#231 - Corporate Studio planen: Diesen teuren Fehler solltest Du vermeiden
Worum es geht
Warum sollte die Akustik bei einem Corporate Studio überhaupt eine Rolle spielen? Reicht es nicht, einen Raum mit Kameras, Licht und guten Mikrofonen auszustatten? Und kann KI schlechte Tonaufnahmen heute nicht einfach im Nachgang retten? In dieser Episode von VIDEO RELOADED spreche ich ausführlich darüber, warum eine gute Akustik für professionelle Videokommunikation entscheidend ist. Dabei geht es zunächst um einen wichtigen Unterschied: Raumakustik und Bauakustik sind zwei völlig verschiedene Themen. Während die Raumakustik beeinflusst, wie sich Schall innerhalb eines Raumes ausbreitet und reflektiert wird, beschäftigt sich die Bauakustik mit Geräuschen, die von außen in den Raum gelangen oder aus dem Raum nach außen dringen. Ich nehme Dich mit hinter die Kulissen und zeige Dir anhand konkreter Beispiele, welche Störquellen in Unternehmen schnell zum Problem werden können. Das können Produktionsanlagen, Lieferverkehr, Aufzüge, Flure, Klimaanlagen oder Server sein. Du erfährst außerdem, warum die Auswahl des richtigen Raumes deshalb bereits einen großen Einfluss auf die spätere Qualität Deines Studios hat. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Folge ist die Raumakustik. Denn ein hochwertiges Mikrofon kann einen halligen Raum nicht kompensieren. Im Gegenteil: Je besser das Mikrofon ist, desto deutlicher kann eine schlechte Raumakustik hörbar werden. Ich erkläre, warum der Raum in der Signalkette sogar vor dem Mikrofon kommt und weshalb gute Sprachverständlichkeit für Videos, Webinare und Videocalls so wichtig ist. Außerdem sprechen wir darüber, wie Du einen Raum selbst einschätzen kannst, welche Rolle Vorhänge und Akustikabsorber spielen und warum ein Teppich, ein Sofa und ein paar Akustikbilder meistens nicht ausreichen. Auch die Frage, ob KI schlechte Akustik retten kann, schauen wir uns genauer an. Und ich erkläre, warum es fast immer teurer und aufwendiger wird, die Akustik erst nach Fertigstellung eines Studios zu optimieren. In dieser Folge erfährst Du: ✅ Warum Raumakustik und Bauakustik zwei unterschiedliche Themen sind. ✅ Wie Du einen geeigneten Raum für Dein Corporate Studio erkennst. ✅ Warum gute Mikrofone schlechte Raumakustik nicht kompensieren. ✅ Welche Rolle Vorhänge und Akustikabsorber bei der Optimierung spielen. ✅ Warum KI eine schlechte Aufnahme nur begrenzt retten kann. ✅ Warum Du die Akustik bereits bei der Studioplanung berücksichtigen solltest. Mehr zu meinem Thema Videokommunikation 4.0 erfährst Du hier: Meine Website: https://www.corporate-studio.de Mein LinkedIn Profil: https://www.linkedin.com/in/florian-gypser/ Du hast ein Thema rund um Corporate Videokommunikation, zu dem Du gerne einmal einen Podcast mit mir hören möchtest? Oder Du hast spannende Inhalte zum Thema und möchtest gerne mal Gast in meinem Podcast sein? Dann schreib mir an podcast@corporate-studio.de
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Transkript
Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Warum muss ich mich bei einem Videostudio überhaupt mit Akustik beschäftigen? Brauchen wir das?
Können wir das nicht weglassen? Klappt doch garantiert auch so oder heute gibt's da so viele KI Lösungen. Warum sollen wir jetzt da noch irgendwas an der Raumakustik machen? Das sind Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme, gerade wenn's natürlich auch darum geht, was könnte man vielleicht im Budget 1 Studios noch reduzieren oder warum wird das eingeplant? Und das ist ja nichts, was so sichtbar ist und was son direkten Vorteil bringt.
Ja, darüber möchte ich heute mal in dieser Podcastfolge sprechen und auch erst mal son paar Begrifflichkeiten auseinanderdröseln. Ich glaube, ich hab vor 3 Jahren oder 4 Jahren schon mal sone ganz kleine Folge noch in 'nem etwas anderen Kontext damals gemacht, wo es auch 'n bisschen die Akustik ging. Aber jetzt möchte ich das noch mal 'n bisschen detaillierter und vor allen Dingen jetzt auch wirklich auf das Corporate Studio Umfeld, sprich also ein Studio im Unternehmenskontext mit den entsprechenden Anforderungen beziehen. Also warum ist die Raumakustik entscheidend und was oder was ist Akustik? Warum ist sie entscheidend und warum sollte man es auf jeden Fall nicht vernachlässigen?
Ganz zu Anfang möchte ich da einen kleinen, eine kleine Erklärung zwischen den Unterschieden zwischen Bau- und Raumerkostik mal machen. Sprich, es sind 2 völlig verschiedene Sachen, die gerne aber missverstanden und an einen Topf geschmissen werden. Also Raumerkostik betrifft alles das, was klanglich im Raum passiert. So, typisch technisch hochschuldeutsch würde man sagen, Raumakustik betrifft die Klangausbreitung oder die Schallausbreitung und Schallreflexion im Raum, was wiederum den direkten Klang der Stimme auf dem Mikrofon bei der Aufnahme beeinflusst oder auch wie ich jetzt zum Beispiel in einem Videocall meine Gesprächspartner über Lautsprecher höre, da hat die Raumerkustik 'n sehr großen Einfluss drauf. Und auf der anderen Seite haben wir die Bauakustik und die Bauakustik, das ist eine Disziplin, die dafür zuständig ist, Schallemission oder Emission, also Schallgeräusche aller Art, was auch immer, die aus dem Raum hinausgeht in andere Räume oder Schall, der von draußen, von anderen Räumen oder auch von der Straße in den Studieraum reingeht, zu beeinflussen.
