Cover: #213 - Greenscreen: Der teuerste Fehler in jedem Corporate Studio?
VIDEO RELOADED Folge 214

#213 - Greenscreen: Der teuerste Fehler in jedem Corporate Studio?

21. April 2026 37:33 Min. Zu Gast: Florian Gypser
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Worum es geht

Greenscreen gilt vielen als Standard in der Corporate-Videoproduktion – doch diese Folge hinterfragt genau das. Florian Gypser erklärt, warum der technische und zeitliche Aufwand von Greenscreen oft unterschätzt wird, welche typischen Fehler das Ergebnis verraten und warum echte Hintergründe im B2B-Kontext häufig mehr Vertrauen schaffen. Ein Plädoyer für mehr Authentizität und Effizienz in der Videokommunikation.

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Autor: VIDEO RELOADED

Zu Gast

Tonmeister und Geschäftsführer bei Corporate Studio

Florian Gypser ist ausgebildeter Tonmeister und Geschäftsführer bei Corporate Studio.

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Transkript

Herzlich willkommen bei Video Reloaded, deinem Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Hier bekommst Du spannende Insights, Know how und Impulse für Videokommunikation in und von Unternehmen. Ich bin ein Podcast Host Florian Gibser und wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Heute gibt's mal wieder eine Solo Folge, und zwar möchte ich über ein Thema sprechen, was mir in meinem beruflichen Alltag eigentlich jede Woche mehrfach über den Weg läuft und wozu mich meine oder unsere Kunden regelmäßig auch zu fragen. Und zwar geht's heute das Thema Greenscreen.

Ist Greenscreen im professionellen b2b Videokommunikationsumfeld eigentlich Pflicht oder ist Greenscreen eigentlich schon völlig überholt und ja, ein ausgelutschtes Thema. Vielleicht für alle die, die sich damit noch nie so im Detail beschäftigt haben, was heißt Greenscreen oder was bezeichnen man damit? Vereinfacht gesagt, es ist die Technik, mit der ich einen Hintergrund, man nennt das deswegen Greenscreen, weil man dafür normalerweise einen knatschgrünen, grellen Hintergrund nimmt, dass man den ausstanzt. Wahlweise kann man das auch mit 'nem grellen Blauton machen, aber es wird vermehrt doch grün genommen. Früher nannte man das deswegen auch Blue Box, dass man halt vor solch einem Hintergrund sich selber filmt oder mehrere Personen filmt, dann diesen Hintergrund mit 1 Software, dem sogenannten Greenscreen Keyer rausschneidet, das ist das sogenannte Keying dann und durch einen anderen Hintergrund ersetzt.

Wenn man das gut macht, dann kann man da sogar so weit kommen, dass man eine Illusion schafft, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer gar nicht sehen, dass da wirklich gar nicht der reelle Hintergrund ist. Die Realität sieht aber meistens grade auch im Businessumfeld 'n bisschen anders aus. Es ist natürlich eine 1 technische Sache und theoretisch mit heutiger Software und Hardware, die es ja, aufm Markt gibt, für jeden irgendwie machbar, hat aber auch gleichzeitig gewisse Nachteile, die es mit sich bringt. Auf der einen Seite die offensichtlichen, also die technischen Nachteile, auf die ich gleich eingehen möchte, aber auf der anderen Seite auch noch, was die Wirkung betrifft, was die unterbewussten Botschaften betrifft und vor allen Dingen gerade im b-two-b-Kontext oder im Unternehmenskontexten 'n viel wichtigeres Thema, der Produktionsaufwand, also wie viel Zeit ich brauche, bis ich ein Video fertig habe. Fangen wir mal mit dem Thema Aufwand an.

Also bis ich mein Greenscreen Studie, jetzt gehen wir mal davon aus, ich habe mir 'n Studio eingerichtet mit 'nem festen Greenscreen. Das ist eigentlich schon Pflicht, weil eben mal grade 'n grünes Tuch aufhängen, 2 Lämpchen und ich beleuchte mich und fertig, Damit ist es nicht getan, denn bei Greenscreen kann man vereinfacht sagen, entweder ich mach's halt 0 8 15, so, ne, so lala. Das ist das, was ich zum Beispiel auch häufig erlebe in Videocalls, wenn jemand sich einfach vor eine weiße oder eine blaue oder in irgendwelche anderen Farben gestrichenen Wand setzt und dann in Zoom sagt, Hintergrund ersetzen durch und dann einfach virtuellen Hintergrund hinpackt. Das ist dann so die ganz, ganz einfache und schnelle Variante. Da sucht dann Zoom oder Teams macht's ja auch.

Sucht dann einfach, okay, wie sieht der Hintergrund aus? A basierend auf der Farbe, b wahrscheinlich basierend auf irgendwelchen Bildmustern, stanzt das aus und ersetzt es dann durch ein Bild oder eine Grafik, die ich zur Verfügung stelle. Das ist die einfachste Variante, die halt seit der Coronazeit auch wirklich zu Unmengen benutzt wurde und nur noch weiter benutzt wird. Natürlich ist es sehr praktisch, wenn man zu Hause im Büro, im Homeoffice sitzt oder auch im Unternehmen in 'nem Büro, wo der Hintergrund nicht so schön ist, dass man da einfach mal vielleicht auch 'n standardisierten, in der Unternehmens CI hergestellten virtuellen Hintergrund einsetzt. So, ich sag mal, das ist so die niedrigste Einstiegshürde für einen Videocall im Alltag, ist das okay.

