im Flow und dann vergess ich auch zu essen oder dann muss es halt einfach ganz schnell gehen und dann schaufel ich das einfach noch schnell rein. Okay. Da hab ich einfach nicht die Muse und die Zeit jetzt Hat man das eigentlich als Spitzensportler auch so? Oder Nee. War das da Nee, also da muss man schon Ernährungspläne dann auch, oder?
Also das ist sowieso, das ist eine eigene, also, wie soll ich sagen, Philosophie, Wissenschaft. Im Kampfsport gibt's ja Gewichtsklassen. Mhm. Und eigentlich konnte ich in meiner kompletten aktiven Zeit bis auf am Ende, da da haben wir uns entschieden, dass ich eine andere Gewichtsklasse kämpfe, aber davor konnte ich ja eigentlich gar nicht normal essen wie jetzt jemand, der kein Sportler ist oder so, sondern es geht eigentlich immer darum, dass Du, Du gehst immer ganz weit runter vom Gewicht, sodass Du halt Vorteile hast durch die Reichweite. Also Wow.
Deswegen gibt's ja auch die Waage und das kennt man ja auch son bisschen vom Boxen. Das gab's bei uns dann eben auch. Aber das war meistens dann 'n Tag vorher, dass man da auf der Waage dann steht und das geht auch im Das ist nicht darum, das geht bis nicht, dass man abnimmt oder so, sondern es ist Wasser und Gewicht, was man im letzten Moment dann runterkriegen muss und deswegen war eigentlich alles darauf ausgerichtet. Oder ich hab Beherrscht Du diese Methodik heute noch? Kannst Du noch sagen, bis nächste Woche mach ich mal 2 Kilo oder so, geht das noch?
Ja, wobei jetzt ist es ja, mein Stoffwechsel ist ja jetzt auch ganz anders. Also da bist Du ja, wenn Du jeden Tag trainierst und dann bist Du so am Limit, dann dann hast Du ja auch keine keine Reserven oder so. Das ist alles Muskulatur. Also deswegen meine ich, es ist wirklich nur Wasser. Also wenn Du nicht austrainiert bist, dann dann dann küsst auch nicht in die Nationalmannschaft, sag ich mal so.
Und das ist jetzt ganz anders. Also wenn ich jetzt 2 Kilo abnehmen müsste, weil ich grade ausm Urlaub komme, das ist halt, da muss ich abspecken einfach. Das ist, dann ist es dann schon was anderes als Gewicht machen. Aber ja, also es gibt schon noch son paar Dinge. Ich hab zum Beispiel, ich würd nie Butter essen oder so oder ich ich kann jetzt, ich kann mich jetzt nicht für 'n riesigen Kuchen begeistern oder so, da ess ich lieber 'n Schnitzel.
Also ich bin ich bin da schon noch geprägt davon, dass ich dass ich mich nicht total mit soner riesigen Kalorienbombe ernähren würde, so. Mhm. Okay. Das steckt schon noch drin. Ich würde mal bei dir gerne einen Satz beginnen, von dem ich von dir gerne die Information hätte oder beziehungsweise dass Du ihn zu Ende sprichst, ja.
Und ich beginne und Du sagst mir mal, wie er bei dir enden würde. Und der Satz lautet, Aggressivität ist für mich Mit seiner Impulskontrolle nicht zurechtzukommen. Okay. Mhm. Also ich hab die Frage deswegen ergänzt im Briefing, die kanntest Du nicht.
Schön. Weil ich son bisschen ambivalent war die ganze Zeit. Also Du bist für mich, ich hab dich ja jetzt nun 'n paarmal gehört und gelesen über dich und wir hatten ja auch 'n 'n Chat schon vorher, also eine sehr ausgeglichene, ruhige, entspannte Person. Jetzt werden aber ausgeglichene ruhige, entspannte Person nach meinem Verständnis jetzt eher nicht Kickbox Europameister, ja? Oder Vizeweltmeister und so weiter und so fort und diese ganzen Dinge, die Du erreicht hast.
Also deswegen denk ich mir so und da dacht ich mir so, eine interessante Eigenschaft und wie siehst Du dich selbst? Wär doch mal nach 'ner Aggressivität zu fragen, weil auch Business ja Aggressivität bedeutet. Man muss ja auch da angreifen. Die Frage ist halt, wie assoziiert man Aggressivität, ja? Und welche Rolle spielt die im Leben?
Deswegen dacht ich mir, okay, das frag ich dich einfach, ne? Aber ist okay. Also aggressiv heißt bei dir, Du hast keine oder nicht ausreichend Impulskontrolle dann. Ja, tatsächlich assoziiere ich mit Aggressivität auch was Negatives. Also wenn jemand aggressiv ist, dann bedeutet das ja nicht, dass er, also dass es, negativer ist sogar Wut, weil Wut kennen wir alle.
Aber aggressiv heißt, diese Wut wird falsch kanalisiert und richtet Schaden an. Mhm. Egal in welcher Form, verbal oder oder körperlich. Aber es ist witzig, dass dir das so aufgefallen ist, weil ich dachte auch, Wahnsinn, wie dich wie wie eigentlich mich jetzt viele Menschen sehen im Vergleich zu dem, wenn sie wüssten, wie ich eigentlich damals war. Also ich würd tatsächlich sagen, damals.
Ich ich mein, diese dieses diese Energie steckt ja trotzdem noch in mir drin, aber ich bin ich bin halt auch einfach mehr zur Ruhe gekommen. Viel davon ist natürlich auch durch mein Kind, mein Sohn. Viel auch durch die Erfahrung, die mein Mann und ich gemacht haben, was im Leben einfach alles prägt und was dann eben, wie man dann zu darauf reagieren muss und die Dinge relativieren auch einfach. Mhm. Und harte Erlebnisse im Leben machen einen aber auch immer stärker und in dem Fall dann auch einfach ruhiger.
Also ich würde sagen, das, was Du meinst, ist also eher Temperament als Aggressivität. Mhm. Also das Temperament ist sicherlich irgendwo da, aber ich kanalisier's woanders hin, sag uns so. Ich würd, es fällt mir an der bei der by the way, also zum Thema Gewicht von eben und zu diesem Thema jetzt so, sagen wir mal eine gewisse, wie soll ich sagen, Rauheit in deinem Sport, den den's da gab. Ich weiß gar nicht, wie ich's anders beschreiben soll.
Jetzt fällt mir eine lustige Geschichte ein, die ich gehört hab beim Kollegen, Podcastkollegen Kevin allein im Marketing. Mhm. Da warst Du Gast. Und dann hast Du erzählt, ich ich zitier dich jetzt einfach sehr offensiv, deswegen glaub ich darf ich das, dass Du mal eine Gegnerin hattest, die dich irgendwie geärgert hat. Zum Thema Wut fiel mir das jetzt grade an, ja?
Ja, ja, ja. Und dann hast Du gesagt, okay, dann mach ich jetzt Gewicht, ja. Also heißt für mich, ich geh eine Klasse niedriger vom Gewicht, hab noch mehr Reichweitenvorteile und dann würd ich die nächstes Mal richtig vermöbeln, ja. Also so so hast Du's natürlich nicht ausgedrückt, aber so war so kam's bei mir an. Mit dem Ergebnis, dass Du so, ich glaube, mit ihr mittlerweile befreundet bist oder ihr euch kennt und sie dann gesagt hat, Du hast mir damals irgendwas die Nase gebraucht.
Die Rippe. Die Rippe. Die Rippe, die Rippe. Ja, mein Sightkick war sehr hart. So war's, ja.
Ich hab immer so Also das ist ja schon auch 'n Thema. Ich hab tatsächlich auch in meinem Skript stehen und da hab ich so auch länger drüber nachgedacht, vielleicht ist das 'n guter Moment, das jetzt mal hier reinzubringen. Sport ist ja nicht gleich Sport. So, ich will's mal so herleiten. Du kannst ja Golf spielen und auch im Duell gegeneinander oder Du spielst Tennis gegeneinander.
Natürlich kannst Du im Tennis umknicken und verletzt dich oder so, aber beim Kickboxen ist ja das Ziel dem Gegner, dem dem Wettbewerber, na ja, wehzutun will ich nicht sagen. Also ich versuch mich irgendwie so jetzt so rauszufinden und ich will ich will dahin ist, ich will dahin. Das ist ja schon 'n, wo Und es ist ja schon Sport, wo mit deinem Sieg sozusagen eine schmerzhafte Niederlage das Gegenüber einhergeht. Mhm. Natürlich verlierst Du auch mal, aber Du hast ja auch sehr, sehr oft gewonnen.
Und ist das was, was einem, wenn man in jungen Jahren Wir kommen ja gleich in deiner Vita, wenn wir wieder da reinsteigen, auch noch dazu, wie Du hingekommen bist. Ich hab's, weiß es ja schon, aber ich möcht's trotzdem noch mal hören. Ist es was, was einem dann Also ist das nicht eine Hürde irgendwie sozusagen, ich ich versuch mal, um's 'n bisschen plastischer zu machen, mit 'ner Szene zu beschreiben, wie ich mir das vorstelle. Du bist im Training mit 'nem guten Freund. Ihr ihr ihr trainiert sicherlich sehr viel und sehr hart, wenn man auf diesem Niveau Kickboxen macht wie Du.
Und dann triffst Du den und der fängt an zu bluten oder die, ja. Mhm. Wie ist 'n das dann? Ist das einfach so ganz normal oder sagst Du dann, nee, musst ich schon auch irgendwie lernen, dass Verletzungen dazugehören dann? Ja, das musst ich auf jeden Fall lernen.
