#233 - Paul Lanzerstorfer: Niemand liebt langweilige Marken
Worum es geht
Warum lieben wir manche Marken, während uns andere vollkommen egal sind? Und kann man als Unternehmen überhaupt gezielt dafür sorgen, dass Menschen eine emotionale Verbindung zur eigenen Marke aufbauen? Darüber spreche ich in dieser Episode ausführlich mit meinem Gast Paul Lanzerstorfer. Paul hat vor über 20 Jahren gemeinsam mit seinem Freund Robert Bogner die Agentur Pulpmedia gegründet. Mit ihrem Team beschäftigt er sich unter anderem mit Social Media, Video und der Frage, wie aus Unternehmen Marken werden, die Menschen nicht nur kennen, sondern wirklich mögen. Wir sprechen darüber, was eine sogenannte Lovebrand überhaupt ausmacht und warum es dabei nicht darum geht, dass Dich plötzlich jeder lieben muss. Viel wichtiger ist die Frage, welche Menschen Du mit Deiner Marke erreichen möchtest und welche Geschichten, Werte und Emotionen Du mit ihr verbindest. Natürlich geht es auch ausführlich um Video. Denn gerade Bewegtbild bietet Unternehmen die Möglichkeit, Informationen mit Emotionen zu verbinden und Menschen hinter einer Marke sichtbar zu machen. Dabei muss aber nicht jedes Video die gleiche Aufgabe erfüllen. Imagefilm, Testimonial, Social Media Content oder kontinuierliche Videokommunikation sind unterschiedliche Werkzeuge, die auf dasselbe Ziel einzahlen können. Paul erklärt außerdem, warum dabei die Zielgruppe eine entscheidende Rolle spielt. Ein Video für einen Endkunden muss möglicherweise eine ganz andere Geschichte erzählen als ein Video für einen professionellen B2B-Kunden. Während in einem Fall beispielsweise das Ergebnis im Vordergrund stehen kann, spielen im anderen Fall Vertrauen und Empfehlungen anderer Profis eine deutlich größere Rolle. Wir sprechen aber auch darüber, warum die Technik bei guten Videos längst nicht die wichtigste Rolle spielt. Paul erzählt selbst, dass Video in seiner Agentur einen großen Stellenwert hat, er sich aber wesentlich lieber mit Storytelling, Aufbau und Wirkung beschäftigt als mit Kameratechnik. Und natürlich werfen wir auch einen Blick auf KI. Denn wenn immer mehr Inhalte mit KI erstellt werden können, stellt sich die Frage, was Marken und ihre Kommunikation zukünftig überhaupt noch unterscheidbar macht und welche Rolle die zwischenmenschliche Kommunikation dabei spielen wird. Mehr zu Paul Lanzerstorfer: Pulpmedia: https://www.pulpmedia.at LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/paullanzerstorfer/ In dieser Folge erfährst Du: ✅ Was eine Lovebrand ausmacht und warum eine starke Marke nicht jedem gefallen muss. ✅ Welche Rolle Emotionen und Geschichten beim Aufbau einer starken Marke spielen. ✅ Warum Video besonders gut geeignet ist, Informationen mit Emotionen zu verbinden. ✅ Warum Imagefilm, Testimonials und Social Media Content unterschiedliche Aufgaben erfüllen. ✅ Weshalb die Zielgruppe darüber entscheidet, welche Geschichten und Videoformate funktionieren. ✅ Warum Storytelling und Wirkung bei guten Videos wichtiger sein können als die eingesetzte Technik. Mehr zu meinem Thema Videokommunikation 4.0 erfährst Du hier: Meine Website: https://www.corporate-studio.de Mein LinkedIn Profil: https://www.linkedin.com/in/florian-gypser/ Du hast ein Thema rund um Corporate Videokommunikation, zu dem Du gerne einmal einen Podcast mit mir hören möchtest? Oder Du hast spannende Inhalte zum Thema und möchtest gerne mal Gast in meinem Podcast sein? Dann schreib mir an podcast@corporate-studio.de
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Transkript
Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Der Österreicher mit den langen Haaren, so bezeichnet sich Paul Lanzersdorf und erfindet Marken sollten nicht einfach nur bekannt sein, sie sollten geliebt werden. Paul hat vor über 20 Jahren gemeinsam mit seinem Freund Robert Bogner Pulp Media gegründet.
Heute begleitet das Team Unternehmen im gesamten DACH Raum dabei, aus Marken echte Lovebrands zu machen. Mit Geschichten, die Menschen nicht nur erreichen, sondern emotional bewegen. Ein entscheidendes Werkzeug dabei ist natürlich Video, kombiniert mit Social Media, Community und immer öfter auch echten Erlebnissen außerhalb des Screens. Ja, und wir sprechen heute darüber, warum Video beim Aufbau von Love Brands eine so wichtige Rolle spielt, weshalb Video und Social Media gemeinsam besonders kraftvoll sind und warum ausgerechnet in 1 immer digitaleren Welt Livemarketing plötzlich wieder an Bedeutung gewinnt. Grüß dich, Paul.
Schön, dass Du heute bei mir im Podcast bist. Servus, Florian. Danke, dass ich da sein darf. Ja, dann lass uns mal loslegen und zwar nicht mit unserem Thema. Warum nicht?
Das ist ja schön. Ganz einfach, super, ne, weil ich stelle meinen meinen Gästen am Anfang immer so 3 Einstiegsfragen und Du, der Du dich ja garantiert hervorragend vorbereitet hast und alle meine Podcastfolgen auswendig kennst, hast Du das natürlich auch gewusst. Ich wusste es doch, genau. Ja, dann lassen wir mal starten und zwar die 1. Frage direkt so früh am Morgen, schwer philosophisch.
Stell dir vor, 1 Tages, wir müssen ja alle mal irgendwann das hiesige Leben, ja, verabschieden oder den Löffel abgeben oder wie man das auch bezeichnen möchte. Und das wird bei uns beiden ganz, ganz spät sein und dann schaust Du vielleicht zurück auf den heutigen Tag und sagst, ja, Mensch, also zu dem damaligen Zeitpunkt, da gab's diese eine Fähigkeit, die konnte ich noch, die habe ich noch gar nicht beherrscht, das konnte ich noch gar nicht, diese eine Sache, aber echt geil, dass ich mich da noch hingesetzt habe und bis zum heutigen Tag, bis zum Ende meines Lebens das noch gelernt hast habe. Welche eine Sache ist das, wo Du sagst, die will ich noch unbedingt lernen und können? Ich hab mich nicht, ich hab mir nichts vorab überlegt. Das heißt, die Frage trifft mich jetzt tatsächlich aus heiterem Himmel.
Das ist auch Sinn der Sache. Richtig. Das sind wir nicht Interview. Das Geile ist, ich hab gedacht, es geht in eine völlig andere Richtung, als Du angefangen hast mit mit der Frageaufbereitung. Eine Fähigkeit, die ich heute noch nicht habe, die es aber schon gibt, oder?
Das ist nämlich ganz Ist egal. Das Wichtigste für dich. Ich bin nämlich der der festen Überzeugung, dass es ganz viele Fähigkeiten gibt, die wir uns noch zulegen müssen, von denen wir noch keine Aber das ist noch nicht bei mir angekommen. Und ich fand immer ganz, ganz geil, was Ali Maloggi, ich weiß nicht, ob dir der was sagt, gesagt hat, nämlich wenn Du ein Kind fragst, was es mal werden will, ist das eine ziemlich absurde Frage, weil erstens ist das Kind schon was. Und zweitens, gibt es zu dem Zeitpunkt Berufe noch gar nicht, die, wenn das Kind dann erwachsen ist, vielleicht extrem wichtige Berufe sind.
Mein Job vor 20, 25 Jahren, wenn dir jemanden sagst, ich bin Social Media Manager oder oder mache Social Media Strategien, ich mache Videomarketing im Onlinebereich, da haben die Menschen keine Ahnung davon gehabt, was das sein soll und was das ist. Und das finde ich eigentlich ziemlich spannend. Darum glaube ich, ich kann die Frage insofern nicht beantworten, weil ich noch nicht weiß, was eine ganz wichtige Fähigkeit sein wird. Ich denke, dass es damit zu tun haben wird, wie man die Mischung aus KI und zwischenmenschlicher Konversation, wie man da die Balance hält. Ich glaube, das wird das wird wichtig werden.
Mhm. Aber Du kannst dir auch ganz banal, also ich sag mal, Antworten sind, ich möchte noch Bogenschießen lernen oder Chinesisch. Also es geht gar nicht technische Dinge, sondern wirklich etwas, wo Du boah, also also was ich auch oft habe, ist, ich würd mal gern Gitarre spielen lernen oder Ähnliches. Also es ist gar nicht so so abstrakt gemeint, sondern wirklich sehr pragmatisch aufs eigene Leben bezogen. Ich bin vor ein paar Wochen auf der Bühne gestanden und hab Comedy gemacht oder Kabarett, wie man in Österreich sagt.
Und das war ein, also das 1. Mal in meinem Leben, überhaupt keine Erfahren gehabt, Und das fand ich extrem cool und das möchte ich noch besser können. Das möchte ich wirklich lernen. Super. Da sind wir doch Punktlandung.
Haben wir doch haben wir doch genau beziehungsweise 2 Aspekte und eine valide Antwort. Und und eine Fähigkeit, ich möchte schnelle Antworten geben können lernen. Kleine Situationskomik am Rande. Ja, deshalb kannst Du direkt wieder üben bei deiner nächsten Antwort. Stell dir vor, 1 Tages kommt eine gute Fee und sagt Paul, Mensch, hier, was kostet die Welt?
Du kannst dir aussuchen, wie Du deinen Arbeitsplatz gestalten möchtest. Also Geld und Ort spielt keine Rolle. Du Du Du kannst arbeiten, wo Du willst. Du kannst machen, was Du willst, mit wem Du willst und wie Du willst. Ja, und was wär dein absoluter Traum?
Ich hab eine einzige Bitte, weil jeder 2. Sagt, och, ich find das schon toll, was ich hier mache, dann hast Du aber deinen Kopf nicht weit genug aufgemacht. Es geht wirklich darum, mal für sich selber zu spinnen. Also ich sag mal 'n gutes Beispiel, 'n Freund von mir, der sagte mir, sein Vater hatte ihm gesagt, Du musst immer in deinem Leben das machen, was dir Spaß macht. Also glücklicherweise hat mein Vater mir das auch gesagt, nicht alle Kinder haben das Glück, mach mal das, was sich was angeht und finde jemanden, der dich dafür bezahlt.
Und da sagte mein Kumpel, das ist toll, jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der mich für Skatspielen bezahlt. Ne, also in die Richtung geht's, ne. Hat er leider nie gefunden, aber so rein hypothetisch. Also wo würdest Du am allerliebsten arbeiten und was? Also die die ganz kurze Antwort ist, ich würde gerne wo arbeiten, wo ich Zugang zum Meer hab.
