Worum es geht
In dieser Folge spreche ich mit Bastian Braun von der Horst Keller Werkzeugbau GmbH über Fachkräftemangel, Werkzeugbau, Automatisierung und die Frage, ob humanoide Roboter im Mittelstand bald zur echten Alternative werden.Wie reagieren Mitarbeiter, wenn ein Roboter plötzlich Aufgaben übernehmen kann? Entsteht Angst – oder neue Entlastung? Und wie müssen Unternehmer ihre Teams auf diese Veränderung vorbereiten?Ein Gespräch über Mittelstand, Technologie, Verantwortung und die Zukunft der Arbeit.Gast: Bastian BraunUnternehmen: Horst Keller Werkzeugbau GmbHThemen: Fachkräftemangel, Robotik, KI, Automatisierung, Mittelstand, Werkzeugbau, Zukunft der ArbeitWenn dir die Folge gefällt, abonniere den Podcast, lass ein Like da und schreib gerne in die Kommentare:Wäre ein humanoider Roboter für dein Unternehmen eher Chance oder Bedrohung?Mehr Infos zu Horst Keller Werkzeugbau: https://horstkeller.com/ Unser Podcast: https://konversion.digital/podcast
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Transkript
Herzlich willkommen im Podcast Triebwerk. Heute sitzen wir im wunderschönen Engelskirchen und ich hab jemand zu Gast, bei dem ich zuletzt im Industrieunternehmen zu Besuch gewesen bin. Er hat mir sein Werk gezeigt, das war in der schönen Hansestadt Wipper Fürth. Er hat mir verschiedene Werke gezeigt, hat gesagt, wir haben verschiedene Themenbereiche, die wir in den Werken machen. Das ist Bastian Braun von der Horst Keller Werkzeugbaus.
Richtig, oder? Genau. Genau. Schön, dass Du da bist, Bastian. Ja, hallo David.
Danke für die Einladung. Freu mich, hier zu sein und ja, bin gespannt. Bastian, erzähl doch mal 'n bisschen über das, was Du in dem Unternehmen machst. Ich bin seit jetzt knapp 6 Jahren Geschäftsführer im Unternehmen, hab 20 20 bin ich mit in die Geschäftsführung gekommen, zusammen mit meinem Vater eine Geschäftsführung gemacht. Der ist jetzt Ende 23 in in Rente gegangen und seitdem mach ich das alleine weiter.
Ja. Und ja, bin da ganz oben an der Spitze. Du hast grade gesagt, Du machst das seit 20 20. Das war ja, wenn ich's richtig eine Erinnerung hab, die Pandemiezeit. Genau.
Ja. War das nicht auch eine sehr schwere Zeit für die Industrie in dem Moment? Ja, natürlich. Ja. Es war es war und ist immer noch für uns schwierig.
Aber ja, Pandemie war eine besondere Situation, glaub ich, für alle. Mhm. Wo verschiedenste Ansichten aufeinander getroffen sind, verschiedenste Vorgaben oder Handhabung der der der Vorgaben da aufeinander getroffen sind. Und ja, es war eine spannende, anstrengende Zeit, ja. Ja.
Ich merk, das berührt dich. Find ich auch gut, dass Du da so ehrlich drüber sprichst. Ich glaub, gut ist, dass wir da gesellschaftlich wieder 'n vernünftigen Konsens finden. Da bin ich also auch voll bei dir. Was hat das in der Zeit mit dir gemacht?
Weil wenn Du schon darüber sprichst, erlaubt mir die Frage, was hat es mit dir gemacht? Man hat viel nachgedacht über das, was was so passiert ist, über das, wie Leute reagiert haben auf auf das, was vorgegeben wurde und wie es wie auch miteinander kommuniziert wurde. Und ich war 1, der der sich nicht hat immer lenken hat lenken lassen von oben nenn ich's mal, ne. Ich hab mir nicht die Spritzen alle abgeholt. Ich bin zum Testen gegangen, es war alles immer in Ordnung.
Arbeiten, los geht's. Mhm. Und das hab ich durchgezogen bis zum Schluss, bis das Thema dann endlich mal ruhig wurde, aber es war anstrengend, ja. Mhm. Okay, das zeichnet dich als Mensch aus.