Also vor allem auch auf 'nem Wettkampf. Also im im im Training, da ist das Gute, dass da natürlich dann auch immer der Trainer noch da ist und das Ganze wird dann son bisschen aufgefangen so. Da ist das, da hat das nicht diese diese diese aufgefangen so. Da ist das, da hat das nicht diese diese diese dieses Negative, sondern Unfälle können passieren son bisschen. Das ist bei jedem Sport ja auch so.
Aber tatsächlich, was Du ja auch meinst, so jetzt im Vergleich zu Tennis oder Golf, im Kampfsport und vor allem im Kickboxen und in diesem, da da geht es ja direkte Konfrontation. Also es geht ja, das ist 'n 1 zu 1 gegeneinander direkt. Und wenn Du verlierst, dann hast Du Schmerzen, ja. Aber das Ziel ist tatsächlich in dem Fall zu gewinnen, nicht den anderen KO zu schlagen. Also ich hab nicht Vollkontakt gemacht, nicht das wie beim Boxen, sondern Point Fighting, wo es darum geht, schneller zu sein als der andere.
Und dann kann man da auch ganz viel Punkte sammeln und wenn man selber gut ist, hat man Glück und kriegt gar nichts ab sogar. Also deswegen ist Aber ja, dieses dieses jemand anderem tatsächlich dann auch verletzen, da springt man sofort gedanklich Also in dem Moment, wo man kämpft, da geht es den Kampf, da geht es den Punkt, da geht es ums die das Treffen, da geht es darum zu dominieren auch. Klar, es sollen auch harte Treffer sein, aber in dem Moment ist man in 'nem anderen Modus. Wenn man dann den anderen verletzt, rennt man sofort hin und und und kümmert sich darum, was ist los, was passiert ist, wollte ich nicht, so vom Gefühl. Dieses das wollte ich nicht, das lernt man dann.
Also ich hatte ich hatte erst mal bei 'nem bei 'nem anderen Verband, es gibt ja so, also es gibt so diesen einen großen wichtigen Verband, der auch im olympischen, also im DOSB ist. Und da gab's aber so kleine Verbände noch und da war ich schon mal bei 'ner Weltmeisterschaft dabei, wo ich ging, eine deutsche, im Finale war sagt schon alles. Und die hat dann plötzlich aus der Nase geblutet. Also es war so ganz und ich und da war ich noch ganz jung, das war mein, das war 97, da war ich grade 3, ich hab 93 angefangen, also so 3, 4 Jahre dabei und war schon auf 'ner WM im Finale. Und nächste Mal 'n Trainer, mein Gott, die blutet aus der Nase, die blutet aus der Nase.
Also das hat mich richtig also rausgebracht, da konnt ich gar nicht mehr normal weiterkämpfen. Und er dann auch so, jetzt bleib ruhig, das kennst Du doch vom Training, das kann doch passieren und so. Also das war dann so die Aufregung zusammen mit dem, oh mein Gott, ich hab 'n Menschen verletzt, also dieses raus rausgezogen werden aus dem Modus. Mhm. Das muss man dann lernen, dass man sagt so, ich bleib da jetzt drin, ja, ich dreh Also es war tatsächlich dann später so, ich hab mich dann weggedreht.
Also man geht und dann schaut, wie schlimm ist es, muss ich und wenn's wirklich schlimm ist, geht man natürlich hin. Aber erst mal dann, okay, erst mal warten und dann schaut man den Trainer an, damit man in diesem Modus bleibt. Weil kann sein, dass es gar nicht so schlimm ist, derjenige wieder aufsteht, einmal durchschnauft oder es war vielleicht nur Show, gibt's auch. Mhm. Und dann musst Du wieder voll da sein.
Und deswegen hab ich dann eher so, okay, ist was? Okay, erst mal zum Trainer schauen und der dann auch, bleib ruhig, bleib ruhig und dann versuchst Du dich zu konzentrieren und das lernst Du. Die Frage, die bei mir da aufgekommen ist und die würde ich dann jetzt auch mal hier platzieren, ist, Du bist ja auch Teamlead. Also ohne jetzt vorgreifen zu wollen, hast Du ja Marketing, die Marketing Unit bei euch aufgebaut, so wenn ich das alles richtig recherchiert habe und bist auch Teamlead und bist personalverantwortlich. Mhm.
Und ich hab mir gedacht und das ist so schön, dass Du das jetzt mit dem Trainer und so auch beschrieben hast, weil so ähnlich hab ich's mir auch vorgestellt. Und ich dachte mir so, wenn jetzt Du diese Erfahrung als Spitzensportlerin gemacht und ihr kämpft ja 1 gegen 1, aber ihr kämpft ja auch in Mannschaften. Also deswegen hab ich auch zu Beginn noch mal deutlich gesagt, Du warst 15 Jahre, glaub ich, Teil der Nationalmannschaft oder so oder über über sehr lange Zeit Teil der Nationalmannschaft. Das heißt 'n Team, ja? Und auch jetzt bist Du 'n Team und Du bist sozusagen jetzt der Coach in manchen Situationen, der Trainer, ja?
Derjenige, der auch die Leute einstellt und und solche Dinge macht. Und dann hab ich mir überlegt, wenn jetzt jemand kommt zu dir und sagt, Adriana, ich hab Mist gebaut, keine Ahnung, 'n Pitch in die Hose gegangen oder irgend irgend 'n Produkt, was ihr macht, ja, in eurer Außendarstellung, hat überhaupt nicht funktioniert. Wie viel Coacherfahrung, wie viel Erfahrung aus diesem Sportlerleben steckt dann im Business? Hat dir das geholfen oder sagst Du, nee, sind schon 2 ganz unterschiedliche Dinge? Ich glaube, mir hat's unglaublich geholfen.
Also ich finde, es ist wirklich intensiv Sport zu machen, ist für jede für jeden in der Entwicklung wichtig und gut und hilfreich später für den Job. In dem in dem Fall, wenn jetzt was schiefgelaufen ist zum Beispiel, ist es ja ganz extrem so dieses nach nach nach wieder aufzustehen, wenn wenn also es läuft was schief und dann wieder angreifen so, hey, sich davon jetzt nicht nicht runterziehen zu lassen. Und das ist tatsächlich was, wo ich auch gemerkt habe dann irgendwann, dass sich gerade jüngere in, also Teamkolleginnen, also waren in dem Fall fernekolleginnen auch, dass die sich teilweise wahnsinnig schwertun, dass die diese Rückschläge zu sehr auf sich beziehen, zu sehr, dass die das zu sehr mitnimmt. Also denen fehlt dann quasi so dieses Durchbeißen, dieses Durchhaltevermögen. Und das ist das sehe ich halt tatsächlich auch als als meine Aufgabe dann auch, ihnen dabei dann zu helfen, so diesen Weg zu finden, dass sie damit, dass sie dann eben dieses dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren.
Also dass sie nicht sagen, dass das eine der eine Fehler oder das hier, das bringt mich wirft mich aus der Bahn so, nein, das ist das da ist was schiefgelaufen, jetzt stehen wir wieder auf. Das ganz große Ziel ist das oder wo willst Du denn hin, deine Perspektive. So da kann ich, glaube ich, oder ist es auch vor allem meine Aufgabe zu unterstützen und da kann ich schon viel aus dem Sport dann auch ziehen, weil Es gibt keinen, der einfach durchrauscht, weil Du diese Niederlagen brauchst für die Entwicklung. Mhm. Ja, cool.
Gut, letzte Schnellfragerunde und dann sind wir da schon mal durch. Auf der Glücksskala von 1 bis 10 bist Du wo? Also jetzt grade. Ich auf 'ner 9. Okay.
Also Wie eine 9? Also es ist so, ich eigentlich guck ich versuche ich immer wieder zu hinterfragen, ob ob ich noch auf dem richtigen Weg bin und ob auch mein mich herum, meine Familie, ob alle, ob es allen damit gut geht und mir damit gut geht. Deswegen diese 9 ist jetzt darauf bezogen. Wenn man jetzt mit reinnehmen würde, das ist auch der Bereich, den ich beeinflussen kann. Also alles, was ich selbst beeinflussen kann.
Wenn man jetzt größer denken würde, also gesellschaftlich, dann würde ich die Zahl definitiv weiter runtersetzen, weil's grade wirklich Themen gibt, die sehr belastend sind. Mhm. Das stimmt und da kann ich dir auch was reflektieren. Ich hatte ja mit, ich habe ja diesen Podcast und mach mit Marco Jank aus Berlin zusammen noch Jung und Jung. Und wir hatten im letzten Jahr 'n sehr intensive Reise gemeinsam zum Thema Purpose Mhm.
Und haben ganz, ganz viele spannende Aspekte beleuchtet, also Umweltgeschichten. Wir hatten jemand da von der ESA, den lieben Kai, der uns mal erzählt hat, wie guckt eigentlich jemand auf die Welt und auf Purpose, so auf diese ganzen Konflikte, die wir haben, wenn Du ausm Weltraum guckst oder auch innere Geschichten, also Selbstliebe und alle möglichen Themen haben wir beleuchtet. Und am Ende kamen wir unter anderem zu dem Fazit, dass Du nur die Dinge eben wirklich im Fokus haben solltest, wo Du auch in die Wirksamkeit kommen kannst. Also was ich damit sagen würde, ist, wir beide und wenn wir es noch so gut meinen, werden heute den Konflikt in Gaza nicht beenden können. Wir können tun, was wir wollen, ja?
Du in deinem Office, ich mein, das wird nicht funktionieren. Aber wir können vielleicht menschlicher sein zu Menschen, die uns begegnen und so aussehen, als kämen sie von da oder whatever, ja? Also egal was. Es gibt Dinge, wo wir alle in die Wirksamkeit kommen können und das finde ich total wichtig, da auch zu sagen, okay, also ich würde dann lieber die Neuen nehmen, weil mir geht's darum, wie geht's der Adriane, die ich gerade sehe, ja? Natürlich haben wir Probleme und große Probleme und ich fand das aber vorhin auch sehr schön, dass Du gesagt hast, wichtig, jungen Menschen dann Mut zu machen an der Stelle, auch im Team oder in der Familie und generell, denn ich glaube, alle Generationen zu allen Zeiten hatten sehr große Herausforderung.
