Cover: Wie gut ist Bio wirklich für die Welt? | Mit Nicolas Leschke von ECF Farmsystems

Wie gut ist Bio wirklich für die Welt? | Mit Nicolas Leschke von ECF Farmsystems

16. September 2026 88:06 Min.
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Worum es geht

⧓ So baue ich mein Business. Alles im Newsletter: https://7pxl.de/p-vav13-newsletter/ Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die unabhängig von Wetterextremen funktioniert, kaum Wasser verbraucht und Transportwege auf null verkürzt? In dieser Folge von Values & Ventures spricht Host Ben Harmanus mit Nicolas Leschke, dem Pionier hinter ECF Farmsystems. Nach über 15 Jahren Unternehmerreise, Rückschlägen und Lehrgeld betreibt ECF heute zusammen mit REWE Deutschlands größte Dachfarm auf einem Supermarktmarkt. Nicolas teilt erstaunlich offene Einblicke: Warum der Basilikum vom Dach in Wiesbaden trotz höherem Preis die Bio-Eigenmarke schlägt. Wieso er die Fischzucht nach Jahren und trotz herausragender Tierwohl-Bewertungen vorerst beendet. Und warum er ausgerechnet geschlossene Hydroponik-Systeme als echte Antwort auf globale Lieferkettenkrisen und den Klimawandel sieht. Kapitel: (0:00:00) Intro (0:01:24) Was ist eine hydroponische Farm? (0:09:29) Die Vorteile einer hydroponischen Farm (0:14:20) Warum sind es keine Bio-Produkte? (0:16:00) Werbung: Abonniere jetzt die Values & Ventures Show (0:16:24) Warum Bio-Salat in der Erde wachsen muss (0:17:08) Dachfarmen arbeiten klimaunabhängig das ganze Jahr (0:18:01) Dachfarmen arbeiten das ganze Jahr (0:19:03) Importierte Tomaten richten Schaden an (0:20:31) Preissensibilität in Deutschland (0:22:41) Mehr Transparenz bei Produkten (0:24:49) Alle müssen sich gute Produkte leisten können (0:26:21) Teurer als Bio und verkauft sich besser (0:29:26) Pflücksalat: Ein Marketing-Begriff (0:32:10) So wurde REWE von Dachfarming überzeugt (0:42:02) Hydroponische Farm: Kann eine Ernte ausfallen? (0:43:43) Was unterscheidet Farmprojekte im Ausland? (0:45:35) Warum gibt es nicht mehr Dachfarmen? (0:47:27) Dachfarmen als Türöffner für Baugenehmigungen (0:49:07) Regulierung: Lokalen Anbau priorisieren (0:52:54) Kritik an Aquaponik (1:02:15) Warum ECF keine Aquaponik mehr macht (1:07:30) Kollateralschaden durch Fischerei (1:08:48) Nicolas Leschkes Weg zum nachhaltigen Farming (1:11:40) Größe von ECF und Rollen im Unternehmen (1:16:31) Geschäftsmodelle der ECF Farmsystems (1:18:00) Ist ECF Farmsystems ein Startup? (1:20:22) Vergangenheit: Was Nicolas anders machen würde (1:24:28) Zukunft: Was Nicolas Leschke als nächstes tun möchte (1:27:49) Werbung: Abonniere den Values & Ventures Newsletter Links zu dieser Episode: Nicolas Leschke (LinkedIn): https://www.linkedin.com/in/nicolas-leschke-16a4aa206/ ECF Farmsystems: https://www.ecf-farmsystems.com/de Eine kleine Bitte: Damit ich für dich die inspirierendsten und smartesten Menschen interviewen kann, gib der Show im Plattform-Algorithmus mit deinem Abo, 5 Sternen oder einem Like einen Boost! Danke! Host: Ben Harmanus Values & Ventures: ⧓ Values & Ventures Mitgliederbereich (Kostenlos): https://7pxl.de/p-values-and-ventures/ ⧓ Values & Ventures Newsletter (Kostenlos): https://7pxl.de/p-vav13-newsletter/ ⧓ Meine Liste mit Alternativen zu US-Tools: https://7pxl.de/vav-tools/ ⧓ Folge Ben auf LinkedIn: https://7pxl.de/vav-ben-harmanus-linkedin/ ⧓ Das Content Design Buch von Ben Harmanus: https://7pxl.de/vav-content-design/ Values & Ventures mit Ben Harmanus wird produziert von Spreedia: https://7pxl.de/vav-spreedia/

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Transkript

Kannst Du mir erklären, warum der Salat in der Erde wachsen muss, damit er eine Biozertifizierung bekommt? Ich glaube, das hat was mit 'ner Lobby zu tun, da die natürlich sagen, ey, wir wollen nicht, dass diese Systeme, diese Hightechsysteme uns Konkurrenz machen und deshalb versuchen wir da, dagegenzusteuern. Weil eigentlich ist es in der Pflanze vollkommen egal, wo die Nährstoffe herkommen, ob die gelöst im Wasser sind oder in der Erde. Ne, wenn wir jetzt über Erdanbau sprechen, über über Felder und so weiter, diese Felder müssen gedüngt werden, da geht so viel Mist ins Grundwasser. Das, was wir machen, spricht ja noch 'n ganz anderes Thema an eigentlich.

Wir können klima unabhängig produzieren, über 40 Grad. Das hat eine Auswirkung auf alles, was aufm Feld angebaut wurde. Wir importieren Wasser aus 1 Ariden Gegend in Form von Tomaten oder Sonstiges. Das macht überhaupt keinen Sinn, die wiederum natürlich gerne uns verkaufen, weil wir einen höheren Preis zahlen und der lokale Markt geht komplett kaputt. Möchte nämlich genau verhindern, dass Leute, die nur wohlhabend sind, sich gute Produkte kaufen können im Supermarkt, weil sie eben nicht so auf den Geldbeutel achten müssen.

Mein Ziel ist es und meine große Vision ist es und ich weiß, dass es möglich ist, es einfach Produkte in Masse herzustellen, die einfach besser sind, die länger hyper sind, die qualitativ hochwertiger sind, die aber genau das Gleiche kosten wie ein Produkt, was irgendwo anders herkommt. Es passt auch total in die geopolitische Zeit, sich unabhängig zu machen, ne, also unabhängig von globalen Lieferketten. Wenn man sich selbst versorgen kann, dann sollte man das tun. Nicolas Ledschke, schön, dass Du da bist. Ja, vielen Dank, dass ich da sein darf.

Nicolas, Du bist der Gründer und CEO von ACF Farm Systems und ihr bezeichnet euch ja als die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels, indem ihr modernste Lebensmittelproduktionstechnologie in die Infrastruktur von Lebensmitteleinzelhändlern bringt, integriert, entwickelt, ihr plant, baut und betreibt hydroponische Farmsysteme. Und jetzt ist erst mal die Frage, was ist überhaupt ein hydroponisches Farmsystem? Also Hyproponik ist im Grunde genommen ein erdfreier Anbau oder weitestgehend erdfreier Anbau. Es geht einen sehr effizienten Anbau, der dir ermöglicht, Lebensmittel zu produzieren, also Gurken, Tomaten, Auberginen, Salate, die werden alle hydropronische in Deutschland und auch in Europa angebaut oder weltweit. Und man schafft es in hydropronischen Systemen mit sehr wenig Ressourcen, sehr viel Output zu generieren.

Also die sind sehr effizient und die Pflanzen ziehen sich die Nährstoffe aus dem Wasser und nicht aus einem Medium wie Erde. Wie schafft ihr es, einfach sehr wenig Wasser zu verwenden? Na, ich glaub, Wasser ist bei Hypoponik schon das das Element, was man braucht. Wenn Du jetzt über Erde sprichst, also erdfreier Anbau, hydoponischer Anbau, Erde ist ja meistens torffhaltig. Torf ist etwas, was abgebaut wird und was endlich ist und auch nicht besonders gut.

Also die Moore, dass wir die trockengelegt haben, Torf eben zu haben, ist ja etwas, was eigentlich eine 1 ziemliche Belastung für die Umwelt ist. Und somit versucht man eigentlich, in der Produktion auf Erde zu verzichten. Das kann man in hypopolitischen Systemen, indem man eine Nährstofflösung macht. Und die Pflanzen halten sich in einem Medium wie Steinwolle zum Beispiel fest oder es gibt auch andere Möglichkeiten, wie Pflanzen sich in in in so Körben festhalten können. Und die wurzeln dann ins Wasser und nehmen die Nährstoffe über das Wasser auf und wachsen dadurch hervorragend.

Das heißt, man lässt die Komponente Erde komplett weg. Das ist eigentlich die Nachhaltigkeit. Und wenn man das ganze Wasser dann zirkulieren lässt, dann verbraucht man sehr wenig Wasser. Und man hat eine Düngemgestation, wo man immer wieder diese Nährstofflösung erst mal kontrolliert und dann aufdüngt auf ja, die gewünschten Parameter, die die Pflanze braucht, gut zu wachsen. Wie stell ich mir das vor, wenn Du sagst, das Wasser zirkuliert?

Weil ich stell mir das jetzt so vor als totaler Laie, dass die Pflanzen ziehen ja das Wasser, irgendwie müssen die Erwachsenen aus, irgendwas bestehen die irgendwann. Ja. Und Du sagst, das Wasser zirkuliert. Wie wie stellt dir sicher, dass es da praktisch eine Art Kreislauf gibt, der ressourcenschonend ist? Na, im Endeffekt, wir bauen tatsächlich einen Kreislauf.

Ich komm ja aus der Aquaponik. Aquaponik ist ja 'n Kofferwort, was aus Aquakultur für Fischzucht und Ponik für hydroponischen Anbau besteht. Und im Grunde genommen geht's bei diesen ganzen Anbaumethoden Kreisläufe. Das heißt, bei der Aquaponik hat man Fisch, den man füttert. Der schwimmt in 1 Kreislaufanlage, da kommt das Wort Kreislauf wieder her.

Das heißt, das Wasser zirkuliert vom Fischbecken, geht durch Filteranlagen durch und geht wieder zurück zu den Fischen. Und In der Akoponik ist es so, dass man die Fische füttert. Die Fische produzieren Ausscheidungen, feste und flüssige Ausscheidungen und die gehen durch Filter, die fest werden ausgeschieden oder ausgefiltert und die flüssigen Ausscheidungen werden dann in ein Gewächshaus geleitet, in ein hydroponisches System, weil aus diesen flüssigen Ausscheidungen der Fische kann man Pflanzendünger herstellen. Und das wiederum wird dann an den Pflanzenwurzeln vorbeigeleitet. Die Pflanzen entziehen dem Wasser die Nährstoffe, sind so wie 'n Katalysator oder reinigendes Wasser, ist ein zusätzlicher Filter.

Und dann fließt das Wasser wieder zurück zu den Fischen. Das ist eigentlich die klassische Aquaponik und ein Kreislauf. Und bei der Hydoponik fehlt die Fischkomponente. Da hat man einen Catchtank, also ein Wasserreservoir. Man hat eine Dünge Unit meistens und man misst ständig die Wasserparameter, den PH Wert, den Leitwert und so weiter.

Und weiß natürlich, was man herstellt, ob's 'n Salat ist oder eine Gurke, die wollen alle son bisschen andere Nährstoffe im im Wasser. Und dann stellt man über einen Computer ein, wie das Wasser aufbereitet werden soll. Und das Wasser fließt im Grunde genommen von diesem Cetschchtank durch eine Dünge Unit, wird aufbereitet, geht zu den Pflanzen, fließt an den Pflanzwurzeln vorbei. Die Pflanzen entziehen dem Wasser, die Nährstoffe fließt wieder zurück zu dem Catchtank, wird wieder aufgearbeitet. Und Du hast es grad eben schon erwähnt, ihr habt da einige Metriken d e messt.

Ist es etwas, was stetig optimiert wird, wie datengetrieben ist, son son Business? Mittlerweile, wenn man in geschlossenen Systemen, also geschlossenen auch Gewächshäusern arbeitet, ist das sehr datengetrieben. Das heißt, es ist ja nicht nur die Komponente Pflanze. Es geht ja Luft, Luftströme, es geht Wasserströme, es geht Wärme. Es geht Fotosyntheseleistung und all das wird wird gemessen.

Es gibt 'n Klimakomputer, der der all diese Sensoren dann vereint. Und anhand von Erfahrungen, anhand von von auch KI kann man dann Rezepturen erstellen, noch effizienter letzten Endes zu produzieren. Also am Schluss geht's eigentlich immer die die ressourcenschonste Möglichkeit, so viel Output zu generieren wie möglich, ja. Du hast jetzt über eine Komponente viel gesprochen, nämlich das Wasser, das ihr zirkulieren lässt. Jetzt hast Du grade noch den Wärmeanteil kurz erwähnt.

Das heißt, ihr habt eine Wärmekomponente, wie funktioniert die? Na, das ist von Farm zu Farm unterschiedlich. Wenn man in Deutschland produzieren möchte, in einem Gewächshaus und ganzjährig produzieren möchte, das ist das, was wir tun, dann brauchst Du im Winter Wärme, ne. Und wir bauen ja Farm gebrädebunden, also unsere Farben stehen zum Beispiel auf Rewe Märkten Und wir nutzen die Wasteat, also die Abfallwärme von Aggregaten zum Beispiel, Kühlaggregaten des REWE Marktes, unser Gewächshaus im Winter zu beheizen, ne. Also man versucht, Synergien zu schaffen, wie kann man auch preiswert und günstig und effizient Wärme bekommen.

Okay. Das heißt, eigentlich müsste man eure Farm auf jede Server fahren der Welt bei uns zum Beispiel, weil ich glaub Tatsächlich. Das ist der Ort, wo sehr viel Energie und Wärme entsteht, oder? Sachen. Wir haben sehr viele Anfragen schon von Serverfarmen gehabt, genau.

Ist allerdings nicht ganz passiv, also man kann es passiv machen, liegt daran, dass die Serverfarmen keine sehr hohen Temperaturen abgeben. Die sind so im Dreißig-, 40 Grad Bereich und in den Gewächshäusern oder im deutschen Winter brauchst Du dann auch gerne mal 70, 80 Grad an an Vorlauf in der Heizung. Und da ist es nicht 100 Prozent Passig und vor allen Dingen, im Sommer brauchen wir keine Wärme, ne. Da brauchen wir dann Kühlung, da braucht die Serverfarm, aber auch Kühlung. Ja.

