Cover: KI-Angst: Ist sowas real oder nicht? Was Menschen & Unternehmen wissen müssen
Triebwerk Folge 8

KI-Angst: Ist sowas real oder nicht? Was Menschen & Unternehmen wissen müssen

18. August 2026 42:54 Min.
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Worum es geht

Ist die Angst vor Künstlicher Intelligenz berechtigt – oder stehen wir uns damit selbst im Weg?In dieser Folge von TRIEBWERK spreche ich mit Dr. rer. nat. Sandro Kreten über eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit: Ist KI eine reale Bedrohung oder vor allem ein Spiegel unserer Unsicherheit gegenüber Veränderung?Wir sprechen darüber, warum Innovation immer Widerstand auslöst, weshalb Lernen zur wichtigsten Fähigkeit der Zukunft wird und wie Unternehmen den Wandel aktiv gestalten können, statt ihn zu fürchten.Du willst mehr über uns erfahren? https://konversion.digital/podcast

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Transkript

Herzlich willkommen in dieser Podcastausgabe des Triebwerks. Heute hab ich jemand ganz Besonderen zu Gast, das ist Sandro Kreten, Doktor Sandro Kreten. Ihn kenn ich jetzt schon seit mehreren Jahren. Sandro, schön, dass Du es geschafft hast in unsere Triebwerkausgabe, in unsere Episode. Erzähl doch mal 'n bisschen über dich, wer Du bist, was Du machst.

Freut mich erst mal dabei zu sein, David. Danke für die Einladung. Ja, wer bin ich? Ist immer ganz komisch zu erklären, ich bin aktuell Kappacora Service GmbH. Wir bringen Dienstleistungen für Privatinvestoren im Start up Umfeld.

Heißt also, wer in Start ups investieren möchte und nicht das notwendige Kapital für eine normale Start up Investition bringt, der ist bei uns tatsächlich genau richtig. Aber natürlich auch diejenigen, die das notwendige Kapital mitbringt. Weil wir erlauben das ab 100 Euro monatlich beziehungsweise 1000 Euro einmalig direkt in 'n ganzes Portfolio zu investieren. Und wie ich's da hingekommen bin, ist 'n Weg, den hätt ich so auch nie mir ausmalen können. Weil eigentlich hab ich Mathematik und Informatik studiert, wollt eigentlich in die Schule gehen nach meinem Zivildienst.

Und dann hab mir Informatik so Spaß gemacht. Und dann dacht ich mir, ach komm, bleibste an der Uni, machst 'n Doktor, weil ich mich einfach dafür interessiert hab. Mir war das zu wenig in der Oberstufe dann, die Themen mal grade anzukratzen, die spannend sind. Deswegen hab ich mich sehr 2 ab 2015 aufn Cloud Bereich fokussiert. Natürlich fing da auch schon KI an, das war auch schon damals 'n Thema.

Aber im Endeffekt ging's mir vor allen Dingen Skalierbarkeit. Das fand ich superspannend in der Kombination mit Energie- und Ressourceneffizienz. Man muss natürlich auch gucken, dass da alles perfekt läuft und dass man die Welt dafür ausgeben muss. Das wär natürlich auch schön. Und über Umwege bin ich dann zu Kapakura und zu 'nem Doktor Ingo Dahm gekommen, der hier im Prinzip eine neue Gründung gemacht hat damals.

Hab dann gemeinsam mit dem das Unternehmen so aufgebaut, wie's jetzt da steht. Wir sind jetzt in fast 50 Start ups investiert. Bereiche sind eher Gesundheit, Bildung und Umwelt, haben auch einige beziehungsweise der Digitalansatz ist sehr hoch. Das heißt also, die meisten unserer Start ups haben eine Digitalkomponente, an der Stelle auch noch mal wichtig zu erwähnen. Und wir haben bereits seit 2019 mit KI da dran gearbeitet, den Bewertungsprozess, aber auch den Investitionsprozess zu beschleunigen und damit auch kostengünstiger zu gestalten, sodass wir diese Dienstleistung, wie wir sie halt anbieten, überhaupt anbieten können.

Und Okay, da merk ich gern jetzt ganz kurz rein. Ich, bei meinen Gästen unterbreche ich oft einfach nur, damit ich auch in den Dialog reinkomme. Und das mir aber erlaub ich mir jetzt hier bei dir natürlich auch. Also nimm das als als Challenge an. Sando, Du hast eben gesagt, Du hast in Mathematik hast Du studiert oder bist halt auch in die Informatik reingegangen dann.

Und da hast Du gesagt, da will ich noch tiefer reingehen und damals gab es dann schon KI. Was ist damals? Was heißt KI? Vielleicht bringst Du das unseren Gästen, unseren Zuhörern ganz kurz näher. Oder der Ansatz, das, was wir vor, das war ja, ist ja jetzt auch schon über 10 Jahre her, womit's damals angefangen hat, also Machine Learning und weitergehen, Das gibt's ja schon viel, viel länger.

Also die Konzepte, die gibt's ja schon seit den Sechzigerjahren. Also ist es ja nicht. Aber da fing das an, dass wir mal an der Uni gesagt haben, hey cool, lass uns doch mal was machen. Lass uns mal Machine Learning ausprobieren. Lass uns mal.

Hat man damals in der in in der Uni schon gesagt, dass das schon seit den Sechzigerjahren da ist. Alan Turing ist ja 1 der Mitbegründer. Nee, tatsächlich, ich hab persönlich in der Uni nichts über KI erfahren. Also ich hatte keine Veranstaltung. Ich hatte zwar eine Veranstaltung, die hat das angekratzt, aber nicht so, wie's heute ist.

Hat dann halt Wissensmanagement gemacht, da wird man wird man schon über Konzepte aufgeklärt, so ist das jetzt nicht. Aber die ersten Sachen hab ich in meiner Assistenzzeit an der Uni gemacht. Also wo wir einfach gesagt haben, wir probieren jetzt Sachen aus, ja. Also das sind dann halt auch immer die Sachen. Und glücklicherweise, da ich den Ingo schon während meines während meiner Doktorarbeit kennengelernt hab, der hat super Kontakte gehabt nach Taiwan zur, ja, schnell Taiwan University of Technology, die haben 'n ganz interessanten KI Studiengang.

Und da konnt ich da mit Studenten zusammenarbeiten, die so die ersten Netzheit dann auch mal trainiert haben, wo wir versucht haben, wirklich eine KI aufzubauen, die Start ups bewertet nach Erfolggrad. Ist kolossal gescheitert am Anfang, weil wir einfach den Datensatz noch nicht hatten. Und dann mussten wir erst mal Daten sammeln. Aber die ersten Schritte waren da halt auch erst mal, ja, probieren, testen, machen. Genau, das ist halt jetzt wirklich schon über 10 Jahre her.