In vielen Jahrhunderten waren sie sogar lebensbedrohlich. Die haben wir eigentlich in dem Sinn jetzt so nicht direkt zumindest. Und ja, also ich finde es total wichtig und da ist es auch gut zu sagen, okay, gesamtgesellschaftlich vielleicht eher eine 7.5, aber privat. Genau. Im Privat bin ich bei 1 soliden 9.
Schön. Letzte Frage, ich frag eigentlich nie nach Familienmitgliedern, deswegen musst Du auch nicht beantworten, wenn Du nicht möchtest. Mich würde aber trotzdem in deinem Fall mal interessieren, weil Du auch gesagt hast, Sport für junge Menschen ist wichtig und so weiter. Ist ja eigentlich 'n No Brainer, aber macht dein Sohn Sport? Ja, ja.
Also in der Coronazeit wollte er mal, dass ich ihm Kampfsport beibringe, aber der war er noch so klein und dann habe ich gesagt, nee, da so für Kampfsport, da musst Du eine gewisse Reife haben. Und er macht er schwimmt und macht Basketball. Also wir haben extra Individualsportart und und Teamsport war uns auch wichtig, die Kombination. Und einfach, dass ihm schon mal was mitgegeben wird. Und wenn er dann älter ist, dann dann dann Kampfsport.
Personal Training von der Mama. Dann dann kommen wir jetzt ganz schön auch auf diese Abbiegung sozusagen zu deiner Vita wieder, weil wir waren ja irgendwie im Alter 11, 12, ich sag mal so, vorpubertär. Mhm. Und ich weiß, ich teaser das einfach schon mal an, dann kam mal irgendwo bei dir die intrinsische Und wir nennen das eben in der Heldenreise, tatsächlich ist der nächste Punkt der Ruf zum Abenteuer. Also irgendwann merkt man so in seiner gewohnten Welt, okay, ich mach jetzt Ballett und die Schule ist cool, das ist alles irgendwie cool.
Aber irgendwie reizt mich noch irgendwas und ich glaube, das passt ganz gut auch zu der deiner Lebensphase damals, oder? Ja, auf jeden Fall. Also tatsächlich war so der Schlüsselmoment. Ich hab ja schon gesagt, ich wollte Tänzerin werden und in der John Crenco Schule, da wird das ganze Leben auch darauf ausgerichtet. Du kannst gar kein Abitur machen, Du musst so in die Ballett Akademie in der nach der elften Klasse.
Und ich sitz jetzt zwar, aber man sieht's jetzt nicht, aber ich bin auch relativ groß. Das heißt, die Voraussetzungen für eine Tänzerin sind dann sehr schwer, weil der Partner muss größer sein und prima Ballerinas sind sowieso schon haben schon einen hartes harten Weg. Und dann aber, was Du jetzt gerade beschreibst, ist eher so dieses mich rum fingen dann so diese Teenie Erlebnisse an und meine ganzen Freundinnen, da stand bei mir stand so ilove Ballett und bei ihr stand teil ilove Felix oder weiß nicht wen und so. Dachte ich so, okay, wenn ich den Weg gehe, dann geh ich 'n ganz anderen Weg und vielleicht was vielleicht hat das Leben dann noch fast ganz anderes parat für mich. Und und das kam dann irgendwo son bisschen zusammen, dann dachte ich, nee, ich will vielleicht einfach auch 'n normales Leben.
Und nicht mehr einfach nur Tänzerin werden und alles darauf ausrichten. Und dann kam eben so dieser Bruch, also kein Ballett mehr, hab dort aufgehört und das hätte keinen Sinn gemacht, jetzt noch in irgend 'ner Ballettschule son bisschen rumzuhüpfen oder so, weil ich hab's ja wirklich im Internat so intensiv betrieben, dass ich diesen harten Cut dann auch wollte. Und ich hatte ja schon gesagt, ich hab 2 große Brüder und die waren im Taekundo und dann bin ich da im Taekundo mit mitgegangen. Und das war tatsächlich eben auch in dem Verein bei uns gab es Taekundo und Kickboxen zusammen. Also mein Einstieg war dann über Taekundo.
Frage, die ich an der Stelle habe, ist, weil ich ja selber 2 Kinder hab, man ist nicht schon erwachsen, aber trotzdem und ich son bisschen da antizipieren kann, wie deine Mutter sozusagen auch diese Ballettkarriere wahrscheinlich gewollt und gefördert hat, schätz ich mal. Frage, wie einfach war das zu sagen, ich mach jetzt hier 'n Break? Warst Du so durchsetzungsstark oder waren einfach deine Eltern immer so tolerant, dass sie gesagt haben, okay Kind, wenn Du das anderes machen möchtest, dann feel free? Ich glaub, meine Eltern haben so was dann einfach auch genauso mitgespürt. Also wenn ich das so beschrieben hab zu Hause, ich weiß jetzt gar nicht, also ich hatte immer das Gefühl, dass ich das entschieden hab, aber das war etwas, was meine Eltern absolut voll unterstützt haben.
Also ich glaube auch im Nachhinein nicht, dass dass meine Eltern mich da jetzt beeinflusst haben, aber sie haben auf jeden Fall gesehen dasselbe gesehen, was ich gesehen hab. Als ich ihnen das Vielleicht hab ich ihnen diese Situation noch beschrieben oder sie haben gemerkt, wie mein wie ich mich dabei fühle. Und dann haben sie tatsächlich auch gesagt, alles klar, dann nehmen wir dich auch aus dieser Schule raus in der Stadt. Und dann kommst Du jetzt auf die Schule bei uns im Ort mit den mit den mit deinen Brüdern in der gleichen Schule und ich hatte dann im Konfirmationsunterricht hab ich dann auch schon 'n paar kennengelernt, sodass ich dann nicht ganz neu dort war, so das Umfeld schon 'n bisschen kannte. Das heißt, also das war dann sogar noch zusätzlich, haben meine Eltern gesagt, dann lass uns doch gleich den richtigen Schritt gehen, dass Du dann auch hier im Ort dann auch in der Schule bist.
Das war 'n bisschen schwerer, dann so diese die Freunde in der Stadt. Dann da so diesen diesen, wir wir sehen uns nicht mehr jeden Tag, aber tatsächlich war das auch eigentlich total unpraktisch. Ich musste immer mit der wahnsinnig weit fahren. Ich konnt nicht einfach zu, es war jemand vorbei und klingeln. Und das war dann eigentlich auch auch noch mal 'n wahnsinniger Bruch, der aber sehr schön eigentlich war.
Und ich hab dann immer noch Kontakt gehabt zu den Freunden aus der Stadt, Gott sei Dank. Was ich sehr bemerkenswert an der Geschichte jetzt finde und das möcht ich auch deswegen noch mal kurz rausziehen, ist, dass Du so by the way eben gesagt hast, meine Eltern haben das einfach mitgefühlt, ja. Und das ist natürlich 'n Megasatz, ja. Also ich glaube, viel 'n viel größeres Lob kann man seinen Eltern nicht geben. Und wenn Du sozusagen dieses diese Eigenschaft bei deinem Kind hast, oder ich hoffe, ich hatte es bei meinen immer, dann dann ist das, glaube ich, das Schönste, was passieren kann für ein Kind auch, dass es gar nicht viel erklären muss, sondern die Eltern einfach spüren, was tut ihr oder ihm gut.
Und meine Eltern haben das einfach mitgefühlt. Das ist sicherlich 'n Satz, der bei mir noch lange hängenbleibt, das weiß ich, ja, definitiv. So, jetzt bist Du also wieder zu sozusagen eine halbe Stunde aus der Stadt raus in der Provinz in Anführungszeichen ankommen. Du kannst Taekwondo machen. Mhm.
Jetzt ist ja vom von der Taekwondo lernten 'n kleinen Schwester zur Vizeweltmeisterin den Gebobten ja immer noch 'n ganz schöner Weg. Magst Du uns den mal kurz so im Stalkator vielleicht erklären? Wie wie kommt das? Und was mich besonders interessiert, vielleicht vorweg schon, was war eigentlich der Moment Also ich meine, Kickboxen ist jetzt kein Breitensport. Du bemängelst das ja auch zurecht und ist auch Fernsehpräsenz und so weiter könnte man auch lange drüber reden.
Gelder et cetera, die diese Sportler bekommen. Aber was mich interessiert jetzt an der Stelle ist, es gibt ja trotzdem Hunderttausende wahrscheinlich, die Kickboxen oder oder Millionen vielleicht sogar in Deutschland und in Europa. Was war der auslösende Moment, wo Du gesagt hast, okay, jetzt bin ich 'n Kickboxen angekommen, ich möchte aber nicht 0 8 15, so wie alle anderen, vielleicht glücklich. Ich will Deutsche Meisterin werden, keine Landesmeisterin, Deutsche Meisterin. Vielleicht beschreibst Du auch kurz den Weg mal.
Aber mich würde interessieren, wo kommt diese Motivation her, wirklich an die Weltspitze zu kommen? Das ist ja noch mal 'n Unterschied. Also zunächst mal, ich bin am Anfang son bisschen rein gestolpert eigentlich eher, weil ich dadurch, dass ich ausm Ballett kam, hab ich eine wahnsinnige Tiefenmuskulatur mitgebracht und eine sehr gute Dehnung natürlich auch. Deswegen war ich auch 'n vor allem 'n Kicker, jetzt nicht die Fäuste, weil die waren im Ballett sind die ja sehr weich, die Hände und die Arme. Also ich hab da etwas mitgebracht, wo ich unglaublich schnell unglaublich gut geworden bin.
