Cover: #229 - Andrea Grundmann: Warum Video digitales Charisma sichtbar macht
VIDEO RELOADED Folge 230

#229 - Andrea Grundmann: Warum Video digitales Charisma sichtbar macht

11. August 2026 67:15 Min.
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Worum es geht

Wie schaffen wir es, unsere Persönlichkeit digital sichtbar zu machen, ohne uns dabei selbst zur Kunstfigur zu machen? Genau darüber spreche ich in dieser Episode mit Andrea Grundmann. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wahrnehmung, Wirkung, Kommunikation, Positionierung und Personal Branding. In ihrem Buch „Digitales Charisma“ geht sie der Frage nach, wie wir unsere echte Persönlichkeit in die digitale Welt übertragen können. Wir sprechen darüber, warum Charisma nichts ist, was wir einfach von uns behaupten können. Es entsteht vielmehr durch die Wahrnehmung anderer Menschen. Gerade im digitalen Raum stellt sich deshalb die Frage, wie wir unsere Haltung, unsere Ecken und Kanten und unsere persönliche Art tatsächlich transportieren können. Video spielt dabei eine besondere Rolle. Denn hier werden Stimme, Mimik, Gestik und Körpersprache sichtbar. Gleichzeitig beginnt genau dort für viele Menschen das Problem: Die Kamera läuft und plötzlich soll alles perfekt sein. Andrea und ich sprechen ausführlich darüber, warum dieser Anspruch an Perfektion unserer Wirkung sogar schaden kann. Gerade im Unternehmensumfeld entstehen schnell glattgebügelte Inhalte, die professionell aussehen, aber wenig von der Persönlichkeit des Menschen zeigen. Dabei sind es häufig kleine Fehler, Eigenheiten und spontane Reaktionen, die uns sympathisch und glaubwürdig machen. Ein weiteres Thema ist der Einfluss von KI auf unsere Kommunikation. Immer mehr Texte, Bilder und Inhalte ähneln sich. Andrea erklärt, warum dadurch eine eigene Tonalität und eine erkennbare Persönlichkeit noch wichtiger werden. KI kann uns unterstützen, Gedanken hinterfragen oder Texte verbessern. Wenn am Ende aber alles gleich klingt, verlieren wir genau das, was uns voneinander unterscheidet. Wir werfen außerdem einen Blick darauf, warum spontane Inhalte häufig besonders gut funktionieren. Emotionen lassen sich nicht beliebig konstruieren. Wenn wir wirklich begeistert, überrascht oder auch einmal wütend sind, spüren andere Menschen das. Entscheidend bleibt trotzdem, dass wir wissen, was wir eigentlich sagen wollen und unsere Botschaft auf den Punkt bringen. Zum Abschluss erklärt Andrea, warum Authentizität aus ihrer Sicht eine Strategie braucht. Wer sichtbar werden möchte, sollte seine Werte, Haltung, Stärken und prägenden Erfahrungen kennen. Denn erst wenn Du weißt, wofür Du stehst, kannst Du diese Persönlichkeit auch konsequent nach außen tragen. In dieser Folge erfährst Du ✅ warum Perfektion Deine digitale Wirkung sogar schwächen kann. ✅ weshalb Persönlichkeit durch KI-generierte Inhalte wichtiger wird. ✅ warum Video besonders gut geeignet ist, Vertrauen und Persönlichkeit zu transportieren. ✅ wie spontane Emotionen Deine Kommunikation glaubwürdiger machen können. ✅ warum eine klare Botschaft wichtiger ist als möglichst viele Inhalte. ✅ weshalb authentische Sichtbarkeit mit der eigenen Persönlichkeit beginnt. Mehr zu Andrea Grundmann und ihrem Buch „Digitales Charisma“: Webseite von Andrea: https://www.andreagrundmann.de Andrea auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andrea-grundmann/ Das Buch „Digitales Charisma“ direkt beim Verlag: https://www.vahlen.de/grundmann-digitales-charisma/product/37867102 Buch gewinnen & Zusatzmaterial: https://www.andreagrundmann.de/digitales-charisma/material Mehr zu meinem Thema Videokommunikation 4.0 erfährst Du hier: Meine Website: https://www.corporate-studio.de Mein LinkedIn Profil: https://www.linkedin.com/in/florian-gypser/ Du hast ein Thema rund um Corporate Videokommunikation, zu dem Du gerne einmal einen Podcast mit mir hören möchtest? Oder Du hast spannende Inhalte zum Thema und möchtest gerne mal Gast in meinem Podcast sein? Dann schreib mir an podcast@corporate-studio.de

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Transkript

Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin dein Podcast Host Florian Gipser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Andrea Grundmann beschäftigt sich seit Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit mit Wahrnehmung und Wirkung und heute ist ihr Schwerpunkt Kommunikation, Positionierung LinkedIn und Personal Branding. In ihrem Buch digitales Charisma geht sie der Frage nach, wie wir Persönlichkeit und Haltung in die digitale Welt übertragen, ohne uns dabei selbst zur Kunstfigur zu machen.

Und wir sprechen heute darüber, was echte digitale Sichtbarkeit ausmacht, warum Persönlichkeit in Zeiten von KI vielleicht wichtiger wird als perfekter Content und welche besondere Rolle natürlich Video dabei spielt, denn wenn Stimme, Mimik, Körpersprache und Haltung sichtbar werden, zeigen wir dann endlich mehr von uns oder inszenieren wir uns erst recht? Ja, das ist eine spannende Frage. Grüß dich, Andrea. Schön, dass Du heut bei mir im Podcast bist. Hallo Florian, freue mich sehr, dass ich hier bin.

Ja, bevor wir jetzt in Medias Rees gehen, alle, die meinen Podcast kennen, wissen ja schon, ich mach erst mal eine Vollbremse sogar am Anfang, bevor wir ins Thema gehen, meine bekannten 3 Einstiegsfragen zu stellen. Und das mache ich bei dir natürlich auch. Und dann fangen wir schon mit der ersten an, und zwar, wenn Du mal 1 Tages zurückblicken würdest auf dein Leben und zwar insbesondere vom, ich sag mal, nahenden Ende bis zum heutigen Tag. Welche eine Fähigkeit, welche eine Sache gibt's da, wo Du sagen würdest, die möchte ich unbedingt noch lernen und beherrschen? Ich glaube, das klingt jetzt erst mal so nach Bucketliste, aber ich glaub, das meinst Du nicht, eine Fähigkeit.

Ich glaube, was ich was ich mehr bräuchte, wäre Geduld. Geduld. Oh, das kommt oft. Mit mir, mit anderen, mit allem. Also ich kann, ich kann bis heute nicht gut damit umgehen, wenn irgendwas nicht vorangeht und wenn es irgendwie lange dauert.

Und da habe ich verschiedene Strategien schon entwickelt, aber wenn ich ehrlich bin, das ist optimierungswürdig, ja, Geduld. Okay. Ja, das, wie gesagt, kommt oft, das haben viele, kann ich gut nachvollziehen. Dass es grade, wenn man selbstständig tätig oder unternehmerisch tätig ist, natürlich bedingt das eine wahrscheinlich auch das andere, sonst hätt man sich nicht selbstständig gemacht, ne. Das stimmt, ja.

Dann Frage Nummer 2, mal Kopf ganz weit auf, wenn eine gute Fee käme und sagen wird, hey, Andrea, Geld und Zeit und Ort spielen keine Rolle. Du hast jetzt einen Wunsch frei. Und zwar egal wo, egal wie und egal was es kostet, dir diesen Platz einzurichten. Wie würdest Du deinen Arbeitsplatz gestalten, sowohl inhaltlich mit dem, was Du tust, als auch an dem Ort, wo Du es tust? Also es ist rein hypothetisch.

Jetzt, was würdest Du ändern? Ich glaube, ich würde, also das mache ich auch jetzt bedingt, aber natürlich nicht in dem Umfang. Ich ich akquiriere wahnsinnig gern Wissen. Also ich lese, ich höre Podcasts, hör Bücher, Newsletter, Magazine, was auch immer und da fehlt mir einfach letztendlich immer die Zeit, alles das zu bekommen, was ich gerne, was mich noch interessiert und wenn ich dafür mehr Zeit hätte beziehungsweise damit mein Geld verdienen würde, wär das natürlich ideal, wenn mich dafür jemand bezahlen würde. Nein, und das kann man natürlich und das würde ich dann auch an allen Orten dieser Welt tun, die mich noch interessieren.

Also das mache ich öfters, dass ich unterwegs bin von von fernen Orten aus arbeite. Ich brauche im Grunde hauptsächlich nur meinen Laptop und ja, und das das würde ich dann verbinden, ob ich mit 'nem Camper unterwegs bin oder einfach mit 'nem Rucksack die Welt, aber halt viel unterwegs und und Wissen aufsaugen, das ist, glaube ich, das, was mich am allermeisten erfüllt und was ich auch gerne weitergebe und teile, aber wie gesagt, da habe ich noch nicht das Geschäftsmodell entdeckt, womit ich das finanzieren kann. Ja, ist, glaube ich, auch Also es gibt immer jemanden, der einen dafür bezahlt. Ich 'n Freund von mir, der hat mal was Spannendes erzählt, der liebt es sein Leben lang immer schon Skatspielen. Und da hat sein Vater ihn irgendwie als Teenager gefragt, was willst Du denn 1 Tages machen?

Ja, weiß ich noch nicht, aber jetzt stell dir mal vor, was wir jeden Tag machen, wird es dir immer Spaß machen. Da meinte er, Skat spielen. Ja gut, dann ist deine Lebensaufgabe jemand zu finden, der dir Geld dafür bezahlt. Er hat's leider nicht geschafft, aber ja, also es gibt bestimmt immer jemanden, der einen für für das, was er am liebsten macht, bezahlt. Von daher würde ich da die Hoffnung nicht aufgeben.

Vielleicht ist es aber auch manchmal ganz schön, wenn wenn, weißt Du, wenn sich sowas erfüllt, dann stellen wir vielleicht auch fest, ach, ist vielleicht auch nicht das, weißt Du so? Ich meine, es ist ja auch immer ganz schön, wenn man noch was hat, wo man wo man drauf hinarbeiten kann oder was einen halt so auch antreibt, glaube ich. Von daher Pass aus mit deinen Träumen, ne. Sie könnten 1 Tages wahr werden und ich enttäuschung. Ja, kenn ich sehr gut.

Mein Traum war, mit 16 in der Musikbranche zu arbeiten. Ich würde sagen, es gibt nichts Bescheideneres und Äetzenderes als das für mich heutzutage oder Medienbranche generell. Hab ich alles hinter mir, möchte ich nie wieder machen. Und genau den Effekt hatte ich irgendwann auch. So, es wird vom Hobby zum Beruf machen.

Ich glaub, das ist schwer. Also ist echt sehr, sehr schwer. Hab ich auch schon so gehabt früher und genau, da habe ich dann auch schnell festgestellt, das war eigentlich als Hobby war es auch ganz gut. Jeden Tag von früh bis spät, muss nicht sein. Ja.