Also bevor wir Wahnsinn. Das, was wir jetzt gebaut haben, dann auch gebaut haben. Ja, das heißt also, KI war für dich damals in den Anfängen etwas noch Ungreifbares. Wenn Du das vor 10 Jahren, also ich meine Erinnerung, wir hatten vor 2 Jahren das Gefühl ChatGPT, OpenAI ist da und dann irgendwann plötzlich hat sich das ja so sehr nach oben katapultiert in die Medien und was viele vielleicht gar nicht wissen, auch natürlich an an verschiedenen anderen Stellen in der Politik, in den Staaten. Also speziell in den USA erinnere ich mich an die Gespräche zwischen Militär und und Politik.

Wie weit stehen wir denn jetzt? Ja, wir sind momentan in der Situation, dass 'n AGI da ist, also etwas, was größer ist, als wir es uns vorstellen können. Wenn Du so jetzt diese letzten 10 Jahre Revue passieren lässt, wie findest Du diese Entwicklung? Was macht das mit dir? Und vor allen Dingen, würdest Du sagen, ich erinnere an einen Podcastgast, der mal gesagt hat, KI ist ja eigentlich erst einmal doof.

Also nicht im Sinne von, sie gefällt uns nicht, sondern sie ist wirklich unintelligent. Sie muss trainiert Macht das mit mir. Die Entwicklung ist halt schon schnell. Also ich find vor allen Dingen in den letzten anderthalb Jahren find ich's ganz extrem oder anderthalb, 2 Jahren einfach daran auch gemerkt, dass jeder das benutzt. Ne.

Vorher hast Du halt in diesem Hochschulkontext oder vielleicht auch im unternehmerischen Kontext, in denen ich damals noch mit reingeklickt habe, hast Du halt da mitgearbeitet. Da war das son Test, ne. Mal probieren, was kann man machen? Ich kann mich noch erinnern, die ersten Bachelorarbeiten, die ich da mit betreut hatte, Bachelor-, Masterarbeiten, da ging's so in die Richtung Ford Detection, ja. Wo Du dann natürlich auch aus dem Bereich kommst, Recommender und so weiter und so fort.

Ist ja schon ähnlicher Bereich, auch eher 'n mathematischer Bereich, die wir dann mit betreut haben. Ich hab gedacht, ja, okay, cool, ja, macht total Sinn. Und dann diese Entwicklung aber in den letzten Jahren, die ist natürlich schon schnell. Macht die einem jetzt Angst oder oder wie wie will man das auch bezeichnen? Ich find, die ist schon flott.

Die ist auch an manchen Stellen vielleicht zu schnell. Kann man auf jeden Fall drüber diskutieren, aber ich seh die doch auch durchaus als Erfolg. Also wir merken's halt selbst bei uns im Unternehmen, dass wir gewisse Dinge einfach mit 'nem kleinen Team sehr viel schneller hinbekommen. Und diesen Vorteil zu nutzen, der ist halt auch wichtig. Und deswegen sehe ich das auch positiv.

Aber es bringt halt Herausforderungen mit sich, auch für uns. Ganz klar. Klar, Herausforderung ist wahrscheinlich, ich muss mich damit beschäftigen. Ich muss verstehen, wie KI funktioniert. Ich muss vielleicht ja Datenschutzkonformität einhalten, ne.

Ganz große Themen ist ja KI Führerschein, worüber man jemanden diskutiert. Wobei ich find, da diskutieren die falschen Stellen über 'n KI Führerschein, ne. Also das das sind eigentlich so grundsätzliche Dinge. Schick deine Daten, deine persönlichen Daten eben nicht übers Chatfeld an die KI Modelle, sonst wissen Sie darüber Bescheid. Okay, das ist immer son bisschen diese Grundsorge, aber Du sagst, generell ist KI erst einmal ein Werkzeug und etwas Gutes.

Das hör ich. Ich seh das als Werkzeug, absolut. Genau, ich seh das auch nicht als allmächtiges Werkzeug. Ich bin auch eher vorsichtig, wann ich es und wie ich es einsetze. Für mich ist ganz klar, ich analysier erst mal meinen Prozess, schau mir an, wo kann ich sie sinnvoll einsetzen, wo macht sie auch keinen Fehler, ne.

Wo kann ich mir gewisse Freiheiten geben? Und nach der Analyse, dann setz ich's Mhm. Das wirkt nach außen hin manchmal. Wir haben auch sehr junge Leute im Unternehmen, die sind natürlich, die folgen die Entwicklung und die sagen, na ja, manchmal, warum machen wir die Stayne jetzt nicht einfach? Na ja.

Es gibt regulatorische Voraussetzungen, da gibt's den Datenschutz, dann gibt's halt auch Unsicherheiten. Die muss man den Leuten dann auch erklären, damit sie entsprechend diese Entwicklung dann auch so betrachten, wie sie halt eben ist. Ah okay, ich muss das mit Vorsicht betrachten. Und Vorsicht in dem Sinne halt auch in 'nem unternehmerischen Kontext, dass halt eben per Mist passiert, weil am Ende trag ich die Verantwortung dafür, wenn da irgendwas passiert. Und ja, das muss man den Leuten dann auch klarmachen, weil sie dann manchmal das Gefühl haben, ja, warum machen wir nicht das?

Warum machen wir nicht das? Warum machen wir nicht die nächste Entwicklung auch noch direkt mit? Ist auch eine Herausforderung, die damit einhergeht. Siehst Du siehst Du denn, dass auch gesellschaftlich oder eben halt auch auf Unternehmensseite die Sache intensiv eingesetzt wird? Hast Du da 1 1 1 Betrachtung zu?

Hast Du da eine Perspektive zu? Also was ich meine, ist der Mittelstand, die Unternehmen. Siehst Du, dass sie das vermehrt einsetzen? Oder siehst Du eher diese höchste Vorsicht und Angst davor, weil das ja doch ein epochaler Wandel ist, in dem wir grade stecken? Wie betrachtest Du die Situation?

Ich find eine Mischung aus beidem, es kommt immer ganz auf die Größe an. Ich hab das Gefühl, bei Unternehmen, die wirklich klein sind, also Kleinst- und Kleinunternehmen bis zu 1 gewissen Anzahl an Menschen, die sind 'n bisschen offener an der Stelle, weil sie natürlich massiv beschleunigt. Ja, wenn ich vorher 2 Leute war, dann kann ich jetzt da draus fast 4 machen, wenn ich gewisse Dinge einfach für mich selbst automatisiere und das kann. Und wenn ich jetzt vorher vielleicht niemanden hatte, der in der IT tätig ist, mir das immer extern einkaufen musste, dann bin ich natürlich auch bis zu 'nem gewissen Punkt, bin ich definitiv schneller. So.