Einfach im Teekundo hast Du ja ganz viel Teekundo hat ja auch diesen Fokus auf die Beine. Mhm. Da irgendwelche spektakulären Kicks konnte ich halt ganz schnell schon, weil da die Dehnung da war und eben auch die Haltekraft dafür. Also die Kombination war sehr stark. Deswegen ging das auch so schnell und das hat mein Trainer ja auch gesehen.
Und wenn man gut ist und dann da automatisch und das das spürt man dann auch und was man da dann auch so gespielt bekommt von dem Trainer und das da kam dann einfach 1 nach dem anderen oder 1 es kam einfach so zusammen, dass es bei uns, wer wer wirklich auf Wettkämpfe gehen wollte, der sollte ins Kickboxen. Weil der Kampfstil sehr ähnlich war. Also der dem Verband, in dem wir waren im Teekwondo war der Kampfstil sehr ähnlich zu dem Kickboxen. Und deswegen wurde ich da, weil ich ziemlich schnell sehr gut wurde und dann hat mein Trainer gleich gesagt, komm doch mit auf den Teekwondo Turnier und dann war's mal 'n Teekwondo Turnier und dann wurde es dann auch 'n Kickboxurnier. Und das ging relativ schnell und dadurch, dass ich dann auch sehr schnell Erfolge hatte, dass es dann so, da hat man da da hab ich dann quasi, ja, so, wie sagt man beim, man sagt beim Formel 1 hat man mit Benzin gerochen oder ich weiß es nicht, was bei uns dann ist, aber so dieses, da war ich dann dann das hat mich dann gepackt.
Ich saß nicht da und hab gesagt, ich weiß nicht, ab wann ich gesagt hab, ich will jetzt Weltmeisterin werden. Das war einfach, ich wollte einfach, ich wollte immer besser werden. Also das kommt schon aus dem Ballett dann auch, diese Disziplin und dieses knallhart an sich arbeiten. Also Ballett ist ja noch viel schmerzhafter, nur dass Du nicht von außen den Schmerz bekommst, aber diese diese Disziplin und dieses also wirklich jeden Tag 2 Stunden, das macht ja keinen Spaß. Also das Training, das ist ja das das ist ja der Erfolg und also das ist das Erlebnis auf der Bühne dann, was einen was einen dazu bringt, sich das anzutun quasi.
Und diese diese Einstellung, die hatt ich eben dann natürlich auch in im Tegondon, im Kickboxen. Und dadurch wurd ich eben ganz schnell auch richtig gut und auch erfolgreich auf den Turnieren. Und ja und der Erfolg hat mich da einfach son bisschen mitgenommen. Und vielleicht war's dann auch son bisschen, ich wollte immer Tänzerin werden. Und dann kam irgendwann dieser Gedanke, ich will die beste Kickboxerin werden.
Mhm. Ich weiß nicht genau, wann. Also war's eigentlich der Erfolgshunger, Ja, genau. Den man son Stückchen weitergetrieben hat. Genau, genau.
So dieses dieses Erleben, was es bedeutet, wenn ich wenn das wenn die ganze das ganze Training eben Ergebnisse, also wenn ich dadurch erfolgreich werde, ja. Mhm. Jetzt warst Du eine 1 absolute Spitzensportlerin. Parallel hattest Du ja aber auch vermutlich berufliche Ressourcen schon zu bedienen oder Ziele oder wie auch immer man das nennen möchte. Wie wie war das?
Bedient das parallel? Also es ist tatsächlich war die die intensivste Zeit war in meiner Studienzeit. Also ich hab als Schülerin angefangen. Wie gesagt, ich als ich Teenie wurde, hab ich mit Teekundo angefangen und meine 1. Deutsche hab ich dann, ich weiß gar nicht, 96 gewonnen.
Auf jeden Fall 98 wurde ich ja dann zum ersten Mal Europameisterin und in dem Jahr hab ich Abi gemacht. Also das sagt eigentlich ganz gut zu dem Zeitraum. Und dann während dem Studium hab ich nebenher dann eben auch immer trainiert und das geht natürlich dann auch gut, weil man im Studium, ich hatte jetzt keine Präsenzpflicht und konnte mir das dann auch ganz gut einteilen. Und es war dann eher nach dem Studium, ich war dann schon, bin schon eingestiegen in beruflich, aber da wurde es immer schwerer, also sich das Training beizubehalten. Und da kam dann auch ehrlich gesagt eine Verletzung.
Also ich musste mich immer extrem meinen Rücken kümmern, bisschen mehr als normalerweise. Und das kostet Zeit und als ich dann angefangen hab, Vollzeit zu arbeiten, war da ist genau diese Zeit verloren gegangen und dann hatte ich 'n Bandscheibenvorfall. Mhm. Genau, das hab ich gehört. Im Übrigen war ich 'n bisschen überrascht in der Vorbereitung, dass Du von 'nem Bandscheibenvorfall abgesehen und ich hatte selber schon einen, also ich will das gar nicht bagatellisieren, das ist 'n furchtbarer ist 'n furchtbarer Schmerzen, ja, Aber es ist halt in Anführungszeichen nur 'n Bandscheibenvorfall, dass Du gar keine größeren Verletzungen in in deiner Karriere davongetragen hast.
Ich glaube, die Nase hat hier und da mal was abbekommen, hast Du nachher festgestellt mal in 'nem anderen zusammen Ja, ja, genau. Hast Du nachher festgestellt, mal in 'nem anderen zusammen Ja, ja, genau. Hast verstanden. Ja, ja, genau. Aber im Endeffekt richtig große Sportverletzung, Bänderriss oder 'n Knie kaputt oder so was hattest Du nie.
Nee, nee, das ist tatsächlich das war tatsächlich ganz lange, ich glaub, bis ich 26 war, hatt ich wirklich gar nichts und dann kam eben das Thema Rücken. Aber man muss auch dazu sagen, dass der Sport, das unterschätzt man, natürlich ist die Nase, den kann man nicht schützen, da kann man aber ansonsten hat man wahnsinnig viel Schutzausrüstung. Also man hat 'n Helm, Faustschützer, Brustschutz bei den Frauen, Tiefschutz, dann Schienbeinschutz, Fußschützer. Also der der der, es ist ja so schon auf den Kampf ausgelegt, dass die Verletzungsgefahr jetzt da eigentlich nicht so groß ist. Die Verletzungen entstehen eigentlich eher aus der Bewegung raus oder eben, dass mit der Nase passiert dann, wenn wenn der Schlag dadurch verstärkt wird, dass jemand noch zusätzlich nach vorne geht.
Also durch der einfach nur durch den Schlag ist eigentlich unwahrscheinlich, dass das passiert. Aber sobald jemand gleichzeitig nach vorne geht, hast Du die doppelte Kraft natürlich, die dann einwirkt auf die Knochen. Aber ansonsten würde ich sogar sagen, dass wir in dieser Sportart weniger verletzungsanfällig sind als jetzt zum Beispiel, wenn ich dann denke bei 'nem Hallensport, wie sich da allein durch die Schuhe, wie sich da die Knie bei Handballern verdrehen oder mein Mann hat Basketball gespielt, deswegen weiß ich, dass die, also seine Sprunggelenke sind einfach komplett im Eimer. Also wie die gehen der Und einfach, weil Du eben diesen diesen Grip und dieses Hängenbleiben immer wieder hast. Also ich glaub, das ist eine härtere Herausforderung für den Körper als verrückterweise kicktboxen, obwohl das so auf auf Kontakt aus ist.
Ja, ich glaub, es ist oft so. Also wie Du schon sagst, ich glaube Handball ist, glaub ich, wirklich eine der verletzungsanfälligsten, eine der verletzungsanfälligsten Sportarten. Ich hatte lange Funktionen und hab auch mal, ja, ich hatte lange eine 1 tragende Funktion in dem Profi Eishockeyverein. Oh. Und die Leute haben sich immer gewundert, wie wenig Verletzungen die Eishockeyspieler haben über die Saison, die Zähne.
Die seh ich wollt grad sagen, das ist jetzt wie bei uns die Nase, sonst da halt die Zähne dann, gell? Aber das ist dann aber gewollt, weil die haben ja in der Regel 'n Mundschutz und der fliegt aber an bestimmten Situationen auch mal raus. Ja. Und dann geht's ja auch in den Unfall und dann kostet's auch mal 'n paar Zähne. Aber die haben tatsächlich relativ wenig schwere Verletzungen und ich kann mir das beim Keyboxen auch gut vorstellen.
Ich fand's einfach auch nur schön, dass das gar nicht irgendwie so in deiner Vita also keine wichtige Rolle spielt und das ist ja auch mal erwähnenswert bei jemand, der derart viele Meisterschafften gesammelt hat wie Du. Jetzt würde ich gerne aber, bevor wir sozusagen die Kurve ins Businessleben bekommen, noch mal eine Frage stellen, die ist mir ganz wichtig, weil wir sind ja immer noch in der Heldenreise und in der Heldenreise ist ein zentrales Element immer der Widerstand, der Feind, der Widerstand, der Bösewicht, das Problem, ja, das Du vor dir hast. Und die Frage, wenn ich mir deine Lebensgeschichte, die ich sozusagen ermitteln konnte, mal angeschaut hab, dann klingt das wie eigentlich wie 'n Märchen von Bull Disney, ja? Also jetzt noch mehr, weil ich weiß, welche Kindheit Du hattest, welche Eltern Du hast, welche Geschwister Du hast, wie dein Weg war, wie autonom Du dich selbst bestimmt hast und selbst deine Weggabelung schon gegangen bist, auch im jungen Alter offensichtlich. Trotzdem würde ich gerne mal wissen, es gab sicherlich Widerstände, es gab sicherlich schmerzhafte Niederlagen oder Zweifel auch von dir selbst an deinem Weg.