Und Ihr braucht immer Kühlung und wahrscheinlich ist es deswegen auch so wenig Abwärme, die noch rauskommt. Oder im Endeffekt bei der Serverfarm, die muss dann das die Wärme, die sie nutzt, umwandeln in Kühlung und genau, das ist irgendwie Also wir haben das schon öfters uns angeschaut und Anfragen gehabt, aber bis dato ist noch kein Projekt entstanden. Vielleicht findet sich eine Lösung in der Zukunft. Ich glaub, das wär eine super Synergie. Ja, auf jeden Fall.

Also ich mein, letzten Endes, Du findest auch viele Farmen immer in Nähe von Stahlwerken oder eben eben anders in anderen Industrien, die einfach 'n Wärmeproblem haben oder 'n Abwärmeproblem haben und das Ja, ungenutzte Wärme eigentlich. Genau. Selbst hier in Berlin, Klingenberg, daneben kennst Du das Kraftwerk ja wahrscheinlich auch. Da sind freie Flächen, da waren in den Dreißigerjahren Gurkengewächshäuser daneben, ne. Also dass dass die Wärme, die Abwärme von von der von der Firma, wenn die zurückgelaufen ist, haben die die Rohre sozusagen durch Gewächshäuser noch mal laufen lassen und haben Gurken produziert, ja.

Ja, ich hab ich hoste meine Webseiten auf 'nem Server in der Schweiz und der heizt 5000 Haushalte mit mit der Wärme. Also da lässt sich das zum Beispiel von den Temperaturen nutzen, aber die bauen natürlich auch kein Gewächshaus der Leute und brauchen nicht diese hohen Temperaturen. Aber schön, dass es da halt diese Synergien dann letzten Endes geben kann und man natürlich, wie Du schon gesagt hast, ihr arbeitet mit REWE zusammen, dann auch diese Synergien schafft, vor allen Dingen mit Flächen, die ja schon existieren und die eigentlich ungenutzt auf Dächern sind. Gibt's noch andere Vorteile, die hydroponisches Farming insgesamt bietet? Was würdest Du sagen, was ist eigentlich so, was sind so die USPs, die eigentlich das hydroponisches Farming hat?

Ja, ist eine gute Frage. Also, Hypoponik erlaubt dir einfach sehr gezielt zu produzieren. Du kannst, ja, dadurch, dass Du im Grunde genommen in diesem Umfeld alle Parameter kontrollieren kannst, weißt Du, was für ein Output Du wieder erst. Wenn Du es vergleichst zum Beispiel mit 'nem aufm 'nem Feldanbau, Du kannst das Wetter nicht beeinflussen. Du kannst Tiere nicht beeinflussen, die oder Schädlinge beeinflussen, die an die Pflanzen gehen und in 1 Lebronik kannst Du das.

Das heißt, Du kannst, Du weißt ganz genau, wenn ich jetzt pflanze, weiß ich, dass ich in 21, in 24, was auch immer Du grade produzierst, Tagen, den Output haben werde in der Quantität. Also das heißt zum Beispiel nenn man 'n Produkt. Du hast jetzt 21, 24 Tage genannt. Was fürn Produkt wäre das? Das war jetzt grade der Salat, den ich aktuell produziere, den Langkürzer Pflücksalat auf dem Raveomarkt hier in Berlin, die ist eine Farm, die wir jetzt vor 3 Wochen in Betrieb genommen haben.

Und das ist 'n Schnittsalat, der 3 Tage keimt und danach in unser System ins Gewächshaus gesetzt wird und 21 Tage durch das Gewächshaus rotiert und dann wird er geerntet. Okay. Das heißt, ihr auch der Markt, den ihr versorgt, kann halt sehr gut kalkulieren, in welchen Mengen produziert wird und produziert ihr dann nur für den Markt oder wird auch sogar noch, ist ist der Radius größer, für den produziert wird? Also bei unserer Farm jetzt grade, wenn wir über über das Green Farming mit REWE sprechen. Mhm.

Die Farm ist eine Hightech Farm, die sehr, sehr viel Output generiert auf 'ner ganz kleinen Fläche. Das heißt Was ist eine kleine, ganz kleine Fläche? Na ja, wenn man sich jetzt Gewächshäuser oder wenn ich jetzt die Zahl sage, wie viel Märkte wir eigentlich damit versorgen, dann hört sich das riesig an, aber so groß ist es nicht. Also wir wir produzieren dort Salat für 500 Supermärkte Okay. Auf dieser kleinen Farm.

Und das ist 'n REWE Markt. Ich glaub, unser Gewächshaus dort hat ungefähr 2700 Quadratmeter. Das ist die Dachfläche auf dem Gewächshaus. Da stehen noch 'n bisschen Solarpaneele für für Strom ringsrum, aber das ist ja an sich keine große Fläche, so viel zu produzieren. Das liegt an der Effizienz, die wir haben und dass wir eben mit sehr, sehr viel Hightech arbeiten, diese Menge dann zu generieren.

Wenn Du sagst, 500 Märkte, ich finde, das klingt nach sehr, sehr viel. Ich habe aber auch keine Vorstellung davon, wie viel Märkte 'n REWE hat in Berlin, ja. Also was kann, wie kann man sich das vorstellen? Wie viel Kekse schließt es dann somit an? Kannst kannst Du das benennen?

Ist eine ganze Region. Also es ist gar nicht die Stadt an sich, sondern Ist eine Region. Ja, ja, wir produzieren für eine ganze Region. Das heißt, REWE hat jetzt 6 Regionen oder Deutscher ist in 6 Regionen aufgeteilt. Wir sind hier in der Region Ost und wir beliefern Lagerstandorte in der Region Ost.

Also das das, wie wir uns integriert haben in in den Lebensmitteleinzel landen. Und bei REWE ist es eigentlich, dass wir davon profitieren, dass wir auf dem Gebäude oder auf einem REWE Markt produzieren, denn dieser Markt wird ja beliefert mit Produkten aus dem Zentrallager. Heißt, die Cola und Fanta und was auch immer, die da im Markt verkauft wird, muss ja angeliefert werden. Das heißt, REWE hat deine eigene Logistik, die fährt vom Zentrallager an den REWE Markt und lädt im Grunde genommen die Ware für den Markt aus. Und da wir darauf produzieren, kann ich einfach meine Ware, die ich produziert hab, an dem Tag hinstellen.

Und der LKW nimmt diese Ware mit auf der Leerfahrt, die er normalerweise hätte zum Lager, eben ins Lager und somit hab ich überhaupt keine Kosten der Warenabgabe. Es ist auch kein zusätzlicher LKW auf der Straße, der normalerweise nötig wäre, vom Produzenten an ein Lager so geht das dann in die Region raus. Aus dem Zentrallager kommen Waren zum zum REWE, dann wiederum beladet ihr und die fahren wiederum dann an andere REWE Märkte und beliefern die mit Salaten und Na, das fährt dann einmal zurück, also bis auf natürlich der Markt, wo wir drauf sind, der kriegt unsere Ware morgens von uns persönlich rübergetragen, aber die anderen Märkte werden dann auf dieser Leerfahrt, die ja eigentlich, ist nicht ganz eine Lehrfahrt, die nehmen auch noch 'n bisschen andere Sachen mit. Ja. Ans Lager nimmt er unsere Ware mit und von dort aus geht es dann in die ganzen Märkte, ne.

Es ist jetzt nicht, dass der Lkw Markt für Markt dann danach abfährt, sondern es geht ans Zentrallager, wird kommissioniert, weil die Märkte bestellen ja unterschiedliche Mengen. Das muss muss dort im Lager dann gemacht werden und dann geht's geht's in die anderen Märkte raus. Und das heißt, die Ware, die wir angeliefert haben, die ist bei, es gibt sogenannte Vorliefermärkte oder Vorfahrtsmärkte, die ist dann am selben Tag manchmal noch in den Märkten oder am nächsten Tag. Ach guck. Das heißt, das Produkt ist im Grunde genommen das frischeste Produkt, was Du überhaupt, wenn Du jetzt 'n anderen Salat benchmarkst haben kannst, ja.

Darf ich dir mal fragen, weil ich das bei den den Salaten zum Beispiel nicht weiß? Ist das dann Bio oder kann da ist hat das eine Bio Zertifizierung oder kann das dann keine Biozertifizierung haben? Das kann eine Biozertifizierung haben, wenn Du Erde benutzt. Und ich hatte vorhin ja gesagt oder Du hast gefragt, was ist Hypoponik, erdfreier Anbau? Also per Definition ist erdfreier Anbau nicht biozertifizierbar.

Wir benutzen allerdings ein bisschen Erde, da müsst ich jetzt in das System eingehen. Wir nutzen sogenannte. Das sind, auf denen wir die Salate produzieren. Das sind so ja, wie soll ich sagen, so große große Trace, ungefähr 1 20 mal 40 Zentimeter. Und die haben 7 Pflanzrinnen, ja.

Die sind sehr klein, die sind so oben vielleicht anderthalb Zentimeter und die gehen dann konisch zusammen und haben unten einen Schlitz. Und dort ist bei uns 'n bisschen Erde drinne, da liegen die Samen drauf zum Keim. Und das dient jetzt nicht dafür, dass die Pflanze Nährstoff aus der Erde hat, aber es ist einfach was, wo wo die Pflanze sich dran festhalten kann, ne. Und die wurzeln dann durch diesen kleinen Schlitz nach unten und die Trace sind in in Tischen, in in einem Ebbeflutsystem. Diese Tische werden geflutet mit Nährstofflösungen.

Die Trace schwimmen auf und die Wurzeln hängen dann ins Wasser und entziehen dort dem Wasser die Nährstoffe, zu wachsen. Genau. Also jetzt zurück zu der Frage Bio, genau, Erde, wenn Erde benutzt wird, kannst Du's Bio zertifizieren. Das ist doch eine Frage, ob Du das möchtest. Bei uns ist es so, dass wir uns jetzt entschieden haben, den Salat so wie er ist an den Markt zu bringen, zusammen natürlich im im im Schulterschluss mit mit REWE und wir könnten den Bio zertifizieren lassen, wenn das gewünscht ist.

Wir arbeiten so oder so ohne Pestizide, mit Biosamen und mit Bioerde, das ist jetzt schon eine biologische Produktion, steht aber noch nicht drauf. Eine Bitte, schau kurz nach, ob Du Value and Ventures abonniert hast. Ich hab die Ambition für dich, die herausragendsten Menschen zu Unternehmertum, Nachhaltigkeit, digitaler Souveränität, Diversität und Persönlichkeitsentwicklung zu interviewen. Damit mir das gelingt, muss die Show wachsen. Mir zu helfen, kostet dich so gut wie nichts.

Tu mir nur diesen einen Gefallen und folge der Show auf Spotify, Youtube oder Apple Podcast und wir beide gewinnen. Danke und jetzt geht's weiter mit der Show. Kannst Du mir erklären, warum der Salat in der Erde wachsen muss, damit er eine Biozertifizierung bekommt? Ich glaube, das hat was mit 'ner Lobby zu tun. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es gibt da 'n Bauernverband und so weiter, die natürlich sagen, ey, wir wollen nicht, dass diese Systeme, diese Hightechsysteme uns Konkurrenz machen und deshalb versuchen wir da son bisschen auch dagegenzusteuern, weil eigentlich ist in 'ner Pflanze vollkommen egal, wo die Nährstoffe herkommen, ob die gelöst im Wasser sind oder in der Erde.

Ich finde, wenn wir jetzt über Erdanbau sprechen, über über Felder und so weiter, diese Felder müssen gedüngt werden, da geht so viel Mist ins Grundwasser. Das ist im Grunde genommen auch keine Lösung, ja, und auch für die Zukunft keine Lösung. Und das, was wir machen, spricht ja noch 'n ganz anderes Thema an eigentlich, dass wir ganzjährig produzieren können, was Du im Feld nicht tun kannst. Und wir können klimaunabhängig produzieren. Und ich mein, jeder hat den Sommer hier gesehen mit über 40 Grad, das hat eine Auswirkung auf alles, was aufm Feld angebaut wurde.

Und das ist ein Riesenvorteil in der Art, wie wir produzieren in einem geschlossenen System, dass wir einfach klimaunabhängig sind. Ja, es hat ja verschiedene Auswirkungen dann, ne. Also zum einen natürlich die Menge an Lebensmittel, die die wir letzten Endes zur Verfügung haben. Das findet eine Verknappung statt. Absolut.

Und eine Verknappung kann im weiteren Schritt überlebenswichtig werden, wenn die zu drastisch wird, aber es hat natürlich auch eine Auswirkung auf den Preis. Absolut. Also es hat eine Auswirkung auf den Preis. Es hat aber auch eine ganz, ganz, ganz viel krassere Auswirkung. Wir sind jetzt in Deutschland, 'n Land, dem's relativ gut geht.

Wir haben Purchaseing Power, mir fällt grad der Name ein. Also wir haben eine gute Kaufkraft. Und was eigentlich passiert ist, wenn wir jetzt hier gewisse Dinge nicht mehr produzieren können, wir kaufen sie aus unserem Umfeld. Wir kaufen's aus Marokko und so weiter. Wir kaufen das aus Gegenden, die a schon Wasserprobleme haben.

Wir importieren Spanien. Beispielsweise Spanien, genau. Wir importieren Wasser aus 1 Ariden Gegend in Form von Tomaten oder Sonstiges. Das macht überhaupt keinen Sinn. Und wenn wir jetzt andere Märkte uns anschauen, wenn bei uns die Tomate knapp wird oder so, ne, dann kaufen wir die aus dem Ausland, die wiederum natürlich gerne uns verkaufen, weil wir 'n höheren Preis zahlen.

Und der lokale Markt geht komplett kaputt, ne? Also die Leute können sich's auf dem Markt nicht mehr leisten, weil entweder die Preise zu hoch sind oder einfach schlichtweg nichts mehr da ist. Das sind eigentlich die Auswirkungen, die wir sehen. Und ich bin 'n ganz großer Fan davon und es passt auch total in die geopolitische Zeit, die wir jetzt hier gesehen, ist, sich unabhängig zu machen, ne. Also unabhängig von globalen Lieferketten.

Wenn man sich selbst versorgen kann, dann sollte man das tun. Verschiedene Punkte. Zum einen erst mal kurz möchte ich erwähnen, meine Frau, die Du auch kennst, wir achten im Supermarkt immer drauf, dass die Tomaten nicht zum Beispiel aus Spanien kommen. Also wir sind uns dessen bewusst. Aber wir achten schon drauf, dass wir nicht aus Ländern dann Waren nehmen, von denen wir wissen, dass dort eigentlich Wasserknappheit herrscht.