Ich finde mich das Meer, was als Österreicher absurd ist, aber in einem Binnenland, ich hatte eine unfassbar beruhigende Wirkung auf mich. Also ich fahr eigentlich, wenn wir auf Urlaub fahren, immer ans Meer. Das muss nicht unbedingt ein Badeurlaub sein, das kann auch, ich bin sehr oft im Norden auf Urlaub, einfach nur aufs Meer rausschauen. Und das ist der Ort, an dem ich wirklich, wirklich gerne arbeiten würde, dass ich jederzeit sagen kann, so, jetzt fahr ich raus, setz mich an die Küste, schau aufs Meer raus und hab vielleicht noch dein Laptop mit zum Arbeiten dort oder einfach nur, auszuspannen. Das war schon wieder keine kurze Antwort.
Aber ich möchte das noch ergänzen, was Du Spaß hast. Da gibt's ja diesen Ikigay Ansatz, den ich extrem gut finde. Dinge, die dir Spaß machen. Dinge, die Du gut kannst. Dinge, die die Welt braucht und Dinge, wofür Du bezahlt wirst.
Wenn Du etwas findest, das alle 4 Voraussetzungen erfüllt, dann hast Du ein erfülltes Leben, sagt Digigay. Und danach strebe ich eigentlich ziemlich. Weil nur weil Du etwas gerne machst, heißt das noch nicht, dass Du's gut kannst. Und das, finde ich, ist bei manchen Menschen 'n bisschen ein Problem. Das stimmt.
Mir ist gerade eingefallen, ich kenn den Ansatz, hab schon oft schon gehört. Mir sind die 4 Punkte allerdings nicht so präsent immer gewesen oder jetzt gerade auch nicht. Hab grad festgestellt, ich kann das für mich sagen mittlerweile. Also es war echt 'n langer Weg, 25 Jahre und auch die letzten Jahre nach Corona, weil's dann noch mal komplett alles umgewirbelt hat, aber ich mache jetzt das, was mir wirklich Spaß macht. Die Gewichtung ist jetzt, also es macht mir alles Spaß, sagen wir mal, die Gewichtung ist, es gibt Dinge, die machen mir mehr Spaß und andere weniger.
Das ist aber normal, aber da ist eine Entwicklung auch drin. Aber ja, ich kann das für mich echt sagen und mehr kann ich auch nachvollziehen, absolut. Ich bin auch, glaube ich, sehr nahe dran, an dem. Ist man ja tendenziell als Selbstständiger schon meistens eher, weil wer macht sich mit 'nem Thema selbstständig, was er so richtig ätzend findet? Dass man damit kein Geld verdient, das habe ich 16 Jahre in der Musik- und Medienbranche erlebt.
Da bin ich ja zum Glück raus, zumindest in der klassischen, aber ansonsten, ich kenne keinen Selbstständigen, zumindest in meiner meinem Umfeld, der sonntags sagt, boah, morgen muss ich arbeiten gehen. Also dann haben die meisten sich einfach beruflich schon wieder verändert. Aber spannend, dass Du mir, also mehr kann ich nachvollziehen, habe ich in zweieinhalb Wochen wieder, freue ich mich sehr drauf, da fahren wir 3 Wochen nach Spanien und ich meine von unserem Haus aus, das ist ja das Schöne, wenn Du so Ende der Saison fährst, so, wenn dann kaum noch Leute hinfahren und Du kriegst halt tolle Häuser für 'n schmalen Tage. Wir sind nicht direkt am Meer, wir sind son bisschen im Hügel, aber wir gucken aufs Meer und da freue ich mich schon drauf, morgens nur Kaffee aufs Meer gucken. Hat für mich aber auch den gleichen Effekt wie in Bergen.
Ich war seit Ewigkeiten nicht in Bergen, aber diese beruhigende Wirkung hat's für mich da auch. Ja, ich ich ich darf nicht sagen, dass ich die Berge nicht so sehr schätze, weil sonst muss ich mir einen Pass abgeben, aber mehr ist mehr. Ja gut, Du bist wahrscheinlich auch gewohnt. Das ist ja genauso. Hier, wo wir wohnen hier in Walldorf, das ist am Rand der Eifel.
Hier ist der Nürburgring auf der einen Seite in 25 Minuten, in 10 Minuten bist Du am Rhein, in 20 Minuten an der Mosel und alle Leute, die hier hinkommen, schwärmen. Ihr wohnt da, wo andere Menschen Urlaub machen. Ja, und trotzdem gehe ich selten raus in die Natur oder guck mir die Gegend an. Ich bin total happy. Wir haben eine 1 Freundin von uns, die hat sich in der Coronazeit in der Eifel hinterm Nürburgring, in sonem kleinen Feriendorf, auch auf sonem Hügel gelegen mitten im Wald, hat die sich 'n Ferienhaus gekauft und die ist halt selten da und freut sich immer, wenn jemand hinfährt.
Wir können also jederzeit da hinfahren und das ist halt, da habe ich die Eifel und die Gegend hier, die ich eigentlich sehr liebe, dann auch mal wirklich schätzen gelernt, weil das ist genau genau diese Wirkung, die auch mehr auf mich hat. Wir sitzen da, wenn Johanna und ich, da hinfahren. Jetzt ist es für Oktober wieder für eine Woche geplant. Es ist 45 Minuten weg von uns. Eigentlich kann's andauernd hinfahren.
Aber dann sitzen wir im im Esszimmer, am Esszimmertisch zum Arbeiten und dann guckst Du seitlich raus über son son langen Balkon über die gesamte Breite des Hauses und das ist wirklich im Hang in den Bäumen. Du brauchst einfach nur Bäume. Du hörst zwar Autos und ich seh's die Nachbarn abmachen, aber Du siehst nur Bäume. Denn ich merk da richtig und deshalb kenne ich diesen Effekt, kann ich nachvollziehen von mir auch, wenn ich mich da hinsetze, habe ich's Gefühl, mein Gehirn fährt runter. Also es wird alles ruhiger und langsamer und entspannter und dann kommen neue Gedanken.
Ich ich glaube, dieses Bewusstsein brauchen viel mehr Leute. Also es ist, die die Welt ist so durchgetaktet und und damit meine ich nicht durchgeplant, sondern für alles, was Du machen willst oder was sich dir anbietet, gibt es nicht vorgeschriebene, aber definierte Möglichkeiten, wie Du das machst. Und das Geile an Natur ist, dass sie einfach keine Agenda hat. Also Du schaust aus mir oder in die Bäume oder in die Berge oder irgendwohin, wo nichts vorgeplant ist. Und das brauchen wir, glaube ich, damit unser Hirn nicht durchdreht.
Ja, das stimmt. Also ich meine, guck dir guck dir Beiträge bei LinkedIn an oder auch bei Instagram, was ich wesentlich schlimmer finde. Also ich finde Instagram ganz furchtbar, muss ich ehrlich sagen. Ich bin erst seit 'nem Jahr dort halbwegs aktiv und ich gucke mir wenig bis keine anderen Beiträge an, weil das das verstört mich immer nur, diese diese Reizüberflutung und dieses Du musst, Du musst, Du musst und seht ihr, jeder ist nur am pitchen und andauernd geht's, Du musst deinen Körper optimieren, Du musst den Schlafen optimieren, Du musst deinen Tagesablauf optimieren, Du musst dein Marketing optimieren. Da denke ich mir immer so einen Scheiß muss, also sorry, aber Und ich leb noch nie in meiner Stadt.
Also ich kann immer wieder nur betonen, wie glücklich ich bin. Selbst meine Frau, die in Warschau geboren und in Köln aufgewachsen ist, die sagt das auch, wir sind so froh, dass wir in sonem kleinen Achten als Ehrendorf wohnen, weil hier ist halt alles noch 'n bisschen ruhiger, ne? Ja. Also ich hab nie in 1 Großstadt gelebt, aber in mehreren Städten so die 200000 Einwohnern. Und ich find, das ist eine sehr angenehme Größe, weil Du die die Infrastruktur hast, einen Lebenskompffort zu haben.
Also keine Ahnung, Du kannst ins Kino gehen. Du hast Konzerte, wo wo Du eine Auswahl hast an an an unterschiedlichen Konzerten, also rein von der Kultur her. Schon mal interessanter, Du hast Krankenhäuser und alles Mögliche, was Du brauchst. Das finde ich an dieser Größe Suppe. Es ist aber noch nicht so groß, dass Du das Individuelle völlig verlierst, finde ich.
Ja. Da kann ich kann ich nachvollziehen, aber auf der anderen Seite kann ich nur sagen, auch wenn hier nicht viel los ist, wobei für son kleines Dorf passiert jede Menge. Ich glaub, wir haben wir hatten mal 13 Vereine, jetzt sind's, glaube ich, noch 9 und früher gab's so ab April, also es fängt im Januar schon an, dass die Freiwillige Feuerwehr am vierten Januar son son Neujahrsgrillen macht. Also hier sind dauernd irgendwelche Events. Das haben wir am Anfang als wir ihn gezogen, sind auch viel genutzt.
Klar, es ist immer son bisschen inzestös in Anführungsstrichen, man trifft eben die gleichen Leute. Dann gab's auch mal Theater hier und sonst was und Konzerte und ich hab irgendwann angefangen, das alles komplett zurückzufahren und mich halt mehr mit mir und meinem meine Aufgabe im Leben so zu beschäftigen. Und ich glaub in der Stadt, ich hab das von 'nem sehr guten Freund miterlebt über viele Jahre jetzt, der ist aus 'ner ganz ausm Dorf in 'ne Kleinstadt und von da nach in eine Großstadt gezogen und also erst, wo er's gemerkt hat, war am Geldbeutel, nicht, weil einfach nur die Miete torhaus, weil da plötzlich für Dinge Geld ausgegeben hat, weil die Verlockung so war und auch die, der Fokus, weil er war's nicht gewohnt, wenn Du's gewohnt bist, ist es nicht aus Amos, aber er war's nicht gewohnt. Der Fokus, er war's nicht gewohnt, wenn Du's gewohnt bist, es sich aus anderes, aber er war's nicht gewohnt. Der Fokus auf sein Leben hat sich hat sich völlig, also wie soll ich sagen, der ist das das der der ist nicht mehr so klar gewesen.
Wenn mich natürlich viele Städter jetzt wahrscheinlich lünchen und steinigen, aber mit zunehmendem Alter finde ich's spannender, immer mehr Ruhe zu haben. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, wir sind ja auch beruflich super viel unterwegs. Also ich glaub, die die 100 Hotelübernachtung haben wir locker geknackt dieses Jahr. Deshalb ist es vielleicht auch noch mal ganz gut, den Gegenpol zu Hause zu haben, ne. Ja, ich finde die Abwechslung, genau, die Gegenpol, das das finde ich eigentlich, also für mich ist das wichtig und und und ich brauche das im Leben, dass nicht immer alles genau gleich ist.