Sobald man aber wirklich in der Unternehmenskommunikation mit Video unterwegs ist, sei es jetzt im vertrieblichen Umfeld, im Marketing oder auch wenn's Schulungsvideos geht, Livestream und Co, sollte man natürlich sollte man natürlich nicht auf diesem Level arbeiten, weil's ja absolut unprofessionell ist und natürlich das Unternehmen auch nicht gut repräsentiert. Deshalb sollte man, wenn man das wirklich vernünftig nutzen möchte, sich einen Greenscreen kaufen, sprich einen entsprechenden Vorhang oder Hintergrund in dem Grünton und dann die entsprechenden Leuchten. Da sind wir dann wieder bei der Technik, denn mit 2 Lampen ist es, wie gesagt, nicht getan. Wenn ich eine schöne Trennung der Person im Vordergrund, geben Sie davon aus davon aus, ich wär jetzt im Greenscreen, wenn ich im Vordergrund schön hell angeleuchtet sein möchte und auch eine 1 gute Trennung, also 'n gutes Ausschneiden, gutes Keying meiner Person zum Hintergrund erreichen möchte, dann brauche ich erst mal Beleuchtung für den Hintergrund. Denn wenn ich mich nur von vorne mit 2 Lampen beleuchte, wie man das ja häufig macht, dann werfe ich, meine Person, mein Körper wirft ja einen Schatten auf den Hintergrund und dort, wo der Schatten ist, ist der Grünton des Greenscreens 'n bisschen dunkler.

Und da bekommen die Kia manchmal schon Probleme, das dann richtig auszuschneiden. Das endet dann ganz gerne in einem Effekt, den wir auch von Zoom oder Teams kennen, den ich persönlich ganz furchtbar finde. Da wird plötzlich 'n Ohr halb weggeschnitten, weil's Key nicht richtig funktioniert. Oder wir haben die sogenannten Schwimmhäute zwischen den Fingern. Also man sieht, wenn er die Hand hochhebt, zwischen den Fingern plötzlich, dass da nicht richtig ausgeschnitten wurde, grüne Ränder.

Das sind typische Artefakte oder auch das sogenannte Spilling. Das heißt, wenn die Person zu nah am Hintergrund ist, am Greenscreen ist und hauptsächlich von vorne beleuchtet wird, dann wird 'n Teil des Lichtes von 'nem grünen Hintergrund reflektiert auf die Person. Und die Person hat dann einen grünen Rand sich rund. Man nennt es Billing oder im Deutschen auch Heiligenschein in Anführungsstrichen. Was auch gerne dazu führt, dass die Person im Vordergrund eine etwas ungesunde grüne Gesichtsfarbe bekommt, also nicht stark, aber so latent.

Das ist etwas, was ich auch sehr häufig sehe bei so handsärmlich selbst gemachten Greenscreen Produktionen. Man hat 'n tollen virtuellen Hintergrund, professionell erstellt, fertig gekauft, wie auch immer und im Vordergrund die Person, sieht bisschen grau grünlich schlecht ausgeleuchtet aus. Das heißt, wenn ich mit Greenscreen arbeite, brauche ich mehr als die 2 Lampen. Ich brauche mindestens 2 bis 4 Leuchten, die den Hintergrund komplett ausleuchten, also einmal seitlich, am besten noch von oben 2, sodass ich mit den weiteren 2 Leuchten, die von vorne kommen, keinen richtigen Schatten auf den Hintergrund werfe. Außerdem ist es ganz wichtig, dass man einen gewissen Abstand, mindestens ein Meter 50, am besten 2 Meter zum Hintergrund einhält, auch wieder eine bessere Trennung zwischen der Person im Vordergrund und dem Greenscreen Hintergrund hinzubekommen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Natürlich kann ich mit entsprechender Anzahl an Leuchten, mit entsprechendem Platz, mit einem kleinen Video, Mischpult wie zum Beispiel im A-Tom mini, ein sogenanntes Echtzeitgreenscreen keying machen. Es geht auf jeden Fall auch mit 'ner Software wie OBS zum Beispiel, hat aber zum Nachteil, dass ich sehr viel Zeit brauche, das Ganze so einzurichten, dass für jegliche Bewegungen das ging auch funktioniert. Ich weiß ganz gut, wovon ich spreche, denn wir haben 8 Jahre lang regelmäßig für diverse namhafte Unternehmen interne Schulungsvideos, interne Produktpräsentationen, Produktvorführung, Produktschulungen mit einem Greenscreen produziert. Mich hat's irgendwann ehrlich gesagt einen Wahnsinn getrieben, denn der Aufwand ist wirklich im Vergleich zum konventionellen Videodreh riesig.

Man muss aufpassen, a, was tragen die Person, b, hat man gerne mal Probleme bei Brillenträgern. Ich bin ja selber Brillenträger. Das heißt, dass dann das Licht oder der Greenscreen komisch gespiegelt wird in der Brille und plötzlich fehlt 'n Teil vom Auge, weil die Software nachher sieht, ah, okay, da ist grün, das reicht nicht raus. Dann gibt's regelmäßig Probleme mit reflektierenden Gegenständen, sei es jetzt 'n breites Metall Armband oder eine Uhr oder was wir auch mal hatten, 'n handgehaltenes Funkmikrofon, was 'n bisschen reflektiert hat, wo dann auch 'n bisschen grün drin war. Ja, und wenn man das Ganze dann in Echtzeit kieht, also dass während des Drehs im Videospult oder in in 'ner Videosoftware der Hintergrund schon ausgestanzt und durch 'n anderen Hintergrund ersetzt wird, dann hat man das Problem, dass man häufig solche Details übersieht und sich im Nachhinein ärgert, dass das Ganze nicht sauber ist.