Das versuchen wir zu vermeiden. Wir gucken dann schon, auch wenn wir Bären nehmen, versuchen möglichst Gucken wir mal, es ist aus Deutschland, kurze Wege möglichst und dann auch zu schauen, okay, wie geht's den Ländern, wo's herkommt? Ist ja so eine Sache. Und ich ich erinner mich noch an einem, das ist vielleicht jetzt 'n bisschen, geht vielleicht 'n bisschen off topic, aber wenn man so drüber nachdenkt, was man kauft, versucht man ja auch was Gutes zu tun. Und es gibt ja auch die Biotomate und man denkt ja in dem Moment, man tut das gut.

Wenn die aus Spanien dann aber kommt, muss man halt drüber nachdenken, tut man wirklich was Gutes? Weil ja, das ist eine Biotomate, die ist gut für mich, aber wie viel Kollateralschaden entsteht, wird halt bei sonem Bioprodukt ja manchmal gar nicht bedacht. Absolut, ja. Und Du hast mal zu mir gesagt, ist 'n bisschen länger her, aber es ist Jahre her und es hat Nachgehallt. Wie gut ist es wirklich, wenn Du dir eine Bio Avocado über den Ozean mit 'nem Tanker schippern lässt?

Das wär ganz oft Wir werden meistens geflogen sogar. Oder oder werden sonst sogar noch geflogen, ja. Und wir denken gar nicht drüber nach, weil da Bio draufsteht, ist das gut? Das ist gut für mich, weil's vielleicht gut hergestellt wurde oder mit bestimmten Bedingungen mir mit meiner Gesundheit guttut. Aber manchmal haben wir eben nicht die die eben den den Preis, der irgendwo gezahlt wird aufm Schirm.

Das ist noch mal 'n interessanter Aspekt. Absolut, ist 'n rieseninteressanter Aspekt. Aber ich muss auch dazu sagen, ich hab auch volles Verständnis, wenn viele Leute nicht darauf achten, weil einfach die Kaufkraft fehlt und das Gros, ich sprech jetzt über Deutschland, aber es wird wahrscheinlich in ganz Europa grade spürbar sein, die gehen einfach in Supermarkt und kaufen das, was billig ist, ne. Mhm. Das ist, sehen wir in Deutschland, die Discounter sind sind ganz weit weit vorne, aber es liegt einfach an der Kaufkraft, ne.

Und klar, bewusst einkaufen, das was Du machst, das was ich mache, das kann jeder, ne. Entweder hat man's nicht aufm Schirm oder man hat einfach auch nicht die finanziellen Mittel dafür. Vielleicht dazu 2 Punkte. Ich find, also so, ich ich glaube, im Schnitt ist der Deutsche auch nicht unbedingt bereit, viel, viel Lebensmittel auszugeben. Ja, stimmt.

Kenn das von von von Menschen, die ich international kenne. Die gucken auch manchmal in unsere Truhen und sagen sich, was ihr da an Hack drin liegen habt, ist auch schon das das geht gar nicht. Also wenn ich so spanische Freunde hab, die sagen, so was würde bei uns Ging ja gar nicht. Also wir sind auch superpreissensibel und haben auch, glaub ich, irgendwann sone Spirale mal in Gang gesetzt, sag mir, Du kennst Du kennst dich besser aus in der Lebensmittelindustrie, in Gang gesetzt, dass wir nicht mehr sehr bereit sind, viel zu zahlen für Essen. Mhm.

Ich verstehe aber auch, auch inflationsbedingt spürt ja jeder von uns. Also Ja. Dass da was passiert und dass da auch eine Schere aufgeht, von der wir weniger betroffen sind als vielleicht andere Menschen und dann sagen können, ja, ich kann mir aber, kann auch die Butter jetzt 2 Euro 49 kostet oder früher 99 Cent. Ja, ich spür das, aber das verändert nicht, ob ich dann in den Urlaub fahre oder nicht oder andere Dinge noch mir leisten kann, ne. Also ich bin davon total betroffen, weil Deutschland ja mein Produktionsstandort ist und das Deutschland ist für die Lebensmittelproduktion ein deutlich schlechterer Standort als andere Länder uns herum.

Es ist ja einfach da, dass wir wahnsinnig viel Bürokratie haben, sehr hohe Kosten haben, also da ist jetzt vom Personal oder sonstiges und die niedrigsten Lebensmitteleinzelhandelpreise in Europa. Das heißt, wir haben fast die höchsten Kosten in der Produktion und im Markt sind's aber die niedrigsten Preise. Letzten Endes ist der deutsche Markt dann 1 mit 'ner sehr geringen Marge für Lebensmittelherstellung. Absolut. Ja.

Es ist 'n Riesenmarkt, ne, aber für Produzenten nicht unbedingt sehr attraktiv. Deshalb ächzen ja auch alle, ne. Also deshalb siehst Du auch viele Bauernproteste und so weiter. Ist einfach schwierig, hier zu produzieren. Es wird immer schwieriger, hier zu produzieren.

Was ich immer wichtig finden würde, wenn wir über Lebensmittel sprechen oder generell über Produkte, dann würde ich mir auch wünschen, dass die Menschen gar nicht drauf gucken müssten. Also ich will gar nicht, ich will das gar nicht, mich so fortbilden, dass ich weiß, dieses Essen ist gut oder da wird nicht irgendwo Wasser gestohlen oder so. Sondern dass letzten Endes irgendwo eine Regulierung ja auch dafür sorgt, dass gewisse Dinge gar nicht im Laden landen können. Und natürlich wir sicherstellen vielleicht über lokalen Anbau in Farmen, dass wir das alles nicht müssen, weil der Endkonsumer Konsument möchte sich nicht in allen Lebensbereichen, Kosmetik und so weiter immer damit befassen müssen. Und und es ist ja auch undurchsichtig.

Also wie Du sagst, es ist ja auch für dich zum Beispiel wahrscheinlich 1 1 1 Herausforderung, vielleicht ist es nicht eine Herausforderung, aber ihr habt 'n Salat, der eigentlich unter sehr guten Umständen produziert wird mit Mitarbeitern, die ordentlich bezahlt werden, nicht in irgend 'nem Land, wo, ne, niedrige Kosten oder wo vielleicht Wasser gestohlen wird oder sonst was. Und trotzdem hat's ja kein Biosiegel und wenn ich jetzt in Supermarkt gehen würde, würde ich ja vielleicht euren Salat gar nicht greifen, obwohl der hier lokal hergestellt wird, obwohl der da oben in der Farm entsteht und mir was Gutes tut, unter guten Bedingungen entstanden ist. Also ich glaub, manchmal finde ich's schade, dass dass wir so viel Lobby haben, die verhindert, dass Regulierung dafür sorgt, dass wir eine 1 ganz einfache Art und Weise, Dinge kaufen zu können. Absolut. Also wenn man irgendwie sone Transparenzampel oder Sonstiges machen und die auch CO2 und Sonstiges mit beinhaltet im Produkt, ne, wie gut ist ein Produkt da?

Die spielt die Verpackung mit rein. Die Art, wie das Produkt produziert wurde. Themen wie Fair Trade, also wie son Übersiegel, ne, was alles beinhaltet, das wär eigentlich eine schöne schöne Ampel auf Produkten oder allem, was wir kaufen. Ich find's noch krasser. Das Siegel ist gut, aber ich finde, die Industrie findet immer Wege da drumherum, neue Siegel zu schaffen oder irgendwas Die Produkte dürfen gar nicht irgendwo landen.

Also es ist halt vielleicht einfach, dann würde man ja zum Beispiel vielleicht auch den Markt stärken für Leute, die das nachhaltig herstellen mit 'nem niedrigen CO2 Preis, weil andere Produkte vielleicht son vielleicht sone hohe Tags vielleicht auch zahlen müssen, dass sich's gar nicht mehr lohnt, die Sachen irgendwo aus Mexiko herzufliegen. Absolut. So. Ich wollt noch ganz kurz dazu sagen, was eigentlich unsere Vision ist und was möglich ist, wenn wir über Preise sprechen. Ich weiß, weil wir ja Farmsysteme mit der ETF Planen, bauen, also diese Hightech Farmsysteme, die uns ermöglichen, eben sehr, sehr geringen Ressourceneinsatz zu haben, was natürlich auch geringe Kosten mit sich bringt für uns, die's schaffen, das bessere Produkt zum gleichen Preis herzustellen.

Mhm. Das ist eigentlich unsere Vision. Ich möchte nämlich genau verhindern, dass Leute, die nur wohlhabend sind, sich gute Produkte kaufen können im Supermarkt, weil sie eben nicht so auf den Geldbeutel achten müssen. Mein Ziel ist es und meine große Vision ist es und ich weiß, dass es möglich ist, es einfach Produkte in Masse herzustellen, die einfach besser sind, die länger haltbar sind, die qualitativ hochwertiger sind, die aber genau das gleiche kosten wie ein Produkt, was irgendwo anders herkommt. Das ist auch ein Thema.

Ich hatte hatte 2 junge Gründer, Geschwister hier, die eine Rasiererfirma gerade nachhaltige Rasierer herstellen. Ja. Und die haben auch eine eigene ein eigenes Bioplastik dafür entwickelt und die sagen auch, man kriegt die Leute halt nicht allein über das Nachhaltigkeitsversprechen. Sondern man muss letzten Endes auf demselben Niveau wie der Konkurrent abliefern, also wie die großen Rasiererfirmen, weil alleine das langt nicht. Und genauso, glaube ich, da sehe ich jetzt die Parallele, den Leuten zu sagen, Du willst was Gutes tun, dafür zahlst Du aber noch den doppelten Preis, aber schmeckt nur halb so gut.

Diese diesen Idealismus, den teilen halt nur sehr wenige. Dann zu sagen, okay, das Das funktioniert ja auch nicht. Also es funktioniert nicht nachhaltig, wenn Du die Produktqualität nicht hast. Das ist 'n Beispiel, was ich aus Wiesbaden, aus unserer Farm dort sagen kann und das kommt zu dem Biolabel oder nicht? Dort ist es so, dass wir Basilikum auch für eine ganze Region produzieren und die REWE aber noch eine Eigenmarke hat an Basilikum, die ein Biosiegel hat.

Und da ist es aus politischen Gründen dann entschieden worden, okay, ihr macht unseren Urban Farmers, unseren Basilikum auf dem Dach, aber der darf nicht biozertifiziert werden, weil wir haben ja noch das Bioprodukt, wir brauchen ja auch 'n alternatives. Das Lustige ist, unser Produkt steht teurer im Markt als der Biobasilikum und wir sind Marktführer. Das heißt, wir verkaufen mehr als REWE, obwohl der Kunde ja eigentlich sagen würde, warte mal, hier steht Nicht Bioprodukt, das kostet 1 9 19. Hier steht 'n Bioprodukt, erst mal beides Basilikum, das kostet 1 79. Jetzt würde auch eigentlich jeder sagen, na ja gut, das ist ja das Besserbuch, das kauf ich.

Das zeigt, dass Qualität eigentlich entscheidend ist und Regionalität fast manchmal noch mehr und wichtiger ist als Bio. Also das haben wir gemerkt dort, dass der dass die Leute eben, weil unser Produkt frischer ist, auch wiederum nur einen Tag im im Transport war und das macht bei Basilikum eine 1 große Menge aus. Wenn der im Dunkeln 'n schwarzen Karton steht, dann findet der das doof, ja, sone sone Basilikumpflanze, dass die Leute halt unseren kaufen, ne. Und son spannendes Learning gewesen, hätt ich auch nicht gedacht. Ja, das überrascht mich jetzt ehrlich gesagt, dass man Also ich hab manchmal schon son Filter, dass ich immer erst gucke, Bio, Bio, Bio.

Ja, ja, so Und dann rast fällt anderes schon durch den Raster für mich. Absolut, aber das ist lustig, weil ich hab ja eigentlich auch, als wir das gelauncht haben, das Produkt, dachte ich so, oh Mist, wir kriegen's nicht hin, günstiger zu produzieren, weil kleine Produktionen, da sind wir an unsere Grenzen gekommen, Kapazitätsgrenzen. Das heißt, wir wussten, dass wir teurer sind im Verkauf dann im im Markt als ein Bioprodukt. Und die RE hat gesagt, das ist euer Risiko. Und hab ich gesagt, na gut, dann muss es halt über die Qualität gehen.

Wir probieren's. Und dass es dann so gut funktioniert hat, war mir, also hatt ich mir erhofft, aber hatte auch meine meine Zweifel, ja. Ja, das heißt also, die Leute, die sich für Basilikum interessieren, die können tatsächlich sehen, dem Basilikum geht's besser, der sieht besser aus und gibt's da auch 'n Herkunftsunterschied? Na ja, der wurde ja auch in in in in Deutschland produziert Okay, weil in der Show. In der Region, ist 'n regionales Produkt.

Da steht natürlich dann auch regional oder gebrüllt in dem Fall geprüfte Qualität Hessen noch drauf als Siegel. Aber am Ende geht's Der der der riecht anders, der riecht frischer, ne, intensiver riecht der und sieht besser aus. Und dann sagt der Kunde, okay, dann kauf ich den, ja. Weil regional eben auch noch mal 'n gutes Verkaufsargument ist, ne. Also wenn das eben nicht aus Italien oder sonst wo herkommt.

Und wir sehen, dass es funktioniert. Und jetzt grade launchen wir den Pflücksalat, ne. Und wir merken auch, dass die Abverkäufe echt super sind für son Produktlaunch. Also hab grad Feedback bekommen von den Kategorie Managern von REWE gestern, dass die alle total happy sind und selbst das Produkt kaufen und sagen, da ist so knackig und frisch der Salat. Also sie sind voll, voll glücklich, wollen mir 'n Kompliment machen, sag ich danke.

Gibt's weiter an die Maschine? Was ist ein Pflücksalat? 'N Pflücksalat ist eigentlich ein Salat, der einzeln gepflückt wird. Es ist kein Salatkopf, ne. Mhm.

Wir nutzen das Wort Pflücksalat, das ist jetzt 'n bisschen Marketing, was ich mache, ist, Weil wir einen Schnittsalat machen, aber Schnittsalat füllt sich irgendwie so brutal an, der wird geschnitten und das ist auch 'n einzelnes Blatt und somit heißt unser Salat Pflücksalat, ja. Okay, das ist also 'n bisschen marketingtechnisch? Das ist 'n bisschen Marketing, dass wir einfach sagen, das ist ein Produkt, in das Liebe reingeflossen wird. Das hat ja auch, ne, also Pflücksalat hört sich nach Handarbeit an. Ich kann ihn ja nicht Hightech nennen.

Das finde ich, schreckt eher ab, ja. Es war auch damals lustig. Du kannst dich vielleicht noch an die Anfänger erinnern an meiner Farm, als wir Tomaten und so produziert haben. Wir haben Tomaten auch in einem Gewächshaus auf Steinwolle, hydroponisch, also wirklich auch in 1 Hightech Art, wie man das produziert macht. Und die Tomaten waren sensationell gut.