Du bist grade aus, ne. Du hast 'n gutes Gefühl gehabt für dich und deine entscheidung getroffen das finde ich total gut so also muss man einfach zugestehen hat das für dich in deiner unternehmensführung einfluss auf dich gehabt in deiner handlungen Boah, das ist schwierig. Grade weil weil's ja auch die Zeit war, wo ich in die oberste Führung mit reingekommen bin und ich auch eine andere Ansicht hatte, wie man Dad, war's schwierig. Viele Sachen haben wir so durch im Unternehmen so durchgezogen, wie's gewünscht war, auch wenn's nicht immer meine Überzeugung war. Für mich persönlich hab ich halt 'n anderen Weg gefunden, damit umzugehen.
Ob's, also es war eine anstrengende Zeit allgemein, weil's als erst mal in die Führung, in die oberste Führung ging, offiziell ging und dadurch dann oder dann noch die Pandemie dazu und der ganze Umgang damit war schon, ja, spannend. Damit Du Ja, versteh ich. Wie bist Du denn, wenn wir noch mal zurückgehen auf den Bastian, wie er kleiner war? Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man in ein Industrieunternehmen hineinkommt. Ja.
Jetzt hast Du gesagt, dein Papa hat das gemacht. In wie viel Generationen macht er das schon? Das ist jetzt, glaub ich, keine würd ich jetzt nicht mal annehmen. Ich bin jetzt quasi 3. Generation, ne.
Mein Großonkel hat das Unternehmen gegründet, neunzehnhundertsiebzig, ganz klassisch für fürn Werkzeugmacher oder fürn Werkzeugbau in 'ner Kleingarage. Mhm. Mein Dad ist zweiter oder dritter Azubi gewesen von seinem Onkel, also von klein auf auch mit im Unternehmen gewesen. So bin ich als kleiner Junge auch schon immer in Berührung gewesen mit dem Unternehmen, war mit Papa dann samstags, sonntags schon mal mit an Maschinen, als Schüler in Ferien arbeiten, nach der Schule schon die ersten Euros da auch mit verdient und ja, war einfach von ja, auch von klein auf immer mit irgendwie dabei. Und ja, bin so zum Unternehmen gekommen.
Mhm. Aber das ist ja nicht, Du hast ja nicht dort gestartet. Genau. Sondern was hast Du gemacht, bevor Du mit großen Augen deinem Papa zugeschaut hast? Was hast Du da gelernt, bis Du dann da hingekommen bist?
Nein, nein, also im Unternehmen, so als Schüler war ich vor, immer schon, ne. Okay. Aber wenn's, als dann's ums Thema Ausbildung ging, hat Papa gesagt, nee, nee, die machst Du erst mal woanders. Okay. Da raus in die weite Welt.
Was war die weite Welt? Es war nur grade vorm Wald. Also immer noch bergisches Land. Immer noch bergisches Land. Ich bin aber auch nicht der der Werkzeugmacher geworden, wie wie Papa und und Großonkel das gemacht haben, weil mittlerweile hatten wir auch eine die Kunststoffverarbeitung dabei und ich hatte irgendwie mehr Bock auf Kunststoff und auf Spritzmaschinen und hab dann Verfahrensmechaniker gelernt.
Mhm. Und ja. Das konnten wir, konnt ich erst mal nicht im eigenen Hause, weil wir's da nicht ausgebildet haben zu zu der Zeit. Und Papa war halt der Meinung, nee, geh erst mal raus, guck dir mal die weite Welt an, bringst Du vielleicht auch was anderes mit und irgendwann kommst Du dann nach Hause. Ist das ist das in der Industriewelt so, dass man da nicht son bisschen Sorge davor hat, dass das, stell mir jetzt vor, Du gehst woanders in die Ausbildung und er weiß vielleicht, okay, da gibt's die Firma Haus Keller, das ist der Sohn.
Haben der haben die da nicht son bisschen Spionageangst? Lass mich das mal so definieren. Ich bin ja nicht, bin komm ja eben nicht aus diesem Bereich. Ich glaube, früher war es so, ja. Ja, okay.
Auch wenn, Haus Keller ist ja immer noch oft im Unternehmen. Mhm. Wenn ich dann andere Werkzeug mache, Spritzgießer einlade, hatte auch immer noch 'n Problem damit. Von daher glaub ich schon, früher war's schon so. Mhm.