Definitiv. Dann last but not least, welcher bekannten Persönlichkeit wärst Du gerne begegnet, wenn sie nicht mehr lebt oder würdest Du gerne begegnen, wenn sie noch lebt und worüber hättet ihr gesprochen oder würdet ihr sprechen? Da habe ich gar nicht sone spezielle Persönlichkeit. Wenn ich's mir aber aussuchen könnte, dann würde ich, glaube ich, bisschen in der Zeit zurückreisen und und Elvis mal live erlebt haben, und zwar in seinen jungen Jahren. Oh.

Also vielleicht mit ihm sprechen auch, aber ich hätte ihn einfach gerne mal so in seinen ersten Jahren auf der Bühne erlebt. Ich glaube, das wär was, was mich echt faszinieren würde, ja. Spannend. Ich hab die Tage nämlich noch im Video gesehen, wie Herr Elvis entdeckt wurde in Anführungsstrichen, aber seine ersten oder eine Erzählung im Video seine ersten Studioaufnahmen, wie's überhaupt dazu kam. Von daher ganz witzig, dass Du mit Elvis kommst.

Ja, ich glaube, dass das, also ich glaube, der junge Elvis war schon was Besonderes. Also der Alte wahrscheinlich auch noch oder so alt ist er ja nicht geworden, aber aber ich gerade so diese ersten Jahre waren, glaube ich, auch damals in der Zeit. Das war ja schon auch 'n bisschen revolutionär und was das alles ausgelöst hat. Ja, ich glaub, das würde mich sehr interessieren, ja. Ist auch insofern ganz spannend, weil weil ich eben Musik- und Medienbranche meinte.

Ich glaub, Elvis war 1, also wahrscheinlich nicht das 1., aber 1 der frühen Opfer der Musikbranche als daraus 'n richtiges Business wurde, weil was der gegen Ende da durchgemacht hat. Also es gibt ja viele, die die dadurch kaputtgegangen sind, ne, also. Und ich glaub, er war der Janis Joplin, weiß ich gar nicht. Ist die nach ihm? Ich glaub, die ist nach ihm, nee, die ist vorher, vorher ist die gestorben.

Oder? Ja. Na. Ich mein, auch Jimmy hier wächst auf, das waren so die bekanntesten. Ja, ja, das stimmt.

Nee, aber was bei Elvis auch interessant war, dass der sich ja eine Zeit lang auch gegen, also dagegen gestellt hat, ne. Ihm wurde ja, er hat ja Vorgaben bekommen, auch aus der Politik und hat dann bewusst sich dagegen erst entschieden, aber irgendwann ist er dann halt doch in diese Maschinerie reingeraten, ja. Ja, ja, ja, ist aber ganz, ganz spannend, was damals so passiert ist und wenn man das mit heute vergleicht, also diese diese Anfänge, ne, dieser Musikindustrie überhaupt, ja. Ja, ja, also damals wurden die Leute auch schon nach Strich 'n Faden beschissen, aber es war halt so viel Geld da, dass es nicht aufgefallen ist, muss man ganz klar sagen. Also ich hab mit vielen Leuten aus der Branche zu tun gehabt, die auch schon in den Achtzigern, 19 da drin waren.

Die sagten alle, im Prinzip betrogen wurdest Du als Künstler immer, weil die meisten haben sich nicht drum gekümmert. Aber es war halt genug Geld da, ne. Von daher hat's nicht wehgetan. Schlimmer wurde es dann so gegen Ende der Neunziger an von der Zweitausender, als das Geld dann auch weg war und viele erst gemerkt haben, dass da irgendwie 'n Bruchteil ihrer Lizenzen aus dem Ausland abgerechnet wurden und so was. Da hab ich schon spannende Stories gehört.

Gut, dann lass uns mal in Medias Rees gehen. Thema ist heute digitales Charisma, Sichtbarkeit, Schwerpunkt, Video. Dein Buch heißt ja digitales Charisma. Vielleicht noch für diejenigen, die es nicht kennen, sind wahrscheinlich die meisten, deshalb sprechen wir auch über das Thema unter anderem, Was bedeutet für dich persönlich digitales Charisma und ja, was glaubst Du, kann man, kann man das vor der Kamera tatsächlich sehen? Also wie wie hat man positives digitales Charisma?

Ja, ich würd sagen, Charisma ist ja erst mal son vager Begriff und als ich die Idee zu meinem Buch hatte, war das eigentlich son Arbeitstitel, den ich mir ausgesucht hatte, einfach dem Kind mal einen Namen zu geben. Und dann habe ich mir aber viel Feedback zu der Idee und hab also eingeholt und hab auch den Titel erwähnt und der die das Feedback war so positiv, dass ich dann letztendlich tatsächlich bei diesem allerersten, bei der Titel Idee geblieben bin. Und dann habe ich eigentlich erst angefangen, mich mal mit dem Begriff Charisma wirklich auseinanderzusetzen. Und worum es mir eigentlich ging, war, ein Buch darüber zu schreiben, wie können wir unsere echte Persönlichkeit ins Digitale transportieren? Das ist das, was ich bei meinen Kunden immer wieder erlebe, das sind häufig sehr, sehr erfolgreiche Unternehmerentscheidungen, also Entscheider, Führungskräfte, die eine super erfolgreiche Karriere hinter sich haben oder noch mittendrin sind, die aber im Digitalen sehr unbeholfen wirken, weil sie einfach nicht genau wissen, was soll ich da jetzt sagen, schreiben, tun und von daher, das ist war son Muster, was mir aufgefallen ist und ich dachte, also es lohnt sich auf jeden Fall daran zu arbeiten, wie kann ich denn im Digitalen genauso rüberkommen, wie ich im echten Leben bin.

Und das hat natürlich was mit Ausstrahlung zu tun, deswegen kam mir dieser Charismabgriff in den Sinn und als ich dann, wie gesagt, an dem Buch saß, habe ich sehr viel zu dem Begriff Charisma recherchiert und da gibt's ja so Charisma Ratgeber und all so was, ne. Ist aber normalerweise fürs echte, fürs analoge Leben sind die alle geschrieben. Ich hab das dann halt fürs Digitale also ja, da dazu halt umformuliert und das hat das mit unserer Ausstrahlung zu tun, wie wir rüberkommen, wie unsere Menschen uns wahrnehmen und interessant ist, dass ja Charisma nichts ist, was wir behaupten, also worüber wir sprechen, so im Sinne, ich bin charismatisch, sondern Charisma ist immer etwas, was dir die anderen zuschreiben. Also dass irgendjemand, ne, so empfindet das so, das ist eine charismatische Person. Und wenn man dann aber fragt, was genau ist denn an der Person so charismatisch, dann können die meisten das gar nicht so richtig in Worte fassen.

Also das ist so, ach so die ganze Ausstrahlung, die Aura oder sone Begriffe fallen dann häufig und hab da, wie gesagt, sehr viel dann recherchiert und drüber gelesen und hab dann so mal so 12 Wirkfaktoren für mich so auf die rund auf die hab ich das runtergebrochen, ja. Und da gehören halt, das sind so verschiedene Eigenschaften, die eine Person mit sich bringt und ich glaube, dass wir alle diese Faktoren in uns tragen, aber eben zu, also unterschiedlich ausgeprägt. Die einen haben mehr davon, die anderen davon und letztendlich ist es natürlich auch immer eine Frage des Gegenübers, wer nimmt uns denn wahr, ne. Also das, es gibt natürlich so diese typischen, von denen alle sagen, ja, das ist so eine sehr charismatische Person, also Barrick Obama ist da son Begriff oder Martin Luther King wird dann auch immer genannt, nennen, ne. Also es gibt schon so so Klassiker, da sind sich wohl die meisten Menschen alle einig gewesen.

Aber es gibt natürlich auch andere Personen, die wirken auf den einen sehr charismatisch und auf den anderen vielleicht nicht. Also das variiert ja auch. Und letztendlich sind das eben, ist es sone son Bunch an an Ausstrahlungsmerkmalen, die wir mitbringen und die eben Wirkung entfalten oder auch nicht. Und im Digitalen ist natürlich Video im Grunde die einfachste Variante, unsere Ausstrahlung rüberzubringen, weil wir da natürlich, wir können, also wir haben ein Bild, wir haben, also unser Gesicht ist zu sehen, wir haben Mimik, Gestik, unsere Stimme und der Tonfall, die Betonung, der Rhythmus, all das, das können wir ja im Video rüberbringen. Und dann müssen wir natürlich möglichst ungezwungen und auch so selbstverständlich vor der Kamera wirken, also oder auftreten, ne?

Ja, wichtiger Punkt, ja. Genau, das ist natürlich die Herausforderung und das kennen sicherlich die meisten, ne, Kamera an und auf einmal verkrampft sich alles und, ach je, was soll ich denn jetzt sagen und bloß keinen Fehler machen und dann tappen wir schon so in diese 1. Falle, diese dieser Drang nach Perfektion, den wir dann anstreben, der total unnatürlich ist und der auch nichts ist, was unsere Ausstrahlung ausmacht. Im Gegenteil, unsere Ausstrahlung wird ja geformt eher durch unsere Ecken und Kanten, durch kleine Macken, Fehler, die machen uns ja wahnsinnig sympathisch, ja. Und das ist, das ist, glaube ich, ich bin jetzt ja auch nicht so die, ich hab, ich mache selber ja so gut wie gar keine Videos tatsächlich, weil mir der Aufwand immer viel zu hoch ist, ja, diese Videos zu produzieren.

Aber wenn, dann, ich musste das auch lernen, von der Kamera erst mal überhaupt ganz natürlich aufzutreten und zu sprechen und dann, viele kommen ja dann auch nicht schnell auf den Punkt oder reden erst mal lange drum rum oder so und dann ist wahrscheinlich im Digitalen, gerade auf Social Media, dann scrollen die Leute ja irgendwie schon weiter, ne, weil's sie nicht packt. Also mein Thema ist eher immer, wie kann ich Texte so schreiben, wie dass sie so klingen wie ich, ja. Also wie können wir unser unsere Ausstrahlung in die Texte transportieren oder auch in Fotos, ja, was können wir, was brauchen wir für Fotos, möglichst unsere Persönlichkeit rüberzubringen? Und ja, und Videos ist dann eben auch noch son nächstes Element, was wir natürlich auch gestalten sollten und auch bewusst einsetzen können natürlich, ne, ja. Ja, also stimme ich mit allem absolut überein aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Thema Video.

Und der größte Killer ist meiner Erfahrung, wir haben ja echt viele, viele Jahre auch als Dienstleister gerade für Führungsebene große Konzerne, Unternehmen, Videos produziert, Grußbotschaften, weiß der Geier, was, Schulungsinhalte, alles. Mhm. Und es ist genau das, ich würd's mal die Corporate Falle nennen, diese dieser dieser wahnsinnige Anspruch an sich selber, es muss perfekt sein und damit stirbt eigentlich das Thema sehr schnell. Also wir haben ganz, ganz gruselige Inhalte schon erlebt. Teilweise konnte man sie retten, also häufig konnte man sie retten, dass man den Leuten gesagt hat, komm, erzähl mir mal einfach, was Du da sagen wolltest.