Und die Leute kamen immer zu uns und meinten, wir kaufen Neurotomaten. Das ist so schön, dass hier mit Handarbeit gearbeitet wird. Und ich denk immer so, guck doch mal da in das Gewächshaus aus. Das ist nicht Handarbeit, was wir hier machen. Und das ist, ja, das schmeckt ganz anders als die Holland Tomate.

Das ist ja fürchterlich. Und ich denk so, das ist genau das gleiche System, was wir nutzen, was in Holland auch genutzt wird. Das ist die Salat Quatsch, die Tomatenart, die den entscheidenden Faktor hat. So, Du kannst Tomaten produzieren, die 80 Kilo oder sogar 100 oder 120 Kilo Ertrag aufm Quadratmeter dir im Jahr bringen. Oder Du machst eine Tomate, die 30 Kilo Ertrag aufm Quadratmeter bringen, die schmeckt anders als die andere.

Da haben wir viel Wasser und da haben wir viel viel Geschmack, aber das System kann da nichts führen. Okay, also technisch gesehen eigentlich dasselbe System. Es ist dann son bisschen romantisiert, dass die Leute das Gefühl haben, wenn jemand übers Feld geht und pflückt ist alles so schön und es steckt auch in der Erde und Ja, und selbst die Leute, wenn sie bei mir im System waren, haben das Gefühl, dass sie grade eine 1 Tomate aus ihrem Schrebergarten essen, obwohl sie eigentlich in einem Hightechsystem standen, ja. Das heißt, die holländische Tomate, die ja einen schlechten Ruf genießt, die ist einfach sehr mit Wasser vollgepumpt und schmeckt ja auch wässrig. Es gibt wunderbare holländische Tomaten, das ist halt die Sorte, ne.

Aber das ist so, das gab mal dieses, ich glaub, das ist schon wahrscheinlich 20, 30 Jahre her, da war die Wassertomate so das Thema. Ist total bei mir verankert, muss ich sagen. Aber das ist unsere Kindheit, ne. Also vielleicht ist auch 40 Jahre her. Ich bin ein halber Holländer, ja.

Nein, aber das ist Ich glaub, das ist immer. Nein, es gibt wunderbare Tomaten aus Holland und es gibt aber auch Scheißomaten aus Holland, ja. Okay. Das ist aber in Deutschland genauso. Hat sich hartnäckig gehalten auf jeden Fall.

Der schlechte Ruf. Das heißt, Marketing ist auch wichtig. Absolut. Und Du hast jetzt ganz viel schon REWE angesprochen und meine Frage ist, wie überzeugt man einen Konzern wie REWE überhaupt, sich auf son Projekt einzulassen? Ihr habt ja irgendwann mal angefangen, ihr hattet eure Farm hier in Kreuzberg und dann habt ihr irgendwann angefangen für REWE War war die 1.

Farm auch schon sone Dachfarm? Nee, unsere 1. Farm war eigentlich 'n Prototyp. Das war sone kleine, das war son ausrangierter Schiffscontainer, in dem wir sone awapponische Farm mit 'nem kleinen Gewächshaus obendrauf gebaut haben. Da haben wir sozusagen unsere ersten Fußstapfen mit dem awapponischen System gemacht und haben gemerkt, dass da 'n Business Case dahintersteckt.

Also wir haben gesehen, es gab sehr, sehr viel mediales Interesse an dem, was wir damals taten, weil wir so die Ersten waren in Deutschland, die sich mit dem Thema Aquaponik befasst haben. Und wir haben auch gemerkt, dass es schlecht funktioniert. Und dann war so mein Unternehmergeist geweckt und ich habe getüftelt mit mit meinem Team zusammen, wie wir das System zum Laufen bringen. Und wir haben das dann hochskaliert in unsere 1. Größere Farm, das ist die ECF Farm Berlin.

Das waren dann schon so 1700 Quadratmeter, 1800 Quadratmeter Farmsystem. Und dort haben wir aber auch erst mal laufen lernen müssen. Wir konnten wenig links und rechts schauen. Wir haben am Anfang alles Mögliche produziert von eben Tomaten, Auberginen, Paprika, Kräuter. Wir haben sogar Melonen gemacht, also alles Mögliche.

Wir hatten verschiedenste Vertriebskanäle ausgecheckt. Wir haben Restaurants direkt beliefert. Wir hatten eine Abobox, wo alles dann drin war und der Kunde kam einmal die Woche und hat sich das abgeholt. Und ich hab gemerkt nach einigen Jahren, das waren so 2, 3 Jahre, dass wir gut waren im System planen, im System bauen, also Farmsystem konzipieren und auch für 3. Dann bauen.

Das haben wir im Ausland dann gemacht an 2 Stellen. Aber und wir waren auch gut im Produzieren. Also das heißt, wir konnten tolle hochwertige Produkte erstellen, aber wir waren immer wirklich schlecht und manchmal auch richtig trottelig im Abverkauf der Produkte, ne. Also wir wir standen dann plötzlich da und hatten, ich weiß nicht, wie viele hunderte Kilo Tomaten und wussten wohin damit, ne. Und dann haben wir Ketchup gemacht, den aber keine Abend wollte und wir hatten ja keinen Vertriebskanal dafür.

Also wir haben Aber zumindest hält der sich erst mal 'n bisschen. Das war das, ja genau, machen wir jetzt, die müssen wir haltbar machen, ja. Also das heißt, wir haben da sehr viel Lehrgeld gezahlt und in dieser Zeit durchweg immer wieder eben diese mediale Aufmerksamkeit gehabt, die ist nie abgeebbt. Und da wir in Berlin sind und viele Firmen hier auch ihre Headquarters haben oder oder Workshops haben, machen, waren eigentlich immer die Lebensmitteleinzelhandelsketten hier und waren bei uns und kannten uns. Und ist ja auch immer spaßig, mit 'nem Vorstand irgend 'n Start-up zu besuchen, was dann auch noch in der Stadt ist und Lebensmittel produziert.

Und irgendwann war auch Rewe wieder bei uns. Und die fragten mich dann so, sag mal, warum haben wir eigentlich eure Produkte nicht in den Berliner Märkten? Und das war für mich der Zeitpunkt zu überlegen, hm, wir wissen, dass wir nicht besonders gut sind. Vielleicht arbeiten wir mitm Profi zusammen, der Endkunden geben kann. Vertrieb praktisch, den Endkundenvertrieb.

Ja, genau, richtig. Und dann Zum Endkunden. Hat mich praktisch, Rewe wird aus Köln heraus, das ist die Zentrale, geleitet. Die war bei uns. Die meinten, hier, wir stellen dir mal die Jungs aus Teltow vor, da sitzt sozusagen die Region, die sich selbst verwaltet.

Und ja, nun bin ich da vorstellig geworden und die meinten, ja, was kannst Du denn produzieren? Ich hab dem son bisschen erzählt, was wir alles gemacht haben. Ich hab gefragt, was wir denn für euch produzieren? Die haben mir erzählt, was alles in der Gemüseabteilung da liegt. Also es war nicht so wirklich irgendetwas und wir sind über Basilikum gestolpert und da gab's dann 'n tollen Zufall.

Ich saß da in dem Termin, Basilikum, sag ich, ja, können wir machen. Wie viel braucht ihr denn? Dann guckte mein Gegenüber in Computern und sagt, na ja, wir haben son Bedarf an sieben- bis siebenhalbtausend Pflanzen die Woche, ja? Okay, keine Ahnung. Hab mein Handy genommen, mein Betriebsleiter angerufen und hab gesagt, Du, wenn wir alles rausschmeißen, ja, alles die Farben komplett leer machen, die Systeme, Du stell dir vor, Du kannst die komplett umbauen, aber nur auf Basilikum optimiert.

Was glaubst Du, was wir was wir machen könnten, ne? Hab ich gesagt, mach eine Rechnung, Bierdeckel, ist mir egal. Gib mir mal, schmeiß mir mal 'n Saalhaus, weil ich hab überhaupt kein Gefühl. Und ich war noch im Termin, der ging weiter. 10 Minuten später rief ich meinen Betriebsleiter an und meinte so, ja, hat jetzt kalkuliert, wenn wir Hebelsengheizung, Ebbeflutische einbauen und so weiter und mit Topfmaschine und Pipapo, dann könnten wir so sieben- bis siebenhalbtausend Töpfe die Woche machen.

Und ich hatte die Zahl ja nicht gesagt und ich hatte ihn auf Lautsprecher und wir haben uns angeguckt und gesagt, ich glaub, wir haben unser Produkt. Dann dann ja, hab ich 'n Abnahmvertrag mit denen gemacht, 2, 3 Monate umgebaut und dann sind wir gestartet mit dem Ist so schnell? Aufsatzbasilikum. Von dem Gespräch zu, man geht jetzt, man macht 'n Deal und geht in die Produktion. Das war innerhalb von Monaten oder?

Das war innerhalb von Monaten. Ich kann jetzt nicht für für alle sprechen, aber wir waren ja ein sehr heißes Produkt. Es war zum ersten Mal 'n Produkt aus akpronischer Produktion. Es war 'n Urban Farming Produkt. Das war ja damals alles neu, ne.

Also das heißt Rewe Damals heißt, wann war das denn? 2017 gewesen, so. Das war 10 Jahre, ja. Ja, genau. Das war damals der, ja.

Also das heißt, die wollten uns auch haben. Ich kann jetzt nicht für andere Produkte sprechen, dass das immer so schnell ist in den oder schnell passiert, dass man dann im Handel auch wirklich platziert wird. Aber wir wurden sehr, sehr schnell platziert. So und dann lief das Ganze an. Ich weiß noch, wir hatten, das war im Dezember haben wir den Umbau gemacht, sind dann die Produktion im Februar gestartet und am siebten März, das ist mein Geburtstag, das war der 1.

Verkaufstag, deshalb kann ich mich erinnern, haben wir dann verkauft und wir damals war der Preis auch noch höher, der war dann bei 2 Euro 49 oder so was, dass wir fast 70, 80 Cent teurer waren als der als der Biobassilikum. Und es ist eingeschlagen wie die Bombe. Also es war, die Verkaufszahlen waren vor dem Basilikum, der davor da stand, der preiswerter weiße Basilikum, also für 'n fast 'n Euro preiswerter als unserer. Und die ersten 2 Monate haben wir gesehen, wir schaffen nicht nur, also aus der Produktation her, die Quantität und Qualität, sondern wir verkaufen mehr als unser Benchmark theoretisch, ne. Und dann hatte ich 2 Monate später meinen Kontakt bei der REWE angerufen und ihn gefragt, ob ich mal mit dem Chef sprechen dürfte der der REWE Gruppe.

Und ich wollte ihm meine Idee pitchen des selbstproduzierenden Supermarktes. Und jetzt kommt Timing und Glück und all das, was man im Nachhinein vielleicht so nennt. Unternehmerische Weitsicht, nee, das war's 'n Glück und eine gute Idee. Ich hab praktisch es geschafft, dem Geschäftsführer der REWE dann meine Idee zu übermitteln und es fiel grade in einen Zeit rein, in der REWE, die machen das so alle 10 Jahre, viel Geld in die Hand nimmt, ihr neues Supermarktkonzept, was dann 10 Jahre gebaut wird, zu planen. Und da war grad eine Ausschreibung und Architekten aus London hatten die gewonnen und die hatten dann Gewächshaus oben auf diesem neuen Supermarkt stehen.

Und dann meinte er, ja, vielleicht, wir haben da eine Idee und ich glaub, ihr seid ja die richtige. Und so sind wir als Fachplaner mit reingekommen an Bord für diese Konzeption dieses neuen Supermarktes, das nennt sich REWE Green Farming. Und der wurde dann 3 Jahre lang geplant und der 1. Wurde dann in Wiesbaden umgesetzt mit uns als Betreiber. Das heißt, ich hab auch noch eine Betreibergesellschaft gegründet.

Das heißt, ich plane Die Betreibergesellschaft, der zusätzlich zur ECF Farming ist, deine Das ist die Frisch vom Dach GmbH. Okay. Also weil sie vom Dach nach unten, ne, frisch Ja. Die Sachen produziert. Ganz eingängiger Name und aufschlussreich.

Ausschlussreich. Und genau, die ECF plant, ist so wie 'n Fachplaner für solche Systeme. Wir können auch bauen, 'n Schlüsselfertig bauen und und dann haben wir eben auch noch ein Vehikel, eben die Frisch vom Dach GmbH, die dann das Ganze betreibt. Du hast gesagt, dass Du Glück hattest, nicht die Weitsicht. Ich finde aber auch manchmal, also Glück gehört im Unternehmertum 'n bisschen dazu.

Und Timing gehört auch manchmal dazu. Ja, gut. Und und ganz oft ist man zu früh, kann man auch mal zu früh im Markt sein, vielleicht kann man auch manchmal zu spät einsteigen. Aber was ich glaube ich wichtig finde, ist erst mal diese Courage zu haben, weil ich Man geht irgendwo hin und pitcht erst mal eine Idee und sagt, pitcht der REWE Führung die Idee, hey ich hab da ein Konzept für euch. Also erst mal diese diese Überzeugung von sich selbst, auch zu sagen, ich hab hier was, was für Rewe relevant ist.

Und dann hat muss man halt manchmal auch Glück haben und Timing. Ja, man muss Glück haben und da gibt's viele viele Sprichworte. Ich hab mal 1 gehört, was was Glück eigentlich ist. Also so, ne, also der Englisch, Also es gibt eigentlich gar kein Glück, sondern wirklich, ne, also Glück das Tüchtigen, ne. Also man kann sich das selbst erschaffen und ja, da braucht man 'n bisschen Mut dazu.

Manchmal muss man auch 'n bisschen faken, ne. Also ich weiß noch am Anfang, als wir die ersten Gespräche haben, haben wir auch keine Mitarbeiter gehabt und das Office war leer und dann haben wir natürlich erst mal Schränke reingestellt, Ordner von zu Hause mitgebracht, Computer von Freunden geliehen und dann noch 3 Leute reingesetzt, damit zu Hause, als wären wir schon eine Firma, ja. Ich finde, das ist aber wirklich das, das ist aber auch wirklich Start up Live. Also ich Natürlich, ja. Irgendwie, also ich glaub, wichtig ist, dass man am Ende irgendwie liefern kann.

Aber irgendwie muss man ja manchmal irgendwie eine Vision verkaufen und manchmal gehört dazu auch, dass man eben aussieht, als wär man schon 'n ein Business mit Mitarbeitern. Weil weil die Leute ja auch sich rückversichern und und nach Indikatoren suchen, dass sie da nicht 'n Fehler begehen. Und dann ist es halt manchmal so. Es ist Ja, absolut. Wie ist es, gibt es überhaupt den Fall, weil ich jetzt überlegt hatte, ich nehme an irgendwie nein, aber gibt es den Fall, dass es dass eine Ernte trotz allem ausfällt oder irgendwas nicht funktioniert?