Bei mir speziell war's aber auch 'n Thema, dass die beiden Unternehmen, die beiden Unternehmersöhne in der Ausbildung getauscht haben. Mhm. Also von der von der Firma, wo ich gelernt hab, der Unternehmerson hat bei uns den Werkzeugmacher gelernt. Weil sich die Unternehmen kannten? Weil sich die Unternehmen kannten, weil sich die die ja Chefs unter die Geschäftsführer kannten.
Und ja, dann wurde das so eingetütet da. Okay. Also das heißt aber, man hat schon auch voneinander partizipiert. Das war so die 1. Form, die 1.
Form des Netzwerkgedankens, kann man sagen. Könnte man so sagen, ja. Okay. Und danach bist Du dann, Du hast gelernt, Verfahrenstechniker. Das Verfahrenmechaniker.
Mechaniker, okay. Genau, Kundschaft Kautschuk. Ja. Bin dann nach der Ausbildung aber gewechselt in jetziges Nachbarunternehmen, großes Unternehmen, und hab da dann 6 Jahre in der Produktion gearbeitet an der Spritzmaschine als Verfahrensmechaniker nachher in der Messtechnik. Hab meinen Industriemeister gemacht nebenbei und 20 13 sagte Papa, so, jetzt reicht's jetzt, komm nach Hause.
Auch wirklich genauso? Das waren so ungefähr die Worte, ja. Ja, okay. Und dann hast Du gestartet in dem Unternehmen als? Als Spritzereileiter, genau.
Wir hatten Okay. Die die 20 12 haben wir die 2. Heile gebaut, wo dann nur die Kunststofftechnik rein reingezogen ist mitm großen Lager. Und der führende oder der leitende Angestellte da war, oder der Papa war nicht mehr so zufrieden mit ihm. Ich hatte meinen Meister fertig und dann so, dann Dann hieß Du übernimmst.
Okay. Danke schön. Okay. Mach. Und wie lang hast Du das dann gemacht?
Bist Du dann endgültig? Bis 20 20. Dann okay. Und von der Austern direkt in die Geschäftsführung. Okay.
Was waren oder sind für dich als Unternehmer seitdem, also wir haben ja eben das Thema Pandemie gehabt, hast gesagt, okay, Industrie schwer. Ich würd das jetzt nicht nur auf dich beziehen. Ich geh mal davon aus, dass das allen so geht. Mhm. Was sind seither die Herausforderungen für euch?
Positive Zahlen zu schreiben. Okay. Die letzten Jahre waren waren nicht nicht gut, gar nicht gut. Okay. Warum?
Weiß ich noch nicht hundertprozentig. Okay. Muss ich gestehen. Bin ich Also mannigfaltig, würdest Du sagen. Das ist nicht so leicht zu identifizieren.
Genau. Okay. Dadurch, dass wir ja auch verschiedene Bereiche haben mit Werkzeugbau, mit Kunststoffverarbeitung, Früher war es so, dass gesagt wurde, die Kunststoffverarbeitung trägt den Werkzeugbau mit. Mhm. In den letzten Jahren schwankt das aber immer hin und her.
Und den oder die eine 1 den einen Punkt zu finden, wo's dann hapert, den hab ich noch nicht gefunden. Also da bin ich immer noch in der Analyse. Wir sind, glaub ich, aufm auf dem richtigen Weg. Es ist aber immer noch anstrengend und noch nicht so, wie ich's sein sollte, wie ich's mir wünsche. Mhm.
Es gibt ja mich ja auch in der Vergangenheit in den letzten Wochen, Monaten sehr viel mit unterschiedlichen Industrieunternehmen unterhalten. Und da, mal so Beispiele zu nennen, das Thema Fachkräftemangel hab ich oft gehört, Mhm. Ja, dann war das Thema auch Energie, ne. Mhm. Ist das bei euch ähnlich?
Würdest Du sagen, okay, wir haben das gleiche Problem? Bei den anderen wüsst ich jetzt aus dem Kopf heraus, okay, das gibt ja auch 3 Schicht Betriebe. Wie ist das bei euch? Seht ihr das vielleicht als Problem? Erzähl doch mal 'n bisschen darüber.