Man hat dann einfach mitgeschnitten, also der Klassiker. Aber es waren auch teilweise echt, wo dann die Person sagte, nee, ich hab den Text auswendig gelernt, ganz schlimm. Also richtig, ich bin ja immer ehrlich, Fremdschämen hoch 10 und dann wundern sie sich, dass es nicht ankommt. Ich frag mich immer, woher dieser Drang nach Perfektion kommt. Natürlich in einem Unternehmenskonstrukt, klingt so schlecht, aber in 1 Unternehmenskonstellation hat man natürlich als Führungspersönlichkeit auch eine gewisse Erwartungshaltung bei den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die man erfüllen möchte, logischerweise.

Interessanterweise hab ich mal bei einem ganz ganz bekannten großen Konzern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch aus 'ner Führungsebene gehört, dass ihnen, also sie würden sich freuen, wenn halt von ganz oben mal nicht so wie ausm Elfenbeinturm gesprochen würde, sondern die Leute einfach mal 'n bisschen runterkämmen, normaler wären. Das fand ich sehr interessant. Das war so 2015, 2016 schon. Und was was so die die die Produktion betrifft, ist auch meine Erfahrung, es hängt einfach bei den meisten wirklich an der Übung. Also wenn Du 'n Setting irgendwo stehen hast und wenn's nur eine Smartphone Haltung mit 'nem mit 'ner Softbox ist und 'n Ansteckmikrofon, wenn das da ist und Du jederzeit loslegen kannst.

Kannst von mir selber sagen, ich hab jetzt auch mal endlich wieder angefangen, Videos zu machen. Ich hab mir einfach eine Smartphone Halterung bei mir ins Büro geknallt. Licht habe ich da für meine täglichen Videokonferenzen und hab einfach mal in in 20 Minuten 10 Videos a eine Minute, eine Minute 20 einfach reingesprochen. Hab gemerkt, Du Trottel. Du hast da jahrelang gedacht, Du willst immer dafür ins Studio gehen, weil Du 'n Studio hast.

Also ich hab das auch in gewisser Weise, weil die Leute erwarten, dass ausm Studio ist Blödsinn, das ist gar nicht. Also wenn man's einfach irgendwo, wenn Du dir irgendwas hinstellst und einfach jeden Tag mal übst, dann wird das immer einfacher. Und schon ist es halt nicht mehr dieses Thema, oh Gott, ich hab 'n Projekt im Kopf. Also das nur als Tipp schon mal für Aliceur und auch für dich vielleicht. Aber meine eigentliche Frage an dich war das, mal wieder auf den Punkt zu kommen, woher glaubst Du, kommt dieser Drang nach Perfektion sich bestmöglich darzustellen?

Weil im Text geht's. Da sehe ich auch 'n bisschen so den, na nicht Nachteil, aber den Unterschied zwischen dem Video und dem Text, weil ich auch schon ganz häufig erlebt habe, dass ich Menschen, gerade bei LinkedIn über ihre Texte, die ich oft gelesen hab, ganz anders wahrgenommen hab wie im Video. Die Videos waren meiner Erfahrung häufig deutlich positiver. Das klang dann nicht so glatt, sondern da dachte ich, ah, das ist ja doch 'n umgänglicher Mensch und 'n ganz normaler. Die Texte waren halt gut geschrieben, aber halt nicht so, wie die Person spricht.

Ja, also woher glaubst Du, kommt dieser dieser Drang, auch bei Menschen, die jetzt nicht so sehr am Rampenlicht stehen wie irgend eine hohe Führungspersönlichkeit? Also ich beschäftige mich ja eher mit diesen Texten und da nehme ich halt ganz klar wahr, also auch da ist der Anspruch, plötzlich son perfekten Text zu schreiben, ja. Der wird dann auch noch fünfunddreißigmal redigiert und noch mal drüber und noch mal irgendwie 2 Worte umgestellt, ja, bevor wir den dann rausschicken. Und ich glaube, wir haben das einfach mal so gelernt, also wie wie man schreibt, ja. Also das wurde uns in der Schule, also mir so beigebracht und ich glaube, ich bin ja schon lange nicht mehr in der Schule, aber wenn ich so höre, was da, also wie wie wie man noch schreiben lernt, dann hieß es immer, ja, so kannst Du sprechen, aber nicht schreiben.

Und nun ist ja immer die Frage, wofür schreibe ich, ja? Also und das kennen wir auch, also ich hol jetzt mal 'n bisschen aus, aber so dieses ganze Juristendeutsch oder Amtsdeutsch, ja, was wir halt auch immer noch kennen, wo wo Du dich wirklich fragst, so, das ja, also das ist ja das beste Beispiel für für Kommunikation, die nicht funktioniert. Also weil wir verstehen's einfach gar nicht. Wir müssen den Text dreimal lesen, heute können wir den vielleicht bei ChatGPT schnell reingeben und sagen, übersetzen mir das mal nach Deutsch, erklär mir mal Was soll bei mir sagen, ja. Genau.

Früher hatten wir das ja nicht, also mussten wir gezwungenermaßen diese Texte lesen und ich hab mich dabei immer schon einfach geärgert, ja. Und Amtsdeutsch ist ja auch mal entstanden aus 1 Idee heraus, dass es nicht für den Pöbel lesbar sein, also verständlich sein sollte. Da wollte sich ja die gehobene Schicht absetzen von dem Pöbel, von dem gemeinen Volk und die wollten halt so miteinander kommunizieren, das sollte 'n Unterschied sein. So ist mal son Amtsdeutsch entstanden und ich meine, das war zur Kaiserzeit. Warum das heute noch so gehandhabt wird, muss mir mal 1 erklären, sinnvoll, habe ich noch kein Das Schulsystem ist ja immer noch wie damals, vielleicht deswegen auch, ne?

Also fand ich auch mal interessant. Ja und auch so Höflichkeitsfloskeln, ja. Ich darüber diskutiere ich häufig auch auf LinkedIn. Ich kann mit dieser Höflichkeit nichts anfangen. Also Höflichkeit, da kommt das kommt auch daher, das war früher die Form, wie man zu Hofe kommuniziert hat, da ja der Begriff.

Und und wenn man dazu gehören wollte, dann hat man halt genauso gesprochen, ja, und so ist dieser Begriff Höflichkeit mal aufgekommen. Ich würde den einfach gerne mit dem Begriff Freundlichkeit ersetzen, ja, weil das ist ja das Ziel, lasst uns einfach freundlich miteinander umgehen, ja, aber Höflichkeit verbinde ich mit einem Brief oder 1 E-Mail, die ich bekomme, sehr geehrte Frau Grundmann und dann schüttle ich mich immer schon und denke, fuck, warum? So würde mich doch auch niemand im normalen Leben ansprechen, wenn er mir die Hand gibt. Dann sagt man auch guten Tag oder hallo oder hey oder was auch immer, aber nicht sehr geehrte Frau Grundmann und und früher wurde ja dann auch noch hochachtungsvoll geschrieben und so weiter, ne. Und das macht ja nun inzwischen kaum noch eine, aber ich will jetzt nicht sagen, dass ich noch nie eine E-Mail bekommen habe, wo das nicht auch drunter stand, ja.

So und also was ich sagen will, ist Kommunikation verändert sich und wenn wir mal gucken, bekommt das alles her, sind das wirklich sehr veraltete Denkweisen, sehr hierarchische Denkweisen, Patriarchale sowieso, also ne, Frauen haben da früher keine Rolle gespielt, aber und ja und wenn wir jetzt mal Social Media nehmen und jetzt versuchen die Leute höflich zu sein, das macht für mich überhaupt gar keinen Sinn. Also wir können, ich möchte auch, dass wir freundlich sind. Wir sollen freundlich sein, aber ehrlich und ich will auch niemanden in den Hintern kriechen, nur weil ich glaube, dass ich dadurch, also ich mach das nicht, damit ich damit 'n Vorteil habe. Ich finde Freundlichkeit ersetzt das, den Begriff bestens. Und, aber das ist halt in so in uns drin.

Wir lernen, so musst Du schreiben, ne, also und dann kommt, das war ja auch früher so, wenn Du wenn Du gut klingen willst, dann musst Du möglichst lange verschachtelte Sätze schreiben und viele Fachwörter benutzen, ja. Auch das haben wir irgendwann mal gelernt und es gibt Leute, die glauben bis heute, dann wirkt ein Text irgendwie sehr, also nach Wissen und und wissenschaftlich und so weiter. Fakt ist doch aber und das wissen wir auch, wenn jemand das Thema wirklich durchdrungen hat, dann ist er in der Lage, es in ganz einfachen Worten wiederzugeben und eigentlich sollten wir doch daran dann das Expertentum messen, wie einfach kann ich einen komplexen Sachverhalt darstellen? Und es gibt ja auch diesen schönen Spruch, hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich dir einen kürzeren Brief geschrieben, ja, weil wir wissen, dass etwas auf den Punkt zu bringen und das auf auf das Wesentliche zu konzentrieren, das ist Arbeit, ja. Das ist nichts, was, also wenn wir eben keine Zeit haben, dann schreiben wir einen ewig langen Brief oder heutzutage schicken wir eine Sprachnachricht, die dann 6 Minuten dauert, ja.

Das ist, wenn wir uns halt keine Mühe geben. Wenn wir aber wirklich überlegen, okay, worum geht es? Wie kann ich das möglichst schnell auf den Punkt bringen? Und ich finde, das hat auch was mit Respekt dem Gegenüber zu tun, also, ja, dass ich da nicht so unnötig Zeit in Anspruch nehmen möchte, dann gebe ich mir halt Mühe und mache es kurz und bring es auf den Punkt und schreibe es so, dass es schnell verständlich ist. All das ist immer noch nicht überall, glaube ich, angekommen und also ist ja egal, von welchem Amt oder auch Rechtsanwälte neigen immer noch dazu, so komisch verklausulierte Sätze zu schreiben, wo man am Ende gar nicht weiß, ist jetzt positiv oder negativ, ja.

Aber die lernen das heute noch so. Meine 2 kleinen Brüder haben Jura studiert beziehungsweise der eine ist grad vorm zweiten Staatsexamen. Die lernen das immer noch so. Das ist Aber ist doch verrückt, oder? Genau.

Ist aber auch bewusst, glaube ich, damit die Leute es nicht verstehen. Ja, vielleicht. Also früher war es ja anscheinend so und ich kenn aber auch Anwälte, die haben das zum Glück überwunden. Die haben einfach gesagt, ich interessiert mich nicht, ich schreibe und spreche jetzt so, dass mich jeder versteht, finde ich sehr angenehm, ja. So und und ich glaube, das ist 'n Teil dessen, dass wir halt, ne, das ist, also wenn Du wenn Du nach was klingen willst, dann musst Du so und so und so schreiben, das muss alles perfekt sein.