Das gibt's natürlich auch. Also auch in diesem geschlossenen Systemen kannst Du nicht alles hundertprozentig ausschließen. Das heißt, wir arbeiten da zum Beispiel mit Nützlingen, Schädlingen vorzubeugen, aber gerade beim Basilikum, wenn alle draußen Probleme haben mit falschem Mehltau, dann kann das bei uns auch passieren. Und wir hatten auch schon mal, also der Soldat ist ja jetzt grade im in den Anfangsschuhen, da haben wir noch keine Probleme und hoffentlich werden wir sie auch lang nicht haben. Aber beim Basilikumgruppen hatten wir auch schon mal Ernteausfall über 'n Monat, ja.

Okay, also auch das kann in soner Erfahrung passieren, sonst sollte man keiner auch falsche Vorstellungen haben, dass er da auch den den denselben oder vielen, ja, Einwirkungen unterliegen könnte, die die's in der Man versucht alles auszuschließen. Man versucht natürlich Hygienekonzepte und alles, ne, also alles zu tun, damit das nicht passiert, aber es kann passieren. Und wenn's dann soweit ist, dann hat man natürlich 'n Vorteil, wenn man 1 1 1 Kultur hat oder die nur eine sehr kurze Dauer hat, ne. Also sone Tomate, die steht da 10 Monate im Gewächshaus. Wenn Du die rausschmeißen musst, hast Du einen wirtschaftlich großen Schaden.

Aber wenn Du eine Kultur hast, die nur 20 Tage da drin ist, ja gut, dann räumste einmal aus. Und das wären jetzt die Salate oder was Beispielsweise bei den Salaten und beim Basilikum ist das auch im Sommer so. Vielleicht 24, 25 Tage. Sag mal schon, 3, also 3 Wochen klingelt den auch hin, wenn das Wetter mitspielt. Genau und die kannst Du halt einfach rausräumen, Du kannst dann einmal grund desinfizieren und Masken neu starten, ne.

Das das funktioniert in solchen Systemen. Das kannst Du draußen auch nicht machen. Ihr habt, Du hast ganz viel über die REWE Farm gesprochen. Ihr habt aber auch Farmen ja in Belgien und in der Schweiz. Und gibt's da eigentlich Unterschiede zwischen diesen Farmen?

Also ist das so was, was so man sich customized auch irgendwie vorstellt oder habt ihr da 'n gewisses Konzept? Wie stelle ich mir das vor? Sind die Projekte anders? Na ja, das sind Projekte, die wir ja selbst nicht betreiben. Das heißt, da gab's einen Kunden, der der uns damit beauftragt hat, eine schlüsselfertige Fahren zu bauen, die Mitarbeiter einzuarbeiten und wir haben das halt übergeben.

Das heißt, bei der Einfarm waren wir noch lange beteiligt, aber die Beteiligung haben wir verkauft. Das war die die Avatar, also Fernabbatoir in in in Brüssel. Genau. Also das sind Projekte, die wir von von 0 auf konzipiert haben, erdacht haben, haben, weil das waren beides Gebäude, die schon da standen. Das eine war eine 1 Gemüsegroßhändler mit seinem Gebäude und Büro und das andere war 1 1 1 Gebäude auf einem Schlachthof, ne.

Abatoual Sabatre heißt, glaub ich, erschlagen oder so was. Was. Und genau, dort auf dem FoodMed, da sind die ganzen Metzger dann, da unten drinnen steht halt die die Farben oben drauf und die haben wir gebaut, ja. Das heißt, ihr seid zu beidem in der Lage, ihr könnt sowohl in der Anfangsphase mit konzipieren, das war dann der Fall damals bei REWE, als ihr mit den Architekten praktisch das mit erstellt habt. Gleichzeitig war auch, könnt ihr Gegebenheiten nehmen und dann praktisch Farmen dort so reinbauen, wie sie unter den Bedingungen machbar sind.

Also wir können wie eine Art Generalunternehmer vorgehen. Zumindest haben wir das in der Vergangenheit so gemacht. Bei REWE sind wir kein Generalunternehmer, son Einfachplaner, weil wir ja keine Erfahrung haben mit Supermärkten und dementsprechend auch keinen Supermarkt wirklich planen sollten. Da gibt's andere, die das wesentlich besser können. Aber wir sind diejenigen, die Erfahrung haben mit 1 Farm aufm Dach.

Und somit passen wir dann da gut rein. Darf ich fragen, weil das Konzept klingt ja sehr gut. Und es wird ja scheinbar von REWE auch sehr gut angenommen, von den Kunden sehr gut angenommen. Es scheint für uns, für Deutschland, vielleicht auch auch Europa eine Lösung zu sein, auch souveräner zu werden. Das ist auch 'n Aspekt, glaube ich, der dir wichtig ist.

Wir müssen ja schauen, dass wenn Nahrungs-, Lebensmittellieferungsströme auch Energieströme abbrechen, dass wir in der Lage sind, uns ja vielleicht auch selbst zu versorgen. Warum haben wir nicht mehr von diesen Farmen? Mein großer Wunsch, dass wir uns dahin entwickeln und nicht so sehr das Thema, was ich mache, Dachfarmen, ne. Das ist 'n schönes Thema, hat seine Daseinsberechtigung und bewiesenermaßen auch gezeigt, dass es funktioniert. Ich glaube, die die der wichtigere Punkt ist, dass wir große Farmen an die Zentrallager Zentrallager setzen, die es uns dann wirklich ermöglichen, mit Skaleneffekte das Produkt, das bessere Produkt zum gleichen Preis zu produzieren, was keine was eben keine Warenabgabe und keine Lkws auf den Straßen bedeutet, weil sie eben direkt mit einem Vertikaltransport, wenn sie aufm Dach von sonem Zentrallager gebaut werden, die Ware in die Kommissionierung runterfahren und sie dann rausgeht.

Und damit könnten wir durchaus viel erreichen, ja. Das heißt, Zentrallage, das heißt, letzten Endes müssten die verschiedenen Lebensmittelhersteller Zentrallager haben, auf denen oben angebaut. Das heißt, wir jetzt sprechen da nicht mehr von Farmen von 1700 Quadratmeter, 2000 Quadratmeter, sondern 20, 30, 40000 Quadratmeter. Okay, riesige Farmen. Riesige Farmen.

Wir wir wir sind grade auch in der Planung von einem solchen Projekt. Das ist eigentlich sehr, sehr spannend aus verschiedenen Gründen auch für den Lebensmitteleinzelländer. Das Problem ist, viele der Lagerstandorte, die die sind veraltet, die müssen modernisiert werden. Baurecht ist 'n Thema, ja. Sonen Lagerstandort neu irgendwo aufzumachen, fast unmöglich, weil Gemeinden sagen, na ja, also jetzt hier son sone Riesenfläche versiegeln, damit ihr hier son son Lager hinhauen könnt in meiner Gemeinde, dann hab ich 150 Trillionen LKWs, die hier durchfahren und ihr schafft noch nicht mehr Arbeitsplätze, weil das mittlerweile alles automatisiert geht.

Keine Lust. Und wir werden im Grunde genommen wie sone Art Schlüsselöffner gesehen, Türöffner, auch Baugenehmigungsverfahren zu beeinflussen, weil wir eben mit den Punkten die Nachhaltigkeit, die Frische des Produkts, Arbeitsplätze, die wir schaffen und so weiter, dass das Bauprojekt attraktiver machen, sodass 'n Bürgermeister auch hinsieht, guck mal, wir haben hier die größte Farm Europas eröffnet und das macht dann Bürgermeister Freude, wenn er da den die rote Schleife durchschneiden kann, wenn das dann gebaut wird. Also das heißt, das ist ein Thema, was was da reinspielt. Ja, und das andere Thema auch, dass im Grunde genommen gewisse Ziele, Nachhaltigkeitsziele mittlerweile verankert sind in den Konzernen, in den Konzernstrategien, die erreicht werden müssen, c-o-zwei-Ausstöße zum Beispiel. Und wir ermöglichen, also wenn wir eine Farm auf sonem Lager bauen beispielsweise, können wir, wenn wir die Abwärme nutzen dieser Farm, ein c-o-zwei-Zertifikat dem Erzeuger erstellen über die Abwärme, die wir nutzen, was dann in die Bilanz mit reinspielt.

Also das heißt, es gibt verschiedene Sachen, die da total spannend sind, wenn man das macht. Nächst dem Aspekt, dass man eben das Produkt herstellen kann zu einem Preis, der zum Teil niedriger ist, als wenn er irgendwo ausm Ausland kommt. Würden hier auch würde hier Regulierung auch helfen wollen, indem die Anforderungen noch höher werden, an dem die c-o-zwei eingespart werden muss? Würde euch das in die Hände spielen? Auf jeden Fall.

Ich mein, es gibt ja, also das wär eine Möglichkeit, das zu machen, Regulierung. Ich bin jetzt kein großer Fan von Regulierung, weil ich schon auch Marktwirtschaft mag, aber die Schweiz macht's zum Beispiel gut. Die sagen, wir importieren nicht Produkte, wenn sie hier hergestellt werden können, ne. Also Lebensmittel zum Beispiel. Wenn jetzt Klar, wenn Du nicht genug Äpfel hast, dann sagt die Schweizer, ja, hol dir Äpfel von wo auch immer.

Aber wenn sie hier zu dem Zeitpunkt noch verfügbar sind, dann müssen erst mal die Äpfel gekauft werden. Also das ist ja eine Art, wie man auch den Markt schützen kann, ne. Was heißt das, die müssen erst mal hier gekauft werden? Das heißt Na, im Endeffekt, wenn wenn ein Produkt nehmen wir mal an, die Schweiz stellt Basilikum her, ja und sagt, also lass mal über die Schweiz weg. Also wie Länder das machen könnten, wäre im Grunde genommen, dass man sagt, sofern Lebensmittel hergestellt werden können in dem Land Ja.

Müssen sie sich ausdrücken. Weil die Bedingungen dafür vorherrschen. Weil die Bedingungen dafür vorherrschen, dann gehen die in den Markt. Und erst, wenn das nicht mehr der Fall ist, aufgrund von Winter oder was auch immer, kauft man sozusagen aus dem aus dem Ausland die Lebensmittel dazu. Damit schützt man den Markt.

Man schützt den Bauern oder den Lebensmittelhersteller, der wirklich seine Produkte auch nicht so sehr in der Konkurrenz sehen muss wie andere Produkte. Das funktioniert natürlich nicht, wenn wenn er plötzlich das Produkt doppelt oder dreifach oder vierfach so teuer ist. Das das das darf dann nicht sein. Aber man kann natürlich auch Mechanismen implementieren, die das verhindert und ja, son bisschen die Lebensmittelproduktion damit schützt, also als wichtige Industrie, als Schlüsselindustrie vielleicht auch. Schluss müssen wir alle dreimal am Tag essen idealerweise.

Ja. Und das auch zukünftig und Ja, und das würde den c-o-zwei-Ausstoß deutlich reduzieren. Ja, absolut. Ja. Ne komplett aus eigenem Interesse eine Frage.

Gibt's auch die Wirklichkeit, Kartoffeln anzubauen? Weil ich das so als son Grundnahrungsmittel sehe? Also ich sehe ja schon noch auch die Bei Kartoffeln zum Beispiel sehe ich unsere Lebensmittelproduktion, wir produzieren sehr viele Kartoffeln in Deutschland, das funktioniert, als als Grundstein der der der Nahrungsbereitstellung. Also das heißt, die klassische Landwirtschaft ist noch ein wichtiger Faktor für uns und die soll auch da sein. Also ich werd jetzt nicht von den den Hightechsystemen für alles und Kartoffeln lassen sich auch lange lagern, ne?

Also das heißt, die sollen schon auf den Feldern dann produziert werden. Die funktionieren schlecht im System. Wir haben mal son Kartoffelsystem als Prototyp vor 13 Jahren oder so was ausprobiert. Vielleicht sind andere jetzt mittlerweile erfolgreich mit so was. Ich hab's noch nicht gehört, bei uns war das nicht so erfolgreich.

Also die Kartoffel ist auch gar keine, bei der ihr jetzt überhaupt reingehen müsstet, weil sie wird, die Landwirtschaft funktioniert. Genau, weil die Kartoffel im Chron genommen eigentlich jegliches Wurzelgemüse braucht Erde, was unter der Erde wächst. Und das kannst Du sehr schwer Das kannst Du ja schwer anders simulieren. Genau, richtig. Ja.

Also wir haben ja Karotten beispielsweise hydroponisch hergestellt. Die sind in alle Richtungen gewachsen. Ist aufgrund der Schwerkraft, die sehen lustig aus. Die kannst Du nicht schälen. Okay, Du kannst sie nicht schälen.

Das andere Aussehen, weil ja, die waren, sahen lustig aus, ja. Die sahen lustig aus. Das andere ist, dass im Supermarkt auch ganz oft sone Konformität Absolut. Erwartet wird. Und dann können auch nicht Karotten, also da wären ja auch, wenn das jetzt nicht son Biomarkt ist, werden ja auch ganz oft Gurken nicht so gerne genommen.

Ja. Wenn die jetzt auch krumm in alle Richtungen wachsen und so. Da hat der der Kunde Vorstellung und der Verkäufer Ja. Eine Preiskonformität zu haben ja auch, ne. Das stimmt.

Also es gibt natürlich, ne, also wenn ich eine Gurke son bisschen verformt ist, kann ich meines Erachtens auch super verkauft werden. Aber ich glaube, die Karotten, die wir hergestellt haben, wenn Du die irgendwie in irgendeiner Weise hättest schälen wollen, das hätte nicht funktioniert. Es war einfach 'n. Gute Idee, aber Die waren mehr Kunst als Nahrungs. Waren Kunst, ja tatsächlich.

Sehr schön. Auch gut. Ich hab mal eine Frage zur Aquaponik. Und ihr habt ihr ja früher auch betrieben. Das war ja Kreislaufmodell, das Du vorhin erklärt hast, dass er durchaus sehr viel Sinn ergeben hat, den ich glaub, was vielen ja gar nicht bewusst ist, dass zum Beispiel in Exkremente von Fischen genutzt werden können, zu düngen, wenn ich das jetzt richtig wiedergebe.