Gab's die? Wenn ja, wie gehst Du mit so was Also Widerstände ganz am Anfang war eine harte Erfahrung, dass ich hatte diese Wettkämpfe ja am Wochenende und die waren teilweise irgendwo in Deutschland verstreut und teilweise auch sonntags. Also da war samstags vage, sonntags der Wettkampf. Du hast vielleicht abends erst deinen deinen Kampf gehabt oder das Finale oder so, wenn's die Deutsche war. Und dann kommst Du ja irgendwann spät nachts heim und bist dann Montag morgens natürlich wahnsinnig müde.
Und die und von der Schule hab ich, da hab ich wirklich eine ganz, ganz schlechte Erfahrung dann gemacht. Also die Lehrer haben wirklich gedacht, ich hatte dann Montag morgens hatte ich Englisch LK und der Lehrer hat gedacht, ich wär 'n hätte 'n Drogenproblem oder keine Ahnung. Oder andere Lehrer, ich dachte, eigentlich müssten's die die ja wissen. Ich mein, ich lauf jetzt nicht durch die Gegend und erzähle von meinem Sport, aber ist natürlich auch 'n unbekannter Sport oder 'n Sport, wo man nicht weiß, wie die Lehrer darauf reagieren. Aber andere in meiner Klasse, die waren am Wochen, die waren auch müde, aber die waren halt mit dem Orchester unter Nee, nee, die waren halt mit dem Orchester und der Geige oder so.
Okay. Und die wurden dann die wurden dann total gepusht und oh, wie toll und oh ja, ist das geht's dir denn gut oder bist Du denn sehr müde? Und ich dachte so, okay, Kultur und Musik ist eine andere Wertschätzung als Sport. Also das war schon mal so eine 1 harte Erfahrung im in der Schulzeit und Aber da möcht ich noch mal ganz kurz voran, sorry, wenn ich dich noch spreche, aber ich find's zentral wichtig. Wussten die's definitiv nicht?
Also oder hast Du einfach das Gefühl gehabt, weil wenn Du sagst, die die anderen hat eine andere Wertschätzung, gehst Du ja davon aus, die Lehrer wissen. Die eine spielt Geige, sag ich jetzt mal und die andere macht Kickboxen. Die wussten's aber gar nicht, meinst Du? Ich weiß es gar nicht. Also Also die Frage, die mir eigentlich dahinter auf den Nägeln brand ist, Du bist heute im Marketing, ja.
Marketing bedeutet, tu gut und redet zu machen. Ja, darin war ich so schön. Das heißt, das hast Du zu dem Zeitpunkt gar nicht gemacht. Also Du bist tatsächlich nicht, auch nicht bei den heißen Boys, mal aufgelaufen, hast gesagt, übrigens, ich bin grade Vizeuropameisterin geworden im Kickboxen oder so. Also das ist son Typ bist Du nicht oder?
Nee, gar nicht. Also zumindest war ich das damals nicht. Also tu Gutes und rede darüber, habe ich auch jahrelang natürlich über die Firma, das Produkt damals, Sportartikelbranche war ja auch 'n Produkt, waren ja auch Produkte und so. Da natürlich total, aber tu Gutes und rede über mich? Nee.
Also das hab ich nie, also mich selbst zu zu gut zu verkaufen oder zu vermarkten, da boah, ganz große Schwäche. Also ich mein, bei uns natürlich die Schüler, die wussten das dann schon. Also wenn Du sagst, die heißen Boys oder so, also die wussten das dann schon, aber ich war mir noch nicht, wie gesagt, ich wusste noch nicht mal, ob sie Lehrer wissen oder nicht, aber sie haben auch nie gefragt. Da war ja auch gar kein, also das war schon son bisschen, der eine Lehrer, der so ganz besonders reagiert hat oder so, der wusste es vielleicht nicht, die anderen wussten's aber. Also es war jetzt nicht völlig völlig unbekannt.
Und klar unter den, was sind meine Freundinnen, die sind dann schon auch so stolz rumgelaufen und haben dann jedem erzählt, dass sie hier, was hier ihre beste Freundin ist und so. Also deswegen, ich musste gar nicht selber reden. Noch mal in den Zweifel des Lehrers reinzugehen sozusagen, der dich da an der Stelle son bisschen falsch interpretiert hat oder die Situation falsch interpretiert hat. Wie wie bist Du damit umgegangen? Hast Du mit deinen Eltern drüber geredet oder hast Du das komplett alleine verarbeitet oder wie wie Na das macht Adriana das?
Nee, das hab ich alleine verarbeitet tatsächlich. Also es ist auch Das ist son bisschen der Nee, das ist das sind tatsächlich Erfahrungen, die ich einfach so mit mir selber dann ausgemacht hab oder meine Konsequenzen dann für mich dann so daraus gezogen hab so. Okay, das ist einfach 'n Sport, für den gibt's keine Anerkennung. Und da gab mir kamen ja noch andere Dinge auch noch mit dazu, wo ich ja auch wusste, von diesem Sport werd ich niemals leben können, weil keine Anerkennung und all diese Dinge kamen da zusammen und das ist dann eher so in mir gereift. Also da hab ich jetzt nicht groß mit anderen drüber gesprochen.
Das war das war eher so dieses, was bedeutet das für meinen Weg? Also ich hab gesehen, das interessiert keinen außerhalb, also so in den in in der bei den Lehrern, natürlich bei den Schülern ja, aber es war sowieso auch sone eigene Welt. Also ich hatte so die Kampfsport Kickbox Freunde Welt, mein Trainer und und dann die anderen Freunde quasi. Und das hat sie eigentlich so durchgezogen, auch im Studium dann. Später war das dann auch so.
Ich hab dann die ganzen dann dann in der Nationalmannschaft haben sie gesagt, wieso tust Du dir dieses Studium mal an, was überhaupt nichts mit Sport zu tun hat? Wieso studierst Du Publististik BWL? Wieso studierst Du nicht einfach? Gehst Du nicht zur Bundespolizei, so wie wir, sodass Du den ganzen Tag trainieren kannst. Und die Studenten auf der anderen Seite haben gesagt, hey, wir haben voll die Klausuren, bist Du verrückt?
Was trainierst Du denn jetzt auch noch aufm Wettkampf und so? Also ich war da immer immer son bisschen allein zwischen 2 Welten dann auch. Und dann stell ich mir vor, in dieser Kickbox Welt, da warst Du ja 'n Superstar, bist wahrscheinlich heute noch, bist wahrscheinlich heute, da noch vielleicht auf Wettkämpfen erkannt oder so, weiß ich nicht, aber ist ja auch egal. Damals zu der Zeit auf jeden Fall warst Du Weltspitze Und in der normalen Welt warst Du sozusagen nicht angemessen, wurde das nicht honoriert oder wurdest Du nicht erkannt? Ich hab auch in 'nem anderen Podcast gehört, da hast Du gesagt, ich hoff der Straße erkannt wurdest Du nie, auch selbst als Vizeweltmeisterin Nee, nee.
Weil es gab ja keine Fernsehpräsenz, wo Genau. Die Leute dich kennen, ne? Ja, genau. Dieser Switch von ich bin sozusagen schon fame in meiner Bubble und bin außen komplett normal, vielleicht sogar 'n bisschen untergewürdigt, ja. Wie wie wie handelt man das?
Also das finde ich finde ich extrem schwer. Du kommst von 'nem Wettkampf, wo ja ganz viele junge Kickboxerinnen wahrscheinlich auch zu dir aufschaue und sagen, boah, guck mal und jetzt hat sie wieder eine deutsche Meisterschaft gewonnen und so. Und dann kommst Du da irgendwo zum Bäcker und keiner kennt dich. Das ist doch unheimlich schwierig zu handeln, oder? Ich glaub dadurch, dass das von Anfang an so ist, weiß man das dann schon.
Wie gesagt, das sind dann einfach 2 Welten und die Welt im Kickboxen ist dann eher so, das war dann nach nach 'n paar Jahren hat dann mal ein Trainer zu mir gesagt, hatte ich dann irgendwie so mein Pass und der ist schon so auseinandergeflettert, weil da die ganzen Aufkläger von den Wettkämpfen drin waren und so und die ganzen Titel. Und er hat dann so, boah, Du musstest mal, ey, dies allein dieser Pass, das müssen doch mal die ganzen jungen Kampfsportler mal sehen, kopier den mal. Und ich so, hä, Micky, bist bescheuert? Was ist 'n jetzt mit meinem zerfledderten Pass und so? Also mir war das gar nicht bewusst, dass ich da, was ich eigentlich da mitgeben kann, weil ich da so in meinem Fokus drin war und so in meinem meinem Dingen, ich noch erreichen möchte, dass ich gar nicht gemerkt hab, wie das auf andere so wirkt.
Ich wusste natürlich schon, also dass ich da, wenn ich dann in die Halle reinkomme und so und Star und so, aber meine Gegnerinnen waren also waren auch die Stars. Also wir waren alle, also wir haben dann schon geguckt, wer jetzt wer ist jetzt schon alle da und so. Aber ja, diese Anerkennung dann in der normalen Welt quasi gar nichts zu haben, das war für mich einfach von Anfang an immer dieser Switch. Und deswegen war das aber auch für mich vielleicht auch immer dieser oder vielleicht war das ja, ich weiß gar nicht. Jetzt wo Du's sagst, war das ja tatsächlich schon viel früher.
Ich hab immer nur gedacht, dass das, als ich dann angefangen hab zu arbeiten, da war's halt wirklich auf 0. Weil da war ich dann da war ich halt wirklich ein, also da wurde ich dann auch so, dann sollte ich gar nicht über meinen Sport reden. Also ich kam aus der von 'ner WM zurück, war dann im Büro und dann hatte ich tatsächlich auch 'n 'n 'n Geschäft, also 'n 'n Chef, der wo die Kollegen kamen so, hey, wie viel zu vielleicht 'n Western, boah, Vater und so. Oder dann mit Blumen oder so. Und er so, ja, ja, ja, ja.