Wenn ich mir eine entsprechende Infrastruktur dafür aufbaue, sodass ich das auch machen kann. Und die Zeit Aber steht nicht die Regulatorik auch wieder grad bei großen Unternehmen im Wege? Kann auch sein. Also wenn man größere Unternehmen sieht, die haben natürlich dann auch noch mal eine Rechtsabteilung. Da sieht die Kiste natürlich noch mal 'n bisschen anders aus.

Da sind die Wege vielleicht auch nicht so kurz. Auch hier muss man natürlich sagen, wenn man in 'nem Unternehmen mit 100000 Leuten ist, da muss es ja quasi schon eine Richtlinie geben, was setzen wir ein und wie setzen wir's ein? Und dann muss man natürlich auch drüber diskutieren bei derart großen Unternehmen, was hat das für eine Auswirkung auf die aufs Personal, ne. Weil Einführung von Software, auch vor KI, hat immer auch Ängste mit sich gebracht bei Leuten. Und das hat sich ja nicht geändert.

Also das ist das Es ist die Sorge ja sogar. Es ist ja sogar die Sorge davor, Entschuldigung, wenn ich da so so reingrätsche, bei vielen Mitarbeitenden, ich berat ja auch selbst in dem Bereich, aber bei vielen Mitarbeitenden sehe ich dann die Sorge davor, dass sie selbst irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Wie siehst Du das? Diese Angst ist da, definitiv. Die Ist die denn auch egal?

Das das eine gute Frage. Also ich glaube, bis zu einem gewissen Punkt, ja. Ganz klar. Weil es gibt einfach gewisse Bereiche, die sehr mechanisch sind, die man vorher aber auch durch Personen abgebildet hat, die jetzt sehr viel schneller einfach auch digitalisiert werden können, Bedingt einfach dadurch, dass wir qualitativ gute Texte auch rauskriegen, dass wir Dokumente bearbeiten können, viel einfacher als das vorher der Fall war. Ja, die Angst ist durchaus begründet.

Mit der muss man sich auseinandersetzen. Und dann Die Frage ist natürlich, was man als Unternehmen dagegen tut gegen diese Angst, ja. Wir haben ja verschiedene Mittel, Ja. Dass wir Leute umschulen könnten, dass wir Also da ist natürlich auch noch mal die Aufgabe dann der Unternehmen selbst, dieser Angst vielleicht entgegenzuwirken, die Leute entsprechend zu schulen. Und dann ist die Frage, wenn wir an 1 Stelle 'n bisschen schneller sind, vielleicht können wir an anderer Stelle auch wieder Personal gebrauchen, andere Dinge voranzutreiben.

Das glaub ich nämlich auch, weil eigentlich ist der Mensch ja nicht dazu da, 5 Tage die Woche zu 12 Stunden zu arbeiten, wie so manche Politiker der Meinung sind, sondern sie sind eigentlich Schöpfer, Wertschöpfer, ja. Also ich ich hab die Situation gehabt, wir sind mal im Urlaub gewesen auf der Insel Nysiros, ne. Die ist eigentlich sehr schön, ist eine griechische Insel, sind mitm Piratenschiff dahin gefahren. Also das war damals sone Lektion, ne, mit Kindern fest dahin. Und dann steigst Du in dieser Caldera ab und gelangst dann zur Mitte dieses Vulkans.

Und außen herum, das fand ich ganz interessant, waren wirklich sehr große Steine gesetzt. Das ist son bisschen, also es hatte so 1 1 1 sehr monolithischen Eindruck auf mich. Es war gigantisch groß, es waren irgendwie viele Steine. Und dass Du die so ansetzt, zum Beispiel eine Caldera abzustützen und obendrauf kleine Dörfer zu bauen, was in Nysiros an 2, 3 Stellen der Fall ist, da gehört ja nun einfach etwas dazu, nämlich ich erzeuge einen Wert, nämlich a, nehmen wir in diesem Beispiel dieses Dorf obendrauf zu setzen, was wirklich sehr schön gelegen war mit 1 unfassbar schönen Aussicht, aber es natürlich auch dann abzustützen, weil ich weiß, so was kann einbrechen. Das ist eben halt immer noch Natur und eben halt gigantisch groß, größer, als wir vielleicht denken.

Und dann erzeuge ich einen Wert, indem ich etwas abstütze. Ganz kleines Beispiel, das ging mir tatsächlich total so so simpel diese Geschichte ist durch den Kopf. Und da denk ich dann, na ja, wir Menschen sind ja damals schon zu vielem großen Dingen bestimmt gewesen, aber bestimmt nicht zur Akkordarbeit. Ich mein, das kann zum Beispiel in der Industrie ja auch passieren, dass Menschen an der Stelle, wo sie vorher gebraucht worden sind, 2 Teile zusammenzustecken, eben halt durch die KI, was ja zum Teil auch schon in Dunkelhallen in China, bei der Autoproduktion, beim maschinellen Zusammenstecken von Dingen der Fall ist. Gibt's ja diese Dunkelindustrien, das brauchst ja nicht mehr mehr Licht, sondern das macht die KI alleine, die kann das durch Daten.

Dann, wo der Mensch dann eben halt sagt, okay, jetzt müssen wir uns andere Aufgaben suchen. Zum Beispiel eben wieder wertschöpfende Arbeit, was eine KI nicht kann. Das bringt ja eine sehr gesellschaftliche Frage auch mit sich. Was für Tipps würdest Du diesen Menschen da draußen geben, wenn sie Resilienz entwickeln müssten gegen zum Beispiel das, was da auf uns zukommt? Und ich hab gleich auch dazu noch eine Anschlussfrage.

Auch schwer, weil die der Resilienzaufbau, ist auch mit Eigeninitiative verbunden. Gibt Leute, die sind vielleicht auch dann an der Stelle nicht bereit, was ich aber sehr gut nachvollziehen kann, ja. Ab 'nem gewissen Punkt bist Du an der Stelle vielleicht auch einfach nicht mehr bereit, diese Arbeit zu investieren und musst das vielleicht aber auch nicht mehr. Zum Beispiel, weil Du ausm Berufsalltag rausgehst und dir sagst, ich brauch das für mich nicht mehr. Ist doch, ist ja auch vollkommen okay.

Ja. Mhm. Nur auf sie hat das natürlich auch 'n Einfluss, wenn Du jetzt beispielsweise bei deinem Kfz Anbieter oder wo auch immer, wo Du Auto mietest, ja, halt nur noch mitm Chatbot sprichst, ist für Leute halt auch eine Umgewöhnung. Mhm. Aber ist das schön schön Was meinst Du genau?