Dass wir damit aber, ja, vielleicht son sone Magisterarbeit oder sonst was bestehen oder 'n Staatsexamen mag sein. Ich finde ja, egal, was ich dazu sage, interessiert die sicherlich nicht, aber wenn Du Menschen erreichen willst, also wenn Du sympathisch klingen möchtest, wenn Du möchtest, dass die Menschen dir folgen und zuhören, dass sie deine Botschaften wahrnehmen, ne. Und gerade, deswegen auch die Beispiele, Barack Obama oder so, also gerade in der Politik bist Du ja darauf angewiesen, dass die Menschen dir zuhören, dass sie dir vertrauen, dass sie dir zutrauen, etwas zu gestalten, etwas zu verändern. Du brauchst halt die Sympathie und dafür musst Du die Menschen erreichen. Wenn Du da halt irgendwelche verschachtelten Sätze nutzt, gelingt das in der Regel nicht, weil gar keiner mehr zuhört.

Und selbst wenn sie wollten, würden sie da nicht verstehen, was Du eigentlich sagst. Also, wenn wir Menschen erreichen wollen, müssen wir einfach sprechen, positiv klingen und Vertrauen aufbauen, ja, und dafür müssen wir, glaube ich, diese Perfektion unbedingt ablegen, weil was ja dann gleichzeitig auch passiert, wenn jemand immer alles scriptet oder so, weiß ich nicht, fünfundzwanzigmal optimiert. Glauben wir dem dann noch, dass er echt ist und dass er uns wirklich sagt, was er denkt? Oder spüren wir nicht gleichzeitig, dass dass es doch irgendwie alles so künstlich, ja Definitiv. Und Grausam.

Also ich find's so was grausam. Ja. Genau und das in uns drin entsteht sofort son gewisses Misstrauen. Ja, und man sagt ja auch Perfektion schafft Aggression. Also manchmal ärgert's uns ja auch einfach, ja, wenn jemand, also a überhaupt Leute, die vielleicht so wirklich so wirken, als ob sie immer so perfekt sind, die mögen wir doch eigentlich gar nicht so unbedingt, ja.

Also die die, ne, die strahlen so was aus so, ja, so. Nein, also wir müssen, glaube ich, wir müssen die Menschen erreichen, wir müssen sympathisch wirken, die müssen uns glauben, was wir da sagen und das schaffen wir auch nicht mit einem Video oder mit einem Text, das kann sich nur über die Zeit ergeben, ja, aber umso echter und authentischer wir wirken, umso mehr trauen sie uns halt auch zu oder glauben sie auch an das, was wir sagen und darauf kommt's ja letztendlich an. Und ja, warum genau heutzutage die Leute immer noch glauben, dass sie perfekt sein müssen oder perfekt wirken soll, das weiß ich jetzt auch nicht, weil eigentlich sind wir ja alle leben, wir leben ja alle in der gleichen Zeit und Social Media gibt's jetzt auch nicht erst seit 2 Jahren oder so. Also, da da sieht man ja sehr genau, was an an an Kommunikation, was gut funktioniert, was nicht so gut funktioniert, ja. Und da könnten ja alle mal drauf schauen.

Also warum einige daran festhalten, das ist wahrscheinlich, das kennen wir ja auch mit vielen Dingen, warum also gewisse Sachen, das haben wir schon immer so gemacht oder das haben wir ja noch nie ausprobiert. Das ist ja auch son üblicher Glaubenssatz, der einfach nicht verschwindet. Ich würde sagen, das hat sehr viel damit zu tun. Nur zur Info, nicht wundern, ich schreib hier die ganze Zeit Fragen auf, deshalb gucke ich aufs aufs auf die Tastatur. Ich hab dir zugehört, Alf ja auch gerne in das Video gucken, denn 'n paar Fragen sind mir noch aufgetaucht zum Thema Perfektion.

Meine Erfahrung gerade bei Video zeigt, dass es nicht nur 'n paar wenige sind, sondern eigentlich nahezu alle. Ich würd sagen über 90 Prozent haben die Vorstellung, bei Video muss man das richtig machen, ordentlich machen. Gerade im Unternehmenskontext, a, weil man da Video häufig halt nur von optimal perfekt produzierten Content kennt, also nicht Social Media, sondern ich sag mal, der klassische Werbefilm und und und. Das ist gefährlich, also nicht gefährlich, aber es ist halt son bisschen gefährlich, wenn man wenn man sagt, wir möchten sichtbarer und menschlicher werden, wenn man mit der Vorstellung reingeht. Die wird man aber auch nur durch Übung los.

Das haben wir auch ganz oft erlebt, ne. Also 1 unserer Tipps ist immer, bucht euch Freitagnachmittag doch euer Studio, schließt die Tür ab, nehmt die beste Kollegin, beste Kollegen mit, nehmt 'n Haufen Blödsinn auf, dass ihr einfach die Angst vor der Kamera verliert und löscht alles wieder, ne. Genauso wie diese 30 Tage Challenge, ne. 30 Tage jeden Tag 'n Video, 1. Und letzte gucken, alles andere wegschmeißen.

Ich glaub, da liegt der das grundsätzliche Bedürfnis, die grundsätzliche Angst 1 jeden Menschen vor Bewertung natürlich zugrunde. Und dann natürlich auch gerade im Unternehmenskontext vielleicht die Angst, dass das irgendwie der Karriere schaden könnte. Also ich hab von 'nem Fall gehört, wo jemand, der in der Öffentlichkeit bei LinkedIn viel unterwegs ist oder war, da wirklich im Unternehmen gemobbt wurde. Also es war jetzt nix prekäres, was die Person da geäußert hat. Aber da gab's halt Neider, ne und so was so so Ängste.

Also ich glaub, gerade bei großen Unternehmen, ich hab zum Glück nie in 'nem Konzern gearbeitet. Ich sag bewusst zum Glück, aber was ich davon höre, fällt mir persönlich nicht, ist halt die Politik intern unter den Kolleginnen und Kollegen und so manchmal so stark, dass das Ziel eigentlich verloren geht. Aber grundsätzlich würde ich sagen, das kennst Du ja auch, also egal ob Text oder Video, das Ganze ist so vergänglich. Also wie Adenauer schon sagte, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Keine Sau, ich bin da echt knallhart, keine Sau, weiß mir, was Du vor 3 Tagen geschrieben hast, ne?

Ja, aber also Also das Ausgraben, ja, aber man muss halt auch 'n bisschen dickes Fell kriegen, wenn man sich in der Öffentlichkeit Ja, absolut. Positioniert positioniert, ne. Ich ich ich würde, also ich mit dem, das haben wir ja grade bei unserem jetzt neuen Gesundheitsminister gesehen, weißt Du, wo sie dann das alte Video rausgeholt haben und was er vor allem gehabt hat, Ne, so. Also ich meine Er soll ja als Vorbild dastehen, ne, als als jemand, der integer ist. Ja, aber Weißt Ja.

Also, aber ich geborene dir natürlich recht. Recht. Aber ich würd schon sagen, also natürlich ist das, was wir veröffentlichen, dann auch noch online, ja, und nun sind wir nicht alle im in einem Ministeramt und vielleicht nicht ganz so wichtig, ja, aber grundsätzlich würde ich schon sagen, wir sollten nichts raushauen, was wir nicht wirklich so meinen. Und da finde ich aber viel wichtiger, was wir sagen oder schreiben, ja. Wie wir es tun, das muss, da bin ich voll bei dir, das muss nicht perfekt sein, ja.

Und das kann auch mal irgendwie, das das vielleicht hören wir uns das nach 'nem Jahr an und denken, ach je, wie habe ich denn das damals gemacht? Wir dürfen natürlich auch mal das Was korrigieren, Gottes Willen. Auch das unsere Meinung, man darf seine Meinung ändern. Ich bin da sogar 'n großer Freund von diesem also Think Again, ja, also ruhig einfach mal drüber nachdenken und sich weiterentwickeln. Aber ich glaube, hier ist es eher eine Frage des Was und nicht des Wie und von daher bin ich dabei, ja, also die die wenigsten haben ja wirklich sone Reichweite, dass die ganze Republik darüber spricht, ja.

So und schon deswegen ist es einfach gar nicht so wichtig, ja. Ja und absolut einfach diese Schäufer verlieren, einfach mal auch drauf lossprechen und sehen, was passiert. Das ist ja auch das Schöne an Social Media, ob nun LinkedIn oder andere Kanäle. Wir kriegen ja in der Regel irgend 'n Feedback, ja, und daran können wir das auch einordnen. Ist das positiv?

Werden uns Fragen gestellt oder wird das einfach komplett ignoriert? Also da spielen viele Sachen eine Rolle, auch der Algorithmus und so weiter, aber im Großen und Ganzen können wir ja Social Media auch für Social Listening nutzen und auch mal schauen, was passiert dann, was kommt denn zurück und und damit arbeiten und uns eben dann auch weiterentwickeln und keiner, der mit Social Media startet, sollte gleich alles richtig machen, woher auch, ja. Also da und wenn man sich die Leute anschaut, die wirklich erfolgreich sind, ob nun mit 'nem Youtube Channel oder einfach, weiß ich nicht, eine LinkedIn Top Voice oder was auch immer, die haben alle auch mal irgendwie angefangen und wenn die jetzt zurückschauen, dann werden die wahrscheinlich auch sagen, oh ja, damals ja, das habe ich halt gelernt, das mache ich inzwischen anders oder ich hab rausgefunden, was besser für mich funktioniert und dann gibt's, glaube ich, auch gar keine so sone pauschale Anweisung, weil wir sind eben alle 'n bisschen anders und ich glaub, wir sollten immer das Format finden und das, was zu uns passt, wo wir uns wohlfühlen, weil das spürt man. Also ne, wir wir spüren, ob sich jemand da hinstellt und sagt, scheiße, ich muss jetzt ein Video machen oder ob jemand sagt, komm, gib mir eine Kamera, ich sprech da mal rein, was ich dazu denke.

Und und das darf sich halt entwickeln. Und genauso ist mitm Schreiben, ne, so Texte ist ja dann, also grade auf LinkedIn dann doch das, was am meisten dort stattfindet, sind Texte und Kommentare. Und auch da so den persönlichen Stil zu finden, also auch eine Tonalität zu entwickeln, die eben meiner Persönlichkeit entspricht, ja. Und grade jetzt und das war, als ich damals die Idee zu dem Buch hatte, auch für mich noch gar nicht so abzusehen, welche Bedeutung unsere Persönlichkeit bekommt jetzt hinsichtlich der ganzen KI generierten Inhalte, die jetzt unsere Feeds fluten. Das ist ja wirklich gerade Texte, aber auch Bilder und Grafiken, was da alles, es sieht alles, also die Grafiken sehen alle identisch aus.