Wir haben vorm paar Jahren Stellen, die in Mitarbeiter, die in Rente gegangen sind, die Stellen haben wir nicht neu besetzt, weil die Auftragslage das nicht hergegeben hat. Und haben da grade im Werkzeugbau viele Stellen, ja, abgearbeitet oder nicht neu besetzt, die von der von der deutlich weniger geworden. Habt ihr das dann durch Automatisierungen optimieren können oder ist das einfach dann erst einmal raus? Also die die waren raus, die Auftragslage hat's nicht hergegeben, sofort neue Leute da hinzusetzen und wir sind dann mit der zugekommen, wie wir dann waren. Okay.
Ich übrigens, ich find das mutig, ne. Also das ich find es toll und ehrlich, dass Du das so auch benennst, ne. Also das zeichnet, find ich, auch noch mal Unternehmertum aus, ehrlich mit den Dingen umzugehen. Mhm. Jetzt hast Du grade gesagt, das läuft ja nicht gut.
Ich will da noch mal etwas genauer hineingehen. Was heißt das konkret? Ist das in den Bereichen? Du hast ja eben von Kunststoff gesprochen, Du hast auf der anderen Seite das Thema Werkzeug bei. Kannst Du das son bisschen untergliedern?
Ist das in dem einen stärker geworden, schwächer? Wie hat sich das gehalten? Gibt's da eine Waage? Geh doch da noch mal 'n bisschen drauf, ne? Ich glaube, aktuell könnt ich im im Werkzeugbau deutlich bessere Zahlen schreiben, wenn ich mehr Leute hätte.
Mhm. Und die fehlen dir? Die fehlen mir. Okay. Die fehlen mir grade, da sind wir auf der Suche.
Leider ist es aber auch so, dass die Leute wissen, was sie fordern können, Mhm. Können. Also nicht Äpfel und Bananen am Tisch, ne? Also darum geht's hier nicht, ne? Nee, nee, es ist schon, geht da schon Euros oder Ja, schon klar.
Da ist schwer, das in das in das vorhandene Gefüge zu integrieren. Mhm. Muss ich muss ich so sagen. Beispiel, ich war vor 'n paar Wochen, ich war, wir waren uns quasi einig, wir hatten beide Bock drauf mit Also es gab jemanden, der war da und den hast Du eigentlich nehmen wollen und Probearbeiten gemacht. Der wär für die Stelle super gewesen für das, was wir davor hatten.
Wir wollten, er wollte, aber er wollte einfach viel zu viel Geld haben. Okay. Also mehr als das Was ü? Dass es dass es, was üblich bei uns ist, sagen wir's so. Und da war die Entscheidung halt, können wir nicht, geht nicht.
Wo's uns wahrscheinlich sehr gut getan hätte. Okay. Das heißt, Fachkräftemangel. Ja. Punkt.
Habt ihr euch mal darüber Gedanken gemacht, auch außerhalb Deutschlands zu schauen, ob es da Menschen gibt, die eben halt diese Stellen besetzen könnten. Ich mein, das tut mir ja fast schon leid, das so zu sagen, aber es ist ja immer, als Unternehmer muss man Entscheidungen treffen. Man will ja seinen Fortbestand sichern. Das heißt, Fortbestand funktioniert nur, indem ich a, irgendwo vernünftige Zahlen schreibe, dann investiere, dann weiterhin vernünftige Zahlen zu schreiben. Relativ einfach, ne.
Ja. So ist es ja meistens so. Aber dann den Schritt vielleicht zu gehen und zu sagen, was hab ich in der EU vielleicht noch an Möglichkeiten, dass man da vielleicht die richtigen Leute findet? Nee, das haben wir noch nicht gemacht. Okay.
Ist jetzt noch nicht. Wär ja eine Option, ne. Man kann ja schauen, was gibt's da? Klar möchte man natürlich gerne vor Ort die Menschen mit hineinziehen, das ist klar, weil das gehört halt son bisschen auch dazu. Man möchte das Umfeld fördern und fordern.
Und ich glaub, Pipperfurt ist dafür auch bekannt, ne, also dass das auch macht. Ich fänd's halt, ich bin Pipperfurt und Ja. Ich möchte auf Pipperfurt stärken Mhm. Bin halt sehr heimatverbunden und ja. Mhm.
Das find ich gut. Wär schön wär schon cool, wenn wenn wenn wir da auch bleiben können und auch alle, die drum herum mit uns Diesen Weg gehen. Den Weg gehen, ja. Jetzt den Weg gehen hat ja viel auch mit Tradition zu tun, ne. Ist vielleicht auch 'n interessantes Thema, als ich bei euch gewesen bin.