Jetzt wird aber wie hier wieder gearbeitet und so. Also das also wirklich die anderen wieder weggejagt so. Deswegen, das ist so richtig bei mir so eingebrannt dann gewesen, das hat hier nix, mein Sport hat hier nix zu suchen im Business. Und aber jetzt, wo Du's sagst, ja, das war eigentlich damals schon auch schon so, das gab dadurch, dass es überhaupt keine Präsenz in den Medien gab und dieser Sport auch mit keinerlei finanziellen Also man man konnte damit kein Geld verdienen und man hat da auch einfach diese die Journalisten hatten daran kein Interesse. Deswegen, mir ist es gar nicht so aufgefallen damals, sagen wir das mal so, weil ich wusste ja gar nicht, ich kannte keine Sportler, ich hatte jetzt keine befreundeten Fußballer.
Ich hab Fußballer gehasst, weil ich dachte, denen wird halt Kohle gibt's hinterhergeworfen und so. Wo ich dachte, ja okay, also ich mein, es gibt noch andere Sportarten, aber ist halt Deutschland. Ich hab das auch schon mal in 'nem anderen Podcast ja auch erzählt. In den anderen Nationen wär ich der Superstar gewesen. Also die Ungarn, die die die die sind also die die sind wirklich Stars dort.
Also da, wenn die über die Straße laufen, werden sie erkannt und die sind in den Medien und die sind die ganze Welt, die ganze ganz Ungarn ist stolz auf die. Oder allein schon meine kroatische Gegnerin, die hat gegen mich verloren und trotzdem hat sie 15000 Euro gekriegt. Und ich dacht mir, geil und ich? Also das ist auch son Beispiel einfach. Oder in USA, die wurden dann alle als Stuntman in den Filmen und so.
Und und hier in Deutschland alles so. Also. Ich finde, ich find, also ich hätte ich hätte Tonnen von Informationen für dich an der Stelle, die wir können ja gar nicht alle in den Podcast packen. Vielleicht müssen wir immer in Teil 2 machen oder wir treffen uns mal. Ich weiß gar nicht, warst Du in Salzburg Speakerin oder bist Du demnächst?
Nee, ich war in Salzburg. Da haben wir uns verpasst. Ich war auch letztes Jahr da und ich bin auch dieses Jahr wieder da. Aber was was ich glaube tatsächlich und das find ich jetzt so spannend und dann kriegen wir vielleicht auch darüber die Kurve so in deine Marketingkarriere jetzt oder zu Vision Eleven. Also ich glaube tatsächlich und das ist im besten Sinne eine Kritik an dir, glaube tatsächlich, dass Du an der Stelle einfach generell dazu bescheiden warst in deinem Leben.
Also dass es dich aufs Podest zu stellen, nicht unbedingt die beste Eigenschaft ist, die Du hast, denn ich glaube schon, dass man als Doppel Europameisterin und dreizehnfache Deutsche Meisterin sogar in der Wandsportart, ja, vielleicht sogar 'n bisschen mehr Geld verdienen könnte. Weiß es nicht. Also es ist hypothetisch, aber ich schreibe es einfach deinem Naturell zu, dass Du, glaube ich, eher son zurückgenommener Mensch bist, der Du ja jetzt eigentlich auch wieder bist. Aber ich find's so spannend, weil ich, so wie ich dich vorher wahrgenommen habe, finde ich jetzt auch in dem Gespräch bist Du auch sone ganz angenehme, zurückgenommene Person und so, ja. Am trotzdem bist Du ja jetzt an der Stelle und jetzt wechseln wir mal son bisschen in dein heutiges Leben zwischen Eleven und deinem Job, bist Du ja Top Influencerin, auch da wieder in der Top Kategorie irgendwie.
Also Du bist schon jemand, der immer konstant Leistung abliefert und und konstant auch son son gewissen Fame Status dann hat oder erreicht in dem, was einem tut. Ja, und die Frage ist jetzt, wie wie wie wie kam's dann? Also irgendwann hast Du mal gesagt, jetzt hab ich Rücken erstens. Zweitens und ich greif schon mal 'n bisschen vor, hattest Du Kind dann auch noch? Mhm.
Irgendwann. Ja. Und ich weiß, dass Du zwischenzeitlich noch Trainerin warst und dann gesagt hast, okay, wenn ich jetzt 'n Kind hab, schaff ich das nicht mehr zeitlich und so und hast dich dann so langsam vom Sport von diesem Sport abgenabelt, zumindest was Spitzensport angeht. Stimmt das? Ja, genau, genau.
Nicht nur Spitzensport, sondern wirklich komplett. Und das war tatsächlich was, was ich damals in dieser Zeit, wo Du gesagt hast, hab ich das mit mir selbst ausgemacht. Das hab ich da im Grunde schon für mich entschieden, ich muss einen Weg finden, wie ich schon meinen Exit vorbereite. Also ich muss schon, ich ich wusste, dass ich den Sport erstens davon nicht leben kann und zweitens, den ich ewig machen kann körperlich. Mhm.
Und ich wollte mich auch über mehr definieren als nur über den Sport. Also ich wollte wirklich auch intellektuell auch da weit weit kommen. Und deswegen und da das da kam dann ja auch die Entscheidung, nicht Sport zu studieren oder nicht eine Kampfsportschule aufzumachen, so den nicht den leichten Weg zu gehen, sondern eben gleich schon den Weg zu gehen, wo ich weiß, da kann ich später auch Karriere machen und zwar genau mit dem, worauf ich Lust hab. Das war so das das das eine und dann, Du hast jetzt gefragt nach dem, was dann der Moment war, der dann viel verändert hat. Also tatsächlich, ich ich war ja eine 10 Jahre in der Sportartikelbranche und dann kam mein Sohn, also das kam dann genau diese Phase, wo ich dann wusste, okay, jetzt kann ich gut aussteigen.
Es war auch 'n sanfter Ausstieg. Ich hab noch was mitgegeben Trainerin und jetzt können da kannst mir niemand übel nehmen. Und und dann war gab's aber auch beruflich dann den Wechsel. Durch mein Kind hab ich da eben auch leider negative Erfahrungen dann gemacht, so als Mutter wie viele andere. Und in meiner beim Vision Eleven dann in der neuen Firma, da wars dann eben wirklich son Neuanfang, also alles wieder auf Anfang, so wie damals vom Sport hin zu Beruf und dann hier wars dann von von Sportartikel und Produktmarketing und mit China unterwegs die ganze Zeit, wechselt zu voll digital, IT, CRM, Customer Experience.
Also beim beim Bewerbungsgespräch wusste ich nicht mehr, was CRM ist, ehrlich gesagt, weil die Sportbranche ja sehr hemdsemmelig ist. Genau, da hab ich gedacht, okay, jetzt krieg ich bei den Profis, jetzt lerne ich's richtig. Und aber auch da, da war ich auch noch so, okay, das erarbeite ich mir, baue das Team auf und so. Aber auch da war ich immer noch dieses, was Du grade kritisierst, also Volltreffer, tu gutes und rede drüber, war nicht meins, weil ich dachte immer, ich muss mit Leistung überzeugen, ist aber im Business, da gehört darüber sprechen halt auch zu Leistung. Also mal sich gut verkaufen zu können, ist auch eine Leistung.
Und das musste, das hab ich erst über Jahre hinweg dann erst so für mich dann auch realisiert, dass man nicht wütend darf, dass man nicht sein darf, weil man nicht gesehen wird, sondern dass man dass genau das es auch ausmacht, ob man wirklich erfolgreich ist. Weil man muss auch darüber sprechen und daran arbeite ich noch. Aber was wirklich dann die richtige Drehung war, ist tatsächlich, als ich auf LinkedIn nicht einfach nur so das gemacht hab, weil ich halt muss wegen Marketing und so, sondern wirklich diese Begeisterung dafür irgendwann gefunden hab, weil ich dort Menschen getroffen hab, wo ich dachte, boah, das kann ja Spaß machen. Ich hab ich hab Profile gesehen, wo ich Tränen gelacht hab, wo ich gedacht hab, okay, das geht ja auch. Und und das war so und das war son Schlüsselmoment, war dann auch ein Copywriter, der tatsächlich der für den war das völlig normal und aber eigentlich hat er etwas bahnbrechendes für mich gesagt.
Er hat mir das Gefühl gegeben, Du bist der Sport und Business in einem. Und all die Jahre dachte ich, ja, Sport hat hier nix zu suchen. Und das hat er mir so, also er hat mich quasi gezwungen, weil er hat mir meinen Slogan geschrieben, meine meine Info quasi. Und ich so, bist Du irre? Damit kann ich doch jetzt nicht da raus.
Und er so, doch, das bist doch Du. Du willst doch die Und dann und dann nicht so, ja okay, dann ich lass das jetzt mal so. Hätte ich jetzt so nie geschrieben. Und das war so so das war so der Startschuss und so bin ich dann auch in die Sichtbarkeit viel mehr gekommen und hab plötzlich über Dinge gesprochen, wo ich gemerkt hab, die begeistern mich auch viel mehr. Über mentale Stärke, über Mindset, über was kann man eigentlich aus dem Sport mitnehmen ins Business?
Also nicht irgendwie, oh, ich hab jetzt hier sone Powerpointfolio über Kundenprojekte zu Customer Experience, sondern wirklich die Themen, wo ich ganz persönlich auch meine Erfahrungen mit reinbringen kann. Und das war dann auch das, wo ich jetzt auch sage, Wahnsinn, was ich da für mich persönlich eigentlich gelernt habe. Also jetzt auch zum Beispiel die OMX, da stand ich zum ersten Mal auf der Bühne und hab dieses Thema zum allerersten Mal, also es war es war einfach, ich wollte was ganz Neues schaffen quasi. Mhm. Und das war, ja.