Was ist schön? Ist das schön, wenn ich mitm Chatbot sprechen muss? Für die Leute ist es nicht schön. So. Für für eine andere Person kann's vielleicht viel effizienter sein, weil sie sagen, geil, da muss ich da jetzt nicht anrufen, weil anrufen ist für mich selbst immer eine Qual, ja oder was auch immer.

Solang ich gute Antworten bekomme und zum Ziel komme, ist das ja für einige dann auch okay. Ich glaub, das Angebot, damit Leute Resilienz aufbauen können, ist halt schlecht. Und das muss man halt aufbauen. Was ist grade in der Schule schlecht, ja? Das muss sich halt ändern, hm.

Es ist halt einfach so. Weiß ja auch jeder. Wenn Du Übungsblätter gibst und die sind immer zu 100 Prozent richtig gelöst, weil halt Du selbst die Arbeit nicht mehr machst, dann ist irgendwie klar, dass man die Art und Weise ändern muss. Aber ja, wo schulen wir denn die Leute? Fand ich tatsächlich, hab ich letztens gesehen, ich hab 'n eine oder gehört, ich hab 'n Podcast gehört.

Und da ging's die Einführung des Heimcomputers. Ende Siebziger, Anfang der Achtziger. So, und da dacht ich mir auch, ja, das war ja für die Leute genau dasselbe. Die dachten, ach, was brauch ich diese Maschine da ein? Ja.

Absolute Überforderung. Erstens, was billig damit? Zweitens, nimmt die mir den Arbeitsplatz vielleicht mal weg? Ist ja durchaus auch passiert. Und dann soll die zu mir nach Hause kommen.

Ja, da gab's 'n, ich glaube, in Amerika gab's diese Computer Phobia, ne. Ist so Ähnliches und was macht man dagegen, ja? Da macht man Lehrprogramme oder Ähnliches. Muss ich tatsächlich sagen, hab ich dann auch, ja, bei den einzigen Heimcomputer in der DDR dem Podcast gehört. Die hatten im Fernsehen und im Radio Lernprogramme dazu.

Fand ich total spannend. Ich kann mich nicht erinnern, weil über Computer irgendwie 'n Lernprogramme im Fernsehen gesehen zu haben. Das fand ich irgendwie spannend, dass es so was gab, in Amerika dann auch. Und ja, ich war da noch nicht geboren, ich kann mich entsprechend nicht dran erinnern, aber das allein zu erfahren. Vielleicht ist tatsächlich der Fall, dass man wieder Lernangebote für alle zur Verfügung stellen muss, damit sie einfach an der Stelle mitgehen und diese Angst vielleicht nicht haben.

Aber Lernangebote finde ich gut, dass Du's sagst. Das bringt mich noch auf 'n anderen Gedanken, weil ich seh zum Beispiel, ne, also ich muss das grad auch politisch ergänzen, ich sehe halt, dass wir politisch diesen Wandel haben von, wir müssen, wir hatten die Situation, die eigentlich nicht so schlecht war vor fuffzehn Jahren hinzu, es hat sich in die richtige Richtung entwickelt. Jetzt hast Du eine Politik, die aber in meiner Hinsicht zu wenig für KI tut. Also klar, es gibt ja Forschungsgelder, es gibt Möglichkeiten, das wissen wir ja beide. Im Grunde fehlt aber tatsächlich diese diese echte, ich sag mal, diese echte, dieser dieser Aufbruch, diese Stimmung, guck mal, da ist was Neues, wir können jetzt was Richtiges da raus bauen.

Ajus KI war ja eine Riesennummer, ist ja irgendwie weg, irrelevant geworden, weil irgend 'n Politiker da reininvestiert hat und das hätte nicht gedurft. Ich weiß es nicht, also ich will keine falschen Informationen hier streuen, aber das war so das, was mir noch im Kopf geblieben ist. Und ansonsten hörst Du da gar nichts. Ich glaub halt einfach vielleicht, weil sie selber nicht wissen, wie geht man denn mit KI Und darum hast Du im Umkehrschluss natürlich, wenn ich nach Amerika schaue und das total neutral betrachte, 'n Elon Musk, der tatsächlich in verschiedenen Court Podcasts, ich hör da auch einige von, zum Beispiel, wo dann gesagt wird, ja, KI wird künftig so viel Veränderung mit sich bringen, dass wir darüber nachdenken müssen, Elon Musk erwähnte es als ultra High Income, also dass Menschen dann zukünftig Geld fürs Sein bekommen, also fürs sein wirkliches Sein, aber tatsächlich nichts tun müssen. Es gab diese Tests ja auch damals mit dem Grundeinkommen in den nordischen Ländern.

Und jetzt kommt's nämlich, die landläufige Meinung hatte ich jetzt am Wochenende noch. Wir saßen mit Freunden zusammen. Ah, KI ist schon wieder aufm Rückzug, kann man nicht gebrauchen. Also das ist so, da weiß man ja, also da hat man ja so, ich sag mal als Deutscher keinen Packern. Man weiß ja nicht so wirklich, wenn man an viele Stellen einfach mal hineinhorcht, jetzt zum Beispiel in meinem Fall Amerika, Die Situation, die wir in Deutschland haben, das, was die Menschen sagen, das, was es nun mal wirklich ist, das ist der Status, den Du und ich ja irgendwie auch haben, wobei ich mich nicht erhebe.

Ich bin auch immer noch lernen, eine KI lern schneller. Seltsame Situationen, wie ich find. Find. Absolut, aber das, was Du sagst, man kann das noch gar nicht greifen, dann passiert ja bei anderen Leuten genauso, auch bei mir. Wenn ich mich jeden Tag oder wenn ich die Zeit hätte, mich jeden Tag zu informieren, dann könnt ich dem Trend immer mitgehen.

Hab ich aber auch net, ja. Ich muss ja auch noch andere Sachen machen. Ist natürlich die Frage, aber wär ist das nicht wert? Ich kann's dir nicht sagen, die anderen Sachen müssen trotzdem gemacht werden. Und wenn jetzt jemand zum Beispiel son Lern Lernangebot aufstellen müsste, stellt der das heute auf, dann ist das übermorgen veraltet.

Das ist natürlich auch immer sone Sache. Was man ja früher gemacht hat oder was man zum, nehmen wir mal in Unternehmenskontext, vielleicht ist es auch tatsächlich das. Vielleicht ist es auch nur dieses Schaffen von Awareness, ja. Du machst ja in Unternehmen Cybersecurity Awareness Kampagnen, damit die Leute geschult sind, dass er dort auf die Phishing Mail klicken. Vielleicht ist es tatsächlich das.

Vielleicht ist es in erster Linie auch erst mal Awareness, ja, dann Schritt für Schritt da reinzugehen. Aber das verlangsamt natürlich auch die Einführung von deutschen Tools in Unternehmen zwangsweise. Aber vielleicht ist es auch gesund, es zu verlangsamen, damit die Leute überhaupt mitkommen. Damit Du nicht alle verlierst. So.