Das hat er, das System hat er aber auch so seine Kritik. Ich hab bin da durchaus, wird das gestoßen, wo ja, an der Haltung der Fische eine Kritik geäußert wurde. Willst Du darauf mal ganz kurz eingehen, was das Problem war? Na ja, das war eigentlich, wir können auch gerne da offen drüber sprechen, das das war eigentlich gar nicht das Problem. In Aquakulturen gibt es ein grundsätzliches Problem.

Du kannst in Kreislaufsystemen, also es gibt erst mal verschiedene Aquakultouren, ne. Aquakultouren ist ja 'n sehr weiter Begriff, also Fischproduktion, wenn Du so willst. Es gibt Aquakultouren in Fjorden, im Meer, es gibt Aquakulturen in Seen und es gibt Aquakulturen in den Kreislaufanlagen. Das ist das, was ich sozusagen bei 1 Aquaponik mache. Die Kritik, die damals kam, war von von Peter beziehungsweise es war eigentlich auch keine Kritik, sondern ich hab durch einen befreundeten Unternehmer, der rief mich an und meinte so, guck mal, Nikki, wir haben hier eine Pressemitteilung auf unserem Tisch liegen, dass irgendwie Strafanzeigen gestellt wurden und da bist Du auch drauf wegen schlechter Tierhaltung und so weiter.

Gegen den Geschäftsführer, weil da hab ich die Formulierung? Genau, gegen den Geschäftsführer. Und ich hab gedacht, was ist das denn? Also wir waren zu dem Zeitpunkt, ich weiß nicht, in der Heinrich Böll Stiftung als gutes Beispiel, wie man das macht, Greenpeace Magazine hatte damals über uns geschrieben. Mich war total so verwirrt, ich so, hier war ja niemand.

Also wie wie wie kann denn jemand sagen, dass bei uns die Fische schlecht gehalten werden und sonstiges? Und ich hab damals, da war das ja sozusagen, erst ging diese Pressemitteilung raus und dann dann die die Redaktion. Also ihr habt über eine Pressemitteilung von Anfang. Bevor das überhaupt raus war, Peter hat eine Pressemitteilung gemacht und ich hab aus 1 Redaktion heraus, hat mich 'n Freund angerufen und hab mir so hä, was 'n das? Und ich hab dann Peter angerufen und hab gesagt, Entschuldigung, ich hab hier gehört, dass da irgendwie anscheinend 'n 'n 'n was über mich geschrieben wird und ob ich da mal mit jemandem sprechen dürfte, weil ich würd, könnt gerne vorbeikommen, also oder ich will verstehen, wieso das geschrieben wird.

Und dann dann war 1. Die 1. Reaktion so, ja, nee, wir wissen jetzt nicht, wovon ich rede und so weiter, aber sie gucken mal. Und ich so, na ja, also mir wurde das gesagt. Also ich denk mal, dass das schon stimmt.

Dann hab ich tatsächlich 'n 'n 'n 'n 'n Rückruf bekommen, damals sehr zurückhaltend, weil sie jetzt dachten, was weiß ich, ich lad da jetzt sauer oder Sonstiges. Und ich hab halt gesagt, kommt doch einfach vorbei. Ich versteh nicht, wieso ihr das macht, ohne jemals in meiner Produktion gewesen zu sein, ne. Also kommt vorbei und gesagt, nö, das machen Sie nicht. Hab ich sag, na ja, gut.

Also dann für mich, das war mein Satz, den ich dann sagte, es gibt guten Journalismus und schlechten Journalismus, das ist anscheinend schlechter Journalismus. Also wenn ihr noch nicht mal eine Einladung von mir annehmt, euch meine Produktion anzusehen, man muss dazu sagen, die haben das, glaub ich, deckend gemacht, diese dieses Strafanzeigen. Ich wusste auch nicht, wie so was funktioniert. Die werden gar nicht verfolgt beziehungsweise werden dann fallen gelassen, weil ja, also kommt dann irgendwann mal der Veterinär vorbei und sagt bei euch, ja, alles in Ordnung, gut. So.

Was was waren denn die genauen Kritikpunkte? Na, die Kritikpunkte ist eigentlich, dass dass, wenn man in 1 Kreislaufanlage arbeitet, natürlich erst mal da keine Naturnähe per se ist. Also die Definition, dass das jetzt kein Teich oder keine Erde irgendwie am Boden ist, ist das eine. Und das andere ist, dass man, und jetzt kommt eine theoretisch berechtigte Kritik, die nicht auf mich zugetroffen hat, die Besatzdichte. Du kannst in Kreislaufanlagen Besatzdichten hochfahren und sehr, sehr viel produzieren.

Und wenn Du jetzt rein kapitalistisch denkst, sagst Du, na gut, ich hab 'n Becken. Ich kann aus dem Becken eine Tonne Fisch im Jahr nehmen oder 5 Tonnen Fisch. Das hängt davon ab, wie viel Fisch ich da reintue und wie der Fisch sich wohlfühlt. Und jede Fischsorte, die man macht oder die man produziert, die hat eine Wunsch besatzlich, in der sich wohlfühlt. Also man macht sich bei Fischen einen natürlichen Instinkt zu zu nutze, dass sie gern einen Schwarm, Sicherheit zu haben, ausbilden.

Und man kann an einem Brunnen Becken wunderbar einen Schwarm ausbilden. Das heißt, der Fisch fühlt sich wohl. Wenn allerdings die Fische zu eng beieinander sind, dann fühlen sie sich nicht mehr wohl. Dann fühlen sie sich, oh, Moment mal, das ist jetzt hier zu eng und dann haben sie Stress. Und wenn sie Stress haben, dann geht das Immunsystem runter, dann werden sie krank, dann muss man Medikamente geben, damit die sozusagen weiter wachsen und so weiter.

Aber Fische essen auch nicht mehr, wenn sie krank sind. Und man will ja, wenn man Fisch produziert, dass dass die halt schnell groß werden und und Gewicht haben. So. Aber wenn man die Fische eben diese optimale Besatzdichte gibt, dann geht's die gut, die wachsen gut. Und es gibt Fischsorten, die eben auch überhaupt keine, sagen wir mal, Verbindung mit dem Boden haben, ne, also die nicht im Boden wühlen und da spielen oder Sonstiges.

Es gibt Fischsorten, die das nie in ihrem Leben machen. Und ist das son Fisch, den ihr Das war eine Sache. Genau. Wir haben Buntwäsche Buntwäsche haben wir produziert, aktuell produzieren wir gar nicht mehr. Und wir hatten damals auch, es war superspannend, war das Naturland.

Es war 'n Zertifizierter bei uns mit auch Veterinären, die alle immer sagten, wir haben noch nie so schöne Fische gesehen wie bei euch vom Finnenbild und so weiter. Es gibt Indikatoren, ob's im Fisch gut geht oder oder schlecht geht. Das kann man sehen. Und und da war war ich bei 'nem Vortrag von 'ner Veterinären, die sagte, na ja, also ich geborene euch mal eine Perspektive auf einen Biofisch, der in Deutschland produziert wurde in 'nem Teich. Dieser Fisch oder der Fisch wird diesen Fisch produziert, hat überhaupt keinen Blick darauf, ob's dem Fisch gut geht oder nicht.

Der Teich ist grün, die Sommer sind warm, der Fisch hat keinen Sauerstoff im Wasser, der ist kurz vorm Abnippeln. Und der Fisch verziert eigentlich nur, hab ich eine Krankheit oder Sonstiges im Wasser, wenn die Fische oben schwimmen. Das heißt, dieser Fisch hat natürliche Prädatoren, Reiher, Sonstiges, die pieken den Fisch, die die haben Wunden, die verpilzen und so weiter. All das ist 'n Biofisch. Dieser Fisch hat wesentlich mehr Stress und dem geht's wesentlich schlechter als 'n Fisch, der bei uns in 'ner Kreislaufanlage schwimmt bei der idealen Temperatur.

Der liebt 25 Grad, wir stellen 25 Grad ein. Wir können ja, weil das Wasser klar ist, sehen, oh, da unten schwimmt 'n Fisch, dem geht's nicht gut. Wir können handeln. Wir können frühzeitig, bevor eine ganze, bevor 100000 Fische irgendwie krank werden, einzelne Fische isolieren. Wir können gezielt füttern.

Wir sehen, nimmt der Futter auf, nimmt der Futter nicht auf. Und es war total spannend, dass die Veterinären sagte, das ist eigentlich dem Fisch, dem geht's gut, ja. Und meinte, es ist halt eine 1 anthroposophische Sicht. Wir sind Landtiere, wir haben son Gefühl, ja, wir brauchen jetzt hier riesige Weite und so weiter für son Fisch. Der Fisch schwimmt in 1 Strömung.

Der ist sozusagen dauerhaft am Schwimmen. Der würde auch, wenn er jetzt im Fluss wäre, nicht 3 Kilometer den Fluss hochschwimmen, weil da eine schöne Weide ins Wasser hängt, sondern der will essen, ne. Der will idealerweise nicht gefressen werden und wächst so auf, ja. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn man die Anlage sieht und man weiß und ich glaube, es es gibt auch andere Dinge, die kritisiert worden, es wurde auch teilweise das Wording kritisiert. Ach so.

Ihr sprecht zum Beispiel von Ernte. Es ist ja 'n Fisch, es ist geil und es wurde kritisiert, es ist keine Pflanze. Ja. Ihr sprecht aber trotzdem von der Ernte und setzt den Fisch sozusagen mit 'nem mit 'ner Pflanze gleich. Und ich glaube, dass es für manche Menschen befremdlich ist, dass das dass Lebewesen halt oder 'n 'n Fisch gleichgesetzt wird mit 'ner Pflanze, die man einfach dann abererntet.

Glaube, das war befremdlich. Ich glaube, das andere, was ich gesehen hatte, auch der Produkt da am Hauptstabbarsch wurde kritisiert. Ich weiß gar nicht, was jetzt der genaue Kritikpunkt war. Aber ich glaube, es ist, dass der letzten Endes, dass der Fisch zu soner Art Pflanze und Produkt wurde, die geerntet wurde. Richtig.

Und ich glaube, das ist, wenn man sehr tiernah ist, dass das dann aufstoßen kann, dass man das Gefühl hat, der Fisch, der schwimmt jetzt nicht in sonem schönen Tümpel rum. Ja. Genauso wie vielleicht diese Vorstellung von der Pflanze, die steckt jetzt nicht in der Erde, sondern die ist auf sonem Tisch. Und und dadurch ist sie vielleicht nicht so gut, wie Du gesagt hast, diese, wenn das dann verhältnismäßig industriell hergestellt wird, das ist immer was im Kopf mit den Menschen ja auch macht. Es ist lustig, dass Du's sagst, ich komm ja gar nicht aus der Lebensmittelproduktion.

Ist ja gar nicht, was ich gelernt hab, nicht mein Steckenpferd. Und das ist ja auch schon sehr lange her. Und ich hab immer andere Wörter benutzt und ich wurde immer sozusagen korrigiert, dass man von Ernte spricht, deshalb hab ich sozusagen mir das angewöhnt. Ich hatte früher auch andere Worte. Ich hab gesagt, wir schlachten die Tiere und ja und ernten sie nicht.

Das war im Grunde genommen ein erlerntes Verhalten von mir aus der aus der Zeit, ja. Ja, ich, also ich glaub, das hat damit zu tun, dass man einfach, wenn man in 'nem in 'nem keinen, in 'nem anderen Kreis sich aufhält, wo man einfach sehr tiernah ist, dann findet man diese Begriffe einfach befremdlich. Ich glaube, das ist aber dann auch genauso natürlich Peter, das oberste Ziel ist Tierwohl. Ja, ist ja auch 'n super Tier. Also ich mein, Tierwohl ist oberstes oberstes Gut, logisch, also in der Tierproduktion.

Und da geht, also ich finde, dass da sehr, sehr viel noch gemacht werden kann und gemacht werden muss und reguliert werden muss. Und auch bei Aquakulturen find ich, dass da einiges gemacht werden sollte, ja. Ihr macht das jetzt aber gar nicht mehr, hab ich das richtig verstanden? Genau. Wir haben aktuell keine Aquakulturenbetrieb.

Liegt daran, dass im Grunde genommen der Fisch sich nicht so gut verkauft hat. Wir konnten ihn nicht so, also es war sehr teuer für uns, den Fisch zu produzieren, das ist 'n sehr erklärungsbedürftiges Produkt. Der Deutsche ist nicht so fischaffin. Also die Lebensmitteleinzelhändler bauen alle ihre Fischstücken ab. Ich glaub hier in der Region bei Wrede gibt's nur noch im ganzen Osten.

Sehr viele Fischheken in den letzten 10, 15 Jahren verschwinden sehen. Absolutes Sterben und dementsprechend für so ein Produkt, was ja wirklich toll ist, das ist der frischeste Fisch, den man eigentlich haben kann, Den willst Du eigentlich nicht verpacken, abschweißen und in sone Stepertruhe vor 'nem von 'nem Marklingen, da verkauft der sich nicht gut, so. Mhm. Und das war das, was wir gesehen haben. Wir haben gemerkt, wir haben tolle Fische verkauft, aber dann haben die sich nicht verkauft.

Und das war für mich erschreckend, weil ich möchte ja keinen Fisch töten, der nicht verkauft wird, sondern der weggeschmissen wird, weil er schlecht wurde. Und dann haben wir die Reißleine gezogen und haben gesagt, das funktioniert so nicht. Ja. Das liegt vielleicht auch in der Fischsorte und vielleicht 'n bisschen an dem fehlenden Mut, da umzusteigen. Nicht auf unserer Seite, ich hätte gerne Saibling oder Forelle gemacht, da seh ich 'n Markt auf jeden Fall.

Aber das sind Projekte, die wiederkommen werden, ne. Also das heißt, das Thema Aquaponik ist momentan pausiert oder der Fischteil in der in der Geschichte, aber wir werden mit Sicherheit noch apapponische Farben bauen in Zukunft. Warum benennst Du den Fisch, den Barsch als einen Fisch, der jetzt vielleicht nicht so attraktiv ist oder der falsche Fisch? Ist der wird der gleichgesetzt mit so diesen Fischen, die so irgendwie son im Tümpel da irgendwie sich ernähren, dass vielleicht son gewissen, wie nennt sich das, son gemehligen Geschmack dann auch manchmal haben können oder? Na, der der der der Geschmack, dieser dieser erdige Geschmack, das ist 'n Enzym, was Du haben kannst.

Das gibt's in Aquakulturen auch. Das hat gar nichts mit Erde zu tun, schmeckt, aber so dieser Muff, ne. Okay, ja, genau. So. Das Thema eigentlich ist, dass der Barsch eigentlich vergleicht wird mit 'nem Fisch, der aus Asien kommt und zum Teil auch sehr schlecht ist, ne?