Grausam, grausam, Furcht mal ganz schlimm auch in unserem unserem Netzwerk, ne, gibt's 'n paar, wo ich mir denke, warum und mit, 2 habe ich schon drauf angesprochen, die da keinerlei Ansicht hatten. Ich find das so so schlimm, weil man sieht's halt. Das ist so, ist wie als wenn jeder 'n Trabbi fahren würde, weißt Du, so, da ist nix Individuelles dabei, ganz schlimm. Na ja, also genau und genauso ist es mit den Texten. Ich hab ja, ich weiß nicht, ob Du dich erinnerst, letztes Jahr schon da in Osnabrück habe ich ja auch schon das Thema, darf ich denn Leute darauf ansprechen, wenn mir das auffällt?

Ich mach bis heute sehr ungerne, weil also ich hab ich mach's hin und wieder, dass ich sage, das ist einfach KI Sprech, der ganze Text, selbst in Kommentaren, ja. Und manchmal sind die Leute dankbar und sagen, oh Mann, danke für das Feedback. Ich dachte immer, ich ich geborene doch meine eigenen Gedanken da rein. Das mag auch sein, das möchte ich niemandem absprechen, aber wenn das was rauskommt, so generischer Text ist, dann wir können irgendwann nicht mehr unterscheiden, sind es deine echten Gedanken und oder sagst Du sagst Du ChatGPT, denk doch mal zu dem Thema, was wäre denn da naheliegend, ja. Also das ist, wie gesagt, ich will das niemandem absprechen, aber wenn alles gleich klingt, also ich les, mein Gehirn schaltet ab, ich kann das nicht mehr lesen, genauso diese furchtbare Formatierung, die man ab und an sieht, weißt Du, nach jeder halben Zeile 'n Umbruch, ansieht, weißt Du, nach jeder halben Zeile 'n Umbruch und mehr Leerzeichen, also wo ich denke, wer hat sich denn den Quatsch ausgedacht?

Ich bin ja Ja, das gab's noch vorher schon. Also das, ja, ja, aber das gab's vorher schon, das kann ich ganz, ganz sicher sagen, weil das hab ich mal 2021 oder so von irgend 'nem, als ich auch angefangen hab, irgend 'n Copywriter, der für Linken geschrieben hat und meinte, mach das, es ist schneller zum Durchlesen. Ich hab das auch lange Zeit gemacht. Ach, ja. Weil ich ich les auch ungerne so lange Texte.

Da muss ich ganz, also lange Texte oder wo 5 Zeilen am Stück sind. Na ja, okay. Also Leerzeile nach all 2 Sätzen finde ich immer sehr entspannend für fürs Auge, muss ich sagen. Also muss ich aus Ich bin gelernte Typografin, also ich hab ganz in meinem früher früheren Leben, es mehrere Leben zuvor gefühlt, habe ich sehr viel Typografie und Editorial Design gemacht und ich habe Texte gestaltet, damit sie gut lesbar waren. Also in Magazinen und Heft, also so ne, es waren ja und da es gibt einfach ganz klare Regeln, wann ist ein Text gut lesbar und wann nicht und was wir nicht lesen können, sind Textwüsten.

Also weißt Du, wo einfach sone Textwand Alles am Stück runter, ja, grausam. Fangen wir, also also da fangen wir gar nicht erst an zu lesen, nur wenn wir müssen und so und dann gibt es natürlich Absätze, es gibt auch eine ideale Zeichenlänge, Zeilenlänge, ne, ist auch gibt's gibt's wirklich auch Studien zu und wissenschaftliche Untersuchungen, wie das Auge liest, wie das Gehirn das zusammensetzt und so weiter. Und was wir immer vermeiden müssen, ist Monotonie. Und das heißt, dass Du diese diese Textwüste ist einfach eine graue Wand, ja und dann das Auge weiß gar nicht, wo es sich orientieren kann. Das Gleiche passiert aber, wenn Du immer nur 2 Zeilen hast und eine Lehrzeile, dann ergibt diese ganze Seite auch einen Grauton.

Und dieser einheitliche Grauton ist monoton für unser Gehirn und das Auge hat nichts, woran es sich festhalten kann. Von daher ist es durchaus sinnvoll, unterschiedliche Absatzlängen zu gestalten, mal 'n längeren, mal 'n kürzeren, mal eine Aufzählung, vielleicht auch mal eine einzelne Zeile, das Auge immer wieder zu führen, hier, dahin Okay. Und so weiter. Okay. Und dann bleiben wir dabei.

Das kann man jetzt, man muss es auch 'n bisschen unterscheiden, je nach Medium, wenn Du ein Buch hast, ne, 'n Buch ist in der Regel, da ist sehr, sehr viel Text drin, ist ja der Sinn und Zweck 1 Buches oder auch 'n langen Fachartikel, da hast Du wahrscheinlich auch eher längere Absätze als kürzere, ja. Und also man muss es schon son bisschen auf das Medium anpassen, aber Social Media ist eben schnell konsumierbar, aber wenn Du halt, wenn das alles grau wird, also ein Grauton, dann schaltet das Gehirn eher ab. Und das ist natürlich auch sinnvoll, so thematische Absätze zusammenzuhalten, ne. Also wenn Ja, ja, das war ja auch immer. Gedanke, ja, so.

Und wenn da halt dann 3 oder 4 Sätze rein gehören, dann sollten die auch zusammengehören und dann erst der Absatz kommen, weil 'n Absatz ist ja auch 'n Strukturelement, ja. Und also mich macht das irgendwie, was wir natürlich kennen, sind so Gedichte in Reimform, die waren schon immer relativ kurzzeitig, ja. Da haben wir dann beim Lesen diesen Rhythmus und da macht's ja auch Sinn, dass das, was sich reimt, am Ende steht, ja und und so weiter. Wenn man jetzt aber, also viele Social Media Posts lesen sich ja inzwischen wie 'n, also die, die lesen sich nicht so, aber die sehen aus wie 'n wie 'n Gedicht, Also wegen der kurzen Zeilen und so. Weil der heißt Nur das selbst so ohne Verben und so, ne.

Ja, also Also auch ganz toll oder Genau. So und man darf das ja machen, aber wir brauchen Abwechslung. Das Gehirn braucht Abwechslung, das gut aufnehmen zu können. Und von daher, also ich bin da überhaupt gar kein Freund von und das ist das eine, wie der Text eben formatiert ist, aber auch diese Phrasen, die wir da drin lesen, die teilweise, wo Du denkst, immer das Gleiche, immer diese gleichen Rede werden, also ne, diese Es geht nicht sondern Ja, Du machst es nicht dafür, sondern dafür und das immer wieder und dann auch dieses und genau dafür habe ich das jetzt geschrieben, immer dieses genau, was dann auch auftaucht und genau deshalb und genau hier und genau so und das sind halt so typische, natürlich haben wir das vorher auch schon mal benutzt, aber eben inzwischen ist das ja in gewissen Posts oder auch Kommentaren in jedem dritten Satz, ich hab schon 'n Magazin abbestellt, also 'n Abo von 'nem Printmagazin, weil das ganze Magazin mit solchen Artikeln gefüllt war, wie ich gesagt habe, ich kann das nicht lesen. Ich ich egal, ob vielleicht steht da das ein oder andere Interessante drin.

Das hat sich mir nicht erschlossen, weil ich ich kann's einfach nicht und ich hab dann auch das Abo beendet und mit dem mit der Begründung nie eine Antwort bekommen. Ich hab aber auch schon Newsletter abbestellt, die so geschrieben waren, wo ich gesagt hab, schade, früher habe ich deinen Newsletter gerne gelesen, ich kann ihn nicht mehr lesen und dann kam auch eine Antwort, ja sorry, danke für das Feedback, ist glaube ich auch der Letzte, den ich mit KI geschrieben habe, das und so weiter. Also manchmal bewirkt's vielleicht auch was. Ich weiß es nicht. Ich find's schlimm, aber noch mal den Bogen zurück.

Also ich glaube gerade in Hinsicht darauf, dass so vieles jetzt gleich aussieht, gleich klingt, so dieser, das ist ja auch immer der gleiche Rhythmus, der da in den Texten entsteht, ja. Ich glaub, da wird unsere Persönlichkeit und unsere persönliche Tonalität, wie wir die Dinge auch betonen, auch formulieren, immer wichtiger. Und das ist das, was uns unterscheidet, was uns untereinander unterscheidet, also von Mensch zu Mensch, was uns einzigartig macht und was uns aber letztendlich auch von den Maschinen unterscheidet. Hast Du eine Zahl, also ich hab jetzt letztens mit 'nem Bekannten gesprochen, der sagte, er hätte gerade, hat sich genau definiert woher definiert woher, aber irgendwie ausm Marketing eine Zahl gehört, dass mittlerweile geschätzt wird, dass über 70 Prozent der Beiträge bei LinkedIn KI generiert sind, wobei er nicht wusste, ob man differenziert zwischen sind von 0 auf generiert oder Also was ich ganz ehrlich auch mache, ich hab eine Idee morgens unter der Dusche. Ich kann gar nicht so schnell tippen, wie mein Gehirn am Ballern ist.

Dann diktiere ich das sofort in ChatGPT rein, aber in einen fertigen GPT, der sowohl meine meine ganzen Publikationen von früher fachliche Sachen, alles, was ich vorher geschrieben hat, drin hat und auch eine genaue Anweisung, dass er diesen AI SLope da nicht macht. Und der nimmt meine Formulierung, aber bringt das halt in ohne ä und ohne doppelte Worte und so in vernünftige Sprache. Und dann frage ich am Ende noch mal, würdest Du was an der Struktur ändern, weil's in natürlich vielleicht nicht nicht ganz logisch ist? Dann macht er mir 'n Vorschlag und dann geh ich noch mal händisch drüber. Aber das ist für mich eher so was wie 'n Lektorat.

Und da ist die Frage, ob das bei den 70 Prozent auch dazu zählt oder nicht. Hast Du da 'n Erfahrungswerte? Also ich weiß, es gibt ja im Moment, es es gab ja etliche Bemühungen, dass dass eben sone AI Detektoren dann darüber gehen, ja, und irgendwelche AI generierten Texte aussortieren. Dann kommen aber, manche lassen AI darüber laufen, nur Grammatik oder Rechtschreibung zu korrigieren, ja. Andere nutzen das für Übersetzungen und also ich ich nutz keine Tools, ich es gibt bestimmt auch Texte, die sind mit AI geschrieben, die lesen sich für mich aber natürlich und echt und dann fällt's mir nicht auf und das wär ja auch sinnvoll und zielführend.

Also ich will ja überhaupt nicht sagen, dass wir keine AI nutzen sollten, ja, also Gottes Willen, die kann uns sehr gut helfen. Die kann uns auch helfen und dafür finde ich's eigentlich noch viel wertvoller, meinen Gedanken oder meine These mal zu hinterfragen und zu schauen, okay, woran habe ich denn noch nicht gedacht oder vielleicht gibt es auch noch Argumente, die dagegen sprechen, die ich noch gar nicht aufm Schirm hatte und so weiter, ne. Sehr gut, ja. Dafür ist es ja eigentlich superwertvoll, ne. Und also ich schreib inzwischen, ich lass mir da auch mal helfen und mancher fehlt mir 'n Wort und dann sage ich, kannst Du mal bitte den Satz beenden.