Also 2 Dinge fallen mir dazu ein. Zum einen, ich glaube tatsächlich, hättest Du diesen Copywriter nicht kennengelernt, hättest Du weiterhin sehr viel Dinge aufm Tisch liegen lassen. Ich will nicht sagen Geld. Die Amerikaner sagen, ja, Das meine ich nicht. Ich meine, Du Du hättest sehr viele Synergien, gute Synergien aufm Tisch liegen lassen und gut, dass er dir die Augen geöffnet hat, unbekannterweise Dank dafür an der Stelle.
Und das 2., das passt genau zu der Frage, die jetzt in unserem Skript steht, ist, wenn man auf so ein bewegtes Leben und das ist eine Scheißformulierung, aber ich meine das jetzt im besten Sinne. Das ist ja im im, Du hast ja noch viele, viele Jahrzehnte vor dir. Aber ich meine, wenn man Du hast ja trotzdem eine wahnsinnige Vita. Also es gibt, werden viele Menschen diesen Globus verlassen, die nicht so viel erlebt haben wie Du anreisen an Eltern, an Geburtstage in Asien und Weltmeisterschaften in Gott weiß wo, ja? Das hast Du alles erlebt und Du hast Change gemacht in deinem Leben und all die Dinge.
Wenn man das jetzt alles so mal rekapituliert bis heute, dann ist auf 'ner Heldenreise ein zentrales Element immer sind Mentoren. Mhm. Mentoren sind nicht nur gute Freunde, mit denen man Erfolge feiert oder Misserfolge bejammert, sondern Mentoren sind Menschen, die sagen, und das hast Du eben sehr schön formuliert, der hat mir einfach an der Stelle mal 'n Kick gegeben. Ja, jetzt hätte ich nie selber gemacht und ich hab dann gemerkt, okay, verdammt, da gibt's ja echt gute Synergien und da kann ich ja auch kommunikativ Es ist ja meine Verantwortung als Marketingmensch für mein Unternehmen, bestimmte Synergien vielleicht zu heben und zu kommunizieren. Und dann geh ich auf die Bühne und mach dies und das.
So. Heißt, für mich ist dieser Mann unbekannterweise noch mal jetzt 'n Mentor fast, ja? Gibt's irgendwelche Mentoren in deinem Leben, egal ob im Sport, egal ob jetzt im Business, generell, wo Du sagst, das sind Menschen, die mir echt im Leben an 'ner gewissen Gabelung geholfen haben? Also definitiv, also definitiv jetzt aktuell auch mein jetziger Chef. Der ist nämlich tatsächlich ein Mensch, der gesehen hat, was also der der das eigentlich schon in mir gesehen hat in dem Gespräch.
Ich hab ja gesagt, ich kam komplett aus der Sportbranche, hatte keine Ahnung von CRM. Und es ging darum, das Marketing bei Vision 11 aufzubauen. Und ich hatte also von den Qualifikationen her, er hätte es sicherlich bessere Menschen gegeben, aber er hat eben gesehen, was ich mitbringe, weil er selber auch Sportler ist. Und das heißt, er hat da von Anfang an daran geglaubt, dass ich da ins Fachlinie kommst Du rein, hat er nur gesagt. Wichtig ist ihm war das Mindset und so und mein meine Einstellung und und das, was ich mitbringe aus dem Sport auch und alles, was er eben in mir gesehen hat, das hat er, also er hat mir da auch immer immer Mut gemacht und er ist auch jetzt noch der, der da ganz konstant mir vor allem Freiheiten gibt, aber trotzdem auch Sicherheit.
Also der ist auf jeden Fall, würde ich ganz stark sagen Magst Du seinen Namen sagen? Sebastian. Sebastian. Sebastian Scheibe. Und den Copywriter, das ist ja schon voll falsch gesagt.
Copywriter kann ich auch total gerne sagen, das ist nämlich der Michael Otto. Michael Otto. Also ganz viel Liebe an Michael Otto an der Stelle. Ganz viel lieber von dir, Michael. Das kenn ich nicht, aber trotzdem.
Du hast großes vollbracht bei Andrea. Ich glaub, ich hab ihn schon so oft irgendwo erwähnt. Das Witzige ist, wir kennen uns tatsächlich immer noch nur digital. Wir haben uns immer noch nicht live getroffen. Cool.
Aber das ist schon krass. Manchmal ist digitale Nähe auch vorhanden und und auch schön. Ja, ja. Ja, ja. Ja, wir haben gleich ganz andere, also gleich 2 Stunden telefoniert uns.
Und ja, in der Vergangenheit auf jeden Fall mein Coach. Also natürlich meine Eltern hast Du ja schon rausgehört, dass da wirklich diese Basis da war, aber das ist was anderes. Als Mentor siehst Du ja eher im Umfeld und mein Trainer auf jeden Fall. Also der hat auch so an mich geglaubt und wenn Du da jemanden hinter dir hast, der dich anbrüllt und dich dazu bringt, die Bestleistung aus dir rauszuholen, auch wenn Du denkst, da geht nix mehr. Das ist schon was ganz Besonderes und 'n ganz besonders starker Einfluss bei mir auch gewesen.
Umso schwerer dann auch die Phase, die eben alle Sportler, glaub ich, dann auch erleben, wenn sie sich so abnabbeln vom vom Coach. Also wenn sie an son Punkt kommen, wo sie dann gleich gut und dann besser werden so. Das ist das ist eine ganz harte Erfahrung. Und dieses sich dann lösen. Und da war ich dann eben auch schon im Studium, war also auch gar nicht mehr in Stuttgart.
Hab aber immer noch bin immer noch für den Verein gestartet für für Stuttgart. Hab natürlich auch meinen Mann dort kennengelernt. Also ich kenn, ja, ich kenn den nicht. Also mein Mann muss schon wissen, was da Also der muss genauso verrückt sein oder das kennen zumindest diese Welt. Sonst würde er die Hälfte von mir nicht kennen.
Genau. Gut, also ich ich kann nur an dich appellieren, liebe Adrian, nach dieser guten Stunde, die wir jetzt haben. Wir biegen jetzt auf die Zielgerade des Podcasts ein, leider schon, aber ich kann nur an dich appellieren, tu Gutes und rede drüber. Ich glaube, es gibt unfassbar viele Synergien aus deinem Sport und ich hab noch so viele Fragen hier stehen, aber das ist ganz schlimm. Aber ich hab mir aufgeschrieben, ich wollte dich fragen, was ist war für dich wichtiger Ausdauer, Konsequenz, strukturiertes Planen, Trainingspläne und solche Sachen.
Aber wenn ich egal, über was ich nachdenke an der Stelle, finde ich eine 1 zu 1 'n Pendant in der Businesswelt, ja? Und ehrlicherweise, der liebe Sebastian, glaub ich, hieß er, ne, mein Chef, ja? Der ist, glaube ich, einfach nur und ich möchte ihn gar nicht abqualifizieren qualifizieren an der Stelle. Ich er ist, glaube ich, einfach nur normal, weil wenn zu, egal ob Du Maschinenbauer bist, Architekt, Arzt oder Marketing CEO wie ich, wenn zu dir jemand kommt, bei dem Du eine gewisse Leidenschaft fühlst oder spürst für das und er sagt dir, ich war in irgendeiner Sportart, in der Art erfolgreich wie Du, dann sind das ja Menschen, die genau ganz viel Dinge verkörpern, die Du im Business brauchst. Konsequenz, Ausdauer, mit Niederlagen umzugehen, wieder aufzustehen, motiviert wurden und motiviert motivieren können wahrscheinlich.
Also ich glaube, der Sebastian hat das sehr, sehr klug gemacht. Deswegen ja, ist trotzdem gut, dass er's gemacht hat. Aber ich würde sagen, das ist ganz wichtig, dass Du verstehst, welche auf welchem Schatz Du da auch setzt, auch für eure Agentur oder für eure Unternehmen. Da eben dem zu sagen, wie ist unsere Leistung? Ja, halt eben 3 Zimmer deutsche Meisterschaft.
Was sagen Sie denn dazu, ne? Und da packt man auch so viel Positives mit rein. Also das solltest Du noch mal drüber nachdenken von vielleicht mit dem lieben Herrn Otto, welche Synergien ihr da textlich auch heben könnt. Auf der anderen Seite bin ich ja nicht in der Position, dir Tipps zu geben, denn Du bist Top einhundert B2B Influencerin. Das wäre auch noch mal eine Frage gewesen, aber das schaffen wir heute leider nicht.
Vielleicht machen wir irgendwann mal noch 'n zweiten Teil oder wenn Du wieder in Salzburg sprichst und ich bin immer in Salzburg dieses Jahr auch wieder als Speaker, dann setzen wir uns mal zusammen und quatschen da mal bei 'n Kaffee. Oh ja, das wär Also dieses Jahr bin ich leider nicht dabei, aber Also 2. Folge auf jeden Fall auch total gerne, aber persönlich kennenlernen finde ich natürlich auch viel schöner. Also ich finde diese digitale Welt ins in in das echte Kennenlernen zu übertragen, finde ich das Schönste an LinkedIn, ehrlich gesagt. Und weißt Du, was mein Tipp an der Stelle für dich ist?
Das so geht's mir, das sag ich auch, hab ich schon oft im Podcast gesagt. Es gibt Menschen, die findet man digital sympathisch. Da findet man auch gleich eine Gesprächsebene, also hatten wir jetzt, glaub ich, hier auch, ohne ohne da zu viel rein zu interpretieren, aber an der Stelle 'n sehr angenehmes, sehr schönes Miteinander. Und bei mir ist es so, dass wirklich 95 Prozent der Menschen, die ich so kennenlerne digital, da ist live genauso. Mhm.