Und selbst wenn man sagt, okay, son paar Fehler können drin sein, bis man so weit ist, dass es gut ausschaut. Also gerade, das haben wir sehr häufig gehabt, gerade bei Frauen, die Locken hatten oder etwas, ja, größere, wie soll man sagen, Frisuren, wo Haare abstehen. Also gerade bei Naturlocken haben wir das häufig gehabt, das da da muss man genau aufpassen mit der Beleuchtung und mit der Einstellung des Kiers, dass das auch sauber ausgeschnitten wird und nicht nachher aussieht irgendwie wie wie immer gerade eben so 0 8 15 ausgestanzt. Also wir haben teilweise Situationen gehabt, kann mich noch sehr gut dran erinnern. Wir waren relativ häufig bei der Telekom in Bonn, das ist ja bei uns die Ecke, mit unserem mobilen Studio zu Besuch und haben dort die Produktion vor Ort gemacht, weil häufig auch Führungskräfte in den Videos zu sehen waren, die irgendwelche Botschaften für die interne Kommunikation, für ihre für ihre Teams dort aufgenommen haben.

Und die hatten natürlich nicht die Zeit, erst mal eine Stunde zu uns ins Studio zu fahren, da zu produzieren und zurück, also haben wir das Ganze bei denen vor Ort in 'nem Konferenzraum beispielsweise aufgenommen und da unser kleines mobiles Greenscreen Studio aufgebaut. Und ich kann mich noch sehr gut an Situationen erinnern, wo dann die Personen in das Studio reinkamen, meinen so, jetzt können wir loslegen und wir dann erst mal bremsen mussten, na ja, also wir brauchen mindestens noch eine Stunde, bis die Lichtsetzung so ist, bis der Kia so eingestellt ist, dass das alles funktioniert, weil damals war Vorgabe, das war damals, das ist ja über 10 Jahre her, als wir damit angefangen haben, war das wirklich noch son ganz heißes Thema, Greenscreen. Da brauchte man auch wahnsinnig aufwendige Technik für teure Hardware. Es gab halt die 1. Software, die das auch konnte, mit der haben wir damals gearbeitet.

Und es war wirklich total en vogue und hip. Deshalb wollte man damals in dieser Technik produzieren, aber fast keiner hatte damit die Erfahrung, zumindest auf der Kundenseite, wie aufwendig das war. Also ich erinnere mich sehr gut an eine Situation, weil sich noch 1 1 1 Dame ausm mittleren Management 1 großen deutschen Unternehmens, die wurde so nach 'ner Dreiviertelstunde tot sie etwas unruhig, weil sie dachte, sie geht jetzt mal schnell rein, nimmt die Botschaft auf, in 'ner halben Stunde ist sie wieder zurück. Als wir dann gezeigt haben, wie es aussehen würde, wenn wir uns damit nicht genauer beschäftigen, hat sie es natürlich sofort eingesehen, weil es natürlich furchtbar aussah, ihre Haare waren teilweise abgeschnitten, sie war im Gesicht zu dunkel und und und. Das kann man zum Teil zwar mit 'nem Lichtduble, also 'ner Person, die anstatt der finalen Protagonistin dann in dem Studio steht, schon mal 'n bisschen vorbereiten.

Aber trotzdem kann man damit nicht die finalen Einstellungen machen, sondern muss immer diejenigen vor der Kamera haben, die es später auch sein werden. Dann haben wir auch regelmäßig Stress mit der falschen Kleidung, haben zwar vorher gesagt, bitte nichts Grünes anziehen, hatten Sie dann doch irgendwas Grünes an. Einmal hatten wir jemanden mit grünen Augen, da muss man auch genau gucken, okay, dass man den Kia so einstellt, dass er das Grün der grünen Auge, auch wenn's sehr klein im Bild nur ist, dass er das nicht erkennt. Ja, und ähnlichen Spaß halt. Also wenn man das Ganze in Echtzeit macht, ist es 'n großer Aufwand in der Vorbereitung, kostet wahnsinnig Nerven und man braucht auch entsprechendes Know how, also kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen.

Die wesentlich einfache Methode ist zu sagen, ey, wir nehmen das Ganze jetzt im Greenscreen Studio auf. Ich sprech die ganze Zeit übrigens nur von 1 Kamera. Und dann gehen wir in die Schnittsoftware und da habe ich ja viel mehr Möglichkeiten. Ich hab ja auch viel mehr Zeit, kann auch sogenannte Keyframes setzen. 'N Keyframe heißt, dass zu 'ner bestimmten Zeit 'n gewisser Parameter, zum Beispiel meines meines Greenscreen Keers, 'n anderen Wert hat, also sone linear über die über den zeitlichen Verlauf des Videos sich verändernde Parameter, die man programmiert, weil jetzt jemand sich irgendwie in eine andere Richtung bewegt und dann plötzlich der Kia doch anders reagiert.

Also das kann man theoretisch in 'ner sogenannten Postproduction alles machen. Hat aber auch 'n Nachteil, der Aufwand ist ungleich höher, also man brät noch mehr Zeit rein. Der nächste Punkt ist, man wird meiner Erfahrung nach, also wir haben das auch regelmäßig erlebt, man wird dann sehr, sehr pingelig. Klar, die Ergebnisse sind super, aber jetzt mal einfach mal aus der Unternehmensbrille gedacht, man möchte vielleicht vormittags eine Videobotschaft für die Belegschaft aufnehmen oder 'n Video fürn Kunden, Produktvideo, irgendwas präsentieren. Das möchte man zeitnah nutzen.