Und so könntest Du auch, wir hatten ja am Anfang dieses Thema von Angst, Personalangst. Ja. Vielleicht könntest Du das damit auch verringern, Indem Du die Leute wirklich versuchst, mitzuholen. Der eine wird's schneller bekommen als der andere. Das ist auch okay.

So, und da muss man sich halt irgendwann als Unternehmen natürlich die Entscheidung treffen, die die's halt nicht so schnell mitbekommen. Gibt man denen andere Möglichkeiten? Hat man ja, hat man ja verschiedene verschiedene Vorgehensweisen, die man nutzen kann. Aber versuchen, die Leute erst mal mit zu holen, wär ganz schön. Ja, da das sagst Du, da sagst Du was wirklich Gutes, mitnehmen.

Heißt aber ja auch, wenn ich jetzt mal so in diese digitale Welt hineingehe im Vergleich, ne, also nehmen wir so typische Agenturen, Marketing oder oder ich sag mal, Abteilungen im Marketing oder Unternehmen mit Abteilungen im Marketing, das korrekt zu sagen, die können ja zum Beispiel in der Vergangenheit oder haben in der Vergangenheit oft auf Abomodelle gesetzt, ne, so dieses Beispiel zu nennen. Du hast dieses Abomodell aufgebaut, das war viel Arbeit. Du gibst acht- bis 100000 Euro aus oder vielleicht 20000 Euro, wenn Du jemanden günstigen gekannt hast, der's dann programmiert hat. Ist es nicht dann auch jetzt gerade? Gibt's ja 2 Situationen.

Einmal, im Marketing brauch ich nur noch 50 Prozent der Fachkräfte, weil die KI kann ja hier ganz viel übernehmen. Und auf der anderen Seite aber eine extreme Schwemme an Angeboten, weil jeder jetzt irgend 'n Tool bauen kann oder bestehende Tools komplett ersetzen kann. Also weil er halt einfach sagt, 'n SEO Tool, also zur, ne, zum nachschauen, wie steht denn die Seite im im Google Kosmos, Kann ich ja, wenn ich 'n bisschen Ahnung hab, auch selber bauen. Wozu soll ich mir denn jetzt die Mühe machen, 100 Euro im Monat für 'n anderes Tool auszugeben, für 'n anderes Werkzeug auszugeben? Stimmt.

Wie siehst Du diesen diesen Weg? Ja, also Du hast recht, die Schwämme an Tools ist riesig. Ich glaub deswegen zum Beispiel, dass de facto Vertrauen noch sehr viel größer werden wird. In Zukunft Vertrauen in denjenigen, der das Tool zur Verfügung stellen wird. Das einmal der eine Punkt.

Aber auch warum mach ich das nicht intern? Ich will nicht alles intern machen, weil dann muss ich auch alles pflegen. Also das ist auch eine Entscheidung, die man für sich treffen kann, die ich auch fair fände, das zu machen. An der Stelle einfach zu sagen, da hat sich jemand anderes sehr viel mehr Gedanken drüber gemacht, als ich das jetzt machen kann, auch wenn ich KI habe. Und auch wenn ich das selbst machen könnte, aber ich entscheide mich bewusst dagegen.

Da geht's ja auch im Fokus, ja. Wo will ich meinen Fokus draufsetzen? Und das sagen wir unseren Start ups auch, setzt den Fokus. Ihr könnt nicht alles machen. Und manchmal kostet das halt auch 100 Euro im Monat.

Aber dann ist die Frage, wenn Du halt Personalkosten draussetzt, dann muss das jemand pflegen. Dann muss es weiterentwickelt werden, damit's gut bleibt. Kost das dann nicht mehr als 100 Euro im Monat? Und die Frage, wenn's nicht mehr als 100 Euro im Monat kostet, kostet vielleicht mehr als 100 Nerven im Monat an Energie, die Du vielleicht in was anderes reininvestierst. Also grade bei uns in der Frühphase sind halt sehr viele Frühphasen oder wir machen größtenteils Frühphaseninvestments sehr früh.

Die müssen ja ganz klar sagen, wo steck ich denn meine Energie rein? Weil Energie ist der eine Faktor, den Du halt mehr haben solltest als alle anderen, halt zu überleben als Start-up. Und Aber das gilt ja auch für andere gestandene Unternehmen. Ja, durchaus. Also wenn ich jetzt die Situation im im Mittelstand sehe, wo wir derzeit der Wahrheit geschuldet mehr Insolvenzen sehen durch die Wirtschaftssituation als Erfolge.

Das ist aber auch nur 'n Teil der Wahrheit. Die andere Seite der Medaille ist ja, es gibt auch viele Unternehmen, die sich natürlich wiederum gesund schrumpfen oder eben halt sagen, gut, wir schaffen es, durch zum Beispiel digitale, komplexe, aber gut aufgesetzte Prozesse uns wieder nach vorne zu katapultieren. Das gehört ja auch zur Wahrheit dazu. Plus, dass natürlich ganz viele Unternehmen die Insolvenz absichtlich fahren, das Unternehmen wieder rauszukaufen. Das macht's natürlich an vielen Stellen auch wieder günstiger.

Auch das ist eine gangbare Möglichkeit, die ja vielen Menschen gar nicht gewahr ist. Seh ich aber dennoch immer das große Problem, dass ja, KI da immer noch zu wenig eine Rolle spielt. Mhm. Oder? Es ist, ne, also der der Gedanke, okay, ich müsste in meinem Unternehmen mit 'nem Fokus arbeiten.

Ich müsste an der Digitalisierung arbeiten. Ich seh jetzt ganz im Speziellen noch die Industrie. Könnte da 'n bisschen mehr machen, ja. Und dann kommt eine Sache hinzu, was ich auch betrachte, da hab ich aber auch gerne deine Meinung mal dazu. Ich war jetzt neulich aufm Shopware Community Day.

Das ist eine große Veranstaltung in Köln. Ich mag das Unternehmen sehr gerne. Die machen wirklich sehr vieles sehr gut, auch mit Mitarbeiterbindung. Also ich bin wirklich, da kann man stolz drauf sein. Es ist 'n 'n deutsche deutsches Unternehmen, die sind aus Schöppingen, die machen das wirklich richtig gut.

Die haben erkannt, die Zukunft des E-Commercees, also Onlineshop, wie wird der gebaut, ist Agent. Das heißt also, ein Teil der KI ist ja der Agent, der dann abarbeitet. Also der imaginäre Mensch, der eine Fähigkeit hat, der Agent. Die sagen zum Beispiel, die Zukunft ist Agent Commerce. Und das ist das, was die Großen auch beispielsweise vorgeben.