Das sind 2 völlig verschiedene Paar Schuhe und es wird auch immer gerne behauptet, zum Beispiel, wenn ich so gucke bei Amazon oder anderen großen Verkaufsplattformen, da gibt's irgendwelche Schaumstoffdinger. Ja, in den Beschreibungen steht auch gerne mal drin, ja, damit können Sie Geräusche von draußen verhindern, ist natürlich Humbug, weil alles, was irgendwie Schaumstoffplatten oder andere Absorberelemente betrifft, das ist ausschließlich für die Raumakustik zuständig. Damit kann ich keinen keinen Krach, der von draußen reinkommt in irgendeiner Art und Weise davon abhalten, in den Raum zu kommen. Warum ist denn die Akustik bei einem Corporate Studio überhaupt so wichtig? Ich könnte einfach irgend 'n Raum nehmen, stell da 'n bisschen Technik rein, Mikrofone, reicht auch.
Warum soll ich da jetzt noch irgendwie paar 1000 Euro für Akustikmaßnahmen ausgeben? Ganz wichtig, das sind in der Regel Raumerkostikmaßnahmen. Ja, stellen wir uns mal vor, man hat jetzt gerade ein wichtiges Webinar oder eine wichtige Videocastaufnahme mit 'nem wichtigen Kunden und dann plötzlich wird nebenan, ja, im Lager, in der in der Anlieferung wird irgendwas angeliefert. Da fährt 'n LKW rückwärts an die Laderampe ran und man hört laut das Piepen, das Warnpiepen, was ja LKWs und andere ja Fahrzeuge mittlerweile haben. Dann hört man, wie Kisten geschmissen werden und so weiter und so fort.
Also ich sag mal, in 'nem Betrieb, einem Herstellenbetrieb gerade ist das eine typische Situation und wenn das Studio irgendwo in der Nähe 1 Lagerhalle oder ja, der Anlieferung ist, dann kann das ganz schnell mal die Aufnahme versauen. Also wäre das schon mal ein Fall, worauf man schauen sollte bei der Raumauswahl oder wenn man nur den einen Raum hat, ob man da bauakustisch nicht was optimiert, dass diese Geräusche halt die Aufnahme nicht stören, weil man kann nicht immer Aufnahmen so timen, dass grade nichts anderes passiert. Das ist der eine Grund, warum es wichtig ist, auf Bauakustik zu achten. Der andere Grund kann natürlich sein, dass in Räumen rund unters Studie natürlich auch noch Aktivitäten stattfinden. Der Klassiker ist, jemand knallt eine Tür zu, man hat den Studioraum direkt neben dem Aufzugschacht.
Aufzugtür geht auf den Zug, knallt, läuft jemand über den Flur, vielleicht mit Stöckelschuhen. Also die haben ja son sehr prägnanten lauten lauten Klang, dieses Klickklick oder auch Schuhe mit mit 'ner Ledersohle auf Parkett und Ähnlichem. Also alles Schall, der von draußen in den Raum reinkommt und den Raum, der nicht besonders gut gedämmt ist nach draußen, wo vielleicht auch unter der Tür noch 'n Schlitz ist, weil Schall ist ja nichts anderes als Luftbewegung. Das sorgt natürlich dafür, dass ich diese ganzen Nebengeräusche bei mir auf der Aufnahme hab. Das lenkt nicht nur ab, sondern es versaut sone Aufnahme auch schnell.
So, deswegen ist jetzt total simpel, ist eigentlich jedem klar, weil das kennen wir ja alle irgendwie schon, dass Störgeräusche von nebenan oder von draußen bei 'ner Aufnahme oder 'n Videocall einfach ablenken und nerven. So, bisschen weniger Verständnis ist meistens vorhanden für die Raumakustik. Warum soll ich was in 'ner Raumakustik machen? Geht doch. Ne, wenn ich 'n Teamscall hab, dann ziehe ich mir mein Headset an und dann höre ich die anderen und die anderen hören mich.
Gut, also wenn das das, sage ich mal, das Qualitätskriterium ist, dann brauchen wir ja gar nicht über 'n Studio zu reden, wenn's nur man kann sich ja hören geht, aber wenn man sich gut hören möchte in guter Qualität, dass es für die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht anstrengend wird, die jetzt mein Video schauen, mein Webinar, mein Livecall, dann muss die Tonqualität schon 'n bisschen besser sein, denn angestrengt zuhören, das strengt uns körperlich an. Das sorgt dafür, dass wir unterbewusst relativ schnell abschalten und nicht mehr richtig zuhören und uns dann mit anderen Dingen beschäftigen, ne. Also das ist das ist vielen Leuten erst im Nachgang, wenn man sie drauf aufmerksam macht, bewusst, dass schlechte Sprachqualität dafür sorgt, dass man nicht mehr aufmerksam ist. So. Und was hat den größten Einfluss auf die Qualität der Sprachübertragung bei 1 Videoaufnahme, bei einem Videocall, bei einem Livestream?
Das ist die Raumakoustik, das ist nicht das Mikrofon. Man denkt immer, ja, okay, das Mikrofon, das ist ja, das nimmt ja den Schall auf, das nimmt die Stimme auf, das ist am wichtigsten. Ist es nicht, denn es gibt dann die sogenannte Signalflusskette und die Priorität, die Wichtigkeit der Komponenten sinkt immer bei jedem weiteren Glied in der Kette. Das 1. Glied in der Kette ist die eigene Stimme.
Das heißt, wenn ich undeutlich spreche, zu leise spreche und nudel, dann kann alles hinterher das nicht mehr verbessern. Setzt mal voraus, jemand spricht laut und deutlich, dann ist der die 2. Komponente, das 2. Glied in der Signalkette ist der Raum und nicht das Mikrofon, weil wenn wir sprechen, breitet sich der Schall aus unserem Mund im ganzen Raum aus. Da ist zum Beispiel auch entscheidend, ob ich nah am Mikrofon dran bin oder weit weg.