Und die Erfahrung ist halt, das geht so schnell nicht. Da gehen einige Tage ins Land, bis man das finale Video hat, inklusive der Abstimmung natürlich, auch da wiederum, das erzählen uns unsere Kunden auch regelmäßig, dass immer wieder so ja, in den Abstimmungen so Sprüche kommen wie, ach, der Hintergrund gefällt mir aber nicht. Kannst Du mir nicht 'n anderen hin? Ich hab hier noch 'n schönes Foto, nimm doch das. Schon wieder fängt man von vorne an, weil man den Hintergrund ersetzt und und und.

Ich jetzt kürzlich bei 'nem Unternehmen gesagt, dass dass bei jedem Video, bei jeder Abteilung, die 'n Video macht, 'n anderer Hintergrund gewünscht ist. Das ist natürlich schön und spannend, aber auch bei der Wahl des Hintergrundes kann man natürlich eine Menge falsch machen. In dem Fall habe ich an Beispiels Beispielvideos gesehen, dass sehr unruhige Hintergründe genommen wurden, zum Beispiel an sich schöne, ästhetisch schöne Fotos vom Unternehmensgebäude, vom Unternehmensgelände. Es ist alles gut und schön, aber die haben sehr stark vom Vordergrund und der Information der Botschaft der Protagonisten abgelenkt und damit ihr Ziel halt auch verfehlt. Ja, wie gesagt, also wenn ich das Greenscreen Keying live mache, habe ich 'n großen Aufwand.

Wenn ich's in der Postproduction mache, habe ich auch 'n großen Aufwand. Der Unterschied ist nur, ich schiebe den Aufwand halt nach hinten, aber mit, ich dreh jetzt mal eben 'n Video und schick's weiter an den Kunden, ist es wirklich nicht getan. Also gerade bei der Beleuchtung ist es auch nicht so, wenn ich jetzt einmal 'n Greenscreen Studio einrichte, dass es immer gleich ist. Also ich hab 'n etwas anderes Setting, andere Personen, vielleicht 'n Produkt, was ich zeigen möchte, ich muss immer noch nachtun und nacharbeiten. Richtig spannend wird's dann, wenn man mit mehr als 1 Kamera zum Beispiel mit 2 Kameras arbeitet und am besten noch mit einem virtuellen Studiohintergrund.

Also wie man das kennt von ja Tagesschau, heute journal und anderen Nachrichtensendungen, dass da jemand in einem virtuellen Studiohintergrund steht, wozu man sagen muss, das ist mittlerweile bei ARD und ZDF nicht mehr so. Die haben schon echte Studiotische und statt 'nem Greenscreen einen riesigen Bildschirm im Hintergrund, also schon einen einen echten virtuellen Hintergrund durch 'n großen Bildschirm. Aber früher war's halt Greenscreen Technik. Und da gibt's halt Anbieter, die solche virtuellen Studios, dass man einfach vor 'ner oder hinter 'ner grünen Box steht, die dann den virtuellen Schreibtisch nachher abbildet vor einem grünen Hintergrund und man selber dann in so ein virtuelles Fernsehstudio gesetzt wird. Das wird dann richtig spaßig, wenn man noch eine 2.

Kamera mit 'ner anderen Perspektive hat, denn dort braucht man dieses virtuelle Studio in 'ner anderen Perspektive. Das heißt, man hat nicht nur ein Bild, was man einbauen und anpassen muss, sondern 2 Bilder. Ja, und je nachdem, mit welchen Kameras man arbeitet, erweitert sich das natürlich mehrere Versionen des virtuellen Hintergrundes. Lange Rede, kurzer Sinn, es ist ein brutaler Aufwand. Und das Interessante, also ich hab wirklich mit vielen Unternehmen in den letzten anderthalb, 2 Jahren zu tun gehabt, die a schon ein Greenscreen Studio hatten oder b gefragt haben, ob sie sich 1 einrichten lassen sollen oder nicht.

Und das Interessante war, jedes, wenn ich gesagt habe, braucht ihr es zwingend und ihnen gezeigt hab, wie die Alternative ist, gab's immer große Erleichterung. Denn das Fazit war eigentlich, wenn schon ein Greenscreen Studio vorhanden war, durch die Bank, wenn er nicht ein professionelles Technikerteam dabei war, was die gesamte Vorbereitung gemacht hat, das Ganze auch gelernt hat, also wirklich vom Fach ist, hat Greenscreen eher wie eine Bremse gewirkt, weil der Aufwand einfach so groß ist und häufig mit viel Frustration dann auch einherging. Und die Erwartungshaltung natürlich von denen, die vor der Kamera standen, meistens, weil wir kennen's ja ausm Fernsehen, aus den Filmen, das muss jetzt natürlich perfekt aussehen und keiner rechnet damit, dass es auch beim Drehen so viel Arbeit ist. Das ist die eine Sache. Die andere Sache ist, wir haben halt in den letzten Jahren wahnsinnig viel virtuelle Hintergründe in der Videokommunikation durch die Coronazeit erlebt.

Das hat auch 'n bisschen für eine Abstumpfung und für eine Sättigung bei dem Thema gesorgt, denn irgendwie hat ja jeder versucht, aus seinem Homeoffice, ausm Wohnzimmer, ausm Schlafzimmer, wo auch immer, das Beste rauszuholen. Und häufig wurde dann halt entweder in Zoom oder Teams mit den nicht echten Greenscreen virtuellen Hintergründen gearbeitet, also dass einfach nur der Hintergrund ausgestanzt wurde. Oder manche haben sich auch 'n grünes Tuch hingehangen und dann, leider muss man sagen, meistens mehr schlecht als recht, da gab's ja auch natürlich die Möglichkeiten, das Know how jetzt nicht auf die Schnelle, dann versucht, mit virtuellen Hintergründen zu arbeiten. Eine interessante Beobachtung, die mir häufig von unseren Kunden auch geschildert wird, wenn's darum geht, wie habt ihr das eigentlich da empfunden in der Coronazeit oder auch danach? Weil es gibt immer noch zahlreiche selbstständige Dienstleister oder auch Unternehmen, die in Videocalls oder in Videos mit virtuellen Hintergründen arbeiten.