Das heißt, ein Google sagt zum Beispiel zukünftig, na ja, Du kannst deine Produkte als Onlineshop bei Google gerne reinsetzen, aber wir wollen es künftig so, dass es eben halt Agent ready ist. Das sagen sie anders, weil sie den Begriff nicht so diese Deutungshoheit geben, ne. Also die sagen schon, wir wollen mehr Richtung KI geben. Das siehst Du ja an den Ergebnissen auch. Siehst Du das nicht auch so, dass man dann sagt, okay, der Agent könnte den Menschen ersetzen?

Zum Beispiel in Teilprozessen, jetzt sind wir wieder beim Marketing et cetera p p. Teilprozessen auf jeden Fall. Also ganz, ganz klar. So, es ist bei uns im Endeffekt so, dass wir uns auch die Frage gestellt haben, nehmen wir beispielsweise den monatlichen Newsletter? Das ist ein Beispiel ausm Marketing, okay.

Der ist wichtig, da stehen die monatlichen News drin, die wir so gesammelt haben. Muss ich das selbst machen? Oder muss ich jemanden dafür haben, dass der mir den Newsletter baut? Dann ist bei uns zum Beispiel die Frage aufgekommen, okay, müssen wir da vielleicht noch jemanden suchen, der das macht? Und dann haben wir uns gesagt, nee, wir machen das halt authentisch.

So. Wie sieht das denn im klassischen Marketing bei euch aus? Würd mich interessieren, ist vielleicht auch für die Zuhörer da draußen auch relevant. Klar, wir haben unterschiedliche, ne, Vorkenntnisse, die da draußen jetzt herrschen, weil manche haben davon gehört, die anderen müssen sich das noch 'n bisschen mehr anschauen. Jetzt kriegen manche vielleicht den Trigger im Kopf, oh, da muss ich mal reingucken im klassischen Marketing.

Der typische Fall ist, ich mach Marketing, damit ich gefunden werde, aber damit ich auch neue Kunden kriege. Jetzt gehen wir mal diesen diesen bei euch diesen Fall. Also ich kenn das bei euch ja, wir haben ja schon zusammengearbeitet, aber wie macht ihr das heute? Ist das ist das denn auch organisiert oder macht ihr das noch mit 'ner typischen Fachkraft? Wir machen das mit 'ner Fachkraft, aber in 1 Mischung.

Das heißt also, wir haben einmal einen externen Partner, der uns noch unterstützt beim Aufbau mit seiner Erfahrung, sehr großer Erfahrung, die wir zum Beispiel im Team, wir haben im Team auch Erfahrung, unser Team ist sehr jung. Das heißt, ich bin auch dankbar die die Erfahrung, weil die leitet dann in dem Fall auch noch das Team an. Aber wir haben halt Teilbereiche, die wir schon automatisieren. Wie gesagt, der Newsletter ist ist für mich immer das einfachste Beispiel. Na, wir haben eine Pipeline an Nachrichten.

Die kann ich jetzt jede Woche durchgehen, kann mir die Nachrichten angucken, kann die ganz tollen Nachrichten raussuchen, kann die alle in den Newsletter packen, kann einen Newsletter zur Verfügung stellen wöchentlich. So. Das bindet Kapazitäten. So. Und dann war bei uns wirklich die Frage im kleinen Team, wollen wir halt noch größer werden als Team?

Brauchen wir da jetzt noch eine Person? Und dann war halt die Frage, boah, wir haben wir haben das nicht vorbereitet, grade an der Stelle. Es ist aber durchaus 'n Thema. Wenn wir jetzt noch mal jemanden suchen, dann die passende Person finden, das dauert dann Zeit x, ja, lass uns das anders versuchen, so. Mhm.

Dann ist halt die Frage, wenn diese Pipeline steht, wie können wir die auswerten? Wie kommen wir zu diesem Punkt? Dann haben wir uns an dem Fall zum Beispiel dafür entschieden, das halt so zu nutzen, dass wir diesen Stream an Daten da reinhaben. Der wird ausgewertet nach klaren Kriterien, die ich gegeben habe. Und dann wird dieser Newsletter vorbereitet und dann wird der abgelegt.

Der wird nicht rausgesendet. Mhm. Ne. Da haben wir eine klare Policy bei uns. News werden nicht einfach rausgesendet.

So. Hat auch einfach mit Vertraulichkeit von Informationen zu tun, auch wenn diese Daten jetzt ausm öffentlich verfügbaren Netz kommen. Trotzdem, wir haben diese Policy, das wird noch mal angeguckt. So, und dann kann man sich immer noch mal entscheiden, ist das jetzt an der Qualität wirklich so gut? So, weil das schwankt ja auch, ne.

Wenn Du der KI sagst, pass mal auf, das sind meine Kernkriterien. Und ich mach mal mach mal einfach 'n Beispiel, ist jetzt nicht vorgekommen, aber fällt mir sofort ein. Nehmen wir mal beispielsweise, ich sag der KI, hey, wenn ein Start-up an 1 Veranstaltung teilnimmt, dann ist das immer eine gute Sache. Das möcht ich immer im Newsletter haben als Beispiel, okay. So, und jetzt hast Du, jetzt nimmt das Start-up aber in 1 Veranstaltung teil, die gar nicht positiv ist.

Ja, und das kann die KI vielleicht gar nicht einschätzen, weil ich die Leitplanken jetzt richtig gesetzt hab, sondern die Leitplanken war nur, Veranstaltung ist immer positiv. Aber Veranstaltung ist nicht immer positiv, ja. Kommt drauf an welche, ja. Kommt drauf an welche, ja. Kommt drauf an welche, ja.

Kommt drauf an welche, ja. Kommt drauf an welche, ja. Auf. Es kommt gut drauf an, welche, ja. So, und dann ist es gut, dass noch mal jemand draufguckt und sagt, ah, die Veranstaltung lassen wir mal besser raus.

Aber das das erinnert mich. Wir sprechen das Start-up an oder, das war jetzt 'n Beispiel einfach Find ich aber, find ich aber 'n Superbeispiel auch mit den Leitplanken, das erinnert mich, ne, Verhaltensökonomie ist ja mein Thema, wo wir gesagt haben, in in einem Wahrnehmungsmodell müssen immer gewisse Dinge entscheiden. Also erst mal ist das Angebot relevant, also in dem Fall die Veranstaltung. Und natürlich gehört dann das Vertrauen auch dazu, ne. Also in der Start-up Vertrauen zu haben, dass es zum Beispiel gewisse Ziele erreichen kann, gehört ja auch dazu.

Absolut. Klar. Wie wie setzt ihr da die Leitplanken? Also versuch's abzukürzen, weil natürlich jetzt bei mir noch ganz viele andere Fragen aufgeploppt sind, dadurch, dass Du natürlich auch 'n bisschen erzählt hast über eure Marketing Tätigkeit. Leitplanken werden Schritt für Schritt aufgebaut, das Iterativ.