Es ist ja, ich find diese Welt und dieses, muss vielleicht jeder mal gemacht haben, ne, einfach mal ein 1 Werk besichtigen gehen. Vielleicht kann man das bei dir auch, wenn man dich fragt Immer gerne. Einfach auch das Gefühl zu bekommen, wie fühlt sich das eigentlich an? Was wird da richtig geschaffen? Also da geht's ja richtige Wertschöpfung.
Da geht's ja nicht wir bauen mal eine schöne Seite, das ist 'n ganz anderes Metier. Was mir besonders aufgefallen ist und das, find ich, macht 'n Industrieunternehmen aus, ist ja die Tradition und die Geschichte, die dahintersteckt. Und ich erinnere mich noch an dem Moment, da bin ich dann in eine Halle gekommen und da war dann sone Art Fertigung oder Reinigung. Und da hab ich dann deinen, warst Großonkel? Großonkel.
Deinen Großonkel gesehen. Ja. Und den habt ihr dann, den lasst ihr da arbeiten. Erklär mir doch mal, ich war ich das so schön, ich find das schön. Ja.
Ich find das deswegen schön und fast schon romantisch, weil es zeigt, wir lassen hier niemanden alleine. Erzähl doch mal 'n bisschen darüber. Ja, Horst mit seinen 86 Jahren kommt im Moment weniger, aber bis vor Kurzem ist er täglich ins Unternehmen gekommen, hat Weil er's liebt, ne? Weil weil er's liebt, weil's sein Baby ist. Eigene Kinder hat er nicht.
Er hat sein Leben dem Unternehmen gewidmet. Mhm. So muss man's einfach sagen. Und ich glaube, sein Wunsch ist auch irgendwann, dass er da umfällt und dann abgeholt wird. Okay.
So muss man's einfach sagen. Und ja, er kommt, wenn wenn wenn's der wenn's der Körper zulässt, kommt er jeden Tag und macht seine 8 Stunden. Und macht, was er kann, das Unternehmen weiter zu fördern und zu fordern. Er er macht, was er kann. Es es ist aber auch nicht immer einfach, Mhm.
Weil die Denkweise, hab ich eben schon mal beschrieben, doch eine andere ist wie wie meine. Mhm. Und wenn ich dann mit mit befreundeten Unternehmern Werkzeug machen, Spritzgießern durchs Unternehmen geh und wir drüber sprechen, was wie können wir uns gegenseitig helfen? Findet er nicht gut. Krieg ich nachher immer einen drüber, sag ich mal, ne.
Okay. Aber ja, er kommt und wir lassen ihn auf. Wir binden ihn, wo's geht, mit ein. Mhm. Er ist immer noch da, ja.
Mhm. Ist er ist denn, also ich glaub, es ist schwer zu sagen oder anders gesagt nicht leicht, Es gibt die die Ansicht von früher, ne. Das ist so seine Ansicht, Gründer, richtig. Und auf der anderen Seite deine junge dynamische Ansicht, ne. Du sagst ja auch Netzwerk, ich glaub, das war 1 der Themen, die Du noch gerne noch mitnehmen möchtest.
Kann man das verbinden? Lässt sich sagen, okay, das eine ist gut und das andere ist gut und man zieht, wenn man das wie 2 Kreise übereinanderliegen würde und da wär nur 'n ganz kleiner Teil der überlappt, kann man sagen, das kann man aus dem Alten auch mitnehmen. Weil ich komm deswegen drauf, weil ich halt auch in der letzten Zeit oft sehe, das Alte kann weg, kann gern was Neues kommen und dann ist das Alte irrelevant. Geh also nach dem Motto, geh weg, brauchst Du nicht, ne. Also ich empfinde es als falsch.
Ich glaub, man kann aus allem was mitnehmen. Wie siehst Du das und lässt sich das hier in dem industriellen Thema vereinbaren? Ich glaub, dass das Alte einfach wegzuschließen wär auch falsch, weil Erfahrung ist einfach da. Ich nutz auch die Erfahrung von von Horst oder auch von von meinem Dad. Mhm.