Und da fand ich eine 1 Erkenntnis fand ich da sehr, sehr interessant, als mir, ich weiß gar nicht mehr, wo das war, aber der 1. Sagte, na ja, wofür haben wir denn den Greenscreen benutzt? Wir haben ihn doch benutzt, etwas zu verstecken. Also das unaufgeräumte Büro, das hässliche Schlafzimmer, was auch immer. Und wenn ich heute noch in einem Videocall oder in einem einem Video von 'nem Unternehmen erlebe, dass da so hemdsärmelig, so lala mit Greenscreen gearbeitet wird, da habe ich immer 'n bisschen so das Gefühl im Bauch, das ist irgendwie nicht echt und die wollen irgendwas verstecken.

Das ist vielleicht auch irrational, aber ne, man hat halt in der Coronazeit gelernt, wir nutzen Greenscreen Schrägstrich Würter Hintergründe, etwas zu verstecken. Und das führt noch zu 1 weiteren Empfindung, auch die wurde mir hauptsächlich von Usern, von Mitarbeitern, Mitarbeitern unserer Kunden mitgeteilt und gespiegelt. Was ist denn heute das Wichtigste, wenn's Videokommunikation geht? Es geht in der Videokommunikation darum, Vertrauen aufzubauen. Und gerade heute, wir sehen das bei den ganzen Social Media Formaten, da ist es ja teilweise so, je schlechter in Anführungsstrichen von der technischen Qualität, desto authentischer, desto besser wird es akzeptiert und wahrgenommen und auch angenommen.

Und man kann eigentlich sagen, durch die Bank, das Wichtigste, die wichtigste Währung heute in der Videokommunikation ist natürlich Vertrauen als Endzustand, aber Vertrauen durch Authentizität. Dass also nicht gekünstelt wird, nicht irgendwelche Schauspieler vor der Kamera stehen, wie das früher bei vielen Imagefilmen, gerade in Neunzigerjahren ja gang und gäbe war. Und auf der anderen Seite ist trotzdem in den Köpfen verankert, wenn ich als Unternehmen professionelle Videokommunikation mache, dann brauche ich 'n Greenscreen. Greenscreen virtuelle Hintergründe, aber was ich erzeugen möchte, ist Authentizität und Vertrauen. Es beißt sich son bisschen.

Na, also das wäre für mich halt auch 'n Grund von vornherein zu sagen, überlegt euch das gut, ob ihr das wirklich braucht. Abgesehen von dem Aufwand, der Aufwand heißt ja nicht nur, dass dass man da entsprechend Zeit verliert, sondern die Anzahl an Videos, die dann das eigene Team und bei 100 Prozent unserer Kunden machen das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nebenberuflich, neben ihrem normalen Job. Die Anzahl der Videos, die das Team halt im Monat hinkriegt, die sinkt halt rapide, wenn man mit Greenscreen arbeitet. Und der nächste Punkt ist einfach, von der Wirkung wirkt's deutlich professioneller und authentischer, wenn man nicht mit Greenscreen arbeitet, sondern mit einem reellen, also mit einem echten Hintergrund. Das heißt, es ist gar nicht mal wahnsinnig aufwendig.

Man muss sich nur einmal festlegen auf ein sogenanntes Setting, auf ein Videosetting im Hintergrund, also im Prinzip wie 'n Set beim Film. Diejenigen, die jetzt mein Video hier gucken, sehen ja auch, ich hab hier eine dunkelblau gestrichene Wand, da hängt 'n kleines Regal mit 'n paar Accessoires. Gefällt nicht jedem. Wie gesagt, jeder kann's ja auch machen, wie er's für sich möchte, aber das ist 'n echter Raum, in dem ich hier bin. Und da werde ich auch regelmäßig bei Neukundengesprächen drauf angesprochen.

Also viele denken, es ist 'n virtueller Hintergrund, weil's aus ihrer Sicht in Anführungsstrichen so perfekt aussieht und sind immer wieder erstaunlich, wie sie sagen, nee, das ist einfach nur eine blau gestrichene Wand, entsprechend ausgeleuchtet, also der Forderung ist hier stärker ausgeleuchtet als der Hintergrund. Und 'n paar Accessoires in 'nem irgend 'nem Regal, was ich 'n irgend 'nem Möbelhaus gekauft habe. Es wirkt aber direkt viel vertrauenserweckender und natürlicher, weil es halt echt ist. Viele schrieben sich davor, a, das erlebe ich halt auch und das ist ja auch völlig logisch, wenn man noch nie son Setting, auch wenn's total simpel ist, zusammengestellt hat, hat man keine Vorstellung, wo man anfangen soll, was man da machen soll. Praktischerweise ist meine Frau nicht nur eine hervorragende Videografin, sondern auch eine Estetin.

Ich bin da nicht so gut, sie unterstützt und berät unsere Kunden immer damit. Okay, wie könnt ihr euer Hinterm Setting zusammenstellen? Wir hatten auch schon mal Situationen, wo sie dann mit Mitarbeitern in den Baumarkt gefahren ist und Blumen gekauft hat oder oder sie haben zusammen Regale im Möbelhaus ausgesucht, halt während der Installationsphase 1 Studios schon das Setting einzurichten. Und dann hat man halt jedes Mal Ruhe. Das heißt, ich kann sofort anfangen, die Beleuchtung stimmt sofort.