Ich also ich müsste jetzt irgendwie 10 Minuten drüber nachdenken und in der Zeit, dann lasse ich mir mal kurz helfen und so weiter, das ist auch völlig normal, aber wenn das halt so dieses, dieser Singsang, der da entsteht, ja, den finde ich halt, ich persönlich, sehr schlimm. Es gibt ja jetzt auch bei LinkedIn diesen AI Sloppen Helden Button, ne. Ja, Petz Petz Button. Ja, was auch immer das jetzt bedeuten soll, was das dann für Auswirkungen hat und keine Ahnung, gleichzeitig bietet LinkedIn das Tool an, deinen den Beitrag oder so mit KI zu optimieren. Also ich weiß nicht, ich glaub, wir sollten oder ich ich möchte ich möchte einfach persönliche Gedanken lesen und selbst wenn mir jemand sagt, das sind meine Gedanken, aber KI hat's geschrieben, das ist gar nicht böse gemeint, also es ist einfach nur mein Gehirn funktioniert nicht bei diesen Singsang.

Ich bin da, glaube ich, extrem empfindlich für, also so, dass ich da sensibel bin, zumindest für Text und Sprache und Grafiken, da komme ich ja her, bin ja mal Grafikerin gewesen, aber wo ich zum Beispiel, das finde ich interessant, wo ich anscheinend nicht so sensibel bin, das ist vielleicht für dich viel offensichtlicher, weil KI Musik, ja. Ich hab letztens, ich hab so ein, 2 Schrott. Ja, ja, ich hau, aber ich muss dir ehrlich sagen, ich hab irgendwas, ich gesem öfters was, wenn ich irgendwas höre, ah, was ist das, ja, klar, speicher ich mir, hab ich's mir angehört und dann kriegst Du ja auch immer so Vorschläge, was dann dazu passen können oder kriegst Du noch weitere Hits oder so. Und dann hab ich, ich hab wirklich und ich fand das richtig gut und irgendwann dachte ich mir und ich bin auch schon wieder nur drauf gekommen, weil das Cover oder das Bild so so, das ist doch das ist doch jetzt eigentlich gar kein Foto. Was ist das, was wäre ich hier eigentlich?

Und dann habe ich das mal gegoogelt und das ist wahr AI und letztens ist mir das wieder passiert. Jetzt inzwischen bin ich da schon vorsichtiger und das, was ich jetzt aber gehört hatte, das hat mir richtig gut gefallen. Das wurde eher son AI Projekt, wo irgendwie eine Mutter ihre Texte dann vertonen lässt oder irgendwas sowas, aber das, das ist schon erschreckend. Also ich merke nur für mich, da bin ich nicht so sensibel, ja, da da da kommt mir öfters mal sone KI Musik unter, da habe ich halt einfach nicht viel wahrscheinlich Erfahrung oder kein gutes Gehör oder sonst was. Ich bin auch 0 musikalisch selber, ja.

Das wird dir oder auch Joanna ganz anders gehen, ne, also dass ihr da wahrscheinlich viel mehr Gefühl habt. Bei mir ist es halt Sprache und Text und da stoß ich oder auch Grafiken, ja, da stoß ich halt drüber auf, ja. Und so haben wir da, glaube ich, 'n Gespür und ich glaube einfach, wir spüren das, wenn etwas echt ist, also wenn uns das wirklich begeistert oder eben, na ja, vielleicht fühlen wir uns auch immer son bisschen verarscht, ja, weil da tut 1 nur so. Ja, auf jeden Fall. Ne und wer weiß, was da wirklich dahintersteckt, das ist halt irgendwie fake oder nicht.

Also das, mal sehen, wie sich das noch weiterentwickelt, das kann man ja im Moment ganz schlecht einschätzen, ja. Also meine Erfahrung ist grundsätzlich bei Texten so, ich hab am Anfang, als ich damit angefangen habe 2020, 21 mit LinkedIn, mich natürlich 'n bisschen umgeguckt, was machen andere? Vor allen Dingen gab's ja dann schon diverse LinkedIn Coaches mit ihren kostenlosen Webinaren und so, da hab ich ihm auch durchgeguckt. Und dann gab's ja immer diese diese, was jetzt die aktuellen, ich sag mal, Regel oder oder Empfehlungen, wie Du Texte schreibst, das habe ich die Jagd nach den Impressions habe ich, glaube ich, anderthalb Jahre mitgemacht. Irgendwann hat's mich noch genervt, weil ich so nicht schreibe.

Und irgendwann war es mir einfach zu blöd. Es passiert hier und da schon mal, dass ich dass ich halt einfach was rein diktiere und korrigieren lasse und so und jemand sagt, nö soll eine KI geschrieben, wo ich dann vielleicht eine Formulierung nicht nicht überblickt habe. Also was ich zum Beispiel mache, ist meine meine Newsletter. Da habe ich mir einen GPT gebaut, aber auch da wieder. Da habe ich ja lange dran gesessen mit Formulierung, was er schreiben soll, was nicht, meine Texte reingeben, aber ich hab einfach nicht die Kapazitäten, meine wöchentlichen Newsletter, wo ich einfach nur darauf hinweise, dass mein Podcast kommt.

Das sind das sind 8 Zeilen oder so, dass jetzt, ne, also bei mir ist das 'n Prozess, ich muss in 'ner Dreiviertelstunde 'n ganzen Podcast veröffentlicht haben. Da bin ich auch ähnlich und sag, aber Leute, es geht nur darum, dass ihr wisst, der Podcast kommt raus, das ist jetzt kein Hexenwerk. Aber meine Erfahrung, bei Texte schreiben bei LinkedIn, grundsätzlich muss ich sagen, habe ich aktuell sowieso eigentlich gar keinen Bock mehr, irgendwas zu machen bei dem geringen Feedback, was ist, aber das, ich denke mal, das wird sich auch wieder ändern. Das Interessante ist eher, wenn ich auf Offline Veranstaltungen bin, dass viel mehr Leute das lesen und mitbekommen, als LinkedIn mir Glauben macht durch die Impressions, also keine Ahnung. Aber spontane Sachen, ne.

Also so, ja, Johanna meinte das auch, die war jetzt, wir waren letzte Woche an der Nordsee beruflich, da hatte son Tag off, ist da ans Meer gefahren, hat spontan was gemacht, kam super an und das habe ich auch festgestellt. Also dieses ganze drüber feilen, habe ich jetzt alle Regen eingehalten und wird das jetzt viral und ist das gut? Ey, diese Beiträge waren immer Schrott. Und wenn ich einfach so geschrieben hab, wie mit der Schraube gewachsen ist, ohne jemand zu beleidigen und vor allen Dingen auch mit Ecken und Kanten, am Anfang habe ich mich auch verrückt gemacht, so, hu, Du bist jetzt hier in der Corporate Welt, Du deine Zielgruppe sind große mittelständische Unternehmen, da kannst nicht schreiben, so was finde ich kacke oder so, ne, das das geht nicht. Ey, ganz ehrlich, also seitdem ich jemanden kennengelernt hab, der das von Anfang an oder ziemlich schnell gemacht hat und seitdem nachweislich massiv mehr Erfolg hatte, also viel mehr Anfragen hatte, habe ich mir gedacht, wenn der das kann und der hat nur mit hohen Führungskräften zu tun, dann dann verstelle ich mich auch nicht mehr.

Und das das macht's viel einfacher und diese Ecken und Karten, habe ich festgestellt, sind einfach viel, viel besser, natürlich authentischer als jegliche Jagd nach der Sichtbarkeit. Und genauso werde ich regeln, ja, also wirklich kein Problem bestellt. Man braucht halt 'n bisschen, sage ich mal, die eigene Erfahrung, das für sich selber zu finden. Und eine Frage, die mir auch immer wieder gestellt wird, ja jetzt, wo es ja KI gibt, auch grade KI Videos, ne, ist dein Thema hier Unternehmen zu befähigen, es selber zu machen, nicht da irgendwie gefährdet, ne, weil in Zukunft kann auch jeder KI Videos machen. Auch da ist interessant, die ersten Unternehmen, die Erfahrung damit haben, rudern in meiner Bubble alle zurück.

Das ist toll, First Level Support, keine Ahnung, da kommt jemand auf die Webseite und da begrüßt dich 'n KI Avatar, sagt hallo so als Video, das ist nett, aber sobald's in vertrauensbildende Maßnahmen geht und das geht ja sehr schnell, also kommt drauf an B2C oder B2B, wir haben nur B2B, aber im B2B brauchst Du keinem mit 'nem KI Avatar kommen, weil genau dieses dieses Zwischenmenschliche ja fehlt, ne. Die Leute merken das, auch wenn er gut gemacht ist, merken das. Irgendwie ist es nicht so ganz. Und deshalb finde ich, mit dem allem, was wir jetzt so, was Du so erzählt hast und besprochen haben, ist doch eigentlich eigentlich wäre doch wirklich 'n selbstgemachtes Video, was nicht perfekt ist, die authentischsten und ehrlichste Art der digitalen Sichtbarkeit. Absolut und also auch noch mal zu dem, was Du sagst mit dem Spontanen, also das geht mir genauso, ich, den meisten, glaube ich, so und gerade, wenn man in diese Spontanen Dinge auch Emotionen mit rein gibt und die entstehen ja häufig aus 'ner Emotion.

Also ich hab mich irgendwo drüber wenn ich das dann, egal ob 'n Text oder 'n Video, also ich kann auch das in einen Text reingeben, dann spüren das die anderen, ja. Und und das sind dann eben, ja, also wenn wir das schaffen, in unsere Beiträge reinzugeben, haben wir, glaube ich, auch definitiv den größten Erfolg. Es war schon immer so, deswegen funktionieren ja auch Geschichten besser als reine Fakten, weil sie die Menschen berühren, weil sie auch Emotionen auslösen. Und schönes Beispiel sind hier auch immer die so Wutreden. Also ich weiß nicht, es gibt ja so Klassiker, ja, die kennen wir alle Trappatoni damals in der Pressekonferenz, ne.

Also Flasche voll oder oder und ne kennen wir und und ich habe fertig Ich stell uns die Flasche leer. Oder Flasche leer. Oder Flasche leer. Das ist ja auch Klausiker. Genau und oder auch Rudi Völler damals bei Waldummer Hartmann, wie als der so ausgeflippt ist und gerade Von dem Waldschen hier sitzt.

Ganzen ganzen Scheiß hier nicht mehr hören, ja. Und da gibt's auch zum Beispiel auch, also da gibt's so schöne Beispiele und die sind, die waren nicht geplant, sondern da ist jemand einfach in dem Fall beim Fußball irgendwie ausgeflippt, weiß ich nicht, aber hat mal mit der Faust aufn Tisch gehauen und ich hab hier keinen Bock mehr drauf und das ist authentisch und das hat die Leute begeistert, ja. Also es gab auch mal sone Szene von, ist auch sehr bekannt geworden, von Christian Lindner im in Nordrhein Westfalen im Landtag, wo ihn halt, also hat ihn jemand auf seine Gründerkarriere, also erst mal mit 'nem Start-up irgendwann in jungen Jahren gescheitert und darauf angesprochen. Und das ist das Video ist schon lange, also 10, 12 Jahre her, glaube ich oder noch länger. Da hat er sich dann so das Parkett aufgeknüpft und so richtig ausgeholt und erzählt, was das eigentlich bedeutet, wenn Scheitern immer so verurteilt wird und das doch und so weiter, also sehr sehenswert und das hat damals ganz viel zum neu zum Wiederbeleben der FDP und auch für Christian Lindner als Parteivorsitzender beigetragen.