Und ich möchte nicht die diese Geschwindigkeit 1 Großstadt haben und dieses Überangebot, diese Reizüberflutung, die möchte ich nicht immer haben. Ich würd's aber auch nicht genauso wenig befriedigend finden, immer nur die absolute Ruhe und und Abgeschiedenheit. Also das das Leben irgendwo im in als Einsiedler in einem Wald mit mit autark und und Selbstversorgung, das kann schon nett sein für 'n paar Wochen, aber als als Leben würde mich das, nein, das wär nicht meins. Bin ich bei dir. Mein Vater hat dann mal die Idee, wirklich tief in der Eifel 'n Haus zu kaufen, altes Forsthaus.
Da war ich so 13, 14 und sich so, na ja, nicht aus der Welt zurückziehen, aber halt eine Ruhe und ich ich bin wahnsinnig geworden damals in dem Alter. Was soll ich da? Jetzt kann ich sie dann nachvollziehen. Ich ich würd's nicht machen. Also ich bin zu zu sehr 'n sozialer Mensch und ich liebe es gerade hier im Dorf auch, wenn Du mal zu Freunden gehst und dann spontan auch versackst, dass Du nach Hause laufen kannst und das nur 5 Minuten sind und überhaupt, dass sone Nähe da ist.
Aber Beispiel, wir waren jetzt Montag in Berlin, hatten einen Workshop, waren wirklich Sonntagabend halb 12 Uhr sind wir angekommen, sind Montagnachmittag im Workshop wieder losgefahren nach Hause. Sonntag früh dacht ich noch, Gottes willen, jetzt nach Berlin, habe ich überhaupt keinen Bock drauf, eine Großstadt und sonst was. Montag früh, als wir zum Kunden gefahren sind, meine ich zu dir an und so, ach guck mal, ist ja eigentlich was schönes Wetter. Eigentlich ist Berlin doch echt eine coole Stadt, Gottes Willen nicht, da zu wohnen, aber es ist diese Abwechslung ist halt echt schön, ne, also Ja. Und dann fährst Du raus und dann da denkst Du wieder so, ah, okay, jetzt haben wir aber langsam wieder, erreicht wieder.
Also Abwechslung, Du bringst es aufn Punkt. Das ist es, das brauche ich hier genauso. So, dann die last, but not least, die 3. Frage, wenn wir 'n schönes Trikolon hier. Welcher bekannten Persönlichkeit wärst Du gerne begegnet oder würdest Du gerne begegnen und was hättet ihr gesprochen, wenn sie nicht mehr lebt oder was würdet ihr sprechen, wenn sie noch lebt?
Das kann ich relativ schnell beantworten. Zumindest die die ersten den ersten Teil, Dave Grohl von Foofighters oder Nirvana oder Scream, je nachdem oder oder auch Queens of the Stoneage, der hat ja viel gemacht. Der ist son bisschen ein Vorbild für mich, nicht im Sinne von, weil weil ich unbedingt Rockmusiker werden will, aber weil er extrem geile Musik macht, weil er ein sehr vielseitiges Leben hatte und ich das Gefühl habe, dass er extrem am Boden geblieben ist. Also ich find der megasympathisch in ganz, ganz vielen Dingen, die er macht. Selbst wenn er einen Fehler macht, wofür er jetzt vor 2, 3 Jahren in in den Medien war, find ich ist er sehr souverän damit umgegangen.
Und ich würd mir da nie rausnehmen, ihn ihn deshalb zu zu zu bewerten, weil ich die Hintergründe überhaupt nicht kenne und fand das trotzdem sehr souverän, wie er umgegangen ist. Und ich würd eigentlich würde ich genau über das mit ihm sprechen oder nicht. Ich würd mit ihm so ein Gespräch führen wie mit dir über alles Mögliche, Gott und die Welt. Ich glaube, ich würd ganz wenig über die Niwaner oder Foo Fighter Zeit reden oder oder oder die Musik, also das das Musikbusiness, sondern eher die die Musik selbst, weil's ein wichtiger Teil seines Lebens ist. Darum glaube ich, wär Musik natürlich ein Thema, aber mir geht's nicht darum, wie es ist, ein Rockstar zu sein oder so.
Das finde ich eher, ja, da kann man sich genug Filme anschauen, wo man wo man einen Eindruck davon bekommt. Aber mit dem würde ich gerne reden und ich denke, dass ich, dass es ein sehr, sehr langes Gespräch werden könnte, ohne dass jemand von uns beiden Fahrt werden würde. Kann ich mir gut vorstellen und aus meiner Erfahrung mit prominenten Musikern, ich hatte auch mit einigen zu tun, hier und da auch aus aus manchen Szenen auch im Coaching, weil ich ja früher Workshops und Coachings zum Thema Musikproduktion gemacht hab, die hatten alle keinen Bock, darüber zu reden. Also das ist ja ist ja wieder Konditor, der hat irgendwann auch keine Lust mehr, Kuchen zu backen oder oder so Sachen. Also es ist genauso, wir werden regelmäßig gefragt auf irgendwelchen Partys, habt ihr nicht Lust?
Ich spiel Gitarre und Bass und Johanna singt ja und spielt Klavier und habt ihr nicht Bock, was zum Nee. Könnt ihr vielleicht die Technik Ah ja, auf jeder zweiten Feier Ihr habt doch so Technik, können wir uns was leihen? Und ich sag immer schon zu Johanna, boah, bitte, biet das. Also ist nicht böse gemeint, aber das halt, ne, ich hab da keinen Nerv mehr zu. Oder Du bist Du bist auf 'ner Party und dann heißt es ja, ach, kannst Du mal nachm Sound gucken oder so, weißt Du?
Das ist es ist lieb gemeint, ich will auch keinem vor den Kopf stoßen, aber das ist halt, irgendwann willst Du auch Feierabend haben und das habe ich bei vielen, vielen ja, Musikern, Musikproduzenten auch erlebt. Die hatten eigentlich gar keinen Bock, über Musik zu reden oder so. Klar, wenn die bei mir im Coaching waren schon, aber beim Mittagessen auch noch irgendwie, ne. Also kann ich sehr gut nachvollziehen. Weißt Du, was cool ist?
Ich hab ja eine Agentur, die auf Video spezialisiert ist oder oder wo Video ein ganz, ein ganz wichtiger Teil ist und ich selbst habe aber relativ wenig Ahnung davon. Also ich hab im Zuge meines Studiums eine Grundausbildung gemacht und ich liebe es zu theoretisieren über Filme und und und und Storytelling und Aufbau, aber von Kameratechnik habe ich sehr, sehr wenig Ahnung. Und jetzt hat das relativ schnell geändert, dass mich jemand gefragt hat, hey, kannst Du da filmen oder kannst Du das aufnehmen? Weil am Anfang oder ein paar Mal habe ich nicht nein gesagt und die haben's alle bereut, dass sie mich gefragt haben. Ja.
Ja, auch das kann ich gut nachvollziehen, ne. Also es ist ja genauso, mir hat mal mein mein erster Mentor nach 'nem Studium, mit dem ich dann auch Produktionstechnik zu tun hatte, hat gesagt, Du, im Studio ist es oder bei bei der Produktion ist es am Ende 90 Prozent Psychologie und 10 Prozent Technik und so was. Da kommt's gar nicht drauf an. Es sind andere Dinge viel wichtiger. Die gesamte Idee, die Performance, die Technik ist völlig unwichtig.
Leute, die nur über Technik reden, die haben entweder keine Erfahrung mit Produktion oder wenig Erfahrung oder sie denken halt und das habe ich sehr, sehr häufig erlebt. Also in den 16 Jahren, in denen ich meine Trainingsfirma hatte, waren bestimmt also locker die letzten 14 Jahre fast ausschließlich Hobbymusiker bei uns in den Seminaren. Zum Großteil wurde immer mehr, weil die Profis entweder zum Jens Einzelcoaching gegangen sind oder die hatten schlicht und ergreifend einfach das Geld dafür, nicht? Muss man echt sagen. Also viele Profimusiker haben dann nicht mal irgendwie 4, 500 Euro für son Seminar gehabt.
Und die ganzen, ich sag mal, Laien, die wollten immer Technik wissen. Die wollten, wie stellst Du das ein? Welchen Knopf bedienst Du da? Und die hatten wenig Interessent am Gesamtbild, weil dir natürlich der Blick darauf fehlte und die Erfahrung. Du musst 'n gewissen Erfahrungsschatz haben.
Und das ist das, was ich auch, wie gesagt, bei bei prominenten Musikern erlebt habe, denen geht's gar nicht. Also weißt Du das? Bei Gitarristen zum Beispiel, da fragt 1, welche Gitarre, welche Seiten und sonst was, Ist doch völlig egal, der Ton entsteht im Kopf mit der Idee und durch die Finger und sonst was, da kannst Du mir jede Gitarre geben, die macht nicht den Sound und ist bei Studiotechnik genauso, bei Kameras genauso. 'N Profi kann kann kann aus allem was rausholen, wo 'n Laie mit 'ner teuren Technik nichts draus machen würde. Also von daher völlig irrelevant und ja.
Aber ganz ehrlich, von von Kameraeinstellungen habe ich auch keine Ahnung. Das ist wahrscheinlich jetzt 'n Schock für viele Leute. Ich hab Kameratechnik, Studios konzipieren Technik von Audiotechnik, Einstellung, Raumakusse, alles Prozesse, aber wie jetzt, also ich weiß, wie man weißabgleich macht, ich weiß, was eine Blende ist und so, aber meine Frau ist die Videografin. Die macht in 5 Minuten eine Kameraeinstellung, die ist der Hammer und der brauche ich 2 Stunden, damit's halbwegs okay ist. Und die die schimpft auch immer mit mir, wenn ich bei Kunden schon mal anfange, so die kommt immer erst am Ende bei den Studioeinrichtungen dazu.
Was hast Du da wieder fürn Schrott eingestellt? Ja, aber ich brauch's ja auch nicht, ne. Also man muss nicht alles können. Ja. Ja, dann lass uns doch mal übers Thema des Tages sprechen.
Love Brand ist natürlich 'n spannendes Thema, eine große Überschrift. Ist für auch für unsere Kunden interessant, denn Video sorgt in seinen ganzen Facetten ja auch dafür, dass 'n Unternehmen nicht einfach nur eine unpersönliche Fassade ist. Wie wie würdest Du den Begriff Love Brand im Vergleich zu 'ner, ich sag mal, normalen Marke definieren? Was macht den Unterschied? Also Love Brand ist man ab dem Moment, ab dem es jemanden gibt und natürlich je mehr, desto besser, die sagen, das ist meine Marke.