Wenn wenn ich irgendwas zu entscheiden habe, was was mir schwerfällt, dann hol ich mir da auch Infos und Erfahrung und Meinungen von den Zweien. Mhm. Einfach ein, ja, die Entscheidung zu finden, sag ich mal. Aber man muss auch umdenken, weil die Welt einfach eine andere ist wie noch vor 'n paar Jahren. Und da einfach die Denkweise, ja, nicht mehr, sag ich mal, ne, ist wie's früher war.
Ganz ausschließen geht nicht, aber schon zum großen Teil sollte man sich der der aktuellen Situation auch stellen und dem anpassen. Mhm. Jetzt hast Du grade gesagt, die Welt verändert sich. Wir haben ja, glaub ich, in den letzten, boah, was ist es? Ich glaub, einem Jahr, ich hatte vor 'n paar Tagen noch 'n Vortrag tatsächlich drüber, dass künstliche Intelligenz ja so exponentiell gewachsen ist.
Wie geht ihr bei Horst Keller mit dem Thema Was macht ihr da grad im Industriebereich? Also ich für mich nutze viel ChatGPT für Analysen, für auch mal Formulierungen, für Ideensammlung. Viel mehr noch noch nicht. Wir haben uns ja hier letztens kennengelernt beim beim BVMW, bei dem bei dem Vortrag, Ja. Wo's auch Agenten ging 'n Stück weit.
Der nächste Termin beim BVMW war ja auch noch mal darauf nicht aufbauend, aber ging auch KI und Agent und Taalala. Da ist vieles möglich und den müssen wir uns auch noch mehr widmen, weil dadurch einfach auch, ich glaub, Mitarbeiterstunden gespart werden können, die dann wieder andersrum irgendwo anders eingesetzt werden können. Aber machen wir noch nicht viel. Okay. Jetzt hast Du grade gesagt, gespart, also Unternehmen sparen, das ist, glaub ich, weltweit auch grade son bei vielen Menschen, die sich noch nicht so tief mit dem Thema KI beschäftigen, natürlich 'n Aufschrei.
Na, wir haben's in den Filmen gesehen, Terminator und Co. Alle haben Angst vor dem Krieg mit dem Roboter. Dann hast Du eben halt viele sehr native Menschen, die sagen, guck mal, das kann einige positive Effekte mit sich bringen. Mhm. Will er von uns vielleicht auch wieder mehr darüber Gedanken machen, wer wir Menschen sind.
Der Einstellung bin ich zum Beispiel. Wie siehst Du das? KI wird uns nicht komplett übernehmen oder die die Arbeiten, die wir machen, nicht komplett übernehmen können. Ja, grad im Industriebereich sieht man's ja, ne. Also die Maschine muss ja immer noch bedient werden, ne.
Genau. Und das kann eine KI nicht gerne. Aber es gibt es gibt mit Sicherheit Aufgaben, die eine KI schneller, Mhm. Effizienter machen kann, sag ich mal. Wo wir als Menschen uns dann wieder wirklich denen widmen können, was wir was was wertschöpfend ist.
Mhm. Und wie gehst Du in dem Unternehmen damit Also jetzt, ne, komm ich mal die Ecke mit sonem humanoiden Roboter, dem stellt dem, Du sagst jetzt, Du brauchst jetzt diese Fachkraft, Mhm. Ne, Thema von eben. Und jetzt sagt diese Fachkraft, jetzt findest Du die natürlich nicht. Du vielleicht auch im Ausland nicht und auch meinetwegen über der EU hinaus nicht.
Und jetzt sagst Du, okay, pass auf, es gibt diese humanoiden Roboter, die gibt's ja wirklich. Mhm. Und wir lernen denen jetzt an. Wir bringen dem bei, dass er das und das macht. Das hab ich bei anderen Unternehmen auch schon mal angedeutet und auch mal nachgefragt.
Wie würde die Belegschaft, glaubst Du, damit umgehen? Hätten die mehr Angst davor, weil es eben so neu ist und weil der nicht essen, nie schlafen muss und eigentlich auch kein Gehalt braucht? Oder wie was glaubst Du, wie deine Belegschaft damit umgeht und wie würdest Du vor allen Dingen deine Belegschaft schulen, wenn Du die Chance hättest? Das würde mich mal interessieren. Weil wenn schon KI, dann wär das doch eine Möglichkeit.