Ich kann loslegen, Video drehen, das Video ist fertig. Hab danach, ne, wenn ich wenn ich Livesot mache, so wie wir's in unseren Studios eingerichtet haben, dann habe ich vielleicht noch Anfang und Ende 'n bisschen sauber zu schneiden, vielleicht möchte ich noch was einblenden oder 'n Ton noch 'n bisschen nachbearbeiten, aber dann dann bin ich fertig mit dem Video. Ein Punkt, der dann häufig als Einwand kommt, ja, aber dann lege ich mich ja fest und hab immer den gleichen Hintergrund. Ja, das stimmt. Natürlich kann ich mir Accessoires wie zum Beispiel ein Regal oder eine Akustikstellbaren oder irgendwas auf Rollen in den Hintergrund schieben und wieder wegschieben und son bisschen den Hintergrund variieren.

Aber auf der anderen Seite ist es, was spricht dagegen? Ist es doch gar nicht schlimm, wenn man eine gewisse Kontinuität hat? Ich meine, es gibt ja nicht ohne Grund bei Unternehmen eine CI, ne, an die man sich hält, damit's da eine Bild Sprache, eine grafische Sprache gibt, die das Unternehmen repräsentiert. Warum jetzt bei jedem Video oder bei jedem Thema einen anderen Hintergrund nehmen? Wiedererkennungswert ist 'n wichtiges Thema bei Video und das hat man auf jeden Fall, wenn der Hintergrund immer der gleiche ist.

Also da würde ich mir keine Gedanken machen. Es ist andersrum eher verwirrend, wenn bei jedem zweiten Video 'n völlig anderer Hintergrund ist. Und wie gesagt, meine Erfahrung ist da leider auch, dass die gewählten Hintergründe häufig, ja, nett sind, aber nicht dienlich, weil sie eher von dem, was im Vordergrund passiert, ablenken. Ja, also so würde ich das machen. Auf jeden Fall eher damit planen, nicht mit 'nem Greenscreen zu arbeiten.

Es gibt natürlich Formate, wo es schon sinnvoller ist, auf Greenscreen zu setzen. Also gerade, das haben wir jetzt auch bei 'nem aktuellen Studioprojekt, in dem wir 'n Studio komplett neu planen sollen, was schon vorhanden ist mit 'nem sehr großen Greenscreen. Da soll 'n reelles Setting, also 'n echtes Setting mit echten Wänden entstehen, aber in der Ecke des Raumes an der anderen Seite trotzdem 'n kleines Greens Screensetting, wo dann wiederum die Social Media Inhalte gedreht werden. Weil grade bei Hochkantvideos 9 zu 16 bietet sich's halt häufig an, den Hintergrund rauszuschneiden und dann durch 'n einfarbigen Hintergrund oder irgend 'n thematisch passenden Hintergrund zu ersetzen, weil das halt grade halt auch bei Social Media Social Media Videos 'n Stil ist, der häufig genutzt wird. Mal, wenn man nur ein Studio plant, kann ich nur sagen, lass es mit dem mit dem Greenscreen, weil das ist in Anführungsstrichen digital, also 0 oder 1.

0 heißt, es sieht immer hemdsärmelig aus und gruselig und wenn Du 1 also professionell haben willst, dann ist das nicht 'n bisschen mehr Aufwand, sondern schon ein sehr, sehr viel größerer Aufwand. Ja, so viel zum Thema Greenscreen. Ich wollte jetzt nicht son Hardcore Bashing auf Greenscreen starten, deshalb ist mir ganz wichtig, auch die Vor- und Nachteile zu beleuchten. Natürlich ist ein Vorteil, dass man verschiedene Inhalte im gleichen Raum drehen kann, auch wenn sie in 'nem völlig anderen Kontext sind. Das haben wir zum Beispiel bei einem unserer Kunden, ist eine Bank.

Die haben verschiedene Formate, wo aus verschiedenen Abteilungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann vor der Kamera stehen. Und die Formate unterstreichen sie, weil es bestimmte Inhaltsformate sind, dann auch durch andere Hintergrundfarben. Also natürlich immer in der CI der Bank, aber eine Änderung ist 'n bisschen anders als der andere. Und da es sich da Nachrichtenformate handelt, macht das natürlich auch Sinn, wenn man da an einem bekannten optischen Format arbeitet, wie wir's halt aus Nachrichtensendungen gewohnt sind. Ja, jetzt ist mir grade eben noch 'n Gedanke gekommen, etwas, was ich nur sagen wollte und hab's vergessen, das ist live.

Ein Einwand, der auch immer wieder gerne beim Greenscreen kommt. Jetzt muss ich nachdenken, was war das noch? Kann ich letztens noch eine Frage dazu, aber wie das so ist, wenn man's erzwingt, funktioniert es nicht. Ich hab mir 'n paar Notizen gemacht, ist da noch irgendwas dabei, was ich vergessen habe? Nee, ist es nicht.

Ach so, ja, doch, jetzt fällt's mir ein. 1 Grund, warum auch viele Menschen meinen, man müsste gerade wenn's Schulungsinhalte, Webinare und Ähnliches geht, man müsste unbedingt mit Greenscreen arbeiten, ist etwas, was in den letzten Jahren auch durch Coronazeit sehr häufig, ich sag mal, von Präsentationstrainern gezeigt wurde, wenn's Online Präsentieren ging, nämlich dass man, zum Beispiel von OBS geht das sehr gut, dass dass man sich selber vom Greenscreen stellt, sich ausstanzt und sich quasi vor seine Powerpoint Präsentation stellt und diese dann so quasi erklärt, so wie wie der Wetterbericht. Das ist auf jeden Fall vom Effekt her netter Gimmick, ehrlich gesagt auch nichts Besonderes mehr, dafür machen's zu viele mittlerweile. Aber da hatten wir wiederum ein Präsentationstrainer, der auf Kamera- und Bühnenpräsenz spezialisiert ist und nicht jetzt auf Webinarpräsentationen, hat mir was Spannendes gesagt. Und er sagte, es ist besser, sequenziell als parallel zu präsentieren.