Ein extrem gutes Beispiel finde ich Bier, zumindest in in in Mitteleuropa, Österreich, Deutschland, Tschechien, wo Du eine sehr starke Verbreitung von Bierkonsum hast. Und egal, wenn Du fragst, jeder hat eine Biermarke, die er als seine oder ihre Marke bezeichnet. Und das macht den Unterschied aus. Wenn Du in den Supermarkt gehst und es ist ein Bier im Angebot und daneben ist deine Marke und die kostet eigentlich mehr. Und wenn wir uns ganz ehrlich sind, 90 Prozent würden in einem Blindtest den Unterschied nicht merken, aber trotzdem greifst Du zu deiner Marke.
Das ist dann eine Love Brand. Ich muss grad schmunzeln, ich war meinem besten Freund letzte Woche, vollletzte Woche Sonntag aufm Grillkurs, Männer grillen, Barbecue und der Kursleiter, ich glaube sogar recht prominenter Koch, der hat uns am Anfang ziemlich schockiert, weil dann gab's, war schön warm, mittags 12 gab's 'n Bierchen, der meinte, es gibt Blindtests, Weizen und so was natürlich nicht. Das das das kriegt man schon hin, aber Pilz bis hin zu alkoholfreien Varianten haben Leute im Blindtest nicht unterscheiden können. Da waren alle geschockt. Mein bester Freund meinte gesagt, so, jetzt müssen wir das mal auch testen demnächst, das steht noch aus.
Das Gleiche soll angeblich auch bei Weinen sein. 6 Grad Rot- und Weißwein können 50 Prozent der Probanden keinen Unterschied feststellen. Auch da steht noch 'n Test aus, da wir große Weinliebhaber sind. Aber ja, also ich kann das bestätigen. Zwischen Rot und Weißwein, das, wie wie 50 Prozent hast Du gesagt, das überrascht mich tatsächlich.
Aber bei Bier finde ich es einfach immer wieder witzig, also da ist das männliche Ego so angekratzt, wenn Du das jemand sagst. Nee, nee, nee, also ich also ich würd den Unterschied auf jeden Fall merken, dass diese eine Marke würde ich auf jeden Fall raus kennen. Und ich hab noch keinen, also ich, doch, ich hab schon Blindtests mitgemacht, wo einzelne Personen tatsächlich extrem gut waren, das herauszufinden. Aber da ist da spielt Marketing so eine unfassbar große Rolle. Und und die meisten Menschen wollen das nicht zugeben, wie sehr Marketingopfer sie da sind.
Das meine ich nicht mal böse, aber die überschätzen sich dann maßgeblich, was was die Geschmacksnerven auf der Zunge und und auch die die Nase spielt da ja eine Rolle, wie geschult das Ganze ist. Also mein mein Cousin ist Biersommelier und und und hat da Meisterschaften gewonnen und und und so weiter. Der kennt natürlich die die wesentlichen Unterschiede auseinander, dann kann der vielleicht die Marken auch unterschiedlich benennen. Aber der 0 8 15 Mensch Bier, 0 8 15 Biertrinker wird da grandios scheitern, da bin ich mir ganz, da gehe ich jede Wette ein und vielleicht verliere ich eine von 10 Wetten, aber ich gewinne in Summe auf jeden Fall. Kann ich mir gut vorstellen.
Ich hab das Gleiche bei Rotwein. Also klar, ich ich krieg's schon mit, wenn 'n Wein gut ist, also spät und am nächsten Morgen, aber er kommt auf die Menge an. Also die anderen und ich, wir machen uns halt immer 'n Spaß. Wir waren jetzt im Juli waren wir in in Südfrankreich im Urlaub und wir machen uns immer 'n Spaß und ziehen dann durch die Supermärkte und gucken in den untersten Reihen die billigsten Flaschen. Also nicht Tetrapack, sondern ne so Landwein und Tartewein Das ist drüber.
Ja, ja. Genau und dann hast Du da eine Flasche Wein. Wir haben jetzt einen gefunden, einen Côte Duron, kostet in Frankreich 3 Euro 30 die Flasche. Hier ist er so bei 8, 9 Euro, fand ich auch sehr spannend. Das war der absolute Knaller und dann war 'n Angebot, 2 Flaschen, da kostet jede Flasche irgendwie einen Euro 80.
Also wo Du sagst, wie können die das überhaupt noch? Mir wurde das dann erklärt, das hat mit der Lage zu tun, weil's halt keine Hänge sind, sondern Felder und einfach die die Technologie ermöglicht das und der Weinkonsum in Frankreich nach Masse. Aber wir haben, darf man gar nicht laut sagen, ich glaub, 30, 40 Flaschen Rotwein aus Frankreich importiert, also nicht nur für uns, auch für unsere Freunde so und verschiedenste Sorten, viel côteuron, aber wirklich alles kreuz und quer aus Südfrankreich. Boah, und dann hast Du son Abend mit irgendwie 5, 6 Freunden und machst dann so mal 3, 4 Flaschen auf und irgendwann merkst Du so, welcher war jetzt eigentlich der Beste? Also wenn er nicht sauer ist und und und korkig und eklig, ne.
Ich bin auch da vorsichtig, ich weiß, ich hab mit mit mit 3 Weinformilliers gesprochen in den letzten Jahren, wo ich grade französischen Rotwein lieben gelernt hab und alle haben mir, das würden sie wahrscheinlich öffentlich niemals sagen, alles Gleiche gesagt, letzten Endes ist nur 1 wichtig, dass es dir schmeckt. Na ja. Ja. Und und selbst da spielt Marketing ein 1 Riesenrolle. Also wenn Du eine Wein Ja.
Das klassische Weinverkostungsproblem, ich bin mal von 1 Weinverkostung und ich glaub, das hat jeder, der der da schon mal war, erlebt, mit einem Auto voll Weinkisten mit Wein nach Hause gefahren und da gab's einen Wein, der nicht extrem geil fand. Den haben wir weggeschüttet, weil er einfach nicht trinkbar war. Und was auch noch eine Rolle spielt, ist das Ambiente, indem Du das nimmst, ich war jetzt in Irland und dort ist Guinness natürlich die die Marke und Also irre, wie stark Guinness da in in der nationalen Identität verankert ist. Und dadurch, dass Du in jedem Pub Guinness bekommst, also die gleiche Marke, fangen die Iren an, dass sie sagen, in diesem Pub schmeckt das Guinness besser als in dem Pub daneben, weil da spielt der Zapfhahn eine Rolle und so weiter. Und was ich auch geil find, ich hab Guinness natürlich schon früher mal probiert, aber in Irland schmeckt's besser.
Und wir haben wir sind zurückgekommen, haben uns Guinness im im Supermarkt gekauft. Es kommt nicht auf dasselbe. Ich muss es jetzt mal probieren, ob's wenn's vom Fass kommt, ob das einen Unterschied macht und hab schon rausgesucht, wo ich das machen kann. Aber das spielt alles spielt dabei mit, wie Du das Ganze dann wahrnimmst, wie wie ja wie dein wie deine Zunge darauf reagiert und wie Du sagst, das ist wirklich köstlich. Und mir hat mal 1 1 1 1 Sommelier gesagt, wenn ich dir sage, da ist eine Ananasnote drinnen, dann wirst Du Ananas schmecken.
Genau. Weil Du, weil weil wenn man dem Sommelier dieses Wissen einfach zuschreibt und und dann sucht man danach und das Gehirn ruft automatisch, okay, wie schmeckt 'n Ananas? Und allein dadurch, dass es abruft, während man trinkt, glaubt man es es schmeckt danach. Also ja, Marketing spielt eine ganz, ganz, ganz große Rolle und ganz viele Leute sagen, na, aber ich bin nicht beeinflussbar vom Marketing. Mir fällt grad was ein, was ich aus meinen Seminaren von früher noch erlebt habe.
Ich hab ganz häufig dann mit den Teilnehmern bei mir im Studio gesessen. Wir haben uns dann bekannte Produktionen angehört, mal zu analysieren, wie sind die eigentlich aufgebaut? Weil für die meisten Leute, wenn die so was hören, ist genauso wie beim Wein, dann ist es eine relativ eindimensionale Vorstellung, ach, da spielt eine Gitarre, da spielt das. Da ist aber viel, viel mehr los, dass dann 10 Gitarren gedoppelt sind und dann ist es schon 'n wahnsinniger Aufwand, was man so nicht hört. Und das Spannende war, ist jetzt nicht nicht Marketing, aber allein ein Hinweis darauf, wenn die Leute gesagt, hör mal jetzt an der Stelle hinten rechts, da ist so dieses Ding, ding, ding und das das und dann beim zweiten, dritten Mal, stimmt, jetzt höre ich's und dann haben auch viele das verifiziert und haben gesagt, und da passiert noch das und das und das und das.
Also grad der Hinweis darauf, ne, bringt Menschen erst dazu, manchmal Dinge wahrzunehmen, die vielleicht vorher gar nicht sind. Und das ist ja das, was letzten Endes im Marketing auch passiert, ne. Also und weil Du grade sagtest, Guinness, ich find Guinness ist 'n super Beispiel, da gab's ja, ich glaub, ein oder 2 Staffeln gab's bei HBO oder irgendwo gab's in den letzten Jahren gab's noch eine Serie darüber über die Familie. Die ist nicht so ganz hundertprozentig authentisch, da ist son bisschen dazu erfunden worden. Oder was bei Netflix, Amazon Prime, ich weiß nicht.
Über die die Gründung, na, die Gründung nicht. Es war, glaube ich, die Kinder des Gründers fürn Guinness. Okay. Also die Zeit irgendwann im neunzehnten Jahrhundert spielt. Und es ist nicht 100 Prozent authentisch, gerade auch so was, was die Lebensgeschichte der Kinder betrifft, haben sie da 'n bisschen erfunden.
Aber es war trotzdem, und das hatte ich damals nachgeguckt, ziemlich nah dran, was so die die Bedeutung von Guinness, ja, einfach in Dublin und im Land selber bedeutet, was sie für eine Macht hatten, aber auch wie sehr sich die Leute damit identifiziert haben, weil's halt einfach, ja, wir sind wir sind Guinness so ungefähr, ne? Genau. Von daher vielleicht 1 der ersten Love Brands, die es auf diesem Planeten gab. Was würdest Du sagen, wenn jetzt 1 sagt, boah, klasse, wir sind jetzt 'n mittelständisches Unternehmen im Bereich XYZ. Also für uns wär auch geil, wenn 1 sagt, ich, nehmen wir mal Schrauben, ich möchte Schrauben kaufen und sagt 1, also, von ABC würde ich niemals Schrauben kaufen, weil XYZ, meine Marke, egal was die rausbringen, ist meine Marke.
Also kenne ich bei mir selber auch. Ich bin bin Volvo Fahrer seit vielen Jahren aus guter Erfahrung. Unser Digger hat jetzt 400, wir haben 'n XC90, da müssen wir viel transportieren. Der hat 440, 3 4 444000 Kilometer aufm Tacho. Wow.
Fährt wie eine 1. Geil. Ein bisschen Probleme natürlich hier und da muss gewartet werden, aber super. Meine Kinder haben Volvo. Ich hab selber noch, mein Firmenwagen ist auch 'n Volvo.