Ich kann jetzt mal weiter weggehen. Mein Mikrofon ist 'n dynamisches Mikrofon. Hier, das ist nicht so empfindlich gegen Nebengeräusche, da muss ich nah dran sein, damit man's gut versteht, was ich spreche. Aber wenn ich zur Seite gehe und von der Seite reinspreche oder weit nach hinten gehe, dann hört man mich nicht mehr gut. Also ne, der nächste Punkt ist der ein, die Einflussnahme des Raums.
Zum einen der Abstand zum Mikrofon bin ich weiter weg, desto mehr habe ich vom Raum die Reflexion und desto weniger als der direkte Schall meiner Stimme aus dem Mund, der ins Mikrofon kommt. Und die Reflexion ausm Raum. Ich hab hier sehr viele absorbierende Elemente. Ich hab Akustikvorhänge, Akustikabsorber, hab hier wirklich sehr, sehr viel in diesem Raum. Deshalb versteht man mich auch noch halbwegs, wenn ich weiter weggehe.
Es wird leiser, es klingt auch nicht mehr so gut. Aber hätte ich jetzt hier glatte Wände, dann würden wir wie in einem Badezimmer, wie in 1 Waschküche, wie in einem 1 1 leeren Garage hier den Hall noch hören und das dieses Flattern, dieses Echo, dieses Hallen, das überlagert dann meine Stimme und dann macht's das irgendwann echt unerträglich, mir noch zuzuhören, weil's so anstrengend ist, ne. Also ist direkt das 2. Glied in unserer Signalkette nach der Stimme ist der Raum, ist die Raumakustik und erst dann kommt das Mikrofon und auch erst dann ist es wichtig, was für 'n Mikrofon ich habe. Im Gegenteil, je besser und hochwertiger das Mikrofon ist, desto empfindlicher ist es auch gegenüber der Raumakustiker.
Wenn die schlecht ist, dann ist die Übertragung noch schlechter, weil gute Mikrofone zeichnen sich dadurch aus, dass sie halt sehr empfindlich sind und kleinste Klangliche nur außen gut abbilden. Ja, und deswegen ist, noch mal zu der Frage zurückzukommen, Raumerkustik bei einem Corporate Studio superwichtig, denn der überwiegende Teil der Information, man mag es nicht glauben, wird immer noch über den Ton, über die Sprache übertragen. Mal 'n Beispiel, ja, ich, ne, schauen wir uns mal 'n Spielfilm an zum Beispiel. Wenn Du den Ton ausschaltest, dann kriegst Du gar nicht mehr mit, worum's geht. Also die Informationen, die Du siehst, gerade wenn's nicht 'n reiner Actionfilm ist, sind ziemlich wertlos.
Wenn Du bei 'nem Spielfilm jedoch die Augen mal zumachst, dann kannst Du der Handlung immer noch zum großen Teil folgen, weil so viele Informationen über die Tonspur kommen. Und je besser die Tonqualität ist, desto besser ist der Eindruck, den Du hinterlässt, desto eher hören dir die anderen Menschen auch zu oder schauen sich dein Video an. Ja, jetzt ist natürlich die Frage, woran erkenne ich als Laie, ob jetzt der Raum, den wir uns da vorstellen, fürn Studie, den wir einrichten wollen, akustisch geeignet ist? Auch da müssen wir wieder die 2 Komponenten angucken. Gehen wir von Bau- oder Raumakustik.
Bei der Raumakustik ist es eigentlich ziemlich einfach, stell dich 'n Raum, klatschen die Hände und wenn Du son Hallen hörst, son scheppern hörst, sogenanntes Flatterecho, dann weißt Du, ohne was zu machen, ist der Raum nicht besonders gut geeignet. Schönes Beispiel ist auch, such dir jemanden, mit dem Du dich in dem Raum unterhalten kannst. Ihr stellt euch ganz nah beieinander und sprecht und dann geht ihr maximal auseinander und dann werdet ihr feststellen, das wird immer schwieriger, sich zu verständigen, den anderen zu verstehen. Grade bei etwas größeren Räumen merkt man das ganz schnell. Also ich hab so viele Konferenzräume beispielsweise schon erlebt, die eine ganz, ganz furchtbare Raumakustik haben, wo ich mir denke, da hat der Architekt also echt, ja, setzen 6.
Mittlerweile achtet man schon öfters auf die Raumakustik, aber viel Jahre lang war eher die Optik wichtig, ne, so schöne Glas- und Stahlpaläste, irgendwie noch holzvertäfelte Wände oder noch schöner modern ist jetzt Betonwände, also am besten links und rechts Betonwand, vorn und hinten dann eine Glasfront oder andersrum traumhaft für die Verständigung in sonem Konferenzraum und noch viel besser ist es dann, wenn man dann 'n Videokonferenzsystem in diesem Raum hat, wo einfach nur 'n einzelnes Mikrofon in der Mitte aufm Tisch liegt. Das ist traumhaft für jeden, der an soner Konferenz teilnehmen darf, also akustisch absolut grausam. Von daher, Du kennst garantiert Räume, die akustisch ungeeignet sind, zumindest wenn sie noch nicht behandelt wurden. Bei der Bauakustik ist es auch nicht wahnsinnig schwer, stell dich in den Raum, der als Studie genutzt werden soll und hör mal, ob Du Außengeräusche hörst, wenn alle Fenster und Türen zu sind. Wenn draußen 1 langgeht, wenn draußen 2 Leute langgehen und sich unterhalten, hörst Du das, kannst Du die genau verstehen.