Oder auch, wissen wir alle, noch Heidi Reichenick im Bundestag, als sie letztes Jahr kurz vor der Bundestagswahl, ja, diese Wutrede, die sie da gegenüber dann Friedrich Merz gehalten hat, die hat der Partei einfach diese 9 Prozent im Wahlkampf dann, ja, nicht alleine, aber auch, ja, gebracht. Also so Wut funktioniert, wenn sie wirklich echt ist, nicht gespielt ist, wunderbar, nicht zu verwechseln mit Cholerik, wenn ich also bei jedem bisschen irgendwie euch ausflippe, das ist was anderes. Aber allgemein so diese spontanen Emotionen, die wir haben, wenn wir die wir haben, wenn wir die transportieren können, ist das eben wunderbar, das spüren die Leute und dann nehmen die das auf und dann überträgt sich das auch, ja. Und das ist eben, das wirkt auch aufs Vertrauen, ja, weil da jemand echt ist. Und wenn wir Wut zeigen, zeigen wir ja auch, was was uns etwas verletzt hat oder also irgendwas angegriffen hat.

Und diese indirekte Verletzlichkeit ist ja 'n Zeichen, ich zeig mich jetzt hier offener und das ist dann auch eine Aufforderung fürs Gegenüber, Du darfst dich auch so zeigen, wie Du bist, ja. Also das hat ja auch immer gleich, also das kann man alles erklären auf psychologischer Ebene, warum was bei uns was auslöst und also wie gesagt, soll jetzt kein Aufruf sein, dass wir alle nur noch Wutreden und in die Kamera halten, ja. Da wird's auch wieder langweilig, das macht ja jeder. Genau, aber wenn wir wirklich mal irgendwas, wo wo wir uns gerade fürchterlich aufgeregt haben und die Kamera anmachen und das mal loswerden, dann kann ich mir gut vorstellen, dass andere sagen, ach guck. Also innerlich freuen wir uns über son Ausbruch, ja, und gehen dann halt mit.

Und ich glaube, was was ganz, ganz wichtig ist und auch bei Videos ist tatsächlich aber, dass wir auf den Punkt kommen und dass wir unsere Botschaft parat haben. Wir halt auch sagen, das Video soll nicht gescriptet sein und wir müssen da jetzt nicht perfekt und jeden Satz am besten oder am schlimmsten dann, wenn wir die ablesen oder so was, ja. Das ist, wissen wir, das ist 0 zielführend. Was aber wichtig ist, dass wir, bevor wir etwas sagen, genau wissen, was wir eigentlich sagen wollen. Also, dass wir wirklich auch selber überzeugt sind davon und das parat haben und ich glaube, das hört man uns auch an oder liest man, ja.

Wenn also wenn Du aber in einem Text versuchst, 3 bis 5 Botschaften unterzubringen und das wollte ich aber auch noch sagen und da, ah ja übrigens das noch und so, dann weiß der Leser schon nicht mehr, was genau soll ich jetzt damit eigentlich machen, was soll ich mir merken davon, dann merkt man sich im Zweifel gar nichts und ich kann mir vorstellen, dass es beim Video genauso ist, dass wenn da einfach zu viel reinkommt, dass dann keiner mehr richtig folgen kann. Also auch hier wieder eine Frage, dass was was will ich eigentlich sagen, ne, was ist denn wirklich meine Botschaft? In 'nem Buch ist es natürlich was anderes. Also in meinem Buch gibt's zum Beispiel, also es war mein erstes Buch, aber da gibt's natürlich ganz, ganz viele Botschaften. Das ist ja auch 'n langes, also langer Text, wenn man so will, aber so ein Social Media Post oder ein Video, ne, da muss man sich, glaube ich, wirklich auf eine Botschaft konzentrieren und sich überlegen, was will ich jetzt eigentlich wirklich sagen?

Na, was will ich bei meinem Gegenüber bewirken? Also was soll denn passieren, ja. Ja, definitiv. Wodorat gesagt, dass dein Buch hier, ich zeig's mal, für den, die Interesse dran haben, digitales Charisma, also alle, die jetzt die Videoversion kommen, sind Vorteil. Wir haben uns im Vorfeld noch was überlegt.

Andrea hat ein Buch zum zur Verlosung bereitgestellt und da gibt's hier in der in den Shownotes gibt's einen Link und 'n bisschen was muss man dafür auch tun. Andrea, Du kannst es mal kurz erklären. Genau, ich hab, wer das Buch hat schon, also ist ja jetzt dann dafür nicht, aber da da gibt's 'n Link, wo man sich das Material zum Buch downloaden kann. Und den Link stelle ich mal schnell mal in die Shownotes. Da kann man sich quasi kurz anmelden und bekommt dann die Unterlagen als Download.

Und wenn ihr euch da anmeldet jetzt in den nächsten Tagen, dann verlose ich unter den ersten, weiß ich nicht, 20 Leuten einfach 'n Buch und lass euch das dann zukommen. Am besten, ach so oder wir hatten gesagt, dass man auf das Double Opt in am besten noch mal mit Podcast antwortet, so rum, ja. Genau, genau. Einfach auf die Double Opt in Mail, die da kommt Genau, so und dann Podcast in Betreff oder sowas, ja. Genau und dann Bin einfach klar.

Rate ich 'n paar Tage ab und dann verlose ich hier ein 1 Buch und meld mich dann, dass in mir eure Adresse mitteilt, dann schicke ich euch das zu. Mache ich sehr gerne. Sehr schön. Eine letzte Frage habe ich noch, die Abschlussfrage. Wenn jetzt jemand hier sagt, Mensch, also das ist klasse, digitales Charisma, ja gut, ne, haben möchte es jeder, aber 'n bisschen was muss man dafür auch tun.

Ich möchte jetzt anfangen, mit Videos sichtbar zu werden, aber ich möchte mich jetzt nicht, also es sei jetzt nicht inszeniert aussehen, sondern möglichst authentisch. Was wären deine 3 ersten Empfehlungen, die Du in 'ner Person geben? Soll ich jetzt mal die Technik so alles außen wechseln? Ja. Worauf muss ich achten, wenn ich sage, okay, ich hab verstanden, die effizienteste Art, ich hab noch gar nichts gemacht in der Richtung, wäre, ich mache das mit Video oder ich flankiere meine aktuelle Social Media Tätigkeit bei LinkedIn woanders jetzt mit Video.

Was wären deine 3 ersten Empfehlungen? Also da will ich auch, wirklich auch noch mal auf mein Buch verweisen. Aus meiner Sicht braucht Authentizität eine Strategie. Das klingt son bisschen widersprüchlich und was meine ich damit? Also wir sind ja alle sehr besondere und sehr individuelle Persönlichkeiten und es geht ja darum, dass wir unsere Persönlichkeit auch transportieren.

Dafür ist es aber dringend notwendig, dass wir sie auch in Worte fassen können. Und meine Erfahrung ist, wenn ich die Menschen frage, was macht dich denn aus? Ja, also was ist denn das Besondere jetzt einfach, was was zeichnet dich aus, wofür stehst Du? Dann haben die wenigsten Menschen darauf eine sehr spontane und also wirklich eine konkrete Antwort, so ja, ich, dann überlegen natürlich erst mal alles, ja logisch. Also das ist etwas, womit wir uns standardmäßig zumindest nicht jeden Tag beschäftigen.

Und ich hab halt in meinem Buch und das mache ich ja auch in meinen Mentorings im Prozess erarbeitet, wie können wir unsere eigene Persönlichkeit am besten auf den Grund kommen? Und das ist wichtig, damit wir dann verstehen, das hat was mit in erster Linie auch mit unseren Zielen zu tun, wo wollen wir eigentlich hin? Also was wollen wir denn jetzt mit dem Video oder mit unseren Texten oder so erreichen? Das ist wichtig, ist die Voraussetzung, mal zu überlegen, wie gesagt, was wollen wir denn bewirken? Wen wollen wir denn erreichen?

Ganz wichtig und dann, was macht mich aus? Das hat was mit Werten zu tun, mit Haltung, mit persönlichen Stärken, Eigenschaften, die wir einfach mitbringen. Da können wir auch mal unser Umfeld fragen, Freunde, Familie, aber auch gute Kollegen, lange Kollegen, warum arbeitest Du eigentlich gern mit mir zusammen? Was ist denn das, was mich da ausmacht? Da kommen manchmal auch Antworten, die wir gar nicht so aufm Schirm haben und also ich hab da, ich hab auch 'n Canvas dazu raus gegeben, das Human Signature Canvas, wo wir das, wo wir son bisschen unsere eigene Signature Story schreiben und das ist 'n Prozess, den würde ich auch jedem an an die ans Herz legen wollen, sich wirklich mal damit auseinanderzusetzen und wichtig ist auch unsere Persönlichkeit, wir bestehen alle aus unglaublich vielen Facetten, ja.

Wir sind ja sehr, also je nachdem, worum es gerade geht, ob man uns irgendwo privat oder eben beruflich erwischt, wir sind immer die gleiche Person, aber wir sind in unterschiedlichen Rollen auch manchmal sehr unterschiedlich unterwegs und wirklich die wichtigen Personen, so das Muster, der rote Faden, der sich durch alles zieht, der darf sich auch entwickeln, natürlich im Laufe des Lebens. Es gibt wichtig sind auch so prägende Momente zum Beispiel, was waren denn die Dinge, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin? Was ist denn da passiert? Manchmal ist das 'n Bruch, kann auch 'n Schicksalsschlag sein oder eine Erkenntnis, sone Haar Moment, son klassischer, ja, also alles Mögliche. Was hat dazu geführt, dass ich jetzt die Person bin, die ich heute bin?

Wie lebe ich, wie möchte ich leben? Wie ist meine Vision von einem guten Leben? All das macht uns ja aus und das mal und dafür habe ich so dieses Kennen was entwickelt, das mal auf so zusammenzutragen, das ist auch nichts, was man in 'ner halben Stunde mal so erledigt, sondern das Das ist auch nichts, was man in 'ner halben Stunde mal so erledigt, sondern das braucht 'n bisschen, aber das lohnt sich und dann hat man eine Basis und und das sind das dann wie so Leitplanken, die mich dann begleiten bei meiner Sichtbarkeit oder auf dem Weg dahin für Videos, aber auch für Texte, für die Webseite, wofür auch immer ich irgendwas brauche. Damit kann ich auch zu brauche. Damit kann ich auch zu 'nem Fotografen gehen und sagen, ich brauch jetzt hier mal 'n Shooting und wirklich aussagekräftige Bilder, ja, und nicht so so gestellte Passfotos, sondern wirklich mal so in in Bewegung mit irgendwelchen Hintergründen, die irgendwas ausdrücken, die eine gewisse Dynamik haben, die dann eben aber auch zu meiner Signature Story passen.