Also son Tillapia, das ist 'n Tillapia, ist 'n Buntbarsch, ist ein Tillapia und der hat auch 'n schlechten Namen, so. Und wir haben versucht, einen guten Tilapia herzustellen, einen guten Buntbarsch, der eben mit veganem Futter, mit Biofutter gefüttert wurde. Also wir haben ja viele Dinge anders gemacht, also einen wirklich sehr, sehr hochwertigen Fisch hergestellt oder ein hochwertiges Produkt, wo man das so möchte. Also unser Futter hat fast das Vierfache gekostet 1 Billigfutters, ja. Dementsprechend konnten wir niemals einen Preis erreichen, der annähernd 1 Benchmarksproduktes aus Asien war, was wesentlich schlechter ist.

Jetzt jetzt verstehe ich auch, weil Du vorher schon gesagt hast, es ist ein erklärungsbedürftiges Produkt und ich mich gefragt habe, wie erklärungsbedürftig ist, als einen Barsch zu verkaufen. Ja. Aber wenn die Wahrnehmung natürlich ist, das ist 'n, wenn auch aus Asien diese Fische importiert werden, ist das 'n vielleicht 'n 'n Billigfisch? Ja, im Grunde genommen ist das wird das so wahrgenommen und dementsprechend wird's Du keinen hohen Preis zahlen. Ja.

Aber wenn Du, also der Fisch ist fantastisch gewesen. Ich hab den auch im REWE mal vorgefunden Ja. Und mir ihn dann gekauft. Das ist 'n sehr guter Fisch gewesen. Aber wie Du schon sagst, ich bin auch auf ihn gestoßen in soner Stolpertruhe hast Du's, glaub ich, genannt.

Glaubfachbegriff, ja. Da läuft man dann einfach so rein. Das ist gar nicht, man geht nicht an die Fischdicke, sondern man kommt in 'nem anderen Bereich, wo Produkte sind, dann einfach dran vorbei und da liegt dann der Fisch in der Truhe und dann haben wir Vorlebendem Hackfleisch, so, ne? Ja, da könnte alles, da könnte auch, glaube ich, auch daneben irgendwo noch Tofu liegen oder sonst was alles. Ja, ja.

Das ist dann son bisschen Mischmasch, sodass man das irgendwie so mitnimmt spontan. Aber es war jetzt auch nicht in 'ner 1 Art und Weise präsentiert. Ich finde, Fischtheke hat schon eine andere Präsentation. Aber geht man hin, man weiß mental, man zahlt jetzt 'n bisschen mehr, weil frischer Fisch und man hat sofort 'n Premium gefühlt im Gegensatz zu abgepackt und jetzt ins Querregal geworfen. Genau.

Nee, definitiv. Also ich hätte meinen Fisch auch aus 1 Stolpertour nicht gekauft. Ich muss auch dazu sagen, ich geh auch nicht in den Supermarkt, Fisch zu kaufen. Also ich hab meine Fischtheke oder ich weiß, die ich kenn die Produzenten und lass mir Fische von denen entweder mitbringen oder oder ich fahr dorthin. Dementsprechend ja, das war falsch platziert, falsche Fischsorte, auch ein Learning, was wir gemacht haben.

Und dementsprechend, wenn wir jetzt zukünftig Aquakultur sprechen oder Aquaponik sprechen, dann werden wir andere Fischsorten machen. Weil ich glaube, der Deutsche kennt eine Forelle, eine 1 Regenbogenforelle, die funktioniert auch in unserem System. Nicht ganz so gut wie 'n Buntbarsch, weil der Buntbarsch 'n Warmwasserfisch ist und eine Forelle 'n Kaltwasserfisch ist. Und da gibt's so was wie Nitrat- und Nitritbeständigkeit im Wasser. Also im Grunde genommen, bei 'ner Aquaponik willst Du viel Dünger im Wasser haben können für deine Pflanzen, aber Buntbarsch macht das nichts aus, viel Dünger im Wasser zu haben und die produzieren viel.

Und Kaltwasserfische, denen macht das was aus. Das heißt, Du kannst nur sehr, sehr wenig Fisch, also viel weniger, die man eigentlich produzieren könnte, produzieren wegen des Nitratlevels, ne, weil weil die eben nicht so beständig sind Nitrat gegenüber. Aber nichtsdestotrotz, auch da gibt es Möglichkeiten, das technisch zu lösen und deshalb glaub ich, dass wir bald in Zukunft wieder Farmen mit Fisch haben werden. Ich würd's mir wünschen, ich ernähre mich ja überwiegend vegan und vegetarisch ab und zu Fisch. Und ich bin irgendwann darauf umgestiegen zu gucken, wo der Fisch genau herkommt, weil ich zum Beispiel weiß, jeder Fisch aus Meer muss man sehr vorsichtig sein, was für Auswirkungen das Farming auf den Meeresboden Meer hat und wir fischen das Meer leer.

Absolut. Praktisch. Und deswegen bin ich dann irgendwann nur noch dazu übergegangen, dass wenn ich mal zum Beispiel im Urlaub an 'nem See saß, wo in Österreich die direkt dort raus gefischt haben, dann hab ich mir doch die Forelle oder den Fische auch gerne gegönnt. Ja. Ich möchte gerne wissen, wo er herkommt und ich möchte da ja einfach wissen, dass daraus kein Kollateralschaden entsteht.

Absolut. Und den Kollateralschaden steht ja auch häufig schon beim Futter, ne. Also die Fische werden mit Fischmehl gefüttert, weil Sich selbst. Sonst 'n Meeren kommen, ne? Also was aus Beifang zum Beispiel oder Resten der Verarbeitung und dann stammt.

Aber ja, das ist nämlich auch 'n Problem. So und das waren zum Beispiel alles die Themen, die wir damals mitgedacht haben, als wir angefangen haben, akaponisch anzubauen. Und wir waren irgendwann waren wir bei Biofutter gelangt und irgendwann haben wir einen Produzenten gefunden, mit dem wir Futter herstellen können, was vegan war. Das heißt, das Eiweiß wurde wurde über Pflanzen, dem Futter zugesetzt und die Fische sind damit groß geworden und ja, also ein vegan ernährter Fisch, den wir am Schluss produziert haben. Nikki, ich möcht mit dir mal ganz kurz auf deinen Weg kommen.

Du hast grad eben ja ganz kurz auch mal gesagt, Du kommst eigentlich woanders her, musstest dann auch die Begriffe aus dem Farming lernen, deswegen bist Du dann umgestiegen auf den Begriff Ernte zum Beispiel. Du hast International Business studiert. Wie landet man dann irgendwann bei der Fischzucht, bei Basilikum in der Schöneberger Malzerei in Berlin? Auch wiederum wahrscheinlich eine 1, ja, eine Kette und Zufällen. Genau, ich hab mal ich hab mal in London studiert, International Business und und Sprachen, aber auch relativ viel im Ausland unterwegs und hab schon früh gemerkt, dass ich Unternehmer bin und gerne Dinge anstoße und sehr neugierig bin und hab verschiedene Firmen im Grunde genommen schon gegründet.

Und meine 1. Firma war in Italien, da haben wir, glaub ich, waren wir die Ersten der Welt, die eine Audio Guardd City Tour gemacht haben, also 'n MP3 Spiel entwickelt haben mit Satellitenempfang. Das, was jetzt jedes Handy kann, haben wir damals sozusagen gemacht. In Venedig war das. Genau und ich hab auch gemerkt, dass dass ich eben eben diesen diesen Faible für Sinnhaftigkeit, damals gab's das Wort nachhaltig noch nicht, hatte und dass ich mir überlegt hab, also wenn ich irgendwas tue, dann möcht ich, dass 'n tieferen Sinn hat, dass ich irgendwas verbessere in der Welt.

Und ja, und dann bin ich irgendwann mal über nachhaltige Geschäftsmodelle gestolpert und hab gedacht, das ist eigentlich das, was ich machen möchte. Und in dem Zuge, als ich nach Deutschland zurückgekommen bin, das war so 2006 nach Berlin gekommen bin, hat ein Freund von mir eine Immobilie gekauft gehabt und hatte mich gefragt, ob ich ihm helfen kann, mit der Entwicklung und eine Vision dafür entwerfen kann. Das hab ich getan und dann hat er gefragt, ob ich ihn nicht auch in der, ja, Umsetzung teilhaben kann und hab dann mit ihm diese Immobilie umgebaut, ausbauen dürfen, sehr nachhaltig, viele Preise auch gewonnen dafür für unser Tun. Und Da ging's aber damals noch einfach nur darum, das hat auch nichts mit Farming zu tun gehabt. Das hat noch nichts mit Timing zu tun gehabt.

Es ist einfach 'n nachhaltiges Gebäude. Das genau, das war eine 1 große Fabrik, die wir umgebaut haben Ja. Mit 'nem ja, 'nem sehr nachhaltigen Denken. Also Werte schaffen, Content driven, Real Estate haben wir das genannt. Also wir haben erst Werte geschaffen und darum dann, also nicht 'n Ankermieter gesucht und dann alles andere drum rum entwickelt, sondern wir haben drum rum entwickelt, den besten Mieter zu finden, der zu unserer Vision passt.

Und in dem Zuge sind wir auch über, also mit der Immobiliengesellschaft, Entwicklungsgesellschaft über son son son Prototyp 1 awapponischen Systems gestolpert. Und das haben wir damals gekauft und haben das betrieben und das war so mein Projekt. Da hab ich gemerkt, oh krass, das funktioniert ganz gut, beziehungsweise andersrum, es funktioniert nicht ganz gut, aber es ist ein Business Case vorhanden. Und da hab ich mich dann reingefuchst und so ist dann die ICF daraus entstanden und ist dann auch auf dem Areal dieser alten Fabrik gebaut worden, die ICF waren. Ihr seid jetzt wie viele Mitarbeiter?

Muss ich mal nachzählen. Wir sind jetzt mittlerweile relativ reduziert wieder. Wir haben uns letztes Jahr, weil unser Expansionsbestreben in der aktuellen Zeit, wo nicht gebaut wird, wo Nachhaltigkeit nicht mehr im Fokus leider ist in den Führungsetagen und nicht mehr so wie noch vor 5 Jahren, haben wir uns reduziert von 20 auf 10. Okay. Also es kommt deutlich dann auch bei euch an, wenn Nachhaltigkeitsaspekte grade nicht die oberste Priorität haben.

Absolut. Ich mein, ich arbeite ja viel mit Dritten, ne. Es als als Planer machst Du ja 'n Brandschutz zum Beispiel nicht selbst oder sonstiges. Also ich kauf viel ein. Das heißt, wir waren immer 'n sehr kleines, schlagkräftiges Team, aber genau.

Expansion ist momentan bei uns auf auf auf Eis gelegt und wir betreiben momentan die 2 Farben. Das ist eigentlich das mein Haupt meine Haupttätigkeit in aktuell sogar die Inbetriebnahme der Farben, das Schleifen der Prozesse, das Optimieren von den Prozessen und danach werd ich wahrscheinlich auch erst mal eine Pause machen. Was heißt danach? Oh, ich hätte Lust, ich mach das jetzt schon seit seit vielen, vielen Jahren. Vielleicht Du machst das jetzt über 10 Jahre oder noch deutlich länger?

Ich mach das deutlich länger. Ich hab 2011 angefangen damit, also mach das jetzt seit 15 Jahren. Und ich würde eigentlich gerne mal eine Pause machen, eine kleine Schaffenspause, dann wieder mit neuer Energie Expansion für für ECF neu zu betreiben beziehungsweise anzugehen und in der Hoffnung, dass natürlich auch der Markt sich wieder 'n bisschen dreht und dass dass die wichtigen strategischen Themen wieder auf die Agenda kommen. Und das, was wir machen, hat eine absolute Zukunft und ist absolut wichtig für Deutschland und auch weltweit. Und wir müssen da einfach schauen, dass dass jetzt diese diese wirtschaftliche Lage, diese wichtigen Themen nicht negiert und vom Tisch schiebt, sondern dass die wieder auf den Tisch kommen.

Ja. Ich war kurz geschockt. Ich dacht, das Schaffenspause heißt ETF Farm Systems. Du musst da jetzt irgendwie sonen Tag anschließen. Nein, nein.

Du brauchst aber einfach mal irgendwie Ich weiß ja, dass die aktuelle Farm sehr viel Energie zieht. Du hast mir schon 'n paar Sachen erzählt, teilweise auch für dich bedeutet das 12 Stunden Tage. Und da kann ich schon verstehen, dass man auch vielleicht für neue Ideen, für frische Ideen auch einfach mal irgendwie mal rechargen irgendwie muss, wie's Absolut, absolut. Findest Du da überhaupt Zeit für Urlaub zurzeit auch mal oder? Nee, grade nicht.

Auch Sommerurlaub war natürlich mit der Inbetriebnahme von so Farm kein wirklicher Sommerurlaub. Ich hab mit meinen Kids Urlaub gemacht, aber hab halt ganz normal gearbeitet. Da waren die Großeltern auch dabei. Dementsprechend konnten die da auch 'n bisschen was übernehmen. Aber ja, nee, das ist total wichtig und aktuell ist es sehr, sehr viel, weil wir uns auch die Inbetriebnahme der neuen Farm, die wirklich Sendung mit der Maus Hightech ist, etwas anders vorgestellt haben.

Aber wir kommen vor vor ungefähr 4 Wochen haben wir mit der Produktion gestartet, noch nicht mal ganz 4 Wochen her. Und wir kommen von zu viert 12, 13 Stunden am Tag, die Ernte und Aussaat und alles zu schaffen, zu, wir sind mittlerweile zu zweit 12 Uhr fertig mit der Ernte. Gut, da gibt's noch genug andere Sachen. Das heißt, wir sind jetzt schon in den 4 Wochen haben wir eine krasse hingelegt, aber die waren die waren extremst intensiv diese Wochen jetzt und sind auch noch weiterhin intensiv. Also wir sind vielleicht so bei 65 Prozent dessen, wo wir wo wir sein wollen und jetzt müssen wir in den nächsten 6 Monaten sukzessive uns auf die 100 Prozent steigern.

Was für verschiedene Rollen gibt es dann bei euch so im Team? Ich bin, finde es sehr spannend. Man stellt's ja, es ist eine Farm, aber wir haben uns schon davon gesprochen, das ist ja auch sehr technisch. Was Ist eigentlich eine Maschine, ja. Ja.

Was was für Rollen habt ihr da euch insgesamt im Team? Also es gibt im Grunde genommen einen Betriebsleiter, der das ganze Thema der der Kultursteuerung macht. Also der schaut, dass es der Pflanze gut geht, der im Grunde genommen die Maschinen einstellt, damit die die Pflanze richtig behandeln, so. Und und dann gibt es Helfer, ja, einfach die bei der Ernte helfen, die bei der Verpackung helfen, beziehungsweise macht das auch eine Maschine. Sie müssen oder oder die Verpackung nehmen und in Kisten packen und rausholen.