Also ich fang erst mal mit 'nem Grundsatz an Leitplanken an und dann merk ich irgendwann, oh, das passt mit, dann schaff ich nach. Und so weiter und so fort. Und solange, wie diese Leitplanken nicht perfekt sind, das kann auch bis in alle Unendlichkeit sein, das kann ich nicht einschätzen, schaffen wir 4 Augen Prinzip. Aber es hilft halt einfach bei der Zusammenfassung von Daten. Und sei es auch nur, dass wir 'n geordnetes Format haben, wo wir direkt sehen, das sind die News der letzten Woche.

Ich hab die wie folgt einpriorisiert, siehst Du das genauso. Jetzt hast Du gerade gesagt. Iterativ ist ja son Begriff, den man aus der Optimierung kennt. Das heißt also, es geht nie, würdest Du das so sehen, darum, ein perfektes Unternehmen aufzusetzen, sondern immer ein erst mal grundsätzlich funktionierendes Konzept oder Konstrukt auch in der KI, dann zu sagen, so und dann verbessern wir uns. Ich ich ich merk das selber bei vielen Unternehmen, ne, die halt sagen, okay, wir bauen jetzt hier erst mal, ah, wir haben von KI gehört, wir fangen da jetzt mal irgendwas mit an.

Und dann stellen sich schnell fest, oh, es geht nicht schnell genug, weil die iterativen Prozesse zu kurz sind. Wir lassen das bleiben. Also ich hab da wirklich zahlreiche Variationen erlebt, die natürlich dann auch gesagt haben, okay, wir brauchen jetzt nicht mehr, wir können alles selber. Seh ich zum Beispiel als größte Gefahr, das wäre nämlich dann gleichzeitig die Frage, KI ist ja was Tolles. Jetzt musst Du aber, Du hast es grad gesagt, Fokus haben.

Das heißt also, es geht nicht darum, ich mach jetzt alles selbst mit KI, sondern geht nicht die Beraterzunft. Ich bin ja selbst 1, den man jetzt unbedingt buchen muss, sondern es geht darum, dass man wirklich erkennt, ich muss nicht alles selber machen, weil es vielleicht auch verzettelt, oder? Ja klar, natürlich, das kann auch in die vollkommen falsche Richtung gehen. Die Frage ist natürlich auch immer, willst Du direkt die eierlegende Wollmilchsau bauen? Oder baust dir erst mal 'n kleinen Teil da draus und guckst mal, ob der funktioniert?

Dann hast Du ja schon mal den Lerngewinn, ja. Meistens ist der Ansatz, okay, wir machen jetzt alles mit Tool x, ja. Und alles auf einmal am besten. So, und dann scheitert das. Dann kommst Du in diese Situation, dass Du sagst, boah, jetzt haben wir so viel Geld verbrannt, das bringt alles nix.

Dann und dann musst Du entscheiden. Hast Du Kostenzusammenphänomen und bleibst halt einfach dabei, obwohl Du weißt, hat mit funktioniert. Oder schmeiß dir den Kram weg. Sind die 2 Entscheidungen, die ja dann meistens kommen. Und bist aber tatsächlich unzufrieden.

So. Und deswegen, ich bin eher mal lieber 'n Freund schrittweise da dranzugehen. Ich mein, ist auch irgendwo klar. Ich mein, ich komm ja aus der Informatik, da ist es halt auch so, ja. Also wenn wir jetzt zum Beispiel mal auf Linux gucken, wann Linux zum ersten Mal da war im letzten Jahrtausend, wie sich dieses System bis heute immer noch verändert hat, auch von der Geschwindigkeit, ja.

Allein in den in den letzten Zeitabschnitten, obwohl diese Grundfunktionalität aber damals schon da war, ja. Und die wird heute aber immer noch schneller. Und die ist immer noch dieselbe wie damals. Nur angepie Passiert Optimimiert. Ja.

Und und das ist halt zum Beispiel auch sone Sache, ja. Dann fang ich mit dem Kleinen an, bau das auf und dann wird auch klar, wo brauch ich Leitplanken? Wo brauch ich Analyse? Wo kann vielleicht auch eine KI die Analyse dann wiederum übernehmen, weil's dafür wieder klare Leitplanken gibt? Und ja, wenn man natürlich unendlich viel Geld und Ressourcen hat und die da drauf schmeißen kann, dann geht das natürlich alles auch schneller noch mal.

Aber als Kleinunternehmen würd ich sagen, lieber iterativ schrittweise Schritt für Schritt einführen, Dinge ändern, anpassen und so weiter und so fort. Es ist schon besser. Und dann hast Du dieses diesen ein, dieses eine Ding, was Du gesagt hast, optimier ich bis in die Unendlichkeit. Muss ja jeder für sich selbst entscheiden, aber jeder kennt ja auch das Paretoprinzip. Ja.

Ich seh da die Gefahr, wenn ich in die Unendlichkeit entwickle, werd ich niemals ein, wenn wir das mit einem Fahrzeug vergleichen würden, niemals ein fahrbares Produkt. Mhm. Und am Ende jedes unter, am Ende 1 jeden Unternehmens, ob das jetzt eine Thema Nachfolge, auch grad bei vielen Unternehmen eine große Thematik, Wenn ich nie was Fahrbares habe, dann kann ich damit keine Reichweite erzeugen. Insofern ist das Unternehmen dann auch tot. Also weil's keinen Sinn hat.

Genau. Wir halt irgendjemand das schöne Bild gemacht, so, wir holen uns jetzt alles, was wir zur Hand haben und dann springen wir von der Klippe und dann bauen wir aufn Weg nach unten das Flugzeug. Und das wird schon alles gut sein. Und ich fand dieses, ich fand dieses Sinnbild irgendwie ganz, ganz passend für manche Sache. Ja.

Also grundsätzlich sollte es Flügel haben, bevor man startet und man in etwa das Gefühl haben, dass man vielleicht seicht landet könnte und hart werden, ne. Genau. Ich komme zu 2 abschließenden Fragen. Du hast ganz viel erzählt, das war sehr viel Tiefe dabei. Welchen Tipp würdest Du Unternehmern und Menschen zum Thema KI geben?

Muss mal offen dafür sein, aber auch kritisch. Ich find immer Offenheit ist kein Widerspruch für auch 'n kritisches Denken, weil ja, es ist irgendwie ganz klar, wenn Du in irgend 'n Laden gehst oder auf irgend eine Webseite und Du bist offen dafür, 'n neues Produkt zu kaufen, dann bist Du trotzdem vielleicht auch dann kritisch, damit Du dein Geld nicht verbrennst. Selbes Prinzip, ja. Du gehst da rein, Du guckst dir das an, sei offen dafür. Und Offenheit bedeutet an der Stelle vielleicht auch immer gar nicht mit der Grundidee reinzugehen, das ist ein Problem, das ich lösen muss, sondern eher, das ist ein Problem, das ich im besten Fall lösen kann.