Volvo ist meine Marke. Ich würde keinen neuen mehr kaufen, muss ich ehrlich sagen, die gefallen mir nicht. Aber das habe ich bei mir selber auch. Jetzt ist die Frage, wenn ich jetzt dieses mittelständische Unternehmen bin, weil das ist ja meine Zielgruppe und das möchte erreichen, dass seine Kunden sagen, ich bleib bei denen durch dick und dünn, auch wenn mal was schiefläuft, weil das macht ja eine Love Brand auch aus, ne. Also ich find die die DE Volvos finde ich ganz furchtbar, sehen meiner Meinung nach zum Kotzen aus, unabhängig von Antriebsart.
Die gefallen mir nicht, aber trotzdem würde ich gucken, ob ich mir zukünftig 'n anderen kaufe, weil es ist meine Marke. Ist das eine Sache, die man, die Frage beantworte ich quasi selber, aber ich stell es trotzdem, die man strategisch planen kann, also man sagen kann, ich arbeite wir genau hin oder entsteht das aufgrund von Eigenschaften? Also bei Volvo ist zum Beispiel, ich hab Supererfahrung mit Zuverlässigkeit und Sicherheit gemacht. Das ist ja auch das, wofür die Marke auch immer stand. Also kann ich's 'n Teil durch Qualität und Angebot steuern?
Wird's hauptsächlich durch Marketing gesteuert oder ist es unkontrollierbar? Also es ist definitiv kontrollierbar. Was nicht möglich ist, ist aus einem beschissenen Produkt und 1 beschissenen Firmenkultur eine Love Brand zu machen. Du schaffst es bis zu einem gewissen Grad, den Anschein 1 Love Brand zu machen, wenn Du extrem, extrem viel Geld rein- oder raufwirfst, aber früher oder später wird das auf den Kopf fallen und und und wieder eingehen. Ich finde Volvo ist ein extrem cooles Beispiel.
Du hast auch Sicherheit genannt und Volvo hatte mal in der USA eine Kampagne The Save First Car in the World, kam nicht so gut an und haben dann umgeändert auf 'n Long to be das Safest car in the world, was was gleich viel besser funktioniert hat, was ich sehr interessant finde. Also Sicherheit ist bei bei Volvo enorm wichtig. Und das 2. Beispiel, das Du genannt hast, sind Schrauben. Und ich finde, auch bei Schrauben ist es so, zumindest bei mir, ich hab erst vor ein paar Jahren angefangen, ein bisschen zu hand handzuwerken, mir eine Werkstatt eingerichtet und hab dann rumgefragt, okay, welche welche Schraubenmarke soll ich kaufen?
Und da war es ganz eindeutig Spacks Ding und ich kauf jetzt nur noch die. Also es gibt, die die die sind ein, da ist genau das der Punkt. Daneben sind Schrauben, die billiger sind, aber ich nehm trotzdem die, weil ich und ich kann das nicht mal nicht mal verifizieren, aber ich geh davon aus, dass die Qualität einfach viel, viel höher ist. So, wie wie kann jetzt eine Marke, einen Mittelstand oder auch ein kleines Unternehmen sagen, wie werde ich zu 1 Loveband? Das das, was das ganz Wichtige ist, ist, dass sie überlegt, wofür sie steht.
Ich weiß, das klingt Jemand, der sich mit länger mit Marketing beschäftigt, kommt zu dem Punkt, wo er das abgedroschen findet, das Why, also oder Purpose Marketing oder Purpose driven, keine Ahnung. Hat viele Namen, aber das ist schon das ist schon ganz wichtig, wenn ich sage, mein wichtigster mein wichtigster Faktor ist die hohe Qualität oder mein wichtigster Faktor ist die Nachhaltigkeit, wie's bei Patagonia ist zum Beispiel. Oder mein wichtigster Faktor ist die Sicherheit, wie's bei Volvo ist. Wenn ich so etwas habe und das ist nichts, was ich erfinden kann, was ich sage, hey, ab sofort, ich fang jetzt an, ich bin die wir wir sind die die billigste Videoproduktion, die Du in im deutschsprachigen Raum finden kannst und bisher war das nicht mein mein Antrieb. Dann wird's nicht funktionieren, aber wenn ich sage, wenn ich so lange hinschaue, warum mache ich das?
Warum kaufen Kunden bei mir? Warum bin ich über viele Jahre hinweg zumindest erfolgreich genug, dass ich nicht die die das Licht ausmachen muss? Wenn ich das gefunden habe, dann kann ich auf das ganz gut aufsetzen. Das ist die die die 1. Zutat.
Ich muss einfach wissen, was ist das eine Antriebsding, was mich ausmacht und was meine Kunden auch schätzen? Das 2. Ist dann die Emotion, die daran geknüpft ist. Und es gibt ja die die 5 oder 6 die 6 Kernemotionen. Wer im Film Alles steht Kopf gesehen hat, der weiß sofort, welche ich meine und der ist extrem, extrem gut der Film.
Und jetzt gibt es, kann ich auf eine diese 6 Kermerotionen extrem gut anspielen. Und und je besser ich herausgearbeitet Kernemotion ist, desto besser kann ich damit arbeiten, das als Love Brand aus zu auszuarbeiten. Und ganz selten ist es nur, ja, meine Kernemotion ist, keine Ahnung, Ekel oder meine Kernemotion ist Freude oder ich bin auf irgendetwas wütend und darum nehme ich das, weil hin oder her, sondern meistens kommt noch immer gleich eine Geschichte dazu. Und da sind wir dann schon beim dritten Punkt, wie erzähle ich die Geschichte der Marke, damit ich diese Kernemotionen auslöse? Und da bist Du dann schon mittendrin im Love Brand machen und Du kannst es nicht von 0, also für ein beschissenes Produkt, für eine beschissene Kultur auf aufbauen, aber wenn das, was da ist, wenn Du das in Bahnen lenkst, dann kannst Du das sehr stark beeinflussen und und sehr stark verstärken den Hebel, den Du ohnehin schon hast.
Erklärt auch, finde ich sehr schön, warum 'n Video da son wahnsinnig wichtiges Kommunikationswerkzeug ist, weil es halt das Ganze sichtbar macht. Also ich finde mich gerade in vielen Dingen, die Du gesagt hast, wieder und auch gerade in Bezug darauf, sich selber beziehungsweise bei mittelständischen Unternehmen ist ja nicht nur eine Person, es sei, dass es jetzt wirklich vom vom vom Inhaber geführt und der ist so die der der Leuchtturm, aber auch die Kultur 1 Unternehmens wirklich sichtbar zu machen, weil wir hatten das am Montag in dem Workshop, das war total spannend, da sagte die Social Media Managerin, also ein Grund, warum Sie jetzt beim Thema Video da unbedingt weitermachen wollen, auch 'n Studio einrichten wollen, ist halt einfach, Sie haben so viele Beiträge mit tollen Aussagen Ihrer Kunden, wer auch immer, aber das sind Textaussagen und eine Textaussage, ne. Einfach eine 1 Texttafel, da kannst Du reinschreiben, was Du willst. Das das klingt dann abgedroschen, weil es einfach eine Floskel ist und heute überlegst Du dann auch beim Lesen, ist das echt, ist das KI? Hat der das wirklich gesagt?
Es wird ja gelogen wie gedruckt im Internet, muss man einfach auch sagen. Und gerade Social Media, also das hat jeder schon mal erlebt da, ne? Also nirgends so, wie hast Du schon? Nirgendwo wird mehr gelogen wie in der Liebe rund im Spiel. Ich würd mal sagen, Social Media wird mehr gelogen und wenn sich jemand da hinstellt und mit seinem Gesicht in der Kamera eine Aussage abgibt, dann ist das doch viel vertrauenserweckendder als eine Texttafel.
Und gerade wenn's Werte geht oder wofür stehe ich? Also ich mein, dass natürlich bei, es gibt ja einen Bekannten, ich will den Namen jetzt nicht nennen, bekannten Babynauungshersteller, wo der Gründer immer gesagt hat, dafür stehe ich in meinem Namen. Da wusste jeder, dass der nicht in der Küche steht und das Zeug anrührt, aber das war über Jahre die erfolgreiche Kampagne der Firma, ne, weil er selber sich hingestellt hat und gesagt hat, dafür stehe ich in meinem Namen. Absolut. Bedeutet nix.
Also ich meine, das war jetzt meiner meines Wissens nach war er kein 1 Unternehmer, sondern nur trotzdem eine GMBH und hat persönlich nicht gehaftet, aber es ist 'n Standing. Ja und also der Ruf der der des Namens Hipp, jetzt hab ich gesagt, aber der spielt, der steht sehr wohl auf dem Spiel. Also da gab's ja jetzt vor Kurzem, wenn ich das richtig im Kopf hab, einen Skandal oder eine Erpressungsversuch oder irgendein Rückrufgeschichte. Ich hab's nicht ganz, ganz genau verfolgt. Aber wenn Du das sagst, dafür stehe ich mit meinem Namen, dann halten dich die Leute auch, ja, die die nehmen dich da beim Wort.
Und das heißt jetzt nicht unbedingt, dass man rechtlich verklagt wird, sondern dass man in der Gesellschaft das Ansehen gewinnt oder verliert. Ja. Definitiv. Was würdest Du sagen, wenn jetzt 'n Unternehmen sich Gedanken drüber macht, wir möchten jetzt den den nächsten Schritt gehen zur Love Brand und auch eingesehen haben bei meinem Podcast, da geht's ja ums Thema Videokommunikation, dass sie da mit Video arbeiten wollen. Was wären so die ersten 3 Tipps, die Du dir geben würdest, worauf man sich, ja, konzentrieren sollte oder welche Formate da wichtig sind?
Oder ist das völlig völlig individuell, wo Du sagst, ja, das hängt davon ab, was die Zielgruppe ist? Also grundsätzlich B2B ist bei meiner Zielgruppe die Zielgruppe, den meisten Fällen. Was was was wäre so dein erster Ansatz? Wenn 1 dazu, der kommt, sagt, ich bin mittelständischer Schraubenhersteller, sagen wir's mal so. Also die Antwort ist immer, es kommt darauf an.
Das ist ja schon mal klar, das lernt man im Marketing in der allerersten Stunde. Vorlesung antworte immer mit, es kommt darauf an. Und je länger ich in dem Bereich arbeite, desto mehr stimme ich dem Ganzen zu. Am Anfang fand ich's witzig und und mittlerweile finde ich, ja, es es ist tatsächlich dann kann sich niemand hervorheben und schärfen und das Profil schärfen. Und letztendlich geht's ja darum, wenn ich eine Laufband mache, dass ich ein scharfes Profil hab.