Also das heißt, die Farm ist eigentlich so konzipiert, dass wir eben für 500 Märkte produzieren und dass sie von 2 Mitarbeitern wirklich betrieben werden kann. Natürlich haben wir mehr Mitarbeiter, in der Farm sind 4 Leute in der Produktion beschäftigt, aber halt, weil manche krank sind und Urlaub und die sind auch nicht Vollzeit beschäftigt, aber damit wir auf jeden Fall immer 'n Back-up haben, dass immer mindestens 2 Leute dann in der Produktion stehen. Du hattest ganz kurz die, glaub ich, Geschäftsmodelle mal nur son bisschen angerissen. Ich glaub, ihr habt 2 verschiedene Kerngeschäftsmodelle, oder? Kannst Du die mal ganz kurz erläutern, die ihr habt?

Also entweder ihr ihr baut die Farm und betreibt sie oder ihr übergibt die Farm. Sind das die 2 Modelle? Ja, fast. Also entweder wir planen und bauen für 3. Oder wir betreiben.

Und manchmal planen wir auch für uns selbst und betreiben, aber eigentlich ist die ECFarmsystems baut Farmsysteme, konzipiert Farmsysteme und die frisch und Dach GmbH betreibt Farm, so. Okay, das sind 2 Modelle, die man dann praktisch in Anspruch nehmen kann. Genau, wir haben das als wir haben das mal für den LEA konzipiert. Das ist das, was wir mit der REWE machen und was wir jetzt auch in die Expansion versucht haben zu bringen, wo wir jetzt gerade pausieren, was ich sagte, ist, dass wir gemerkt haben, dass ein Lebensmitteleinzellein zum Beispiel keine Farben selbst betreiben möchte, ja. Ja.

Das ist nicht deren Kernthema, aber sie hätten gerne Farben. Dementsprechend komm ich rein und ermögliche ihnen, dass sie eine Farm haben und bringen ihnen aber auch gleich die Lösung mit, dass wir Mit der Betreibergesellschaft. Genau, richtig. Das heißt, skalieren zu können, müsste eigentlich dieses Modell, das ist eigentlich dann das, wäre das Modell? Das ist das Modell und das ist das Modell, was ich eigentlich wie gesagt in groß, das Thema Lagerstandorte, große Farben, das ist das, was ich eigentlich jetzt noch weiter nach vorne bringen möchte und in den nächsten Jahren sehen, also umgesetzt sehen möchte in in Deutschland.

Ich hab in der BZ von vom zwanzigsten sechsten 20 25 einen Artikel über euch gesehen und gelesen und fand's witzig, weil ihr darin als Start-up bezeichnet werdet. Ja. Empfindest Du dich selbst? Empfindet ihr euch als Start-up? Also grade ja.

Also viel zu viel zu tun, wenig wenig Geld und ja, nee. Also momentan sind wir definitiv so noch vom Gefühl her Start-up. Jetzt rein von der Zeit, die es uns aufm Markt gibt, sind wir eigentlich schon etabliert, ja, irgendwo dazwischen. Ja, ich meine, ich find's ja interessant, weil ich glaube, wir haben bei diesem, dass dass auch bei dem Wort Start-up gibt's sone Romantisierung und dass das dann immer da heißt, okay, das ist sone totale Anfangszeit. Ich glaube aber auch, dass ich so was über eine Dekade ziehen kann, je nachdem, also wie viel Innovationskraft noch gebraucht wird, auch vielleicht auch das ideale Geschäftsmodell zu finden und so weiter oder profitabel zu werden.

Ich mein Amazon hat zum Beispiel gesagt, sie bleiben immer Start-up irgendwo. Ich glaube, das ist aber auch dann sone Mentalitätsfrage. Ich wollte auch gerade sagen, ist eigentlich eher son Mindset, ne. Ist man Start-up oder nicht? Wir müssen ja immer wieder Dinge neu erfinden.

Die Farm, die wir jetzt in in Berlin gebaut haben auf dem REWEI Markt, ist eine ganz andere Farm als die Farm in Wiesbaden. Das Level an Automation ist ein ganz anderes. Die Maschinen sind ganz anderes. Wir müssen Maschinen erfinden, damit das überhaupt funktioniert, weil solche Farben gibt es nicht. Wir müssen beispielsweise ein Produkt, was mit vielleicht 30 Grad ausm Gewächshaus kommt, innerhalb von 20 Metern auf 4 Grad runtergekühlt haben und es muss unten in 1 Verpackungsmaschine landen.

Und die Maschine, die's dafür in der Mitte braucht, die gibt's einfach nicht. Die müssen wir dann selbst erfinden, bauen und hoffen, dass sie funktioniert. Sie funktioniert. Das ist Am offenen Herzen wird dann da operiert oder? Ja, auch manchmal am offenen Herzen, ja.

Also das, ja, das sind das sind Deshalb ist es immer noch Start-up. Okay. Kannst Du über den jährlichen Umsatz sprechen? Wie groß seid ihr? Also sone Farm an sich macht ungefähr zwischen 1 und 1500000 Euro Umsatz, ja?

Im im Jahr. Genau, das ist der Jahresumsatz. Okay. Und ist ist EtherFonds, ist das eigentlich Bootstrap, habt ihr das aus eigener Kraft oder habt ihr aber Investoren reingeholt? Wir haben Investoren reingeholt damals.

Ja. Wir haben praktisch Private Equity Investoren, Family Office haben wir da drin. Nikki, ich geborene dir jetzt eine Zeitmaschine und Du reißt jetzt einfach mal zurück an den Anfang von ECF Farm Systems. Gibt's irgendwas, was Du vor 10 Jahren oder jetzt Du sagst ja, eigentlich steckst Du seit 2011 drin. War das schon ECF Farm Systems?

Nee, damals noch nicht. Damals war's noch im Projekt, also als Projekt sozusagen stand das da. Ich glaub Farm Systems war ab 2014. Okay. Aber sozusagen zum Beginn der ja, nachhaltigen Lebensmittelentwicklung gibt's irgendwas, was Du supergerne am Anfang schon gewusst hättest und deinem früheren Ich vielleicht schon verraten hättest?

Na, ich glaube, ich hätte vielleicht etwas anders gemacht und ich hätte mich da entgehen beraten, dass ich, wir waren immer sehr, immer sehr bescheiden, während alle rausgegangen sind und viel Kapital aufgenommen haben und und groß gewachsen sind, ohne Geschäftsmodelle zu haben. Haben wir damals gesagt, nein, wir versuchen das so, ne, und und nicht zu viel versprechen, was wir dann vielleicht nicht halten können und so weiter. Ich glaube, wir waren oder sind die Einzigen, die tatsächlich einen einen einen Business Case hatten und haben, sehen wir ja in den Farm, der wirklich auch funktioniert. Und ich glaub, ich hätte mir gesagt, sei nicht so bescheiden, geh auch raus, hol dir die finanziellen Möglichkeiten und skaliere größer. Dann wären wir jetzt nicht in der Größe, wie wir sie sind, sondern wir hätten wahrscheinlich auch die die schwierige Phase überstanden und wären werden tatsächlich, hätten mehr Impact und hätten und wären unserem Ziel näher, eben Produkte herzustellen, die besser sind zu 'nem attraktiven Preispunkt.

Interessant, dass Du das sagst, weil die 2 Gründer, Geschwister, die ich vorhin schon erwähnt hatte von Raseco, die haben dasselbe gesagt. Also sie haben gesagt, wenn sie noch mal Der Ratschlag von ihnen wäre, früher das Geld aufnehmen, schneller zu skalieren, gerade wenn man in 'nem Bereich ist, wo man wirklich eine 1 krasse hat und vor allen Dingen eine gut mit gut eine gut finanzierte. Also wenn Du natürlich mit der Rasierindustrie das aufnimmst, weiß ja auch, wer die Player sind. Hab ich so viele. Ja, 2, 3 große Player von Konzernen, schneller zu skalieren, hätten sie das sich gewünscht, das früher zu machen.

Ich hätte nicht vieles anders gemacht, weil ich glaube, Dinge, die auch schiefgelaufen sind, die waren wichtig für unsere Entwicklung. Also ich find, die Fehler, die wir gemacht haben, die waren notwendig, ne, uns dahin zu bringen, wo wir jetzt sind, dass wir eben solche Systeme auf Supermarktdächern überhaupt planen, bauen und betreiben können. Aber genau, das der Skalierungsgedanke, der das war damals eine sehr, sehr gutes Marktumfeld. Wettbewerber von mir sind groß geworden. Gut, die gibt's alle nicht mehr, aber die haben bis zu 'ner halben Milliarde an an finanziellen Mitteln aufgenommen, wenn ich jetzt an Infam denke zum Beispiel.

Und wir haben zur gleichen Zeit angefangen, ja. Also Und es war in soner Halbzeit dann auch. Das war eine absolute Halbzeit, genau. Und das ist auch das, was es uns so schwer gemacht hat jetzt im Nachhinein, nebst der der einfach der wirtschaftlichen Lage, dass so viele diesen Hype geritten haben, die tatsächlich keine guten Geschäftsmodelle hatten, die alle jetzt in der Energiekrise krachen gegangen sind. Und jetzt ist natürlich schwierig für mich, als jemand, der sagt, ah warte mal, also wir haben aber hier 'n gutes Businessmodell und wir sind die Einzigen, die hier noch stehen, sagen, ja, wir haben uns aber so mit mit Atttech die Finger verbrannt, da investieren wir jetzt aktuell nicht, ne.

Also das haben wir total gemerkt in den letzten 2 Jahren, als wir gesagt haben, jetzt wollen wir immer groß werden, schlechtes Timing, ja. Mhm. Also vielleicht 'n Ratschlag, man sollte doch drüber nachdenken, wenn sone Hypepphase ist, vielleicht den Rückenwind mitzunehmen. Absolut. Und das Investment einzusammeln.

Genau. Ja. Und dann aber auch abzuliefern. Das Und die Fragen ja, genau. Gut, ich glaub oder ich hoffe, dass dass jeder das zumindest möchte, aber wenn man einen ein wirklich gutes Geschäftsmodelle hat, dann dann ist das auf jeden Fall etwas, was ich was ich jemandem empfehlen würde, zu sagen, wenn der Hype da ist, greif zu.

Okay. Gehen wir in die Zukunft. Nikki, Du hast vorhin schon gesagt, Du würdest gern mal wieder son bisschen Kraftschöpfung können für frische Ideen. Gibt's irgendwas, wo Du sagst, Du hast schon im Hinterkopf sone kleine Idee, auf die Ich hab ständig Ideen. Das das das glaube ich dir sofort.

Gibt's irgendwas, wo Du sagst, nach dem großen REWE Projekt jetzt in Berlin Langwitz, da hättest Du richtig, wenn Du richtig Zeit hättest oder Du hättest Ressourcen, alle anderen kümmern sich alles anderes. Da stürzt Du dich jetzt drauf, da hättest Du Bock drauf? Ich hab schon 2, 3 Ideen mal gespielt. Aktuell ist keiner davon spruchreif, aber ich glaube, was ich total spannend wäre, ist mal was zu machen, was einfacher ist als das, was ich mache, ne. Wir waren immer Pioniere in dem Bereich Aquaponik und so weiter und mussten immer sehr, sehr viel lernen.

Wir hatten niemanden, den wir wirklich anschauen können, wie machen die das denn eigentlich? Und vielleicht dazu sagen, ich nehm mal 'n Modell, was einfach ist und guck mal, ich mein, wir wir wir sehen alle, was was KI macht und und wie sehr es unsere unsere Landschaft verändern wird und und auch schon tut und was fürn großen Einfluss auf auf Jobs das hat. Und ich sehe Industrien, die da total betroffen sind, aber andere, die wie zum Beispiel die ganze Handwerkerlandschaft, die nicht betroffen ist. Und ich sehe gleichzeitig, dass superviele Handwerksbetriebe zumachen, keine Nachfolger haben. Ich bau ja auch, dementsprechend hab ich auch Kontakte zu Leuten, die Gas Wasser Heizung machen und sagen, Micky, ich hab grad, mach meine Firma zu.

Ich hab hier 'n tollen Stamm und so weiter, aber keiner will meine Firma haben, ich würd die verschenken, ne. Und in die Richtung zu gehen und mit modernen Mitteln zu schauen, wie kriegt man das hin, das Handwerk wieder attraktiv zu machen und eine 1 Poolingfirma zu zu machen, wo man mit, ja, modernster Technik und auch KI und allem, was dazugehört, dann Handwerker vermittelt. Das wäre etwas, was mir, glaub ich, Spaß machen würde. Du bist ja selbst auch jemand, der gerne handwerklich wird, oder? Ja, sieht man meistens an meinen Händen und an Fingernägeln und so weiter, ja.

Ja. Das kann ja jetzt vom Film kommen, vom vom Farming. Aber ich weiß, Du schreibst dir auch gern mal an Fahrzeugen und anderen Dingen her. Ja. Also Du bist ja auch jemand, den das schon auch interessiert, dieses Handwerkliche.

Ja, absolut. Absolut. Ich mein, das ist Handwerk ist, wenn Du verharmbaust, das ist das, was jetzt grade auch mal passiert. Also es kann durchaus passieren, das war gestern der Fall, 17 Uhr geht 'n Förderband kaputt, dann Stehst Du da mit dem Schraubendreher? Dann steh ich da und hau einen Motor von der Welle und bau 'n anderen Motor dran, ja.

Oh cool. Also ich glaube, weil Du gesagt hast, KI hat noch nicht so die Auswirkungen auf den handwerklichen Betrieb. KI verlässt ja gerade sozusagen den digitalen Raum und wird immer physischer in Form von Robotik. Mhm. Könnte sein, dass in den nächsten 10 Jahren da was passiert und vielleicht bist Du ja dann zur Stelle.

Ja, vielleicht. Und schrauchst an dem, schrauchst einem Roboter, der dann an 'nem Haus schraubt. Oder der die Welle, den Motor wieder von der auf die Welle drückt, ja. Auch das wär vielleicht ganz cool. Nikki, ich dank dir echt vielmals, vielmals für die ganze Journey.

Ich dank dir, dass Du mit mir durch so viele Themen heute gegangen bist, von deiner Farm über Herausforderungen mit Aquaponik bis hin zu Infos über dein Team und Nachhaltigkeit, Souveränität. Vielen Dank, dass Du heute da warst. Ja, vielen Dank an dich. Hat Spaß gemacht. Dankeschön.

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