Mein, letzten Endes, die Mikrofone, beiden Aufnahmen sind ja sehr nah am Mund. Das heißt, wenn Du mit deinen Ohren gerade so hören kannst, dass draußen 1 steht und sich unterhält, dann wird das Mikrofon das vermutlich nicht ganz so laut übertragen. Aber der Klassiker sind zum Beispiel Türen, die nicht richtig schließen, Türdichtungen, die nicht richtig schließen, Schlitze unter den Türen, wo dann einfach noch 'n Luftzug und damit natürlich auch Schall durchkommt. Pi mal Daumen, 'n paar Regeln zur Auswahl des richtigen Raums. Nach Möglichkeit, nicht irgendwo bei 'nem Lager, bei 'ner Produktionshalle, neben 1 Kaffeeküche, nicht neben irgendwelchen Aufzugsschächten, nicht auf einem stark frequentierten Flur, weil das sind alles Geräusche, die kriegst Du nachher nicht mehr raus.
Also nicht mit einem vertretbaren Aufwand. Selbst mit professionellen Tools und KI kriegt man diese Nebengeräusche nur noch ganz, ganz schwer teilweise überhaupt nicht raus. Und es nervt einfach bei der Aufnahme und lenkt total ab, weil jeder, der vor der Kamera steht, ist hier natürlich 'n bisschen aufgeregt und ne, 'n bisschen gestresst und wenn dann irgendwie noch Geräusche sind, das stresst einen und lenkt ab. Also das ist nicht gut. Insofern kann man eigentlich relativ schnell selber beurteilen, ist der Raum geeignet.
Wenn's bauakustisch problematisch ist, also wenn man wirklich jedes kleine Fitzelchen von draußen ausm Flur oder ausm Nachbarbüro hört, dann wird's schon schwierig. Das zu verändern, da komme ich gleich drauf. Wenn's aber nur im Raum selber total scheppert, weil man halt 2 Glasfronten hat oder eine große Glasfronten, große Scheibe und Betonwände, dann ist das überhaupt kein Problem. Das kann man alles mit akustischen, raumakustischen Optimierungsmaßnahmen in den Griff bekommen. Ja, die Frage, die als Nächstes dann häufig kommt, kann ich überhaupt aus jedem Raum ein Videostudio machen?
Prinzipiell, ja, kommt drauf an. Und zwar kommt's einfach auf die Größe des Raums an und den Schnitt. Mal 'n schönes Beispiel, die besten Räume sind eigentlich so klassische Büroräume. 4 mal 5 Meter, 16 bis 30 Quadratmeter groß, je nachdem, ob's 'n Studio als reines Selbstfahrerstudio sein soll, wo also die Person die präsentiert vor der Kammer, auch gleichzeitig Technik bedient oder ob's noch 'n separaten Regieplatz geben soll, dann müsst ihr so 20 bis 25 Quadratmeter sinnvoll Quadratmeter sinnvoll. Wenn natürlich mehrere Settings in dem Raum stattfinden sollen, also ein Videocast Setting, ein Webinar Setting und ein Selbstfahrersetting, dann brauchen wir natürlich auch noch 'n bisschen mehr Platz.
Und je größer der Raum ist, desto mehr muss man halt auch von der Menge mehr an der Akustik machen. Also nicht im Verhältnis, ne. Das ist nämlich letzten Endes eine ganz einfache Rechnung, Pi mal Daumen. Je mehr Fläche, Oberfläche im Raum ich mit absorbierenden Materialien, also Akustikelementen ausstatte, desto besser wird die Raumerkoistik. Also wir haben Boot und Decken, sind 2 und dann haben wir noch mal 4 Wände außen rum.
Das heißt, wir haben 6 Begrenzungsflächen, wie man so schön sagt. Boden kann man 'n Teppich hinlegen, muss man aber auch nicht. Decke ist immer 'n bisschen schwierig, Absorber an die Decke hängen ist meistens sehr aufwendig, deshalb werden die eher an die Wände aufgehangen. Also wenn ich jetzt nur an 1 Wand 'n paar Absorber aufhänge, ist der Wirkungsgrad nahe 0, da hörst Du keinen großen Unterschied. Aber wenn Du jetzt an 2 Wänden Absorber aufhängst und dann vielleicht noch 'n Akustikvorhang davor, dann hörst Du schon 'n deutlichen Unterschied.
Nur ist es so, je größer der Raum ist, je höher die Decke ist, desto mehr Material brauche ich halt in Summe. Und wenn Du die Wahl hast zwischen einem 6 mal 10 Meter großen Raum mit 4 Meter Deckenhöhe, das hatten wir letztens nämlich, Was natürlich toll ist, weil man große Settings aufbauen kann und so weiter und so fort oder einem Raum, der halt 3 Meter 50 Deckenhöhe hat und einfach nur 4 mal 5 Meter groß ist, dann würde ich immer den kleineren Raum bevorzugen, weil es viel einfacher ist, da die Raumerkustik in Griff zu kriegen. Auch da mal 'n praktisches Beispiel, was Du kennst. Wie klingt's, wenn in einem leeren Büro in die Hände klatscht? Wie klingt's, wenn Du in 1 leeren leeren Lagerhalle in die Hände klatscht?
In dem Büro das in den Griff zu kriegen, das ist im mittleren vierstelligen Bereich machbar mit entsprechendem Know how und Material. Die die Lagerhalle, das ist eher was im mittleren fünfstelligen Bereich, diese akustisch brauchbar zu machen. Geht auch, großes TV Studios, ganz große Tonstudios, wo auch Orchester aufgenommen werden, da hat man das auch gemacht, aber es ist echt wahnsinnig aufwendig, insbesondere auch wenn's dann neben der Raumerkostik auch noch an die Bauakustik geht. Das ist bei großen Räumen irgendwann einfach preislich nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis. Ja, wie bekomme ich jetzt störenden Lärm von draußen im Griff?