Das heißt, gib deinen Zuschauerinnen und Zuschauern möglichst nur ein Bild. Entweder bist Du zu sehen oder es ist eine Präsentationsfolie zu sehen oder es ist 'n kurzer Videoausschnitt zu sehen oder Du wiederum in 'ner anderen Perspektive. Aber gib denen nur ein Bild und niemals 2 Bilder, wo sie sich entscheiden müssen, wo guck ich hin. Weil dann lässt die Aufmerksamkeit nach und für mich klingt das auch sehr logisch. Das heißt, wenn ich jetzt eine Präsentation, eine Powerpoint Präsentation in 'nem Webinar laufen lasse und ich bin entweder als kleines Bild oben rechts, wie das ja in Zoom oder Teams auch automatisch der Fall ist, wenn man ganz klassisch damit arbeitet, oder ich hab 'n Videopult wie den Atem, wo ich mich auch einfach, zack, oben auf die Präsentation in die Ecke setzen kann, mit OBS geht's auch.

Dann haben meine Zuschauerinnen und Zuschauer immer son Dilemma, wo guck ich jetzt hin? Gucke ich den Gipser an, der am Quatschen ist oder guck ich auf die Folie, wo er eine wichtige Grafik zeigt? Das heißt, Sie haben 3 Informationen, 2 Bilderinformationen, einmal die Präsentation, einmal mein Gesicht und dann noch die Tonspurinformation und man kann sich nicht auf alle 3 konzentrieren. Also wenn Bildinformationen und Tonspurinformationen synchron sind, also ich zu sehen bin und ich quatsche, das ist kein Problem. Aber parallel sich noch eine Folie angucken, da steigen viele Leute unterbewusst innerlich aus und man verliert die Zuschauerinnen und Zuschauer.

Deshalb ist es viel besser, dass man sequenziell arbeitet. Das heißt, man zeigt sich im Vollbild, man zeigt die Präsentation im Vollbild, man zeigt sich in 'ner anderen Perspektive im Vollbild und so weiter und so fort. Schau dir am besten mal Nachrichtensendungen an, wie zum Beispiel die Tagesschau, die ist genauso aufgebaut. Da hat man hier und da mal den Fall, dass hinter den Moderator und Moderatoren eine Tafel zu sehen ist mit 'nem Bild drauf und 'ner kurzen, knackigen Überschrift oder 'nem kurzen, knackigen Titel, aber da sind nie komplexe Grafiken zu sehen, zum Beispiel jetzt vor 'n paar Tagen war Landtagswahl hier bei uns in Rheinland Pfalz. Da hat man dann meistens die Grafik der Ergebnisse im Vollbild, aus dem off sprechen die Person, dann wird wieder auf den Moderator umgeswitcht.

Dann gibt's vielleicht mal eine kurze Sequenz, wo man beide sieht, aber meistens ist es wirklich darauf konzentriert, dass immer nur eine Information zu sehen ist. Ja, so viel zum Thema Greenscreen. Vielleicht noch mal die 5 Hauptfacts, warum ich Greenscreen nicht empfehlen kann. Also natürlich kann man in 'ner professionellen Produktionsumgebung Greenscreen tolle Sachen machen, aber da steckt 'n ganzes Team hinter, wo 1 nur den Kia bedient, ein oder 2 Personen nur fürs Licht zuständig sind plus Kameraleute und und und. Und das ist halt etwas, was nicht mal eben so im Corporate Umfeld von Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eben mal eben so gestemmt werden kann.

Also Hauptgrund von der technischen Seite ist einfach der Beleuchtungsaufwand, weil man die Person oder die Person dann im Vordergrund separat zum Hintergrund ausleuchten muss, Hintergrund seitlich und von oben aus zu leuchten. Das heißt, viel Platz, viele Leuchten. Dann braucht man auch viel Platz, weil die Personen im Greenscreen, die Protagonisten mindestens 'n Meter 50, am besten 2 Meter vom Hintergrund entfernt stehen sollten, sonst gibt's halt das Spilling, diesen Heiligenschein, diesen Schatten. Dann haben wir eine gewisse Fehlfälligkeit beim Keying. Das heißt, die Kanten können schnell flackern, also dass es nicht sauber ausgestanzt aussieht, gerade die Haare rum gibt's gerne Probleme.

Das heißt, man hat eine unsaubere Freistellung, gerade bei feinen oder sehr lockigen Haaren. Dann der 4. Grund, was schieflaufen kann beim Greenscreen, dass man Probleme bei den Details hat, also grad Brillen, Schmuck, Reflexionen, die da falsch interpretiert werden vom Kia und der dann entsprechend das Bild falsch berechnet. Oder auch, ich find's ja ganz, ehrlich gesagt, ganz furchtbar, in Zoom Calls oder Teams Calls, wenn mit diesen nicht echten virtuellen Hintergründen gearbeitet wird, also nur nicht mal 'n grüner Hintergrund, da klappt's noch halbwegs gut, sondern einfach so, ohne Person zu sehen ist, die beim Drehen dann plötzlich 'n halbes Ohr verliert. Ich find, im Jahr 2026 muss das echt nicht mehr sein.