Ja. Ich bin noch nicht davon überzeugt, dass im im Werkzeugbau, wirklich im handwerklichen Bereich Mhm. Und auch sogar in der im im in der Kunststoffverarbeitung an der Spritzmaschine wir da Roboter einsetzen können. Ja, gegenwärtig mit Sicherheit nicht, klar. Da da bleibt der Mensch einfach ja, superwichtig, weil das alles so zu zu filigran ist.
Man muss gucken, man muss ja, miteinander sprechen. Ich glaube nicht, dass wir da Roboter einsetzen können, auch in nächster Zeit nicht. Mhm. Und von daher glaub ich auch, dass dass meine Jungs und Mädels da ähnlich gestrickt sind und sagen, sehen wir hier nicht, haben wir kein Problem mit. Okay.
Und wenn, jetzt bist Du den Erfahrene, ne, auf dem Weg von der Maschine hin zum nächsten Punkt. Es gibt ja auch immer wieder bestimmt Prozesse dazwischen, die immer gleich sind, wo man sagt, okay, das könnte doch vielleicht übernommen werden. Mal angenommen, da Also wir reden jetzt hier von Dingen, die noch nicht sind, das ist schon klar, ne? Mir geht's darum, herauszukitzeln, glaubst Du, dass die Menschen damit klarkämen, wenn da jemand wär, der sie unterstützt, wenn Ohne Angst davor, dass sie ersetzt würden? Wenn gute Kommunikation stattfindet vorher.
Ja. Und die Leute es sehen und mitgenommen werden. Mhm. Dass sie auch trotzdem gebraucht werden für dann andere Dinge. Mhm.
Dann glaub ich, haben die da kein Problem mit. Okay, wie würdest Du das angehen im Unternehmen? Schwer zu sagen. Vorstellen, ausprobieren, Leute mitnehmen, Erfahrungen sammeln. Ich glaube, so wär wär der Weg, einfach zu sagen, ja, wir wir machen das, wir versuchen das, wär, glaub ich, falsch.
Mhm. Auf dem Weg dahin mitnehmen, das haben wir vor, das, was haltet ihr davon? Sollen wir das mal testen? So, glaub ich, würd ich's eher versuchen. Okay.
Und aber jetzt Gegenbeispiel, gar nicht mit KI wär gar nicht der Fall oder würdest Du's verteufeln? Nee, das nicht. Nein. Nee, nee. Die ist, sie ist schon auch sinnvoll hier und da.
Mhm. Sie macht's einfacher, manche Sachen einfacher. Mhm. Das ist so. Jetzt hast Du ja grade auch über das Thema früher gesprochen und heute ist die Situation ja 'n bisschen verändert, ne.
Es ist zum Beispiel auch China, was eben halt auf den deutschen Markt drängt an ganz, ganz vielen Stellen. Wie geht ihr als Werkzeugmacher damit Für die für den deutschen Werkzeugbau ist es im Moment schwierig. Durch durch den asiatischen Markt, durch durch China sind die die Preise im Neubauprojekt, im im Projektgeschäft einfach kaputt. Mhm. Die Qualität, die von drüben rüberkommen, die die die Zeit, die die brauchen für 'n Werkzeug zu bauen, das ist gut, muss man einfach so sagen.
Da tun wir deutschen, Werkzeugmacher uns, glaub ich, grade echt schwer. Okay. Wir haben wir haben vielleicht noch den Vorteil, wir haben eine 1 Kunststoffverarbeitung dabei. Wir können also auch Mustern, wir haben noch eine Messtechnik dabei, wir können auch Teil direkt messen. Das haben viele Werkzeugmacher so nicht.
Aber trotzdem auch, für uns ist es schwer. Und ich glaube einfach, dass dass wir da nur partnerschaftlich und gemeinschaftlich rauskommen aus dieser Krise gegen China, gegen Asien. Na gut, gegen gegen China kann man da schlecht arbeiten, aber man kann halt sagen, gemeinschaftlich ist man, muss man stark sein. Genau. Und und was wünschst Du dir da?
Also wenn Du jetzt, heute hättest Du die Möglichkeit, dir was zu wünschen, was vielleicht in Erfüllung ginge, was wäre da dein Wunsch an Deutschland oder auch an die Werkzeugmacher, an ein Netzwerk, das wir da noch aus? Noch offener und noch partnerschaftlicher miteinander umgehen. Mhm. Nicht mehr Türen, Tore zu, nee, hier kommt keiner rein, sondern wirklich offen. Braucht.