Dann ist nämlich die Enttäuschung auch nicht zu groß, wenn man merkt, es passt nicht. Vielleicht gibt's andere Fälle, für die's viel besser passt. Und sich dann einfach mal 'n Bild dadrüber zu machen. Wo könnte es passen? Wo könnte es für mich passen?

Ich glaub, für die Privatperson oder für viele Privatpersonen ist es ja tatsächlich auch schon so, die haben schon mal mit ChatGPT gearbeitet, die haben das schon mal genutzt. Das kommt ja auch immer mehr, wenn man grad an der Stelle schon mal angekommen ist, sich auch vielleicht mal die Frage zu stellen, ich hab das jetzt einfach mal genutzt. Gibt's vielleicht auch andere, die das auch nutzen? Und ich kann mir das mal kostenlos irgendwo angucken. Gibt ja viele Leute, die auch sehr gute Tutorials zur Verfügung stellen, wie man das nutzt.

Dann auch zu sagen, ich hol mir mal den Rat von jemand anderem. Das ist beim Unternehmen genau dasselbe. Ne, und da sind wir wieder bei der Beratertätigkeit. Es gibt halt Leute, die haben das Ding vielleicht schon mehr durchdrungen als ich. Und dann bin ich auch bereit, diese Dienstleistung zu zahlen.

Wenn ich das Vertrauen habe, dass die Person mir keinen wehren aufbindet, dass es wirklich verstanden hat oder bis zu 'nem gewissen Punkt, ne. Das wird halt jetzt dann wieder spannend, dass halt dann Unternehmen andere Berater reinholen, als sie vielleicht vorher mit reingenommen haben. Und ja, das wird irgendwie ganz interessant, weil ich glaube, dieses dieses Beratertum wird sich auch noch mal ändern. Ja. Da bin ich felsenfest von überzeugt.

Eine wichtige Frage, weil es macht ja auch alles etwas mit uns Menschen. Ich seh's als epochalen Wandel und eigentlich eine tolle Zeit, in der wir leben. Weil ne, wenn ich dann so die Vergleiche tätige, ich hab das in einem Buch von Ioğanua Harari gelesen, wenn ein Mensch vor über 500 Jahren schlafen gegangen wäre und nach 500 Jahren aufgewacht wäre, der hätte sich gefragt, in was für 1 Welt leben wir hier grade? Weil damals gab's grad mal, ich glaub, 500 Jahre zurück müsste ich jetzt grob richtig liegen, nicht mal oder doch, es gab schon Kutschen. Aber das Thema Dampfmaschine, das ist vielleicht noch was weg gewesen, ne.

Also da war ja, ist ja 'n Riesenentwicklungssprung in den letzten 500 Jahren gewesen. Und jetzt kommt schon wieder in einem kürzeren Abstand das mit der KI. Also wo jeder sich erst mal fragt, wo finde ich meinen Platz? Ich find die Frage sehr wichtig, weil sie uns, die ich jetzt stellen werde, sehr relevant, weil sie aus mit uns Menschen etwas macht. Also Technik ist immer gut in seiner Entwicklung, wenn es gut für den Menschen ist.

Kommt immer drauf an, wer den Hebel bedient. Aber jetzt die Frage an dich, die ich jedem gerne stelle. Wer bist Du ohne deine Position und ohne deinen Namen? Unvorbereitet, ich weiß. Ja.

Ich glaub, ich bin jemand, der eine große Freude an Innovation hat und eine große Freude an Problemlösung. Und ich glaube, dass mir der Bereich erst mal egal ist. Weil ich glaube, ich hab dieses diesen Wunsch an Innovation und Problemlösung in ganz unterschiedlichen Bereichen. Ob's meine Arbeit ist, ob's mein Privatumfeld ist, ob ich zum Fußball gehe und da gerne eine Lösung dafür finde, wie man besser spielt, wie wir das hinkriegen gemeinsam, dadran hab ich Freude. Und ob's jetzt meine Arbeit, wie gesagt, sehr spezifisch ist mit den Start ups, die noch mal 'n eigenes innovatives Umfeld natürlich bilden, würd ich das davon wirklich loslösen.

Das hatte ich schon immer, ne. Dieser Wunsch, Dinge zu lernen, ist bei mir extrem groß. Und der Wunsch aber auch, Dinge sehr schnell bis zu einem gewissen Prozentsatz zu durchdringen. Und dann aber auch zum nächsten Thema zu gehen, ist bei mir auch sehr groß. Das erinnert mich an jemanden, der mal erklärt hat, wenn Kinder im Sandkasten spielen und wir sind eigentlich alles große Kinder, so fühle ich mich manchmal, ich bin auch naiv, sag ich sag ich auch gerne, weil ich aber auch bekloppt genug bin, immer neue Sachen anzufangen und zu testen.

Und Kinder machen das genauso. Die gehen in den Sandkasten, nehmen sich irgend 'n Spielzeug, bauen eine Sandburg, sie danach zu zerstören. Ja, soll er sie verwalten? Soll er die Sandburg jetzt verwalten, so wie wir das als Menschen gelernt haben? Und ich glaube, das dürfen wir niemals vergessen, dass wir eben halt das Kind in uns, man manche sprechen von innerem Kind, immer bewahren.

Und ich höre heraus, das tust Du, weil Du immer mit Neugier auf neue Themen zugehst, sie vielleicht mit offenen Namen empfängt. So deute ich das richtig, ohne direkt die Arme zu verschließen. Was übrigens auch son typisch deutsches Ding ist, ne. Nee, das kennen wir nicht. Gibt ja die die die kölschen Grundgesetze, kennen wir nicht, bruchte man nicht, fahrt damit, ne.

Das ist eigentlich schön, dass es die kölschen Grundgesetze gibt, aber sie sind eigentlich falsch. Sind nicht gut. Also ich hoffe, dass ich die Mentalität meiner Oma geerbt hab. Die ist vor 3 Wochen ist die 100 geworden. Ach wie schön.

Die ist noch echt, die ist noch echt fit. Und die sagt immer noch selbst, sie ist doch erst 18. Ach, wie schön. So. Ein unfassbar schönes Schlusswort.

Wollst Du noch was ergänzen? Super. Sandro, Dankeschön, dass Du in dieser Ausgabe dabei gewesen bist. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Und liebe Gäste, liebe Zuhörer, bitte jetzt abonnieren und liken, wenn ihr oder auch teilen, wenn ihr viele weitere solcher Ausgaben hören wollt.

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