Also Straßenverkehr, Nachbarräume von Fluren, Produktionshallen und so weiter und so fort. Absorber, Raumakustik, Absorber, Schaumstoffpaneele, so was, Vorhänge bringen nichts. Es gibt zwar spezielle Akustikstopper, Vorhänge werden die teilweise genannt, ist also nicht nur 'n dicker Akustikstoff, sondern sind ist 'n mehrschichtiger Vorhand, wo in der Mitte noch Vinyl- oder ich glaub sogar blei behandelte Bahnen drin sind, die also sehr dicht sind. Das hilft aber nur zum Beispiel, Sprache fernzuhalten, aber tieferfrequente Geräusche wie irgendwelche Produktionsgeräte oder das typische Brummen von einem Dieselmotor, von 'nem Lkw, das halten die auch nicht auf. Bei Bauakustik ist es ganz einfach so, je tiefer die das Geräusch ist, also je tiefer die Frequenz des Geräusches ist, da auch wieder das Beispiel son Lkw Motor, der der brummert ja ganz schön tief, desto aufwendiger ist es das Geräusch, diesen diesen Schall aus dem Raum fernzuhalten.
Und die einfachste Pi mal Daumen Formel ist, Masse schlägt alles. Das heißt, man könnt's auch berechnen, damit will ich aber jetzt nicht langweilen. Je dicker und massiver die Wand ist, desto weniger kommt durch. Na, also wenn ich absolute Ruhe haben möchte, dann brauche ich entweder eine 3 oder 2 Meter 50 dicke Betonwand oder ich bau 'n Raum in Raum, also außen eine dicke Wand. Und dann baue ich in den Raum rein noch mal einen Raum wie einen Käfig, der auf Gummipuffern steht, der keine direkte Verbindung zum äußeren Raum hat.
Dann habe ich 'n absolut getrennten Innenraum. Ist wahnsinnig aufwendig, irre teuer, so hat man früher auch Tonstöß gebaut, manchmal baut man sie heute auch noch immer so. So, also Lärm von draußen, richtigen Griff kriegen ist echt schwer. Wenn's nur hier und da 'n bisschen störend ist, dann kann man mal schauen, okay, wir sehen die Türdichtung aus, unter der Tür vielleicht 'n Kältefeinden installieren. Vielleicht zieht man vor die Trockenbauwand ins Nachbarbüro einfach noch eine 2.
Wand mit 'n bisschen Abstand, ne, also bloß nicht einfach nur drauf, sondern Luft dazwischen lassen, damit sich dadrum vereinfacht gesagt der Schall nachher tot laufen kann und so weiter und so fort. Das ist alles überschaubar. Aber wenn's wirklich tieffrequente Geräusche wie aus 'ner Produktionshalle oder von Lkws, die was anliefern geht, dann würde ich eher nach 'nem anderen Raum suchen. Geräusche ausm Gebäude selber, Lüftung, Klimaanlage, Server und so weiter und so fort, sind ähnlich problematisch. Wenn's technische Anlagen geht, haben wir ja auch ganz häufig grade Produktionsanlagen.
Ich erinnere mich da an Kunden von uns, die ihr Studio in der Produktionshalle, die zum Glück nicht mehr ganz so oft oder ganz so stark frequentiert wird, haben und dann hört man manchmal von oben stanzen, also ziemlich tieffrequentes Wummern, aber das ist glücklicherweise nur ganz selten am Tag und die timen das dann auch immer die meiste Zeit, wird eher an anderen Produktionsmaschinen gearbeitet, die nicht so laut sind und die hört man auch nicht. Was so Server- und Klimaanlagen betrifft, das haben wir auch schon öfters gehabt, zum Beispiel letztens beim Kunden, da war im Studioraum selber war 'n kleiner Serverschrank mit mit mit Switches und 'nem Router und die haben halt ziemlichen Krach gemacht. Und da haben die letzten Endes sonen kleinen Kasten drum gebaut, der vorne, vorne quasi und an den Seiten diesen Serverschrank zugemacht hat mit Akustikschaum rein. Der war dann hinten noch auf, dann haben sie dann in in die Nachbarwandten Lüfter gebaut, dass die Luft, die natürlich da raus entweichen muss, nach hinten rausgezogen wurde, weil hohe Frequenzen, so hohes Fiepen und Zirpen, das wird immer ziemlich gezielt abgestrahlt, ne. Also je höher das Geräusch ist, desto einfacher kann ich's auch fernhalten durch 'n Hindernis, weil es immer mit wenig Energie und sehr gerichtet abgestrahlt wird.
Tiefe Frequenzen, tiefe Geräusche, so Brummen, es hat eher sone kugelförmige Abstrahlung und ganz viel Energie, da brauche ich viel Masse. Also 'n hohes Fiepen von 'nem von 'ner von 'nem Kühlschrank oder so, das kriege ich ganz gut im Griff, auch mit 'nem dicken Vorhang. Ja, die Raumakustik selber hatte ich eben schon gesagt, Akustikmodule sind da ganz wichtig. Da muss man auch nicht die ganze Wand zupflastern. Es ist wichtig, dass man weiß, was man tut.
Ich hab schon oft erlebt, dass Kunden dann, wenn sie ihr Studio selber schon mal angefangen haben zu bauen, das ist ja häufig der Fall, so die ersten ein, 2 Jahre probiert man sich mal selber aus, dass sie dann in 'nem 20 Quadratmeter Raum 4 kleine Schaumstoffplatten kleben haben und dann sich sagen, ja, ja gut, es hat nichts gebracht. Es ist vom Verhältnis einfach viel zu wenig. Eine deutliche Veränderung hört man dann, wenn man in Richtung 50 50 geht, also wenn 50 Prozent der Raumfläche mit Vorhängen oder Absorbern bestückt ist, dann hört man wirklich schon deutlichen Unterschied. Beim Boden und bei der Decke, Boden ist immer einfach, son Teppich schon mal zu nehmen, Bei der Decke wird's halt meistens 'n bisschen schwierig, es sein. Man hat diese diese Rasterdecken und da sind schon Akustikplatten drin.