Was ich was ich allerdings, also was sehr interessante Werkzeuge sind, das eine ist der Imagefilm, den viele Sehr interessant. Als Tod gesehen haben, der klassische Imagefilm. Ja, wenn's 1 0 8 15 KI Rotze Imagefilm ist, dann dann bringt der genau gar nichts, aber grundsätzlich, Du kannst in mit Video enorm stark Emotionen auslösen. Also ich ich glaube, kann sein, dass ich mich täuscht, aber ich glaube, ich habe noch nie beim Lesen 1 Textes zu heulen begonnen, aber sehr wohl bei einem Film mit den Tränen gekämpft. Weil weil Video einfach die dadurch, dass es sowohl visuell als auch auditorisch die die Reize gibt und und dann über die Zeit hinweg eine 1 einen Charakter aufbaut, die genau die Hormone in dir ausschütten lässt, die dazu führen, dass das viel intensiver wirkt, als wenn Du es nicht sehen und hören gleichzeitig würdest.
Und da kannst Du den Imagefilm enorm stark nutzen. Und und mit Imagefilm meine ich nicht nicht eben das, ja, wir sind das und das und wir stehen für und dann 3 Bars. Genau das liebe ich, ja. Da das meine ich damit gar nichts, sondern tatsächlich ein Video, das auf der Webseite ist oder auch im im TV lauft, wer oder beim Streaminganbieter deines Vertrauens oder selbst wenn's ein 1 längerer Spot ist, der auf Youtube lauft, Die Videos, die Emotionen auslösen und die Informationen, die Du transportieren willst, an Emotionen koppeln, das sehe ich als Imagefilm. Also wenn ich eine Software mir runterladen will und ich gehe auf die Webseite und ich hab dort einen kurzen Film, dann schaue ich mir den sehr gerne an, weil's für mich so der Pitch ist, was habe ich von dieser Software?
Also ich such gerade zum Beispiel eine alternative Notizsoftware und da habe ich mir ein paar Videos angeschaut. Und da merkt man sehr schnell, was ist mir sympathisch und was nicht? Und es gibt ja Tausende Anbieter, die solche Erklärvideos rausrotzen und wahrscheinlich mit KI geht's jetzt noch viel leichter. Und die sind wir alle nicht in Erinnerung geblieben, aber es gibt ein paar, wo ich mir einfach dachte, hey cool, die haben eine nette eine nette Idee dazu, da rangeklammert. Und das bleibt dann in Erinnerung.
Und das ist jetzt beim Schrauben genau das Gleiche. Also wenn wenn ich Schrauben verkaufe für für einen Hobby, da da muss ich mich ja schon schon mal überlegen, ist das für einen Hobbybereich oder ist das für einen Profibereich? Verkaufe ich die im Baumarkt oder sind die nur kaufbar für Profiunternehmen? Und je nachdem, was ich mache, gehe ich anders an die Sache heran, wenn's nur für Profiunternehmen ist, dann schaffe ich das nur, dass ich das Vertrauen gewinne, wenn andere Profis sagen, wie gut das ist. Und Auf jeden Fall, ja.
Und im im im Hobbybereich kann ich vielleicht ein 1 gutes Ergebnis versprechen. Ich kann sagen, hey, wenn Du diese Schrauben nimmst, dann hält das, was Du da zusammenschraubt damit. Und das reicht dir dann schon. Du Du Du, vielleicht sieht man irgendeinen, natürlich wird man in den Videos einen Handwerker sehen, der der das auch zusammenschraubt und der wird nicht wie jemand wie ich aussehen, sondern der wird, keine Ahnung, im im Blaumann auftreten und vielleicht sogar einen Helm aufhaben und irgendwie keine Ahnung. Aber da ist das Videotestimonial 1 1 Baufirma oder 1 1 Handwerksbetriebs nicht ganz so wichtig für für den B2C Bereich, wie es im B2B Bereich ist.
Und das sind so die die verschiedenen Werkzeuge, also Imagefilm, Testimonial Video, dann Social Media Content, also so dauer dauerhafter Content, die alle auf die das Thema Brandlauf einsehen und einzahlen, wenn sie die gleiche Geschichte erzählen. Ich find's super, dass Du 'n Imagefilm erwähnt hast, weil mit dem stehe ich auf dem Kriegsfuß, das ist nicht aus persönlichem Gehirn, sondern einfach, weil ich regelmäßig 'n Unternehmen, ich bin ja viel Mittelstand unterwegs. Und natürlich ist gerade in der heutigen Zeit, klingt immer so blöd, aber wir haben ja jetzt halt immer noch nun mal wirtschaftliche Krisenzeit, ist immer das Thema Budget die Frage. Also da wird jedes Mal gesagt, ja, wir müssen gucken, ob's Budget passt, ob wir uns das leisten können. Weil wir reden jetzt bei 'nem Projekt mit uns nicht von zehn-, 15000 Euro.
Und dann frage ich immer, habt ihr 'n Imagefilm? Und wenn jemand aus der Geschäftsführung nicht anwesend ist oder auch nicht der Marketingleiter, dann fangen viele schon an, ich sag mal Marketingmitarbeiter, so aus Unternehmenskommunikation, unruhig zu werden, drucksen rum und grinsen. Dann frage ich böse, wie ich bin immer, ne, ist das bei euch auch son Geldgrab? Ja. Und versaut der auch irgendwo auf der Webseite.
Ja. Und geht's auch nur darum, dass ihr die tollsten und besten Seiten neunzehnhundertsechsundfünfzig gegründet wurde und euer Gründer Ja, das sind die Imagefilme, wo ich sage, lasst den Mist, weil das kostet meistens 'n Haufen Geld mit Drohnenflugen hast Du nicht gesehen. Das Schlimmste war, ich Hat man das heute noch überhaupt vielleicht in Konzern mit Schauspielern zu arbeiten? Ich kenn das so so noch noch aus meinem Studium, da habe ich nichts mit Filmen zu tun gehabt, aber am Rande habe ich's mitbekommen, da gab's auch 'n Filmstudiengang oder auch von befreundeten Schauspielern und Sprechern, die dann für solche Filme gecastet wurden, wo ich mir denke, was hat das mit dem Unternehmen zu tun? Da muss der Jupp, da muss die Elsa zu sehen sein und dann und dann weiß ich, der Fritz oder wie sie auch heißen, aber nicht irgendein Schauspieler.
Also das ist die Art Imagefilm, die total witzlos ist meiner Meinung, weil sie kostet wahnsinnig viel Geld und zahlt nur auf 1 auf, 'n hochpolites Image, ne. Und das, was Du sagtest, ich hab gerade 'n Imagefilm von 'ner von 'nem Hotel- und Gasthof aus Kärnten gesehen. Ich hab bei Instagram, also Imagefilm, ne, also war schon professioneller gemacht, aber da hat der Hotelier sich selber eigentlich ziemlich in die Pfanne gehauen, ne, irgendwie so von wegen Arbeitssicherheit bei ihm Unternehmen und überhaupt. Ja, also bei den Überstunden könnt ihr euch überlegen, ob ihr die am Wochenende macht oder während der Woche, also aber mit dem Grinsen immer, sehr humorvoll. Also ging ziemlich in die Richtung Stromberg, ne, son bisschen Fremdschämen.
Aber am Ende dachte ich, Du hast am Schlussbild, haben sie's durchgezogen, nicht am Ende irgendwie eine auf heile Welt gemacht, dachte ich, ja, aber es ist ja ziemlich klar, dass das nicht so ist, weil wenn das so wäre, dann wird, also wenn die wirklich so drauf wären, ich mein, wer ist so blöd und glaubt, dass sie, ne, also ihre Mitarbeiter wirklich so schlecht behandeln? Gut, ich ich merk schon, ich hab Fehler gemacht, ne. Da fällt mir Einstein rein, die die Größe des Universums, die Unendlichkeit des Universums und die Unendlichkeit der Blödheit von Menschen. Gibt sicher Leute, die das ernst nehmen. Aber am Ende ist es mir hängen geblieben.
Ich erzähle die davon, währenddessen ich andere Videos gesehen hab, da wo ich noch gar nicht mal weiß, worum es ging, weil das war witzig. Es war witzig und ich dachte mir, das ist doch geil. Also wenn ich jetzt in der Gegend da wäre, ich würde das sogar suchen, weil das so witzig war, das Video. Ich würd in das Hotel gehen, weil ich will den Kerl Kerl kennenlernen, der son Mut hat, das zu machen. Ja.
Und das ist 'n cooler Imagefilm. Absolut. Also weil Du vorhin Schauspieler gesagt hast, es kommt wiederum kommt darauf an, welche Art Imagefilm Du machst, weil wenn es wichtig ist, dass ich die Mitarbeiter dort sehe, weil die, keine Ahnung, weil's eine Dienstleistung ist, wo ich mit diesen Mitarbeitern zusammenarbeite oder weil's ein vertrauensbildende Maßnahme ist, dann brauche ich natürlich die echten Mitarbeiter. Das das das wär schon schräg, wenn ich jetzt für Pul Media einen Imagefilm machen würde und dann dann würde ich der Schauspieler einstellen und nicht mich selbst zeigen. Das wär das wär wirklich komisch.
Aber wenn's ein 1 Produkt ist, wo ich mit der Firma, mit der Produktionsfirma vielleicht überhaupt nichts mehr zu tun hab, warum soll ich da keine Schauspieler nehmen, die das professionell darstellen? Nichts mehr zu tun hab, warum soll ich da keine Schauspieler nehmen, die das professionell darstellen? Jeder TV Spot ist ein 1 Imagefilm. Die Zusammenarbeit mit mit Influencern, mit Creatoren sind auch Imagefilme. Alles zahlt in das Image ein und und und darum Also ich glaube, was was Du was Du gemeint hast, ist, es muss passen zurück zur Geschichte.
Und wenn's nicht passt und ich nehm dann einen Schauspieler nur, weil der hübscher ist als ich, der Geschäftsführer und stell den dann hin und und und will dann Vertrauen in mich aufbauen, dann ist dann ist, ja. Das funktioniert. Ja, das ist, was ich meinte. So so die klassischen Imageschem, wie es ja auch im Mittelstand gab, dieses, ne, wir sind Hochglanz und toll und überhaupt und dann laufen da 'n Haufen gut gekleidete hübsche Menschen. Am besten noch in in in in den nagelneuen Blaumännern durch die Produktion, wo alles geputzt ist und sauber und perfekt und man denkt sich so, das schreit nur schon von Weitem ist es nicht authentisch.
Bei Werbefilmen, wo, wie Du schon sagtest, die Person, die zu sehen sind, nichts mit dem Unternehmen zu tun haben müssen. Ich mein, wenn eine Firma für 'n Auto wirbt, ist ja klar, dass da nicht der der Peter, der da am Fließband steht oder der CEO Okay. Von dem Unternehmen drin sitzt, ne. Ich hab mich wirklich bezogen auf den klassischen Imagefilm, weil wie gesagt, wir im Mittelstand viel mit der mit also mittelständische Unternehmen zu tun haben und wirklich, bei fast jedem Unternehmen sagen mir auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da wurde jetzt in den letzten 4, 5 Jahren wurde Neuer gedreht, der hat 'n Schweinegeld gekostet, aber das wird rausgehauen. Das ist 'n anderes Thema, kann man auch sagen, Messen.