Also das ist eher was von, also für mich persönlich und ich erleb das auch immer wieder, dass meine Kunden das auch bestätigen, es es wirkt eher so unbeholfen. Ja, der nächste Punkt ist, es wird halt komplexer, Greenscreen und mehreren Kameras arbeitet, gerade wenn man mit virtuellen Hintergründen, also virtuellen Studienhintergründen arbeitet, wobei auch da ganz ehrlich so sich 'n virtuelles Studio zu bauen, wie son virtuelles Fernsehstudio, das Thema ist echt 'n bisschen abgelutscht und durch, ne. Also ich sag mal, vor 10, 12 Jahren war das in Anführungsstrichen der heiße Scheiß, weil's neu war und nicht jeder das machen konnte. Und gerade durch Corona ist das Thema Greenscreen sowieso, aber auch grad das Thema virtuelle Studios ganz schön abgelutscht. Meine Empfehlung ist, lieber sich 'n bisschen damit beschäftigen, wie man ein reelles Setting im Hintergrund gestalten kann.

Kleiner Tipp, schaut euch mal Youtuber an, wie die das machen Oder gebt einfach mal bei der Bildersuche 'n Google Podcast Studio, Youtube Studio ein. Und da kannst Du dir schöne Inspirationen holen. Eine Bitte, vielleicht jetzt nicht das, was alle machen, diese Holzakustikpaneele, die auch nur Akustikpaneele heißen, weil die Wirkung meistens sehr gering ist, zumindest die akustische Wirkung. Sie sehen ganz nett aus, also schwarzer Filz mit so Holz, Holzlatten drauf, die sehen nett aus, ja, definitiv. Aber hat mittlerweile hat jeder, die bei sich im Studio stehen und das auch 'n bisschen abgelutscht.

Vorteil von 'nem reellen Hintergrund ist, man leuchtet einmal ein, wenn man zum Beispiel 'n festen Punkt hat, wo man selber steht, wie ich's bei mir im Studio habe. Ich fahr mein Studio hoch, das ist in 1 Minute betriebsbereit. Ich weiß, wenn ich hier am Tisch stehe, wo ich meinen Pult auch bediene, sprich die Kameras umschaltet, die Aufnahme starte, dann weiß ich, ich kann jederzeit der reingehen die Beleuchtung stimmt, der Hintergrund stimmt, ich kann sofort loslegen und innerhalb von ein, 2 Minuten hier in Videodreh beginnen oder in einen Videocall gehen. Das heißt, hohe Skalierbarkeit, was die Quantität der Videos bei gleichbleibender gleichbleibender Qualität der Videos betrifft. Es ist sofort nutzbar, es ist reproduzierbar, das heißt, jedes Video hier aus meinem Studio oder aus Studios, die ähnlich aufgebaut sind, sieht gleich aus.

Beim Greenscreen ist das nicht unbedingt der Fall. Vielleicht hat man beim nächsten Mal den Key ein bisschen falsch eingestellt oder die Beleuchtung bisschen anders gemacht und schon sehen die Videos unterschiedlich aus. Und für mich persönlich der der wichtigste Punkt, wenn ich auf echte Hintergründe setze, dann vermittele ich eher Vertrauen, ich zeige eher Authentizität, als wenn ich mich in Anführungsstrichen vor einem virtuellen Hintergrund quasi verstecke. Ja, in diesem Sinne hoffe ich, konnte ich dir mit dieser Podcastfolge 'n paar Impulse mit auf den Weg geben, wenns die Einrichtung deines eigenen Studios geht und Videokommunikation in deinem Unternehmen. Wenn Du Fragen zu dem Thema hast oder ihr bei euch im Unternehmen auch mit dem Gedanken spielt, das Thema Videokommunikation selbst gemacht aus eigener Hand anzugehen, also auch fest im Alltag integriert ohne externe Dienstleistung, ja, dann kontaktiere mich doch gerne.

Dafür kannst Du einfach auf meine Webseite gehen, Corporate minus Studio Punkt d e und oben rechts gibt's den Button, wo Du ein völlig unverbindliches Erstgespräch mit mir persönlich buchen kannst. Und in diesem Videocall, den wir dann haben werden, mit reellem Hintergrund, nicht nicht Greenscreen, erlebst Du dann live einmal, wie einfach Videokommunikation heute sein kann. Natürlich durch die technischen Möglichkeiten, die wir heute haben, aber auch durch die, ja, Formate und Prozesse, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Viele haben wir auch selber entwickelt zusammen mit unseren Kunden, sodass man 'n Video an an vielen spannenden Punkten in der Unternehmenskommunikation, aber auch im Unternehmensalltag einsetzen kann, Kunden besser und einfacher zu begeistern, Manpower einzuspannen, also Mitarbeiter und Mitarbeiter zu entlasten, zum Beispiel Produktvorführung im Vertrieb, da muss ich jetzt ja nicht jedes Mal bei Adam und Eva anfangen, sondern ich kann eine gewisse Vorqualifizierung ganz leicht mit Video machen oder andere Themen halt, sei es jetzt interne Schulungen, ich ja auch nicht immer live halten muss, was ja auch wieder Manpower bindet, sondern dich auch sehr gut durch Videos skalieren kann. Ja, meld dich gerne und ansonsten freue ich mich, dass Du heute auch wieder dabei warst bei der heutigen Podcastfolge und wünsche dir noch eine schöne Restwoche und bis zum nächsten Mal.

Tschüs. Das war Video Reloaded, dein Podcast über Videokommunikation 4 Punkt 0. Und denk immer daran, wenn nicht mit der Zeit geht, dann geht mit der Zeit.

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