Und dann wird vieles sehr viel einfacher, weil ich einfach son, ja, ich hab da son son Handwerkszeug dabei und kann damit arbeiten und sag, ah okay, ja, das da so soll das sein und wirken und dann erreiche ich auch eine gewisse Konsistenz, darüber dann entsprechende Glaubwürdigkeit auch wieder bei meiner Zielgruppe und dann fügt sich das son bisschen. Also das ist meine unbedingte Empfehlung, da das wirklich mal 'n bisschen tiefer zu erarbeiten. Es gibt sehr viel Sicherheit dann auch, glaube ich auch, wirklich auch vor der Kamera zu wissen, wer bin ich denn hier und so sollen die Leute mich jetzt auch kennenlernen. Kleine Ergänzung von meiner Seite noch, Du hast eigentlich alles schon gesagt, Du hast gesagt, Freunde und und bekannte Fragen. Ich hab gute Erfahrungen mitgemacht, ich mach's nicht bei allen, sondern bei den Kunden von mir, denen ich nahestehe.

Also das ist übrigens auch für mich persönlich eine 1 Erfahrung gewesen, dass ich nur mit Menschen zusammenarbeiten möchte, wo es menschlich passt. Also ist mittlerweile zu 95 Prozent die 5 Prozent, wo es dann nicht gepasst hat, das ist auch ziemlich nur auf die Nase gefallen. Und irgendwann ist da meistens 'n freundschaftlicherer Kontakt, dass ich auch fragen kann, sag mal, was war eigentlich die entscheidende, was sind die entscheidenden Kriterien gewesen, dass ihr euch a für mich entschieden habt, ne, auch für eine Firma haben, letzten Endes stehe ich ja im Endes stehe ich ja im Vordergrund. Und was schätzt Du, was schätzt ihr an der Zusammenarbeit? Und das ist manchmal echt überwältigt irgendwas da kommt.

Also sich zu trauen, das zu fragen, das braucht echt 'n bisschen Überwindung, muss ich ganz ehrlich sagen, irgendwann. Mal kommt, also ich hab mich lange Zeit blöd gefühlt dabei. Die etwas eleganter Reform ist, ein Testimonial zu bitten und das ist auch manchmal erstaunlich. Also da hatte ich wirklich einmal sogar echt Pipi in den Augen, muss ich sagen. Das war 1 unserer größten Kunden, die Volksbank Südpfalz.

Der Vorstandsvorsitzende hat mir in 3 Minuten Testimonial als Video geschickt. Ich saß da im Hotelzimmer, was ich bekam, ich hatte echt, dachte, Hammer, mega, ne. Also ich wusste gar nicht, was da kommt und das ist für für einen selber fürs Selbstwertgefühl im Sinne von, wie werde ich wahrgenommen und wie kann ich das alles umsetzen, was Du gesagt hast? Echt super, weil gerade wenn mein Ziel ist und das ist auch eine interessante Erkenntnis, die ich mal hatte vor 'n paar paar Monaten im anderen Podcastgespräch. Mir war immer klar, Social Media Tätigkeit ist für mich dafür da, mich bekannter zu machen, aber nicht, weil ich so gerne im Rampenlicht stehe, im Gegenteil, sondern Kundengewinnung.

Aber es gibt ja auch Menschen, die wollen einfach nur bekannt sein. Das sind diese diese diese Follower Jäger, ne, die gar nicht, die gar nicht ihre Reichweite richtig konvertieren. Also wenn da von vornherein klar ist, ich möchte mit dem, was ich mache, Kunden überzeugen, kann ich nur empfehlen, frag die Kunden, was hast was an an deinem Wesen hat sie überzeugt? Absolut, also genau wie Du auch sagst, an der Zusammenarbeit. Also ich hab auch immer für so was, wenn ich Testimonials einhülle oder wenn ich meinen Kunden auch empfehle, Testimonials kann man ja auch auf LinkedIn, ne, die Empfehlungen unten einblenden.

Also da gibt's ja auch die Möglichkeit Webseite und so weiter, auch wirklich so konkrete Fragen zu stellen und zum Beispiel, was hat dich wirklich an unserer Zusammenarbeit begeistert oder was hat dich daran überrascht? Dann hört man häufig auch, Sie haben vielleicht was ganz anderes erwartet oder was Sie so bislang kannten und das war jetzt wirklich was Ungewöhnliches. Also mit so ganz konkreten Fragen bekomme ich natürlich auch sehr viel konkretere Antworten, die dann eben auch viel über die Zusammenarbeit verraten und auch für andere Kunden interessant sein können. Und das ist dann eben nicht dieses 0 8 15 so, war super, jederzeit wieder Daumen hoch. Das ist so, okay.

EBay. Ja genau, ne, also bei eBay ist wahrscheinlich in Ordnung, aber nein, genau, ganz genau für so grade für so son Dienstleister, wie wir es sind, die also da, wir haben ja sehr viel Kontakt mit den Menschen, mit denen wir arbeiten. Also da ist ja die Entscheidung uns zu wählen, auch immer eine Entscheidung mit uns Zeit zu verbringen. Und das machen wir natürlich auch lieber, wenn uns die Person sympathisch ist, wenn wir mit der gut können und da ist glaube ich auch, das hatten wir ja auch vorhin diese Ecken und Kanten und Du sagtest das gerade so schön, Du ziehst hauptsächlich Kunden an, die mit denen Du gut kannst und das liegt halt daran, dass wir, wenn wir son bisschen Persönlichkeit zeigen oder nicht nur 'n bisschen, sondern auch 'n bisschen mehr und Ecken und Kanten zeigen, dann wären die Leute, die damit nicht umgehen können oder wollen, sich gar nicht melden. Die sortieren wir gleich raus.

Und die anderen, die, ja, die die finden das interessant und ich, also Beispiel zum Beispiel, ich hab auf meiner Webseite, ich hab's auch schon mal auf LinkedIn gepostet, ich hatte in meiner Jugend son Iro Käsenschnitt, ja, und sah aus wie 'n Punk. Ich, mich sah man jetzt nicht so genannt, aber so, ich hab ab und an mal das Bild jetzt auch irgendwo gezeigt und und auf meiner Webseite steht irgendwas mit Punkvergangenheit, aber so in Anführungszeichen. Und es gibt mit Sicherheit Leute, die sagen, hä, was da will ich nichts zu tun haben oder so. Aber es gibt die anderen, die und das haben die mir auch schon erzählt, die mich genau darauf ansprechen dann und sagen, erzähl mal, was war denn das damals oder so und sagen, ja, ich hatte damals auch so die und die Frisur, dann erzählen die auf einmal von sich selbst, so aus ihrer Jugend oder so. Und und das macht ja dann auch diese menschlichen Begegnungen so interessant, ja, und da finden wir dann auch Gemeinsamkeiten und Gemeinsamkeiten gibt's eben auch in Ecken und Kanten, weil uns die einfach so, ja, so geläufig sind, weil wir sie selber halt auch haben oder kennen und so weiter.

Also das macht ganz, ganz viel auf dieser persönlichen Ebene und deswegen meine Empfehlung ja, Persönlichkeit zeigen. Klar, müssen wir in Kauf nehmen, dass wir auch irgendjemanden vielleicht davon abstoßen, das ist dann eben die Frage, wenn wir Kannst Du was ein gutes? Wenn wir jetzt CEO von 'nem DAX Konzern sind, muss man das vielleicht noch mal 'n bisschen genauer überdenken, ja, wie man sich dann da darstellt, aber die wenigsten sind ja jetzt auch CEO 1 DAX Konzerns und müssen da vielleicht noch ganz viel Corporate Strategie und so weiter mit einflechten. Die meisten von uns sind nicht ganz so besondere oder also da steht jetzt kein Das ist vollkommen. Ja, da steht jetzt kein son großer Konzern im Hintergrund.

Also man muss man immer 'n bisschen abwägen natürlich. Und deswegen aber auch hier und das ist wirklich son Motto von mir oder son son son son Hinweis, Authentizität braucht Strategie. Also einfach nur raushauen, was mir gerade in den Sinn kommt und dann so, so bin ich halt, ja, kann vielleicht mal irgendwo, vielleicht geht da auch son Video oder son Post mal viral, aber ob das jetzt dann auf deine letztendliche Zielsetzung einzahlt, sei mal dahingestellt, würde ich eher infrage stellen. Also 'n bisschen Strategie bei dem Ganzen anzuwenden und zu überlegen, was von mir zeige ich denn in welcher Form und wann und wo, eben auch Konsistenz zu erreichen, halte ich für sehr, sehr zielführend. Sehr schönes Schlusswort, also im Prinzip Bewusstheit über sich selber, seine eigenen Qualitäten und seine Wirkung auf andere zu erlangen.

Es ist auch nicht nur für das Thema digitales Charisma und Sichtbarkeit relevant, sondern hilft auch in allen anderen Bereichen des Lebens. Kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, man arbeitet ganz anders, wenn man sich plötzlich seiner Qualitäten und seiner Wirkung bewusst ist. Andrea, ich danke dir vielmals für dieses spannende Gespräch, was jetzt, ja, ich weiß gar nicht, im Endeffekt wir müssten 'n kleines Action am Anfang müssen wir rausschneiden. Das wissen die, die zuhören gar nicht. Da gab's 'n klein bisschen technisches Schlittern, aber wir sind, glaub ich, so trotzdem über eine Stunde jetzt.

Das ist schon echt gut, ordentlich, haben wir doch viel länger gemacht. Aber wir hätten, glaub ich, auch noch viel länger sprechen können. Sehr, sehr spannend. Für alle, die jetzt das Video gucken, hier noch mal dein Buch. Ich halte's mir genau vors Gesicht, damit man's auch 'n kleinen Ausschnitt sieht, Digitales Charisma.

Link zum Buch gibt's in den Shownotes und den Link zum Gewinnspiel über die Zusatz über den Zusatz Content zum Buch findest findest Du auch alles in den Shownotes. In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören, fürs Dabeisein. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, freue ich mich natürlich über eine Bewertung, gerne natürlich auch in 5 Sternen bei Apple Podcast und Spotify, einfach für für Reichweite, aber weniger, das sage ich auch immer. Das meine ich auch so für meine eigene Eitelkeit, die juckt mich wenig, sondern einfach, das ist ja 'n Thema oder meistens habe ich ja doch Thema, die Menschen helfen und das soll natürlich mehr Leute erreichen auch. Und ja, wenn Du selber 'n Thema hast oder 'n Gast vorschlagen möchtest, dann schreib mir einfach an Podcast at Corporate minus Studio Punkt d e und ansonsten bleibt mir nur noch eine schöne Restwoche zu wünschen und bis zum nächsten Mal.

Tschüs. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Und denke mal daran, wenn nicht mit der Zeit geht, dann geht mit der Zeit.

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