Dass Messen wichtig sind, würde ich gar nicht gar nichts gegen sagen, aber in vielen bei vielen Unternehmen hat sich beim Thema Messe bis heute auch nichts geändert. Da werden Riesenbudgets rausgehauen, da wird wenig wenig flankiert mit Video oder das Ganze mal 'n bisschen moderner gedacht. Es gibt da so gewisse Marketingmaßnahmen, das hatten wir halt immer so gemacht im Mittelstand und da wird nicht drüber nachgedacht und bei neuen Themen, gerade auch Video oder auch Social Media, kennst Du sicherlich auch, da wird sich dann geziemt, so, da wird's ja dann son bisschen, ja, ich weiß nicht, ob wir das Geld für ausgeben haben, aber son Imagefilm, der dann auf der Webseite versauert. Geh geh auf jeden mittelständischen Maschinenbauer. Auf jeder zweiten Seite siehst Du son Imagefilm, wo Du denkst, der sagt gar nichts aus, ne?
Absolut und das, ja, das finde ich traurig und dann wirst Du halt keine Love Brand. Dann wirst Du eine normale Marke bleibst Du dann. Aber das zielt sich ja generell auch durch, also den Messen hast Du jetzt genannt, unterschreibe ich dir zu 100 Prozent, also was da, weil's da plötzlich am Werbebudget möglich ist. Und und wenn man dann selber weiß, worüber man verhandelt hat und welche welche Minibeträge. Was ich auch immer ganz witzig finde und Marken, die TV, also für TV Spots sind Marken bereit, ein das, ich ich sag jetzt einfach mal, Faktor 10 auszugeben.
Und wenn Sie, also Sie sind dann der Meinung, wenn Sie sagen, ja, aber das wird nicht im Fernsehen laufen, das ist kein TV Spot, dass es dann in der Produktion billiger wird. Und das fängt mich immer lustig, weil was ist der Unterschied? Also das ist ja nur das Medium. Und also da da ich finde, da merkt man sehr schnell so kleinkarierte Marketingmenschen, die irgendwo eingesetzt sind bei auch auch bei riesigen Marken. Und wo wo's dann heißt, hey, nächstes Jahr wird wird das Budget ein müsst ihr Budget einsparen und ihr habt weniger Budget zur Verfügung.
Und die fangen dann damit an, dass sie sagen, ja okay, wir machen keinen TV Spot. Das heißt zwar nicht, dass sie keinen Spot produzieren, das heißt nur, er wird nicht auf TV ausgespielt. Und weil TV einfach extrem pervers teuer ist, ist man dann der Meinung, okay, dann darf die Produktion auch nicht so viel kosten. Und das finde ich das finde ich da immer witzig. Also weil weil Du so so Geldgräber angesprochen hast.
In Marketing ist in den letzten wahrscheinlich 100 Jahren so viel falsch Nein, eigentlich in den letzten 50 Jahren seit dem Goldenen in der Ära vom Marketing ist so viel falsch gemacht worden und so viel Wasser ausgeschüttet worden, wo wir jetzt ein bisschen wieder dagegen arbeiten müssen, finde ich. Mhm. Ja, beim Messen ist zwar jetzt 'n bisschen anderes Thema, aber nur mal als als Impuls. Ich hab ja in den letzten Jahren sehr viel mit Vertrieblern zu tun gehabt. Das Thema interessiert mich, ist für mich natürlich als nicht ursprünglicher Vertriebler auch wichtig und spannend.
Und was ich regelmäßig gehört habe, also bei jedem kleinen Mittelständder ist ja eher das Thema, wenn jetzt der Laden noch nicht brummt wie verrückt, dass er an neue Kundenkontakte drankommt oder neudeutschen Leads. Und ich hab so oft schon gehört bei etablierten Marken auf Messen, dass die Leads ohne Ende haben, die am Ende aber dann gar nicht nachtelefoniert oder oder nachgefasst werden. Das ist auch sone Sache, wo wo beim Messen und ich lese auch regelmäßig bei Kontakten bei LinkedIn, die sich auch so was spezialisiert haben, dass das immer noch gibt. Also gerade Messen ist je nach Unternehmen und ich bin überhaupt nicht gegen gegen die Messen, gar nicht. Also ich bin selber ja auch auf Messen.
Ich find's superspannend, weil wo triffst Du einfach so viele Menschen und wo hast Du die Möglichkeit, auch so viel Content zu produzieren? Ist ja der nächste Punkt, ne. Aber es ist halt in so vielen Köpfen ist dann sone sone Eingefahrenheit, ne. Also als Beispiel mal, wir haben ja, Du kennst ja unser unser Pop up Studio, auch son mobiles Studio, wo wir auf Events sind mit. So und wir vermieten das ab und an noch, aber die Grundidee war nicht, es zu vermieten.
Machen wir als Dienstleister, haben wir auch 'n paar Veranstaltungen, ja, aber eigentlich gucken wir lieber, wo ist 'n interessanter Kongress, wo ist 'n interessanter Messe, wo wir sagen, Veranstalter, ihr dürft das Studio Zeit X, also mindestens 50 Prozent der Zeit, dürft ihr das nutzen. Wir nehmen mit euch hier Interviews, Testimoniets und so auf. Dafür kriegen wir halt 'n Stand und die entstehenden Kosten, Reisekosten, teilen wir sich halt. Du glaubst doch nicht, dass das funktioniert. Also ich habe bei manchen Events Jahre gebraucht, wo dann Vertreter dieser Events auf 'nem anderen Event das gesehen haben, erst mal geschnallt haben, was für Möglichkeiten das sind.
Wenn Du mit den Leuten redest, ich hab gerade wieder 'n 'n wieder Kontakt mit jemandem, der 'n der 'n großes Marketingevent veranstaltet, sehr bekannt. Ja, ich weiß nicht, ob das Sinn macht, weil zum Stand, der bringt uns ja 'n paar 1000 Euro, ja, das ist ja völlig wurscht. Überleg doch mal, was Du da an Content kriegst. Du hast was völlig Neues, weil die, dem wir das machen, die sind alle völlig begeistert, weil sie sagen, ich habe auch son Event. Da sind wir beim Livemarketing.
Ich habe die Leute live da. Ich kann mir die holen und kann sagen, sag mal was dazu. Und das ist was anderes, als wenn 1 jetzt als rasenderreporter über die Messe läuft, das noch mal, kannst 'n richtigen Expertentalk machen und und und. Da sind viele so im Kopf so festgefahren, ne. Und da finde ich grade so klassische Formate mal überdenken, auch bei bei bei Events, das würde mal gut tun, weil ja, Budget wird wahrscheinlich nicht mehr werden in den nächsten Jahren, ne.
Ja, Budget ist immer knapp, aber Budget ist nur eine Zahl, die sich irgendjemand ausgedacht hat. Ja, stimmt auch wieder. Du Du hattest geschrieben, Thema Livemarketing, weil ich hatte mal eben durchgeguckt, was Du mir zugeschickt hast an Themen. Livemarketing sagtest, Du wird immer wichtiger, auch für eine Love Brand. Jetzt haben wir natürlich vom Thema Messen, Kongresse, Konferenzen schon mal das Thema angeschnitten.
Was für diejenigen, die jetzt abgesehen von dem, was wir jetzt schon mal genannt haben, sich nicht vorstellen können, was da alles drunter fährt fällt, was für für Maßnahmen würdest Du noch unter das Thema Livemarketing oder was zählt zum Thema Livemarketing noch dazu? Ich hab vorhin gesagt, dass im Video die Augen und die Ohren angeregt werden und in in das Medium eintauchen und bei Livemarketing sind es mitunter alle Sinne, die die Du hast Und entsprechend kannst Du da noch viel, viel mehr punkten. Und man muss das gar nicht so groß denken. Also ich möchte zuerst ein Beispiel nennen, wo es extrem groß ist und die das einfach durchgespielt haben bis zu Ende. Ich war dieses Jahr in einem Vergnügungspark und diejenigen, die jetzt die Kamera nehmen haben, die sehen das, was ich da mitgenommen habe.
Hat mit deiner Maus zu tun, die haben das zu Ende gespielt. Also Du zahlst Eintritt in Disneyland, fährst Also bei uns sind's die 1000 Kilometer oder reist 1000 Kilometer an, zahlst Nächtigung, zahlst dort eine 1 Schweinekohle, nur dass Du die Marke erlebst. Und im Wesentlichen ist es nicht an Ja, Du wirst unterhalten, klar, aber Du erlebst dort die Marke und das ist schon unfassbar stark. Und wie stark das funktioniert, habe ich gesehen, dass ich diese Handschuhe gekauft habe. Die meisten kaufen diese Uhren, die haben haben wir dann für meine Tochter noch gekauft.
Und Du trägst die nie im Alltag, die haben 0 Sinn, das sind nicht mal, also die Ohren halten dir nicht mal die Haare zurück, dass Du sagen kannst, ja, es sind netter Haarreifen, aber dort kaufst Du sie und gibst viel Geld dafür aus, weil Du von dieser Marke total eingenommen bist. Und ich finde, das ist so die die, es ist mehr als die Champions League, das ist die, ja. Das Endgame. Das Endgame. Absolut.
Also wirklich, das Ja genau. Richtig, die haben's durchgespielt. Level 9999. Und jetzt, was kann eine kleine Marke machen? Sich einfach überlegen, wie ich die Marke wahrnehmen kann.
Und das sind schon Dinge Also wenn ich viel nicht Laufkundschaft, sondern sondern viel Kunden habe, die zu mir kommen, jetzt nicht Laufkundschaft im Sinne von täglich wie bei einem Unternehmen, dass ich mir überlege, wie werden die empfangen? Wie ist der Empfangsbereich gestaltet, dass die dort schon die Marke wahrnehmen? Das ist ein Miniting, aber wir haben das bei uns in der Agentur. Wenn Du reinkommst, schaust Du direkt auf eine also das ist so eine Wandstreifen, der ist schwarz, da hängt ein Fernseher im Hochformat, wo unsere besten Videos laufen. Das heißt, wenn Du in dem Moment, wo Du da reinkommst, siehst Du gleich mal, worum's geht.
Es ist im Hochformat, was ungewöhnlich ist, das im Fernsehen so hängt, aber mit ja, mittlerweile nicht mehr so ungewöhnlich, aber Und Du siehst dort die Videos und wenn Du jetzt, auch wenn Du nur ein paar Minuten warten musst auf jemand, bist Du auf die Firma eingestellt und auf das, was was bei uns ganz, ganz wichtig ist, eingestellt. Und allein diese Überlegung, ich zähl das zu Live Marketing. Und ein anderes Beispiel, was wir was wir Linz gibt's ein 1 Familienfestival, nenne ich's einfach oder sehr familienfreundliches Festival, das ist am Hafen, ist wirklich ganz nett. Und ein kleiner Nachteil ist, Du musst sehr weit gehen. Also Du hast Ding wieder einen Eingang und dann gehst Du ein paar 100 Meter, bis Du zum ersten Stand kommst und so weiter.