Also das heißt, die Erwartung ist, man trifft sich und man hat das Gefühl, ach, wir kennen uns ja schon 3 Jahre, ja. Ja, aber alles quatschen. Und das ist einfach so und das finde ich sehr schön, dass auch vielleicht eine der wenigen guten Dinge, die Corona uns gebracht hat, dass man gemerkt hat, okay, es gibt sone digitale Nähe, die sich auch in die Realität transportieren lässt. Also das ist zumindest meine Erfahrung. Ja, definitiv.
Meine Liebe, ich hab noch 2 Fragen. Für dich so Abschlussfragen. Die Frage Nummer 1, wenn Du eine große Leuchttafel heute mitten in deine Stadt aufstellen kannst, die bleibt im Pauchen. Was steht da drauf? Rassismus ist keine Meinung.
Mhm. Okay. Lass ich mal einfach so stehen. Und die letzte Frage, die ich noch habe, eigentlich hab ich noch 2 tatsächlich, dann hab ich vergessen. Die eine ist noch, möchtest Du noch irgendwas sagen, was ich vergessen hab, dich zu fragen?
Das ist eigentlich auch total wichtig. Nein, also tatsächlich, also mir, Du hattest ja schon gesagt, dass es geht ja ganz viel darum, anderen Menschen Mut zu machen und mir ist wahnsinnig wichtig und ich hoffe, dass dass unser Gespräch das son bisschen auch hilft, grade Jüngeren, die grade vielleicht noch son bisschen die Frage haben, wo sie hin wohin die Reise gehen soll in ihrem Leben, dass sie sehen, dass egal wie sie sich entscheiden, sie können auch alles wieder auf Anfang sitzen und Quereinstieg ausprobieren oder einfach einen neuen Weg gehen. Also so diesen Druck da rauszunehmen. Also ob also ich glaube, dieses die Möglichkeiten, die man heute hat, diese Vielfalt an Möglichkeiten, die überlastet die jungen Menschen wahnsinnig. Also die wissen dann gar nicht, boah, es gibt, ich könnte das, ich könnte das, weil so früher dachte man so, ach, ich muss halt diesen Weg gehen, geht ja nicht anders, weil Eltern oder so.
Und jetzt so die Wahl zu haben, es klingt zwar toll, aber ich glaube, das kann wahnsinnig viel Druck bedeuten. Und vielleicht hilft es da diesen Druck rauszunehmen, einfach zu sagen, hey, egal was Du davor gemacht hast, fang einfach ganz neu an dann. Oder wenn Du merkst, es ist nicht das Richtige. Mach hab da keine Angst davor, 'n ganz neuen Weg einzuschlagen. 'N Reset Knopf zu drücken mal an 'ner bestimmten Stelle, finde ich total wichtig.
Und was Du sagst, ja, auch gerade jetzt in dem KI Zeitalter, das gerade beginnt, muss man ja ehrlicherweise sagen, ist diese Überforderungsgeschichte, glaub ich, noch viel präsenter überall, weil man ja gar nicht mehr weiß, wann man wie wo anfangen soll und wenn was man heute gelernt hat, ist morgen veraltet und so weiter. Also Genau. Die Leute, die kommen noch mal in eine noch höhere Drucksituation als wir sozusagen, ja oder als ich war in meiner. Also insofern, ja. Was ich aus dem Podcast mitnehme, ich musste immer sehr lange reflektieren und les mir das Transkript durch und ich guck mir auch die Folgen oder gehör mir die Folge auch noch mal an, weil ich oft die Hälfte der Antworten gar nicht richtig verarbeiten konnte in der Geschwindigkeit, ja.
Aber was ich bei dir auf jeden Fall mitnehme und das finde ich sehr, sehr schön, ist, dass die besten Mentoren, die besten Trainer, die besten Coaches und die besten Eltern sind, die, die mitfühlen. Das nehme ich bei dir mit und ich glaube, da hast Du auch 'n sehr, sehr schönes Leben und das verdienst Du auch und das wünsche ich dir auch, dass es so bleibt, dass Du sehr viele Menschen in deinem Umfeld hast, die genau das dir auch geben. Und ich glaube, 'n Mensch kriegt immer das, was er selber auch gibt. Also insofern passt das schon, ja. Also freue ich mich.
Bedank mich bei dir, dass Du da warst. Schade, schade, schade, dass die Zeit schon wieder rum ist. Ich hab die letzte Folge tatsächlich noch und das ist nämlich die nach 'nem Gast. Also ich versuche ja immer, spannende Viten einzuladen. Menschen, die eine 1 Geschichte haben, die erzählen, erzählenswert ist.
Und die Frage, wer hast Du jemand, den ich unbedingt einladen muss hier in dem Podcast? Darf ich 2 sagen? Natürlich wieder. Weil ich, als Allererstes mir Tatjana Kiel eingefallen, weil ich hab's ja vorhin nur so leicht angedeutet. Es gibt einen Grund, warum ich sehr aktiv in Frauennetzwerken auch bin.
Mhm. Unter anderem auch, tolle Frauen kennenzulernen, aber Diversity als Thema. Und da ist eine Frau, die hab ich leider nie persönlich kennengelernt und sie war oder sie ist CEO von Klitschko Ventures. Mhm. Und sie setzt hat aber jetzt gemerkt, Klitschko ist ja selber jetzt auch sehr aktiv, als der Ukrainekrieg losging und sie nutzt jetzt ihr Netzwerk für das Engagement für die Ukraine.
Und ich glaube, dass sie Wahnsinn und nutzt auch LinkedIn dafür als Plattform. Und ich glaube, sie Die Geschichten, die sie erlebt oder auch ihren Weg, fände ich, glaube ich, auch sehr, sehr spannend. Und weil es eben auch da sehr viel Haltung und nicht wegschauen und Entscheidungen auch für uns geht. Und das 2. Wäre der Alex, den kenn ich, der Alex de Veto.
Ich weiß nicht, ob Du ihn kennst, das ist son Filmemacher. Das ist eigentlich 'n total, eigentlich haben wir uns kennengelernt und einfach nur, man kann so unglaublich viel Spaß mit dem wir haben, wahnsinnig viel lachen. Witziger Typ und weiß nicht, welche Situation wir schon alle hatten. Und irgendwann hab ich dann aber erfahren, dass er nicht einfach nur Filme macht, sondern dass er tatsächlich früher als Kameramann wirklich in den politischen Konflikt, also wirklich in den in den die übelsten Konflikte oder Kriege vor Ort war und dort dokumentiert hat. Und was er da zu erzählen hat, ist Wahnsinn.
Also er hatte eine Geschichte aus 'nem Krisengebiet erzielt. Ich krieg's nicht zusammen, das muss er aber auch erzählen. Da denkst, da muss man einfach schlucken. Also kann ich absolut nachvollziehen. Hab ich auch grad noch mal sonen Gänsehautmoment, weil ich kenne auch jemanden, nämlich den Christian Holzknecht, Grüße gehen raus, der auch Kriegsberichterstatter und Kriegsfotograf war.
Ich wusste nicht, dass die amerikanische Armee zum Beispiel Menschen anwirbt, also nicht anwirbt, sondern wirklich bezahlt, also bucht Fotografen, die sagen, ich geh an die Front und fotografiere. Das sind son Jobs sozusagen und er er hat natürlich auch genau wahrscheinlich wie der wie der Alex unfassbare Dinge gesehen und ist 1 der oder vielleicht sogar der achtsamste und selbstreflektierteste Mensch, den ich überhaupt je in meinem Leben kennengelernt hab, hat 'n unfassbares Buch geschrieben über innere Schönheit, in dem lauter Menschen die Hauptrolle spielen, die versehrt sind. Also die vom Leben anders gezeichnet wurden, als es der klassische Weg ist. Also Frauen, die beide Brüste abgenommen bekommen haben wegen Krebs oder 'n Junge mit Glasknochenkrankheit und solche Sachen. Und er zeigt diese, das sind die Helden des Buches Und er zeigt in dem Buch, was für tolle Menschen das sind, was für tolle Charaktere das sind.
Und das ist jemand, der wirklich, der sieht dich sofort, der sieht deine Seele. Und das kann er, weil er so viel unfassbar viel Schlechtes gesehen hat. Und deswegen kann ich mir das gut vorstellen. Auch der Christian ist 'n sehr lustiger Mensch. Also es ist nicht so in Trübsal, sondern es ist einfach diese diese Welten miteinander zu kombinieren und zu verstehen, wo der Sinn vom Leben ist.
Das können diese Menschen. Gut, deswegen kommt der Alex ganz sicher bei mir auf die Liste für den Tipp. Sehr gut. Lieber Adriane, ich dank dir ganz herzlich für das Gespräch. Es war ganz wundervoll.
Also die Zeit ist rumgeflogen, ja. Und wie gesagt, ich hätte noch circa 1800000 andere Fragen gehabt. Aber ich glaube, alles, was wirklich wichtig war, haben wir besprochen und ja, danke, dass ich in dein Leben schauen durfte. Danke, dass die Audience erfahren durfte, wie das mal so Behind the Scenes bei 'ner Kickbox Vizeweltmeister hinaussieht, ja, und wie schwer dies vielleicht sogar im Teeniealter in der Schule hatte. Wer hätte das gedacht?
Ja, ansonsten hoffe ich, wir sehen uns bald mal persönlich auf irgend 'nem Event und bleiben in Verbindung und Dankeschön. Vielen, vielen Dank von meiner Seite. Also ich ich hoffe auch, dass wir uns ganz bald persönlich kennenlernen und ja, mir hat's auch wahnsinnig Spaß gemacht. Okay, ihr Lieben, dann bis zur nächsten Ausgabe und ja, bleibt schön gesund.
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