Das ist natürlich auch ganz hilfreich. Eine Frage, die mir auch mal wieder gestellt wird, ja, ist ja gut und schön. Wir wollen aber auch auf die Optik achten, weil der Raum soll vielleicht auch noch als Konferenzraum weiter genutzt werden. Da können wir doch einfach 'n bisschen Teppich reinmachen, also keinen Teppichboden, sondern legen wir einfach 'n Teppich rein, 'n kleinen. Und dann stellen wir noch 'n Sofa in die Ecke und dann machen wir noch so 2, 3 schöne Akustikbilder und dann reicht das.
Haben wir das gleiche Problem, das Verhältnis von glatten, harten und dann mit reflektierenden Flächen und weichen, porösen und dann mit absorbierenden Flächen. Noch mal die Pi mal Daumen Regel, das ist jetzt 'n jeder Raumakustiker würde mich jetzt wahrscheinlich steinigen, aber für Leine ist es einfacher zu verstehen, 50 50, ab dann fängt's an, deutlich hörbar zu werden. Also wenn 50 Prozent der Raumoberflächen absorbieren sind, dann fängt's an, eine gute Raumakustik zu werden. Und das schafft nicht 'n einfacher Teppich und hier 'n Sofa und da 'n paar schöne Akustikbilder. Und ich kann nur sagen, den Unterschied zwischen 'ner schlechten Raumakustik, gerade über Mikrofone aufgenommen in 'nem Video und 1 guten.
Das ist so brutal. Also ich find's immer wieder klasse, wenn wir bei Unternehmen Studios, die schon vorhanden sind in 1, sag ich mal, Leitvariante neu oder verbessert ausstatten und dann auch die Raumakustik optimieren und unsere Kunden dann ihre Videos von vorher nachher vergleichen. Oder alleine, wenn sie in den Raum reinkommen, wenn die Akustikmodule und die Vorhänge hängen, da gibt's immer ganz große Augen, weil das hört man einfach sofort, das ist so ein brachialer Unterschied. Wie viel man letzten Endes machen muss, hängt immer vom Raum ab, aber falls Du schon mal in einem Tonstühlen 1 Sprecher oder in 1 Sprecherkabine warst, da ist es ja meistens extrem trocken. Also man spricht von 'nem Raum, der stark mit Akustikmodulen gedämpft ist, ausgestattet spricht man von 1 sehr trockenen Akustik.
Und das ist in einem Korbalztuhl nicht zwingend notwendig. Also übertreiben sollte man es auch nicht, weil's dann irgendwann auch einfach preislich sehr aufwendig wird. Aber dass man wirklich seine eigene Stimme nach nachheilen hört 'n bisschen, das sollte auf jeden Fall auch nicht sein. Deshalb ist es schwierig zu sagen, wie viel müssen wir jetzt eigentlich machen? Ich find auch da wieder diese 50 50 Regel ganz praktisch.
Manchmal ist es auch schwierig, aufgrund der räumlichen Gegebenheiten, das zu erfüllen. Deshalb arbeite ich am liebsten immer mit 'ner Kombination aus Akustikabsorbern, die dann auch in den tieferen Frequenzbereich gehen, weil unsere Stimme, die ist ja nicht nur im hohen Frequenzbereich, also ich hab halt eine 1 etwas dunklere und tiefere Stimme. Gibt Menschen, die haben durchaus noch tiefere Stimmen. Und diese Reflektionen, die können sich im Raum auch durch Dröhnen und Wummern bemerkbar machen, deshalb reicht ein Vorhang alleine nicht, weil der kann diese Frequenzen nicht bedämpfen. Da brauch ich dickere spezielle Akustikabsorber, damit ich nicht nachher son Dröhnen im Raum hab, sogenannte Raumresonanz.
Und wo diese Absorber dann hinkommen, auch das kann man nicht pauschal immer von vornherein sagen. Natürlich ist es sone Frage, wo haben wir den Platz und es ist eine Frage, in welche Richtung, ja, sprechen die Person vor der Kamera denn. Also zum Beispiel auf der Rückseite bringen solche Absorber nicht so viel wie auf Richtung der Kameras, weil ich spreche ja in Richtung der Kameras. Das heißt, der Schall breitet sich aus meinem Mund Richtung Kamera aus und trifft dann auf die Rückwand hinter der Kamera, auf die Decke über der Kamera und auf die Wände links und rechts von mir. Also diesen Bereich soll ich mir zuerst angucken und meistens möchte man im Hintergrund ja auch 'n Set haben, wo jetzt nicht Absorber zu sehen sind.
Und deshalb startet man meistens eher die Bereiche, die nicht im Sichtbaren sind, mit Absorbern und Vorhängen aus. Natürlich also auch eine Frage, die dabei immer auftaucht, na ja, jetzt kaufen wir uns ja richtig gute Mikrofone einfach, die kosten dann halt mal 3, 400 Euro mehr, die blenden doch eine schlechte Raumerkostik aus. Ich hatt's ja eben schon mal gesagt, es ist leider genau das Gegenteil der Fall. Vielleicht mal etwas, was verständlicher ist. Früher bei 'ner Aufnahme auf 'ner VHS Videokassette hat man Details in Bildern nicht so genau gesehen, ne.
Also da war auch die, früher die Filme waren auch 'n bisschen grobkörniger, das ist aber, solange es nur VHS Kassetten gab, nicht so wahnsinnig aufgefallen. Dann gab's DVDs, also das bessere Medium und da wurden die alten Filme dann drauf übertragen und teilweise dafür nicht extra restauriert und plötzlich sah man sah man dann diese grobkörnigen Aufnahmen und die wenigen Details. Und heute haben wir 4 k, das ist eine viel, viel höhere Auflösung, also würde man unbearbeitet alte Aufnahmen ohne jetzt da zu restaurieren Kratzer und Rauscher rausnehmend auf 4 k hochskalieren, dann würde einem erst auffallen, wie schlecht in Anführungsstrichen die Aufnahmen zum Teil waren. Und das ist im Prinzip das Gleiche bei 'nem Mikrofon. Wenn ich 'n schlechtes Mikrofon habe, 'n billiges, was sehr viel eingerauschen vielleicht auch noch hat, was so den Hall auch 'n bisschen maskiert, was auch gar nicht so doll klingt, was auch nicht so frisch ist und so brillant ist, wo meine Stimme son bisschen nasal muffig klingt.