Und wir haben uns ein Tuk Tuk besorgt und haben das Hopfentaxi für Zipfel gemacht und es gab dort einen Zipfel Biergarten, also Zipfel ist einem Biermarkt, eine österreichische, und haben die Leute mit dem Tuk Tuk am Eingang abgeholt und haben sie nur dorthin gebracht zu zu zu diesem Biergarten. Und das ist so unfassbar gut angekommen. Die Leute sind uns nachgelaufen, haben gesagt, dürfen wir auch mit dem Zipper Also haben immer die Marke dazu gesagt. Die haben uns fotografiert, ich war Ich weiß nicht, auf wen wie vielen Storys. Und das war ein Miniding, das hat nicht viel gekostet, aber war es hat ein Problem gelöst.
Es hat's mit der Marke extrem gut verknüpft und es es hat ja auch dieselbe Farbe, also hat auch natürlich brandingtechnisch funktioniert, aber das alles hat sehr stark eingezahlt in in in die Marke. Und ich fand das ein extrem schönes und und und cooles Beispiel, wie Du eine Marke oder dem Markenbewusstsein erlebbar machen kannst. Und das gibt's in alle möglichen Bereichen. Und das ist definitiv nichts, wo es eine Nullacht 15 Lösung gibt, wo ich sage, hey, ich stell keine Ahnung, einen einen Foto eine Fotobox im Empfangsbereich auf und die kann ich 10000 Mal verkaufen, sondern das ist jedes Mal wieder individuell mir was überlegt. Und das kann was Dauerhaftes sein, das kann sein, wo ich Sponsor bin.
Unfassbar, wie viele Marken und Du hast vorhin gesagt, was man einfach so macht, wo man Geld rauswirft, wie viele Marken sponsoren Events, sponsoren Sportvereine, sponsoren Veranstaltungen und machen nichts anderes als einen Transparent dorthin zu bringen oder vielleicht einen Rollup aufzustellen? Jede einzelne dieses Sponsoring kann ich für Livemarketing nutzen. Und je besser ich das mache, umso mehr bleibe ich in Erinnerung. Und gerade wenn wenn am Handy, da da Also ich ich scrolle durch TikTok. TikTok ist ist so eine Plattform, die ich die ich sehr, sehr gerne mag, aber ich scrolle da durch und ich 8.
Natürlich drauf, wie sich Marken dort präsentieren, aber dort bist Du so erschlagen von Content. Und im Livemarketing, wenn ich auf einem Event, auf 1 Konferenz, auf 1 auf einem Festival bin und ich sehe dort eine Marke, dann habe ich nur Augen, Ohren, Nase, Haut für diese eine Marke in dem Moment, wo ich sie wahrnehme. Und da entscheidet sich, ob ich mich daran erinner. Das finde ich wahnsinnig wahnsinnig mächtig als Werkzeug und hochgradig unterschätzt. Da muss ich grad an die Dach und Holz denken.
Große Messe für ja, Holzhandwerk und na, Zimmerleute in Köln. Da war ich, dieses Jahr genau, die ist ja im April, glaube ich, war die. Da waren wir von unserem Kunden EJ. Die sind Schraubenhersteller witzigerweise war ich eingeladen worden und dann bin ich mit 'nem Freund, 'n Handwerker, mit dem wir zusammenarbeiten bei den Studios. Mit Olaf bin ich über die Messe gegangen.
Und was uns schon aufgefallen ist, das wird manchen Leuten nicht so gefallen, ist natürlich Handwerk, da gab's ab 11 Uhr Bier. Mhm. Da gab's ab 11 Uhr Bier. So. Kannst Du dir natürlich vorstellen, also ich hab nirgendswo sehen, dass irgendwo außer den offiziellen Ständen Bier was gekostet hat und Handwerker, die haben sich natürlich dann, ich hab keine Besoffenen gesehen, ich bin abends 6 weg.
Das war alles zivil, aber es war schon ziemlich warm. Es schien die Sonne. Du hast schon gemerkt, wo die großen Rudel standen, das war immer da, wo es halt kostenlos Bier gab. So, aber das Krasseste, was ich fand, war, dass einige Hersteller hatten riesige Standflächen, also die haben da komplette Dachstühle aufgebaut in der Mitte und auch sone Riesenfläche, wo die im Prinzip große Restaurants hingebaut haben, ne. Also ein 1 Firma aus Bayern, die hat 'n kompletten Biergarten da reingezimmert mit, ich sag mal, Einlasskontrolle.
Ich war jetzt nicht in, bin ja kein Handwerker, war nicht in Zunnsch gekleidet, aber da saßen nur 'n Haufen Zimmerleute in Zunft. Die sind da halt rein, habe ich auch beobachtet, haben Platz zugewiesen bekommen, haben komplettes Mittagessen, haben Bierchen und alles drum und dran. So, das ist ist natürlich, ich sag mal, 'n bisschen perfide, weil die haben alle Hunger und wollen alle essen und was trinken, ne, aber Du hast auch gesehen, dass dann auch manchmal, das waren nicht immer nur Leute, die 'n Termin hatten. Ich hab das beobachtet 'n paarmal. Da sind dann Verkäufer, zu denen haben die angequatscht.
Und das fand ich ziemlich clever. Natürlich ist das teuer. Natürlich ist es aufwendig, wobei ich glaub, in dem Bereich wird viel mehr Geld verdient, als die meisten sich vorstellen können. Ich hab's seit anderthalb Jahren viel mit dem Handwerk zu tun durch die Herocon, son Event, was auch auch sehr spannend ist in dem Bereich. Da ist unheimlich viel los, aber ich fand das sehr clever, weil, wie Du schon gesagt hattest, löst ein Problem.
1 der größten Probleme auf Messen ist, Du willst dich mal setzen, Du willst was trinken und was essen und in der Regel kostet das ein Schweinegeld und ist nicht besonders gut auf der Messe. Mhm. Und das war keine Ausnahme. Das waren Unmengen an Ständen, die regelrechte Restaurants da hatten. Also große, bekannte Firmen natürlich und das fand ich extrem clever, habe ich so noch nie auf 'ner Messe gesehen.
Ich auch nicht und und ich fand das ganz wichtig den den den Punkt, dass die Verkäufer das dann nutzen, weil das haben wir vorhin auch kurz angerissen. Was passiert dann weiter damit? Weil nur weil Du eine gute Idee hast, keine Ahnung, ich ich mach jetzt da x y, mach den Hampelmann oder oder hab eben einen Star da und und alle Leute laufen mir die Bude ein. Ja, aber was mache ich dann mit den Leuten, die mir die Bude einrennen? Und das muss schon auch mit bedacht werden.
Und und schaffe ich es, dass ich dass ich da wiederum meine Marke positionieren kann da? Weil wenn ich sage, okay, ich bin ganz eng mit Bayern verknüpft und Bayern Biergarten und und und vielleicht sogar eine Mass oder so und und volkstümliche Musik und so weiter. Wenn das alles in meine Marke einselt, super. Aber richtig bescheuert wär's, wenn das eine Hamburger Firma machen würde oder eine Klar. Keine Ahnung, eine Firma aus London, einfach weil sie sagt, hey, lass uns mal 'n Biergarten machen, weil Leute trinken gerne Bier und machen das.
Also das muss schon das muss schon harmonieren, finde ich. Sehr schön. Du, wir sind jetzt schon über 1 Stunde, habe ich gerade gesehen. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Ich ich dachte, wir haben gerade begonnen, aber wir haben ja bei den ersten 3 Fragen habe ich ja gleich gleich mal eine Dreiviertelstunde oder so verbraten gefühlt.
Du, wir machen einfach demnächst noch mal eine 2. Session, geh noch mal tiefer ins Thema rein, daran soll's nicht liegen. Aber zum Abschluss 3 kurze Botschaften an meine Zuhörerinnen und Zuhörer. Was würdest Du Ihnen Ihnen empfehlen, sich, egal wie groß das Unternehmen ist, ja, auf den Weg zu machen, aus Ihrer Marke einen Love Brand zu machen? Das 1.
Ist, wofür steht die Marke? Warum gibt's die? Also was was was ist die die Kernessent der Marke? Das 2. Ist, was ist die Kernemotion?
Und das 3. Ist, mit welchen Geschichten kann ich diese Emotion erzählen? Allein der Prozess des Überlegens, des Daranarbeitens, bringt aus mein in meiner Erfahrung schon enorm, enorm viel das Thema Love Brand in eine in ein Unternehmen reinzubringen. Weil vor allem die, die drinnen sitzen, die merken natürlich den ganzen Prozess, aber die gehen ja dann nachher raus und sagen, dann werden sie gefragt, was habt ihr denn in 'nem Workshop gemacht oder warum seid ihr da zusammengesiedelt? Hey, wir haben uns über die Marke Gedanken gemacht.
Ah okay, Marke. Und was ist, ja, hey, da gibt's sone geile Geschichte, da ist x y passiert und der Vertriebler hat erzählt, dass dieses und jenes gewesen ist. Und dann hast Du eine Geschichte und diese Geschichte wird weitererzählt. Und das ist so, dass, ja, das ist wichtig, das wird wird unterschätzt und und und sich hinsetzen, Zeit nehmen, genau das zu machen und nur an die Marke mal darüber nachzudenken. Und das muss kein teurer Workshop sein, kein kein Wochenseminar, kein Bootcamp.
Das reicht einfach nur mal, wenn ich mir eine Stunde mal rausnehme von ein paar Leuten, die sich zusammensetzen. Und das ist wichtig, eine heterogene Gruppe, nicht nur die Marketingleute oder nicht nur die Geschäftsführung, sondern da soll jemand unbedingt jemand ausm Betrieb Vertrieb dabei sein, der mit dem Kunden redet und jemand aus dem Service dabei sein, der mitbekommt, was ist, wenn mir das etwas schiefläuft? Wie verhalten wir uns da und was sind die Dinge, die schieflaufen können? Das finde ich wichtig. Also das ist ein 1 Tipp, der aus 3 Teilen besteht.
Super Paul, ich danke dir vielmals für deinen Input und wie gesagt, da werden wir noch mal einen zweiten Teil angehen. Anna die zugehört haben, schön, dass Du dabei warst. Wenn Du Fragen an Paul hast oder Interesse hast, mehr über seine Tätigkeit und sein Unternehmen zu erfahren, das steht alles in den Shownotes. Und ja, ich freue mich natürlich über Resonanzen, Feedbacks, gerne auch Bewertungen bei Spotify oder Apple Podcast, gerne 5 Sterne, lass gerne 'n Like da. Und dann Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0.
Und denk immer daran, wenn nicht mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit.
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