Mhm. Und sich untereinander helfen, auch mal über übers Budget zu sprechen. Was kann ich dafür ausgeben für das Werkzeug? Was was brauch ich dafür wirklich? Und dass man dann partnerschaftlich, gemeinschaftlich nach vorne kommt.
Das würd ich mir wünschen. Ja, pass auf. Eigentlich find ich das hier schon 'n total tolles Gespräch. Zum Abschluss 1 jeden Gespräches ist es so, dass ich sehr viel auch über den Mensch herausfinden will. Jetzt hast Du am Anfang schon sehr viel gesagt.
Ich möchte dir trotzdem noch zum Abschluss eine Frage stellen. Mhm. Die darfst Du auch etwas mehr ausführen. Wer bist Du ohne Titel und ohne Namen? Hast dir Zeit?
Ja. Sehr bin ich ohne Titel ohne Namen. Ich glaub, ich bin ein sehr, sehr positiv eingestellter Mensch, Der der liebt, was er tut. Der vielleicht nicht immer den den oder das richtige Ziel im Blick hat, aber trotzdem immer auf auf irgendeine Art und Weise auf dem auf dem richtigen richtigen Weg ist. Und versucht, die Leute auf diesen Weg mitzunehmen.
Wenn's ums ums Unternehmen geht, ums Unternehmen jetzt grade retten geht, versuchen ja, mit mit mit positiver Einstellung, mit Kraft voranzugehen, die Leute mitzunehmen. So seh ich mich, seh ich mich zumindest. Wahnsinn, ne. Also ich ich weiß, dass das berührt, das ist auch Absicht, weil ich glaube, dass es viel wichtiger ist, dass wir in dieser Situation, in der wir alle irgendwo stecken, ich glaub, das ist der größte epochale Wandel, noch mal das Thema KI, Da hatten wir irgendwann mal die Dampfmaschine, ne, vor vielen, vielen Jahrhunderten gefühlt, also vor meiner Zeit halt, ne. So wie viel Generation 3, 4, 5 Generationen weg.
Und jetzt stehen wir wieder vor was Neuem und Du bist derjenige, der hier vor mir sitzt und sagt, ich bin ganz ehrlich, ne, so sieht's aus. Und dann kommt jemand weg daher und stellt hier diese Frage, das macht was mit einem, aber das soll sie auch. Ja. Sie soll es auch, weil ich glaub, wenn man sozusagen der Baum im Sturm sein muss und auch standhaft bleiben muss, dann ist es noch viel wichtiger, sich mit sich selber zu beschäftigen und zu wissen, wo man hingehört. Ich find, das hast Du gut beantwortet.
Denk, also das das regt auch echt zum zum Nachdenken an, auch im im im Vorfeld auf auf den Termin heute war schon, Hast ja viel Gedanken gemacht, ne. Viel schon viele Gedanken gemacht, ne. Was was können da für Fragen kommen? Wie gesagt, gehst Du da drauf? Und auch in den letzten Tagen viel mit mit viel gesprochen und ja, einfach auch Gedanken gemacht, wer wer bin ich auch, ne, schon.
Und wenn da sone Frage kommt und ja, das ist es ist wirklich schwierig, so zu beschreiben, Ja, vielleicht nicht immer, vielleicht bin ich manchmal zu nachdenklich auch und find ich nicht die schlechte Eigenschaft. Ja, aber Ist ja Reflexion. Es ist, Reflexion bedeutet, wir denken immer über unsere Handlung nach, ob wir sie jetzt schon gemacht haben oder ob wir sie noch machen werden. Es ist immerhin besser, wie einfach nur zu handeln, ne. Andererseits, manchmal ist auch die Handlung gut, ne.
Kann man Fehler machen, aber Fehler gehören nun mal dazu. Ja, manchmal sollte man, sollte ich vielleicht nicht zu viel nachdenken, sondern auch noch mal eher was direkt machen manchmal. Zum Beispiel diesen Podcast. Ja, ne. Okay, Bastian.
Ich danke dir, dass Du heute bei dieser Folge erschienen bist, dabei bist. Und letztendlich, das war's. Danke schön. Danke auch. Super.