Da fällt jetzt, ich meine, es klingt insgesamt schon grausam, da fällt die schlechte Raumerkustik der Nachhall nicht so deutlich auf. 'N besseres Mikrofon hat weniger Nebengeräusche, ist viel feiner in der Darstellung, viel brillanter im oberen Frequenzbereich und dadurch fallen alle Nuancen, alle Details halt viel stärker auf. Es ist wie ein viel, viel schärferes Videobild und wenn dann die Raumakkusig nicht gut ist, fällt die noch mehr auf, ne. Also heißt jetzt nicht schlecht die Mikrofone nehmen, weil das wirkt sich natürlich auf die Sprachverständlichkeit aus. Es ist einfach nur so, kein Mikrofon der Welt kann von selber eine schlechte Raumakustik kompensieren.
Solche Podcastmikrofone, hier so dynamische Mikrofone, die sind nicht ganz so empfindlich, aber ich hatte sie eben schon gezeigt, man muss deswegen auch sehr nah dran sein. Ja, und der Klassiker beziehungsweise der neue Klassiker ist halt mittlerweile, früher hat man früher hat man gesagt, ne, also komm, schmeiß rein und nachher beim Mischen. Biegen war das schon irgendwie gerade bei Musikproduktion und bei Video sagte man immer, ne, also guck mal, wir schneiden das irgendwie alles zusammen am Ende. Heute heißt es will fix it's with a I, also irgendwie mit KI werden wir schon hinbiegen, jein. Also wenn man eine völlig kaputte Aufnahme hat, die irgendwo unterwegs entstanden ist und man hat nur die eine, dann kann man mit KI schon ziemlich viel machen, aber man hört halt immer den Eingriff.
Man hört wirklich, gerade wenn's eine richtig schlechte Raumakustik ist, 'n der Raum halt und scheppert, dann klingt die Stimme wie 'n schlechtes MP3 und das will man ja auch nicht haben. Das da leidet die Sprachverständlichkeit auch drunter und das ist auch definitiv kein Zeichen von Qualität und damit macht man sich jetzt auch nicht unbedingt seriös und Freunde. Und es ist einfach auch noch 'n unnötiger Schritt im Nachgang, den man vornehmen muss und je schlechter die Raumakustik ist, desto schlechter wird auch das Endergebnis, weil die KI einfach viel, viel stärker eingreifen muss. Deshalb, nein, KI rettet das nicht. Wenn man eine Aufnahme hat, die nicht anders machbar war, kann KI schon viel machen.
Aber wenn dein Ziel ist zu sagen, wir wollen jetzt eine vernünftige Produktionsumgebung haben, dann ist Raumakustik einfach etwas, was existenziell wichtig ist. Das kriegst Du niemals richtig in Griff. Und richtig ätzend wird's, das haben wir nämlich grade bei 'nem Kundenprojekt, die Situation, die hatten teilweise 6 Personen in ihrem alten Studio in der Gesprächsrunde. Das heißt 6 Ansteckmikrofone, alle offen, also alle waren am Aufnehmen gleichzeitig, in 'nem Raum, wo 'ner Raumakustik nahezu nichts gemacht wurde. Das hat dazu geführt, dass wir ganz viele sogenannte Interferenzen haben, also Person a spricht und ist auf Person BCDE und f noch zu hören in unterschiedlichen Lautstärken und das verschlechtert den Klang, diese sogenannten Interferenzen über Lagerungen.
So und verstärkt wird das Ganze natürlich noch bei 'ner schlechten Raumakustik, weil neben dem direkten Schall aus der Stimme von Person a in die ganzen anderen Mikrofone haben wir die ganzen Reflexionen ausm Raum auch noch. Und die sind daran schier verzweifelt. Und deshalb ist eine unserer Hauptaufgaben jetzt bei diesem Projekt, das Studio auch akustisch so weit zu optimieren, dass das Ganze eine viel bessere Sprachverständlichkeit und Klarheit auch bei mehreren Mikrofonen bringt. Und es muss auch nicht hässlich aussehen, ne. Also ich sag mal, viele kennen natürlich diese furchtbar hässlichen grauen Noppenschaumplatten, die man sich früher gerne ins Studio gekloppt hat.
Die bringen nicht wirklich viel. Die sind einfach nur hässlich, bringen vielleicht 'n bisschen mehr als Eierkartons, die gar nichts bringen außer Schimmelsporn im Raum, aber es muss auch gar nicht hässlich sein. Wie gesagt, im nicht sichtbaren Bereich arbeiten wir am liebsten mit Vorhängen, mit dicken Vorhängen, Dick noch gar nicht mal besonders dicke dicker Stoff, das ist so 300, ich glaub, 300 Gramm, 300 Gramm pro Quadratzentimeter. Aber halt sehr, sehr stark gefaltet. Das heißt, zum Beispiel bei 'ner Länge von 3 Meter ist der eigentliche Vorhang zwischen 3 und 4 Meter lang, sodass er halt sehr stark gefaltet fällt und das sorgt wieder für eine stärkere Absorption des Schalls, als wenn jetzt einfach nur 'n stramm gespannter Vorhang wäre.
Und im sichtbaren Bereich Akustikabsorber, da gibt's diverse Hersteller, da gibt's mittlerweile so viele, die auch wirklich schön aussehen, die gar nicht auffallen. 'N bisschen Negativbeispiel sind diese Holz Rippchenelemente mit dem Filz dahinter, die sind ja total en vogue in Videocast und Podcaststudios mittlerweile. Ich find sie ganz nett, wobei man sich mittlerweile daran auch schon tot gesehen hat, aber das sind keine echten Absorber. Also in den Schlitzen zwischen den Holzrüppchen, da hat man son bisschen Filz, der absorbiert 'n bisschen, ansonsten die Holzrüppchen selber, die reflektieren. Also ist eigentlich eher 'n Diffusor, also der den Schall reflektiert, aber auch das noch nicht mal richtig macht, also so richtig wirkungsvoll sind die nicht.
Bevor ich so was an die Wand packe, höchstens als optisches Element, würde ich eher, es gibt mittlerweile Filzplatten, 9 Millimeter bis 15 Millimeter Dicke würde ich eher das nehmen oder einfach gezielt Akustikabsorber, die es mittlerweile auch mit 'ner Hintergrundbeleuchtung gibt. Sehr, sehr schick, habe ich kürzlich wieder installiert beim Boris Thomas. Vielleicht hast Du das auf den meinen Social Media Kanälen gesehen. Demnächst werde ich dazu auch bei LinkedIn 'n Beitrag schreiben und 'n Blogartikel. Da ist es total schick, dass sind so ein Meter mal 50 Zentimeter und 10 Zentimeter dicker Absorber und dahinter ist eine Beleuchtung, dass sie noch mal Hintergrund beleuchtet sind.
Das sieht ganz schick aus. Also es gibt verschiedene Möglichkeiten, dass man Absorber auch als Gestaltungselemente im Studio einsetzen kann. Und ich hab mir son paar Punkte aufgeschrieben, an die ich unbedingt denken wollte, deshalb bin ich jetzt auch schon beim letzten Punkt, den ich unbedingt erwähnen wollte, nämlich eine Frage, die ich auch schon oft gestellt bekomme, natürlich von denjenigen, die die Budgets verwalten oder den Controllern unternehmen. Na ja, wir können ja erst mal eine Studie so jetzt bauen und dann, wenn wir später feststellen mit der Akustik, das funktioniert nicht, dann machen wir das nachher. Wenn Du unbedingt noch sehr viel mehr Geld ausgeben möchtest, können wir das so machen.
Es ist totaler Humbug, weil es wird immer deutlich teurer, wenn man im Nachgang die Akustik optimieren möchte. Also bei der Bauakustik ist es fast unmöglich, weil Bauakustik, der Name sagt schon, muss man immer irgendwas bauen, ne. Also wenn einem einfällt, so die Einlage Rigipswand ins Nachbarbüro, die war doch 'n bisschen zu dünn, dann wird's richtig aufwendig und teuer und dann im Nachgang in ein fertiges Studio dann noch mal eine 2. Wand davorzusetzen. Und was die Raumerkostik betrifft, noch mal, man sollte irgendwo in Richtung 50 Prozent der Raumoberfläche, am besten 50 Prozent, ja, auf die Wände verteilt mit absorbierenden Materialienvorhängen und Akustikabsorbern bestücken.
Das im Nachgang in ein fertig eingerichtetes Studio reinzubauen, ist auch wieder sehr aufwendig, weil man das Studio zum Teil wieder demontieren muss. Und ich kann nur, ich hab in meinem Leben an die 100 und über 100 Videostudios gebaut oder betreut und mitgeplant und ein Drei- bis Vierfaches an an Tonstudios mitgeplant und mitgebaut in allen möglichen Größenordnungen. Also ich hab das schon sehr viel in der Richtung gemacht. Jeder Raum brauchte bis jetzt eine akustische Optimierung, es sei denn, er war vorher schon im Studio und war schon optimiert. Von daher, es ist 'n Sachzwang, dass, wenn man einen normalen Raum zu einem Studio, zu einem Corporate Studio umfunktionieren möchte, dass man da auch etwas an der Raumakustik machen muss.
Und großer Vorteil, wenn man mit Vorhängen arbeitet, deshalb mach ich's auch ganz gerne, selbst wenn ein Fenster da ist, was zum Beispiel so Jalousien davor hat, kommt immer noch son bisschen Tageslicht durch und man muss ja schauen, dass man im Raum möglichst kein Tageslicht hat für eine gleichbleibende Videoqualität. Und wenn man da noch mal 'n paar Vorhänge vor die Glasscheiben macht, dann hat man nicht nur akustischen Optimierung, sondern gleichzeitig auch noch eine weitere Verdunkelung. Ja, ich hoffe, das war verständlich und hat son bisschen Licht ins Dunkel gebracht. Wenn Du sagst, Mensch, spannendes Thema, jetzt hab ich mal verstanden, worauf man achten muss und wir wollten ja bei uns im Studio auch mal das ganze Thema angehen oder wir haben noch gar kein Studio und jetzt ist mir klar, wie wir das in Griff kriegen könnten. Wir können ja eigentlich 'n normales Büro, was wir haben, umfunktionieren, dann wird das Ganze vielleicht doch realistischer.
Meld dich gerne bei mir, geh einfach auf meine Webseite WWW Corporate minus Studio Punkt d e. Oben rechts gibt's den Kontakt Button, wo Du ein 1 Beratungsgespräch mit mir buchen kannst. Da gucken wir uns auch gerne mal anhand von Fotos oder Videos des Raumes, der bei dir im Unternehmen zur Verfügung steht, mal an, was man daraus machen kann. Ich zeig dir live hier aus meinem Studio, ich hab auch noch 'n paar Behind the Scenes Kameras, wie ich das hier realisiert habe. Und gleichzeitig hast Du noch 'n Vorteil, Du erlebst nämlich in unserem Videocall live aus der Perspektive deiner Kunden, wie Du zukünftig aus dem eigenen Corporate Studio dich und dein Unternehmen präsentierst.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüs. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Und denk immer daran, wenn denk immer daran, wenn nicht mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit.
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